{"id":43400,"date":"2018-04-11T08:46:45","date_gmt":"2018-04-11T06:46:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43400"},"modified":"2018-12-27T10:38:29","modified_gmt":"2018-12-27T09:38:29","slug":"was-sie-schon-immer-mal-ueber-verxxxxxungen-wissen-wollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43400","title":{"rendered":"Was Sie schon immer mal \u00fcber VerXXXXXungen wissen wollten"},"content":{"rendered":"<p>Verschw&ouml;rungspraxen, Verschw&ouml;rungstheorien und Verschw&ouml;rungsideologien &ndash; <strong>Wolf Wetzel<\/strong> wirft f&uuml;r die NachDenkSeiten einen spannenden zweiteiligen Blick auf &bdquo;Verschw&ouml;rungen&ldquo; und verbindet dies mit dem &bdquo;NSU-VS-Komplex&ldquo;, dem skandal&ouml;sen Dickicht aus Verfassungsschutz, Ermittlungsbeh&ouml;rden und Politik im Umfeld der rechtsextremen NSU-Morde.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1795\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43400-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43400-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180411_Was_Sie_schon_immer_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Teil I<\/strong><\/p><p>Beginnen wir entspannt mit einem Quiz. Ich pr&auml;sentiere Ihnen mehrere Ereignisse, die sich in Deutschland abgespielt haben k&ouml;nnten und Sie m&uuml;ssen sich entscheiden, welches Ereignis wahr, welches erfunden wurde.<\/p><p><strong>Testfrage I<\/strong><\/p><p><em>Ein F&ouml;rster in Norddeutschland sorgte sich nicht nur um den Wald, sondern auch um &uuml;ber 30 Erddepots, die mit Sprengstoff, Handgranaten und Panzerf&auml;usten gef&uuml;llt waren. Er wurde festgenommen und erh&auml;ngte sich in der Haftzelle, nachdem er seine Bereitschaft kundgetan hatte, die Namen der &bdquo;Hinterm&auml;nner&ldquo; preiszugeben.<\/em><\/p><p><strong>Testfrage II<\/strong><\/p><p><em>Ein gro&szlig;es Loch wird in die Mauer einer Justizvollzugsanstalt, im Volksmund auch Knast genannt, gesprengt. Ausgef&uuml;hrt wird dieser Anschlag von Agenten des Geheimdienstes.<\/em><br>\n<em>Kurze Zeit sp&auml;ter verk&uuml;nden Polizei und Presse, dass es sich sehr mutma&szlig;lich um einen Anschlag von Sympathisanten der RAF, der Rote Armee Fraktion, gehandelt hat, um so inhaftierten Mitgliedern die Flucht zu erm&ouml;glichen. Dieser staatseigene Anschlag bekam den weitblickenden Namen &bdquo;Operation Neuland&ldquo; und sollte V-Leute als &bdquo;Befreier&ldquo; in die RAF bzw. in ihr Umfeld einschleusen.<\/em><\/p><p><strong>Testfrage III<\/strong><\/p><p><em>Die T&uuml;rme der Frauenkirche in M&uuml;nchen beherbergen nicht nur wunderbar klingende Glocken und einsame Engel. Dort befinden sich auch Abh&ouml;r- und Sendeanlagen des deutschen Auslandsgeheimdienstes. Da die Kathedralkirche mit den beiden T&uuml;rmen das h&ouml;chste Geb&auml;ude der Stadt ist, teilte sich der Geheimdienst diesen begehrten Ort mit weiteren Geheimdiensten, trotz aller Beengtheiten.<\/em><\/p><p><strong>Testfrage IV<\/strong><\/p><p><em>Der deutsche Geheimdienst muss nicht alles alleine und selbst machen. Er greift auch auf Privatagenten zur&uuml;ck. Einer der Besten nimmt Auftr&auml;ge von Geheimdiensten, Regierungen und Konzernen entgegen. Um die Anonymit&auml;t der Auftraggeber zu garantieren und Rechtvorschriften nicht zu bel&auml;stigen, werden im Zusammenspiel mit Banken und Rechtskanzleien geheime Konten angelegt, um die Finanzierung von &bdquo;Operationen&ldquo; reibungs- und spurenlos zu gew&auml;hrleisten.