{"id":43613,"date":"2018-04-20T15:37:52","date_gmt":"2018-04-20T13:37:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613"},"modified":"2018-04-20T15:37:52","modified_gmt":"2018-04-20T13:37:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-341","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h01\">Deutsche Umwelthilfe wirft Verkehrsminister Andreas Scheuer T&auml;uschung von &uuml;ber 5 Millionen Dieselfahrern vor: Software-Updates befreien nicht vom Diesel-Fahrverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h02\">Klagen im Dieselskandal Worauf man sich bei einem Vergleich mit VW einl&auml;sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h03\">Kommentar: Kollateralschaden f&uuml;r die Demokratie &ndash; das Maut-Konsortium Toll Collect und die Public-Private-Partnerships<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h04\">Psychiatrie-Gesetz in Bayern: &bdquo;Furchtbar, ersch&uuml;tternd, angsteinfl&ouml;&szlig;end&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h05\">Haupts&auml;chlich kurze Aktivierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h06\">Reicht eine in der Nacht oder m&uuml;ssen es mehr sein? Die finstere Realit&auml;t bei den (Nicht-) Personalschl&uuml;sseln in Pflegeheimen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h07\">Medizinische Versorgung kurz vor dem Eklat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h08\">Der Suizid-Versuch des ver.di Kaders<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h09\">Don&rsquo;t be fooled by Emmanuel Macron the &lsquo;moderate&rsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h10\">Exportweltmeister unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h11\">&Ouml;sterreichische Regierung deckelt Firmen-Strafen: So billig war Sozialbetrug noch nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h12\">Seehofers neues Gesetz: Handgranaten f&uuml;r die Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h13\">Hannack: Brauchen deutlich mehr Ma&szlig;nahmen gegen Ausbildungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h14\">Wegen der DSGVO: Facebook verschiebt Daten von 1,5 Milliarden Nutzern von Irland in die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h15\">Die EU-Au&szlig;enbeauftragte als Trumps Scho&szlig;h&uuml;ndchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43613#h16\">Gedenken oder Kriegspropaganda?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe wirft Verkehrsminister Andreas Scheuer T&auml;uschung von &uuml;ber 5 Millionen Dieselfahrern vor: Software-Updates befreien nicht vom Diesel-Fahrverbot<\/strong><br>\nDUH-Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Resch fordert von der Bundesregierung anstelle von &bdquo;Vertrauen darauf, dass die Hersteller ihren Job machen&ldquo; unabh&auml;ngige Kontrollen und beh&ouml;rdliche Verf&uuml;gungen gegen die betr&uuml;gerischen Autokonzerne &ndash; Abgasmessungen des Emissions-Kontroll-Instituts der DUH zeigen bei Messungen im Winterhalbjahr an Betrugs-Diesel mit durchgef&uuml;hrtem Software-Update sogar noch h&ouml;here Stickoxid (NOx)-Emissionen als vor dem Software-Update &ndash; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig ist eindeutig: Diesel-Fahrverbote f&uuml;r Euro 5 gelten auch f&uuml;r alle Fahrzeuge mit Software-Updates<br>\nDie Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer T&auml;uschung der 5,3 Millionen Halter eines Betrugs-Diesel vor. &ldquo;Mit der martialisch klingenden Ank&uuml;ndigung, den Autobauern eine &ldquo;letzte Frist f&uuml;r Software-Updates&rdquo; zu setzen und auf technische Nachr&uuml;stungen verzichten zu wollen, l&auml;sst er die Sektkorken bei den Autokonzernen knallen und die von den Autokonzernen betrogenen deutschen Fahrzeughalter im Diesel-Dunst allein&rdquo;, sagt J&uuml;rgen Resch, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der DUH. Andreas Scheuer sagte in einem Interview in der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 20.4.2018: &ldquo;Ich vertraue darauf, dass die Hersteller ihren Job machen und ihre Fehler ausmerzen&rdquo;. &ldquo;Wie kann Scheuer nach dem Eingest&auml;ndnis von VW und Daimler, &uuml;ber 20 Jahre ein betr&uuml;gerisches Kartell gebildet zu haben, weiterhin auf die Selbstkontrolle der Diesel-Konzerne vertrauen?&rdquo;, fragt Resch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/deutsche-umwelthilfe-wirft-verkehrsminister-andreas-scheuer-taeuschung-von-ueber-5-millionen-dieselfah\/\">Deutsche Umwelthilfe<\/a>\n<p><strong>dazu: Beh&ouml;rdenchef darf nicht aussagen Verkehrsminister blockiert Aufkl&auml;rung im Fall Porsche<\/strong><br>\nIm Prozess um die Dieselabgase des Porsche Macan will ein Richter aufkl&auml;ren: Er l&auml;dt den Chef des Kraftfahrt-Bundesamts als Zeugen &ndash; doch das Verkehrsministerium genehmigt die Aussage nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/porsche-andreas-scheuer-blockiert-aufklaerung-in-diesel-affaere-a-1203476.