{"id":43709,"date":"2018-04-29T09:30:59","date_gmt":"2018-04-29T07:30:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709"},"modified":"2018-04-27T16:02:41","modified_gmt":"2018-04-27T14:02:41","slug":"hinweise-der-woche-59","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h01\">Mit Andrea Nahles steht erstmals eine Frau an der Spitze der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h02\">Jemen &ndash; Der vergessene Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h03\">Ein Gesetz bringt Angst und Schrecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h04\">Sozialverb&auml;nde gegen AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h05\">628 Kliniken soll Geld gestrichen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h06\">Mindestlohn reicht in vielen St&auml;dten nicht &ndash; &Uuml;berleben nur in Leipzig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h07\">Jeder Dritte hat nicht mal 1000 Euro verf&uuml;gbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h08\">Seit Schr&ouml;der biedert sich die SPD dem neoliberalen Projekt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h09\">It&rsquo;s the overhang, stupid!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709#h10\">Veranstaltungsbericht: Von Labour lernen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mit Andrea Nahles steht erstmals eine Frau an der Spitze der SPD<\/strong><br>\nAndrea Nahles ist die erste Frau an der Spitze der deutschen Sozialdemokratie. Mit 66,4 Prozent wurde sie von den Delegierten zur neuen Vorsitzenden gew&auml;hlt. Sie bekam 414 der 624 g&uuml;ltigen Stimmen. Die Flensburger Oberb&uuml;rgermeisterin Simone Lange, die gegen Nahles angetreten war, erhielt 172 Stimmen.<br>\nMit einer sehr pers&ouml;nlichen und emotionalen Rede &uuml;berzeugte Andrea Nahles die rund 600 Delegierten. Nahles erz&auml;hlte von ihrer Kindheit in der Eifel: katholisch, Arbeiterkind, M&auml;dchen, Land. Eine Biographie, die keine Karriere f&uuml;r eine Frau, und auch keine Karriere in der SPD vorgesehen hatte. Das war &bdquo;nicht logisch&ldquo;, sagte sie.<br>\nIhren Erfolg verdanke sie ihren Eltern und einem Bildungssystem, das dies m&ouml;glich gemacht habe. &bdquo;Und das wiederrum verdanke ich der SPD&ldquo;. Auch heute noch gebe es jungen Menschen, &bdquo;denen es nicht in die Wiege gelegt ist&ldquo;, erfolgreich ihren Weg zu gehen, mahnte Nahles und rief den Delegierten k&auml;mpferisch zu: &bdquo;Nutzt die SPD das zu tun, was ihr euch ertr&auml;umt&ldquo;. (&hellip;)<br>\nNach der Wahl gratuliert sie Andrea Nahles zu dem Erfolg. Sie wolle nun &bdquo; auch im Sinne der Einheit der Partei, meinen Beitrag zu leisten.&ldquo; Der kommissarische Parteivorsitzende Olaf Scholz hatte zu Beginn der Delegiertenversammlung die Bedeutung dieses Parteitages hervorgehoben: &bdquo;Aber es ist schon ein historischer Moment, wenn die SPD eine Vorsitzende w&auml;hlt, das ist ein Fortschritt &ndash; ein Fortschritt, der lange f&auml;llig war.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/andrea-nahles-steht-erstmals-frau-spitze-spd\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist in der Tat &uuml;berf&auml;llig, dass eine Frau an der Spitze der &auml;ltesten deutschen Partei steht. Jedoch das Kriterium &bdquo;Frau&ldquo; allein d&uuml;rfte kaum ausreichen, um f&uuml;r die SPD verloren gegangene W&auml;hlergruppen und Mitglieder zur&uuml;ckzugewinnen. Und die Bilanz von Frau Nahles als Bundesministerin f&auml;llt &ndash; milde ausgedr&uuml;ckt &ndash; eher kl&auml;glich aus (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42504\">eine einzige Katastrophe<\/a>) und l&auml;sst Schlimmeres bef&uuml;rchten. Blicke nach Frankreich und die Niederlande mit den bekannten Wahlergebnissen f&uuml;r die Schwesterparteien k&ouml;nnten Vorahnungen liefern &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mehr als eine &Uuml;bergangsvorsitzende oder besser Parteiverweserin wird Andrea Nahles ohnehin nicht sein. Sp&auml;testens im Mai 2019, wenn die SPD bei den Europawahlen wahrscheinlich an der Einstelligkeit kratzt, wird die Personaldebatte wieder massiv aufflammen. Die eigentliche Frage ist eher, wohin der kommende &Uuml;bergang f&uuml;hren wird und hier muss man leider sehr pessimistisch sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Fast jeder Zweite zweifelt an Nahles<\/strong><br>\nAm Sonntag soll Nahles zur SPD-Chefin gew&auml;hlt werden, doch etwa die H&auml;lfte aller B&uuml;rger ist skeptisch, ob sie die Partei einen und nach vorne bringen kann. Auch der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die GroKo ist laut ARD-DeutschlandTrend gesunken.<br>\nBeim SPD-Parteitag am Sonntag soll Andrea Nahles zur neuen Parteichefin gew&auml;hlt werden &ndash; sie steht vor der Aufgabe, die SPD aus der Personalkrise und aus dem Umfragetief zu f&uuml;hren. Die Frage, ob sie daf&uuml;r die Richtige ist, beantworten die Bundesb&uuml;rger jedoch zwiesp&auml;ltig: 47 Prozent der Deutschen sind laut ARD-DeutschlandTrend im Morgenmagazin skeptisch, ob sie als neue Vorsitzende die Sozialdemokraten einen und nach vorne bringen kann. Immerhin: Jeder Dritte traut es ihr zu. (&hellip;)<br>\nDer R&uuml;ckhalt der Bev&ouml;lkerung in die Gro&szlig;e Koalition ist gesunken: Wenn am Sonntag Bundestagswahl w&auml;re, w&uuml;rden 32 Prozent die Union w&auml;hlen, die SPD erhielte 17 Prozent der Stimmen &ndash; beide Koalitionsparteien haben damit seit dem DeutschlandTrend vom 5. April je einen Prozentpunkt verloren.<br>\nGewinner sind AfD und FDP, die in der W&auml;hlerzustimmung um je einen Prozentpunkt auf 15 beziehungsweise zehn Prozent zulegen. Zw&ouml;lf Prozent der B&uuml;rger w&uuml;rden laut der Sonntagsfrage die Gr&uuml;nen w&auml;hlen, zehn Prozent die Linke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-1201.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vermutlich ist es kein Zufall, dass so negative Umfragewerte f&uuml;r Frau Nahles erst so kurz\/unmittelbar vor dem entscheidenden Parteitag ver&ouml;ffentlicht wurden, oder? Insbesondere die derzeitige SPD-Spitze h&auml;tte sich entsprechend informieren k&ouml;nnen. Offenbar wollten sie das nicht und lieber Frau Nahles als Parteichefin sehen. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43616\">Warum tun die alten weisen Frauen und M&auml;nner der SPD nichts, um ihre Partei vor dem totalen Absturz zu bewahren? Sie lassen Nahles einfach laufen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jemen &ndash; Der vergessene Krieg<\/strong><br>\nIm M&auml;rz j&auml;hrte sich der Beginn des Jemen-Kriegs zum dritten Mal. JusticeNow! nahm dies zum Anlass, um sich intensiv mit diesem vergessenen Krieg auseinanderzusetzen. Das Ergebnis ist dieses sechsteilige Special. Teil 1 befasst sich mit der ungeheuren kriegsbedingten humanit&auml;ren Katastrophe. Teile 2-4 behandeln die Rollen der vier wichtigsten regionalen Akteure dieses Kriegs: Saudi-Arabien und die Houthi-Rebellen, der Iran und die Vereinigten Arabsichen Emirate. Teil 5 schaut sich die Rolle der Al-Qaida im Jemen an, die die gef&auml;hrlichste Filiale des globalen Terror-Franchise darstellt. Teil 6 wirft abschlie&szlig;end einen Blick auf die brutale Doppelrolle der USA im schon vor dem Krieg &auml;rmsten Lander Arabischen Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-04-23\/jemen-der-vergessene-krieg\/\">Justice Now<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Berichterstattung &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg im Jemen oder besser in deren nicht Existenz manifestier sich wieder einmal das Versagen der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Liegt das Schweigen im Bl&auml;tterwald etwa daran, dass die islamische Diktatur Saudi-Arabien hier im Auftrag der &bdquo;Guten&ldquo; die B&uuml;rger Jemens massakriert?