{"id":4372,"date":"2009-11-30T09:37:46","date_gmt":"2009-11-30T08:37:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4372"},"modified":"2009-11-30T09:37:46","modified_gmt":"2009-11-30T08:37:46","slug":"hinweise-des-tages-1031","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4372","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stimmen f&uuml;r Finanztransaktionssteuer mehren sich; Spekulation statt Produktion; Globbaldarlehen gegen Kreditklemme; Auswirkungen der Schuldenbremse auf Hessen; Klamme Kommunen; wie Kapitalismus besser funktionieren k&ouml;nnte; ThyssenKrupp: Dividende und Jobabbau; Schwarz-gelbe Sozialcamouflage; immer mehr Vollzeitjobs werden abgebaut; wer streikt, wird erfasst; nur kosmetische Korrekturen bei Swift; alle haben Verst&auml;ndnis f&uuml;r streikende Studierende; CDF= Christlich-Demokratisches Fernsehen; Minarett-Verbot in der Schweiz; Afghanistan-Abzug nach tausend und einer Nacht; Korruption in der Forschung greift um sich.  (KR\/MB\/AM\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Voila, die Post-Keynesianer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kriselnder Stahlkonzern ThyssenKrupp zahlt Anlegern trotz Jobabbau Millionen-Dividende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Schwarz-gelbe Sozialcamouflage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Arbeitsf&auml;higkeit bis zur Rente: Jeder Dritte glaubt, nicht durchzuhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Immer mehr Vollzeit-Jobs werden abgebaut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Sozialabgaben f&uuml;r Gutverdiener steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wer streikt, wird erfasst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Regierungskoalition will unbequemen Pharma-Kontrolleur abl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Nur kosmetische Korrekturen bei Swift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Edeka hetzt Mitarbeitern offenbar Detektive auf den Hals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Bahnexperte zu Stuttgart 21: &ldquo;Lieber ein Ende mit Schrecken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Verdecktes Lobbying: &bdquo;berlinpolis&ldquo; r&auml;umt Fehler ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Der Allgemeine Fakult&auml;tentag hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Inhalte der studentischen Forderungen nach besseren Bildungsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Entlassung von Spitzenjournalisten in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">CDF = Christlich-demokratisches Fernsehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Reporter Bob Woodward im Interview: &ldquo;Ich mache mir schon Sorgen um den Journalismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Schweizer Referendum. Minarett-Abstimmung: Mit dem R&uuml;cken zur Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Mehr Amerikaner brauchen Lebensmittelkarten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">USA wollen Abzug aus Afghanistan bis 2013 beginnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Korruption greift in der Forschung um sich<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4372&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Finanzkrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine Vernunftsteuer f&uuml;r Banker<\/strong><br>\nLange galten Finanzmarktsteuern als unpraktikabel und ungeeignet, um Turbulenzen an den M&auml;rkten zu verhindern. Heute spricht eine Menge daf&uuml;r, dass sie nicht nur machbar, sondern auch hilfreich sind.<br>\nQullle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-thomas-fricke-eine-vernunftsteuer-fuer-banker\/50042858.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nach Berechnungen von Schulmeister u.a. w&uuml;rde eine Finanztransaktionssteuer in Deutschland bei einem Steuersatz von 0,1 Ertr&auml;ge von 1,69 Prozent des BIP und bei einem Steuersatz von 0,01 von 0,52 Prozent des BIP bringen (56,1 bzw. 17,3 Milliarden Euro) Dabei ist ber&uuml;cksichtigt, dass das Transaktionsvolumen als Reaktion auf die Steuer zur&uuml;ckgeht. In Europa erbr&auml;chte eine generelle Finanztransaktionssteuer einen Ertrag zwischen 2,30 und 0,74 Prozent des BIP. F&uuml;r die Weltwirtschaft insgesamt erg&auml;be sich ein Steuerertrag zwischen 1,69 und 0,53 Prozent des Welt-BIP. (Immer die gleichen Steuers&auml;tze)<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wifo.ac.at\/wwa\/servlet\/wwa.upload.DownloadServlet\/bdoc\/S_2008_FINANCIAL_TRANSACTION_TAX_31819$.PDF\">&Ouml;sterreichisches Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung [PDF &ndash; 625 KB]<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wenn die Banken selbst die F&auml;den ziehen<\/strong><br>\nDas Wachstum des Finanzsektors sollte nach Ansicht hochkar&auml;tiger internationaler &Ouml;konomen und Politikwissenschaftler durch eine internationale Transaktionssteuer begrenzt werden. So lautet die zentrale Forderung der nach der gleichnamigen britischen Universit&auml;t benannten &ldquo;Warwick Commission&rdquo;, deren Abschlussbericht dem Handelsblatt vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/nachrichten\/warwick-commission-wenn-die-banken-selbst-die-faeden-ziehen;2489739;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Spekulation statt Produktion&ldquo;<\/strong><br>\nUm sich die Entkopplung der Finanzm&auml;rkte von der Realwirtschaft zu vergegenw&auml;rtigen ist ein Blick auf einen Teilaspekt der spekulativen Ausw&uuml;chse n&ouml;tig. Der internationale Devisenmarkt ist der gr&ouml;&szlig;te und liquideste Markt der Welt. V&ouml;llig losgel&ouml;st vom realen Warenhandel werden dort Unsummen in den verschiedensten W&auml;hrungen gehandelt. Die Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gibt alle 3 Jahre den umfangreichen Triennial Central Bank Survey Bericht heraus, der einen &Uuml;berblick &uuml;ber die internationalen Devisenm&auml;rkte erm&ouml;glicht. Auch wenn die Daten bereits veraltet sind, der letzte vollst&auml;ndige Bericht wurde von der BIZ im Dezember 2007 ver&ouml;ffentlicht, es lohnt sich immer noch ein Blick auf diesen spekulativen Irrsinn.