{"id":4347,"date":"2009-11-19T08:57:03","date_gmt":"2009-11-19T07:57:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4347"},"modified":"2009-11-19T16:53:02","modified_gmt":"2009-11-19T15:53:02","slug":"hinweise-des-tages-1023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4347","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Neue Bev&ouml;lkerungsprognose: &Uuml;ber die Sinnhaftigkeit von Modellrechnungen in die ferne Zukunft; Klausur verhauen; USA machen mit Steuerfahndung in der Schweiz ernst; Ackermans H&auml;ngematte; Skandale um und in der NSH; Hessische Steuerfahnder-Aff&auml;re; Die Kopfpauschale &ndash; ein Milliardengrab; Betrug mit der Kurzarbeit; Stromkonzerne k&uuml;ndigen weitere Preiserh&ouml;hung an; die Alterung der Gesellschaft ist ein altes Problem; Bologna-Reform: Jetzt r&auml;umen sie Fehler ein; USA: Land der begrenzten Mahlzeiten; USA\/China; Kritik an Israels Siedlungspl&auml;nen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Neue Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung: 2060 wird jeder Dritte 65 oder &auml;lter sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Wir sind seit 1870 im Alterungsprozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Deutsche altern ges&uuml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Klausur verhauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die ersten 400 Verf&uuml;gungen sind zum Versand bereit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">USA bleiben hart bei Bankdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ackermanns Idee &ndash; H&auml;ngematte f&uuml;r Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutschlands wirklich d&uuml;mmste Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Tagebuch von Werner Marnette belastet Kieler Regierung &ndash; Ex-Wirtschaftsminister bezichtigt Ministerpr&auml;sident Carstensen der L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">HSH-Chef Nonnenmacher offenbar st&auml;rker in Omega-Gesch&auml;ft verwickelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Ohrfeige f&uuml;r Finanzminister Weimar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hessischer Steuerfahnder-Prozess: Wer aufmuckt, ist ein Psycho-Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Die Kopfpauschale &ndash; ein Milliardengrab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Alterssicherung: R&uuml;rup kritisiert Koalitionsvertrag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Regierung rechnet langfristig mit Rentensteigerungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Der Betrug mit der Kurzarbeit nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Justizministerin f&uuml;r Arbeitnehmer-Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Noch l&auml;ngere Laden&ouml;ffnungszeiten: Einkaufen bis Mitternacht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Stromkonzerne k&uuml;ndigen saftige Preiserh&ouml;hung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Verw&uuml;stete Erinnerung: Urteil in Karlsruhe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Bologna-Reform: Jetzt r&auml;umen sie Fehler ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Last Man Standing: Politische Gestaltungsmacht vs. gelebte Ohnmacht <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Land der begrenzten Mahlzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Sch&ouml;ne Worte, wenig Einigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Heftige Kritik an Israels neuen Siedlungspl&auml;nen<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4347&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung: 2060 wird jeder Dritte 65 oder &auml;lter sein<\/strong><br>\nDas Statistische Bundesamt (destatis) hat neue Zahlen zur Bev&ouml;lkerungsentwicklung vorgelegt. Laut der Berechnung des Amtes werden im Jahr 2060 nur noch 65 bis 70 Millionen Menschen in Deutschland leben. Derzeit sind es rund 82 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bevoelkerung114.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p>Dazu schickt uns unser Leser Gerd Bosbach, Professor f&uuml;r Statistik und empirische Wirtschafts- und Sozialforschung folgenden Brief an die lieben Fachleute:<\/p>\n<p><em>Bei Betrachtung der Pr&auml;sidentenrede auf der PK hat mich einiges erz&uuml;rnt. War es vielleicht nur Zorn &uuml;ber eigenes Unverst&auml;ndnis oder doch &uuml;ber das Dargestellte?<br>\nAuch Antworten auf Teile w&uuml;rden mich freuen.<\/em><\/p>\n<ol>\n<li>St&auml;ndige wurden absolute Zahlen genutzt, obwohl die Aussage zum Bev&ouml;lkerungsanteil passte.<br>\nBeispiel: R&uuml;ckgang der Erwerbsf&auml;higen von heute 50 auf sp&auml;ter 33 Mio.. Bei einem Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang von 20 % ist die Reduktion auf 40 Millionen Erwerbsf&auml;higen &uuml;berhaupt keine zus&auml;tzliche Belastung. Nur der Rest ist zu bew&auml;ltigen.