{"id":43693,"date":"2018-04-27T08:13:43","date_gmt":"2018-04-27T06:13:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693"},"modified":"2018-04-27T08:13:43","modified_gmt":"2018-04-27T06:13:43","slug":"hinweise-des-tages-3109","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h01\">Keine voreiligen Zugest&auml;ndnisse im Handelsstreit mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h02\">Doppelverbeitragung von Betriebsrenten abschaffen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h03\">&ldquo;Es g&auml;be gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Erh&ouml;hung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h04\">CDU-Politiker wollen Hartz IV f&uuml;r &ldquo;U50&rdquo; abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h05\">Not als Druckmittel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h06\">US-Bericht &uuml;ber Menschenrechtslage anderer L&auml;nder als unfair kritisiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h07\">&bdquo;Das ist f&uuml;r den Steuerzahler oft eine saure Gurke&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h08\">Olaf Scholz und die Unschuldigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h09\">Kleine Geschichte der Gewerkschaften in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h10\">Aus der Welt gefallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h11\">Als Gysi vor dem Euro warnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h12\">Psychiater auf den Barrikaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h13\">Giftgas in Syrien: Zeugenaussagen und die Schlacht um die mediale Deutungshoheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h14\">Hier spricht die Polizei: Redaktionen bitte selbst recherchieren!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h15\">Chemie-Lobbyisten besch&auml;men die Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h16\">Das sind die Ziele der SPD-Bundesminister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43693#h17\">Offener Brief der Leipziger B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Gute Nachbarschaft mit Russland&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keine voreiligen Zugest&auml;ndnisse im Handelsstreit mit den USA<\/strong><br>\n&bdquo;Die wichtige Frage beim morgigen Treffen der Bundeskanzlerin mit dem US-Pr&auml;sidenten ist, auf welche Weise Angela Merkel eine Eskalation im Handelsstreit verhindern will. Voreilige Zugest&auml;ndnisse angesichts des erwarteten Auslaufens der Ausnahme von Strafz&ouml;llen f&uuml;r EU-Stahl- und Aluminiumprodukte sind der falsche Weg. Weder ist es im deutschen und europ&auml;ischen Interesse, mit den USA eine unreflektierte Allianz gegen China und Russland einzugehen und etwa Nord Stream 2 zu kippen, noch ist ein Entgegenkommen beim Zwei-Prozent-R&uuml;stungsziel der NATO angebracht. Angesichts der gegenw&auml;rtigen geostrategischen Spannungen ist beides brandgef&auml;hrlich&ldquo;, erkl&auml;rt Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, vor dem morgigen Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Pr&auml;sident Donald Trump. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Als einzig sinnvoller Weg, einen Handelskrieg abzuwenden, bleibt die St&auml;rkung der deutschen Binnennachfrage zum Abbau der Export&uuml;bersch&uuml;sse. Die Bundesregierung muss endlich ihre ignorante Haltung in dieser Frage aufgeben und einsehen, dass verst&auml;rkte Investitionsanstrengungen und eine gerechtere Verteilung von Verm&ouml;gen notwendig sind. Das fordern im &Uuml;brigen nicht nur die USA, sondern auch die EU-Kommission und der IWF. Es zeigt sich wieder einmal, wie schnell die von der Bundesregierung gefeierte deutsche Exportst&auml;rke in eine fatale Exportabh&auml;ngigkeit umschlagen kann.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/keine-voreiligen-zugestaendnisse-im-handelsstreit-mit-den-usa\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Streit um die Russlandpolitik<\/strong><br>\nStreit um wirtschaftliche Elemente der US-Russlandpolitik &uuml;berschattet neben den Strafzolldrohungen und dem Iran-Konflikt das heutige Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Pr&auml;sident Donald Trump. Zum einen fordert die Trump-Administration, Berlin m&uuml;sse auf die Pipeline Nord Stream 2 verzichten. Tats&auml;chlich z&auml;hlt die R&ouml;hre, die Deutschland zum zentralen Verteiler russischen Erdgases in der EU macht, zu den wichtigeren Elementen der deutschen Energiepolitik. Zum anderen drohen die j&uuml;ngsten US-Russlandsanktionen, die Washington nicht mehr mit Berlin abgestimmt hat, deutschen Konzernen gravierende Sch&auml;den zuzuf&uuml;gen. Der Streit mit Washington spitzt sich zu einem Zeitpunkt zu, zu dem die Russlandpolitik auch in Deutschland wieder st&auml;rker umstritten ist. W&auml;hrend die Bundesregierung ihren Kurs versch&auml;rft und Medien offen f&uuml;r die Bereitschaft zum Krieg gegen Russland werben, dringen Wirtschaftsverb&auml;nde auf M&auml;&szlig;igung; einige einst einflussreiche Politiker warnen vor der &ldquo;Gefahr eines dritten und letzten Weltkrieges&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7591\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Doppelverbeitragung von Betriebsrenten abschaffen!