{"id":4345,"date":"2009-11-18T09:07:49","date_gmt":"2009-11-18T08:07:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4345"},"modified":"2009-11-18T09:07:50","modified_gmt":"2009-11-18T08:07:50","slug":"hinweise-des-tages-1022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4345","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bildungsstreik; Private Equities pl&uuml;ndern wieder; Quelle, von Banken sabotiert; Rekord bei Pleiten; PKW-Maut, absolute Bewegungskontrolle; der gr&ouml;&szlig;te Klimaschutzblockierer; Hilfssheriffs in NRW; Lafontaine hat Krebs; Stifter und Lehrst&uuml;hle; Korruption in Spanien; Venezuela wird entwaffnet. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Zum bundesweiten Bildungsstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Schavan k&uuml;ndigt Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Gescheiterte Swap-Gesch&auml;fte &ndash; K&auml;mmerer pokern um verlorenes Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Private Equity: Wende mit Schrecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Quelle-Desaster: Wie Banken die Rettung des Versandhauses sabotierten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Firmenpleiten steigen auf Rekordzahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Pkw-Maut: Datensch&uuml;tzer sind gegen PKW-Erfassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Mehr V&auml;ter erproben neue Rolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">W&auml;hlen Sie den gr&ouml;&szlig;ten Klimaschutzblockierer!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">CDU will in NRW Hilfspolizei aufbauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Bundesbeauftragter f&uuml;r Propaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Falsche Zahlen in der &bdquo;Bild&ldquo; zum Besch&auml;ftigungsabbau in der Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Partei ohne Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Lafontaine muss sich einer Krebsoperation unterziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Lehrstuhl f&uuml;r Atomlager: Am liebsten m&ouml;gen Stifter die &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Spur der Korruption zieht sich durch ganz Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Venezuela treibt Entwaffnungspolitik voran<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4345&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesweiter Bildungsstreik<\/strong><br>\nDie Studenten- und Sch&uuml;lerproteste erreichten heute ihren vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt. Es gab Festnahmen in Wiesbaden, Essen und Bochum. Eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Aktionen gibt es hier.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/unruhe-vor-dem-sturm\/\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildungsstreik2009.de\/\">Pressemitteilung des Bundesweiten Bildungsstreiks<\/a>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>DGB-Solidarit&auml;tserkl&auml;rung: Gemeinsam f&uuml;r ein gutes Bildungssystem!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/70878\/dgb-solidaritaetserklaerung-gemeinsam-fuer-ein-gutes-bildungssystem\/\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Massenfestnahme nach Kessel<\/strong><br>\n&Uuml;ber 150 Sch&uuml;ler und Studenten kesselte die Essener Polizei heute ein &ndash; darunter 35 Kinder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/massenfestnahme-nach-kessel\/\">Ruhrbarone<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Wissenschaftsratschef Strohschneider: &ldquo;Die Proteste sind berechtigt&rdquo;<\/strong><br>\nFinanzierung, Zeitvorgaben, Auslandssemester &ndash; in der Hochschulpolitik l&auml;uft vieles falsch, meint der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter Strohschneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/die-proteste-sind-berechtigt\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da wird soviel vom Systemwettbewerb geschwafelt, aber ausgerechnet im Hochschulwesen werden durch den Bologna-Prozess national erarbeitete L&ouml;sungswege einer uns&auml;glichen Gleichmacherei von oben unterworfen. Kein Wunder, dass europaweit in &Ouml;sterreich, Italien und Frankreich f&uuml;r eine bessere Hochschulbildung gestreikt wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schavan k&uuml;ndigt Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G an<\/strong><br>\nNoch vor wenigen Tagen hat die alte und neue Bundesbildungsministerin Schavan eine Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G ausgeschlossen. In einem Interview heute weicht sie von dieser Linie ab und k&uuml;ndigt an, eine Erh&ouml;hung des BAf&ouml;Gs vorschlagen zu werden. Sollten die aktuellen Proteste (heute sollen an die 85.000 Studierende und Sch&uuml;lerInnen auf der Stra&szlig;e gewesen sein) sie doch beeindrucken? Oder muss auch sie &ldquo;nachsitzen&rdquo;, wie die Protestierenden dies den KultusministerInnen ank&uuml;ndigen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-979-doch-bafoeg-erhoehung.php\">bafoeg-rechner.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gescheiterte Swap-Gesch&auml;fte &ndash; K&auml;mmerer pokern um verlorenes Geld<\/strong><br>\nNicht wenige St&auml;dte haben Steuergeld verzockt &ndash; in Nordrhein-Westfalen jede dritte Kommune. Nach dem ersten Katzenjammer versuchen die K&auml;mmerer nun, zu retten was zu retten ist &ndash; in Geheimgespr&auml;chen mit den Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2084002_Gescheiterte-Swap-Geschaefte-Kaemmerer-pokern-um-verlorenes-Geld.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.B.:<\/strong> Ein kleiner Ausschnitt aus dem Sittenbild der Finanzmarkt&auml;ra &ndash; und der Politiker, die davon &ldquo;infiziert&rdquo; waren &ndash; aber sich jetzt aus der Verantwortung gegen&uuml;ber dem Steuerzahler &ldquo;klammheimlich&rdquo; herausstehlen wollen&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Private Equity: Wende mit Schrecken<\/strong><br>\nNach dem Ausbruch der Finanzkrise galt die Private-Equity-Branche als so gut wie tot. Viele Investoren rangen mit ihren heillos &uuml;berschuldeten Beteiligungen. Nun melden sich die Firmenj&auml;ger zur&uuml;ck. Sie haben wieder Geld. Und gro&szlig;en Hunger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:agenda-wende-mit-schrecken\/50038263.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em>Und hier der Orginalton eines Firmenj&auml;ngers:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Die n&auml;chste Blase kommt bestimmt&ldquo;<\/strong><br>\nSteve Koltes ist Managing Partner beim Finanzinvestor CVC Capital Partners. Im Handelsblatt-Interview spricht er &uuml;ber g&uuml;nstige Zeiten f&uuml;r Eink&auml;ufer, das Ende der Krise und die Fehler der Banken. Au&szlig;erdem verr&auml;t er, warum aus seiner Sicht der Renditedruck der Banken f&uuml;r die n&auml;chste Blase sorgen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2485500,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Interview ist nur insofern interessant, damit Sie nicht glauben, dass wir mit unserer Kritik &uuml;bertreiben w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Quelle-Desaster: Wie Banken die Rettung des Versandhauses sabotierten<\/strong><br>\nEinst war man Deutschlands bekanntester Versandh&auml;ndler, heute pleite. Nur noch ein Schn&auml;ppchenmarkt, bis alle Regale leer sind. Und dann? Tausende ohne Arbeit. War das wirklich nicht zu vermeiden? Daniel Hechler wollte es genau wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=5476620\/x8j77o\/index.html\">Report Mainz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Firmenpleiten steigen auf Rekordzahl<\/strong><br>\nDie Rezession w&uuml;tet unter Deutschlands Betrieben: Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen w&auml;chst dieses Jahr um 15 Prozent, die Forderungen gegen&uuml;ber den maroden Firmen bewegen sich auf astronomischer H&ouml;he. Und 2010 soll alles noch viel schlimmer werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/:wirtschaftskrise-firmenpleiten-steigen-auf-rekordzahl\/50038556.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pkw-Maut: Datensch&uuml;tzer sind gegen PKW-Erfassung<\/strong><br>\nDeutsche Datensch&uuml;tzer blicken derzeit entsetzt nach Holland, wo jeder Autofahrer sich k&uuml;nftig ein &ldquo;Global Positioning System&rdquo; (GPS) in sein Auto einbauen lassen muss, das &uuml;ber Satelliten permanent Signale aussendet und die gefahrene Kilometerzahl an eine Maut-Zentrale weiterleitet. &ldquo;Das ist eine absolute Idiotie, weil dabei Daten ohne Ende gesammelt werden&rdquo;, sagt Thilo Weichert vom Datenschutzzentrum Schleswig-Holstein. &ldquo;Da entstehen Bewegungsprofile wie es aus datenschutzrechtlicher Sicht schlimmer nicht sein k&ouml;nnte.&rdquo; Schon die Einf&uuml;hrung der Lkw-Maut in Deutschland habe gezeigt, dass diese Daten schnell auch f&uuml;r andere Zwecke genutzt werden. &ldquo;Es dauerte keine zwei Monate, bis die Polizei darauf Zugriff hatte&rdquo;, so Weichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2084582_Pkw-Maut-Datenschuetzer-sind-gegen-PKW-Erfassung.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr V&auml;ter erproben neue Rolle<\/strong><br>\nAllm&auml;hlich steigt die Zahl der V&auml;ter, die f&uuml;r ihre Kinder eine berufliche Auszeit nehmen &ndash; vor allem seit Einf&uuml;hrung des Elterngeldes. Und immerhin ein Drittel der Elterngeldv&auml;ter bleibt mehr als die obligatorischen zwei Partnermonate zu Hause.<br>\nMitte 2008 beantragten &uuml;ber 18 Prozent der V&auml;ter Elterngeld. Wie nutzen V&auml;ter die M&ouml;glichkeiten des neuen Gesetzes? Diese Frage beantwortet eine Untersuchung des Berliner Instituts f&uuml;r sozialwissenschaftlichen Transfer (SowiTra), gef&ouml;rdert von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_99821.html#link\">B&ouml;ckler Impuls 17\/2009<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>W&auml;hlen Sie den gr&ouml;&szlig;ten Klimaschutzblockierer!<\/strong><br>\nWirtschaftslobbyisten mischen im Vorfeld der n&auml;chsten UN-Verhandlungen im Dezember um ein neues Klimaabkommen in Kopenhagen kr&auml;ftig mit. Der neue Negativpreis &bdquo;Angry-Mermaid-Award&ldquo; sucht nun den gr&ouml;&szlig;ten Klimaschutzsaboteur unter ihnen. Insgesamt stehen acht Organisationen und Unternehmen zur Auswahl. Diese zeichnen sich durch besonders destruktive Lobbyarbeit gegen Klimaschutzma&szlig;nahmen aus. Darunter etwa der Verband der europ&auml;ischen chemischen Industrie (CEFIC) f&uuml;r ihre Lobbyerfolge, dass die chemische Industrie bisher vom europ&auml;ischen Emissionshandel ausgeschlossen blieb. Oder die amerikanische &Ouml;l- und Kohleindustrie, die Millionen f&uuml;r Lobbyarbeit ausgab, um st&auml;rkere Klimaschutzgesetze zu verhindern. Dabei arbeiteten sie auch mit Schein-B&uuml;rgerinitiativen und gef&auml;lschten Briefen an Kongressabgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/11\/wahlen-sie-den-grosten-klimaschutzblockierer\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>CDU will in NRW Hilfspolizei aufbauen<\/strong><br>\nDie Union in NRW er&ouml;ffnet eine neue Debatte um die innere Sicherheit im Land. In einem Positionspapier-Entwurf fordert die CDU Online-Durchsuchungen auf Landesebene sowie mehr virtuelle Internet-Fahnder. Au&szlig;erdem will sie Hilfspolizisten auf Streife schicken, um die Polizei zu entlasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/2009\/11\/16\/news-140990525\/detail.html\">Der Westen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundesbeauftragter f&uuml;r Propaganda<\/strong><br>\nSchottet sich Europa gegen Fl&uuml;chtlinge ab? Staatsminister Bernd Neumann hat eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum zensieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/47\/Zensur-Fremde?