{"id":43756,"date":"2018-05-03T08:24:18","date_gmt":"2018-05-03T06:24:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756"},"modified":"2019-03-18T11:59:22","modified_gmt":"2019-03-18T10:59:22","slug":"hinweise-des-tages-3112","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h01\">Haushalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h02\">Kein deutscher Alleingang im Handelsstreit mit den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h03\">Oettinger hat sich verrechnet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h04\">Die besch&auml;mende Trag&ouml;die von Gaza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h05\">Bis es kracht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h06\">Drei Handwerksbranchen heben heute ihre Mindestl&ouml;hne an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h07\">Wenn vom Stundenlohn 1,77 Euro bleiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h08\">Gut am Gute-Kita-Gesetz ist lediglich der Titel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h09\">Betriebspr&uuml;fer bringen Fiskus 17,5 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h10\">Altlasten des &raquo;Euromaidan&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h11\">Italien, Frankreich und USA f&uuml;hren die Wada-Liste mit den meisten Dopingverst&ouml;&szlig;en an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h12\">Winziger Plastikm&uuml;ll: Mikroplastik breitet sich auch an Land aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h13\">Zum Gl&uuml;ck nur eine Amokfahrt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h14\">Kalte Wut, k&auml;mpf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43756#h15\">Bedingt gespr&auml;chsbereit: die ausgesperrte Bundeswehr und das PR-Eigentor der re:publica-Macher<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Haushalt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Investitionen: Die Null hat das Sagen<\/strong><br>\nOlaf Scholz ist, das kann man jetzt schon sagen, als Finanzminister ein Desaster. Er wird damit sehr erfolgreich sein<br>\nAls Finanzminister Olaf Scholz heute seinen Haushaltsentwurf f&uuml;r 2018 vorgestellt und die Finanzplanung bis 2022 pr&auml;sentiert hat, spielte er auf einer ganz eigenen rhetorischen Klaviatur, deren Spannbreite von knochentrocken floskelhaft bis hinauf zu sehr, sehr dr&ouml;ge reicht, gespickt mit seltenen Ans&auml;tzen eines lautlosen Schmunzelns. Es mag sein, dass Scholz denkt, so komme er dem Idealbild der Deutschen von einem Finanzminister nahe. Wahrscheinlich hat er damit sogar recht.<br>\nDoch das war blo&szlig; die Pr&auml;sentation. Der Inhalt dessen, was Scholz angek&uuml;ndigt hat, funktioniert leider sehr &auml;hnlich: Die schwarze Null, die sich Scholz ans Bein gebunden hat, das Absinken des Schuldenstands auf unter 60 Prozent des BIP, das er stolz verk&uuml;ndete. &Ouml;konomisch mag das sinnlos sein. Scholz rechnet damit, dass es politisch erfolgreich sein wird. Und wenn schon nicht f&uuml;r seine Partei, dann wenigstens f&uuml;r ihn selbst.<br>\nIm Koalitionsvertrag zwischen CDU\/CSU und SPD hie&szlig; es noch, man wolle &bdquo;investieren in die Zukunft&ldquo;. Es stellt sich heraus, dass das nicht w&ouml;rtlich gemeint war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/die-null-hat-das-sagen\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinkende Investitionen: Scholz&rsquo; neuer Haushalt ist fast schon ein Skandal<\/strong><br>\nWenn in einem Land wie Deutschland dauerhaft Steuer&uuml;bersch&uuml;sse anfallen, andererseits aber die Sch&uuml;ler im internationalen Vergleich bei der Bildung abgeh&auml;ngt bleiben, wenn alte Menschen in Pflegeheimen weggesperrt werden, die Wartelisten f&uuml;r Fach&auml;rzte lang sind, Flugh&auml;fen und Bahnh&ouml;fe nicht fertig werden, Bed&uuml;rftige auf Tafeln angewiesen und gro&szlig;fl&auml;chige Funkl&ouml;cher die Regel sind, dann regiert die gro&szlig;e Koalition am B&uuml;rger vorbei. Mal ganz davon abgesehen, das sich so der riesige Handelsbilanz&uuml;berschuss nicht