{"id":4375,"date":"2009-12-01T09:08:18","date_gmt":"2009-12-01T08:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4375"},"modified":"2009-12-01T09:08:18","modified_gmt":"2009-12-01T08:08:18","slug":"hinweise-des-tages-1032","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4375","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Studien des IMK zur EU-Dienstleistungsrichtlinie, zur Verteilung der Arbeitszeit, zu den Arbeitskosen, zur Entwicklung der Sparquote; Kreditgeber der &ouml;ffentlichen Hand; Testament f&uuml;r Finanzkolosse; Mehrwertsteuerbetrug; schmutzige E-Mobiles; Europ&auml;ische Union zeigt Bremsspuren; die Neue im Kabinett; Afghanistan; prek&auml;re Besch&auml;ftigung an den Unis; Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems; zu guter Letzt: Becks Weihnachtssymphonie. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">EU-Dienstleistungsrichtlinie: Arbeitnehmerrechte gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Kluge Verteilung der Arbeitszeit federt Krisenfolgen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Deutsche Arbeitskosten bleiben zur&uuml;ck &ndash; Exporteure gest&auml;rkt, Wachstum geschw&auml;cht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Maschinenbau: Die Kernsubstanz erhalten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Zur Entwicklung der Sparquoten der privaten Haushalte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Wer h&auml;lt eigentlich die Staatsschulden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Finanz-Kolosse sollen ihr Testament machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">&Ouml;sterreich: 250 Milliarden Euro Schaden mit Mehrwertsteuer-Betrug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Elektroauto: Schmutzige Innovation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Europa geht schwanger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Nachtrag zu &ldquo;Made in Germany schl&auml;gt billigeres Ausland&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Niedrige Arbeitskosten: &Ouml;konomen kritisieren deutsche L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Jeder Zehnte auf soziale Mindestsicherung angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Kristina K&ouml;hler &bdquo;Hoffnungsstrahl f&uuml;r die Rechten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Kundus ist nicht Castrop-Rauxel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Obamas Afghanistan-Pl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">&bdquo;Lassen wir das Kind wieder Kind sein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse von Wissenschaftlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Europ&auml;ische Union: Erste Bremsspuren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Zu guter Letzt: LaLeLu &ndash; Weihnachtssymphonie von Kurt Beck<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4375&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU-Dienstleistungsrichtlinie: Arbeitnehmerrechte gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nZum Jahresende l&auml;uft die Frist f&uuml;r die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie in nationales Recht aus. Arbeitnehmern entstehen soziale Risiken, zeigt eine Studie. Die Dienstleistungsrichtlinie soll den Handel mit grenz&uuml;berschreitenden Dienstleistungen erleichtern. Bis zum Jahresende haben die EU-Mitgliedstaaten Zeit, sie in nationales Recht zu gie&szlig;en. Unter dem Strich zeigt sich: Die Richtlinie gef&auml;hrdet die Rechte nach Deutschland entsandter Arbeitnehmer. Denn das Arbeitnehmer-Entsendegesetz, das diese Besch&auml;ftigten vor Lohn- und Sozialdumping sch&uuml;tzen soll, greift nur in einigen Branchen wie dem Baugewerbe oder bei W&auml;schereidienstleistungen. Der einzig wirksame Schutz f&uuml;r alle Arbeitnehmer w&auml;re ein gesetzlicher Mindestlohn, so die Analyse.<br>\nF&uuml;r zus&auml;tzliche Unsicherheit sorgt, dass der Geltungsbereich der Richtlinie in weiten Teilen unklar bleibt. Zwar sind einige Branchen wie zum Beispiel Gesundheits- oder soziale Dienstleistungen ausgenommen worden. Doch deren Abgrenzung ist schwierig. Auch das Arbeitskampf- und Tarifvertragsrecht sollen von der Dienstleistungsrichtlinie nicht ber&uuml;hrt werden &ndash; allerdings unter Vorbehalt der Wahrung des Gemeinschaftsrechts. Eine problematische Regelung, wenn der Europ&auml;ische Gerichtshof die Dienstleistungsfreiheit &uuml;ber die sozialen Grundrechte der B&uuml;rger stellt, wie j&uuml;ngst in einigen Urteilen geschehen. Um eine weitere Gef&auml;hrdung dieser Rechte zu verhindern, muss die Klarstellung, dass das Recht auf Tarifverhandlungen und Streikma&szlig;nahmen nach innerstaatlichem Recht und Gepflogenheit unber&uuml;hrt bleibt, unmittelbarer Bestandteil des EU-Vertragstextes werden, empfehlen die Autoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_18_7.