{"id":43301,"date":"2018-04-05T08:25:04","date_gmt":"2018-04-05T06:25:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301"},"modified":"2019-03-18T12:00:00","modified_gmt":"2019-03-18T11:00:00","slug":"hinweise-des-tages-3093","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h01\">Es mangelt an Arbeit, nicht an Fachkr&auml;ften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h02\">Hohe Abbrecherquote in Ausbildungsberufen: &ldquo;Da gibt es auch eine Abstimmung mit den F&uuml;&szlig;en&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h03\">Abschied vom Acht-Stunden-Tag &ndash; Arbeitgeber erh&ouml;hen den Druck auf Arbeitsminister Heil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h04\">&bdquo;Ich h&auml;tte besser Nato-Strichm&auml;nnchen sagen sollen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h05\">Deutschland, Kolonie der USA <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h06\">Trumps Handelskrieg: Dosierte Antwort aus Beijing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h07\">Fall Puigdemont: R&uuml;ckwirkungen auf die deutsche Rechtspraxis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h08\">Kontodaten: Einbahnstra&szlig;e in die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h09\">Ost-Ghouta: &laquo;400&rsquo;000 waren Geiseln islamistischer Gruppen&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h10\">Die Politik blendet die Schattenseiten der digitalen Revolution aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h11\">Messerangst in Mitteleuropa &ndash; oder: Warum die Kriminalstatistik nur dann n&uuml;tzlich ist, wenn man sie versteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h12\">Die AfD im Verteidigungsausschuss: Einige kritische Portraits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h13\">Ein paar S&auml;tze zu Marx<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h14\">Soziale Spaltung und Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43301#h15\">Zu guter Letzt: Neue Software: F&uuml;r h&ouml;heren Spritverbrauch!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Es mangelt an Arbeit, nicht an Fachkr&auml;ften<\/strong><br>\nGeradezu fanatisch malen Arbeitgeber das Gespenst des Fachkr&auml;ftemangels an die Wand. Mit unseri&ouml;sen Zahlen und falschen Schlussfolgerungen. In Wahrheit mangelt es nicht an Fachkr&auml;ften, sondern an anst&auml;ndig bezahlter Arbeit.<br>\nEs vergeht kaum ein Tag, an dem nicht der Fachkr&auml;ftemangel beschworen wird. Die Gleichung geht so: Zur&uuml;ckgehende Arbeitslosenzahlen bei gleichzeitig steigender Zahl der offenen Stellen ist gleich Fachkr&auml;ftemangel. &ldquo;H&auml;nderingend&rdquo;, berichtete Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer vergangene Woche, suchten die Unternehmen nach Arbeitskr&auml;ften. Dass es keine einzige empirische Untersuchung gibt, die einen Fachkr&auml;ftemangel belegt oder wenigstens &uuml;berwiegend wahrscheinlich macht, scheint in Zeiten von Fake News unwichtig.<br>\nWie man die Meinung, es herrsche Fachkr&auml;ftemangel, &ldquo;macht&rdquo;, hat k&uuml;rzlich in vorbildlicher Weise der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgef&uuml;hrt. Am 13. M&auml;rz ver&ouml;ffentlichte er seinen Arbeitsmarktreport 2018 und eine Pressemitteilung mit dem Titel &ldquo;Fachkr&auml;fte gesucht wie nie!&rdquo;. Die zentrale Botschaft: F&uuml;r 60 Prozent der Betriebe ist der Fachkr&auml;ftemangel das &ldquo;Gesch&auml;ftsrisiko Nummer eins&rdquo;. Die zentrale Zahl: 1,6 Millionen. So viele Stellen k&ouml;nnen, so der DIHK &ldquo;l&auml;ngerfristig nicht besetzt werden&rdquo;. Kaum war die Pressemitteilung in der Welt, rauschte es im elektronischen Bl&auml;tterwald. &ldquo;DIHK ermittelt. In Deutschland fehlen 1,6 Millionen Fachkr&auml;fte&rdquo;, titelte &ldquo;faz.net&rdquo;. Von der &ldquo;Zeit&rdquo; bis zur &ldquo;Heilbronner Stimme&rdquo; war als Headline zu lesen: DIHK &ndash; Fachkr&auml;ftemangel belastet Unternehmen immer st&auml;rker.<br>\nHintergrund der Pressemitteilung war eine Umfrage des DIHK, an der sich 24 000 Unternehmen beteiligt haben. Der DIHK stellte vier Fragen, f&uuml;r die drei bis acht vorgegebene Antwortm&ouml;glichkeiten sowie bei zwei Fragen au&szlig;erdem &ldquo;Sonstiges&rdquo; angekreuzt werden konnten (hier die Ergebnisse als PDF).<br>\nDas auf 31 Seiten publizierte Ergebnis des Fragebogens stimmt nun aber nicht mit der Pressemitteilung &uuml;berein. Dass 1,6 Millionen Stellen l&auml;ngerfristig nicht besetzt werden k&ouml;nnen, wird vom DIHK zwar im Arbeitsmarktreport 2018 behauptet, aber es wird nicht erkl&auml;rt, woher diese Zahl kommt &ndash; es gibt nicht einmal eine unplausible Erkl&auml;rung, sondern einfach gar keine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/366\/es-mangelt-an-arbeit-nicht-an-fachkraeften-5005.