{"id":4356,"date":"2009-11-24T09:04:42","date_gmt":"2009-11-24T08:04:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4356"},"modified":"2009-11-24T09:08:51","modified_gmt":"2009-11-24T08:08:51","slug":"hinweise-des-tages-1027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4356","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerparadies f&uuml;r Reiche; Investoren wetten auf Pleiten von Industriestaaten; nun auch noch Sinn: Staaten sollen bei Banken einsteigen; Schwarz-Gelb vs. Schwarz-Gelb; Zweitmarkt f&uuml;r Lebensversicherungen bricht ein; pl&ouml;tzliches Milliardengeschenk f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung; Gesundheitskarte kommt &ndash; schrittweise; Pandemrix-Vertr&auml;ge im Original; Bode Ramelow reagiert auf die NachDenkSeiten; Lafontaine bespitzelt; CDU gef&auml;hrdet Rundfunkfreiheit. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Ulrike Herrmann: Steuerparadies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Investoren wetten auf Pleiten von Industriestaaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">WestLB braucht bis zu sechs Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Experten schlagen Alarm: Staat soll bei Banken einsteigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">KfW-Protokoll des Grauens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Banken fordern weniger Staatshilfe &ndash; au&szlig;er f&uuml;r sich selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Schwarz-Gelb nimmt Kurs auf sozialen Kahlschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schwarz-Gelb vs. Schwarz-Gelb: Schleswig-Holstein senkt den Daumen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Agrobusiness: Konzentrierte Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Zweitmarkt f&uuml;r Lebensversicherungen: Pl&ouml;tzlich ohne Schutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gesetzliche Krankenversicherung: Das Milliarden-Geschenk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Finanzierung der GKV durch Pr&auml;mien &aacute; la Schweiz!?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">R&ouml;sler: Gesundheitskarte kommt nur schrittweise <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Dokumentation: Die Pandemrix-Vertr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Handlungsbedarf bei Anti-Korruptionsregister <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Bodo Ramelow zu &bdquo;Mieses Spiel bei den LINKEN &ndash; wie am Anfang des Niedergangs der SPD.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Gysi: &ldquo;Wir m&uuml;ssen der SPD Opposition beibringen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Eine angebliche Bespitzelung von Oskar Lafontaine emp&ouml;rt die Linke <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Linke zwischen Opposition und Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">CDU gef&auml;hrdet Pressefreiheit <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4356&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Steuerparadies Deutschland<\/strong><br>\nEinkommensmillion&auml;re f&uuml;hren weit weniger an den Fiskus ab, als sie eigentlich sollten. Solidarisch ist das nicht: Die Mittelschicht muss die &Auml;rmeren allein finanzieren.<br>\nDeutschland ist ein Steuerparadies f&uuml;r Million&auml;re. Selbst die Reichsten sind weit davon entfernt, den Spitzensteuersatz zu entrichten. Sie k&ouml;nnen derartig viele Freibetr&auml;ge und andere Abzugsbetr&auml;ge beim Fiskus geltend machen, dass sie im Durchschnitt nur 36 Prozent Steuern auf ihr Einkommen zahlen. Dies ergibt sich aus einer Berechnung, die das Statistische Bundesamt f&uuml;r die taz angestellt hat.<br>\nDer Spitzensteuersatz ist also Makulatur. Doch weitere Entlastungen sind schon in Sicht: Schwarz-Gelb hat auf der Klausur in Meseberg vereinbart, dass es 2011 noch einmal Steuersenkungen f&uuml;r B&uuml;rger und Unternehmen geben soll &ndash; nachdem auch schon f&uuml;r 2010 rund 8,4&nbsp;Milliarden Euro an Steuergeschenken beschlossen wurden.<br>\nIn den letzten zwanzig Jahren haben sich die Gewichte im Steuergef&uuml;ge v&ouml;llig verschoben &ndash; die Verbrauchsteuern sind stark gestiegen, w&auml;hrend die Einkommensteuern fast zur Bagatelle geworden sind.<br>\nDieser Trend zeigt sich in der Steuersch&auml;tzung f&uuml;r 2010. Die Einkommensteuer ist nur noch mit knapp 165 Milliarden Euro eingeplant. Faktisch d&uuml;rften die Einnahmen sogar weit geringer ausfallen, etwa weil die schwarz-gelben Steuergeschenke nicht ber&uuml;cksichtigt sind. Die Mehrwertsteuer hingegen soll rund 180 Milliarden Euro bringen. Weitere gro&szlig;e Verbrauchsteuern wie die Benzin- oder die Tabaksteuer d&uuml;rften noch einmal knapp 60 Milliarden liefern.