<\/strong><br>\nSeit Jahren machen entr&uuml;stete Betriebsrentner*innen auf eine gravierende Ungerechtigkeit aufmerksam: Mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) wurde 2003 in einer Nacht-und Nebelaktion von Horst Seehofer und Ulla Schmidt beschlossen, dass auf Bez&uuml;ge aus der betrieblichen Altersversorgung (wie z.B. Direktversicherungen) Krankenkassenbeitr&auml;ge gezahlt werden m&uuml;ssen. Dies gilt auch f&uuml;r Kapitalabfindungen. Im Unterschied zum so genannten halben Beitragssatz, den Rentner*innen f&uuml;r ihre gesetzlichen Renten zahlen m&uuml;ssen, muss bei Betriebsrenten seitdem der so genannte volle Beitragssatz gezahlt werden. Das hei&szlig;t, sie m&uuml;ssen den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeberanteil bezahlen. Ihre Betriebsrenten wurden damit auf einen Schlag um ein F&uuml;nftel gek&uuml;rzt! Diese Regelung traf sogar r&uuml;ckwirkend auch Vertr&auml;ge, die bereits vor 2004 abgeschlossen worden waren. Mit einer Ausnahme: Besserverdienende, die privat krankenversichert sind.<br>\nAber nicht nur die H&ouml;he der Krankenkassenbeitr&auml;ge bringt viele Betroffene auf die Barrikaden, sondern besonders die Tatsache, dass sie ihre Beitr&auml;ge oft aus schon verbeitragtem Einkommen (also aus ihrem Nettoeinkommen) und ohne (oder ohne nennenswerte) Beteiligung der Arbeitgeber*in erspart hatten. H&auml;tten Sie ihr Geld in den eigenen Safe gelegt, w&auml;re ihnen im Alter die Belastung mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeitgen erspart geblieben.<br>\nWeil aber das Rentenniveau als Folge der Agenda 2010 sinkt, sind Menschen gezwungen, die L&uuml;cke durch eigene Vorsorge zu schlie&szlig;en. Dieser Gedanke wurde durch das Gesetzt komplett ad absurdum gef&uuml;hrt. &ldquo;Erst angelockt, dann abgezockt!&rdquo; &ndash; das war auf fast jedem Flugblatt und in fast jeder Protestmail der Betroffenen zu lesen.<br>\nEine Neuauflage unseres Antrags (PDF), der die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten abschafft und eine zweite Anh&ouml;rung dazu war n&ouml;tig geworden, da Union und SPD behaupteten, das Problem im vergangenen Jahr mit dem Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz gel&ouml;st zu haben. Dass diese Behauptung eine dreiste L&uuml;ge war, ist und bleibt, wurde in der Anh&ouml;rung mehr als deutlich. Denn Schwarz-Rot hatte sie nur f&uuml;r einen sehr geringen Anteil der sogenannten riestergef&ouml;rderten Betriebsrenten abgeschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/doppelverbeitragung-von-betriebsrenten-abschaffen\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Es g&auml;be gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Erh&ouml;hung&rdquo;<\/strong><br>\nIn einer idealen Welt g&auml;be es regional unterschiedliche Mindestl&ouml;hne, sagt der Arbeitsmarktforscher Stefan Sell. Nur sei dies weder praktikabel noch politisch gewollt.<br>\nIn 19 der 20 gr&ouml;&szlig;ten deutschen St&auml;dte m&uuml;ssen Mindestlohnempf&auml;nger unter bestimmten Umst&auml;nden mit Hartz IV aufstocken, um &uuml;ber die Runden zu kommen, besagt ein Papier der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Was folgt daraus? Fragen an Stefan Sell, Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften am Campus Remagen der Hochschule Koblenz und Direktor des dortigen Instituts f&uuml;r Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM)<br>\nZEIT ONLINE: Herr Professor Sell, die B&ouml;ckler-Stiftung fordert eine deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns. Er solle vor&uuml;bergehend st&auml;rker steigen als die Tarifl&ouml;hne, schreiben die Autoren eines neuen Papiers. Ist das sinnvoll?<br>\nStefan Sell: Wie hoch der Mindestlohn aus Arbeitnehmersicht sein soll &ndash; und aus Unternehmersicht sein darf &ndash;, dar&uuml;ber hat man sich lange gestritten, bevor er eingef&uuml;hrt wurde. Dass man sich damals letztlich auf 8,50 Euro pro Stunde geeinigt hat, war eine politische Entscheidung. Aus meiner Sicht g&auml;be es gute Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Erh&ouml;hung. Aber weil der Gesetzgeber diese nur innerhalb ganz strenger Grenzen und nach genau festgelegten Regeln erlaubt, er&uuml;brigt sich die Forderung derzeit von vornherein.<br>\nZEIT ONLINE: Was hei&szlig;t das, sie er&uuml;brigt sich?<br>\nSell: Laut Gesetz steigt der Mindestlohn genauso schnell wie die Tarifl&ouml;hne, nur eben nachlaufend. Das bedeutet: Das Statistische Bundesamt ermittelt, wie sich die Tarifl&ouml;hne entwickeln, und danach bemisst sich die etwaige Anhebung des Mindestlohns. Zwar ist es die Aufgabe der Mindestlohnkommission, den Betrag definitiv festzulegen. Aber sie darf nur unter besonderen Umst&auml;nden von den Vorgaben des Statistischen Bundesamts abweichen &ndash; und das wiederum geht nur, wenn die Arbeitgebervertreter in der Kommission einverstanden sind.<br>\nZEIT ONLINE: Das hei&szlig;t, es w&auml;re gar nicht m&ouml;glich, den Mindestlohn schneller steigen zu lassen als die Tarifl&ouml;hne?