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Verkehrsminister Andreas Scheuer auf den Spuren seines Vorg&auml;ngers Alexander Dobrindt. Der CSU-Mann verweigert dem Kraftfahrzeugbundesamt (ist dem Verkehrsministerium unterstellt) eine Aussagegenehmigung vor Gericht. Damit verhindert die Politik im Dieselskandal weiter die Aufkl&auml;rung, sch&uuml;tzt die Autohersteller und l&auml;sst klagende Verbraucher, auch wenn dieser ein Porsche-Fahrer ist, im Regen stehen! Die Begr&uuml;ndung des Verkehrsministerium &ndash; das Kraftfahrzeugbundesamt sei zur Neutralit&auml;t verpflichtet &ndash; ist Unfug. Das Amt sollte als Zeuge auftreten und zur Aufkl&auml;rung beitragen. An Transparenz und Aufkl&auml;rung ist die Christlich-Soziale-Union nicht interessiert! <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Klagen im Dieselskandal Worauf man sich bei einem Vergleich mit VW einl&auml;sst<\/strong><br>\nKlagende Diesel-Kunden, denen Volkswagen einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich anbietet, m&uuml;ssen dar&uuml;ber schweigen. Dagegen regt sich Widerstand. Ein Fall aus Berlin.<br>\nIn Deutschland laufen nach Angaben eines VW-Sprechers rund 16 000 Verfahren, von denen etwa 2600 gerichtlich entschieden wurden. &bdquo;In etwa 70 Prozent der F&auml;lle wurden die Klagen abgewiesen&ldquo;, sagt der Sprecher. &Uuml;berpr&uuml;fen l&auml;sst sich das nur schwer. &bdquo;Aber wenn einer wei&szlig;, wie viele Urteile es insgesamt gibt, dann wir&ldquo;, hei&szlig;t es bei VW. In den 30 Prozent der F&auml;lle, in denen der Konzern in erster Instanz unterliegt, gehen die VW-Juristen in Berufung &ndash; oder man versucht es mit Geld, das man Kl&auml;gern in au&szlig;ergerichtlichen Vergleichen anbietet.<br>\nDas aber soll m&ouml;glichst im Verborgenen bleiben. Volkswagen versucht, die Kl&auml;ger zu derart strikter Verschwiegenheit zu verpflichten, dass sich Widerstand regt. Zum Beispiel im Fall von Anath Sieff. &bdquo;Mir den Mund zu verbieten, das geht gar nicht&ldquo;, sagt die Berlinerin, die vor dem Landgericht gegen die Hauptstadt-Niederlassung von VW geklagt hatte, die ihr einen manipulierten VW Golf verkauft hatte. VW war bereit, ihren Wagen zur&uuml;ckzukaufen. &bdquo;Die Klagepartei verpflichtet sich, &uuml;ber den Abschluss sowie den Inhalt des Vergleichs Stillschweigen gegen&uuml;ber Dritten zu bewahren&ldquo;, hei&szlig;t es in der VW-Vereinbarung, die Sieff unterschreiben sollte.<br>\nSelbst &bdquo;im engen privaten Umfeld der Klagepartei (Familienangeh&ouml;rige oder enge Freunde, die mit der Klagepartei zusammenleben)&ldquo; h&auml;tte die VW-Kundin nicht &uuml;ber den Inhalt des Vergleichs reden d&uuml;rfen. Sieff lehnte dies ab &ndash; und schlug 14 000 Euro aus, die VW gegen R&uuml;ckgabe ihres Dieselwagens zahlen wollte, um das Verfahren zu beenden. Nun geht es in die zweite Instanz, VW legte Berufung ein. Und Anath Sieff hofft weiter darauf, ihr Recht zu bekommen. &bdquo;Ich glaube an unser Rechtssystem und daran, dass ein solcher Betrug nicht ungestraft bleibt&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/klagen-im-dieselskandal-worauf-man-sich-bei-einem-vergleich-mit-vw-einlaesst\/21194306.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: Dieselskandal &Ouml;sterreich erm&ouml;glicht Sammelklage gegen Volkswagen<\/strong><br>\nVolkswagen dr&auml;ut &Auml;rger in &Ouml;sterreich: Wien will Dieselbesitzern die M&ouml;glichkeit f&uuml;r eine Sammelklage er&ouml;ffnen, damit sie wirkungsvoller f&uuml;r Schadensersatz k&auml;mpfen k&ouml;nnen.<br>\nNach dem Dieselskandal bei VW k&ouml;nnen sich in &Ouml;sterreich rund 360.000 betroffene Autobesitzer an Sammelklagen beteiligen. Das Sozialministerium und die Arbeiterkammer in Wien haben den Verein f&uuml;r Konsumenteninformation (VKI) mit der Umsetzung beauftragt. Ein Gutachten des VKI zeige, dass es durch die Abgasmanipulationen Wertminderungen von mehr als 20 Prozent bei Fahrzeugen geben k&ouml;nne. Auch Folgesch&auml;den wie reduzierte Leistung und erh&ouml;hter Verschlei&szlig; trotz Softwareupdate seien demnach m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/abgasaffaere-oesterreich-ermoeglicht-sammelklage-gegen-volkswagen-a-1203727.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kommentar: Kollateralschaden f&uuml;r die Demokratie &ndash; das Maut-Konsortium Toll Collect und die Public-Private-Partnerships<\/strong><br>\nSeit fast 13 Jahren streitet sich der Bund mit dem Toll-Collect-Konsortium um mehrere Milliarden Euro. Das Beispiel zeigt: Die Idee der Public-Private-Partnerships ist gescheitert.<br>\nEs klang nach einer netten Idee: Wo dem Staat das Geld fehlt, um etwa Schulen oder Autobahnen zu bauen, springt die Privatwirtschaft ein. Daf&uuml;r bekommt sie einen Teil der Miet- beziehungsweise Mauteinnahmen. Da sie ein starkes Eigeninteresse hat, solche Projekte m&ouml;glichst effizient zu wuppen, wird unter dem Strich alles schneller sowie preiswerter, und alle sind gl&uuml;cklich. So zumindest die Theorie.