{"id":43276,"date":"2018-04-04T08:10:39","date_gmt":"2018-04-04T06:10:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43276"},"modified":"2019-06-03T07:40:13","modified_gmt":"2019-06-03T05:40:13","slug":"nato-die-gruendungs-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43276","title":{"rendered":"NATO: Die Gr\u00fcndungs-L\u00fcge"},"content":{"rendered":"<p>Das ist ein Beitrag von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>. Er bietet eine f&uuml;r viele Menschen neue Sicht der Zusammenh&auml;nge und der Motive, die zur Gr&uuml;ndung der NATO f&uuml;hrten. R&uuml;gemers Sicht liegt quer zur g&auml;ngigen Erz&auml;hlung &uuml;ber die Gr&uuml;ndung der NATO. Wer die damalige Zeit, wer die Debatten um die Wiederbewaffnung Deutschlands erlebt hat, kann der Sicht R&uuml;gemers einiges abgewinnen. Wahrscheinlich w&uuml;rde der fr&uuml;here Bundespr&auml;sident Gustav Heinemann, der wegen der Wiederbewaffnung die CDU verlassen hat und 1950 aus dem Kabinett Adenauer ausgetreten ist, vieles &auml;hnlich sehen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_20\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43276-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43276-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180405_NATO_Die_Gruendungs_Luege_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die Gr&uuml;ndungs-L&uuml;ge der NATO<\/strong><\/p><p><em>Von Werner R&uuml;gemer<\/em><\/p><p>Nach 1945 wussten die USA: Von der geschw&auml;chten Sowjetunion geht keine Gefahr aus. Aber mit dem Zangengriff von Marshall-Plan und NATO integrierte die Siegermacht des 2. Weltkriegs ausgew&auml;hlte europ&auml;ische Staaten in ihre &ouml;konomische und milit&auml;rische Expansion und half ihnen beim Kampf gegen Befreiungsbewegungen in den Kolonien &ndash; auch wegen der Rohstoffe f&uuml;r US-Konzerne. <\/p><p>Im Vorfeld der NATO-Gr&uuml;ndung wussten die Verantwortlichen in den USA: Die Sowjetunion bedeutet keine milit&auml;rische Gefahr. Einen Angriff auf Westeuropa k&ouml;nne die geschw&auml;chte Macht, selbst wenn sie wollte, nicht durchhalten: Die Wirtschaft der Sowjetunion ist zu schwach; ihr Transportsystem ist zu primitiv; ihre &Ouml;lindustrie ist viel zu leicht anzugreifen. Die M&auml;nner im Kreml sind kluge Tyrannen, die ihre innere Macht nicht durch  milit&auml;rische Abenteuer im Ausland aufs Spiel setzen. &bdquo;Sie wollen den Kampf um Deutschland und Europa gewinnen, aber nicht durch milit&auml;rische Aktion.&ldquo; Das hielt der Chefplaner im State Department, George Kennan, 1948 f&uuml;r Au&szlig;enminister Marshall, f&uuml;r Pr&auml;sident Truman und f&uuml;r die US-Botschafter in diversen Memoranden wiederholt fest.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Warum aber gr&uuml;ndeten die USA und ihre damals noch wenigen B&uuml;ndnispartner trotzdem das ausdr&uuml;cklich gegen die Sowjetunion gerichtete Milit&auml;rb&uuml;ndnis NATO? <\/p><p><strong>Die Legende vom &bdquo;Kalten Krieg&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die Legende besagt, die NATO sei ein &bdquo;Produkt des Kalten Krieges&ldquo;. In Wirklichkeit ist die NATO ein Produkt der US-Expansion, die schon lange vor dem milit&auml;rischen Eingriff der USA in den zweiten Weltkrieg im Gange war. <\/p><p>Der &bdquo;kalte Krieg&ldquo; ist eines der findigsten ideologischen Konstrukte, mit denen die US-Meinungsmaschine die US-Praktiken seit dem 2. Weltkrieg bis heute verschleiert. Der Begriff  wurde vom wichtigsten US-Ideologen des 20. Jahrhunderts popularisiert: Walter Lippmann.