{"id":4334,"date":"2009-11-13T09:01:52","date_gmt":"2009-11-13T08:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4334"},"modified":"2009-11-16T10:01:46","modified_gmt":"2009-11-16T09:01:46","slug":"hinweise-des-tages-1019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4334","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU-Spitzen&auml;mter, Raubtierkapitalismus oder Streichelzoo, wie Finanzlobbyisten Gesetze machen, Kommentare zum bevorstehenden SPD-Parteitag, Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stiftung, R&ouml;slers Mottenkiste, Staatssekret&auml;ris bei Westerwelle, zum Freitod des Torwarts und der Ethik (MB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU-Spitzen&auml;mter: Vertagtes Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Raubtierkapitalismus oder Streichelzoo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Wie Finanzlobbyisten Gesetze machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">B&uuml;rgerkriegsman&ouml;ver <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zum bevorstehenden SPD-Parteitag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Stellenbewerber: Berlin stellt intime Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stiftung zahlt Tafelrunde mit dem K&ouml;nig, Staatsanwalt ermittelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wirtschaftsethik: Warum Egoismus im Gesch&auml;ftsleben schadet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Hubert Ulrich: Lafontaine wollte Rot-Rot-Gr&uuml;n nie wirklich <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">R&ouml;slers Mottenkiste &ndash; Reform des Gesundheitssystems mit Uralt-Ideen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Staatssekret&auml;ritis: Verst&auml;rkung f&uuml;r den Herrn Vizekanzler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hunger hindert Kinder an normaler Entwicklung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Klinikum &uuml;bernimmt Medigreif-Betriebsgesellschaft <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: DGB warnt vor Kahlschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Hei&szlig;er Herbst an den Unis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der Freitod eines Torwarts und die Ethik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4334&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Spitzen&auml;mter: Vertagtes Chaos <\/strong><br>\nDie Gr&auml;ben zwischen den EU-Staaten im Streit um die Kandidaten f&uuml;r die neuen Spitzen&auml;mter werden immer gr&ouml;&szlig;er. Der schwedische EU-Vorsitzende wirkt &uuml;berfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/840\/494180\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Raubtierkapitalismus oder Streichelzoo<\/strong><br>\nPolitiker-Motto: Lieber l&auml;cheln und l&uuml;gen als Opfer unangenehmer Wahrheiten zu werden. Die politische Klasse ist feige, weil wir es als B&uuml;rger sind. Folglich werden die symbolischen Infrarotstrahler angestellt im Streichelzoo Deutschland. (&hellip;) Einmal die Woche schaut auch der Tierarzt vorbei, ohne Praxisgeb&uuml;hr, versteht sich. Und f&uuml;r das Familienleben und allf&auml;lligen Sex werden einem hinter den Gitterst&auml;ben, die die Welt bedeuten, die Weibchen aus anderen Zoos zugef&uuml;hrt. Zur Unterhaltung gibt es statt Super RTL jenseits der St&auml;be t&auml;glich neu die Show dummer Gesichter, die verz&uuml;ckt glotzen. Mal ehrlich, was will man mehr? Jedenfalls nicht die sogenannte Freiheit der Raubtiersavanne mit dem Kampf aller gegen alle. Die Vision der Sozis vom freien Leben und einer gerechten Gesellschaft ist die Sozialstaatsidylle. Man