{"id":43634,"date":"2018-04-23T08:04:52","date_gmt":"2018-04-23T06:04:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634"},"modified":"2018-04-23T08:04:52","modified_gmt":"2018-04-23T06:04:52","slug":"hinweise-des-tages-3105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h01\">Mit Andrea Nahles steht erstmals eine Frau an der Spitze der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h03\">Freibier f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h04\">Alice in Wonderland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h05\">Sozialverb&auml;nde gegen AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h06\">628 Kliniken soll Geld gestrichen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h07\">Mindestlohn reicht in vielen St&auml;dten nicht &ndash; &Uuml;berleben nur in Leipzig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h08\">Jeder Dritte hat nicht mal 1000 Euro verf&uuml;gbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h09\">Spahn will Krankenkassen zu Beitragssenkungen zwingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h10\">Deutsche Umwelthilfe obsiegt erneut vor Gericht gegen die Bundesregierung &ndash; Kraftfahrt-Bundesamt muss Akteneinsicht in VW-Dieselgate-Akte gew&auml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h11\">Ein erster und wichtiger Schritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h12\">R&uuml;ckblick: Die deutsch-syrische Geheimdienstkooperation im Fall Zammar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h13\">Von Leistungen und Pflichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h14\">Den Beh&ouml;rden Beine machen: Das EuGH-Urteil zur Familienzusammenf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h15\">Verdacht auf weitreichenden Skandal im Bamf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h16\">Lorenz G&ouml;sta Beutin zum Export deutscher Kleinwafffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h17\">CIA-U-Boot bei &ldquo;Bild&rdquo;: Palantir-Chef wird Aufsichtsrat bei Springer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43634#h18\">Anti-Terror-Krieg in Mali &ndash; Afghanistan in Afrika<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mit Andrea Nahles steht erstmals eine Frau an der Spitze der SPD<\/strong><br>\nAndrea Nahles ist die erste Frau an der Spitze der deutschen Sozialdemokratie. Mit 66,4 Prozent wurde sie von den Delegierten zur neuen Vorsitzenden gew&auml;hlt. Sie bekam 414 der 624 g&uuml;ltigen Stimmen. Die Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin Simone Lange, die gegen Nahles angetreten war, erhielt 172 Stimmen.<br>\nMit einer sehr pers&ouml;nlichen und emotionalen Rede &uuml;berzeugte Andrea Nahles die rund 600 Delegierten. Nahles erz&auml;hlte von ihrer Kindheit in der Eifel: katholisch, Arbeiterkind, M&auml;dchen, Land. Eine Biographie, die keine Karriere f&uuml;r eine Frau, und auch keine Karriere in der SPD vorgesehen hatte. Das war &bdquo;nicht logisch&ldquo;, sagte sie.<br>\nIhren Erfolg verdanke sie ihren Eltern und einem Bildungssystem, das dies m&ouml;glich gemacht habe. &bdquo;Und das wiederrum verdanke ich der SPD&ldquo;. Auch heute noch gebe es jungen Menschen, &bdquo;denen es nicht in die Wiege gelegt ist&ldquo;, erfolgreich ihren Weg zu gehen, mahnte Nahles und rief den Delegierten k&auml;mpferisch zu: &bdquo;Nutzt die SPD das zu tun, was ihr euch ertr&auml;umt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nNach der Wahl gratuliert sie Andrea Nahles zu dem Erfolg. Sie wolle nun &bdquo; auch im Sinne der Einheit der Partei, meinen Beitrag zu leisten.&ldquo; Der kommissarische Parteivorsitzende Olaf Scholz hatte zu Beginn der Delegiertenversammlung die Bedeutung dieses Parteitages hervorgehoben: &bdquo;Aber es ist schon ein historischer Moment, wenn die SPD eine Vorsitzende w&auml;hlt, das ist ein Fortschritt &ndash; ein Fortschritt, der lange f&auml;llig war.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/andrea-nahles-steht-erstmals-frau-spitze-spd\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist in der Tat &uuml;berf&auml;llig, dass eine Frau an der Spitze der &auml;ltesten deutschen Partei steht. Jedoch das Kriterium &bdquo;Frau&ldquo; allein d&uuml;rfte kaum ausreichen, um f&uuml;r die SPD verloren gegangene W&auml;hlergruppen und Mitglieder zur&uuml;ckzugewinnen. Und die Bilanz von Frau Nahles als Bundesministerin f&auml;llt &ndash; milde ausgedr&uuml;ckt &ndash; eher kl&auml;glich aus (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42504\">eine einzige Katastrophe<\/a>) und l&auml;sst Schlimmeres bef&uuml;rchten. Blicke nach Frankreich und die Niederlande mit den bekannten Wahlergebnissen f&uuml;r die Schwesterparteien k&ouml;nnten Vorahnungen liefern &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mehr als eine &Uuml;bergangsvorsitzende oder besser Parteiverweserin wird Andrea Nahles ohnehin nicht sein. Sp&auml;testens im Mai 2019, wenn die SPD bei den Europawahlen wahrscheinlich an der Einstelligkeit kratzt, wird die Personaldebatte wieder massiv aufflammen. Die eigentliche Frage ist eher, wohin der kommende &Uuml;bergang f&uuml;hren wird und hier muss man leider sehr pessimistisch sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Fast jeder Zweite zweifelt an Nahles<\/strong><br>\nAm Sonntag soll Nahles zur SPD-Chefin gew&auml;hlt werden, doch etwa die H&auml;lfte aller B&uuml;rger ist skeptisch, ob sie die Partei einen und nach vorne bringen kann. Auch der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die GroKo ist laut ARD-DeutschlandTrend gesunken.<br>\nBeim SPD-Parteitag am Sonntag soll Andrea Nahles zur neuen Parteichefin gew&auml;hlt werden &ndash; sie steht vor der Aufgabe, die SPD aus der Personalkrise und aus dem Umfragetief zu f&uuml;hren. Die Frage, ob sie daf&uuml;r die Richtige ist, beantworten die Bundesb&uuml;rger jedoch zwiesp&auml;ltig: 47 Prozent der Deutschen sind laut ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin skeptisch, ob sie als neue Vorsitzende die Sozialdemokraten einen und nach vorne bringen kann. Immerhin: Jeder Dritte traut es ihr zu. (&hellip;)<br>\nDer R&uuml;ckhalt der Bev&ouml;lkerung in die Gro&szlig;e Koalition ist gesunken: Wenn am Sonntag Bundestagswahl w&auml;re, w&uuml;rden 32 Prozent die Union w&auml;hlen, die SPD erhielte 17 Prozent der Stimmen &ndash; beide Koalitionsparteien haben damit seit dem DeutschlandTrend vom 5. April je einen Prozentpunkt verloren.