{"id":43467,"date":"2018-04-13T08:21:04","date_gmt":"2018-04-13T06:21:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467"},"modified":"2018-04-13T08:21:04","modified_gmt":"2018-04-13T06:21:04","slug":"hinweise-des-tages-3099","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h01\">Russland tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r Nervengas-Einsatz in Salisbury<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h02\">L&uuml;ders: &ldquo;Es gibt noch K&ouml;pfe mit Restverstand&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h03\">Merkel schlie&szlig;t Beteiligung an Milit&auml;reinsatz aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h04\">Angst vor Luftangriffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h05\">Saudi-Arabien bekommt neue deutsche Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h06\">Was ist zu kritisieren an der MMT?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h07\">Die moderne Tribut&ouml;konomie und die Illusion der freien M&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h08\">Ausstand mit Auszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h09\">Gewerkschaften unter Druck &ndash; Die Situation nach dem Putschversuch in der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h10\">Urteil des EuGH: Deutschland verst&ouml;&szlig;t wohl gegen EU-Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h11\">Ruderchampion des Tages: Mark Zuckerberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43467#h12\">Ist linke Politik so kompliziert?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r Nervengas-Einsatz in Salisbury<\/strong><br>\nWir erwarten vollst&auml;ndige Aufkl&auml;rung<br>\nDie Organisation f&uuml;r das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat am heutigen Donnerstag best&auml;tigt, dass es sich bei dem Nervenkampfstoff, der beim Anschlag auf Sergej Skripal in Salisbury zum Einsatz kam, um Nowitschok handelt. Hierzu erkl&auml;rt der au&szlig;enpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, J&uuml;rgen Hardt:<br>\n&bdquo;Auch wenn Russland bis zuletzt versucht hat, die Verantwortung f&uuml;r den Nervengift-Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia von sich weisen &ndash; nun haben wir die Gewissheit: Beide wurden mit dem verbotenen Kampfstoff Nowitschok vergiftet, der aus Laboren der ehemaligen Sowjetunion stammt. Diese Erkenntnis erh&ouml;ht massiv den Druck auf Moskau, den genauen Hergang und Hintergrund des ersten Nervengift-Anschlags auf europ&auml;ischem Boden restlos aufzukl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cducsu.de\/presse\/pressemitteilungen\/russland-traegt-verantwortung-fuer-nervengas-einsatz-salisbury\">CDU\/CSU Bundestagsfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Was kann man wohl von jemanden erwarten, der seinerseits vollst&auml;ndige Aufkl&auml;rung erwartet? Dass er zumindest das Dokument liest, auf welches er sich bezieht. Das hat J&uuml;rgen Hardt aber offenbar nicht getan. Denn er behauptet Dinge, die in dem Bericht, den die NachDenkSeiten gestern ebenfalls zug&auml;nglich gemacht <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43460\">haben<\/a>, mit keiner Silbe enthalten sind. Das ist peinlich. <\/em><\/p>\n<p><em>Ganz offensichtlich st&uuml;tzt sich Hardt nicht auf das Originaldokument, sondern auf die kollektiven Falschmeldungen deutscher Medien, die ihren Fehler teilweise bereits eingesehen haben und ihre Texte entweder mit oder aber auch ganz ohne redaktionellen Hinweis korrigiert haben. Unser Leser C.K. hat uns eine Liste mit Schlagzeilen von gestern geschickt, die zeigen, wie eine vermeintliche Nachrichtenlage ungepr&uuml;ft einfach &uuml;bernommen wird. Wir dokumentieren diese in einer separaten Sammlung, die im Laufe des Tages auf den NachDenkSeiten erscheint.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Medien zum Syrienkrieg: Das Kartenhaus der Giftgas-Propaganda<\/strong><br>\nF&uuml;r die Urheberschaft angeblicher Giftgas-Angriffe in Syrien gibt es keine Beweise. Um diesen Mangel zu kaschieren, verweisen viele Medien nun auf ein &ldquo;Muster&rdquo; von Verfehlungen der syrischen Regierung. Doch schon dieses &ldquo;Muster&rdquo; beruht nur auf Behauptungen.