{"id":43722,"date":"2018-04-30T08:43:20","date_gmt":"2018-04-30T06:43:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722"},"modified":"2018-04-30T08:43:20","modified_gmt":"2018-04-30T06:43:20","slug":"hinweise-des-tages-3110","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h01\">Wahrsagende Rentenforscher und Sparfanatiker &ndash; 50% vom netto f&uuml;r Renten lohnt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h02\">Die R&uuml;stungsachse Berlin-Paris<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h03\">Handelsstreit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h04\">Bundesregierung reizt Etat aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h05\">Geheimes Regierungsgutachten r&auml;t zu Hardware-Nachr&uuml;stungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h06\">Arbeitnehmer in Deutschland zahlen besonders hohe Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h07\">3,7 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 2000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h08\">Schlecht f&uuml;r die Mieter, gut f&uuml;r die Aktion&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h09\">Arbeitslose m&uuml;ssen Leistungen zur&uuml;ckzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h10\">Syrien und der verzweifelte Versuch des Westens, den Aufstieg Chinas aufzuhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h11\">Gelehriger Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h12\">Thesenpapier: Linke Einwanderungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43722#h13\">&bdquo;Es geht mir doch nicht um eine neue Partei&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahrsagende Rentenforscher und Sparfanatiker &ndash; 50% vom netto f&uuml;r Renten lohnt sich<\/strong><br>\n&bdquo;Experten&ldquo; wissen es: Die Rentenpl&auml;ne der GroKo kosten im Jahr 2048 mehr als 125 Milliarden Euro. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, muss fr&uuml;h anfangen zu sparen und zwar 22% bis 55% seines Nettoeinkommens &ndash; zus&auml;tzlich zur gesetzlichen Rente (die Zahlen sind keine Schreibfehler). (&hellip;)<br>\nKaum hat Sozialminister Heil angedeutet, dass er die GroKo-Pl&auml;ne zur Rente auch umsetzen wolle, haben &bdquo;anerkannte Rentenforscher&ldquo; angefangen zu rechnen. Herausgekommen ist das Urteil: &bdquo;unbezahlbar&ldquo;.<br>\nDie Ergebnisse der Rentenforscher wurden zuerst in der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ vom 23.4.18) ver&ouml;ffentlicht und dann von den Hauptmedien ungefiltert &uuml;bernommen. Hinter den &bdquo;anerkannten Rentenforschern&ldquo; verbirgt sich Axel B&ouml;rsch-Supan, Direktor des MEA (Munich Center for the Economics of Aging), das mit Mitteln des GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) 2001 in die Welt gesetzt wurde und jetzt unter dem renommierten Namen &bdquo;Max-Planck-Institut&ldquo; firmiert. Dieser Hintergrund wird in der Berichterstattung verschwiegen, ebenso, dass Marc Beise, Chefredakteur bei der SZ, im Kuratorium des besagten Max-Planck-Instituts sitzt.<br>\nHerr B&ouml;rsch-Supan f&auml;ngt mit seinen Berechnungen weit in der Zukunft, im Jahr 2025, an. Da gibt es zwar dann keine gesetzliche Grundlage, weil die Gesetze zur doppelten Haltelinie (48% Rentenniveau; 20% Rentenversicherungsbeitrag), ausdr&uuml;cklich nur bis 2025 gelten sollen. Er drischt mit seinem &bdquo;unbezahlbar&ldquo; also auf Rentenpl&auml;ne der Regierung, die gar nicht vorhanden sind.<br>\nDas ist so sonderbar wie &uuml;blich, wenn solche Rentenexperten zu Wort gemeldet werden. Es wird immer in die weite Zukunft spekuliert, so lassen sich die krudesten Szenarien propagieren &ndash; beweise mal einer das Gegenteil. Und es wird nie, oder &auml;u&szlig;erst selten, in die Vergangenheit geschaut. Denn empirische Daten k&ouml;nnten die Glaubw&uuml;rdigkeit untergraben.<br>\nEs geht also um die Methode, nicht um die konkreten Erkenntnisse dieser &bdquo;Wissenschaftler&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/wahrsagende-rentenforscher-und-sparfanatiker-50-vom-netto-fuer-renten-lohnt-sich\/\">Seniorenaufstand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die R&uuml;stungsachse Berlin-Paris<\/strong><br>\nMit mehreren Vereinbarungen &uuml;ber R&uuml;stungsprojekte f&uuml;r dreistellige Milliardensummen haben Berlin und Paris vergangene Woche die r&uuml;stungsindustrielle Formierung der EU forciert. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin, deren diesj&auml;hriges Gastland Frankreich war, einigten sich die Verteidigungsministerinnen beider L&auml;nder, einen Kampfjet der n&auml;chsten Generation in deutsch-franz&ouml;sischer Kooperation entwickeln zu lassen. Der Jet wird im Rahmen eines Kampfverbundes (Future Combat Air System, FCAS) konzipiert, der auch bewaffnete Drohnen sowie ganze Drohnenschw&auml;rme umfasst und mit Satelliten sowie land- und seegest&uuml;tzten Waffensystemen vernetzt ist. Federf&uuml;hrend sind Airbus Defence and Space (Ottobrunn bei M&uuml;nchen) sowie die franz&ouml;sische Dassault Aviation, die damit ihre langj&auml;hrige Konkurrenz in den Rahmen gemeinsamer R&uuml;stungsprojekte verlagern. Neben dem Kampfjet wurden auf der ILA auch Entwicklung und Bau von Drohnen und Seefernaufkl&auml;rern beschlossen. Laut Dassault-Chef Eric Trappier geht es um &ldquo;strategische Autonomie&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7593\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu: <strong>Von der Leyen fordert zw&ouml;lf Milliarden mehr<\/strong><br>\nDer Haushaltsentwurf von Finanzminister Scholz steht. Auch die Bundeswehr soll mehr Geld bekommen. Doch aus Sicht des Verteidigungsministeriums bei Weitem nicht genug &ndash; zw&ouml;lf Milliarden Euro m&uuml;ssten dazukommen.