{"id":43387,"date":"2018-04-10T13:30:11","date_gmt":"2018-04-10T11:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387"},"modified":"2026-01-27T11:29:30","modified_gmt":"2026-01-27T10:29:30","slug":"diesel-skandal-die-bundesregierung-moechte-diesen-buergern-nicht-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387","title":{"rendered":"Diesel-Skandal: \u201eDie Bundesregierung m\u00f6chte diesen B\u00fcrgern nicht helfen\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180410_resch.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Medienberichten <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/abgasskandal-regierung-soll-neuen-diesel-fonds-planen\/21150246.html\">zufolge<\/a> laufen die Planungen der Bundesregierung f&uuml;r einen Diesel-Fonds bereits auf Hochtouren. Der Steuerzahler wird dann wohl die Kosten &uuml;bernehmen, die eigentlich die Automobilkonzerne tragen m&uuml;ssten. &bdquo;Das ist kein ehe&auml;hnliches Verhalten mehr, das ist ein siamesisches Verh&auml;ltnis. Die sind verwachsen miteinander&ldquo;, sagt der Chef der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen&uuml;ber den NachDenkSeiten zur Beziehung zwischen Politik und Automobilindustrie. Im Interview geht <strong>J&uuml;rgen Resch<\/strong> scharf mit der Politik ins Gericht und findet: &bdquo;Die Automobilindustrie regiert durch. Und Politiker wagen weder auf Landes-, noch auf Bundesebene einen Konflikt mit dieser Industrie.&ldquo; Ein Interview[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] &uuml;ber den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39754\">Diesel-Skandal<\/a>, das Verhalten der Politik, den Kampf f&uuml;r die Umwelt sowie &auml;rmere Autofahrer, f&uuml;r die Fahrverbote ein Problem darstellen k&ouml;nnen. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6938\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43387-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43387-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180411_Die_Bundesregierung_moechte_diesen_Buergern_nicht_helfen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Resch, wer gegen die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41633\">Automobilindustrie<\/a> k&auml;mpft, braucht einen langen Atem, oder?<\/strong><\/p><p>Seit 30 Jahren verweigert sich die Automobilindustrie systematisch jedem Fortschritt bei Klimaschutz und Luftreinhaltung. Anfangs ging es um die Durchsetzung des 3-Wege-Katalysators. Der wurde mit denselben falschen Argumenten verweigert wie 15 Jahre sp&auml;ter der Dieselru&szlig;-Partikelfilter oder heute ein tats&auml;chlich funktionierender Stickoxid-Kat. Wir haben es hier mit einer 400-Milliarden-Euro-Industrie zu tun, die es gewohnt ist, sich selbst die Gesetze zu schreiben und Ministern und Bundeskanzlern die Hand zu f&uuml;hren. <\/p><p><strong>Wie war denn Ihre Einsch&auml;tzung, als Sie mit diesem Kampf angefangen haben? Haben Sie &uuml;berhaupt daran geglaubt, jemals einen Erfolg erzielen zu k&ouml;nnen?