{"id":43716,"date":"2018-04-27T16:17:27","date_gmt":"2018-04-27T14:17:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716"},"modified":"2018-04-27T16:17:27","modified_gmt":"2018-04-27T14:17:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-342","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h01\">Nord- und S&uuml;dkorea planen atomare Abr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h02\">NATO-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel setzt weiter auf Aufr&uuml;stung und milit&auml;rische Drohung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h03\">Linkspartei-Thesen gegen offene Grenzen: &bdquo;Kein Recht auf Arbeitsmigration&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h04\">Nahles schw&ouml;rt SPD auf &ldquo;schwarze Null&rdquo; ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h05\">Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik dringend notwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h06\">Aufgaben wachsen, Geh&auml;lter nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h07\">Ausbeuter soll zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h08\">Wird ein &ldquo;staatlich organisierter Raub&rdquo; endlich beendet? Die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten ist mal wieder Thema im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h09\">Josefa Schmid: Zwischen Asylaff&auml;re und B&uuml;rgermeisteramt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h10\">&bdquo;Die Kommission will neoliberale Reformen durchsetzen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h11\">Italiens (schlechte) Perspektiven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h12\">Salisbury &ndash; Zugang zu Fakten dem Parlament erm&ouml;glichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h13\">V&ouml;lkermord mit Leopard<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h14\">&raquo;Deutsche Wohnen&laquo; enteignen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h15\">Zefix! Das ist privat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43716#h16\">DJ Twitter<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nord- und S&uuml;dkorea planen atomare Abr&uuml;stung<\/strong><br>\nNordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seinen Willen zu einem kompletten Abbau seines Atomprogramms bekr&auml;ftigt. Das geht aus der gemeinsamen Erkl&auml;rung hervor, die Kim und S&uuml;dkoreas Pr&auml;sident Moon Jae In bei ihrem ersten Gipfel am Grenzort Panmunjom unterschrieben. Nach Ver&ouml;ffentlichung umarmten sich die Staatslenker. &ldquo;Es gibt kein Zur&uuml;ck mehr&rdquo;, sagte Moon. Moon sprach von einer &ldquo;neuen &Auml;ra des Friedens&rdquo;. S&uuml;d- und Nordkorea best&auml;tigten in der Erkl&auml;rung, ihr gemeinsames Ziel sei die Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel durch &ldquo;die vollst&auml;ndige nukleare Abr&uuml;stung&rdquo;. Beide L&auml;nder wollen alle Feindseligkeiten, die Quelle milit&auml;rischer Spannungen zu Lande, zu Wasser und in der Luft seien, gegen die andere Seite einstellen.<br>\nBeide Seiten einigten sich auch auf die Wiederaufnahme gemeinsamer humanit&auml;rer Projekte wie die Treffen von durch den Krieg auseinandergerissenen Familien. Kim erkl&auml;rte: &ldquo;Nord- und S&uuml;dkorea sind Br&uuml;der, die nicht getrennt voneinander leben sollten.&rdquo;<br>\nVom 1. Mai an sollen alle feindseligen Handlungen, einschlie&szlig;lich der Lautsprecherdurchsagen an der Grenze und der Verbreitung von Flugbl&auml;ttern in der Demilitarisierten Zone (DMZ) eingestellt werden. &ldquo;Die DMZ wird in Zukunft praktisch zu einer Friedenszone werden.&rdquo;<br>\nBeide Seiten gaben an, regelm&auml;&szlig;ig milit&auml;rische Gespr&auml;che &uuml;ber Entspannungsma&szlig;nahmen f&uuml;hren zu wollen. Diese sollen auf der Ebene der Verteidigungsminister und der Gener&auml;le gef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/korea-gipfel-kim-jong-un-bekennt-sich-zur-nuklearen-abruestung-a-1205114.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;hrend auf diesem Kontinent die verbalen Attacken und milit&auml;rische Aufr&uuml;stung des Westens (einschlie&szlig;lich USA und Deutschlands) gegen Russland zunehmen, k&ouml;nnte mit diesem in der Tat historischen Treffen eine &Auml;ra des Friedens auf der koreanischen Halbinsel eingeleitet worden sein. Dort scheint die Formel &ldquo;Wandel durch Ann&auml;herung&rdquo; nicht vergessen zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>NATO-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel setzt weiter auf Aufr&uuml;stung und milit&auml;rische Drohung<\/strong><br>\n&bdquo;Die Au&szlig;enminister der NATO-Staaten treffen sich heute, um mittlerweile ritualisiert sich selbst zu vergewissern, dass die Welt aus den Fugen geraten ist und Russland und China die gr&ouml;&szlig;ten Gefahren