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] <\/p><p>&bdquo;Kalter Krieg&ldquo; soll bedeuten: Nach dem 2. Weltkrieg ist der milit&auml;rische Krieg zu Ende und es beginnt die Phase der nicht-milit&auml;rischen Auseinandersetzung zwischen dem &bdquo;freien Westen&ldquo; und dem &bdquo;kommunistischen Ostblock&ldquo;. Doch w&auml;hrend des &bdquo;kalten Krieges&ldquo; f&uuml;hrten die USA und die ersten NATO-Staaten Kriege wie in Korea und Indochina &ndash; darauf wird zur&uuml;ckzukommen sein. <\/p><p>Zun&auml;chst: In Wirklichkeit begann der &bdquo;kalte&ldquo; Krieg schon kurz nach Kriegsbeginn, etwa 1941. Roosevelt und Churchill griffen &ndash; trotz mehrmaliger Aufforderungen ihres Alliierten Stalin &ndash; milit&auml;risch so sp&auml;t wie m&ouml;glich in den Krieg ein: Die Rote Armee und die deutsche Wehrmacht sollten sich so weit wie m&ouml;glich gegenseitig zerst&ouml;ren. Die US- und die britische Regierung lehnten auch jeden inneren Widerstand gegen Hitler prinzipiell ab.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] <\/p><p>Der zun&auml;chst linke Harvard-Absolvent Walter Lippmann hatte im 1. Weltkrieg f&uuml;r das US-Kriegsministerium die Propaganda f&uuml;r den Kriegseintritt der USA mitorganisiert (Committee on Public Information, CPI) &ndash; um 1917 das pazifistische Neutralit&auml;ts-Versprechen des US-Pr&auml;sidenten Woodrow Wilson umzudrehen.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Danach hatte er an prominenter Stelle die Globalisierung der USA theoretisch begr&uuml;ndet und publizistisch begleitet. 1938 hatte er als Gegner des Roosevelt&rsquo;schen Reformkurses (New Deal) die sp&auml;teren Gurus der &bdquo;neoliberalen&ldquo; Wirtschaftslehre wie Friedrich Hayek (The Route to Serfdom, 1943, deutsch Der Weg in die Knechtschaft), Alexander R&uuml;stow und Raymond Aron zusammengef&uuml;hrt: Hier wurde der besch&ouml;nigende Begriff des &bdquo;Neoliberalismus&ldquo; f&uuml;r die neue, antigewerkschaftlich und antikommunistisch ausgesch&auml;rfte Kapitalismus-Doktrin gepr&auml;gt. <\/p><p><strong>Die &bdquo;Verteidigungs&ldquo;linie der USA nach Europa vorschieben<\/strong><\/p><p>Im M&auml;rz 1943 schrieb Lippmann: Nach der Eroberung Nordamerikas, Mittelamerikas, der Karibik, der Philippinen und mehrerer Inseln im Pazifik (Wake, Guam, Hawai, japanische Mandatsinseln) sind die USA gezwungen gewesen, &bdquo;zwei Drittel der Erdoberfl&auml;che von unserer kontinentalen Basis in Nordamerika aus zu verteidigen.&ldquo; Jetzt aber er&ouml;ffne sich mit der absehbaren Niederlage der Achsenm&auml;chte Deutschland, Japan, Italien und ihrer B&uuml;ndnispartner und Kollaborateure ein viel intensiverer Zugriff. <\/p><p>Die USA werden ihre eroberten Gebiete, so der Geostratege, nun nicht mehr allein von ihrem nordamerikanischen Territorium und den verstreuten Inseln im Pazifik aus &bdquo;verteidigen&ldquo; k&ouml;nnen. Vielmehr k&ouml;nne und m&uuml;sse Amerika jetzt seine &bdquo;Verteidigungs&ldquo;linie entscheidend erweitern, &bdquo;indem wir unsere Au&szlig;enpolitik auf zuverl&auml;ssige B&uuml;ndnisse in der alten Welt gr&uuml;nden.&ldquo; In Europa und Japan k&ouml;nnten nun neue US-St&uuml;tzpunkte errichtet werden. Damit k&ouml;nnten die USA von der bisherigen passiven zur aktiven &bdquo;Verteidigung&ldquo; ihrer nationalen Interessen &uuml;bergehen.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] <\/p><p>Zu dieser Strategie geh&ouml;rten Lippmanns ideologische Kunstgriffe: Die antiliberal versch&auml;rfte Wirtschaftsdoktrin wurde als &bdquo;Neoliberalismus&ldquo; bezeichnet. <\/p><p>Und die versch&auml;rfte milit&auml;rische Expansion wurde als &bdquo;Verteidigung&ldquo; ausgegeben: Von 1789 an, seit ihrer Gr&uuml;ndung, hatten die USA faktengem&auml;&szlig; ein Kriegsministerium (War Department): Durch Kriege wurden der nordamerikanische Kontinent, Mittelamerika, die Karibik, Kuba, die Philippinen, Puerto Rico usw. erobert. Aber gerade auf der bis dahin h&ouml;chsten Stufe ihrer auch milit&auml;rischen Expansion wurde das Kriegsministerium 1947 besch&ouml;nigend und faktenwidrig in Verteidigungsministerium (Defense Department) umbenannt. Konsequenterweise lief dann auch die NATO unter &bdquo;Verteidigungs&ldquo;B&uuml;ndnis.