<br>\nGewinner sind AfD und FDP, die in der W&auml;hlerzustimmung um je einen Prozentpunkt auf 15 beziehungsweise zehn Prozent zulegen. Zw&ouml;lf Prozent der B&uuml;rger w&uuml;rden laut der Sonntagsfrage die Gr&uuml;nen w&auml;hlen, zehn Prozent die Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-1201.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich ist es kein Zufall, dass so negative Umfragewerte f&uuml;r Frau Nahles erst so kurz\/unmittelbar vor dem entscheidenden Parteitag ver&ouml;ffentlicht wurden, oder? Insbesondere die derzeitige SPD-Spitze h&auml;tte sich entsprechend informieren k&ouml;nnen. Offenbar wollten sie das nicht und lieber Frau Nahles als Parteichefin sehen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43616\">Warum tun die alten weisen Frauen und M&auml;nner der SPD nichts, um ihre Partei vor dem totalen Absturz zu bewahren? Sie lassen Nahles einfach laufen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kriegsgeschrei<\/strong><br>\n&bdquo;Von der Leyen h&auml;tte sich am Syrien-Krieg beteiligt&ldquo;, meldet die &bdquo;Zeit&ldquo;. So ganz stimmt das ja nicht: Sie h&auml;tte sich nicht beteiligt, sie h&auml;tte Soldaten in den Krieg geschickt &ndash; ein kleiner, aber feiner Unterschied.<br>\nDie deutsche Au&szlig;enpolitik befindet sich im Zustand der Verwahrlosung. Mir nichts, Dir nichts wird ein v&ouml;lkerrechtswidriger Krieg bef&uuml;rwortet, nicht nur von Flinten-Uschi. Die Idee des UN-Sicherheitsrates, nach der die L&auml;nder mit der gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;rmacht sich, wenn &uuml;berhaupt, auf milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen verst&auml;ndigen m&uuml;ssen, um Schlimmeres zu verh&uuml;ten, wird entsorgt. An die Stelle des V&ouml;lkerrechts tritt das Recht der St&auml;rkeren.<br>\nDar&uuml;ber hinaus erkl&auml;rt Von der Leyen noch, Deutschland m&uuml;sse &bdquo;mehr Verantwortung&ldquo; &uuml;bernehmen. Das Wort Verantwortung kommt den Politikern, die aus der Geschichte nichts gelernt haben, immer nur in den Sinn, wenn es darum geht, Kriege zu f&uuml;hren. Wenn es darum geht, Menschen vor dem Tod durch Hunger und Krankheit zu bewahrheiten, dann fehlt das notwendige Verantwortungsgef&uuml;hl.<br>\nUnd die Partei Willy Brandts, die heute eine neue Vorsitzende w&auml;hlt, schweigt und l&auml;sst den Lehrling im Au&szlig;enministerium &auml;hnlich verantwortungslos daherreden wie die Kriegsministerin Von der Leyen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1765047006890092\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht bem&auml;ngelt Intransparenz des OVCW-Berichts<\/strong><br>\nTransparenz im Bundestag &ndash; eine traurige Angelegenheit! Das zeigen gleich zwei aktuelle Beispiele:<br>\n1.Der vollst&auml;ndige Bericht der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OVCW) zum Anschlag in Salisbury bleibt aufgrund von Entscheidungen der Regierungen in Gro&szlig;britannien und Deutschland geheim. Nicht einmal den Mitgliedern im Bundestag soll eine Einsicht erm&ouml;glicht werden.<br>\n2.Die Koalitionsmehrheit im Digitalausschuss erkl&auml;rte die Anh&ouml;rung mit dem Vize-Pr&auml;sident von Facebook f&uuml;r nicht-&ouml;ffentlich &hellip;<br>\nIch finde. Sehr schade, denn genau so schafft man den Boden f&uuml;r haltlose Spekulationen in den Medien. Die Menschen in diesem Land ernst nehmen, hie&szlig;e auch: mehr Transparenz sicherstellen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/2122189244465128%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Linkspartei: Regierung verweigert Bundestag Einblick in OPCW-Bericht<\/strong><br>\nIm Zusammenhang mit der Skripal-Aff&auml;re w&uuml;rden die Regierungen von Gro&szlig;britannien und Deutschland dem Bundestag die notwendige Transparenz verwehren, wie Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke, am Freitag mitteilte. Auch auf mehrfache Anfrage sei ihr der vollst&auml;ndige Bericht der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nicht zur Verf&uuml;gung gestellt worden.<br>\nLaut Ausw&auml;rtigem Amt soll Gro&szlig;britannien darum gebeten haben, die Vollversion des Berichtes geheim zu halten, so H&auml;nsel. Die Bundesregierung h&auml;tte nach Ansicht der Politikerin aber auch die M&ouml;glichkeit, das Papier in der Geheimschutzstelle des Bundestags zu hinterlegen, um die notwendige Transparenz herzustellen und zugleich eine &ouml;ffentliche Verbreitung zu verhindern. Doch diesen Zugang w&uuml;rde die Bundesregierung bisher verwehren, beklagt H&auml;nsel.<br>\nEs sei mehr als bedenklich, dass das Parlament damit &uuml;ber einen Sachverhalt diskutiere und wom&ouml;glich entscheide, &uuml;ber den ihm fundierte Informationen verweigert w&uuml;rden. Ohne Zugang zu belastbaren Fakten im Fall des Salisbury-Zwischenfalls, aber auch im Fall des mutma&szlig;lichen Giftgasangriffs im syrischen Duma, seien seri&ouml;se Bewertungen nicht m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/68774-regierung-verweigert-bundestag-transparenz-fall-skripal\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> T&auml;uscht der Eindruck oder empfindet die Bundesregierung &ndash; zumindest bei einigen sehr bedeutsamen Fragen &ndash; den Deutschen Bundestag als l&auml;stig? M&ouml;chten die &bdquo;Herrschaften&ldquo; der neuen schwarz-roten Exekutive am liebsten selber die Entscheidungen treffen, &uuml;ber die das Parlament zu entscheiden hat?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>The Case of WMDs: Who Used Chemical Weapons in Syria?<\/strong><br>\nSuddenly tension has intensified between Russia and the US with the order of the American President Donald Trump, when in the early hours of April 7, this year, using the pretext of chemical weapons attacks and blaming the Assad regime, the US warships fired 60 cruise missiles at the Shayrat Airfield controlled by the Syrian President Bashar al-Assad&rsquo;s forces. This was supposedly in response to the deadly chemical weapons attack, which  killed at least 100 people and injured 400 individuals on April 4, 2017 in Khan Sheikhoun town. This town is located  in Syria&rsquo;s northwestern province of Idlib, and is controlled by a rebel alliance, which also includes a former Al-Qaeda affiliate.<br>\nRegarding military action through strikes, President Trump said that it was a necessary response to an &ldquo;affront to humanity&rdquo; after more than 70 people died in a poison gas attack in northwest Syria. He also stated that he took the action because of a &ldquo;vital national security interest of the United States to prevent and deter the spread and use of deadly chemical weapons.&rdquo;  But such an action has put both the nuclear powers US and Russia into a risky stand-off.