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hohe Abbrecherquote in Ausbildungsberufen: &ldquo;Da gibt es auch eine Abstimmung mit den F&uuml;&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nIn manchen Ausbildungsberufen ist die Abbrecherquote extrem hoch. Die Ausbildungsverg&uuml;tung sei dabei ein wichtiger, aber nicht der einzige Indikator, sagte Matthias Anbuhl vom Deutschen Gewerkschaftsbund im Dlf. Viele schmissen aber auch hin, weil sie sich in der Lehre nicht vern&uuml;nftig begleitet und ausgenutzt f&uuml;hlten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hohe-abbrecherquote-in-ausbildungsberufen-da-gibt-es-auch.680.de.html?dram:article_id=414735%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Trotz mieser Bezahlung und lausiger Arbeitszeiten: Immer mehr Azubis brechen Ausbildung ab<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Was ist nur mit der Jugend von heute los? Trotz mieser Bezahlung und lausiger Arbeitszeiten wird laut dem Entwurf f&uuml;r den Berufsbildungsbericht 2018 mehr als jede vierte berufliche Ausbildung in Deutschland abgebrochen. In bestimmten Branchen liegen die Abbrecherquoten sogar noch deutlich h&ouml;her. Die Arbeitgeber sind ratlos.<br>\n&ldquo;Es ist einfach zum Haareraufen!&rdquo;, seufzt Hotelchef Peter H&auml;hnlein aus Halberstadt. &ldquo;&Uuml;ber die H&auml;lfte unserer Koch-Azubis bricht vorzeitig ab. Seit wann reichen schlechte Arbeitsbedingungen und unterirdische Bezahlung in H&ouml;he von 460 Euro monatlich nicht mehr als Motivation?&rdquo; [&hellip;]<br>\nKnut Bentheim, Chef einer Sicherheitsfirma aus Baden-Baden fehlt daf&uuml;r jedes Verst&auml;ndnis: &ldquo;Der Jugend von heute fehlt es offenbar an der Bereitschaft, drei Jahre lang die gleichen T&auml;tigkeiten auszu&uuml;ben wie ausgelernte Kollegen und sich daf&uuml;r mit einem Hungerlohn abspeisen zu lassen!&rdquo;<br>\nMysteri&ouml;serweise ist die Abbruchrate ausgerechnet bei jenen Jobs besonders besonders hoch, bei denen nicht nur w&auml;hrend der Ausbildung schlecht bezahlt wird, sondern auch nach ihrem erfolgreichen Abschluss.<br>\nSchuld an der Misere d&uuml;rfte einmal mehr der sogenannte &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; sein. Dieser wurde erst k&uuml;rzlich mit folgender Definition in den Duden aufgenommen: &ldquo;Zustand, bei dem sich Arbeitgeber dar&uuml;ber beklagen, ohne faire Arbeitsbedingungen kein Personal mehr zu finden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/04\/mysterioeser-lehrlingsschwund.html\">Der Postillon<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Abbrecherquote bei Auszubildenden: Zehn Prozent landen ungelernt auf dem Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nLaut dem Berufsbildungsbericht 2018 brechen 25,8 Prozent aller Lehrlinge ihre Ausbildung ab. Allerdings machten viele davon danach in anderen Berufen einen Abschluss, erkl&auml;rte der Arbeitsmarkt-Experte Stefan Sell im Dlf. Trotzdem gebe es sowohl auf Ausbilder- als auch auf Lehrlingsseite viele Probleme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abbrecherquote-bei-auszubildenden-zehn-prozent-landen.769.de.html?dram:article_id=414727\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abschied vom Acht-Stunden-Tag &ndash; Arbeitgeber erh&ouml;hen den Druck auf Arbeitsminister Heil<\/strong><br>\nDas Arbeitszeitgesetz ist veraltet und starr, monieren Arbeitgebervertreter. Gewerkschafter bef&uuml;rchten ein Leben ohne Feierabend. Nun ist der Arbeitsminister am Zug. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitgeber versichern, dass es ihnen nicht um Mehrarbeit gehe, sondern nur darum, die Arbeitszeit anders zu verteilen &ndash; je nach Auftragslage oder Bedarf. In der globalisierten Welt k&ouml;nne es wegen der Zeitverschiebung eben auch mal erforderlich sein, abends um zehn Uhr mit dem Gesch&auml;ftspartner in Los Angeles zu telefonieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/digitalisierung-abschied-vom-acht-stunden-tag-arbeitgeber-erhoehen-den-druck-auf-arbeitsminister-heil\/21139714.