{"id":43375,"date":"2018-04-09T14:51:49","date_gmt":"2018-04-09T12:51:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43375"},"modified":"2018-04-09T15:30:50","modified_gmt":"2018-04-09T13:30:50","slug":"leserbriefe-zu-verschiedenen-artikeln-zum-fall-skripal-und-den-beziehungen-mit-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43375","title":{"rendered":"Leserbriefe zu verschiedenen Artikeln zum Fall Skripal und den Beziehungen mit Russland"},"content":{"rendered":"<p>Die unten stehenden Artikel, und auch der diesj&auml;hrige Aprilscherz, lie&szlig;en wieder viele NachDenkSeiten-Leser zur Tastatur greifen und uns ihre Meinung mitteilen.  <\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43184\">London: Hauptstadt friedensgef&auml;hrdender L&uuml;gen. Von Willy Wimmer.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43283\">Fall Skripal &ndash; Sanktionen, L&uuml;gen, Eskalation und 64 offene Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43271\">Die Antwort von Sven Giegold MdEP auf unseren kritischen Artikel vom 28. M&auml;rz. Au&szlig;erdem Leserbriefe an die NachDenkSeiten.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43267\">Die Meldung &uuml;ber den NachDenkSeiten-Besuch in Moskau war ein Aprilscherz. Tut uns leid.<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Einige davon werden nun hier wiedergegeben. Es gibt auch wieder viele weiterf&uuml;hrende Links zu diesem bedr&uuml;ckenden Thema. Vielen Dank an alle, die uns geschrieben haben! Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--> <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\n&nbsp;<br>\nkurz und klar: Willy Wimmer hat recht, viele andere auch.<br>\nAls ehemaliger deutscher Botschafter sch&auml;me ich mich f&uuml;r diese unglaubliche Akkumulation au&szlig;enpolitischer gef&auml;hrlicher Dummheit.<br>\nM&uuml;sste ich noch heute Frau Merkel bzw. dieser peinlichen Regierung &ldquo;dienen&rdquo;, h&auml;tte ich ein Problem: mein Gewissen oder die Rente.<br>\n&nbsp;<br>\nDass ein Land so wenig aus zwei Weltkriegen lernen kann und trotzdem in den Medien von Kriegsschuld etc. gefaselt wird, ist nur noch als kollektive Verbl&ouml;dung einzustufen.<br>\nZumindest wundert mich nachtr&auml;glich nicht mehr, wie und warum Deutschland zwei Weltkriege lostrat und Adolf H. zujubelte &ndash; nichts gelernt, auf ein Neues.<br>\n&nbsp;<br>\nDass auch der Irakkrieg &ndash; trotz vorliegender gegenteiliger Beweise &ndash; mit der Begr&uuml;ndung gestartet wurde, Saddam Hussein h&auml;tte doch Massenvernichtungswaffen, ignorieren unsere &ldquo;Politiker&rdquo; einfach.<br>\nLangsam komme ich zu der Erkenntnis:&nbsp;h&auml;tte Kim Jong Un nicht schnell noch atomar aufger&uuml;stet, st&uuml;nden die Chancen gut, dass die Amerikaner &ndash; und Alliierte &ndash;&nbsp;auch ihn\/sein Land flach machen w&uuml;rden.<br>\nWarum die westliche &ldquo;Welt&rdquo;, Medien und Politiker nun behaupten, Atomwaffen in der Hand der Nordkoreaner seien gef&auml;hrlicher, als in Pakistan, Indien, Israel oder&hellip;. ist ebenfalls nur Mitl&auml;uferdenke.<br>\n&nbsp;<br>\nMeinen Text k&ouml;nnen Sie jederzeit zitieren.<br>\n&nbsp;<br>\nMit besten Gr&uuml;&szlig;en, derzeit in Bonn,<br>\nH. Rudolf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS Team,<\/p><p>ich m&ouml;chte eine Anmerkung zu einer Ihrer Ver&ouml;ffentlichungen zum &ldquo;Fall Skripal&rdquo; machen.<\/p><p>Ich beziehe mich dabei auf:<br>\n<strong>Hinweise des Tages vom 28. M&auml;rz 2018<\/strong><br>\n<strong>Nr. 3. Ein Kriminalfall sondergleichen<\/strong><\/p><p>Mail von Leser C.S. <\/p><p>Ich zitiere:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wie ist es zu erkl&auml;ren, dass ein Mann, 66 und eine Frau 33, zur exakt selben Zeit durch ein Gift gel&auml;hmt werden &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Eine m&ouml;gliche Antwort auf diese Frage ver&ouml;ffentlichte &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/grossbritannien-spion-101.html\">tagesschau.de<\/a>&rdquo; bereits am 06.03.2018 um 00:32 Uhr:<\/p><blockquote><p>\nSkripal &hellip; soll mit einer noch unbekannten Substanz in Ber&uuml;hrung gekommen sein &ndash; einem Bericht des &ldquo;Guardian&rdquo; zufolge mit Fentanyl, einem Bet&auml;ubungsmittel.\n<\/p><\/blockquote><p>Auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sergej-skripal-russischer-ex-spion-offenbar-wegen-vergiftung-im-krankenhaus-a-1196614.html\">SPO<\/a> berichtete am Dienstag, 06.03.2018 um 01:00 Uhr unter Berufung auf den Guardian:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Der Zeitung zufolge wurde Skripal mit Fentanyl vergiftet, einem starken Opiat.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Yulia und Sergej Skripal k&ouml;nnten demnach mit Fentanyl ruhiggestellt worden sein.