<br>\nHere contradictions of the President need attention. President Barack Obama had drawn a famous &ldquo;red line&rdquo; in Syria in 2012, warning Assad against the alleged use of chemical weapons. His failure to take military action after Syria launched an alleged chemical attack in the summer of 2013 marked one of his greatest foreign policy failures and became a symbol of presidential equivocation and weakness. Trump was not among those criticizing Obama at the time. Instead, he warned Obama not to take military action, even when chemical weapons had been used.<br>\nSimilarly, when President Obama hosted the fourth Nuclear Security Summit in Washington on March 31, 2016 to check the spread of nuclear weapons, showing concerns about the ambitions of terrorist groups such as the Islamic State group (Daesh, ISIS, ISIL) in acquiring a nuclear weapon or radioactive material, Donald Trump had taken a different stand in his interview with the CNN by stating, &ldquo;More nuclear weapons could make the world safer&hellip;US can no longer afford to bankroll the defense of its allies in Europe, Asia and the Middle East&hellip;Japan, South Korea and Saudi Arabia may need arsenals to confront threats in their region on their own.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.veteranstoday.com\/2017\/04\/09\/the-case-of-wmds-who-used-chemical-weapons-in-syria\/\">Veterans Today<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freibier f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDas bedingungslose Grundeinkommen (BGE) hat so viele Freunde gewonnen, dass man meinen k&ouml;nnte, es sei das neue Opium des Volkes<br>\nWie bei dem alten, der Religion, verwenden die meisten Gl&auml;ubigen recht fragw&uuml;rdige Annahmen: Anschauen kann man sich einige von ihnen in dem Film &ldquo;Free Lunch Society: Komm Komm Grundeinkommen&rdquo;, der die scheinbar beste Idee seit dem Faustkeil eifrig bewirbt. [&hellip;]<br>\nDie Vorstellung, dass Wertsch&ouml;pfung im Kapitalismus ma&szlig;geblich auf dem Diebstahl nat&uuml;rlicher Ressourcen beruht, durchzieht den ganzen Film &ndash; deswegen auch die Begeisterung daf&uuml;r, dass der Staat Alaska &Ouml;leinnahmen in einen Kapitalfonds investiert, und einen Teil der Dividende j&auml;hrlich an seine B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger auszahlt.<br>\nDieses &Ouml;l-Sparkassenmodell wird von BGE-Fans allen Ernstes als gelungenes Beispiel f&uuml;r die kapitalgedeckte Finanzierung des BGE angepriesen, obwohl die ausbezahlten Summen pro Kopf l&auml;cherlich sind, und die wahre Natur der wunderbaren Wertvermehrung durch Zinsen offenbar den meisten Menschen immer noch ein unergr&uuml;ndliches R&auml;tsel ist. [&hellip;]<br>\nDiese Formen von Etikettenschwindel und magischem Denken sind &uuml;berall in dem Film pr&auml;sent. Am deutlichsten wird das bei der Frage der Finanzierung. Anstatt einmal konkrete Berechnungen zu den Kosten zu pr&auml;sentieren, sieht man, wie Spielgeld von einem Laster auf einen &ouml;ffentlichen Platz gekippt wird, oder man h&ouml;rt Fans des BGE ein ums andere Mal blo&szlig; beschw&ouml;ren, dass es finanzierbar sei.<br>\nWenn man sich aber einmal realistische Rechnungen anschaut, sind wir sehr schnell nicht bei einer bedingungslosen Grundsicherung, die ein gutes Leben erm&ouml;glicht, sondern bei verwalteter Armut, die nur anders hei&szlig;t als Hartz IV. Bei manchen Modellen sieht es noch viel schlechter aus. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Free Lunch Society&rdquo; benennt einige Symptome unserer gesellschaftlichen Krankheit und die utopischen Potenziale des BGE durchaus korrekt.<br>\nNicht jederzeit mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bedroht werden zu k&ouml;nnen; die Art der Arbeit, die Arbeitszeit und den Arbeitsort weitgehend selbst bestimmen zu k&ouml;nnen, beim Empfangen des Grundeinkommens nicht wie ein Bettler behandelt zu werden &ndash; das w&auml;ren schon reale Zugewinne an Autonomie und W&uuml;rde.<br>\nWenn das W&ouml;rtchen &ldquo;wenn&rdquo; nicht w&auml;r, w&auml;r mein Vater Million&auml;r. Indem sich der Film um die Frage der Finanzierung und den zentralen Knackpunkt des Kapitalismus dr&uuml;ckt, h&auml;lt er die Zuschauer dar&uuml;ber im Unklaren, wohin die Reise geht: Die Utopie verkommt auf dem Wege ihrer Nichtverwirklichung zu einer neuen Form der Armenspeisung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Freibier-fuer-alle-4029163.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Alice in Wonderland<\/strong><br>\nDie meisten &Ouml;konomen glauben, deutsche Export&uuml;bersch&uuml;sse w&uuml;rden durch Ersparnisse der B&uuml;rger des &Uuml;berschusslandes finanziert. Alice Weidel bringt nun eine weitere interessante These in Umlauf: Die Deutsche Bundesbank wird zur Bezahlung der deutschen Exporte einfach von der EZB angewiesen!<br>\nDie mit dem Nimbus einer &ndash; freilich kaum mehr als ein Jahr dauernden &ndash; T&auml;tigkeit in der &bdquo;Verm&ouml;gensverwaltung&ldquo; bei Goldman Sachs und mit einem volkswirtschaftlichen Doktortitel ausgestattete &bdquo;Finanzexpertin&ldquo;, erkl&auml;rt ihren Zuh&ouml;rern hier im Stile einer B&uuml;ttenrednerin allen Ernstes, mit Hilfe des Target2-Systems sei es Euro-Ausl&auml;ndern m&ouml;glich, Waren deutscher Unternehmen kostenlos zu beziehen. Wie ein Ladenbesitzer, der morgens seinen Kunden Bargeld austeile, um sich abends &uuml;ber seine Ums&auml;tze zu freuen, finanziere Deutschland seine Exporte ins Euro-Ausland selbst.<br>\nDass dieses &bdquo;Grundprinzip&ldquo; des Eurosystem nicht gesehen wird, liegt daran, dass z.B. ein griechischer Importeuer nicht bar bezahlt, sondern der Zahlungsverkehr &uuml;ber das &bdquo;Europ&auml;ische System der Zentralbanken&ldquo; abgewickelt wird. Nachdem sie ihren Zuh&ouml;rern diese intellektuell bahnbrechende Erkenntnis vermittelt hat, verr&auml;t sie, dass Notenbanken sich beim Zahlungsverkehr nichts &uuml;berweisen, sondern man eher davon sprechen m&uuml;sse, dass Notenbanken zu &bdquo;Zahlungen angewiesen&ldquo; werden.