{"id":43471,"date":"2018-04-13T08:38:26","date_gmt":"2018-04-13T06:38:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43471"},"modified":"2018-12-27T10:35:38","modified_gmt":"2018-12-27T09:35:38","slug":"was-sie-schon-immer-mal-ueber-verxxxxxungen-wissen-wollten-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43471","title":{"rendered":"Was Sie schon immer mal \u00fcber VerXXXXXungen wissen wollten \u2013 Teil II"},"content":{"rendered":"<p>Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43400\">ersten Teil<\/a> ging es um den epidemischen Gebrauch des Wortes &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;, um seine Entgiftung und die Notwendigkeit, sich Begrifflichkeiten zur&uuml;ckzuerobern. Dazu geh&ouml;rt die Theoriearbeit &uuml;ber gesellschaftliche Entwicklungen, die notwendigerweise im Verborgenen stattfinden. Aber auch um die Fiktion, um die Simulation einer gesellschaftlichen Wirklichkeit in Gestalt von Verschw&ouml;rungsideologien &ndash; die bekannteste ist die antisemitische. Von <strong>Wolf Wetzel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5942\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43471-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43471-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180413_Was_Sie_schon_immer_mal_ueber_VerXXXXXungen_wissen_wollten_Teil_II_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Der ideelle Gesamtkapitalist<\/strong><\/p><p>Zur marxschen Wirtschaftstheorie geh&ouml;rt auch der Versuch, die Rolle des Staates zu bestimmen, seine &ouml;konomischen und politischen Funktionen herauszuarbeiten. Deshalb ist sie zugleich Staats- und Gesellschaftstheorie. Sobald sich die Massen bewusst werden, dass kapitalistische Gesellschaften Klassengesellschaften sind, kommt es notwendigerweise zu Klassenk&auml;mpfen. Auf welcher Seite, fragt Karl Marx, steht bei diesen K&auml;mpfen der Staat? In b&uuml;rgerlichen Wirtschaftstheorien ergreift der Staat nicht Partei, sondern agiert wie ein Moderator und Mediator. Er ist neutral und verk&ouml;rpert das Gemeinwohl, das er, wenn n&ouml;tig, auch mit Gewalt durchsetzen darf &ndash; zum Wohl aller.<\/p><p>Es d&uuml;rfte nicht verwundern, dass Karl Marx diese Staatstheorie nicht teilt und in ihr alles, nur nicht &bdquo;Vater Staat&ldquo; sieht. Marx sieht den Staat nicht in &Auml;quidistanz zu den aufeinanderprallenden Interessengegens&auml;tzen, sondern in seiner Funktion als &bdquo;ideellen Gesamtkapitalisten&ldquo;. Nun, werden einige sofort einwenden: Den habe ich noch nicht gesehen! Den gibt es doch gar nicht!<\/p><p>Und in der Tat, es geht um eine theoretische Annahme, um eine notwendige Abstraktion, im besten Fall um eine gelungene Reduktion sehr komplexer Verh&auml;ltnisse. Tats&auml;chlich gibt es den &bdquo;ideellen Gesamtkapitalisten&ldquo; nicht. Auf den k&ouml;nnen sich nicht einmal die Kapitalisten verst&auml;ndigen. Denn sie sind in erster Linie Konkurrenten. Der Staat, so Marx, handelt aber genau so, als w&auml;re er ein solcher. Das hei&szlig;t, im Gegensatz zu b&uuml;rgerlichen Staatstheorien, vertritt er nicht alle Interessen, auch nicht alle, sondern vor allem zentrale kapitalistische Anliegen.<\/p><p>Aber, und das beinhaltet dieser Begriff auch: Er ist eben nicht der Gesamtkapitalist, also die nat&uuml;rliche Summe aller nationalen Einzelkapitale. Zu den Aufgaben eines &bdquo;ideellen Gesamtkapitalisten&ldquo; geh&ouml;rt auch, eine &bdquo;werthaltige&ldquo;, eine langfristige Strategie zu verfolgen, die sich gegebenenfalls auch gegen (m&auml;chtige) Einzelkapitale richten kann. Als Beispiel kann man sicherlich den langfristigen Ausstieg aus der Atomenergie anf&uuml;hren. Aber ein auf Transformationsprozesse konfigurierter Staat muss auch ein ideeller Gesamtkapitalist sein, wenn es um strafrechtliche Regeln zwischen den konkurrierenden Kapitalien und um Regeln zwischen Kapital und (Lohn-)Arbeit geht. Das hei&szlig;t, ein in dieser Weise beschriebener Staat muss st&auml;ndig inner- und zwischengesellschaftliche Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse neu justieren und in seinem Tun abbilden.