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Falsche Zahlen in der &bdquo;Bild&ldquo; zum Besch&auml;ftigungsabbau in der Industrie<\/strong><br>\nIn der &bdquo;Bild&ldquo; vom 17.11.2009 wurde auf Seite 1 &ndash; Bezug nehmend auf diese Pressemitteilung &ndash; dargestellt, dass in der Industrie seit Jahresbeginn 861 000 Jobs weggefallen w&auml;ren, zusammen mit dem Abbau von Leiharbeit sogar 1,2 Millionen. Diese Zahlen sind falsch. Die &bdquo;Bild&ldquo; &ndash; Zeitung hat f&auml;lschlicherweise die absoluten Vorjahresver&auml;nderungen der Besch&auml;ftigtenzahl aller Monate von Januar bis September aufaddiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/11\/PD09__437__421,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immerhin einmal eine offizielle Best&auml;tigung f&uuml;r die Unseriosit&auml;t von Bild.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> War ja laut Pisa nicht anders zu erwarten, dass die Jungs von Bild nicht raffen, dass diese Ver&auml;nderungen im jeweils letzten Bericht enthalten sind. &ndash; Dennoch besteht kein Grund zur Entwarnung: Oktober 2009 bel&auml;uft sich offizielle Zahl der ALG I &ndash; und ALG II-Empf&auml;nger und der sich in Ma&szlig;nahmen befindlichen Arbeitnehmer in unserer Volkswirtschaft auf 7.609.924.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Partei ohne Volk<\/strong><br>\nSPD Ihre unverbindliche Zerknirschtheit wird den Sozis keine W&auml;hler zur&uuml;ckbringen. Noch immer haben sie nicht mal selbst ihre Fehler begriffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F11%2F17%2Fa0012&amp;cHash=cdebe5427a\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Und welche guten Gr&uuml;nde gibt es f&uuml;r die Rente mit 67 &ndash; au&szlig;er, dass die Finanz- und Versicherungsbranche davon profitiert?!?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Lafontaine hat Krebs: Viel Gl&uuml;ck, Oskar! <\/strong><br>\nEigentlich w&auml;ren mediale Entschuldigungen bei Oskar Lafontaine f&auml;llig. Wegen all jener gedruckten Spekulationen und gefl&uuml;sterten Informationen, in denen er massiv menschlich verd&auml;chtigt wurde. Dass er seine W&auml;hler vor der Bundestagswahl get&auml;uscht habe &uuml;ber seine wahren politischen Perspektiven. Dass er mal wieder zur&uuml;ckgest&uuml;rzt sei in die seelischen Untiefen und Unberechenbarkeiten eines Mannes, dem schon einmal ein Messer in den Hals gerammt worden ist. Andere machten es gn&auml;diger. Fragten lediglich &ouml;ffentlich nach, ob der Mann, der auf die 70 zugeht, vielleicht doch schon ein wenig zu altersm&uuml;de geworden sei, um noch gleichzeitig an der Spitze der Bundestagsfraktion der Linkspartei und in der F&uuml;hrung der Gesamtpartei zu stehen. Und schlie&szlig;lich sei nicht verschwiegen, dass auch eine angebliche private Liaison politisch ausgedeutet wurde, deren wahren Stellenwert die beteiligten Medien leicht h&auml;tten ausrecherchieren k&ouml;nnen. Haben sie nicht. Denn nichts stimmt in diesem spekulativen, politisch b&ouml;se fehlgedeuteten Umfeld. Oskar Lafontaine hat Krebs, was in seinem Alter so unwahrscheinlich nicht ist, aber sich dennoch wohl ebenso schwer akzeptieren l&auml;sst wie in j&uuml;ngeren Jahren. Das ist