<br>\nDie Urheberschaft des j&uuml;ngsten angeblichen Giftgasangriffs im syrischen Duma am Wochenende ist nicht bewiesen, ja nicht einmal, dass es &uuml;berhaupt einen gegeben hat. Alles bewegt sich auf der Ebene der reinen Behauptung. Einige Medien meinen aber, Beweise seien nicht mehr n&ouml;tig, schlie&szlig;lich g&auml;be es ein &ldquo;Muster&rdquo; von Verhaltensweisen, aus dem sich eine Schuld der syrischen Regierung auch im aktuellen Fall ableiten lie&szlig;e. Eine &auml;hnliche Argumentation, die jedem Jurastudenten im ersten Semester die Stresspusteln aus allen Poren des K&ouml;rpers schie&szlig;en lie&szlig;e, wenden aktuell auch die Briten im Fall Skripal an.<br>\nAber: Um diese Muster zu illustrieren, werden ebenfalls unbelegte Vorw&uuml;rfe herangezogen und zu einem pseudo-beeindruckenden Kartenhaus aufget&uuml;rmt. Es wird dabei so getan, als seien die angesprochenen F&auml;lle in der Vergangenheit aufgekl&auml;rt worden &ndash; in der Hoffnung, dass die Leser die fehlenden Beweise f&uuml;r die fr&uuml;heren &ldquo;Giftgas-F&auml;lle&rdquo; in Syrien nicht mehr in Erinnerung haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/68123-medien-zum-syrienkrieg-giftgas-und-propaganda\/\">RT deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: US-Verteidigungsminister: Haben keinen tats&auml;chlichen Beweis f&uuml;r Giftgaseinsatz in Syrien<\/strong><br>\nUS-Verteidigungsminister James Mattis erkl&auml;rte im US-Kongress am Donnerstag, dass das US-Milit&auml;r gegenw&auml;rtig &uuml;ber keine tats&auml;chlichen Beweis f&uuml;r einen Chemiewaffeneinsatz mit Sarin oder Chlorgas in der syrischen Stadt Duma verf&uuml;gt. [&hellip;]<br>\nZum aktuellen Fall in Duma sagte Mattis, dass er zwar glaube, dass dort ein Chemiewaffenangriff stattfand, doch &ldquo;wir suchen nach den tats&auml;chlichen Beweisen&rdquo;. Mattis versprach dem Kongress, diesen zu informieren, sollte sich das Pentagon f&uuml;r einen Milit&auml;rschlag gegen Syrien entschieden haben. Zuvor hatte Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron gegen&uuml;ber dem Sender TF1 behauptet, &uuml;ber Beweise eines Giftgaseinsatzes zu verf&uuml;gen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/68235-us-verteidigungsminister-haben-keinen-tatsachlichen-beweis-giftgas\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>L&uuml;ders: &ldquo;Es gibt noch K&ouml;pfe mit Restverstand&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump droht mit einem Raketenangriff auf Syrien. Droht nun auch eine Konfrontation der Atomm&auml;chte USA und Russland? Fragen an den Nahost-Experten Michael L&uuml;ders.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/info\/Lueders-Es-gibt-noch-Koepfe-mit-Restverstand,audio397380.html\">NDR info<\/a>\n<p><strong>dazu: Kujat: Putin f&uuml;r unsere Sicherheit verantwortlich<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump droht mit einem Raketenangriff auf Syrien. F&uuml;r diesen Fall bef&uuml;rchtet Harald Kujat, Ex-Vize-Direktor im NATO-Milit&auml;rstab, dramatische Folgen, wie er auf NDR Info sagte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/info\/Kujat-Putin-fuer-unsere-Sicherheit-verantwortlich,audio397388.html\">NDR Info<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Harald Kujat zur m&ouml;glichen US-Milit&auml;raktion gegen Syrien<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump hat nach dem mutma&szlig;lichen Giftgasangriff nahe Damaskus mit einem Raketenangriff auf Syrien gedroht. Einsch&auml;tzungen dazu von General a. D. Harald Kujat, ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr und Ex-Vorsitzender des NATO-Milit&auml;rausschusses.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/podcast\/aktuelle-interviews\/harald-kujat-zur-moeglichen-us-militaeraktion-gegen-syrien\/611518\">BR Podcast<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel schlie&szlig;t Beteiligung an Milit&auml;reinsatz aus<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine deutsche Beteiligung an einem Milit&auml;rschlag in Syrien ausgeschlossen. &ldquo;Deutschland wird sich an eventuellen &ndash; es gibt ja keine Entscheidung, ich will das noch mal deutlich machen &ndash; milit&auml;rischen Aktionen nicht beteiligen&rdquo;, sagte sie bei einem Besuch des d&auml;nischen Ministerpr&auml;sidenten Lars L&oslash;kke Rasmussen. Die Bundesregierung tue allerdings alles daf&uuml;r, &ldquo;um ein Zeichen zu setzen, dass dieser Einsatz von Chemiewaffen nicht akzeptabel ist.