<\/p><p>Ganz allgemein gesagt: Was legal ist, was illegal ist, was erlaubt und was sanktioniert wird, beschreibt eine ganz zentrale Rolle des Staates &ndash; die st&auml;ndige Herstellung eines &bdquo;Rechtsfriedens&ldquo;. Dabei geht es auch um die Aufrechterhaltung kapitalistischer Verh&auml;ltnisse. Aber eben nicht nur: Er muss Vertrauen generieren, er muss f&uuml;r Legitimation dieser Ordnung sorgen, er muss daf&uuml;r sorgen, dass es das Gef&uuml;hl von Gerechtigkeit noch gibt, dass ein drohender Verlust austariert wird.<\/p><p>Was Recht ist, was als Recht empfunden wird, ist also eine zentrale Quelle staatlicher Legitimation. Von daher hilft es wenig weiter, den Staat als solchen f&uuml;r kriminell zu erkl&auml;ren oder ganz allgemein den Kapitalismus als kriminelles Wirtschaftssystem zu markieren.<br>\nEs geht vielmehr darum, dieses Spannungsfeld auszuleuchten, das Dilemma genau zu diagnostizieren, in dem sich die staatstragenden Personen und Institutionen bewegen m&uuml;ssen, solange es eben nicht einfach nur der Staat des einen Prozents sein soll.<br>\nIch m&ouml;chte dieses produktive Dilemma an einem konkreten Beispiel durchgehen:<br>\nDer Druck durch die Bev&ouml;lkerung, durch Wahlen war offensichtlich gro&szlig; genug, um &bdquo;strengere&ldquo; Abgaswerte f&uuml;r Autos durchzusetzen. Es kam zu einer Versch&auml;rfung der Abgaswerte, auch in der EU.<\/p><p>Tats&auml;chlich konnten und wollten die &bdquo;deutschen&ldquo; Autokonzerne diese Abgasnormen nicht erf&uuml;llen. Die &bdquo;normale&ldquo; L&ouml;sung w&auml;re gewesen, dass diese deutschen Autos den Markt nicht erreichen, dass sie keine Zulassung bekommen. Doch es geht eben nicht nur um die Einhaltung von Umweltnormen. Es geht auch um gewichtige nationale Kapitalinteressen, aber auch um die Eroberung anderer M&auml;rkte, wie den ganz wichtigen US-Markt.<br>\nDie L&ouml;sung war die, die jetzt als &bdquo;Dieselgate-Skandal&ldquo; in die Geschichts- und Gesch&auml;ftsb&uuml;cher eingeht. Die Konzerne entwickelten eine Software, die das vort&auml;uschte, was nun Abgasnorm geworden ist. Und die staatlichen (Kontroll-) Institutionen sorgen daf&uuml;r, dass dieser Betrug nicht auffliegt. <\/p><p>Anders gesagt: Die Kluft zwischen dem Legitimationszwang des Staates (Deutschland als Weltmeister, Spitzenreiter im Umweltschutz) und dem Schutz von bedeutenden Konzerninteressen wurde so gro&szlig;, dass man sie nur mit einem organisierten Betrug schlie&szlig;en konnte. Man wird sich jetzt die Augen reiben: Genau dies wird in den USA als <em>Verschw&ouml;rung<\/em> angeklagt und verfolgt &ndash; eine Verschw&ouml;rung wohlgemerkt nur dann, wenn sie &bdquo;nationalen Interessen&ldquo; in die Quere kommt. Ich werde am Ende dieses Beitrages darauf zur&uuml;ckkommen.<\/p><p>Dasselbe Dilemma kann man auch am Beispiel des &bdquo;NSA-Skandals&ldquo; durchspielen. Der (deutsche) Staat kann auf das Vertrauen nicht verzichten, dass wir nicht in einem &Uuml;berwachungsstaat leben, dass der Schutz der Privatsph&auml;re gew&auml;hrleistet ist. Gleichzeitig beteiligt er sich an einem globalen &Uuml;berwachungssystem, das alle nationalen Gesetze und internationalen Vereinbarungen bricht. Wie l&ouml;st man Unvereinbares auf? Man einigt sich wie in der &bdquo;Dieselgate-Aff&auml;re&ldquo; darauf, dass Deutschland kein &Uuml;berwachungsstaat ist und verlegt seine Realisierung in den &bdquo;Untergrund&ldquo;.