f&uuml;r die westliche Sicherheit und dessen Wohlstand darstellen. Dass nur der Westen B&uuml;ndnisse mit anderen Staaten eingehen darf und die westlichen Staaten aus rein altruistischen Gr&uuml;nden andere Staaten auch ohne v&ouml;lkerrechtliche Legitimation milit&auml;risch angreifen d&uuml;rfen&ldquo;, erkl&auml;rt Alexander S. Neu, Obmann im Verteidigungsausschuss f&uuml;r die Fraktion DIE LINKE. Neu weiter:<br>\n&bdquo;Das Weltbild der westlichen politischen Entscheider hat sich seit geraumer Zeit auf das Niveau von Gut und B&ouml;se reduziert. Nat&uuml;rlich ist der Westen der Gute und der Rest der Welt das B&ouml;se, sofern sie sich den westlichen Vorstellungen nicht unterordnen. Die Angst vor der sich herausbildenden multipolaren Weltordnung f&uuml;hrt zu einer Aufr&uuml;stungsorgie der NATO-Staaten (Zwei-Prozent-Ziel des BiP), einer weiteren verantwortungslosen Erweiterungsphantasie der NATO um post-jugoslawische und post-sowjetische Staaten sowie einer zunehmenden Vernetzung von NATO und EU. Genau diese Themen stehen im Vordergrund dieses neuerlichen Au&szlig;enministertreffens in Br&uuml;ssel. Hinzu kommt, dass der neue Au&szlig;enminister Maas meint, besonders &bdquo;verantwortungsvoll&ldquo; auftreten zu m&uuml;ssen, in dem er eine Ausweitung des NATO-Ausbildungseinsatzes im Irak fordert.<br>\nDIE LINKE fordert das Ende dieser vermeintlichen &sbquo;&Uuml;bernahme gewachsener Verantwortung&lsquo;. Wenn die Bundesregierung ehrliche Verantwortung &uuml;bernehmen will, so kann sie das mit zahlreichen zivilen Initiativen tun: Beispielsweise die katastrophalen Folgen des Jemen-Krieges auf die dortige Bev&ouml;lkerung durch Nahrungsmittel- und Medikamentenlieferungen zu reduzieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nato-aussenministertreffen-in-bruessel-setzt-weiter-auf-aufruestung-und-militaerische-drohung\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Au&szlig;enminister Heiko Maas beim NATO-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel zur Forderung nach h&ouml;heren Milit&auml;rausgaben<\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Au&szlig;enminister Heiko Maas beim NATO-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel zur Forderung nach h&ouml;heren Milit&auml;rausgaben und 2%-Ziel: &bdquo;Wir werden schrittweise erf&uuml;llen, was von uns erwartet wird.&ldquo; Noch eine Absetzung vom Vorg&auml;nger. <a href=\"https:\/\/t.co\/iCnRfHNmb5\">pic.twitter.com\/iCnRfHNmb5<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Stefan Leifert (@StefanLeifert) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/StefanLeifert\/status\/989854040141041664?ref_src=twsrc%5Etfw\">27. April 2018<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Linkspartei-Thesen gegen offene Grenzen: &bdquo;Kein Recht auf Arbeitsmigration&ldquo;<\/strong><br>\nIn der internen Debatte um Flucht und Migration in der Linkspartei haben sich mehrere prominente Vertreter mit einem &bdquo;Thesenpapier zu einer human und sozial regulierenden linken Einwanderungspolitik&ldquo; zu Wort gemeldet. Es ist vielleicht das bisher detailreichste Papier, das eine Br&uuml;cke zwischen den bisherigen Polarisierungen in der Partei zwischen der Parteispitze um Katja Kipping, die f&uuml;r offene Grenzen, und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, die f&uuml;r eine eher restriktive Einwanderungspolitik eintritt, schlagen k&ouml;nnte. Zu den Unterzeichnern geh&ouml;ren die Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi, Jutta Krellmann, Michael Leutert und Sabine Zimmermann sowie das Bundesvorstandsmitglied Ralf Kr&auml;mer.<br>\nVon offenen Grenzen distanzieren sich die Unterzeichner ausdr&uuml;cklich. So hei&szlig;t es: &bdquo;Grenzkontrollverfahren sind nicht per se gewaltsam oder menschenfeindlich.&ldquo; Ohne Grenzmanagement st&uuml;nden die Staaten &bdquo;hilflos gegen&uuml;ber der international organisierten Kriminalit&auml;t und dem Terrorismus&ldquo; da.<br>\nDie Autoren pl&auml;dieren daf&uuml;r, Einwanderungs- und Fl&uuml;chtlingspolitik auseinanderzuhalten. &bdquo;Unbegrenzte Schutzgew&auml;hrung f&uuml;r Not ist etwas anderes als eine unbegrenzte Einwanderung, die auch all diejenigen einschlie&szlig;en w&uuml;rde, die lediglich ein h&ouml;heres Einkommen erzielen oder einen besseren Lebensstandard genie&szlig;en wollen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBemerkenswert ist insbesondere der sechste Punkt des Papiers, der mit &bdquo;Linke Politik und internationale Solidarit&auml;t&ldquo; &uuml;berschrieben ist. W&auml;hrend die linke Debatte in Deutschland darum kreist, ob alle einreisen d&uuml;rfen, die wollen, verweisen die Autoren auf die lateinamerikanische Linke, die das Recht diskutiere, nicht auswandern zu m&uuml;ssen. &bdquo;Mit den gleichen finanziellen Aufwendungen kann in den Herkunftsl&auml;ndern oftmals ein Vielfaches