{"id":43652,"date":"2018-04-24T07:44:15","date_gmt":"2018-04-24T05:44:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652"},"modified":"2018-04-24T07:44:15","modified_gmt":"2018-04-24T05:44:15","slug":"hinweise-des-tages-3106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h01\">Ein Gesetz bringt Angst und Schrecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h02\">Verteidigungsministerium will 450 Millionen Euro f&uuml;r Waffen ausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h03\">Macrons H&auml;rte gegen Asylmissbrauch und Parteifreunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h04\">Jemen &ndash; Der vergessene Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h05\">Das V&ouml;lkerrecht wahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h06\">Macron: &ldquo;Iran und al-Assad werden einen neuen Krieg vorbereiten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h07\">Lieber Deutschlandfunk: Es kommt noch besser!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h08\">Freihandel als Sackgasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h09\">Ruhe am Set! Die EU verhandelt &uuml;ber Handelsabkommen&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h10\">Zwangsger&auml;umt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h11\">Wie Armut die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen trifft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h12\">Das w&uuml;rde Peter Hartz am Arbeitslosengeld II &auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h13\">Malta macht Mafia-Politik &ndash; und die EU schaut zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h14\">Protektionismus als Chance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h15\">Seit Schr&ouml;der biedert sich die SPD dem neoliberalen Projekt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h16\">Erneuerung ist blo&szlig; eine Floskel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h17\">ARD-B&ouml;rsen-Moderator Markus G&uuml;rne: Intensive Nebent&auml;tigkeit f&uuml;r die Volksbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43652#h18\">Nicht vergessen: Heute Abend kommt die Anstalt!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Gesetz bringt Angst und Schrecken<\/strong><br>\n(&hellip;) dieser Brief ist ein sorgenvoller Brief, ein Brandbrief. Warum? In meinen drei&szlig;ig Jahren als Journalist habe ich viel Kritik an Gesetzen erlebt und selber ge&uuml;bt. Aber nie war die Kritik aller Beteiligten und Betroffenen so massiv, so einhellig, so besorgt, so emp&ouml;rt, so entsetzt wie zu diesem Gesetz: Das vom bayerischen Ministerrat schon beschlossene Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz ist ein Gesetz, das psychisch kranke Menschen in die N&auml;he von Straft&auml;tern r&uuml;ckt und sie wie Straft&auml;ter behandelt.<br>\nEs ist ein Gesetz, das psychisch Kranke zu Gef&auml;hrdern erkl&auml;rt, das ihre &Auml;rzte zu Hilfspolizisten und die psychiatrischen Krankenh&auml;user zu Verwahranstalten macht. Die Menschen, die von diesem &ldquo;Hilfe-Gesetz&rdquo; betroffen sind, sollen nach den Regeln des Kriminalrechts in den psychiatrischen Krankenh&auml;usern festgehalten und der Polizei gemeldet werden. F&uuml;r psychisch Kranke gelten in der Klinik dann die Regeln des Strafvollzugs, die Regeln des Ma&szlig;regelvollzugs und die Regeln der Sicherungsverwahrung. Ihre Entlassung soll der Polizei annonciert, ihre Krankheitsdaten sollen in einer zentralen Datei gespeichert und von den Sicherheitsbeh&ouml;rden abgerufen werden k&ouml;nnen. Wer traut sich da noch, mit Depressionen um Hilfe zu rufen, wer traut sich in Ausnahmesituationen um Intervention zu bitten? Er muss damit rechnen, dass ihm aus seiner Krankheit ein Strick gedreht wird, dass er in einem Staatsberuf nicht eingestellt oder dass er nicht bef&ouml;rdert wird. Ein Krankenhaus ist aber ein Ort, an dem geheilt werden soll &ndash; nicht stigmatisiert.<br>\nAcht Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer psychischen Krankheit; 1,2 Millionen werden station&auml;r behandelt; 120 000 sind zur Diagnose und Therapie untergebracht &ndash; davon derzeit zehn Prozent gegen ihren Willen. Sie werden von so einem Gesetz in Angst und Schrecken versetzt. Und weil der Ministerpr&auml;sident, unter dessen &Auml;gide dieses Gesetz entstanden ist, jetzt Bundesinnenminister ist, muss man f&uuml;rchten, dass der Ungeist dieses Gesetzes bundesweit zu spuken beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nl-link.sueddeutsche.de\/u\/gm.php?prm=6rjPJuRq5T_783191557_103023_15168\">Prantls Blick in der SZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Widerstand gegen das geplante bayerische Polizeiaufgabengesetz<\/strong><br>\nGegen das von der bayerischen Landesregierung geplante Polizeiaufgabengesetz regt sich breiter Widerstand. Bereits am vergangenen Wochenende haben in N&uuml;rnberg und W&uuml;rzburg Tausende protestiert. Ein breites B&uuml;ndnis, an dem sich auch Attac beteiligt, plant weitere Proteste und ruft zu einer Gro&szlig;demonstration am 10. Mai in M&uuml;nchen auf.  Unter dem Motto: &ldquo;Nicht mit uns &ndash; Nein zum  neuen Polizeiaufgabengesetz &ndash; #NoPAG!&rdquo; wollen neben Attac etwa 50 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Ablehnung deutlich machen.<br>\n&ldquo;Was von der Landtagsmehrheit mit dem Stichwort &lsquo;Pr&auml;vention&rsquo; gerechtfertigt wird, ist tats&auml;chlich ein massiver Angriff auf unsere demokratischen Rechte&rdquo; sagt Laura P&ouml;hler, Sprecherin von Attac im B&uuml;ndnis &ldquo;Nein zum Polizeiaufgabengesetz Bayern&rdquo;. &ldquo;Diese Grundrechtseingriffe betreffen uns alle, Privatpersonen ebenso wie soziale Bewegungen und politische Proteste. Dagegen m&uuml;ssen wir uns einsetzen!