{"id":4351,"date":"2009-11-21T13:39:01","date_gmt":"2009-11-21T12:39:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4351"},"modified":"2009-11-21T13:39:01","modified_gmt":"2009-11-21T12:39:01","slug":"hinweise-des-tages-1025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4351","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Ackermann will weiter machen, wie bisher; Schuldenbremse hochgef&auml;hrlich; konzerninterne Zeitarbeitsfirmen; wir riestern uns arm; Rationierung der Gesundheitsvorsorge; Korruptionsindex; Schirrmachers Angst vor dem Internet; Tipps. (WL\/MB)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ackermann wehrt sich gegen starke Banken-Regulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&ldquo;Die Schuldenbremse ist hochgef&auml;hrlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">OECD st&ouml;&szlig;t Koalition vor den Kopf : Wachstum, bitte ,&nbsp;ohne Steuersenkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Konzerninterne Zeitarbeitsfirmen sorgen f&uuml;r Streit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Jens Berger: Wir riestern uns arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Kapitalertr&auml;ge der privaten Krankenversicherer sinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gesundheit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Transparency International: Korruptionswahrnehmungsindex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">WDR mauert bei Finanzfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Bert R&uuml;rup wird dem AWD zu teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Frank Schirrmacher sucht in &ldquo;Payback&rdquo; nach Heilung von der digitalen Droge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Tipp: Werner R&uuml;gemer: ArbeitsUnrecht &ndash; Anklagen und Alternativen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Filmtipp: &bdquo;Die Anw&auml;lte &ndash; eine deutsche Geschichte&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller sieht keine Alternative zum europ&auml;ischen Hochschulraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Schwarze Listen f&uuml;r Lehrer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Neue Dokumente in sozialpolitik-aktuell.de<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4351&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ackermann wehrt sich gegen starke Banken-Regulierung<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wehrt sich gegen eine starke Regulierung der Finanzbranche.<br>\n&ldquo;Gerade in einer Phase fragiler Wirtschaftsentwicklung muss man auch den Preis sehen, wenn man zu weit gehen w&uuml;rde&rdquo;, sagte der Schweizer am Freitag auf einem Finanzkongress in Frankfurt. Dies k&ouml;nnte die Finanzierung der Wirtschaft stark beeintr&auml;chtigen. Klar sei, dass die Banken als Puffer mehr Eigenkapital vorhalten m&uuml;ssten. Die Frage sei aber, wie viel genau n&ouml;tig sei. Hier m&uuml;ssten Kosten-Nutzen-&Uuml;berlegungen eine Rolle spielen.<br>\nIm Interview mit der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; betonte Ackermann, dass strengere Eigenkapitalvorschriften auch sein umstrittenes Renditeziel von 25 Prozent gef&auml;hrden k&ouml;nnten.<br>\nEin gewisses Risiko m&uuml;sse man in Kauf nehmen. &ldquo;Es ist daher naiv zu glauben, dass es nie mehr eine Krise geben wird.&rdquo; Auf dem Bankenkongress sagte Ackermann, die Welt habe das Schlimmste der Finanzkrise hinter sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companiesNews\/idDEBEE5AJ09P20091120\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie an der Wall Street und in der Londoner City will nun auch Ackermann die durch die Finanzkrise ausgel&ouml;sten Forderungen nach einer st&auml;rkeren Regulierung des Finanzmarktes wieder abblocken. Mitten in der Finanzkrise lauteten die &Uuml;berschriften ganz anders:  <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,542097,00.html\">&bdquo;Ackermann fordert mehr Regulierung. F&uuml;hrende Banker glauben in der aktuellen Finanzkrise nicht mehr an die Selbstheilungskr&auml;fte der M&auml;rkte &ndash; und bitten Politiker und Aufsichtsbeh&ouml;rden um Hilfe&ldquo;<\/a>. Auf dem Bankenkongress  sagte Ackermann dieser Tage, die Welt habe das Schlimmste der Finanzkrise hinter sich. Die Milliarden die der Steuerzahler in das Bankensystem gepumpt hat, sind offenbar l&auml;ngst vergessen, das Geld des Steuerzahlers wurde wie selbstverst&auml;ndlich eingesackt, um das Spiel im Casino wieder aufzunehmen. Es geht schon wieder um Renditen von 25 Prozent, die nur durch Spekulation erzielt werden k&ouml;nnen. Fazit: Business wie fr&uuml;her, der Markt wird es richten und die n&auml;chste Blase wartet schon. Das einzige Problem ist, bei n&auml;chsten Mal, ist der Staat gleich mit pleite.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Die Schuldenbremse ist hochgef&auml;hrlich&rdquo;<\/strong><br>\nRichard C. Koo ist einer der einflussreichsten &Ouml;konomen Japans, der gerne provoziert. Im FR-Interview pl&auml;diert er f&uuml;r einen gro&szlig;en, finanzpolitischen Stimulus &ndash; bis die Bilanzprobleme der Privatwirtschaft behoben sind.