<br>\nBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen fordert einem Bericht der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; zufolge in der derzeitigen Legislaturperiode zw&ouml;lf Milliarden Euro mehr f&uuml;r die Bundeswehr. Damit sei der finanzielle Mehrbedarf, den die CDU-Politikerin in den laufenden Haushaltsverhandlungen angemeldet habe, mehr als doppelt so hoch, wie im Entwurf von Finanzminister Olaf Scholz vorgesehen. (&hellip;)<br>\nLaut dem Bericht setzt von der Leyen f&uuml;r das kommende Jahr drei Milliarden Euro mehr an, f&uuml;r 2020 vier Milliarden und f&uuml;r 2021 f&uuml;nf Milliarden Euro. Die Forderungen begr&uuml;ndet das Verteidigungsministerium mit einem &ldquo;gewaltigen Nachhol- und Modernisierungsbedarf&rdquo;. Angesichts der bestehenden L&uuml;cken sei die Milliardensumme sogar noch &ldquo;unzureichend&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDas Thema Verteidigungsausgaben droht aber nicht nur f&uuml;r Streit in der Gro&szlig;en Koalition zu sorgen. Au&szlig;enpolitisch bietet es vor allem den USA immer wieder Anlass f&uuml;r Kritik an der deutschen Politik.<br>\nZuletzt hatte US-Pr&auml;sident Donald Trump nochmals kr&auml;ftig gestichelt, bevor er Kanzlerin Angela Merkel zum Besuch im Wei&szlig;en Haus empfing: Deutschland zahle ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Verteidigung, Amerika zahle fast vier Prozent. Die Vereinigten Staaten w&uuml;rden 80 Prozent der NATO-Kosten tragen. Aus Sicht des US-Pr&auml;sidenten eine unfaire B&uuml;rde. Ganz &auml;hnlich klang es auch beim Treffen von Trump und Merkel im vergangenen Jahr: Damals hatte Trump Deutschland vorgeworfen, der NATO &ldquo;riesige Summen&rdquo; zu schulden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundeswehr-verteidigung-haushalt-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soll die Bundeswehr nun dem Interesse von NATO und USA oder verfassungsgem&auml;&szlig; dem Schutz\/der Verteidigung der hiesigen Bev&ouml;lkerung dienen? Welche reale Gefahr gibt es eigentlich &ndash; doch nicht die aus Russland, dessen auch nun wieder amtierender Pr&auml;sident im Deutschen Bundestag eine gemeinsame Sicherheits- und Wirtschaftszone angeboten hatte, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Handelsstreit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;TTIP-Light&rdquo;: Berlin offenbar zu Zugest&auml;ndnissen bei Z&ouml;llen bereit<\/strong><br>\nIm Handelsstreit zwischen der EU und den USA setzt sich die Bundesregierung einem Zeitungsbericht zufolge f&uuml;r ein Industriezollabkommen ein. Die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; beschreibt den Vorschlag unter Berufung auf Regierungskreise als &ldquo;TTIP light&rdquo; &ndash; eine abgespeckte Variante des gestoppten transatlantischen Freihandelsabkommens.<br>\nVon einer Neuauflage w&uuml;rden auch die USA profitieren, weil dann Z&ouml;lle auf Waren sinken oder sogar gestrichen w&uuml;rden, hei&szlig;t es in dem Bericht. Demnach d&uuml;rfte der Vorschlag aber bei einigen EU-Partnern auf gro&szlig;e H&uuml;rden sto&szlig;en. Die Franzosen etwa wollten bei einem TTIP im kleineren Format nicht mitmachen.<br>\nDer Streit dreht sich um amerikanische Z&ouml;lle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die EU ist davon nur vorl&auml;ufig bis Ende April ausgenommen und strebt eine dauerhafte Befreiung davon an. Ein Erfolg ist bislang jedoch nicht absehbar. Weder der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron noch kurz darauf Bundeskanzlerin Angela Merkel kehrten j&uuml;ngst nach Gespr&auml;chen in Washington mit Zugest&auml;ndnissen Trumps nach Hause zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/handelsstreit-angela-merkel-soll-ttip-light-im-handelsstreit-wollen-a-1205383.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kein TTIP f&uuml;r Trump<\/strong><br>\nEin Gartenzwerg- TTIP wegen Donald Trump ist wie den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Auch wenn es nur um Industriez&ouml;lle ginge. Dies hie&szlig;e etwa das Umweltdumping von Trump und seinen Ausstieg aus dem Paris-Abkommen zu belohnen. Deutschland muss vielmehr seine Export&uuml;bersch&uuml;sse kontrolliert abbauen&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die Debatte um ein abgespecktes transatlantisches Freihandelsabkommen, das laut Medienberichten von der Bundeskanzlerin und den Gr&uuml;nen angestrebt wird. De Masi weiter:<br>\nDie Bundesregierung hat alle Warnungen vor der extremen Exportabh&auml;ngigkeit Deutschlands in den Wind geschlagen. Sollten die USA ihre Strafz&ouml;lle auf die Autoindustrie ausweiten, droht Deutschland ein Waterloo. Die Bundesregierung muss die Binnenwirtschaft umgehend st&auml;rken und die Investitionsl&uuml;cke schlie&szlig;en, um die Export&uuml;bersch&uuml;sse kontrolliert abzubauen. Dies w&auml;re ein diplomatisches Signal, um den Handelspartnern zu versichern, dass Deutschland sich an sein Stabilit&auml;tsgesetz von 1967 sowie an internationale Spielregeln h&auml;lt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kein-ttip-fuer-trump\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wohin f&uuml;hrt ein Handelskrieg?<\/strong><br>\nTrump hat den Handelskrieg sehr entschieden ausgerufen. Er hat erkl&auml;rt, die USA w&uuml;rden ab dem 1. Mai einen neuen Zoll auf Stahlimporte in H&ouml;he von 25 % erheben, auf Aluminium von 10%. In Gestalt von Jean-Claude Juncker hat die EU diese Erkl&auml;rung ebenso kriegerisch beantwortet. Man habe schon eine Liste von US-G&uuml;tern vorbereitet, deren Einfuhrz&ouml;lle man erh&ouml;hen werden &ndash; von Harley-Davidson-Motorr&auml;dern bis zur Erdnussbutter. Trump twitterte daraufhin, dann w&uuml;rden die USA den Zoll auf Autos aus Europa erh&ouml;hen. Das machte vor allem den deutschen Konzernen Dampf. 