<br>\nDie Mittelschicht wird weitgehend allein damit gelassen, die &Auml;rmeren zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/steuerparadies-deutschland\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals Steuersenkung die <a href=\"?p=4273\">&bdquo;Mutter aller Reformen&ldquo;<\/a> <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie kann man sagen, dass die Progression funktioniere, wenn die Reichen&nbsp; im Jahre 2005, auf dieses Jahr bezieht sich die Untersuchung des StaBu, den Spitzensteuersatz von damals 42 Prozent so locker vermeiden konnten. Nach der Untersuchung des DIW betrug 2004 der Anteil der Einkommensteuer am Steueraufkommen betrug 2004 ca. 34%. Das reiche Viertel der Steuerpflichtigen kam f&uuml;r 80 Prozent der Einkommensteuer auf, d.h. das reiche Viertel unserer Bev&ouml;lkerung trug mit seiner Einkommensteuer nur ca. 27% zum gesamten Steueraufkommen bei. Andererseits vereinte das obere Drittel der Einkommenspyramide laut DIW 80% des gesamten Markteinkommens auf sich. Die reichste Schicht der Bev&ouml;lkerung wird also keineswegs proportional zu ihren Eink&uuml;nften belastet.<br>\nAls ob das Steuersystem nicht schon zur Gen&uuml;ge zeigt, wie unsolidarisch die Bundesrepublik geworden ist, kommt noch hinzu, dass diese Reichen kaum in die Sozialkassen einzahlen. Und es ist absehbar, dass die Kosten der Krise und weitere Steuersenkungen unter Schwarz\/Gelb &uuml;ber steigende Sozialabgaben und\/oder durch eine Absenkung der Leistungen des Sozialstaats sowie eine Anhebung der Mehrwertsteuer finanziert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Investoren wetten auf Pleiten von Industriestaaten<\/strong><br>\nDie wachsende Verschuldung westlicher Industriestaaten lockt zunehmend Investoren an: Marktteilnehmer setzen verst&auml;rkt auf Kreditausfallderivate (Credit Default Swaps, CDS) dieser Staaten &ndash; w&auml;hrend Schwellenl&auml;nder in den Hintergrund r&uuml;cken. Damit spekulieren Anleger st&auml;rker darauf, dass Industriestaaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten als Schwellenl&auml;nder. Laut dem Datenregister Depository Trust &amp; Clearing Corporation (DTCC) kletterte das CDS-Volumen f&uuml;r Italien auf Jahressicht von 151 auf 216 Mrd. $ &ndash; und damit auf den h&ouml;chsten Wert f&uuml;r ein einzelnes Land. Italien geh&ouml;rt zu den am st&auml;rksten verschuldeten der zur OECD geh&ouml;renden Industriel&auml;nder: Bis 2010 werden die Schulden Prognosen zufolge auf 127,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anwachsen. Kontrakte auf Gro&szlig;britannien, die USA und Japan &ndash; deren Belastung ebenfalls anw&auml;chst &ndash; verdoppelten sich in etwa zum Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/derivate\/:schuldenberge-der-oecd-laender-investoren-wetten-auf-pleiten-von-industriestaaten\/50041088.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>WestLB braucht bis zu sechs Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie WestLB braucht dringend Geld. Bis zu sechs Milliarden Euro sind im Gespr&auml;ch. Wer die milliardenschwere Kapitalspritze f&uuml;r die angeschlagene Landesbank finanzieren soll, ist jedoch unklar. Der Bund will die Sparkassen in die Pflicht nehmen. Die wiederum verweisen auf ihre klammen Finanzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,662849,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Experten schlagen Alarm: Staat soll bei Banken einsteigen<\/strong><br>\nTaumelnde Geldinstitute k&ouml;nnen den Kreditmarkt l&auml;hmen, bef&uuml;rchtet Ifo-Chef Sinn. Notfalls m&uuml;ssten Banken zwangsverstaatlicht werden.<br>\nDie Politik untersch&auml;tze die Gefahr drastischer R&uuml;ckschl&auml;ge, sagte Sinn. &ldquo;Wir sind an der Steilwand abgest&uuml;rzt und klettern langsam wieder hoch. Aber wir k&ouml;nnen jederzeit wieder tief fallen.&rdquo; Denn still und heimlich versuchten sich Banken auf Kosten von Steuerzahlern und Privatunternehmen zu sanieren, indem sie billiges Geld der Zentralbanken teuer an Firmen verg&auml;ben. &ldquo;Deutschland darf sich das nicht gefallen lassen&rdquo;, appellierte Sinn.