<br>\n&bdquo;Man sollte die Defizite nicht reduzieren, solange die Privatwirtschaft nicht gesund ist. Sie braucht Medizin und Pflege. Wenn das die Regierung verweigert, wird es noch schlimmer&hellip; Der rascheste Weg, aus der Misere herauszukommen, f&uuml;hrt &uuml;ber einen gro&szlig;en finanzpolitischen Stimulus, der so lange anhalten muss, bis die Bilanzprobleme der Privatwirtschaft behoben sind. Wenn die Wirtschaft wieder Tritt fasst, wachsen die Steuereinnahmen und die Defizite sinken. Deutschland hat doch die entsprechenden Erfahrungen gemacht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/doku_und_debatte\/2091117_oekonom-Richard-C.-Koo-Die-Schuldenbremse-ist-hochgefaehrlich.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>OECD st&ouml;&szlig;t Koalition vor den Kopf : Wachstum, bitte ,&nbsp;ohne Steuersenkungen<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit ( OECD ) kommt zu dem Ergebnis, die f&uuml;r 2011 geplanten Steuersenkungen sind nicht nur teuer und mit einem Schuldenabbau kaum vereinbar. Sie sind auch unn&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2091288_OECD-stoesst-Koalition-vor-den-Kopf-Wachstum-bitte-ohne-Steuersenkungen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Konzerninterne Zeitarbeitsfirmen sorgen f&uuml;r Streit<\/strong><br>\nImmer mehr Unternehmen gr&uuml;nden eigene Zeitarbeitsfirmen, um ihre teure Stammbelegschaft in billige Leiharbeitskr&auml;fte zu verwandeln. So umgehen sie die Tarifl&ouml;hne der eigenen Branche. Doch die trickreichen Firmenkonstrukte sto&szlig;en zunehmend auf Widerstand.<br>\nDeutsche Bahn und Deutsche Telekom, Volkswagen und BASF, Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes und der Arbeiterwohlfahrt, Krankenh&auml;user, Zeitungsverlage, Abfallentsorger und Immobiliengesellschaften halten sich solche diskreten T&ouml;chter mit hunderten, manche mit tausenden hausinternen Leiharbeitern. In den Krankenh&auml;usern etwa wird die Flucht aus dem &ouml;ffentlichen Tarifvertrag TV&Ouml;D von der Ausnahme zur Regel.<br>\nEines der gr&ouml;&szlig;ten Heere von Zeitarbeiterinnen entsteht derzeit in den Drogeriel&auml;den der Schlecker-Kette unter dem Namen Meniar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen-maerkte\/konzerninterne-zeitarbeitsfirmen-sorgen-fuer-streit-414026\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jens Berger: Wir riestern uns arm<\/strong><br>\nDeutschland ist das Land der k&uuml;nftigen Riester-Rentner! Mit fast dreizehn Millionen abgeschlossenen Vertr&auml;gen ist die private Zusatzrente mit staatlichen Zusch&uuml;ssen &ndash; vulgo Riester-Rente &ndash; rein quantitativ ein Erfolgsmodell. Qualitativ ist es um die Riester-Rente jedoch nicht so gut bestellt. Nicht nur, dass au&szlig;er den Anbietern niemand von ihr profitiert, der nicht zu den Gesegneten geh&ouml;rt, die ein gar biblisches Alter erreichen werden &ndash; die Riester-Rente ist zudem Gift f&uuml;r die Konjunktur und ein Arbeitsplatzkiller, wie nun eine Untersuchung des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) herausfand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1181\/wir-riestern-uns-arm\">Spiegelfechter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zweifelhaft ist allerdings die These, dass &bdquo;wenn alle B&uuml;rger in den OECD-Staaten privat f&uuml;r ihr Alter vorsorgen w&uuml;rden, w&auml;re eine so immense Summe auf den Kapitalm&auml;rkten, dass dies die gr&ouml;&szlig;te aller je vorstellbaren Finanzblasen w&auml;re.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kapitalertr&auml;ge der privaten Krankenversicherer sinken<\/strong><br>\nDie Branche leidet unter der Krise und k&auml;mpft gleichzeitig mit massiv steigenden Ausgaben vor allem f&uuml;r Arzneimittel und Zahnbehandlungen.<br>\nDie privaten Krankenversicherer (PKV) haben im Jahr 2008 die Folgen der Finanzkrise zu sp&uuml;ren bekommen und erlitten einen drastischen R&uuml;ckgang der Kapitalertr&auml;ge. Branchenweit sanken die Ertr&auml;ge um 4,4 Mrd. Euro, das waren 31,4 Prozent weniger als die 6,5 Mrd. Euro im Jahr 2007. Die Nettoverzinsung reduzierte sich von 4,75 Prozent auf 3,56 Prozent.<br>\nDie Anlage der bei den Versicherten eingesammelten Versicherungspr&auml;mien ist ein wesentlicher Teil des PKV-Gesch&auml;ftsmodells. Die Kapitaldeckung preisen Vertreter der Branche als wesentlichen Vorzug gegen&uuml;ber der umlagefinanzierten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:drastischer-einbruch-kapitalertraege-der-privaten-krankenversicherer-sinken\/50039940.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesundheit!<\/strong><br>\nFolgendes ist in einer Ver&ouml;ffentlichung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages zu lesen. Die Funktion eines Wissenschaftlichen Dienstes ist es, sich der Aufgaben unserer Gesellschaft zu widmen und unseren Volksvertretern somit beratend zur Seite zu stehen. Die Ratschl&auml;ge des Wissenschaftlichen Dienstes kann man des &ouml;fteren auch als Gesetz wiederentdecken. Das Original ist hier zu finden &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/analysen\/2009\/leistungsbegrenzung_im_gesundheitswesen.pdf\">Bundestag [PDF &ndash; 70 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Hervorhebungen im Text unten sind von mir.