<\/p><p>Diese M&ouml;glichkeit lie&szlig; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Sergei_Wiktorowitsch_Skripal&amp;oldid=174733708\">Wikipedia zun&auml;chst noch gelten<\/a>. <\/p><p>Am 6. M&auml;rz 2018 um 16:59 Uhr wurde jedoch der Hinweis auf Fentanyl <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Sergei_Wiktorowitsch_Skripal&amp;oldid=174752210\">mit der Begr&uuml;ndung entfernt<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; die Fentanyl-Theorie halte ich f&uuml;r unwahrscheinlich, Fentanyl ist eine starkes Opiod &ndash; leicht nachzuweisen &ndash;, dessen Wirkung nicht so lange anhalten sollte. Das w&auml;re eine sehr unintelligente Form des Mordanschlags.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Was aber, wenn zwei Nervengifte angewendet wurden? Zum einen das &ldquo;<em>leicht nachzuweisen<\/em>(de)&rdquo; Fentanyl, das die behandelnden &Auml;rzte vermutlich im K&ouml;rper Skripals und seiner Tochter gefunden haben und zweitens ein Gift aus der Nowitschok Reihe, dass die &Auml;rzte nat&uuml;rlich nicht identifizieren konnten. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/fall-sergei-skripal-was-ist-das-nervengift-nowitschok-a-1197789.html\">SPO zitiert<\/a> einen <em>Alastair Hay, Toxikologe an der University of Leeds<\/em>, der von der Annahme ausgehend, Yulia und Sergej Skripal h&auml;tten m&ouml;glicherweise das Nervengift Nowitschok mit der Nahrung aufgenommen, sagt:<\/p><blockquote><p>\n&hellip; Bis &hellip; im K&ouml;rper Symptome auftreten, kann es mehrere Stunden dauern.\n<\/p><\/blockquote><p>Wenn ein Nervengift nicht sofort, sondern erst nach vielen Stunden seine l&auml;hmende Wirkung entfaltet, dann werden bei jedem Menschen in unterschiedlicher Weise individuelle Faktoren (Menge des aufgenommenen Giftes, K&ouml;rpergewicht, Geschlecht, Alter, Fitness usw.) dar&uuml;ber bestimmen, wann der Kollaps tats&auml;chlich einsetzt.<\/p><p>Dieser Umstand l&auml;sst die Annahme, das im Fall Skripal der Kontakt mit dem Gift Nowitschok die Opfer zeitlich synchron in einen Zustand der Bewusstlosigkeit versetzt hat, als wenig wahrscheinlich erscheinen.<\/p><p>Zumindest sollte die M&ouml;glichkeit in Betracht gezogen werden, dass vielleicht zwei Gifte im Spiel waren: Fentanyl, damit beide bewusstlos sind und Nowitschok damit man wei&szlig; wer es war.<\/p><p>Das ist nur ein Gedanke, aber andere haben ja auch ihre Vorstellungen.<\/p><p>So stellte am 17.03.2018 <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/grossbritannien-raet-exilanten-aus-russland-zur-vorsicht-wegen-fall-skripal-a-1198647.html%20\">SPO zeitgleich<\/a> mit zahlreichen anderen Medien unter Berufung auf &ldquo;Geheimdienstkreise&rdquo; f&uuml;r den Tathergang im Fall Skripal folgende Hypothese auf:<\/p><blockquote><p>\nDas f&uuml;r den Anschlag auf Skripal verwendete Nervengift .. ist &hellip; im Koffer von dessen Tochter versteckt gewesen. Es ist &hellip; bei einem Aufenthalt von Yulia Skripal in Moskau heimlich in ihrem Koffer deponiert worden. &hellip; Als die Tochter anschlie&szlig;end den Vater in England besucht &hellip; hat, hat &hellip; sie das Gift &hellip; unwissentlich freigesetzt.\n<\/p><\/blockquote><p>Eine gewisse Raffinesse kann man Vladimir Putin nicht absprechen. M&ouml;glich, dass er auf diese Art Skripal zu ermorden versucht hat. Aber, wenn in Geheimdienstkreisen davon ausgegangen wird, dass es genau so und nicht anders gewesen ist, gilt es eben auch, das zu beweisen. An der Sache w&uuml;rde ich als Journalist auf jeden Fall dranbleiben. Das Mindeste, was geschehen sollte, ist, dass jetzt auch einer mal in den Koffer reinguckt und kl&auml;rt: &ldquo;Ist da Nowitschok drin oder nicht?&rdquo; Aber es ist wie Ihr Leser C.S. schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Angaben der Beh&ouml;rden zur Gift&uuml;bertragung wechseln &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sie wechseln nicht nur, es wird auch nie wieder auf die getroffenen Aussagen Bezug genommen. So offenbart sich St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck im Zuge der Aufkl&auml;rung des Falles Skripal vor den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit das Ereignis eine immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Unklarheit. Das f&auml;llt nicht auf, denn die Fotos von den wechselnden Orten bleiben immer klar. Einget&uuml;tete M&auml;nner auf dem Friedhof, einget&uuml;tete M&auml;nner vor dem Haus, einget&uuml;tete M&auml;nner vor dem BMW, einget&uuml;tete M&auml;nner vor der Parkbank, einget&uuml;tete M&auml;nner vor der Pizzeria, einget&uuml;tete M&auml;nner vor der Kneipe. <\/p><p>Eigentlich m&uuml;ssten wir uns wundern, dass wir immer noch nichts wissen. Jeder, der die Medienberichterstattung in den letzten drei Wochen aufmerksam verfolgt hat, sollte aufz&auml;hlen k&ouml;nnen, welche Erkenntnisse in Bezug auf die Vergiftung von Yulia und Sergej Skripal als gesichert gelten. Welche Erkenntnisse gibt es denn? Das sie auf einer Parkbank gefunden wurden und das sie davor in einer Pizzeria waren? Das hat man gleich als Erstes erfahren; das sollte nicht in jedem Bericht aufs Neue erkl&auml;rt werden. Die wesentlichen Fragen sind doch: Wann wurden sie vergiftet? Wo wurden sie vergiftet? Wie wurden sie vergiftet? Von wem wurden sie vergiftet? Und das w&auml;re erst der Anfang.