<br>\nDeutschlands Banken h&auml;tten das Schlimmste noch vor sich: Von 170 Milliarden Euro an toxischen Wertpapieren in ihren B&uuml;chern h&auml;tten sie gerade mal 40 Prozent abgeschrieben, so der Wirtschaftsprofessor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/893\/495221\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schielt Sinn nur noch auf Schlagzeilen oder meint er das wirklich ernst. Und wenn er Recht h&auml;tte, dann w&auml;re das ein Ernstfall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>KfW-Protokoll des Grauens<\/strong><br>\nNeue Dokumente des Bundesrechnungshofes geben Einblick in die mangelhafte Risikokontrolle der KfW vor der peinlichen Millionen&uuml;berweisung an die Pleitebank Lehman Brothers. Ein Drama in sechs Akten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:deutschlands-duemmste-bank-kf-w-protokoll-des-grauens\/50041090.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nur ein Beispiel f&uuml;r die Qualit&auml;t unserer Bankmanager, die nat&uuml;rlich f&uuml;r ihre Leistungen hochdotiert werden m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Banken fordern weniger Staatshilfe &ndash; au&szlig;er f&uuml;r sich selbst<\/strong><br>\nDer Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat einen rechtzeitigen Ausstieg des Staates aus den Konjunkturprogrammen angemahnt &ndash; gleichzeitig aber Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den Verbriefungsmarkt gefordert. Verbandspr&auml;sident Andreas Schmitz verlangte solide &ouml;ffentliche Haushalte. &ldquo;Staatsverschuldung ist ein M&uuml;hlstein um den Hals unserer Kinder und Enkel&rdquo;, sagte er am Montag. &ldquo;Staatliche Konjunkturprogramme, so sehr sie geholfen haben, die Folgen der Wirtschaftskrise zu mildern, m&uuml;ssen beizeiten auslaufen.&rdquo; Auch die Geldpolitik der Zentralbanken k&ouml;nne &ldquo;nicht einfach im Ausnahmemodus weiterlaufen&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des BdB, in dem die privaten Banken Deutschlands zusammengeschlossen sind. Gleichzeitig forderte Schmitz, Chef von HSBC Trinkaus &amp; Burkhardt, Hilfe des Staats bei der Wiederbelebung des Verbriefungsmarkts ein: Er k&ouml;nne dabei helfen, indem er Teile solcher Emissionen etwa &uuml;ber die F&ouml;rderbank KfW selbst kaufe oder daf&uuml;r garantiere. Diesen Markt wieder in Gang zu bringen sei unverzichtbare Voraussetzung, um eine im kommenden Jahr drohende Kreditklamme zu verhindern. In den vergangenen Monaten habe die Zahl der Firmen, die keinen Kredit mehr bekommen h&auml;tten, stark zugenommen, sagte&nbsp; KfW-Chef Ulrich Schr&ouml;der. Im kommenden Jahr rechnet die KfW mit einer weiteren Verschlimmerung der Situation f&uuml;r Mittelst&auml;ndler. Die Schere zwischen Banken und Unternehmen vergr&ouml;&szlig;ere sich, so Schr&ouml;der. Einerseits ziehe die Konjunktur wieder an und damit die Kreditnachfrage. Andererseits seien die Probleme der Banken nicht gel&ouml;st. Eine generelle Kreditklemme sieht er aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:warnung-vor-kreditklemme-banken-fordern-weniger-staatshilfe-ausser-fuer-sich-selbst\/50041293.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als ob die Banken nicht zwischen einer Kreditnachfrage aufgrund einer (angeblichen) konjunkturellen Erholung und einer Kreditnachfrage von krisengesch&auml;digten Unternehmen unterscheiden w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb nimmt Kurs auf sozialen Kahlschlag<\/strong><br>\nDie neue Bundesregierung hat sich am Dienstag und Mittwoch f&uuml;r zwei Tage zu einer Kabinettsklausur in das Brandenburger Schloss Merseburg zur&uuml;ckgezogen. Das Treffen sollte, so Bundeskanzlerin Angela Merkel, &ldquo;eine gute kameradschaftliche Atmosph&auml;re schaffen, in der wir Probleme vertrauensvoll l&ouml;sen k&ouml;nnen&rdquo;. Es war notwendig geworden, nachdem es in den ersten beiden Regierungswochen zwischen den Koalitionspartnern CDU, FDP und CSU zu offenen Auseinandersetzungen &uuml;ber die Steuerpolitik, die Gesundheitspolitik und andere Themen gekommen war. Nach dem Treffen in Merseburg ist nun wesentlich klarer, wohin die Regierung steuert. Sie hat finanzpolitische Entscheidungen getroffen, die sp&auml;testens in zwei Jahren zu einem beispiellosen sozialen Kahlschlag f&uuml;hren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/tools\/index.php?page=print&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.wsws.org%2Fde%2F2009%2Fnov2009%2Fmers-n20.shtml\">WSWS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man darf auch Trotzkisten lesen, vor allem wenn sie auf solche Zusammenh&auml;nge hinweisen: &ldquo;Laut einem