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 60 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kluge Verteilung der Arbeitszeit federt Krisenfolgen ab<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft leidet im Vergleich zu anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern oder den USA besonders unter der Wirtschaftskrise. Von Anfang 2008 bis Sommer 2009 schmolz nur in Italien das Bruttoinlandsprodukt noch st&auml;rker. Trotzdem hat die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik kaum zugenommen, ganz im Gegensatz zu den anderen westlichen Industriel&auml;ndern. Als Instrument gegen die Krise wird von der &Ouml;ffentlichkeit vor allem die staatlich gef&ouml;rderte Kurzarbeit wahrgenommen. Die Kurzarbeit hat in der Tat einen erheblichen Beitrag zum Besch&auml;ftigungserhalt geleistet, das best&auml;tigen auch die Wissenschaftler des WSI &ndash; in der praktischen Bedeutung aber rangiere sie hinter den Arbeitszeitkonten. Nur jeder f&uuml;nfte Betrieb setzte Kurzarbeit ein. Das &ldquo;deutsche Arbeitsmarktwunder&rdquo;, von dem Forscher des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sprechen, beruht demnach nicht allein auf dem Kurzarbeitergeld. &ldquo;Die Unternehmen haben zahlreiche kleine Stellschrauben bedient&rdquo;, sagt Claudia Bogedan vom WSI. Die Vielfalt der eingesetzten Instrumente war f&uuml;r die Experten &uuml;berraschend. Dass diese zum Einsatz kamen, d&uuml;rfte auch an der eingespielten Zusammenarbeit von Management und Betriebsr&auml;ten in den betroffenen Branchen liegen. Das ist ein Grund daf&uuml;r, warum die Unternehmen den von der Finanzkrise ausgel&ouml;sten Stresstest bislang so gut bestanden haben, so das WSI.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_18_4-5.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 98 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitskosten bleiben zur&uuml;ck &ndash; Exporteure gest&auml;rkt, Wachstum geschw&auml;cht<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr sind die Arbeitskosten der deutschen Wirtschaft schw&auml;cher gestiegen als in den meisten anderen L&auml;ndern Europas. Deutschland bleibt so weiterhin in hohem Ma&szlig;e von der Entwicklung der Weltwirtschaft abh&auml;ngig. Lohnzur&uuml;ckhaltung steigert zwar die Wettbewerbsf&auml;higkeit und damit die Exporte. Gleichzeitig schw&auml;cht sie jedoch die Binnennachfrage. &bdquo;F&uuml;r kleine offene Volkswirtschaften mit sehr hohen Export- und Importquoten wie die Niederlande und &Ouml;sterreich kann das dennoch eine erfolgreiche Strategie sein&ldquo;, erl&auml;utert das IMK. In einem gro&szlig;en Land wie Deutschland funktioniert sie jedoch nicht: Die Wachstumsgewinne des Exports k&ouml;nnen die Verluste aus der Binnenwirtschaft nicht kompensieren &ndash; noch nicht einmal beim Exportweltmeister.<br>\nF&uuml;r die n&auml;chste Zukunft gilt: Entwickeln sich die deutschen Arbeitskosten wieder nur schwach, w&uuml;rde das die Exportorientierung der deutschen Wirtschaft verfestigen &ndash; und damit die globalen Ungleichgewichte. Diese sind jedoch eine der Wurzeln der Weltwirtschaftskrise. &bdquo;Vor diesem Hintergrund sollte die aktuelle Entwicklung nicht zum Anlass genommen werden, die L&ouml;hne weiter unter Druck zu setzen&ldquo;, so die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_19_4-5.pdf\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 266 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Maschinenbau: Die Kernsubstanz erhalten<\/strong><br>\nDer Maschinenbau ist das Zugpferd des Exportweltmeisters Deutschland und gr&ouml;&szlig;ter Industriezweig &ndash; noch vor der Automobilwirtschaft. Die Exportquote liegt bei 60 Prozent. Umso massiver sind die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise f&uuml;r die Branche. 30 000 Arbeitspl&auml;tze von insgesamt 936 000 sind nach Sch&auml;tzungen der IG Metall bereits abgebaut worden, 40 000 weitere sind akut gef&auml;hrdet. Nach Prognosen der Commerzbank wird die Produktion im Maschinenbau im kommenden Jahr zwar wieder um f&uuml;nf Prozent zulegen, die Besch&auml;ftigung aber um rund ein F&uuml;nftel sinken. Ein Dammbruch, den &ndash; wenn er denn eintritt &ndash; Gewerkschaft und Betriebsr&auml;te nicht allein aufhalten k&ouml;nnen. Die IG Metall hat daher ein Memorandum &ldquo;Zukunftsbranche Maschinenbau&rdquo; verabschiedet.