{"id":4355,"date":"2009-11-23T08:49:30","date_gmt":"2009-11-23T07:49:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4355"},"modified":"2009-11-23T08:49:30","modified_gmt":"2009-11-23T07:49:30","slug":"hinweise-des-tages-1026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4355","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem Zu folgenden Themen: Gustav Horn: Sparen ist derzeit die falsche Antwort; Kapitalverkehrskontrollen: Gek&uuml;hlte Geldstr&ouml;me; Einblicke in Lehmans Milliardengrab; Ex-Siemens-Vorst&auml;nde belastet; Verm&ouml;genssteuer &ndash; Neid oder Gerechtigkeit; Schweinegrippe wird zur normalen Grippe; Cyberkrieg unter Klimaforschern; &uuml;ber die Qualit&auml;t von neuen und alten Medien; dem Kapitalismus laufen die Gl&auml;ubigen weg; Kritik am Bolognaprozess; zwei Schwache f&uuml;r Europa; FDP und Honduras. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">&Ouml;konom Gustav Horn h&auml;lt weitere Schulden f&uuml;r unproblematisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Japan muss mehr Anleihen begeben als je zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kapitalverkehrskontrollen: Gek&uuml;hlte Geldstr&ouml;me<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Einblicke in Lehmans Milliardengrab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Vertrauliches Gutachten belastet Ex-Siemens-Vorst&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Verm&ouml;genssteuer &ndash; Neid oder Gerechtigkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Fl&uuml;chtlingskinder: Wie der Staat seine F&uuml;rsorgepflicht verletzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Was der Test auf H1N1 bringt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Cyberkrieg unter Klimaforschern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Frank Schirrmacher, das Digitakel aus Frankfurt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Afghanistan: Nachrichten zum F&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Die Finanzkrise: Dumme Fragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Studie sieht Qualit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit des Journalismus bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">WDR: Keine Beh&ouml;rde, keine Informationsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Wahlverdrossenheit:  &ldquo;Demokratische Gleichheit in Bremen in Gefahr&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Dem Kapitalismus laufen die Gl&auml;ubigen davon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wahlprogramm DIE LINKE. NRW &ndash; Landtagswahl 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">SPD weiter bei 20 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Thyssen-Krupp und Steinbr&uuml;ck: Gro&szlig;e Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bildungsbarometer: Studentische Kritik am Bologna-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Freie Uni wird Lenzenfrei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Evangelische Perspektiven zur Situation der Hochschulen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Zwei Schwache f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Volont&auml;re und Exstipendiaten erheben Vorw&uuml;rfe gegen die FDP-nahe Organisation wegen deren Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Putschregime in Honduras<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4355&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&Ouml;konom Gustav Horn h&auml;lt weitere Schulden f&uuml;r unproblematisch<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben bei weitem noch nicht das Produktionsniveau von vor der Krise erreicht. Von einem Aufschwung kann noch nicht die Rede sein&ldquo;, warnte Horn in der &bdquo;Berliner Zeitung&ldquo; (Montag-Ausgabe). &bdquo;Es hat lediglich eine Erholung eingesetzt, die wir auch den Konjunkturprogrammen zu verdanken haben. Diese Politik muss solange fortgef&uuml;hrt werden, bis es einen selbsttragenden Aufschwung gibt. Erst dann muss auf den Sparmodus umgeschaltet werden.&ldquo;<br>\nEr halte &uuml;berhaupt nichts davon, schon jetzt festzulegen, dass der Haushalt ab 2011 konsolidiert werden m&uuml;sse.<br>\nScharfe Kritik richtete Horn an die EU-Politiker, die zur Haushaltsdisziplin und zum Sparen mahnen. &bdquo;In Notlagensituationen erlaubt der Maastricht-Vertrag ausdr&uuml;cklich h&ouml;here Defizite als drei Prozent. Und in einer solchen Situation befinden wir uns gerade&ldquo;, sagte Horn. &bdquo;Dass Br&uuml;ssel derzeit so viel Druck auf die Regierungen aus&uuml;bt, ihre Budgets in Ordnung zu halten, kann ich nicht nachvollziehen. Es erweckt den Eindruck, als h&auml;tten wir gar keine Notsituation. Ich halte dieses Verhalten der EU f&uuml;r fahrl&auml;ssig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mmnews.de\/index.php\/200911224289\/MM-News\/Globaler-Schulden-Exzess-in-finaler-Phase.html\">MM-news<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Japan muss mehr Anleihen begeben als je zuvor<\/strong><br>\nDie japanische Regierung muss sich einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Wirtschaftsflaute am Finanzmarkt soviel Geld leihen wie nie zuvor.