<\/p><p><strong>Der Zwilling: Marshall-Plan und NATO<\/strong><\/p><p>Die 1949 gegr&uuml;ndete NATO war Zwillingsgesch&ouml;pf des Marshall-Plans. Den milit&auml;risch-zivilen Doppelcharakter verk&ouml;rperte George Marshall selbst: W&auml;hrend des 2. Weltkriegs koordinierte er als Chief of Staff das US-Milit&auml;r auf allen Kriegsschaupl&auml;tzen zwischen Nordafrika und Asien. Nach dem Krieg organisierte er als Au&szlig;enminister von 1947 bis 1949 den Marshall-Plan. Und 1950 schl&uuml;pfte der Wendige in die Rolle des US-Verteidigungsministers und organisierte brutale Interventionen einschlie&szlig;lich Napalm-Bombardements gegen Befreiungsbewegungen rund um den Globus, in Korea genauso wie in Griechenland. <\/p><p>Ab 1947 erhielten alle sp&auml;teren NATO-Gr&uuml;ndungsmitglieder Hilfen aus dem Marshall-Plan: Gro&szlig;britannien, Frankreich, Portugal, Niederlande, Belgien, Luxemburg, D&auml;nemark, Island, Italien, Norwegen. Dies ging auch nach der NATO-Gr&uuml;ndung bis zum Ende des Marshall-Plans 1952 weiter. Zus&auml;tzlich beschloss der US-Kongress 1949 eine Milliarde US-Dollar an Hilfen f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der NATO-Mitgr&uuml;nder-Staaten. Teilweise wurden Marshall-Plan-Hilfen milit&auml;risch umgewidmet.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] <\/p><p>Alle diese Staaten &ndash; au&szlig;er Luxemburg und Norwegen &ndash; waren zudem aktive Kolonialm&auml;chte. Die meisten waren zudem Monarchien und kein Ausbund an Demokratie. Die USA selbst unterhielten in neokolonialer Art zahlreiche abh&auml;ngige Territorien und beherrschten Staaten in Mittelamerika und in der Karibik mit Hilfe von Diktatoren &ndash; am bekanntesten in Kuba. Auch die Beziehungen zu Diktator Franco waren ausgezeichnet. Es ging also nicht um die Verteidigung der Demokratie. <\/p><p><strong>Vorstufe Br&uuml;sseler Pakt: &bdquo;Deutsche&ldquo; und &bdquo;kommunistische Gefahr&ldquo;<\/strong><\/p><p>Vor der NATO-Gr&uuml;ndung durften die zuverl&auml;ssigsten europ&auml;ischen Staaten, die als Gr&uuml;ndungsmitglieder vorgesehen waren, ihr Vorspiel machen. Im M&auml;rz 1948 beschlossen die vom Marshall-Plan subventionierten Regierungen Gro&szlig;britanniens, Frankreichs und der drei kleinen Benelux-Monarchien den &bdquo;Br&uuml;sseler Pakt&ldquo;: Er verstand sich als Milit&auml;rb&uuml;ndnis gegen eine erneute deutsche Aggression und gegen eine drohende sowjetische Aggression. <\/p><p>Diese US-gef&uuml;hrten Verschw&ouml;rungstheoretiker simulierten Gefahren, die es nicht gab: Deutschland war vollst&auml;ndig abger&uuml;stet und stand unter milit&auml;rischer Kontrolle der Alliierten, also auch der Br&uuml;sseler Pakt-Mitglieder selbst &ndash; Frankreich, Gro&szlig;britannien, Belgien und die Niederlande waren Besatzungsm&auml;chte in Westdeutschland; und sie konnten dar&uuml;ber mitentscheiden, ob Westdeutschland bzw. die Bundesrepublik Deutschland neu aufger&uuml;stet wird oder nicht. Die Sowjetunion war zu einem Angriff auf Westeuropa weder f&auml;hig noch willens, zu einer dauerhaften Besetzung noch weniger  &ndash; diese Einsch&auml;tzung der US-Regierung war auch den Br&uuml;sseler Pakt-Staaten gel&auml;ufig. <\/p><p>Im Br&uuml;sseler Pakt kamen neben Gro&szlig;britannien die Staaten zusammen, deren Regierungen und Wirtschaftseliten keinen Widerstand gegen die Besetzung der  Wehrmacht geleistet, sondern mit Nazi-Deutschland kollaboriert und ebenfalls im &bdquo;Kommunismus&ldquo; die Hauptgefahr gesehen hatten. Sie alle f&uuml;rchteten nach dem Krieg Bestrafung und Enteignung, die Milit&auml;rs und Geheimdienste f&uuml;rchteten Einflussverlust.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Ein Jahr sp&auml;ter nahmen die USA die Sache auch offiziell in die Hand. Am 4. April 1949 &ndash; einige Monate vor der Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik Deutschland &ndash; gr&uuml;ndeten sie in Washington das Milit&auml;rb&uuml;ndnis North Atlantic Treaty Organisation, NATO. Es wurde als &bdquo;Verteidigungs&ldquo;-B&uuml;ndnis ausgegeben und folgte damit der US-Sprachregelung. Alle anderen Mitglieder waren von den USA abh&auml;ngig, nicht nur durch den Marshall-Plan, sondern auch durch zus&auml;tzliche Kredite, Milit&auml;rhilfen und Investitionen. Der Sitz der NATO war bis 1952 in Washington.