<br>\nDas Memorandum hebt zun&auml;chst hervor, dass es sich bei der aktuellen Krise im Maschinenbau um eine Nachfragekrise handelt, die auch die Existenz strukturell gesunder und profitabler Unternehmen gef&auml;hrde. Vordringlichste Aufgabe ist es daher aus Sicht der Gewerkschaft, diese Substanz &ndash; zu der vor allem die gut ausgebildeten Facharbeiter und Ingenieure z&auml;hlen &ndash; zu erhalten, bis die Krise &uuml;berstanden ist. Zum Beispiel &uuml;ber kurzfristige Instrumente wie Kurzarbeit oder Arbeitszeitverk&uuml;rzungen, jeweils zugeschnitten auf die konkrete betriebliche Situation, um Besch&auml;ftigung zu sichern. Dar&uuml;ber hinaus fordert die IG Metall eine aktive Kreditvergabe der Banken, abgest&uuml;tzt durch staatliche B&uuml;rgschaften. Auch hierbei m&uuml;sse der Erhalt von Arbeitspl&auml;tzen ein entscheidendes Kriterium sein, hei&szlig;t es im Memorandum. Mittelfristig gelte es dann, die Innovationsf&auml;higkeit der Branche zu bewahren. Der Bundesregierung bietet die IG Metall Unterst&uuml;tzung bei der Ausarbeitung eines Konzepts zur Zukunftssicherung des Maschinenbaus an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/107_99832.html?cis_mode=print\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zur Entwicklung der Sparquoten der privaten Haushalte<\/strong><br>\nSeit dem Jahr 2001 ist die Sparquote aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR), wieder kontinuierlich angestiegen, nachdem sie zuvor von 1991 an stetig gefallen war. Da dieser Anstieg eher unerwartet war, ist die Frage von besonderem Interesse, ob sich die Sparquote &uuml;ber die gesamte Bev&ouml;lkerung hinweg erh&ouml;ht hat oder ob der Anstieg der aggregierten<br>\nSparquote der Tatsache geschuldet ist, dass sich das Sparverhalten bestimmter sozio&ouml;konomischer Gruppen im letzten Jahrzehnt unterschiedlich entwickelt hat. Datengrundlage des Projekts sind die Haushaltsdaten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) f&uuml;r die Jahre 1995 bis 2007.<br>\nDie Analyse der SOEP-Haushaltssparquoten, differenziert nach verschiedenen sozio&ouml;konomischen Merkmalen, zeigt:<br>\nDie Haushaltssparquoten entwickeln sich je nach Erwerbsstatus des Haushaltsvorstands sehr unterschiedlich. Eine Unterscheidung nach Altersklassen ist dagegen nicht sehr aufschlussreich. Der beobachtete Anstieg der aggregierten Sparquote ist alleine auf das ver&auml;nderte Sparverhalten der Haushalte im obersten Einkommensquartil zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, w&auml;hrend die Sparquoten der Haushalte in den anderen drei Einkommensquartilen tendenziell gefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_wp_10_2009.pdf\">IMK Working Paper 10\/2009 [PDF &ndash; 125 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wer h&auml;lt eigentlich die Staatsschulden?<\/strong><br>\nWeil es mich mal selbst interessiert hat, bei wem der deutsche Staat eigentlich genau mit wieviel in der Kreide steht, habe ich mir auf die Schnelle folgende Aufstellung aus diversen BuBa-Berichten gebastelt. Ohne Anspruch auf Exaktheit (give or take ein paar Milliarden), m&uuml;sste das Bild ungef&auml;hr wie folgt aussehen:\n<p><a style=\"border: 0\" href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/staatschulden.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border: 0\" width=\"475\" src=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/staatschulden.jpg\" alt=\"Staatsschulden\" title=\"Deutschland, deine Gl&auml;ubiger (f&uuml;r Vergr&ouml;&szlig;erung klicken, Quelle: Bundesbank, eigene Berechnungen)\"><\/a><\/p>\n<p class=\"reference\">F&uuml;r Vergr&ouml;&szlig;erung <a style=\"border: 0\" href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/staatschulden.jpg\">klicken &hellip;<\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.weissgarnix.de\/2009\/11\/26\/wer-halt-eigentlich-die-staatsschulden\/\">Weissgarnix<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanz-Kolosse sollen ihr Testament machen<\/strong><br>\nDie internationale Finanzaufsicht hat 30 Banken und Versicherer angewiesen, Notfallpl&auml;ne auszuarbeiten. Bei einem Kollaps k&ouml;nnten die systemrelevanten Unternehmen so schneller abgewickelt werden, berichtet die &ldquo;Financial Times&rdquo;. Auch Deutsche Bank und Allianz stehen auf der Liste.<br>\n14 der Banken haben ihren Sitz demnach in Europa, f&uuml;nf in Nordamerika und vier in Japan.<br>\nDas FSB verlangt den Berichten zufolge von den Banken und Versicherern auf der Liste, Abwicklungspl&auml;ne oder &ldquo;Testamente&rdquo; auszuarbeiten.