<br>\nAber der Pr&auml;sident stellte explizit den R&uuml;ckgang der absoluten Zahlen um 34% als das Problem dar.<br>\n(Analog behandelte er die Zahlen zum R&uuml;ckgang der Kinder und Jugendlichen von 16 auf 10 Millionen. Die Anteilsbetrachtung von 19 auf 16 % ist m.E. richtig, aber nicht so dramatisch.)\n<\/li>\n<li>Vermischung von dynamischen und statischen Betrachtungen bei den Hochbetagten. Als Grundlage der Daten wird von einer um 7 bis 8 Jahren &auml;lteren Bev&ouml;lkerung ausgegangen. Bei der dramatisch dargestellten Steigerung des Anteils der Hochbetagten wird aber heute wie 2060 hochbetagt mit &uuml;ber 80 Jahren definiert. M&uuml;sste hochbetagt (und damit pflegebed&uuml;rftig assoziiert) nicht 2060 sp&auml;ter beginnen? Oder werden wir nur krank &auml;lter?\n<\/li>\n<li>Nat&uuml;rlich wirken Prozesse &uuml;ber 52 Jahre massiv. Zur Vorstellung der realen Belastung m&uuml;sste das aber auf Ver&auml;nderung pro Jahr umgerechnet werden. So ist das Absinken des Erwerbsf&auml;higenanteils bis 2060 von 17 % eine j&auml;hrliche Belastung von 0,35%. W&auml;re das nicht realistischer?<br>\nAnsonsten muss ich lauthals beklagen, dass der Bierpreis in K&ouml;ln um 380% gestiegen ist &ndash; seit meinem ersten Kneipenbier 1968.<br>\n&Uuml;brigens, selbst bei der Pr&auml;sidentenrechnung mit den absoluten Zahlen ergibt sich ein j&auml;hrliches Absinken der Erwerbsf&auml;higen von 0,8%.\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gerade wenn Sie die demografische Entwicklung f&uuml;r ein Problem halten, warum bedarf es der aufgef&uuml;hrten statistischen Tricks bei der Darstellung? Oder habe ich etwas Wichtiges &uuml;bersehen?<\/p>\n<p>Wie gesagt, ich w&uuml;rde mich freuen von Ihnen auch auf einen der drei Punkte Antwort zu erhalten.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Auf die Frauen kommt es an<\/strong><br>\nSowohl die Hypothesen als auch die daraus folgenden Schl&uuml;sse sind allerdings nicht unumstritten. Zu den Kritikern der Bev&ouml;lkerungsstatistik geh&ouml;rt der Koblenzer Professor f&uuml;r Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung Gerd Bosbach. Er bem&auml;ngelt vor allem zwei Punkte. Zum einen sei eine Prognose &uuml;ber einen so langen Zeitraum sehr unzuverl&auml;ssig. Auch in vergangenen Zeiten habe es Entwicklungen gegeben, die unm&ouml;glich vorhersehbar waren, wie etwa neue M&ouml;glichkeiten der Familienplanung durch die Antibabypille oder der Trend zur Kleinfamilie. Das erw&auml;hnt auch Amtsleiter Roderich Egeler: M&ouml;gliche Auswirkungen von Familienpolitik oder die zu erwartende Migration aufgrund des Klimawandels k&ouml;nnten nicht mit einbezogen werden.<br>\nZum anderen zweifelt Bosbach daran, dass es dramatische Auswirkungen h&auml;tte, selbst wenn die Szenarien der Wiesbadener zutr&auml;fen. &bdquo;Die Alterung der Gesellschaft ist kein v&ouml;llig neues Problem, sondern ein altes, das wir bislang hervorragend gemeistert haben, etwa durch Arbeitszeitverk&uuml;rzungen und Steigerungen der Produktivit&auml;t&ldquo;, sagt Bosbach. Au&szlig;erdem ben&ouml;tige eine insgesamt geschrumpfte Gesellschaft ohnehin weniger Erwerbst&auml;tige.<br>\nDass schrumpfende oder langsamer wachsende Gesellschaften nicht per se ein Problem darstellen m&uuml;ssen, sondern im Gegenteil auch von Vorteil sein k&ouml;nnen, betont auch der Bericht des UN-Bev&ouml;lkerungsfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2953668\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&laquo;Wir sind seit 1870 im Alterungsprozess&raquo;<\/strong><br>\nGerd Bosbach wiegelt ab: &laquo;Wir sind seit 1870 im Alterungsprozess&raquo;, sagte er. Und trotz Veralterung, trotz steigender Zahl von Rentnern habe die Arbeitszeit seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts immer wieder reduziert werden k&ouml;nnen.<br>\n&laquo;Richtig ver&auml;rgert&raquo; sei er &uuml;ber die Darstellung des R&uuml;ckgangs der Zahl der Menschen im Erwerbsalter, sagte der Wissenschaftler weiter: Den Angaben des Statistikamtes zufolge gehe deren Zahl von heute 50 Millionen bis 2060 auf 33 bis 36 Millionen zur&uuml;ck, n&auml;mlich 34 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbev&ouml;lkerung, deren Zahl sich bis 2060 ebenfalls reduziere, seien es aber nur 17 Prozent. Wenn man dazu ber&uuml;cksichtige, dass sich die Berechnung &uuml;ber einen &laquo;riesigen&raquo; Zeitraum von 52 Jahre erstrecke, komme man auf einen R&uuml;ckgang von j&auml;hrlich 0,35 Prozent &ndash; &laquo;das kann man sogar mit schlechten Produktivit&auml;tszahlen ausgleichen&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/1\/20091118\/twl-wir-sind-seit-1870-im-alterungsproze-1be00ca.html\">Yahoo Nachrichten<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche altern ges&uuml;nder<\/strong><br>\nObwohl die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen weiter steigt, ist das Risiko, im Alter bettl&auml;gerig oder hilfsbed&uuml;rftig zu werden, gesunken. &ldquo;Die Deutschen altern ges&uuml;nder&rdquo;, lautet das Fazit des aktuellen Pflegereports der Gm&uuml;nder Ersatzkasse (GEK).