<br>\nIm Jahr 2007 betrug weltweit die Summe aller exportierten Waren und G&uuml;ter (World Merchandise Exports) 13,619 Billion Dollar. Nicht mal 40 Mrd. Dollar t&auml;glich an realen Warenhandel standen also 3,21 Billionen Dollar an t&auml;glichen Devisentransaktionen gegen&uuml;ber!<br>\nAuch &ldquo;nach&rdquo; der Finanzkrise bleibt vor der Finanzkrise! Viel Zeit ist ungenutzt verstrichen, immer noch fehlt eine klare Regulierung der Finanzm&auml;rkte &uuml;ber die vielen Segmente, nicht mal zu einer Steuer auf Finanztransaktionen konnte man sich bis jetzt durchringen. Die Eind&auml;mmung von Spekulation steht weiter dringend auf der Agenda, ebenso wie die Ankurbelung der realen Wertsch&ouml;pfung!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftquerschuss.blogspot.com\/2009\/11\/spekulation-statt-produktion.html\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><strong>Laut Deutscher Bundesbank ist die Krise nicht &uuml;berstanden<\/strong><br>\nTrotz ermutigenden Zeichen der wirtschaftlichen Stabilisierung ist die Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland laut der Deutschen Bundesbank noch nicht &uuml;berwunden. In ihrem am Mittwoch vorgestellten Finanzstabilit&auml;tsbericht sch&auml;tzt die Notenbank, dass eine weitere Wertberichtigungswelle in der H&ouml;he von bis zu 90 Mrd. &euro; auf die deutschen Gesch&auml;ftsbanken zukommen k&ouml;nnte. Derzeit ortet die Bundesbank noch eine Vielzahl an Risikofaktoren. Auf globaler Ebene k&ouml;nnten eine wirtschaftliche Stagnationsphase sowie weitere Wertberichtigungen und Kreditausf&auml;lle bei den Banken die Sanierung des Finanzsektors gef&auml;hrden. In den Bilanzen der Banken schlummert laut den Bundesbank-Sch&auml;tzungen noch immer ein gro&szlig;es Verlustpotenzial. Bei den Verbriefungen (den ber&uuml;chtigten CDO, ABS u. &Auml;.) h&auml;lt die Notenbank trotz den bereits get&auml;tigten sehr hohen Wertberichtigungen einen weiteren Marktwertverlust f&uuml;r realistisch. Dies k&ouml;nnte bei den deutschen Instituten zu weiteren Abschreibungen in der H&ouml;he von 10 Mrd. bis 15 Mrd. &euro; f&uuml;hren. Eine sehr viel gr&ouml;&szlig;ere Herausforderung stellen laut dem Stabilit&auml;tsbericht aber die Kreditb&uuml;cher der Banken dar. W&auml;hrend bei den strukturierten Produkten n&auml;mlich der L&ouml;wenanteil der Abschreibungen bereits verdaut sein d&uuml;rfte, steht er bei den Krediten erst noch an. F&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 ortet die Bundesbank einen Wertberichtigungsbedarf zwischen 50 Mrd. und 75 Mrd. &euro;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/laut_deutscher_bundesbank_ist_die_krise_nicht_ueberstanden_1.4064389.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/volkswirtschaft\/finanzstabilitaetsberichte\/finanzstabilitaetsbericht2009.pdf\">Bundesbank [PDF &ndash; 1 .85 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Regierung plant Milliardenprogramm gegen Kreditklemme<\/strong><br>\nDie Planungen von Finanz- und Wirtschaftsministerium sehen vor, dass der Bund den Banken Forderungen im Umfang von zehn Milliarden Euro abkauft und diese verb&uuml;rgt. Das Geld soll aus dem Deutschlandsfonds kommen, mit dem die Regierung w&auml;hrend der Wirtschaftskrise Unternehmen hilft. Mit dem Verkaufserl&ouml;s sollen die Banken neue Kredite an die Wirtschaft unterlegen. Mit der Summe l&auml;sst sich nach Berechnungen der Regierungsexperten ein Kreditvolumen von &uuml;ber hundert Milliarden Euro generieren. Zus&auml;tzlich will die Regierung den Kreditinstituten weitere Globaldarlehen zur Verf&uuml;gung stellen. Dabei wird den Banken Staatsgeld zur Verf&uuml;gung gestellt, das sie als Kredite an Unternehmen weiterreichen sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-663973,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal abgesehen davon, dass die Kanzlerin eine Kreditklemme herbeiredet, um sich als Krisenmanagerin in Szene zu setzen, muss zuerst einmal abgewartet werden, was bei diesen Pl&auml;nen konkret herauskommt. Wenig attraktiv d&uuml;rfte f&uuml;r die Banken sein, riskante Forderungen an den Bund zu verkaufen und damit der Finanzwelt bekannt zu machen, dass ihre Bilanzen Risiken beinhalten. Und &uuml;berhaupt, warum sollten die Institute oben genannte Globaldarlehen angesichts einer h&ouml;chst un&uuml;bersichtlichen globalen Kreditblase an kriselnde Unternehmen weiterreichen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Banken finden ihre Hypotheken nicht mehr<\/strong><br>\nFinanzchaos in den USA: Die Banken k&ouml;nnen oft nicht mehr nachweisen, wem die Hypotheken geh&ouml;ren, die sie zu Paketen geb&uuml;ndelt und verkauft haben. Statt einer Zwangsr&auml;umung zuzustimmen, entscheiden Richter nun zugunsten in Not geratener Hausbesitzer. Und sie kritisieren die Arbeit von Pr&auml;sident Barack Obama.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article5365972\/US-Banken-finden-ihre-Hypotheken-nicht-mehr.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><strong>Auswirkungen der Schuldenbremse auf die hessischen Landesfinanzen<\/strong><br>\nErgebnisse von Simulationsrechnungen f&uuml;r den &Uuml;bergangszeitraum von 2010 bis 2020<br>\nAm 30.11.2009 um 13.00 Uhr wird beim DGB Hessen-Th&uuml;ringen der Presse eine neue IMK Studie zu den Auswirkugen der Schuldenbremse auf das Land Hessen vorgestellt.