<br>\nDie Deutsche Bank und die Allianz r&uuml;cken in den Fokus der neu ausgerichteten internationalen Finanzaufsicht. Das Financial Stability Board (FSB) habe die beiden gr&ouml;&szlig;ten deutschen Finanzunternehmen auf die Liste von Finanzkonzernen gesetzt, die &uuml;ber L&auml;ndergrenzen hinweg beaufsichtigt werden sollen, berichtet die &ldquo;Financial Times&rdquo; unter Berufung auf eine entsprechende Aufstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,664290,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>250 Milliarden Euro Schaden mit Mehrwertsteuer-Betrug<\/strong><br>\nIm Karussellbetrug ist der Autohandel Marktf&uuml;hrer. In den vergangenen drei Jahren deckte die &ouml;sterreichische Finanz 135 F&auml;lle mit 235,5 Millionen &euro; Schaden auf.<br>\nDer sogenannte Karussellbetrug feiert in der EU fr&ouml;hliche Urst&auml;nde. Mindestens 250 Milliarden &euro; Steuereinnahmen entgehen j&auml;hrlich den Finanzbeh&ouml;rden der EU-Staaten durch Warenlieferketten, bei denen die Drahtzieher die Mehrwertsteuer nicht abf&uuml;hren oder sich einen Vorsteuerabzug und andere Abgabenr&uuml;ckverg&uuml;tungen erschleichen. Bei diesen Straftaten steht der Missbrauch der Umsatzsteueridentifikationsnummern (UID) im Mittelpunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsblatt.at\/home\/international\/wirtschaftspolitik\/399788\/index.do?_vl_backlink=\/home\/index.do&amp;_vl_pos=10.2.DT\">Wirtschaftsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie hoch mag erst der Schaden in Deutschland sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schmutzige Innovation<\/strong><br>\nEs gibt unter Verkehrs- und Energiewissenschaftlern erhebliche Zweifel, ob das E-Mobil tats&auml;chlich eine nachhaltige Alternative sein kann. Dies wurde auch bei einer Konferenz deutlich, die die Linksfraktion im Europaparlament am Sonnabend in Hamburg veranstaltete. Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine im Auftrag der Fraktion erstellte Studie der Verkehrswissenschaftler Axel Friedrich und Rudolf Petersen mit dem Titel: &raquo;Der Beitrag des Elektroautos zum Klimaschutz&laquo;. F&uuml;r den fr&uuml;heren Verkehrsdirektor des Umweltbundesamtes Friedrich sind E-Mobile nichts weiter als &raquo;Nachtspeicher&ouml;fen mit vier R&auml;dern&laquo;, die nicht geeignet seien, einen effektiven Beitrag f&uuml;r den Klimaschutz zu leisten. Der beim Wuppertal Institut f&uuml;r Klima, Umwelt, Energie t&auml;tige Petersen glaubt ebenfalls nicht an die Zukunft der neuen Antriebsart. Im Gegenteil: &raquo;Wer kurzfristig auf Elektroantrieb setzt, unterst&uuml;tzt die Kohle- und Atomindustrie.&laquo; Der Schl&uuml;ssel f&uuml;r eine bessere Energiebilanz des Individualverkehrs liege vielmehr im umfassenden &raquo;Downsizing&laquo;, beispielsweise durch kleinere Autos in Leichtbauweise, schmalere Reifen und die Erh&ouml;hung des Antriebswirkungsgrades.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-01\/014.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em>Siehe hierzu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>E-Mobil-Wirkungsgrad: Reden wir mal &uuml;ber 12 Prozent<\/strong><br>\nWas bleibt also &uuml;brig vom Kraftwerk bis zur Stra&szlig;e beim ach so umweltfreundlichen, klimaschonenden Elektroantrieb? &ndash; 55 Prozent von 22 Prozent ergeben 12 Prozent (in Worten: Zw&ouml;lf Prozent). Der Rest ist futsch, verpufft, wird als CO2 in die Atmosph&auml;re entlassen, geht als wertvoller Rohstoff unwiederbringlich verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.motor-kritik.de\/common\/09021805.htm\">Motor-Kritik von Wilhelm Hahne<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Europa geht schwanger<\/strong><br>\nWas droht ist ein Europa, in dem sozial Minderwertige in Ghettos gepfercht werden, sosehr, dass die heutigen Banlieues wie kleine Idylle wirken. Was am Horizont schimmert ist ein Europa der Moslemfeindlichkeit, wo Moslems vielleicht noch wohnen d&uuml;rfen, jedoch nicht frei und gleich, sondern unter den Argusaugen der abendl&auml;ndischen H&uuml;ter, mit Einreisevertrag und dem Damoklesschwert der stets m&ouml;glichen Ausweisung &uuml;ber den K&ouml;pfen. Es schimmert uns ein Europa entgegen, in dem junge Menschen ohne Aufgabe zwangsrekrutiert, interniert, zur Disziplin verpflichtet werden &ndash; auch das stand schon auf dem Plan eines europ&auml;ischen Landes. Es erwartet uns ein Europa der straffen Z&uuml;gel, in dem die V&ouml;lker auf Linie getrimmt werden, kleiner Spielraum links und rechts der Linie anerkennend, in dem gedacht wird, was gedacht werden soll. Kurz und schlecht: Ein Europa der Unmenschlichkeit, wo Menschenrechte zwar existieren, nicht aber allzu ernst genommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/11\/europa-geht-schwanger.html\">Ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nachtrag zu <a href=\"?p=4341#h08\">&ldquo;Made in Germany schl&auml;gt billigeres Ausland&ldquo;<\/a> vom 17.11.2009<\/strong><br>\nDer folgende Link enth&auml;lt ein Statement von Dr. Willi Fuchs zum VDI-Pressegespr&auml;ch &ldquo;Neue Studie &ndash; Produktionsverlagerung in der Krise&rdquo; am 16.11.2009 in D&uuml;sseldorf und eine Zusammenfassung der Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.vdi.de\/6390.98.