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Gesetz bringt Angst und Schrecken<\/strong><br>\n(&hellip;) dieser Brief ist ein sorgenvoller Brief, ein Brandbrief. Warum? In meinen drei&szlig;ig Jahren als Journalist habe ich viel Kritik an Gesetzen erlebt und selber ge&uuml;bt. Aber nie war die Kritik aller Beteiligten und Betroffenen so massiv, so einhellig, so besorgt, so emp&ouml;rt, so entsetzt wie zu diesem Gesetz: Das vom bayerischen Ministerrat schon beschlossene Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz ist ein Gesetz, das psychisch kranke Menschen in die N&auml;he von Straft&auml;tern r&uuml;ckt und sie wie Straft&auml;ter behandelt.<br>\nEs ist ein Gesetz, das psychisch Kranke zu Gef&auml;hrdern erkl&auml;rt, das ihre &Auml;rzte zu Hilfspolizisten und die psychiatrischen Krankenh&auml;user zu Verwahranstalten macht. Die Menschen, die von diesem &ldquo;Hilfe-Gesetz&rdquo; betroffen sind, sollen nach den Regeln des Kriminalrechts in den psychiatrischen Krankenh&auml;usern festgehalten und der Polizei gemeldet werden. F&uuml;r psychisch Kranke gelten in der Klinik dann die Regeln des Strafvollzugs, die Regeln des Ma&szlig;regelvollzugs und die Regeln der Sicherungsverwahrung. Ihre Entlassung soll der Polizei annonciert, ihre Krankheitsdaten sollen in einer zentralen Datei gespeichert und von den Sicherheitsbeh&ouml;rden abgerufen werden k&ouml;nnen. Wer traut sich da noch, mit Depressionen um Hilfe zu rufen, wer traut sich in Ausnahmesituationen um Intervention zu bitten? Er muss damit rechnen, dass ihm aus seiner Krankheit ein Strick gedreht wird, dass er in einem Staatsberuf nicht eingestellt oder dass er nicht bef&ouml;rdert wird. Ein Krankenhaus ist aber ein Ort, an dem geheilt werden soll &ndash; nicht stigmatisiert.<br>\nAcht Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer psychischen Krankheit; 1,2 Millionen werden station&auml;r behandelt; 120 000 sind zur Diagnose und Therapie untergebracht &ndash; davon derzeit zehn Prozent gegen ihren Willen. Sie werden von so einem Gesetz in Angst und Schrecken versetzt. Und weil der Ministerpr&auml;sident, unter dessen &Auml;gide dieses Gesetz entstanden ist, jetzt Bundesinnenminister ist, muss man f&uuml;rchten, dass der Ungeist dieses Gesetzes bundesweit zu spuken beginnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nl-link.sueddeutsche.de\/u\/gm.php?prm=6rjPJuRq5T_783191557_103023_15168\">Prantls Blick in der SZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Widerstand gegen das geplante bayerische Polizeiaufgabengesetz<\/strong><br>\nGegen das von der bayerischen Landesregierung geplante Polizeiaufgabengesetz regt sich breiter Widerstand. Bereits am vergangenen Wochenende haben in N&uuml;rnberg und W&uuml;rzburg Tausende protestiert. Ein breites B&uuml;ndnis, an dem sich auch Attac beteiligt, plant weitere Proteste und ruft zu einer Gro&szlig;demonstration am 10. Mai in M&uuml;nchen auf.  Unter dem Motto: &ldquo;Nicht mit uns &ndash; Nein zum  neuen Polizeiaufgabengesetz &ndash; #NoPAG!&rdquo; wollen neben Attac etwa 50 weitere zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Ablehnung deutlich machen.<br>\n&ldquo;Was von der Landtagsmehrheit mit dem Stichwort &lsquo;Pr&auml;vention&rsquo; gerechtfertigt wird, ist tats&auml;chlich ein massiver Angriff auf unsere demokratischen Rechte&rdquo; sagt Laura P&ouml;hler, Sprecherin von Attac im B&uuml;ndnis &ldquo;Nein zum Polizeiaufgabengesetz Bayern&rdquo;. &ldquo;Diese Grundrechtseingriffe betreffen uns alle, Privatpersonen ebenso wie soziale Bewegungen und politische Proteste. Dagegen m&uuml;ssen wir uns einsetzen!