&nbsp;<br>\nDie Studie enth&auml;lt auch eine Menge an Hintergrundzahlenmaterial zu den &ouml;ffentlichen Finanzen in Deutschland und Hessen und belegt ziemlich klar, wie sehr&nbsp;die Zukunftsinvestitionen unter der durch Steuersenkungen verursachten Sparpolitik gelitten haben.<br>\nIm Hinblick auf reales Wirtschaftswachstum (1,5% pro Jahr) und nominale Einnahmenentwicklung (+3,3 % pro Jahr) f&uuml;r das Land Hessen bis zum Jahr 2020 wurde ein als verhalten optimistisch anzusehendes Referenzszenario ausgew&auml;hlt. Selbst unter diesen Bedingungen m&uuml;sste die Ausgabenpolitik des Landes Hessen deutlich restriktiver ausfallen als in der Zeit seit Anfang der 1990er Jahre. Die Wachstumsrate der nominalen bereinigten Staatsausgaben d&uuml;rfte nur noch bei 1,7 % pro Jahr liegen &ndash; 0,7 Prozentpunkte weniger als im<br>\nlangj&auml;hrigen Durchschnitt seit Anfang der 1990er Jahre. Allein dies w&uuml;rde f&uuml;r die kommenden zehn Jahre zu einer drastischen Sparpolitik f&uuml;hren.<br>\nBesonders schwere Belastungen drohen zudem durch die von der neuen Bundesregierung f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre angek&uuml;ndigten Steuersenkungen. Diese w&uuml;rden, wenn sie tats&auml;chlich ohne Kompensation umgesetzt w&uuml;rden, den strukturellen Konsolidierungsbedarf im hessischen Landeshaushalt um voraussichtlich knapp 800 Mio. Euro erh&ouml;hen. Ob der hessische Staat unter diesen Bedingungen angesichts des Bedarfs an zentralen Zukunftsinvestitionen bis zum Jahr 2020 tats&auml;chlich handlungsf&auml;hig bliebe, darf bezweifelt werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_studies_6_2009.pdf\">IMK (der Link sollte ab 13.00 funktionieren) [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/091130_Hessen_Schuldenbremse_IMK.pdf\">Hier schon vorab das PDF zu Ihrer Kenntnis [PDF &ndash; 160 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Gemeindefinanzen<\/strong><br>\nF&uuml;r die Jahre 2010 und folgende sind zweistellige Finanzierungsdefizite zu bef&uuml;rchten.<br>\nDer Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben ist von 27,8 im Jahre 1992 auf 25,1% im Jahre 2009 gesunken.<br>\nDie Ausgaben f&uuml;r &ouml;ffentliche Investitionen sind von 33,5 Milliarden (1992) auf 23,8 Milliarden Euro gesunken.<br>\nAllein der R&uuml;ckgang bei der Gewerbesteuer frisst von der Gr&ouml;&szlig;enordnung die Einnahmen der Gemeinden aus den Konjunkturpaketen von insgesamt etwa 10 Milliarden Euro f&uuml;r 2009 und 2010 auf.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/091129_verdi_Gemeindefinanzen.pdf\">ver.di Bundesvorstand Bereich Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 160 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p>Axel Troost: Die kommunalen Finanzen im Spannungsfeld von Steuersenkungen, Wirtschafts- und Finanzkrise und Schuldenbremse<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/091129_Troost_Fachtagung_Kommunalfinanzen.pdf\">Axel Troost, DIE LINKE im Bundestag [PDF &ndash; 420 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sorge vor neuerlicher Rezession: Japan sch&uuml;tzt den Yen <\/strong><br>\nDer Yen hat am Freitag gegen&uuml;ber dem Dollar ein 14-Jahres-Hoch markiert. Damit steigt der Druck auf die japanische Exportwirtschaft weiter an. Gleichzeitig musste die Regierung in Tokio bekannt geben, dass sich der konjunktursch&auml;digende Verfall der Preise im Oktober noch verst&auml;rkt hat. Das n&auml;hrt die Sorge, die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Welt k&ouml;nnte nach wenigen Monaten leichten Wachstums wieder vor der Rezession stehen.<br>\nDie japanische Notenbank bereitet die Devisenspekulanten auf eine Intervention vor. Nachdem sie in den Vortagen nur gewarnt hatte, holte sie Marktteilnehmern zufolge bei den Gesch&auml;ftsbanken Informationen &uuml;ber den Dollar-Kurs ein. Damit ging sie so weit wie lange nicht mehr. Japan hatte zuletzt Anfang des Jahrzehnts interveniert, um den Yen-Anstieg zu bremsen. Angesichts der wachsenden Probleme erkl&auml;rte Premierminister Yukio Hatoyama am Freitag, seine Regierung er&ouml;rtere derzeit M&ouml;glichkeiten, um der japanischen Exportindustrie zu helfen. Finanzminister Hirohisa Fujii schlie&szlig;t radikale Ma&szlig;nahmen zum Schutz der japanischen Wirtschaft nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2107749&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Alle Welt setzt auf den Export. China, die USA und jetzt auch Japan sind gewillt den Kurs ihrer W&auml;hrungen niedrig zu halten, man darf gespannt sein wie die EZB reagiert. Appelle, wie gerade von Trichet in China, werden wenig bringen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Voila, die Post-Keynesianer<\/strong><br>\nNicht nur die Weltwirtschaft steckt in der Krise, sondern auch die Wirtschaftswissenschaften. Wer nach neuen Ans&auml;tzen Ausschau h&auml;lt, wird in dem Buch mit dem provozierenden Titel &ldquo;Der gute Kapitalismus&rdquo; f&uuml;ndig. Um Entt&auml;uschungen vorzubeugen: Es ist kein Buch, das linke Heilsversprechen macht. Im Gegenteil: Stabile Preise sind genauso wichtig wie eine Staatsverschuldung, die nicht ausufert, oder L&ouml;hne, die nur so stark steigen, wie es die gesamtwirtschaftliche Produktivit&auml;t zuz&uuml;glich Zielinflation erlaubt. Genau wie Keynes selber r&uuml;tteln Dullien, Herr und Kellermann nicht am Kapitalismus. Sie zeigen nur, wie er viel besser funktionieren kann, wenn er klug reguliert ist. Dazu geh&ouml;rt die R&uuml;ckkehr zu einem stabilen Wechselkurssystem mit einem Regelwerk f&uuml;r Anpassungen bei Leistungsbilanz-Ungleichgewichten genauso wie eine st&auml;rkere Koordinierung der Wirtschaftspolitik auf Welt- und EU-Ebene. Gesetzliche Mindestl&ouml;hne braucht der &ldquo;gute Kapitalismus&rdquo; ebenso wie die St&auml;rkung des Fl&auml;chentarifvertrages.