dessen f&uuml;r die Verbesserung der Lebenssituation erreicht werden, was man hierzulande damit bewirken w&uuml;rde&ldquo;, schreiben sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Linkspartei-Thesen-gegen-offene-Grenzen\/!5501604\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese Thesen sollten eigentlich selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r eine linke Partei sein, die dieses Attribut auch verdient. Leider muss man wohl skeptisch sein, dass sich der Fl&uuml;gel um Katja Kipping durch Argumente &uuml;berhaupt noch beeinflussen l&auml;sst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nahles schw&ouml;rt SPD auf &ldquo;schwarze Null&rdquo; ein<\/strong><br>\nDas d&uuml;rfte manchen in der SPD missfallen: Parteichefin Nahles stellt sich im SPIEGEL an die Seite von Finanzminister Scholz &ndash; und warnt vor neuen Schulden. Auch zu Russland bezieht sie Position.<br>\nSPD-Chefin Andrea Nahles warnt ihre Partei davor, aus Profilierungsgr&uuml;nden das haushaltspolitische Prinzip der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; infrage zu stellen. &ldquo;In guten Zeiten keine neuen Schulden zu machen, ist ein Gebot der Vernunft&rdquo;, sagte sie dem SPIEGEL. &ldquo;Es ist unn&ouml;tig, an dieser Stelle einen Konflikt aufzumachen. Wir legen einen soliden Haushalt vor und investieren massiv &ndash; so geht gute Finanzpolitik.&rdquo;<br>\nNahles stellt sich damit klar an die Seite von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), der zu Beginn seiner Amtszeit angek&uuml;ndigt hatte, den Sparkurs seines Vorg&auml;ngers Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) fortzuf&uuml;hren. In Teilen der SPD sorgt Scholz&rsquo; Politik f&uuml;r Unmut, das Festhalten an Sch&auml;ubles Prinzip steht f&uuml;r die Kritiker im Widerspruch zum Versprechen der SPD-Spitze, in der neuen Gro&szlig;en Koalition anders aufzutreten als in der letzten. Auf dem zur&uuml;ckliegenden Parteitag in Wiesbaden hatten sich mehrere Sozialdemokraten f&uuml;r ein Abr&uuml;cken von der &ldquo;schwarzen Null&rdquo; starkgemacht. In der Bundestagsfraktion hatte zuletzt eine Gruppe von zw&ouml;lf j&uuml;ngeren Abgeordneten einen Schwenk in der Haushaltspolitik gefordert.<br>\nTrotz gro&szlig;er interner Kritik unterst&uuml;tzt Nahles in ihrem ersten ausf&uuml;hrlichen Interview seit der Wahl auch die h&auml;rtere Gangart gegen&uuml;ber Russland, die Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) eingeschlagen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/andrea-nahles-schwoert-spd-auf-schwarze-null-ein-a-1205111.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> Sollte bis zum Parteitag der SPD in Wiesbaden jemand in der SPD und ihre W&auml;hler drau&szlig;en vor der T&uuml;r Illusionen in die zuk&uuml;nftige Politik der Partei gehabt haben, kann sich unter der F&uuml;hrung von Nahles und Scholz nur noch entsetzt abwenden. Der innere Zerst&ouml;rungsprozess der SPD wird weitergef&uuml;hrt. Rot, Rot, GR&Uuml;NE Tr&auml;umereien ade.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kehrtwende in der Arbeitsmarktpolitik dringend notwendig<\/strong><br>\nDer aktuelle Arbeitsmarktbericht gibt f&uuml;r April 2018 an, dass 2.383752 Menschen als arbeitslos gemeldet sind. Nicht als erwerbslos gez&auml;hlt wurden zum Beispiel Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Angaben kommt man auf eine tats&auml;chliche Arbeitslosigkeit von 3.330.616, also fast eine Million mehr als durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit angegeben.<br>\nSabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin, erkl&auml;rt in diesem Zusammenhang: &raquo;Es ist und bleibt ein Skandal, dass Millionen Besch&auml;ftigte Niedrigl&ouml;hne beziehen, unfreiwillig in Teilzeit arbeiten, mit Hartz IV aufstocken oder mehreren Jobs nachgehen m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Arbeit muss existenzsichernd werden. Der Mindestlohn muss auf zw&ouml;lf Euro erh&ouml;ht, Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen m&uuml;ssen verboten werden. Die Bundesregierung muss dringend die Rahmenbedingungen f&uuml;r gute Arbeit schaffen. &sbquo;Arm trotz Arbeit&lsquo; muss endlich der Vergangenheit angeh&ouml;ren.&laquo;\n<div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180427-hdt2_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180427-hdt2_01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kehrtwende-in-der-arbeitsmarktpolitik-dringend-notwendig\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufgaben wachsen, Geh&auml;lter nicht<\/strong><br>\nDer &Ouml;ffentliche Gesundheitsdienst bekommt immer mehr T&auml;tigkeiten zugewiesen, schafft es aber wegen der vergleichsweise geringen Bezahlung nicht, Nachwuchs&auml;rzte zu gewinnen.