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu: Abschaffung des Acht-Stunden-Tags weder notwendig noch im Interesse der Besch&auml;ftigten<\/strong><br>\n&bdquo;Die Forderungen der Arbeitgeberverb&auml;nde, den Acht-Stunden-Tag und die gesetzlichen Ruhezeiten aufzuweichen, stellen massive Angriffe auf die Rechte der Besch&auml;ftigten dar. Hierbei wird die Digitalisierung als Drohkulisse missbraucht, um auf die Politik Druck auszu&uuml;ben&ldquo;, erkl&auml;rt Jessica Tatti, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Arbeit 4.0, zur Forderung der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde nach mehr Flexibilisierung der Arbeitszeitregeln. Tatti weiter:<br>\n&bdquo;Die Behauptung, das heutige Arbeitszeitgesetz sei starr, ist schlicht unwahr und geht an der betrieblichen Praxis komplett vorbei: Zig Betriebsvereinbarungen zu Langzeitkonten, Vertrauensarbeitszeit, flexiblen Arbeitszeiten oder Schichtsystemen belegen, dass Flexibilit&auml;t in den Betrieben bereits gelebt wird. Die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags ist weder notwendig noch im Interesse der Besch&auml;ftigten. Sie birgt stattdessen das gravierende Risiko, dass Arbeitgeber immer st&auml;rker in die Freizeit der Besch&auml;ftigten eingreifen, gerade weil online jederzeit hier und da Arbeit erledigt werden kann, selbst von zu Hause aus. Eine zunehmende Entgrenzung der Arbeitszeit w&auml;re die Folge. Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen ein Recht auf Feierabend haben, damit ungest&ouml;rte Zeit f&uuml;r sich, Erholung und die Familie bleibt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/abschaffung-des-acht-stunden-tags-weder-notwendig-noch-im-interesse-der-beschaeftigten\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Ich h&auml;tte besser Nato-Strichm&auml;nnchen sagen sollen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Linken-Politiker Diether Dehm hat Au&szlig;enminister Maas als &bdquo;Nato-Strichjungen&ldquo; bezeichnet und wurde f&uuml;r seine Wortwahl sogar von Parteigenossen kritisiert. Im Interview mit der F.A.Z.-Woche verteidigt er sich. [&hellip;]<br>\nAngesichts dessen, dass Heiko Maas jetzt auch von den britischen Wissenschaftlern dahingehend korrigiert worden ist, dass die sagen &bdquo;Die Beweislage ist keinesfalls klar&ldquo;, sind seine Vorverurteilung, Russland beziehungsweise Putin seien schuld an dem Mordanschlag, und die Diplomatenausweisung lebensgef&auml;hrlich f&uuml;r den Frieden. Ich bin jemand, der auch als k&uuml;nstlerischer Autor satirisch t&auml;tig ist und war, und es ist in dieser brandgef&auml;hrlichen Situation notwendig, zu alarmieren und wachzur&uuml;tteln. Notfalls auch per Tabubruch.<br>\nSie stehen also weiterhin zu Ihrer Wortwahl?<br>\n&Uuml;ber die Wortwahl l&auml;sst sich streiten. Und ich verstehe auch Kritik daran von Mitstreitern. Man kann das alles auch anders formulieren. Sicher, ich h&auml;tte besser Nato-Strichm&auml;nnchen sagen sollen, damit sich niemand sonst diskriminiert f&uuml;hlt. Aber eine politdiplomatische, unauff&auml;lligere Wortwahl versinkt meist im Mainstreambrei. Das halte ich f&uuml;r genauso unangemessen, wie ich es einst f&uuml;r falsch gehalten hatte, auf Stra&szlig;enblockaden gegen Atomraketen zu verzichten oder auf anderen zivilen Ungehorsam. Es gibt ja auch sprachliche Formen von zivilem Ungehorsam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/heiko-maas-als-nato-strichjunge-diether-dehm-verteidigt-sich-15526233.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Dehm bezeichnet seine Art der Darstellung als &ldquo;sprachliche Form des zivilen Ungehorsams&rdquo;. In der Tat w&auml;re seine Kritik ohne Tabubruch im Nirgendwo verraucht. Der reflexartig folgende Shitstorm ist bezeichnend: politische Korrektheit ist Muss &ndash; Kriegstreiberei wird kommentarlos hingenommen, wir sind ja schlie&szlig;lich die Guten. Schlimm das Mitlaufen einiger stromlinienf&ouml;rmiger Karrieristen-Linker.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Aufregung um die Wortwahl Diether Dehms ist schon erstaunlich, angesichts der ungeheuerlichen Sprachregelung, die die Bundesregierung &uuml;ber ihre Sprecher trotz der aktuellen Erkenntnisse aus Porton Down immer noch aufrecht <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/67771-regierungspressekonferenz-zu-skripal-erkenntnissen-reporterfragen\/\">erh&auml;lt<\/a>. Statt dar&uuml;ber nachzudenken, wie man Dehm ma&szlig;regeln k&ouml;nne, sollte doch das Verhalten des Bundesau&szlig;enministers im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, der die Entscheidung &uuml;ber die Ausweisung von russischen Diplomaten angeblich nicht leichtfertig getroffen <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/bm-skripal-ausweisung-russische-diplomaten\/1797546\">habe<\/a>, sondern auf der Grundlage von Fakten und Indizien, die nach Russland weisen w&uuml;rden. Doch welche Fakten und Indizien das sind, verr&auml;t die Regierung mit Verweis auf den &bdquo;Quellenschutz&ldquo; nicht. Vermutlich fehlt noch eine brauchbare Strategie, um die irre Zirkusnummer zu erkl&auml;ren, die der eher &bdquo;schlecht gestylte&ldquo; britische Amtskollege von Heiko Maas gerade <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/67765-britisches-aussenamt-wir-haben-niemals-behauptet-nowitschok-russland\/\">auff&uuml;hrt<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Skripal-Fall: OPCW-Sondersitzung belegt Eskalationsstrategie und