&rdquo;<br>\nExpert*innen bezeichnen den Gesetzentwurf als sch&auml;rfstes Polizeirecht seit 1945: Auch ohne das Vorliegen einer konkreten Gefahr sollen die Telefone von B&uuml;rger*innen abgeh&ouml;rt und deren Post ge&ouml;ffnet, Drohnen und Bodycams eingesetzt und die Gesichtserkennung bei Videos auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen und Veranstaltungen eingesetzt werden k&ouml;nnen. Online-Durchsuchungen mit einem direkten Zugriff auf private Computer und der Einsatz von Staatstrojanern, die private Daten nicht nur durchsuchen und abgreifen sondern auch ver&auml;ndern k&ouml;nnen, sind ebenfalls geplant. Dazu kommt die sogenannte pr&auml;ventive DNA-Analyse von Zufallsfunden der Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/widerstand-gegen-das-geplante-bayerische-polizeiaufgabengesetz\/\">attac<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz und das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz, so sieht sie aus die &bdquo;Libertas Bavariae&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verteidigungsministerium will 450 Millionen Euro f&uuml;r Waffen ausgeben<\/strong><br>\nEine Liste des Verteidigungsministeriums beinhalte 18 Posten mit einem jeweiligen Bestellwert von &uuml;ber 25 Millionen Euro, berichten das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; und die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Die Liste ist demnach allerdings &ldquo;vorl&auml;ufig&rdquo; und soll noch vom Haushaltsgesetz 2018 abh&auml;ngen.<br>\nDie Truppe soll unter anderem neue Raketenwerfer, Rettungshubschrauber, Transportflugzeuge und Gefechtsst&auml;nde erhalten. Die Bestellliste beinhaltet den Berichten zufolge auch einen Leasingvertrag f&uuml;r israelische Drohnen des Typs &ldquo;Heron TP&rdquo;, schreiben &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;Handelsblatt&rdquo;.<br>\nF&uuml;r die kommenden neun Jahre soll der neue Vertrag gut eine Milliarde Euro kosten. Geleaste Aufkl&auml;rungsdrohnen setzt die Bundeswehr bislang bereits in Afghanistan und Mali ein. Hierf&uuml;r sollen die Betreibervertr&auml;ge bis Ende Februar 2020 verl&auml;ngert werden, darauf hatten sich CDU, CSU und SPD bereits im Koalitionsvertrag verst&auml;ndigt.<br>\nAu&szlig;erdem sind den Berichten zufolge Verbesserungen f&uuml;r den Sch&uuml;tzenpanzer Puma und einen Instandhaltungsvertrag f&uuml;r den Hubschrauber NH90 geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundeswehr-verteidigungsministerium-will-450-millionen-euro-fuer-waffen-ausgeben-a-1204245.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> W&auml;hrend die &ouml;ffentliche Infrastruktur verf&auml;llt, es im Gesundheitsbereich, wie gerade im Pflegebereich, hinten und vorne an ausreichender Finanzierung fehlt, wird f&uuml;r die R&uuml;stung das Geld mit vollen H&auml;nden ausgegeben. Ein Schelm wer denkt, die immer weitere Eskalation der Auseinandersetzung mit Russland w&uuml;rde in irgendeinem Zusammenhang mit den Interessen der R&uuml;stungsindustrie stehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Macrons H&auml;rte gegen Asylmissbrauch und Parteifreunde<\/strong><br>\nMacrons eiserne Hand, Innenminister Collomb, warnt in der Asyl-Debatte vor einer &bdquo;&Uuml;berflutung ganzer Regionen durch Fl&uuml;chtlinge&ldquo;. Zum ersten Mal gibt es innerhalb der Regierungspartei einen nicht zu &uuml;berbr&uuml;ckenden Gewissenskonflikt.<br>\nFrankreichs Parlament hat am Sonntagabend nach einer hitzigen, mehr als 60 Stunden dauernden Debatte ein neues Asylgesetz verabschiedet. Die neuen Rechtsvorschriften &bdquo;f&uuml;r kontrollierte Zuwanderung, f&uuml;r ein effektives Asylgesetz und gelungene Integration&ldquo; wirken wie der Versuch einer Quadratur des Kreises.<br>\nDenn einerseits sollen Asylverfahren deutlich beschleunigt und Asylberechtigte besser behandelt werden. Auf der anderen Seite will man Migranten ohne Asylanspruch gezielt abschrecken und beispielsweise die Dauer der Abschiebehaft von 45 auf 90 Tage verl&auml;ngern.<br>\nDas Gesetz atmet mit anderen Worten den pragmatischen Geist von Emmanuel Macrons Partei La R&eacute;publique en Marche (LaREM), das Sowohl-als-auch, eine Mischung aus Humanit&auml;t und H&auml;rte. Das klingt perfekt, ist aber leider nur die Theorie.<br>\nDie Praxis sieht anders aus, de facto entzweit das neue Asylgesetz die politischen Lager. Gr&auml;ben brechen wieder auf, die auch En Marche nicht einfach &uuml;berbr&uuml;cken kann. Die kontroverse Marathondebatte in der Nationalversammlung hat gezeigt, dass man ein Ende der Links-rechts-Gegens&auml;tze feierlich deklarieren kann; die zugeh&ouml;rigen &Uuml;berzeugungen sind trotzdem sehr lebendig, wenn es ans Eingemachte politischer Grundfragen geht. [&hellip;]<br>\nDie Linke dagegen, Sozialisten (PS) und Vertreter von Jean-Luc M&eacute;lenchons La France Insoumise, des aufm&uuml;pfigen Frankreichs, halten das Gesetz f&uuml;r inhuman und rigide. Es sei ein &bdquo;unn&uuml;tzes, gef&auml;hrliches und zynisches Gesetz&ldquo;, sagte w&auml;hrend der Debatte ein PS-Abgeordneter.<br>\nAuch Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International gehen hart mit dem Gesetz ins Gericht und kritisieren vor allem die M&ouml;glichkeit, selbst Kinder &uuml;ber einen Zeitraum von drei Monaten einsperren zu d&uuml;rfen. Als sch&auml;rfster Kritiker des Gesetzes gilt Jacques Toubon, staatlicher Ombudsmann und konservativer Politiker, der Teile des Asylgesetzes als &bdquo;skandal&ouml;s&ldquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article175735490\/Neues-Gesetz-in-Frankreich-Macrons-Haerte-gegen-Asylmissbrauch-und-Parteifreunde.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Oh, der sozialliberale Halbgott entpuppt sich, &Uuml;berraschung, nicht nur als knallharter Neoliberaler und &ldquo;Pr&auml;sident der Reichen&rdquo;, sondern auch als knallharter Ausl&auml;nderfeind und Antidemokrat. Denn seinen auch schon nicht basisdemokratisch gew&auml;hlten, sondern handverlesenen LREM-Abgeordneten droht der Parteiausschlu&szlig; (!!), wenn sie gegen Macrons Vorlage stimmen. Das ist derselbe Macron, der noch vor ein paar Tagen in einer vielbeachteten Rede vor dem Sieg autorit&auml;rer Regierungen (gemeint waren die von Ungarn, Polen und Ru&szlig;land) gewarnt hat, in seiner eigenen (in dem Fall w&ouml;rtlich zu nehmen) Partei und in Frankreich aber nahezu diktatorisch regiert bzw. regieren will.