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Pflegebeduerftig-Alter-Rentner;art122,29535391\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Klausur verhauen<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel bleibt ihrem Stil auch in der neuen &ldquo;christlich-liberalen Koalition der Mitte&rdquo; treu. Die Inszenierung ist wichtiger als die Inhalte. Zwei Tage lang hat Merkel ihr Kabinett nun im beschaulichen Meseberg, n&ouml;rdlich von Berlin, zusammengerufen. Als &ldquo;Klausur&rdquo; ist die Veranstaltung &uuml;berschrieben gewesen. Zu Beginn ein Gruppenbild in feudaler Umgebung, steht am Ende wenig mehr, als dass es &ldquo;intensiv&rdquo; gewesen sei, &ldquo;dicht&rdquo;, und offenbar gut f&uuml;rs innerkoalition&auml;re Betriebsklima<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2088817_Kabinettsrunde-in-Meseberg-Klausur-verhauen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die ersten 400 Verf&uuml;gungen sind zum Versand bereit<\/strong><br>\nDas Amtshilfegesuch der USA in Sachen UBS-Kundendaten sprengt die bisherigen Grenzen in der Schweiz. In der Vergangenheit gab es laut den Schweizer Beh&ouml;rden im Schnitt lediglich rund 3 Gesuche pro Jahr um internationale Amtshilfe in Steuerfragen. Nun muss die Schweiz innerhalb Jahresfrist im Fall UBS\/USA etwa 4450 Dossiers behandeln.&nbsp; Laut Angaben der US-Steuerbeh&ouml;rden haben sich 14 700 Steuers&uuml;nder freiwillig angezeigt. Ein gro&szlig;er Teil davon scheint die Schweiz zu betreffen. In den neuen Doppelbesteuerungsabkommen f&auml;llt die Unterscheidung zwischen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung dahin &ndash; beide Delikte sind k&uuml;nftig amtshilfef&auml;hig. Daf&uuml;r m&uuml;ssen Amtshilfegesuche im neuen Regime die Namen der verd&auml;chtigten Kunden oder spezifische Angaben zu deren Identifikation enthalten. Im Fall UBS\/USA gen&uuml;gten nach Interpretation der Beh&ouml;rden und zum Teil auch des Bundesverwaltungsgerichts konkrete Anhaltspunkte zu einem Handlungsmuster einer ungenannten Personengruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_ersten_400_verfuegungen_sind_zum_versand_bereit_1.4028685.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Daran k&ouml;nnte sich der deutsche Gesetzgeber und die Steuerbeh&ouml;rden ein Beispiel nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>USA bleiben hart bei Bankdaten<\/strong><br>\nIm Ringen um ein Abkommen zur &Uuml;bermittlung hochsensibler Bankdaten aus Europa an amerikanische Terrorfahnder sind die USA nicht mehr zu grundlegenden Zugest&auml;ndnissen an die Europ&auml;ische Union bereit. Das geht aus einem neuen Entwurf f&uuml;r das umstrittene Abkommen hervor, der der FR vorliegt. Demnach gelang es der schwedischen EU-Ratspr&auml;sidentschaft bei Nachverhandlungen lediglich, kosmetische &Auml;nderungen durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2086770_Keine-Zugestaendnisse-USA-bleiben-hart-bei-Bankdaten.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei der Abwehr der terroristischen Gefahr gibt es kein Steuergeheimnis, dagegen scheint der Schaden bei Steuerbetrug harmlos.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ackermanns Idee<\/strong><br>\nDer Chef der Deutschen Bank will, dass der Staat einen Banken-Rettungsfonds einrichtet. Das w&auml;re ein gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r die Steuerzahler. In den USA gibt es so etwas schon, dort &uuml;bernimmt die Federal Deposit Insurance Corporation diese Aufgabe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/48\/F-Kolumne-Ackermann\">Zeit-Online<\/a>\n<p><em>Dazu Claus Hulverscheidt in der S&uuml;ddeutschen Zeitung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ackermanns H&auml;ngematte<\/strong><br>\nStaaten und Banken sollen gemeinsam einen Hilfsfonds f&uuml;r Banken auflegen, fordert Josef Ackermann. Dabei m&uuml;ssten sich die Institute eigentlich selbst gegen Krisen versichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/412\/494745\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Jawohl, das sollen sie! Eine Frage h&auml;tte ich aber noch: Soll ein solcher Fonds kapitalgedeckt sein? Wenn ja, wo wird das Kapital investiert &ndash; in Investmentfonds etwa, damit der Fonds genauso erkrankt, wie die Banken, die er retten soll?<br>\nJames Galbraith hat schon einmal gefordert, on der FDIC k&ouml;nnte man allerdings schon einiges &uuml;bernehmen, n&auml;mlich, insolvente &bdquo;systemrelevante&ldquo; Banken in den Staatsbesitz (nach seinem Vorschlag die oben erw&auml;hnte FDIC) zu nehmen, die Einlagen zu sichern, und die Banken zu sanieren und dann entweder wieder privatisieren oder schlie&szlig;en.