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie Situation in dem Konflikt bleibt extrem angespannt. Hintergrund ist der mutma&szlig;liche Giftgasangriff durch das syrische Regime auf die Stadt Duma. F&uuml;r den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron ist die Sache unterdessen klar: Es gebe Belege f&uuml;r den Einsatz von Chemiewaffen: &ldquo;Wir haben den Beweis, dass (&hellip;) Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Regime von Baschar al-Assad verwendet wurden&rdquo;, sagte Macron in einem Interview des Senders TF1.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/angela-merkel-schliesst-beteiligung-an-militaereinsatz-in-syrien-aus-a-1202573.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gilt diese Nicht-Beteiligung Deutschlands an eventuellen milit&auml;rischen Aktionen seitens des Westens in Syrien auch f&uuml;r die Aufkl&auml;rungstornados und &raquo;AWACS&laquo;-Flugzeuge? Oder haben diese l&auml;ngst Ziele markiert und dokumentiert? Und weshalb spricht der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron lediglich vom &ldquo;Beweis&rdquo;, liefert ihn jedoch nicht?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> So ganz einig scheint man sich innerhalb der Bundesregierung nicht zu sein. W&auml;hrend Merkel eine Beteiligung an einem Milit&auml;reinsatz ausschlie&szlig;t, l&auml;sst Au&szlig;enminister Heiko Maas auf Dienstreise in UK mit seinen <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article175381099\/Syrien-Einsatz-Heiko-Maas-positioniert-sich-zu-Deutschlands-Rolle.html\">&Auml;u&szlig;erungen<\/a> eine gegenteilige Interpretation zu. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Welche Rolle kann die Bundeswehr spielen?<\/strong><br>\nOb die Amerikaner auch an Berlin herangetreten sind und wie die Bundesregierung zu einer Beteiligung der Bundeswehr steht, ist bislang offen. Aus dem Ausw&auml;rtigen Amt war lediglich zu h&ouml;ren, dass die Bundesregierung in enger Abstimmung mit ihren Partnern und Verb&uuml;ndeten stehe. Rechtlich w&auml;re f&uuml;r die Beteiligung an einem Kampfeinsatz der Bundeswehr in jedem Fall ein Mandat des UN-Sicherheitsrates notwendig. Zudem m&uuml;sste der Bundestag einer Beteiligung zustimmen. Doch gab es bereits im Fall des Kosovo-Krieges 1999 einen Einsatz deutscher Soldaten, der erst im Nachhinein v&ouml;lkerrechtlich legitimiert wurde. Damals wurde von einer &bdquo;humanit&auml;ren Intervention&ldquo; gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/trumps-praesidentschaft\/donald-trumps-raketendrohung-und-die-rolle-der-bundeswehr-15536978-p2.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Also laut &ldquo;FAZ&rdquo; steht einer Beteiligung der Bundeswehr nichts im Wege, oder? In diesem Fall d&uuml;rfte es zwar deutlich schwerer oder nicht m&ouml;glich sein, ein UN-Mandat zu erhalten. Aber das scheint nicht mehr von Interesse zu sein &ndash; ebenso ein Beweis f&uuml;r einen Giftgas-Einsatz durch die syrischen Regierungstruppen. Trotz offenbar bestehender Verst&ouml;&szlig;e gegen rechtliche Prinzipien (V&ouml;lkerrecht, Unschuldsvermutung) soll das Leben von Menschen billigend in Kauf genommen werden. W&auml;re das nicht zumindest Beihilfe zum Mord?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Angst vor Luftangriffen<\/strong><br>\nWestliche Staaten drohen unverhohlen mit Bombardement von Syrien. In der Bev&ouml;lkerung herrscht weiterhin Wunsch nach Frieden<br>\nDie Nacht zu Mittwoch blieb ruhig. Ein erwarteter Angriff der US-Streitkr&auml;fte und ihrer Verb&uuml;ndeten auf Syrien hatte nicht stattgefunden. Doch rechnen viele in Damaskus und landesweit damit, dass der feindseligen und drohenden Sprache westlicher Regierungschefs &ndash; wie j&uuml;ngst von US-Pr&auml;sident Donald Trump &ndash; und ihrer Diplomaten im UN-Sicherheitsrat Raketen, Bomben und Zerst&ouml;rung folgen k&ouml;nnten.