<\/p><p>Das hoffentlich bestechendste Beispiel sind die Praktiken, die mit den &bdquo;Panama Papers&ldquo; (2016) und &bdquo;Paradise Papers&ldquo; (2017) &ouml;ffentlich wurden. Dass seit Jahrzehnten von einer extrem reichen Minderheit Geld ins Ausland geschafft wird, um unter anderem Steuern zu &bdquo;vermeiden&ldquo;, ist bekannt. Dass dies nicht in zwielichtigen Etablissements arrangiert wird, sondern in edlen Anwaltskanzleien, im Verbund mit Banken, die den sicheren\/anonymen Transfer garantieren, kann man diesen &bdquo;Papers&ldquo; entnehmen. Nicht der Umstand, aber vielleicht die Dimension dieser Unternehmen ist neu. In diesem &bdquo;Untergrund&ldquo; tummeln sich auch Mafiosos, vor allem angesehene, ehrw&uuml;rdige Menschen: Konten von Regierungsmitgliedern, Geheimdienstkonten, getarnte Parteikonten (&bdquo;schwarze Kassen&ldquo;) und konzerneigene &bdquo;Kriegskassen&ldquo;.<\/p><p>Es geht bei all dem nicht um Peanuts, sondern um Millionen und Milliarden.<br>\nDass die Wege, Tricks und Schlupfl&ouml;cher seit Jahrzehnten bekannt sind, ist auch keine wirkliche Sensation. Dass die &bdquo;Schlupfl&ouml;cher&ldquo; und &bdquo;Gesetzesl&uuml;cken&ldquo; von staatlicher Seite angelegt und offengehalten werden, mutet hingegen &ndash; auf den ersten Blick &ndash; grotesk an. Schlie&szlig;lich entgehen dem Staat auf diese Weise Milliarden an Steuereinnahmen! Warum agiert der Staat gegen seine eigenen finanziellen Grundlagen, die in Friedenszeiten aus Steuereinnahmen besteht?<\/p><p>Nirgendwo zeigt sich deutlicher, dass der Staat als &bdquo;ideeller Gesamtkapitalist&ldquo; agiert. In der Tat gehen ihm j&auml;hrlich Milliarden an Steuereinnahmen fl&ouml;ten, wenn man ihn als unabh&auml;ngiges Unternehmen begreift. Begreift man ihn hingegen nach der marxschen Definition, dann wird dieser Verlust (an Steuereinnahmen) mit den Gewinnen gegengerechnet, die Unternehmen zur St&auml;rkung ihrer Marktmacht einsetzen k&ouml;nnen.<br>\nDiese &bdquo;Staat im Staat&ldquo;-Aktivit&auml;ten sind keine Neuerfindung. Aber, und das ist die These, die die Ver&auml;nderungen der letzten zehn, zwanzig Jahre zu fassen versucht:<br>\nJe gr&ouml;&szlig;er der Legitimationsschwund des Staates wird (und dieser wird allenthalben konstatiert), desto mehr staatliche und staatlich gesch&uuml;tzte Interessen werden in den &bdquo;Untergrund&ldquo; verlegt. Als aktuelles Beispiel kann man hier die TTIP-Verhandlungen nennen, deren Verhandlungsdetails &bdquo;geheim&ldquo; sind, bis hin zu einer &bdquo;geheimen Gerichtsbarkeit&ldquo;, die Streit zwischen Konzernen und Staaten verhandeln soll. Geradezu notwendig steigt der Aussto&szlig; an Verschleierungsstrategien, was unter anderem den inflation&auml;ren Gebrauch des Wortes &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; erkl&auml;rt.<\/p><p>Wir werden im Laufe der Untersuchung auf einige wichtige Worte\/Begriffe sto&szlig;en, deren Wortsinn auf den Kopf gestellt wurde: <em>Geheime Gerichtsbarkeit (TTIP), humanit&auml;re Intervention, Freisetzung (von Arbeitskr&auml;ften) &hellip;<\/em><\/p><p>Dieses Entern der Sprache hat George Orwell in seinem d&uuml;steren Zukunftsroman &sbquo;1984&rsquo; sehr eindrucksvoll beschrieben: &bdquo;<em>Krieg ist Frieden<\/em>&ldquo; verk&uuml;ndet das Regime auf allen Kan&auml;len, Leinw&auml;nden und Hausmauern. Was eigentlich antagonistisch, unvers&ouml;hnlich ist, wird linear, zynisch k&ouml;nnte man sagen progressiv linear: Der Krieg ist die h&ouml;chste Form, die Vollendung des Friedens.