<br>\nDie Emission von gew&ouml;hnlichen Staatsanleihen werde im kommenden Fiskaljahr mit insgesamt &uuml;ber 140 Billionen Yen (umgerechnet 1,1 Billionen Euro) ein Rekordniveau erreichen, hie&szlig; es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung &ldquo;Nikkei&rdquo; am Sonntag.<br>\nJapans Schuldenberg bel&auml;uft sich auf insgesamt 170 Prozent der Wirtschaftsleistung und ist damit gr&ouml;&szlig;er als in allen anderen gro&szlig;en Industrienationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE5AL05T20091122\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kapitalverkehrskontrollen: Gek&uuml;hlte Geldstr&ouml;me<\/strong><br>\nDenn mit der Stabilisierung der Weltwirtschaft geht auch die Entstehung von sogenanntem &ldquo;hot money&rdquo; einher, hochspekulativen Anlagen, die derzeit unter anderem mit Wetten auf staatliche Konjunkturbem&uuml;hungen hohe Gewinne erzielen und so neuen Blasen Nahrung geben.<br>\nDeshalb wollen Asiens Regierungen, deren L&auml;nder bei der globalen Erholung in F&uuml;hrung gegangen sind, nun auch bei der Eind&auml;mmung hei&szlig;er Geldstr&ouml;me die Initiative ergreifen. In zahlreichen Hauptst&auml;dten wird derzeit die Einf&uuml;hrung von Kapitalverkehrskontrollen diskutiert oder bereits begonnen.<br>\nGesch&uuml;rt werde die Welle an spekulativem Kapital durch die niedrigen Zinsraten der USA, sagte k&uuml;rzlich Hongkongs Regierungschef Donald Tsang. &ldquo;Wir haben im Moment einen Carry Trade im US-Dollar&rdquo;, so Tsang. Dabei nehmen Investoren g&uuml;nstig Kredite in einer W&auml;hrung auf und konvertieren das Kapital in die W&auml;hrung eines Landes mit h&ouml;heren Zinss&auml;tzen, um es dort zu investieren. Der &uuml;bliche geldpolitische Hebel, &uuml;berm&auml;&szlig;ige Investitionen durch Zinserh&ouml;hungen einzud&auml;mmen, wird unwirksam, da er den Zufluss von &ldquo;hot money&rdquo; nur verst&auml;rkt. &ldquo;Wo das Geld hinflie&szlig;t, da werden sp&auml;ter auch die Probleme sein: in Asien&rdquo;, warnte Tsang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2096956_Kapitalverkehrskontrollen-Gekuehlte-Geldstroeme.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einblicke in Lehmans Milliardengrab<\/strong><br>\nMehr als zw&ouml;lf Monate nach der Pleite von Lehman Brothers gibt es eine Premiere: Erstmals haben zwei Banken, die als gro&szlig;e Verk&auml;ufer von Zertifikaten gelten, Summen der bei ihnen eingelagerten Papiere offiziell best&auml;tigt. So haben allein die Kunden der Citibank und der Hamburger Sparkasse 350 Mio. Euro verloren. Die Zahlen leiten sich aus Unterlagen ab, die im Rahmen des Insolvenzverfahrens ver&ouml;ffentlicht wurden. Bis zum 2. November mussten Gesch&auml;digte direkt oder &uuml;ber Banken ihre Anspr&uuml;che beim Insolvenzverwalter in New York anmelden. Im Rahmen der Anmeldung hat die Citibank Anspr&uuml;che im Volumen von gut 300 Mio. Euro geltend gemacht, die Hamburger Sparkasse ist mit mehr als 50 Mio. Euro dabei. Sprecher beider Kreditinstitute best&auml;tigen, dass es sich bei den genannten Zahlen nur um Forderungen ihrer Kunden handelt, die die inzwischen fast wertlosen Zertifikate der US-Investmentbank im Depot hatten. Damit erh&auml;rtet sich der Verdacht, dass deutsche Anleger insgesamt zwischen 700 Mio. Euro und 1 Mrd. Euro verloren haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:portfolio-einblicke-in-lehmans-milliardengrab\/50039960.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vertrauliches Gutachten belastet Ex-Siemens-Vorst&auml;nde<\/strong><br>\nDer ehemalige Siemens-Vorstand unter dem fr&uuml;heren Konzernchef Heinrich von Pierer soll bereits ab Ende 2003 massive Hinweise auf die Existenz schwarzer Kassen, dubioser Beratervertr&auml;ge oder fragw&uuml;rdiger Treuhandkonten erhalten, es aber unterlassen haben, die Kontrollen z&uuml;gig zu versch&auml;rfen.<br>\nDas geht aus einem streng vertrauliches Gutachten der vom Siemens-Aufsichtsrat mit der Kl&auml;rung von Schadensersatzanspr&uuml;chen im Rahmen der Korruptionsaff&auml;re beauftragten D&uuml;sseldorfer Anwaltskanzlei Hengeler Mueller hervor, das dem SPIEGEL vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,662635,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verm&ouml;genssteuer &ndash; Neid oder Gerechtigkeit?