<\/em><\/p>\n<p>Apropos &bdquo;systemrelevante&ldquo; Banken&hellip;<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands wirklich d&uuml;mmste Bank<\/strong><br>\nH&auml;me und Spott erntete die Staatsbank nach der Pannen&uuml;berweisung an Lehman. Nun legt ein Gerichtsurteil erstmals die peinlichen Umst&auml;nde der Zahlung offen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:panne-bei-kf-w-deutschlands-wirklich-duemmste-bank\/50038932.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tagebuch von Werner Marnette belastet Kieler Regierung &ndash; Ex-Wirtschaftsminister bezichtigt Ministerpr&auml;sident Carstensen der L&uuml;ge<\/strong><br>\nDer ehemalige Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette, erhebt im Zuge der Krise bei der HSH Nordbank erneut schwere Vorw&uuml;rfe gegen Ministerpr&auml;sident Peter Harry Carstensen und Finanzminister Rainer Wiegard (beide CDU). Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, bezichtigt Marnette seinen Parteifreund Carstensen, auf Anfragen des Parlaments die Unwahrheit gesagt zu haben. Seinem fr&uuml;heren Kabinettskollegen Wiegard wirft er vor, er habe &ldquo;seit Herbst 2008 alles versucht, jegliche Information &uuml;ber die tats&auml;chliche Situation der HSH zur&uuml;ckzuhalten, zu verz&ouml;gern beziehungsweise einer kritischen Pr&uuml;fung zu unterziehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6329\/1514054\/gruner_jahr_stern\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>HSH-Chef Nonnenmacher offenbar st&auml;rker in Omega-Gesch&auml;ft verwickelt<\/strong><br>\nWie das Nachrichtenmagazin &bdquo;Stern&ldquo; am Mittwoch vorab berichtete, hatte Nonnenmacher im April 2008 Aufsichtsr&auml;ten von der Transaktion berichtet und dabei die Risiken des Deals verharmlost. Das gehe aus Unterlagen hervor, die dem &bdquo;Stern&ldquo; vorliegen. Nonnemacher war damals Finanzvorstand der HSH Nordbank.<br>\nLaut Sitzungsprotokoll des Risikoausschusses gab Nonnenmacher an, das Risiko aus Omega belaufe sich nach der teilweisen R&uuml;ckabwicklung &bdquo;aufgrund der hohen Kreditqualit&auml;t der einzelnen Papiere auf nur 19,5 Millionen Euro&ldquo;. Man stelle diese Transaktion den Aufsichtsr&auml;ten lediglich &bdquo;aufgrund der &Uuml;berschreitung der formalen Reportinggrenze&ldquo; vor. &bdquo;&Ouml;konomisch gesehen&ldquo; best&uuml;nden keine erh&ouml;hten Risiken, sagte Nonnenmacher laut &bdquo;Stern&ldquo; damals. Die Bank gebe heute an, dass Nonnenmacher bei der Sitzung kurzfristig den zust&auml;ndigen Risikovorstand vertreten musste. Bei der Pr&auml;sentation habe es sich nicht um seine Berechnungen gehandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/wirtschaft\/article1274768\/HSH-Chef-Nonnenmacher-offenbar-staerker-in-Omega-Geschaeft-verwickelt.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ohrfeige f&uuml;r Finanzminister Weimar<\/strong><br>\nDas Urteil des Berufsgerichts f&uuml;r Heilberufe in Gie&szlig;en ist eine Ohrfeige f&uuml;r den hessischen Finanzminister Karlheinz Weimar und seinen Oberfinanzpr&auml;sidenten Mario Vittoria: Jetzt steht fest, dass der Nervenarzt, der jahrelang f&uuml;r das Land Hessen als Gutachter t&auml;tig war, fehlerhafte Expertisen erstellt und gegen seine Sorgfaltspflicht versto&szlig;en hat. Und zwar genau in den F&auml;llen jener Steuerfahnder, die f&uuml;r so viel &ouml;ffentliches Aufsehen gesorgt haben.<br>\nDas Urteil ist ein Paukenschlag, weil das Land Hessen stets erkl&auml;rt hatte, die Entfernung der vier Fahnder aus dem Dienst sei mit rechten Dingen zugegangen. Diese litten unter Verfolgungswahn, war noch im Sommer aus dem Finanzministerium zu h&ouml;ren &ndash; welch perfide Umdeutung der Realit&auml;t. In Wahrheit dr&auml;ngte das Land vier gesunde, leistungsf&auml;hige Beamte aus dem Dienst, weil sie weiterhin bei Gro&szlig;steuerbetr&uuml;gern und Banken Geld eintreiben wollten. Stattdessen erkl&auml;rte man sie f&uuml;r verr&uuml;ckt und nahm die Zerst&ouml;rung ihrer Existenz in Kauf. Dieses Vorgehen f&auml;llt auch auf Ministerpr&auml;sident Roland Koch zur&uuml;ck, an den sich die Fahnder mehrfach gewandt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2086562&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mit anderen Worten: Es besteht der Verdacht, dass bestimmte Personen im Staatsapparat mit R&uuml;cksicht auf den Bankenstandort (?) Personen und Institutionen geschont haben und auf die Eintreibung von Steuern verzichtet haben. Wo leben wir? In einer Bananenrepublik? Wann endlich werden staatsanwaltliche Ermittlungen aufgenommen? Wann treten die Herren Weimar und Vittoria zur&uuml;ck?