<br>\nIn der Praxis w&auml;re es an der Zeit, sich einzugestehen, dass die Idee dieser sogenannten Public-Private-Partnerships (PPP) gescheitert ist. Bestes Beispiel daf&uuml;r ist die Lkw-Maut. Das damalige Toll-Collect-Konsortium aus Daimler, Telekom und Cofiroute hat 2015 im Rahmen einer PPP ein satellitengest&uuml;tztes Mautsystem eingef&uuml;hrt. Schon damals mutete das Effizienzargument seltsam an: Der Start war zwei Jahre sp&auml;ter als vereinbart. Die dadurch entstandenen Einnahmeausf&auml;lle haben sich mittlerweile einschlie&szlig;lich Zinsen und anderer Kosten auf sagenhafte zehn Milliarden Euro summiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Kommentar-Kollateralschaden-fuer-die-Demokratie-das-Maut-Konsortium-Toll-Collect-und-die-Public-4026042.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Psychiatrie-Gesetz in Bayern: &bdquo;Furchtbar, ersch&uuml;tternd, angsteinfl&ouml;&szlig;end&ldquo;<\/strong><br>\nWer in eine Psychiatrie eingewiesen wird, soll in Bayern k&uuml;nftig f&uuml;nf Jahre in einem Register gef&uuml;hrt werden, auf das die Polizei zugreifen kann. Eine Betroffene erz&auml;hlt, warum ihr der Gesetzesentwurf Angst macht. [&hellip;]<br>\nWie es Rebecca D. f&auml;nde, wenn ihr Name jetzt auf so einer Liste st&uuml;nde? &bdquo;Furchtbar, ich w&auml;re ersch&uuml;ttert. Und ich h&auml;tte auch Angst.&ldquo; Wovor? &bdquo;Erstens ist mir meine Karriere sehr wichtig. Und es ist leider so, dass Menschen, die mal psychisch erkrankt waren, am Arbeitsplatz ausgegrenzt werden. Ich habe es &ouml;fter erlebt, dass ein Arbeitgeber gesagt hat: Wir k&ouml;nnen Ihren Vertrag leider nicht verl&auml;ngern, werden Sie erst mal gesund. Und alleine zu wissen, dass es irgendwo eine Liste gibt, auf der mein Name und meine Diagnose steht und man nicht wei&szlig;, wie gut die Daten gesch&uuml;tzt sind, w&auml;re ein schreckliches Gef&uuml;hl. Ich w&uuml;rde keinem Arzt mehr vertrauen k&ouml;nnen. Und Offenheit ist ja die Grundlage f&uuml;r eine erfolgreiche Behandlung.&ldquo;<br>\nAndreas Heinz, Direktor der Klinik f&uuml;r Psychiatrie und Psychotherapie am Campus Charit&eacute; Mitte in Berlin, sagt: &bdquo;Dieses Gesetz w&auml;re ein absoluter R&uuml;ckschritt. Psychisch Erkrankte werden kriminalisiert. Dabei sind das Krankheiten wie jede andere Krankheit auch. In Deutschland sind jedes Jahr rund ein Drittel der Erwachsenen von einer psychischen St&ouml;rung betroffen.&ldquo; Und fast niemand werde deswegen zu einer Gefahr f&uuml;r die Gesellschaft. &bdquo;Die meisten Gewaltdelikte ver&uuml;ben in Deutschland M&auml;nner unter Alkoholeinfluss. Sollen wir eine Liste von M&auml;nnern anlegen, die Alkohol trinken? Das ist doch absurd&ldquo;, sagt Heinz. Oft gebe es &uuml;berhaupt keinen Zusammenhang zwischen einer Straftat und der psychischen Erkrankung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/massive-kritik-an-geplantem-psychiatriegesetz-in-bayern-15550067.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Die CSU wittert &uuml;berall Gefahren&rdquo;<\/strong><br>\nSie sollen beide kommen und sind beide h&ouml;chst umstritten: das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz und das Polizeiaufgabengesetz. Heribert Prantl von der S&uuml;ddeutschen Zeitung wei&szlig;, warum die beiden Gesetze gerade jetzt kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/interview-mit-heribert-prantl-die-csu-wittert-ueberall-gefahren-av:5ad8f6f77272be00180cf941%20\">BR Mediathek<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Schizophrenes Gesetz<\/strong><br>\nDas neue Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz soll also auch die Bev&ouml;lkerung sch&uuml;tzen. Hilfe f&uuml;r die Betroffenen und Gleichzeitig Law and Order Politik gegen die Betroffenen? Das neue Gesetz hat etwas&hellip; schizophrenes?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/psychisch-kranken-hilfe-gesetz-schizophrenes-gesetz-av:5ad8f67a106c1000185e39ee\">BR Mediathek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Haupts&auml;chlich kurze Aktivierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nKnapp 436.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger nahmen 2017 an einer arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme teil, meist an kurzen Aktivierungsma&szlig;nahmen. Deutlich seltener als Empf&auml;nger von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erhalten sie F&ouml;rderungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.<br>\nIm Jahr 2017 wurden im Durchschnitt jeden Monat knapp 436.000 Empf&auml;nger von Grundsicherungsleistungen (ALG II bzw. &bdquo;Hartz IV&ldquo;) und knapp 458.000 Empf&auml;nger von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (ALG I) in einer arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme gef&ouml;rdert. Die Art der F&ouml;rderung unterscheidet sich jedoch gravierend, denn Hartz-IV-Empf&auml;nger nehmen am h&auml;ufigsten an Ma&szlig;nahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil und erhalten nur selten F&ouml;rderungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Dies zeigt die F&ouml;rderstatistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA).