{"id":43349,"date":"2018-04-06T16:29:50","date_gmt":"2018-04-06T14:29:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349"},"modified":"2018-04-06T16:29:50","modified_gmt":"2018-04-06T14:29:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-339","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h01\">Puigdemont-Entscheidung ist Ohrfeige f&uuml;r Berlin und Madrid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h02\">Protest gegen &ldquo;Deutsche Wohnen&rdquo; in Berlin: Wie Modernisierungen die Mieten in die H&ouml;he treiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h03\">&ldquo;Nicht-arbeitslose&rdquo; Arbeitslose. Ein gar nicht so kleines Beispiel aus den Eingeweiden der Arbeitsmarktstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h04\">Furcht vor Jobverlusten ist wieder da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h05\">Merkel-Kritiker formulieren &bdquo;konservatives Manifest&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h06\">Die Deutsche Bank kappt die Bande zur deutschen Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h07\">Gleiche Rechte unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h08\">Die Pflegel&uuml;cke l&auml;sst sich nicht mehr mit Ausl&auml;ndern schliessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h09\">T&auml;tern ein Gesicht geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h10\">Amerikas Drohnenkrieger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h11\">Nach Drehbuch: Politische Justiz in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h12\">&ldquo;Roseanne&rdquo;: Feels Like Home<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h13\">ARD-B&ouml;rsensendung: Fernsehen f&uuml;r die Parallelgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h14\">Die SPD w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43349#h15\">Das Letzte: Das Skripal-Desaster<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Puigdemont-Entscheidung ist Ohrfeige f&uuml;r Berlin und Madrid<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hatte sich in allen Phasen des Konflikts um die katalanischen Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen hinter die ultra-konservative Regierung Rajoy gestellt und Spanien zu einem 100-prozentigen Rechtsstaat erkl&auml;rt. Dass die Verfolgungen von katalanischen Politikern durch Madrid innerhalb der EU auf Grundlage eines vordemokratischen Rebellions-Vorwurfs offensichtlich unbegr&uuml;ndet sind, ist nun auch richterlich festgehalten.<br>\nEs ist jetzt an der Zeit, die Spanien-Politik der Bundesregierung neu zu justieren. Im Katalonienkonflikt, der vor allem durch die starre Haltung der regierenden Partido Popular in Madrid, der Schwesterpartei der CDU\/CSU, so weit eskaliert ist, sollte die Bundesregierung die Initiative f&uuml;r eine internationale Vermittlung ergreifen. Als Experten f&uuml;r Verfassungsfragen bietet sich hier etwa die Venedig-Kommission des Europarates an.<br>\nDie spanische Justiz hat immer noch mit dem Erbe der Franco-Zeit zu k&auml;mpfen. Dies dr&uuml;ckt sich auch in wiederholten Urteilen des Europarates und von Amnesty International aus, die nach wie vor Folter und erniedrigende Behandlung in spanischen Gef&auml;ngnissen attestieren. Vertr&auml;ge mit der Franco-&Auml;ra, wie etwa die Rentenzahlungen f&uuml;r die Blaue Division, geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand. Anstatt dem K&ouml;nigreich Spanien einen Blankocheck zu erstellen, sollte die Bundesregierung die Bestrebungen zur demokratischen Erneuerung in Spanien unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.andrej-hunko.de\/presse\/4032-puigdemont-entscheidung-ist-ohrfeige-fuer-berlin-und-madrid\">Andrej Hunko<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Protest gegen &ldquo;Deutsche Wohnen&rdquo; in Berlin: Wie Modernisierungen die Mieten in die H&ouml;he treiben<\/strong><br>\nDie &ldquo;Deutsche Wohnen&rdquo; wolle sie ausquetschen wie Zitronen, klagen Mieter &uuml;ber Berlins gr&ouml;&szlig;tes privates Wohnungsunternehmen. Und w&auml;hrend der Konzern einen Milliardengewinn einf&auml;hrt, bangen Mieter um den Verbleib in ihrem Kiez.