<br>\nWie nun muss man sich diesen Anweisungsprozess im Eurosystem genau vorstellen, der dazu f&uuml;hrt, dass die Griechen, ohne dass wir es merken, die Waren, die flei&szlig;ige deutsche H&auml;nde schufen, kostenlos von uns geliefert bekommen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/alice-weidel-und-erklaert-den-auslandskredit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sozialverb&auml;nde gegen AfD<\/strong><br>\nEs geht uns alle an: Wachsam sein f&uuml;r Menschlichkeit! Die uns&auml;gliche AfD-Anfrage zu Schwerbehinderungen durfte nicht unwidersprochen bleiben. Gemeinsam im B&uuml;ndnis mit 18 Organisationen, darunter zahlreiche Behindertenverb&auml;nde, stellen wir uns entschlossen gegen diese unertr&auml;gliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit. Wir sagen &bdquo;Nein&ldquo; zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/paritaet\/posts\/2098025820212540%20\">Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband &ndash; Gesamtverband via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sozialverb&auml;nde entsetzt &uuml;ber AfD-Anfrage zu Behinderten<\/strong><br>\nSozialverb&auml;nde aus ganz Deutschland haben gegen eine Kleine Anfrage der AfD zu Schwerbehinderten in Deutschland protestiert. &ldquo;Wir rufen die Bev&ouml;lkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unertr&auml;gliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Anzeige von 18 Organisationen, die in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erscheint. Zuerst hatte das ZDF dar&uuml;ber berichtet.<br>\nIn der Kleinen Anfrage vom 23. M&auml;rz wollten AfD-Bundestagsabgeordnete von der Bundesregierung wissen, wie sich die Zahl der Behinderten in Deutschland seit 2012 entwickelt habe, und zwar &ldquo;insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen&rdquo;. Daran schlossen sie die Frage an, wie viele dieser F&auml;lle einen Migrationshintergrund h&auml;tten. Die Verkn&uuml;pfung von Behinderung mit Inzucht und Migration l&ouml;ste in Politik und Gesellschaft breite Emp&ouml;rung aus. (&hellip;)<br>\nAls Warnruf schalten die Sozialverb&auml;nde nun die Zeitungsanzeige, in der sie sich entsetzt &uuml;ber das Vorgehen der AfD &auml;u&szlig;ern. &ldquo;Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergr&uuml;ndig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in b&ouml;sartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten&rdquo;, hei&szlig;t es darin. Die Anfrage erinnere damit &ldquo;an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und die zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-04\/alternative-fuer-deutschland-kleine-anfrage-bundestag-behinderte-kritik\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>628 Kliniken soll Geld gestrichen werden<\/strong><br>\nDer Gemeinsame Bundesausschuss GBA hat am Donnerstagnachmittag einen Beschluss gefasst, der die Notfallversorgung in Deutschland tief greifend ver&auml;ndern k&ouml;nnte. 628 Kliniken sollen keine Zuschl&auml;ge mehr f&uuml;r die Notfallversorgung erhalten. Den H&auml;usern wird allerdings eine &Uuml;bergangsfrist gew&auml;hrt, in der sie ihre Strukturen anpassen k&ouml;nnen.<br>\nAuch bei der ambulanten Notfallversorgung geraten die Krankenh&auml;user unter Druck.<br>\nEin Gutachten des RWI &ndash; Leibnitz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, das am Vormittag vorgestellt worden war, geht von mehr als 700 Krankenh&auml;usern aus, die f&uuml;r die ambulante Notfallversorgung nicht ben&ouml;tigt w&uuml;rden. Exakt 736 gemeinsam von KVen und Krankenh&auml;usern betriebene Notfallzentren sollen laut RWI-Analyse ausreichen.<br>\nDas Institut hat im Auftrag der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) infrage kommende Standorte f&uuml;r Notfallzentren identifiziert. Hauptkriterien waren die Erreichbarkeit binnen 30 PKW-Minuten und die Ausstattung. 99,6 Prozent der Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnten mit diesem Modell versorgt werden, sagte Professor Boris Augurzky vom RWI bei der Vorstellung des Gutachtens am Donnerstag in Berlin.<br>\nDas Konzept werde der Realit&auml;t nicht gerecht, hie&szlig; es dazu aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Es seien schlie&szlig;lich die Menschen, die die Krankenh&auml;user als Versorger w&auml;hlten. Die Kliniken seien verpflichtet, die Menschen zu behandeln, die sich an sie wendeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/berufspolitik\/article\/961995\/gba-beschluss-notfallversorgung-628-kliniken-soll-geld-gestrichen.html\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mindestlohn reicht in vielen St&auml;dten nicht &ndash; &Uuml;berleben nur in Leipzig<\/strong><br>\nWer die vorgeschriebenen 8,84 Euro pro Stunde verdient, ist in fast allen Gro&szlig;st&auml;dten zus&auml;tzlich auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen.<br>\nDer aktuelle Mindestlohn von 8,84 Euro reicht f&uuml;r ein Leben ohne Hartz IV &ndash; aber nur, wenn man in Leipzig wohnt. In allen weiteren der 19 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte in Deutschland ist das nicht der Fall. Das hat das zur gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung geh&ouml;rende Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) errechnet.<br>\nEs hat ermittelt, wie hoch der Stundenlohn eines Single-Arbeitnehmers mit 37,7-Stunden-Woche sein m&uuml;sste, damit der Betroffene keinen Anspruch auf Aufstockungsleistungen &ndash; also Hartz IV &ndash; mehr h&auml;tte. Geringverdiener erhalten staatliche Zusch&uuml;sse, sofern ihr Verdienst unter der Anspruchsh&ouml;he des Arbeitslosengelds II liegt.<br>\nIn Leipzig reicht laut WSI ein Stundenlohn von 8,48 Euro, um nicht mehr anspruchsberechtigt zu sein. In M&uuml;nchen m&uuml;sste man hingegen 12,77 Euro pro Stunde verdienen &ndash; knapp 45 Prozent mehr als der aktuelle Mindestlohn. &bdquo;Der Mindestlohn ist vielerorts nicht existenzsichernd&ldquo;, sagt Thorsten Schulten, der die Berechnungen f&uuml;r eine Stellungnahme des WSI bei der Mindestlohnkommission durchgef&uuml;hrt hat. &bdquo;Das liegt vor allem an den hohen Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten.&ldquo;<br>\nDie Forscher haben den Regelsatz mit Heizkosten, Freibetr&auml;gen und den Wohnkosten addiert, die die lokalen Jobcenter &uuml;bernehmen. Die Berechnungen zeigen, dass einige St&auml;dte f&uuml;r Geringverdiener unerschwinglich sind und die hohen Mietkosten vom Staat subventioniert werden m&uuml;ssen.<br>\n&bdquo;&Uuml;ber Ortszuschl&auml;ge nachdenken&ldquo;<br>\nVor allem demonstrieren sie aber, dass der gesetzliche Mindestlohn zumindest in Gro&szlig;st&auml;dten nicht f&uuml;r ein Leben oberhalb des Existenzminimums ausreicht. Das WSI bef&uuml;rwortet deshalb eine Erh&ouml;hung des Lohnminimums &uuml;ber die Tarifentwicklung hinaus. &bdquo;In besonders teuren St&auml;dten wie M&uuml;nchen sollte &uuml;ber einen Ortszuschlag nachgedacht werden&ldquo;, fordert Thorsten Schulten.