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich. Sonst w&uuml;rde ich es nicht machen. Mitte der 80-er Jahre ging es bei der Luftreinhaltung auch noch stark um den sauren Regen durch Schwefeldioxid. Die DUH hat j&auml;hrlich die Waldschadenskarte ver&ouml;ffentlicht und gemeinsam mit anderen Verb&auml;nden f&uuml;r funktionierende Filter bei den Kraftwerken gek&auml;mpft. 1998 haben wir dann durch die von uns koordinierte Kampagne f&uuml;r &sbquo;saubere Kraftstoffe&lsquo; auch noch den Schwefel aus dem Benzin und Dieselkraftstoff erfolgreich herausgeholt &ndash; der Luftschadstoff SO2 ist damit erfolgreich besiegt. Aus den meisten Dieselmotoren &ndash; und dies ist auch ein unmittelbarer Erfolg der DUH-Arbeit &ndash; kommen dank der Partikelfilter heute praktisch keine Ru&szlig;partikel mehr. Mit den von uns in Leipzig durchgesetzten Fahrverboten f&uuml;r schmutzige Diesel hoffen wir, den etwa zehn Millionen K&auml;ufern von Diesel-Pkw der neuesten Abgasstufe Euro 5 + 6 helfen zu k&ouml;nnen. Die Hersteller m&uuml;ssen diese auf eigene Kosten technisch so nachr&uuml;sten, dass sie die Stickoxid-Grenzwerte auf der Stra&szlig;e und nicht nur im Labor einhalten.<\/p><p><strong>K&ouml;nnen Sie unseren Lesern einen Einblick geben, wie dieser Kampf von der Gegenseite gef&uuml;hrt wurde und wird? Was haben Sie erlebt?<\/strong><\/p><p>Ich sage das mit vollem Ernst: Da wir es hier mit einer, nach eigener Selbstanzeige von VW und Daimler, seit zwei Jahrzehnten bestehenden &sbquo;organisierten Kriminalit&auml;t&rsquo; zu tun haben, ist es nicht verwunderlich, wenn die Dieselhersteller auch vor illegalen Machenschaften nicht zur&uuml;ckschrecken. In meinen jetzt &uuml;ber 35 Jahren Berufserfahrung im Umweltschutz habe ich schon viel erlebt &ndash; das, was jetzt passiert, toppt aber alles.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t?<\/strong><\/p><p>Seit Beginn unserer Untersuchungen an Abschalteinrichtungen eben nicht nur bei VW, sondern bei allen Dieselherstellern werden wir beispielsweise nahezu ununterbrochen mit rechtlichen Schritten bedroht. Dabei blieb es aber nicht. Seit Dezember 2015 mussten wir uns mit der Drohung der wirtschaftlichen Vernichtung und einer durch Daimler erwirkten einstweiligen Verf&uuml;gung auseinandersetzen. Erst 13 Monate sp&auml;ter, im Januar 2017, wurde uns in allen Punkten recht gegeben. Zwei Monate sp&auml;ter erwirkte Volkswagen eine weitere einstweilige Verf&uuml;gung und forderte darin sogar bis zu zwei Jahre Haft gegen mich pers&ouml;nlich, sollte ich eine von zehn zentralen Aussagen unserer Verbraucherschutzarbeit wiederholen. Erst seit dem 20. Oktober letzten Jahres darf ich wieder uneingeschr&auml;nkt alle Aussagen treffen und auch diese ohne Anh&ouml;rung erwirkte einstweilige Verf&uuml;gung wurde aufgehoben.<\/p><p><strong>Haben Sie ein Beispiel f&uuml;r so eine einstweilige Verf&uuml;gung?<\/strong><\/p><p>Beeindruckend ist hier die 140-seitige Antragsschrift der Rechtsanwaltskanzlei Freshfields im Auftrag von Volkswagen aus dem M&auml;rz 2017. Begleitend zu einer Klage gegen das Kraftfahrt-Bundesamt haben wir Messungen an einem VW vor und nach dem Software-Update ver&ouml;ffentlicht und rechtlich bewertet.<\/p><p><strong>Um welche S&auml;tze ging es konkret?<\/strong><\/p><p>Zehn S&auml;tze aus dieser Pressemitteilung wurden uns verboten zu wiederholen, beispielsweise dass wir dieses Software-Update nicht f&uuml;r vereinbar mit EU-Recht halten. S&auml;tze also, die zwischenzeitlich in hunderten Zivilprozessen gesagt oder gar als Urteilsbegr&uuml;ndung vom Gericht so festgehalten werden. Sieben Monate haben wir gebraucht, bis im Oktober 2017 das Oberlandesgericht D&uuml;sseldorf die einstweilige Verf&uuml;gung in allen Punkten aufgehoben hat. Der Richter war ungew&ouml;hnlich deutlich und sprach von einem Fehlurteil der ersten Instanz.