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Jemen &ndash; Der vergessene Krieg<\/strong><br>\nIm M&auml;rz j&auml;hrte sich der Beginn des Jemen-Kriegs zum dritten Mal. JusticeNow! nahm dies zum Anlass, um sich intensiv mit diesem vergessenen Krieg auseinanderzusetzen. Das Ergebnis ist dieses sechsteilige Special. Teil 1 befasst sich mit der ungeheuren kriegsbedingten humanit&auml;ren Katastrophe. Teile 2-4 behandeln die Rollen der vier wichtigsten regionalen Akteure dieses Kriegs: Saudi-Arabien und die Houthi-Rebellen, der Iran und die Vereinigten Arabsichen Emirate. Teil 5 schaut sich die Rolle der Al-Qaida im Jemen an, die die gef&auml;hrlichste Filiale des globalen Terror-Franchise darstellt. Teil 6 wirft abschlie&szlig;end einen Blick auf die brutale Doppelrolle der USA im schon vor dem Krieg &auml;rmsten Lander Arabischen Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-04-23\/jemen-der-vergessene-krieg\/\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Berichterstattung &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg im Jemen oder besser in deren nicht Existenz manifestier sich wieder einmal das Versagen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Liegt das Schweigen im Bl&auml;tterwald etwa daran, dass die islamische Diktatur Saudi-Arabien hier im Auftrag der &bdquo;Guten&ldquo; die B&uuml;rger Jemens massakriert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das V&ouml;lkerrecht wahren<\/strong><br>\nDas V&ouml;lkerrecht ist zwar nicht durchsetzbar wie staatliches Recht, aber es gilt &ndash; auch das Gewaltverbot. Es ist allerdings nicht dazu da, um Gewaltherrscher wie Assad in Syrien zu sch&uuml;tzen.<br>\nGilt jetzt gar nichts mehr? Syrien scheint derzeit nicht nur ein Experimentierfeld f&uuml;r Bomben und Granaten zu sein, sondern auch ein rechtsfreier Raum. Das eine h&auml;ngt nat&uuml;rlich mit dem anderen zusammen. Das Land ist ein Haus mit vielen Schl&auml;chtern. Die T&uuml;rkei marschiert auf ihrem Feldzug gegen die Kurden in das Nachbarland ein, ohne jedes Mandat und ohne angegriffen worden zu sein. Russen wie auch gelegentlich Amerikaner werfen Bomben in das schon weitgehend verw&uuml;stete Land. Und es regiert weiterhin ein Diktator, der seine eigene Bev&ouml;lkerung mit Giftgas und Fassbomben umbringt.<br>\nDa dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, alle internationalen Regeln g&auml;lten nicht mehr. Und es f&auml;llt auf, dass sie auch kaum mehr bem&uuml;ht werden. Der j&uuml;ngste Angriff auf die Giftgasanlagen durch die drei westlichen st&auml;ndigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats Vereinigte Staaten, Gro&szlig;britannien und Frankreich ist ein weiteres Glied in dieser Kette. Auch f&uuml;r diesen milit&auml;rischen Einsatz gab es keine Erm&auml;chtigung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Zur Erinnerung: Das Gewaltverbot ist ein zentraler Grundsatz der UN-Charta. Das grunds&auml;tzliche Verbot des Einsatzes milit&auml;rischer Mittel in den zwischenstaatlichen Beziehungen gilt auch als zwingendes V&ouml;lkergewohnheitsrecht. Alle Staaten m&uuml;ssen sich daran halten.<br>\nVerantwortung f&uuml;r Krieg und Frieden<br>\nAndererseits hei&szlig;t das nat&uuml;rlich nicht, dass das Gewaltverbot stets beachtet wurde und wird. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust, diesem unvorstellbaren Zivilisationsbruch, der die Gr&uuml;ndung der Vereinten Nationen zur Folge hatte, ist oft gegen deren Fundamente versto&szlig;en worden. Das bedeutet aber nicht, dass das V&ouml;lkerrecht nur auf dem Papier st&uuml;nde. Es ist zwar nicht durchsetzbar wie staatliches Recht, aber es gilt &ndash; auch das Gewaltverbot. Der willk&uuml;rliche Einsatz von milit&auml;rischen Mitteln wird als Unrecht empfunden. [&hellip;]<br>\nFreilich darf eine Blockade des UN-Sicherheitsrats, wie sie lange die Regel war, nicht einfach als Argument f&uuml;r einen Einmarsch in fremde L&auml;nder dienen. Eine humanit&auml;re Intervention als letztes Mittel hat sich weltweit nicht als Recht durchgesetzt, zu gro&szlig; w&auml;re die Gefahr eines Missbrauchs; sie hat aber auch wichtige F&uuml;rsprecher gefunden. Es gibt extreme Situationen, in denen &ndash; gerade auch mit Blick auf die Werte der UN-Charta &ndash; ein Unt&auml;tigbleiben unzumutbar erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/faz-syrien-kommentar-das-voelkerrecht-wahren-15556358.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine so verdrehte Argumentation mu&szlig; man erst mal hinkriegen: die FAZ sieht (vermutlich nach dem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags) ein, da&szlig; der Angriff auf die angebliche Giftgasfabrik in Damaskus durch die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich eine V&ouml;lkerrechtsverletzung war. Diese Verletzung ist einerseits schlecht. Aber andererseits darf man das V&ouml;lkerrecht nicht absolut setzen, sondern mu&szlig; immer den Einzelfall betrachten &ndash; und weil hier ja klar ist (wenn auch weder bewiesen noch durch stichhaltige Indizien belegt, aber es ist nun mal &ldquo;klar&rdquo; und &ldquo;allgemein bekannt&rdquo;), da&szlig; Assad die syrische Bev&ouml;lkerung mit Giftgas massakriert, dann ist der &ldquo;milit&auml;rische Eingriff&rdquo; &ldquo;als letztes Mittel&rdquo; doch &ldquo;[u]nausweichlich&rdquo; und &ldquo;im Sinne der internationalen Ordnung&rdquo;. D. h. manchmal ist es zwingend notwendig, das V&ouml;lkerrecht zu verletzen, um es zu retten. Der Gro&szlig;e Bruder von &ldquo;1984&rdquo; h&auml;tte es nicht sch&ouml;ner sagen k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Macron: &ldquo;Iran und al-Assad werden einen neuen Krieg vorbereiten&rdquo;<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident spricht sich f&uuml;r den Aufbau eines &ldquo;neuen Syrien&rdquo; aus und f&uuml;r eine l&auml;ngere Pr&auml;senz der USA im Land, auch nach dem Sieg &uuml;ber den IS<br>\nDer franz&ouml;sische Pr&auml;sident besucht ab dem heutigen Montag seinen Amtskollegen Trump in Washington. Der konservative Fernsehender Fox nahm den Staatsbesuch zum Anlass, um Macron noch vor der Abreise im Elysee-Palast aufzusuchen, um den interessierten US-TV-Sehern den vergoldeten Arbeitsplatz des franz&ouml;sischen Staatsoberhaupts zu zeigen und dessen Ansichten zu den wichtigsten Themen zu pr&auml;sentieren.