<\/em><\/p><p><strong>Testfrage V<\/strong><\/p><p><em>Ein V-Mann des Inlandgeheimdienstes gr&uuml;ndete im beschaulichen Schwabenland eine Zweigstelle des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan, der im Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten den &bdquo;Rassenkrieg&ldquo; propagiert. Als bekannter Nazis&auml;nger und nun auch &bdquo;Grand Dragon&ldquo; fand er auf Anhieb so viele dem Rassenkrieg verbundene Polizisten, dass er eine eigene Sektion (Chapter) h&auml;tte aufmachen k&ouml;nnen, damit Polizisten in ihrer Freizeit das fortsetzen k&ouml;nnen, was sie in ihrem Beruf antreibt. Diese Methode hat die klebrige Bezeichnung &bdquo;Honigtopf&ldquo;.<\/em><\/p><p>Das Ergebnis dieses Quiz wird am Ende dieses Beitrages bekanntgegeben.<\/p><p>In den letzten Jahren hat das Wort &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; Hochkonjunktur. Man muss den Inhalt, den Begriff nicht verstanden haben, um zu wissen, dass mit diesem Wort ein rotes Abschirmband gezogen werden soll, das die Funktion einer Bannmeile erf&uuml;llt: &sbquo;Bitte fernhalten&rsquo; &hellip; &sbquo;Betreten verboten&rsquo;. Wenn dieses Wort f&auml;llt, ducken sich im Normalfall viele weg, die nicht in der Gemeinschaftszelle f&uuml;r Narren landen m&ouml;chten. Diese Affekte sind gewollt, denn das Wort selbst gibt das nicht her.<\/p><p><strong>Der NSU-VS-Komplex<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Eine Verschw&ouml;rungstheorie ist es, wenn man wie der Generalbundesanwalt sagt: Es waren drei und sonst niemand. Das hat mit der Realit&auml;t nichts zu tun. Ich habe mal an der Richterakademie ein Referat gehalten und hatte beim Abendessen noch ein Gespr&auml;ch mit Beteiligten, da wurde mir gesagt: Tja, wenn wir die V-Leute im NSU-Prozess zum Thema machen, dann ist das ein Fass ohne Boden.&ldquo; (Prof. Hajo Funke, Junge Welt vom 18.07.2015)\n<\/p><\/blockquote><p>Allein im Kontext der NSU-Morde, der unz&auml;hligen Pannen bei der Verfolgung und Aufkl&auml;rung, fliegt einem das Wort &bdquo;<em>Verschw&ouml;rungstheorie<\/em>&ldquo; nur so um die Ohren. Das Magazin &bdquo;DER SPIEGEL&ldquo; (3\/2015) hat gar einen Virus im NSU-Prozess entdeckt, der den Namen &hellip; <em>Verschw&ouml;rungstheorie<\/em> tr&auml;gt. Das Magazin widmete sich dem Mord in Kassel 2006, der dem NSU zugeschrieben wird. Mit zwei Sch&uuml;ssen in den Kopf wurde der Internetcaf&eacute;-Besitzer ermordet. Zur Tatzeit war der Verfassungsschutzmitarbeiter Andreas Temme anwesend. Ein Geheimdienstmann, der in seiner Jugend &bdquo;Klein-Adolf&ldquo; gerufen wurde und im Beruf Neonazis als V-Leute betreute. Er verl&auml;sst kurz nach dem Mord seinen Internetplatz, sieht den blut&uuml;berstr&ouml;mten Internetcaf&eacute;-Besitzer nicht hinter seinem Tisch liegen, legt ein Geldst&uuml;ck auf den blutverspritzten Tisch, ohne sich das Geringste dabei zu denken &hellip; und verliert mit Verlassen des Tatorts jede Erinnerung daran, dass er dort war. Die Polizei ermittelt ihn dennoch und f&uuml;hrte ihn wenig sp&auml;ter als Tatverd&auml;chtigen. Seine Telefonanschl&uuml;sse wurden abgeh&ouml;rt, man observierte sein Tun, wie er sich unter anderem mit Vorgesetzten auf einer Rastst&auml;tte traf. In einem dieser abgeh&ouml;rten Telefonate &auml;u&szlig;erte sich der Geheimschutzbeauftragte des hessischen Landesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz (LfV) wie folgt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich sage ja jedem: Wenn er wei&szlig;, dass irgendwo so etwas passiert, bitte nicht vorbeifahren.