Bericht des Handelsblattes wollen die drei&szlig;ig gr&ouml;&szlig;ten, im Dax gelisteten deutschen Konzerne ihren Aktion&auml;ren in diesem Jahr trotz sinkender Gewinne 20,3 Milliarden Euro an Dividenden &uuml;berweisen. Das sind rund 71 Prozent ihrer Nettogewinne. Im bisherigen Rekordjahr 2007 hatten sie nur 45 Prozent ihrer Gewinne ausgesch&uuml;ttet. W&auml;hrend die Regierung also die Steuern mit der Begr&uuml;ndung senkt, die Wirtschaft brauche mehr Geld zum investieren, reichen die Gro&szlig;konzerne diese Gelder mit vollen H&auml;nden an ihre Aktion&auml;re weiter. Die von den Dax-Konzernen ausgesch&uuml;ttete Dividendensumme entspricht ziemlich genau der geplanten Steuersenkung von 20 Milliarden Euro.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb vs. Schwarz-Gelb: Schleswig-Holstein senkt den Daumen<\/strong><br>\nBeschuss aus den eigenen Reihen: Das schwarz-gelb regierte Schleswig-Holstein will im Bundesrat nicht die &ldquo;Hand f&uuml;r das Gesetz zur Steuerentlastung&rdquo; heben. Der Streit &uuml;ber Steuersubvention f&uuml;r Hotels ist Machtkampf und Posse zugleich<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2099035&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Leserkommentar der FR trifft es: Als Beispiel f&uuml;r eine vermeintlich notwendige Entmachtung des Bundesrates eignet sich diese Geschichte gerade nicht. Wenn Schwarz-Geld in Berlin bis zu vier Milliarden Euro &uuml;brig hat f&uuml;r die Entlastung CSU- und FDP-naher Hoteliers, w&auml;hrend es gleichzeitig in Schulen herein regnet, dann ist man dankbar f&uuml;r jeden, der diesen Irrwitz verhindert, egal aus welchen Motiven.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Agrobusiness: Konzentrierte Macht<\/strong><br>\nNach dem UN-Weltern&auml;hrungsgipfel in Rom, der letzte Woche mit einer wirkungslosen Absichtserkl&auml;rung zur Reduzierung des weltweiten Hungers zu Ende ging, lohnt ein n&auml;herer Blick auf die Profiteure globaler Nahrungsmittelungerechtigkeit. Wo fr&uuml;her Lebensmittel angebaut wurde, wachsen f&uuml;r die Tanks unserer Bio-Autos heute Eukalyptus, &Ouml;lpalmen und Zuckerrohr. Produktivit&auml;tssteigerung durch Traktoren und Erntemaschinen und die &raquo;Gr&uuml;ne Revolution&laquo; kommen Entwicklungsl&auml;ndern kaum zugute, sie exportieren f&uuml;r die Industriel&auml;nder. Statt dessen importiert Mexiko Mais aus den USA, Brasilien Weizen. Die Macht des &raquo;unsichtbaren Giganten&laquo; Agrobusiness ist heute in hohem Ma&szlig;e konzentriert. Mit dreistelligen Milliardenums&auml;tzen &auml;hnlich der &Ouml;lindustrie bilden eine Handvoll multinationaler Mutterunternehmen wie ConAgra, Monsanto, Cargill, Continental, Archer Daniels Midland (USA), Louis Dreyfus (Frankreich), Bunge and Born (Argentinien) und ein Dutzend Tochterfirmen einen soliden Machtblock. Dieser erinnert an den milit&auml;risch-industriellen Komplex, vor dessen unkontrolliertem Einflu&szlig; US-Pr&auml;sident Dwight D. Eisenhower 1961 warnte. Das Agro-Nahrungsmittelsystem einiger weniger Unternehmen vernetzt sich abseits &ouml;ffentlicher Kontrollmechanismen immer mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/11-23\/023.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zweitmarkt f&uuml;r Lebensversicherungen: Pl&ouml;tzlich ohne Schutz<\/strong><br>\nIm Handel mit &ldquo;gebrauchten&rdquo; Lebensversicherungen schien es nur Gewinner zu geben &ndash; jetzt bricht das Gesch&auml;ft zusammen.<br>\nIm vergangenen Jahr l&ouml;sten die Deutschen Vertr&auml;ge mit einer Versicherungssumme von rund 14 Milliarden Euro auf &ndash; im Jahr zuvor waren es gut 12 Milliarden Euro. Der Trend ist ungebrochen: &ldquo;Im ersten Halbjahr 2009 sind die Storni bei deutschen Lebensversicherungen sogar um rund 20 Prozent gestiegen&rdquo;, verr&auml;t Kurt Wolfsdorf, Partner des Beratungsunternehmens Deloitte &amp; Touche.<br>\n&ldquo;Die guten Zeiten f&uuml;r den Zweitmarkt von Lebensversicherungen sind vorbei&rdquo;, best&auml;tigt Wolfsdorf von Deloitte &amp; Touch die Zur&uuml;ckhaltung. Die von H&auml;ndlern und Fondsanbietern kalkulierten Renditen aus Lebensversicherungen h&auml;tten sich als zu optimistisch erwiesen. Seit 2009 m&uuml;ssten ihre Kunden au&szlig;erdem Gewinne versteuern, die auf ihre gezahlten Beitr&auml;ge bis zum Verkaufstag angefallen sind.