<br>\nEs kann nicht angehen, dass in globalen Gipfeltreffen &uuml;ber die Z&auml;hmung des Finanzkapitals verhandelt wird, aber vor Ort sogar Steuerfahnder zur&uuml;ckgepfiffen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hessischer Steuerfahnder-Prozess: Wer aufmuckt, ist ein Psycho-Fall<\/strong><br>\nEx-Steuerfahnder Rudolf Schmenger nimmt die Nachricht von der Verurteilung seines Peinigers nicht mit Jubel auf: &ldquo;Im Vergleich zu dem Schaden, den dieser Arzt angerichtet hat, sind 12.000 Euro Bu&szlig;geld ein &uuml;berschaubarer Betrag&rdquo;, sagt Schmenger. &ldquo;Es sind Menschen diffamiert und Familien zerst&ouml;rt worden.&rdquo; Auch f&uuml;r den Staat sei der Schaden weitaus h&ouml;her: &ldquo;Vier bestens ausgebildete Steuerfahnder stehen nicht mehr zur Verf&uuml;gung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2086771_Urteil-im-Psychiater-Prozess-Wer-aufmuckt-ist-ein-Psycho-Fall.html\">FR<\/a>\n<p><em>Mehr dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Steuerfahnder-Aff&auml;re: &ldquo;Sie waren einfach zu unbequem&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die Opposition steht fest: Vier Frankfurter Steuerfahnder wurden per Gef&auml;lligkeitsgutachten zu krankhaften Querulanten gestempelt. Deshalb m&uuml;sse der Finanzminister sie rehabilitieren. Doch der schweigt.<br>\nDem Frankfurter Psychiater war von der Landes&auml;rztekammer vorgeworfen worden, dem Land Hessen mit den Gutachten dabei geholfen zu haben, die Beamten loszuwerden. Die Kammer hatte daraufhin das Verfahren beim Berufsgericht f&uuml;r Heilberufe angestrengt. Auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Psychiater wegen des Vorwurfs, unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt zu haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&amp;key=standard_document_38327031\">HR-online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Kopfpauschale &ndash; ein Milliardengrab<\/strong><br>\nTeures schwarz-gelbes Projekt: Die von CDU und FDP geplante Kopfpauschale werde bis zu 39 Milliarden Euro kosten, warnt SPD-Experte Lauterbach in einer neuen Studie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/401\/494734\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Alterssicherung: R&uuml;rup kritisiert Koalitionsvertrag<\/strong><br>\nDie von der neuen Bundesregierung geplanten Ma&szlig;nahmen im Bereich der Sozialpolitik hat der ehemalige Darmst&auml;dter Finanzwissenschaftler und Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert R&uuml;rup, als &ldquo;durchweg wenig konkret&rdquo; kritisiert. In einem Kommentar f&uuml;r die Zeitschrift &ldquo;Wirtschaftsdienst&rdquo; h&auml;lt es der jetzige Chef&ouml;konom eines Finanzvertriebs f&uuml;r fragw&uuml;rdig, wie das im Koalitionsvertrag vereinbarte Modell eines &ldquo;steuerfinanzierten Alterseinkommens oberhalb der Grundsicherung, das aber gleichzeitig bedarfsabh&auml;ngig sein soll&rdquo;, aussehen k&ouml;nnte. F&uuml;r riskant h&auml;lt R&uuml;rup die Vereinbarung der Koalitionspartner, das Verfahren zur Rentenberechnung f&uuml;r den westlichen und &ouml;stlichen Teil Deutschlands bereits in der jetzigen Legislaturperiode zu vereinheitlichen. &ldquo;Eine systematische und kostenneutrale L&ouml;sung d&uuml;rfte viele B&uuml;rger in den neuen L&auml;ndern entt&auml;uschen&rdquo;, warnt R&uuml;rup. Denn nicht wenige Ostdeutsche erwarteten von der Neuregelung eine &ldquo;deutliche Rentenerh&ouml;hung&rdquo;, obwohl dies mit &ldquo;neuen Ungleichbehandlungen und zus&auml;tzlichen Belastungen in Milliardenh&ouml;he&rdquo; verbunden sei. Im Jahresgutachten 2008 des Sachverst&auml;ndigenrats hatte sich R&uuml;rup noch f&uuml;r eine L&ouml;sung dieses Problems bis zum Jahr 2019 ausgesprochen.<br>\nEbenfalls scharfe Kritik &uuml;bt R&uuml;rup an fehlenden Aussagen zu den j&uuml;ngsten rentenpolitischen Ma&szlig;nahmen der fr&uuml;heren Bundesregierung. Der durch das zweimalige Aussetzen des Riesterfaktors in der Rentenanpasssungsformel sowie durch die Rentengarantie entstandene &ldquo;rentenpolitische Scherbenhaufen&rdquo; w&uuml;rde im Koalitionsvertrag mit keinem Wort erw&auml;hnt, &auml;tzt R&uuml;rup. Offenbar setze die neue Regierung hier auf das &ldquo;Prinzip Hoffnung&rdquo;. Der &Ouml;konom hatte schon im vergangenen Jahr gemahnt, das von Union und SPD versprochene Nachholen der ausgesetzten Stufen auf der &ldquo;Riester-Treppe&rdquo; ab 2012 erfordere von der k&uuml;nftigen Regierung &ldquo;ein hohes Ma&szlig; an politischer Standfestigkeit&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Alterssicherung-Ruerup-kritisiert-Koalitionsvertrag.html?session=bcd6763b50f32cbbb55ac214f6bccb99\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Das &uuml;bliche Lobbyisten-Gedudel &ndash; diesmal wieder vom AWD-Innendienstmitarbeiter Bert R&uuml;rup. &bdquo;Allerdings stellt sich die Frage, warum gerade beim kleinsten Sozialversicherungszweig diese kapitalgedeckte Erg&auml;nzung obligatorisch sein soll, w&auml;hrend man es in der sehr viel wichtigeren Alterssicherung bei der Freiwilligkeit bel&auml;sst. Aus Gr&uuml;nden der Effizienz und um nicht noch weitere Portabilit&auml;tsprobleme aufzuwerfen, sollte die Regierung stattdessen &uuml;ber eine Ausweitung des F&ouml;rderrahmens bei der Riester-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge nachdenken, um dort eine Art &bdquo;Pflege-Riester&ldquo; zu integrieren.