<\/p><p><strong>Krieg gegen Befreiungsbewegungen in den europ&auml;ischen Kolonien<\/strong><\/p><p>Mit der NATO und mit den zus&auml;tzlichen US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten in den NATO-Mitgliedsstaaten schoben die USA nicht nur im Sinne Lippmanns ihre &bdquo;Verteidigungs&ldquo;linie nach Westeuropa vor. Sie unterst&uuml;tzten auch die Kriege, die die europ&auml;ischen Kolonialm&auml;chte gegen die nach dem Krieg erstarkten Befreiungsbewegungen in den Kolonien f&uuml;hrten. Und die USA verschafften sich mit Marshall-Plan und NATO Zugang zu Rohstoffen in diesen Kolonien.<\/p><p><em>Gro&szlig;britannien<\/em><br>\nGro&szlig;britannien war w&auml;hrend des Krieges von den USA durch R&uuml;stung, Schiffe und Nahrungsmittel beliefert worden und war nun bei den USA hochverschuldet. Die USA sorgten daf&uuml;r, dass der von ihnen 1944 gegr&uuml;ndete und beherrschte Internationale W&auml;hrungsfonds IWF 1947 den ersten gro&szlig;en Kredit an Gro&szlig;britannien vergab: Damit wurde die Labour-Regierung vers&ouml;hnt und erpresst. Gro&szlig;britannien war auch in weiterer Hinsicht geschw&auml;cht: Die wichtigsten Kolonien wie Indien gingen verloren. Schon im Krieg hatte Gro&szlig;britannien den USA mehrere Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte im Commonwealth &uuml;berlassen. Zur Zeit der NATO-Gr&uuml;ndung bek&auml;mpfte die Labour-gef&uuml;hrte Regierung die Befreiungsbewegung in Ghana, bezeichnete den Vorsitzenden der Convention People&rsquo;s Party, Kwane Nkrumah, als &bdquo;little local Hitler&ldquo; und steckte ihn 1950 ins Gef&auml;ngnis. Erst 1957 konnte Ghana mit Nkrumah selbst&auml;ndig werden.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Die USA, die mit ihrem Geheimdienst OSS schon ab 1943 in Griechenland und der T&uuml;rkei pr&auml;sent waren, l&ouml;sten 1948 dort das Milit&auml;r und den Geheimdienst Gro&szlig;britanniens ab und &uuml;bernahmen den Krieg gegen die antifaschistische Befreiungsbewegung. <\/p><p>Kanada als Mitglied des Commonwealth war doppelt abh&auml;ngig: Seit Ende des 19. Jahrhunderts war das Land eine Wirtschaftskolonie der USA.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Die kanadischen Truppen hatten unter britischem Kommando gestanden, und die britischen Truppen sowie die gesamte britische Kriegswirtschaft waren den USA unterstellt gewesen.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p><em>Frankreich<\/em><br>\nDas zweitwichtigste NATO-Mitglied nach Gro&szlig;britannien war Frankreich. Die US-Army hatte das Land, zusammen mit Briten und Kanadiern, 1944 von den Nazis und der Vichy-Kollaborationsregierung befreit. Die linke R&eacute;sistance, die vom US-Geheimdienst OSS unterwandert worden war, wurde schnell ausgeschaltet. Den ungeliebten General Charles de Gaulle, der ein unabh&auml;ngiges Frankreich vertrat, musste man auf der Siegesparade auf dem Champs Elys&eacute;es in Paris mitlaufen und dann eine provisorische Regierung bilden lassen, in der auch die in der R&eacute;sistance f&uuml;hrende kommunistische Partei vertreten war. Die Weltbank unter Pr&auml;sident John McCloy vergab noch vor dem Marshall-Plan einen Kredit an Frankreich, unter der Bedingung: De Gaulle und die Kommunisten d&uuml;rfen nicht in die Regierung! US-Au&szlig;enminister Byrnes, Vorg&auml;nger von Marshall, versprach einen 650-Millionen-Kredit und die zus&auml;tzliche Lieferung von 500.000 Tonnen Kohle.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] <\/p><p>Christlich lackierte Politiker wie George Bidault, enger Freund des CDU-Vorsitzenden und zuk&uuml;nftigen bundesdeutschen Kanzlers Konrad Adenauer und wie dieser mit CIA-Chef Allen Dulles im Kontakt,[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] wurden in die Regierung man&ouml;vriert, de Gaulle wurde rausgeworfen, der Kredit wurde gew&auml;hrt.