<br>\nMittlerweile steht das gesamte Gesch&auml;ftsmodell auf der Kippe. Zuvor schien es nur Gewinner zu geben. Die Aufk&auml;ufer erwarben Lebens- und Rentenversicherungen auf Pump, zahlten davon die Beitr&auml;ge bis zur F&auml;lligkeit des Vertrags und kassierten dann die volle Ablaufleistung. Den Aussteigern k&ouml;nnen sie einen besseren Preis als der Versicherer bieten, weil der ihnen bei einer K&uuml;ndigung hohe Geb&uuml;hren von oft einigen Tausend Euro abgezogen h&auml;tte &ndash; f&uuml;r Storno- und Abschlusskosten sowie eventuell f&auml;llige Kapitalertragsteuern. Mit dem versprochenen Hinterbliebenenschutz gingen die Aufk&auml;ufer kaum ein Risiko ein. Im Todesfall durften sie von der Auszahlung ihren Kaufpreis, von ihnen gezahlte Beitr&auml;ge und Zinsen abziehen. Bis 2007 waren die Spannen im Policenhandel so &uuml;ppig, dass sich daran noch weitere g&uuml;tlich taten. Emissionsh&auml;user wie MPC und K&ouml;nig &amp; Cie b&uuml;ndelten die Vertr&auml;ge in Fonds und boten Anteile daran wiederum Anlegern an. Die Policen selbst blieben meist beim H&auml;ndler, der eine saftige Provision f&uuml;r die Verwaltung kassierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/48\/F-LV-Handel\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesetzliche Krankenversicherung: Das Milliarden-Geschenk<\/strong><br>\nBizarre Rechnung &ndash; und die Kassen profitieren: Je h&ouml;her das strukturelle Defizit 2010 ausf&auml;llt, desto mehr Kredite kann die Regierung bis 2016 aufnehmen, ohne gegen die Schuldenbremse zu versto&szlig;en. So viel Gro&szlig;z&uuml;gigkeit h&auml;tte man von einem liberalen Gesundheitsminister nicht unbedingt erwartet. Und doch: Philipp R&ouml;sler (FDP) wird der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit 3,9 Milliarden Euro &uuml;ber die Runden helfen. Der &uuml;ppige Zuschuss aus der Bundeskasse soll die schlimmsten Finanzprobleme der Kassen im kommenden Jahr lindern. W&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen waren es die liberalen Unterh&auml;ndler um R&ouml;sler, die darauf beharrten, Schmidts harte Linie gegen die Kassen weiterzufahren. Das gilt nun nicht mehr.<br>\nViel bizarrer ist noch, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) diese Politik nicht trotz, sondern gerade wegen der erst im Sommer im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse verfolgt. F&uuml;r 2010 gilt: Gerade weil so wenig Geld in der Bundeskasse ist, bietet es sich f&uuml;r die Regierung an, umso mehr auszugeben. Warum ist das so? 2016 ist die Schuldenbremse voll wirksam und das strukturelle Defizit darf nicht h&ouml;her sein als 0,35 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP). Das sind nach heutiger Messung etwa zehn Milliarden Euro. Von 2010 an muss die Neuverschuldung bis dahin in sechs etwa gleich gro&szlig;en Schritten abgebaut werden. Sprich, die Kredite m&uuml;ssen 2011 um ein Sechstel niedriger sein als die Kredite aus dem Jahr 2010. Je h&ouml;her das strukturelle Defizit also 2010 ausf&auml;llt, desto mehr Kredite kann die Regierung bis 2016 aufnehmen, ohne gegen die Schuldenbremse zu versto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/304\/494638\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p>Anmerkung Orlando Pascheit: So werden Steuersenkungen &ldquo;finanzierbar&rdquo;. Wer m&ouml;chte kann sich den <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/899226\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-29#\/beitrag\/video\/899226\/Neues-aus-der-Anstalt---Folge-29\">Zusammenhang von Georg Schramm n&auml;her erl&auml;utern lassen<\/a>.<\/p><\/li>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die FDP besteht auf der Umstellung der Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung auf eine Pr&auml;mie<\/strong><br>\nDer soziale Ausgleich solle &uuml;ber das Steuersystem erfolgen, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Birgit Homburger, der &laquo;S&uuml;dwest Presse&raquo;: &laquo;Das ist gerechter.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp.de\/ulm\/nachrichten\/politik\/art1157828,261501\">S&uuml;dwestpresse<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe zum Schweizer Gesundheitspr&auml;mienmodell:<\/em><\/p>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finanzierung der GKV durch Pr&auml;mien &aacute; la Schweiz!?<\/strong><br>\nIn der Schweiz gibt es seit 1996 die so genannte obligatorische Grundsicherung oder Krankenpflegeversicherung. Sie muss von den zur Zeit 94 anerkannten privatwirtschaftlichen Versicherungsunternehmen allen Personen, die ihren Wohnsitz im T&auml;tigkeitsgebiet der Kasse haben, unabh&auml;ngig von Alter, Aufenthaltsbewilligung und Gesundheitszustand ohne Vorbehalte und Karenzfristen angeboten werden. Die Versicherung wird durch eine einkommensunabh&auml;ngige Kopfpauschale\/-pr&auml;mie bezahlt, die nicht nur erwerbst&auml;tige Erwachsene, sondern auch deren Kinder und nichterwerbst&auml;tige Familienangeh&ouml;rige zu zahlen haben.