<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Wissenschaftliche Dienste<br>\nDeutscher Bundestag<\/strong><\/p>\n<p><em>Aktueller Begriff<br>\nLeistungsbegrenzung im Gesundheitswesen<\/em><\/p>\n<p>Die Situation der Gesundheitsversorgung in Deutschland ist gepr&auml;gt durch zunehmende <strong>Ressourcenknappheit<\/strong>.<br>\nDer aus der Alterung der Gesellschaft resultierende demographische Wandel sowie der medizinische Fortschritt mit neuen Behandlungsmethoden verursachen einen vermehrten Bedarf an Gesundheitsleistungen und wachsende Ausgaben f&uuml;r die Gesundheitsversorgung.<br>\nBei gleichzeitig stagnierenden Einnahmen hat dies zu einem chronischen Finanzierungsdefizit im deutschen Gesundheitswesen gef&uuml;hrt. <strong>Es ist daher absehbar, dass in Zukunft nicht jede medizinisch nutzbringende Leistung allen Patienten zur Verf&uuml;gung gestellt werden kann. Schon heute besteht der Eindruck, dass unter dem Kostendruck Verteilungsentscheidungen im Gesundheitssystem getroffen werden, die nicht ausschlie&szlig;lich dem Primat der medizinischen Notwendigkeit folgen.<\/strong> Eine Belastung der Patient-Arzt-Beziehung durch verdeckte Rationierung sowie zivil- und<br>\nstrafrechtliche Haftungsrisiken werden beklagt.<br>\n<strong>Vor diesem Hintergrund wird von Wissenschaft und &Auml;rzteschaft auf die Notwendigkeit expliziter und transparenter Leistungsbegrenzungen hingewiesen und unter Verwendung der Begriffe Rationalisierung, Rationierung und Priorisierung im Gesundheitswesen eine offene und differenzierte Debatte auf wissenschaftlicher Ebene und in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Entwicklung gesellschaftlich konsentierter Rangfolgen von Patientengruppen und Therapiem&ouml;glichkeiten gefordert.<\/strong><br>\nRationalisierung ist vorrangig geboten, wenn es um den Umgang mit begrenzten Ressourcen geht. Das Aussch&ouml;pfen von Wirtschaftlichkeitsreserven und die Erh&ouml;hung der Effizienz der medizinischen Versorgung durch Qualit&auml;tskontrollen und Wettbewerbssteigerungen k&ouml;nnen zu Einsparungen f&uuml;hren, ohne dass den Patienten Notwendiges oder N&uuml;tzliches vorenthalten werden muss.<br>\nSind diese M&ouml;glichkeiten ersch&ouml;pft, gelangt man zur eigentlichen Frage, der gerechten Verteilung der knappen G&uuml;ter, mithin zur Rationierung.<br>\n<strong>Rationierung ist nach der Definition der Zentralen Ethikkommission bei der Bundes&auml;rztekammer gegeben, wenn aus medizinischer Sicht notwendige oder zweckm&auml;&szlig;ige medizinische Ma&szlig;nahmen aus finanziellen Gr&uuml;nden offen oder verborgen vorenthalten werden. Notwendig, aus &auml;rztlicher Sicht also &bdquo;absolut indiziert&ldquo; und damit ohne Alternative, sind relativ wenige Leistungen der Medizin.<\/strong> Zweckm&auml;&szlig;ig ist eine Leistung, die geeignet ist, ein relevantes Behandlungsziel zu erreichen. <strong>Sie hat per definitionem Alternativen.<\/strong> Zweckm&auml;&szlig;igkeit variiert in einem weiten Bereich, je nach Relevanz der Gesundheitsst&ouml;rung, des Therapieziels und des zu erwartenden therapeutischen Erfolgs. Nur in diesem Bereich kann eine rechtlich und ethisch vertretbare Rationierung ansetzen, nicht aber im Bereich der absolut notwendigen medizinischen Leistungen.<br>\nIn der Gesetzlichen Krankenversicherung beschlie&szlig;t der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA, &sect; 92 SGB V) die &bdquo;zur Sicherung der vertrags&auml;rztlichen Versorgung erforderlichen Richtlinien &uuml;ber die Gew&auml;hr f&uuml;r eine ausreichende, zweckm&auml;&szlig;ige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten&ldquo;.<br>\nDabei kann er die Erbringung und Verordnung von Leistungen einschr&auml;nken und ausschlie&szlig;en, wenn nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit <strong>oder die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen sind<\/strong> (&sect; 92 Abs. 1 S. 1 SGB V).<br>\nDie von Wissenschaft und &Auml;rzteschaft gew&uuml;nschte Priorisierung bezeichnet die ausdr&uuml;ckliche Feststellung einer Vorrangigkeit bestimmter Indikationen, Patientengruppen oder Verfahren vor anderen. Sie folgt der Logik, dass die vorhandenen Mittel bei wachsendem Bedarf auf das Wesentliche, eben auf das als priorit&auml;r Festgestellte, konzentriert werden m&uuml;ssen. Als entscheidend wird dabei gesehen, <strong>dass bei der Priorisierung als dem Ergebnis eines langfristigen politischen und gesellschaftlichen Prozesses alle Betroffenen partizipatorisch ber&uuml;cksichtigt werden und Transparenz und politische Legitimation gew&auml;hrleistet sind. Beispiel einer praktizierten Priorisierung ist die Impfverordnung gegen die neue Influenza A (H1N1). Anders als bei einer Rationierungsma&szlig;nahme sind nicht bestimmte Bev&ouml;lkerungsgruppen von der Impfung ausgeschlossen;<\/strong> vielmehr hat jeder ein Anrecht auf diese Ma&szlig;nahme bei Kosten&uuml;bernahme durch die Krankenkassen.<br>\nDie Priorisierung besteht darin, den Impfstoff zun&auml;chst bestimmten Risikogruppen zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\nAls Vorbild f&uuml;r die Priorisierung medizinischer Leistungen wird auf die skandinavischen L&auml;nder, insbesondere Schweden, verwiesen; dort hat die mehr als 15 Jahre w&auml;hrende &ouml;ffentliche Diskussion zu konkreten Vorgaben der jeweiligen Parlamente gef&uuml;hrt.