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Die USA r&uuml;steten 1948 zudem drei franz&ouml;sische Divisionen auf, damit Frankreich in seinem Besatzungsgebiet in  Westdeutschland &uuml;berhaupt als ernstzunehmende Besatzungsmacht auftreten  konnte.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] <\/p><p>Die franz&ouml;sische Kolonie Algerien wurde NATO-Vertragsgebiet. Gleichzeitig verlangte die franz&ouml;sische Regierung milit&auml;rische Hilfe gegen den &bdquo;Kommunismus&ldquo; in der Kolonie Indochina: Die im September 1945 von der Unabh&auml;ngigkeitsbewegung Vietminh unter Ho Chi Minh ausgerufene Demokratische Republik Vietnam sollte vernichtet werden &ndash; die USA halfen mit Milit&auml;rberatern, Nahrungsmitteln und R&uuml;stungsg&uuml;tern.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] McCloy als Pr&auml;sident der Weltbank genehmigte im NATO-Gr&uuml;ndungsjahr 1949 auch daf&uuml;r einen Kredit.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] <\/p><p><em>Belgien, Niederlande, Luxemburg<\/em><br>\nDie drei Benelux-Staaten, deren Regierungen im Krieg mit den Nazis kollaborierten, hatten keinen milit&auml;rischen Beitrag gegen Hitler-Deutschland geleistet. Aber Belgien und die Niederlande durften aus US-Gnaden als Besatzungsm&auml;chte nach Westdeutschland einr&uuml;cken. <\/p><p>Auch dem K&ouml;nigreich Niederlande gestand McCloy im NATO-Gr&uuml;ndungsjahr 1949 einen Kredit der Weltbank zu, damit die Unabh&auml;ngigkeitsbewegung in der Kolonie Indonesien bek&auml;mpft werden konnte.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Indonesien erhielt zus&auml;tzlich zum &bdquo;Mutterland&ldquo; Hilfen aus dem Marshall-Plan. Gegen die 1945 nach der japanischen Besetzung gegr&uuml;ndete Republik Indonesien gingen die 145.000 niederl&auml;ndischen Milit&auml;rs mit der Bombardierung von St&auml;dten vor, ermordeten zehntausende Widerstandsk&auml;mpfer und andere Einheimische und nahmen die Regierung gefangen.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] <\/p><p><em>Belgien<\/em><br>\nDas K&ouml;nigreich Belgien hielt seine rohstoffreiche Kolonie Kongo auch nach 1945 mit US-Zustimmung weiter unter der Knute. Die USA hatten seit Kriegsbeginn das f&uuml;r die Atombomben entscheidende Uran aus der belgischen Kolonie bezogen. Der Bergwerkskonzern Union Mini&egrave;re du Haut Katanga &ndash; die Rockefellers waren daran beteiligt &ndash; hatte schon 1939 seine Zentrale von Br&uuml;ssel nach New York verlegt.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] <\/p><p>Nach 1945 wurde der antikoloniale Widerstand im Kongo gnadenlos bek&auml;mpft: Gewerkschaften waren verboten, Streikende wurden erschossen oder &ouml;ffentlich ausgepeitscht.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Sp&auml;ter, 1961, wurde in belgisch-US-amerikanischer Komplizenschaft (K&ouml;nig Baudouin, US-Pr&auml;sident Eisenhower, CIA, einheimische Kollaborateure) der erste Premierminister des unabh&auml;ngig gewordenen Kongo, Patrice Lumumba, nach kurzer Zeit bestialisch ermordet.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p><em>Portugal<\/em><br>\nDas faschistische Portugal war im Krieg neutral geblieben und deshalb wirtschaftlich f&uuml;r Nazi-Deutschland umso wichtiger gewesen: Als einziger Staat lieferte Portugal das kriegsentscheidende Edelmetall Wolfram f&uuml;r die Stahlh&auml;rtung. In Portugal wurden Raubaktien und Raubgold f&uuml;r die Finanzierung der deutschen Kriegsf&uuml;hrung gewaschen.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] <\/p><p>Die USA gaben nach 1945 die asiatischen Kolonien Timor und Macau, die von Japan besetzt worden waren, an Portugal zur&uuml;ck. In den afrikanischen Kolonien Mosambik und Angola herrschte kolonialistische Zwangs- und Plantagenwirtschaft (Kaffee, Baumwolle). Die Kommunistische Partei als wichtigste Befreiungsorganisation war verboten und wurde verfolgt.