will entm&uuml;ndigt bleiben, wenn sich Papa Staat nur zu k&uuml;mmern bereit ist. Auch weil man tief im Herzen froh ist, Bambi oder Kaninchen nicht L&ouml;we oder Schakal zu sein. Gabriel soll nun erkl&auml;ren, dass dieses schwedische Modell der staatsgesch&uuml;tzten Idylle am Ende ist. Er muss damit drohen, die K&auml;fige zu &ouml;ffnen. Ob ihm die Kaninchen folgen? Wird die SPD jetzt Freiheit und Recht &uuml;ber die Illusion einer allseitigen sozialen Gerechtigkeit stellen? Ich hoffe es. Ich bef&uuml;rchte aber, er wird scheitern. Seine W&auml;hler wollen nicht verstehen, dass es sich ausgeknutscht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2073943_Kolumne-Raubtierkapitalismus-oder-Streichelzoo.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In einem kurz gehaltenen Artikel habe ich in dieser geballten Menge selten so viel geistigen D&uuml;nnsch***ss gelesen. Und dieser &ldquo;Professor&rdquo; Klaus Kocks besitzt auch noch die Dreistigkeit, sich von der aus seiner Sicht strutzdummen Bev&ouml;lkerung als Bediensteter im &ouml;ffentlichen Dienst aushalten zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie Finanzlobbyisten Gesetze machen<\/strong><br>\nEine am 5. November in Br&uuml;ssel pr&auml;sentierte Studie des NGO-Netzwerks ALTER-EU zeigt nach einer Mitteilung von Attac detailliert, wie Finanzlobbyisten in der Europ&auml;ischen Union Gesetze mitgestalten. Danach kommt die gro&szlig;e Mehrheit der Berater der Europ&auml;ischen Kommission im Finanzbereich aus jenen Banken und Unternehmen, die f&uuml;r die Finanzkrise mitverantwortlich sind. Die Studie &ldquo;Die Kommission der Konzerne &ndash; die Rolle der Finanzindustrie bei der EU-Gesetzgebung&rdquo; belegt laut Attac, dass die Kommission sich vor, w&auml;hrend und selbst nach der Finanzkrise fast ausschlie&szlig;lich von Finanzlobbyisten beraten lie&szlig;: &bdquo;Die 19 Expertengruppen f&uuml;r Finanzpolitik werden von Vertretern der Finanzindustrie dominiert. Sie machen die Vorschl&auml;ge zur Regulierung von Banken, Hedge Fonds und Steueroasen, zu Rating Agenturen und Bilanzierungsvorschriften. Ihre Anzahl &uuml;bertrifft zahlenm&auml;&szlig;ig sogar jene der europ&auml;ischen Beamten in diesem Bereich. Wissenschaftler, Verbraucherverb&auml;nde und Gewerkschaften sind hingegen deutlich unterrepr&auml;sentiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14450&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>B&uuml;rgerkriegsman&ouml;ver <\/strong><br>\nBerichte von einem Man&ouml;ver in Bayern lassen konkrete Planungen der Bundeswehr f&uuml;r Kampfeins&auml;tze im Inland erkennen. Gegenstand der Meldungen ist eine Milit&auml;r&uuml;bung in der N&auml;he des bayerischen Ortes Schwarzenbach am Wald, der ein b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliches Szenario zugrunde lag. Dabei wurden der Umgang mit demonstrierenden Friedensaktivisten sowie die Verteidigung einer inl&auml;ndischen Radarstation gegen schwer bewaffnete &ldquo;Terroristen&rdquo; trainiert. An der &Uuml;bung beteiligt waren neben Soldaten und Reservisten des &ldquo;Landeskommandos Bayern&rdquo; auch zivile Rettungs- und Sanit&auml;tsdienste. Das Man&ouml;ver, das bereits im Oktober stattfand, widerlegt die von Berlin vorgebrachte Behauptung, die &ldquo;zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit&rdquo; im Inland diene nur der Hilfeleistung bei besonders schweren Ungl&uuml;cksf&auml;llen und Naturkatastrophen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57669\/print?PHPSESSID=eogjc2gfsi106f3vlgoe2ltq30\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zum bevorstehenden