<br>\nRechnerisch entfiel im Hartz-IV-System mit 38,6 Prozent mehr als jede dritte F&ouml;rderung auf Ma&szlig;nahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. Im System der Arbeitslosenversicherung sind diese Ma&szlig;nahmen mit 10,3 Prozent nur von geringer Bedeutung. In den maximal acht Wochen andauernden Kursen soll zum Beispiel die Eignung der Teilnehmenden f&uuml;r einen bestimmten Beruf festgestellt oder notwendige Kenntnisse und F&auml;higkeiten auf den neuesten Stand gebracht werden. Sie dienen dazu, Teilnehmende an den Arbeitsmarkt heranzuf&uuml;hren. Beispiele sind Bewerbungscoachings und Assessmentcenter, aber auch Kurse die zum Erwerb eines Staplerscheins oder &Auml;hnlichem f&uuml;hren sollen. Zum Abbau gravierender Hemmnisse, wie etwa einer fehlenden beruflichen Qualifikation, f&uuml;hren sie jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hauptsaechlich-kurze-aktivierungsmassnahmen-fuer-hartz-iv-empfaenger\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Ich bin ein Sammeltaxi f&uuml;r prek&auml;re Lebenslagen&rdquo;<\/strong><br>\nBettina Kenter verdiente als Schauspielerin und Synchronbuchautorin gut. Sp&auml;ter musste sie von Hartz IV und der Tafel leben. Jetzt hat sie ein Buch &uuml;ber Armut und Ausgrenzung ver&ouml;ffentlicht.<br>\nSteve Martin dreht in der Kom&ouml;die &ldquo;Tote tragen keine Karos&rdquo; immer dann durch, wenn er &ldquo;Cleaning Woman&rdquo; h&ouml;rt. Bettina Kenter dreht nat&uuml;rlich nicht durch, wenn sie &ldquo;Jens Spahn&rdquo; h&ouml;rt &ndash; aber viel fehlt nicht. Der CDU-Politiker hatte gesagt, in Deutschland gebe es keine Armut. &ldquo;Das ist eine Unversch&auml;mtheit!&rdquo;, sagt sie. Das Wort Unversch&auml;mtheit zieht Kenter in die L&auml;nge: Uuuuunversch&auml;&auml;&auml;&auml;&auml;mt-heiiiit. &ldquo;Ich empfehle Herrn Spahn ein mindestens achtmonatiges Hartz-IV- und Tafel-Praktikum.&rdquo;<br>\nDie Schauspielerin Bettina Kenter, 67, ist arm gewesen. Sie hat Hartz IV bekommen. Ist nicht essen gegangen. Nicht ins Kino. Hat Probleme gehabt, ihre Medikamente zu bezahlen. Im Jobcenter sei sie schlecht behandelt worden, sagt Kenter. Sie habe &ldquo;horrende Erfahrungen&rdquo; gemacht; diese h&auml;tten sie bewogen, an die &Ouml;ffentlichkeit zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/hartz-iv-ich-bin-ein-sammeltaxi-fuer-prekaere-lebenslagen-1.3952299\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Reicht eine in der Nacht oder m&uuml;ssen es mehr sein? Die finstere Realit&auml;t bei den (Nicht-) Personalschl&uuml;sseln in Pflegeheimen<\/strong><br>\nDer Ausschuss f&uuml;r Gesundheit des Deutschen Bundestages hat am 18. April 2018 eine &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung durchgef&uuml;hrt zum Thema &ldquo;Pflegepersonalmangel in den Krankenh&auml;usern und in der Altenpflege&rdquo;. Und damit ein derzeit &uuml;berall diskutiertes Problem aufgegriffen. Ausl&ouml;ser waren in diesem Fall  je zwei Antr&auml;ge der Fraktionen Die Linke ( Drs. 19\/30, Drs. 19\/79) und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen ( Drs. 19\/446, Drs. 19\/447), die darauf abzielen, die Personalausstattung in der Pflege zu verbessern und damit auch die Arbeitsbedingungen der Pflegefachkr&auml;fte. Dazu wird eine verbindliche Personalbemessung in Pflegeeinrichtungen eingefordert. Zudem sprechen sich Gr&uuml;ne und Linke daf&uuml;r aus, den Pflegevorsorgefonds umzuwidmen oder aufzul&ouml;sen und mit dem Geld das Pflegepersonal aufzustocken. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag ein Sofortprogramm Pflege mit 8.000 neuen Fachkraftstellen in Pflegeeinrichtungen vereinbart &ndash; eine Ank&uuml;ndigung, die in den vergangenen Wochen heftig debattiert wurde, zum einen angesichts der von vielen kritisierten Unterdimensionierung vor dem Hintergrund der fehlenden Pflegekr&auml;fte insgesamt und zum zweiten, da bereits im bestehenden System in den Pflegeheimen mehr als 17.000 offene Stellen gar nicht besetzt werden k&ouml;nnen, da es an Bewerber\/innen mangelt.<br>\nDie Ergebnisse der Anh&ouml;rung sind nun wirklich nicht &uuml;berraschend: &raquo;Gesundheits- und Sozialexperten sind sich einig: In der Kranken- und Altenpflege werden mehr Fachkr&auml;fte gebraucht.&laquo; Die Kritik wird seit langem vorgetragen: &raquo;Nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz ist die Pflegeversorgung ,,am Limit&rdquo;. Arbeitsverdichtung und chronischer Personalmangel bestimmten den Alltag der Pflegekr&auml;fte. In der Folge drohten vermehrt Behandlungs- und Pflegefehler. Verbindliche Personalschl&uuml;ssel seien &uuml;berf&auml;llig, wobei eine gute Pflege an den Bed&uuml;rfnissen der Patienten zu orientieren sei und nicht an Mindestanforderungen.&laquo; Das zieht sich durch fast alle schriftlichen Stellungnahmen der Organisationen und Einzelsachverst&auml;ndigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/04\/reicht-eine-in-der-nacht-oder-muessen-es-mehr-sein.