Medienkrieg beider Seiten<\/strong><br>\nDie britische Regierung hatte sich bereits geweigert, Proben des Gifts an Russland zur Analyse zu geben. Da h&auml;tte die britische Regierung eigentlich keine zus&auml;tzlichen Probleme f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Aber es scheint eine Strategie zu sein, Russland mangelnde Mitwirkung vorzuwerfen und gleichzeitig jede Kooperation auszuschlie&szlig;en. Dem haben sich auch die solidarischen Nato- und EU-L&auml;nder sowie die EU selbst in der OPCW-Sondersitzung angeschlossen. In der Abstimmung wurde der russische Vorschlag mit 15 gegen die 6 Stimmen von China, Aserbeidschan, Sudan, Algerien und Iran abgelehnt. Aber es haben sich 17 Staaten enthalten, drei waren nicht anwesend, was darauf hinweist, dass sich eine Mehrheit bei der unsicheren Lage keinem Lager anschlie&szlig;en wollen. [&hellip;]<br>\nDer russische Antrag sei &ldquo;robust&rdquo; zur&uuml;ckgewiesen worden, von den 17 sich enthaltenden Staaten sprach Johnson lieber nicht, das wird nur am Schluss erw&auml;hnt. Johnson wirft doppelz&uuml;ngig Russland vor, nun eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats einzuberufen, ohne die Ergebnisse der OPCW-Untersuchung abzuwarten. Die hatte freilich auch die britische Regierung nicht abgewartet, sondern gleich mit dem Finger auf Russland gezeigt und zu dem die Einschaltung der OPCW hinausgez&ouml;gert.<br>\nJohnson hatte sich dabei besonders hervorgetan und behauptet, das Milit&auml;rlabor in Porton Down habe best&auml;tigt, dass das Nervengift aus Russland kommt. Ein Tweet des britischen Botschafters in Russland, Laurie Bristow, war bereits mit dem Interview des Laborchefs wieder bekannt geworden, was das Au&szlig;enministerium dann dazu veranlasste, diesen zu l&ouml;schen. Dummerweise hatte Johnson n&auml;mliches in einem DW-Interview ge&auml;u&szlig;ert, das sich nicht so leicht von Seiten der britischen Regierung l&ouml;schen l&auml;sst. Das britische Au&szlig;enministerium erkl&auml;rte ziemlich unglaubw&uuml;rdig, der Tweet habe nicht exakt wiedergegeben, was Bristow gesagt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Skripal-Fall-OPCW-Sondersitzung-belegt-Eskalationsstrategie-und-Medienkrieg-beider-Seiten-4011132.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland, Kolonie der USA<\/strong><br>\nDie Weichen wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit gestellt.<br>\nDie britische Premierministerin fordert nach dem Giftanschlag auf einen ehemaligen britisch-russischen Doppelagenten die r&uuml;ckhaltlose Unterst&uuml;tzung der deutschen Regierung in einer beispiellosen Hetzkampagne gegen Russland &ndash; und Deutschland f&uuml;gt sich. Die Vereinigten Staaten mit der von ihnen dominierten NATO f&uuml;hrten Krieg gegen Jugoslawien, sie besetzten Afghanistan, z&uuml;ndeten den Orient an, &uuml;bernahmen nach einem von ihnen initiierten Staatsstreich die Ukraine &ndash; und Deutschland lie&szlig; sich darauf ein. Die NATO r&uuml;ckte entgegen den Vereinbarungen von 1990 nach Osten vor, stationiert an den russischen Grenzen tausende Soldaten, Raketen, Panzerdivisionen und Kampfflugzeuge &ndash; Deutschland ist an vorderster Linie dabei. Die USA verh&auml;ngen mit heuchlerischer Begr&uuml;ndung Sanktionen gegen Russland &ndash; Deutschland schlie&szlig;t sich trotz gravierender Nachteile f&uuml;r die eigene Wirtschaft an. Hinzu kommt die Unt&auml;tigkeit der Bundesregierung hinsichtlich der Bespitzelung durch die NSA (National Security Agency) sowie die Duldung der zahlreichen US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte, des Drohnen-Einsatzes aus Ramstein und der Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Territorium.<br>\nWie erkl&auml;rt sich diese Willf&auml;hrigkeit, diese Bereitschaft, jede Lumperei, die von den USA oder Gro&szlig;britannien entgegen dem V&ouml;lkerrecht veranstaltet wird, ohne Wenn und Aber mitzumachen? Zur Beantwortung dieser Frage ist ein Blick zur&uuml;ck, insbesondere auf das Kriegsende und die unmittelbare Nachkriegszeit hilfreich. Denn seinerzeit wurden die Voraussetzungen f&uuml;r die Politik der folgenden Jahrzehnte geschaffen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/deutschland-kolonie-der-usa\/\">Wolfgang Bittner auf KenFM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Trumps Handelskrieg: Dosierte Antwort aus Beijing<\/strong><br>\nDie chinesische Regierung hat am Montag eine Liste von aus den USA eingef&uuml;hrten G&uuml;tern vorgelegt, die k&uuml;nftig mit neuen oder h&ouml;heren Z&ouml;llen belegt werden sollen, berichtet das Internetmagazin Asia Times Online. Die Ma&szlig;nahmen sind eine Reaktion auf die von der US-Regierung am 22. M&auml;rz beschlossenen Abgaben auf Importe aus der Volksrepublik (siehe Handelsstreit mit China: Schuss in den eigenen Fu&szlig;?).