&rdquo;<br>\nExpert*innen bezeichnen den Gesetzentwurf als sch&auml;rfstes Polizeirecht seit 1945: Auch ohne das Vorliegen einer konkreten Gefahr sollen die Telefone von B&uuml;rger*innen abgeh&ouml;rt und deren Post ge&ouml;ffnet, Drohnen und Bodycams eingesetzt und die Gesichtserkennung bei Videos auf &ouml;ffentlichen Pl&auml;tzen und Veranstaltungen eingesetzt werden k&ouml;nnen. Online-Durchsuchungen mit einem direkten Zugriff auf private Computer und der Einsatz von Staatstrojanern, die private Daten nicht nur durchsuchen und abgreifen sondern auch ver&auml;ndern k&ouml;nnen, sind ebenfalls geplant. Dazu kommt die sogenannte pr&auml;ventive DNA-Analyse von Zufallsfunden der Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/widerstand-gegen-das-geplante-bayerische-polizeiaufgabengesetz\/\">attac<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz und das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz, so sieht sie aus die &bdquo;Libertas Bavariae&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sozialverb&auml;nde gegen AfD<\/strong><br>\nEs geht uns alle an: Wachsam sein f&uuml;r Menschlichkeit! Die uns&auml;gliche AfD-Anfrage zu Schwerbehinderungen durfte nicht unwidersprochen bleiben. Gemeinsam im B&uuml;ndnis mit 18 Organisationen, darunter zahlreiche Behindertenverb&auml;nde, stellen wir uns entschlossen gegen diese unertr&auml;gliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit. Wir sagen &bdquo;Nein&ldquo; zu jeder Abwertung von Menschen mit Behinderung und zu jeglicher Form des Rassismus. Ideologien der Ungleichwertigkeit menschlichen Lebens haben keinen Platz in diesem Land.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/paritaet\/posts\/2098025820212540%20\">Der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband &ndash; Gesamtverband via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sozialverb&auml;nde entsetzt &uuml;ber AfD-Anfrage zu Behinderten<\/strong><br>\nSozialverb&auml;nde aus ganz Deutschland haben gegen eine Kleine Anfrage der AfD zu Schwerbehinderten in Deutschland protestiert. &ldquo;Wir rufen die Bev&ouml;lkerung auf, wachsam zu sein und sich entschlossen gegen diese unertr&auml;gliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit zu stellen&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Anzeige von 18 Organisationen, die in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erscheint. Zuerst hatte das ZDF dar&uuml;ber berichtet.<br>\nIn der Kleinen Anfrage vom 23. M&auml;rz wollten AfD-Bundestagsabgeordnete von der Bundesregierung wissen, wie sich die Zahl der Behinderten in Deutschland seit 2012 entwickelt habe, und zwar &ldquo;insbesondere die durch Heirat innerhalb der Familie entstandenen&rdquo;. Daran schlossen sie die Frage an, wie viele dieser F&auml;lle einen Migrationshintergrund h&auml;tten. Die Verkn&uuml;pfung von Behinderung mit Inzucht und Migration l&ouml;ste in Politik und Gesellschaft breite Emp&ouml;rung aus. (&hellip;)<br>\nAls Warnruf schalten die Sozialverb&auml;nde nun die Zeitungsanzeige, in der sie sich entsetzt &uuml;ber das Vorgehen der AfD &auml;u&szlig;ern. &ldquo;Die Fraktion der AfD erkundigt sich vordergr&uuml;ndig nach der Zahl behinderter Menschen in Deutschland, suggeriert dabei jedoch in b&ouml;sartiger Weise einen abwegigen Zusammenhang von Inzucht, behinderten Kindern und Migrantinnen und Migranten&rdquo;, hei&szlig;t es darin. Die Anfrage erinnere damit &ldquo;an die dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte, in denen Menschen mit Behinderung das Lebensrecht aberkannt wurde und die zu Hunderttausenden Opfer des Nationalsozialismus wurden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-04\/alternative-fuer-deutschland-kleine-anfrage-bundestag-behinderte-kritik\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>628 Kliniken soll Geld gestrichen werden<\/strong><br>\nDer Gemeinsame Bundesausschuss GBA hat am Donnerstagnachmittag einen Beschluss gefasst, der die Notfallversorgung in Deutschland tief greifend ver&auml;ndern k&ouml;nnte. 628 Kliniken sollen keine Zuschl&auml;ge mehr f&uuml;r die Notfallversorgung erhalten. Den H&auml;usern wird allerdings eine &Uuml;bergangsfrist gew&auml;hrt, in der sie ihre Strukturen anpassen k&ouml;nnen.