{"id":43488,"date":"2018-04-13T14:23:08","date_gmt":"2018-04-13T12:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43488"},"modified":"2018-04-13T15:20:09","modified_gmt":"2018-04-13T13:20:09","slug":"leserbriefe-zum-interview-mit-juergen-resch-diesel-skandal-die-bundesregierung-moechte-diesen-buergern-nicht-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43488","title":{"rendered":"Leserbriefe zum Interview mit J\u00fcrgen Resch &#8211; Diesel-Skandal: \u201eDie Bundesregierung m\u00f6chte diesen B\u00fcrgern nicht helfen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Zu diesem Interview <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387\">Diesel-Skandal: &bdquo;Die Bundesregierung m&ouml;chte diesen B&uuml;rgern nicht helfen&ldquo;<\/a> gab es viele teilweise recht emotionale Zuschriften.  Was einmal mehr zeigt, wie lieb und notwendig uns das eigene Automobil geworden ist, oder zumindest erscheint es uns so.  Ich selbst bastle auch oft mit viel Freude an Autos herum, aber verdr&auml;nge dabei die Erkenntnis, dass deren Abgase doch extrem sch&auml;dlich f&uuml;r uns Lebewesen sind, auch die von Benzinern. Wenn die Abgase ins Auto geleitet w&uuml;rden, &uuml;berlebte man nicht lange.  Eigentlich unvorstellbar, dass ca. 1,25 Milliarden Automobile auf dem Globus herumfahren oder -stehen und st&uuml;ndlich ca. 11.000 (statista) weitere produziert werden.  Die Nettozunahme betr&auml;gt ca. <a href=\"http:\/\/www.live-counter.com\/autos\/\">1 Auto pro Sekunde<\/a>. Ob da die Diskussion nicht eine ganz andere sein m&uuml;sste, also Diesel vs. Benziner vs. Elektro?&hellip; Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>. Bitte auch die Anmerkung von Jens Berger beachten!<br>\n<!--more--><br>\n<em><strong>Vorwort zu den Leserbriefen von Jens Berger<\/strong><\/em><\/p><p><em>Wir haben zahlreiche Leserbriefe zum Thema bekommen. Einige davon haben leider das Thema gar nicht weiter aufgegriffen und sich stattdessen lediglich an der Deutschen Umwelthilfe abgearbeitet. Als Autor einiger Artikel zum Thema habe ich diese Briefe mit Erstaunen aufgenommen. Bereits in meinem allerersten Artikel zum &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27635\">Abgasskandal<\/a>&ldquo; hatte ich im September 2015 ausf&uuml;hrlich auf Materialien und Ver&ouml;ffentlichungen der Deutschen Umwelthilfe und ihrer Partnerorganisation ICCT hingewiesen. Daten und Fakten, auch die zu Folgeartikeln wie beispielsweise <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32396\">diesem Artikel<\/a> aus dem M&auml;rz 2016, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39470\">diesem<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39754\">diesem Artikel<\/a> aus dem August 2017, stammen in den allermeisten F&auml;llen von diesen beiden Quellen. Als die gesamte deutsche Medienlandschaft noch v&ouml;llig unkritisch die Verbrauchs- und Emissionswerte moderner Autos bejubelte und gro&szlig;e Verb&auml;nde wie der ADAC im Tiefschlaf verweilten, hatte die DUH bereits auf dieses Thema aufmerksam gemacht. <\/em><\/p><p><em>Mir ist sehr wohl bewusst, dass eine &bdquo;unheilige Koalition&ldquo; aus <a href=\"https:\/\/afdkompakt.de\/tag\/diesel-fahrverbot\/\">AfD<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/auto\/auto-news\/dieselmotor\/bild-manifest-deutschland-sollte-stolz-auf-diesel-sein-55028306.bild.html\">BILD<\/a> das Ver&ouml;ffentlichen kritischer Fakten &uuml;ber &bdquo;deutsche Automobile&ldquo; als Hochverrat betrachtet und seit Monaten eine Kampagne f&uuml;r den &bdquo;deutschen Diesel&ldquo; und gegen die DUH f&auml;hrt &ndash; ich h&auml;tte aber nicht gedacht, dass diese Kampagne verf&auml;ngt. Wie ich in <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39955\">diesem Artikel<\/a> klargemacht habe, handelt es sich beim &bdquo;Abgasskandal&ldquo; ja nicht nur um Umweltverschmutzung, sondern auch um einen handfesten und dabei vors&auml;tzlichen Betrug am Kunden und am Staat. Nun auf den Boten der schlechten Nachrichten einzupr&uuml;geln und die T&auml;ter zu verteidigen, ist eine Reaktion, die ich nicht nachvollziehen kann. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber J&uuml;rgen Resch, lieber Marcus Kl&ouml;ckner,<\/p><p>es gibt einige Punkte, die ich zu diesem Interview anmerken m&ouml;chte.<\/p><p>Punkt eins ist, dass &bdquo;die Politik&ldquo; &ndash; allen voran die Damen und Herren Regierungsmitglieder, die den konservativ-neoliberalen Parteien angeh&ouml;ren &ndash; sehr sicher keinerlei Interesse hat, den Automobilherstellern im notwendigen Ma&szlig;e auf die F&uuml;&szlig;e zu treten und sich f&uuml;r eine Kostenaufteilung im Sinne des Gemeinwohls stark zu machen. Hier ist man wohl viel zu viel auf das eigene Wohlergehen bedacht &ndash; schlie&szlig;lich gibt es ja Posten, Pfr&uuml;nde, Dienstwagen und -reisen, die verteilt werden wollen. W&auml;hrend die Automobilindustrie eine ausgesprochen starke Lobby darstellt (so stark immerhin, dass sie Recht und Gesetz beeinflussen kann), muss der gemeine Autofahrer, der sein Auto nebenbei auch noch privat finanzieren und versichern muss, feststellen, dass er noch nicht einmal Marktmacht besitzt &ndash; den Flotten von Konzernen und Leasingunternehmen sei Dank. Sein Einfluss auf Automobilwirtschaft und damit die Politik ist gleich null. Es wird also zwangsweise darauf hinauslaufen, dass die Rechnung f&uuml;r diesen &bdquo;Dieselskandal&ldquo; (f&uuml;r mich ein Bundespolitik- und Wirtschaftsskandal) sehr fair aufgeteilt wird &ndash; auf Steuerzahler und Autok&auml;ufer. Die Aufsichtsr&auml;te hingegen bescheren sich h&ouml;here Boni, die beteiligten Bundespolitiker h&ouml;here Di&auml;ten, und die beteiligten Parteien bekommen h&ouml;here Spenden aus der Privatwirtschaft. Soweit so gut, alle gl&uuml;cklich. Naja, fast.<\/p><p>Ein Punkt, der mir hier fehlt: Was geschieht eigentlich mit den Fahrzeugen, die aufgrund dieses &bdquo;Skandals&ldquo; hier demn&auml;chst nicht mehr betrieben werden d&uuml;rfen? Die finden sich sehr schnell pl&ouml;tzlich auf vielen kleinen und gro&szlig;en Autotransportern auf dem Weg in L&auml;nder, die mit der Luftverschmutzung durch Dieselmotoren kein Problem haben (oder dieses nicht sehen) &ndash; Bulgarien, Rum&auml;nien, Albanien und viele andere inner- und au&szlig;ereurop&auml;ische L&auml;nder. Oh sch&ouml;ne Welt &ndash; wir finanzieren in Deutschland haufenweise neue Autos, zahlen den Banken Unsummen f&uuml;r eigentlich unn&ouml;tige Kredite, den Versicherungen noch mehr Geld f&uuml;r noch teurere und gr&ouml;&szlig;ere Autos, bezahlen den Automobilkonzernen den gr&ouml;&szlig;ten Beschiss in der Geschichte der Bundesrepublik, w&auml;hrend wir unseren alten Krempel an diejenigen verschachern, die ohnehin schon das europ&auml;ische Lupenproletariat darstellen. Peter Mustermann stellt sich seinen auf 10 Jahre finanzieren Passat in die Einfahrt, kann damit vor seinem Nachbarn prahlen und freut sich, dass sein oller Dieselgolf demn&auml;chst qualmend durch die Karpaten rattert. So weit, so gut, alle gl&uuml;cklich. Naja, fast.