<br>\nSell: Dazu m&uuml;sste man die Arbeitgeberseite in der Kommission &uuml;berzeugen oder das Gesetz &auml;ndern &ndash; und f&uuml;r Letzteres br&auml;uchte man die Stimmen der Union. Ziemlich unwahrscheinlich, dass das passiert. Wenn man zynisch sein wollte, k&ouml;nnte man sagen, wir k&ouml;nnten uns die Debatte auch sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-04\/mindestlohn-erhoehung-hans-boeckler-stiftung-arbeitsmarkt-stefan-sell\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>CDU-Politiker wollen Hartz IV f&uuml;r &ldquo;U50&rdquo; abschaffen<\/strong><br>\nWirtschaftspolitiker der Berliner CDU wollen Hartz-IV-Empf&auml;ngern unter 50 die Bez&uuml;ge streichen. Dar&uuml;ber berichtet die &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo;. Arbeit m&uuml;sse sich weiterhin lohnen.<br>\nArbeitsf&auml;hige B&uuml;rger unter 50 Jahren sollen nach Willen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Berliner Union (MIT) keine Hartz-IV-Leistungen mehr erhalten. &ldquo;Es ist bei der derzeitigen Situation am Arbeitsmarkt nicht einzusehen, dass Menschen, die 25 oder auch 45 Jahre alt sind, zu Hause sitzen und Hartz IV beanspruchen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte MIT-Vorsitzender Christian Gr&auml;ff der &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo;.<br>\nAngesichts Hunderttausender fehlender Arbeitskr&auml;fte m&uuml;ssten junge Menschen &ldquo;mehr in die Pflicht genommen werden&rdquo;. Sowohl das Arbeitslosengeld II als auch die &Uuml;bernahme der Wohnkosten m&uuml;ssten f&uuml;r Arbeitsf&auml;hige gestrichen werden. Nur Kranke sollten weiter unterst&uuml;tzt werden. Das m&uuml;sse verfassungsrechtlich gepr&uuml;ft werden &ndash; die rechtlichen Grundlagen seien aber vorhanden, sagte Gr&auml;ff. Leistung in Deutschland m&uuml;sse sich weiterhin lohnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_83675452\/cdu-politiker-wollen-hartz-iv-fuer-u50-abschaffen.html%20\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Arbeitslose sind also nur zu faul zum Arbeiten &ndash; danke f&uuml;r die Best&auml;tigung. Nat&uuml;rlich ist angesichts des Grundgesetzes ein solcher Gesetzesvorschlag chancenlos, aber er zeigt doch die vollkommen asoziale Gesinnung zumindest von Teilen der CDU, die v&ouml;llige Ausblendung der Realit&auml;t (es gibt bestenfalls 1 Million Stellen, zum gro&szlig;en Teil schlecht bezahlt, f&uuml;r mindestens 4 Millionen Arbeitslose &ndash; soll der Rest verhungern????) und die Absicht, das viel zu niedrige Lohnniveau noch weiter zu dr&uuml;cken. Man ist also gezwungen, ein ganz furchtbares F&uuml;rsorgesystem wie Hartz IV noch zu verteidigen. Was ist Merkels Kommentar zu diesem verfassungswidrigen Vorschlag? Schweigen, wo ein Parteiausschlussverfahren angemessen w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Hartz IV: Parit&auml;tischer fordert menschenw&uuml;rdige Neuausrichtung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitslose und Regelsatzanhebung auf 571 Euro<\/strong><br>\nMit einem &bdquo;Konzept zur Neuausrichtung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitslose&ldquo; mischt sich der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband in die aktuelle partei&uuml;bergreifende Debatte zur &Uuml;berwindung von Hartz IV ein. Der Verband fordert einen konsequenten Paradigmenwechsel, der mit dem negativen Menschenbild, das dem System Hartz IV zu Grunde liege, bricht, und Respekt und die W&uuml;rde des Menschen in das Zentrum des Hilfe- und Unterst&uuml;tzungssystems f&uuml;r Arbeitslose r&uuml;ckt. Insgesamt elf konkrete Reformma&szlig;nahmen schl&auml;gt der Parit&auml;tische vor, die von einer St&auml;rkung der Arbeitslosenversicherung, &uuml;ber die Abschaffung von Sanktionen und den Ausbau von Qualifizierungs- und &ouml;ffentlichen Besch&auml;ftigungsangeboten bis hin zu einer Anhebung der Regels&auml;tze auf ein menschenw&uuml;rdiges Niveau reichen. Nach einer aktuellen Expertise der Parit&auml;tischen Forschungsstelle ist daf&uuml;r eine Anhebung der Regels&auml;tze f&uuml;r Erwachsene auf 571 Euro (statt derzeit 416 Euro) erforderlich. Dar&uuml;ber hinaus fordert der Verband die Einf&uuml;hrung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung.<br>\nHartz IV sei gefloppt, konstatiert der Parit&auml;tische. Zwar sei mit guter Konjunktur und entsprechend guter Arbeitsmarktlage &uuml;ber die Jahre die Zahl der offiziell gez&auml;hlten Langzeitarbeitslosen zur&uuml;ckgegangen, 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sei jedoch schon l&auml;nger als vier Jahre im Bezug und &uuml;ber eine Million Menschen bereits seit Einf&uuml;hrung des Systems auf Leistungen angewiesen. Die faktische Vermittlungsquote der Arbeitsverwaltung bei arbeitslosen Hartz IV-Beziehern liege bei lediglich etwa f&uuml;nf Prozent. Die Regelleistungen sch&uuml;tzten zudem in keiner Weise vor Armut. Entsprechend gering sei die Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung. &bdquo;Hartz IV steht in der Bev&ouml;lkerung l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r Hilfe. Hartz IV wird heute ganz &uuml;berwiegend