<\/p><p>Verschw&ouml;rungen k&ouml;nnen private, eigenn&uuml;tzige, politische, &ouml;konomische und herrschaftssichernde Gr&uuml;nde haben. <em>Guy Fawkes<\/em> (der in den heutigen Protestbewegungen einen guten Namen hat) geh&ouml;rte zu einer Gruppe von Verschw&ouml;rern im 17. Jahrhundert. Er hatte sein Vorhaben nicht im Parlament vorgetragen oder auf den Stra&szlig;en Londons angek&uuml;ndigt, sondern im Geheimen geplant und vorbereitet. Die Absicht, mit viel Sprengstoff den englischen K&ouml;nig Jakob I. und das englische Parlament in Luft zu jagen, scheiterte an einem Verrat. Dieses Vorhaben bekam den Namen: <em>Pulververschw&ouml;rung<\/em> (Gunpowder Plot).<\/p><p>Verschw&ouml;rungen, also verdeckte, konspirative Strukturen, k&ouml;nnen auch staatliche Parallelstrukturen sein, die bestimmte Entscheidungen an politischen, parlamentarischen und juristischen &bdquo;H&uuml;rden&ldquo; (Institutionen) vorbeischleusen.<\/p><p><strong>Gladio &ndash; eine Geheimarmee<\/strong><\/p><p>Unter hoch konspirativen Umst&auml;nden und unter Ausschaltung aller parlamentarischen Kontrollgremien wurden ab den 1950er Jahren in vielen L&auml;ndern Westeuropas unter F&uuml;hrung der NATO Faschisten und neonazistische Gruppen angeworben und bewaffnet. In Deutschland war damit die &bdquo;<em>Organisation Gehlen<\/em>&ldquo; beauftragt, Vorl&auml;ufer des Bundesnachrichtendienstes (BND), gef&uuml;hrt von zahlreichen ehemaligen SS-, NSDAP- und Gestapo-Mitgliedern. Das auf NATO-Ebene angesiedelte Programm, Faschisten wieder zu bewaffnen, hatte eine gemeinsame ideologische Grundlage, die Faschisten und Demokraten erneut zusammenschwei&szlig;te: die kommunistische, &bdquo;rote Gefahr&ldquo;.<\/p><p>Im Fall einer sowjetischen Invasion sollten Faschisten als irregul&auml;re Truppen hinter den feindlichen Linien Aufkl&auml;rung betreiben und Sabotageaktionen durchf&uuml;hren. Aufgrund dieser Aufgabe erhielt dieses staatsterroristische Programm den Namen: <em>stay behind<\/em>. Dazu z&auml;hlte auch das Ausschalten von Kollaborateuren, die man in Deutschland in der aufkommenden Friedensbewegung bis hinein in linke SPD-Kreise vermutete. Doch der Tag X, die milit&auml;rische Invasion der Sowjetarmee blieb aus. Als in den 1960er und 1970er Jahren die au&szlig;erparlamentarische Opposition wuchs, sich europaweit die politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse nach links verschoben, ver&auml;nderte sich der operative Auftrag dieses staatlich lizenzierten Terrorismus: Der Feind wurde nicht mehr au&szlig;en, sondern im Innern verortet. An die Stelle der b&ouml;sen roten Sowjetmacht traten linke, kommunistische Parteien und militante Str&ouml;mungen au&szlig;erhalb des parlamentarischen Parteienspektrums. Ergebnis dieser Neubewertung waren zahlreiche Angriffe auf linke Zentren und Morde an Linken, die aufgrund der skizzierten Logik nie aufgekl&auml;rt wurden. <\/p><p>Dieses terroristische Potenzial diente dar&uuml;ber hinaus dazu, eine &bdquo;Strategie der Spannung&ldquo; zu erzeugen. Es folgten furchtbare Terroranschl&auml;ge, die auf den ersten Blick wahllos und sinnlos erschienen, wie der m&ouml;rderische Anschlag w&auml;hrend des Oktoberfests in M&uuml;nchen am 26. September 1980 und der Bombenanschlag in Bologna am 2. August 1982. Diese sollten ein Klima der Angst herbeif&uuml;hren, in dem die Bev&ouml;lkerung bereit ist, weitere Einschr&auml;nkungen ihrer Freiheits- und Schutzrechte hinzunehmen &ndash; bis zur Ausrufung des Staatsnotstandes. Gleichzeitig wurden diese verheerenden Terroranschl&auml;ge dazu instrumentalisiert, linke Gruppierungen &ndash; in Italien die