<br>\nIm Mittelpunkt des Interviews aus Sicht der Fox-News-Redaktion stand die M&ouml;glichkeit eines Handelskriegs und die Aussage Macrons: &ldquo;Man kann keinen Handelskrieg mit seinen Alliierten machen&rdquo;, welche die Zusammenfassung des Interviews &uuml;bertitelt.<br>\nAber Macron sprach auch &uuml;ber Syrien und zwar &ldquo;unverbl&uuml;mt&rdquo;, wie er selbst betont. Der Fox-Interviewer Chris Wallace wollte einer Behauptung Macrons nachsp&uuml;ren, die dieser nach den Luft-Angriffen der USA, Gro&szlig;britanniens und Frankreichs auf Ziele in Syrien: Dass er, Macron, Trump davon &uuml;berzeugt habe, in Syrien zu bleiben.<br>\nMit der Behauptung, get&auml;tigt im Rahmen einer k&uuml;rzlichen Medienoffensive Macrons (siehe Macron lobt &ldquo;perfekt durchgef&uuml;hrten&rdquo; Angriff auf Syrien), br&uuml;stete sich der franz&ouml;sische Pr&auml;sident eines Einflusses auf Trump, der viele erstaunte. Die Aussage schlug ein paar Wellen in den Medien und in der Diplomatie und wurde dann, wie der Fox-Interviewer Macron entgegenhielt, vom Wei&szlig;en Haus widersprochen: Trump bleibe dabei, die US-Truppen w&uuml;rden aus Syrien abgezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Iran-und-al-Assad-werden-einen-neuen-Krieg-vorbereiten-4030081.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lieber Deutschlandfunk: Es kommt noch besser!<\/strong><br>\nWer sich Dirks Interview mit dem Deutschlandfunk anh&ouml;rt (Link), erlebt trotz der betonten Aufger&auml;umtheit des Radioformats zwei zerknirschte Moderatoren: Sicher, wenn die Bundesbank schreibt, dass Banken keine Geldverleiher, sondern Geldsch&ouml;pfer sind, muss man ihr das wohl oder &uuml;bel glauben.<br>\nAnders als mittelalterliche Geldverleiher haben Banken keine Schatztruhen mit Geld in ihren Gew&ouml;lben und brauchen zur Kreditgew&auml;hrung auch keine Sparvorr&auml;te ihrer Kunden. Im Vergleich zu Geldverleihern schaffen sie vielmehr tats&auml;chlich &bdquo;Geld aus dem Nichts&ldquo;, indem sie dem Kreditkunden einfach Zahlen auf dessen Kreditkonto gutschreiben.<br>\nUnd dennoch: Dass auch die Bundesbank, die SERI&Ouml;SE Bundesbank, die gerade ihr 50-j&auml;hriges Bestehen feiert, eine Bank sein soll, die im Prinzip Geld aus dem Nichts sch&ouml;pft &ndash; nicht zu fassen!<br>\nKeine Angst, liebe Moderatoren des Deutschlandfunks. Wir wissen zwar nicht, was Eure Unkenntnis und Eure Vorurteile mit der Seriosit&auml;t der Bundesbank zu tun haben. Aber es kommt eh&rsquo; noch viel besser:<br>\nNicht nur Kredit, sondern &uuml;berhaupt alles moderne Geld kommt &bdquo;aus dem Nichts&ldquo;!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pufendorf-gesellschaft.org\/single-post\/2018\/04\/19\/Lieber-Deutschlandfunk-Es-kommt-noch-besser\">Pufendorf Gesellschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandel als Sackgasse<\/strong><br>\nDie Abh&auml;ngigkeit von Rohstoffexporten kann nur durch eine strukturelle Transformation der inl&auml;ndischen Wirtschaft &uuml;berwunden werden. Die derzeitige europ&auml;ische Handelspolitik f&uuml;hrt aber zwangsl&auml;ufig zu Entwicklungsblockaden. Obwohl Kanzlerin Angela Merkel und Entwicklungsminister Gerd M&uuml;ller die Handelsabkommen mit afrikanischen Staaten mittlerweile als sch&auml;dlich und &laquo;nicht richtig&raquo; bezeichnet haben, beharren Deutschland und die Europ&auml;ische Union (EU) gegen&uuml;ber den meist rohstoffreichen Staaten Afrikas weiterhin auf dem Abschluss solcher Abkommen. Diese Handelsvertr&auml;ge zementieren die Rohstoffexportabh&auml;ngigkeit und behindern eine grundlegende Ver&auml;nderung der Wirtschaftsstruktur in rohstoffreichen L&auml;ndern, ohne die eine soziale und wirtschaftliche Entwicklung kaum m&ouml;glich ist.<br>\nDie EPAs und die so durchgesetzte Freihandelsdoktrin stellen eine (weitere) H&uuml;rde zur &Uuml;berwindung der Rohstoffexportabh&auml;ngigkeit dar. L&auml;nder wie Tansania und Nigeria lehnen die EPAs deswegen ab: Nigerias Pr&auml;sident Buhari f&uuml;rchtet &laquo;negative Folgen f&uuml;r Nigerias Industrialisierung&raquo;; der tansanische Parlamentspr&auml;sident Job Ndugai sagt, &laquo;man m&uuml;sse verr&uuml;ckt sein, das Abkommen [&hellip;] zu ratifizieren&raquo;.<br>\nEin Umlenken in Sachen Handelspolitik ist von der EU kaum zu erwarten. Ende 2017 ver&ouml;ffentlichte die EU-Kommission erste Vorschl&auml;ge zur Neuverhandlung des AKP-EU-Vertrags f&uuml;r die Zeit nach 2020. Diese Abkommen werden in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden ausgehandelt und formulieren die Leitlinien der Zusammenarbeit in den Feldern der Entwicklungs- und Handelspolitik sowie der politischen und kulturellen Kooperation.<br>\nIn ihrem ersten Entwurf eines Verhandlungskonzepts zielt die EU darauf ab, die Freihandelsabkommen mit Afrika (EPAs) sogar noch zu vertiefen und auf den Investitionsschutz, die Wettbewerbspolitik und das Thema geistiges Eigentum auszuweiten.