SPD-Parteitag<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auch die SPD kommt nicht an den Kr&auml;ften des Marktes vorbei<\/strong><br>\nAuch die neue SPD-F&uuml;hrung hat noch nicht realisiert, dass man gerade jugendliche W&auml;hler mit der Verhei&szlig;ung staatlichen Schutzes in die Flucht schl&auml;gt, statt sie anzuziehen. Die tumbe Opel-Aktion war genau die Mischung aus Populismus und Staatsdilettantismus, die so abschreckend wirkt. Die SPD scheint &uuml;berhaupt keine Antennen mehr daf&uuml;r zu haben, dass die Stimmungslage sich gewaltig ge&auml;ndert hat, staatliche Gro&szlig;organisationen kein Vertrauen mehr einfl&ouml;&szlig;en. Auch deshalb hat die FDP mitten in der sch&auml;rfsten Krise der Nachkriegszeit bei j&uuml;ngeren W&auml;hlern so gut, teilweise besser abgeschnitten als die SPD, haben die Sozialdemokraten an Union und FDP deutlich mehr Stimmen verloren als an die Linkspartei. Dennoch reden Nahles &amp; Co. so, als seien die Rente mit 67 und Hartz IV die Schuldigen. Man kann den Markt ignorieren. Seinen Kr&auml;ften, in diesem Fall denen des Marktes f&uuml;r Meinungen, kann sich aber niemand entziehen. Sollte die SPD das nicht bald verstehen, wird sie sich 2013 freuen k&ouml;nnen, wenn sie noch auf 23 Prozent kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kolumnen\/_b=2482504,_p=293,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Da kommt es doch entscheidend darauf an, welche jugendlichen W&auml;hler\/innen Autor Thomas Hanke kennt und mit welchen er sprach. Vielleicht waren es besonders die Desinformierten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>M&uuml;ntefering, das trotzige Kind<\/strong><br>\nDer scheidende SPD-Chef will auch zum Ende seiner Karriere keine Fehler benennen. Der Parteitag in Dresden d&uuml;rfte ihm deshalb keinen allzu gl&auml;nzenden Abschied bereiten. Es w&auml;re nicht peinlich, sondern aller Ehren wert, w&uuml;rde er heute zum Abschied einmal selbstkritisch Auskunft geben. Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass M&uuml;nteferings autorit&auml;rer, auf Gefolgschaft, statt auf Diskurs ausgerichteter F&uuml;hrungsstil mit der mangelnden Akzeptanz der Reformen in der SPD w&auml;hrend der vergangenen elf Regierungsjahre zu tun hat. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich &uuml;brigens mit dem Auftreten des schneidigen Peer Steinbr&uuml;ck. Wer wie der damalige Finanzminister die eigenen Leute als &bdquo;Heulsusen&ldquo; beschimpft oder den Rentnern zur Ferienzeit einen Urlaubsverzicht nahelegt, mag seinem Ego einen Gefallen tun, der Sache aber nicht. &Uuml;berhaupt stellt sich f&uuml;r die Sozialdemokratie in Dresden die Frage, warum es die Schr&ouml;der-SPD in ihren Regierungsjahren gegen&uuml;ber der eigenen Klientel oft in so erschreckender Weise an Empathie hat mangeln lassen. Man kann es sich im Nachhinein eigentlich nur damit erkl&auml;ren, dass zu viele in der Parteif&uuml;hrung seinerzeit wirklich an jenen Satz von Gerhard Schr&ouml;der geglaubt haben, wonach es gelte, Mentalit&auml;ten in Deutschland zu &bdquo;brechen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/SPD-Franz-Muentefering;art141,2948431?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich findet der Tagesspiegel den Schr&ouml;derschen Reformismus gut, darum wird auch die Argumentation der damaligen Akteure &uuml;bernommen, die mangelnde Akzeptanz. Aber in der Tat mu&szlig; sich die SPD-Basis, auch die ausgetretene, die Frage gefallen lassen, wie es dazu kommen konnte, dass sie auf solch klassische Aufsteigertypen hereingefallen ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Franz Walter: Die SPD vor dem Parteitag &ndash; sozialdemokratische Einheitspartei<\/strong><br>\nMan erinnert sich noch gut an die verstockten Abwegigkeiten des greisen Erich Honeckers vom August 1989: &ldquo;Den Sozialismus in seinem Lauf, h&auml;lt weder Ochs noch Esel auf.