{"id":43277,"date":"2018-04-04T08:01:26","date_gmt":"2018-04-04T06:01:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277"},"modified":"2018-04-04T08:01:26","modified_gmt":"2018-04-04T06:01:26","slug":"hinweise-des-tages-3092","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h01\">Skripal: Herkunft des Nowitschok-Nervengifts unbekannt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h02\">Der Westen t&ouml;tet im Orient 329 Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h03\">Vorwurf &ldquo;Querfront&rdquo;: Wie die Friedensbewegung in Deutschland sabotiert wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h04\">Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h05\">Deutsche Solidarit&auml;t mit Madrid: Staatsanwaltschaft will Puigdemont ausliefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h06\">Flache Lernkurve bei der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h07\">&laquo;Die Frage ist, ob sich Europa retten l&auml;sst&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h08\">Wie Blackrock die Konzerne kontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h09\">Zahlte VW Boni als Schweigegeld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h10\">Steuerfahnder im R&auml;derwerk der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h11\">Patientensch&uuml;tzer kritisieren Spahns Pflegepl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h12\">Kurier-Express-Paketdienste wachsen auf Kosten der Besch&auml;ftigten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h13\">Armut, die sich lohnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h14\">Deutsche &ldquo;Tornados&rdquo; sind nicht Nato-tauglich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h15\">Die R&uuml;ckkehr einer Bullshit-Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h16\">Altmaier sieht Deutschland noch 20 Jahre auf Wachstumskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h17\">Ozeane des Wahnsinns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43277#h18\">Unser seltsamster Erfolg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Skripal: Herkunft des Nowitschok-Nervengifts unbekannt<\/strong><br>\nDer Befund des Milit&auml;rlabors in Porton Down ist f&uuml;r die britische Regierung eine Blamage, besonders vor der OPCW-Sitzung. Ebenso aber f&uuml;r die anderen Staaten wie Deutschland, deren Regierungen aufgrund blo&szlig;er Behauptungen von Theresa May ihre &ldquo;uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t&rdquo; erkl&auml;rt hatten. Die britische Regierung hatte zun&auml;chst von h&ouml;chstwahrscheinlich gesprochen, dass Russland hinter dem Giftanschlag auf den Doppelagenten Skripal und seiner Tochter steht. Dann wurde dies als Gewissheit behauptet.<br>\nGrundlage war schlicht, dass das Milit&auml;rlabor die gefundenen Proben als Nowitschok interpretierten, einer Gruppe von sehr gef&auml;hrlichen chemischen Kampfstoffen, die zuerst in Russland entwickelt worden sein sollen. Die Regierung behauptete, nur Russland habe diese entwickelt, und argumentierte nur nach angeblich plausiblen Cui-Bono-Begr&uuml;ndungen, denen man folgen kann oder auch nicht. Das Hauptargument war schlie&szlig;lich, wie aus einem Handout der Regierung hervorgeht, dieses: &ldquo;Ohne den geringsten Zweifel ist f&uuml;r uns Russland verantwortlich. Kein Land au&szlig;er Russland hat die kombinierte Kapazit&auml;t, die Absicht und das Motiv. Es gibt keine plausible alternative Erkl&auml;rung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Skripal-Herkunft-des-Nowitschok-Nervengifts-unbekannt-4010474.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten werden dar&uuml;ber noch ausf&uuml;hrlich berichten. Ich muss da jedenfalls spontan an das ber&uuml;hmtes Zitat von Putin &uuml;ber die fehlenden Massenvernichtungswaffen im Irak nach dem Einmarsch der US-Truppen denken: &bdquo;Wenn ich anstelle der Amerikaner w&auml;re, h&auml;tte ich welche gefunden.&ldquo; Boris Johnson scheint in Porton Down jedenfalls nicht viele Freunde zu haben. Nach den Regeln des politischen Anstands w&auml;re eigentlich nun sein R&uuml;cktritt n&ouml;tig. Aber &bdquo;politischer Anstand&ldquo; und &bdquo;Tories&ldquo; in einem Satz &ndash; das ist wohl ein Oxymoron.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Westen t&ouml;tet im Orient 329 Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.<\/strong><br>\nDurch Krieg und genozidale Sanktionen t&ouml;tete der Westen im Irak, Afghanistan, Libyen, Somalia, Jemen und Pakistan in den letzten 27 Jahren 3.303.287 Menschen &ndash; im Schnitt 329 jeden Tag.<br>\nDer Golfkrieg 1991<br>\n(&hellip;) In ihrer soliden wissenschaftlichen Studie wertete Daponte unter anderem Daten von UNICEF, des US-Au&szlig;enministeriums und der Harvard University aus und kam zu dem Ergebnis, dass durch direkte und indirekte Kriegsfolgen des US-Bombardements 205.500 Menschen get&ouml;tet wurden, 74.000 Kinder darunter. Der UK Medical Educational Trust errechnete nahezu dieselbe Zahl.<br>\n&bdquo;Sanktionen als Massenvernichtungswaffe&ldquo;<br>\n(&hellip;) Der renommierte Nahost-Anaylst Nafeez Ahmed nennt in seinem Buch &bdquo;Behind the War on Terror&ldquo; von 2003 unter Berufung auf die UN-Abteilung f&uuml;r Bev&ouml;lkerungsfragen die Zahl von 1,7 Millionen durch die Sanktionen get&ouml;teter Menschen, 500-600 Tausend get&ouml;tete Kinder darunter.<br>\n&bdquo;War on Terror&ldquo; &ndash; Der Irak wird ausradiert<br>\n(&hellip;) Die PSR-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass als direkte oder indirekte Folge des US-gef&uuml;hrten Kriegs im Irak etwa 1 Million Menschen get&ouml;tet wurden&hellip;<br>\nAfghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia<br>\n(&hellip;) durch Obamas illegalen Drohnenkrieg in Pakistan noch mindestens 311 Tote hinzu, sowie 3.334 in Afghanistan, so die konservativen Datens&auml;tze des Bureau of Investigative Journalism, der Autorit&auml;t auf dem Forschungsfeld der Drohnentoten. F&uuml;r Somalia gibt das Bureau die Minimalzahl von 524 an und f&uuml;r den Jemen 988.<br>\nLibyen wird zerst&ouml;rt<br>\n(&hellip;) kommt eine von Elsevier herausgebrachte Studie der University of Tripoli zum Ergebnis, dass 21.490 Menschen in Folge des Krieges get&ouml;tet wurden.