<br>\n&raquo;Sie haben schon Listen von Zielen ver&ouml;ffentlicht, die sie angreifen wollen&laquo;, sagt Nabil M., ein pensioniert Agraringenieur. Sein Nachbar Hussam, der fr&uuml;her bei der Landesvertretung von Mercedes-Benz in Syrien arbeitete, geht sogar davon aus, dass die US-Streitkr&auml;fte &raquo;die Telekommunikation, das syrische Fernsehen, den Pr&auml;sidentenpalast, Ministerien, Br&uuml;cken und milit&auml;rische Anlagen&laquo; in und um Damaskus bombardieren k&ouml;nnten. Auf den Hinweis, dass es sich bei den meisten der von ihm vermuteten Ziele um zivile Einrichtungen handelt, die nach dem V&ouml;lkerrecht nicht angegriffen werden d&uuml;rfen, reagiert er mit Schulterzucken: &raquo;Was haben sie im Irak, in Mossul, in Deir Al-Sor und in Rakka gemacht? Die US-Armee k&uuml;mmert sich nicht um das V&ouml;lkerrecht.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/330638.angst-vor-luftangriffen.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Syrien: Ziel Iran?<\/strong><br>\nSchon lange wird argumentiert, dass der eigentliche Gegner, den die USA mit ihrer Syrien-Politik sch&auml;digen wollen, der Iran ist. Schon bei einer Anh&ouml;rung vor dem US-Streitkr&auml;fteausschuss am 6. M&auml;rz 2012, &auml;u&szlig;erte der heutige Verteidigungsminister James Mattis die Meinung, der Sturz Assads w&auml;re &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te strategische R&uuml;ckschlag f&uuml;r den Iran innerhalb der letzten 25 Jahre.&ldquo; (siehe IMI-Studie 2012\/07) In der Deutschen Welle (via Bpb-Newsletter) sieht Josef Braml von der DGAP die Aktuellen Auseinandersetzungen in Syrien in demselben Kontext: &bdquo;Ich glaube, dass Syrien f&uuml;r die USA tats&auml;chlich nur ein Nebenkriegsschauplatz f&uuml;r die Auseinandersetzung mit dem Iran ist. Das n&auml;chste, was ansteht, ist die Aufk&uuml;ndigung des Nuklearabkommens im Mai, und dann wird sich der Konflikt versch&auml;rfen. Die Einmischung Irans in Syrien k&ouml;nnte den USA dann als moralische und geostrategische Rechtfertigung f&uuml;r ihr Vorgehen dienen. Wir d&uuml;rfen auch nicht vergessen, dass Trump zuletzt den Iran-Kritiker John Bolton zum Nationalen Sicherheitsberater gemacht hat. Ich nehme das sehr ernst.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/04\/12\/syrien-ziel-iran\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Saudi-Arabien bekommt neue deutsche Waffen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung r&uuml;stet den Terrorpaten Saudi-Arabien immer weiter auf statt wie im Koalitionsvertrag angek&uuml;ndigt, keine Waffenexporte an L&auml;nder zu genehmigen, die am Krieg gegen Jemen beteiligt sind. Das ist eine T&auml;uschung der &Ouml;ffentlichkeit. Wie aus den Antworten [PDF] auf die Kleine Anfrage &bdquo;Deutsche R&uuml;stungsexporte an unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligte L&auml;nder&ldquo; (Bundestags-Drucksache 19\/1052) von Sevim Dagdelen hervorgeht, wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres R&uuml;stungsexporte an Saudi-Arabien im Umfang von 161,8 Millionen Euro genehmigt. Das ist eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und kommt einer &bdquo;Beihilfe zu den Menschenrechtsverletzungen im Jemen gleich&ldquo;, wie die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, gegen&uuml;ber tagesschau.de erkl&auml;rt hat.<br>\nDie j&uuml;ngsten Zahlen belegen eindeutig, so die R&uuml;stungsexpertin Sevim Dagdelen: &bdquo;Jenseits von Recht und Gesetz genehmigt die Bundesregierung immer weiter R&uuml;stungsexporte in das Spannungsgebiet Naher und Mittlerer Osten. Auch mit deutschen Waffen werden in der Region Konflikte gesch&uuml;rt und Fluchtursachen geschaffen.&ldquo; Neben Saudi-Arabien wurden laut Bundesregierung im ersten Quartal R&uuml;stungsexporte &uuml;ber 2,8 Millionen Euro nach &Auml;gypten genehmigt, nach Katar waren es 27,3 Millionen Euro. Das ist f&uuml;nfzig Mal so viel wie im ersten Quartal 2017. Damals lag das Volumen bei 505.000 Euro.