als ein System wahrgenommen, das im besseren Fall von Tristesse und im schlechteren Fall von Sanktionierungen gekennzeichnet ist&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/hartz-iv-paritaetischer-fordert-menschenwuerdige-neuausrichtung-der-grundsicherung-fuer-arbeitslose-un\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Not als Druckmittel<\/strong><br>\nBerlin und die EU suchen die Notlage Syriens zu nutzen, um Einfluss auf die politische Entwicklung in dem Land zu gewinnen. Wie Au&szlig;enminister Heiko Maas auf der gestrigen Syrien-Konferenz in Br&uuml;ssel &auml;u&szlig;erte, wird Berlin zwar humanit&auml;re Hilfe f&uuml;r die syrische Bev&ouml;lkerung finanzieren; das gilt als hilfreich, um eine erneute Massenflucht in Richtung EU zu verhindern. Hilfe zum Wiederaufbau werde man aber nur leisten, wenn es in Damaskus politische Zugest&auml;ndnisse gebe, k&uuml;ndigt Maas an. Der Wiederaufbau gilt Berlin als erfolgversprechender Hebelpunkt, weil Syrien die mutma&szlig;lich n&ouml;tigen mehr als 200 Milliarden Euro nicht aufbringen kann und seine engsten Partner, Russland und Iran, gleichfalls knapp bei Kasse sind &ndash; wegen westlicher Wirtschaftssanktionen. Dabei warnen Experten, etwa in Raqqa, das von syrischen Oppositionellen und den USA kontrolliert wird, seien Aufst&auml;nde m&ouml;glich, sollte der Wiederaufbau weiter verschleppt werden. Ein US-Journalist stuft die Zerst&ouml;rung Raqqas als die schlimmste ein, die er je im Nahen und Mittleren Osten gesehen habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7590\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Au&szlig;enminister Maas und der politische Prozess zur Abl&ouml;sung Baschar al-Assads<\/strong><br>\n&ldquo;Assad muss weg &uuml;ber kurz oder lang&rdquo;, hei&szlig;t die Forderung hinter der &ldquo;sch&uuml;tzenden Hand&rdquo;. Im letzten Jahr hie&szlig; es noch, die Frage nach der politischen Zukunft Assads habe &ldquo;keine Priorit&auml;t&rdquo;. Das sagte zum Beispiel der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron, der hinzuf&uuml;gte, dass dessen Schicksal eine interne Angelegenheit der syrischen Bev&ouml;lkerung sei, und auch, dass er selbst den syrischen Pr&auml;sidenten f&uuml;r einen Kriegsverbrecher halte.<br>\nAuch Trump hatte etwa vor einem guten Jahr &auml;hnliches gesagt, dass Assads Abl&ouml;sung nicht oben auf der Agenda (&ldquo;America first&rdquo;) stehe. Wenig sp&auml;ter befahl er einen Tomahawk-Vergeltungsschlag auf den syrischen Milit&auml;rflughafen al-Shairat, weil von dort angeblich syrische Jets gestartet seien, um Anfang April 2017 in Khan Scheichun einen Giftgasangriff zu unternehmen.<br>\nEin Jahr sp&auml;ter haben sich die Zahnr&auml;der des Apparats mit der Aufschrift &ldquo;Assad muss weg&rdquo; ein paar Zacken weiterbewegt. Der IS gilt als besiegt, das Kalifat ist am Ende, es hat mit Mosul und Rakka wichtige St&auml;dte verloren. Gleichzeitig wird es als gef&auml;hrlich genug eingestuft, um die US-Pr&auml;senz im Land zu begr&uuml;nden. Damit einher geht ein Anspruch auf Einfluss bei der politischen Gestaltung des Landes.<br>\nDer &ldquo;politische Prozess&rdquo;, von welchem der deutsche Au&szlig;enminister Maas, der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Macron oder der US-Pr&auml;sident Trump sprechen, hat letztendlich zum Ziel, die gegenw&auml;rtige syrische Regierung durch eine &Uuml;bergangsregierung zu ersetzen.<br>\nWestliche Vertreter sind, wie ihre Legitimierungen der Luftangriffe am 14.Aprill zeigten, vorsichtig darauf bedacht, in &ouml;ffentlichen Aussagen sicherzustellen, dass solche Akte mit &ldquo;Regime Change&rdquo; nichts zu tun haben, dass man solches nicht vorhabe. Dass UN-Sicherheitsratsbeschl&uuml;sse, die auch von Russland und China mitgetragen wurden, einen politischen &Uuml;bergangsprozess vorsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aussenminister-Maas-und-der-politische-Prozess-zur-Abloesung-Baschar-al-Assads-4036336.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Bericht &uuml;ber Menschenrechtslage anderer L&auml;nder als unfair kritisiert<\/strong><br>\nVor kurzem hat das US-Au&szlig;enministerium in dem &bdquo;Bericht &uuml;ber die Menschenrechte verschiedener L&auml;nder 2017&Prime; abermals die Menschenrechtslage anderer Staaten bewertet. Amerikanische Analytiker sind der Ansicht, dass die USA versuchen, durch die Kritik an der Menschenrechtssituation anderer L&auml;nder ihren eigenen immer schlechter werdenden Umgang mit Menschenrechten zu verdecken, was tats&auml;chlich sehr unfair ist.<br>\nProf. Peter Li von der amerikanischen Houston-Universit&auml;t sagte in einem Interview mit der chinesischen Presseagentur Xinhua, nach dem Amtsantritt habe die Trump-Regierung einen harten Standpunkt in der Immigrationsfrage eingenommen. Der US-Pr&auml;sident pl&auml;dierte daf&uuml;r, mehrere Ma&szlig;nahmen zur Beschr&auml;nkung zu treffen, wie den Bau einer Grenzsperrmauern, die Aufhebung der &bdquo;Kettenimmigration&rdquo; und &bdquo;Greencard-Lotterie&rdquo; sowie Inhaftierung und Repatriierung illegaler Immigranten. Zudem seien Reiseverbote gegen B&uuml;rger mehrerer Staaten erlassen worden. Diese Ma&szlig;nahmen standen unter st&auml;ndiger Kritik durch Politiker und Juristen.