<\/p><p>Ich habe den Eindruck, dass sehr viele Menschen glauben der Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis der Vorg&auml;nge in Salisbury hinge von einer einzigen Frage ab: &ldquo;Cui bono?&ldquo;. Jeder kann ohne M&uuml;he sofort die Antwort darauf geben, wird mit den einen in Streit geraten und mit anderen eine Fahrgemeinschaft bilden. Die eigene Meinung besitzt aber nicht politische Sprengkraft und gewiss nicht die einer relevanten Fragestellung, an der unnachgiebig festgehalten wird.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristoph Nogay<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nwom&ouml;glich sind Sie schon selbst darauf getroffen, aber ich wollte auf <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/toedliche-wissenschaft-chemische-und-biologische-waffen-100.html\">das folgende Video hinweisen<\/a>, das bis zum 2. Mai verf&uuml;gbar sein sollte.<\/p><p>Es ist vor dem aktuellen Vorfall in GB gedreht worden und wohl wahrscheinlich daher frei von der &uuml;blichen Russenhetze. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Existenz dieser BBC-Doku so gar nicht in das Konzept der britischen Regierung passt. Au&szlig;er Syrien (also Assad) werden nur Terroristen erw&auml;hnt.<br>\n&nbsp;<br>\nEtwa bei 1:20 kommt die Aussage, dass in Porton Down Chemiewaffen entwickelt werden.<br>\nBei 1:40 sieht man eine der verwendeten Apparaturen, f&uuml;r Laien mag das kompliziert und sehr speziell aussehen, ist es aber nicht.<br>\nWas wir sehen ist eine Vakuumdestillation mit einer kleinen Kolonne (dient zur besseren Trennung bei der Stoffreinigung). Die beiden linken Schl&auml;uche geh&ouml;ren zu einem Liebigk&uuml;hler, der das hei&szlig;e Destillat kondensieren l&auml;sst (blau: K&uuml;hlwasserzu-, rot: -ablauf). Der rechte Schlauch f&uuml;hrt zur Vakuumpumpe. Wahrscheinlich ist da noch eine Waschflasche und\/oder ein Aktivkohlefilter angeschlossen, man will das Zeug ja nicht im Labor haben.<br>\n&nbsp;<br>\nDie Apparatur steht in einem Abzug, der verhindert dass Chemikalien nach au&szlig;en dringen, sollte irgendwo etwas undicht sein. Der Abzug hat Schiebt&uuml;ren, die geschlossen werden, wenn die Anlage in Betrieb ist. Wenn die T&uuml;ren zu sind, flie&szlig;t Luft vom Labor in den Abzug, aber keine heraus. Zum Schutz vor Spritzern hat man zus&auml;tzlich noch eine Plexiglasscheibe vor die Destille gestellt.<br>\nDie Leute vor dem Abzug (das m&uuml;ssen keine Chemiker, das k&ouml;nnten auch &ldquo;einfache&rdquo; Laboranten sein) tragen die &uuml;bliche Schutzkleidung, die man bei erh&ouml;hter Vergiftungsgefahr tr&auml;gt.<br>\nIm Kommentar kommt: &ldquo;Das reicht, um 100.000 Menschen zu t&ouml;ten&rdquo;.<br>\nEine &auml;hnliche Apparatur habe ich erstmal vor Beginn des 3. Semesters benutzt, um wasserfreie Salpeters&auml;ure herzustellen, die sollte man auch nicht einatmen oder auf die Haut kriegen.<br>\nBei 25:00 &ldquo;die Wissenschaftler in Porton Down entwickelten ein Nervengas, das 170mal wirksamer war als Sarin&rdquo; &hellip;&rdquo;VX&rdquo; &hellip; &ldquo;Marcus stellt gerade welches her, wie ist nat&uuml;rlich geheim&rdquo;&hellip;<br>\n&ldquo;Fr&uuml;her wurde VX aus einem Pestizid hergestellt, das verboten wurde, als Chemiker merkten, wie t&ouml;dlich es tats&auml;chlich war&rdquo; &hellip;<br>\nDas k&ouml;nnte Parathion gewesen sein, auch als E605 oder Schwiegermuttergift bekannt.<br>\nBei 35:38 geht es um die Analytik von Chemiewaffen, es wird zwar nicht direkt gezeigt wie, aber an den L&ouml;sungsmitteln sieht man, dass das mit LC-MS gemacht wurde (Fl&uuml;ssigkeitschromatograpie-Massenspektrometrie).<br>\n&nbsp;<br>\nWie wir aus der BBC-Doku lernen, es gibt in GB Wissenschaftler, die Nervengifte nicht nur herstellen, sondern es auch tats&auml;chlich tun.<br>\nSicher g&auml;be es auch in Deutschland gen&uuml;gend Chemiker, die dazu in der Lage sein sollten. Gute Organiker k&ouml;nnen die Synthesewege aus der Strukturformel ableiten, die Ger&auml;te gibt es im Laborfachhandel, die Chemikalien im Chemikalienhandel. Zur Not kann man sich die auch selbst herstellen. Strukturformeln findet man in der Fachliteratur. Ein Paper dar&uuml;ber hatten sie ja schon in den Nachdenkseiten zitiert.