<\/p><p><strong>Sie haben also Recht bekommen.<\/strong><\/p><p>Ja, nach mehr als einem halben Jahr. In dieser Zeit konnten wir unserer Verbraucherschutzarbeit nur eingeschr&auml;nkt nachgehen, mit jedem unachtsam dahingesprochenen Satz stand ich mit einem Bein im Gef&auml;ngnis. Ich finde es unglaublich, dass ausgerechnet ein Staatsunternehmen wie Volkswagen zu diesen Mitteln greift.<\/p><p><strong>Es ging also darum, Sie mundtot zu machen?<\/strong><\/p><p>Offensichtlich f&uuml;hlen sich die Manager dieses durch und durch kriminell agierenden Unternehmens durch die Beteiligung des Landes Niedersachsen besonders sicher. Es ist f&uuml;r mich auch das erste Mal, dass ein Unternehmen eine einstweilige Verf&uuml;gung nicht nur gegen den Verband, sondern gegen mich pers&ouml;nlich erwirkte. Die Autokonzerne belassen es nicht bei der Drohung mit Geld- oder Gef&auml;ngnisstrafe. Wir erleben permanent digitale Angriffe auf unsere Gesch&auml;ftsstellen und es wurde auch bereits eingebrochen.<\/p><p><strong>Eingebrochen?<\/strong><\/p><p>Ja, als wir im Fr&uuml;hjahr 2016 ank&uuml;ndigten, die 600 Seiten lange interne VW-Akte zu ver&ouml;ffentlichen, gelang es ausgesprochen professionellen Hackern, unseren Downloadbereich zu zerst&ouml;ren und man hat uns als &sbquo;Gru&szlig;&rsquo; hinterlassen, gegen die DUH w&uuml;rde wegen &sbquo;Landesverrats&rsquo; ermittelt. Das ist ja auch genau die Denke der Dieselhersteller. Sie sehen sich als &sbquo;systemrelevant&rsquo; und daher scheint ihnen jedes Mittel recht, uns zu stoppen. Wir haben eine Woche gebraucht, um unsere Internetseite wieder zum Laufen zu kriegen. Wir haben das sofort angezeigt. Die Staatsanwaltschaft hat uns gesagt, dass das sehr professionell ablief. Das waren absolute Profis.<\/p><p><strong>Wenn es um Kapitalinteressen geht, wird selten zimperlich vorgegangen.<\/strong><\/p><p>Was mich zunehmend nachdenklich macht, ist der Umstand, dass wir ja gar nicht mehr dazu kommen, f&uuml;r strengere Umwelt- und Verbraucherschutzvorschriften zu k&auml;mpfen. Im 14. Jahr setzen wir uns ganz bescheiden daf&uuml;r ein, dass zumindest die viel zu laschen Luftreinhaltevorschriften der EU auch in Deutschland ernstgenommen und eingehalten werden. Und wir gewinnen bisher jedes Verfahren bis hinauf zum Bundesverwaltungsgericht und dem Europ&auml;ischen Gerichtshof. Wie kann es dann sein, dass Ministerpr&auml;sidenten in Bayern und Nordrhein-Westfalen ank&uuml;ndigen, die h&ouml;chstrichterlichen Entscheidungen nicht umzusetzen und Millionen unter den Folgen des Dieselabgasgifts NO2 leidenden Menschen nicht zu helfen &ndash; nur um den Dieselherstellern Kosteneinsparungen von wenigen hundert Euro pro Fahrzeug zu erm&ouml;glichen?<\/p><p>Wir k&auml;mpfen f&uuml;r die &sbquo;saubere Luft&lsquo; in unseren St&auml;dten, f&uuml;r das Recht der Menschen, unbesorgt atmen zu k&ouml;nnen. Und dagegen stellen sich dann Landes- und Bundesregierungen. Es ist die Aufgabe des Staates, die B&uuml;rger und die Umwelt vor kriminellen Unternehmen und die von ihnen verursachten Gesundheitssch&auml;den zu sch&uuml;tzen.