<\/strong><br>\nWarum sollen die oberen 30% unserer Bev&ouml;lkerung, die &uuml;ber ca. 90% des Verm&ouml;gens verf&uuml;gen, keinen Beitrag zur Finanzierung der &ouml;ffentlichen Ausgaben leisten?<br>\nDie Verm&ouml;genssteuer ist weder eine &bdquo;leistungsfeindliche Neidsteuer&ldquo; noch b&uuml;rokratisch. Sie beg&uuml;nstigt weder Kapitalflucht noch kann von Enteignung der Reichen die Rede sein. Zudem ist die Nachkriegszeit l&auml;ngst vorbei, in der Verm&ouml;gensaufbau volkswirtschaftlich durchaus sinnvoll war.<br>\nDie meisten Industriestaaten haben weit h&ouml;here verm&ouml;gensbezogene Steuern. Deutschland hingegen ist f&uuml;r Verm&ouml;gende eine Steueroase. Deutschlands Steueraufkommen besteht lediglich zu 0,9% des BIP aus verm&ouml;gensbezogenen Steuern, also aus Grundsteuern, Erbschaftssteuern, Verm&ouml;genssteuern und Kapitalverkehrssteuern.<br>\nDie Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer w&uuml;rde 16 bis 21 Milliarden Euro j&auml;hrlich in die Staatskassen sp&uuml;len und einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Steuergerechtigkeit leisten.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/klartext41_2009.gif\" alt=\"Verm&ouml;genssteuer &ndash; Neid oder Gerechtigkeit?\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/themen_a_z\/abisz_doks\/k\/klartext41_2009.pdf\/\/view?showdesc=1\">DGB abrufbar unter DGB Themen unter Klartext 41\/2009 v. 20. November 2009 [PDF &ndash; 128 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie der Staat seine F&uuml;rsorgepflicht verletzt<\/strong><br>\nDie Auseinandersetzung &uuml;ber die Rechte von Fl&uuml;chtlingskindern in Deutschland ist eine schier unendliche Geschichte politischen Versagens; eine erb&auml;rmliche Folge der Verletzung von F&uuml;rsorge- und Obhutspflichten des Staates, nicht eingel&ouml;ster Versprechen, des nachl&auml;ssigen Umgangs mit internationalem Recht, der Folgenlosigkeit und Missachtung von Parlamentsbeschl&uuml;ssen. Dies soll am Beispiel der Kontroverse um die R&uuml;cknahme der Vorbehaltserkl&auml;rung zur UN-Kinderrechtskonvention (KRK) dargelegt werden, welche die Bundesregierung (Kohl) anl&auml;sslich der Ratifizierung am 5. April 1992 hinterlegte. Die Anma&szlig;ung in der Vorbehaltserkl&auml;rung, keine Bestimmung der Kinderrechtskonvention k&ouml;nne dahin ausgelegt werden, &ldquo;dass sie das Recht der Bundesrepublik Deutschland beschr&auml;nkt, (&hellip;) Unterschiede zwischen Inl&auml;ndern und Ausl&auml;ndern zu machen&rdquo;, widerspricht den zentralen Absichten der Konvention, Art. 2 und Art. 3 der KRK, in denen ein Nichtdiskriminierungsgebot und der Vorrang des Kindeswohls festgeschrieben sind. Dieser Vorbehalt tr&auml;gt einen gef&auml;hrlichen rassistischen Bazillus &ndash; mit irreversiblen Folgen beh&ouml;rdlicher Benachteiligung und gesetzlicher Willk&uuml;r f&uuml;r Fl&uuml;chtlingskinder in der Verfahrenspraxis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2091617&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was der Test auf H1N1 bringt<\/strong><br>\nFieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen &ndash; wenn der Arzt sich jetzt weigert, einen H1N1-Test zu machen, reagieren viele Patienten entsetzt. Dabei hat er gute Gr&uuml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/schweinegrippe\/tid-16316\/schweinegrippe-was-der-test-auf-h1n1-bringt_aid_456025.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers MR:<\/strong>&nbsp; Das ist nun der absolute Witz, erst machen die so einen Aufstand wegen der angeblich so schlimmen Grippe &ndash;&nbsp; und nun l&auml;sst man das Thema ausklingen &ndash; wie seinerzeit SARS und Vogelgrippe. Der Artikel ist &ndash; wie anderen auch &ndash; ein reiner Widerspruch in sich.&nbsp; Die wollen gar nicht wissen, wer die Schweinegrippe hat, denn sonst w&uuml;rde rauskommen, dass die Menschen&nbsp; einfach eine normale Erk&auml;ltung haben, wie um diese Jahreszeit&nbsp; so &uuml;blich.&nbsp;Ohne Test l&auml;sst sich die Zahl der vermeintlichen Grippekranken einfach so mal sch&auml;tzen, so wie es seit Jahren mit der &ldquo;normalen&rdquo; Grippe auch gemacht wird.&nbsp; Die ver&ouml;ffentlichten Zahlen sind keine tats&auml;chlich festgestellten Erkrankungen, sondern werden einfach nach Angaben von eineigen &ldquo;Schwerpunktpraxen&rdquo; hochgerechnet aufs Land &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Cyberkrieg unter Klimaforschern<\/strong><br>\nZwei Wochen vor dem Klimagipfel in Kopenhagen bringen Hacker prominente Wissenschaftler in Erkl&auml;rungsnot: Unter den geknackten Mails und Dokumenten finden sich peinliche L&auml;stereien &uuml;ber Kollegen &ndash; und Andeutungen &uuml;ber Daten-Manipulationen. Ein gefundenes Fressen f&uuml;r ihre Gegner.