<br>\nDas WSI zieht dennoch eine positive Bilanz des 2015 eingef&uuml;hrten Mindestlohns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5499896\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die SPD will sich also feiern lassen f&uuml;r einen Mindestlohn, der &ndash; laut einem SPD-nahen Institut! &ndash; in keiner Gro&szlig;stadt, nicht einmal im tiefsten (und &auml;rmsten) Ruhrgebiet, nicht im Osten, auch nur zum &Uuml;berleben (!!) eines Alleinlebenden reicht, auch nicht zu einer ausreichenden Rente, geschweige denn zu einem halbwegs normalen Leben in der unteren Mitte. Ein Mindestlohn, den die SPD erst jahrelang bek&auml;mpft und dann auf allerniedrigstem Niveau weder fl&auml;chendeckend noch allgemeinverbindlich eingef&uuml;hrt hat &ndash; und eben nicht einmal existenzsichernd, was eigentlich die Definition f&uuml;r einen Mindestlohn ist. Sehen so &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo; und #SPDErneuern aus? Ich verstehe aber auch nicht, warum der WSI &ldquo;eine positive Bilanz des [&hellip;] Mindestlohns&rdquo; ziehen kann, der zu allem &Uuml;berflu&szlig; nicht einmal konsequent kontrolliert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jeder Dritte hat nicht mal 1000 Euro verf&uuml;gbar<\/strong><br>\nEs muss blo&szlig; das Auto oder die Waschmaschine kaputtgehen, und etwa jeder dritte Deutsche st&ouml;&szlig;t an seine finanziellen Grenzen. Materielle Not zieht sich nach offiziellen Zahlen weit durch die Gesellschaft.<br>\nFast jeder dritte Bundesb&uuml;rger im Alter ab 16 Jahren ist nach einem Bericht der &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo; von materieller Entbehrung betroffen. Demnach konnten sich im Jahr 2016 gut 31 Prozent dieser Altersgruppe in Deutschland keine unerwarteten Ausgaben in H&ouml;he von 985 Euro leisten.<br>\nDas waren 21,3 Millionen Menschen, schreibt das Blatt unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Der Geldbetrag entspricht dem seinerzeit statistisch ma&szlig;geblichen Schwellenwert bei der Armutsgef&auml;hrdung in Deutschland. Er wird regelm&auml;&szlig;ig neu berechnet.<br>\nSparen bei Essen und Urlaub<br>\nFast 4,9 Millionen Personen mussten dar&uuml;ber hinaus wegen ihrer bescheiden materiellen Lage beim Essen sparen. Sie konnten sich allenfalls nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten.<br>\n12,8 Millionen Bundesb&uuml;rger sahen sich nicht in der Lage, einen einw&ouml;chigen Urlaub au&szlig;erhalb ihres Zuhauses zu finanzieren. Das war fast jede f&uuml;nfte Person im Alter ab 16 Jahren. Kommen mehrere Probleme dieser Art in einem Haushalt zusammen, sprechen die Statistiker von &bdquo;erheblichen materiellen Entbehrungen&ldquo;.<br>\n&bdquo;Armut ist in Deutschland kein Randph&auml;nomen, sondern zieht sich quer durch die Bev&ouml;lkerung&ldquo;, zitiert die Zeitung die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Sie hatte die Daten angefordert. Die Bundesregierung m&uuml;sse endlich ein umfassendes Konzept zur Armutsbek&auml;mpfung vorlegen, forderte die Sozialexpertin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/armut-in-deutschland-jeder-dritte-hat-nicht-mal-1000-euro-15553142.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Drittel der Menschen in Deutschland steht also mit dem R&uuml;cken zur Wand, obwohl sie sich weder einen Urlaub noch ordentliches Essen leisten. Und das steht in der neoliberal-konservativen FAZ, w&auml;hrend der SPIEGEL <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/islam-debatte-die-waschlappigkeit-der-deutschen-politik-a-1203826.html\">in Jubelarien schreibt<\/a>, &ldquo;Wir sind reich&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Spahn will Krankenkassen zu Beitragssenkungen zwingen<\/strong><br>\nGesundheitsminister Jens Spahn bringt sein erstes gro&szlig;es Gesetzespaket auf den Weg: Beitragszahler sollen sp&uuml;rbar weniger zahlen m&uuml;ssen. Bei den Krankenkassen herrscht Alarmstimmung.<br>\nGesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung per Gesetz in Milliardenh&ouml;he entlasten. Wie im Koalitionsvertrag vorgesehen, sollen die bisher allein von den Kassenmitgliedern zu zahlenden Zusatzbeitr&auml;ge ab 1. Januar 2019 zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen werden. Dies soll die Kassenmitglieder und Rentner um 6,9 Milliarden Euro entlasten. Die Entlastung bezifferte Spahn auf 15 Euro f&uuml;r jemanden, der ein Einkommen von 3000 Euro brutto hat.<br>\nZudem will Spahn Krankenkassen mit hohen Finanzreserven zum Abbau dieses Geldpolsters verpflichten. Die Finanzreserven einer Kasse sollen das Volumen einer Monatsausgabe k&uuml;nftig nicht mehr &uuml;berschreiten d&uuml;rfen. Was dar&uuml;ber liegt, soll &uuml;ber einen Zeitraum von drei Jahren abgebaut werden m&uuml;ssen.<br>\nKassen, die ihre Reserven selbst durch einen kompletten Verzicht auf den Zusatzbeitrag nicht in dieser Zeit ausreichend abschmelzen k&ouml;nnen, sollen daf&uuml;r zwei Jahre mehr Zeit bekommen. Danach sollen die Kassen den Rest an den Gesundheitsfonds abf&uuml;hren m&uuml;ssen, der Geldsammel- und -verteilstelle der Kassen.<br>\n&ldquo;Wir wollen, dass Krankenkassen R&uuml;cklagen haben f&uuml;r schlechtere Zeiten, f&uuml;r Unw&auml;gbarkeiten&rdquo;, sagte Spahn. &ldquo;Aber sie sollen nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig Geld horten, denn es ist das Geld der Beitragszahler.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/jens-spahn-will-krankenkassen-zu-beitragssenkungen-zwingen-a-1204075.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Irre. Seit Jahren (und verst&auml;rkt in den letzten Monaten) ist von Pflegenotstand und gravierender Unterfinanzierung die Rede, und Spahn will die Finanznot noch mal versch&auml;rfen. Nat&uuml;rlich geht es ihm nicht um die Beitragszahlungen der Arbeitnehmer, sondern um die Kosten f&uuml;r die Arbeitgeber. Was macht ein harter Neoliberaler ausgerechnet im Gesundheitsministerium, und wie pa&szlig;t die Forderung nach Beitragssenkungen zur angek&uuml;ndigten Neueinstellung von 8.000 Pflegekr&auml;ften (und das ist nur ein Zehntel von denen, die gebraucht werden)?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe obsiegt erneut vor Gericht gegen die Bundesregierung &ndash; Kraftfahrt-Bundesamt muss Akteneinsicht in VW-Dieselgate-Akte gew&auml;hren<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Schleswig hat heute der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in ihrer Klage auf Akteneinsicht in vollem Umfang Recht gegeben (Az: 6 A 48\/16). Streitgegenstand waren alle beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vorhandenen Unterlagen, die im Ergebnis zum R&uuml;ckruf der VW-Modelle am 15.10.2015 gef&uuml;hrt haben. Die Klage richtete sich gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).