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dass das alles zusammengenommen eine Indizienkette ergibt, die f&uuml;r f&uuml;nf Anklagen reicht, w&auml;hrend der belastendste Beweis f&uuml;r die T&auml;terschaft der beiden NSU-Mitglieder der ist, dass es <em>keine<\/em> Spuren, <em>keine<\/em> Zeugen, <em>keine<\/em> Indizien am Tatort gibt, findet das Magazin an den Haaren herbeigezogen, v&ouml;llig aus der Luft gegriffen, also ein &bdquo;Fest&ldquo; f&uuml;r jeden, &bdquo;<em>der aufregende Verschw&ouml;rungstheorien liebt<\/em>&ldquo;. Und das Magazin f&uuml;r Bewusstseinspflege dreht weiter m&auml;chtig am Rad, wenn Prozessbeobachter der Serie von Falschaussagen, Beseitigungen von Akten und Manipulation von Tatorten eine Absicht unterstellen und macht daraus &bdquo;<em>Komplottgespinste<\/em>&ldquo;. Man kann diese Art verspiegelter &bdquo;Aufkl&auml;rung&ldquo; auch so zusammenfassen: Wenn man das Wahrscheinliche ausgeschlossen hat, die Ermittlungsmethoden der Plausibilit&auml;t au&szlig;er Kraft gesetzt hat, muss das, was &uuml;brigbleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag. Dann ist auch nicht mehr auszuschlie&szlig;en, dass ein Stein, den man in die Luft wirft, nicht mehr der Schwerkraft folgt, sondern sich in Luft aufl&ouml;st.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir sind angekettet in einer H&ouml;hle, k&ouml;nnen nur in eine Richtung schauen und hinter unserem R&uuml;cken wirft Feuer ein Licht, vor dem Gaukler bestimmte Gegenst&auml;nde bewegen, die Schattenbilder an die Wand werfen. Da wir nur diese Schatten sehen k&ouml;nnen, halten wir sie f&uuml;r die wahrhafte Wirklichkeit. Was w&uuml;rde nun passieren, fragt Platon, wenn einer der Insassen den H&ouml;hlenausgang entdecken und entfliehen k&ouml;nnte. Die Sonne w&uuml;rde seine Augen zuerst blenden, aber dann k&ouml;nnte er die eigentliche Welt erkennen &ndash; und die Technik der von diesen Gauklern produzierten Schattenbilder verstehen. Wenn er dann aber zur&uuml;ck in die H&ouml;hle ginge, um seine einstigen Mitinsassen &uuml;ber das Trugbild aufzukl&auml;ren, dem sie aufgesessen sind, was w&uuml;rde geschehen? Man w&uuml;rde ihn auslachen und sagen, er h&auml;tte von dort oben verdorbene Augen mitgebracht und es gebe keinen Anlass, die H&ouml;hle zu verlassen. Wenn er sie nun befreien und hinauf ans Licht f&uuml;hren wollte, was w&uuml;rden sie tun? &sbquo;Wenn sie seiner habhaft werden, werden sie ihn wirklich umbringen, ganz gewiss!&lsquo;, hei&szlig;t es dann bei Platon.&ldquo; (Platons H&ouml;hlengleichnis, nach Mathias Br&ouml;ckers)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Verschw&ouml;rungstheorien<\/strong><\/p><p>Verschw&ouml;rungen sind zuallererst keine Phantasien, sondern die notwendige Organisationsform f&uuml;r Handlungen, deren Ank&uuml;ndigung und offene Durchf&uuml;hrung ein solches Vorhaben verhindern k&ouml;nnte und\/oder strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen w&uuml;rde. Sie werden also notwendigerweise konspirativ geplant und gegen&uuml;ber Au&szlig;enstehenden abgeschottet. Der Kreis der Eingeweihten ist nicht beliebig, sondern auf das Notwendigste eingegrenzt. Zum Schutz des Vorhabens vermeidet man Spuren und belastende Indizien. Da die Eingeweihten in aller Regel die Existenz dieser Organisation\/Operation und ihre Teilnahme daran leugnen werden, ist ihre Aufdeckung alles andere als leicht. Wenn wir hier &uuml;ber Verschw&ouml;rungen reden, dann nicht &uuml;ber Kinderbanden, sondern &uuml;ber Verschw&ouml;rungen, die auf die herrschenden Machtverh&auml;ltnisse Einfluss nehmen beziehungsweise diese absichern wollen und k&ouml;nnen.