<br>\nAber anders als erwartet werden Einfuhren von Sojabohnen aus den USA nicht mit h&ouml;heren Z&ouml;llen belegt. Die betroffenen Einfuhren (unter anderem Obst und Schweinefleisch, insgesamt 128 Warenarten) haben in etwa einen Wert von drei Milliarden US-Dollar im Jahr. Die US-Regierung hat hingegen Z&ouml;lle auf einen Warenkorb im Wert von j&auml;hrlich 50 bis 60 Milliarden US-Dollar verh&auml;ngt. Die Regierung in Beijing antwortet also &ndash; vielleicht muss man sagen zun&auml;chst &ndash; mit einem kleinen Warnschuss auf das von US-Pr&auml;sident Donald Trump aufgefahrene gro&szlig;e Kaliber.<br>\nDie Global Times, das internationale Sprachrohr der chinesischen Regierungspartei, schreibt, dass die Regierung in Beijing Washington letzte Woche Verhandlungen im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO angeboten hatte. Darauf habe es jedoch keine Antwort gegeben. Schon Anfang M&auml;rz hatte Washington, wie berichtet, wenig Interesse gezeigt, die handelspolitischen Spannungen mit China mittels Gespr&auml;chen aus der Welt zu schaffen.<br>\nDie USA hatte 2017 im Handel mit China laut offiziellen US-Statistiken ein Defizit von 375 Milliarden US-Dollar. Allerdings hat der US-Handel nicht nur im Austausch mit China eine Schieflage. Insgesamt betrug das US-Defizit 2017 im Austausch von G&uuml;tern mit dem Ausland 796 Milliarden US-Dollar. Im Austausch von Dienstleistungen machte die USA allerdings ein Plus von rund 240 Milliarden US-Dollar. Auch die Bilanzen der Ertr&auml;ge von Auslandsinvestitionen verglichen mit den von Ausl&auml;ndern in den USA gemachten und abgezogenen Gewinnen ist positiv. Alles in allem war 2017 die US-Leistungsbilanz aber stark negativ (-466,2 Milliarden US-Dollar), wie das Zahlenwerk des US-Handelsministeriums zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Trumps-Handelskrieg-Dosierte-Antwort-aus-Beijing-4010211.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Xi Jinping will auf Boao-Asienforum neue Aussichten der Reform und &Ouml;ffnung pr&auml;sentieren<\/strong><br>\nBei einem Briefing sagte Wang Yi, Xi Jinpings Teilnahme an mehreren diplomatischen Veranstaltungen im Rahmen des Forums sei von besonders gro&szlig;er Bedeutung:<br>\n&bdquo;2018 ist das 40-j&auml;hrige Jubil&auml;um der Reform und &Ouml;ffnung Chinas und auch der Beginn der Umsetzung der Richtlinien des 19. Parteitags der KP Chinas. Anl&auml;sslich dieses wichtigen historischen Moments wird Staatspr&auml;sident Xi Jinping an der Er&ouml;ffnungszeremonie und mehreren weiteren Veranstaltungen des Forums teilnehmen. Dies ist f&uuml;r die verst&auml;rkte F&ouml;rderung der Gro&szlig;staat-Diplomatie chinesischer Pr&auml;gung im neuen Zeitalter, den Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit sowie die F&ouml;rderung von Frieden und Entwicklung von gro&szlig;er Bedeutung.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas Forum sei zu einer wichtigen Br&uuml;cke zwischen China und der Welt sowie zu einer internationalen Austauschplattform mit asiatischem Charakter und globalem Einfluss geworden:<br>\n&bdquo;Die internationale Situation und die Weltwirtschaft haben sich gravierend ver&auml;ndert und verkompliziert. Einerseits sind Offenheit und Kooperation sowie Reformen und Innovationen zu einer Str&ouml;mung dieser Zeit geworden, andererseits steht die Menschheit auch vor praktischen Risiken wie Isolierung, Konfrontationen und Konservatismus. Wie k&ouml;nnen diese Probleme unserer Zeit gel&ouml;st werden? Wie k&ouml;nnen Chancen genutzt und Herausforderungen gemeinsam bew&auml;ltigt werden? Wie k&ouml;nnen sowohl eigene Interessen gewahrt und gleichzeitig eine gemeinsame Entwicklung gef&ouml;rdert werden? Viele L&auml;nder haben nach dem richtigen Konzept gesucht und ihre eigenen Optionen gefunden. Das Thema des diesj&auml;hrigen Forums lautet: &sbquo;Asiens &Ouml;ffnung und Innovation &ndash; Prosperit&auml;t und Entwicklung f&uuml;r die Welt&rsquo;. Dieses entspricht der Realit&auml;t und wird von allen Seiten aufmerksam beobachtet. Mehr als 2.000 G&auml;ste aus der ganzen Welt werden gemeinsam n&uuml;tzliche Methoden f&uuml;r Entwicklung und Prosperit&auml;t er&ouml;rtern sowie Asien und der Welt ihre Weisheit und Kr&auml;fte zur Verf&uuml;gung stellen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2018\/04\/03\/1s276971.