10% der deutschen Autoproduktion, 1,35 Millionen Neuwagen, werden j&auml;hrlich in die USA verkauft. W&uuml;rden die USA denselben Zoll erheben, wie umgekehrt die EU ihn auf US-Wagen erhebt, dann w&auml;ren die deutschen Autos in Zukunft 7,5 % teurer als bisher. Eine enorme Marktschranke.<br>\nMittlerweile hat Trump auch das Zoll-Feuer auf den eigentlichen Gegner, n&auml;mlich China er&ouml;ffnet. Die US-Regierung hat neue Strafz&ouml;lle auf 1300 chinesische Produkte angek&uuml;ndigt. Es handelt sich vor allem um Hightech-Produkte &ndash; Industrieroboter, Lithium-Batterien, Ausr&uuml;stung f&uuml;r Telekommunikation. Die Regierung in Peking hat daraufhin angek&uuml;ndigt, neue Z&ouml;lle auf 106 US-Produkte im Gesamtvolumen von 50 Milliarden Dollar zu verh&auml;ngen. Zus&auml;tzliche 25 % sollen auf Autos, Produkte der Chemie- und Flugzeugindustrie erhoben werden; ebenso auf Sojabohnen, Whisky, Zigarren, Mais, Rindfleisch und Orangensaft. Dieses Strafregister zielt genau auf die W&auml;hlerbasis von Trump im Rust Belt, wo Produkte der alten Industrien hergestellt werden, und auf die Farmer im Mittleren Westen. Davon erhoffen sich die Chinesen ein Einwirken auf die Handelskrieger in Washington, denn bisher gibt es noch keine Festlegungen, sondern nur die martialischen Ank&uuml;ndigungen. Bis zum 11. Mai k&ouml;nnen Unternehmer- und Verbraucherverb&auml;nde in Washington f&uuml;r die Entfernung bestimmter Produkte von der Liste oder f&uuml;r die Aufnahme anderer Waren eintreten. Am 15. Mai l&auml;uft die Anh&ouml;rung im Senat zu den Strafz&ouml;llen. Danach wird die Entscheidung fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2018\/04\/wohin-fuehrt-ein-handelskrieg\/\">isw<\/a>\n<p>und: <strong>Kalte F&uuml;&szlig;e in Washington<\/strong><br>\nDie US-Sanktionen gegen russische Firmen haben ihr erstes Ziel voll erreicht: Die Gesch&auml;ftswelt ist verunsichert, einer der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Aluminiumproduzenten steckt in ernsthaften Schwierigkeiten, und Washington hat Moskau den finanziellen Kn&uuml;ppel gezeigt. Aber drei Wochen nach ihrer Verk&uuml;ndung werden &raquo;Risiken und Nebenwirkungen&laquo; sichtbar. Auf dieser doppelten Grundlage &ndash; also des unmittelbaren Erfolgs und seiner Kosten &ndash; rudern die US-Beh&ouml;rden nun teilweise zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331604.kalte-f%C3%BC%C3%9Fe-in-washington.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Amerikaner drohen mit Z&ouml;llen auf Aluminium und Stahl aus der EU und erlassen gleichzeitig Sanktionen gegen Aluminiumproduzenten aus Russland, die auch Gesch&auml;fte mit europ&auml;ischen Unternehmen machen. Die Amerikaner drohen au&szlig;erdem damit, das Iran-Abkommen aufzuk&uuml;ndigen, das sowohl die Europ&auml;er (geschlossen &uuml;brigens) als auch Russland und China f&uuml;r richtig halten. Und was macht die Bundesregierung? Sie h&auml;lt unbeirrt am transatlantischen B&uuml;ndnis fest, bietet sogar ein neues TTIP an, was wiederum zu einem Streit innerhalb der EU mit Frankreich f&uuml;hren d&uuml;rfte und will zudem massiv milit&auml;risch Aufr&uuml;sten. Da geht es schon lange nicht mehr um das ob, sondern um das wie und wann.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wiederholt derweil bei Anne Will das M&auml;rchen, Export&uuml;bersch&uuml;sse lie&szlig;en sich doch nur durch eine Reduzierung der Exporte erreichen und er wolle keinem VW-Mitarbeiter erkl&auml;ren, dass er jetzt weniger Autos zu bauen habe und fr&uuml;her nach Hause gehen k&ouml;nne. Dabei geht es darum, nicht weniger zu exportieren, sondern mehr zu importieren, um die Leistungsbilanz auszugleichen. Und das erfordert wiederum deutlich h&ouml;here L&ouml;hne (angefangen beim Mindestlohn) und mehr Investitionen, die wiederum einen Abschied von der Schwarzen Null und der Schuldenbremse voraussetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesregierung reizt Etat aus<\/strong><br>\nBis 2021 will die Bundesregierung ihre Ausgaben kr&auml;ftig erh&ouml;hen. Sie verplant 46 Milliarden Euro f&uuml;r Familien, Bildung und auch R&uuml;stung. Die Opposition f&uuml;rchtet, dass die schwarze Null in Gefahr sein k&ouml;nnte. (&hellip;)<br>\nDie Opposition ist wenig begeistert von den Zahlen der Regierung. In Sachen Haushalt sei die Gro&szlig;e Koalition zwar &ldquo;derzeit auf Rosen gebettet&rdquo;, stellt der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Otto Fricke, fest. Zugleich warnt er: &ldquo;Wenn sie sich darauf allerdings ausruht, wonach es aktuell aussieht, wird es f&uuml;r unser Land bald schon sehr dornig.&rdquo;<br>\nDer FDP-Haushaltspolitiker Karsten Klein bezweifelt, dass die Gro&szlig;e Koalition die schwarze Null wirklich wie versprochen wird halten k&ouml;nnen, da f&uuml;r Risiken nicht vorgesorgt sei. &ldquo;Trotz 46 Milliarden Euro Mehrausgaben in dieser Legislaturperiode ist praktisch kein Puffer vorgesehen &ndash; obwohl noch gro&szlig;e Brocken vor uns liegen, die nicht abgebildet sind, wie zum Beispiel der EU-Haushalt oder geplante Ausgaben im Bereich des Sozialhaushaltes, Stichwort: M&uuml;tterrente.