&nbsp;<\/p><p>Spannend ist ja auch, welche Alternativen zum Stinkediesel uns angeboten werden. Hier positionieren sich ja breit l&auml;chelnd die Automobilhersteller mit ihren Elektromobilen. &bdquo;Du willst keinen Steinzeit-Stinkediesel fahren? Dann kauf Dir doch einen hippen Elektroflitzer! &ndash; Batteriereichweite? Ach was, f&uuml;r den Weg zu Arbeit reichts doch locker!&ldquo;&nbsp; Verschwiegen wird hier, dass die hochkomplizierten elektronischen Komponenten genauso hergestellt werden m&uuml;ssen, wie auch der zum Betrieb notwendige Strom produziert werden muss. Und wie soll man den in Zeiten der Energiewende herstellen? Mit Windkraft? Oder gar mit Stein(zeit)-Kohle, die umweltsch&auml;dlich verbrannt werden muss? Nein &ndash; hier bekommen RWE, Vattenfall, EnBW und Consorten feuchte &Auml;uglein vor Freude &ndash; wir schaffen uns gerade das unschlagbare Argument, um den Atomkraftwerken wieder einmal l&auml;ngere Laufzeiten zu verschaffen! (Es w&auml;re durchaus mal eine lohnende Fragestellung, wie die Verbindungslinien von Energieerzeugern und Automobilherstellern verlaufen und wer sich da in letzter Zeit mit wem zum Golfspielen (Wortwitz!) verabredet hat).&nbsp;<br>\nWieviele Wirtschaftszweige braucht es eigentlich, um einer Regierung die politische Entscheidungsgewalt zu entziehen?<\/p><p>Es gr&uuml;&szlig;t aus der Eifel<br>\nMartin Gr&uuml;ning<\/p><p>P.S.: Hier in der Vulkaneifel gibt es noch keine Umweltzonen &ndash; aber daf&uuml;r jede Menge alter Traktoren, die neben Diesel auch Salat&ouml;l, Heiz&ouml;l, Frittenfett, Nagellackentferner, Spiritus und &auml;hnliches verbrennen.&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><br>\n&nbsp;<br>\nSehr geehrte Redaktion,<\/p><p>mit der Ver&ouml;ffentlichung eines Interviews mit dem DUH-Chef J&uuml;rgen Resch haben Sie sich ein sauberes Eigentor geschossen. Haben Sie sich vorher nicht kundig gemacht, wer oder was die so genannte Deutsche Umwelthilfe im allgemeinen und J&uuml;rgen Resch im besonderen eigentlich sind? Die DUH ist ein winziger Abmahnverein, der sich vor allem aus Schikanierereien von Autoh&auml;usern, aus F&ouml;rdermitteln der Bundesregierung und aus gro&szlig;z&uuml;gigem Sponsoring des Katalysatorherstellers HJS und des Autobauers Toyota finanziert. Folgerichtig steht Toyota auch nie im Fokus der DUH, obwohl deren Fahrzeuge keinen Deut umweltfreundlicher sind, als die der Konkurrenzunternehmen. Auch der Firma Daimler Benz wurde wohlwollende Berichterstattung unter dem begrifflichen Deckmantel &bdquo;Beratung&ldquo; angeboten. Was Daimler-Chef Zetsche aber wegen unbotm&auml;&szlig;iger Honorarforderungen abgelehnt hat.<\/p><p>Die Deutsche Umwelthilfe hat mit Umwelt und Hilfe &ndash; au&szlig;er Selbsthilfe &ndash; so viel zu tun wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit sozialer Marktwirtschaft und der Bund der Steuerzahler mit einer Verbraucherschutzorganisation. Das Resch-Interview ist, als ob die Nachdenkseiten Oswald Metzger oder Karlheinz D&auml;ke ein Forum f&uuml;r seine kruden Theorien gegeben h&auml;tten. J&uuml;rgen Resch ist ein pfauenhaft eitler Selbstdarsteller, der in Sachen Umweltschutz keinerlei belegbare Kompetenz nachweisen kann, au&szlig;er dass er sich selbst als Experten bezeichnet. Sein Studium der Verwaltungswissenschaften hat er abgebrochen und sein Umweltbewusstsein dokumentiert er durch die Goldene Vielfliegerkarte der Lufthansa, deren Inhaber mit Porsche Cayenne vom Flughafenterminal zum Flugzeug transferiert werden, durch seine mehrmals w&ouml;chentlichen Fl&uuml;ge zwischen der DUH-Zentrale in Radolfzell und den Niederlassungen in Hannover und Berlin, und nat&uuml;rlich durch h&auml;ufige Fl&uuml;ge zu Umweltschutzveranstaltungen rund um den Erdball. Man ist ja wichtig.