&rdquo; Und nat&uuml;rlich weinte man erkl&auml;rterma&szlig;en auch keinem der Republikfl&uuml;chtigen eine Tr&auml;ne nach. Nun ist die SPD nat&uuml;rlich nicht wie fr&uuml;her die SED; Franz ist nicht Erich. Um so alarmierender allerdings sind die Defekte, die sich in der Sozialdemokratie Jahr f&uuml;r Jahr verst&auml;rkt haben. Die sozialdemokratische Organisation &ndash; einst der ganze Stolz der Partei &ndash; wurde in der vergangenen Dekade nahezu ruiniert. Und niemals im 20.Jahrhundert hat sich in einer solchen Geschwindigkeit die soziale Ungleichheit, also die Diskrepanz zwischen den Eigentumsverh&auml;ltnissen oben und unten so forciert wie in den sozialdemokratischen Regierungsjahren seit 1999. Geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, die keine Zukunfts- und Emanzipationsperspektive bieten, Working Poor und Armut haben, explizit durch sozialdemokratische Regierungspolitik beg&uuml;nstigt, in einem atemberaubenden Tempo zugenommen.<br>\nEs waren keineswegs Phantomschmerzen, welche die Ursache daf&uuml;r bildeten, das sich Hunderttausende Mitglieder und Millionen W&auml;hlern brutal entt&auml;uscht von ihrer Partei abgewandt haben. Die sozialdemokratische Parteif&uuml;hrung indessen schaute unger&uuml;hrt zu. Denn sie hielt ihre Politik dogmatisch f&uuml;r &ldquo;alternativlos&rdquo;, was im Grunde die Attit&uuml;de von verbohrten Ideologen oder engen Apparatschiks, nicht aber von diskursiven Demokraten ist. Die Bilanz der SPD im Herbst f&auml;llt desastr&ouml;s aus. Doch beharrt ihr Noch-Parteivorsitzender in Interviews dieser Tage schmallippig und rechthaberisch darauf, dass die zur&uuml;ckliegenden elf Jahre gut, ein &ldquo;stolzes St&uuml;ck&rdquo; f&uuml;r die SPD waren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/860\/494200\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bei gewissen Themen oder Ereignissen &ndash; wie jetzt dem bevorstehenden SPD-Parteitag &ndash; scheinen sich die Journalisten auf bestimmte Experten zu st&uuml;rzen wie die Bullen aufs Gatter. Heute schafft es der unvermeidliche Professor Franz Walter am gleichen Tag auch in die TAZ und liefert uns u.A. das &uuml;bliche Gedudel von den richtigen Reformen, die falsch kommuniziert wurden. Ach ja, die SPD begann mit dem R&uuml;cktritt von Lafontaine auseinanderzufallen &ndash; h&auml;tten Sie das gedacht &hellip;<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/%5Ckeine-zukunft-als-volkspartei%5C\/?type=98\">TAZ<\/a><br>\n<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Heiliger Kurswechsel!<\/strong><br>\nVor dem Parteitag f&uuml;hrt Frank-Walter Steinmeier unfreiwillig ein wenig Erneuerungsgymnastik auf. Doch seine angebliche Renten-Revision ist eine Zeitungsente. Das Interview mit der Berliner Zeitung, das als Quelle f&uuml;r Steinmeiers angeblichen Schwenk herhalten muss, ist kein Beleg &ndash; sondern die Nachricht eine Ente. Dabei musste das Blatt den SPD-Mann sogar zum Jagen tragen: Ganz am Ende des Gespr&auml;chs wird Steinmeier gefragt, ob er die Sorge hat, dass die Rente mit 67 gekippt werden k&ouml;nnte. Er verneint das zwei Mal bis ihm der blassrote Teppich ausgerollt wird: &bdquo;Im Gesetz zur Rente mit 67 steht f&uuml;r 2010 eine &Uuml;berpr&uuml;fungsklausel. Werden Sie als Oppositionsf&uuml;hrer das Thema im Parlament auf die Tagesordnung setzen?