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Diese Rede des chinesischen Pr&auml;sidenten auf diesem Forum, das am 08. April 2018 beginnen wird, sollte beachtet werden, denn sie d&uuml;rfte auch f&uuml;r die EU &ndash; und insbesondere Deutschland &ndash; und die USA von Interesse sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fall Puigdemont: R&uuml;ckwirkungen auf die deutsche Rechtspraxis<\/strong><br>\nNikolaos Gazeas warnt in diesem Zusammenhang auch vor Folgen in Deutschland:<br>\nSchon die M&ouml;glichkeit, dass ein Demonstrationsteilnehmer gewaltt&auml;tig wird, soll einen politischen F&uuml;hrer wegen Rebellion ins Gef&auml;ngnis bringen. Die blo&szlig;e Gefahr soll reichen. [&hellip;] Auch die deutsche Generalstaatsanwaltschaft ist hier sehr weit, ich meine zu weit, gegangen. Die nun abzuwartende Entscheidung des Oberlandesgerichts ist daher auch wichtig f&uuml;r die Rechtsauslegung in Deutschland. Ein offener und weiter Gewaltbegriff gilt im Zweifel auch bei uns. Und das w&uuml;rde massiv ein ganz elementares Grundrecht in jeder Demokratie, die freie Meinungs&auml;u&szlig;erung und die Versammlungsfreiheit, aber auch die Grenzen zul&auml;ssiger politischer Bet&auml;tigung wom&ouml;glich einschr&auml;nken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fall-Puigdemont-Rueckwirkungen-auf-die-deutsche-Rechtspraxis-4010805.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kontodaten: Einbahnstra&szlig;e in die USA<\/strong><br>\n&ldquo;Das Fatca-Abkommen sollte sicherstellen, dass Deutschland und andere L&auml;nder steuerrelevante Daten mit den USA austauschen k&ouml;nnen. Das funktioniert jedoch nicht so wie erhofft. Dass die Daten manchmal falsch aufbereitet werden, ist nur ein Problem.<br>\nDer &Auml;rger in Berlin &uuml;ber die USA muss gro&szlig; sein, wenn die Bundesregierung damit in die &Ouml;ffentlichkeit geht. Man stehe &ldquo;gemeinsam mit anderen Regierungen, die ebenfalls das Fatca-Abkommen abgeschlossen haben, in intensiven Gespr&auml;chen mit den Vereinigten Staaten&rdquo;, schreibt das Bundesfinanzministerium am 26. M&auml;rz an die Linksfraktion im Bundestag. &ldquo;Die Bundesregierung bedauert, dass in den Vereinigten Staaten hierzu bisher keine Fortschritte erzielt werden konnten&rdquo;. Der &Auml;rger dreht sich um den gleichberechtigten Informationsaustausch &uuml;ber Kontodaten mit den USA; die Bundesregierung gesteht auf eine Anfrage des Linkenfraktionsvize Fabio De Masi ein, dass selbiger trotz des extra daf&uuml;r geschlossenen Fatca-Abkommens nicht funktioniert, wie vorgesehen. De Masi hatte die Bundesregierung genau dazu um Auskunft gebeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1900.einbahnstra%c3%9fe-in-die-usa.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ost-Ghouta: &laquo;400&rsquo;000 waren Geiseln islamistischer Gruppen&raquo;<\/strong><br>\nJetzt k&ouml;nnen Journalisten vor Ort mit Einwohnern reden. Das ZDF stellt fr&uuml;here Berichte in Frage.<br>\nDas propaganda-getr&auml;nkte schwarz-weiss Schema &laquo;hier Gute, dort B&ouml;se&raquo; stimmt praktisch nie. In Ost-Ghouta bei Damaskus h&auml;tten die Russen und Assads Truppen die Zivilbev&ouml;lkerung ausgehungert, sie von der medizinischen Versorgung abgeschnitten und verschiedene Waffenruhen nicht eingehalten. So der Tenor vieler fr&uuml;herer Berichte. Das war nur die halbe Wahrheit, wie jetzt ein Bericht vor Ort von Roland Strumpf im ZDF heute vom Ostersonntag zeigte.<br>\nZwar kamen bei den Angriffen der Russen und des Assad-Regimes nach Angaben der Hilfsorganisation &laquo;&Auml;rzte ohne Grenzen&raquo; mindestens 1000 Zivilisten ums Leben und rund 5000 weitere wurden verletzt. Teile von Ost-Ghouta sind fast vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt. Eine &auml;hnlich unertr&auml;glich schreckliche Situation also wie im syrischen Aleppo und irakischen Mossul.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Ost-Ghouta-400000-waren-Geiseln-islamistischer-Gruppen\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Politik blendet die Schattenseiten der digitalen Revolution aus<\/strong><br>\nDer Datensammelwut von Facebook und Co. m&uuml;ssen Grenzen gesetzt werden. Doch die Bundesregierung schweigt sich aus. Leisten wir endlich Widerstand!<br>\nDer Facebook-Skandal ist nur ein kleiner Ausschnitt eines viel weiter reichenden Ph&auml;nomens. Was sind schon 50 Millionen Daten bei Cambridge Analytica; diese Firma handelt mit Hunderten Millionen Daten, andere tun es auch. Die Welt ist zunehmend einem &Uuml;berwachungssystem ausgeliefert. Dieses wird betrieben unter anderem von Datengiganten und Sicherheitsbeh&ouml;rden &ndash; wobei beide kooperieren. Bekannt ist das seit Snowdens Enth&uuml;llungen.