<br>\nAuch bei der ambulanten Notfallversorgung geraten die Krankenh&auml;user unter Druck.<br>\nEin Gutachten des RWI &ndash; Leibnitz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung, das am Vormittag vorgestellt worden war, geht von mehr als 700 Krankenh&auml;usern aus, die f&uuml;r die ambulante Notfallversorgung nicht ben&ouml;tigt w&uuml;rden. Exakt 736 gemeinsam von KVen und Krankenh&auml;usern betriebene Notfallzentren sollen laut RWI-Analyse ausreichen.<br>\nDas Institut hat im Auftrag der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV) infrage kommende Standorte f&uuml;r Notfallzentren identifiziert. Hauptkriterien waren die Erreichbarkeit binnen 30 PKW-Minuten und die Ausstattung. 99,6 Prozent der Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnten mit diesem Modell versorgt werden, sagte Professor Boris Augurzky vom RWI bei der Vorstellung des Gutachtens am Donnerstag in Berlin.<br>\nDas Konzept werde der Realit&auml;t nicht gerecht, hie&szlig; es dazu aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Es seien schlie&szlig;lich die Menschen, die die Krankenh&auml;user als Versorger w&auml;hlten. Die Kliniken seien verpflichtet, die Menschen zu behandeln, die sich an sie wendeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/berufspolitik\/article\/961995\/gba-beschluss-notfallversorgung-628-kliniken-soll-geld-gestrichen.html\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mindestlohn reicht in vielen St&auml;dten nicht &ndash; &Uuml;berleben nur in Leipzig<\/strong><br>\nWer die vorgeschriebenen 8,84 Euro pro Stunde verdient, ist in fast allen Gro&szlig;st&auml;dten zus&auml;tzlich auf staatliche Unterst&uuml;tzung angewiesen.<br>\nDer aktuelle Mindestlohn von 8,84 Euro reicht f&uuml;r ein Leben ohne Hartz IV &ndash; aber nur, wenn man in Leipzig wohnt. In allen weiteren der 19 gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte in Deutschland ist das nicht der Fall. Das hat das zur gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung geh&ouml;rende Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) errechnet.<br>\nEs hat ermittelt, wie hoch der Stundenlohn eines Single-Arbeitnehmers mit 37,7-Stunden-Woche sein m&uuml;sste, damit der Betroffene keinen Anspruch auf Aufstockungsleistungen &ndash; also Hartz IV &ndash; mehr h&auml;tte. Geringverdiener erhalten staatliche Zusch&uuml;sse, sofern ihr Verdienst unter der Anspruchsh&ouml;he des Arbeitslosengelds II liegt.<br>\nIn Leipzig reicht laut WSI ein Stundenlohn von 8,48 Euro, um nicht mehr anspruchsberechtigt zu sein. In M&uuml;nchen m&uuml;sste man hingegen 12,77 Euro pro Stunde verdienen &ndash; knapp 45 Prozent mehr als der aktuelle Mindestlohn. &bdquo;Der Mindestlohn ist vielerorts nicht existenzsichernd&ldquo;, sagt Thorsten Schulten, der die Berechnungen f&uuml;r eine Stellungnahme des WSI bei der Mindestlohnkommission durchgef&uuml;hrt hat. &bdquo;Das liegt vor allem an den hohen Mieten in den Gro&szlig;st&auml;dten.&ldquo;<br>\nDie Forscher haben den Regelsatz mit Heizkosten, Freibetr&auml;gen und den Wohnkosten addiert, die die lokalen Jobcenter &uuml;bernehmen. Die Berechnungen zeigen, dass einige St&auml;dte f&uuml;r Geringverdiener unerschwinglich sind und die hohen Mietkosten vom Staat subventioniert werden m&uuml;ssen.