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2107678&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kriselnder Stahlkonzern ThyssenKrupp zahlt Anlegern trotz Jobabbau Millionen-Dividende<\/strong><br>\nThyssenKrupp zieht seine Anleger den Mitarbeitern vor: Obwohl der Stahlkonzern 20.000 Stellen abbauen will und Milliardenverluste einf&auml;hrt, sch&uuml;ttet er Dividenden aus. Schon im kommenden Gesch&auml;ftjahr will das Unternehmen wieder Gewinne einfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,663779,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schwarz-gelbe Sozialcamouflage<\/strong><br>\n&bdquo;Wir haben die schlimmsten Ungerechtigkeiten bei Hartz IV beseitigt&ldquo;, verk&uuml;ndete Neukoalition&auml;r Westerwelle bei der Vorstellung des Koalitionsvertrages Ende Oktober vollmundig. Er sprach jedoch nicht etwa von der grassierenden Kinderarmut und den viel zu geringen Regels&auml;tzen f&uuml;r Kinder, die kaum eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erm&ouml;glichen. Vielmehr entdeckte die neue Koalition ihr soziales Gewissen beim Schonverm&ouml;gen von Hartz-IV-Empf&auml;ngern. Dieses soll pro Lebensjahr von derzeit 250 auf 750 Euro erh&ouml;ht werden; zugleich darf ein selbst bewohntes Eigenheim beliebiger Gr&ouml;&szlig;e behalten werden.<br>\nWas gut klingt, bringt allerdings nicht vielen etwas. Das wird bereits in den prognostizierten Mehrkosten deutlich: Lediglich 300 Mio. Euro soll die pomp&ouml;s vermeldete &Auml;nderung j&auml;hrlich kosten. Offensichtlich sind davon nicht allzu viele Hartz-IV-Antragsteller betroffen, weil die gro&szlig;e Mehrzahl &uuml;ber gar keine Sparr&uuml;cklagen verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=3218\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitsf&auml;higkeit bis zur Rente: Jeder Dritte glaubt, nicht durchzuhalten<\/strong><br>\nDurchhalten bis zur Rente &ndash; damit rechnen viele Arbeitnehmer nicht. Nach dem aktuellen DGB-Index 2009 geht jeder dritte Besch&auml;ftigte in der Branche Metallerzeugung und -bearbeitung davon aus, unter den gegenw&auml;rtigen Arbeitsbedingungen nicht bis zur Rente durchzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/internet\/style.xsl\/view_2683.htm\">IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Immer mehr Vollzeit-Jobs werden abgebaut<\/strong><br>\nBei den Vollzeitbesch&auml;ftigten war im dritten Quartal 2009 ein R&uuml;ckgang von 1,3 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im zweiten Quartal lag der R&uuml;ckgang gegen&uuml;ber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/az09q3.aspx\">Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/grauepap\/2009\/tab-az09q3.pdf\">IAB Durchschnittliche Arbeitszeit und ihre Komponenten in Deutschland Tabelle [PDF &ndash; 37 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialabgaben f&uuml;r Gutverdiener steigen<\/strong><br>\nGut- und Besserverdiener werden im kommenden Jahr monatlich etwa 18 Euro mehr an Sozialabgaben zahlen m&uuml;ssen. Das bringt die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen in den Sozialversicherungen mit sich, die der Bundesrat am Freitag in Berlin billigte. Die Grenzen werden j&auml;hrlich entsprechend der Entwicklung der Einkommen angepasst. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt damit Anfang 2010 die f&uuml;r die Sozialabgaben ma&szlig;gebliche Beitragsbemessungsgrenze um jeweils 100 Euro auf monatlich 5500 Euro im Westen und 4650 Euro im Osten. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung wird die Grenze bundesweit einheitlich um 75 Euro auf 3750 Euro nach oben verschoben. Oberhalb dieser Betr&auml;ge werden keine Sozialabgaben auf das Einkommen f&auml;llig. F&uuml;r einen Besch&auml;ftigten mit Kindern und einem Monatsbrutto von 5500 Euro folgt aus der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenzen eine Mehrbelastung von genau 18 Euro im Monat. F&uuml;r Gutverdienende ohne Kinder liegt der Aufschlag wegen des Zuschlags f&uuml;r Kinderlose in der Pflegeversicherung geringf&uuml;gig h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/arbeitsrecht\/ticker\/ticker.php?ID=1245773825&amp;script=\/arbeitsrecht\/ticker\/wScripts\/nachricht_anzeigen.ws&amp;navid=1\">Arbeitsrecht-Newsticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Anstatt einfach DPA-Meldungen zu kopieren, sollte in diesem Zusammenhang schon darauf hingewiesen werden, dass Einkommen &uuml;ber der Beitragsbemessungsgrenze unterdurchschnittliche mit Sozialversicherungsabgaben belastet werden und diese Ungerechtigkeit nur geringf&uuml;gig korrigiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wer streikt, wird erfasst<\/strong><br>\nIn Deutschland wird k&uuml;nftig zentral erfasst, wer an einem Streik teilgenommen hat. Auch ob rechtm&auml;&szlig;ig oder wild gestreikt wurde oder Besch&auml;ftigte vom Arbeitgeber ausgesperrt wurden, steht vom 1. Januar 2010 an in einer bundesweiten Datenbank. Was Gewerkschafter und Datensch&uuml;tzer in Alarmstimmung versetzt, h&ouml;rt offiziell auf den Namen Elena &ndash; die Abk&uuml;rzung f&uuml;r &ldquo;Elektronischer Einkommensnachweis&rdquo;. Vom kommenden Jahr an m&uuml;ssen aufgrund eines neuen Gesetzes Arbeitgeber s&auml;mtliche Entgeltdaten ihrer Besch&auml;ftigten digital an eine zentrale Speicherstelle der Deutschen Rentenversicherung &uuml;bermitteln. Ab 2012 sollen damit Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Wohngeld und Elterngeld schnell und ohne aufwendigen Papierkram beantragt werden k&ouml;nnen.