&rdquo;<br>\nKlein st&ouml;rt sich auch daran, dass die Koalition beim Zukunftsthema Digitalisierung und Breitbandausbau vor allem auf die erwarteten Milliardengewinne aus der Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen setzt. Die Mobilfunkanbieter w&uuml;rden die Kosten daf&uuml;r auf die Kunden umlegen. &ldquo;Fakt ist: Die Digitalisierung soll allein &uuml;ber einen Umweg durch die B&uuml;rger finanziert werden. Die Bundesregierung selber bringt &uuml;berhaupt keine Anstrengungen in diesem Haushalt auf den Weg&rdquo;, so Klein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bundesregierung-ausgaben-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann es sein, dass die &bdquo;tagesschau&ldquo;-Macher Opposition lediglich mit der FDP gleichsetzt? Denn offenbar ist es vor allem diese Oppositionspartei, die die &bdquo;schwarze Null&ldquo; in Gefahr sieht. Dabei k&ouml;nnte der neue Bundesfinanzminister Scholz auch die Einnahmeseite &bdquo;unter die Lupe nehmen&ldquo;, um mehr Spielraum zu bekommen. Aber das m&ouml;chte er wohl nicht, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geheimes Regierungsgutachten r&auml;t zu Hardware-Nachr&uuml;stungen<\/strong><br>\nBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat ein Problem. In seinem Haus liegt ein Gutachten, das genau das Gegenteil sagt von dem, was er will. Es geht um Hardware-Nachr&uuml;stungen an &auml;lteren Dieselfahrzeugen. Vierzehn Seiten ist es lang, und es hat eine klare Botschaft: Der Umbau ist m&ouml;glich. Doch genau das will Scheuer der &Ouml;ffentlichkeit am liebsten vorenthalten, und deshalb h&uuml;tet er das Werk wie ein Staatsgeheimnis.<br>\nNoch nicht einmal die in der Dieselfrage mitbesch&auml;ftigten Ressorts Umwelt und Wirtschaft haben das Original zu lesen bekommen, dessen Titel schlicht daherkommt: &ldquo;Studie &uuml;ber das Potenzial einer Realisierung einer Hardware-Nachr&uuml;stung&rdquo;. Geschrieben hat es, und das ist ein weiteres Problem f&uuml;r Scheuer, nicht irgendwer. Es ist Georg Wachtmeister, Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r Verbrennungskraftmaschinen an der TU M&uuml;nchen, der dem Hause als einer der wichtigsten Berater im Diesel-Thema dient. Er ist Mitglied der immer noch aktiven Untersuchungskommission Volkswagen, die Scheuers Vorg&auml;nger und Parteifreund Alexander Dobrindt eingerichtet hat, und der gilt nicht gerade als Gegner der Autoindustrie. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Nach heutigem Erkenntnisstand ist aus meiner Sicht eine Nachr&uuml;stung von Euro-5-Fahrzeugen mit vertr&auml;glichem Aufwand m&ouml;glich&rdquo;, schreibt der Motorenprofessor Georg Wachtmeister von der TU M&uuml;nchen in seinem Gutachten, das dem SPIEGEL vorliegt. W&auml;hrend Hersteller die Hardware-Nachr&uuml;stungen mit sogenannten SCR-Katalysatoren f&uuml;r zu aufwendig und teuer halten, erkl&auml;rt der Wissenschaftler: &ldquo;Aus jetzigen Absch&auml;tzungen geht hervor, dass sich der Kostenrahmen in einer realisierbaren Gr&ouml;&szlig;enordnung bewegt.&rdquo; Der Gutachter weist nach, dass die ben&ouml;tigten Komponenten zu einem &ldquo;Gro&szlig;teil bereits entwickelt&rdquo; sind. F&uuml;r viele Fahrzeugtypen der Schadstoffklasse Euro 5, vor allem jene, die auch in die Vereinigten Staaten exportiert werden, st&uuml;nden sogar schon zugelassene Katalysatoren bereit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/diesel-fahrverbote-geheimes-regierungsgutachten-raet-zu-hardware-nachruestungen-a-1205148.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Insbesondere die SPD-Mitglieder k&ouml;nnten (oder sollten?) sich mal die Frage stellen, ob die neue schwarz-rote Koalition nicht erneut vor allem Arbeitgeber-Interessen nutzt. Ist eine solche SPD &ndash; abgesehen vom Umstand als Mehrheitsbeschafferin &ndash; &uuml;berhaupt noch notwendig? Hatte die SPD urspr&uuml;nglich nicht genau entgegengesetzte Ziele &ndash; im Interesse und zum Schutz der Arbeitnehmerschaft?<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>China: &ldquo;Unsere zweite Heimat&rdquo;<\/strong><br>\nW&auml;hrend hierzulande die meisten Politiker immer noch ihre ganze Energie darauf verwenden, Fahrverbote f&uuml;r Stinker zu verhindern und scheintote Technologien wie Verbrennungsmotoren und Kohlekraftwerke wom&ouml;glich gar noch bis in die Jahrhundertmitte immer wieder zu reanimieren, findet die Zukunft woanders statt.<br>\nIn Beijing ging gerade die Auto China zuende, auf der sich die Hersteller f&uuml;r den inzwischen weltweit gr&ouml;&szlig;ten Pkw-Markt pr&auml;sentierten. 29 Millionen Autos wurden in der Volksrepublik 2017 verkauft. Rund 17 Prozent der auf der Auto-Show vorgestellten neuen Modelle waren bereits Elektroautos oder Hybridfahrzeuge, und vor allem: von diesen 174 waren 124 von chinesischen Herstellern, schreibt die in Hongkong erscheinende South China Morning Post. 2017 wurden 777.000 E-Autos (einschlie&szlig;lich Hybride) in China verkauft, 270.000 mehr als ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/China-Unsere-zweite-Heimat-4037308.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitnehmer in Deutschland zahlen besonders hohe Steuern<\/strong><br>\nIn Deutschland wird Arbeit st&auml;rker besteuert als in den meisten anderen Industriel&auml;ndern, zeigt eine OECD-Studie. Das gilt besonders f&uuml;r kinderlose Alleinstehende.