<\/p><p>Betrachten wir das Gutachten des Umweltbundesamtes zu den gesundheitlichen Folgen der Niedrigbelastung bei Stickstoffdioxid. Dieses lag seit Mai 2017 der Beh&ouml;rde vor, wurde aber erst nach der Gerichtsentscheidung von Leipzig ver&ouml;ffentlicht. Warum? Vielleicht, weil die Regierungsgutachter nicht nur 6.000 vorzeitige Todesf&auml;lle aufgrund von NO2-Werten unterhalb des Grenzwertes sehen, sondern &uuml;ber 800.000 j&auml;hrliche Erkrankungen an Diabetes bzw. Asthma dem Dieselabgasgift zuschreiben. Wo ist der Regierungspolitiker, der nach der Ver&ouml;ffentlichung gesagt hat: Wir m&uuml;ssen etwas unternehmen. Stattdessen: ein Schweigen der Verantwortlichen. Und AfD und FDP fordern zynisch laxere Grenzwerte und Verlegung der Messstellen, die bisher hohe Werte angezeigt haben.<\/p><p><strong>Warum dieses Verhalten? Was ist Ihre Erkenntnis?<\/strong><\/p><p>Ich habe mal gesagt, dass wir ein ehe&auml;hnliches Verh&auml;ltnis zwischen Regierung und chemischer\/pharmazeutischer Industrie haben. &Auml;hnlich ist es mit den Banken und nat&uuml;rlich ganz dominant: mit der Automobilindustrie.<\/p><p>Aber ich muss mich korrigieren. Das ist kein ehe&auml;hnliches Verhalten mehr, das ist ein siamesisches Verh&auml;ltnis. Die sind verwachsen miteinander. Man kann die schon gar nicht mehr voneinander trennen. Die Automobilindustrie regiert durch. Und Politiker wagen weder auf Landes-, noch auf Bundesebene einen Konflikt mit dieser Industrie.<\/p><p><strong>Was halten Sie denn von dem Verhalten der Medien? Wenn die Politik versagt, sollten in einer Demokratie doch zumindest die Medien die Probleme aufzeigen, schonungslos ansprechen, um so eben auch Druck auf die Politiker zu erh&ouml;hen.<\/strong><\/p><p>Wenn wir uns die zentralen S&auml;ulen einer Demokratie anschauen, also Politik, Medien und Rechtsprechung, dann ist meine Beobachtung die: Intakt ist noch das Rechtssystem, auch wenn wir durchaus auch dort schon Aufl&ouml;sungserscheinungen sehen k&ouml;nnen. Komplett verabschiedet hat sich die Politik. Diese S&auml;ule existiert faktisch nicht mehr. Ich bef&uuml;rchte hier einen bereits irreparablen Schaden. Die Hoffnung, falsch zu liegen, sinkt &uuml;brigens von Monat zu Monat.<\/p><p>Die dritte S&auml;ule, die Medien, sind nur noch teilweise intakt. Der Druck und Einfluss ihrer Werbekunden nimmt kontinuierlich zu. Unsere Auseinandersetzungen mit gro&szlig;en Werbeunternehmen &ndash; ich nenne exemplarisch Lidl &ndash; haben uns dies mehr als einmal eindrucksvoll gezeigt. Und so ist es auch bei Autofachzeitschriften. Da braucht die Autoindustrie nur zu husten und von einem unabh&auml;ngigen und neutralen Journalismus war und ist nichts mehr zu sehen.<\/p><p>Ich bin sehr froh, dass wir in Deutschland noch die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien haben. Auch hier finden sich zwar zunehmend Beispiele f&uuml;r das Einwirken von Industrie auf die Berichterstattung. Im Gro&szlig;en und Ganzen funktioniert hier aber noch der kritische, unabh&auml;ngige Journalismus.<\/p><p><strong>Wenn man sich die Werbekampagnen anschaut, die von der Automobilindustrie in Sachen Diesel aufgegeben wurden, hatte man das Gef&uuml;hl, die Motoren w&uuml;rden reinen Sauerstoff aussto&szlig;en. Da h&auml;tte ein kritischer Journalismus durchaus auch einmal genauer schauen k&ouml;nnen.<\/strong><\/p><p>Das stimmt. Uns wurde sogar gesagt, die Luft sei sauberer als zuvor.<\/p><p><strong>Da gab es aber doch noch ein paar Affen in einem Labor, die Versuchen mit Abgasen ausgesetzt waren.