<br>\nTats&auml;chlich lassen E-Mails und Dokumente etliche prominente Klimaforscher nicht gut aussehen. Sie schimpfen &uuml;ber Journalisten und diskutieren ganz offen &uuml;ber die beste Strategie gegen die sogenannten Klimaskeptiker, also diejenigen Kollegen, die sich bis heute weigern, der These zuzustimmen, dass der Mensch Verantwortung f&uuml;r den Klimawandel tr&auml;gt. Das geht von harmlosen L&auml;stereien &uuml;ber b&ouml;sartige Beschimpfungen bis zu &Uuml;berlegungen, wie man die vorliegenden Forschungsergebnisse so pr&auml;sentiert, dass sie Kritikern keine Angriffspunkte bieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/0,1518,662673,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben des &Ouml;fteren bekannt, dass wir keine Klimaexperten sind, dass wir aber bei irreversiblen Prozessen wie einem m&ouml;glichen Klimawandel zur Vorsicht und zur Pr&auml;vention raten. Die Dokumente sollten Anlass sein, Ungereimtheiten und Fehler aufzukl&auml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frank Schirrmacher, das Digitakel aus Frankfurt<\/strong><br>\n&ldquo;Ich lebe st&auml;ndig mit dem Gef&uuml;hl, eine Information zu vers&auml;umen oder zu vergessen, und es gibt kein Risiko-Management, das mir hilft.&rdquo; Trotz ausbleibender Hilfe sei er aber &ldquo;noch nicht bereit, den Bankrott zu erkl&auml;ren&rdquo;.<br>\nSonst h&auml;tte er jetzt auch gleich auf sein neues Buch verzichten k&ouml;nnen. So empfiehlt er aber dort Albrecht M&uuml;llers Nachdenkseiten (&ldquo;im besten Sinne alteurop&auml;ische Diskurse&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=pb&amp;dig=2009%2F11%2F21%2Fa0038&amp;cHash=08637d34f0\">Digitaz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber dieses &uuml;berraschende Lob aus Schirrmachers Feder freuen wir uns nat&uuml;rlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nachrichten zum F&uuml;rchten<\/strong><br>\nAls im Juni 2009 die Menschen in Iran auf die Strassen gingen, waren es zum ersten Mal die B&uuml;rger selbst, die im gro&szlig;en Stil live &uuml;ber eine Krise berichteten. &ldquo;W&auml;hrend der Unruhen habe ich die meiste Zeit im Internet oder am Radio verbracht&rdquo;, sagt Victor Kocher [Nahost-Korrespondent der NZZ], &ldquo;PTV erbringt eine gro&szlig;artige Dienstleistung, und da ich Persisch spreche, kann ich sie nutzen. Das gibt mir den Raum zur Reflexion.&rdquo; Denn auch f&uuml;r die Tageszeitung gilt: &ldquo;Wenn so etwas passiert, muss was ins Blatt!&rdquo; Seine Aufgabe sei es, &ldquo;to make sense of it&rdquo; &ndash; aus den Ereignissen schlau werden, ihnen eine Bedeutung geben. Um das tun zu k&ouml;nnen, m&uuml;sse man wissen, wie die Republik funktioniert, die seit ihrer Gr&uuml;ndung um den richtigen Kurs zwischen den g&ouml;ttlichen Satzungen des Islams einerseits und dem Volkswillen andererseits ringt. Was bedeutet es, wenn etwa Revolutionsf&uuml;hrer Khamenei im Freitagsgebet das Ende der Kundgebungen verlangt? Wer sind die Drahtzieher der Volksbewegung? Wie genau fordern sie den Apparat heraus? Gibt es eine ernst zu nehmende Spaltung im Regime? Man m&uuml;sse wissen, was Ahmadinejad, Rafsanjani, Mussawi und andere Galionsfiguren in den letzten Jahren getan h&auml;tten, wie sie zueinander st&uuml;nden, um ihre Gesten und Worte decodieren zu k&ouml;nnen. &ldquo;W&auml;hrend andere die Toten z&auml;hlen&rdquo;, sagt Kocher, &ldquo;versuche ich, die F&auml;den im Marionettentheater zu entdecken. Nicht jede Aufregung mitzumachen, das ist die St&auml;rke der Zeitung.&rdquo;&nbsp; Zum Tod von Neda Agha Soltan gab es eine kurze Agenturmeldung im Blatt und wenige Meldungen online. Viktor Kocher hat Neda in keinem der rund 15 Artikel, die er w&auml;hrend der Unruhen verfasst hat, erw&auml;hnt. Tote z&auml;hlen. Mit anderen Worten: Die Reduzierung der Auslandsberichterstattung auf Brennpunkte, das ist es, was der Nahostkorrespondent Ulrich Tilgner dem Fernsehen, aber auch allen anderen Medien vorwirft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzzfolio.ch\/www\/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470\/showarticle\/5779d710-687d-4a26-bf1f-d61fea1ebcbf.aspx\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Olrando Pascheit:<\/strong> Ein Artikel, der &uuml;ber den Tag hinausweist und nicht nur die Bedeutung des B&uuml;rgerjournalismus im Internet, sondern auch den Jornalismus als Vierte Gewalt thematisiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Finanzkrise: Dumme Fragen<\/strong><br>\nEs hat sich inzwischen herumgesprochen, dass wir knietief in der gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftskrise seit 1929 stehen. Detroit ist keine Autostadt mehr, Regierungen mussten