<br>\nDie Mediziner im &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienst (&Ouml;GD) suchen dringend Nachwuchs. &ldquo;Aber wie viele Stellen in Deutschland und in den einzelnen Bundesl&auml;ndern unbesetzt sind, wissen wir nicht&rdquo;, sagt Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des Bundesverbandes der &Auml;rztinnen und &Auml;rzte des &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienstes (BV&Ouml;GD) anl&auml;sslich des am Donnerstag er&ouml;ffneten BV&Ouml;GD-Jahreskongresses in Osnabr&uuml;ck. Unterdessen wachsen die Aufgaben an den &Ouml;GD. Vor 20 Jahren habe das Statistische Bundesamt die Z&auml;hlung eingestellt, und 2016 hat die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, sie wieder aufzunehmen. Geschehen sei bisher aber nichts.<br>\nGehaltsniveau wie Berufsanf&auml;nger<br>\nKlar ist: Die Nachwuchs-&Auml;rzte f&uuml;r den &Ouml;GD stehen nicht vor den Gesundheits&auml;mtern Schlange. &ldquo;Das ist kein Wunder&rdquo;, sagt Teichert. &ldquo;Denn die &Auml;rztinnen und &Auml;rzte im &Ouml;GD verdienen im Schnitt 1000 Euro bis 1500 Euro weniger im Monat als ihre vergleichbaren Klinikkollegen.&rdquo; Fach&auml;rzte, die aus der Klinik in ein Gesundheitsamt wechseln m&ouml;chten, w&uuml;rden dort auf das Gehaltsniveau eines Berufsanf&auml;ngers zur&uuml;ckgestuft. &ldquo;Bei manchen Vorstellungsgespr&auml;chen m&uuml;ssen wir f&uuml;rchten, dass die Kandidaten aufstehen und den Raum verlassen, wenn wir auf das Gehalt zu sprechen kommen&rdquo;, sagt Teichert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/politik_gesellschaft\/oegd\/article\/962769\/gesundheitsaemter-aufgaben-wachsen-gehaelter-nicht.html\">&Auml;rzte Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ausbeuter soll zahlen<\/strong><br>\nAmazon-Besch&auml;ftigte aus vier L&auml;ndern protestierten in Berlin gegen Konzernchef Jeff Bezos. Dieser lebt in seiner eigenen Welt<br>\nEhre, wem Ehre geb&uuml;hrt &ndash; dachte sich zumindest der Springer-Verlag. Allj&auml;hrlich vergibt der Medienkonzern eine Auszeichnung an &raquo;herausragende Pers&ouml;nlichkeiten, die au&szlig;ergew&ouml;hnlich innovativ sind&laquo; und &raquo;sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen&laquo;. Aus diesem Anlass wurde dem Chef des US-Onlineversandh&auml;ndlers Amazon, Jeffrey &raquo;Jeff&laquo; Bezos am Dienstag abend in Berlin der Axel-Springer-Award verliehen.<br>\nVor dem weitr&auml;umig mit Gittern abgesperrten und mit Polizeihunden bewachten Springer-Hochhaus stehen mehr als 700 Amazon-Besch&auml;ftigte aus vier L&auml;ndern sowie deren Unterst&uuml;tzer. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatte die Arbeiter dazu aufgerufen gegen die Preisverleihung und f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen zu protestieren.<br>\nEiner von ihnen ist Ralf Christann. Der &raquo;Picker&laquo; ist mit rund 100 Kollegen aus Leipzig angereist. &raquo;Wir sind der Meinung, nicht Jeff Bezos hat einen Preis verdient, sondern die Besch&auml;ftigten&laquo;, so Christann gegen&uuml;ber junge Welt. Bezos sei zwar durchaus ein innovativer Unternehmer, &raquo;besonders innovativ war er aber beim Steuern und L&ouml;hne sparen&laquo;, kritisiert der Verdi-Vertrauensmann. Es k&ouml;nne nicht sein, dass &raquo;ein so gro&szlig;es Unternehmen wie Amazon in Deutschland keinen Tarifvertrag hat&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331432.ausbeuter-soll-zahlen.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Gewinn verdoppelt<\/strong><br>\nDer US-Gigant Amazon hat im ersten Quartal des Jahres seinen Gewinn mehr als verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/amazon-online-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wird ein &ldquo;staatlich organisierter Raub&rdquo; endlich beendet? Die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten ist mal wieder Thema im Bundestag<\/strong><br>\nBlicken wir zur&uuml;ck in die Zeiten der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung unter Gerhard Schr&ouml;der, konkret in das Jahr 2004. Zu Beginn dieses Jahres trat das &ldquo;Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung&rdquo; in Kraft. Seinerzeit waren die Sozialkassen klamm und die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung suchte fieberhaft nach neuen Einnahmequellen. Unter der damals zust&auml;ndigen Ministerin Ulla Schmidt (SPD) wurde auf der Suche nach zus&auml;tzlichen Geldern f&uuml;r die Gesetzliche Krankenversicherung die volle Beitragspflicht f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus der betrieblichen Altersvorsorge eingef&uuml;hrt &ndash; und das auch r&uuml;ckwirkend f&uuml;r alle Altvertr&auml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/04\/doppelverbeitragung-mal-wieder-thema-im-bundestag.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Josefa Schmid: Zwischen Asylaff&auml;re und B&uuml;rgermeisteramt<\/strong><br>\nEigentlich soll die neue Bamf-Leiterin der Bremer Au&szlig;enstelle ihre ganze Energie in die Aufkl&auml;rung des Korruptionsskandals stecken. Doch nebenbei ist sie auch noch B&uuml;rgermeisterin.