<br>\n&bdquo;&Uuml;ber Ortszuschl&auml;ge nachdenken&ldquo;<br>\nVor allem demonstrieren sie aber, dass der gesetzliche Mindestlohn zumindest in Gro&szlig;st&auml;dten nicht f&uuml;r ein Leben oberhalb des Existenzminimums ausreicht. Das WSI bef&uuml;rwortet deshalb eine Erh&ouml;hung des Lohnminimums &uuml;ber die Tarifentwicklung hinaus. &bdquo;In besonders teuren St&auml;dten wie M&uuml;nchen sollte &uuml;ber einen Ortszuschlag nachgedacht werden&ldquo;, fordert Thorsten Schulten.<br>\nDas WSI zieht dennoch eine positive Bilanz des 2015 eingef&uuml;hrten Mindestlohns.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5499896\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die SPD will sich also feiern lassen f&uuml;r einen Mindestlohn, der &ndash; laut einem SPD-nahen Institut! &ndash; in keiner Gro&szlig;stadt, nicht einmal im tiefsten (und &auml;rmsten) Ruhrgebiet, nicht im Osten, auch nur zum &Uuml;berleben (!!) eines Alleinlebenden reicht, auch nicht zu einer ausreichenden Rente, geschweige denn zu einem halbwegs normalen Leben in der unteren Mitte. Ein Mindestlohn, den die SPD erst jahrelang bek&auml;mpft und dann auf allerniedrigstem Niveau weder fl&auml;chendeckend noch allgemeinverbindlich eingef&uuml;hrt hat &ndash; und eben nicht einmal existenzsichernd, was eigentlich die Definition f&uuml;r einen Mindestlohn ist. Sehen so &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo; und #SPDErneuern aus? Ich verstehe aber auch nicht, warum der WSI &ldquo;eine positive Bilanz des [&hellip;] Mindestlohns&rdquo; ziehen kann, der zu allem &Uuml;berflu&szlig; nicht einmal konsequent kontrolliert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jeder Dritte hat nicht mal 1000 Euro verf&uuml;gbar<\/strong><br>\nEs muss blo&szlig; das Auto oder die Waschmaschine kaputtgehen, und etwa jeder dritte Deutsche st&ouml;&szlig;t an seine finanziellen Grenzen. Materielle Not zieht sich nach offiziellen Zahlen weit durch die Gesellschaft.<br>\nFast jeder dritte Bundesb&uuml;rger im Alter ab 16 Jahren ist nach einem Bericht der &bdquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&ldquo; von materieller Entbehrung betroffen. Demnach konnten sich im Jahr 2016 gut 31 Prozent dieser Altersgruppe in Deutschland keine unerwarteten Ausgaben in H&ouml;he von 985 Euro leisten.<br>\nDas waren 21,3 Millionen Menschen, schreibt das Blatt unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Der Geldbetrag entspricht dem seinerzeit statistisch ma&szlig;geblichen Schwellenwert bei der Armutsgef&auml;hrdung in Deutschland. Er wird regelm&auml;&szlig;ig neu berechnet.<br>\nSparen bei Essen und Urlaub<br>\nFast 4,9 Millionen Personen mussten dar&uuml;ber hinaus wegen ihrer bescheiden materiellen Lage beim Essen sparen. Sie konnten sich allenfalls nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten.<br>\n12,8 Millionen Bundesb&uuml;rger sahen sich nicht in der Lage, einen einw&ouml;chigen Urlaub au&szlig;erhalb ihres Zuhauses zu finanzieren. Das war fast jede f&uuml;nfte Person im Alter ab 16 Jahren. Kommen mehrere Probleme dieser Art in einem Haushalt zusammen, sprechen die Statistiker von &bdquo;erheblichen materiellen Entbehrungen&ldquo;.<br>\n&bdquo;Armut ist in Deutschland kein Randph&auml;nomen, sondern zieht sich quer durch die Bev&ouml;lkerung&ldquo;, zitiert die Zeitung die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Sie hatte die Daten angefordert. Die Bundesregierung m&uuml;sse endlich ein umfassendes Konzept zur Armutsbek&auml;mpfung vorlegen, forderte die Sozialexpertin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/armut-in-deutschland-jeder-dritte-hat-nicht-mal-1000-euro-15553142.