<\/p><p>Dass diejenigen, die Verschw&ouml;rungen organisieren, auf eine jahrzehntelange Praxis zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen und &ndash; wenn n&ouml;tig &ndash; einen schwindlig reden k&ouml;nnen, hat der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorgemacht:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es gibt bekanntes Bekanntes; es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt: Das hei&szlig;t, wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte &ndash; Dinge also, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.&ldquo; (zeit.de vom 17. Juni 2013)\n<\/p><\/blockquote><p>Eine Theorie &uuml;ber Verschw&ouml;rungen zu entwickeln, bedeutet also, sich Begriffe und Merkmale zu erarbeiten, die eine Verschw&ouml;rung definieren helfen. Dazu braucht man keine Phantasie, sondern Akribie, die noch vorhandenen &bdquo;Beweismittel&ldquo; zusammenzutragen, um sie wie ein Puzzle aneinanderzulegen. Zwischen einer Verschw&ouml;rung und ihrer (offiziellen) Aufdeckung liegt demzufolge kein Niemandsland, sondern die Theorie.<\/p><p>Verschw&ouml;rungen (Stauffenberg-Attentat auf Hitler 1944, die Invasion in der Schweinebucht\/Kuba 1963, Mordanschlag auf John F. Kennedy 1963) k&ouml;nnen sich gegen den eigenen oder einen anderen Staat richten. Sie k&ouml;nnen aber auch von staatlichen Institutionen selbst ins Leben gerufen sein, wenn die amtierende Regierung etwas unbedingt durchsetzen will, aber sich weder der parlamentarischen Zustimmung (einschlie&szlig;lich der Kontrollgremien) noch der Zustimmung innerhalb der Bev&ouml;lkerung sicher ist. Als Beispiele gelten daf&uuml;r der &bdquo;<em>Tiefe Staat<\/em>&ldquo; in der T&uuml;rkei und die &bdquo;<em>Gladio-Strukturen<\/em>&ldquo;, die auch als &bdquo;<em>stay behind<\/em>&ldquo;-Armeen bezeichnet wurden.<\/p><p>In der Organisationssoziologie spricht man in diesem Zusammenhang von &bdquo;<em>brauchbarer Illegalit&auml;t<\/em>&ldquo;.<br>\nWenn man von diesen Realit&auml;ten ausgeht, sind Verschw&ouml;rungen &ndash; ohne jede Blutdruckerh&ouml;hung &ndash; durch eine spezifische Form der (konspirativen, nach au&szlig;en hin abgeschotteten) Organisationsstruktur gekennzeichnet.<\/p><p><em>Verschw&ouml;rungstheorien<\/em> sind also keine brodelnden K&uuml;chenherde, wo Phantasien zusammengehext und -gemixt werden, sondern Theorien, die sich bem&uuml;hen, Strukturen, Handlungen und Intentionen einer solchen Verschw&ouml;rung so nahe wie m&ouml;glich abzubilden. Theorien zu angenommenen und vermuteten Verschw&ouml;rungen haben sachbedingt keine offenen Archive und herumliegende Beweise. Sie m&uuml;ssen auf unterschiedliche Weise deren Deckung, Geheimhaltung und offizielle Leugnung umgehen, durchbrechen und &uuml;berwinden. Die einfachste und institutionalisierte ist &hellip; abzuwarten, bis die betreffende Regierung geheimgehaltene Dokumente freigibt. Je nach Staatswohlwollen betr&auml;gt die Frist 10 bis 120 Jahre. Dann bekommt auf einmal das, was jahrzehntelang eine bl&uuml;hende Verschw&ouml;rungstheorie war, ein regierungsamtliches (G&uuml;te-)Siegel, wie im Zusammenhang mit &bdquo;Gladio&ldquo;. Wir werden sp&auml;ter darauf zur&uuml;ckkommen.