<br>\nDer Kampf gegen den IS<br>\n(&hellip;) dass seit August 2014 zwischen 11.140 und 32.967 Zivilisten get&ouml;tet wurden&hellip; Nach Angaben des US Special Operations Command kommen zwischen 60.000 und 70.000 im Irak und Syrien get&ouml;teter IS-K&auml;mpfer hinzu&hellip;<br>\nWerden alle fettgedruckten Angaben zusammenaddiert, kommen wir auf eine Zahl von 3.303.287 Menschen, die seit 1990 vom Westen im Orient get&ouml;tet wurden. Das entspricht im Schnitt 329 toter Menschen. Jeden Tag. Seit 27 Jahren.<br>\n(&hellip;) Zu den Toten kommen all die Verwundeten, die Verst&uuml;mmelten, die Waisen, die Vertriebenen, die Generationen &uuml;ber Generationen zerst&ouml;rter Kinder &ndash; und jetzt fragt Euch mit offenem Herzen:<br>\nWoher kommt der Hass auf den Westen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-02-07\/der-westen-toetet-im-orient-329-menschen-jeden-tag-seit-27-jahren\/\">justice now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorwurf &ldquo;Querfront&rdquo;: Wie die Friedensbewegung in Deutschland sabotiert wurde<\/strong><br>\nDas Versagen der deutschen Friedensbewegung geht auch auf &ldquo;linke&rdquo; Kampagnen zur&uuml;ck. Die Osterm&auml;rsche haben zwar in diesem Jahr leicht zugelegt &ndash; aber angesichts der Weltlage und der aktuellen Kampagnen f&uuml;r Krieg m&uuml;sste die Bewegung viel machtvoller sein.<br>\n&hellip; Die Teilnehmerzahlen der diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche haben sich leicht gesteigert. Es ist jedoch ein &ldquo;Erfolg&rdquo; auf sehr niedrigem Niveau &ndash; zur Abschlusskundgebung in Frankfurt am Main kamen laut Polizei etwa 1.500 Menschen, in Kassel versammelten sich am Ostermontag rund 1.000 Menschen, in Marburg waren etwa 400 Menschen auf der Stra&szlig;e.<br>\nDas ist besser als nichts, aber dennoch h&ouml;chst entt&auml;uschend. Wie kann es sein, dass sich in Zeiten der offenen Kriegstreiberei, einer seit Jahren andauernden Medienkampagne gegen eine Entspannung zu Russland und hunderttausender Kriegstoter allein im Nahen Osten so wenige Deutsche f&uuml;r den Frieden engagieren wollen?<br>\nPazifismus wurde als &ldquo;rechts&rdquo; diffamiert<br>\nEs ist schwer zu glauben, aber wahr &ndash; Engagement f&uuml;r den Frieden wurde in Deutschland erfolgreich als &ldquo;rechts&rdquo; diffamiert. Eine ganz gro&szlig;e Koalition aus Medien, Politikern und &ldquo;Initiativen&rdquo; hat seit dem Jahr 2014 den um den Frieden besorgten Menschen die Label &ldquo;Querfront&rdquo; und &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; angeh&auml;ngt, was bis heute zu einer Spaltung der Bewegung f&uuml;hrt.<br>\n(&hellip;) Auch &ldquo;Linke&rdquo; hetzten gegen Friedenswinter<br>\nDie schr&auml;ge Argumentationslinie &ldquo;Pazifismus gleich Wahnsinn&rdquo; wurde nicht nur von gro&szlig;en, kleinen, b&uuml;rgerlichen und &ldquo;linken&rdquo; Medien massenhaft verbreitet, sondern auch von proEine sehr destruktive Rolle gegen eine starke Friedensbewegung in Deutschland haben auch Teile der Linkspartei eingenommen &ndash; ganz vorne in der Reihe der Gegner des Friedenswinters hat sich damals erwartungsgem&auml;&szlig; der heutige Berliner Kultursenator Klaus Lederer positioniert:minenten pseudolinken Einzelpersonen wie Jutta Dittfurth&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/67706-wie-die-friedensbewegung-sabotiert-wurde\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gaza<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Massenproteste und miserable Lebensbedingungen<\/strong><br>\nIm Gaza-Streifen demonstrieren Pal&auml;stinenser f&uuml;r ein R&uuml;ckkehrrecht in Gebiete, aus denen vor 70 Jahren 700.000 Pal&auml;stinenser geflohen waren oder vertrieben wurden. Vielen geht es auch um bessere Lebensbedingungen. Die humanit&auml;re Lage im Gaza-Streifen ist nach elf Jahren weitestgehender Abriegelung katastrophal.<br>\nDoktor el Jeady ist Chefarzt der chirurgischen Intensivstation im Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt &ndash; der gr&ouml;&szlig;ten Klinik des K&uuml;stengebietes&hellip;.<br>\nDie sechs jungen M&auml;nner, die noch auf der Station behandelt werden, wurden alle von Kugeln israelischer Soldaten getroffen, sagt er&hellip;.&ldquo;Es waren einfach so viele auf einmal. Hunderte. Schon vor 12 Uhr Mittags bekamen wir rund 100 Patienten hier.&ldquo;<br>\nBei einer Arbeitslosenrate von etwas &uuml;ber 40 Prozent und einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 60 Prozent, kaufen die Leute nur das N&ouml;tigste. Seit fast elf Jahren ist der Gaza-Streifen nun weitgehend abgeriegelt.<br>\nUnd die Lage wird immer schlimmer, auch wenn das eigentlich schon lange nicht mehr m&ouml;glich scheint.<br>\n(&hellip;) Rund 700.000 Pal&auml;stinenser flohen vor fast 70 Jahren oder wurden vertrieben. Die Pal&auml;stinenser sprechen von der Nakba, der Katastrophe. Das sogenannte R&uuml;ckkehrrecht f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge ist der offizielle Anlass f&uuml;r die Massenproteste, die bis zum Jahrestag der Nakba, dem 15. Mai, andauern sollen. F&uuml;r viele Teilnehmer gehe es aber vor allem um etwas anderes, sagt Mechemar Abu Sada, Politologe an der Al-Azhar Universit&auml;t in Gaza:<br>\n&ldquo;Die meisten protestierten gegen ihre Lebensbedingungen: Armut, Arbeitslosigkeit, Geschlossene Grenzen, Strom- und Trinkwassermangel.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gaza-streifen-massenproteste-und-miserable-lebensbedingungen.1773.de.html?dram:article_id=414576\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>UN fordern Untersuchung der t&ouml;dlichen Gewalt in Gaza<\/strong><br>\nUN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres hat eine unabh&auml;ngige und transparente Untersuchung der Gewalt bei den Pal&auml;stinenserprotesten im Gazastreifen gefordert. Guterres verlange Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber, wie Menschen get&ouml;tet beziehungsweise verletzt wurden, sagte dessen Sprecher in New York. Dort traf sich auch der Weltsicherheitsrat. Deren Mitglieder baten beide Seiten um Zur&uuml;ckhaltung, eine gemeinsame Erkl&auml;rung des wichtigsten UN-Gremiums kam jedoch nicht zustande.