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Medizinische Versorgung kurz vor dem Eklat<\/strong><br>\nKurz vor dem Eklat. Die medizinische Versorgung von Patienten in den Ameos Kliniken und der von der Arbeiterwohlfahrt getragenen Klinik in Calbe ist offensichtlich zeitweise unzureichend. In der Kritik stehen aktuell vor allem die Ameos H&auml;user im Salzlandkreis. So hat es im ersten Quartal 2018 insgesamt 207 Abmeldungen von medizinischen Stationen (zum Beispiel innere Klinik, Intensivstation) gegeben. Abgemeldet wird eine Station dann, wenn sie voll belegt ist, wenn dort niemand mehr aufgenommen werden kann. Dann erfolgt eine Abmeldung per Fax an die Leitstelle in Sta&szlig;furt, damit von dort kein Rettungsfahrzeug mehr zu diesen Stationen geschickt wird. Ein an sich normaler Vorgang. Besorgniserregend ist die hohe Zahl der Abmeldungen von 207; im Vorjahreszeitraum waren es 33. Diese Zahlen sind am Dienstag w&auml;hrend der Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses in Bernburg genannt worden.<br>\nUnzureichend ist zudem die Einhaltung der Hilfsfristen, weniger bei der Erstversorgung durch Not&auml;rzte, daf&uuml;r aber beim Einsatz der Rettungswagen. Das geht aus einer Mitteilungsvorlage der Kreisverwaltung hervor. Nachdem Printmedien u.a. die Volksstimme im Februar &uuml;ber den Fall eines Notfallpatienten aus Egeln berichtet hatten, der stundenlang von einer Klinik in die n&auml;chste gefahren wurde, bis ihn endlich ein Krankenhaus station&auml;r aufnahm, kochte die Problematik hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.volksstimme.de\/lokal\/schoenebeck\/krankenhaus-medizinische-versorgung-kurz-vor-dem-eklat\">Volksstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Das sind die unsch&ouml;nen Folgen f&uuml;r Patienten und Personal, wenn wichtige Bereiche der Daseinsvorsorge, wie die medizinische Versorgung der Bev&ouml;lkerung, privatisiert werden. Der beschriebene Personalmangel ist den geschilderten Bedingungen geschuldet. Mit attraktiver Entlohnung und angemessenen Personalschl&uuml;sseln k&ouml;nnte jenseits des Renditedrucks privater Tr&auml;ger auch der Mythos des Fachkr&auml;ftemangels entzaubert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Suizid-Versuch des ver.di Kaders<\/strong><br>\nWer mit einer schwachen Forderung in Lohntarifverhandlungen geht, der hat nicht erst in der hei&szlig;en Endphase der Verhandlungen keine Luft mehr, um dicke Backen zu blasen.<br>\nDer Vorsitzende der vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, sieht den &ouml;ffentlichen Dienst im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsakteuren. Er hat somit den eigenen Wert des &ouml;ffentlichen Dienstes in unserem Gemeinwesen nicht verstanden. Dieser Wert resultiert nicht aus dem Wettbewerb mit privaten Dienstleistern, sondern aus der Erkenntnis, dass eine Volkswirtschaft und eine Zivilgesellschaft von nahezu 85 Millionen Menschen ohne eine vern&uuml;nftige &ouml;ffentliche Infrastruktur schlichtweg nicht funktionsf&auml;hig ist. [&hellip;]<br>\nUm den &ouml;ffentlichen Dienst attraktiver f&uuml;r Besch&auml;ftigte mit akademischer Ausbildung zu machen, ben&ouml;tigen die Arbeitgeber weder ver.di noch Tarifverhandlungen &uuml;berhaupt. Es steht im Ermessen eines jeden Arbeitgebers, seine von ihm angebotenen Arbeitspl&auml;tze attraktiver zu gestalten und sein Personal anst&auml;ndig zu entlohnen. Die &ouml;ffentlichen Arbeitgeber brauchen ver.di nur f&uuml;r den Fall, dass sie die vorher vollmundig angek&uuml;ndigten Verbesserungen dann doch nicht durchf&uuml;hren k&ouml;nnen wollen. Denn, so die Erkenntnis, die Haushaltsrestriktionen hindern sie daran. Nur sieht man das offensichtlich auch im ver.di-Kader so. Die schwarze Null hat sich also tief in der Welt der Gewerkschaftsfunktion&auml;re festgefressen.<br>\nUnd so hat sich ver.di darauf eingelassen, den Attraktivit&auml;tsbonus f&uuml;r die h&ouml;heren Einkommensgruppen gegen eine sp&uuml;rbare Lohnerh&ouml;hung in den unteren und mittleren Einkommensgruppen aufzurechnen. [&hellip;]<br>\nDas eigentliche Alibi f&uuml;r die Enthaltsamkeit der Arbeitgeberseite aber liegt in der drei&szlig;igmonatigen Laufzeit des Vertrages. Man sch&uuml;tzt sich selbst vor dem dazulernen und notwendigen nachjustieren der lohnpolitischen und gesamtwirtschaftlichen Realit&auml;ten &uuml;ber volle zweieinhalb Jahre. Das ist ungeheuerlich. So darf man mit den deutschen Besch&auml;ftigten und europ&auml;ischen Nachbarn nicht umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/der-suizid-versuch-des-ver-di-kaders\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Don&rsquo;t be fooled by Emmanuel Macron the &lsquo;moderate&rsquo;<\/strong><br>\nThe French president is hailed as a centrist saviour, a bulwark against extremes &ndash; even as he cuts taxes for the wealthy, attacks workers&rsquo; rights and demonises refugees [&hellip;]<br>\nMacron is far more popular internationally than in France, where dissatisfaction with his presidency has surged to 58% less than a year after his election. Here is a man who owes his power to good luck rather than any vindication of his political philosophy. In the first round of the French presidential election, he scored less than a quarter of the vote, and not dramatically more than three other candidates including the far-right Marine Le Pen and radical left Jean-Luc M&eacute;lenchon. Macron&rsquo;s thumping second-round victory was less an endorsement and more a rejection of fascism.