<\/strong><\/p><p>Ja, und diese Affen haben das wohl etwas anders empfunden. Von frischer und gesunder Luft haben sie nichts gesp&uuml;rt. Diese Affenversuche wurden nicht ver&ouml;ffentlicht, aber sie wurden in Echtzeit an das VW-Forschungszentrum &uuml;bertragen &ndash; so viel also mal zur Neutralit&auml;t des Lawrence Instituts in den USA. Die Nichtver&ouml;ffentlichung h&auml;ngt auch damit zusammen, dass dort folgendes, ungew&ouml;hnliches Ergebnis dabei herausgekommen ist: Die Affen, die die Abgase eines im Versuch verwendeten alten Ford-Diesel eingeatmet haben, zeigten keine Entz&uuml;ndungen. Die Affen, die die Abgase des neuen VW-Beetle-Diesel eingeatmet haben, zeigten Entz&uuml;ndungsreaktionen.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;ren Sie sich das?<\/strong><\/p><p>Wir wissen aus einem amtlichen Emissionshandbuch, dass die Emissionen des Dieselabgasgifts Stickstoffdioxid gerade bei den modernen Euro-5-Motoren wie zu Zeiten des Versuchs &uuml;blicherweise sechsmal h&ouml;her ausfallen als bei einem alten Diesel von vor 20 Jahren. Bei diesen betr&auml;gt die Konzentration von NO2 in den Gesamt-Stickoxid-Emissionen ganze 5 bis 10 Prozent. Bei Euro-5-Diesel &ndash; und das war die Motorengeneration, zu der auch der VW Beetle bei seiner Markteinf&uuml;hrung in Deutschland geh&ouml;rte &ndash; betragen diese 60 bis 80 Prozent.<\/p><p><strong>Und jetzt wieder zu den Affenversuchen.<\/strong><\/p><p>Wenn ich die Affen also Abgase einatmen lasse, die sechsmal h&ouml;here Stickstoffdioxidwerte enthalten, als es bei dem im Test verwendeten alten Auto &uuml;blich ist, dann muss ich mich nicht wundern, wenn die Tiere mit Entz&uuml;ndung ihrer Atemorgane reagieren. Wir sehen daran, dass die aktuellen Stickstoffdioxidemissionen moderner Diesel-Pkw ein erhebliches gesundheitliches Risiko mit sich bringen. Diese Gesundheitsgefahr ist auch der Grund, warum die Europ&auml;ische Umweltagentur &ndash; quasi das Umweltbundesamt auf EU-Ebene &ndash; nun zwei Jahre in Folge die Zahl der vorzeitigen Todesf&auml;lle wegen Stickstoffdioxid auf nunmehr 12.860 vorzeitige Todesf&auml;lle allein in Deutschland festgestellt hat, das sind viermal so viele, wie jedes Jahr an Verkehrsunf&auml;llen sterben.<\/p><p><strong>Aber manche sagen, an Stickstoffdioxid ist noch keiner gestorben.<\/strong><\/p><p>Ja, eine wirklich zynische Argumentation, die wir bereits von fr&uuml;her kennen. Auch an den Folgen des Tabak-Rauchens ist bislang nachweislich noch niemand gestorben. Selbst bei einem Kettenraucher mit Lungenkrebs ist ein solcher Beweis nicht zu f&uuml;hren. Ehrlich: Ich halte es f&uuml;r sch&auml;big, die epidemologischen Erkenntnisse der WHO, der Europ&auml;ischen Umweltagentur, des Helmholtz- sowie Max-Planck-Instituts auf die Seite zu schieben und frech zu behaupten, es gibt keinen Nachweis f&uuml;r gesundheitliche Folgen. In dieser Argumentationslinie findet sich ja nun auch die BILD, die auf zwei Seiten das Umweltbundesamt f&uuml;r die Ver&ouml;ffentlichung der Studie zu den gesundheitlichen Folgen selbst niedrigster NO2-Belastung unserer Luft kritisiert.<\/p><p><strong>Kommen wir mal konkret auf Ihren Gerichtserfolg zu sprechen. Deutsche St&auml;dte d&uuml;rfen Fahrverbote verh&auml;ngen, aber die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen auch f&uuml;r den &auml;rmeren Teil der Bev&ouml;lkerung. Viele B&uuml;rger haben nicht eben mal 20.000 Euro zur Hand, um sich ein Elektroauto zu kaufen und manche eben noch nicht einmal das Geld, um ihren alten Diesel nachr&uuml;sten zu lassen.