&ldquo; Nebenbei ist interessant, dass R&uuml;rup noch eine E-Mail-Adresse bei der TU Darmstadt zu haben scheint.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsdienst.eu\/downloads\/getfile.php?id=2251\">Wirtschaftsdienst [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Regierung rechnet langfristig mit Rentensteigerungen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung geht von langfristig weiter steigenden Renten aus. Trotz der sich f&uuml;r die beiden kommenden Jahre abzeichnenden Renten-Nullrunden sind nach Modellrechnungen auf mittlere Sicht Rentenerh&ouml;hungen von durchschnittlich gut 1,6 % j&auml;hrlich bis zum Jahr 2023 zu erwarten. Der Beitragssatz bleibt zun&auml;chst bis 2014 bei 19,9 Prozent stabil, sinkt danach auf 19,8 Prozent im Jahr 2015 und dann weiter auf 19,4 Prozent im Jahr 2016. Auf diesem Niveau verharrt er dem Bericht zufolge bis zum Jahr 2020. &ldquo;Anschlie&szlig;end steigt der Beitragssatz wieder an, zun&auml;chst auf 20,2 Prozent im Jahr 2021, dann auf 20,5 Prozent im Jahr 2022. F&uuml;r 2023 wird ein Beitragssatz von 20,6 Prozent erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2088179&amp;em_loc=1012&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/thema_des_tages\/&amp;em_ivw=dpa_thema\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und im &Uuml;brigen wird es morgen regnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Betrug mit der Kurzarbeit nimmt zu<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit registriert immer mehr Betrugsf&auml;lle beim Kurzarbeitergeld. Bundesweit k&ouml;nnten bis zu 40.000 Besch&auml;ftigte involviert sein.<br>\nAnfang dieser Woche registrierte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) schon 578 Unternehmen, die mutma&szlig;lich zu Unrecht staatliche Unterst&uuml;tzung kassiert haben.<br>\nDas Schema der Missbrauchsversuche ist meist &auml;hnlich und recht simpel: W&auml;hrend ein Mitarbeiter offiziell pausiert und sein Chef f&uuml;r ihn Kurzarbeitergeld beantragt, geht er in Wahrheit im Betrieb einfach weiter seinen Aufgaben nach. In Krisenzeiten, in denen der Verlust des Jobs droht, lassen sich einige Besch&auml;ftigte offenbar auf solche Tricksereien ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/48\/Kurzarbeit\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wo bleibt eine vergleichbare Medienkampagne etwa der Bildzeitung, wie sie gegen die angeblichen Hartz-IV-Betr&uuml;ger gefahren wurde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Justizministerin f&uuml;r Arbeitnehmer-Datenschutz<\/strong><br>\nJustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dringt auf ein Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz. &laquo;Wir brauchen eine sicherere Rechtsgrundlage. Wir sollten alles daf&uuml;r tun, um die Grauzonen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren&raquo;, sagte sie am Montag im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf die Debatte &uuml;ber Bluttests bei Neueinstellungen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar nannte dies einen &laquo;sehr gro&szlig;en Fortschritt&raquo; gegen&uuml;ber fr&uuml;heren Regierungen. &laquo;Ich erwarte jetzt wesentliche gesetzliche Klarstellungen, die bisherige Unsicherheiten beseitigen&raquo;, sagte Schaar dem &laquo;Tagesspiegel&raquo; (Dienstag). So sollten die durch Bluttests gewonnenen medizinischen Daten nur erhoben und gespeichert werden d&uuml;rfen, wenn dies f&uuml;r bestimmte Anforderungen an einem Arbeitsplatz notwendig ist. &laquo;Jemand, der Arzt oder Pilot werden will, muss mehr Ausk&uuml;nfte &uuml;ber sich selbst zulassen als jemand, der im Sekretariat arbeiten will&raquo;, sagte Schaar. Es d&uuml;rfe keine &laquo;Standardtests&raquo; geben. Auch diskriminierende Fragen nach sexueller Orientierung oder Gewerkschaftszugeh&ouml;rigkeit m&uuml;ssten unterbleiben.