<br>\nM&ouml;gliche Kriterien f&uuml;r eine Priorisierung sind (1.) medizinische Bed&uuml;rftigkeit: Schweregrad und Gef&auml;hrlichkeit der Erkrankung sowie Dringlichkeit des Eingreifens, (2.) erwarteter medizinischer Nutzen, (3.) <strong>Kosteneffektivit&auml;t<\/strong>. Das Alter als Kriterium heranzuziehen verbietet das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Erforderlich ist jeweils eine Abw&auml;gung dieser Kriterien. Zur Ermittlung der Kosteneffektivit&auml;t wurden in der Gesundheits&ouml;konomik verschiedene Verfahren entwickelt; das am h&auml;ufigsten verwendete ist das Konzept der qualit&auml;tsadjustierten Lebensjahre (quality adjusted life years, QALY). Hierbei werden unterschiedliche medizinische Ma&szlig;nahmen vergleichbar gemacht, indem ihr Effekt f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Lebenszeit mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualit&auml;t gewichtet wird. Die Festlegung eines bestimmten Grenzwertes (<strong>z.B 50.000&euro; pro qualit&auml;tsbereinigtem Lebensjahr<\/strong>) w&uuml;rde das Kriterium der Kosteneffektivit&auml;t nach &Uuml;berschreiten des Grenzwertes zum alleinigen Zuteilungskriterium machen und ist daher ethisch nicht vertretbar. <strong>Die Grundrechtsrelevanz der Priorit&auml;tensetzung erfordert in jedem Fall eine demokratische Legitimation der Entscheidungsorgane und ein transparentes Verfahren.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.meinsol.de\/blog\/show.phtml?cbID=31832\">Davoice &ndash;&nbsp;Saarl&auml;ndische Online Community<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Transparency International: Korruptionswahrnehmungsindex<\/strong><br>\nDeutschland unver&auml;ndert auf Platz 14 &ndash; nationaler Handlungsbedarf besteht fort: Im Koalitionsvertrag Ansatzpunkte zur Korruptionspr&auml;vention, aber auch L&uuml;cken<br>\nDeutschland ist unver&auml;ndert auf Platz 14 (8,0 Punkte; Vorjahr: Platz 14 &ndash; 7,9 Punkte) und befindet sich damit im Mittelfeld von vergleichbaren Staaten. Welche Hoffnungen f&uuml;r die Korruptionspr&auml;vention und &ndash;bek&auml;mpfung in Deutschland bestehen, kann ein Blick in den Koalitionsvertrag zwischen CDU, FDP und CSU zeigen. W&auml;hrend das Stichwort &bdquo;Transparenz&ldquo; zwanzig Mal an den verschiedensten Stellen im Koalitionsvertrag auftaucht, ist von &bdquo;Korruption&ldquo; kaum die Rede. Der Begriff taucht vor allem im Hinblick auf Afghanistan und die Entwicklungsl&auml;nder auf.<br>\nSylvia Schenk, Vorsitzende von Transparency Deutschland: &bdquo;Wir begr&uuml;&szlig;en die Bedeutung, die der Transparenz inzwischen beigemessen wird, nachdem die Wirtschaftskrise ja auch auf einen Mangel an Transparenz zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Allerdings gen&uuml;gen Worte, insbesondere an andere L&auml;nder gerichtet, schon lange nicht mehr &ndash; es m&uuml;ssen Taten folgen. Deutschland tr&auml;gt als f&uuml;hrende Exportnation und politisches Schwergewicht eine besondere Verantwortung weltweit. Wir haben Handlungsbedarf im Strafrecht, beim Thema Anti-Korruptionsregister und dem Schutz von Hinweisgebern.&ldquo;<br>\nZu diesen Punkten findet sich nichts im Koalitionsvertrag. Damit bleibt auch offen, ob das Parlament endlich durch Versch&auml;rfung des Tatbestandes der Abgeordnetenbestechung (&sect; 108e StGB) die Voraussetzungen f&uuml;r die Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) schaffen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/Corruption-Perceptions-Index-2.1523.0.html\">Transparency International<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Tester von TI untersuchen die Korruption im Bereich der Wirtschaft, was sehr verdienstvoll ist. Aber sie haben vermutlich keinerlei Blick &uuml;brig f&uuml;r die korrumpierte und korrumpierende Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Da h&auml;tten sie viel zu tun. Zum Beispiel m&uuml;ssten sie untersuchen, wie die interessierte Wirtschaft Einfluss nimmt auf Privatisierungsentscheidungen. Sie m&uuml;ssten darstellen durch welche &bdquo;Beratervertr&auml;ge&ldquo; oder mit welchen Aufsichtsratsposten oder durch welche sonstigen Verg&uuml;nstigungen bis hin zu Einladungen in die VIP-Lounges bei Sportveranstaltungen Politiker f&uuml;r die Interessen von Unternehmen oder Wirtschaftsvereinigungen &bdquo;gewogen&ldquo; gemacht werden. Oder sie m&uuml;ssten zu ergr&uuml;nden suchen, in wie weit Teile der Wissenschaft von der Finanzindustrie durch Forschungsauftr&auml;ge oder die Finanzierung von wissenschaftlichem Personal und Instituten von ihren Aufraggebern gesponsert werden, um die &bdquo;wissenschaftlichen&rdquo; Begr&uuml;ndungen z.B. f&uuml;r die Privatvorsorge f&uuml;rs Alter zu liefern. Sie m&uuml;ssten auch untersuchen, wie daf&uuml;r gesorgt wird, dass namhafte Politiker f&uuml;r die so genannten Reformen eintreten, obwohl diese reihenweise gescheitert sind und nichts gebracht haben. Und es m&uuml;sste auch transparent gemacht werden, wie sich Lobbyisten in die Medien einkaufen bzw. redaktionelle Beitr&auml;ge durch Androhung von Anzeigenboykott erzwingen. Es m&uuml;sste ferner untersucht werden, welche Vorleistungen dahinter stecken, wenn Parlamentarier, Minister oder Staatssekret&auml;re nach ihrem Ausscheiden in hoch dotierte Jobs in der Wirtschaft wechseln bzw. umgekehrt als Angestellte von Firmen unter