<br>\nFrench scepticism towards Macron contrasts sharply with his own lack of self-doubt. He refused to be questioned by journalists because his &ldquo;complex thought processes&rdquo; were ill-suited for such a setting. His denunciations of his opponents would not be out of place on Donald Trump&rsquo;s Twitter feed: they are &ldquo;slackers&rdquo; and &ldquo;do-nothings&rdquo;, while workers protesting over job losses should stop &ldquo;wreaking havoc&rdquo; and look for a job elsewhere. Macron is a pound-shop Margaret Thatcher, redistributing wealth to those with too much of it, while assaulting workers&rsquo; rights and France&rsquo;s hard-won social model. His tax changes have gifted the hundred wealthiest households more than half a million euros a year: the top 1% captured 44% of his new tax breaks.<br>\nFor the less affluent, it&rsquo;s a different story. This former investment banker has slashed housing benefit, and hiked taxes on pensioners &ndash; in a country where the average monthly pension is just &euro;1,300 (&pound;1,100). His policies have shifted the workplace balance of power from workers to bosses. French students are staging occupations and protests against more selective entry requirements for universities, derided as an attack on free universal education and France&rsquo;s social model.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2018\/apr\/19\/emmanuel-macron-moderate-owen-jones\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Exportweltmeister unter Druck<\/strong><br>\nMit einer regen Reisediplomatie bem&uuml;hen sich deutsche Regierungspolitiker, die drohenden US-Strafz&ouml;lle auf europ&auml;ische Waren abzuwenden und den Zugang zum wichtigen US-amerikanischen Markt nicht zu verlieren. Nach der gestrigen US-Reise von Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird am kommenden Freitag Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington erwartet. Berlin scheint im Vorfeld bereit, sich auf eine Neuauflage des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP einzulassen. Diese strategische Grundentscheidung geht mit einer klaren Frontstellung gegen&uuml;ber China einher, die von der Trump-Administration entschlossen eingefordert wird. Zudem ger&auml;t das deutsche Russland-Gesch&auml;ft immer st&auml;rker unter Beschuss aus Washington. Gleichzeitig nimmt in der EU die Kritik an den handelspolitischen Alleing&auml;ngen Deutschlands zu, dessen exportfixierte Wirtschaft gegen&uuml;ber dem weltweit erstarkenden Protektionismus besonders anf&auml;llig ist: Die Berliner Beggar-thy-Neighbour-Politik k&ouml;nnte sich unter neuen globalen Wirtschaftsbedingungen als strategischer Nachteil erweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7583\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichische Regierung deckelt Firmen-Strafen: So billig war Sozialbetrug noch nie<\/strong><br>\nStatt 50.000 sollen Unternehmer h&ouml;chstens 855 Euro zahlen, wenn sie ihre Angestellten um die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge betr&uuml;gen. Das macht Sozialbetrug vor allem f&uuml;r die gro&szlig;en Unternehmen lukrativ. Wer seine Mitarbeiter versp&auml;tet meldet und ein zu niedriges Einkommen angibt, um Beitr&auml;ge zu sparen, zahlt quasi pauschal 855 Euro. Egal, ob eine Tischlerei mit 9 Mitarbeitern oder ein Unternehmen mit 1.000 Angestellten.<br>\nSo billig war Sozialbetrug noch nie. &Ouml;VP und FP&Ouml; haben die Strafen f&uuml;r die falsche Anmeldung bei der Sozialversicherung praktisch gestrichen. Auch wenn ein Unternehmen f&uuml;r hunderte Arbeitnehmer versp&auml;tete oder falsche Daten an die Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung liefert &ndash; es wird immer nur die neue &bdquo;Sozialbetrugspauschale&ldquo; von 855 Euro kosten.<br>\nDer Hintergrund: Ab 1.1.2019 gibt es die neue Meldepflicht f&uuml;r Unternehmen, sie m&uuml;ssen bis 15. des Monats f&uuml;r jeden Arbeitnehmer die tats&auml;chliche Beitragsgrundlage an die Sozialversicherung melden. F&uuml;r jede falsche Meldung waren pro Mitarbeiter Strafen zwischen 5 und 50 Euro vorgehsehen. Ein Gro&szlig;betrieb mit 1.000 Mitarbeitern konnte bei zweiw&ouml;chiger Versp&auml;tung auf Strafen bis zu  50.000 Euro kommen, wie die Regierungsparteien selbst in den Erl&auml;uterungen schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/855-euro-sozialbetrug-deckelung\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Seehofers neues Gesetz: Handgranaten f&uuml;r die Polizei<\/strong><br>\nHorst Seehofer plant ein Musterpolizeigesetz. Als Vorbild soll offenbar ausgerechnet das umstrittene bayerische Gesetz dienen.