<br>\nEine Woche hat 168 Stunden. F&uuml;r Josefa Schmid (FDP) ist jede einzelne davon Gold wert. Seit dem Bekanntwerden des m&ouml;glichen Korruptionsskandals in der Bremer Au&szlig;enstelle des Bundesamts f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (Bamf) ist Schmid als neue Leiterin diejenige, die mit einem Gro&szlig;teil der Aufarbeitung betraut ist. Daf&uuml;r hat sie die Bundesbeh&ouml;rde Anfang des Jahres nach Bremen geschickt. Doch tats&auml;chlich ist das l&auml;ngst nicht die einzige Aufgabe der 44-J&auml;hrigen. 50 bis 60 Stunden in der Woche investiert Schmid nach Medieninformationen zus&auml;tzlich in ihre Arbeit als ehrenamtliche B&uuml;rgermeisterin &ndash; und das nicht etwa in der N&auml;he von Bremen, sondern im bayerischen Kollnburg.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremen-stadt_artikel,-josefa-schmid-zwischen-asylaffaere-und-buergermeisteramt-_arid,1724198.html\">Weser Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> In diesem Artikel fehlt eine wichtige Information: Ein Hinweis auf die Qualifikation und die besonderen Referenzen von Frau Schmid. Siehe dazu: <a href=\"https:\/\/www.wochenblatt.de\/news-stream\/bayerischer-wald\/artikel\/198783\/josefa-schmid-praesentierte-integriertes-fluechtlingsmanagement\">Josefa Schmid pr&auml;sentierte integriertes Fl&uuml;chtlingsmanagement<\/a>. Frau Schmid war demnach vor dem Amtsantritt beim BAMF in Bremen &ldquo;im Stab des Beauftragten der Bundesregierung f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsmanagement von Frank-J&uuml;rgen Weise&rdquo;. (am Rande: Frank-J&uuml;rgen Weise war kein &ldquo;Beauftragter der Bundesregierung&rdquo; sondern nach unserem Kenntnisstand &ldquo;lediglich&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/images\/2017-02-15_fragen-beauftragter-fluechtlingsmanagement-bundesregierung-bmi-bmas.pdf\">Beauftragter des Bundesinnenministeriums f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsmanagement<\/a>) Frank-J&uuml;rgen Weise (&ldquo;<a href=\"https:\/\/www.pressreader.com\/germany\/der-tagesspiegel\/20170321\/281771334010449\">Superman<\/a>&ldquo;) war zum Zeitpunkt des sogenannten &ldquo;BAMF-Skandals&rdquo; und der Einleitung disziplinarischer Ma&szlig;nahmen gegen die langj&auml;hrige Leiterin der BAMF-Au&szlig;enstelle Bremen im Juli 2016* nebenamtlicher Leiter des BAMF (September 2015 bis Ende 2016) und danach (bis Ende 2017) Beauftragter des Bundesinnenministeriums f&uuml;r Fl&uuml;chtlingsmanagement. Dies blieb (bisher) unerw&auml;hnt. (*BAMF: &ldquo;Eine dieser Ma&szlig;nahmen war, die Mitarbeiterin von ihren Aufgaben als Au&szlig;enstellenleiterin in Bremen zu entbinden und ihre IT-Zugriffe f&uuml;r den Asylbereich zu sperren. Dies erfolgte bereits im Juli 2016.&rdquo;) Unbeachtet blieb in der Berichterstattung bisher auch, ob ein Zusammenhang zwischen den angeblich tausendfach falschen Asylbescheiden und dem Inkrafttreten des &ldquo;Asylpakets II&rdquo; am 17. M&auml;rz 2016 bestand, wenige Monate vor der &ldquo;Einleitung des Disziplinarverfahrens&rdquo; gegen die Leiterin der BAMF-Au&szlig;enstelle Bremen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Die Kommission will neoliberale Reformen durchsetzen&ldquo;<\/strong><br>\nIm Dezember 2017 stellte die EU-Kommission eine Reihe von Reformvorschl&auml;gen f&uuml;r die Eurozone und die EU-Wirtschaftspolitik vor. Darunter einen Vorschlag zur &Uuml;berarbeitung der Dachverordnung f&uuml;r die europ&auml;ischen Struktur- und Investitionsfonds. Reformwillige Mitgliedsstaaten sollen finanzielle Anreize bekommen. Dar&uuml;ber sprach EURACTIV mit Anne Karrass.<br>\nDie &Ouml;konomin Dr. Anne Karrass arbeitet im EU-Verbindungsb&uuml;ro der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di schwerpunktm&auml;&szlig;ig zur Europ&auml;ischen Sozial-, Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/binnenmarkt-und-wettbewerb\/interview\/die-kommission-will-damit-neoliberale-reformen-durchsetzen\/\">Euroactiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Italiens (schlechte) Perspektiven<\/strong><br>\nItalien befindet sich in einem flachen Wirtschaftsaufschwung. Doch jenseits der aktuellen Konjunkturdaten &ndash; welche langfristige Perspektive hat das Land?<br>\nVerhalten optimistisch berichtet die deutsche Presse derzeit &uuml;ber Italiens Wirtschaft. Und die Zahlen scheinen diesem Optimismus auf den ersten Blick zu st&uuml;tzen: Das Wachstum lag 2017 bei 1,5 %.[1] Vor allem die Exporte stiegen rasant um 7 %, auf fast 450 Milliarden Euro. Das ehemalige Defizitland hat neuerdings Handelsbilanz- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Das staatliche Haushaltsdefizit erreichte die von der EU geforderten 1,9 %. Und auch die Investitionen legten im vergangenen Jahr zu.