[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Die USA und die NATO konnten nun die Atlantikinseln Portugals, die Azoren, als Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte nutzen. <\/p><p><em>Kleine Staaten und sp&auml;tere NATO-Mitglieder<\/em><br>\n<em>Island<\/em> hatte sich 1944 vom Status als d&auml;nische Halbkolonie gel&ouml;st und seine Unabh&auml;ngigkeit erkl&auml;rt. 1940 war das Land von Gro&szlig;britannien und den USA besetzt worden. Island bekam Marshall-Plan-Gelder und stimmte seiner NATO-Mitgliedschaft zu: Das Land unterhielt kein eigenes Milit&auml;r, diente aber als US- und NATO-St&uuml;tzpunkt. <\/p><p>In <em>D&auml;nemark<\/em> wurde nach der Nazizeit eine Regierung gebildet, zu der auch die Kommunistische Partei geh&ouml;rte. Auch hier wurde mit der Sozialdemokratisierung und mithilfe des Marshall-Plans die urspr&uuml;nglich gewollte Blockfreiheit ausgetrieben. <\/p><p>Die d&auml;nische Kolonie <em>Gr&ouml;nland<\/em>, in der die USA schon 1941 Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte errichtet hatten, wurde 1951 zum NATO-Verteidigungsgebiet erkl&auml;rt. <\/p><p>In <em>Norwegen<\/em> wollte die sozialdemokratische Regierung nach der deutschen Besetzung blockfrei bleiben. Aber mithilfe des Marshall-Plans und zus&auml;tzlicher Aufr&uuml;stungshilfen man&ouml;vrierten die USA auch Norwegen in die NATO.<\/p><p>Im NATO-Gr&uuml;ndungsjahr bombardierten US-Sturzkampfflieger die Stellungen der antifaschistischen Befreiungsbewegung in Griechenland mit Napalm und r&uuml;steten das monarchietreue Milit&auml;r aus, das mit den Nazis kollaboriert hatte. Nur so konnte die Befreiungsbewegung in dem angeblichen &bdquo;B&uuml;rger&ldquo;krieg besiegt werden.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] Als die USA hier wie in der benachbarten T&uuml;rkei f&uuml;r eine US-abh&auml;ngige Regierung gesorgt hatten, holten sie 1952 die beiden Staaten in die NATO.<\/p><p>Die USA wollten vor allem die westlichen Besatzungszonen Deutschlands in die NATO holen. Doch erstens war dieses Westdeutschland noch kein Staat; und zweitens sperrten sich zun&auml;chst die Regierungen Frankreichs und Gro&szlig;britanniens wegen der kritischen &Ouml;ffentlichkeit in beiden Staaten gegen die Wiederbewaffnung der Deutschen. Aber kurz nach der Gr&uuml;ndung des neuen Staates Bundesrepublik Deutschland (BRD) sagte dessen Kanzler Adenauer 1950 die Wiederbewaffnung zu (heimlich). Und die USA f&ouml;rderten schon ab 1950 die R&uuml;stungsproduktion der BRD f&uuml;r den Bedarf des Krieges gegen die Volksbefreiungsbewegung in Korea. Die bundesdeutschen R&uuml;stungsindustriellen setzten sich mehrheitlich f&uuml;r die NATO ein. Und schon im September 1950 schloss die NATO die BRD in das NATO-Verteidigungsgebiet ein &ndash; f&uuml;nf Jahre vor dem formellen NATO-Beitritt.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] <\/p><p><strong>Die USA dringen in die europ&auml;ischen Kolonien ein<\/strong><\/p><p>Die NATO war somit ein B&uuml;ndnis gegen die nachfaschistische Demokratisierung in Europa und gegen die nationale Selbstbestimmung in den Kolonien. Und die neokoloniale NATO-Supermacht drang in die alten Kolonien der Europ&auml;er ein. <\/p><p>In den franz&ouml;sischen Kolonien Indochinas (Vietnam, Laos, Kambodscha) und Afrikas (ein gutes Dutzend Kolonien) lagerten wichtige Rohstoffe. An diese wollten US-Unternehmen nun m&ouml;glichst g&uuml;nstig herankommen. Die Beh&ouml;rde des Marshall-Plans in Paris unterhielt unter Evan Just die Abteilung &bdquo;Strategische Rohstoffe&ldquo;. Sie erkundete und inventarisierte in den Kolonien der europ&auml;ischen Kolonialm&auml;chte z.B. Mangan und Graphit in Madagaskar; Blei, Kobalt und Mangan in Marokko; Kobalt, Uran und Cadmium im Kongo; Zinn in Kamerun; Chrom und Nickel in Neu-Kaledonien; Kautschuk in Indochina; &Ouml;l in Indonesien;[<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] daneben Industriediamanten, Asbest, Beryllium, Tantalit und Colombit. <\/p><p>Die Marshall-Plan-Beh&ouml;rde und das State Department organisierten ab 1948 Rohstoff-Kaufvertr&auml;ge etwa f&uuml;r United Steel, Bethlehem Steel und Newmont Mining und bildeten mithilfe von Investmentbanken wie Morgan Stanley und Lazard Fr&egrave;res gemeinsame Holdings zur Modernisierung von Bergwerken in den Kolonien der Europ&auml;er.