<br>\nBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat am Mittwoch offenbar im Innenausschuss erkl&auml;rt, das geplante Musterpolizeigesetz f&uuml;r die L&auml;nder solle sich an der Novelle des bayerischen Polizeigesetzes orientieren, das die CSU im Mai im bayerischen Landtag verabschieden will. Seehofer habe ihre diesbez&uuml;gliche Nachfrage klar bejaht, sagte die Linken-Abgeordnete Martina Renner am Donnerstag der taz. &bdquo;Bef&uuml;rchtet haben wir das schon l&auml;nger, jetzt gibt es die Best&auml;tigung von Herrn Seehofer selbst&ldquo;, so Renner. Das Bundesinnenministerium wollte sich auf taz-Anfrage nicht dazu &auml;u&szlig;ern, da es sich um eine nicht&ouml;ffentliche Sitzung des Innenausschusses gehandelt hatte.<br>\nDas in Bayern geplante Polizeiaufgabengesetz (PAG) sieht eine massive Ausweitung der polizeilichen Befugnisse vor. So soll es der Polizei k&uuml;nftig m&ouml;glich sein, auch ohne konkreten Verdacht Personen zu durchsuchen, Telefone abzuh&ouml;ren, verdeckte Ermittler einzusetzen, Daten auszulesen, zu speichern und zu ver&auml;ndern. M&ouml;glich wird das durch die Einf&uuml;hrung der Kategorie &bdquo;drohende Gefahr&ldquo;: Bisher m&uuml;ssen f&uuml;r ein pr&auml;ventives Handeln der Polizei konkrete Verdachtsmomente vorliegen, k&uuml;nftig soll das nicht mehr n&ouml;tig sein. F&uuml;r Aufsehen sorgt auch das Vorhaben, der bayerischen Polizei k&uuml;nftig den Einsatz von Handgranaten zu erlauben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Seehofers-neues-Gesetz\/!5499809\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Dennis Lander: Saarland darf sich beim Polizeigesetz kein Beispiel an Bayern nehmen &ndash; Gesetzesversch&auml;rfung ist ein Angriff auf die B&uuml;rgerrechte und schafft auch keine zus&auml;tzliche Sicherheit<\/strong><br>\nNachdem Bundesinnenminister Seehofer ein Muster-Polizeigesetz vorlegen will und erwartet wird, dass er sich dabei am Vorbild Bayerns orientiert, warnt DIE LINKE im Saarl&auml;ndischen Landtag die Regierungsparteien im Saarland davor, dieses zu &uuml;bernehmen. Der Innenpolitiker Dennis Lander: &bdquo;In Bayern darf die Polizei bald bei Demonstrationen filmen, auch wenn keine Straftaten erwartet werden, die Bilder mit anderen Bilddateien abgleichen und Personen mittels Gesichtserkennungs-Software identifizieren. Das halten Strafrechtler f&uuml;r nicht verfassungsgem&auml;&szlig;, weil damit Menschen eingesch&uuml;chtert und von ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, der Teilnahme an einer Demonstration, abgehalten werden. Die Polizei soll in Bayern auch pr&auml;ventiv ermitteln d&uuml;rfen, wenn &uuml;berhaupt kein konkreter Hinweis auf eine Straftat vorliegt und das Post- und Telekommunikationsgeheimnis schon bei einer &sbquo;drohenden Gefahr&lsquo; brechen d&uuml;rfen &ndash; und dabei Daten auf Computern, Smartphones und Cloud pr&auml;ventiv durchsuchen, speichern, l&ouml;schen und sogar ver&auml;ndern d&uuml;rfen. B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger d&uuml;rfen bei konkretem Verdacht ohne Richter f&uuml;r drei Monate inhaftiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion-saarland.de\/nc\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zurueck\/presse-4\/artikel\/dennis-lander-saarland-darf-sich-beim-polizeigesetz-kein-beispiel-an-bayern-nehmen-gesetzesversch\/\">die Linke Saarland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hannack: Brauchen deutlich mehr Ma&szlig;nahmen gegen Ausbildungslosigkeit<\/strong><br>\nZum heute ver&ouml;ffentlichten Berufsbildungsbericht 2018 der Bundesregierung sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Mittwoch in Berlin:<br>\n&bdquo;Die Spannungen auf dem Ausbildungsmarkt bleiben bestehen, denn alle Jugendlichen, die in Ersatzma&szlig;nahmen oder Bewerbungstrainings fest h&auml;ngen, werden als versorgt gez&auml;hlt. Vor allem Wohnort, Schulabschluss und Staatsangeh&ouml;rigkeit entscheiden &uuml;ber die Ausbildungschancen junger Menschen. Migranten und Hauptsch&uuml;ler haben oft schlechte Chancen auf eine Ausbildung. Die Zahl der jungen Menschen ohne Berufsabschluss ist auf 2,13 Millionen gestiegen &ndash; ein Plus von 180.000 im Vergleich zum Vorjahr. Diesen Jugendlichen droht ein Leben in prek&auml;rer Besch&auml;ftigung oder Arbeitslosigkeit. Die sozialen Spannungen werden weiter wachsen, wenn immer mehr Jugendliche keinen Ausbildungsplatz finden.<br>\nBesonders dramatisch ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt im Ruhrgebiet, in den mittleren St&auml;dten Hessens und Niedersachsens sowie im Norden Schleswig-Holsteins und Nordosten Brandenburgs. Hier suchten bis zu 20 Prozent und mehr der Jugendlichen erfolglos einen Ausbildungsplatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++720fa8b8-42e6-11e8-b8eb-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wegen der DSGVO: Facebook verschiebt Daten von 1,5 Milliarden Nutzern von Irland in die USA<\/strong><br>\nBislang war Facebook irische Tochter zust&auml;ndig f&uuml;r alle Nutzer au&szlig;erhalb Nordamerikas. Nun werden f&uuml;r dort gespeicherte Daten aber andere Regeln g&uuml;ltig &ndash; und Facebook zieht Konsequenzen. Mehr als 1,5 Milliarden Nutzerdaten werden in die USA verschoben.