<br>\nMit dem Urteil erh&auml;lt der Umwelt- und Verbraucherschutzverband auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes Einsicht in den gesamten Schriftverkehr, der im Herbst 2015 zur Anordnung des R&uuml;ckrufs von Betrugs-Diesel-Pkw f&uuml;hrte.<br>\n&bdquo;Das heutige Urteil ist ein Sieg f&uuml;r den Rechtsstaat &uuml;ber eine Bundesregierung, die auch 30 Monate nach Aufdeckung des gr&ouml;&szlig;ten Industrieskandals der deutschen Nachkriegsgeschichte eine konspirative Zusammenarbeit mit betr&uuml;gerischen Autobauern weiterf&uuml;hrt. Ich fordere Kanzlerin Angela Merkel dazu auf, die Fernsteuerung ihrer Bundesregierung durch die Dieselkonzerne nicht l&auml;nger zu akzeptieren&ldquo;, so J&uuml;rgen Resch, Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der DUH.<br>\nDas KBA ist verpflichtet, Einsicht in alle Aktenbestandteile, die zur R&uuml;ckrufanordnung gegen VW am 15.10.2015 gef&uuml;hrt haben, zu gew&auml;hren. VW und KBA k&ouml;nnen sich nicht auf Betriebsgeheimnisse oder die aktuell noch laufenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen berufen. Das Gericht kritisierte, dass das KBA die Schw&auml;rzungen der kompletten Unterlagen unter anderem wegen Gesch&auml;fts- und Betriebsgeheimnissen &ldquo;v&ouml;llig ungepr&uuml;ft&rdquo; von VW &uuml;bernommen habe. Nach Auffassung des Gerichts &uuml;berwiege aber das &ouml;ffentliche Interesse, selbst wenn Gesch&auml;ftsgeheimnisse vorliegen sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/deutsche-umwelthilfe-obsiegt-erneut-vor-gericht-gegen-die-bundesregierung-kraftfahrt-bundesamt-mus\/\">Deutsche Umwelthilfe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein erster und wichtiger Schritt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will dem europaweiten Verbot sogenannter Neonicotinoide zustimmen. Das sei aber nur ein erster Schritt, kommentiert Georg Ehring. Denn das Schwinden der Insekten sei nicht allein auf diese Mittel zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Im Fokus st&uuml;nden weitere Pestizide, zum Beispiel das Pflanzengift Glyphosat.<br>\nF&uuml;r den Landwirt sind Neonicotinoide eine feine Sache. Die Wirkstoffe verteilen sich in der ganzen Pflanze. Insekten, die daran fressen, &uuml;berleben diese Mahlzeit nicht lange. Die Massenvermehrung von Sch&auml;dlingen auf dem Acker f&auml;llt aus, die Ernte ist gerettet. Neonicotinoide haben eine durchschlagende Wirkung, doch genau das ist das Problem. (&hellip;)<br>\nVor diesem Hintergrund ist das Verbot der Neonicotinoide nur ein erster Schritt. Denn das Schwinden der Insekten ist nicht allein auf diese Mittel zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Im Fokus stehen weitere Pestizide, zum Beispiel das Pflanzengift Glyphosat. Es t&ouml;tet fast alle Pflanzen, und macht so aus vielf&auml;ltigen &Auml;ckern Agrarsteppen, auf denen Insekten und andere Tiere schlicht verhungern. Julia Kl&ouml;ckner spricht hier von Minimierungs-Strategien statt von schnellen Verboten. Das klingt zwar erstmal gut, es k&ouml;nnte der weiteren gro&szlig;fl&auml;chigen Verwendung des Mittels aber zu viele Hintert&uuml;ren &ouml;ffnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/moegliches-verbot-von-neonicotinoiden-ein-erster-und.720.de.html?dram:article_id=416157\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>R&uuml;ckblick: Die deutsch-syrische Geheimdienstkooperation im Fall Zammar<\/strong><br>\nViel wird gerade dar&uuml;ber berichtet, dass der &bdquo;Deutsche Dschihadist&ldquo; Mohammed Haydar Zammar von kurdischen Kr&auml;ften in Syrien festgesetzt wurde. In der Frankfurter Rundschau hei&szlig;t es zur Vorgeschichte: &bdquo;Der Hamburger Dschihadist Zammar hatte sich Ende 2001 &ndash; kurz nach den Flugzeuganschl&auml;gen in den USA &ndash; nach Marokko abgesetzt. Dort wurde er vom US-Geheimdienst CIA verschleppt und an die syrischen Beh&ouml;rden &uuml;bergeben, die ihn ins Gef&auml;ngnis sperrten. Die USA hatten nach den Anschl&auml;gen vom 11. September ein Geheimprogramm zur Verschleppung und zum Verh&ouml;r von Terrorverd&auml;chtigen im Ausland gestartet.&ldquo; Zur deutschen Rolle hei&szlig;t es weiter: &bdquo;Das Schicksal des Deutsch-Syrers war auch Thema eines Untersuchungsausschusses des Bundestags, weil der Verdacht bestand, dass die deutschen Stellen zu wenig taten, um einen Staatsb&uuml;rger vor Willk&uuml;r und Folter zu sch&uuml;tzen. Der damalige Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte 2008 vor dem Ausschuss vehement den Verdacht zur&uuml;ckgewiesen, die Bundesregierung habe die Verschleppung Zammars durch den US-Geheimdienst CIA in Kauf genommen.&ldquo;<br>\nDas ist &ndash; grob gesagt &ndash; besch&ouml;nigend und unterschl&auml;gt einen wichtigen Moment deutsch-syrischer Geheimdienstzusammenarbeit, wie er im Bericht des angesprochenen Untersuchungsausschuss zu den &bdquo;Vorg&auml;ngen im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg und der Bek&auml;mpfung des internationalen Terrorismus&ldquo; Drucksache 16\/13400) dokumentiert ist und in dem u.a. der heutige Bundespr&auml;sident eine zentrale und fragw&uuml;rdige Rolle spielt. Demnach hat im Juli 2002 ein Besuch unter der Leitung des damaligen stellvertretenden Leiters des milit&auml;rischen Geheimdienstes und Schwagers des syrischen Pr&auml;sidenten, General al Schaukat, im Bundeskanzleramt, beim BND, dem Bundeskriminalamt und dem Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz stattgefunden, bei dem die Inhaftierung Zammars in Syrien nach der Verschleppung durch die USA angesprochen wurde. Bereits wenige Tage sp&auml;ter &uuml;bersandte Syrien Befragungsergebnisse Zammars, die an zahlreiche deutsche Ministerien und Beh&ouml;rden weitergeleitet wurden. Bei einem anschlie&szlig;enden Besuch des Pr&auml;sidenten des Bundeskriminalamts in Damaskus &uuml;bergab dieser wiederum &bdquo;eine Fotokopie des in Afghanistan anl&auml;sslich einer Durchsuchung im terroristischen Umfeld sichergestellten Reisepasses von Zammar und eine Liste mit dessen Reisebewegungen an die syrische Seite&ldquo; (S. 239).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/04\/20\/rueckblick-die-deutsch-syrische-geheimdienstkooperation-im-fall-zammar\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Von Leistungen und Pflichten<\/strong><br>\nMan solle sich in Deutschland mit Armut auseinandersetzen, statt st&auml;ndig zu skandalisieren, sagte die Sozialwissenschaftlerin Helga Spindler im Dlf. Anders als viele andere L&auml;nder habe Deutschland eine gesetzliche geregelte Grundsicherung. &ldquo;Und wer diese Grundsicherung in Deutschland bekomme, muss im Normalfall in Deutschland nicht hungern&rdquo;, sagte Schindler.