&ldquo;, wird er gefragt. Darauf sagt Steinmeier, er werde sich an das Gesetz halten. Potzblitz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/46\/spd-steinmeier-rente-67-kurswechsel-zeitungsente\/print\">Der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Volkspartei mit leeren H&auml;nden<\/strong><br>\nIm November 1959 verabschiedeten die Sozialdemokraten ihr Godesberger Programm. 50 Jahre sp&auml;ter sucht die Partei wieder nach dem Ausweg aus einer Misere. Doch dazu m&uuml;sste die neoliberale Umverteilung von unten nach oben gebremst werden, denn nicht nur Einkommen wird hier umverteilt, sondern auch Macht. Zunehmend verwandelt sich diese Gesellschaft in eine Plutokratie, in der eine kleine Gruppe Privilegierter sowie eine verunsicherte Mittelschicht einer wachsenden Klasse von Underdogs gegen&uuml;ber steht, die nur noch unwillig alimentiert und ansonsten zum Teufel gew&uuml;nscht wird. Die SPD-F&uuml;hrungsriege, auch Aufsteiger wie etwa Franz M&uuml;ntefering, geh&ouml;ren selbst zu dieser Elite. In Regierungsverantwortung und auch im Parlament hat diese SPD-Mannschaft kr&auml;ftig zur Spaltung der Gesellschaft beigetragen. Nun steht sie SPD mit leeren H&auml;nden da. Aus welchen Quellen will sich die SPD auf ihrem Parteitag in Dresden erneuern? 1959 konnte man in SPD-Dokumenten noch den folgenden Satz lesen: Die kapitalistische Welt kann keine wirkliche Freiheit gew&auml;hren, &bdquo;ohne sich selber und ihr Wesen aufzugeben.&ldquo; Doch diese Bemerkung stand im Stuttgarter Entwurf zum Godesberger Programm &ndash; und wurde gestrichen. Heute w&uuml;rde sie in der SPD vielleicht noch nicht einmal mehr verstanden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/46\/spd-bad-godesberg-waldrich-dresdner-parteitag\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stellenbewerber: Berlin stellt intime Fragen<\/strong><br>\nDas Land Berlin erfasst die Gesundheitsdaten seiner rund 58.000 Angestellten vor der Einstellung mit einem Fragebogen, in dem detaillierte Angaben zu psychischen Krankheiten, Drogenkonsum, Alkoholgenuss und sogar Verh&uuml;tungsmitteln verlangt werden. &ldquo;Nehmen Sie Arzneimittel, zum Beispiel auch Abf&uuml;hrmittel oder die Pille?&rdquo;, hei&szlig;t es im Fragebogen des Landesamts f&uuml;r Gesundheit und Soziales Berlin, der der Frankfurter Rundschau vorliegt. Zudem m&uuml;ssen Bewerber alle behandelnden &Auml;rzte, Psychologen und Heilpraktiker nennen, alle psychischen Erkrankungen &ldquo;mit Zeitangabe&rdquo; und sogar Entbindungen auflisten. Sie sollen auch angeben, seit wann sie in Bezug auf Alkohol &ldquo;abstinent&rdquo; sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2074644_Stellenbewerber-Berlin-stellt-intime-Fragen.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stiftung zahlt Tafelrunde mit dem K&ouml;nig, Staatsanwalt ermittelt<\/strong><br>\nMajest&auml;t Juan Carlos I. gibt sich die Ehre: Dass der spanische K&ouml;nig im Februar &rsquo;06 zu einem Privatbesuch nach Ditzingen reiste, war eine ausgemachte Sensation. Fast vier Jahre nach dem Festmen&uuml; auf Schloss Sch&ouml;ckingen wird der Abstecher zum Fall f&uuml;r die Justiz &ndash; f&uuml;r das Bankett wurde offenbar Spendengeld verprasst. Beim Eintrag von K&ouml;nig Juan Carlos I. ins Goldene Buch der Stadt durfte Ditzingens OB Michael Makurath noch mit dabei sein. Als die illustre G&auml;steschar dann aber beim Festbankett tafelte, sa&szlig; der Rathauschef wieder in seinem B&uuml;ro &ndash; schlie&szlig;lich war zum erlesenen Diner im Schloss nur handverlesene Prominenz geladen. Ein exklusiver Kreis von 26 Vip-G&auml;sten lie&szlig; sich bei Kerzenschein und dezenter Hintergrundmusik zarte Wachtelbrust und