Banken retten, die Rezession greift um sich. Es hat sich inzwischen auch herumgesprochen, dass der Ausl&ouml;ser dieser Krise ein Wort aus dem Maklerjargon war: Subprime-Mortgage, zu deutsch minderwertige Hypothek. So weit, so bekannt. Aber wer hat wirklich verstanden, was passiert ist? Die Zeitungen drucken kryptische Analysen im Fachchinesisch der &Ouml;konomen. Da ist von &laquo;Derivat-Emittenten&raquo; die Rede und von &laquo;gehedgten Positionen&raquo;. Es geht uns wie damals im Physikunterricht, als alle nickten und keiner sich traute, nachzufragen, weil jede Frage bewiesen h&auml;tte, dass man nichts verstanden hatte. Schwierige Zeiten sind gute Zeiten f&uuml;r Journalisten. Alex Blumberg, Adam Davidson und Ira Glass, drei Radioreporter aus Chicago, entschieden sich, ein paar dieser &laquo;dummen&raquo; Fragen zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzzfolio.ch\/www\/61554707-6925-4a17-854b-b42244d0559d\/showbooklet\/63d7c281-bb7a-45ce-a4e6-e778de3432f3.aspx\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Jahr neigt sich den Ende zu. Hier ein&nbsp; Hinweis auf drei&nbsp; amerikanische Radioreporter, die vor einem Jahr versuchten den Leuten die Finanzkrise nahe zu bringen. Das &uuml;berarbeitete Transkript ist zwar relativ konkretistisch, aber es gibt doch manch erhellendes Detail. Nat&uuml;rlich wissen wir heute alle, was damals ein Insider z&ouml;gerlich einr&auml;umte: &ldquo;Na ja, an den Finanzm&auml;rkten ist die Trennlinie zwischen Geldanlage und Spekulation oder Gl&uuml;cksspiel noch nie besonders scharf gewesen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie sieht Qualit&auml;t und Unabh&auml;ngigkeit des Journalismus bedroht<\/strong><br>\nUm den Zustand des Qualit&auml;tsjournalismus in Deutschland ist es nicht gut bestellt. Die meisten Faktoren, die sich wesentlich auf die G&uuml;te und die mittel- bis langfristigen Rahmenbedingungen der journalistischen Arbeit auswirken, haben sich in den vergangenen Jahren verschlechtert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Hochschule Darmstadt. Heute st&uuml;nden wir dem Problem &ldquo;insbesondere der G&uuml;te und Unabh&auml;ngigkeit journalistischer Berichterstattung&rdquo; gegen&uuml;ber, so Studienleiter Professor Geribert E. Jakob vom Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt in seinem Fazit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31503\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>WDR: Keine Beh&ouml;rde, keine Informationsfreiheit<\/strong><br>\nDer Westdeutsche Rundfunk muss nach einer Verwaltungsgerichts-Entscheidung nicht offenlegen, an welche Fremdfirmen er Auftrage vergeben hat. Der freie Journalist Marvin Oppong hatte auf Herausgabe dieser Gesch&auml;ftsverbindungen gedrungen, um zu recherchieren, ob sich Rundfunkratsmitglieder &ouml;ffentlich-rechtliche Auftr&auml;ge zuschustern lassen.<br>\nIn seiner Klage berief sich Oppong auf das nordrhein-westf&auml;lische Informationsfreiheitsgesetz, das B&uuml;rgern gegen&uuml;ber Beh&ouml;rden einen weitreichenden Informationszugang einr&auml;umt. Das Verwaltungsgericht K&ouml;ln entschied jedoch, der WDR sei trotz Geb&uuml;hrenerhebung keine Beh&ouml;rde &ndash; und negierte somit die Auskunftspflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mediencity.de\/WDR-Keine-Behoerde-keine-Informationsfreiheit.5949.0.2.html\">Netzpresse Recht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wahlverdrossenheit: &ldquo;Demokratische Gleichheit in Bremen in Gefahr&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wahlforschung zufolge gibt es einen engen Zusammenhang zwischen sozial und materiell unsicheren Lebenslagen und Wahlbeteiligung. Dies zeigt sich auch in der Verteilung von Armutsquoten und Nichtw&auml;hler-Zahlen (siehe Bericht Seite 7).<br>\nDas Land Bremen f&uuml;hrt den Tross der wahlm&uuml;den Bundesl&auml;nder im Westen an. Und Bremen ist auch das Bundesland mit der &ndash; im Westen &ndash; h&ouml;chsten Armutsquote. Zudem spitzt sich ein seit langem bestehender Trend zu: W&auml;hrend in den klassisch b&uuml;rgerlich gepr&auml;gten Stadtteilen, in denen Menschen mit hohem sozialen Prestige leben, Wahlbeteiligungen von &uuml;ber 80 Prozent durchaus &uuml;blich sind, sackt die Beteiligung in Stadtteilen, in denen nur geringe materielle und soziale Sicherheit besteht auf nahezu 50 Prozent ab.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/PM_Bericht_soziale_Lage_2009.gif\" alt=\"Demokratische Gleichheit in Bremen in Gefahr\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/presse143\/pressearchiv\/20091120_pm_bericht_soziale_lage.