<br>\nDie Menschen in Deutschland tragen im internationalen Vergleich weiter eine enorme Last an Steuern und Sozialabgaben. Das gilt besonders f&uuml;r kinderlose Alleinstehende: Sie f&uuml;hrten nach einer am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten OECD-Untersuchung im Jahr 2017 durchschnittlich 49,7 Prozent ihres Arbeitseinkommens an den Staat ab &ndash; einschlie&szlig;lich des Arbeitgeberanteils an den Sozialabgaben. Das ist ein Anstieg um 0,3 Prozentpunkte gegen&uuml;ber dem Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/arbeit-soziales\/oecd-studie-arbeitnehmer-in-deutschland-zahlen-besonders-hohe-steuern-a-1494892\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider ist der Tenor der Meldung wieder manipulativ. Weshalb werden hier wieder Steuern und Sozialabgaben in einem Atemzug genannt? Sozialabgaben wie Krankenkassen-, Rentenbeitr&auml;ge und Beitr&auml;ge f&uuml;r die Arbeitslosenversicherung stehen entsprechende Anspr&uuml;che gegen&uuml;ber, diese werden also nicht einfach vom Bruttoeinkommen abgezogen. Noch unseri&ouml;ser ist es auch die Arbeitgeberanteile in die Rechnung mit einzubeziehen.<br>\nDennoch gilt, die hohe Steuerlast auf Arbeitseinkommen ist genauso gewollt. Sonst m&uuml;sste man dar&uuml;ber nachdenken, Verm&ouml;gen in Deutschland wesentlich st&auml;rker zu besteuern. Das w&uuml;nschen weder Merkel noch Scholz als treue Interessenvertreter der deutschen Oligarchie. Nur zu den Dimensionen. Bekanntlich gilt der Spitzensteuersatz von 42 Prozent ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von knapp &uuml;ber 54.000 Euro. Der Steuersatz auf Eink&uuml;nften aus Kapitalertr&auml;ge liegt bei 25 Prozent. Die reichsten Deutschen, Stefan Quandt und Susanne Klatten als Mehrheitsaktion&auml;re der BMW AG, konnten sich dieses Jahr &uuml;ber eine Dividendenaussch&uuml;ttung von einer Milliarde (!) Euro freuen. Zu versteuern mit 25%. Ein gut verdienender Facharbeiter bei BMW dagegen darf f&uuml;r jeden Euro &uuml;ber der, f&uuml;r den Spitzensteuersatz geltenden Einkommensgrenze, 42 Prozent Steuer an den Staat abf&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>3,7 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 2000 Euro<\/strong><br>\nFast 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten mit einem Vollzeitjob verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft das prozentual die meisten.<br>\nRund 3,7 Millionen Besch&auml;ftigte mit vollem Job verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.<br>\nNach den j&uuml;ngsten Zahlen von Ende 2016, neuere Daten liegen nicht vor, waren dies 17,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten in Deutschland. Im Westen betrug der Anteil 14,7 Prozent, im Osten sogar 31,2 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, die die Anfrage im Vorfeld des Tages der Arbeit gestellt hatte, forderte die Bundesregierung auf, sich mehr f&uuml;r eine weitere Angleichung der L&ouml;hne &ndash; vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland &ndash; einzusetzen. Wegen der Inflation und vielerorts explodierender Mieten komme man mit unter 2000 Euro brutto nicht mehr weit. So m&uuml;sse unter anderem der Mindestlohn von 8,84 Euro auf 12 Euro erh&ouml;ht werden, forderte Zimmermann.<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte am Freitag darauf hingewiesen, dass die unabh&auml;ngige Mindestlohnkommission im Sommer Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Anfang kommenden Jahres geplante Erh&ouml;hung vorlege. Diese w&uuml;rde dann gesetzgeberisch umgesetzt.<br>\nDie gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hatte in einer vor wenigen Tagen ver&ouml;ffentlichten Untersuchung darauf hingewiesen, dass nicht mehr nur M&uuml;nchen oder K&ouml;ln zu den St&auml;dten geh&ouml;ren, in denen der Mindestlohn nicht mehr ausreicht, um ohne Zusatzleistungen des Staates auszukommen. Auch in Duisburg oder Wuppertal ist das Leben laut der Studie daf&uuml;r zu teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/loehne-3-7-millionen-beschaeftigte-verdienen-weniger-als-2000-euro-a-1205386.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schlecht f&uuml;r die Mieter, gut f&uuml;r die Aktion&auml;re<\/strong><br>\nFassadend&auml;mmung, Aufzug, Farbanstrich &ndash; Geb&auml;udemodernisierungen sind f&uuml;r Immobilienkonzerne der wichtigste Hebel zur Mieterh&ouml;hung. Bis zu elf Prozent der Kosten k&ouml;nnen dank &ldquo;Modernisierungsumlage&rdquo; derzeit auf die Miete aufgeschlagen werden. F&uuml;r viele Mieter hei&szlig;t das: Sie m&uuml;ssen f&uuml;rchten, sich ihre Wohnung nicht mehr leisten zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nM&ouml;glich wird eine so starke Mieterh&ouml;hung durch die Modernisierungsumlage, wie sie im Mietrecht beschrieben wird: Demnach k&ouml;nnen j&auml;hrlich bis zu elf Prozent der Gesamtkosten einer Modernisierung auf alle Mieter umgelegt werden &ndash; unabh&auml;ngig vom Mietspiegel. (&hellip;)<br>\nDabei machen Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG und Co. nur einen kleinen Teil am Immobilienmarkt aus.<br>\n&ldquo;Unsere b&ouml;rsennotierten Wohnungsunternehmen stehen nur f&uuml;r vier Prozent des Wohnungsmarktes.&rdquo;<br>\nStefan Kofner ist Professor f&uuml;r Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an der Hochschule Zittau \/ G&ouml;rlitz. Er kennt den deutschen Immobilienmarkt gut: Der typische Vermieter in Deutschland sei der kleine private Amateurvermieter. Trotzdem kommt den b&ouml;rsennotierten Konzernen eine wichtige Rolle zu, sagt Kofner. Sie geben in gewisser Weise den Takt vor auf dem Mietmarkt. Und regional betrachtet, k&ouml;nnen sie zu Platzhirschen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungskonzerne-unter-rendite-zwang-schlecht-fuer-die.724.de.html?dram:article_id=416663\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das Abkassieren stoppen<\/strong><br>\nEine gesetzliche Neuregelung muss den Bodenwert eines Grundst&uuml;ckes zur Berechnungsgrundlage bei der Grundsteuer machen. Der Deutsche Mieterbund NRW fordert: &bdquo;In diesem Zusammenhang sollten unbebaute Grundst&uuml;cke st&auml;rker belastet werden als bebaute.