<\/p><p>So existiert in den USA ein B&uuml;rgerrecht, das die Regierung dazu verpflichtet, nach einer festgelegten Frist Akten der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich zu machen: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freedom_of_Information_Act\">Freedom of Information Act<\/a> (FOIA).<br>\nHierzu nur ein Beispiel daf&uuml;r, dass es sich lohnt, geduldig zu warten, um ein weiteres Puzzle dazuzugewinnen. Der Mord an John F. Kennedy 1963 w&uuml;hlte viele Menschen in den USA auf. Fast noch mehr die Art der Aufkl&auml;rung, das hei&szlig;t in diesem Fall die Sabotage der Aufkl&auml;rung: Akten gehen in Flammen auf, Zeugen sterben oder widerrufen, Beweismittel verschwinden, sogar das Hirn des Pr&auml;sidenten. Bereits ein paar Jahre sp&auml;ter glauben fast die H&auml;lfte der US-B&uuml;rger nicht an die Version eines kommunistischen Einzelt&auml;ters und halten das Ergebnis der &bdquo;Warren-Kommission&ldquo; f&uuml;r unglaubw&uuml;rdig. Dass bei diesen Vertuschungen nicht alles &bdquo;Zufall&ldquo; war, belegt unter anderem ein CIA-Dokument aus dem Jahr 1967, das zehn Jahre sp&auml;ter freigegeben wurde. Es hat den Betreff: <em>Countering criticism of Warren report<\/em>. Es f&uuml;hrt aus, dass die Zweifel an der juristischen und politischen Aufkl&auml;rung massiv seien, die &Ouml;ffentlichkeit aufbringen, die Glaubw&uuml;rdigkeit der Regierung und des Justizsystems ersch&uuml;ttern, bis hin zu den Geheimdiensten, die darin involviert sind. Um dem zu begegnen, schl&auml;gt der CIA Folgendes vor: &bdquo;<em>The aim of this dispatch is to provide material for countering and discrediting the claims of the conspiracy theorists.<\/em>&ldquo; (Das Ziel dieser Depesche ist es, Material zur Entgegnung und zur Diskreditierung der Ziele von Verschw&ouml;rungstheorien zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/p><p>Zweierlei ist an diesem Dokument wichtig: Zum einen werden Zweifel, substantielle Widerspr&uuml;che zu &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; zusammengestaucht. Zum anderen belegt dieses Dokument, dass man zur Bek&auml;mpfung der Kritiker gezielte Diskreditierungen eingesetzt hat, indem man die Personen unglaubw&uuml;rdig zu machen versucht, um damit den Inhalt zu treffen.<\/p><p>Man kann auch ein gutes St&uuml;ck weitergehen: <strong>Wer vor &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; wie vor einer Geisteskrankheit warnt, tarnt vor allem seine eigenen kriminellen Handlungen und Ziele, indem die Aufdeckung genau solcher Praktiken auf jede nur erdenkliche Weise diskreditiert werden soll.<\/strong><br>\nNun kann man das zusammenf&uuml;gen, was bisher &bdquo;umstritten&ldquo; war. Der damalige Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison hatte massive Zweifel am offiziellen Ermittlungsergebnis. In seinem 1988 erschienenen Buch &bdquo;Wer erschoss John F. Kennedy &ndash; Auf der Spur der M&ouml;rder von Dallas&ldquo; f&uuml;hrt er dazu aus: &bdquo;Als ich versuchte, einige dieser &uuml;beraus unangenehmen Zusammenh&auml;nge ans Licht zu bringen, fielen die Regierung der Vereinigten Staaten und die gro&szlig;en Medien &uuml;ber mich her (&hellip;), weil ich angedeutet hatte, Mitglieder unserer eigenen Geheimdienste h&auml;tten sich zur Ermordung des Pr&auml;sidenten verschworen. Ich wurde in der Presse als publicitys&uuml;chtiger Politiker, Scharlatan und Kommunist verleumdet.