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=48726&amp;tx_ttnews[backPid]=6385&amp;cHash=e0d0c2b7e3\">VDI<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.vdi.de\/uploads\/media\/Studie_Produktionsverlagerung.pdf\">Studie Produktionsverlagerungen in Zeiten der Krise [PDF &ndash; 320 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Niedrige Arbeitskosten: &Ouml;konomen kritisieren deutsche L&ouml;hne<\/strong><br>\nIm europ&auml;ischen Vergleich sind die Arbeitskosten in Deutschland geringer gestiegen. Das ist gut f&uuml;r die Konkurrenzf&auml;higkeit, aber schlecht f&uuml;r die Binnennachfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/oekonomen-kritisieren-deutsche-loehne\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jeder Zehnte auf soziale Mindestsicherung angewiesen<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten am Jahresende 2007 in Deutschland 8,1&nbsp;Millionen Menschen Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme. Damit war rund jeder zehnte in Deutschland lebende Mensch (9,8%) auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Insgesamt wurden 2007 f&uuml;r diese Leistungen 41,6&nbsp;Milliarden Euro ausgegeben.<br>\nDie Transferleistungen der sozialen Mindestsicherungssysteme sind finanzielle Hilfen des Staates, die zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts dienen. Dazu z&auml;hlen folgende Leistungen:\n<ul>\n<li>Arbeitslosengeld II\/Sozialgeld nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo;),<\/li>\n<li>Laufende Hilfe zum Lebensunterhalt au&szlig;erhalb von Einrichtungen nach dem SGB XII &bdquo;Sozialhilfe&ldquo;,<\/li>\n<li>Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem SGB XII &bdquo;Sozialhilfe&ldquo;,<\/li>\n<li>Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz und<\/li>\n<li>Leistungen der Kriegsopferf&uuml;rsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie im Vorjahr wurden diese Leistungen auch 2007 in den Stadtstaaten und in den neuen Bundesl&auml;ndern h&auml;ufiger in Anspruch genommen. In Berlin erhielt jeder F&uuml;nfte (19,9%) finanzielle Hilfen zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts. Am seltensten nahmen die Menschen in den s&uuml;dlichen Bundesl&auml;ndern entsprechende Unterst&uuml;tzung in Anspruch. Dort bezog am Jahresende 2007 rund jeder Zwanzigste (Bayern: 5,0%; Baden-W&uuml;rttemberg: 5,4%) Leistungen der Mindestsicherungssysteme.<br>\nInsgesamt rund 7,0&nbsp;Millionen Menschen waren am Jahresende2007 auf &bdquo;Hartz-IV-Leistungen&ldquo; angewiesen. Davon waren rund drei Viertel (73%) erwerbsf&auml;hig und bezogen Arbeitslosengeld II, rund ein Viertel (27%) war nicht erwerbsf&auml;hig und erhielt Sozialgeld. F&uuml;r unmittelbare Leistungen zur Deckung des Lebensunterhalts wurden im Verlauf des Jahres&nbsp;2007 rund 36,3&nbsp;Milliarden Euro ausgegeben.<br>\nLaufende Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Rahmen der Sozialhilfe nach dem SGB XII bezogen am Jahresende2007 etwa 821&nbsp;000 Menschen. Die Sozialhilfe bildet das soziale Auffangnetz f&uuml;r bed&uuml;rftige &auml;ltere Menschen sowie f&uuml;r Personen, die aufgrund von Krankheit oder einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung nicht mehr ins regul&auml;re Erwerbsleben integriert werden k&ouml;nnen, sowie f&uuml;r deren im Haushalt lebende Kinder unter 15&nbsp;Jahren. Insgesamt wurden f&uuml;r diese Leistungen rund 4,1&nbsp;Milliarden Euro brutto ausgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/11\/PD09__458__221,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kristina K&ouml;hler &bdquo;Hoffnungsstrahl f&uuml;r die Rechten&ldquo;<\/strong><br>\n&nbsp;&ldquo;Kristina K&ouml;hler ist jung, attraktiv und erfolgreich. Die Benennung&nbsp;der dynamischen Soziologin zur Familienministerin gibt der&nbsp;schwarz-gelben Koalition neuen Glanz&rdquo;, wei&szlig; der K&ouml;lner Stadt-Anzeiger. &ldquo;Jung, telegen und&nbsp;aus Hessen&rdquo;, so die KR. Aus Hessen ist auch der evangelische Pfarrer&nbsp;Hans Christoph Stoodt, engagiert in der Anti-Nazi-Koordination&nbsp;Frankfurt. F&uuml;r KStA- und KR-Leser hier seine&nbsp;von der Redaktion erg&auml;nzten Informationen &uuml;ber die Soziologin, die laut Angela Merkel &ldquo;bislang eher im Bereich Integration t&auml;tig gewesen sei&rdquo;, so die ZEIT.