<br>\n&nbsp;<br>\nAber wir wissen ja von unseren Politikern und unseren Mainstream-Medien, dass es nur die Russen gewesen sein k&ouml;nnen.<br>\nSorry, aber ich finde diese Vorverurteilung extrem unverantwortlich und so abgrundtief dumm. Die einzige &ldquo;Entschuldigung&rdquo; w&auml;re, dass Politiker und Journalisten mehrheitlich von Chemie absolut keine Ahnung haben. Dann sollten sie aber auch nicht losplappern, solange es keine Beweise gibt.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDr. rer. nat. J. H.<br>\n&nbsp;<br>\nPS: Wegen meines Arbeitgebers unterschreibe ich lieber nur abgek&uuml;rzt.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ein netter Aprilscherz, aber dennoch eine richtige Aussage: auch wenn mir Putin und die russische Regierung politisch sehr ferne stehen, ist es besonders wichtig, dass ein respektvolles und ausgeglichenes Verh&auml;ltnis mit Russland aufrechterhalten wird, um den Frieden in Europa zu wahren.<\/p><p>Beste Gr&uuml;sse,<\/p><p>Andreas Rahmatian<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,&nbsp; lieber Herr Berger,<\/p><p>Wladimir Putin wei&szlig; anscheinend genau, wie Politik und Medien &uuml;ber ihn hetzen. Eine Hetze, die f&uuml;r jeden normaldenkenden und normalf&uuml;hlenden Menschen nicht nachvollziehbar ist.&nbsp; Ich denke, dass die Mehrheit unserer Bev&ouml;lkerung dieses aggressive&nbsp; Verhalten (hoffentlich!) nicht akzeptiert. Das schlimme daran ist, dass zu viele Regierungen sich an den Sanktionen gegen Russland beteiligt haben und dies manchmal noch mit &ldquo;Erziehungsma&szlig;nahmen&rdquo; garniert wird. Manchmal habe ich das Bild im Kopf, dass die russische Regierung wie ein dummer Junge auf dem Schulhof steht und alle anderen um sie (ihn) herumstehen und ver&auml;chtlich und ausgrenzend mit dem Zeigefinger auf sie (ihn) gedeutet wird, weil damit ein &Uuml;belt&auml;ter vorgef&uuml;hrt werden soll. Nur ein Herumstehender schert dann aus und sagt man solle mit dem Quatsch aufh&ouml;ren. Diese ausscherende und mahnende Rolle k&ouml;nnten z.B. die Nachdenkseiten &uuml;bernehmen. So ist das Verhalten der Nachdenkseiten ein kleiner Hoffnungsschimmer, den die F&uuml;hrung des gr&ouml;&szlig;ten Landes unserer Erde erblickt.<\/p><p>Jetzt aber umgekehrt die Frage: Wer erteilt der franz&ouml;sischen, britischen, mittlerweile leider auch deutschen Regierung Erziehungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Fortsetzung der imperialistischen Politik der letzten zwei Jahrhunderte?<\/p><p>Ich bin sehr froh, dass Wladimir Putin auf die ganzen Provokationen viel besonnener reagiert als Recep Erdogan (Schm&auml;hgedicht) oder gar Donald Trump auf seine weltweiten Anfeindungen. So kann man sich nur w&uuml;nschen, dass der derzeitige Pr&auml;sident noch sehr lange an der Spitze Russland stehen wird. Problematisch &ndash; vielleicht sogar gef&auml;hrlich &ndash; k&ouml;nnte es werden, wenn es dem Westen ( z.B. Geheimdiensten und verschiedenen NGOs) gelingen w&uuml;rde, Russland erheblich zu destabilieren. Ein weiterer Versuch wird wohl bei der bevorstehenden Fu&szlig;ball-WM gemacht werden. Ein Sturz der jetzigen russischen Regierung aufgrund der vom Westen iniziierten Unruhen k&ouml;nnte sich fatal auswirken, denn Russland ist nicht nur viel gr&ouml;&szlig;er als Syrien, Libyen oder der Irak, sondern es hat auch ganz andere M&ouml;glichkeiten sich zur Wehr zu setzen. Unter Umst&auml;nden k&ouml;nnte dann nach einem&nbsp; vom Westen zwar angezettelten, aber&nbsp; misslungenen Umsturz&nbsp; in Russland jemand an die Macht kommen, der dann wenig besonnen und mit aller H&auml;rte zur&uuml;ckschl&auml;gt, was f&uuml;r den Weltfrieden eine Katastrophe bedeuten k&ouml;nnte.<\/p><p>Aber so weit wird es zum Gl&uuml;ck hoffentlich nicht kommen, weil die russische Bev&ouml;lkerung hinter ihrem derzeitigen Pr&auml;sidenten steht.