<br>\nB&uuml;rokratieabbau und Kostenersparnis hei&szlig;en die Zauberworte. Was Elena im Detail enth&auml;lt, wurde dagegen bislang lieber nicht an die gro&szlig;e Glocke geh&auml;ngt &ndash; obwohl es schon seit September feststeht. Die Liste der Angaben, die Unternehmen &uuml;ber ihre Arbeitnehmer zu machen haben, ist mehr als 40 Seiten lang. Und darin wird nicht nur nach Namen, Geburtsdatum, Anschrift oder Bez&uuml;gen gefragt, sondern in der Rubrik &ldquo;Fehlzeiten&rdquo; auch nach einer Teilnahme an Streiks. Oder nach Abmahnungen und m&ouml;glichem Fehlverhalten. &ndash; nach Streiks, erkl&auml;rt eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums, werde so genau gefragt, weil nur rechtm&auml;&szlig;ige Arbeitskampfma&szlig;nahmen als sozialversicherte Besch&auml;ftigungszeiten z&auml;hlen w&uuml;rden. Au&szlig;erdem seien alle Daten bei Elena bestens gesch&uuml;tzt: Sie d&uuml;rften nur abgerufen werden, wenn sie f&uuml;r Leistungsantr&auml;ge ben&ouml;tigt werden &ndash; und zwar nur von den zust&auml;ndigen Stellen und nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer. &ldquo;Arbeitgeber&rdquo;, so die Sprecherin, &ldquo;kommen an diese Daten nicht heran.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2110813&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es darf gelacht werden. Nach diversen Datenpannen, hinter denen D&auml;mlichkeit, Unachtsamkeit oder auch kriminelle Energie stand, kann nicht im Geringsten daran gezweifelt werden, dass die Geheimhaltung solcher Daten in keiner Weise gew&auml;hrleistet ist. Abgesehen davon sind diese Daten auch nicht vor zuk&uuml;nftigem, missbr&auml;uchlichen Zugriff seitens des Staates gesch&uuml;tzt. Bei vielen Gesetzen oder Vorhaben, wie z.B. dem Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wird kaum bedacht, was f&uuml;r Zugriffsm&ouml;glichkeiten einem anderen politischen Klima dem Staat gegeben werden. Der beste Schutz vor solchen Datensammlungen ist, diese Daten erst gar nicht zu erheben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Regierungskoalition will unbequemen Pharma-Kontrolleur abl&ouml;sen<\/strong><br>\nRegierungskreise betreiben die Abl&ouml;sung von Peter Sawicki, dem Chef des staatlichen Instituts f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen &ndash; er gilt als allzu kritisch gegen&uuml;ber der Pharmaindustrie. Die f&uuml;hrenden Gesundheitspolitiker der Unionsfraktion sprechen sich in einem Papier (&ldquo;Kernforderungen an eine schwarz-gelbe Gesundheitspolitik&rdquo;) f&uuml;r eine Neuausrichtung des Kontrollinstituts aus. Dazu geh&ouml;re auch ein Wechsel an dessen Spitze. Im Detail ist geplant, Sawicki nach Ablauf seines F&uuml;nfjahresvertrags 2010 durch einen industriefreundlicheren Kandidaten zu ersetzen. Die Vertreter von Krankenkassen und &Auml;rzteschaft haben zwar signalisiert, dass sie Sawicki gern im Amt belassen w&uuml;rden; doch die vom langj&auml;hrigen Ministeriumsbeamten Georg Baum (FDP) gef&uuml;hrte Deutsche Krankenhausgesellschaft hat in Absprache mit dem Gesundheitsressort bereits ihr Veto gegen eine Vertragsverl&auml;ngerung angek&uuml;ndigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,663992,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nur kosmetische Korrekturen bei Swift<\/strong><br>\nDer EU-Ministerrat wird am Montag das Swift-Abkommen mit den USA beschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F11%2F28%2Fa0233&amp;cHash=ca762df71f\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Swift-Abkommen. Den US-Geheimdiensten ausgeliefert<\/strong><br>\nBundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hat erhebliche Bedenken gegen das geplante EU-Abkommen &uuml;ber den Bankdatenaustausch mit den USA. Leutheusser-Schnarrenberger verwies darauf, dass das EU-Parlament dem Abkommen kritisch gegen&uuml;bersteht und mit dem Lissabonner Vertrag, der am 1. Dezember in Kraft tritt, ein Mitentscheidungsrecht erh&auml;lt. Zudem habe sie inhaltliche Vorbehalte: &ldquo;Nach wie vor sehe ich den Umfang der Datenweitergabe an die USA und die fehlenden Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten kritisch.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2076890&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon merkw&uuml;rdig, wie die FDP wirtschaftspolitisch fast alles durchsetzt, aber bei den ureigensten Freiheitsrechten der B&uuml;rger nichts bewirkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Edeka hetzt Mitarbeitern offenbar Detektive auf den Hals<\/strong><br>\nNach Lidl hat auch Edeka wom&ouml;glich seinen &Uuml;berwachungs-GAU. Laut einem Medienbericht sollen Angestellte von Edeka-M&auml;rkten der Simmel-Gruppe von Privatdetektiven bespitzelt worden sein. Es gab demnach heimliche Hausbesuche und Autokontrollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:bespitzelung-edeka-hetzt-mitarbeitern-offenbar-detektive-auf-den-hals\/50043775.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bahnexperte zu Stuttgart 21: &ldquo;Lieber ein Ende mit Schrecken&rdquo;<\/strong><br>\nBis zum Jahresende soll die Entscheidung &uuml;ber Stuttgart 21 und die ICE-Neubaustrecke nach Ulm fallen. Klar ist: beide Projekte werden viel teurer als einst geplant. Der unabh&auml;ngige Experte Michael Holzhey von der Berliner Beratungsfirma KCW fordert daher von der Bahn und der Politik ein Umdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/2289108?_print=1\">Stuttgart Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Dieses Projekt ist einer der vielen F&auml;lle, bei denen sich die entscheidenden Personen und Gruppen auch nicht andeutungsweise am Willen der Mehrheit orientieren. Diese ist im Raum Stuttgart eindeutig gegen dieses Projekt des Gr&ouml;&szlig;enwahns.