in Kopf und Seele des betroffenen Menschen schwer zu ertragen. Egal, wie die &auml;rztlichen Prognosen im speziellen Fall lauten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/lafontaine-hat-krebs-viel-glueck-oskar-1522572-print.html\">Stern<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der weit &uuml;berwiegende Teil unserer Medien berichtet k&uuml;hl-distanziert &uuml;ber die Krebserkrankung Oskar Lafontaines. Man stelle sich einmal vor, einem der f&uuml;hrenden Poliker bzw. Politikerinnen aus dem schwarz-gelben Lager w&uuml;rde &Auml;hnliches widerfahren: Die mitgef&uuml;hltriefenden und heldenverehrenden Medienberichte w&uuml;rden kein Ende nehmen &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra &hellip;<\/strong><br>\nWenn es um die Auseinandersetzung mit &bdquo;der Linken&ldquo; geht, nehmen sich Deutschlands &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; bekanntlich nicht viel. Gern bleibt man entweder an der Oberfl&auml;che oder watet im Seichten, denn dort kann man bekanntlich nicht untergehen. Wie sich deutsche Medien die vielzitierte qualitativ hochwertige Berichterstattung vorstellen, f&uuml;r die sie am liebsten auch im Internet Geb&uuml;hren verlangen w&uuml;rden, zeigt die aktuelle Kampagne gegen den Parteivorsitzenden der Linken Oskar Lafontaine. Der soll, so munkelt es aus dem SPIEGEL, eine Aff&auml;re mit der &bdquo;scharfen Kommunistin&ldquo; (FAZ) Sahra Wagenknecht haben. Bereits im Vorfeld spielten sich dabei Bunte, Focus, FAZ und SPIEGEL munter die B&auml;lle zu. In einer waghalsigen Mischung aus Spekulation, Wiedergabe von H&ouml;rensagen und seichtem Altm&auml;nnerwitz will man Oskar Lafontaine auf diese Art und Weise W&auml;hlerbetrug nachweisen. Von der Realit&auml;t wurden die Schmierulanten derweil bereits eingeholt &ndash; wie heute bekannt wurde, ist der Grund f&uuml;r Lafontaines Teilr&uuml;ckzug nicht etwa ein parteiinternes Techtelmechtel, sondern eine bereits l&auml;nger bekannte Krebserkrankung. Die Scheinheiligkeit dieser moralinsauren Posse ist offensichtlich &ndash; das hindert allerdings nachrangige Presseerzeugnisse wie die taz nicht, auf den Boulevardzug aufzuspringen und sich mittels des Instruments der &bdquo;scheinheiligen rhetorischen Frage&ldquo; gen&uuml;sslich im unappetitlichen Schmierensumpf zu suhlen.<br>\nAls Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat in den Ring stieg und nach seiner Niederlage mit eingezogenem Schwanz nach M&uuml;nchen zur&uuml;ckeilte, kam dem SPIEGEL nicht in den Sinn, ihn als Wahlbetr&uuml;ger zu verunglimpfen. Warum soll Oskar Lafontaine, der immerhin noch das Amt des Parteivorsitzenden innehat, eigentlich ein Wahlbetr&uuml;ger sein, wenn er freiwillig auf das Amt des Fraktionsvorsitzenden verzichtet? Mit der heute eilig eingeschobenen Pressemeldung &uuml;ber Lafontaines lange geplante Operation an diesem Donnerstag erh&auml;lt der Schmierenjournalismus von SPIEGEL, Bunte, FAZ und taz einen besonders absto&szlig;enden Beigeschmack. Ist es etwa verd&auml;chtig, dass ein Krebskranker sich beruflich ein wenig zur&uuml;cknimmt? Dass er nicht auf jeder Sitzung anwesend war? Dass er sich erst nach der Operation Gedanken &uuml;ber die berufliche Zukunft machen will? Manchmal steckt im Privaten zwar in der Tat etwas Politisches &ndash; nur selten hingegen steckt im seichten Sumpf des Schmierenjournalismus etwas Wahres und fast nie etwas Politisches.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1171\/wenn-der-spiegel-mit-dem-oskar-und-der-sahra-%e2%80%a6\">Spiegelfechter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bravo, Jens Berger!