Beibehaltung ihrer Bez&uuml;ge in die Politik &bdquo;geschickt&ldquo; werden. Warum wird nicht auch die Spendenpraxis von Unternehmen an die Parteien genauer unter die Lupe genommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>WDR mauert bei Finanzfragen<\/strong><br>\nWas passiert eigentlich mit den Rundfunkgeb&uuml;hren? Der WDR will nicht offenlegen, mit welchen Firmen er Gesch&auml;fte macht &ndash; dagegen klagt ein freier Journalist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/medien\/artikel\/1\/wdr-mauert-bei-finanzfragen\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=4346\">&bdquo;Der Sumpf im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk und beim &ouml;ffentlich suventionierten Verbraucherschutz&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bert R&uuml;rup wird dem AWD zu teuer<\/strong><br>\nDie Altersversorgung des Wirtschaftsberaters Bert R&uuml;rup hat einen Knacks bekommen. Die Finanzvertriebsgesellschaft AWD, die sich seine Dienste vor einem Jahr gesichert hat und f&uuml;r die er seit dem Fr&uuml;hjahr 2009 t&auml;tig ist, hat nun den Vertrag ge&auml;ndert.<br>\nDem Vernehmen nach will der Gro&szlig;aktion&auml;r Swiss Life die hohen Kosten nicht mehr hinnehmen. &ldquo;Es ist richtig, dass wir das Arbeitsverh&auml;ltnis mit Professor R&uuml;rup im gegenseitigen Einvernehmen auf eine neue vertragliche Basis gestellt haben&rdquo;, sagte ein AWD-Sprecher. Aus dem Umfeld des Unternehmens ist zu h&ouml;ren, dass dies von Januar an gelten wird. R&uuml;rup kann dann seine Dienste auch anderen anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~ED591C2F09ECD43AAA3661D7113A963CA~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Frank Schirrmacher sucht in &ldquo;Payback&rdquo; nach Heilung von der digitalen Droge<\/strong><br>\nDas Herz, das hier schl&auml;gt, ist ein lauernd konservatives: Das Menschenbild, wie schon in seinen B&uuml;chern zur &Uuml;beralterung der Gesellschaft und zur Familie, ist ein trauerndes, das Zeitalter des linearen Lesens ist untergehendes Gl&uuml;ck, das Papier wertvoller als der Bildschirm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/48\/L-S-Schirrmacher\">Die Zeit<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der ersch&ouml;pfte Algorithmenst&uuml;rmer<\/strong><br>\nFAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher sieht die die bildungsb&uuml;rgerlichen Ideale des 20. Jahrhunderts in schwerer Bedr&auml;ngnis durch die Informationsstr&ouml;me des Internets, Algorithmen und &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; Google. H&auml;tte er in seinem neuen Buch &ldquo;Payback&rdquo; mit der gleichen Energie und intellektuellen Brillanz auch nach den positiven Seiten des Netzes gesucht &ndash; sein Buch h&auml;tte ein echter Debattenmeilenstein werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/18537\/algoritmenstuermer-schirrmacher-payback\/\">Carta<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Frank Schirrmacher`s elit&auml;rer Blick auf das Internet &ndash; und unter einer &ldquo;Ich-Ersch&ouml;pfung&rdquo; (jetzt ist es das Internet und einmal nicht die Anforderungen der &ldquo;Globalisierung&rdquo;!) und einer &ldquo;kognitiven Krise&rdquo; der Gesellschaft geht es dann nicht ab.<br>\nAlso langsam: Frank Schirrmacher, FAZ- Feuilletonist und &nbsp;FAZ-Herausgeber, hat ein neues Buch geschrieben &ndash; mit dem intellektuellen Wissensdurst eines Universalgelehrten und den Jagdinstinkten eines Boulevard-Journalisten &ndash; wie ihm die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/509\/494841\/text\/\">SZ (18.11.09 &ndash; Feuilleton)<\/a> bescheinigt. Es hei&szlig;t &ldquo;Payback&rdquo; mit einem erl&auml;uternden Untertitel &ldquo;Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle &uuml;ber unser Denken wieder gewinnen&rdquo;. Eigentlich ein unterst&uuml;tzenswertes Anliegen &ndash; wenn da nicht der Verdacht aufk&auml;me, diesem Frank Schirrmacher geht es nur &ndash; und vor allem &ndash;&nbsp;um die von ihm ausge&uuml;bte Meinungsmacht in den traditionellen Medien.<br>\nDaf&uuml;r  k&ouml;nnte man als Beispiel jene &ldquo;Kraftprobe&rdquo; nennen, die um die gesellschaftlich Wahrheit &ndash; und nur&nbsp;die Wahrheit &ndash;&nbsp;willen der &ldquo;Stern&rdquo;&nbsp; (Printmedium)&nbsp;mit der Information der &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; (Internetmedium)&nbsp;und <a href=\"?p=4343\">Albrecht M&uuml;ller gerade ausficht<\/a>. Siehe auch unter dem &uuml;berschriftsreifen Slogan <a href=\"?p=4347#h22\">&ldquo;Politische Gestaltungsmacht versus gelebte Ohnmacht&rdquo;<\/a>.<br>\nMan kann sich diesen &ldquo;Meinungskampf&rdquo; &ndash; vielleicht &ldquo;portionsweise&rdquo; &ndash;&nbsp;als ganze Diskussion, um die es&nbsp; geht, <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/view_play_list?p=63A81DA9E0917A6C\">auf Youtube anschauen<\/a>. Und nicht zuletzt kannt man dabei auch Oskar Lafontaine in Aktion erleben (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Vjs1FUQdzRM\">z.B.&nbsp;Teil 4<\/a>).&nbsp;<br>\nJa, auch Schirrmacher geht es um nichts weniger, als dass sich der freie Wille und letztlich das Menschenbild ver&auml;ndert unter dem digitalen Druck des immer intelligenter ausufernden Netzwerkes.