<br>\nIsrael verteidigt Angriffe auf &ldquo;Extremisten&rdquo;<br>\nAm vergangenen Freitag waren bei Protestaktionen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel nach pal&auml;stinensischen Angaben mindestens 16 Menschen get&ouml;tet und Hunderte verletzt worden. Insgesamt versammelten sich entlang der 65 Kilometer langen Grenze Zehntausende Pal&auml;stinenser und forderten ein Recht auf R&uuml;ckkehr in jene D&ouml;rfer und St&auml;dte, aus denen ihre Familien bei der Gr&uuml;ndung Israels 1948 fl&uuml;chteten oder vertrieben wurden. Die israelische Armee sch&auml;tzte die Zahl der Teilnehmer auf 30.000. Die Protestaktion, die noch sechs Wochen andauern soll, fiel mit dem Karfreitag und dem Beginn des j&uuml;dischen Pessachfestes zusammen.<br>\nIsraels Botschafter Danny Danon erkl&auml;rte dagegen, die internationale Gemeinschaft d&uuml;rfe nicht get&auml;uscht werden. Bei den Protesten handele es sich um &ldquo;eine gut organisierte und gewaltt&auml;tige Terrorzusammenkunft&rdquo; unter dem Deckmantel eines friedlichen Marsches. Die israelische Armee warf der Hamas vor, Frauen und Kinder an die Grenze zu schicken und deren Leben bewusst zu gef&auml;hrden. Die Streitkr&auml;fte setzten in dem Gebiet nach eigenen Angaben mehr als 100 Scharfsch&uuml;tzen ein und hoben Erdw&auml;lle aus, um Grenzdurchbr&uuml;che zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-03\/antonio-guterres-un-sicherheitsrat-protest-gaza-israel\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Eine Untersuchung wird es nicht geben&rdquo;<\/strong><br>\n(&hellip;) Der Generalsekret&auml;r der Vereinten Nationen, Ant&oacute;nio Guterres, hatte eine unabh&auml;ngige Aufkl&auml;rung der Ereignisse am Karfreitag gefordert. Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini schloss sich dieser Forderung an.<br>\nIsraels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman lehnte das im israelischen Armeeradio entschieden ab: &ldquo;Die israelischen Soldaten haben getan, was n&ouml;tig war. Ich denke, dass sie alle eine Auszeichnung verdienen. Eine Untersuchungskommission wird es nicht geben.&rdquo;<br>\n(&hellip;) Auch Israels Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu hatte das Vorgehen der Armee verteidigt: &ldquo;Israel geht mit Entschlossenheit vor, um seine Souver&auml;nit&auml;t und die Sicherheit seiner B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen.&rdquo;<br>\n(&hellip;) In der Region gilt die Aufmerksamkeit bereits jetzt dem kommenden Freitag: Dann k&ouml;nnten erneut Zehntausende Pal&auml;stinenser an die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel ziehen. Die israelische Armee hofft, dass ihre entschiedene Haltung viele Pal&auml;stinenser von einem erneuten Gang zum Grenzzaun abh&auml;lt.<br>\nM&ouml;glich ist aber auch, dass das Gegenteil geschieht und beim n&auml;chsten Mal noch mehr Menschen an die Grenze ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/israel-gazastreifen-103.html\">tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gerry Adams calls for Ireland to expel Israel ambassador over protest deaths<\/strong><br>\nFormer Sinn Fein president Gerry Adams has called for Ireland to expel the Israeli ambassador over the killing and wounding of Palestinian protesters.<br>\nA least 15 Palestinians were killed on Friday as thousands protested the right of return for refugees.<br>\nIsraeli troops shoot dead 14 Palestinians during demonstration<br>\nMr Adams said: &ldquo;There can be no justification or excuse by Israel for the calculated slaughter by Israeli military snipers of unarmed Palestinian protesters on the Gaza border with Israel.<br>\n(&hellip;) Mr Adams said he was urging the EU and UN to take a stand against Israeli violence, and urged the Irish government to expel the Israeli ambassador &ldquo;as a first step in formally and officially recognising the state of Palestine&rdquo;.<br>\n&ldquo;The time for excuses is long over,&rdquo; he added.<br>\nOn Saturday demonstrations are being staged in Derry, Belfast and Dublin in protest at the killing of Palestinian protesters by Israel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.belfasttelegraph.co.uk\/news\/northern-ireland\/gerry-adams-calls-for-ireland-to-expel-israel-ambassador-over-protest-deaths-36761811.html\">Belfast Telegraph<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutsche Solidarit&auml;t mit Madrid: Staatsanwaltschaft will Puigdemont ausliefern<\/strong><br>\nDie Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein stellt sich in der Frage der Auslieferung von Carles Puigdemont an Spanien ganz auf die Seite des spanischen Richters Pablo Llarena. Der will vom Obersten Gerichtshof aus die Auslieferung des aus Spanien abgesetzten katalanischen Regierungschefs mit einem Europ&auml;ischen Haftbefehl erreichen&hellip;.Die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein hat heute beim Oberlandesgericht in Schleswig einen Auslieferungshaftbefehl f&uuml;r Puigdemont beantragt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-Solidaritaet-mit-Madrid-Staatsanwaltschaft-will-Puigdemont-ausliefern-4010331.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Hunko (Linke) zum Fall Puigdemont<\/strong><br>\nSpanien nur &ldquo;eingeschr&auml;nkt&rdquo; ein Rechtsstaat<br>\nIn Norddeutschland liegt ein Auslieferungshaftbefehl gegen den ehemaligen katalanischen Regionalpr&auml;sidenten Puigdemont vor.<br>\n(&hellip;)<br>\nDer europ&auml;ische Haftbefehl soll das Verfahren beschleunigen. Das liegt daran, dass man eben davon ausgeht, dass man sich innerhalb der EU vertrauen kann. Die Folge ist, dass die Generalstaatsanwaltschaft jetzt nicht gepr&uuml;ft hat, was wirklich passiert ist. Sehr wohl m&uuml;sste sie aber in der Sache pr&uuml;fen, n&auml;mlich, wenn das alles so stimmt, wie der spanische Tribunal Supremo sagt, w&auml;re das dann nach deutschem Recht strafbar. Und das bejaht die Beh&ouml;rde. In der Mitteilung hei&szlig;t es, die Vorw&uuml;rfe der Rebellion und der Veruntreuung &ouml;ffentlicher Gelder f&auml;nden eine Entsprechung im deutschen Hochverrat und in der Untreue.<br>\nHunko: Ich halte es f&uuml;r einen ganz offensichtlich politischen Prozess. Es ist vorgeschoben. Rebellion ist kein deutscher Straftatbestand. Er setzt, genau wie Hochverrat, auch Gewalt voraus. Gewaltanwendung kann man Puigdemont meines Erachtens nicht vorwerfen, und Puigdemont und auch die anderen katalanischen Exilanten, die auch mit europ&auml;ischem Haftbefehl gesucht werden, werden in den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern nicht ausgeliefert bislang, in Belgien, oder sind auch auf freiem Fu&szlig; wie in Schottland, wo sozusagen keine Fluchtgefahr gesehen wird. Das fand ich jetzt auch beunruhigend, dass die Staatsanwaltschaft auch Fluchtgefahr sieht. Das sehe ich eigentlich &uuml;berhaupt nicht so.