Roten Brigaden, in Deutschland die RAF &ndash; daf&uuml;r verantwortlich zu machen, um so weitere Repressionen gegen Linke zu legitimieren. Im Prinzip ging es darum, militante Gruppen der Linken, die parlamentarisch nicht mehr einzuhegen waren, mit extra-legalem Terror zu bek&auml;mpfen und auszuschalten. Die Symbiose aus neofaschistischen Kadern, milit&auml;rischen F&uuml;hrungsst&auml;ben und Geheimdiensten erhielt in Italien den Namen &bdquo;<em>Gladio<\/em>&ldquo;. Die daran beteiligten Regierungen schufen auf diese Weise, neben dem existierenden staatlichen Gewaltapparat, eine parallele Terrorstruktur, mit der sie hinter den legalen Linien beziehungsweise Grenzziehungen operierten.<br>\nAll das hier knapp Skizzierte war &uuml;ber 30 Jahre ein gut geh&uuml;tetes Staatsgeheimnis. Wer etwas in diese Richtung behauptete, wurde als Spinner oder &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; abgestempelt.<\/p><p>Nachdem die ersten Dokumente, unter anderem durch die hervorragende Arbeit von Dr. Daniele Ganser in der Schweiz, &ouml;ffentlich zug&auml;nglich gemacht wurden, konnte niemand mehr diese staatsterroristischen Aktivit&auml;ten leugnen.<br>\nIm April 2013 erkl&auml;rte Staatsminister Eckart von Klaeden (CDU) im Namen der damaligen Bundesregierung:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Infolge der weltpolitischen Ver&auml;nderungen hat der Bundesnachrichtendienst in Abstimmung mit seinen alliierten Partnern zum Ende des 3. Quartals 1991 die Stay-behind-Organisation vollst&auml;ndig aufgel&ouml;st.&ldquo; (Plenarprotokoll 17\/236, Anlage Nr.15, S. 64 vom 24. April 2013)\n<\/p><\/blockquote><p>Bis heute weigert sich die deutsche Bundesregierung, die Akten freizugeben, die Beteiligung an &bdquo;Gladio&ldquo; politisch und strafrechtlich aufzuarbeiten.<\/p><p><strong>Der tiefe Staat<\/strong><\/p><p>Eine der bekanntesten staatlichen Parallelstrukturen bekam den Namen &bdquo;<em>tiefer Staat<\/em>&ldquo; und geht auf Ereignisse in der T&uuml;rkei zur&uuml;ck, die sich zwischen den 70er und 80er Jahren abspielten und in einem &bdquo;Milit&auml;rputsch&ldquo; m&uuml;ndeten. Der Begriff beschreibt einen <em>Staat im Staat<\/em> seit Ende der 60er\/Anfang der 70er Jahre, als die damalige Regierung von der Sorge getragen war, dass die kapitalistische Ordnung mit legalen Mitteln nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Damals besa&szlig; nicht nur eine starke und breit verankerte Linke einen gro&szlig;en Einfluss auf den Fortgang der Geschichte, auch die kurdische Bewegung organisierte sich und hatte zunehmenden Einfluss. Ohne die Verfassung (ganz) aufzuheben, ohne das parlamentarische System zu suspendieren, sollten Institutionen und Wege etabliert werden, die staatsterroristische Aktionen billigten und deckten. Dazu bediente man sich sowohl der faschistischen Kr&auml;fte (MHP\/Partei der Nationalen Bewegung, &bdquo;Graue W&ouml;lfe&ldquo;) als auch besonderer milit&auml;rischer Einheiten, die f&uuml;r operative Ziele eingesetzt wurden. Diese <em>Koalition aus verl&auml;sslichen Milit&auml;rs und Geheimdienstsektoren, aus Faschisten und Regierungspartei<\/em> bildete den &bdquo;Staat im Staat&ldquo;, der &uuml;ber viele Jahre f&uuml;r die (au&szlig;er-)parlamentarische Opposition eine Mutma&szlig;ung, ein kaum belegbarer Verdacht bleiben musste. Tats&auml;chlich m&uuml;ndete diese Strategie 1980 in einen Milit&auml;rputsch.