<br>\nEin schlichter Mehrzwecksaal in der Otto-Suhr-Siedlung in Berlin-Kreuzberg. 35 Mieter sind zusammengekommen, um ihrem &Auml;rger freien Lauf zu lassen. Dar&uuml;ber, dass die Betriebskosten wieder einmal viel zu hoch und die Fenster undicht sind, und dar&uuml;ber, dass seit drei Tagen die Heizung nicht geht.<br>\n&ldquo;Das ist ja nicht das erste Mal, dass die Heizung ausf&auml;llt. Aber f&uuml;r anderes ist Geld da, aber f&uuml;r die Instandsetzung der Heizung, die sollen Sie mal, was gebraucht wird, das sollen sie machen, aber Wohnungen aufstocken, daf&uuml;r ist Geld da, aber f&uuml;r die notwendigsten Sachen, dass die Leute nicht frieren m&uuml;ssen, ich muss doch nicht bei 17 Grad minus frieren, das ist doch eine Schweinerei so was.&rdquo;<br>\n&ldquo;Michael, wir nehmen det ja gerne zur Kenntnis. Aber wir sind doch nicht der Vermieter.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ne, das wei&szlig; ich doch.&rdquo;<br>\nNein, der Vermieter ist die Deutsche Wohnen, der gr&ouml;&szlig;te private Vermieter in der Hauptstadt. 110.000 Wohnungen hat sie in ihrem Portfolio. 1700 davon in der Otto-Suhr-Siedlung, einer jener schmucklosen Sozialbausiedlungen der Nachkriegszeit. Doch weil die Lage der Siedlung &auml;u&szlig;erst attraktiv ist, direkt an der Grenze zum Bezirk Mitte, hat die Deutsche Wohnen Gro&szlig;es mit ihr vor. Sie will die Siedlung umfangreich energetisch sanieren und modernisieren. Will bei einigen Geb&auml;uden zudem die Dachgeschosse ausbauen. Die Mieter sind verunsichert, bef&uuml;rchten Mietsteigerungen in erheblichem Ma&szlig;e. Und fragen sich: Wof&uuml;r? F&uuml;r l&auml;ngst notwendige Instandsetzungsarbeiten oder f&uuml;r Luxus-Modernisierung? Dieser Mieter hat bereits neue Isolierglasfenster eingebaut bekommen. Das Ergebnis, sagt er, ist verheerend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/protest-gegen-deutsche-wohnen-in-berlin-wie.1001.de.html?dram:article_id=414665\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Wohnungsnot in M&uuml;nchen: &ldquo;Die werden dich immer rausbekommen&rdquo;<\/strong><br>\nIn M&uuml;nchen sind die Mieten sehr hoch und die Preise steigen: Durch Luxussanierungen und Zweckentfremdung wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Viele Mieter f&uuml;hlen sich ausgeliefert und machtlos. [&hellip;]<br>\nDie Stadt M&uuml;nchen will sich jedenfalls auch beim Bund daf&uuml;r einsetzen, dass Vermieter bei Modernisierungen nicht mehr unbefristet elf Prozent auf die Miete aufschlagen k&ouml;nnen. Denn oft genug k&ouml;nnen sich die Bewohner die neue Miete nicht mehr leisten. Viele werden auch knallhart entmietet. So, wie Juliane Faber, die in Wirklichkeit anders hei&szlig;t. Sie wohnte jahrelang mit ihrem Partner in einem gro&szlig;en Mehrfamilienhaus in der M&uuml;nchner Innenstadt. Dann wurde das Haus verkauft, es sollte in Eigentumswohnungen aufgeteilt und luxussaniert werden.<br>\n&ldquo;Am Anfang haben wir uns gedacht, ja von wegen, wir lassen uns doch hier nicht einfach rauskriegen, das schafft ihr niemals, wir k&auml;mpfen, auf jeden Fall.&rdquo;<br>\nSie nahmen sich einen Anwalt, erfuhren, dass sie in ihrem speziellen Fall zehn Jahre K&uuml;ndigungsschutz hatten. Doch dann kamen die Drohungen, die Briefe, der L&auml;rm, die Bauarbeiten.<br>\n&ldquo;Und wenn du nach Hause kommst von der Arbeit und das Gef&uuml;hl hast, du kommst gar nicht richtig nach Hause weil du in einer Baustelle lebst. Und abends dich dann noch mit den Handwerkern rumschlagen musst, warum jetzt gerade zuf&auml;llig was direkt an deinem T&uuml;rrahmen gemacht werden muss, wo du nach Hause kommst. Und dann noch eine E-Mail oder einen Brief beantworten musst, das ist jetzt nicht schlimm, per se. Aber wenn du das zwei Jahre lang jeden Abend machst, dann ist das sehr schlimm und das wei&szlig; der Vermieter.