<br>\nProf. Jon R. Taylor von der University of St. Thomas-Houston meinte, dass es zahlreiche Beispiele der Menschenrechtsverletzungen in den USA gebe, darunter Verbrechen mit Schusswaffen, Rassendiskriminierung, Drogenmissbrauch und versch&auml;rfte Ungleichberechtigung. Solche schweren gesellschaftlichen Probleme in den USA seien nicht effektiv einged&auml;mmt worden. Dies habe sich hingegen st&auml;ndig verschlechtert, so Taylor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2018\/04\/25\/1s277892.htm\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Das ist f&uuml;r den Steuerzahler oft eine saure Gurke&ldquo;<\/strong><br>\nProfessor Dr. Holger M&uuml;hlenkamp &uuml;ber &Ouml;ffentlich-private Partnerschaften<br>\nBauprojekte wie Autobahnen werden immer &ouml;fter durch sogenannte &Ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) realisiert. Das bringt nicht nur Vorteile, sondern birgt auch Gefahren f&uuml;r Bund und Steuerzahler. Welche das sind, erl&auml;utert Professor Dr. Holger M&uuml;hlenkamp von der Deutschen Universit&auml;t f&uuml;r Verwaltungswissenschaften Speyer im aktuellen Beamtenmagazin. [&hellip;]<br>\n&Ouml;PP sind durch &bdquo;unvollst&auml;ndige Vertr&auml;ge&ldquo; gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass bei Vertragsschluss keine abschlie&szlig;enden und rechtssicheren Vereinbarungen &uuml;ber alle Eventualit&auml;ten w&auml;hrend der Vertragslaufzeit getroffen werden k&ouml;nnen. Man kann beispielsweise nicht alles vorhersehen, was in 20, 25, 30 Jahren passieren wird.<br>\nDann drohen Klagen. Ein Beispiel ist der Autobahnabschnitt Hamburg-Bremen. Da gibt es eine Klage vom Betreiber &bdquo;1A mobil&ldquo; gegen den Bund. Das Unternehmen hat sich mit dem Verkehrsaufkommen verkalkuliert und ist so in die Verlustzone geraten. Im Extremfall drohen die Privaten mit Insolvenz. Es wird h&auml;ufig argumentiert, dass eine drohende Insolvenz Private davon abh&auml;lt, ineffizient zu wirtschaften. Es ist aber genau andersherum, der Private wendet die Drohung gegen den &ouml;ffentlichen &bdquo;Partner&ldquo;. Denn die &ouml;ffentliche Hand kann sich in der Regel nicht leisten, dass der Private insolvent wird.<br>\nDas w&auml;re zum einen ein Eingest&auml;ndnis des Scheiterns. Zum zweiten w&uuml;rde es manche Private wohl k&uuml;nftig davon abhalten, sich um &Ouml;PP zu bewerben. Und es w&auml;re mit sehr hohen Kosten verbunden &ndash; etwa einen neuen Betreiber zu finden. Nicht zu vergessen der Insolvenzverwalter: Er wird ggf. die Forderungen, die die Gesellschaft gegen den Bund hat, mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigen. Der Bund wird Schwierigkeiten haben, nachtr&auml;gliche Zahlungen zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++dfc8f8b0-4899-11e8-a386-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Olaf Scholz und die Unschuldigen<\/strong><br>\nZwischen dem 24. Februar 2009 und dem 28. Februar 2018 wurden durch die HSH Nordbank mehr als 13 Milliarden Euro Steuergelder vernichtet &ndash; oder fast 4 Millionen Euro pro Tag. Dies w&auml;re vermeidbar gewesen, wenn Politiker ihrer Kontrollpflicht nachgekommen w&auml;ren. Doch Olaf Scholz, seit 2011 mitverantwortlich f&uuml;r die HSH, stellte am 28. Februar fest: &ldquo;Wir sehen keine Fehler bei uns.&rdquo;<br>\nDie deutsche Bankenaufsicht hatte im Februar 2009 der HSH eine Frist gesetzt und mit der Schlie&szlig;ung gedroht. Die Regierungschefs Carstensen und von Beust verk&uuml;ndeten, dass die HSH mit 13 Milliarden Euro gerettet werden m&uuml;sse. Das Rettungspaket sei alternativlos.<br>\nNeun Jahr sp&auml;ter ist der Schlusspunkt gesetzt. Die EU hatte 2015, nachdem die Bank in dem Jahr erneut vor dem Konkurs stand, den Verkauf oder die Abwicklung angeordnet. Am 28. Fe&shy;bruar traten Daniel G&uuml;nther und Olaf Scholz in Kiel vor die &Ouml;ffentlichkeit. &ldquo;Es ist ein gro&szlig;er Schritt zu einem Schlussstrich unter den Ausflug unserer L&auml;nder in die Gesch&auml;ftsbankenwelt&rdquo;, orakelte G&uuml;nther. Es folgten gro&szlig;e Worte &uuml;ber das Bem&uuml;hen, L&auml;nderverm&ouml;gen zu schonen und Risiken aus der Gew&auml;hrtr&auml;gerhaftung zu vermeiden. Behauptungen, die leicht zu widerlegen w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abendblatt.de\/meinung\/article214124251\/Olaf-Scholz-und-die-Unschuldigen.html\">Werner Marnette im Hamburger Abendblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kleine Geschichte der Gewerkschaften in Frankreich<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften in Frankreich sind wichtige politische Akteure, wie sich auch an den aktuellen Protesten im Land zeigt. Die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder ist im internationalen Vergleich allerdings gering. Wie es zu dieser widerspr&uuml;chlichen Situation kam, zeigt ein Blick zur&uuml;ck.