<br>\nEr greift auf den Neurologen Gary Small zur&uuml;ck und seiner Studie, die nachweist, dass der Computer das Hirn nicht nur psychologisch, sondern auch neurologisch ver&auml;ndern k&ouml;nnen. Der Wandel von linearen Denkprozessen &uuml;ber Ursache und Wirkung hin zu einem vernetzten Denken &uuml;ber Korrelationen wird beschrieben.<br>\nSo versucht Schirrmacher im zweiten Teil seines Buches, L&ouml;sungen, um&nbsp;aus der von ihm so diagnostizierten &ldquo;kognitiven Krise&rdquo; auszubrechen&nbsp; &ndash; und nichts Geringeres als den freien Willen und den Humanismus zu retten.<br>\nIch m&ouml;chte jetzt gar nicht auf die neoliberalen Politiken eingehen, die&nbsp;die Reduzierung der&nbsp;Einkommen immer gr&ouml;&szlig;erer Bev&ouml;lkerungsschichten zum Ziele hatten (und&nbsp;auf welcher Seite&nbsp;die FAZ selbst in diesem politischen Treiben stand) &ndash; und so den freien Willen von immer mehr Menschen radikal einschr&auml;nkten &ndash; mangels finanzieller M&ouml;glichkeiten.&nbsp;<br>\nHier soll es mir vor allem auch um die Wirkungen der ausufernden Kontrolle &uuml;ber Menschen &ndash; vor allem als Arbeitnehmer gehen.&nbsp; Mit diesem ver&auml;nderten Blick auf die &ldquo;ausufernde Vernetzung&rdquo; wird dann auch deutlich, wie abgehoben elit&auml;r das Anliegen von Frank Schirrmacher ist.<br>\nDas macht schon eine <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/grundrechte\/ads1.html\">Erkl&auml;rung von 2005<\/a> sehr deutlich.&nbsp;<br>\n&nbsp;Wichtig ist es bei dieser Entwicklung auch die grunds&auml;tzlichen Ver&auml;nderungen hin zu einer &ldquo;neuen Belastungskonstellation&rdquo; gerade in der immer wieder &ldquo;wegweisenden&rdquo; IT-Industrie als Hintergrund mit &ldquo;auf den Schirm&rdquo; zu nehmen:<br>\nSo muss das Institut f&uuml;r Sozialwissenschaftliche Forschung M&uuml;nchen (ISF) bei seinen empirischen Untersuchungen bei dieser Herausbildung einer grundlegend neuen Belastungskonstellation (Folie 3)&nbsp;feststellen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Arbeitsm&ouml;glichkeiten und Arbeitsziele fallen oft so auseinander, dass die zu erledigende Arbeit zur &ldquo;mission impossible&rdquo; wird&nbsp;(Folie&nbsp;5)<\/em><\/li>\n<li><em>ein &ldquo;Mangement by E-Mail&rdquo; f&uuml;hrt zu einer starken Formalisierung und Anonymisierung der Kommunikation (Folie&nbsp;7)<\/em><\/li>\n<li><em>die Identifikation mit dem Unternehmen und der Spa&szlig; an der Arbeit gehen verloren ( Verlust jeglicher Anerkennung ) (Folie 9)<\/em><\/li>\n<li><em>dies f&uuml;hrt bei der IT-Industrie zu einer richtigen &ldquo;Zeitenwende&rdquo; (Folie 11)<\/em><\/li>\n<li><em>und die Folge ist der &ldquo;Koh&auml;renz-Sinn&rdquo; wird unterminiert (Folie 13)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.isf-muenchen.de\/pdf\/091006_ISF_Transferworkshop_DIWA.pdf\">ISF M&uuml;nchen<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Diese Erscheinungen wurden auch von Arte sehr sch&ouml;n plastisch filmisch umgesetzt in <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/2918800.html\">&ldquo;Ausgebrannt &ndash; wenn nichts mehr geht&rdquo;<\/a>.&nbsp;&nbsp;<br>\nBei der <a href=\"http:\/\/www.edition-sigma.de\/index.htm?\/Detailshow.php?ISBN=978-3-8360-8702-5\">Einf&uuml;hrung von ERA<\/a> &ndash; einer Regulierung der Leistungspolitik bei den Angestellten &ndash; warf diese Entwicklung dann grunds&auml;tzliche Fragen auf: Wie eigentlich ist Leistung zu bestimmen, wenn nur mehr der Markterfolg und nicht mehr der Arbeitsaufwand z&auml;hlt? Wie Leistung zu regulieren ist, wenn Besch&auml;ftigte sich selbst rationalisieren (m&uuml;ssen).&nbsp;<br>\nEs ist verst&auml;ndlich, dass in solch einem Kontext gerade dem Datenschutz eine eminent wichtige Rolle zum Schutze der Besch&auml;ftigten zukommt.<br>\nAber steigen wir z.B. einmal ein beim Datenschutz in der Arbeitsverwaltung nach Hartz &ndash; hier wird deutlich, wie der datenm&auml;&szlig;ige Umgang mit Arbeitslosen eine tiefgehende Verachtung &ndash; die schon der Gesetzgebung angelegt war &ndash; gegen&uuml;ber diesen Menschen ausdr&uuml;ckt&nbsp; &ndash; und sie zu schuldigen Objekten degradiert (<a href=\"?p=4341#h15\">Telepolis<\/a>).<br>\nDa kommen wir nach einigen Datenskandalen um ArbeitnehmerInnen zu einem unw&uuml;rdigen Menschenbild in der Verf&uuml;gung der Unternehmen &ndash; der freie Wille wird hier schon im Grunde beseitigt. Allerdings, diese Menschen hat Schirrmacher nicht im Blick , sondern &ldquo;Seinesgleichen&rdquo;.<br>\nDieser alleinige Blick auf &ldquo;unsere&rdquo; Eliten soll jetzt verlassen werden und so&nbsp;ist es&nbsp;lobenswert, wenn die Justizministerin Schnarrenberger (FDP) <a href=\"?p=4347#h17\">jetzt endlich ein Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz vorlegen will<\/a>. &nbsp;<br>\nDas ist jetzt erst einmal &ndash; endlich! &ndash; erfreulich, und die Gewerkschaften,&nbsp;mit dem DGB vorneweg,&nbsp;bringen ihre Anforderungen vor &ndash; <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/themen_a_z\/abiszdb\/abisz_search?kwd=Datenschutz&amp;showsingle=1\">nach all diesen Skandalen in den Firmen<\/a>.