&ldquo; (Jim Garrison, Wer erschoss John F. Kennedy &ndash; Auf der Spur der M&ouml;rder von Dallas, Seite 12, Bastei-Verlag, 1992)<\/p><p>Man muss vorsichtshalber hinzuf&uuml;gen, dass dieser Bezirksstaatsanwalt alles, nur kein Kommunist war. Wenn man ihn einordnen will, dann war er durch und durch ein Patriot seines Landes und seiner Verfassung. Er war einfach nur das, was man von einem Staatsanwalt erwartet: Er pr&uuml;ft und w&uuml;rdigt die Fakten und er unternimmt alles, um die Mordumst&auml;nde, die zum Tod seines Pr&auml;sidenten f&uuml;hrten, aufzukl&auml;ren. Das sollte eigentlich weder merkw&uuml;rdig noch sonderhaft sein.<\/p><p>Wohl genau deshalb wurde an ihm all das durchexerziert, was die CIA-Depesche angek&uuml;ndigt hatte: Man unterstellte ihm nicht nur besagte eigenn&uuml;tzige Motive, man setzte Spitzel auf ihn an und schleuste sie als vermeintliche Mitarbeiter in sein Team. Man verweigerte ihm Akten, man setzte seine Zeugen unter Druck, die er f&uuml;r seine Anklage aufrufen wollte. Man untersagte f&uuml;r die Anklage wichtigen Zeugen, Aussagen zu machen. Das Ganze kr&ouml;nte man mit einem Korruptionsvorwurf, der fingiert war und in sich zusammenfiel. Dennoch f&ouml;rderten seine Ermittlungen bedeutsame Fakten zutage, die der Einzelt&auml;terversion eklatant widersprechen.<\/p><p>Zu den anderen Quellen geh&ouml;ren Fakten und Zeugnisse, die (mit und ohne politische Intention) zugespielt werden. Auch das passiert wahrscheinlich &ouml;fters, als man es verifizieren kann. Die &bdquo;Quelle&ldquo; kann dabei der jeweilige Geheimdienst sein, der &ndash; was zum Beispiel f&uuml;r die USA und die BRD belegt ist &ndash; &uuml;ber einen Pool an &bdquo;vertrauensw&uuml;rdigen&ldquo; Zeitungen und JournalistInnen verf&uuml;gt, denen das Material zugespielt wird. Es ist ein Gesch&auml;ft f&uuml;r beide Seiten: Die Zeitung kann mit einem aufgedeckten Skandal ihr Renommee und ihre Auflage steigern und der Geheimdienst kann gezielt &bdquo;nationale Interessen&ldquo; bedienen. Viele sogenannte Leaks sind also gewollt und beabsichtigt. Es geht dabei darum, die eigentlich Verantwortlichen zu verschleiern. Zum Beispiel hatte der Geheimdienst der DDR einige wichtige Informationen zu &bdquo;Gladio&ldquo; gesammelt und diese dann &bdquo;aus der Hand fallen lassen&ldquo;. Oder ein Geheimdienst lanciert geheime Informationen an die &Ouml;ffentlichkeit, um eine andere Regierung zu diskreditieren &ndash; wie nach dem Terroranschlag in Manchester\/England 2017: Der US-Geheimdienst hatte &bdquo;amerikanischen Medien geheime Ermittlungsergebnisse und Fotos vom Tatort&ldquo; (zeit.de vom 26. Mai 2017) zugespielt.<\/p><p>Ab und an gelangen aber auch geheime Unterlagen durch Insider an die &Ouml;ffentlichkeit. Insider, die das, was sie machen und verheimlichen sollen, nicht mehr aushalten.  Zu den wichtigsten Quellen, die&bdquo;<em>Watergate-Aff&auml;re<\/em>&ldquo; Anfang der 70-er Jahre aufzukl&auml;ren, z&auml;hlte ein Insider: <strong>Mark Felt<\/strong>. Er war bis Juni 1973 stellvertretender Direktor des FBI und war mit den Fakten der Watergate-Ermittlungen aufs Engste vertraut und versorgte US-Zeitungen mit vielen Quellen und (unterschlagenen) Beweismitteln.<\/p><p>Auch Edward Snowden geh&ouml;rt ganz sicher zu diesem sehr kleinen Personenkreis, der den Preis von &sbquo;Geheimnisverrat&rsquo; in Kauf genommen hat. Aber auch eine offizielle Version kann wichtige Hinweise liefern, wenn das damit belegte Geschehen so nicht stattgefunden haben kann, wenn man geschehensrelevante L&uuml;cken ausfindig machen kann, die die Plausibilit&auml;t in Frage stellen.