<br>\nAuch Leutheusser-Schnarrenberger unterstrich, die Arbeitgeber h&auml;tten &laquo;kein absolutes Auskunftsrecht&raquo;. Bestimmte Fragen seien generell unzul&auml;ssig. Die Ministerin nannte als Beispiel die Frage, ob eine Frau entbunden habe oder ob sie Verh&uuml;tungsmittel nimmt. Schaar forderte zudem nach den j&uuml;ngsten Datenschutzpannen bei der Jobb&ouml;rse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) eine &laquo;Stiftung Datenschutz&raquo;. Diese solle &auml;hnlich wie die &laquo;Stiftung Warentest&raquo; Dienstleistungen und Produkte testen. &laquo;Allerdings w&uuml;rde ich mir w&uuml;nschen, dass solche Tests nicht nur f&uuml;r Firmen und Produkte, sondern auch f&uuml;r Beh&ouml;rden eingef&uuml;hrt w&uuml;rden&raquo;, sagte Schaar der &laquo;Hannoverschen Allgemeinen Zeitung&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/arbeitsrecht\/ticker\/ticker.php?ID=1238368258&amp;script=\/arbeitsrecht\/ticker\/wScripts\/nachricht_anzeigen.ws&amp;navid=1\">Arbeitsrecht-Newsticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Richtig. Aber wie werden Bewerber\/innen und neue Mitarbeiter\/innen schon reagieren k&ouml;nnen, wenn von ihnen Ausk&uuml;nfte zu Krankheiten und intimen Details sowie Blutproben verlangt werden? Und wie werden die immer schw&auml;cher werdenden Interessenvertretungen reagieren k&ouml;nnen? Es war politisch gewollt, Arbeitnehmerrechte zu stutzen, den K&uuml;ndigungsschutz und die Befristungsregelungen immer weiter zu liberalisieren. Da kann der Wunsch nach Intimsph&auml;re und informelle Selbstbestimmung ganz schnell wieder beim Jobcenter enden &ndash; und dort in einer Leistungssperre.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Noch l&auml;ngere Laden&ouml;ffnungszeiten: Einkaufen bis Mitternacht <\/strong><br>\nBei ihrem Wettlauf um l&auml;ngere &Ouml;ffnungszeiten sto&szlig;en die Lebensmittelh&auml;ndler nun tief in die Nacht vor &ndash; Edeka und Rewe testen den Ladenschluss um 24 Uhr. Die Arbeitnehmer schlagen Alarm.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/212\/494547\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Der im Artikel zitierte Hubertus Pellengahr (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels) wird ja 2010 neues Alphatier bei der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und damit neuer Kanzlerinnenfl&uuml;sterer. Wer wei&szlig;, was da noch auf uns zukommen wird (&hellip;)<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Presse\/Pressemeldungen\/INSM-ab-Januar-2010-mit-neuer-Fuehrung-in-Berlin.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Stromkonzerne k&uuml;ndigen saftige Preiserh&ouml;hung an<\/strong><br>\nViele Verbraucher m&uuml;ssen bald deutlich mehr f&uuml;r Strom zahlen: Deutschlands f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ter Versorger EWE verlangt ab Januar im Schnitt 14 Prozent mehr Geb&uuml;hren. Auch Vattenfall will seine Preise erh&ouml;hen. Die Konzerne schieben die Schuld auf die erneuerbaren Energien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,661998,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Alle Jahre wieder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Verw&uuml;stete Erinnerung: Urteil in Karlsruhe<\/strong><br>\nDer Volksverhetzungsparagraph ist ein Sonderrecht gegen die Neonazis &ndash; und trotzdem verfassungsgem&auml;&szlig;. Das ist in Ordnung, weil das Grundgesetz eine besondere Geschichte hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/367\/494700\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Bologna-Reform: Jetzt r&auml;umen sie Fehler ein <\/strong><br>\nJahrelang war alles auf dem besten Weg. Die Einreden gegen die Bologna-Reform an den deutschen Universit&auml;ten wurden als Dokumente ewiggestriger, nostalgischer oder einfach nur lobbyistischer Gesinnung von &auml;nderungsunwilligen Professoren abgetan. Jetzt aber wird einger&auml;umt. Die Kultusministerkonferenz hat neulich einger&auml;umt, es gebe Korrekturbedarf. Jetzt r&auml;umt der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Peter Strohschneider, &bdquo;handwerkliche Fehler&ldquo; bei der Einf&uuml;hrung der Bachelor-Studieng&auml;nge ein. Auch der Pr&auml;sident der KMK, Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Henry Tesch (CDU), r&auml;umt ein, die Proteste von Studenten seien richtig, sofern sie auf konkrete Verbesserungen der &bdquo;unmittelbaren Studienbedingungen&ldquo; zielen. Und als ob es auf einer Verabredung beruhte, schlie&szlig;en sich dem auch die Pr&auml;sidentin der Hochschulrektorenkonferenz und die Bundesbildungsministerin beim Einr&auml;umen an. Noch wird gern hinzugef&uuml;gt, in Bausch und Bogen d&uuml;rfe man die Bologna-Reform nicht ablehnen.<br>\nHandwerkliche Fehler, konkrete Verbesserungen, nicht in Bausch und Bogen &ndash; das Kleingedruckte zeigt die Rechthaberei im Gro&szlig;en und Ganzen. Es hei&szlig;t: Die Baupl&auml;ne stimmen, nur der Handwerker hat gepfuscht. Konkrete Verbesserungen, weil allgemein ja nichts gegen Bologna zu sagen ist und, das will man mitteilen, ja auch nicht die f&uuml;rs Allgemeine zust&auml;ndige Politik, sondern die f&uuml;rs Konkrete zust&auml;ndigen Hochschulen versagt haben. Die Absichten waren doch bestens. Man will es sich selbst, vor allem aber allen anderen &ndash; denn wom&ouml;glich w&auml;re es ja ein R&uuml;cktrittsgrund -, nicht eingestehen, dass fast nichts, was die Bologna-Reformen in Aussicht gestellt haben, eingetreten ist.