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Dem Kapitalismus laufen die Gl&auml;ubigen davon<\/strong><br>\nZum 20. Jahrestag des Mauerfalls, gedacht als Beitrag zur Jubelfeier eines triumphierenden Kapitalismus, hat die britische BBC Ergebnisse einer weltweiten Umfrage ver&ouml;ffentlicht, die kaum dazu angetan gewesen w&auml;ren, das Berliner &bdquo;Fest der Freiheit&ldquo; vom 9. November anzureichern.<br>\nNur eine Minderheit &ndash; nicht mehr als elf Prozent der Weltbev&ouml;lkerung &ndash; teilt noch den seltsamen K&ouml;hler-Glauben, dass die &bdquo;freie Marktwirtschaft&ldquo; anstandslos funktioniert, und jeder Versuch zur Regulierung dieses wunderbaren Systems nur st&ouml;rt. Dagegen scheint fast ein Viertel der Weltbev&ouml;lkerung davon &uuml;berzeugt: Wir haben es beim Kapitalismus mit einem irreparablen, nicht reformierbaren Wirtschaftssystem zu tun &ndash; eine Alternative ist w&uuml;nschenswert. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent der Befragten ist der Ansicht, die kapitalistische Reproduktion sei angeschlagen, aber durch Reformen innerhalb des Systems und mehr Regulierung reanimierbar.<br>\nKapitalismuskritiker unterschiedlicher Konsequenz haben also eine Mehrheit von 74 Prozent. 2005 ermittelte das gleiche Institut Globscan bei einer &auml;hnlich gelagerten Umfrage in 20 L&auml;ndern noch eine Majorit&auml;t von 63 Prozent, die den Kapitalismus f&uuml;r das beste aller Systeme hielt.<br>\nFazit all dieser Angaben: Regulierung ja, Umverteilung ja, Staatseigentum an den Produktionsmitteln ja, aber mit Vorbehalten. Das &bdquo;gemischte Wirtschaftssystem&ldquo; hat weltweit mehr Freunde als der &bdquo;reine&ldquo; Kapitalismus. Eine Mehrheit wei&szlig; oder ahnt, dass der Kapitalismus bisher nur &uuml;berlebt hat, weil er nie Kapitalismus an sich war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0947-kapitalismus-finanzkrise-umfrage\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wahlprogramm DIE LINKE. NRW &ndash; Landtagswahl 2010<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dielinke-nrw.de\/fileadmin\/kundendaten\/www.dielinke-nrw.de\/LTW\/DIE_LINKENRW_Langwahl_Endfassung_red.pdf\">DIE LINKE NRW [PDF &ndash; 436 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bevor Sie mit verzerrenden Schreckbildern in den Medien konfrontiert werden, lesen Sie lieber einmal selbst nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>SPD weiter bei 20 Prozent<\/strong><br>\nKonstant niedrige Umfragewerte nach Entscheidungen f&uuml;r personelle und inhaltliche Kontinuit&auml;t<br>\nWie heute bekannt wurde, entschied sich die Basis in Baden-W&uuml;rttemberg f&uuml;r Nils Schmid als neuen Landeschef. Schmid promovierte am Lehrstuhl von Ferdinand Kirchhof, dem nicht nur bluts-, sondern auch geistesverwandten Bruder des Steuerrechtlers Paul Kirchhof, der den Halbteilungsgrundsatz erfand und die Flat Tax einf&uuml;hren will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146603\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Thyssen-Krupp und Steinbr&uuml;ck: Gro&szlig;e Politik<\/strong><br>\nNeue Aufgabe f&uuml;r Peer Steinbr&uuml;ck: Thyssen-Krupp-Legende Berthold Beitz holt den fr&uuml;heren Finanzminister in den Aufsichtsrat des Stahlkonzerns. Nachdem er in der Politik nicht mehr mitmischt, wird der fr&uuml;here Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck nun ein wichtiges Mandat in der Wirtschaft &uuml;bernehmen: Der SPD-Politiker soll im Januar f&uuml;r die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den Aufsichtsrat der Thyssen-Krupp AG einziehen. Beitz sieht sich damit in der Tradition des letzten Alleinbesitzers Alfried Krupp, der bis zu seinem Tode 1967 seine soziale Verantwortung hochhielt. Manchmal, sagt Beitz, &ldquo;&uuml;berlege ich: Was h&auml;tte Alfried dazu gesagt?&rdquo; Und bei der Personalie Steinbr&uuml;ck, da ist er sicher, h&auml;tte der Alte geantwortet: &ldquo;Gut gemacht, Beitz!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/813\/495143\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando:<\/strong> Ist das wirklich gro&szlig;e Politik, wenn ein Konzern einen Ex-Minister einwirbt? Politik leitet sich aus dem griechischen Polis ab, und meint das Gemeinwesen. Es ist wohl kaum zu erwarten, dass Thyssen-Krupp sich am Gemeinwohl ausrichtet, und nicht am Profit, auch wenn die SZ so tut, als geschehe die Verpflichtung Peer Steinbr&uuml;cks aus sozialer Verantwortung. Der Konzern will sich die noch hei&szlig;en Verbindungen Steinbr&uuml;cks zur Politik zunutze machen, der &uuml;brigens im Gegensatz zur Behauptung der SZ als Bundestagsabgeordneter immer noch in der Politik mitmischt. Oder z&auml;hlt ein Bundestagsmandat gar nichts mehr? &ndash; Es macht mich immer noch fassungslos, wie sozialdemokratische Spitzenpolitiker so &uuml;bergangslos, wahrscheinlich schon l&auml;ngst abgesprochen, in die Wirtschaft &uuml;berwechseln k&ouml;nnen. Wie soll da der B&uuml;rger glauben, dass sich die Entscheidungen solcher Politiker in der Vergangenheit am Gemeinwohl ausgerichtet haben und nicht am Privatwohl der eigenen Person bzw. der Konzerne.