[<a href=\"#foot_27\" name=\"note_27\">27<\/a>] F&uuml;r die Atombomben brauchten die USA nach dem Krieg ohnehin noch mehr Uran als w&auml;hrend des Krieges.<\/p><p><em>Endlich, endlich Russland erobern? Widerstand!<\/em><br>\nDie NATO war und ist ein B&uuml;ndnis, das die UNO-Charta, Artikel 1 &bdquo;Selbstbestimmung der Nationen&ldquo;, von Anfang an prinzipiell und dauerhaft verletzte und weiter verletzt. NATO-Mitglieder zogen in unterschiedlicher Weise mit in die von den USA angef&uuml;hrten, zahlreichen Kriege des zu Unrecht so genannten &bdquo;Kalten Krieges&ldquo;.[<a href=\"#foot_28\" name=\"note_28\">28<\/a>] <\/p><p>Und selbst unter dem ansonsten ein bisschen kritisierten Pr&auml;sidenten Donald Trump folgen die europ&auml;ischen NATO-Partner der NATO-F&uuml;hrungsmacht bei der antirussischen Hetze und Aufr&uuml;stung, und auch aus eigenem Interesse an der Eroberung des Gro&szlig;raums, die endlich, endlich gelingen soll, wenn es sein muss wieder mit Krieg, und diesmal auch mit Atombomben.<\/p><p>Es geht um viel. Das jahrzehntelang gen&auml;hrte NATO-L&uuml;gengeb&auml;ude ist br&uuml;chiger denn je. Das heutige Russland ist noch ungleich viel schw&auml;cher als die damalige Sowjetunion im Vergleich zur noch h&ouml;her aufger&uuml;steten westlichen NATO-V&ouml;lkerrechtsbruch-Gemeinschaft von heute. Der Widerstand gegen sie muss und kann eine Kraft annehmen, die heute noch nicht sichtbar ist. <\/p><p><em>Letzte Buchver&ouml;ffentlichung von Werner R&uuml;gemer: Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet. Transatlantische Sittenbilder aus Politik und Wirtschaft, aus Geschichte und Kultur. 2. Auflage K&ouml;ln 2017<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Melvyn Leffler: The Struggle for Germany and the Origins of the Cold War. German Historical Institute, Washington D.C. Occasional Paper No 16\/1996, S. 51f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Walter Lippmann: The Cold War. New York 1947<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Allen Welsh Dulles: Verschw&ouml;rung in Deutschland. Kassel 1948, S. 176<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] George Creel: How We Advertised America. The First Telling of the Amazing Story of the Committee on Public Information That Carried The Gospel of Americanism to Every Corner of the Globe, New York 1920. Creel war der Vorsitzende der nach ihm benannten Komission.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Walter Lippmann: U.S. Foreign Policy. Shield of the Republic, deutsche &Uuml;bersetzung: Die Au&szlig;enpolitik der Vereinigten Staaten, Schweizer Spiegel Verlag, Z&uuml;rich 1944, S. 120ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] G&eacute;rard Bossuat: La France, l&lsquo; aide am&eacute;ricaine et la construction europ&eacute;enne 1944 &ndash; 1954. Paris 1992, S. 356 und 380<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Ludwig Nestler (Hg.): Europa unterm Hakenkreuz. Belgien Luxemburg Niederlande. Berlin 1990; Annie Lacroix-Riz: Banquiers et Industriels sous l&lsquo; occupation. Paris 1999; Werner R&uuml;gemer: Hehler f&uuml;r Hitler &ndash; Der Otto Wolff-Konzern, in: Ders.: Colonia Corrupta, M&uuml;nster 2015, S. 182ff.; Rudi Van Doorslaer (Hg.): La Belgique docile. Les autorit&eacute;s belges et la persecution des Juifs en Belgique pendant la Seconde Guerre mondiale, Bruxelles 2007<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Wolfgang Reinhard: Die Unterwerfung der Welt, Globalgeschichte der europ&auml;ischen Expansion 1415 &ndash; 2015. M&uuml;nchen 2016, S. 1180f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.thecanadianencyclopedia.ca\/en\/article\/foreign-investment\/#links\">Historica Canada &ndash; Foreign Investment<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Jacques Pauwels: Der Mythos vom guten Krieg. Die USA und der 2. Weltkrieg. K&ouml;ln 2006, S. 67; US-General Eisenhower war  ab 1944 Supreme Commander der Allied Expeditionary Forces (SHAEF) f&uuml;r die milit&auml;rischen Operationen in Europa.