<br>\nInsbesondere f&uuml;r sozial Schwache, aber auch f&uuml;r Versicherte mit Einkommen knapp oberhalb der staatlichen Subventionsgrenze k&ouml;nnen sehr hohe finanzielle Belastungen entstehen. &hellip; Auch das Ziel der Ausgabend&auml;mpfung ist klar verfehlt worden, weist die Schweiz doch anhaltend hohe Steigerungsraten bei den Gesundheitsausgaben und insbesondere bei den Kopfpr&auml;mien auf. Offenkundig hat der hohe Stellenwert der individuellen Kostenbeteiligung nicht zu einer Begrenzung der Krankenversicherungsausgaben gef&uuml;hrt, sondern geht mit hohen Ausgabensteigerungen einher. Diese wiederum sind vor allem auf fortbestehende Strukturprobleme im Finanzierungs- und Versorgungssystem zur&uuml;ckzuf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-gesundheitspolitik.de\/artikel\/artikel.pl?artikel=1673\">Forum Gesundheitspolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&ouml;sler: Gesundheitskarte kommt nur schrittweise <\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) hat Ger&uuml;chte &uuml;ber einen Stopp der elektronischen Gesundheitskarte zur&uuml;ckgewiesen. Er r&auml;umte aber Verz&ouml;gerungen ein. &laquo;Es kommt also ei ne schrittweise Einf&uuml;hrung der Karte&raquo;, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin. Darauf habe sich R&ouml;sler mit der Selbstverwaltung von &Auml;rzten und Krankenkassen geeinigt. Weil komplizierte technische Fragen offen seien, gebe es ein unbefristetes Moratorium f&uuml;r bestimmte Funktionen. Zun&auml;chst blieb offen, wann eine bundesweite Einf&uuml;hrung der elektronischen Gesundheitskarte m&ouml;glich ist. Das Projekt hat schon mehrere R&uuml;ckschl&auml;ge hinter sich. Das Gesundheitsministerium versicherte, die Pl&auml;ne f&uuml;r die Karte seien trotz Verz&ouml;gerungen nicht vom Tisch. &laquo;Es kommt eine erweiterte Krankenversicherungskarte mit Foto, mit Notfalldaten, die f&auml;lschungssicher ist&raquo;, sagte die Sprecherin. Die Koalition hatte bei den Kassen f&uuml;r Verunsicherung gesorgt, weil sie das Projekt pr&uuml;fen will. Deshalb spricht R&ouml;sler mit Kassen&auml;rzten, Krankenkassen und Industrie. Der Branchenverband Bitkom erkl&auml;rte, die Industrie verbessere st&auml;ndig ihre Produkte. Dadurch d&uuml;rfe es aber nicht dazu kommen, in Wartefunktion zu erstarren. Die Nachbarl&auml;nder seien weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.krankenkassen.de\/dpa\/163021.html\">Krankenkassen-Newsletter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dokumentation: Die Pandemrix-Vertr&auml;ge<\/strong><br>\nDes &Ouml;fteren erhalten wir Anfragen, die die Bestellung des Pandemieimpfstoffes PANDEMRIX und die Ende 2007 geschlossenen Vertr&auml;ge zwischen Bundesregierung, Landesbeh&ouml;rden und GlaxoSmithKline betreffen. Die Vertragspartner verpflichten sich darin zur Geheimhaltung (a-t 2009; 40: 85-7).<br>\nWenn es um die Lieferung von Arzneimitteln geht, die der Gesundheit der Bev&ouml;lkerung dienen sollen und f&uuml;r die rund 500 Millionen Euro aufgewendet werden, darf es unseres Erachtens jedoch keine Geheimhaltungsklauseln geben, nicht zuletzt auch, um zu verhindern, dass Beh&ouml;rden verschiedener Staaten gegeneinander ausgespielt werden. Auch sollten externe Experten in die Vertragsabwicklung einbezogen werden, um Fehlentwicklungen rechtzeitig erkennen zu k&ouml;nnen. Dass Risikogruppen wie Schwangere oder Personengruppen wie Patienten mit schwerer H&uuml;hnereiwei&szlig;allergie bei der Planung der Massenimpfung schlichtweg vergessen worden sind und dass mit dem Wirkverst&auml;rkerimpfstoff PANDEMRIX ein Impfstoff bestellt worden ist, der wegen seiner schlechten Vertr&auml;glichkeit zur Vorbeugung der Schweinegrippe unangemessen ist (a-t 2009; 40: 93-5), h&auml;tte vermieden werden k&ouml;nnen und m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arznei-telegramm.de\/blitz-pdf\/b091118.pdf\">Arznei Telegramm [PDF &ndash; 13.1 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Handlungsbedarf bei Anti-Korruptionsregister <\/strong><br>\nDer Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) bezieht Stellung zum Korruptionswahrnehmungsindex (CPI), den die Antikorruptionsorganisation Transparecny International (TI) ver&ouml;ffentlicht hat. Dort ist Deutschland unver&auml;ndert auf Platz 14 zu finden und befindet sich damit im Mittelfeld von vergleichbaren Staaten.