&ldquo; Damit k&ouml;nnte die Grundst&uuml;cksspekulation wirksamer bek&auml;mpft und der Druck, Neubauten zu errichten, erh&ouml;ht werden. Dies f&uuml;hre zu einer Entspannung auf dem Wohnungsmarkt und zur Senkung des Mietniveaus.<br>\nDer Deutsche St&auml;dtetag fordert eine Reform der Grundsteuer auf der Basis eines Bundesrats-Modells aus dem Jahr 2016. Danach sollen unbebaute Grundst&uuml;cke mit dem jeweiligen Bodenrichtwert bewertet werden. Bei bebauten Grundst&uuml;cken kommt dann der Wert des Geb&auml;udes hinzu. &bdquo;Die Kommunen werden nach einer Reform auf dieser Basis ma&szlig;voll von ihrem Hebesatzrecht Gebrauch machen&ldquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung des St&auml;dtetages. Dies kann sich angesichts der politisch gewollten chronischen Unterfinanzierung der Gemeinden schnell als leere Versprechung herausstellen.<br>\nInsbesondere die Industrie wehrt sich gegen eine Berechnung der Grundsteuer auf den Bodenwert. In einer Erkl&auml;rung des Bundes der deutschen Industrie (BDI) wird der Gesetzgeber aufgefordert: &bdquo;Aus Sicht der Industrie ist eine Regelung n&ouml;tig, die auf eine vollst&auml;ndige Neubewertung verzichtet. Eine v&ouml;llige Neubewertung der rund 35 Millionen Grundst&uuml;cke (&hellip;) w&uuml;rde zu einem enormen Bewertungsaufwand f&uuml;r Unternehmen f&uuml;hren.&ldquo; Die Konzerne haben es bisher immer verstanden, ihre Grundsteuer gegen&uuml;ber der Finanzverwaltung kleinzurechnen und wollen nicht daran r&uuml;hren. Da die Grundsteuer steuerlich absetzbar ist, zahlt letztlich der Steuerzahler f&uuml;r die Industrie. Dies soll im Interesse der Konzerne und Gro&szlig;grundbesitzer unangetastet bleiben.<br>\nDer Kampf f&uuml;r bezahlbare Mieten mobilisiert immer mehr Menschen. Das zeigte die Demonstration von 25 000 Menschen in Berlin sowie die 10 000 Unterschriften gegen eine Erh&ouml;hung der Grundsteuer in Bottrop.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5017\/innenpolitik\/8293\/Das-Abkassieren-stoppen.htm\">unsere zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitslose m&uuml;ssen Leistungen zur&uuml;ckzahlen<\/strong><br>\nWer den Beh&ouml;rden sein vorhandenes Verm&ouml;gen verschweigt, muss als Arbeitsloser grunds&auml;tzliche alle Leistungen zur&uuml;ckzahlen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Das gilt auch in einem ganz besonderen Fall.<br>\nDas Bundessozialgericht hat an diesem Mittwoch abermals in zwei F&auml;llen entschieden, dass Arbeitslose grunds&auml;tzlich alle Leistungen zur&uuml;ckzahlen m&uuml;ssen, wenn sie vorhandenes Verm&ouml;gen den Beh&ouml;rden absichtlich verschweigen. In beiden F&auml;llen von Betrug von Grundsicherungsleistungen (&bdquo;Hartz-IV&ldquo;) m&uuml;ssen die unterlegenen Kl&auml;ger nun s&auml;mtliche bezogene Leistungen zur&uuml;ckzahlen. Die Bundesrichter in Kassel signalisierten aber in ihren Entscheidungen, dass die Jobcenter auf Antrag auf einen Teil der R&uuml;ckforderungen verzichten k&ouml;nnen.<br>\nIn den Revisionsverfahren ging es um Klagen von Harz-IV-Empf&auml;ngern aus Leverkusen und dem Landkreis gegen die jeweils zust&auml;ndigen Jobcenter. Im Fall aus dem Rheinland hatte der Mann bei der Antragsstellung zwar Ersparnisse angegeben, aber ein Sparbuch mit mehr als 10.000 Euro verschwiegen. Der Leverkusener bezog mehr als sieben Jahre Grundsicherung. Als ihm das Jobcenter auf die Schliche kam, betrug der Schaden mehr als 31.000 Euro.<br>\nVertrauensschutz gibt es nicht<br>\nIn Neunkirchen im Saarland gab der Leistungsempf&auml;nger eine Lebensversicherung mit rund 5000 Euro nicht an. Nachdem er zwei Jahre Hartz-IV bezogen hatte, forderte das Jobcenter 18.000 Euro zur&uuml;ck. Beide Kl&auml;ger hielten die R&uuml;ckforderungen in der H&ouml;he nicht f&uuml;r gerechtfertigt &ndash; weil sie das verschwiegene Verm&ouml;gen deutlich &uuml;bersteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/vermoegen-verschwiegen-arbeitslose-muessen-leistungen-zurueckzahlen-15560255.html\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Dieses Urteil des h&ouml;chsten Sozialgerichts macht deutlich, worum es bei der Harz IV Gesetzgebung geht: Am Boden der Gesellschaft eine Schicht von Leuten zu schaffen, die in ihrer wirtschaftlichen und in der Folge auch psychischen Existenz weitgehend zerst&ouml;rt sind. Nur als pauperisierte Objekte von Verwaltungen, Unternehmen und Politik wird ihnen ein &Uuml;berleben zugebilligt. Jeder Fluchtversuch aus dieser Lebensperspektive wird mit Schuldenknechtschaft bestraft.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JK:<\/strong> Deutlicher l&auml;sst sich nicht zeigen, dass Hartz IV als Repressionsregime eine der tragenden S&auml;ulen der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie und das wichtigste Instrument zur Durchsetzung der neoliberalaen Agenda ist. Wie sollen die Betroffenen diese Summen je zur&uuml;ckzahlen, wenn diese ihre &bdquo;Verm&ouml;genswerte&ldquo; &uuml;bersteigen? Wobei es zynisch ist, bei diesen l&auml;cherlichen Summen von &bdquo;Verm&ouml;gen&ldquo; zu sprechen. Die Botschaft ist eindeutig: Angst. Hartz IV soll die Angst vor sozialem Abstieg und der Vernichtung der materiellen Existenz tief in das Bewusstsein der Menschen einbrennen und diese gef&uuml;gig machen.