<br>\nEs gebe allerdings verschiedene M&ouml;glichkeiten die Leistungen und die Grundsicherungen zu verk&uuml;rzen. Die Sozialrechtlerin erw&auml;hnte, Sanktionen durch den Staat, aber auch viele anderen Anrechnungsm&ouml;glichkeiten, die dazu f&uuml;hrten, dass &ldquo;den Leuten am Ende zu wenig bleibt&rdquo;. (&hellip;)<br>\nAls &auml;rgerlich empfindet die Sozialrechtlerin, dass die Forderung nach einem anderen Umgang mit diesen Verk&uuml;rzungen der Kampagne &ldquo;Aufrecht bestehen&rdquo; von vielen Erwerbsloseninitiativen in der Debatte nicht wahrgenommen wird. Mit der Hartz-IV-Reform sei der Druck, sich um Arbeit zu bem&uuml;hen, deutlich erh&ouml;ht worden.<br>\nAuch von Arbeitnehmern werde viel verlangt, so Helga Spindler. Zu meinen, diese lebten im Unterschied zu Arbeitslosen in v&ouml;lliger Freiheit, sei falsch. Die Sozialrechtlerin verwies dabei auf vielf&auml;ltige Formen der Kontrolle durch Arbeitgeber. Deshalb sei es Arbeitnehmern schwer zu vermitteln, wenn Arbeitslosen keinerlei Pflichten abverlangt w&uuml;rden. (&hellip;)<br>\nZugleich meinte Spindler, dass es bei den Ma&szlig;nahmen, mit denen Druck auf Arbeitslose ausge&uuml;bt werde, viele Fehlentwicklungen gebe. So m&uuml;ssten etwa zum Teil sehr fragw&uuml;rdige Arbeitsstellen angenommen werden. Auch werde vom Amt bisweilen die Teilnahme an Ma&szlig;nahmen angeordnet, die f&uuml;r den Betroffenen sinnlos seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sozialstaat-und-armut-von-leistungen-und-pflichten.862.de.html?dram:article_id=416050\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Den Beh&ouml;rden Beine machen: Das EuGH-Urteil zur Familienzusammenf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nDer EuGH hat am 12. April 2018 im Urteil A und S den Familiennachzug von Eltern zu unbegleiteten Kindern ma&szlig;geblich erleichtert und dabei insbesondere die Frage gekl&auml;rt, zu welchem Zeitpunkt die Person unter 18 Jahre alt gewesen sein muss. In dogmatisch &uuml;berzeugender Weise arbeitet der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) heraus, dass auf den Zeitpunkt der Asylantragstellung abzustellen ist. Ist also die Person unter 18 Jahre alt, wenn sie einen Asylantrag stellt, dann ist sie f&uuml;r die Familienzusammenf&uuml;hrung auch dann als minderj&auml;hrig anzusehen, wenn sie w&auml;hrend des Asylverfahrens vollj&auml;hrig wird. Dieses Urteil hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche Praxis des Familiennachzugs zu unbegleiteten Minderj&auml;hrigen. Mit der Entscheidung best&auml;tigt der EuGH seine zunehmende grundrechtliche Orientierung in Migrationsfragen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r den deutschen Kontext bedeutet die Entscheidung, dass die bisherige Praxis, die von einem Erl&ouml;schen des Anspruchs auf Familiennachzug mit Erreichen der Vollj&auml;hrigkeit ausgeht, komplett ge&auml;ndert werden muss. Bislang musste die Einreise der nachziehenden Person(en) erfolgt sein, solange die Person noch minderj&auml;hrig ist. Interessanterweise ist dieser Zeitpunkt lediglich in Ans&auml;tzen von der niederl&auml;ndischen Regierung vorgebracht worden, die die Bestimmung des Zeitpunkts den Mitgliedstaaten &uuml;berlassen wollte. Aus rechtspolitischer Sicht ist zumindest nicht leicht nachvollziehbar, warum die Bundesregierung in diesem Fall nicht ebenfalls interveniert hat.<br>\nDie europarechtswidrige Praxis der Beh&ouml;rden muss nunmehr entsprechend korrigiert werden. Diese Korrektur muss praktisch wirksam sein. In vielen F&auml;llen wird dabei eine R&uuml;cknahme des rechtswidrigen Bescheids allein nicht ausreichen. F&uuml;r beh&ouml;rdlich zu Unrecht verweigerte Nachz&uuml;ge k&ouml;nnte die Frage des Zeitpunkts der Stellung des Antrags auf Familiennachzug relevant sein, da der EuGH daf&uuml;r drei Monate nach Zuerkennung des Schutzstatus f&uuml;r angemessen h&auml;lt, ohne dass dies sich direkt aus der Richtlinie ergeben w&uuml;rde. Rechtlich interessant sind auch die Konstellationen, in denen eine Person w&auml;hrend des Asylverfahrens vollj&auml;hrig wurde und wegen der deutschen Praxis auf einen Familiennachzugsantrag verzichtet hat. Hier k&ouml;nnte beispielsweise an eine &Uuml;bergangsfrist zur nachtr&auml;glichen Beantragung des Familiennachzugs gedacht werden, die verfahrensrechtlich so ausgestaltet sein m&uuml;sste, dass der Familiennachzug tats&auml;chlich erm&ouml;glicht wird. Das bedeutet, dass die Person beantragen sollte, so gestellt zu werden als ob ihr gerade erst die Fl&uuml;chtlingseigenschaft zuerkannt worden w&auml;re und daher der Nachzugsantrag noch rechtzeitig gestellt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/den-behoerden-beine-machen-das-eugh-urteil-zur-familienzusammenfuehrung-von-fluechtlingen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verdacht auf weitreichenden Skandal im Bamf<\/strong><br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) wird offenbar von einem gr&ouml;&szlig;eren Skandal heimgesucht. Ermittler gehen nach Recherchen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und Radio Bremen davon aus, dass eine leitende Mitarbeiterin der Beh&ouml;rde in etwa 2000 F&auml;llen Asyl gew&auml;hrt haben soll, obwohl die rechtlichen Voraussetzungen daf&uuml;r nicht gegeben waren. Es geht dabei um den Zeitraum zwischen 2013 und 2017. Zuvor war von 1200 F&auml;llen die Rede.<br>\nDie betroffene Mitarbeiterin soll die Au&szlig;enstelle des Bamf in Bremen geleitet haben, sie wurde mittlerweile vom Dienst suspendiert. Offenbar arbeitete sie mit drei Anw&auml;lten zusammen, die ihr systematisch Asylbewerber zuf&uuml;hrten, auch solche aus anderen Bundesl&auml;ndern. Die Bremer Staatsanwaltschaft best&auml;tigte auf Anfrage, dass es Ermittlungen gegen die ehemalige Leiterin, drei Rechtsanw&auml;lte aus Bremen und Niedersachsen und einen Dolmetscher g&auml;be.