<br>\nHeinemann: Ist Spanien f&uuml;r Sie kein Rechtsstaat?<br>\nHunko: Ich w&uuml;rde sagen, eingeschr&auml;nkt. Es gibt in der spanischen Justiz, leider, wie zum Beispiel auch diesen Paragraphen, 30 Jahre f&uuml;r Rebellion, gibt es leider viele Traditionen noch aus der franquistischen Zeit. Es gibt viele Verurteilungen vom Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte, auch Kritik an der Unabh&auml;ngigkeit der Justiz von der UNO. Also, ich w&auml;re schon vorsichtig, Spanien jetzt als vollendeten Rechtsstaat zu bezeichnen.<br>\n(&hellip;) Heinemann: Wie sollte sich die Bundesregierung verhalten?<br>\nHunko: Ich finde, die Bundesregierung sollte Puigdemont nicht ausliefern. Sie kann am Ende auch ein Veto einlegen gegen eine Auslieferung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hunko-linke-zum-fall-puigdemont-spanien-nur-eingeschraenkt.694.de.html?dram:article_id=414628\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Flache Lernkurve bei der SPD<\/strong><br>\nDer sozialdemokratische Finanzminister und kommissarische Parteichef Olaf Scholz steht auf Hartz IV und will trotzdem einen sozialen Arbeitsmarkt. Doch wie soll das zusammengehen?<br>\nLernen Sozialdemokraten dazu? Diese Frage stellt sich immer mal wieder. Das ist keine Schande, denn bei der CSU oder der FDP fragt man sich das schon eine ganze Weile nicht mehr. Doch w&auml;hrend die beiden Parteien mit ihrer Unbelehrbarkeit leben k&ouml;nnen, wird von der SPD von ihren potenziellen W&auml;hlerInnen offenbar mehr erwartet. Deshalb muss sich die SPD gerade jetzt mit aller Macht wieder fragen lassen: Wann gibt sie endlich zu, dass die Agenda 2010 &ndash; und vor allem Hartz IV &ndash; ein Flop gewesen ist?<br>\n(&hellip;) SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der wollte mit Hartz IV den klassischen Wohlfahrtsstaat in einen &bdquo;aktivierenden Sozialstaat&ldquo; umbauen. Er ging wie seine Berater davon aus, dass die Langzeitarbeitslosen nur deswegen keine Stelle f&auml;nden, weil sie faul auf dem Sofa sitzen, Bier trinken und Unterschichten-TV gucken. Mit dem Ansatz &bdquo;fordern und f&ouml;rdern&ldquo; wollte er diese Faulpelze zum Arbeiten bringen oder auch zwingen. Nur: Dieser Ansatz war von Anfang an falsch.<br>\nTats&auml;chlich war die weit &uuml;berwiegende Zahl der Arbeitslosen ohne Arbeit, weil schlicht die Arbeit fehlte. Hinzu kamen Menschen, die aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nicht arbeiten konnten. Doch diese simplen Wahrheiten wollten vor allem Schr&ouml;der und sein Arbeitsminister Wolfgang Clement nicht wahrhaben&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++f8b8bae0-3723-11e8-b015-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&laquo;Die Frage ist, ob sich Europa retten l&auml;sst&raquo;<\/strong><br>\nHeiner Flassbeck ist die Ausnahmeerscheinung unter Deutschlands Top-&Ouml;konomen. Der EU-Bef&uuml;rworter &uuml;bt seit &uuml;ber zwanzig Jahren Kritik an der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik. [&hellip;]<br>\nIm Prinzip hat China also genau das getan, was Deutschland tun m&uuml;sste?<br>\nJa. Die haben alles richtig gemacht. Ich sage immer: Die einzig gut gef&uuml;hrte Marktwirtschaft der Welt wird von einer kommunistischen Partei gef&uuml;hrt.<br>\nWelche Politik von Trump w&uuml;rde denn Deutschland richtig wehtun?<br>\nAutomobilz&ouml;lle nat&uuml;rlich. Aber Trump ist ja bl&ouml;d. Er k&ouml;nnte einfach den Dollar runterreden, dann w&auml;re das Problem elegant gel&ouml;st. Wenn der Dollar von 1.25 auf 1.50 pro Euro f&auml;llt, dann sind die deutschen Exporte erst mal tot. Aber das ist f&uuml;r Trump wohl zu wenig spektakul&auml;r. [&hellip;]<br>\nDeutschland ist also heute der gr&ouml;sste W&auml;hrungsmanipulator?<br>\nKeine Frage. Die Amerikaner halten das regelm&auml;ssig in ihrem &laquo;Currency Report&raquo; fest. Haupts&auml;chlich kommen in diesem Bericht China und Deutschland vor. Aber China kann man eigentlich nichts mehr vorwerfen, die bilateralen Salden im Verh&auml;ltnis zu China sagen nichts, denn die Gesamtbilanz der Chinesen ist heute relativ ausgeglichen. Kommt hinzu, dass immer noch f&uuml;nfzig bis sechzig Prozent der chinesischen Exporte auf das Konto von westlichen Konzernen gehen, die in China produzieren. Das sind eigentlich keine chinesischen Exporte.<br>\nIn Ihrer Gesamteinsch&auml;tzung, global betrachtet, ist es also die deutsche Wirtschaftspolitik, die am meisten Schaden anrichtet?<br>\nJa. Ich h&auml;tte das auch nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. Die Deutschen werden stur bleiben &ndash; ausser wenn es jetzt richtig kracht. Trump hat begriffen, dass mit Reden nichts erreicht wird. Da hat er sich gesagt, na dann hauen wir ihnen eben eins vor den Sack. Zu Recht, f&uuml;rchte ich. Und was glauben Sie, was geschieht, falls Deutschland einen Wachstumseinbruch erleidet? Die deutsche Industrie w&uuml;rde zu Merkel gehen und sagen: Gib gef&auml;lligst Geld aus! Das ist auch schon beim Konjunkturprogramm 2008\/2009 geschehen, obwohl sich Frau Merkel und ihr damaliger Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck vor die Presse gestellt und gesagt haben: &laquo;Konjunkturprogramm niemals!&raquo; Zwei Tage sp&auml;ter haben die beiden eine Abwrackpr&auml;mie und Kurzarbeitsprogramme vorgestellt. Wie ist das m&ouml;glich? Ganz einfach. Die deutsche Industrie war in der Zwischenzeit bei Frau Merkel und hat gesagt: Du machst jetzt was! Und die Kanzlerin hat gehorcht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.republik.ch\/2018\/04\/03\/die-frage-ist-ob-sich-europa-retten-laesst\">Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Blackrock die Konzerne kontrolliert<\/strong><br>\nMit 6,3 Billionen Dollar ist Blackrock der gr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensverwalter der Welt. Das sp&uuml;ren vor allem deutsche Konzerne. Der US-Investor hat in den Firmenzentralen hierzulande nicht nur Freunde.<br>\nZum Beispiel Siemens&hellip; Knapp sechs Prozent h&auml;lt der US-Investor an dem M&uuml;nchner Konzern. Sechs Prozent an mehr als 80 Milliarden Euro Umsatz, die vor allem eines abwerfen sollen: Dividende. Eigentlich k&ouml;nnte Kaeser also sehr entspannt auftreten an diesem Abend: Er hat geliefert, hat eine der besten Bilanzen der Firmengeschichte verk&uuml;ndet, zehn Milliarden Euro Gewinn vor Steuern,Rekordaussch&uuml;ttung, plus 50 Prozent beim Aktienkurs seit seiner Amts&uuml;bernahme.