<br>\nDabei hei&szlig;t es im schwarz-roten Koalitionsvertrag w&ouml;rtlich: &bdquo;Wir werden ab sofort keine Ausfuhren an L&auml;nder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/saudi-arabien-bekommt-neue-deutsche-waffen\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Was ist zu kritisieren an der MMT?<\/strong><br>\nDie Modern Monetary Theory nimmt f&uuml;r sich in Anspruch, &uuml;ber ein geschlossenes wirtschaftspolitisches Konzept zu verf&uuml;gen. Bei n&auml;herem Hinsehen ist das aber nicht so einfach wie es oft klingt. Die internationale W&auml;hrungsordnung und die Inflationstheorie sind klare Schwachpunkte.<br>\nWir haben in den vergangenen Wochen der Modern Monetary Theory (MMT) gro&szlig;en Raum einger&auml;umt, um ihre Position darzustellen. Bill Mitchell, einer der geistigen V&auml;ter dieser Theorie, hat in drei langen Teilen die Position der Vertreter dieser Theorie dargestellt (hier der erste Teil). Daraufhin hat es auf Makroskop eine (freundlich gedachte und explizit freundlich genannte) Kritik von Martin H&ouml;pner gegeben (hier), die sofort von Bill Mitchell auf seinem Blog (hier der erste Teil) aufgegriffen und wiederum heftig und in aller Ausf&uuml;hrlichkeit kritisiert wurde. Auch Dirk Ehnts, der sich als direkter Vertreter der MMT sieht, hat rasch einen Aspekt der h&ouml;pnerschen Aussagen kritisch aufgegriffen (hier). Paul Steinhardt hat ebenfalls zu der Debatte beigetragen (hier).<br>\nIch werde heute nicht versuchen, mich mit der MMT in allen ihren Aspekten auseinanderzusetzen. Gro&szlig;e Teile (bei weitem die Mehrheit) der Positionen dieser Theorie decken sich mit unseren Analysen, so dass es sich er&uuml;brigt, dass ich das explizit durchdekliniere. Ich werde auch nicht versuchen, herauszufinden, was wirklich neu oder modern an dieser Theorie ist. Ich halte den Namen allerdings schon f&uuml;r problematisch: Wer eine Theorie als modern bezeichnet, statt zu sagen, worum es dabei geht, suggeriert, dass alle anderen, die sich mit dem gleichen Sujet befassen, altmodisch sind.<br>\nIch will bei meiner Kritik umgekehrt vorgehen: Ich ignoriere die &Uuml;bereinstimmung und konzentriere mich auf drei kritische Punkte dieser Theorie, die teilweise auch in der Kritik Martin H&ouml;pners angeklungen sind. Ich tue das explizit auch auf die Gefahr hin, sofort von allen MMTlern dieser Welt in der Luft zerrissen zu werden. Ja, man muss leider anmerken, dass einige Vertreter dieser Theorie mit Kritik nicht sehr gut umgehen k&ouml;nnen und immer sofort heftig austeilen. So hat Bill Mitchell an einer Stelle sogar gesagt, wegen einer kritischen Stelle in H&ouml;pners Papier h&auml;tten wir den Beitrag von Martin H&ouml;pner nicht ver&ouml;ffentlichen d&uuml;rfen. Das geht eindeutig zu weit. Solche Bemerkungen erwecken bei vielen Beobachtern den Anschein, die Vertreter der MMT verst&uuml;nden sich inzwischen eher als Glaubensgemeinschaft, denn als Wissenschaftler, die bestimmte Positionen teilen. Diesen Eindruck sollte man auf alle F&auml;lle vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/was-ist-zu-kritisieren-an-der-mmt\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die moderne Tribut&ouml;konomie und die Illusion der freien M&auml;rkte<\/strong><br>\nAcht Menschen besitzen heute so viel wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung. Diese obsz&ouml;ne Konzentration von Reichtum in den H&auml;nden Weniger wird nicht, wie viele Menschen glauben, in erster Linie durch Markterfolge gesichert, sondern vor allem durch den Zugriff privater Kapitaleigner auf staatliche Umverteilungsmechanismen. Es geh&ouml;rte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des real exstierenden Kapitalismus, dass er mit freien M&auml;rkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die fr&uuml;hneuzeitlichen Staaten gew&auml;hrten H&auml;ndlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen f&uuml;r Kredite, mit denen die Landesherren S&ouml;ldner und R&uuml;stungsg&uuml;ter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die H&auml;ndler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren H&auml;nden erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar w&auml;re. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Sch&ouml;pfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar milit&auml;rischen Mitteln ausgestattet.