<br>\nAngesichts der bald in Kraft tretenden neuen Europ&auml;ischen Datenschutz-Grundverordnung wird Facebook die Daten von mehr als 1,5 Milliarden Nutzern von Irland in die USA verschieben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf eine Best&auml;tigung des sozialen Netzwerks.<br>\nMit dem Schritt will Facebook demnach verhindern, dass Daten von Nutzern unter die neue europ&auml;ische Datenschutzgrundverordnung fallen, obwohl sie nicht aus Europa kommen. Bislang war Facebook Irland zust&auml;ndig f&uuml;r alle Nutzer, die nicht aus den USA oder Kanada kamen &ndash; das ist ein Gro&szlig;teil der insgesamt mehr als zwei Milliarden Facebook-Nutzer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Wegen-der-DSGVO-Facebook-verschiebt-Daten-von-1-5-Milliarden-Nutzern-aus-Irland-4027584.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die EU-Au&szlig;enbeauftragte als Trumps Scho&szlig;h&uuml;ndchen<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt offenbar zu den au&szlig;enpolitischen Priorit&auml;ten der EU, was in Venezuela vorgeht. So wichtig ist das, dass Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini schon einen Monat vor den Wahlen dort mit Sanktionen drohte, sollte man Unregelm&auml;&szlig;igkeiten feststellen. In anderen Teilen der Welt ist das der EU weniger wichtig. Der Grund ist nicht schwer auszumachen.<br>\nSchon 2017 hat die EU wegen Menschenrechtsverletzungen Sanktionen gegen Venezuelas Regierung verh&auml;ngt. Solcher Einsatz f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte ist l&ouml;blich. Komisch ist nur, wie ungleich das EU-Interesse daran je nach Land und Weltregion ist. Die Milit&auml;rdiktatur in &Auml;gypten oder das mittelalterlich-feudale Kopf-Ab-Regime in Saudi Arabien haben keine Sanktionen von der demokratie- und menschenrechtsliebenden EU zu f&uuml;rchten. Warum also ausgerechnet Venezuela, und warum ausgerechnet jetzt? Das ist schnell erkl&auml;rt.<br>\nWie die Nachrichtenagentur Reuters zusammen mit der Drohung der EU an Venezuela berichtete, hatte US-Vizepr&auml;sident Mike Pence wenige Tage zuvor beim Amerika-Gipfel die Teilnehmerstaaten aufgefordert, die Regierung des venezolanischen Pr&auml;sidenten Nicolas Maduro verst&auml;rkt zu isolieren. Sofortige Schritte seien notwendig, da sich Maduro im Mai zur Wiederwahl stellen wolle. &Auml;gypten und Saudi Arabien dagegen sind Aliierte. Da zeigt sich dann, wie sehr die EU sich wirklich f&uuml;r Menschenrechte und Demokratie in fremden L&auml;ndern interessiert. N&auml;mlich einen feuchten Kehricht.<br>\nNicht dass das &uuml;berraschend w&auml;re. Aber man muss halt hin und wieder die Heuchelei beim Namen nennen, damit vielleicht ein paar weniger Menschen darauf hereinfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/974-eu-venezuela\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gedenken oder Kriegspropaganda?<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Moscheeverband Europas, DITIB, steht erneut in der Kritik: Bundesweit fanden Gedenkveranstaltungen in Moscheen statt, bei denen auch kleine Kinder als &ldquo;M&auml;rtyrer&rdquo; auftraten.<br>\nMit heller Stimme tritt ein kleiner, uniformierter Junge auf der B&uuml;hne nach vorne, salutiert und ruft so laut er kann: &ldquo;Wenn es dem Vaterland dient, opfere ich mein Leben.&rdquo; Im Publikum sitzen die Eltern und Gemeindemitglieder der DITIB-Gemeinde von Stuttgart-G&uuml;glingen.<br>\n&ldquo;Bereit zum Krieg!&rdquo;, ruft ein uniformierter Grundsch&uuml;ler. Dabei tr&auml;gt er eine Milit&auml;runiform und ein Spielzeuggewehr. Applaus vom Publikum &ndash; in Duisburg. Ein M&auml;dchenchor, die J&uuml;ngste vielleicht acht Jahre alt, singt: &ldquo;Schlaf ruhig, mein M&auml;rtyrer, nie vergibt dieses Volk dem, der dich erschoss.&rdquo; Im Hintergrund Bilder von Soldaten &ndash; in Castrop-Rauxel.<br>\nNach WDR-Recherchen fanden im M&auml;rz bundesweit mehr als 80 solcher Gedenkveranstaltungen an den Ersten Weltkrieg auch mit Kindern und milit&auml;rischem B&uuml;hnenprogramm in DITIB-Gemeinden statt. In den vergangenen Tagen tauchten zahlreiche Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken auf.<br>\nDas Muster ist stets &auml;hnlich: Kinder auf der B&uuml;hne, die Jungen als Soldaten verkleidet, mal bewaffnet, mal nicht, spielen die Schlacht von 1915 nach und Ch&ouml;re besingen den Krieg und M&auml;rtyrertod. In Vortr&auml;gen und Liedern werden Parallelen gezogen zwischen der Schlacht von Gallipoli im Jahr 1915 und zum Beispiel der Eroberung Afrins in diesem Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ditib-127.html\">Tagesschau\/Elmas Topcu und Isabel Schayani<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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