<br>\nDer BDK mahnt seit Jahren Handlungsbedarf beim Thema Anti-Korruptionsregister und dem Schutz von Hinweisgebern an, sowie im Strafrecht. Als f&uuml;hrende Exportnation sollte Deutschland nach Ansicht des BDK (wie l&auml;ngst bereits 100 andere Staaten) die UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) endlich ratifizieren.<br>\nBDK-Korruptionsexperte Uwe Dolata aus W&uuml;rzburg, erkl&auml;rt: &ldquo;Dazu w&auml;re jedoch der Tatbestand der Abgeordnetenbestechung (&sect; 108e Strafgesetzbuch) zu versch&auml;rfen, was die Bundesrepublik seit Jahren unterl&auml;sst. Eine peinliche Vorstellung, die Deutschland, trotz Anmahnung zum Beispiel durch Afrika, da abgibt. Im neuen Koalitionsvertrag steht leider keine Zeile davon drinnen.&rdquo;<br>\nAm Tatort Arztpraxis geschehe auch nichts. Dolata sagt: &ldquo;Deutschland verkommt zur Lobbykratie. Weder ist ein von der Politik in Erw&auml;gung gezogener Korruptionsbeauftragter, der seinen Namen auch verdient, in Sicht, noch f&auml;llt der niedergelassene Arzt unter den Tatbestand der Bestechung und Bestechlichkeit im gesch&auml;ftlichen Verkehr. Eine nicht mehr l&auml;nger tragbare Gesetzesl&uuml;cke. Die Lobby der Pharmaindustrie bremst jedoch nicht nur jedes Vorhaben einer effizienten Gesundheitsreform, sondern ist in Gesetzgebungsverfahren auch &auml;u&szlig;erst r&uuml;hrig.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cop2cop.de\/2009\/11\/23\/handlungsbedarf-bei-anti-korruptionsregister\/\">Cop2Cop<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bodo Ramelow zu<a href=\"?p=4352\"> &bdquo;Mieses Spiel bei den LINKEN &ndash; wie am Anfang des Niedergangs der SPD.&ldquo;<\/a><\/strong><br>\nStellungnahme von Bodo Ramelow zu einem Beitrag von Albrecht M&uuml;ller. Die Nachdenkseiten sind mir allerdings zu wichtig, als dass ich die Gelegenheit nicht nutzen wollte, auf diese Umst&auml;nde hinzuweisen, denn ich bleibe dabei, Oskar Lafontaine war, ist und bleibt die zentrale Figur in der deutschen LINKEN und mir liegt es fern, auch nur zu glauben, dass eine solche Person ersetzbar w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/091124_hinweise_bodo_ramelow.pdf\">Bodo Ramelow [PDF &ndash; 47 KB]<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gysi: &ldquo;Wir m&uuml;ssen der SPD Opposition beibringen&rdquo;<\/strong><br>\nGregor Gysi &uuml;ber linken Pluralismus und die Rolle Lafontaines, &uuml;ber das neue Verh&auml;ltnis zur SPD &ndash; und die Zuverl&auml;ssigkeit der FDP.<br>\nIch finde, der &bdquo;Spiegel&ldquo; hat sich mit seinem Artikel unter das Niveau der &bdquo;Bild&ldquo;- Zeitung begeben. Was man &uuml;berhaupt nicht macht, ist Ger&uuml;chte zu verbreiten. Die wissen nichts. Entschuldigung, das geht nicht. Und jetzt noch Privatdetekteien, gibt es denn gar keine Grenzen mehr?<br>\nVor der n&auml;chsten Bundestagswahl werde ich aber von den Gr&uuml;nen verlangen, dass sie sagen: entweder &ndash; oder. So, wie das die FDP vor der Bundestagswahl gemacht hat. Die Leute haben das verstanden als neuen Grad an Zuverl&auml;ssigkeit. Aber ich prophezeie: Die Gr&uuml;nen werden eiern. Ich wei&szlig; nicht, was aus ihnen wird. Ich sehe, was in Hamburg und im Saarland passiert ist. An uns d&uuml;rfen wirklich alternative Regierungsbildungen jedenfalls nicht scheitern, &uuml;brigens auch nicht nach den Wahlen zum D&uuml;sseldorfer Landtag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Gregor-Gysi-Oskar-Lafontaine-Die-Linke;art122,2956099\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Eine angebliche Bespitzelung von Oskar Lafontaine emp&ouml;rt die Linke <\/strong><br>\nEinen Focus-Bericht, wonach Lafontaine vor zwei Jahren &uuml;ber einen Zeitraum von mehreren Wochen von vier Privatdetektiven bespitzelt worden sein soll, nannte Linke-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dietmar Bartsch in Berlin &ldquo;ein arges Ding&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/988\/495315\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Linke zwischen Opposition und Regierung<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalens Linke ziehen mit der Lehrerin B&auml;rbel Beuermann und dem Gewerkschafter Wolfgang Zimmermann als Spitzenkandidaten in den Landtagswahlkampf. Beuermann, ehemals stellvertretende PDS-Landeschefin, erhielt 84 Prozent der Stimmen. F&uuml;r den aus der Wahlalternative Arbeit &amp; soziale Gerechtigkeit (WASG) stammenden Landesparteichef Zimmermann votierten auf dem Personalparteitag der NRW-Linken am Wochenende in M&uuml;lheim an der Ruhr dagegen nur 64,5 Prozent der 222 Delegierten. Abgestraft wurde Zimmermann damit f&uuml;r sein klares Bekenntnis zu einer Regierungsbeteiligung: &ldquo;In der Opposition bleiben d&uuml;rfen wir nicht. Wir wollen regieren, aber ohne unsere Inhalte zu verraten&rdquo;, so der 59-J&auml;hrige in seiner Bewerbung.