<br>\nHier sollte man sich noch einmal den Fall Uli Hoene&szlig; in Erinnerung rufen. Dieser wurde wegen 28,5 Millionen Euro hinterzogener Steuern zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, von welcher er bis zu seiner vorzeitigen Entlassung, gerade die H&auml;lfte unter privilegierten Bedingungen absitzen musste. Dazu wurde berichtet, dass Hoene&szlig; drei Anw&auml;lte besch&auml;ftigte, die Gesamtkosten f&uuml;r seine Verteidigung wurden dabei auf etwa 400.000 bis 500.000 Euro gesch&auml;tzt. Hoene&szlig; gilt bei vielen nach wie vor als Ehrenmann und wurde nach seiner Haft im November 2016 erneut zum Pr&auml;sidenten des FC Bayern gew&auml;hlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Syrien und der verzweifelte Versuch des Westens, den Aufstieg Chinas aufzuhalten<\/strong><br>\n<strong>Die br&ouml;ckelnde Macht des US Empire<\/strong><br>\nDer Westen hat sein beispielloses Waffenarsenal nur aus einem einzigen Grund aufgebaut &ndash; zur Sicherung seiner Vorherrschaft in der Welt. In Syrien wird es wahrscheinlich zum Einsatz kommen. Doch dieses Mal wird es gegen einen Gegner sein, der sich tats&auml;chlich zu wehren wei&szlig;. (&hellip;)<br>\nVerst&auml;ndlicherweise besteht die Strategie darin, einen direkten Krieg mit China und seinem wichtigsten Verb&uuml;ndeten, Russland, zu vermeiden und stattdessen deren tats&auml;chliche oder vermeintliche Verb&uuml;ndete unter jenen Staaten auszuschalten, die sich selbst kaum verteidigen k&ouml;nnen. Doch Russlands Rolle als Spielverderber in der Regime-Change-Operation in Syrien hat den USA gezeigt, dass dies m&ouml;glicherweise nicht l&auml;nger m&ouml;glich ist.<br>\nDie Frage, wie mit Russland umzugehen sei, f&uuml;hrte zu einem Riss in der herrschenden Klasse der USA: W&auml;hrend die eine Fraktion &ndash; die Trump-Fraktion &ndash; Russlands Zustimmung zu Kriegen gegen Iran und China erkaufen m&ouml;chte, m&ouml;chte die andere Fraktion &ndash; die Clinton-Fraktion &ndash; einfach in Russland selbst einen Regime Change durchsetzen.<br>\nIm Mittelpunkt beider Strategien steht der Versuch, die Allianz zwischen Russland und China zu brechen. Im Falle von Clinton, indem China von Russland weggezogen wird, und im Falle von Trump, indem Russland von China weggezogen wird.<br>\nDer Punkt an der Sache ist jedoch, dass keine der beiden Strategien funktionieren wird &ndash; aus dem einfachen Grund, dass ein Brechen der China-Russland-Achse darauf abzielt, beide L&auml;nder zu schw&auml;chen. Selbst wenn Putin f&uuml;r den richtigen Preis &ndash; etwa die Aufhebung der Sanktionen oder die Anerkennung der russischen Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber die Krim &ndash; bereit w&auml;re, den Iran oder China zu opfern, ist es ausgeschlossen, dass der US-Kongress es Trump erlaubt, diesen Preis zu zahlen.<br>\nTrump w&uuml;rde liebend gerne anbieten, die Sanktionen aufzuheben &ndash; doch dies liegt nun einmal nicht in seiner Macht. Er kann maximal Beschwichtigungspillen anbieten, wie den Abzug aus Syrien, oder Vorwarnungen bei Luftangriffen auf Verb&uuml;ndete Russlands &ndash; also kaum genug, um Russland hin zum selbstm&ouml;rderischen Bruch seiner Allianzen mit seinen wichtigsten Verb&uuml;ndeten zu locken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-04-29\/syrien-und-der-verzweifelte-versuch-des-westens-den-aufstieg-chinas-aufzuhalten\/\">JusticeNow!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gelehriger Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nDie Frage &raquo;Wie halten wir&rsquo;s mit Russland?&laquo; spalte die SPD, stapelte Zeit-Redakteur Peter Dausend am Donnerstag in der Wochenzeitung hoch. Die SPD kann und will aber nichts mehr, vor allem keine eigene Politik. In der Regierung sitzen reicht. Die Frage lautet allein, ob der Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft wieder etwas zu sagen hat oder ob es bei der Unterwerfung unter die Transatlantiker, unter Washington bleibt &ndash; egal, wer dort regiert. Der neue deutsche SPD-Au&szlig;enminister scheint seine Antwort gegeben zu haben: Die USA haben immer recht, Russland hat immer unrecht. Denn es definiert sich selbst &raquo;in Gegnerschaft zum Westen&laquo;. (&hellip;)<br>\nEs geht wieder um Krieg und Frieden. So wird es z.&thinsp;B. in dem &raquo;Aufruf zu gemeinsam angewandter Vernunft in den internationalen Beziehungen unserer Zeit&laquo; formuliert, den die Carl-Friedrich-von-Weizs&auml;cker-Stiftung (cfvw.org) am 14. April kurz nach den Maas-&Auml;u&szlig;erungen ver&ouml;ffentlichte: &raquo;Die Gefahr der heutigen Situation besteht vor allem darin, dass sich Russland und die Vereinigten Staaten nicht mehr als stabilisierende F&uuml;hrungsm&auml;chte &uuml;bergreifender, wenngleich entgegengesetzter Systeme oder auch Ideologien, aber doch gegenseitig respektierter strategischer Interessen wahrnehmen&laquo;. Dem folgt der Hammersatz: Keiner &raquo;der strukturellen Gr&uuml;nde, die zum Ersten Weltkrieg gef&uuml;hrt haben&laquo;, sei wirklich &uuml;berwunden. Die Chancen gegenseitiger Berechenbarkeit im Kalten Krieg seien weitgehend vertan, es ziehe eine &Auml;ra zunehmender politischer Spannungen und milit&auml;rischer Konfrontationen zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten auf.<br>\nGrundlage des Aufrufs, der auch von Maas&rsquo; Amtsvorg&auml;nger Sigmar Gabriel demonstrativ unterzeichnet wurde, ist die Denkschrift &raquo;In den Krisen unserer Zeit&laquo; derselben Stiftung. Deren Autoren, Botschafter a.&thinsp;D. Frank Elbe, General Harald Kujat und Helmut Kohls fr&uuml;herer Sicherheitsberater Horst Teltschik, weisen &raquo;in tiefer Sorge&laquo; u.&thinsp;a. auf das atomare Arsenal Russlands und der USA hin. Zwar seien nach Hiroshima und Nagasaki keine Atomwaffen mehr eingesetzt worden, &raquo;doch sehen wir keinen zwingenden Grund, dass das auf immer auch so bleibt&laquo;. Kriegsverh&uuml;tung und Ausgleich unterschiedlicher Interessen seien nur politisch m&ouml;glich.