<br>\nAber, und das &uuml;berrascht im ersten Moment, sind auch und gerade &bdquo;zuf&auml;llig&ldquo; vernichtete Beweise auslesbar, gerade dann, wenn es sich meist beziehungsweise ausschlie&szlig;lich um Beweismittel handelt, die der offiziellen Version widersprochen h&auml;tten, was einer behaupteten Zuf&auml;lligkeit deutlich widerspricht. Man kann sich das wie einen <em>Abdruck<\/em> einer Weinflasche vorstellen, nachdem man sie als Beweismittel beseitigt hat.<\/p><p>Letzter und wichtiger Ort f&uuml;r theoretische Sondierungen sind Beweismittel, die zwar aktenkundig sind, also vorliegen, aber f&uuml;r &bdquo;irrelevant&ldquo; und &bdquo;nicht zielf&uuml;hrend&ldquo; erkl&auml;rt wurden und aus der Beweisf&uuml;hrung herausgeworfen wurden.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist es in manchen F&auml;llen m&ouml;glich, dass die Leerstelle, die ein vernichtetes Beweisst&uuml;ck hinterl&auml;sst und die Beweismittel, die au&szlig;er Acht gelassen wurden, zusammen einen Geschehensablauf rekonstruieren helfen, der signifikant besser belegt ist, als die offizielle Version.<br>\nDiese M&ouml;glichkeiten belegen, dass das Argument, Verschw&ouml;rungen nachzuzeichnen, in Umrissen kenntlich zu machen, k&ouml;nne nur pure Spekulation sein, also Kaffeesatzleserei, vorgeschoben und unhaltbar ist.<\/p><p>Dass auch Verschw&ouml;rungstheorien fehlerhaft sind, Plausibilit&auml;tsl&uuml;cken aufweisen k&ouml;nnen, spricht f&uuml;r die Notwendigkeit der &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit und nicht gegen die Notwendigkeit theoretischer Annahmen.<\/p><p><strong>Verschw&ouml;rungsideologien<\/strong><\/p><p>Bevor ich auf die Wirklichkeit von Verschw&ouml;rungen und den Versuch, sie in einer Theorie abzubilden, zur&uuml;ckkomme, m&ouml;chte ich das Paket &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; aufschn&uuml;ren. Unbestreitbar gibt es schlechte Verschw&ouml;rungstheorien, denen die Aufdeckung von verdeckten Strukturen nicht gelingt.<\/p><p>Etwas ganz anderes sind Verschw&ouml;rungsideologien. Ideologien, verstanden als &bdquo;notwendig falsches Bewusstsein&ldquo;. In diesen geht es nicht darum, die Wirklichkeit abzubilden, sondern diese zu verschleiern, indem Projektionen und Verblendungen f&uuml;r Wesens- beziehungsweise Strukturmerkmale ausgegeben werden.<\/p><p>Die sicherlich bekannteste Verschw&ouml;rungsideologie mit der historisch wohl l&auml;ngsten Tradition ist die &uuml;ber <em><strong>eine antisemitische Verschw&ouml;rung<\/strong><\/em>. Da sie Wirklichkeitspartikel und vor allem aktuelle Herrschaftsinteressen aufnehmen muss, gibt es diese in den verschiedensten historischen Ausformungen: Sei es der religi&ouml;se\/christliche Antijudaismus, der den &bdquo;Judas&ldquo; als Verr&auml;ter und den &bdquo;Geldjuden&ldquo; f&uuml;r alles &Uuml;bel verantwortlich macht. Bis hin zu der im deutschen Faschismus entwickelten Ideologie von der &bdquo;j&uuml;disch-bolschewistischen Weltverschw&ouml;rung&ldquo;, die die Neurechten des Jetztzeitalters an die &bdquo;Wall Street&ldquo; transzendieren.<\/p><p>All diese historischen Akzentuierungen haben einen zentralen, gemeinsamen Kern: Die antisemitische Verschw&ouml;rungsideologie imaginiert eine omnipotente Macht, die im Verborgenen ihre F&auml;den zieht, die Wirtschaft, die Politik, unser ganzes Leben in der Hand hat. Was dem normalen Menschen verborgen bleibt, erkennt der Antisemitismus: Hinter dieser abstrakten Macht verbergen sich die Juden, die f&uuml;r Elend und Reichtum, f&uuml;r Schmutz und Glanz gleicherma&szlig;en verantwortlich gemacht werden.