[1] Bis heute sichern Staaten f&uuml;r private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch &ndash; oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bev&ouml;lkerungen, etwa wenn es darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschlie&szlig;en, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern f&uuml;r Palm&ouml;lplantagen zu vertreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/blog\/die-moderne-tributoekonomie-und-die-illusion-der-freien-maerkte\">Kontext TV<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausstand mit Auszeit<\/strong><br>\nGewerkschaften gelten dem Zeitgeist nicht selten als steinzeitliche Dinosaurier und Relikte des Industriezeitalters. In Frankreich sind diese Meinungen noch st&auml;rker verbreitet als in Deutschland, weil in diesem Land die Syndikate in Privatunternehmen sehr schwach sind. Fl&auml;chendeckend streikf&auml;hig sind sie nur noch im &ouml;ffentlichen Sektor, um den Interessen von Beamten, Eisenbahnern oder Lehrern Geltung zu verschaffen.<br>\nIm Februar hat Pr&auml;sident Macron angek&uuml;ndigt, die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF durch Reformen privatisierungsreif zu machen und bei Neueinstellungen das Eisenbahnerstatut zu kassieren, das f&uuml;r Sonderbelastungen des Personals (Nacht- und Sonntagsdienste, h&auml;ufiger Ortswechsel) Kompensationen vorsieht, die gemeinhin als Privilegien denunziert werden. Das Vorhaben stie&szlig; sofort auf den geschlossenen Widerstand der vier bei der SNCF pr&auml;senten Gewerkschaften CGT, CFDT, FO und Rail-Sud. Die einigten sich mit den Beamtengewerkschaften auf den 22. M&auml;rz als ersten Aktionstag, das hei&szlig;t, auf Kundgebungen in etwa 200 St&auml;dten. Zugleich gilt seit Anfang April eine innovative Proteststrategie, die den Gewerkschaften kaum jemand zugetraut hat: Bis zum 28. Juni soll jeweils an zwei von f&uuml;nf Tagen gestreikt werden. Verantwortlich daf&uuml;r ist eine junge Generation von Gewerkschaftsf&uuml;hrern, unter denen Laurent Brun herausragt. Er will, dass die Trade Unions den Hang zum Fatalismus &uuml;berwinden und auf Zorn umschalten. Brun, geboren 1979, ist seit Januar 2017 Generalsekret&auml;r der Eisenbahnersektion bei der CGT, gilt als die rechte Hand von CGT-Chef Philippe Martinez und durchsetzungsf&auml;hig. Die konservative Presse sieht in ihm &bdquo;das jugendliche Antlitz des Stalinismus&ldquo;, ohne dies mit belastbaren Aussagen Laurent Bruns unterf&uuml;ttern zu k&ouml;nnen.<br>\nBekanntlich ist in Frankreich das Streikrecht viel weniger reglementiert als in Deutschland. Im Prinzip k&ouml;nnen Gewerkschaftsf&uuml;hrungen jederzeit zum Ausstand rufen, falls sie sicher sind, dass ihnen die Mitglieder folgen, die so gut wie kein Streikgeld erhalten. F&uuml;r sogenannte politische Streiks gibt es im Franz&ouml;sischen nicht einmal ein Wort, weil Streikaktionen als politisch legitim gelten und die Fiktion vom &bdquo;unpolitischen Streik&ldquo; bestenfalls Kopfsch&uuml;tteln erzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/ausstand-mit-auszeit\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Emmanuel Macron im TV-Interview: Sprechstunde beim Oberlehrer der Nation<\/strong><br>\nEmmanuel Macron hat Frankreich einen Reformkurs verordnet, der bei vielen B&uuml;rgern gar nicht gut ankommt. Nun warb der Pr&auml;sident wie ein P&auml;dagoge um Vertrauen, Geduld und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r seine Politik. [&hellip;]<br>\nMacron, der sich im Wahlkampf vor einem Jahr selbst als &ldquo;Jupiter&rdquo; bezeichnet hatte, ist aus dem Olymp der Umfragen gest&uuml;rzt. Und seine Art &ndash; autorit&auml;r, geradeaus, bonapartistisch &ndash; st&ouml;&szlig;t auch in der eigenen Partei La R&eacute;publique en Marche zunehmend auf Unverst&auml;ndnis. Also muss P&auml;dagogik her, die Franzosen sollen endlich verstehen, dass es &ldquo;um das Haus Frankreich&rdquo; geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/emmanuel-macron-im-tv-interview-sprechstunde-beim-oberlehrer-a-1202598.