<\/strong><\/p><p>Diese betroffenen B&uuml;rger liegen mir ganz besonders am Herzen. Die Bundesregierung m&ouml;chte diesen B&uuml;rgern nicht helfen. Sie sagt n&auml;mlich, es muss bei Software-Updates bleiben. Aber ein Software-Update ver&auml;ndert eine Euro-5-Einstufung eines Betrugsdiesels nicht. Der bleibt so schmutzig, wie er war. Diese Diesel-Pkw werden somit durch die Diesel-Fahrverbote ausgesperrt. Die DUH fordert, und mittlerweile hat sich ja auch der ADAC unserer Position angeschlossen, dass alle Euro-5- und Euro-6-Diesel auf Kosten der Hersteller technisch nachger&uuml;stet werden. Ziel ist die Einhaltung von Euro-6-Grenzwerten auf der Stra&szlig;e &ndash; und zwar auch im Winterhalbjahr.<\/p><p>Wir haben nachgewiesen, dass es technisch geht und mit 1.500 Euro pro Fahrzeug f&uuml;r die betr&uuml;gerischen Hersteller auch finanzierbar ist. Wir warten jetzt auf die Gerichte, dass die Industrie zu den Nachr&uuml;stungen gezwungen wird. Auf die Politik warte ich nicht, die ist im W&uuml;rgegriff der Hersteller und wagt es nicht, dasselbe zu fordern, was amerikanische Beh&ouml;rden durchgesetzt haben: Alle Betrugs-Diesel von VW mussten entweder technisch nachger&uuml;stet oder die Fahrzeuge zur&uuml;ckgekauft werden.<\/p><p>Die von uns geforderte technische Nachr&uuml;stung der Betrugs-Diesel auch in Deutschland stellt sicher, dass die K&auml;ufer dieser Fahrzeuge nicht ein zweites Mal betrogen werden, dass ihre Mobilit&auml;t erhalten und der Wertverlust dieser Autos gestoppt sind.<\/p><p><strong>Die Forderung ist sicherlich vern&uuml;nftig. Diejenigen, die den Schaden angerichtet haben, sollen auch daf&uuml;r aufkommen. Nur: Fordern und sagen, die Autoindustrie soll bezahlen, ist das Eine. Das Andere ist: Wir haben jetzt die Situation, dass St&auml;dte Fahrverbote verh&auml;ngen d&uuml;rfen. Aber die Kostenfrage ist noch nicht abgekl&auml;rt.<\/strong><\/p><p>Wir brauchen schnell die &sbquo;saubere Luft&lsquo; in unseren St&auml;dten und dies geht nur durch die in diesem Jahr kommenden Diesel-Fahrverbote. Hamburg beginnt damit im April, knapp 20 weitere St&auml;dte sperren Diesel schlechter als Euro 5 ab diesem Herbst aus. Die Fahrverbote f&uuml;r Euro 5 kommen aber erst zum 1. September 2019. Das hei&szlig;t, die Autoindustrie hat jetzt 18 Monate Zeit, im Rahmen amtlicher R&uuml;ckrufe eine funktionierende Abgasanlage einzubauen. Euro-4-Fahrzeuge ohne Partikelfilter sind &uuml;ber zehn Jahre alt und dadurch so schmutzig, dass sie zu Recht ausgesperrt werden, noch &auml;ltere Diesel ebenfalls.<\/p><p>Gerne bem&uuml;hen Politiker &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsschichten f&uuml;r ihre Argumentation gegen Diesel-Fahrverbote. In Wirklichkeit kehrt sich die Argumentation gegen sie: Es sind gerade Arme, Kranke, Kinderreiche, alte Menschen, die besonders unter giftigen Dieselabgasen leiden. Weil sie besonders oft gerade an den lauten und stinkenden Stra&szlig;en wohnen, dort sind die Mietkosten am g&uuml;nstigsten.<\/p><p><strong>Es sind also nicht die Armen, die Ihnen schreiben.<\/strong><\/p><p>Umgekehrt danken uns viele von ihnen f&uuml;r den Einsatz und beschreiben eindrucksvoll, wie sie unter den Abgasen leiden, ihre Kinder krank sind. Und es schreiben uns auch viele Lungenfach&auml;rzte, die kein Verst&auml;ndnis daf&uuml;r haben, dass Politik und Verwaltung sich f&uuml;r die &sbquo;Freie Fahrt f&uuml;r Dieselstinker&lsquo; einsetzen und zu wenig f&uuml;r die saubere Luft unternehmen.