selbst geschossenen Rehr&uuml;cken schmecken: Daimler-Chef Dieter Zetsche, Bosch-Aufsichtsrat Tilman Todenh&ouml;fer und Bertelsmann-Chefin Liz Mohn repr&auml;sentierten die Wirtschaft, neben Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz standen unter anderem der Pharma-Produzent Richard Hung und Eon-Chef Wulf Bernotat auf der G&auml;steliste. \n<p>Und: Auch Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther Oettinger lie&szlig; sich den k&ouml;niglichen Besuch nicht entgehen &ndash; schlie&szlig;lich kommt nicht alle Tage ein Staatsoberhaupt ins L&auml;ndle. Den Adel vertraten beim Festbankett die Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein und Carl Herzog von W&uuml;rttemberg &ndash; seine Tochter Fleur ist bekanntlich das Patenkind des spanischen Monarchen. F&uuml;r einen schlichten Rathauschef war bei einer so erlauchten Gesellschaft kein Platz mehr. Inzwischen freilich d&uuml;rfte Makurath froh sein, sich keine unangenehmen Fragen &uuml;bers Ditzinger Prunk-Diner stellen lassen zu m&uuml;ssen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft n&auml;mlich ging bei der Abrechnung der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Feier nicht alles mit rechten Dingen zu. Gastgeber Manfred Osterwald (68) soll die Kosten f&uuml;r Deko und Diner &ndash; nach Informationen dieser Zeitung etwa 100.000 Euro &ndash; nicht aus seiner Privatschatulle bezahlt haben. Statt in die eigene Tasche griff der als Architekt bekannte Ehrensenator offenbar ins Budget einer von ihm gegr&uuml;ndeten Kulturstiftung. Wenn man so will, wurde das k&ouml;nigliche Abendessen von namhaften Unternehmen bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/stn\/page\/detail.php\/2273528\/r_article_print\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Inzwischen wurde dieser Stiftung die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkannt. Dies sollte auch bei manch anderer Stiftung passieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wirtschaftsethik: Warum Egoismus im Gesch&auml;ftsleben schadet<\/strong><br>\nMisstrauen ist ein Motivationskiller erster G&uuml;te: Ein Bonner Forscher beweist mit schlichten Experimenten, wie ein autorit&auml;rer F&uuml;hrungsstil den Unternehmenserfolg gef&auml;hrdet. Wer seine Mitarbeiter fair behandelt, erreicht mehr &ndash; das Menschenbild der g&auml;ngigen Wirtschaftstheorie ger&auml;t ins Wanken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-655217,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hubert Ulrich: Lafontaine wollte Rot-Rot-Gr&uuml;n nie wirklich <\/strong><br>\nDer Fraktionschef der Gr&uuml;nen wehrt sich gegen die &bdquo;Diffamierungskampagne&ldquo; der SPD. Er habe keinen Druck auf Delegierte ausge&uuml;bt, sagte er &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/aufmacher\/lokalnews\/Hubert-Ulrich-Gruene-Saarland-Saarbruecken-Fraktion-Vorwurf-SPD-Jamaika;art27857,3093304\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MG:<\/strong> Mehr Verlogenheit geht wirklich nicht!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>R&ouml;slers Mottenkiste &ndash; Reform des Gesundheitssystems mit Uralt-Ideen <\/strong><br>\nR&ouml;slers Mottenkiste Neue Besen kehren gut? Von wegen. Wer gehofft hatte, mit der neuen Koalition w&uuml;rden auch ein paar neue Ideen in die Politik einziehen, sieht sich entt&auml;uscht. Vor allem die FDP verkauft derzeit eine neoliberale Uralt-Idee nach der anderen als Innovation und soziale Wohltat f&uuml;r das ganze Volk. Auch ihr erst 36 Jahre alter Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler kramte gestern bei seiner ersten Rede im Bundestag tief in der gesundheitspolitischen Mottenkiste.