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verdecktes Lobbying: &bdquo;berlinpolis&ldquo; r&auml;umt Fehler ein<\/strong><br>\nAnzeige Daniel Dettling, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der umstrittenen Denkfabrik &bdquo;berlinpolis&ldquo;, hat erstmals &ouml;ffentlich zugegeben, dass seine Firma mit der Lobbyarbeit im geheimen Auftrag der Deutschen Bahn und weiterer Kunden im Jahr 2007 &bdquo;einen Fehler&ldquo; begangen habe. In der Folge habe man sich von zwei beteiligten Gesellschaftern getrennt. Au&szlig;erdem werde man vertraglich sicherstellen, dass bei k&uuml;nftigen Kampagnen die Auftraggeber genannt werden, sagte Dettling am Freitag bei einer Diskussionsveranstaltung &uuml;ber PR-Arbeit &bdquo;in der Grauzone&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2961453\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Allgemeine Fakult&auml;tentag hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Inhalte der studentischen Forderungen nach besseren Bildungsbedingungen<\/strong><br>\nEine allgemeine Kritik an den operativ t&auml;tigen Professoren wird jedoch zur&uuml;ckgewiesen. Die universit&auml;ren Lehrst&uuml;hle und Institute sehen sich selbst mit den Missst&auml;nden und nicht ausreichend durchdachten Zw&auml;ngen im deutschen Bildungssystem konfrontiert. Es bedarf der intensivierten Integration aller Interessensgruppen aus Politik, aus Wirtschaft und den Hochschulen, und den best&auml;ndigen Willen zur Verbesserung.<br>\nMit Pressemitteilungen und Resolutionen, sowie vielf&auml;ltiger Gremienarbeit haben der AFT und seine Mitgliedsfakult&auml;tentage die Missst&auml;nde an den Hochschulen und die Probleme bei der Umsetzung der Bologna-Reform in Deutschland immer wieder angesprochen und aktiv Verbesserungsvorschl&auml;ge in Arbeitskreise und in die &ouml;ffentliche Diskussion eingebracht. Bei dieser Arbeit entstand jedoch des &Ouml;fteren der Eindruck, dass eine kooperative Umsetzung der Reform unter Beteiligung aller Betroffenen nicht wirklich gef&ouml;rdert, sondern ein Top-Down-Prozess realisiert wurde. Viele mahnende Hinweise wurden mit dem Schlagwort &ldquo;mangelnde Reformwilligkeit&rdquo; abgetan. Insbesondere wurde der Unterschiedlichkeit der Studienf&auml;cher und der Hochschulformen nicht Rechnung getragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.idw-online.de\/pages\/de\/news346461\">idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun wird die Verantwortung hin und her geschoben. Laut Bildungsministerin Schavan tragen die Hochschulen die Schuld f&uuml;r die gescheiterte &bdquo;Reform&ldquo;, und die Hochschulrektoren machen wiederum die Politik verantwortlich. H&auml;tte sich doch der Fakult&auml;tentag einmal dagegen gewandt, als mit der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; die Top-Down-Entscheidungen eingef&uuml;hrt wurden. Die Hochschullehrer haben ihre Freiheit von Forschung und Lehre doch nur dadurch wahrgenommen, dass sie freiwillig auf ihre Freiheit verzichtet haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Entlassung von Spitzenjournalisten in Frankreich<\/strong><br>\nDer Fall des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender emp&ouml;rt Staatsrechtler und Journalisten. Es wird von &ldquo;gef&auml;hrlicher Einmischung&rdquo; der Parteien gesprochen. In Frankreich mussten in den letzten Jahren einige Spitzenjournalisten ihre Posten r&auml;umen. Im Zusammenhang mit deren K&uuml;ndigungen f&auml;llt immer wieder ein Name: Pr&auml;sident Sarkozy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/medienfrankreich100.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>CDF = Christlich-demokratisches Fernsehen<\/strong>\n<ol>\n<li><strong>Brender: Tagesschau: So macht man Politik mit Schaubildern<\/strong><br>\nIm Fall Brender pr&auml;sentierte die &ldquo;Tagesschau&rdquo; ihren Zuschauern am Freitag eine deutlich gesch&ouml;nte Darstellung der Verh&auml;ltnisse im ZDF-Verwaltungsrat. &ldquo;Zapp&rdquo; hatte eine treffendere Version erstellt.<br>\nDabei wird die in der Tagesschau gezeigte Grafik endg&uuml;ltig absurd, wenn man wei&szlig;, dass selbst die dpa am Donnerstag meldete: &ldquo;Neun der 14 Verwaltungsratssitze sind von CDU\/CSU-Vertretern besetzt.&rdquo;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/19144\/tagesschau-politik-brender\/\">Carta<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Sender im Griff<\/strong><br>\nWir sind dem hessischen Ministerpr&auml;sidenten Roland Koch gewisserma&szlig;en zu Dank verpflichtet. Nicht weil es gute Gr&uuml;nde f&uuml;r sein Verhalten g&auml;be, gegen Brender Front zu machen, im Gegenteil, es gibt keinen einzigen. Wohl aber, weil Koch die Sache durchgezogen hat und nicht wie der genauso agierende Edmund Stoiber in Deckung geblieben ist.<br>\nDenn sp&auml;testens jetzt wei&szlig; wieder jeder, wo beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere beim ZDF, der Hammer h&auml;ngt &ndash; bei der Politik, bei den Parteien. Das war schon immer so, nur ist es selten so eklatant aufgeschienen wie bei dem Streit um den Chefredakteur. Denken wir nur an die erste Wahl des amtierenden Intendanten Markus Sch&auml;chter im Jahr 2002: Auch da gab es ein unw&uuml;rdiges Geschacher, ein Kandidat nach dem anderen wurde verheizt, keiner von ihnen pers&ouml;nlich gew&uuml;rdigt, sondern nach links oder rechts verrechnet.