<\/p><p>Aber auch mit dem R&uuml;ckzug der Milit&auml;rs &auml;nderte sich an der Existenz dieses Staat-im-Staat-Gebildes wenig. Der politische Apparat kn&uuml;pfte vielmehr dort an, wo er aufgeh&ouml;rt hatte. In diesem Kontext kam es zu einem illustren Autounfall, dessen Details und Folgen f&uuml;r einen Agententhriller zu plump, f&uuml;r eine Verschw&ouml;rungsfantasie zu einf&auml;ltig gewesen w&auml;ren, der sich im wirklichen Leben aber genau so abgespielt hatte: 1996 ereignete sich in der T&uuml;rkei ein schwerer und t&ouml;dlicher Autounfall. Nichts Ungew&ouml;hnliches, wenn man die Insassen au&szlig;en vor l&auml;sst: In besagtem Auto sa&szlig;en der stellvertretende Polizeichef von Istanbul, ein Aktivist der Grauen W&ouml;lfe und dessen Frau sowie ein Abgeordneter der ehemaligen Regierungspartei DYP. Ein folgender Untersuchungsbericht stellte fest, dass die Grauen W&ouml;lfe im Vorfeld des Milit&auml;rputsches systematisch vom Staat als Sto&szlig;trupp gegen Linke genutzt wurden. Seit den 90er Jahren richtete sich der tiefe Staat zudem gegen den zunehmenden Einfluss der islamisch-gepr&auml;gten Wohlfahrtspartei von Necmettin Erbakan (Ministerpr&auml;sident 1996\/97) und der seit 2002 regierenden AKP (Partei f&uuml;r Gerechtigkeit und Fortschritt) von Recep Tayyip Erdogan. Diese Parteien brachen &ndash; zun&auml;chst gemeinsam mit dem Netzwerk des von den USA aus wirkenden islamischen Predigers Fethullah G&uuml;len &ndash; die jahrzehntelange Vorherrschaft der kemalistischen Klasse. <\/p><p><strong>Der firmeneigene Untergrund<\/strong><\/p><p>Strukturen von Verschw&ouml;rungen gibt es auch im Wirtschaftssektor, als Bestandteil einer Konzernpolitik. Die in den letzten Jahren bekannt gewordenen &bdquo;Skandale&ldquo; bei der Deutschen Bank, der Commerzbank, bei Siemens oder dem VW-Konzern, sind alles andere als Verfehlungen Einzelner, sondern Beispiele f&uuml;r verdeckte Strukturen, die gegen&uuml;ber der Konkurrenz, gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit und staatlichen Aufsichtsstellen abgeschottet und gegebenenfalls geleugnet werden.<\/p><p>Naheliegend, dass man nur ganz selten Einblick in solche untergr&uuml;ndigen Strukturen bekommt, die von staatlichen Institutionen und Konzernen gleicherma&szlig;en angelegt, genutzt und gesch&uuml;tzt werden. Die 2016 &ouml;ffentlich gemachten &bdquo;<em>Panama Papers<\/em>&ldquo; sind eine solche hervorragende Quelle. Es handelt sich hierbei um Gesch&auml;ftsunterlagen einer Rechtsanwaltskanzlei mit dem Namen &bdquo;Mossack Fonseca&ldquo; mit Sitz in Panama. Insgesamt wurden 11,5 Millionen Dokumente und 214.488 Briefkastenfirmen geleakt, die rund 14.000 &bdquo;nat&uuml;rliche&ldquo; Personen tarnen sollten. Auch wenn dies vor allem als eine Form der Steuervermeidung\/-hinterziehung skandalisiert wird, ist dieser Straftatbestand eher zweitrangig. Zu aller erst geht es um die Anonymisierung von Geld, um es dann &bdquo;au&szlig;erbilanzlich&ldquo; einzusetzen. Zum Beispiel in Form von Bestechungen, die naheliegend nicht &uuml;ber die Firmenkonten abgewickelt und dort ausgewiesen werden. Diese &bdquo;Geldwaschanlagen&ldquo; existieren seit Jahrzehnten, werden seit Jahrzehnten angeprangert und werden seit Jahrzehnten durch die politischen Exekutiven (Regierungen) und Gesetzesgeber gesch&uuml;tzt. Denn es gibt ein staatliches Eigeninteresse, solche verdeckten Strukturen abzuschirmen: Sie benutzen sie selbst. Zum Beispiel, wenn deutsche Geheimdienste illegale Aktionen finanzieren, was eine Ausweisung in den Bilanzen folglich ausschlie&szlig;t. So unterhielt der &bdquo;Privatagent&ldquo; Werner Mauss, der f&uuml;r Geheimdienste und Konzerne gleicherma&szlig;en arbeitete, &uuml;ber die oben erw&auml;hnte Kanzlei &bdquo;Mossack Fonseca&ldquo; mindestens zw&ouml;lf Scheinfirmen, um so Auftraggeber, &bdquo;Beg&uuml;nstigte&ldquo; beziehungsweise &bdquo;Operationen&ldquo; zu tarnen.