<br>\nDie franz&ouml;sische Gewerkschaftsbewegung nahm Ende des 19. Jahrhunderts Gestalt an. Wie in den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern war sie zun&auml;chst eine Gr&uuml;ndung der Arbeiterklasse, bevor sie sich auf andere Erwerbst&auml;tige ausdehnte: Angestellte, Beamte, Landwirte, mittleres Management, und schlie&szlig;lich auch auf die freien Berufe, so dass heute fast alle Berufsgruppen abgedeckt sind. Ausnahmen bilden lediglich einige Angestellte aus den Bereichen staatlicher Gewalt (Milit&auml;r und Pr&auml;fekten), denen eine gewerkschaftliche Organisation untersagt ist.<br>\nWie auch anderswo ist die franz&ouml;sische Gewerkschaftsbewegung ein Akteur der Geschichte, insbesondere der Sozialgeschichte, aber auch der politischen Geschichte &ndash; da die gewerkschaftlichen Aktivit&auml;ten erst sehr sp&auml;t (1884) legalisiert wurden und die ersten Aktivisten einen langen politischen Kampf um das Recht auf Existenz f&uuml;hren mussten. Die franz&ouml;sische Gewerkschaftsbewegung ist aber nicht nur Akteur, sondern auch Produkt der Geschichte: Die wesentlichen soziologischen und ideologischen Merkmale, die sie kennzeichnen, spiegeln die Besonderheiten der franz&ouml;sischen Geschichte wider. Unter ihnen ragen vier besonders hervor: eine Arbeiterklasse, die lange Zeit eine gesellschaftliche Minderheit war; das Verst&auml;ndnis, dass die Macht der Arbeitgeber ein gottgegebenes Recht sei; ein sehr interventionistischer Staat und eine geschichtlich erst sp&auml;t verf&uuml;gbare M&ouml;glichkeit zu Tarifverhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/kleine-geschichte-der-gewerkschaften-in-frankreich--2204.html\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Aus der Welt gefallen<\/strong><br>\nSeit am 7. April in M&uuml;nster ein Mann mit einem Kleinbus in ein Stra&szlig;encaf&eacute; gerast ist, zwei Menschen und sich selbst get&ouml;tet und &uuml;ber zwanzig andere zum Teil schwer verletzt hat, herrscht die nach solchen Taten &uuml;bliche Ratlosigkeit. Wenn der Mann Muslim gewesen w&auml;re oder mindestens einen Migrationshintergrund bes&auml;&szlig;e, w&auml;re die Sache klar und man w&uuml;rde sagen: &raquo;Aha, das ist es also!&laquo; Die Tat von M&uuml;nster w&auml;re dann die Verl&auml;ngerung der Taten von Nizza und dem Berliner Weihnachtsmarkt. Da der T&auml;ter aber ein 48j&auml;hriger Deutscher und wohlhabender Designer gewesen ist, bedient man sich der inzwischen bei F&auml;llen mit unklarer Motivlage &uuml;blichen Schablone vom &raquo;psychisch gest&ouml;rten Einzelt&auml;ter&laquo;. Von der Tat schlie&szlig;t man auf irgendwelche im T&auml;ter ab ovo wirksamen pathologischen Kr&auml;fte, aus denen dann wiederum im Sinne eines Zirkelschlusses die Tat kausal hergeleitet wird. Die abweichenden Verhaltensweisen, die als Ursache und Ort der Entstehung des Verbrechens pr&auml;sentiert werden, sind nur dessen psychologische und moralische Verdoppelung. Diese &raquo;Erkl&auml;rung&laquo; mag unser Kausalit&auml;tsbed&uuml;rfnis befriedigen, erkl&auml;ren kann sie in Wirklichkeit gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331162.aus-der-welt-gefallen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Als Gysi vor dem Euro warnte<\/strong><br>\nIn heute geradezu verbl&uuml;ffender Klarheit skizzierte Gregor Gysi am 23. April 1998 im Bundestag, welche Folgen die bevorstehende Euro-Einf&uuml;hrung f&uuml;r Europa haben werde. Genau 20 Jahre sp&auml;ter wissen wir: Er sollte bis ins Detail Recht behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/als-gysi-vor-dem-euro-warnte\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Psychiater auf den Barrikaden<\/strong><br>\nDie CSU hat in ihrem Wahn der inneren Sicherheit den Rechtsstaat, die B&uuml;rgerrechte und wohl auch die grundlegenden Menschenrechte l&auml;ngst aus den Augen verloren. Nicht auszumalen, was eine potenzielle AfD-Regierung anrichten k&ouml;nnte, wenn ihr das Instrumentarium, das die CSU bereit ist zu schaffen, in die H&auml;nde fallen sollte. Und das ist kein bayrisches Problem. Der f&uuml;r beide Gesetze verantwortliche Ministerpr&auml;sident ist inzwischen Bundesinnenminister &ndash; Horst Seehofer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lfb\/psychiater-auf-den-barrikaden\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Der Protest wird breiter, die CSU nerv&ouml;s<\/strong><br>\nMit einer der gr&ouml;&szlig;ten Demonstrationen der vergangenen Jahre wandten sich am Mittwoch mehrere tausend Regensburger gegen das geplante Polizeiaufgabengesetz. Die CSU reagiert mit Extremismusvorw&uuml;rfen. Einige Reden vom Mittwoch haben wir auf Video dokumentiert. [&hellip;]<br>\nEinen Tag, nachdem in Regensburg einen der gr&ouml;&szlig;ten Demonstrationen der letzten Jahre stattgefunden hat und an dem sich in ganz Bayern der Protest gegen das geplante &bdquo;Polizeiaufgabengesetz&ldquo; (PAG) sp&uuml;rbar ausgeweitet hat, bringt am Donnerstag eine Gruppe von CSU-Abgeordneten, darunter auch der Regensburger Kreischef Franz Rieger, diesen &bdquo;Dringlichkeitsantrag&ldquo; f&uuml;r eine Art Resolution in den Landtag ein.