<br>\nWirklich ernst meinen es nur die Gr&uuml;nen, die im Bundestag ein Normenkontrollverfahren vorbereiten, um die Bedenken der Staatsrechtler aufzunehmen, die die &bdquo;Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung&ldquo; (F.A.S. vom 22. November) dokumentiert hat. Die Gr&uuml;nen wollen die Zusammensetzung der ZDF-Gremien in Karlsruhe &uuml;berpr&uuml;fen lassen, nur das bringt die Debatte weiter. Ein Drittel der Parlamentarier muss dem Antrag zustimmen. Folgt man den Programmen und Bekundungen, m&uuml;sste die n&ouml;tige Stimmenzahl leicht zustande kommen, partei&uuml;bergreifend. Das ist der Schritt, den alle Ministerpr&auml;sidenten f&uuml;rchten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub510A2EDA82CA4A8482E6C38BC79C4911\/Doc~E56B8B69242EF480CB4E6A515FF964D53~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Passage &uuml;ber die Geb&uuml;hren ist allerdings irref&uuml;hrend und die Aussagen zum Internet-Staatsvertrag sind schlicht falsch. Siehe <a href=\"?p=3749\">&ldquo;Der Staatsvertrag &uuml;ber Internetangebote der Rundfunkanstalten ein B&uuml;rokratiemonster und ein neues Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r private Berater&rdquo;<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/twitpic.com\/r6d03%20\">twitpic<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Reporter Bob Woodward im Interview: &ldquo;Ich mache mir schon Sorgen um den Journalismus&rdquo;<\/strong><br>\nBob Woodward hat einst den Watergate-Skandal mit enth&uuml;llt. Der 64-J&auml;hrige &uuml;ber die Zukunft des Journalismus und seine Begegnungen mit Ex-US-Pr&auml;sident Bush.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/631\/495952\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schweizer Referendum. Minarett-Abstimmung: Mit dem R&uuml;cken zur Welt<\/strong><br>\nDas war kein Ausrutscher, kein Zufallsvotum aufgrund schwacher Wahlbeteiligung. Nein, in der Schweiz hat sich am Sonntag eine gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gegen den Bau weiterer Moscheen mit Gebetst&uuml;rmen, mit Minaretten, ausgesprochen. Ein Schock, ein politisches Erdbeben, ist es tats&auml;chlich, was am Sonntag ausgel&ouml;st wurde. Es ist ein R&uuml;ckfall hinter die Errungenschaft der Aufkl&auml;rung, ein R&uuml;ckschritt in eine Zeit der Ideologien, Glaubensdogmen und Vorurteile, ein krachender Tritt gegen Vernunft und Wissen. D&auml;nische und niederl&auml;ndische Islamhasser haben nun in der Eidgenossenschaft ihre Entsprechung gefunden, das Klima im Land scheint nach dieser Abstimmung genauso vergiftet wie das internationale Ansehen der Schweiz schwer besch&auml;digt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Schweiz-Minarett-Islam;art141,2963085?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ist es so sicher, dass eine solche Abstimmung bei uns anders ausgefallen w&auml;re?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mehr Amerikaner brauchen Lebensmittelkarten<\/strong><br>\nWegen der schweren Wirtschaftskrise ist nach einem Bericht der &ldquo;New York Times&rdquo; jeder achte Amerikaner &ndash; und jedes vierte Kind &ndash; auf die staatliche Hilfe angewiesen. Derzeit h&auml;ngen 36 Millionen Amerikaner von Lebensmittelkarten ab, ein Drittel mehr als vor Ausbruch der Krise vor zwei Jahren.<br>\nIm Durchschnitt erhalte jedes Familienmitglied auf diese Weise rund 130 Dollar. 28 Prozent aller schwarzen und acht Prozent der wei&szlig;en Amerikaner w&uuml;rden die Leistung erhalten.<br>\nBereits k&uuml;rzlich hatte das US-Landwirtschaftsministerium einen Anstieg von Hunger und Unterern&auml;hrung festgestellt. Demnach hatten w&auml;hrend der schweren Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Amerikaner nicht immer gen&uuml;gend zu essen. 14,6 Prozent der Haushalte hatten demnach zumindest zeitweise nicht gen&uuml;gend Geld, um alle Familienmitglieder angemessen zu ern&auml;hren. Noch 2007 seien dies lediglich elf Prozent der Haushalte gewesen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,664139,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/11\/29\/us\/29foodstamps.html?_r=2\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>USA wollen Abzug aus Afghanistan bis 2013 beginnen<\/strong><br>\nDie USA k&ouml;nnten ihre Truppen in Afghanistan einem Abgeordneten zufolge sp&auml;testens ab 2013 verringern. Dies habe der Nato-Oberkommandierende Stanley McChrystal bei seinem Besuch in Kabul in dieser Woche einer Delegation von amerikanischen Abgeordneten gesagt. Er habe den amerikanischen General gefragt, wann der Abzug beginnen k&ouml;nne, sollten die amerikanischen Truppen wie von ihm gefordert um 40&rsquo;000 Soldaten aufgestockt werden, sagte der Republikanische Abgeordnete Mike Coffman am Samstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/usa_wollen_abzug_aus_afghanistan_bis_2013_beginnen_1.4078459.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Entlarvende an solchen Zeitpl&auml;nen ist, dass damit eigentlich gesagt wird, dass die Verwirklichung von Kriegszielen zweitrangig ist. Die logisch korrekte Antwort h&auml;tte lauten m&uuml;ssen: Bis wir unsere Kriegsziele erreicht haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschlands &ldquo;Kampfeinsatz&rdquo;: Jenseits des Rechts<\/strong><br>\n<em>Von Dieter Deiseroth, 59, Richter am Bundesverwaltungsgericht<\/em><br>\nAls h&auml;tte die Wahlfarce um den alten und neuen &ldquo;gew&auml;hlten&rdquo; Pr&auml;sidenten Hamid Karsai die Situation in Afghanistan nicht bereits hinreichend erschwert, spitzt sich auch die milit&auml;rische Lage im Lande weiter zu. US-Pr&auml;sident Obama und sein Verteidigungsminister Gates planen deshalb bereits zus&auml;tzliche Truppenstationierungen &ndash; und fordern diese ebenso von den alliierten Staaten. Wie unl&auml;ngst die Bombardierung zweier Tanklastz&uuml;ge mit zahlreichen zivilen Opfern belegte, beteiligt sich auch die Bundeswehr zunehmend an Kriegsma&szlig;nahmen, Ob die am milit&auml;rischen Konflikt in Afghanistan beteiligten Parteien das, was dort geschieht, als &ldquo;Stabilisierungseinsatz&rdquo; oder als &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; bezeichnen, ist v&ouml;lkerrechtlich und verfassungsrechtlich ohne Bedeutung. &ldquo;Krieg&rdquo; ist in der Bundesrepublik keine besondere verfassungsrechtliche Kategorie. Auch das moderne V&ouml;lkerrecht kennt den Kriegsbegriff nicht mehr, ja es vermeidet ihn geradezu. Das sog. humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht (&ldquo;Genfer Konventionen&rdquo;) verwendet bewusst den Begriff des &ldquo;bewaffneten Konflikts&rdquo; und nicht den des &ldquo;Krieges&rdquo;. Dass ein solcher bewaffneter Konflikt in Afghanistan ausgetragen wird und dass deshalb das sog. humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht Anwendung findet, ist unstreitig.