<br>\nDoch hinter dem Rednerpult steht ein Mann, der in bestem Bayrisch-Englisch fast schon resigniert sein Mantra der vergangenen Monate wiederholt: &bdquo;The business of business is not business. The business of business is to create value for society.&ldquo;<br>\nWie kein zweiter Dax-Direktor tr&auml;gt Kaeser das vor sich her: Unternehmen sind nicht nur dazu da, um Gewinne zu erwirtschaften. Firmen m&uuml;ssen auch einen gesellschaftlichen Mehrwert produzieren. Doch es hat auch erstaunlich viel &Auml;hnlichkeit mit den Briefen, die Larry Fink nun so gerne schreibt. Der Chef von Blackrock, mit 6,3 Billionen Dollar der<br>\ngr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gensverwalter der Welt, schickt seit einigen Jahren jeden Januar eine Botschaft an die Unternehmen, an denen Blackrock beteiligt ist. &bdquo;Die Gesellschaft verlangt, dass Unternehmen einem sozialen Ziel dienen&ldquo;, schrieb er dieses Jahr. &bdquo;Ein Unternehmen, das keinen Sinn daf&uuml;r hat, wird seine Ziele nicht erreichen. Deswegen ist es mehr denn je<br>\nunsere Pflicht, dass wir uns einmischen.&ldquo;<br>\nKaeser und Fink treffen sich regelm&auml;&szlig;ig, denn Fink ist Kaesers gr&ouml;&szlig;ter Einzelaktion&auml;r. Aber: Ist er auch Kaesers gr&ouml;&szlig;ter Einfl&uuml;sterer?<br>\nFink ist wom&ouml;glich viel mehr als nur das. Manche sehen in ihm den Einfl&uuml;sterer der Weltwirtschaft. Auch wenn viele Dax-Konzerne offiziell bestreiten, jemals von Fink oder seinen Leuten behelligt worden zu sein &ndash; Geschichten wie bei Siemens gibt es noch einige mehr im Archiv.<br>\nIm Nachfolgedrama um Josef Ackermann vor einigen Jahren bei der Deutschen Bank zeigte sich das. Ackermann hatte damals eine Vorstellung f&uuml;r seine Nachfolger, Larry Fink soll ebenfalls eine gehabt haben. Finks hie&szlig; Anshu Jain. Ackermanns Nachfolger am Ende auch. Oder bei der Lufthansa. Da musste sich, so geht die Legende, der langj&auml;hrige Chef<br>\nWolfgang Mayrhuber letztlich von seinem Plan verabschieden, trotz eher durchwachsener Bilanz als Vorstandschef auf den Aufsichtsratsvorsitz zu wechseln. Ohne den Druck von Blackrock, erz&auml;hlt man sich, w&auml;re Mayrhuber heute Chef des Gremiums.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/blackrock-wie-blackrock-die-konzerne-kontrolliert\/21126514.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><strong>dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41340\">Die neuen Herren der Weltwirtschaft<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zahlte VW Boni als Schweigegeld?<\/strong><br>\nMitten in der Abgas-Aff&auml;re belohnte die Volkswagen Group of America insgesamt 148 Mitarbeiter mit Sonderboni in bis zu sechsstelliger H&ouml;he. Kritiker sprechen von einem Schweigegeld.<br>\nVolkswagen Amerika hat nach Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; Mitarbeitern zwischen Januar 2015 und Juli 2017 sogenannte Bleibeboni im Umfang von rund 4,5 Millionen US-Dollar gezahlt. Unter den Empf&auml;ngern sind Manager, die eng in die Abl&auml;ufe des Dieselskandals eingebunden waren &ndash; wie etwa der langj&auml;hrige Chefjustiziar von VW Amerika, David Geanacopoulos.<br>\nMindestens zehn der Bonusempf&auml;nger wurden bereits als Zeugen im Zusammenhang mit dem Abgasskandal in den USA vernommen. Den h&ouml;chsten Betrag von 450.000 US-Dollar erhielt Audi-Amerika-Chef Scott Keogh. Ein Bleibebonus, im amerikanischen &ldquo;Retentionbonus&rdquo;, wird dem Mitarbeiter in Aussicht gestellt, aber nur dann gezahlt, wenn der Angestellte nach dem Ablauf eines vereinbarten Zeitraums noch immer im Unternehmen arbeitet.<br>\nWollte VW Loyalit&auml;t erkaufen?<br>\n&ldquo;Das sieht nach einem Schweigegeld aus &ndash; danach, dass Loyalit&auml;t erkauft wird &ndash; nicht im Sinne der Wahrheit, sondern im Sinne der Firma&rdquo;, kritisiert der US-Anwalt Michael Hausfeld, der seit Bekanntwerden der Abgasaff&auml;re entt&auml;uschte VW-Kunden vertritt. Die Zahlungen vermittelten ein Signal an die Mitarbeiter, stillzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/vw-retention-bonus-101.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerfahnder im R&auml;derwerk der Politik<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Steuerfahnder muss so viel kriminelle Fantasie haben wie seine Gegner&rdquo;, sagt Frank Wehrheim &uuml;ber seine langj&auml;hrige Arbeit. Doch er jagt nicht nur Steuers&uuml;nder, sondern deckt auch einen Beh&ouml;rdenskandal auf.<br>\nBeinahe 30 Jahre lang verfolgte der geb&uuml;rtige Bad Homburger als Steuerfahnder in Hessen Steuers&uuml;nder und brachte dem Staat mehrere Millionen Euro ein. Gerechtigkeitsempfinden sei f&uuml;r ihn w&auml;hrend seiner gesamten Berufslaufbahn eine Antriebsfeder gewesen. Auch seine Erfahrungen als junger Finanzbeamter in der Lohnsteuerstelle seines Heimatorts Bad Homburg h&auml;tten dazu beigetragen. (&hellip;)<br>\nSp&auml;ter war Frank Wehrheim einer der Protagonisten in der sogenannten &ldquo;Hessischen Steuerfahnder-Aff&auml;re&rdquo;, die ihren Ausgang mit Ermittlungen gegen die Commerzbank Mitte der 1990er-Jahre nahm, als Frank Wehrheim und seine Kollegen geradewegs in die Vorstandsetage marschiert waren.<br>\n&ldquo;Das war Unverst&auml;ndnis. Das konnten sich die Vorst&auml;nde der Bank nicht vorstellen. Deswegen gab es auch Reaktionen bis in die Politik, weil im Grunde genommen die Vorst&auml;nde der Bank gedacht haben, das sei Gebiet, was au&szlig;erhalb von solchen Zugriffen war.&rdquo;<br>\nEs war der Ausgangspunkt einer bis in die Politik reichenden Aff&auml;re, deren erste Konsequenzen Frank Wehrheim und seine Kollegen zun&auml;chst gar nicht auf ihre Arbeit bezogen.