<\/p><p>J&uuml;rgen Resch ist ein pfauenhaft eitler Selbstdarsteller, der nicht f&uuml;r den Umweltschutz oder f&uuml;r saubere Atemluft k&auml;mpft. Er k&auml;mpft in erster Linie f&uuml;r sein Ego und er k&auml;mpft gegen den Dieselmotor. Dass damit viele Existenzen und ein komplettes Wirtschaftssystem auf dem Spiel stehen, interessiert ihn dabei nicht im geringsten. [&hellip;]<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHarald Hartmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<br>\n&nbsp;<br>\ndas Verhalten von Politik und Autoindustrie beim Dieselskandal ist sch&auml;ndlich, die Vorgehensweise der DUH kann ich aber nur in Teilen nachvollziehen. 3-Wege-Kat. oder Dieselru&szlig;-Partikelfilter wurden zwar nur gegen den erheblichen Widerstand der Autoindustrie durchgesetzt, sind aber heute dennoch Standard. Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets &ndash; in der Stahlstadt Duisburg in den 1960er Jahren gro&szlig; geworden &ndash; die Luftqualit&auml;t ist seit dieser Zeit besser, der Himmel wieder blauer geworden. Pseudo-Krupp war damals in aller Munde, heute h&ouml;rt man von der Krankheit nichts mehr.<\/p><p>Grenzwerte sind zumeist willk&uuml;rlich gezogene Grenzen, die besagen, in welchem Grad ich die Umwelt straffrei verschmutzen darf.<\/p><p>Wer, wie die Gro&szlig;-Industrie heute an den Gesetzen mitschreiben darf, wird keine Gesetze machen, die ihn verlieren lassen. Die Autoindustrie wei&szlig; daher sehr wohl, warum sie in Sachen Hardware-Nachr&uuml;stungen keinen Finger zu kr&uuml;mmen braucht. Bevor man sich zu Hardware-Nachr&uuml;stungen entschlie&szlig;t, wird es eher so etwas wie eine Abwrackpr&auml;mie f&uuml;r geben. Da werden dann noch &ldquo;gute&rdquo; Autos verschrottet, um Neuk&auml;ufe anzuregen. Das ist f&uuml;r die Umwelt ganz schlecht &ndash; da ein Gro&szlig;teil der Umweltrechnung bereits bei der Herstellung eines PKW&acute;s auf dem Tisch liegt, noch bevor das Auto einen Meter gefahren ist. (Das gilt auch f&uuml;r E-Autos).<\/p><p>Ich selbst fahre einen Euro-5 Diesel, habe hin und zur&uuml;ck einen Arbeitsweg von rund 50 km und verbrauche rund drei Liter Diesel am Tag. Ein sparsamer 40 Tonnen-LKW (der LKW-Verkehr hat sich in den letzten Jahren nahezu verdreifacht) braucht rund 30&ndash;35 Liter Diesel auf 100 km und f&auml;hrt hunderte von Kilometern t&auml;glich. Dem kann man noch so sch&ouml;ne Umweltplaketten anheften, in absoluten Zahlen verschmutzt der die Umwelt weitaus mehr, als ein alter Euro-3 oder Euro-4 Diesel, der nur mal zum Einkaufen in die Stadt f&auml;hrt. Gro&szlig;e St&auml;dte liegen oft an Fl&uuml;ssen, da kommt noch mit Schwer&ouml;l betriebener Schiffsverkehr hinzu. <\/p><p>F&uuml;r eine Handvoll von Besitzern klappriger Dieselfahrzeuge stigmatisierende Fahrverbote zu verh&auml;ngen, wird uns da nicht weiter bringen. Wenn Fahrverbote unumg&auml;nglich werden, dann doch bitte grunds&auml;tzlich erst einmal f&uuml;r alle (auch Benziner). &Uuml;ber berechtigte Ausnahmen m&uuml;ssen dann die Stadtverwaltungen im Einzelfall entscheiden, bis die Luftverschmutzung wieder einged&auml;mmt ist.