<br>\n&Uuml;berraschend ist, wie unverbl&uuml;mt die EU ihr Interesse an einem freien Zugang zu den afrikanischen Rohstoffen kundtut. So ist die Rede von einem &laquo;fairen, nachhaltigen und unverzerrten Zugang zu den Rohstoffen, der die Souver&auml;nit&auml;t der rohstoffreichen L&auml;nder vollst&auml;ndig anerkennt&raquo;. Das ist jedoch ein Widerspruch zu den EPAs, denn diese nehmen den rohstoffreichen Staaten durch die Einschr&auml;nkung von politischem Handlungsspielraum die Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber den Zugang zu ihren Rohstoffen selbst zu entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/04\/23\/rohstoffreiche-staaten-freihandel-als-sackgasse\/\">zebralogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ruhe am Set! Die EU verhandelt &uuml;ber Handelsabkommen&hellip;<\/strong><br>\nZu mehr Offenheit und &Ouml;ffentlichkeitsbeteiligung aufgefordert, bewirbt die Europ&auml;ische Kommission ihre Handelsverhandlungen nun als transparent und integrativ. Wichtige Informationen &uuml;ber EU-Handelsabkommen werden den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern jedoch weiterhin vorenthalten.<br>\nSelbst die Regierungen der Mitgliedstaaten beklagen sich regelm&auml;&szlig;ig dar&uuml;ber, dass sie im Dunkeln gelassen werden. Gleichzeitig haben weiterhin die Unternehmen bei den EU-Handelsgespr&auml;chen das Sagen.<br>\nIm Januar 2018 sagte die f&uuml;r Handel zust&auml;ndige EU-Kommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m zu Reportern, dass &raquo;Transparenz unerl&auml;sslich ist, um die B&uuml;rger &uuml;ber unsere Handelspolitik zu informieren und Vertrauen in unser Handeln aufzubauen&laquo;. Im Mai 2017 klang das Drehbuch ganz &auml;hnlich: &raquo;Ich verpflichte mich, wie bei allen unseren Verhandlungen f&uuml;r Transparenz und Engagement zu sorgen&laquo;, so Malmstr&ouml;m damals.<br>\nBezogen auf das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan (JEFTA), das kurz vor der Ratifizierung steht und das im April 2018 auf der Tagesordnung des EU-Rates stehen k&ouml;nnte, erkl&auml;rte die Kommissarin: &raquo;Berichte &uuml;ber alle letzten Verhandlungsrunden mit Japan sind auf unserer Website abrufbar, ebenso wie unsere neuen Verhandlungsvorschl&auml;ge&laquo;.<br>\nDiese Behauptung ist leider falsch. Der Verhandlungsf&uuml;hrer der EU f&uuml;r das Abkommen zwischen der EU und Japan war im Juni und Oktober 2017 in Tokio, obwohl die letzte Verhandlungsrunde bereits offiziell abgeschlossen war. Informationen &uuml;ber diese Besuche findet man nirgendwo auf der Kommissions-Website. So viel zu den Verpflichtungen und Versprechungen&hellip; Was passiert hinter den Kulissen, wenn die EU Handelsabkommen aushandelt? Stimmen die Aktionen hinter den Kulissen mit dem offiziellen Drehbuch &uuml;berein? &hellip;<br>\nSchauen wir uns das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan noch einmal an: Zwischen dem 10. Januar 2014 und dem 12. Januar 2017 fanden 213 externe Treffen mit Lobbyisten statt, um Einzelheiten des Abkommens zu er&ouml;rtern. 89 Prozent dieser Lobbyisten vertraten Unternehmen. Kein einziges dieser 213 Treffen fand mit Vertretern von Gewerkschaften oder einem Verband kleiner und mittlerer Unternehmen statt. Nach neueren Zahlen bez&uuml;glich der Lobbysitzungen in der Endphase der Verhandlungen im Jahr 2017 gefragt, weigerte sich die EU-Kommission, zu verraten, mit wem sie in dieser Zeit zusammenkam, da ihre Mitarbeiter alle vorhandenen Ressourcen f&uuml;r den Abschluss der Verhandlungen mit Japan einsetzten, was es zu aufw&auml;ndig mache, die scheinbar zu umfangreiche Liste der Lobbygruppen zu enth&uuml;llen. Mit anderen Worten, die &Ouml;ffentlichkeit zu informieren gilt lediglich als sch&ouml;ne M&ouml;glichkeit &ndash; in Zeiten, in denen die Kommission nicht zu besch&auml;ftigt ist.<br>\nUnd selbst das betrifft nur die Treffen zum EU-Japan-Handelsabkommen, die am offiziellen Set stattgefunden haben. Hinter den Kulissen werden Vertreter der japanischen Wirtschaft in Europa zu informellen Br&uuml;sseler Abendessen eingeladen, damit sie mit Abgeordneten aller Parteien und mit Beamten der Europ&auml;ischen Kommission zusammentreffen k&ouml;nnen. Der Regisseur dieser inoffiziellen Inszenierungen: eine Kommunikationsagentur und ihre Firmenkunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/ruhe-am-set-die-eu-verhandelt-ueber-handelsabkommen--2208.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zwangsger&auml;umt<\/strong><br>\nDer amerikanische Soziologe Matthew Desmond hat die Rolle von Wohnraum im Kreislauf der Armut erforscht. F&uuml;r &ldquo;Zwangsger&auml;umt&rdquo; wurde er 2017 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Jetzt liegt sein verst&ouml;rend authentischer Bericht &uuml;ber Verelendung und Profit in amerikanischen St&auml;dten auch auf Deutsch vor.<br>\nDie Geschichte beginnt mit einem Schneeball. Den wirft der 13-J&auml;hrige Jori auf ein vorbeifahrendes Auto und l&auml;uft dann ins Haus. Der Fahrer steigt aus, tritt w&uuml;tend die Wohnungst&uuml;r ein. Die Vermieterin setzt Joris Mutter Arleen mit ihren zwei Jungs auf die Stra&szlig;e. Es ist nicht das erste Mal, dass sie ihre Wohnung verlieren. Und es wird nicht das letzte Mal sein.<br>\nDas ist die hochsymbolische Eingangsszene von &ldquo;Zwangsger&auml;umt&rdquo;. Das Buch von Matthew Desmond, Soziologe an der Princeton-Universit&auml;t, erschien 2016 in den USA und wurde von der Kritik hochgelobt.<br>\nIm amerikanischen Rundfunk NPR erl&auml;utert Desmond seine Motivation.<br>\n&ldquo;Im Vergleich zu anderen prosperierenden Demokratien sind die Tiefe und das Ausma&szlig; der Armut in Amerika einzigartig. Ich wollte das verstehen, und ich wollte vor allem verstehen, welche Rolle Wohnraum dabei spielt. Ich dachte, ich mache das am besten, indem ich mit den Menschen lebe, die aus ihren Wohnungen geworfen werden.