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung WL: Ich h&auml;tte allerdings eher vermutet, dass Steinbr&uuml;ck in die Finanzindustrie wechselt, schlie&szlig;lich ist man ihm dort mehr als zum Dank verpflichtet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.<br>\nEs ist &uuml;brigens niemand zu ver&uuml;beln, dass jemand nach seinem politischen Amt einer weiteren T&auml;tigkeit nachgeht. Bemerkenswert ist allerdings, wo Schr&ouml;der, Clement oder Fischer &ndash; um nur einige zu nennen &ndash; landen. Warum engagiert sich aber keiner von ihnen etwa in einer karitativen Einrichtung oder nutzt sein politisches Netzwerk f&uuml;r soziales Engagement?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bildungsbarometer: Studentische Kritik am Bologna-Prozess<\/strong><br>\nEine Flexibilisierung des &Uuml;bergangs vom Bachelor- zum Masterstudiengang sowie eine flexiblere Handhabung der L&auml;nge des Studiums bis zum Abschluss Bachelor beschreiben den Wunsch nach einer gr&ouml;&szlig;eren Offenheit der Gestaltung. Zusammen vereinen diese beiden Kategorien bereits fast 47% der abgegebenen Voten. Was die Befragten ferner bewegt ist eine grunds&auml;tzliche Kl&auml;rung der M&ouml;glichkeiten zum Berufseinstieg, die der Bachelor-Abschluss bietet. Hier gibt es nicht nur einen gro&szlig;en Bedarf an Informationen, sondern konkreten Optionen f&uuml;r die Absolventen.<br>\nInsgesamt zeigen die hier aufgef&uuml;hrten Beispiele aus der Auswertung der Fragen zum Thema &bdquo;Bologna&ldquo;, dass eine intensive Auseinandersetzung mit der Gestaltung der Umsetzung und eine &Uuml;berarbeitung im Sinne einer Vereinfachung der Handhabung vieler Bereiche dringend notwendig ist, um den Reformprozess positiv zu steuern.<br>\nDie online-Befragung zum Thema &bdquo;Bildungsproteste&ldquo; wurde in der Zeit zwischen dem 23. September und dem 25. Oktober 2009 durchgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vep-landau.de\/Bildungsbarometer\/Newsletter_2009_3.pdf\">Zentrum f&uuml;r empirische p&auml;dagogische Forschung [PDF &ndash; 70 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Freie Uni wird Lenzenfrei<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der Freien Universit&auml;t nimmt seinen Hut &ndash; und geht nach Hamburg. Dort hatte es bereits im Vorfeld Proteste gegen den autorit&auml;ren Wirtschaftsfreund gegeben.<br>\nDer umstrittene Unipr&auml;sident Dieter Lenzen kommt einer Urabstimmung zuvor: Er verl&auml;sst Berlin vorzeitig und wird neuer Pr&auml;sident der Universit&auml;t Hamburg. Die Studierenden hatten bereits 2.100 Unterschriften beisammen &ndash; notwendig w&auml;ren 3.500 gewesen. Das Ergebnis der Abstimmung w&auml;re allerdings nicht verbindlich gewesen.<br>\nDer Hamburger Hochschulrat stimmte einstimmig f&uuml;r Lenzen, den einzigen Kandidaten. Der Akademische Senat folgte mit 14 Ja-, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/regional\/berlin\/aktuell\/artikel\/1\/freie-uni-wird-lenzenfrei\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lenzen hat aber seine Wahl in Hamburg noch nicht angenommen. Siehe zu Lenzen nochmals Bodo Zeuner  <a href=\"?p=2497\">&bdquo;Die Freie Universit&auml;t vor dem B&ouml;rsengang? &ndash; Bemerkungen zur &Ouml;konomisierung der Wissenschaft&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hochschulrat und AS ziehen Hau-Ruck-Verfahren durch &ndash; Uni Hamburg wird mit Dieter Lenzen nicht gl&uuml;cklich werden<\/strong><br>\nAlleine der kurzfristig anberaumte Sitzungsort im stark gesicherten DESY in Bahrenfeld spricht B&auml;nde &ndash; das gesamte Verfahren war nicht auf Demokratie und Transparenz ausgelegt und schlie&szlig;t die Hochschul&ouml;ffentlichkeit komplett aus. Ein Universit&auml;ts-Pr&auml;sident sollte aber die gesamte Uni vertreten und sich auch dieser vorstellen. Nichts dergleichen ist geschehen, obwohl am Donnerstag mehr als 1.000 Studierende zumindest eine &ouml;ffentliche Vorstellung verlangten. Viele Studierende und Mitarbeiter\/innen der Universit&auml;t sowie die Besetzer\/innen des Audimaxes halten die Best&auml;tigung Lenzens deswegen f&uuml;r falsch &ndash; genauso falsch wie das Verfahren oder den Kandidaten Lenzen.