<br>\nEs existiert &ndash; au&szlig;er Dissertation und einer kurzen Rezension &ndash; kein l&auml;ngerer Aufsatz, kein Buch, nichts greifbar-programmatisch Schriftliches von K&ouml;hler, sieht man von Pressemitteilungen und &Auml;hnlichem ab. Schon gar nichts Wesentliches zu den Ressorts Familie, Senioren, Frauen und Jugend ihres k&uuml;nftigen Ministeriums. Politikwissenschaftlich ist sie aber offenbar eine gl&uuml;hende Verehrerin der beiden &ldquo;Extremismusforscher&rdquo; Backes &amp; Jesse, die auch im Hintergrund des j&uuml;ngsten politischen Erfolges K&ouml;hlers stehen d&uuml;rften: Sie erreichte im Bundestag die Zusammenstreichung staatlicher Mittel gegen Rechtsextremismus-Projekte sowie deren Zusammenlegung zu Mitteln gegen &ldquo;Links-, Rechts- und Islam-Extremismus&rdquo;.<br>\nVor allem aber qualifizierte sich Frau K&ouml;hler wohl im Wahlkampf zur Landtagswahl Hessen 2008 f&uuml;r ihren neuen Job, indem sie, wie oben erw&auml;hnt &ndash; als Unterst&uuml;tzerin von Roland Koch &ndash; die Zunahme &ldquo;deutschenfeindlicher Gewalt&ldquo; von Ausl&auml;ndern auch zu ihrem Thema machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=14540\">Neue Rheinische Zeitung<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das schwarze Netz von Frau Doktor<\/strong><br>\nKristina K&ouml;hler hat trotz Bundestagsmandat promoviert. Ohne ihr Netzwerk aus Uni, Politik und privatem Umfeld w&auml;re die Ministerin aber nicht Frau Doktor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/779\/496098\/text\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kundus ist nicht Castrop-Rauxel<\/strong><br>\nAuch der neue Verteidigungsminister Guttenberg wird aus der Aff&auml;re nicht ohne Schrammen herauskommen. Es gibt S&auml;tze, die sind wie zu enge Parkl&uuml;cken: Rein kommt man gerade noch, aber dann gehts nicht mehr vor und nicht zur&uuml;ck, und raus nur noch mit Schrammen. Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich dergestalt selbst eingeklemmt. Der neue Verteidigungsminister hat kurz nach Amtsantritt die Tanklaster-Bombardierung von Kundus einer eigenen Bewertung unterzogen. Er hat einger&auml;umt, dass der deutsche Kommandeur vor Ort den Befehl gab, ohne sich an alle Einsatzregeln zu halten. Er hat das Bombardement gleichwohl als &bdquo;milit&auml;risch angemessen&ldquo; bewertet. Und er hat den Satz zu viel gesagt: &bdquo;Selbst wenn es keine Verfahrensfehler gegeben h&auml;tte, h&auml;tte es zum Luftschlag kommen m&uuml;ssen.&ldquo; Dieses &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo; h&auml;ngt ihm jetzt nach. Guttenberg hat nie erkl&auml;rt, wieso er nach Lekt&uuml;re des Nato-Berichts &uuml;ber den Vorfall zu diesem Schluss kam. Alle anderen, die den Geheimbericht kennen, leiten daraus eher das Gegenteil ab.<br>\nDas Kl&uuml;gste w&auml;re gewesen, er h&auml;tte gleich von Anfang an geschwiegen. Es gab keinen Zwang, den Fall Kundus neu zu bewerten &ndash; der Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren h&auml;tte Schweigen gerechtfertigt. Der Neue im Bendlerblock wollte sich vom Vorg&auml;nger absetzen. Der war oft zu z&ouml;gerlich, zu bedenkentr&auml;gerisch, zu langsam; auch das hat ihn am Ende das Amt gekostet. Guttenberg war zu schnell. Es wird ihn nicht das Amt kosten. Aber es droht sehr h&auml;ssliche Kratzer auf dem Lack zu hinterlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Kundus-Afghanistan-Guttenberg-Tanklaster;art141,2963779?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Obamas Afghanistan-Pl&auml;ne<\/strong><br>\nMehr Truppen und einen Zeitplan f&uuml;r den Abzug: Das ist der Kern der neuen Afghanistan-Strategie von US-Pr&auml;sident Barack Obama. Um den Kampf gegen die radikalislamischen Taliban zu gewinnen, schickt Washington etwa 30.000 zus&auml;tzliche Soldaten nach Kabul. Auch die Verb&uuml;ndeten sollen sich st&auml;rker engagieren. Zudem soll der Druck auf die afghanische Regierung verst&auml;rkt werden, endlich eine eigene schlagkr&auml;ftige Truppe aufzubauen. Nach der neuen Strategie haben die US-Truppen dreierlei Aufgaben: El-Kaida-Terroristen ausschalten, die Taliban bek&auml;mpfen sowie die afghanische Armee ausbilden, damit sie sp&auml;ter den Kampf &uuml;bernehmen kann. Zugleich will Washington Pr&auml;sident Hamid Karsai dazu bewegen, Korruption