<br>\nDer Verdacht lautet auf Bestechlichkeit und bandenm&auml;&szlig;ige Verleitung zur missbr&auml;uchlichen Asylantragsstellung. Die Au&szlig;enstelle Bremen sei demnach formal f&uuml;r die Antragssteller nicht zust&auml;ndig gewesen, die Leiterin habe &uuml;ber die Antr&auml;ge in Eigenregie offenbar dennoch entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eil-verdacht-auf-weitreichenden-korruptionsskandal-im-bamf-1.3952546\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lorenz G&ouml;sta Beutin zum Export deutscher Kleinwafffen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung warnt vor der Verbreitung und dem Einsatz von Kleinwaffen in aller Welt und br&uuml;stet sich mit einer angeblichen Reduzierung von Waffenexporten. Tats&auml;chlich ist es aber genau anderesherum: Das Gesch&auml;ft mit Waffen boomt &ndash; 2017 war ein neues Rekordjahr f&uuml;r den deutschen Export von Kleinwaffen. Die Zahlen sind erschreckend. Genaues kann in einer <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/011\/1901102.pdf\">kleinen Anfrage meiner Fraktion<\/a> nachgelesen werden.<br>\nWir brauchen ein generelles Verbot des Exports von Kleinwaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lgbeutin\/videos\/2134007933281972\/\">Lorenz G&ouml;sta Beutin via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>CIA-U-Boot bei &ldquo;Bild&rdquo;: Palantir-Chef wird Aufsichtsrat bei Springer<\/strong><br>\nDer Mitgr&uuml;nder und Chef der US-Sicherheits- und Softwarefirma Palantir Technologies, Alexander Karp, zieht in den Aufsichtsrat des Axel-Springer-Verlags ein, wie der Verlag mitteilte. &ldquo;Alexander Karp ist einer der erfolgreichsten und wichtigsten Vordenker der Digitalwirtschaft&rdquo;, sagte Springer-Aufsichtsratschef Giuseppe Vita.<br>\nPalantir ist mit einer Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar zweifellos erfolgreich. Doch die Firma und ihr Mitgr&uuml;nder Alexander Karp sind auch dubios. Denn etwa um die bei Facebook und Google gesammelten Daten nutzen zu k&ouml;nnen, brauchen Geheimdienste Analyse-Werkzeuge. Oder, wie Focusschreibt:<br>\n&bdquo;Um Str&ouml;mungen wie Occupy auch effektiv &uuml;berwachen zu k&ouml;nnen, braucht es jedoch noch eine zweite Komponente &ndash; Software, mit der sich riesige Datenmengen wie die von Facebook gezielt verkn&uuml;pfen und visualisieren lassen. (&hellip;)<br>\nDas Magazin f&uuml;hrt weiter aus, dass die CIA &uuml;ber ihre Investmentfirma In-Q-Tel bereits eine &ldquo;strategische Investition&rdquo; in Palantir Technologies get&auml;tigt habe. F&uuml;r das FBI, die CIA und die NSA entwickelt Palantir laut dem US-Wirtschaftsmagazin Forbes einige &ldquo;der m&auml;chtigsten Werkzeuge zum Durchsieben von Daten&rdquo;. Palantirs Software sei f&uuml;r die Geheimdienste ein &ldquo;game changer&rdquo;, so das Nachrichtenportal Business Insider. Auch die Instrumentalisierung von Internetkonzernen wie Facebook oder Google durch Geheimdienste zu &Uuml;berwachungszwecken setzte sehr fr&uuml;h ein und war eng mit der Person Alexander Karp verbunden, wie etwa das Magazin Hintergrundbeschreibt. (&hellip;)<br>\nDie dpa schreibt weiter, das Palantir im Verdacht stehe, Kontakte zur Firma Cambridge Analytica unterhalten zu haben, die mit illegal erlangten Facebook-Daten Einfluss auf die US-Pr&auml;sidentschaftswahl genommen haben soll. Zudem sei die Firma in den USA durch missbr&auml;uchliche Nutzung von Kundendaten aufgefallen. Die Zusammenarbeit mit Cambridge Analytica hat Palantir mittlerweile dementiert. Allerdings habe ein Mitarbeiter auf eigene Faust Kontakte zu Cambridge Analytica gehabt, erkl&auml;rte Palantir dem Finanzdienst Bloomberg. &ldquo;Wir untersuchen das und werden angemessene Ma&szlig;nahmen ergreifen&rdquo;, k&uuml;ndigte eine Sprecherin an.<br>\nDerweil werden Spekulationen lauter, dass auch die Bundeswehr k&uuml;nftig die Dienste von Palantir in Anspruch nehmen k&ouml;nnte, wie das Handelsblattschreibt. Seit vergangenem Jahr habe die Bundeswehr eine Cybereinheit, die &ldquo;von der Innovationskraft der Start-ups profitieren&rdquo; soll, wie die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ganz allgemein formulierte. Und: W&auml;hrend der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz im Februar gab es ein Treffen zwischen von der Leyen und Karp.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/68696-cia-u-boot-bei-bild\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Anti-Terror-Krieg in Mali &ndash; Afghanistan in Afrika<\/strong><br>\nGigantische R&uuml;ckzugsgebiete in der Sahara, eine schwache Regierung in der Hauptstadt: Mali bietet Terroristen beste Bedingungen. F&uuml;r westliche Truppen, auch aus Deutschland, wird das Land immer gef&auml;hrlicher.<br>\nDie Islamisten waren bemerkenswert gut vorbereitet. Sie fuhren mit zwei Fahrzeugen vor eine Uno-Basis in Mali, eins offenbar mit der Kennzeichnung der Uno, ein weiteres in den Tarnfarben der malischen Armee. Und sie trugen blaue Helme, weltweites Erkennungszeichen f&uuml;r die Truppen, die im Uno-Auftrag den Frieden sichern sollen. [&hellip;]<br>\nDie Bundeswehr, die f&uuml;r Minusma knapp 1000 Soldaten stellt, spricht nun von einer &ldquo;neuen Qualit&auml;t&rdquo; in Mali. Die Komplexit&auml;t und die Tarnung der T&auml;ter sowie speziell lackierte Fahrzeuge zeugten von einer Professionalisierung, so die interne Bewertung.<br>\nAuch die Struktur des Widerstands ist &auml;hnlich wie in Afghanistan. Ohne die Clans und ihre Stammesf&uuml;hrer &ndash; Paschtunen in Afghanistan, Tuareg und Fulani im Sahel &ndash; geht in vielen Landesteilen nichts. In Mali ist die H&auml;lfte des Landes n&ouml;rdlich des Niger &ndash; immerhin so gro&szlig; wie Frankreich &ndash; praktisch Stammesgebiet. Hier regieren eher die Ethnien als die Zentralregierung, von der sich die Tuareg schlecht behandelt f&uuml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/mali-und-die-islamisten-ein-neues-afghanistan-in-afrika-a-1203522.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es ist also zu erwarten, da&szlig; der Einsatz in Mali genauso ausgeht wie der Afghanistan, also nie. Weil die Bundeswehr ohne realistische Strategie auf der Basis von Wunschdenken in einen Einsatz geschickt wurde, der lediglich den milit&auml;rstrategischen Anspruch Deutschlands demonstrieren soll. Die Bundesregierung und der Bundestag haben also aus 15 Jahren Desaster in Afghanistan nichts gelernt oder wollen die R&uuml;stungskonzerne unterst&uuml;tzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43634","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43634","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43634"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43634\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43638,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43634\/revisions\/43638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43634"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43634"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43634"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}