<br>\nDoch das alles umstandslos als Erfolg zu bewerten, w&uuml;rde die Entwicklung der vergangen zehn Jahre komplett ausblenden. Denn nach wie vor gilt, dass Italien einer der gro&szlig;en Verlierer der Krise ab 2008 ist:\n<ul>\n<li>Italiens Wirtschaft ist seit 2008 stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt liegt derzeit immer noch mehr als 5 % unter dem Vorkrisenstand.<\/li>\n<li>Die Industrieproduktion ist seit 2008 um rund 20 % eingebrochen und erholt sich nur sehr langsam. Man kann durchaus von einer Deindustrialisierung sprechen.<\/li>\n<li>Die Arbeitslosenquote betr&auml;gt 11 %, die Jugendarbeitslosigkeit wird auf bis zu 40 % gesch&auml;tzt.<\/li>\n<li>Das italienische Gehaltsniveau liegt deutlich unter dem OECD-Durchschnitt. Die Reall&ouml;hne sind seit 2010 gesunken. Die durchschnittlichen Bruttomonatsgeh&auml;lter betragen in Italien ca. 2.100 Euro, in Deutschland ca. 3.400 Euro.<\/li>\n<li>Der Staat ist mit 131 % des BIP hoch verschuldet.<\/li>\n<li>Und vor allem: Italiens Produktivit&auml;t stagniert seit fast 20 Jahren. Ein Alarmzeichen f&uuml;r jede Volkswirtschaft!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die italienische Wirtschaft ist also schwer l&auml;diert. Ob sie jemals wieder auf die F&uuml;&szlig;e kommen wird, ist derzeit nach wie vor unklar &ndash; und h&auml;ngt auch von der Wirtschaftspolitik einer neuen Regierung sowie der EU ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/04\/italiens-schlechte-perspektiven\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Salisbury &ndash; Zugang zu Fakten dem Parlament erm&ouml;glichen<\/strong><br>\n&bdquo;W&auml;hrend im Fall des Anschlags im britischen Salisbury die Spekulationen in den Medien weiter bl&uuml;hen, verweigern die Regierungen von Gro&szlig;britannien und Deutschland dem Bundestag die notwendige Transparenz. Auch auf mehrfache Anfrage wurde mir der vollst&auml;ndige Bericht der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OVCW) nicht zur Verf&uuml;gung gestellt&ldquo;, sagt Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. H&auml;nsel weiter:<br>\n&bdquo;Laut Ausw&auml;rtigem Amt soll Gro&szlig;britannien darum gebeten haben, die Vollversion des Berichtes geheim zu halten. Die Bundesregierung h&auml;tte aber auch die M&ouml;glichkeit, das Papier in der Geheimschutzstelle des Bundestags zu hinterlegen, um die notwendige Transparenz herzustellen und eine &ouml;ffentliche Verbreitung zugleich zu verhindern. Doch diesen Zugang verwehrt die Bundesregierung bisher.<br>\nEs ist mehr als bedenklich, dass das Parlament damit &uuml;ber einen Sachverhalt diskutiert und wom&ouml;glich entscheidet, &uuml;ber den ihm fundierte Informationen verweigert werden. Ohne Zugang zu belastbaren Fakten im Fall des Salisbury-Zwischenfalls, aber auch im Fall des mutma&szlig;lichen Giftgasangriffs im syrischen Douma, sind seri&ouml;se Bewertungen nicht m&ouml;glich und wird die parlamentarische Arbeit massiv erschwert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heike-haensel.de\/2018\/04\/20\/salisbury-zugang-zu-fakten-dem-parlament-ermoeglichen\/\">Heike H&auml;nsel (MdB, die Linke)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>V&ouml;lkermord mit Leopard<\/strong><br>\nEs besteht kein Zweifel daran, dass die ethnischen S&auml;uberungen, die auf t&uuml;rkische Streitkr&auml;fte und die mit ihnen verb&uuml;ndeten islamistischen Milizen zur&uuml;ckgehen, als Kriegsverbrechen einzustufen sind. Schlie&szlig;lich richten sie sich ausdr&uuml;cklich gegen die ethnischen und religi&ouml;sen Gruppen der Kurden, Jesiden und Christen. Das Bemerkenswerte an der t&uuml;rkischen Invasion in Afrin &ndash; bis dahin eines der wenigen noch weitgehend friedlichen Territorien Syriens &ndash; besteht darin, dass Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan von Anfang an erkl&auml;rt hat, dass es ihm um eine solche ethnische S&auml;uberung geht. Die Region Afrin ist seit Jahrhunderten &uuml;berwiegend kurdisch. Am Vorabend der Invasion, die Ende Januar begann, zauberte der t&uuml;rkische Pr&auml;sident aber einfach ganz andere Zahlen aus dem Hut und behauptete: &bdquo;50 Prozent der Bev&ouml;lkerung Afrins sind arabisch, 35 Prozent sind Kurden, sechs bis sieben Turkmenen. Es geht uns in erster Linie darum, Afrin seinen wahren Besitzern zur&uuml;ckzugeben.&ldquo;<br>\nSeitdem hat er klargemacht, dass sein Plan in Wirklichkeit darin besteht, die kurdische Bev&ouml;lkerung durch arabische Fl&uuml;chtlinge zu ersetzen, die vor dem Syrien-Krieg in die T&uuml;rkei geflohen sind. Erdogan will sie zur&uuml;ckf&uuml;hren, bis die von ihm reklamierten Zahlenverh&auml;ltnisse tats&auml;chlich erreicht sind. Afrin liegt direkt zwischen der T&uuml;rkei und Idlib, der einzigen syrischen Provinz, die noch von durch Ankara unterst&uuml;tzte Aufst&auml;ndische kontrolliert wird. &bdquo;Wir sind nicht in einer Position, dreieinhalb Millionen Fl&uuml;chtlinge f&uuml;r immer zu beherbergen&ldquo;, so Erdogan in einer Rede vor Dorf- und Provinzvorstehern im Pr&auml;sidentenpalast von Ankara.