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nHarald Pfleger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion<br>\n&nbsp;<br>\nIch bin einer der vielen, die Ihren April-Scherz ernst genommen haben. Das geschah allerdings keineswegs &ndash; wie von Ihnen vorschnell vermutet &ndash; als Ausdruck der tiefen Sehnsucht nach gutnachbarschaftlichen Beziehungen auch zu Russland, obwohl ich diese teile. Vielmehr habe ich eine&nbsp; Einladung Putins an Sie darum f&uuml;r m&ouml;glich und plausibel gehalten, weil Sie meines Erachtens in den NDS eine erschreckend und &auml;rgerlich einseitige Sichtweise des Verh&auml;ltnisses zwischen dem Westen und Russland pflegen. So sehr ich die NDS als kritisches Portal v.a. gegen&uuml;ber der neoliberalen Entgleisung der westlichen Politik sch&auml;tze, weiter konsultieren und auch finanziell unterst&uuml;tzen werde, so sehr ich auch einen Teil Ihrer Kritik an der westlichen Politik gegen&uuml;ber Russland okay finde, so geradezu peinlich empfinde ich demgegen&uuml;ber Ihre v&ouml;llige Blindheit gegen&uuml;ber den russischen Beitr&auml;gen zur Verschlechterung des Verh&auml;ltnisses mit dem Westen und deren Hintergr&uuml;nden in den desastr&ouml;sen innenpolitischen Verh&auml;ltnissen Russlands. Es l&auml;sst sich doch wohl kaum bestreiten, dass in Russland ein antidemokratisches, kleptokratisches und zunehmend auch stalinfreundliches Regime an der Macht ist, das demokratischem Pluralismus, unabh&auml;ngigen Medien und einer die Menschenrechte sch&uuml;tzenden Justiz weitgehend den Garaus gemacht hat und dies in einem viel gr&ouml;sserem Ausmass, als es den in dieser Hinsicht ebenfalls gef&auml;hrlichen Neoliberalen im Westen gelungen ist. Ein solches Regime kann kein konstruktiver Partner f&uuml;r die politische und wirtschaftliche&nbsp; Befriedung Europas und der Welt sein und ich finde es &auml;usserst blau&auml;ugig, dies konsequent zu &uuml;bersehen, wie Sie es leider tun.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;ssen und der Hoffnung auf Besserung<br>\n&nbsp;<br>\nHans Joachim Sturzenegger<\/p><p><strong>Antwort Albrecht M&uuml;ller vom 9. April:<\/strong><\/p><p>Vielen Dank, lieber Herr Sturzenegger,<br>\nVielen Dank f&uuml;r Ihre grunds&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung. Zu Ihrer Kritik m&ouml;chte ich folgendes anmerken:<\/p><p>Erstens: wir werden jeden Tag von einseitiger Propaganda des Westens und westlicher Medien &uuml;berflutet. Gehen Sie doch einmal nur auf die Webseite der Tagesschau oder des Deutschlandfunk. Da werden Sie einen Beitrag und ein Interview nach dem anderen mit Kritik an Russland und seinen Verb&uuml;ndeten finden. Teile dieser Kritik sind berechtigt. Aber sollen wir als ein kritisches Medium auch noch dazulegen? Das w&auml;re doch absurd.<\/p><p>Zweitens: Irritiert bin ich &uuml;ber Ihr fundiertes Wissen &uuml;ber die inneren Verh&auml;ltnisse in Russland. Wo haben Sie das her? Ihre Sicht, nach meiner Wertung eine einseitige Sicht, wird von vielen unserer Leserinnen und Leser nicht geteilt. Und es entspricht auch nicht dem, was wir aus anderen Quellen wissen. Ohne Zweifel gibt es in Russland &ouml;konomische Schwierigkeiten &ndash; zum Teil ist das die beabsichtigte Folge der Sanktionen, nicht nur &ndash; und es gibt auch keine Pressefreiheit in dem Sinne, wie sie bei uns als existent propagiert wird. Aber haben Sie schon mal &uuml;ber die Realit&auml;t der Pressefreiheit in den USA, in Gro&szlig;britannien, in Frankreich und in Deutschland nachgedacht? Oder bei unserem Verb&uuml;ndeten Saudi-Arabien? Unsere Medienwelt ist durchzogen von Kampagnen der Meinungsmache. Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 Familien, ihre Meinung zu sagen, so ungef&auml;hr hat es der ehemalige FAZ Herausgeber Paul Sehte gesagt.. Inzwischen sind es eine Handvoll Familien, allenfalls zwei H&auml;nde voll.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAlbrecht M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p><strong>Betrifft: NachDenkSeiten-Besuch in Moskau<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter, lieber Herr Albrecht M&uuml;ller, <\/p><p>in einer Zeit, in der ich 365 Tage im Jahr &uuml;berwiegend mit Aprilscherzen (wenn auch mit ernst gemeinten) durch unsere Medien konfrontiert werde, bedarf es eigentlich keiner Aprilscherze am 1. April mehr.<\/p><p>Es ist traurig anzusehen, wie diese lustige Tradition mittels der st&auml;ndig gestreuten &bdquo;Fake-News&ldquo; zunichte gemacht wurde und wird.<\/p><p>Auch ich habe herzhaft &uuml;ber den Artikel gelacht und war vorher schon gespannt darauf, was Sie sich dieses Jahr einfallen lassen w&uuml;rden.<\/p><p>Der Beitrag und die Montage sind sehr gut gelungen und wurde von mir dennoch schon beim lesen der &Uuml;berschrift als Aprilscherz identifiziert. <\/p><p>Das liegt unter anderem auch daran, dass Sie und Ihr Team schon seit Jahren eine hervorragende Aufkl&auml;rungsarbeit leisten, die den Blick auf Meinungsmache, Manipulation und Propaganda sch&auml;rfen. <\/p><p>Den vielen und &ndash; auch guten Freunden &ndash; die die Nachricht ernst genommen haben, sollten Sie empfehlen, vielleicht einmal Ihre B&uuml;cher und Publikationen zum Thema Meinungsmache zu lesen, sowie auch die von Jens Berger. <\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, Sie m&uuml;ssen nicht um Pardon f&uuml;r die &bdquo;Irref&uuml;hrung&ldquo; bitten. Die vielen, welche herzhaft