&rdquo;<br>\nNach zwei Jahren konnten sie nicht mehr, zogen aus &ndash; raus aus der Innenstadt, die sie sich nicht mehr leisten konnten. Die anderen Mieter waren fast alle vor ihnen gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsnot-in-muenchen-die-werden-dich-immer-rausbekommen.1769.de.html?dram:article_id=414717\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Nicht-arbeitslose&rdquo; Arbeitslose. Ein gar nicht so kleines Beispiel aus den Eingeweiden der Arbeitsmarktstatistik<\/strong><br>\nMan kennt das &ndash; jeden Monat werden in N&uuml;rnberg die Arbeitslosenzahlen verk&uuml;ndet. Und in den vergangenen Jahren gingen die nach unten. Schauen wir auf die aktuellen Werte: F&uuml;r den M&auml;rz 2018 berichtet die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit von knapp 2,46 Millionen Arbeitslosen. Das gesamte Ausma&szlig; der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn knapp 960.000 &ldquo;De-facto-Arbeitslose&rdquo; sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbesch&auml;ftigungsstatistik enthalten, bei der es sich ebenfalls um eine ganz offizielle Statistik handelt, die von der BA ver&ouml;ffentlicht wird. Statt 2,46 Mio. m&uuml;sste also die Untergrenze f&uuml;r von Arbeitslosigkeit betroffene Menschen bei 3,42 Mio. liegen. Und es w&auml;re sch&ouml;n, wenn die Medien endlich diese &ldquo;ehrlichere&rdquo; Zahl verwenden w&uuml;rden, was die meisten aber nicht machen. Wer ist denn faktisch arbeitslos, taucht aber in der kleingerechneten Zahl an &ldquo;offiziellen Arbeitslosen&rdquo; nicht auf? Da waren im M&auml;rz 2018 beispielsweise 713.000 Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen teilnahmen oder 81.000, die gerade am Tag der Z&auml;hlung krank geschrieben waren. Und in der Liste der semantisch verkleisternd als &ldquo;Unterbesch&auml;ftigte&rdquo; titulierten Arbeitslosen, die aber rausgerechnet werden, taucht auch diese, viele sicher erst einmal irritierende Zahl auf: 165.000 &uuml;ber 58-J&auml;hrige, die innerhalb der letzten 12 Monate kein Jobangebot erhielten.<br>\nWas soll das denn, wird der eine oder andere fragen. Arbeitslose z&auml;hlen nicht als Arbeitslose, weil sie kein Jobangebot bekommen haben? Die sind doch trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) weiter arbeitslos? So ist das nat&uuml;rlich auch. Also eigentlich, aber eben nicht statistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/04\/nicht-arbeitslose-arbeitslose.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Furcht vor Jobverlusten ist wieder da<\/strong><br>\nGleich zwei gro&szlig;e Projekte wird die Mindestlohnkommission in diesem Jahr stemmen. Da ist zum einen der Mindestlohn an sich. Laut Gesetz soll die Kommission alle zwei Jahre &uuml;ber &raquo;Anpassungen&laquo; der Lohnuntergrenze beraten. Der letzte Beschluss, den Mindestlohn auf die jetzigen 8,84 Euro anzuheben, fiel im Jahre 2016. In diesem Jahr k&ouml;nnte das Gremium, in dem jeweils drei Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sowie zwei wissenschaftliche Berater sitzen, eine neue H&ouml;he festlegen, die dann zum 1. Januar 2019 in Kraft treten soll.<br>\nZudem soll die Kommission ihren zweiten Bericht zu den Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns bis Ende Juni 2018 pr&auml;sentieren. Insofern k&ouml;nnte die Stellungnahme des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) &uuml;ber &raquo;Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohnes&laquo; einige Anregungen f&uuml;r das Gremium enthalten. Das IAB ist immerhin das offizielle Forschungsinstitut des Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nDie schlechte Nachricht vorweg: Das IAB warnt vor einer &raquo;&uuml;berproportionalen Anhebung des Mindestlohnniveaus&laquo;. Dabei liest sich der Bericht wie eine Aneinanderreihung von Argumenten f&uuml;r eine deutliches Heraufsetzen der Lohnuntergrenze. So habe der Mindestlohn kaum negative Folgen f&uuml;r die Besch&auml;ftigung gehabt, betont das IAB. Zudem sei es &raquo;wenig wahrscheinlich, dass von einer weiteren Anhebung des Mindestlohns ein markanter negativer Besch&auml;ftigungseffekt ausgehen w&uuml;rde, selbst wenn diese &uuml;ber der allgemeinen Lohnentwicklung liegen w&uuml;rde&laquo;, unterstreichen die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1084491.furcht-vor-jobverlusten-ist-wieder-da.