<br>\nLenzen selbst gab sich bei seiner Rede vor dem AS g&ouml;nnerisch: Sinngem&auml;&szlig; lie&szlig; er verlauten, wenn er mit gro&szlig;er Zustimmung gew&auml;hlt werde, werde er es machen. Das grenzt an Erpressung. Ganz entschieden wollen wir nochmals die perfide Taktik der Findungskommission unter Leitung Albrecht Wagners kritisieren: Die Streichung von Kandidat\/innen von der Shortlist, bevor sich diese vorstellen konnten, verengte jeglichen Handlungsspielraum und setzte alle am Entscheidungsprozess beteiligten unter Druck. Die Logik dahinter ist: Wer diesen, einzigen Kandidaten ablehne, schade der Uni (Friss-oder Stirb-Taktik).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hamburgbrennt.blogspot.com\/2009\/11\/pressemitteilung-vom-20112009.html\">Hamburg brennt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Evangelische Perspektiven zur Situation der Hochschulen in Deutschland<\/strong><br>\nEin Votum des Evangelischen Hochschulbeirats der Evangelischen Kirche in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-kritische-paedagogik.de\/start\/e107_files\/downloads\/ekd_texte_Hochschule.pdf\">Forum kritische P&auml;dagogik [PDF &ndash; 124 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vieles kann man nur unterschreiben, schade aber, dass die Evangelische Kirche trotz ihres Pl&auml;doyers f&uuml;r Chancengleichheit keine klare Haltung bei den Studiengeb&uuml;hren einnimmt und die &bdquo;nachgelagerte&ldquo; Geb&uuml;hr als akzeptable L&ouml;sung betrachtet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zwei Schwache f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie &ldquo;Nacht der langen Messer&rdquo; fand nicht statt. Nur rund zwei Stunden ben&ouml;tigten die Staats- und Regierungschefs der Europ&auml;ischen Gemeinschaft am Donnerstagabend, um sich &uuml;ber die Besetzung der beiden neuen Br&uuml;sseler Spitzen-&Auml;mter zu verst&auml;ndigen. Keine Marathon-Sitzung, kein undurchsichtiger Kuhhandel. So etwas hat es bei vergleichbaren Anl&auml;ssen bisher selten gegeben. Das ist allerdings auch schon das beste, was man &uuml;ber den Donnerstagabend sagen kann. In zwei Wochen tritt der EU-Reformvertrag von Lissabon in Kraft &ndash; und das neue Europa erlebt einen Fehlstart. Die Personalentscheidungen sind entt&auml;uschend. Die Gemeinschaft sucht sich F&uuml;hrungskr&auml;fte ohne Ausstrahlung, ohne Visionen, ja zum Teil sogar ohne einschl&auml;gige Erfahrung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2091769&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/&amp;em_ivw=fr_meinung\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gesichter eines Kontinents<\/strong><br>\nDie Personalentscheidungen auf dem Br&uuml;sseler Gipfel machen deutlich, wie sich Europas Staats- und Regierungschefs das Personal an der Spitze der EU vorstellen: Geschmeidig, effizient und m&ouml;glichst lautlos. Eigentlich w&auml;re es jetzt an der Zeit gewesen, dass die EU M&auml;nner und Frauen an ihre Spitze beruft, deren Wort in der Welt geh&ouml;rt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/EU-Europaeische-Union-Van-Rompuy-Catherine-Ashton;art123,2954836?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Volont&auml;re und Exstipendiaten erheben Vorw&uuml;rfe gegen die FDP-nahe Organisation wegen deren Unterst&uuml;tzung f&uuml;r das Putschregime in Honduras<\/strong><br>\nDie Vorw&uuml;rfe in der &bdquo;Erkl&auml;rung gegen die Position der Friedrich-Naumann-Stiftung in Honduras&ldquo; sind hart: Die FDP-nahe Organisation stehe unter dem Einfluss &bdquo;kleiner Phantomgr&uuml;ppchen und Organisationen der extremen Rechten in Lateinamerika&ldquo; und habe den Kontakt zu Realit&auml;t verloren. So lautet zumindest das Urteil von rund 30 Volont&auml;ren und ehemaligen Stipendiaten der deutschen Parteistiftung. Diese hatte sich nach dem Sturz des letzten gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten des mittelamerikanischen Landes, Manuel Zelaya, unmittelbar auf die Seite des Putschregimes geschlagen. Das rund dreiseitige Papier wurde Ende der Woche &uuml;ber E-Mail verbreitet. Diese und eine weitere Erkl&auml;rung haben in Honduras f&uuml;r Furore gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146597\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem Zu folgenden Themen: Gustav Horn: Sparen ist derzeit die falsche Antwort; Kapitalverkehrskontrollen: Gek&uuml;hlte Geldstr&ouml;me; Einblicke in Lehmans Milliardengrab; Ex-Siemens-Vorst&auml;nde belastet; Verm&ouml;genssteuer &ndash; Neid oder Gerechtigkeit; Schweinegrippe wird zur normalen Grippe; Cyberkrieg unter Klimaforschern; &uuml;ber die Qualit&auml;t von neuen und alten Medien; dem Kapitalismus laufen die Gl&auml;ubigen weg; Kritik am Bolognaprozess; zwei Schwache<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4355\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4355"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4355\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}