lachten, haben offenbar die Nachdenkseiten verstanden und k&ouml;nnen zwischen echt und fake unterscheiden. Das ist Ihr Verdienst und der Ihres gesamten Teams. <\/p><p>Herzlichen Dank und herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDitmar Bernhardt <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>die Deutsch-Russische Freundschaftsgesellschaft in Th&uuml;ringen e.V., vertreten durch ihren Vorsitzenden Dr. Martin Kummer, hat anh&auml;ngende Erkl&auml;rung &nbsp;zu den Beziehungen zu Russland aufgrund der&nbsp;aktuellen politischen Situation erarbeitet. Diese Erkl&auml;rung wurde nach ausf&uuml;hrlicher Diskussion mit den vertretenen Vorst&auml;nden der Unterzeichnerorganisationen und Vereine einstimmig gebilligt. Mit entschiedener Ablehnung verurteilen wir die von der Ministerin von der Leyen in der &bdquo;BILD-Zeitung&ldquo; ge&auml;u&szlig;erte Absicht die Beziehungen zu Russland durch einen neuen Wirtschaftskrieg zu versch&auml;rfen. Dahinter steckt &nbsp;Methode und das k&ouml;nnen und d&uuml;rfen wir nicht hinnehmen. Diese Doppelz&uuml;ngigkeit in der Politik erinnert an die uns&auml;glichen und opferreichen Ergebnisse der Politik des 20. Jahrhunderts und darf in diesem Jahrhundert nicht mehr seine Fortsetzung finden.<\/p><p>Die Zivilgesellschaft darf in der gegenw&auml;rtigen Situation nicht sprachlos bleiben, sondern muss zur Besonnenheit im Interesse eines friedlichen Miteinanders unserer V&ouml;lker aufrufen.&nbsp;<\/p><p>&hellip;<\/p><p>Gem&auml;&szlig; der Maxime Sicherheit in Europa kann es nur mit Russland und nicht ohne Russland geben<\/p><p>Diese Erkl&auml;rung d&uuml;rfen wir Ihnen verehrter Herr M&uuml;ller, im Auftrag der UnterzeichnerInnen hiermit vorab per e-mail &uuml;bergeben.<\/p><p>Als Anhang erhalten Sie <a href=\"http:\/\/www.drfg-th.de\/dokumente\/upload\/0e463_2018-03-29_erkla%CC%88rung_zu_den_beziehungen_zu_russland_(a)_2.pdf\">die gemeinsame Erkl&auml;rung zur Kenntnis<\/a>.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\n&nbsp;<br>\nMartin Kummer<br>\nLandesvorsitzender<br>\nDeutsch- Russische Freundschaftsgesellschaft in Th&uuml;ringen e.V.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>Zum Thema Sven Giegold schrieb ich soeben <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2018\/fall-skripal-geld\/#comment-462310\">diesen Kommentar auf der Website von Sven Giegold<\/a> <\/p><p>Sehr geehrter Herr Giegold,<\/p><p>Ich werde diesen Artikel nicht teilen.<\/p><p>Es mag ja sein, dass in den angesprochenen L&auml;ndern gute Gesch&auml;fte mit &ldquo;schmutzigem Geld&rdquo; aus Russland gemacht werden. Daraus einen Kausalzusammenhang, mit der Weigerung dieser L&auml;nder Russland vorzuverteilen, zu konstruieren ist abenteuerlich.<\/p><p>Wieso dringen Sie nicht darauf, zun&auml;chst einmal belastbare Beweise f&uuml;r die Anschuldigungen gegen&uuml;ber der russischen F&ouml;deration vorzulegen? Es w&auml;re nicht das erste Mal in der Geschichte, dass die Regierung Ihrer Majest&auml;t die &Ouml;ffentlichkeit im eigenen Interesse bel&uuml;gt. Oder haben Sie den Kosovokrieg und die Einm&auml;rsche in den Irak schon erfolgreich verdr&auml;ngt?<\/p><p>Die britische Regierung ging zun&auml;chst eben nicht den &ndash; eigentlich f&uuml;r diese F&auml;lle &ndash; vorgeschriebenen Weg &uuml;ber die Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW), sondern veranstaltete ein medienwirksames Bohei inklusive Anrufung des Sicherheitsrates. Warum eigentlich?<\/p><p>Eine einheitliche Reaktion Europas auf ein Ereignis ist sicherlich ein Wert an sich. Aber dieser &ldquo;Wert an sich&rdquo; darf nicht auf Kosten von Wahrheit und Klarheit gehen.<\/p><p>Ihr Statement gegen Geldw&auml;sche und schmutziges Geld in allen Ehren. Diesen Kampf in der aktuellen Situation ausschlie&szlig;lich gegen Russland zu f&uuml;hren, l&auml;sst tief blicken. Wo werden denn die &ldquo;europ&auml;ischen Werte&rdquo; von Jean-Claude Juncker oder dem deutschen Finanzministerium oder dem deutschen Bundestag vertreten, wenn es konkret gegen &ldquo;schmutziges Geld&rdquo; aus aller Herren L&auml;nder &ndash; und nicht nur aus Russland &ndash; geht?<\/p><p>Nein, nein. Ihre Einlassung l&auml;sst mich vermuten, dass es Ihnen um etwas ganz Anderes geht. Es geht um Russland-Bashing und den Aufbau eines Feindbildes. Sollte ich mich geirrt haben, entschuldige ich mich. Bis zum Beweis des Gegenteils halte ich meine Einsch&auml;tzung aufrecht.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans-Joachim Zeller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Mit Interesse habe ich die Reaktionen von Lesern der Nachdenkseiten auf ihre Kritik am Mitglied des Europ&auml;ischen Parlaments, Sven Gigold, verfolgt.