<br>\nDabei hat Rot-Rot-Gr&uuml;n im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland durchaus die Chance, im Mai die schwarz-gelbe Koalition von CDU-Ministerpr&auml;sident J&uuml;rgen R&uuml;ttgers abzul&ouml;sen: Nach einer aktuellen, vom WDR in Auftrag gegebenen Umfrage von Infratest Dimap kommt die CDU in NRW derzeit auf 36 Prozent der Stimmen, die FDP auf 10 Prozent. Die SPD liegt bei 30, die Gr&uuml;nen kommen auf 11 Prozent. Zusammen mit den 8 Prozent der Linken liegt Rot-Rot-Gr&uuml;n damit nicht nur drei Prozentpunkte vor Schwarz-Gelb &ndash; sogar eine absolute Mehrheit f&uuml;r ein denkbares linkes Lager r&uuml;ckt in Reichweite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F11%2F23%2Fa0104&amp;cHash=ca9bb29cff\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Verbale Abr&uuml;stung jetzt!<\/strong><br>\nMindestlohn, Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren, ein Ende der sozialen Selektion von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern schon nach der vierten Klasse und keine Kopfpauschale im Gesundheitswesen: In Nordrhein-Westfalen vertreten SPD, Gr&uuml;ne und Linke in vielen Fragen &auml;hnliche Positionen. Und die sind offenbar mehrheitsf&auml;hig. Doch allen inhaltlichen Gemeinsamkeiten zum Trotz: Lieblingsgegner von SPD, Gr&uuml;nen und Linken sind nicht R&uuml;ttgers oder die Liberalen &ndash; sondern die jeweilige Konkurrenz in der Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F11%2F23%2Fa0015&amp;cHash=5df9c07499\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>CDU gef&auml;hrdet Pressefreiheit <\/strong><br>\nDie CDU-Mitglieder im ZDF-Verwaltungsrat wollen am Freitag Chefredakteur Nikolaus Brender abs&auml;gen. Der Widerstand dagegen w&auml;chst: 17 deutsche Chefredakteure und Publizisten sehen in dem parteipolitisch motivierten Vorsto&szlig; einen &ldquo;flagranten Versto&szlig;&rdquo; gegen die Europ&auml;ische Charta f&uuml;r Pressefreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/streit-um-zdf-chefredakteur-brender-cdu-gefaehrdet-pressefreiheit-1524014.html\">stern<\/a>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Verwaltungsrechtler versch&auml;rft Kritik an Koch<\/strong><br>\nWenn an diesem Freitag der Verwaltungsrat des ZDF zusammenkommt, dann droht ein Verfassungsbruch. So sehen es zumindest 35 deutsche Staatsrechtler: In einem offenen Brief protestieren sie gegen Roland Kochs Versuch, den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aus dem Amt zu dr&auml;ngen. Das Vorgehen des CDU-Politikers, so die Autoren, bedrohe die im Grundgesetz garantierte staatliche Unabh&auml;ngigkeit des Rundfunks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/tv\/fall-brender-verwaltungsrechtler-verschaerft-kritik-an-koch-1523969.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zugegeben, das Verhalten von Koch und der CDU sind skandal&ouml;s. Man w&uuml;nschte sich aber eine vergleichbare Sensibilit&auml;t f&uuml;r die Pressefreiheit, wenn es um die Pressekonzentration, um die Verschlechterung der journalistischen Arbeitsbedingungen und um den Einfluss der Werbeanzeigen und von PR auf die Inhalte der Medien geht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Steuerparadies f&uuml;r Reiche; Investoren wetten auf Pleiten von Industriestaaten; nun auch noch Sinn: Staaten sollen bei Banken einsteigen; Schwarz-Gelb vs. Schwarz-Gelb; Zweitmarkt f&uuml;r Lebensversicherungen bricht ein; pl&ouml;tzliches Milliardengeschenk f&uuml;r die gesetzliche Krankenversicherung; Gesundheitskarte kommt &ndash; schrittweise; Pandemrix-Vertr&auml;ge im Original; Bode Ramelow reagiert auf die NachDenkSeiten; Lafontaine bespitzelt; CDU gef&auml;hrdet<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4356\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4356","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4356"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4356\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}