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Drittel der Menschen in Deutschland steht also mit dem R&uuml;cken zur Wand, obwohl sie sich weder einen Urlaub noch ordentliches Essen leisten. Und das steht in der neoliberal-konservativen FAZ, w&auml;hrend der SPIEGEL in Jubelarien schreibt,<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/islam-debatte-die-waschlappigkeit-der-deutschen-politik-a-1203826.html\"> &ldquo;Wir sind reich&rdquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seit Schr&ouml;der biedert sich die SPD dem neoliberalen Projekt an<\/strong><br>\nViel zu lange hat sich die SPD von Angela Merkel und den Turbo-Kapitalisten einlullen lassen. Der Partei gelingt nur noch eine Placebo-Therapie gegen deren Ausw&uuml;chse. Da hilft nur knallharter linker Realismus &ndash; findet ein SPDler.<br>\n&bdquo;Die M&auml;rkte lieben Angela Merkel&ldquo;, sagte der Europachef der Investmentbank Goldman-Sachs, Richard Gnodde, vor der letzten Bundestagswahl. &bdquo;Die deutsche Kanzlerin hat bewiesen, dass sie eine sehr vertrauensw&uuml;rdige, sehr stabile, sehr starke Anf&uuml;hrerin ist &ndash; und das &uuml;ber viele Jahre, durch etliche Krisen. Das alles sch&auml;tzen die M&auml;rkte&ldquo;, meinte Gnodde.<br>\nDa versteht man sich. Merkel und die Hardcore-Kapitalisten: eine Einheit, eine wahre Liebe. Genau das ist aber das Problem: diese Einheit von Turbo-Kapitalisten und den Regierungschefs.<br>\nDie Linke muss sich dagegen nun erheben und laut anprangern und damit authentischen Ver&auml;nderungswillen zeigen. Das heute ist alles nicht das, was uns nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion angek&uuml;ndigt wurde. Das ist nicht das &bdquo;goldene Zeitalter&ldquo;. Und wir sind auch nicht auf gutem Weg dahin. Wir sind vielmehr vom Weg abgekommen.<br>\nDie Linke hat dabei zentral dazu beigetragen, dass wir vom Weg abgekommen sind. Gerade die moderate Linke ist es, die half, den Glauben von allen geschlagenen K&auml;mpfen und dem &bdquo;Ende der Geschichte&ldquo; (Francis Fukuyama) sowie den Glauben an eine &bdquo;Autobahn des Fortschritts&ldquo; (Pankaj Mishra) zur kulturellen Hegemonie zu machen.<br>\nNew Democrats, New Labour, Neue Mitte. All das sind &Uuml;berschriften einer fundamentalen Grundsatzentscheidung gewesen. Denn durch sie hat sich die Linke f&uuml;r einen postideologischen Kurs des Spiegelstrichpragmatismus entschieden und wurde zum Helfershelfer des gro&szlig;en Finanzkapitals. Sie gab also ihre Rolle als Gegenmacht zum Kapital und als Schutzmacht der kleinen Leute weitgehend auf. Die SPD etwa biederte sich so seit Gerhard Schr&ouml;der dem neoliberalen Projekt an und macht seitdem nur noch eine Placebo-Therapie gegen die wildesten Ausw&uuml;chse der neoliberalen Agenda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article175656602\/SPD-Seit-Gerhard-Schroeder-nur-noch-Anbiederung-an-Neoliberalismus.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So etwas von einem SPD-Grundsatzreferenten in der WELT &ndash; Respekt!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>It&rsquo;s the overhang, stupid!<\/strong><br>\nGeschickt habt ihr das eingef&auml;delt, Neoliberale &ndash; die Schwarze Null macht niedrige Lohnabschl&uuml;sse, und niedrige Lohnabschl&uuml;sse machen die Schwarze Null. Und alle machen mit, da es so vern&uuml;nftig ist &hellip;<br>\nMan fragt sich ja, weshalb f&uuml;r die letzten sechs Monate der 30-monatigen Laufzeit des Abschlusses im &Ouml;ffentlichen Dienst ein Anstieg von 1,06 % vereinbart wurde, nachdem es f&uuml;r die beiden vorangegangen 13 bzw. 11-monatigen Zeitr&auml;ume 3,19 % bzw. 3,09 % waren. (&hellip;)<br>\nIn der Tat hat ver.di in der eben abgelaufenen Tarifrunde (abermals) eine gro&szlig;e Chance vertan, endlich die eingeschlafene deutsche Lohnlandschaft aufzuwecken. Kein Mensch &ndash; au&szlig;er den Verhandlungsbeteiligten &ndash; versteht, warum die urspr&uuml;ngliche Forderung, einen auf 12 Monate begrenzten Abschluss hinzukriegen, sang und klanglos aufgegeben wurde. Trickreich &ndash; und sachlich falsch &ndash; erkl&auml;rt der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske, nach 13 Monaten g&auml;be es bereits 6,3 % mehr Einkommen. Erstens sind es tats&auml;chlich 6,4 % und zweitens erst im 14. Monat nach Laufzeitbeginn (also nach fast der H&auml;lfte der Gesamtlaufzeit) &ndash; wobei er die 250&euro; Einmalzahlung im Basisjahr ignoriert. Es ist schon doll, wie die urspr&uuml;ngliche Forderung von &bdquo;6 % f&uuml;r 12 Monate&ldquo; in einen Erfolg von &bdquo;6,3 % nach 13 Monaten&ldquo; (klingt ja irgendwie ganz &auml;hnlich) umgemodelt wird.