<br>\nDas Grundgesetz ist, jedenfalls seit der im Jahre 1956 erfolgten Einf&uuml;gung der sogenannten Wehrverfassung, keine pazifistische Verfassung. Das &auml;ndert allerdings nichts daran, dass sich den Regelungen des Grundgesetzes weiterhin ein Friedensgebot entnehmen l&auml;sst. Ferner hei&szlig;t es in Art. 87 a GG, dass der Bund &ldquo;Streitkr&auml;fte zur Verteidigung&rdquo; aufstellt (Abs. 1), die allerdings &ndash; und dies ist sehr bedeutsam &ndash; &ldquo;au&szlig;er zur Verteidigung [&hellip;] nur eingesetzt&rdquo; werden d&uuml;rfen, &ldquo;soweit dieses Grundgesetz es ausdr&uuml;cklich zul&auml;sst.&rdquo; (Abs. 2). Diese Nur-soweit-Regelung soll verhindern, dass f&uuml;r die Aufstellung und damit auch f&uuml;r die Verwendung der Streitkr&auml;fte als Mittel der vollziehenden Gewalt &ldquo;ungeschriebene Zust&auml;ndigkeiten aus der Natur der Sache&rdquo; abgeleitet werden. Es gilt damit das Gebot strikter Texttreue. Die Vorschriften des Art. 51 UN-Charta und damit auch des Art. 87a Abs. 1 und 2 GG schlie&szlig;en insoweit die bewaffnete erbetene Nothilfe etwa im Rahmen der Nato zugunsten eines von einem Dritten angegriffenen Staates ein (also etwa den &ldquo;B&uuml;ndnisfall&rdquo;)<br>\nDer Deutsche Bundestag hat im Oktober 2008 das Truppenkontingent in Afghanistan auf maximal 4500 Soldaten erh&ouml;ht. Neue Erh&ouml;hungen stehen auch bei der im Dezember 2009 zu treffenden Entscheidung des Deutschen Bundestages &uuml;ber eine Verl&auml;ngerung des deutschen Isaf-Mandates in Afghanistan, sp&auml;testens aber nach der geplanten internationalen Afghanistankonferenz im Fr&uuml;hjahr 2010 an. Fest steht jedoch eines: Um eine &ldquo;Verteidigung&rdquo; der Bundesrepublik Deutschland am Hindukusch geht es dabei, allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz, jedenfalls nicht. Eine grundlegende politische Neubewertung der andauernden ausl&auml;ndischen Milit&auml;rintervention(en) in Afghanistan ist &uuml;berf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2105270&amp;em_loc=3623&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/doku_und_debatte\/&amp;em_ivw=fr_debatte\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li>\n<a name=\"h21\"><\/a><strong>Korruption greift in der Forschung um sich<\/strong><br>\nUm an F&ouml;rdergelder zu gelangen und die Karriere voranzutreiben, wird getrickst und gef&auml;lscht. Immer h&auml;ufiger wird deswegen gegen Professoren ermittelt.<br>\nHeute bekomme sie als Sprecherin des Ombudsgremiums im Jahr bundesweit rund 60 Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten, erkl&auml;rte sie beim &ldquo;4. Berliner Wissenschaftsgespr&auml;ch&rdquo;, zu dem die Robert-Bosch-Stiftung eingeladen hatte. Das Thema: &ldquo;F&auml;lschung, T&auml;uschung, Titelkauf &ndash; Wie sichert sich die Wissenschaft Qualit&auml;t und Vertrauen?&rdquo;.<br>\nMit der Erkl&auml;rung &ldquo;Publizieren ist die W&auml;hrung und die Kopierfunktion ,copy and paste&rsquo; ist eine Achillesferse der Wissenschaft&rdquo; beschrieb Beisiegel eine Schwachstelle. Es sei oft nicht wichtig, was drinstehe, solange man draufstehe. Beitr&auml;ge in f&uuml;hrenden Wissenschaftsmagazinen wie &ldquo;Nature&rdquo; seien f&uuml;r den Lebenslauf eines Forschers entscheidend. Der Publikationsdruck steige und im Begutachtungsverfahren gelte oft: Was in &ldquo;Nature&rdquo; oder &ldquo;Science&rdquo; steht, muss nicht noch mal &uuml;berpr&uuml;ft werden. Aber: Wissenschaftsmagazine suchten nicht systematisch nach F&auml;lschungen, meinte Dr. Bernd Pulverer, fr&uuml;her Redakteur bei &ldquo;Nature&rdquo;.<br>\nFr&uuml;her sei die Frage gewesen:&rdquo;Was hast du entdeckt?&rdquo; Heute sei immer &ouml;fter die Frage &ldquo;Wie viele Drittmittel hat du f&uuml;r dein Projekt gesichert?&rdquo;<br>\nM&ouml;glich, dass schon Friedrich Schiller einen Hinweis auf die Wissenschaft als Ware gegeben hat. Ein kurzes Gedicht nannte er schlicht &ldquo;Wissenschaft&rdquo;: &ldquo;Einem ist sie die hohe, die himmlische G&ouml;ttin, dem Andern eine t&uuml;chtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/ratgeber\/wissen\/article1287652\/Korruption-greift-in-der-Forschung-um-sich.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Stimmen f&uuml;r Finanztransaktionssteuer mehren sich; Spekulation statt Produktion; Globbaldarlehen gegen Kreditklemme; Auswirkungen der Schuldenbremse auf Hessen; Klamme Kommunen; wie Kapitalismus besser funktionieren k&ouml;nnte; ThyssenKrupp: Dividende und Jobabbau; Schwarz-gelbe Sozialcamouflage; immer mehr Vollzeitjobs werden abgebaut; wer streikt, wird erfasst; nur kosmetische Korrekturen bei Swift; alle haben Verst&auml;ndnis f&uuml;r streikende Studierende;<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4372\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4372","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4372","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4372"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4372\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}