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Immer mal wieder wird versucht, den ohnehin mit zu vielen Ausnahmen versehenen (und daher eben nicht fl&auml;chendeckend-g&uuml;ltigen) Mindestlohn mit der Angst vor einem Arbeitsplatzverlust zu verkn&uuml;pfen. Die NachDenkSeiten haben mehrfach darauf hingewiesen &ndash; u.a. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20931\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel-Kritiker formulieren &bdquo;konservatives Manifest&ldquo;<\/strong><br>\nParteiinterne Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen mit einem &bdquo;konservativen Manifest&ldquo; den Druck in der Union auf eine Abkehr der Kanzlerin vom Kurs der Mitte erh&ouml;hen. Ehe und Familie und das Leitbild &bdquo;Vater, Mutter, Kinder&ldquo; seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft, hei&szlig;t es in dem Entwurf, der FAZ.NET vorliegt und der am Samstag bei der Bundesversammlung der vor einem Jahr gegr&uuml;ndeten &bdquo;WerteUnion&ldquo; im baden-w&uuml;rttembergischen Schwetzingen verabschiedet werden soll. Die Kritiker wenden sich auch gegen eine weitere staatliche F&ouml;rderung der &bdquo;ideologisch motivierten Genderforschung&ldquo; sowie gegen Quotenregelungen bei der Besetzung von Stellen. Stattdessen sollten wieder &bdquo;Kompetenz und Bef&auml;higung im Vordergrund stehen&ldquo;.<br>\nIm Gespr&auml;ch mit FAZ.NET forderte der Vorsitzende der &bdquo;WerteUnion&ldquo; Alexander Mitsch den R&uuml;ckzug von Angela Merkel als CDU-Parteivorsitzende. Merkel solle bei der Wahl zum Vorstand im Herbst nicht wieder antreten und so den Weg f&uuml;r eine Erneuerung der Partei freimachen, sagte Mitsch. Die drei Fl&uuml;gel in der Union &ndash; der konservative, der wirtschaftsliberale und der christlich-soziale &ndash; m&uuml;ssten wieder an Profil gewinnen, hei&szlig;t es in dem Manifest. Die Union m&uuml;sse &bdquo;Pers&ouml;nlichkeiten aufbauen, die diese Fl&uuml;gel durch ihr auftreten glaubhaft vertreten k&ouml;nnen&ldquo;. Als m&ouml;gliche Kandidaten f&uuml;r eine Nachfolge Merkels an der Parteispitze nannte Mitsch im FAZ.NET-Gespr&auml;ch unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den fr&uuml;heren CDU-Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/angela-merkel-kritiker-der-kanzlerin-fordern-kurswechsel-15528775.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wunderbar, mit dem neoliberalen Transatlantiker und Black Rock Deutschlandvertreter Merz, w&uuml;rde die Finanzindustrie neben einem Staatssekret&auml;r im Finanzministerium gleich auch den Vorsitzenden der st&auml;rksten Partei in Deutschland stellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Deutsche Bank kappt die Bande zur deutschen Wirtschaft<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ersetzt deutsche Konzernchefs im Aufsichtsrat durch Investmentbanker von der Wall Street. Und das, obwohl Cryan predigt, die Bank solle sich wieder st&auml;rker auf Deutschland konzentrieren. Wie passt das zusammen?<br>\nDie deutsche Industrie wird im neuen Aufsichtsrat der Deutschen Bank nicht mehr vertreten sein. Mit dem fr&uuml;heren Chef von SAP, Henning Kagermann, und dem fr&uuml;heren Vorstandsvorsitzenden von Eon, Johannes Teyssen, verlassen zur n&auml;chsten Hauptversammlung die zwei letzten deutschen Konzernlenker das Aufsichtsgremium von Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Bank. Ersetzt werden sie durch Investmentbanker von der Wall Street. In der am Mittwoch verschickten Einladung zur Hauptversammlung best&auml;tigte die Bank die Namen, &uuml;ber welche die F.A.Z. schon vorab berichtet hatte: Als neue Mitglieder f&uuml;r den Aufsichtsrat schl&auml;gt dessen Vorsitzender Paul Achleitner darin den fr&uuml;heren Vorstandsvorsitzenden der Investmentbank Merrill Lynch John Thain vor sowie die langj&auml;hrige Mitarbeiterin von Morgan Stanley Mayree Clark und die fr&uuml;here IT-Chefin der UBS Michele Trogni.