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Nicolas Lewkovicz: The German Question and the International Order 1943 &ndash; 48. London 2010, S. 55 und 61; Kai Bird: The Chairman John McCloy. The Making of the American Establishment. New York 1992, S. 292<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Rudolf Jungnickel: Kabale am Rhein. Weimar 1994, S. 8ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Kai Bird: The Chairman. John McCloy &ndash; The Making of the American Establishment. New York London 1992, S. 290f. und 429<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Melvin Leffler S. 56<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Bossuat S. 484ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Bird S. 296<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Bird S. 296<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Wolfgang Reinhard  S. 1139f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Liane Ranieri: Dannie Heineman &ndash; Head of SOFINA. Brussels 2012, S. 229<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Siehe David Reybrouck: Kongo &ndash; Eine Geschichte. Frankfurt\/Main 2012<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Tim Weiner: CIA. Die ganze Geschichte. Frankfurt\/Main 2008, S. 225ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Werner R&uuml;gemer: Colonia Corrupta. M&uuml;nster 2015, 8. Auflage, S. 181ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Reinhard  S. 1198f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] Heinz Richter: Griechenland 1940 &ndash; 1950, Mainz 2012, S. 334f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] Volker Berghahn: The Americanization of West German Industry 1945 &ndash; 1973, S. 267ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] Reinhard  S. 1138ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_27\" name=\"foot_27\">&laquo;27<\/a>] Bossuat S. 501ff.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_28\" name=\"foot_28\">&laquo;28<\/a>] Vgl. Daniele Ganser: Illegale Kriege. Wie die NATO-L&auml;nder die UNO sabotieren. Z&uuml;rich 2016<\/p>\n<\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/0c26e2052b174d70ada3290082ade8e3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist ein Beitrag von <strong>Werner R&uuml;gemer<\/strong>. Er bietet eine f&uuml;r viele Menschen neue Sicht der Zusammenh&auml;nge und der Motive, die zur Gr&uuml;ndung der NATO f&uuml;hrten. R&uuml;gemers Sicht liegt quer zur g&auml;ngigen Erz&auml;hlung &uuml;ber die Gr&uuml;ndung der NATO. Wer die damalige Zeit, wer die Debatten um die Wiederbewaffnung Deutschlands erlebt hat, kann der Sicht R&uuml;gemers<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43276\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,172,171,11],"tags":[1114,2311,1889,1858,1043,2102,1555,469,1426,2175,1348,1268,1792,1240,2310,2069,2250,466,1378,2312,1267,259,2147,950,1556,966],"class_list":["post-43276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-adenauer-konrad","tag-befreiungsbewegungen","tag-belgien","tag-daenemark","tag-frankreich","tag-geostrategie","tag-griechenland","tag-grossbritannien","tag-hegemonie","tag-interventionspolitik","tag-island","tag-kalter-krieg","tag-kolonialismus","tag-luxemburg","tag-marshall-plan","tag-militaerstuetzpunkte","tag-nachkriegszeit","tag-nato","tag-niederlande","tag-norwegen","tag-portugal","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-tuerkei","tag-usa","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43276"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52251,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43276\/revisions\/52251"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}