<\/p><p>Im Leserbrief Nr.6 wurde die Meinung ge&auml;u&szlig;ert, <strong>&ldquo;Lieber Albrecht, du &uuml;bertreibst.&rdquo;<\/strong> und weiter<\/p><p><strong>&ldquo;Sagen wir lieber, dass der Sven hier mal neben unserer Meinung war und h&ouml;ren wir auf, gleich f&uuml;rchterlich verbal aufeinander einzupr&uuml;geln.&rdquo;<\/strong><\/p><p>Dem kann ich nicht zustimmen, denn dies war kein &ldquo;Ausrutscher&rdquo; Gigolds. <\/p><p>In einem anderen Zusammenhang best&auml;tigt Gigold seine antirussischen Ressentiments in &auml;hnlicher Weise.<\/p><p>Es ging hierbei <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2017\/tod-maltesischer-journalistin\/\">um den Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta<\/a>. Auf seiner Website kommentierte er dieTat unter der Schlagzeile<\/p><p>&ldquo;Solche Vorf&auml;lle erinnern an Putins Russland, und nicht an die Europ&auml;ische Union&rdquo;. <\/p><p>Diese Entgleisung wurde dann auch von Lesern, so auch von mir, entsprechend kommentiert.<\/p><p>Einen Screenshot der Seite finden Sie im Anhang.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nJochen Hoffmann<\/p><p><em>(Man muss Herrn Giegold allerdings lassen, dass unter dieser Nachricht 4 ihm gegen&uuml;ber negative Kommentare stehen.  Anm. Moritz M&uuml;ller)<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Giegold<\/p><p>Ich habe Ihre Antwort-Mail bei den Nachdenkseiten gelesen.<\/p><p>Ich finde s&auml;mtliche Beispiele, die Sie f&uuml;r das Geld der russischen Reichen auffahren, seltsam schr&auml;g.<\/p><p><strong>Beispiel 1:<\/strong> &ldquo;Daf&uuml;r gibt es ausreichend Belege, f&uuml;r Zypern gen&uuml;gt ein Blick in die Pr&uuml;fungen der Anti-Geldw&auml;sche-Beh&ouml;rde FATF, f&uuml;r &Ouml;sterreich die letzten Bankenskandale bei der Geldw&auml;sche&hellip;&rdquo;<\/p><p>A: Das ist kein Geld des russischen Staates, sondern Geld russischer Steuerbetr&uuml;ger, die dem russischen Staat schaden.<br>\nB: Zyperns Banken sind geradezu spezialisiert auf das Gesch&auml;ftsmodell mit Steuerbetr&uuml;gern und die EU schaut zu, wie sie Irland seit Jahre beim Steuervermeidungsgesch&auml;ft mit amerikanischen Internetkonzernen zuschaut.<\/p><p><strong>Beispiel 2:<\/strong> &ldquo;&hellip;f&uuml;r Malta und Portugal ein Blick in die Liste der russischen Beg&uuml;nstigten der Passankaufprogramme&hellip;&rdquo;<\/p><p>A: Das ist kein Geld des russischen Staates, sondern Geld russischer Steuerbetr&uuml;ger.<br>\nB: Europa betreibt und duldet hier ein Gesch&auml;ftsmodell mit Steuerbetr&uuml;gern (siehe Bsp. 1).<\/p><p><strong>Beispiel 3:<\/strong> &ldquo;&hellip;und sonst empfehle ich die Ver&ouml;ffentlichungen durch die Panama Papers dazu.&rdquo;<\/p><p>A: Haben nicht insbesondere die Leute von der S&uuml;ddeutschen Zeitung intensivst aber erfolglos versucht, die russische Regierung und ganz besonders Putin mit den Panama-Papers in Verbindung zu bringen? Alles was dabei raus kam, war dann ein Cellist, ein Bekannter Putins.<br>\nB: Waren nicht beispielsweise der US\/EU-G&uuml;nstling Poroschenko und europ&auml;ische Politiker direkt in den Panama-Papers erw&auml;hnt?<br>\nC: Was sagt uns also ein Blick, wie es in der EU zugeht?<\/p><p><strong>Beispiel 4:<\/strong> &ldquo;Nein, der sch&auml;dliche Einfluss von schmutzigem Geld aus Russland ist offensichtlich und breit dokumentiert.&rdquo;<\/p><p>Schmutziges Geld? Das Geld, f&uuml;r das etliche EU-Staaten gezielte Gesch&auml;ftmodelle entwickelt, was die EU seit Jahren sehenden Auges duldet, weil Geld nicht stinkt, das von Steuerbetr&uuml;gern schon zweimal nicht und wenn sie russische Steuerbetr&uuml;gern sind, drei Mal nicht?<\/p><p>Herr Giegold, Ihre Voreingenommenheit k&ouml;nnen Sie offensichtlich nicht mal andeutungsweise begr&uuml;nden. Wenn man Sie direkt anspricht, werden nur haarstr&auml;ubende Veranwortungsverdrehungen sichtbar.<\/p><p>Ihre Russenfeindlichkeit ist vielleicht in Ihrem politischen Biotop ein Must-Have. Seit dem Euromaidan tragen immer mehr Politiker sie aggressiv in die &Ouml;ffentlichkeit. Glauben Sie nicht, dass das den Menschen deswegen mehr gef&auml;llt.<\/p><p>Mfg<br>\nThilo Brai, M&uuml;nchen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Artikel &ldquo;Ein Abgeordneter der Gr&uuml;nen rei&szlig;t sich die Maske selbst vom Gesicht: Sven Giegold&rdquo; und die Reaktion &ldquo;Die Antwort von Sven Giegold MdEP auf unseren kritischen Artikel vom 28. M&auml;rz&rdquo;.<\/p><p>Misstrauen ist erste B&uuml;rgerpflicht!