<br>\nDenkt man also Konzern- und Staatsinteressen zusammen, so wird nachvollziehbar, warum die Gesetze so gemacht sind, dass sie die T&auml;ter vor politischer und juristischer Verfolgung sch&uuml;tzen.<\/p><p>Mit Blick auf die Serien-Skandale fragte ich 2016 Wolfgang Hetzer, Abteilungsleiter im Europ&auml;ischen Amt f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung OLAF\/Office Europ&eacute;en de Lutte Anti-Fraude von 2002 bis 2013:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn man die Skandale beim Siemens-Konzern oder bei der Deutschen Bank addiert, die auch durch gelegentliche Ermittlungsverfahren nicht gest&ouml;rt werden, dann kann man doch von einem firmeneigenen Untergrund sprechen. W&uuml;rden Sie diese Bewertung und Qualifizierung zustimmen?<br>\nWolfgang Hetzer: Ja.&ldquo; (Ist die deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung? NachDenkseiten vom 15. M&auml;rz 2016)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Brauchbare Verschw&ouml;rungen und &bdquo;Verschw&ouml;rungsfantasien&ldquo; sind zwei Seiten einer Medaille<\/strong><\/p><p>Hoffentlich wird an diesen Beispielen deutlich, dass Verschw&ouml;rungen keine paranoiden Erscheinungen sind, sondern spezifische Organisationsformen.<\/p><p>Eingangs habe ich erw&auml;hnt, dass es in den 60er Jahren in den USA einen sehr prominenten Fall gab, der beides zusammenbrachte: Eine Verschw&ouml;rung (in Gestalt der Ermordung des Pr&auml;sidenten Kennedy 1963) und die gro&szlig;e Gefahr ihrer Aufdeckung, was zu einem gravierenden Vertrauensverlust in die US-Politik und US-Justiz f&uuml;hrte. Die Fakten, die f&uuml;r einen Mord im Auftrag des &bdquo;tiefen Staates&ldquo; sprachen, waren nicht mehr aus der Welt zu bekommen und bereits Mitte der 60er Jahre glaubten &uuml;ber die H&auml;lfte der befragten US-B&uuml;rgerInnen nicht l&auml;nger an die offizielle Version. Die Versuche, der &bdquo;Einzelt&auml;terthese&ldquo; zu widersprechen, brachten schlie&szlig;lich erw&auml;hnte CIA-Direktive hervor, all dies als eine &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; abzutun, bei gleichzeitiger Denunziation, Verleumdung der Kritiker.<\/p><p>Dass Verschw&ouml;rungen keine Form der Phantasterei sind, sondern sehr materielle Erscheinungen, die nicht mit dem Zauberstab sichtbar und mit einem Aluhut abgewehrt werden, zeigen die USA dieser Tage auch. Es geht dort um die juristische Aufarbeitung der &bdquo;VW-Diesel-Gate-Aff&auml;re&ldquo;. Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass monate- und jahrelang die VW-F&uuml;hrung ihr knallhart gef&uuml;hrtes Unternehmen &ndash; was den Einbau manipulativer Abgasvorrichtungen angeht &ndash; in einen Haufen autonomer Zellen verwandelt hat, die alle ihr eigenes Ding drehten. Man erz&auml;hlte die M&auml;r von &bdquo;Einzelt&auml;tern&ldquo;, die ohne Anweisung und gegen den Willen der Konzernf&uuml;hrung eigene Produkte erfunden hatten und einbauen lie&szlig;en, hinter dem R&uuml;cken einer ehrenhaften Konzernf&uuml;hrung. Ein wahres Phantasieprodukt, wie sich herausstellen sollte.<\/p><p>In Deutschland noch weitgehend gesch&uuml;tzt, setzte in den USA die strafrechtliche Verfolgung ein. Der Vorwurf lautete: &bdquo;<em>Verschw&ouml;rung zum Betrug und Versto&szlig;es gegen Umweltgesetze<\/em>&ldquo;.<br>\nVerschw&ouml;rung. Es gibt sie also doch, wenn es nicht die eigene ist.<br>\nDer dort angeklagte VW-Manager Oliver Schmidt wurde Ende dieses Jahres zu sieben Jahren Haft verurteilt: &bdquo;Der 48-j&auml;hrige Deutsche hatte seine Mitt&auml;terschaft beim &sbquo;Dieselgate&lsquo;-Skandal zun&auml;chst abgestritten, im August bekannte er sich jedoch schuldig und ging einen Deal mit der Staatsanwaltschaft ein. Dadurch wurden mehrere Anklagepunkte gestrichen.