<br>\nDass sich Organisationen wie die Linksjugend oder der &bdquo;Arbeiterbund f&uuml;r den Wiederaufbau der KPD&ldquo; (mit dem zusammen Rieger wenige Tage zuvor noch am &bdquo;Gedenkweg f&uuml;r die Opfer des Faschismus&ldquo; teilgenommen hatte) sich an den Demonstrationen gegen das PAG beteiligen, scheint f&uuml;r die CSU ein letzter Strohhalm zu sein, um den breiter werdenden Protest zu diskreditieren, der Dringlichkeitsantrag ein deutlicher Beleg daf&uuml;r, dass man trotz absoluter Mehrheit, mit der das Gesetz am 15. Mai verabschiedet werden soll, nicht v&ouml;llig unbeeindruckt ist von dem Widerstand, der den Pl&auml;nen zur Ausweitung der polizeilichen Befugnisse zur Abwehr von &bdquo;drohender Gefahr&ldquo; entgegenschl&auml;gt. Stefan Christoph (Gr&uuml;ne) spricht am Mittwoch von einer &bdquo;Orbanisierung des Freistaats&ldquo;. Das Gesetz diene nur &bdquo;einem populistischen Wahlkampf der CSU&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.regensburg-digital.de\/pag-der-protest-wird-breiter-die-csu-nervoes\/26042018\/\">Regensburg digital<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Giftgas in Syrien: Zeugenaussagen und die Schlacht um die mediale Deutungshoheit<\/strong><br>\nAussagen von Einwohnern aus Duma werden als unglaubw&uuml;rdig abgetan, wenn sie dem westlichen Narrativ zum Giftgaseinsatz widersprechen. Journalisten werden angegriffen, wenn sie &uuml;ber solche Aussagen berichten. In der Propagandaschlacht ganz vorne dabei: Die Bild-Zeitung.<br>\nDer mutma&szlig;liche Giftgaseinsatz vom 7. April in der Kleinstadt Duma in der Region Ost-Ghuta diente den USA, Frankreich und Gro&szlig;britannien eine Woche sp&auml;ter als Begr&uuml;ndung f&uuml;r Milit&auml;rschl&auml;ge gegen Syrien. Im Einklang mit der NATO und der EU machen sie die Regierung von Pr&auml;sident Baschar al-Assad f&uuml;r die Chemiewaffenattacke verantwortlich, bei der Dutzende Zivilisten ums Leben gekommen sein sollen.<br>\nDoch Aussagen von Einwohnern aus Duma ersch&uuml;ttern zunehmend diesen Narrativ. Insbesondere jene der Mitarbeiter der &ouml;rtlichen Klinik, wo ein Video gedreht wurde, das panische Menschen zeigt, die sich gegenseitig mit Wasser abspritzen, nachdem sie angeblich mit dem Giftgas in Ber&uuml;hrung gekommen waren. Laut den Mitarbeitern der Klinik handelte es sich bei den Aufnahmen um eine Inszenierung. Das sagte auch der 11-J&auml;hrige Hassan Diab, der in dem Video &bdquo;mitspielte&ldquo;.<br>\nKurz nach Bekanntwerden dieser Aussagen setzte eine mediale Kampagne ein, die deren Glaubw&uuml;rdigkeit untergraben soll. &bdquo;Diese armen Leute in Duma haben keine andere M&ouml;glichkeit, als das zu sagen&ldquo;, sagte ein namentlich nicht genannter Fotograf gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), der nach eigener Aussage in der Stadt war, als sich der mutma&szlig;liche Chemiewaffeneinsatz ereignete.<br>\n&bdquo;Die Mediziner und ihre Familien, die immer noch in Duma sind und es nicht mit den anderen nach Nordsyrien verlassen haben, stehen unter sehr enger Beaufsichtigung des Regimes und seiner Verb&uuml;ndeten&ldquo;, zitierte am Sonntag die dpa den Vorsitzenden der Hilfsorganisation &bdquo;Union of Medical Care and Relief Organizations&ldquo; (UOSSM), Ghanem Tajara.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/68967-giftgas-in-syrien-und-schlacht\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hier spricht die Polizei: Redaktionen bitte selbst recherchieren!<\/strong><br>\nReicht es f&uuml;r Redaktionen, sich bei der eigenen Berichterstattung einzig auf Polizeimeldungen zu verlassen? Ein aktueller Fall aus Nordhessen zeigt, dass das keine gute Idee ist. [&hellip;]<br>\nUnd auch bei FAZ.net, beim &bdquo;Deutschlandfunk&ldquo; und bei Stern.de gibt es nur die Version der Polizei von den steinewerfenden Demonstranten.<br>\nSich bei der Berichterstattung einzig auf Aussagen der Polizei zu verlassen, reicht oft nicht. Erst recht nicht, wenn die Polizei Partei in einem Konflikt ist, wie Sonntagnacht in Witzenhausen. Es gibt genug Beispiele, in denen Redaktionen Falschinformationen der Polizei ungepr&uuml;ft verbreitet haben: der vermeintlich unter Strom gesetzte T&uuml;rknauf in der Friedelstra&szlig;e 54 in Berlin etwa oder die falschen Molotowcocktails bei den G20-Krawallen in Hamburg.<br>\nDer 27-j&auml;hrige Syrer, der nach Bulgarien abgeschoben werden sollte, weil er dort zuerst in die Europ&auml;ische Union einreiste, ist &uuml;brigens wieder frei. Er h&auml;tte auch gar nicht von der Polizei mitgenommen werden d&uuml;rfen: Bereits vor einem Jahr entschied das Verwaltungsgericht Kassel, dass der Mann nicht nach Bulgarien abgeschoben werden darf, weil das Asylsystem dort &bdquo;insbesondere hinsichtlich bereits anerkannter Fl&uuml;chtlinge an systemischen M&auml;ngeln&ldquo; leide. Die Polizei konnte das wohl nicht wissen, vermutlich liegt der Fehler bei Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge. Der Syrer lebt nun weiter in Witzenhausen, wo er einen Job hat und bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/98124\/hier-spricht-die-polizei-redaktionen-bitte-selbst-recherchieren\/\">Bildblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Nach rechtswidrigem Abschiebeversuch: Demonstrierende widersprechen Tatsachendarstellung der Polizei &ndash; Klage wegen unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Polizeigewalt vor dem Verwaltungsgericht Kassel erhoben &ndash; von Anfang an rechtswidrige Abschiebung wurde gestoppt.