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat schon 2008 ein neues IT-Grundrecht definiert. Es ist damit im digitalen Zeitalter angekommen und hat Schutzpflichten des Staates definiert. Allerdings werden diese von der Politik bisher nicht ernst genommen. Die Schattenseiten der digitalen Revolution werden ausgeblendet und einem ungebremsten Fortschrittsglauben untergeordnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aussenansicht-die-grenzen-der-innovation-1.3929445\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Messerangst in Mitteleuropa &ndash; oder: Warum die Kriminalstatistik nur dann n&uuml;tzlich ist, wenn man sie versteht<\/strong><br>\nDamit komme ich zur Polizeistatistik, genauer: Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Sie ist sehr n&uuml;tzlich, allerdings nur, wenn man sie versteht. Um das zu verhindern, gibt es die Pressereferate der Innenministerien und der Polizeigewerkschaften. Bayerische Innenminister im so genannten Wahlkampf sagen, die Zahl der Vergewaltigungen habe sich verdoppelt, wobei sie allerdings vergessen, dass sie die falschen Delikte gez&auml;hlt haben und sich au&szlig;erdem das Recht grundlegend ge&auml;ndert hat. Und Polizeigewerkschafter melden, in Deutschland werde alle dreieinhalb Minuten in eine Wohnung eingebrochen. Das kommt daher, dass das Jahr 525.600 Minuten hat und pro Jahr 150.000 Einbr&uuml;che gemeldet werden. Man k&ouml;nnte auch sagen, dass man in einem der 41 Mio. Haushalte in Deutschland durchschnittlich 273 Jahre warten muss, bis jemand versucht einzubrechen. Aber die erste der beiden bescheuerten Zahlen macht f&uuml;r einen Polizisten einfach mehr her, und au&szlig;erdem ben&ouml;tigt die Qu&auml;lmaschine der Bild-Zeitung t&auml;glich eine Art Quelle f&uuml;r die Nachricht, dass alles immer schlimmer wird au&szlig;er Manuel Neuers Mittelfu&szlig;, und da kommt ein Rum&auml;ne alle dreieinhalb Minuten gerade recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/04\/03\/messerangst-in-mitteleuropa-oder-warum-die-kriminalstatistik-nur-dann-nuetzlich-ist-wenn-man-sie-versteht\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die AfD im Verteidigungsausschuss: Einige kritische Portraits<\/strong><br>\nNicht alle AfD-Mitglieder im Verteidigungsausschuss und ihre Positionen sind bisher genau bekannt. So wird man im einzelnen abwarten m&uuml;ssen. Auff&auml;llig ist, dass unter den f&uuml;nf Mitgliedern des AfD-Verteidigungsausschuss sich zwei Vertreter von R&uuml;stungsunternehmen befinden. Diese d&uuml;rften eher dem marktradikalen AfD-Fl&uuml;gel zuzurechnen sein. [&hellip;]<br>\nDie bereits in Redebeitr&auml;gen im Bundestag vorgetragene Kritik der AfD an Auslandseins&auml;tzen ist nicht in jedem Punkt falsch. Doch im Gegensatz zu linken Antimilitaristen ist das Motiv dieses &sbquo;Nationalpazifismus&lsquo; ein anderes. Es ist dasselbe wie es fr&uuml;her die NPD mit ihrer Parole &bdquo;Kein deutsches Blut f&uuml;r fremde Interessen!&ldquo; zusammenfasste. Man ist nicht grunds&auml;tzlich gegen Kriege oder Auslandseins&auml;tze, aber man ist nicht von deren Sinn nicht &uuml;berzeugt. Man ist nicht antimilitaristisch, sondern promilitaristisch, allerdings will man einen Militarismus in alter Tradition. (&hellip;)<br>\nKurzum: Ziel sind mehr nationalistischer Pathos und preu&szlig;ischer Drill in der Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/04\/04\/die-afd-im-verteidigungsausschuss-einige-kritische-portraits\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein paar S&auml;tze zu Marx<\/strong><br>\nIch verachte als alter Humanist und Aufkl&auml;rer, als alter Sozi, Freiheitsfanatiker und Anarchist jede Form von Herrschaft &ndash; und vor allem Personenkult zutiefst. Menschen, die vor anderen auf die Knie fallen, symbolisch oder real, widern mich regelrecht an. Aber ich habe gro&szlig;en Respekt vor Menschen, deren Wirken diese Welt etwas weniger unmenschlich, etwas freundlicher, etwas sch&ouml;ner, etwas aufgekl&auml;rter hinterl&auml;sst. Und das trifft f&uuml;r wissenschaftlich-analytische Leistungen wie die von Karl Marx ebenso zu wie f&uuml;r viele k&uuml;nstlerische Artefakte, die Skulpturen und Gem&auml;lde Leonardo da Vincis, die Symphonien Gustav Mahlers oder John Coltranes &bdquo;Naima&ldquo; &ndash; oder auch &sbquo;nur&lsquo; die Leistung eines Koches oder einer K&ouml;chin, den Bekochten das L&auml;cheln kulinarischer Begl&uuml;ckung oder auch nur gestillten B&auml;renhungers aufs Antlitz zu zaubern. Marx war ein Arbeitstier vor dem Herrn, der Inbegriff eines Universalgelehrten, ein messerscharf denkender Analytiker und ein Humanist und Aufkl&auml;rer, wie es in der Menschheitsgeschichte kaum einen zweiten gab &ndash; daf&uuml;r von der politischen Reaktion durch halb Europa gejagt und verfolgt, oft krank, immer in Geldnot. Marx hat mein geistiges und politisches Leben beeinflusst wie nur wenige andere Denker. Was soll ich sagen? Ich sage einfach mal: danke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.egbert-scheunemann.de\/Ein-paar-Saetze-zu-Marx-Scheunemann.pdf\">Egbert Scheunemann [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert, auch wenn man die Bewunderung nicht teilt und sich nicht wie der Autor Karl Marx &uuml;ber den Schreibtisch h&auml;ngen w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Soziale Spaltung und Rechtspopulismus<\/strong><br>\nF&uuml;r den Armutsforscher Christoph Butterwegge l&auml;sst sich der moderne Rechtspopulismus nicht ohne den Siegeszug des Neoliberalismus verstehen. Sind wir &ldquo;auf dem Weg in eine andere Republik?