<br>\n&ldquo;Wir haben geglaubt, dass innerhalb der Verwaltung ein paar Leute irgendwo verr&uuml;ckte Sachen machen, spinnen, und dass wir das nur nach oben tragen m&uuml;ssen, und das war sehr naiv von den bei uns handelnden Personen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nUnter dubiosen Umst&auml;nden und mit fadenscheinigen Begr&uuml;ndungen wurden schlie&szlig;lich ermittelnde Beamte zwangsversetzt, auch Frank Wehrheim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/frank-wehrheim-steuerfahnder-im-raederwerk-der-politik.970.de.html?dram:article_id=414318\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten hatten auf den Skandal um psychiatrische Gutachten f&uuml;r hessisches Steuerfahnderpersonal hingewiesen &ndash; u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4070#h16\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Patientensch&uuml;tzer kritisieren Spahns Pflegepl&auml;ne<\/strong><br>\nEugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz kritisierte am Montag Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), weil dieser vorgeschlagen hatte, ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte zu rekrutieren. &bdquo;Spahn m&uuml;sste als langj&auml;hriger Gesundheitsexperte eigentlich wissen, dass alle bisherigen Programme zur Anwerbung ausl&auml;ndischer Pflegekr&auml;fte gescheitert sind&rdquo;, sagte er.<br>\nLaut Brysch ist es derzeit f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte unattraktiv, in Deutschland in einem Pflegeberuf zu arbeiten. Schlechte Bezahlung, kaum Kompetenzen in medizinisch-pflegerischen Fragen und der hohe Arbeitsdruck f&uuml;hrten dazu, dass gut ausgebildete Menschen lieber in der Schweiz, Gro&szlig;britannien oder Skandinavien arbeiteten&hellip;.<br>\nDie Arbeitgeber in Deutschland t&auml;ten sich schwer, ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte zu besch&auml;ftigen; sie scheuten Aufwand und Kosten, f&uuml;gte der Patientensch&uuml;tzer hinzu. Pflege im medizinischen Bereich und auch in der Altenpflege erfordere unter anderem gute Sprachkenntnisse. Die Anforderungen k&ouml;nnten nicht einfach heruntergeschraubt werden. F&uuml;r Demenzkranke sei es beispielsweise sehr belastend, wenn es zu Verst&auml;ndigungsproblemen komme.<br>\n(&hellip;) Der Pflegenotstand m&uuml;sse zwar schnell behoben werden. Dazu m&uuml;ssten Politik und Pflegebranche aber auf einheimische Kr&auml;fte setzen und Bezahlung und Arbeitsbedingungen verbessern. So k&ouml;nnten auch ausgebildete Pflegekr&auml;fte zur&uuml;ckgewonnen werden, die ihre Arbeitszeiten wegen der angespannten Arbeitsbedingungen verringert h&auml;tten oder ganz aus dem Beruf ausgestiegen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2018-04\/pflege-pflegekraefte-jens-spahn-ausland\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Spahn bietet das, was man erwarten konnte: billig, billig, billig. Keine Erh&ouml;hung der viel zu niedrigen L&ouml;hne, keine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, und billige Ausreden f&uuml;rs ungeduldige Publikum. Was hat man von einer Regierung erwartet, die &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; (niedrigstm&ouml;gliche L&ouml;hne, weiteren Sozialabbau), &ldquo;Schwarze Null&rdquo; (weitere Verlotterung der Infrastruktur) und &ldquo;Eigenverantwortung&rdquo; (weitestm&ouml;gliche Privatisierung &ouml;ffentlicher Leistungen) zum Mantra erkoren hat? Wieder die Frage: sieht so die Erneuerung aus, die die SPD angeblich im Rahmen ihrer Regierungsbeteiligung anstrebt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kurier-Express-Paketdienste wachsen auf Kosten der Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\nDer Online-Handel boomt. Zigtausende Pakete und P&auml;ckchen m&uuml;ssen t&auml;glich zu den Kundinnen und Kunden in Deutschland und weltweit zugestellt werden. Hiervon profitiert auch die Branche der Kurier-Express-Paketdienste (kurz: KEP). Im Jahr 2016 wurden in Deutschland &uuml;ber 6 Milliarden KEP-Sendungen auf den Weg gebracht. Im Jahr 2016 wurden auf dem KEP-Markt insgesamt Ums&auml;tze von rund 21 Milliarden Euro generiert.1 Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigten hat seit 2008 um 77.000 Personen zugenommen. Doch dahinter verbirgt sich vor allem ein weit &uuml;berdurchschnittlicher Zuwachs atypischer Besch&auml;ftigung wie Leiharbeiter oder Teilzeitarbeit. Waren im Jahr 2013 rund 180.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in der KEP-Branche besch&auml;ftigt, so waren es im Juni 2017 bereits 254.000 (+41%). Es verwundert deshalb nicht, dass seit Ende 2008 das mittlere Bruttoarbeitsentgelte von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten in der KEP-Branche von 2.937 Euro um &uuml;ber 400 Euro bzw. 15,5 Prozent auf 2.507 Euro Ende 2016 zur&uuml;ckgegangen ist. Zugleich ist der Anteil der Niedriglohnbeziehenden in der KEP-Branche deutlich nach oben geschnellt und zwar von 23 Prozent Ende 2008 auf 31 Prozent Ende 2016 (+34%). Vieles deutet also daraufhin, dass die zu beobachtende &uuml;berdurchschnittliche Zunahme prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der KEP-Branche auch auf die L&ouml;hne negativ durchgeschlagen hat. Zugleich sind branchenbedingt viele Besch&auml;ftigte von Wochenend-, Nacht- oder Schichtarbeit betroffen. Mehr als die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten in der KEP-Branche m&uuml;ssen zu untypischen Arbeitszeiten Pakete stapeln, P&auml;ckchen ausliefern oder Expresspost zustellen. Immer schlechterer Verdienst und das bei stark belastendenden Arbeitsbedingungen, die auf die Gesundheit gehen &ndash; das ist der aktuelle Trend der Arbeitsbedingungen in der KEP-Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/kurier-express-paketdienste-wachsen-auf-kosten-der-beschaeftigten-1\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Armut, die sich lohnt<\/strong><br>\nHartz IV Die Inszenierung des Sozialschmarotzers hat Methode. Durch Spaltung soll die Gesellschaft wieder auf Kurs gebracht werden<br>\nDie Debatte um Hartz IV bewegt Deutschland seit Wochen. Sozialhilfeempf&auml;nger haben oft mehr Geld zur Verf&uuml;gung als normale Arbeitnehmer&ldquo;, raunt der Sat1-Fr&uuml;hst&uuml;cksfernsehmoderator und schaut emp&ouml;rt in die Kamera. Achtung, jetzt kommt ein Skandal! Der tr&auml;gt den Namen Wilfried Fesselmann und lebt als &bdquo;Hartz-IV-Profi&ldquo; (Sat1) in Gelsenkirchen. Man sieht den 49-J&auml;hrigen vor einem riesigen Flachbildfernseher und einem monstr&ouml;sen K&uuml;hlschrank, sein hellblaues Shirt mit der Aufschrift &bdquo;Sailing Club&ldquo; spannt &uuml;ber dem dicken Bauch. Fesselmann habe mit seiner Familie zehn Jahre von staatlichen Leistungen gelebt, &bdquo;Sozialhilfe, Hartz IV, das ist wie bezahlter Urlaub.