<\/p><p>Mit lieben Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Wrazidlo, Essen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Herausgeber,<\/p><p>das war zu viel!<\/p><p>Dass ihr diesem Herrn, der in Deutschland den gr&ouml;&szlig;ten Umweltschaden verursacht hat, ein Forum bietet, veranlasst mich, keine Spenden mehr &nbsp;an die Nachdenkseiten zu&nbsp; geben.<\/p><p>Zum Diesel-Thema habt ihr bisher nur Bl&ouml;dsinn geschrieben. Das habe ich im Hinblick auf andere gro&szlig;e Verdienste hingenommen. Dass ihr aber jetzt diesen Kriminellen, der mit seinen 270 Mitstreitern (closed shop) 15 Millionen &nbsp;Dieselfahrer, die energieeffiziente Autos fahren zu erpressen versucht, ein Forum bietet, ist unertr&auml;glich.<\/p><p>Jetzt werden in gro&szlig;em Stil gut funktionsf&auml;hige Autos zerst&ouml;rt, wegen ein paar Mikrogramm Stickoxiden. Unter Umweltgesichtspunkten ein Verbrechen, denn die Herstellung der neuen Autos ben&ouml;tigt riesige Energiemengen!<\/p><p>Die Atmosph&auml;re besteht zu 79 % aus Stickstoff. Oxide dieses Stoffes sind deshalb allgegenw&auml;rtig. Sie zerfallen in wenigen Stunden, sp&auml;testens innerhalb von Tagen. <\/p><p>Der &Ouml;lverbrauch, der jetzt um ca. 20 %, durch den Umstieg auf Benziner, steigen wird, ist aber endg&uuml;ltig, denn das verbrannte &Ouml;l ist endg&uuml;ltig verbraucht! <\/p><p>Haben sie eigentlich eine ungef&auml;hre Vorstellung, wo alles Dieselmotoren laufen? Eine Abschaltung in gro&szlig;em Stil k&auml;me einer Neuauflage des Morgenthau-Planes gleich. Gleichzeitig m&uuml;sste man den &bdquo;Reichsarbeitsdienst&ldquo; wieder einf&uuml;hren um wenigstens einen Teil der Infrastruktur aufrechtzuhalten. Haben sie beispielsweise einmal die Zahl der Besch&auml;ftigten auf einer Baustelle heute mit denen vor 60 Jahren verglichen?<\/p><p>Sie sollten einmal die Finanzierung dieser Organisation &bdquo;DUH&ldquo; betrachten. <\/p><p>&Uuml;ber diese Einrichtung h&auml;lt jemand eine &bdquo;sch&uuml;tzende Hand&ldquo; und ich w&uuml;rde mich nicht wundern, wenn diese von jenseits des Atlantiks k&auml;me, denn in Wirklichkeit geht es hier um einen Wirtschaftskrieg und keinesfalls um die Umwelt!<\/p><p>Ein erh&ouml;hter &Ouml;lverbrauch macht schlie&szlig;lich Fracking wirtschaftlicher.<\/p><p>Mit &bdquo;traurigen&ldquo; Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErich Franz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr verehrtes Nachdenkseiten-Team, <\/p><p>eine salvatorische Klausel vorab: Ich bin kein Fan der Autoindustrie, und ich halte Dieselabgase nicht f&uuml;r gesund. <\/p><p>Das Interview mit Resch ist allerdings prim&auml;r plakativ. Es l&auml;sst mehr Fragen offen als dass man Antworten findet. Einige Bemerkungen dazu: <\/p><p>(1) Mit ostinater Penetranz wird immer wieder der Betrug durch die Autoindustrie angef&uuml;hrt, netterweise auch durch Herrn Resch. Der Betrugsvorwurf ist wunderbar populistisch. Der hat durchaus das Niveau einer so genannten Zeitung mit sehr gro&szlig;en Buchstaben. Aber Betrug ist justiziabel. Warum wid in dieser Richtung nichts getan? Warum klagt die DUH nicht? <\/p><p>(2) Auch wenn es uns nicht passt: Der einzige Hersteller, der bisher nachweislich wirklich betrogen hat, ist VW, und zwar in den USA.