<br>\nDie Kopfpauschale, mit der Kanzlerin Merkel schon 2003 Schiffbruch erlitten hatte, erlebte in seiner Rede ebenso ihre Wiederauferstehung wie das Mantra von den angeblich viel zu hohen Lohnnebenkosten. Die seien f&uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit verantwortlich, verk&uuml;ndete R&ouml;sler, und deshalb m&uuml;sse der Arbeitgeberanteil am Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung eingefroren werden. Rot wurde der Gesundheitsminister hierbei nicht. Dabei sollte auch er wissen, dass sich die deutschen Arbeitskosten allenfalls im europ&auml;ischen Mittelfeld bewegen und vier von f&uuml;nf Jobs in Deutschland von der Binnennachfrage abh&auml;ngen &ndash; also bei ihnen die Lohnnebenkosten nicht konkurrenzverzerrend wirken. Richtig &auml;rgerlich wurde R&ouml;slers Premiere, als er behauptete, mit dem Einfrieren des Arbeitgeberanteils wolle man den Unternehmern nat&uuml;rlich keinen Gefallen tun, sondern nur den Arbeitsmarkt beleben. Wenn an dieser Argumentation irgendetwas Wahres w&auml;re, m&uuml;ssten wir eigentlich bald Vollbesch&auml;ftigung haben, denn an Entlastungen f&uuml;r die Arbeitgeber hat es in den vergangenen Jahren nicht gemangelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=1121625&amp;kat=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Staatssekret&auml;ritis: Verst&auml;rkung f&uuml;r den Herrn Vizekanzler<\/strong><br>\nWie grandios in der Politik manchmal Wahlversprechen gebrochen werden, l&auml;sst sich an Guido Westerwelle wieder sehr sch&ouml;n nachweisen. Vor der Wahl hie&szlig; es im &ldquo;Liberalen Sparbuch&rdquo; zum Einzelplan 05 des Ausw&auml;rtigen Amtes der FDP-Bundestagsfraktion, man wolle einen Staatssekret&auml;r einsparen. W&ouml;rtlich stand da:  &ldquo;Geringerer Ansatz wegen Einsparung eines Staatssekret&auml;rs. Einsparungen dienen der Entlastung der B&uuml;rger&rdquo;. Jetzt wurde &uuml;ber den Verbleib einer dritten Staatssekret&auml;rsstelle im Ausw&auml;rtigen Amt entschieden &ndash; und zwar in die andere Richtung. Der bisherige B&uuml;roleiter des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, Martin Biesel, wurde in dieser Woche auf den Posten gehoben. Er soll haupts&auml;chlich die f&uuml;nf FDP-Minister koordinieren. Kaum sind die Liberalen im Amt, haben ihre Sparank&uuml;ndigungen also nur noch Erinnerungswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-660458,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hunger hindert Kinder an normaler Entwicklung<\/strong><br>\nRund 200 Millionen Kinder unter f&uuml;nf Jahren k&ouml;nnen sich nicht normal entwickeln, weil sie unterern&auml;hrt sind. Viele bleiben durch die Unterern&auml;hrung auch geistig zur&uuml;ck und ein Leben lang anf&auml;llig f&uuml;r Krankheiten, mahnt ein neuer Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Jeder dritte Todesfall bei unter F&uuml;nfj&auml;hrigen in Entwicklungsl&auml;ndern hat demnach mit der unzureichenden Ern&auml;hrung von Kind oder Mutter zu tun, hei&szlig;t es in dem Report &ldquo;Tracking Progress on Child and Maternal Nutrition&rdquo;. Vor knapp 20 Jahren waren vier von zehn unter F&uuml;nfj&auml;hrigen in Afrika und Asien durch Unterern&auml;hrung k&ouml;rperlich oder geistig zur&uuml;ckgeblieben. Heute sind es immer noch drei von zehn. In Asien sank die Zahl der betroffenen Kinder von 44 auf 30 Prozent, in Afrika von 38 auf 34 Prozent. Prozentual allerdings liegt Afghanistan an der Spitze: In dem seit mehr als zwei Jahrzehnten umk&auml;mpften Land sind 59 Prozent aller Kinder unter f&uuml;nf Jahren durch Unterern&auml;hrung