<br>\nF&uuml;r eine n&uuml;chterne Lageanalyse w&auml;re das Eingest&auml;ndnis vorauszusetzen, dass die Reform nicht handwerklich und aufgrund von Unzul&auml;nglichkeiten oder &Uuml;bereifer vor Ort scheitert, sondern an ihrer Undurchdachtheit und ihren windigen Zielen, f&uuml;r die der Begriff &bdquo;&Ouml;konomisierung der Hochschule&ldquo; noch viel zu optimistisch ist, weil er eine klare Absicht unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D\/Doc~E6091016B01CD4049AC20F0E015BA27F7~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Studenten rebellieren gegen Bildungschaos<\/strong><br>\nDaneben gibt es die Abteilung &ldquo;Freibier f&uuml;r alle&rdquo; aus der eher altlinks-bildungsfundamentalistischen Richtung: Jeder soll jederzeit &uuml;berall alles studieren d&uuml;rfen, so viel, so lange und wo er will.<br>\nUnd die Abteilung &ldquo;V&ouml;lker h&ouml;rt die Signale&rdquo;: Dazu geh&ouml;rt klassischer Politschwulst &ndash; gegen &ldquo;neoliberale&rdquo; Einfl&uuml;sse, gegen die Ausrichtung der Bildung nach &ldquo;kapitalistischer Verwertungslogik&rdquo; und &auml;hnlich anstrengende Sprachstanzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,661732,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Artikel ist an und f&uuml;r sich belanglos, weil uninformiert und oberfl&auml;chlich.<br>\nIhn sollten nur diejenigen Studierenden lesen, die montags immer noch mit dem Spiegel unterm Arm herumlaufen und meinen sie k&ouml;nnten damit ihre Intellektualit&auml;t bekunden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Last Man Standing: Politische Gestaltungsmacht vs. gelebte Ohnmacht <\/strong><br>\nDie Meinungsmache ging ordentlich weiter, jetzt wieder im stern, worauf ja auch schon Albrecht M&uuml;ller selbst auf den Nachdenkseiten hingewiesen hatte.<br>\nDen stern-Artikel gab es hier: In ihm demontierte ein gewisser Tilman Gerwien die Pr&auml;sentation von &ldquo;Meinungsmache&rdquo; letzten Donnerstag hier in Berlin. Vielleicht war das Ganze witzig oder ironisch gemeint, immerhin lief es unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Abwasch der Woche&rdquo;, die so was implizieren konnte; das entzog sich meiner Kenntnis. Da er aber s&auml;mtliche Tatsachen vollkommen verdrehte und s&auml;mtliche Teilnehmer au&szlig;er Hans-Ulrich J&ouml;rges als realit&auml;tsfremd darstellte, war eine Antwort f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manwithahorn.de\/2009\/11\/last-man-standing-politische.html\">The man with a horn blows<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Land der begrenzten Mahlzeiten<\/strong><br>\nAmerika leidet Hunger: Knapp 50 Millionen US-B&uuml;rger k&ouml;nnen sich nicht ausreichend ern&auml;hren &ndash; es fehlt an Geld. Besserung ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/346\/494680\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Sch&ouml;ne Worte, wenig Einigkeit<\/strong><br>\nChinas Pr&auml;sident Hu Jintao hat bei seinem Treffen mit US-Pr&auml;sident Barack Obama daran festgehalten, dass auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen n&auml;chsten Monat ein neues Klimaschutzabkommen ausgehandelt werden muss. Nach einem Bericht[1] der in Hongkong erscheinenden South China Morning Post lehnte Hu es  ab, Obamas Vorschlag f&uuml;r eine Verschiebung der Verhandlungen zu unterst&uuml;tzen. Angesichts des Zeitdrucks und der gro&szlig;en Meinungsverschiedenheiten auf den Vorbereitungskonferenzen erscheint die US-Position die naheliegendere zu sein und wurde zuletzt auch vom d&auml;nischen Premierminister Lars Lokke Rasmussen unterst&uuml;tzt, der Gastgeber der Dezember-Konferenz sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146575\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Heftige Kritik an Israels neuen Siedlungspl&auml;nen<\/strong><br>\nIsrael plant den Bau neuer H&auml;user im Osten Jerusalems. Das Stadtplanungsamt reichte bei der Regierung einen Antrag f&uuml;r den Bau von 900 neuen Wohneinheiten in der j&uuml;dischen Siedlung Gilo ein. Die USA und die Pal&auml;stinenser kritisierten das Vorhaben scharf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/siedlungsplaene_israrel_kritik_1.4031964.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine halbwegs g&uuml;tliche L&ouml;sung im Pal&auml;stinakonflikt schwindet immer mehr und nicht nur am &Ouml;lberg ziehen dunkle Wolken auf. Solange der pal&auml;stinensisch-israelischen Konflikt nicht gel&ouml;st wird, wird er in der muslimisch &ndash; arabischen Welt als Symbol der Mobilisierung f&uuml;r den Kampf gegen den Westen dienen. Kaum zu fassen, wie wenig die USA bzw. der Westen insgesamt den Pal&auml;stinakonflikt als wesentliches Politikfeld im Kampf gegen den Terror wahrnehmen wollen. 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