&nbsp; Dort hat VW nachgewiesenerma&szlig;en gegen Gestze versti&szlig;en, wohlgemerkt, US-amerikanische Gesetze. <\/p><p>(3) Was uns noch viel weniger passt: Die sicher zu Recht als sch&auml;dlich inkriminierten Dieselfahrzeuge waren zum Zeitpunkt ihrer Zulassung absolut gesetzeskonform. Da ist es schwer, eine Kundent&auml;uschung einzuklagen. Die inflation&auml;re Verwendung des Begriffs &ldquo;Betrug&rdquo; ist nicht hilfreich. Nochmal: Betrug ist justiziabel! <\/p><p>(4) Die unheilige Allianz zwischen Autoindustrie und Regierung(en) ist unbestreitbar. Dummerweise geh&ouml;ren dazu aber zwei. Nominell werden Vorschriften\/Gesetze von der Legislative gemacht (ich wei&szlig;, Gesetzesvorlagen von Beratungsfirmen etc sprechen dagegen &ndash; ich erinnere an Guttenberg). <\/p><p>(5) Treibt man den Gedanken an die in (4) genannte Verquickung weiter, so n&auml;hert man sich bedenklich dem Konzept der Korruption. <\/p><p>(6) Was mich speziell an Resch &auml;rgert, ist, dass er die Kommunen verklagt. Das ist eine juristisch unglaublich clevere indirekte Methode. Den Kommunen sind zwar die H&auml;nde gebunden, weil sie nicht so eben mal Fahrverbote verh&auml;ngen d&uuml;rfen (haben ja sogar die Gerichte gesagt wg H&auml;rtef&auml;llen etc), aber die als ja nun definitiv auch Gesch&auml;digte bekommen jetzt den ganzen DUH-Segen ab. <\/p><p>(7) L&ouml;sungsvorschl&auml;ge, die auch nur minimal konstruktiv\/hilfreich sind, vermisse ich vollkommen. Eine Idee am Rande: Warum wird nicht mal das Neckartor f&uuml;r eine bis zwei Wochen gesperrt? Sozusagen wie bei einer Gro&szlig;baustelle? Es g&auml;be sicher ein Verkehrschaos, aber man k&ouml;nnte wenigstens mal messen. Immerhin war es ja auch m&ouml;glich, die A40 in Essen f&uuml;r drei Monate komplett zu sperren. <\/p><p>Ich verstehe es nicht. Wenn laut DUH der Betrug so klar, so eindeutig ist, warum klagt sie nicht konkret? Wenn die illegalen Abschalteinrichtungen bei 10 Millionen Fahrzeugen nachgewiesen sind, sollte eine Klage doch ein Kinderspiel sein. Da f&uuml;hle ich mit als Gesch&auml;digter vollkommen verges&auml;&szlig;t. <\/p><p>Mit sehr nachdenklich Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans-Peter Pr&uuml;fer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu diesem Interview <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43387\">Diesel-Skandal: &bdquo;Die Bundesregierung m&ouml;chte diesen B&uuml;rgern nicht helfen&ldquo;<\/a> gab es viele teilweise recht emotionale Zuschriften. Was einmal mehr zeigt, wie lieb und notwendig uns das eigene Automobil geworden ist, oder zumindest erscheint es uns so. Ich selbst bastle auch oft mit viel Freude an Autos herum, aber verdr&auml;nge dabei die Erkenntnis,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43488\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103,127,176,150,73],"tags":[1565,2318,2137,2126,2319,727,2317,2061],"class_list":["post-43488","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-umweltpolitik","category-verbraucherschutz","category-verkehrspolitik","tag-automobilindustrie","tag-deutsche-umwelthilfe","tag-diesel","tag-elektromobilitaet","tag-fahrverbot","tag-laufzeitverlaengerung","tag-resch-juergen","tag-umweltverschmutzung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43488"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43499,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43488\/revisions\/43499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}