<\/p><p><strong>Gut, aber nochmal: Nat&uuml;rlich gibt es immer noch Menschen, die Euro-4-Fahrzeuge fahren.<\/strong><\/p><p>Viele Euro-4-Fahrzeuge haben nicht einmal einen Partikelfilter. Und mit &uuml;ber zehn Jahren Alter ist ihr Restwert meist niedrig. Es gibt aber auch die Handwerkerautos mit niedriger Laufleistung und teuren Einbauten. Die Bundesregierung hatte nun &uuml;ber zwei Jahre Zeit, die rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Nachr&uuml;stung zu schaffen. Sie hat damit noch nicht einmal begonnen.<\/p><p><strong>Wie realistisch ist der Schritt, dass die Automobilindustrie die Kosten f&uuml;r die Nachr&uuml;stung &uuml;bernimmt?<\/strong><\/p><p>Das wird f&uuml;r die Euro-5- und Euro-6-Diesel sicher kommen. Aber die Politik wird nicht der Treiber sein, sondern die Gerichte. Diese werden daf&uuml;r sorgen, dass die Automobilindustrie die Kosten &uuml;bernehmen muss &ndash; andernfalls m&uuml;ssen die Hersteller den Kaufvertrag r&uuml;ckg&auml;ngig machen und den betrogenen Kunden den vollen Kaufpreis auszahlen. Da kommt dann die technische Nachr&uuml;stung billiger.<\/p><p>Im Februar gab es in Hamburg einen mutigen Gerichtsentscheid, wonach einem VW-Kunden der volle Kaufpreis erstattet werden musste, weil das Software-Update den Mangel eben nicht heilt. Und das Gericht hat ebenso entschieden, dass der Kunde auch nicht die Nutzung des Fahrzeugs &uuml;ber die letzten zwei, drei Jahre zu bezahlen hat. Der Kunde bekommt also den vollen Kaufpreis zur&uuml;ck.<\/p><p>Das ignorante Verhalten der Automobilindustrie macht zunehmend die Gerichte mutiger. Sie zeigen sich auch zunehmend fassungsloser, wie der Staat sich in dieser Angelegenheit verh&auml;lt. Er kommt n&auml;mlich seiner Verpflichtung aus dem Grundgesetz, Artikel 2 &ndash; dem Schutz des Lebens und dem Recht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit &ndash; nicht nach.<\/p><p>Wir sehen zunehmend Urteile, die klar den Betrug von VW ansprechen. Das, was wir erleben, ist organisierter, massenweiser Betrug in voller Kenntnis der Beh&ouml;rden. Diese Dieselkonzerne haben sich &uuml;ber zwei Jahrzehnte abgesprochen, minderwertige Abgasreinigungstechnik zu verbauen, um den Profit zu steigern &ndash; zu Lasten der Gesundheit der Menschen und der Umwelt. Ich gehe davon aus, dass &uuml;ber die Einzelentscheidungen der Gerichte eine Art Tsunami entsteht und die Automobilindustrie irgendwann gar nicht mehr anders kann, als mit den technischen R&uuml;ckrufen auf eigene Kosten zu starten.<\/p><p><strong>Wir haben schon dar&uuml;ber gesprochen, aber nochmal: Wenn man sieht, wie z&auml;h und schwierig dieser Kampf ist, den Sie f&uuml;hren, dann wird doch auch deutlich, wie gro&szlig; das Versagen der Politik ist.<\/strong><\/p><p>Wir sehen den Offenbarungseid der Politik. Aber die Hoffnung, dass es doch ein R&uuml;ckbesinnen auf das Primat der Politik geben k&ouml;nnte, stirbt zuletzt. Am Tage der Vereidigung der neuen Bundesregierung haben immerhin einige Abgeordnete das Gespr&auml;ch gesucht, wie man die Automobilindustrie doch zur Kosten&uuml;bernahme bei der technischen Nachr&uuml;stung zwingen k&ouml;nnte. Dennoch bleiben die Zweifel, ob die Politik wirklich den Mut haben wird.