<br>\nNachdem die IG Metall bereits versagt hatte, welche andere Gewerkschaft au&szlig;er ver.di soll es denn richten, aus dem allgemeinen deutschen Lohntief herauszukommen?<br>\nNein, mit diesem Abschluss ist auf absehbare Sicht die letzte Hoffnung dahin, dass sich an der einge&uuml;bten Haltung der deutschen Gewerkschaften etwas &auml;ndern wird. Genauso, man k&ouml;nne vielleicht doch noch durch Vernunft zur Abschaffung der Schwarzen Null kommen. Denn selbstverst&auml;ndlich ist sie es, die die Tarifabschl&uuml;sse unter das Diktat der Kassenlage zwingt. Man kann nur anerkennend sagen: Geschickt habt ihr das eingef&auml;delt, Neoliberale &ndash; die Schwarze Null macht niedrige Lohnabschl&uuml;sse, und niedrige Lohnabschl&uuml;sse machen die Schwarze Null. Und alle machen mit, da es ja so vern&uuml;nftig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/its-the-overhang-stupid\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Veranstaltungsbericht: Von Labour lernen!<\/strong><br>\nEin &uuml;beraus informativer und lebendiger Vortrag wurde am 19. April im Kieler Gewerkschaftshaus pr&auml;sentiert. Steve Hudson, Aktivist bei der britischen Corbyn-Labour-Kampagne MOMENTUM und Vorsitzender des NoGroKo e.V. in Deutschland, berichtete &uuml;ber die unglaublich erfolgreiche Geschichte der Labour-Party in den vergangenen 2 &frac12; Jahren. Hier das Video von Steves Vortrag.K&ouml;nnen soziale Bewegungen, k&ouml;nnen linke Parteien von den britischen Erfahrungen lernen?Die SPD f&auml;ngt m&ouml;glicherweise an: Bei der Wahl zur Parteivorsitzenden erhielt Simone Lange zwar nur 27,6% der Stimmen, die 66,4% von Andrea Nahles k&ouml;nnten aber eher Abgangssignale sein. Dass die SPD noch nicht reif ist f&uuml;r den Wechsel &agrave; la Labour, zeigte sich nicht nur im Abstimmungsergebnis. Beinahe symptomatisch mit tragikkomischen Z&uuml;gen ist das Eintreten der Gallionsfigur der NoGroKo-Bewegung Kevin K&uuml;hnert f&uuml;r die Gallionsfigur des ProGroKo-Parteiestablishments Andrea Nahles.Warum ist das auch f&uuml;r die Seniorenaufstands-Bewegten wichtig? Weil mit Andrea Nahles in den letzten Jahren und mit dem Koalitionsvertrag auch in der Zukunft eine Verfechterin des Drei-S&auml;ulen-Modells bei der Altenversorgung steht. Das bedeutet, sie wird den Kurs der systematischen Altersverarmung und der Schw&auml;chung der gesetzlichen Rentenversicherung nicht nur als Fraktionsvorsitzende, sondern jetzt auch als Parteivorsitzende weiter betreiben.172 Stimmen f&uuml;r Simone Lange sind aber ein deutliches Signal, das es auch anders kommen k&ouml;nnte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/veranstaltungsbericht-von-labour-lernen\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere &uuml;ber den aktuellen Juso-Bundesvorsitzenden Kevin K&uuml;hnert lesen auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42421\">Es bleibt uns nichts erspart: Juso-Vorsitzender K&uuml;hnert als Kriegsbef&uuml;rworter<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43709\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43709"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43709\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43712,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43709\/revisions\/43712"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}