&rdquo;<br>\nDas tat er, knapp zwei Jahre lang. Mietete sich in einem Trailer-Park und sp&auml;ter in einem schwarzen Ghetto in Milwaukee ein, einer Stadt in Wisconsin im Mittleren Westen der USA. Er begleitete acht Familien, schwarze und wei&szlig;e, junge und alte, Arbeiter und Akademiker. Unter ihnen ist Arleen, alleinerziehende Mutter von zwei S&ouml;hnen. Und Lamar, dem die F&uuml;&szlig;e abfroren, als er eine Zeitlang obdachlos und auf Crack war. Oder Scott, ein ehemaliger Krankenpfleger, der wegen seiner Schmerzmittel-Sucht seinen Job verlor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/matthew-desmond-zwangsgeraeumt.1310.de.html?dram:article_id=416022\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wie Armut die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen trifft<\/strong><br>\nEs gibt immer weniger junge Menschen in Deutschland &ndash; doch der Anteil der 15- bis 25-J&auml;hrigen, die einen erh&ouml;hten F&ouml;rderbedarf haben, steigt. Inzwischen haben ein Viertel der jungen Menschen, die bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit eine gef&ouml;rderte Berusvorbereitung oder Ausbildung beginnen, eine psychische Behinderung. Dazu geh&ouml;ren zum Beispiel Lernbehinderungen oder Depressionen. Sie sind oft nicht angeboren, sondern werden durch belastende Lebensumst&auml;nde erzeugt.<br>\nDas erkl&auml;rt, warum Menschen, die von Hartz IV leben, &uuml;berdurchschnittlich oft betroffen sind: &ldquo;Die &sbquo;Nebenwirkungen&lsquo; von Hartz IV &ndash; Armut, beengtes Wohnen, geringere Bildungschancen, weniger Teilhabe an der Gesellschaft &ndash; k&ouml;nnen die k&ouml;rperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen. Darauf weisen Experten seit Jahren hin&rdquo;, sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. &ldquo;Es ist h&ouml;chste Zeit, dass die Bundesregierung eine Strategie entwickelt, die diesen Teufelskreis bricht. Sie sollte den Empfehlungen der Sachverst&auml;ndigenkommission des 13. Kinder- und Jugendberichts folgen und die &sbquo;Verringerung ungleicher Gesundheitschancen&lsquo; zum &sbquo;vorrangigen nationalen Gesundheitsziel&lsquo; erkl&auml;ren &ndash; und entsprechend handeln.&ldquo;<br>\nVon gleichen Chanchen sind behinderte Hartz IV-Empf&auml;nger jedoch noch weit entfernt. Im Gegenteil: Obwohl sich psychische Behinderungen und Lernbehinderungen durch Pr&auml;vention und F&ouml;rderung in vielen F&auml;llen vermeiden lie&szlig;en, erhalten die Betroffenen oft keinerlei Unterst&uuml;tzung. &ldquo;Im Gegensatz zu berufst&auml;tigen behinderten Menschen k&ouml;nnen behinderte Hartz IV-Empf&auml;nger keine Mehrausgaben geltend machen&rdquo;, kritisiert Annelie Buntenbach. &ldquo;Sie bekommen auch keine zus&auml;tzliche finanzielle Unterst&uuml;tzung, wenn sie behinderte Kinder haben. Pr&auml;vention oder therapeutische Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnten in vielen F&auml;llen helfen, sind aber schlichtweg nicht finanzierbar. Schlechtere Chancen auf eine Ausbildung, deren Abschluss und ein selbstbestimmtes Leben sind die Folge.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++492b57f4-4493-11e8-9e8c-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das w&uuml;rde Peter Hartz am Arbeitslosengeld II &auml;ndern<\/strong><br>\nKurz vor dem SPD-Parteitag hat Peter Hartz, Architekt der nach ihm benannten Arbeitsmarktreform, die Idee eines &bdquo;solidarischen Grundeinkommens&ldquo; scharf zur&uuml;ckgewiesen. &bdquo;Es w&auml;re ein Salto r&uuml;ckw&auml;rts&ldquo;, sagte der 76-J&auml;hrige der &bdquo;Bild&ldquo;. &bdquo;Wir haben mit der Reform gerade die Erwerbslosen aus der Sackgasse geholt und ihnen den Arbeitsmarkt ge&ouml;ffnet. Sie w&uuml;rden jetzt wieder als zweitklassig eingestuft.&ldquo;<br>\nDie Idee geht auf den Berliner Regierungschef Michael M&uuml;ller (SPD) zur&uuml;ck. Er hat als Hartz-Alternative ein &bdquo;solidarisches Grundeinkommen&ldquo; von 1200 Euro im Monat f&uuml;r B&uuml;rger vorgeschlagen, die zu gemeinn&uuml;tziger, sozialversicherungspflichtiger Arbeit bereit sind.<br>\nR&uuml;ckendeckung erh&auml;lt M&uuml;ller vom linken Fl&uuml;gel der SPD. Der kommissarische SPD-Chef und Finanzminister Olaf Scholz hat dagegen bereits betont, dass er am Hartz-IV-Grundprinzip derzeit nicht r&uuml;tteln will.<br>\nPeter Hartz, fr&uuml;herer VW-Personalstand, gilt als einer der V&auml;ter der Agenda 2010 des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schr&ouml;der. Mit den Reformen wurden vor rund 15 Jahren unter anderem Arbeitslosengeld und Sozialhilfe zusammengelegt, zugleich wurde der Arbeitsmarkt flexibilisiert.<br>\nIn der &bdquo;Bild&ldquo; mahnte er eine Weiterentwicklung von Hartz IV an. &bdquo;Eine so gro&szlig;e Reform lebt immer&ldquo;, sagte Hartz. Inzwischen habe die Wissenschaft viel mehr Erkenntnisse, um Talente zu erkennen und zu f&ouml;rdern: &bdquo;Ich setze auf den neuen Arbeitsminister Hubertus Heil, dass er diese Fortschritte nun endlich aufgreift.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article175677479\/Hartz-IV-Das-wuerde-Peter-Hartz-am-Arbeitslosengeld-II-aendern.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das kann man einfach nicht mehr kommentieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Malta macht Mafia-Politik &ndash; und die EU schaut zu<\/strong><br>\nMalta, der kleinste EU-Staat, &auml;hnelt mit seinen einflussreichen Familien und dem Filz aus politischer Macht und gesch&auml;ftlichen Interessen an das benachbarte Sizilien. Wer dort die etablierte Ordnung der Cosa Nostra infrage stellt, muss um sein Leben f&uuml;rchten. &hellip;<br>\nMalta war einst Heimat der Kreuzritter, trat sp&auml;ter dem Commonwealth und der EU bei. Heute sieht sich Malta als Anbieter von &ldquo;Premium&rdquo;-Diensten f&uuml;r Ausl&auml;nder, von der Briefkastenfirma bis zum EU-Pass. Ausl&auml;nder sind willkommen, solange sie Geld mitbringen und nicht zu viele Fragen stellen.<br>\nDemokratie &ldquo;Die Hinterm&auml;nner werden gesch&uuml;tzt&rdquo;<br>\nMalta ist, so gesehen, ein sizilianisches Liechtenstein. Einerseits m&ouml;chte man unter sich sein, sich auf alte Seilschaften verlassen, Querulanten einsch&uuml;chtern und seinen Gesch&auml;ften nachgehen &ndash; auch den kriminellen. Andererseits m&ouml;chte man global &uuml;berall mitmischen, vor allem in der lukrativen Welt der financial services. So trifft Archaisches auf Weltgewandtes. Malta will beides sein und beides haben.