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180427-Pressemitteilung-vom-23042018.pdf\">Pressemitteilung anwaltskanzlei sven adam<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Chemie-Lobbyisten besch&auml;men die Koalition<\/strong><br>\nDass ausgerechnet die Chemie-Lobbyisten von der Politik mehr Transparenz in der Interessenvertretung einfordern, um Glaubw&uuml;rdigkeit und damit Demokratie zu st&auml;rken, d&uuml;rfte insbesondere Union und SPD besch&auml;men. Schlie&szlig;lich liegen deren Koalitionsverhandlungen erst ein paar Wochen zur&uuml;ck und noch nicht einmal die Einf&uuml;hrung eines Lobbyregisters hat es in den Vertrag geschafft.<br>\nMehr Transparenz im Umgang von Politik und Lobbyismus war beiden offenbar nicht so wichtig. Wobei festzuhalten bleibt, dass CDU und Gr&uuml;ne diesen Plan zuvor gegen den Widerstand der FDP in das Sondierungspapier der Jamaikaner hinein verhandelt hatten.<br>\nAls klar wurde, dass die gro&szlig;e Koalition dem Vorbild der EU und vieler deutscher Bundesl&auml;nder nicht folgen und die Interessenvertreter &ndash; vom Beamtenbund bis hin zur Waffenlobby &ndash; verpflichten wird, in einem &ouml;ffentlichen Register festzuhalten, wer in wessen Auftrag und mit welchen Finanzmitteln im Bundestag und der Regierung die Interessen der Auftraggeber vertritt, hat sich der Verband der Chemischen Industrie zur eigenen Initiative entschlossen &ndash; und in Transparency International einen Partner gefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundestag-chemie-lobbyisten-beschaemen-die-koalition\/21185188.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das sind die Ziele der SPD-Bundesminister<\/strong><br>\nDie Bundesregierung tr&auml;gt eine deutliche sozialdemokratische Handschrift. Daf&uuml;r sorgen die Bundesministerinnen und Bundesminister der SPD. Wir stellen die Ziele vor, die vier von ihnen in ihren &Auml;mtern anstreben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/ziele-spd-bundesminister\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine &ldquo;sozialdemokratische Handschrift&rdquo; soll das SPD-Personal in schwarz-roten Merkel-Koalitionen haben. Dabei fallen insbesondere die Herren Maas und Scholz durch biedere Anpassung an den neoliberalen Mainstream auf &ndash; in Stichworten: Festhalten an der &ldquo;schwarzen Null&rdquo;, keine Mehrausgaben z.B. zur Herstellung eines besseren Bildungs- und Wissenschaftssystems und verbesserten Infrastrukturen (Bahn &amp; Stra&szlig;en) sowie das Festhalten am Konflikt mit Russland und der Treue zur NATO. Kann es also sein, dass diese Personen zwar Mitglieder der SPD sind, jedoch vergessen (oder niemals gelernt?) haben, was sozialdemokratische Inhalte sind?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Offener Brief der Leipziger B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Gute Nachbarschaft mit Russland&rdquo;<\/strong><br>\nMit gro&szlig;er Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass unsere Regierung weiter an der Eskalationsschraube gegen die Russische Regierung dreht. So hat sie sich j&uuml;ngst ohne Not die nach wie vor v&ouml;llig unbewiesenen Behauptungen und Schuldzuweisungen der britischen Premierministerin May zum Fall Skripal zu eigen gemacht. Der st&auml;ndig versch&auml;rfte Konfrontationskurs des Westens kann jedoch gef&auml;hrlich schnell von einem kalten in einen katastrophalen hei&szlig;en Krieg &uuml;bergehen.<br>\nWir erwarten in dieser kritischen Situation von der Bundesregierung und vom Bundesau&szlig;enminister Maas pers&ouml;nlich, dass sie alle Schritte unterlassen, die zu einem weiteren Anwachsen der Spannungen f&uuml;hren. Die Regierung Russlands und das russische Volk sind mit dem gleichen Respekt zu behandeln, wie es das V&ouml;lkerrecht gebietet. Schluss mit Verdachtsberichterstattung und Vorverurteilungen, die nur dazu f&uuml;hren, dass sich die V&ouml;lker und Regierungen mit wachsendem Misstrauen und mit &Auml;ngsten gegen&uuml;berstehen. Es gibt gen&uuml;gend rechtstaatliche Regularien, die f&uuml;r internationale Konflikte geschaffen wurden. An die hat sich unser Land &ndash; gerade auch eingedenk der im deutschen Namen begangenen Verbrechen der NS-Zeit &ndash; allen Staaten gegen&uuml;ber und damit auch gegen&uuml;ber Russland strengstens zu halten.<br>\nWir wollen und brauchen keinen kalten Krieg und erst recht keinen hei&szlig;en! Wir versichern vielmehr allen Menschen in Russland, dass wir mit ihnen in guter Nachbarschaft leben wollen, ebenso mit allen anderen V&ouml;lkern Europas und der Welt.<br>\nWir fordern daher die Beendigung aller ungerechtfertigten Ma&szlig;nahmen gegen Russland und die Aufhebung der Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180427-Offener-Brief-der-BI.pdf\">Leipziger B&uuml;rgerinitiative &ldquo;Gute Nachbarschaft mit Russland&rdquo;<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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