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/voelkermord-mit-leopard\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Deutsche Wohnen&laquo; enteignen<\/strong><br>\nGeht es den Immobiliengesellschaften jetzt an den Kragen? In Berlin hat sich ein B&uuml;ndnis gebildet, das den Konzern Deutsche Wohnen SE enteignen will und daf&uuml;r einen Volksentscheid vorbereitet. In den n&auml;chsten Wochen soll eine Kostensch&auml;tzung beim Senat eingereicht werden &ndash; ein Schritt, der im Land Berlin einem Volksbegehren vorausgehen muss.<br>\nIn Berlin stehe ein gro&szlig;er Teil der Mieter mit dem R&uuml;cken zur Wand, sagte Michael Pr&uuml;tz bei der Vorstellung der Initiative am Donnerstag. Steigende Mieten und auf maximalen Gewinn ausgerichtete Gesellschaften w&uuml;rden sie aus ihren Wohnungen dr&auml;ngen. Daher hat sich ein B&uuml;ndnis aus Mieterinitiativen, Betroffenen der Praktiken der Deutsche Wohnen und linken Gruppen wie der Interventionistischen Linken gebildet, um sich die Deutsche Wohnen als eine der Schlimmsten unter den Schlimmen der Immobilienbranche vorzukn&ouml;pfen.<br>\nDas Unternehmen besitzt an der Spree rund 110.000 Wohnungen. Damit ist es zwar kein Monopolist, aber der gr&ouml;&szlig;te private Wohnungskonzern der Stadt. Zudem ist Vonovia, Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Immobilienkonzern, der in Berlin weitere knapp 40.000 Wohnungen besitzt, Gro&szlig;aktion&auml;r bei der Deutsche Wohnen. Diese Marktmacht bekommen die Mieter in aller H&auml;rte zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331512.deutsche-wohnen-enteignen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zefix! Das ist privat<\/strong><br>\nNun darf jede und jeder glauben, woran sie und er m&ouml;chte, gern auch &ouml;ffentlich. Aber Glauben und Religion sind &ndash; zumindest in weitgehend s&auml;kularen Staaten wie der Bundesrepublik &ndash; Privatsache. Laut Verfassung gibt es hierzulande keine Staatskirche, es gelten Religionsfreiheit und weltanschauliche Neutralit&auml;t des Staates, Religionsgemeinschaften sind selbstbestimmt.<br>\nDas ist gut so &ndash; und damit h&ouml;rt der Spa&szlig; bei S&ouml;ders Vorsto&szlig; auf. Wo per Verfassung Neutralit&auml;t verordnet ist, hat die Kirche nichts zu suchen. Weder in Amtsstuben, noch im Gerichtssaal, auch nicht in Schulen und Kitas.<br>\nNun ist Bayern ein stark katholisch gepr&auml;gtes Land, dar&uuml;ber hinaus gibt es bundesweit katholische, evangelische, j&uuml;dische Schulen und Kitas. Doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Allein der Mehrheitsglaube berechtigt nicht dazu, omnipr&auml;sent im &ouml;ffentlichen Raum zu sein. Neutralit&auml;t sieht anders aus. Und: Wer in Bayern lebt, ist nicht verpflichtet, dem Katholizismus zu fr&ouml;nen, ebenso gut darf man in Bayern atheistisch, muslimisch, j&uuml;disch sein oder an die heilende Kraft von Horoskopen glauben. Das wird &ndash; soweit zumindest bekannt &ndash; nicht verfolgt.<br>\nEbenso m&uuml;ssen Gl&auml;ubige in ihrer Religiosit&auml;t ernst genommen werden. Sie brauchen Orte, an denen sie ihren Glauben leben k&ouml;nnen, gern auch Schulen und Kitas, in denen ihre Kinder nach den Regeln des jeweiligen Glaubens unterrichtet und betreut werden. In staatlichen Schulen, Horten und Kinderg&auml;rten indes haben weder Glaubensbekenntnisse noch religi&ouml;se Symbole etwas zu suchen. Das trifft auch auf &ouml;ffentliche Geb&auml;ude und Verwaltungen zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/simone-schmollack\/zefix-das-ist-privat\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Offener Brief an Ministerpr&auml;sident Dr. Markus S&ouml;der<\/strong><br>\nDas Kreuz taugt jedoch nicht als verl&auml;ngerter Arm einer Politik der Ausgrenzung oder des nationalistischen Egoismus. Das Kreuz l&auml;sst sich auch nicht auf bayerische Folklore reduzieren. Das Kreuz ist nicht nur Etikett oder Ausweis einer bestimmten Identit&auml;t, sondern Erinnerung an den Lebensweg Jesu, dessen grenzenlose Liebe und dessen besondere Parteinahme f&uuml;r Ausgegrenzte ihn letztlich ans Kreuz brachten. Es ist zugleich Verpflichtung, diesen Weg Jesu heute weiterzugehen.<br>\nIch bitte Sie eindringlich: Beenden Sie den Missbrauch des Christlichen und seiner Symbole als vermeintliches Bollwerk gegen den Islam. St&auml;rken Sie als Ministerpr&auml;sident das Verbindende zwischen allen Menschen, die hier leben! Handeln Sie in diesem Sinne wirklich christlich! Demonstrieren Sie nicht Christlichkeit, sondern praktizieren Sie diese!