<br>\nMaltas Politiker verkaufen erst sich selbst, dann verkaufen sie Europa<br>\nAn dieser Doppelgesichtigkeit hat sich die maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia abgearbeitet, bis sie vor einem halben Jahr umgebracht wurde. Ihre M&ouml;rder r&auml;chten sich, wie man es aus dem Film Der Pate kennt, mit einer Autobombe. Seitdem fragt sich das Land, ob es ein Mafia-Staat ist. Auf jeden Fall ist Malta Nostra ideal f&uuml;r die Mafia. Eine verdienstvolle Delegation von EU-Abgeordneten und die Journalisten des &ldquo;Daphne-Projekts&rdquo; haben herausgearbeitet, dass Malta noch nicht einmal eine saubere Gewaltenteilung gew&auml;hrleistet. Das organisierte Verbrechen breitet sich aus. Mal schie&szlig;en Killer auf Motorr&auml;dern ihren Opfern in den Kopf, mal w&auml;scht die kriminelle N&rsquo;drangheta ihre Milliarden in &ouml;rtlichen Firmen. Korruption ist hier Staatsr&auml;son.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/europaeische-union-malta-macht-mafia-politik-und-die-eu-schaut-zu-1.3948884\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Protektionismus als Chance<\/strong><br>\nIn der Geschichte des globalen Kapitalismus setzte Protektionismus dann ein, als sich westeurop&auml;ische Staaten, allen voran Gro&szlig;britannien, im 18. Jahrhundert vom Freihandel abwandten und begannen, die einheimische Industrieproduktion gegen&uuml;ber der damals den Weltmarkt beherrschenden asiatischen Konkurrenz zu sch&uuml;tzen. Mit Z&ouml;llen, Import- und Konsumverboten ging die Sicherung der Absatzm&auml;rkte einher. Waffengewalt tat ein &Uuml;briges. Einmal an der Spitze, erfolgte der Wechsel zum Freihandel, um damit Bezugs- und Absatzm&auml;rkte zu sichern. Schutzma&szlig;nahmen wurden nun von jenen ergriffen, die den Aufbau industrieller Kapazit&auml;ten auf ihrem Staatsgebiet f&ouml;rdern wollten: im 19. Jahrhundert vor allem Deutschland und die USA, im 20. Jahrhundert jene postkolonialen Staaten, die in Osteuropa und im globalen S&uuml;den aus den (Kolonial-)Reichen hervorgegangen waren. Aus der Perspektive der Marktf&uuml;hrer, die &Ouml;ffnung einforderten, wurde Protektionismus nun als St&ouml;rung des freien Handels diffamiert.<br>\nAus der Perspektive der Entwicklung, die mit der Entkolonisierung zum beherrschenden Topos der postkolonialen Staaten wurde, war der Schutz vor der &uuml;berm&auml;chtigen Marktmacht der westlichen Gro&szlig;m&auml;chte eine zentrale Voraussetzung f&uuml;r die &Uuml;berwindung ihrer Abh&auml;ngigkeit. &hellip;<br>\nUm ausl&auml;ndische Investitionen, Kredit, Technologie und Know-how zu erhalten, waren die Entwicklungsl&auml;nder gezwungen, ihre M&auml;rkte f&uuml;r westliche Waren zu &ouml;ffnen &ndash; insbesondere, seit von den 1970er Jahren an die Umwandlung der zentralisierten Fabrik am Konzernsitz in eine Kette von Produktionsstandorten einsetzte, an die einzelne Arbeitsschritte ausgelagert wurden. Diese sogenannten globalen G&uuml;terketten erforderten die bedingungslose Freiheit des Waren- und Kapitalverkehrs, um Komponenten just in time an die jeweils kosteng&uuml;nstigsten Standorte zu transferieren.<br>\nEinigen gr&ouml;&szlig;eren Schwellenl&auml;ndern gelang es dabei, die untergeordnete Rolle als &bdquo;verl&auml;ngerte Werkbank&ldquo; am untersten Ende zum Aufstieg in wertsch&ouml;pfungsintensivere Positionen in der G&uuml;terkette zu nutzen. Am erfolgreichsten dabei waren China und Indien. Beide konnten auf einer alten industriellen Tradition aufbauen, bis sie mit Kolonisierung (Indien) und &bdquo;ungleichen Vertr&auml;gen&ldquo; im Gefolge der Opiumkriege (China) im 19. Jahrhundert in die Knie gezwungen wurden. Nun stellten sie wieder ernsthafte Konkurrenten f&uuml;r die alten Industriel&auml;nder dar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/protektionismus-als-chance\">Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Seit Schr&ouml;der biedert sich die SPD dem neoliberalen Projekt an<\/strong><br>\nViel zu lange hat sich die SPD von Angela Merkel und den Turbo-Kapitalisten einlullen lassen. Der Partei gelingt nur noch eine Placebo-Therapie gegen deren Ausw&uuml;chse. Da hilft nur knallharter linker Realismus &ndash; findet ein SPDler.<br>\n&bdquo;Die M&auml;rkte lieben Angela Merkel&ldquo;, sagte der Europachef der Investmentbank Goldman-Sachs, Richard Gnodde, vor der letzten Bundestagswahl. &bdquo;Die deutsche Kanzlerin hat bewiesen, dass sie eine sehr vertrauensw&uuml;rdige, sehr stabile, sehr starke Anf&uuml;hrerin ist &ndash; und das &uuml;ber viele Jahre, durch etliche Krisen. Das alles sch&auml;tzen die M&auml;rkte&ldquo;, meinte Gnodde.<br>\nDa versteht man sich. Merkel und die Hardcore-Kapitalisten: eine Einheit, eine wahre Liebe. Genau das ist aber das Problem: diese Einheit von Turbo-Kapitalisten und den Regierungschefs.<br>\nDie Linke muss sich dagegen nun erheben und laut anprangern und damit authentischen Ver&auml;nderungswillen zeigen. Das heute ist alles nicht das, was uns nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion angek&uuml;ndigt wurde. Das ist nicht das &bdquo;goldene Zeitalter&ldquo;. Und wir sind auch nicht auf gutem Weg dahin. Wir sind vielmehr vom Weg abgekommen.<br>\nDie Linke hat dabei zentral dazu beigetragen, dass wir vom Weg abgekommen sind. Gerade die moderate Linke ist es, die half, den Glauben von allen geschlagenen K&auml;mpfen und dem &bdquo;Ende der Geschichte&ldquo; (Francis Fukuyama) sowie den Glauben an eine &bdquo;Autobahn des Fortschritts&ldquo; (Pankaj Mishra) zur kulturellen Hegemonie zu machen.