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sch&ouml;n symbolisch. Klar, die B&uuml;rger, die (anscheinend mehrheitlich) gegen die als &ldquo;Reform&rdquo; titulierte radikale Umverteilung von unten nach oben sind, haben es einfach nicht verstanden und m&uuml;ssen belehrt werden. &ldquo;Besser vermitteln und erkl&auml;ren&rdquo;, das kenne ich schon aus Deutschland. Besonders sch&ouml;n ist dann eine glatte L&uuml;ge: &ldquo;Steuersenkungen erteilt Macron eine Absage, weil die Schulden zu hoch seien.&rdquo; Interessant, weil Macron schon mit Milliardenkosten (f&uuml;r den Staat) Steuern (f&uuml;r Verm&ouml;gende und Unternehmenseinkommen) gesenkt hat und <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/politik\/international\/frankreich-macron-treibt-reformen-in-windeseile-voran\/20991786.html?ticket=ST-909276-LEJkhmvcNpmZaCgKbBhg-ap3\">weiter senken will<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gewerkschaften unter Druck &ndash; Die Situation nach dem Putschversuch in der T&uuml;rkei<\/strong><br>\nInsbesondere seit dem Putschversuch vom Juli 2016 treibt Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan in der T&uuml;rkei eine autorit&auml;re Wende voran. Davon sind auch Besch&auml;ftigte und linke Gewerkschaften betroffen. Die staatliche Repression ist h&auml;rter geworden &ndash; und der Einfluss islamisch-konservativer Gewerkschaften st&auml;rker.<br>\nDie Gewerkschaftslandschaft in der T&uuml;rkei ist durch eine schiere Anzahl an kleinen und mittelgro&szlig;en Gewerkschaften gepr&auml;gt. So sind in einer Branche gleich mehrere Einzelgewerkschaften aktiv. Allein in der Textil-Branche existieren derzeit acht kleine Gewerkschaften, die nicht unmittelbarer Ausdruck der allgemeinen Produktionsst&auml;rke dieser Schl&uuml;sselbranche sind, sondern vielmehr die Spaltung der t&uuml;rkischen Gewerkschaften in politische Str&ouml;mungen kennzeichnen. Genauer: Anhand der Zugeh&ouml;rigkeit der Einzelgewerkschaften zum jeweiligen Gewerkschaftsbund kann im Wesentlichen auch die politische Ausrichtung bestimmt werden. Es existieren mehrere Gewerkschaftsb&uuml;nde, in der viele Einzelgewerkschaften organisiert sind und teilweise sogar miteinander konkurrieren. So ist es auch &uuml;blich, dass die Politik der Einzelgewerkschaften durch die Ausrichtung der Gewerkschaftsb&uuml;nde bestimmt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/gewerkschaften-unter-druck-die-situation-nach-dem-putschversuch-in-der-tuerkei--2188.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteil des EuGH: Deutschland verst&ouml;&szlig;t wohl gegen EU-Recht<\/strong><br>\nDeutschland muss wohl den Familiennachzug f&uuml;r Angeh&ouml;rige minderj&auml;hriger Fl&uuml;chtlinge gro&szlig;z&uuml;giger gestalten. Es w&auml;re die Konsequenz aus einem Urteil, das der EuGH am Vormittag gef&auml;llt hatte.<br>\nDie Rechtslage in Deutschland ist bislang eindeutig: Eltern von einem in Deuschland lebenden, minderj&auml;hrigen, anerkannten Fl&uuml;chtling haben nur einen Nachzugsanspruch, bis das Kind vollj&auml;hrig wird. &ldquo;Ein Visum kann daher nur erteilt werden, solange das Kind minderj&auml;hrig ist&rdquo;, erkl&auml;rte das Ausw&auml;rtige Amt.<br>\nNun allerdings entschied der EuGH, dass minderj&auml;hrige unbegleitete Fl&uuml;chtlinge, die w&auml;hrend des Asylverfahrens vollj&auml;hrig werden, ihr Recht auf Familienzusammenf&uuml;hrung behielten. Ein Antrag m&uuml;sste aber innerhalb von drei Monaten ab dem Tag gestellt werden, an dem der Minderj&auml;hrige als Fl&uuml;chtling anerkannt wurde. Damit m&uuml;sste wohl auch Deutschland den Familiennachzug gro&szlig;z&uuml;giger gestalten. Vom Ausw&auml;rtigen Amt war nach der Entscheidung zun&auml;chst keine Stellungnahme zu erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/eugh-familiennachzug-fluechtlinge-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ruderchampion des Tages: Mark Zuckerberg<\/strong><br>\nF&uuml;r einen kurzen Moment h&auml;tte man hoffen k&ouml;nnen, dass Mr. Facebook bei seinen ersten Anh&ouml;rungen vor Abgeordneten des US-Kongresses am Dienstag abend (Ortszeit) in die Mangel genommen wird und alle Leichen aus dem Keller holt. Aber daf&uuml;r ist Mark Zuckerberg zu windig. Seine Taktik: rudern. Auf die ihm gestellten Fragen gab er widerspr&uuml;chliche Antworten, die Kongressleute verwirrte er damit erfolgreich.