<br>\nDie Frage ist, ob das im Westen noch durchsetzbar ist. Wenn es nach der FAZ geht &ndash; blo&szlig; nicht. Am Freitag erkl&auml;rte z.&thinsp;B. deren Redakteur Reinhard Veser, es sei ein &raquo;Missverst&auml;ndnis&laquo;, den Kurs von Maas gegen&uuml;ber Russland als &raquo;hart&laquo; zu bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331722.gelehriger-sch%C3%BCler.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist &auml;u&szlig;erst bedauerlich, wenn hiesige &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; sich offenbar mal wieder den Strategien aus Washington unterwerfen und so offensichtlich u.a. den amtierenden Bundesau&szlig;enminister beeinflussen &ndash; vor allem wenn diese Medien f&uuml;r sich den Anspruch erheben, die hiesigen (links-liberalen oder konservativen) Intellektuellen ansprechen zu wollen.<br>\nAuch die NachDenkSeiten hatten auf den Aufruf <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43512#h12\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Thesenpapier: Linke Einwanderungspolitik<\/strong><br>\nIm bisherigen Debattenverlauf wurden Einwanderung und Asyl bzw. Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen teilweise durcheinander geworfen, manchmal unbeabsichtigt, zuweilen zu polemischen Zwecken. Beide m&uuml;ssen jedoch unterschieden werden, und zwar nicht nur rechtlich-administrativ, sondern auch normativ und handlungstheoretisch. Flucht und Einwanderung sind nicht nur formell und verwaltungsm&auml;&szlig;ig unterschiedliche Tatbest&auml;nde, es sind auch verschiedene Arten von Handlungen mit unterschiedlichen Entscheidungslagen, Beweggr&uuml;nden und Zielabsichten, die dementsprechend ethisch und politisch unterschiedlich zu betrachten und einzustufen sind.<br>\nUnbegrenzte Schutzgew&auml;hrung f&uuml;r Menschen in Not ist etwas anderes als eine unbegrenzte Einwanderung, die auch all diejenigen einschlie&szlig;en w&uuml;rde, die lediglich ein h&ouml;heres Einkommen erzielen oder einen besseren Lebensstandard genie&szlig;en wollen. Im ersten Fall geht es um eine Schutz- oder Rettungsma&szlig;nahme f&uuml;r Menschen in einer lebensbedrohlichen Not- oder Zwangslage. Im anderen Fall ist die Migration ein sozio-&ouml;konomisch motivierter Akt, der weder alternativlos ist, noch den letzten Strohhalm darstellt, sondern bei dem eine Wahl unter verschiedenen m&ouml;glichen Optionen getroffen wird. Hier haben die Aufnahmel&auml;nder ein Recht zur Regulierung der Migration.<br>\nIn der UN-Menschenrechtscharta ist zwar ein universales Auswanderungsrecht verankert, jedoch kein entsprechendes universales Einwanderungsrecht. Ein Recht auf globale Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit gibt es also de facto nicht und wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Asyl- recht und Einwanderungs&bdquo;recht&ldquo; prinzipiell gleichzusetzen, ist also sachlich, normativ und handlungstheoretisch unbegr&uuml;ndet. In letzter Konsequenz w&uuml;rde damit das Asylrecht in seiner politischen und moralischen Geltungskraft geschw&auml;cht und durch ein Gesetz zur unbegrenzten Einwanderung entwertet und &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1923.thesenpapier-linke-einwanderungspolitik.html\">Fabio De Masi<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Es geht mir doch nicht um eine neue Partei&ldquo;<\/strong><br>\nInterview Es gibt ein gro&szlig;es Potenzial f&uuml;r eine Sammlungsbewegung gegen den Rechtsruck, sagt Linken- Fraktionschefin Sahra Wagenknecht [&hellip;]<br>\nIhrer Sammlungsbewegung soll eine Partei wie die Linke die Wahllisten &ouml;ffnen, w&auml;hrend jene Plattform auf die SPD zielt und diese noch nicht aufgegeben hat. Gibt es sonst Differenzen?<br>\nEine Sammlungsbewegung lebt davon, dass sich Menschen zusammenschlie&szlig;en, die in bestimmten Fragen durchaus unterschiedliche Meinungen haben. Aber in den Kernbereichen, der Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik und dem Weg der SPD, dem Wunsch nach sozialen statt neoliberalen Reformen, der Kritik am globalen Finanzkapitalismus sowie der Forderung nach einer neue Entspannungspolitik, da sollte es Gemeinsamkeiten geben, denn das m&uuml;ssen ja die zentralen Anliegen einer solchen Bewegung sein.<br>\nSteht beim Parteitag in Leipzig schon die Frage an, ob die Linke einer Sammlungsbewegung tats&auml;chlich die Listen &ouml;ffnen w&uuml;rde?<br>\nNein, die steht vor Bundestagswahlen an. Jetzt geht es um einen &ouml;ffentlichen Aufschlag, damit wir &uuml;berhaupt wieder den &ouml;ffentlichen Diskurs mit linken Themen mitbestimmen und eine Situation beenden k&ouml;nnen, in der die Rechte uns ihre Themen aufzwingt. Es muss um all das gehen, wof&uuml;r im Wahlkampf mitunter sogar die CDU Verbesserungen versprochen hat: Pflege, bessere Bildung, soziale Sicherheit, h&ouml;here Renten. Kampf gegen prek&auml;re Jobs und Armutsl&ouml;hne. Das spielt zur Zeit alles eine viel zu geringe Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/es-geht-mir-doch-nicht-um-eine-neue-partei\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43722","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43722","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43722"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43722\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43726,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43722\/revisions\/43726"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43722"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43722"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43722"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}