&ldquo;<br>\nAusgerechnet jetzt, wo sich eine l&auml;ngst &uuml;berfl&uuml;ssige Debatte &uuml;ber Hartz IV formt, werden die Florida-Rolfs (Kampagne der Bild im Jahr 2003) wieder hervorgezerrt. Wenige Tage nach der zynischen Behauptung von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, Hartz IV bedeute nicht Armut, weicht das Entsetzen dar&uuml;ber offenbar der medialen Emp&ouml;rung &uuml;ber sogenannte Sozialschmarotzer. &bdquo;Hartz IV lohnt mehr als Arbeit&ldquo;, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Wirtschaftsteil. &bdquo;Wer arbeitet, muss sich in vielen F&auml;llen schon sehr stark anstrengen, damit er ohne staatliche St&uuml;tze mehr Einkommen als ein arbeitsloser Hartz-IV-Bezieher hat&ldquo;, hei&szlig;t es dort. Damit opponiert das Blatt gegen eine Erh&ouml;hung der Hartz-IV-S&auml;tze. F&uuml;r die FAZ haben die Sozialstaatshasser vom neoliberalen &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo; eine Rechnung aufgestellt: Eine vierk&ouml;pfige Familie mit zwei Kindern, die von Arbeitslosengeld II leben muss, bekomme monatlich etwa 1.930 Euro. Eine Familie mit einem Bruttoeinkommen von 2.540 Euro genauso viel. Viele Zeitungen &uuml;bernahmen die Nachricht, obwohl die Zahlen des Steuerzahlerbunds falsch sind: Denn bei seiner Rechnung hat er das Kindergeld unter den Tisch fallen lassen. Das allerdings wird bei ALG-II-Empf&auml;ngern mit den Leistungen verrechnet, die Familie mit Arbeitseinkommen hat monatlich fast 400 Euro mehr.<br>\n(&hellip;) Wer so einen Popanz aufbaut, verfolgt zweierlei: Er rechtfertigt Dinge, die unter anderen Umst&auml;nden gesellschaftlich kaum durchzusetzen w&auml;ren. Etwa, das Privatleben von Hartz-IV-Empf&auml;ngern auf wom&ouml;glich gesetzeswidrige Art und Weise zu durchleuchten. Der zweite Zweck des inszenierten Schreckgespenstes Sozialschmarotzer ist, dass es von einer Politik ablenken soll, die Reiche auf Kosten der Allgemeinheit beg&uuml;nstigt. Das Zerrbild des angeblichen faulen Arbeitslosen diente der Regierung dazu, die weitreichendsten sozialen Einschnitte in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik zu rechtfertigen und die B&uuml;rger gegeneinander aufzuhetzen. Die obsz&ouml;ne Kluft zwischen Arm und Reich l&auml;sst sich nur mit dem Begriffspaar &bdquo;Leistungsgerechtigkeit&ldquo; und &bdquo;Sozialschmarotzertum&ldquo; rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/armut-die-sich-lohnt\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutsche &ldquo;Tornados&rdquo; sind nicht Nato-tauglich<\/strong><br>\nIn einem vertraulichen Bericht, &hellip; , schreibt das Verteidigungsministerium, dass die 93 &ldquo;Tornados&rdquo; deshalb sofort umfangreich modernisiert werden mussten. Grunds&auml;tzlich sei &ldquo;die Einsatzbereitschaft mit zunehmendem Alter des Waffensystems deutlich risikobehaftet&rdquo;.<br>\nDie M&auml;ngel und Risiken, die der Bericht auf Dutzenden Seiten aufz&auml;hlt, sind vielschichtig. Im Kern geht es um die Frage, ob man die in den Achtzigerjahren eingef&uuml;hrten &ldquo;Tornado&rdquo;-Jets, die im Ernstfall auch amerikanische Atombomben abwerfen sollen, &uuml;berhaupt noch so modernisieren kann, dass sie wie geplant bis 2035 im Einsatz bleiben k&ouml;nnen.<br>\nDer Bericht nennt dazu sehr viele kritische Details. Demnach gelten das IT-System und die Verkabelung der &ldquo;Tornados&rdquo; als v&ouml;llig veraltet. Der Jet ist daher nicht ausreichend abh&ouml;rsicher. Er verf&uuml;gt auch &uuml;ber kein kryptiertes Kommunikationssystem, das bei allen internationalen Eins&auml;tzen Pflicht ist. &hellip;<br>\nDas Gesamt-Urteil in dem vertraulichen Papier ist alarmierend: Im jetzigen Zustand &ldquo;k&ouml;nnte das Waffensystem Tornado an keinem Nato-Einsatz mehr teilnehmen&rdquo;, hei&szlig;t es in der Beschreibung des m&ouml;glichen Schadens, der in leuchtendem Rot markiert ist. Die Modernisierung allein f&uuml;r die IT der Jets, so das Papier, werde &ldquo;Mehrkosten in Millionenh&ouml;he&rdquo; zur Folge haben. Zudem sei nicht klar, ob das Upgrade technisch &uuml;berhaupt machbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-kampfjets-tornado-sind-nicht-nato-tauglich-a-1200662.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Beispiel f&uuml;r Meinungsmache und Propaganda. Der Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Erh&ouml;hung des R&uuml;stungsetats ist nicht zu &uuml;bersehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die R&uuml;ckkehr einer Bullshit-Wissenschaft<\/strong><br>\nAbsurdeste Thesen zu Intelligenz und Abstammung werden wieder diskutiert. Auch dank des Rechtsrucks in den USA. Das ist keine Wissenschaft, sondern einfach nur Rassismus.<br>\nHier ein paar Dinge, die Sie m&ouml;glicherweise zum Thema Rasse und Intelligenz schon einmal geh&ouml;rt haben: Die Evolution machte Europ&auml;er kl&uuml;ger als Afrikaner, weil sie der Eiszeit ausgesetzt waren. Ostasiaten und aschkenasische Juden (die gr&ouml;&szlig;te Gruppe im Judentum) sind heute die intelligentesten Menschen der Erde. Die D&uuml;mmsten auf dieser Welt sind die Buschleute im S&uuml;den von Afrika und die Pygm&auml;en im Kongo. Und arme Menschen sind arm, weil sie dumm sind &ndash; was wiederum erkl&auml;rt, warum so viele Menschen in der Unterschicht schwarz sind.<br>\nDie Vorstellung, es g&auml;be eine Verbindung zwischen Rasse und Intelligenz, ist die Basis der Rassenlehre. Sie geht weit zur&uuml;ck und war bis 1945 ein Teil der g&auml;ngigen Weltanschauung. Nach dem Holocaust kehrte zun&auml;chst Ruhe ein, in den Siebzigerjahren kochten die Ansichten erstmals wieder hoch, hatten einen weiteren H&ouml;hepunkt in den Neunzigerjahren und kehrten zuletzt mit Donald Trumps US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf wieder zur&uuml;ck.<br>\nNirgendwo ist sie heute weiter verbreitet als unter den Vertretern der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung, wo Behauptungen zu biologischen Unterschieden zwischen den Rassen gerne genutzt werden, um pseudointellektuellen Ballast f&uuml;r ethnisch-nationalistische Politik zu liefern. Wenn es die Rasse biologisch gesehen wirklich gibt und manche Rassen von Natur aus weniger intelligent sind als andere &ndash; so das Argument &ndash;, dann ist das Grund genug, den Unterlegenen die Sozialleistungen und Entwicklungshilfe zu streichen und sie an ihrem angestammten Platz zu lassen, oder? &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wissen\/2018-03\/rassenlehre-abstammung-intelligenz-rassismus-usa-rechtsruck\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es nicht so, dass dieser Schwachsinn nur in den USA verbreitet wird. Ein gewisser Thilo Sarrazin wurde durch die Verbreitung sozialdarwinistischer und rassistischer Thesen zum Million&auml;r.