<br>\nAchleitner lobt seine eigenen Wahlvorschl&auml;ge f&uuml;r die Aktion&auml;re mit den Worten: &bdquo;Sie erg&auml;nzen die vielf&auml;ltige Expertise in unserem Aufsichtsrat hervorragend.&ldquo; Unter den Tisch fallen l&auml;sst er dabei aber, dass mit dem Abgang von Kagermann und Teyssen eine uralte Tradition des Hauses komplett beendet wird: Die deutsche Realwirtschaft hat im Aufsichtsrat ihres wichtigsten Kreditinstituts kein W&ouml;rtchen mehr mitzureden. War es &uuml;ber Jahrzehnte Usus, dass die deutschen Vorzeigekonzerne wie Siemens, BASF oder eben SAP ihre verdienten Manager in das Kontrollgremium der Bank entsandten, so kappt Achleitner nun die letzten Bande der einstigen Deutschland AG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-holt-ex-chef-von-merrill-lynch-in-aufsichtsrat-15526645.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Geh&ouml;rt Blackrock bald die ganze Welt?<\/strong><br>\nBlackrock &ndash; schwarzer Felsen: Das w&auml;re ein idealer Name f&uuml;r einen Hollywood-Gruselschocker. Und wenn auf dem Fels der &bdquo;K&ouml;nig der Wall Street&ldquo; regiert, ist das Drehbuch f&uuml;r den Kinohit perfekt. In der Realit&auml;t aber hat das gleichnamige US-Unternehmen in der Gilde der Verm&ouml;gensverwalter Weltruhm und sein Gr&uuml;nder und Chef Larry Fink hat am Kapitalmarkt einen Ruf wie Donnerhall.<br>\nDoch nicht etwa, weil er sich als Diktator aufspielt, sondern weil er sich schlaue Finanzprodukte und -instrumente ausgedacht hat und sein Reich durch kluge &Uuml;bernahmen vergr&ouml;&szlig;erte. Pensionskassen, Lebensversicherer und Versorgungseinrichtungen, aber auch Privatanleger haben Finks Firma mehr als 6000 Milliarden Dollar anvertraut. Sie sehen in Blackrock aber weder einen Pl&uuml;nderer, noch eine Sekte, die irgendwann mit ihrem Geld die Welt kauft, sondern einen professionellen Geldmanager, der h&auml;ufig g&uuml;nstigere Investmentprodukte anbietet als seine Konkurrenten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/die-macht-des-larry-fink-gehoert-blackrock-bald-die-ganze-welt\/21124336.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gleiche Rechte unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nViele Firmen machen wegen schlechter Behandlung von Werksvertragsarbeitern von sich reden. Warum schaffen sie keine Gleichheit unter Arbeitern?<br>\nDie arbeiten aufm Schloss, sagte der Taxifahrer grinsend &uuml;ber einige M&auml;nner mit dunklen Gesichtern, die zusammengedr&auml;ngt an einer Bushaltestelle warteten. &bdquo;Die arbeiten da f&uuml;r acht Euro. Aber dann wird ihnen das Mittagessen abgezogen, obwohl sie gar kein Mittagessen kriegen. Und so arbeiten sie dann f&uuml;r weniger als acht Euro. Man zieht einfach ein paar Sachen ab, f&uuml;r irgendwas. So machen die das.&ldquo;<br>\nDas Schloss stand unweit unseres Ferienhauses und es beherbergte unter anderem ein hochpreisiges Hotel und ein hochpreisiges Restaurant. Wir sahen uns das sp&auml;ter an, unser Ferienhaus stand nur ein paar Meter davon entfernt.<br>\nIch dachte dar&uuml;ber nach, warum gerade an solchen Orten, wo sehr viel Wert auf Renommee und Luxus gelegt wird, am Personal gespart wird. Warum kann sich ein Restaurant, das so anst&auml;ndige Preise verlangt, keine Angestellten leisten, die wenigstens zum gesetzlichen Mindestlohn arbeiten? Ist es einfach nur Unmoral?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5493281\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Pflegel&uuml;cke l&auml;sst sich nicht mehr mit Ausl&auml;ndern schliessen<\/strong><br>\nDie Schweizer werden immer &auml;lter &ndash; doch die Pflegeberufe ziehen immer weniger junge Leute an. Weil auch die Zuwanderer ausbleiben, geraten Heime und Spit&auml;ler in die Bredouille.