zu bek&auml;mpfen und wirtschaftliche Entwicklung zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2113239&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schon die alten R&ouml;mer kannten das Ph&auml;nomen: Der Berg krei&szlig;te und gebar eine Maus (Horaz). Bei aller Wertsch&auml;tzung Obamas, so neu und vor allem sonderlich &uuml;berzeugend ist die &ldquo;neue&rdquo; Strategie nicht. Der Kampf gegen Al Qaida war schon immer Kriegsziel, der Kampf gegen die Taliban als Unterst&uuml;tzer der Taliban wurde vor einigen Wochen von Hillary Clinton in einer wichtigen Rede erneut best&auml;tigt. Und dass die Afghanen allm&auml;hlich die ausl&auml;ndischen Truppen abl&ouml;sen sollen, ist auch schon zu uns gedrungen. Das mit dem Zeitplan wissen wir schon von General Stanley McChrystal. Unsch&ouml;n aber realistisch ist die Konsequenz des Zeitplans. Er wird auf jeden Fall eingehalten, egal ob die afghanische Regierung eine schlagkr&auml;ftige Truppe aufgebaut hat oder Hamid Karsai erfolgreich die Korruption bek&auml;mpft hat (ha, ha &hellip;). Auch mit einer etwas reduzierten Erh&ouml;hung der amerikanischen Truppenkontingents gegen&uuml;ber der urspr&uuml;nglichen Forderung McChrystals war zu rechnen. Milit&auml;risch macht dieser Plan wenig her. Die Taliban haben nicht nur milit&auml;risch an Terrain gewonnen und werden in einem Guerillakrieg von einer Aufstockung der ISAF-Kr&auml;fte von 100.000 auf 135.000 Mann &ndash; wie viel K&auml;mpfer? &ndash; kaum herausgefordert. Sie werden sich ja nicht einer Feldschlacht stellen, siehe Vietnam. Wir k&ouml;nnen nur hoffen, dass wir von Bildern wie zuletzt in Saigon verschont bleiben: Ein Hubschrauber an dem eine Menschentraube h&auml;ngt, die nur noch Eines will, hinaus.<br>\nAber wahrscheinlich ist die Frage nach dem milit&auml;rischen Sinn der &bdquo;neuen&ldquo; Strategie schon falsch, denn das M&auml;uslein ist kein M&auml;uslein, sondern ein veritabler Kompromiss. Mehr Truppen f&uuml;r die Hardliner im Lande und den Zeitplan f&uuml;r die zunehmende Zahl an Weicheiern (Kritikern). Jetzt gilt es nur noch den richtigen patriotischen Ton zu treffen, aber das lernen die US-Boys schon mit der Muttermilch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&laquo;Lassen wir das Kind wieder Kind sein&raquo;<\/strong><br>\nJ&uuml;rg Jegge findet, man solle die St&auml;rken der Kinder f&ouml;rdern, statt ihre Schw&auml;chen zu betonen. Sein neues Buch ist ein Hieb gegen den Neoliberalismus, ein Aufruf gegen die Angst und voll Humor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/leben\/gesellschaftLassen-wir-das-Kind-wieder-Kind-sein\/story\/23022731\">Tagesanzeiger (CH)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse von Wissenschaftlern<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigungsbedingungen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in Deutschland durch Instabilit&auml;t, nicht ad&auml;quate Anerkennung der Leistungen und fehlende Karriereplanung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten gekennzeichnet. Der Wissenschaftsbereich scheint sich zu einem besonderen Experimentierfeld f&uuml;r die Flexibilit&auml;t der Besch&auml;ftigten zu entwickeln. So kann es sogar passieren, dass bestimmte Forschungsfelder und -leistungen nicht stabil entwickelt bzw. fortgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Ist das in einer Zeit, in der die gesellschaftliche Entwicklung mehr und mehr vom Zuwachs wissenschaftlicher Erkenntnisse und von deren produktiver Umsetzung abh&auml;ngt, akzeptabel?<br>\nIm Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie (KIT) bildete sich der Arbeitskreis &ldquo;Befristete Arbeitsvertr&auml;ge&rdquo; AKBA, um L&ouml;sungen f&uuml;r eines der Hauptprobleme von KIT-Besch&auml;ftigten zu erarbeiten und bekannt zu machen.<br>\nIn mehreren Beitr&auml;gen wird die gegenw&auml;rtige Situation analysiert und mit den Anforderungen verglichen, die an Deutschland als Teil der Europ&auml;ischen Union gestellt werden, und es werden Anst&ouml;&szlig;e gegeben, wie den Herausforderungen begegnet werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hikwww1.fzk.de\/br\/content\/verdiWeb\/AktuelleThemen\/Zeitvertrag\/zeitvertrag.html\">ver.di im KIT<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>St&uuml;tze f&uuml;r Dozenten<\/strong><br>\nAn Th&uuml;ringer Universit&auml;ten werden Studierende von Sozialhilfebeziehern ausgebildet. Doch die betroffenen Lehrkr&auml;fte wehren sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-01\/025.