&rdquo; Dieser Frage geht sein neuer Sammelband nach. Kontext ver&ouml;ffentlicht ein Kapitel vorab.<br>\nDer moderne Rechtspopulismus und -extremismus l&auml;sst sich nur im Kontext einer zunehmenden Weltmarktdynamik verstehen. In diesem Zusammenhang spielt der Neoliberalismus eine Schl&uuml;sselrolle. Staat und Gesellschaft leiden gegenw&auml;rtig vor allem unter der massiven Entwertung bzw. einer tiefen Sinnkrise des Sozialen, die den geistigen N&auml;hrboden des Rechtspopulismus bildet und aus vier Teilprozessen besteht.<br>\nDie erste Entwicklungstendenz m&ouml;chte ich als &Ouml;konomisierung des Sozialen bezeichnen. Bef&ouml;rdert wird sie durch den Neoliberalismus, also eine Wirtschaftstheorie, die ganz auf den Markt setzt und l&auml;ngst aus einer blo&szlig;en Wirtschaftstheorie zu einer alle Poren der Gesellschaft durchdringenden Weltanschauung, ja zu einer politischen Zivilreligion avanciert ist. Alles, was das Soziale betrifft, wird mehr und mehr einem &ouml;konomischen Kalk&uuml;l unterworfen. Um den &ldquo;Um-&rdquo; bzw. Abbau des Sozialstaates zu legitimieren, stellt der Neoliberalismus bisher allgemein verbindliche Gleichheits- und Gerechtigkeitsvorstellungen auf den Kopf. Galt fr&uuml;her der soziale Ausgleich zwischen den Klassen und Schichten als erstrebenswertes Ziel staatlicher Politik, so steht heute nach offizieller Lesart den Siegertypen alles, den &ldquo;Leistungsunf&auml;higen&rdquo; oder &ldquo;-unwilligen&rdquo; h&ouml;chstens das Existenzminimum zu. Das widerspricht &uuml;brigens dem Grundgesetz, in dessen Artikeln 20 und 28 es hei&szlig;t, die Bundesrepublik Deutschland sei ein sozialer Bundes- beziehungsweise Rechtsstaat. Dort steht eben nicht: &ldquo;Sie ist dann ein Sozialstaat, wenn das dem Wirtschaftsstandort Deutschland n&uuml;tzt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/366\/soziale-spaltung-und-rechtspopulismus-5006.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Armut, die sich lohnt<\/strong><br>\nAusgerechnet jetzt, wo sich eine l&auml;ngst &uuml;berfl&uuml;ssige Debatte &uuml;ber Hartz IV formt, werden die Florida-Rolfs (Kampagne der Bild im Jahr 2003) wieder hervorgezerrt. Wenige Tage nach der zynischen Behauptung von CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, Hartz IV bedeute nicht Armut, weicht das Entsetzen dar&uuml;ber offenbar der medialen Emp&ouml;rung &uuml;ber sogenannte Sozialschmarotzer. &bdquo;Hartz IV lohnt mehr als Arbeit&ldquo;, titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung im Wirtschaftsteil. &bdquo;Wer arbeitet, muss sich in vielen F&auml;llen schon sehr stark anstrengen, damit er ohne staatliche St&uuml;tze mehr Einkommen als ein arbeitsloser Hartz-IV-Bezieher hat&ldquo;, hei&szlig;t es dort. Damit opponiert das Blatt gegen eine Erh&ouml;hung der Hartz-IV-S&auml;tze. F&uuml;r die FAZ haben die Sozialstaatshasser vom neoliberalen &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo; eine Rechnung aufgestellt: Eine vierk&ouml;pfige Familie mit zwei Kindern, die von Arbeitslosengeld II leben muss, bekomme monatlich etwa 1.930 Euro. Eine Familie mit einem Bruttoeinkommen von 2.540 Euro genauso viel. Viele Zeitungen &uuml;bernahmen die Nachricht, obwohl die Zahlen des Steuerzahlerbunds falsch sind: Denn bei seiner Rechnung hat er das Kindergeld unter den Tisch fallen lassen. Das allerdings wird bei ALG-II-Empf&auml;ngern mit den Leistungen verrechnet, die Familie mit Arbeitseinkommen hat monatlich fast 400 Euro mehr.<br>\nSollen die Deutschen wieder auf Kurs gebracht werden, damit weiter am Hartz-IV-System festgehalten werden kann? Das hat ja schon einmal bestens funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/armut-die-sich-lohnt\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Neue Software: F&uuml;r h&ouml;heren Spritverbrauch!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6697\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<p><strong>dazu: Obamas Auto-Umweltstandards &ldquo;zu hoch&rdquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here US-Pr&auml;sident Barack Obama hatte ehrgeizige Ziele in Sachen Klimaschutz: Doch die Regierung seines Nachfolgers Donald Trump will die Auflagen f&uuml;r Spritverbrauch und Emissionen neuer Fahrzeuge wieder lockern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/obamas-auto-umweltstandards-zu-hoch\/a-43228972\">DW<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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