<br>\nEin erster Schritt k&ouml;nnte sein, dass Sie die Abschiebungen von Gefl&uuml;chteten nach Afghanistan aussetzen. Diese sind zutiefst inhuman und unchristlich, denn sie setzen Menschen lebensbedrohlichen Gefahren aus.<br>\nIch wiederhole an dieser Stelle, was ich bereits im Herbst 2017 &ndash; in Anlehnung an eine &Auml;u&szlig;erung von Kardinal Marx &ndash; zugespitzt so formuliert habe: Ich pfeife auf ein &sbquo;christliches Abendland&lsquo; mit Schulkreuzen an der Wand, Burkaverbot, mit all seinen christlichen Feiertagen und seiner behaupteten &sbquo;Leitkultur&lsquo;, das Menschen bewusst in Lebensgefahr abschiebt oder zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken l&auml;sst. Die Kreuze in den Gerichtss&auml;len und Schulen w&uuml;rden von den W&auml;nden fallen, wenn sie es k&ouml;nnten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/burkhard.hose\/posts\/1637501743008349\">Hochschulpfarrer Burkhard Hose via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Sankt Putin: Vade retro, Satana!<\/strong><br>\nZwei Nachrichten kreuzen sich zur Zeit im unendlichen Cyber-Space. Die eine Meldung sollte eigentlich nur die Hausmeister in bayerischen Beh&ouml;rden interessieren: Die dortige Landesregierung hat auf Initiative des Ministerpr&auml;sidenten beschlossen, dass in allen Beh&ouml;rden ein Kruzifix aufgeh&auml;ngt werden muss. Das sollte eigentlich ein provinzieller Langeweiler sein. Na und, k&ouml;nnte man sagen. Doch die unendlich kluge Suchmaschine GOOGLE meldet in Sekundenschnelle 431.000 Treffer, wenn man die Frage nach dem Kruzifix-Dekret eingibt. Und sucht man weiter, findet man unter den Treffern die bedeutende Meinungsmaschine TAGESSCHAU, das Blatt der B&ouml;rsen- und Industrie-Intelligenz FAZ, und den einstmals interessanten STERN. Von SPIEGEL-online &uuml;ber &ldquo;n-tv&rdquo; bis zu &ldquo;t-online&rdquo; ist nahezu die komplette deutsche Medien-Landschaft mit diesem Folklore-Witz unterwegs.<br>\nDie zweite Nachricht erz&auml;hlt eine absolute Sensation. Der Mann, der in der deutschen Medienlandschaft nur als der gemeine Feind, als Gottseibeiuns, als der B&ouml;se schlechthin auftaucht, Wladimir Wladimirowitsch Putin, der Proto-Russe, soll aus der Hand des total katholischen Papstes einen Friedenspreis der Kirche erhalten: Die &bdquo;Goldene Palme&ldquo; des Vereins &lsquo;Assisi Pax International&rsquo;. Dieser Knaller bekommt bei GOOGLE mal gerade 40.000 Treffer. Dunkle Kr&auml;fte m&uuml;ssen beim faktischen Verstecken dieser Information unterwegs sein. Ist es mal wieder der Unbekannte Russische Hacker, der dieses irre Faktum unterdr&uuml;ckt? Ist es gar Putin selbst, der von seinem Rechner aus den Anfang seines Heiligenscheins an das Ende der Informationskette dr&auml;ngt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/sankt-putin.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>DJ Twitter<\/strong><br>\nZEIT: Haben Sie schon mal einen Tweet bereut?<br>\nDe Masi: Wenn ich sachliche Fehler mache, &auml;rgert mich das sehr. Das kommt nat&uuml;rlich vor. Es gab auch mal eine Meldung, der Bankenverband habe einen Maulwurf im Bundesfinanzministerium. Da habe ich mir den Scherz erlaubt, zu twittern: Ach, ist Peer Steinbr&uuml;ck (der damalige Finanzminister, Anm. d. Red.) jetzt aufgeflogen? Da hat mich sofort Norbert Walter-Borjans angetweetet, der damalige SPD-Finanzminister von Nordrhein-Westfalen. Der schrieb, das sei doch unter meinem Niveau. Da ich ihn mag, habe ich dar&uuml;ber nachgedacht, ob mein Tweet verletzend war. Aber bereut w&auml;re zu stark.<br>\nZEIT: Was w&auml;re Politik ohne Twitter?<br>\nDe Masi: Vielleicht entspannter. Man h&auml;tte mehr Zeit zum Nachdenken. Und ich glaube, es ist ganz gut, wenn man sich in der Politik ins Gesicht schaut und mit echten Menschen spricht. Unsere Facebook-Freunde sind ja auch nicht unsere wahren Freunde. [&hellip;]<br>\nZEIT: Wird Politik fl&uuml;chtiger durch Twitter?<br>\nDe Masi: Wei&szlig; ich nicht. Kennen Sie Kenneth Goldsmith? Das ist ein US-Schriftsteller, Obama hat ihn mal ins Wei&szlig;e Haus eingeladen. Goldsmiths These ist, dass im Prinzip alles schon einmal gesagt oder gedacht wurde. Wir haben eine geniale Idee, und dann stellen wir irgendwann fest: Die gibt es schon l&auml;ngst. Goldsmith sagt daher, statt st&auml;ndig neue Literatur schaffen zu wollen, statt &ndash; wie er das formuliert &ndash; eine Pipette Kreativit&auml;t in einen Ozean zu tr&auml;ufeln, sollte man Bekanntes neu kombinieren. So wie DJs, die Songs sampeln. Und das hat mich auf einen Gedanken gebracht: Ich will eine Bundestagsrede halten, die nur aus Tweets anderer Politiker besteht. Die werden das gar nicht merken. Das k&ouml;nnte ein spannendes Experiment werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018\/18\/fabio-de-masi-die-linke-twitter-abgeordneter\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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