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems<\/strong><br>\nDas dreigliedrige Schulsystem ist hierzulande etabliert. Dabei ist vor allem das Gymnasium fast unangreifbar. Der kommende Volksentscheid in Hamburg zeigt, dass es offensichtlich eine gro&szlig;e Zahl von Wahlberechtigten gibt, die das Gymnasium m&ouml;glichst stark halten wollen. Um so dringendere ist es notwendig, sich &uuml;ber Hintergr&uuml;nde und falschen Annahmen des dreigliedrigen Schulsystems klar zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Bildungsstreik\/schulstruktur.php\">studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Erste Bremsspuren<\/strong><br>\nAm heutigen Dienstag beginnt eine neue Etappe der europ&auml;ischen Einigung. Nach fast zehn Jahren der politischen K&auml;mpfe und immer neuen Anl&auml;ufen tritt der Vertrag von Lissabon in Kraft. Der gro&szlig;e Gewinner ist das Europ&auml;ische Parlament &ndash; und damit die europ&auml;ische Demokratie. Ohne Europas Volksvertreter werden k&uuml;nftig so gut wie keine europ&auml;ischen Gesetze und Regeln mehr beschlossen werden k&ouml;nnen. Sie werden &uuml;ber den Haushalt entscheiden und bei der Ernennung der Exekutiven, der Europ&auml;ischen Kommission, das letzte Wort haben. EU-Mitgliedstaaten wie Gro&szlig;britannien, Tschechien oder Polen jedoch werden wohl auch weiter auf ihre nationale Souver&auml;nit&auml;t pochen und sich vermutlich gegen weitere Schritte in Richtung europ&auml;ischer Integration sperren. Die Gefahr ist gro&szlig;, dass auch Deutschland, einst zusammen mit Frankreich der Motor der europ&auml;ischen Einigung, k&uuml;nftig eher zum Hindernis des Fortschritts wird.<br>\nDoch auch in der Runde der 27 Regierungschefs fehlt es an politischem Willen, die europ&auml;ische Einigung entschlossen voranzutreiben. Die Nominierung des glanzlosen Belgiers Herman Van Rompuy und der international unbekannten Britin Catherine Ashton f&uuml;r die beiden neuen Spitzen&auml;mter sind ein Beleg f&uuml;r das europapolitische Desinteresse der Regierungen. Es fehlen die gro&szlig;en Europ&auml;er. Schlimmer noch: Alles weist darauf hin, dass die Regierungen ohne weitere Vertiefung der Integration die Erweiterung der EU blind fortsetzen. Je gr&ouml;&szlig;er und heterogener die EU aber wird, je mehr sie sich in Richtung eines gesichtslosen Vielv&ouml;lkergebildes entwickelt, desto weniger werden die Menschen die notwendige europ&auml;ische Identit&auml;t, Zusammengeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl und Solidarit&auml;t entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2963696?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Autor des Artikels sch&auml;tzt die Lage in Europa als ziemlich verfahren ein und endet in dem bekannten, mittlerweile recht verzweifelt klingenden Appell: &ldquo;Europa wird nur dann Zukunft haben, wenn aus dem Europa der Regierungen ein Europa der B&uuml;rger wird.&rdquo; Dabei beinhaltet der Vertrag im Wesentlichen Verfahrensregelungen, die B&uuml;rger werden, wie gehabt, weiterhin nur als konkurrierende Marktteilnehmer im Binnenmarkt wahrgenommen. Der konkrete B&uuml;rger in seinem sozialen Alltag, eine st&auml;rkere Ausrichtung der EU auf eine innergesellschaftliche wie auch grenz&uuml;berschreitende Solidarit&auml;t, findet auch in diesem Vertragswerk nicht statt. Die EU hat bereits heute eine Heterogenit&auml;t erreicht, die eine weitere Vertiefung der Integration auch in dieser Hinsicht schier unm&ouml;glich macht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: LaLeLu &ndash; Weihnachtssymphonie von Kurt Beck<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lalelu.de\/wb\/pages\/media\/videos\/weihnachtspolitzyklus-bei-ottis-schlachthof.php\">LaLeLu<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Studien des IMK zur EU-Dienstleistungsrichtlinie, zur Verteilung der Arbeitszeit, zu den Arbeitskosen, zur Entwicklung der Sparquote; Kreditgeber der &ouml;ffentlichen Hand; Testament f&uuml;r Finanzkolosse; Mehrwertsteuerbetrug; schmutzige E-Mobiles; Europ&auml;ische Union zeigt Bremsspuren; die Neue im Kabinett; Afghanistan; prek&auml;re Besch&auml;ftigung an den Unis; Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems; zu guter Letzt:<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4375\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4375","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4375","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4375"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4375\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4375"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4375"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}