<\/p><p>Es handelt sich um eine <em>erfundene soziale Realit&auml;t<\/em>, um einen <em>imaginierten<\/em> Feind, der die wahren Herrschaftsverh&auml;ltnisse auf den Kopf stellt und zugleich verteidigt &ndash; indem man in &bdquo;die Juden&ldquo; all das hineinprojiziert, was der Kapitalismus an Elend und Ausbeutung produziert. <\/p><p>Er verortet die Macht dort, wo sie nicht ist. Der Antisemitismus lebt und gedeiht im Irrsinn: Er macht aus marginalisierten und diskriminierten Juden einen &uuml;berm&auml;chtigen Feind, den man gefahrlos aus dem Weg r&auml;umen &bdquo;muss&ldquo;. Er ist damit ein Komplize der Herrschaft und nicht sein &bdquo;gr&ouml;&szlig;ter&ldquo; Feind. Diese antisemitische Verschw&ouml;rungsideologie ist also das Gegenteil einer Analyse: Sie verblendet und verschleiert Herrschaftsverh&auml;ltnisse und macht aus armen Schweinen Herrenmenschen.<\/p><p><strong>Semantische Umpolung<\/strong><\/p><p><em>Das Wort &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; ist in seinem Gebrauch die Vernichtung seines eigentlichen Wortsinnes<\/em>: Es transferiert etwas ins Reich weitschweifiger Phantasien und haltloser Spinnereien, was nichts weiter ist als eine notwendige Ann&auml;herung an Formen der Konspiration. Faktisch kontaminiert dieser umgedrehte Begriff den Aufdecker, den Untersuchenden und sch&uuml;tzt das verdeckt Vorhandene durch ihre offizielle Leugnung.<\/p><p>Der <em>Wortgebrauch<\/em> frisst den Wortsinn auf. Mit weniger Sprachphilosophie kann man das so erkl&auml;ren: In dieser Logik w&auml;re auch die <em>Wirtschaftstheorie<\/em> eine Verschw&ouml;rungstheorie, vor allem dann, wenn sie feststellt, dass das Wirtschaftsleben nicht von Gleichen, sondern von Klassen- und Interessengegens&auml;tzen gepr&auml;gt ist. <em>Das Kapital<\/em> von Karl Marx, eine der ber&uuml;hmtesten Verschw&ouml;rungstheorien &hellip; Man sollte nicht zu fr&uuml;h &uuml;ber diesen Vergleich lachen. <strong>Die Nutznie&szlig;er und Anteilseigner von Verschw&ouml;rungen sind die lautesten Mahner vor Verschw&ouml;rungstheorien.<\/strong>1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verschw&ouml;rungspraxen, Verschw&ouml;rungstheorien und Verschw&ouml;rungsideologien &ndash; <strong>Wolf Wetzel<\/strong> wirft f&uuml;r die NachDenkSeiten einen spannenden zweiteiligen Blick auf &bdquo;Verschw&ouml;rungen&ldquo; und verbindet dies mit dem &bdquo;NSU-VS-Komplex&ldquo;, dem skandal&ouml;sen Dickicht aus Verfassungsschutz, Ermittlungsbeh&ouml;rden und Politik im Umfeld der rechtsextremen NSU-Morde.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,107,123,125,11,166],"tags":[2034,901,1647,955,1266,420,1669,1314,682,1087],"class_list":["post-43400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antisemitismus","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-rechte-gefahr","category-strategien-der-meinungsmache","category-terrorismus","tag-aktenvernichtung","tag-geheimdienste","tag-kennedy-john-f","tag-neonazismus","tag-nsu","tag-spiegel","tag-stay-behind","tag-tiefer-staat","tag-verschwoerungstheorie","tag-whistleblower"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43400"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47641,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43400\/revisions\/47641"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}