<br>\nDer Schweiz droht ein Pflegenotstand. Die &laquo;Sonntags-Zeitung&raquo; berichtet, dass es in den letzten Jahren in 299 Alters- und Pflegeheimen zu einem Abbau des qualifizierten Personals gekommen sei &ndash; mit sp&uuml;rbaren Auswirkungen auf die Qualit&auml;t der Pflege. Fast jedes f&uuml;nfte Heim in der Schweiz hat demnach entweder den gesamten Personaletat verkleinert oder Pflegefachleute und Fachangestellte Gesundheit (FaGe) durch Hilfspersonal ersetzt. Bei manchen Institutionen ist das eine Folge des finanziellen Drucks und des Strebens nach Rendite. Doch bei vielen Heimen liegen die Gr&uuml;nde woanders: Sie finden schlicht nicht genug qualifiziertes Personal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/die-auslaender-stopfen-die-pflegeluecke-nicht-mehr-ld.1371584\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>T&auml;tern ein Gesicht geben<\/strong><br>\nKrieg made in Germany: Neues globales Netzwerk gegen Waffenhandel will die Profiteure gewaltsamer Konflikte benennen<br>\nDeutsche Waffen t&ouml;ten weltweit, und das hat Tradition. Nicht nur in den letzten Wochen w&auml;hrend der t&uuml;rkischen Offensive in Syrien kamen hierzulande produzierte R&uuml;stungsg&uuml;ter zum Einsatz, schon vor rund 100 Jahren w&auml;hrend des V&ouml;lkermords an den Armeniern durch das Osmanische Reich war das der Fall. Die Waffenschmieden k&ouml;nnen frohlocken: W&auml;hrend das Kriegsgesch&auml;ft weiter global floriert, laufen nationale Exportrichtlinien ins Leere, und keinen Regierungspolitiker scheint das zu k&uuml;mmern.<br>\nAm Donnerstag hat sich in Berlin das Netzwerk &raquo;Global Net &ndash; Stop The Arms Trade&laquo; (GN-STAT, zu deutsch: Globales Netz &ndash; Stoppt den Waffenhandel) gegr&uuml;ndet. Ein breites B&uuml;ndnis sozialer Akteure will den &raquo;t&ouml;dlichen Entscheidungen&laquo;, die im Bundeskanzleramt zugunsten der heimischen R&uuml;stungsindustrie getroffen werden, entgegentreten. So erkl&auml;rte es der Friedensaktivist J&uuml;rgen Gr&auml;sslin, der unter anderem Sprecher der Kampagne &raquo;Aktion Aufschrei &ndash; Stoppt den Waffenhandel&laquo; ist. Das Ziel des B&uuml;ndnisses seien dabei nicht allein die Recherchen zu R&uuml;stungsexporten, sondern insbesondere auch Aktionen, um diesem m&ouml;rderischen Business Einhalt zu gebieten. Daf&uuml;r sollen sich Friedensaktivisten und Rechtsanw&auml;lte, Journalisten und K&uuml;nstler weltweit zusammenfinden. Seit Donnerstag ist der Onlineauftritt des Netzwerkes in verschiedenen Sprachen im Internet zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/330245.t%C3%A4tern-ein-gesicht-geben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amerikas Drohnenkrieger<\/strong><br>\nIm Zentrum des Films stehen drei US Kriegsveteranen des weitgehend geheimen Drohnenkriegs. Ihre Mitschuld an der T&ouml;tung Unbekannter &ndash; und m&ouml;glicherweise Unschuldiger &ndash; an weit entfernten Kriegsschaupl&auml;tzen l&auml;sst sie nicht zur Ruhe kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Amerikas-Drohnenkrieger\/Das-Erste\/Video?bcastId=799280&amp;documentId=51355134\">ARD<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nach Drehbuch: Politische Justiz in Brasilien<\/strong><br>\nNiemand steht &uuml;ber dem Gesetz! Brasiliens fr&uuml;herer Pr&auml;sident Lula soll f&uuml;r zw&ouml;lf Jahre hinter Gitter wandern. Das Oberste Gericht hat S&eacute;rgio Moro, dem Sheriff von Curtiba, freie Hand gegeben, den Gr&uuml;nder der Arbeiterpartei einzulochen. Dessen Verbrechen wiegen schwer. Begangen hat er sie alle auf Netflix. In der dort k&uuml;rzlich angelaufenen achtteiligen Serie &raquo;Der Mechanismus&laquo; von Jos&eacute; Padilha &uuml;ber die Polizeioperation &raquo;Lava Jato&laquo; ist ein Staatschef, der Lula verk&ouml;rpern soll, als finstere Figur im Mittelpunkt eines hochkriminellen Netzwerkes zu erleben. Doch ein unbestechlicher Ermittlersuperheld und Schwiegermuttertraum ist ihm und seiner Politmafia auf der Spur. Das Spektakel um den Kampf gegen den Krebs der Korruption, welcher den Staat zerfrisst, wird als &raquo;auf wahren Begebenheiten beruhend&laquo; unters Volk gebracht. [&hellip;]<br>\nDie perfekt getimte Netflix-Serie ist Teil einer kollektiven Gehirnw&auml;sche, welche die gro&szlig;en Medien den Brasilianern verordnet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/330281.nach-drehbuch.