&ldquo; (zdf.de vom 06. Dezember 2017)<\/p><p><strong>Trauriges Fazit<\/strong><\/p><p>Was vor zwanzig oder drei&szlig;ig Jahren nichts anderes war als eine Staatskritik beziehungsweise -analyse (die auch eine Theorie der politischen &Ouml;konomie einschlie&szlig;t), wird heute als &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; auf dem Scheiterhaufen der linken Geschichte verbrannt.<br>\nEine solche Staatsanalyse, die eben auch die Ph&auml;nomene eines &sbquo;tiefen&lsquo; Staates ausloten und qualifizieren muss, kann falsch oder br&uuml;chig sein, aber genau dies zu unternehmen, ist essentieller Bestandteil einer Linken, die mehr als ein Teil der Mitte sein will.<br>\nEine Linke, die den Staat nicht als zuk&uuml;nftige politische Heimat sch&uuml;tzt, sondern als &bdquo;ideellen Gesamtkapitalisten&ldquo; begreift, wird ohne eine Staatsanalyse nicht auskommen, die zwischen der Ideologie vom &bdquo;Gemeinwesen&ldquo; und der Wirklichkeit als &bdquo;ideellen Gesamtkapitalisten&ldquo; eine brauchbare Skizze entwirft.<\/p><p><em>Wolf Wetzel<\/em><\/p><p>Autor des Buches: <em>Der Rechtsstaat im Untergrund | Big Brother, der NSU-Komplex und notwendige Illoyalit&auml;t<\/em>, PapyRossa Verlag, K&ouml;ln 2015<\/p><p>P.S. Fast h&auml;tte ich vergessen, das Quiz aufzul&ouml;sen: Alle f&uuml;nf Fragen sind mit &bdquo;ja&ldquo; zu beantworten.<\/p><p><strong>Quellen und Hinweise:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Der &bdquo;Panama-Scoop&ldquo;. <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/?s=Panama+Papers\">Die Panama Papers. Eine Enth&uuml;llungs- und Verh&uuml;llungsstory<\/a>.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32146\">Ist die deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung? Interview mit Wolfgang Hetzer<\/a><\/li>\n<li>&bdquo;Spione unterm Kirchendach&ldquo;, SZ vom 19. M&auml;rz 2018<\/li>\n<li>F&ouml;rsterei Lempke, Bundestagsdrucksache 18\/3117, S.7<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43400\">ersten Teil<\/a> ging es um den epidemischen Gebrauch des Wortes &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo;, um seine Entgiftung und die Notwendigkeit, sich Begrifflichkeiten zur&uuml;ckzuerobern. Dazu geh&ouml;rt die Theoriearbeit &uuml;ber gesellschaftliche Entwicklungen, die notwendigerweise im Verborgenen stattfinden. Aber auch um die Fiktion, um die Simulation einer gesellschaftlichen Wirklichkeit in Gestalt von Verschw&ouml;rungsideologien &ndash; die bekannteste ist die antisemitische.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43471\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,201,165,160,11,166],"tags":[1565,1968,2137,901,2129,1978,909,1647,2252,1972,955,1554,1907,2201,1669,950,1314,894,682],"class_list":["post-43471","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-ideologiekritik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-markt-und-staat","category-strategien-der-meinungsmache","category-terrorismus","tag-automobilindustrie","tag-briefkastenfirmen","tag-diesel","tag-geheimdienste","tag-geheimhaltung","tag-geldwaesche","tag-kapitalismus","tag-kennedy-john-f","tag-klassenkampf","tag-marx-karl","tag-neonazismus","tag-orwell-2-0","tag-panama-papers","tag-paradise-papers","tag-stay-behind","tag-tuerkei","tag-tiefer-staat","tag-ttip","tag-verschwoerungstheorie"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43471"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":47640,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43471\/revisions\/47640"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}