<\/p><p>Typisch war der Auftritt der ehemaligen Umweltministerin Barbara Hendricks bei Maybrit Illner. Zuerst sanfte Kritik an der Autoindustrie und dann die bezeichnende Einschr&auml;nkung, man k&ouml;nne ja rechtlich nichts fordern. Da war dann selbst der ehemalige Daimler-Chef Edzard Reuter in der nachfolgenden Talkrunde deutlicher, der seinen Nachfolgern genau dies abverlangte, was die damals amtierende Umweltministerin als &sbquo;rechtlich leider nicht durchsetzbar&lsquo; bezeichnete.<\/p><p>Nat&uuml;rlich kann die Politik die Dieselkonzerne rechtlich verpflichten. Nahezu alle zehn Millionen Diesel-Pkw der Abgasstufe Euro 5 und 6 zumindest bis Baujahr 2017 haben illegale Abschalteinrichtungen an Bord. Hier kann und muss die Bundesregierung durch den Entzug der Typzulassung durchgreifen.<\/p><p>Aber es gibt ein weiteres Instrument: Die Europ&auml;ische Union hat im Dezember 2016 ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, &uuml;ber das bisher wenig berichtet wurde. Inhalt ist die Weigerung Deutschlands, Strafzahlungen von 5.000 bis 6.000 Euro pro Betrugs-Pkw von der Industrie zu fordern. Die franz&ouml;sische Anti-Betrugsbeh&ouml;rde hat f&uuml;r die franz&ouml;sische und die italienische Autoindustrie 18,3 Milliarden Euro Strafe verf&uuml;gt. Wie wird der Europ&auml;ische Gerichtshof entscheiden? Wird er sagen, es ist richtig, dass die deutschen Automobilhersteller keine Strafe zahlen m&uuml;ssen? Oder wird er sagen, dass zur Herstellung der Wettbewerbsf&auml;higkeit auch die deutschen Autohersteller Strafen zu zahlen haben?<\/p><p>Deshalb: Die Politik kann die Autoindustrie sehr wohl zwingen, f&uuml;r ihre Betr&uuml;gereien geradezustehen &ndash; sie muss es nur wollen. Und mit den zu erwartenden &uuml;ber 20 Milliarden Euro Strafzahlungen k&ouml;nnen wir die St&auml;dte endlich lebenswerter machen, mit einem modernen &ouml;ffentlichen Personennahverkehr und weniger Autos auf den Stra&szlig;en.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Das Interview wurde vor den Medienberichten zum Diesel-Fonds aufgezeichnet<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180410_resch.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Medienberichten <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/abgasskandal-regierung-soll-neuen-diesel-fonds-planen\/21150246.html\">zufolge<\/a> laufen die Planungen der Bundesregierung f&uuml;r einen Diesel-Fonds bereits auf Hochtouren. Der Steuerzahler wird dann wohl die Kosten &uuml;bernehmen, die eigentlich die Automobilkonzerne tragen m&uuml;ssten. &bdquo;Das ist kein ehe&auml;hnliches Verhalten mehr, das ist ein siamesisches Verh&auml;ltnis. Die sind verwachsen miteinander&ldquo;, sagt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,209,176,150,73],"tags":[1565,1502,2318,2137,2319,529,928,1586,930,2317,471,2257,2061,244,1371],"class_list":["post-43387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-umweltpolitik","category-verbraucherschutz","category-verkehrspolitik","tag-automobilindustrie","tag-daimlermercedes","tag-deutsche-umwelthilfe","tag-diesel","tag-fahrverbot","tag-freshfields","tag-gesundheit","tag-hendricks-barbara","tag-justiz","tag-resch-juergen","tag-systemrelevanz","tag-tierversuche","tag-umweltverschmutzung","tag-vierte-gewalt","tag-volkswagen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43387"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87939,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43387\/revisions\/87939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}