<br>\nNew Democrats, New Labour, Neue Mitte. All das sind &Uuml;berschriften einer fundamentalen Grundsatzentscheidung gewesen. Denn durch sie hat sich die Linke f&uuml;r einen postideologischen Kurs des Spiegelstrichpragmatismus entschieden und wurde zum Helfershelfer des gro&szlig;en Finanzkapitals. Sie gab also ihre Rolle als Gegenmacht zum Kapital und als Schutzmacht der kleinen Leute weitgehend auf. Die SPD etwa biederte sich so seit Gerhard Schr&ouml;der dem neoliberalen Projekt an und macht seitdem nur noch eine Placebo-Therapie gegen die wildesten Ausw&uuml;chse der neoliberalen Agenda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article175656602\/SPD-Seit-Gerhard-Schroeder-nur-noch-Anbiederung-an-Neoliberalismus.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So etwas von einem SPD-Grundsatzreferenten in der WELT &ndash; Respekt!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Erneuerung ist blo&szlig; eine Floskel<\/strong><br>\nGegen Simone Lange sprach angeblich, dass sie unkonkret oder unklar darin geblieben sei, wohin sie die Partei f&uuml;hren wolle. Das Gegenteil ist richtig. Lange machte deutlich, dass es so wie bisher nicht weitergehen k&ouml;nne, sondern eine Abkehr von der Agenda 2010 n&ouml;tig, innere Sicherheit nur durch soziale Sicherheit unter Aufgabe der Schwarzen Null erreichbar und eine R&uuml;ckbesinnung auf die Brandtsche Entspannungspolitik f&uuml;r den Frieden in Europa und der Welt unerl&auml;sslich sei. Konkreter geht es kaum.<br>\nDagegen floskelte Andrea Nahles herum und &auml;u&szlig;erte sich sogar stolz dar&uuml;ber, das Rentenniveau auf 48% stabilisiert zu haben. Eine Vision habe sich erf&uuml;llt. Ja, die Vision von Altersarmut. Das hatte vorher auch mal Kevin K&uuml;hnert erkannt. Er w&auml;hlte Andrea Nahles aber trotzdem und floskelte hinterher &auml;hnlich nichtssagend herum. (&hellip;)<br>\n&Uuml;berschaubar war daher auch die Stimmung auf dem Parteitag in Wiesbaden. Weder Simone Lange noch Andrea Nahles vermochten die Delegierten zu begeistern. Ein Signal oder gar ein Gef&uuml;hl des Aufbruchs war jedenfalls nicht zu vernehmen. Vermutlich, weil alle wissen, wie trostlos es weitergehen wird. Die SPD hat sich l&auml;ngst schon wieder und ohne zu quietschen auf der Regierungsbank eingerichtet. Dort zeigt sie bereits nach wenigen Wochen, dass ihr Anpassung wichtiger ist, als selbst zu gestalten. Der neue Finanzminister Scholz macht so offensiv den Sch&auml;uble, dass sich Sozialdemokraten doch eigentlich nur noch wundern k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nTrotz dieser Fakten, die schon nach wenigen Wochen GroKo erkennbar sind und einem wie auch immer gemeinten Erneuerungsprozess deutlich entgegenstehen, ihn im Grunde sogar total l&auml;cherlich erscheinen lassen, verspricht die neue Parteivorsitzende Andrea Nahles dennoch, dass ihr es schon gelingen werde, die Widerspr&uuml;che aufzul&ouml;sen. Sie glaubt, die SPD k&ouml;nne einerseits gut regieren und sich andererseits selbst erneuern. Beides wird grandios scheitern. Die Delegierten wissen das, marschieren aber wie eh und je &bdquo;Seit an Seit&ldquo;. Daf&uuml;r h&auml;lt sich dann eben die Begeisterung verst&auml;ndlicherweise in Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/180423erneuerung-ist-bloss-eine-floskel\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>ARD-B&ouml;rsen-Moderator Markus G&uuml;rne: Intensive Nebent&auml;tigkeit f&uuml;r die Volksbanken<\/strong><br>\nDer Leiter der ARD-B&ouml;rsenredaktion tingelt f&uuml;r Genossenschaftsbanken und deren Fondsanbieter als Redner durchs Land, zeigen Recherchen von &ldquo;kress pro&rdquo;. Markus G&uuml;rnes Arbeitgeber, den Hessischen Rundfunk, st&ouml;rt das nicht.<br>\nG&uuml;rne war seit einschlie&szlig;lich 2014 f&uuml;r Volksbanken oder Raiffeisenbanken insgesamt 35 Mal als Redner, Vortragender oder in anderer Funktion t&auml;tig, schreibt Marvin Oppong in der aktuellen Ausgabe von &ldquo;kress pro&rdquo;. Allein f&uuml;r 2017 finden sich im Internet 20 Veranstaltungen einer Volks- oder Raiffeisenbank mit dem ARD-Redaktionsleiter Markus G&uuml;rne. Mindestens f&uuml;nf Mal war G&uuml;rne an Volksbank-Events beteiligt, die zusammen mit Union Investment, dem Fondsanbieter der Volks- und Raiffeisenbanken, durchgef&uuml;hrt wurden.<br>\nDie Grenzen zur Werbung sind flie&szlig;end: Bei einer Veranstaltung der Volksbank Siegerland sagte G&uuml;rne laut Bank: &ldquo;Also lassen Sie sich beraten &ndash; am besten von der Volksbank Siegerland eG.&rdquo; Auch er sei, so die Bank &ldquo;seit vielen Jahrzehnten begeisterter Volksbankkunde&rdquo;.<br>\nG&uuml;rne, der beim Hessischen Rundfunk festangestellt ist, vermarktet sich auch daneben intensiv. Er ist bei gleich acht Redneragenturen gelistet. Ein hoher Wert vor allem im Vergleich zu anderen ARD-Journalisten. Nach Recherchen von &ldquo;kress pro&rdquo; kostet ein einmaliger Auftritt G&uuml;rnes rund 5.900 Euro plus MwSt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kress.de\/news\/detail\/beitrag\/140066-ard-boersen-moderator-markus-guerne-intensive-nebentaetigkeit-fuer-die-volksbanken.html\">kressNews<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nicht vergessen: Heute Abend kommt die Anstalt!<\/strong><br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Gemeinsam mit ihren G&auml;sten wollen sie hier &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. Tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt werden sie von Katie Freudenschuss, Timo Wopp und HG.Butzko &ndash; am Dienstag, 24. April 2018, 22:15 Uhr &ndash; im ZDF.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-24-april-2018-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43652","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43652","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43652"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43652\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43654,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43652\/revisions\/43654"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43652"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43652"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43652"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}