&nbsp;&nbsp;<br>\nJa, es w&auml;re nun sch&ouml;n, wenn diese Gesetzesvorhaben das bisherige Machtgef&uuml;ge &ndash; insbesondere im Unternehmen &ndash; wieder ansatzweise umdrehen k&ouml;nnten, um den ArbeitnehmerInnen das Gef&uuml;hl geben zu k&ouml;nnen, dass sie &uuml;berhaupt als Menschen mit freiem Willen wahrgenommen werden &ndash; und nicht nur als willenlose Verf&uuml;gungsmasse zur optimalen Gewinnmaximierung.<br>\nGanz konkrete <a href=\"http:\/\/www.dgri.de\/dateien\/anhaenge\/arb_060203_wedde.pdf\">Ans&auml;tze und Vorschl&auml;ge gibt es dazu schon<\/a>.<br>\nAuch hier w&auml;ren nat&uuml;rlich zus&auml;tzlich&nbsp;die wirtschaftspolitischen Voraussetzungen zu schaffen, die enorme Einkommensspaltung hin zu einer gerechteren Einkommensverteilung wieder umzukehren &ndash; und zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze zu erm&ouml;glichen! Aber das ist eine weitere Geschichte f&uuml;r eine R&uuml;ckkehr von Humanismus und freiem Willen in unserer Gesellschaft &ndash; raus aus der gelebten Ohnmacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tipp: Werner R&uuml;gemer (Hrsg.): ArbeitsUnrecht &ndash; Anklagen und Alternativen<\/strong><br>\n251 S. &ndash; &euro; 24,90, ISBN: 978-3-89691-780-5. Erschienen: Oktober 2009<br>\nNicht nur Niedrigl&ouml;hnerei und Hartz IV sind Unrechtssysteme. Auch die weitergehende Verletzung von Arbeits- und Sozialrechten wird in der neoliberal orientierten Gesellschaft zur systemischen Praxis, in der Unrecht stetig verrechtlicht wird. Die vom Arbeitssystem abh&auml;ngigen Menschen: Arbeitnehmer, Arbeitslose oder Rentner und deren Familien &ndash; also die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung &ndash; gelten nicht als gleichberechtigte B&uuml;rger, sie werden von Staat, Unternehmen, Parteien und Medien als zweitklassig, ja &uuml;berfl&uuml;ssig behandelt. Die Formen von Arbeitsunrecht sind dabei vielf&auml;ltig: &bdquo;Gelbe&ldquo; Gewerkschaften, die Verhinderung von Betriebsratsgr&uuml;ndungen, Verdachtsk&uuml;ndigungen, Zeitdiebstahl, fortgesetzte Leiharbeit, unbezahlte &bdquo;Praktika&ldquo;, heimliche &Uuml;berwachung, Missbrauch von Ein-Euro-Jobbern zu kommerziellen Zwecken, Mobbing &ndash; diese Liste lie&szlig;e sich beliebig fortsetzen. Mit der Krise des Neoliberalismus und der exzessiven Vergabe staatlicher Mittel zur Rettung dubioser Banken droht zudem die Versch&auml;rfung von Arbeitsunrecht. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass Keime des Widerstands und Alternativen sich zu einer nationalen und internationalen Gegenbewegung entwickeln. AutorInnen aus Gewerkschaften, Wissenschaft und Initiativen legen zum ersten Mal eine umfassende Bestandsaufnahme vor.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dampfboot-verlag.de\/buecher\/780-5.html\">Verlag Westf&auml;lisches Dampfboot<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dampfboot-verlag.de\/download\/inh-rueg-780.pdf\">Verlag Westf&auml;lisches Dampfboot (Inhaltsverzeichnis, PDF)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Filmtipp: &bdquo;Die Anw&auml;lte &ndash; eine deutsche Geschichte&ldquo;<\/strong><br>\nAnfang der 1970er-Jahre k&auml;mpfen drei Anw&auml;lte gegen die BRD als restriktiven Staat. Sie verteidigen Mitglieder der RAF und solidarisieren sich mit Menschen, die als Staatsfeinde gelten. Heute ist der eine Bundesinnenminister a. D., der zweite das linke Gewissen der Gr&uuml;nen und der dritte Rechtsextremist. Und sie haben nichts mehr gemein. Birgit Schulz zeichnet in dieser brisanten Doku die Lebenswege von Otto Schily, Hans-Christian Str&ouml;bele und Horst Mahler nach, die die Geschichte der BRD mitgepr&auml;gt haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.exground.com\/2009\/programm-deu-dieanwaelte.html\">Exground Filmfest Wiesbaden<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/die-anwaelte.realfictionfilme.de\/story.php\">Realfiction-Films<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Insgesamt ein lehrreicher, spannender und auch noch unterhaltsamer Film. Stimmung und Zeitgef&uuml;hl dieser &Auml;ra werden gut nachvollziehbar aufbereitet. Besonders knisternd wir das Verh&auml;ltnis von Otto Schily und Horst Mahler geschildert. Als Horst Mahler wegen seiner RAF-Aktivit&auml;ten vor Gericht stand, waren Otto Schily und Hans-Christian Str&ouml;bele dessen Verteidiger. Jetzt ist Horst Mahler bei der NPD und vertritt die NPD als Anwalt; als es vor einigen Jahren vor dem Bundesverfassungsgericht um das NPD-Verbot ging, waren Bundesinnenminister Schily und Horst Mahler politische und juristische Gegner.<br>\nLeider bleiben Regisseurin und Film hinter den M&ouml;glichkeiten zur&uuml;ck. Die letzte Entwicklung von Otto Schily zum Lobbyisten in eigener Sache blieb dem Publikum erspart: Nachdem Otto Schily uns als Minister u.a. mit biometrischen Ausweispapieren begl&uuml;ckte, wurde er als Aufsichtsrat bzw. Teilhaber bei Unternehmen t&auml;tig, die biometrische Erkennungstechnologie und die Software f&uuml;r biometrische Reisep&auml;sse herstellen. Der Regisseurin war das bekannt, sie antwortet mir auf Nachfrage sinngem&auml;&szlig;, dass sie den Film nicht &uuml;berfrachten wollte. Aber vielleicht sind diese Fakten etwas f&uuml;r das Bonusmaterial der DVD.