<br>\nAnlass der Anh&ouml;rung ist das Bekanntwerden des eigentlichen Kerngesch&auml;fts von Facebook: s&auml;mtliche verf&uuml;gbaren Nutzerdaten zu sammeln, aufzubereiten und an den Meistbietenden zu verscherbeln. Die Firma Cambridge Analytica, die bislang als der Buhmann schlechthin galt, nutzte einen regul&auml;ren Zugang zu Facebooks Datenreichtum, ohne irgendwelche Bestimmungen zu verletzen.<br>\nEin pikantes Detail wurde in den Tagen vor dem ersten Anh&ouml;rungstermin bekannt: Mitglieder des Komitees, dem Zuckerberg zwar Rede stand, Antworten aber schuldig blieb, sollen laut einem Bericht der Zeitung USA Today vom 4. April seit 2007 knapp 381.000 US-Dollar an Spendengeldern von Facebook erhalten haben. Auf diese Weise verschafft man sich eine gewogene Aufsichtsbeh&ouml;rde, die einem das Gesch&auml;ft nicht vermiest. Auch im letzten Wahlkampf zeigte sich das angeblich so soziale Netzwerk bereits im Vorfeld erkenntlich f&uuml;r den Verzicht auf echte Regulierungsma&szlig;nahmen. Laut USA Today sollen die Demokraten von Facebooks insgesamt sieben Millionen US-Dollar Parteispenden 65 Prozent und die Republikaner 33 Prozent erhalten haben.<br>\nZuckerberg versprach &uuml;brigens, dass sich Facebook in den USA und &uuml;berall sonst in der Welt gegen Wahlmanipulation und Falschmeldungen einsetzen werde. Dumm nur, dass Facebook genau das bef&ouml;rdert. Der Konzern bestimmt, was Nutzer zu sehen kriegen und was im digitalen Orkus verschwindet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/330647.ruderchampion-des-tages-mark-zuckerberg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ist linke Politik so kompliziert?<\/strong><br>\nSozialdemokratie Was den SPD-Genossinnen fehlt, ist nicht die gute Idee, sondern der Mut zum Bruch. Mit der Parteispitze &ndash; und dem Neoliberalismus<br>\nDie SPD ist jetzt also hip. Willy-Brand-Haus war gestern, nun l&auml;dt der Vorstand ins coole Berliner Netz-&bdquo;Basecamp&ldquo; des Konzerns T&eacute;l&eacute;fonica. Und will in Online-Foren, Impulsreihen und Debattencamps diskutieren lassen, Style: re:publica. Am Montag stellte Lars Klingbeil die Pl&auml;ne des Parteivorstands vor, Motto: &bdquo;Wenn&rsquo;s dir nicht gef&auml;llt, mach neu&ldquo;. Und pl&ouml;tzlich klingt die SPD schon voll erneuert. Eben das ist das Problem. Sie klingt nur so.<br>\nW&auml;hrend die Sozialdemokraten an coolen Namen f&uuml;r ihren Debattenprozess arbeiten, hat der konservative Koalitionspartner vorgelegt: Der Islam geh&ouml;rt nicht zu Deutschland, es fehlt an Recht und Ordnung, Geschwister m&uuml;ssen vom Familiennachzug ausgeschlossen werden: Horst Seehofer und Jens Spahn kennen ihre Agenda. Was hat die SPD dem entgegenzuhalten? Kaum etwas, au&szlig;er einer halbherzigen Debatte &uuml;ber Hartz IV. [&hellip;]<br>\nWas der SPD fehlt, ist die klare Positionierung f&uuml;r die Arbeitenden, Prekarisierten, Migrantinnen &ndash; und gegen so manches Interesse der Reichen. Sozial ist eben nicht schon, was Arbeit schafft. Was ansteht, ist ein Bruch, ist die Entscheidung: f&uuml;r die Gewinner des Neoliberalismus &ndash; oder f&uuml;r das Soziale. Olaf Scholz hat vorgelegt und einen Goldman-Sachs-Manager in sein Ministerium geholt. Nun hat die Basis Zeit, ihre Entscheidung zu treffen. F&uuml;r diese Parteispitze &ndash; oder f&uuml;r den Aufstand. Wenn&rsquo;s dir nicht gef&auml;llt, mach neu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/elsa-koester\/ist-linke-politik-so-kompliziert\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43467","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43467","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43467"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43467\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43470,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43467\/revisions\/43470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43467"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43467"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43467"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}