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Altmaier sieht Deutschland noch 20 Jahre auf Wachstumskurs<\/strong><br>\nAuf Aufschwung folgt Abschwung, so das eherne Gesetz der Konjunktur. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die n&auml;chste Flaute m&ouml;glichst lange hinausz&ouml;gern &ndash; und setzt auf einen Pakt mit SPD, FDP und Gr&uuml;nen.<br>\n(&hellip;) Doch die Wirtschaftskonjunktur entwickelt sich in Zyklen, einem Aufschwung folgt innerhalb weniger Jahre ein Abschwung. Dieser Erfahrung zum Trotz glaubt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) an ein langfristiges Wachstum der deutschen Wirtschaft um 2 bis 2,5 Prozent pro Jahr. &ldquo;Ich halte es f&uuml;r m&ouml;glich, dass wir diesen Wachstumspfad noch f&uuml;r mindestens 15 bis 20 Jahre fortsetzen k&ouml;nnen, wenn wir die Marktwirtschaft erneuern&rdquo;, sagte Altmaier dem SPIEGEL<br>\nDaf&uuml;r schl&auml;gt Altmaier eine Charta der sozialen Marktwirtschaft vor, die er gemeinsam mit anderen Parteien im Bundestag f&uuml;r drei bis vier Legislaturperioden festlegen will. &ldquo;Die Parteien der Gro&szlig;en Koalition sowie die Gr&uuml;nen und die FDP sollten sich dazu verpflichten, dauerhaft einen ausgeglichenen Bundeshaushalt vorzulegen, auf Steuererh&ouml;hungen zu verzichten und die Sozialabgaben unter 40 Prozent der Bruttol&ouml;hne zu halten&rdquo;, so Altmaier zum SPIEGEL.<br>\nEr will die Hartz-IV-Reform des SPD-Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der gegen Reformpl&auml;ne unter anderem von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) verteidigen. &ldquo;Ich halte die Diskussion &uuml;ber ein bedingungsloses Grundeinkommen f&uuml;r einen Holzweg der Wirtschaftspolitik, weil es das Leistungsprinzip schw&auml;chen w&uuml;rde, auf dem unser aller Wohlstand basiert&rdquo;, sagte Altmaier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/peter-altmaier-deutsche-wirtschaft-koennte-noch-20-jahre-stark-wachsen-a-1200645.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Deutschland kann aufatmen bei so viel Regierungskompetenz: Spahn holt sich die fehlenden Pflegekr&auml;fte kurzerhand aus dem Ausland, Altmaier sorgt f&uuml;r 20 Jahre Wirtschaftswachstum, Scholz h&auml;lt an der schwarzen Null fest und Mutti h&auml;lt die Hand &uuml;ber alles.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Ozeane des Wahnsinns<\/strong><br>\nSind die Westler verr&uuml;ckt geworden? Was ist los? Haben Theresa May und Boris Johnson, die beiden &uuml;berforderten Briten, den Verstand verloren? Sie geben selber zu, dass sie keine letzte Gewissheit &uuml;ber die Vergiftung dieses russischen Ex-Spions und seiner Tochter haben. Trotzdem blasen sie jetzt zum kalten Weltkrieg gegen Putin und den Kreml. Und erstaunlich viele machen mit.<br>\n[&hellip;]<br>\nEs f&auml;llt auf, dass die regierungsnahe konservative Presse seit Jahren gegen Putin und die Russen einheizt. Dass May und Johnson die Spionageaff&auml;re jetzt zum Anlass nehmen, wissentlich &shy;einen &shy;diplomatischen Schauprozess vom Zaun zu reissen, hat aus Sicht dieses Editorials vor allem interne Gr&uuml;nde. Die angeschlagenen, durch &shy;ihren eigenen Brexit verwirrten Tories scheinen sich an Putin politisch aufrichten, gesundstossen zu wollen. Es geht auch um Ablenkung und Aufplusterung. Die Kriegsfuchtel ist eine m&auml;chtige Droge. Sie bet&auml;ubt und berauscht zugleich.<br>\n[&hellip;]<br>\nEs ist bemerkenswert, wie f&uuml;hrende Zeitungen hungrig mitjubeln auf diesen &laquo;Gerichtsh&ouml;fen der Moral&raquo;. Ohne jeden Beweis und ohne Prozessordnung befeuern sie einen neuen kalten Krieg. Es ist ein deprimierendes Spektakel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weltwoche.ch\/ausgaben\/2018-13\/artikel\/ozeane-des-wahnsinns-die-weltwoche-ausgabe-13-2018.html\">Weltwoche.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.W.:<\/strong> Trotz der schweizerischen Sichtweise ein erfrischend ehrlicher und direkter Kommentar in Sachen &lsquo;Skripal&rsquo;, wie man ihn in einer der deutschen Leitgazetten wohl kaum finden w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Unser seltsamster Erfolg<\/strong><br>\nAus einem faden Satz der Kanzlerin wird einer der am meisten geklickten Artikel auf mittelbayerische.de. Wie kam es soweit?<br>\nAlles beginnt mit einem langweiligen Satz der Bundeskanzlerin. Es ist ein Satz, den Angela Merkel vortr&auml;gt wie viele ihrer S&auml;tze: ohne h&ouml;rbare Leidenschaft, abgelesen von einem Manuskript. Es ist der 2. Dezember 2014, Merkel spricht im Berliner Abgeordnetenhaus, auf dem Festakt zum 125-j&auml;hrigen Jubil&auml;um der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Satz geht so: &bdquo;Daher bin ich &uuml;berzeugt, dass sich k&uuml;nftig nur durch eine Mischung gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge eine angemessene Absicherung im Alter aufbauen l&auml;sst.&ldquo; Was Merkel sagt, ist wenig &uuml;berraschend: Dass Arbeitnehmer in Deutschland privat f&uuml;rs Alter vorsorgen m&uuml;ssen, das wiederholen sp&auml;testens seit der Jahrtausendwende f&uuml;hrende Politiker von Union, FDP &ndash; und Teilen der SPD und der Gr&uuml;nen.<br>\nUnd doch ist dieser Satz die Grundlage f&uuml;r eine seltsame Erfolgsgeschichte. Am Nachmittag des 2. Dezember 2014 geht auf mittelbayerische.de eine Meldung zu Merkels Rede online &ndash; mit dem Titel: &bdquo;Merkel: Die Rente reicht nicht f&uuml;r alle.&ldquo; Und heute ist diese Meldung eine der am meisten geklickten, die je auf unserem Nachrichtenportal ver&ouml;ffentlicht wurden. &Uuml;ber 281 000 Mal wurde sie aufgerufen, immer wieder ist sie ganz oben auf der Liste mit den meist geklickten Artikeln des Tages aufgetaucht. Warum nur? Wir sind auf Spurensuche gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mittelbayerische.de\/politik-nachrichten\/unser-seltsamster-erfolg-21771-art1631237.html\">mittelbayrische.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.R.:<\/strong> &hellip; Sehr lesenswerter Artikel, die Zeitung beschreibt, wie sie selbst recherchiert, woher die auff&auml;llig vielen Klicks zu dem o.g. Artikel kommen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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