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Roseanne&rdquo;: Feels Like Home<\/strong><br>\nIn gewisser Weise ist die zehnte &ldquo;Roseanne&rdquo;-Staffel eine soziologische Aufkl&auml;rungsstunde f&uuml;r die eine H&auml;lfte des Landes dar&uuml;ber, wie die andere H&auml;lfte lebt. Man kann daraus einige wertvolle Schl&uuml;sse ziehen. Zu allererst: Amerika ist so offen wie eh und je. Auch die l&auml;ndlichen Trump-Hochburgen haben keine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste mit geschlechts-non-konformen Menschen, Schwulen und Lesben und sind in sozialen Fragen (Her body &ndash; Her choice!) weiterhin bodenst&auml;ndig-progressiv. Sie sind schlicht nicht mehr willens, drei&szlig;ig Jahre wirtschaftliche Vernichtung fortzuf&uuml;hren, die ihren Kindern ein unsteteres, unsichereres Leben aufzwingt als das, das sie selbst trotz aller Widrigkeiten f&uuml;hren konnten, und sie sind zum &Auml;u&szlig;ersten (Donald Trump) bereit, wenn nur ein Hauch Aussicht darauf besteht, das abzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.quotenmeter.de\/n\/100076\/roseanne-feels-like-home\">Quotenmeter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.H.:<\/strong> Eine Kritik zu den neuen &ldquo;Roseanne&rdquo;-Folgen, die in den USA mit gro&szlig;em Erfolg gestartet sind. Die Rezension liefert aber vor allem eine einf&uuml;hlsame und aufgeschlossene Darstellung des Amerikas, das in vielen Bundesstaaten mehrheitlich Trump gew&auml;hlt hat. Dieser Beitrag geht weit &uuml;ber das hinaus, was f&uuml;r die klassischen Medien leider nur ein best&uuml;rztes &ldquo;Roseanne ist nun Trump-Anh&auml;nger&rdquo; war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ARD-B&ouml;rsensendung: Fernsehen f&uuml;r die Parallelgesellschaft<\/strong><br>\nEs hei&szlig;t ja, ARD und ZDF w&uuml;rden zu viel f&uuml;r Minderheiten senden und zu wenig f&uuml;r normale B&uuml;rger. Genau! Wer, au&szlig;er ein paar finanziell Auff&auml;lligen, braucht zur besten Sendezeit den B&ouml;rsenbericht? Ab ins Nachtprogramm! [&hellip;]<br>\nNimmt man also nur die, die direkt Aktien besitzen und auch damit handeln k&ouml;nnen, schrumpft der entsprechende Anteil der Betroffenen an der Bev&ouml;lkerung auf gerade noch knapp sechs Prozent. Was &ndash; nur mal so zum Vergleich &ndash; in etwa dem Bev&ouml;lkerungsanteil der Muslime in Deutschland entspricht. Wobei wir jetzt gar nicht ausmalen wollen, was Horst Seehofer sagt, wenn wir vor der &ldquo;Tagesschau&rdquo; immer den &ldquo;Muslim vor acht&rdquo; gucken m&uuml;ssten. [&hellip;]<br>\nEs war einmal eine Zeit, da gab es in der &ldquo;Tagesschau&rdquo; kurz mal eine Notiz von der B&ouml;rse. Dann kam der New-Economy-Hype. Und die Ma&szlig;gabe ans Volk, dass jetzt alle T- und andere Volksaktien kaufen sollten. Was die Entscheider bei der ARD &ndash; mit etwas Versp&auml;tung &ndash; Ende 2000 ganz offenbar dazu animierte, wochent&auml;glich den B&ouml;rsenbericht ganz schick und prominent gleich vor die &ldquo;Tagesschau&rdquo; zu setzen.<br>\nWobei in der Zwischenzeit bekanntlich nicht nur der Hype sondern auch schon einiges Anlegergeld weg war &ndash; nur die B&ouml;rse im Ersten blieb. Ohne dass die Deutschen dadurch jetzt alle zu Aktienliebhabern wurden. Vielleicht sogar deshalb gerade nicht: Weil ihnen jeden Abend erz&auml;hlt wird, wie irre es da wieder zuging. Und weil die Konzentration des (Aktien-)Reichtums auf die obersten zehn Prozent seither noch zugenommen haben d&uuml;rfte. Parallelgesellschaft.