m&auml;&szlig;ig bis schwer in ihrer k&ouml;rperlichen und geistigen Entwicklung eingeschr&auml;nkt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=au&amp;dig=2009%2F11%2F12%2Fa0108&amp;cHash=c582cbfcc6\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.unicef.org\/media\/media_51692.html\">Unicef<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Klinikum &uuml;bernimmt Medigreif-Betriebsgesellschaft <\/strong><br>\nDer private Krankenhausbetreiber Rh&ouml;n-Klinikum beteiligt sich sich zum 1. Januar 2010 mit 94% an der Medigreif-Betriebsgesellschaft f&uuml;r Krankenh&auml;user und integrative Gesundheitszentren mbH. Damit werde das Versorgungsnetz des Unternehmens um f&uuml;nf akutstation&auml;re Einrichtungen sowie zwei Medizinische Versorgungszentren erweitert, teilte die Rh&ouml;n-Klinikum AG am Mittwoch mit. Der entsprechende Vertrag sei am Berichtstag notariell beglaubigt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2009-11\/15447939-rhoen-klinikum-uebernimmt-medigreif-betriebsgesellschaft-015.htm\">Finanznachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: DGB warnt vor Kahlschlag<\/strong><br>\nDer DGB warnt vor einem Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik. Anl&auml;sslich der krisenbedingt prognostizierten L&uuml;cken im Haushalt der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit d&uuml;rfen die Mittel f&uuml;r die Arbeitsf&ouml;rderung nicht zur&uuml;ckgefahren werden. &ldquo;In der Krise erweist sich die Arbeitslosenversicherung als einer der wichtigsten Konjunkturstabilisatoren&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/2009\/11\/adamy_bundesanstalt_fuer_arbeit.pdf\/\">DGB [PDF &ndash; 14.2 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hei&szlig;er Herbst an den Unis<\/strong><br>\nDie Proteste f&uuml;r bessere Lern- und Studienbedingungen gehen in die n&auml;chste Runde. Besetzungen haben begonnen, weitere Aktionen sind geplant &ndash; nicht nur in Deutschland. In 30 L&auml;ndern haben Initiativen unter dem Slogan &ldquo;Education is not for sale&rdquo; zu Aktionen aufgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/46\/bildungsstreik-hochschule-studierende-schueler-besetzung-bildungsproteste\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Freitod eines Torwarts und die Ethik<\/strong><br>\nAls am gestrigen Abend die Meldung vom Freitod des deutschen Fu&szlig;ball-Nationaltorwarts Robert Enke &uuml;ber die Ticker ging, lie&szlig; sich bereits ahnen, welche Vorstellung ab heute im Medienzirkus gegeben wird. Der bedauerliche Freitod eines jungen Mannes, der offensichtlich dem horrendem Druck des Profisports nicht mehr gewachsen war, verkauft sich nat&uuml;rlich gut. Wer in den Medien nun auf einen Funken Selbstkritik wartet, der wartet freilich vergebens. Auch die Verantwortlichen aus dem Umfeld des Fu&szlig;balls trauern auff&auml;llig laut &ndash; auch hier, keine Spur von Selbstkritik. Stattdessen wird der Voyeurismus des P&ouml;bels schamlos bedient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1147\/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: EU-Spitzen&auml;mter, Raubtierkapitalismus oder Streichelzoo, wie Finanzlobbyisten Gesetze machen, Kommentare zum bevorstehenden SPD-Parteitag, Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stiftung, R&ouml;slers Mottenkiste, Staatssekret&auml;ris bei Westerwelle, zum Freitod des Torwarts und der Ethik (MB)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4334","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4334"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4334\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}