<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Um weiteren Spekulationen vorzubeugen, teilt Oskar Lafontaine mit:<\/strong><\/p>\n<blockquote><p><em>Ich werde mich am Donnerstag zu einem seit l&auml;ngerem geplanten chirurgischen Eingriff in eine Klink begeben. Es handelt sich um eine Krebserkrankung. Nach &uuml;berstandener Operation werde ich zu Beginn des neuen Jahres unter Ber&uuml;cksichtigung meines Gesundheitszustandes und der &auml;rztlichen Prognosen dar&uuml;ber entscheiden, in welcher Form ich meine politische Arbeit weiterf&uuml;hre.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilung.php?artikel=1234417141%20\">Fraktion der Linken<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lehrstuhl f&uuml;r Atomlager: Am liebsten m&ouml;gen Stifter die &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDas ist bisher einmalig in ganz Deutschland: eine Professur f&uuml;r die Endlagerung radioaktiver Abf&auml;lle &ndash; ein gemeinsames Geschenk der Atomstrom-Konzerne Eon, EnBW, RWE und Vattenfall an die nieders&auml;chsische Universit&auml;t Clausthal. Nach Gorleben ist es nicht weit. &ldquo;Das Engagement der Energiewirtschaft dient der Kompetenzwahrung auf allen Gebieten der Kerntechnik&rdquo;, erkl&auml;rten die Stifter beim Handschlag vor zwei Jahren. Die CDU\/FDP-Landesregierung freut sich dar&uuml;ber, die Opposition von SPD und Gr&uuml;nen emp&ouml;rt sich &uuml;ber ein Kuckucksei im Nest der Geowissenschaften. Merklich entspannter ging es hingegen im Oktober in Aachen zu, als die Technische Hochschule mit dem Stromriesen Eon ein gemeinsames Forschungsinstitut f&uuml;r umweltfreundliche Energieversorgung er&ouml;ffnete. Und doch erscheinen Stiftungsprofessuren an staatlichen Hochschulen oft wie ein Fremdk&ouml;rper, ein Hebel, um privaten Einfluss auf Profil und Programm staatlicher Hochschulen auszu&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/2084509_Lehrstuhl-fuer-Atomlager-Am-liebsten-moegen-Stifter-die-oekonomen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spur der Korruption zieht sich durch ganz Spanien<\/strong><br>\nSpanien versinkt derzeit in einer Flut von Korruptionsf&auml;llen, die vor keiner Partei und keiner Region haltmachen. Landesweit stehen derzeit &uuml;ber 800 Politiker, Beamte und Unternehmer unter dem Verdacht, illegale Gesch&auml;fte mit dem Staat abgewickelt zu haben: &laquo;Die Korruption breitet sich wie ein &Ouml;lfleck &uuml;ber die gesamte spanische Geografie aus&raquo;, kommentierte besorgt die Tageszeitung &laquo;El Pa&iacute;s&raquo;, die, wie andere Medien, inzwischen ernsthaft um das Ansehen der demokratischen Institutionen f&uuml;rchtet. Nach Berechnungen der Zeitung &laquo;El Mundo&raquo; flossen in den letzten zehn Jahren mehr als 4,2 Milliarden Euro an Schmiergeldern. Es war die Dekade eines ungez&uuml;gelten Immobilienbooms, und dieser Umstand erkl&auml;rt auch, warum die meisten Delikte in Zusammenhang mit Grundst&uuml;cks-Gesch&auml;ften stehen. Betroffen sind vor allem die Rath&auml;user, denn dort wird &uuml;ber die Vergabe von &ouml;rtlichen Bauzonen und -vorhaben entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/die_spur_der_korruption_zieht_sich_durch_ganz_spanien_1.4004007.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Venezuela treibt Entwaffnungspolitik voran<\/strong><br>\nBeh&ouml;rden zerst&ouml;ren 32.000 Schusswaffen im Kampf gegen Kriminalit&auml;t<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/nov\/entwaffnung-171109\">Portal Amerika 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Bildungsstreik; Private Equities pl&uuml;ndern wieder; Quelle, von Banken sabotiert; Rekord bei Pleiten; PKW-Maut, absolute Bewegungskontrolle; der gr&ouml;&szlig;te Klimaschutzblockierer; Hilfssheriffs in NRW; Lafontaine hat Krebs; Stifter und Lehrst&uuml;hle; Korruption in Spanien; Venezuela wird entwaffnet. 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