<br>\nNun ist jede Minderheit bei uns nat&uuml;rlich willkommen &ndash; und darf nicht einfach diskriminiert werden. Klar. Und es ist nat&uuml;rlich auch wichtig, dass Unternehmen Geld bekommen; und die Leute was &uuml;ber Wirtschaft lernen. Muss es aber unbedingt B&ouml;rsen-TV sein? Zur besten Sendezeit? Ab ins Nachtprogramm damit! Da, wo Fernsehen f&uuml;r Sonderbares sonst ja auch hin verschoben wird.<br>\nDen freien Platz k&ouml;nnte dann so etwas wie &ldquo;Lohnplus vor acht&rdquo; einnehmen &ndash; aktuelle Berichte dar&uuml;ber, wo es heute mal wieder deutlich mehr Lohn im Betrieb gab. Oder sch&ouml;ne Sonderzahlungen. Von mir aus auch eine tolle neue Erfindung, die der Menschheit hilft. Mehrheitsfernsehen eben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/boerse-im-ersten-fernsehen-fuer-die-parallelgesellschaft-kolumne-a-1201069.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier muss man Fricke voll und ganz zustimmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die SPD w&auml;chst<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr konnte die SPD ihre Mitgliederzahl um &uuml;ber 10.000 steigern. 432.706 Mitgliedern waren es zum Start 2017, am Jahresende z&auml;hlte die Partei 443.152 Mitglieder.<br>\nUnd der Trend h&auml;lt auch im laufenden Jahr an: Abz&uuml;glich der Sterbef&auml;lle und Parteiaustritte verzeichnet die SPD zum 31. M&auml;rz 2018 fast 15.000 zus&auml;tzliche Mitglieder &ndash; insgesamt stieg die Zahl im ersten Quartal auf 457.770. Mehr Mitglieder hat keine Partei in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/die-spd-waechst\/05\/04\/2018\/\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die SPD-Spitze scheint sich zu freuen. Dabei verzeichnet die CDU derzeit kaum weniger Mitgliederzahlen. Das war einmal anders &ndash; und daher sollte sich das Spitzenpersonal der SPD lieber nicht zu sehr freuen: Anfang der 1990er Jahre hatte die SPD n&auml;mlich &uuml;ber 900000 <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1214\/umfrage\/mitgliederentwicklung-der-spd-seit-1978\/\">Mitglieder<\/a> und der Abstand zur CDU war deutlich <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1215\/umfrage\/mitgliederentwicklung-der-cdu-seit-1978\/\">gr&ouml;&szlig;er<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Das Skripal-Desaster<\/strong><br>\nDa es beim Fall Skripal also um so ziemlich alles geht, nur nicht um Skripal, kommt nat&uuml;rlich wieder die deutsche Russlandpolitik auf den Tisch. Und wenn die deutsche Russlandpolitik auf den Tisch kommt, wittert die Linke eine Chance zur Abrechnung. Der Kolumnist Friedrich K&uuml;ppersbusch zum Beispiel d&uuml;rfte vielen von ihnen stellvertretend aus der Seele sprechen, als er in der taz meinte, dass Deutschland &ldquo;eher Russlands Westk&uuml;ste als die Ostk&uuml;ste der USA&rdquo; sei. Sein frommer Wunsch: &ldquo;Es gibt hoffentlich bald eine eigenst&auml;ndige deutsche Au&szlig;enpolitik.&rdquo;<br>\nMan fragt sich, erstens, wozu der Geograf K&uuml;ppersbusch Finnland, Ukraine und Polen z&auml;hlt, wenn Deutschland die russische Westk&uuml;ste markiert und, zweitens, ob ein Linker wie K&uuml;ppersbusch tats&auml;chlich nicht merkt, dass er mit dieser Wortwahl wie ein freundlicher Reichsb&uuml;rger (fremdbestimmtes Deutschland) klingt und die Position der Rechten runterleiert: An dem deutsch-russischen Ausgleich soll Europa also genesen. Geschenkt, dass diese Politik vor knapp 80 Jahren Millionen Menschen in Europa das Leben kostete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2018-04\/diplomatie-grossbritannien-russland-sergei-skripal-kommunikation\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.I.:<\/strong> Weil Nazis und Sowjets so dicke Freunde waren, sind 80 Millionen Menschen gestorben? In welcher Parallelwelt ist denn das passiert? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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