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2006\/08\/schilys-neue-nebentatigkeiten\/\">LobbyControl<\/a><\/p>\n<p><em>Dann f&auml;llt weniger positiv auf, dass die Nachbearbeitung des Films schon vor einigen Monaten abgeschlossen worden sein muss und aktuelle Ereignisse nicht mehr ber&uuml;cksichtigt wurden. Die Tatsache, dass Karl Heinz Kurras offensichtlich ein Agent der Staatssicherheit war, wurde nicht mehr ber&uuml;cksichtigt und von der Regisseurin entsprechend unsicher kommentiert. In den Schlusstiteln wurden wir dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt, dass Hans Christian Str&ouml;bele erneut f&uuml;r den Bundestag kandidiert, Otto Schily nicht mehr (!). Horst Mahler sitzt im Gef&auml;ngnis, nachdem er wegen Volksverhetzung zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde (Szenenapplaus).<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Besser als bef&uuml;rchtet&ldquo; &ndash; Hans-Christian Str&ouml;bele lobt den Film &ldquo;Die Anw&auml;lte &ndash; eine deutsche Geschichte&rdquo;<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Politiker Hans-Christian Str&ouml;bele ist zufrieden mit dem Dokumentarfilm &ldquo;Die Anw&auml;lte &ndash; eine deutsche Geschichte&rdquo; der Regisseurin Birgit Schulz, der seit heute in den deutschen Kinos l&auml;uft. Schulz liefert darin ein Portr&auml;t der drei Rechtsanw&auml;lte Str&ouml;bele, Otto Schily und Horst Mahler, die als Verteidiger von Mitgliedern der RAF in den sp&auml;ten 60er und 70er-Jahren von sich reden machten. Str&ouml;bele hofft, dass der Film dabei hilft, die Ereignisse damals f&uuml;r junge Leute zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/1072477\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/11\/19\/drk_20091119_0839_450cbe9c.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Auch nicht gerade ein Kompliment.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller sieht keine Alternative zum europ&auml;ischen Hochschulraum<\/strong><br>\nDie GEW fordert von Bund, L&auml;ndern und Hochschulen nicht etwa, jetzt &uuml;berst&uuml;rzt aus dem Bologna-Prozess auszusteigen und damit noch mehr Chaos anzurichten, sondern endlich die Verhei&szlig;ungen von Bologna einzul&ouml;sen: eine bessere Qualit&auml;t von Lehre und Studium, F&ouml;rderung der Mobilit&auml;t, St&auml;rkung der sozialen Dimension des europ&auml;ischen Hochschulraums. Das gilt europaweit. Wir haben ja derzeit nicht nur in Deutschland Proteste, sondern auch in &Ouml;sterreich, in der Schweiz, in Italien. Es formiert sich eine wahrhafte internationale Bewegung, die den europ&auml;ischen Hochschulraum selbstbewusst als Handlungsarena erschlie&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/159430.ausweg-aus-der-bologna-krise.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schwarze Listen f&uuml;r Lehrer<\/strong><br>\nDas hessische Kultusministerium f&uuml;hrt Schwarze Listen, auf denen &ldquo;problematische&rdquo; Lehrkr&auml;fte erfasst werden. Das geht aus einem Sitzungsprotokoll hervor, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.<br>\nDemnach f&uuml;hrt das Zentrale Personalmanagement (ZPM), das am Staatlichen Schulamt Darmstadt angedockt ist, diese Listen seit dem Fr&uuml;hjahr 2009. Die 15 Staatlichen Schul&auml;mter sollen Lehrkr&auml;fte, die wegen schlechter Leistungen aufgefallen sind, dorthin melden. Personen, die auf der Liste eingetragen sind, sollen keine Anstellung mehr im hessischen Schuldienst erhalten. Die Liste wird laut Sitzungsprotokoll von Darmstadt aus allen Staatlichen Schul&auml;mtern in Hessen zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Lehrkr&auml;fte selbst erfahren von dem Eintrag nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2091554_Hessisches-Kultusministerium-Schwarze-Listen-fuer-Lehrer.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Dokumente in sozialpolitik-aktuell.de<\/strong><br>\nIm November 2009 wurden u. a. neu eingestellt:\n<p><strong>Berichte &amp; Dokumente<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Jahresgutachten 2009\/10: &ldquo;Die Zukunft nicht aufs Spiel setzen&rdquo; (Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung)<\/li>\n<li>Frauen und M&auml;nner am Arbeitsmarkt (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit)<\/li>\n<li>Ein-Euro-Jobs zwischen Anspruch und Realit&auml;t aus Sicht der Ma&szlig;nahmeteilnehmer und -teilnehmerinnen (Friedrich-Ebert-Stiftung)<\/li>\n<li>Wirkungen des SGB II auf Personen mit Migrationshintergrund (Abschlussbericht) (IAQ)<\/li>\n<li>Aktuelle Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Mindestsicherung im Alter (Hans-B&ouml;ckler-Stiftung)<\/li>\n<li>Der Arbeitsmarkt im Osten &ndash; 20 Jahre nach dem Mauerfall, Teil II: Arbeitslosigkeit und Hartz IV (DGB)<\/li>\n<li>Familienleistungsausgleich: Systematische Gegen&uuml;berstellung aktueller Reformvorschl&auml;ge (Hans-B&ouml;ckler-Stiftung)<\/li>\n<li>Finanzkrise und Arbeitslosenversicherung: Wie weit soll und darf sozialer Schutz gehen? (Friedrich-Ebert-Stifung)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik-aktuell.de: Das Informationsportal zur Sozialpolitik in Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter anderem zu folgenden Themen: Ackermann will weiter machen, wie bisher; Schuldenbremse hochgef&auml;hrlich; konzerninterne Zeitarbeitsfirmen; wir riestern uns arm; Rationierung der Gesundheitsvorsorge; Korruptionsindex; Schirrmachers Angst vor dem Internet; Tipps. 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