<\/p><p>Mir ist Sven Giegold dank Heiner Flassbeck 2014 negativ aufgefallen. Nach der damaligen Europawahl gab er ein Interview im Deutschlandfunk: &ldquo;Wir brauchen einen neuen Aufbruch in der europ&auml;ischen Demokratie&rdquo;. Heiner Flassbeck kommentierte das unter anderem so:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Mit gesamtwirtschaftlicher Vernunft haben die Gr&uuml;nen nichts am Hut. Solche S&auml;tze wie die von Sven Giegold sind nur zu erkl&auml;ren mit einer tiefen inneren &Uuml;berzeugung der Person und seiner Partei insgesamt, dass Schulden schlecht sind und die zuk&uuml;nftigen Generationen belasten.&rdquo;<br>\n(Aus: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/sven-giegold-die-gruenen-die-schulden-und-die-schuld-derunwissenden\">Sven Giegold, die Gr&uuml;nen, die Schulden und die Schuld der Unwissenden<\/a>&ldquo;, 02.06.2014)\n<\/p><\/blockquote><p>Ich habe daraufhin Sven Giegold einen Brief mit ein paar Fragen geschickt (anbei), die bis heute unbeantwortet geblieben sind. Der Brief eines einzelnen B&uuml;rgers mit gezielten Fragen muss nicht beantwortet werden. (Ok, vielleicht ist die Antwort auf dem Postweg von Br&uuml;ssel nach Bergheim verlorengegangen.) Wenn er aber wie von Ihnen &ouml;ffentlich kritisiert wird, reagiert er prompt. Ein Schelm, der dahinter Opportunismus und geschickte PR-Arbeit vermutet! (&ldquo;Das Unwohlsein der B&uuml;rger an dem, wie Europa derzeit die Entscheidungen trifft, ist sehr weit verbreitet, und da brauchen wir mehr an B&uuml;rgerbeteiligung&rdquo;, Sven Giegold in dem Interview mit dem DLF).<\/p><p>Aber nehmen wir Sven Giegold doch beim Wort: Ihnen schrieb er, er sei zu den inhaltlichen Debatten &ldquo;immer gerne bereit&rdquo;. &ldquo;Lasst uns streiten, aber konstruktiv auf inhaltlicher Ebene und mit dem Anliegen, progressive Politik zu formulieren und daf&uuml;r Unterst&uuml;tzung zu gewinnen.&rdquo;<\/p><p>Wie w&auml;re es, wenn Sie ihn auf den NachDenkSeiten mit seinem Interview im Deutschlandfunk, dem Artikel von Heiner Flassbeck und meinen Fragen konfrontieren? Vielleicht antwortet er ja dann&hellip;<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nAlexander Roentgen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13.Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, lieber Herr Berger,<\/p><p>wundern kann es nicht, dass die Fragen der russischen Botschaft nicht beantwortet werden. Dass man es nicht tut, zeigt doch schon, wie sehr man sich in ein L&uuml;gengewebe verstrickt hat. H&auml;tte man eindeutige Beweise, h&auml;tte man die Fragen sicher l&auml;ngst beantwortet.<\/p><p>Die Parallelen zu den L&uuml;gen des Irak-Kriegs 2003 sind sicher nicht von der Hand zu weisen. Nur im Fall Skripal weiss selbst der nur oberfl&auml;chlich informierte B&uuml;rger von Beginn an, es gibt keine Beweise. Einen Schuldigen hat man trotzdem. Mrs. May kam dieser Skandal sicher gelegen, dass aber eine Koaliation der Willigen sie ohne etwas zu hinterfragen unterst&uuml;tzt, Diplomaten ausweist und das ohnehin br&uuml;chige Verh&auml;ltnis zu Russland noch weiter gef&auml;hrdet, das ist unverzeihlich. Im Sinne der USA&nbsp; ist es allemal, die obendrein in Frau Merkel eine verl&auml;ssliche Verb&uuml;ndete haben, immer bereit, die Sanktionen gegen Russland zu versch&auml;rfen. Und Herr Maas, unser neuer Aussenminister wird dabei gerne helfen. <\/p><p>Wo soll das hinf&uuml;hren, welche Absichten stecken hinter all dem?<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;sse<br>\nChrista Schreiber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der NachDenkSeiten,<\/p><p>vieles in Sachen Aufkl&auml;rung bzw. besser Verschleierung der Wahrheit erinnert doch stark an den Fall Barschel &ndash; und da ging es um Waffengesch&auml;fte; nun kommt im Fall Skripal die Instrumentalisierung in der Auseinandersetzung Gro&szlig;britanniens und der NATO mit Russland hinzu. <\/p><p>Es geht also um eine viel gr&ouml;&szlig;ere Dimension und noch viel weniger um die Wahrheit.<\/p><p>Erfreulich ist nur, dass es dieses Mal &ndash; dank kritischer Geister und alternativer Medien &ndash; nur einen Monat gedauert hat, die Zweifel hinreichend zu verdeutlichen und die Absichten der britischen Regierung offenzulegen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDietrich Brauer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die unten stehenden Artikel, und auch der diesj&auml;hrige Aprilscherz, lie&szlig;en wieder viele NachDenkSeiten-Leser zur Tastatur greifen und uns ihre Meinung mitteilen. <\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43184\">London: Hauptstadt friedensgef&auml;hrdender L&uuml;gen. Von Willy Wimmer.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43283\">Fall Skripal &ndash; Sanktionen, L&uuml;gen, Eskalation und 64 offene Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43271\">Die Antwort von Sven Giegold MdEP auf unseren kritischen Artikel vom 28. 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