abbauen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sinkende-investitionen-scholz-neuer-haushalt-ist-fast-schon-ein-skandal-1.3962886\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Steueraufkommen steigt auf 913 Milliarden Euro &ndash; Doch &bdquo;Schwarze Null&ldquo; k&ouml;nnte Spielraum f&uuml;r Koalitionsprojekte schnell zerst&ouml;ren<\/strong><br>\nDank guter Konjunktur sprudeln 2018 und in den kommenden Jahren die Steuern &ndash; sogar deutlich st&auml;rker als noch im November vom Arbeitskreis &bdquo;Steuersch&auml;tzungen&ldquo; prognostiziert. Deshalb k&ouml;nnen die von der gro&szlig;en Koalition geplanten priorit&auml;ren Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung, Wohnen und Infrastruktur nach gegenw&auml;rtigem Stand finanziert werden. Doch die Regierung hat keinen Plan f&uuml;r den Ernstfall, dass sich die Konjunktur sp&uuml;rbar eintr&uuml;bt, etwa in Folge eines weltweiten Handelskonflikts. Dann erg&auml;be sich bei einem Festhalten an der &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; bis 2022 ein K&uuml;rzungsbedarf von bis zu 55 Milliarden Euro. Damit m&uuml;ssten die priorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen weitgehend zur&uuml;ckgenommen werden oder Einsparungen an anderer Stelle erfolgen. Zu diesen Ergebnissen kommt die neue Steuersch&auml;tzung des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Eine sichere Basis f&uuml;r notwendige Investitionen sei in der gegenw&auml;rtigen Situation weitaus wichtiger als die unn&ouml;tige Festlegung auf einen ausgeglichenen Haushalt, mahnen die Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/14_113879.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Schaubild Scholz<\/strong><br>\nH&auml;tte der fr&uuml;here Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine Finanzplanung vorgelegt, in der die &ouml;ffentlichen Investitionen sinken, w&auml;re nat&uuml;rlich auch ein kurzer Aufschrei zu h&ouml;ren gewesen. Dieser h&auml;tte aber der sonderbaren Bewunderung nichts anhaben k&ouml;nnen, die Sch&auml;uble umgab, weil er doch die Schwarze Null verteidigte. Nun versucht Olaf Scholz seinem Vorg&auml;nger nachzueifern. Vermutlich, weil auch er bewundert werden m&ouml;chte, denn vern&uuml;nftig ist seine Haushaltspolitik ebenso wenig, wie die von Wolfgang Sch&auml;uble.<br>\nEine lange Nacht des Anschweigens und Orangensch&auml;lens brachte den Sozialdemokraten das Finanzministerium ein. Ein Erfolg, wie die Verhandlungsf&uuml;hrer immer wieder betonten. Eine Gruppe junger Sozialdemokraten im Bundestag legte sogar ein neues Positionspapier vor, in dem sie eine Abkehr von der Schwarzen Null und im Gegenzug deutlich mehr &ouml;ffentliche Investitionen forderten. Doch der Finanzminister denkt gar nicht daran, etwas zu ver&auml;ndern. Daf&uuml;r hat er auch die R&uuml;ckendeckung der neuen Parteivorsitzenden, Andrea Nahles, die es ablehnt, aus Profilierungsgr&uuml;nden das haushaltspolitische Prinzip der Schwarzen Null infrage zu stellen. (&hellip;)<br>\nEin haushaltspolitisches Prinzip ist die Schwarze Null aber mit Sicherheit nicht, sondern ein fataler Irrweg, der die Kosten in Gegenwart und Zukunft immer weiter in die H&ouml;he treibt. Es ist ja nicht so, dass der gigantische Investitionsstau der letzten Jahre auch nur ein St&uuml;ckweit kleiner geworden w&auml;re. Im Gegenteil. Wer Schulen, Br&uuml;cken und Krankenh&auml;user heute weiter verlottern l&auml;sst, muss morgen noch viel mehr Geld f&uuml;r deren Instandhaltung oder Erneuerung in die Hand nehmen oder den Menschen erkl&auml;ren, dass sie entweder auf Infrastruktur verzichten oder privat selbst finanzieren sollen. M&ouml;glicherweise arbeitet der Bund auf letzteres unter dem Schlagwort &Ouml;PP weiter gezielt hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/180502das-schaubild-scholz\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es eigentlich auch &ldquo;roten Nullen&rdquo;? Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, dass die SPD sich gerade mit Frau Nahles und Herrn Scholz &ndash; ohne weiteres k&ouml;nnte sicherlich zumindest auch Herr Maas dazu gez&auml;hlt werden &ndash; &ldquo;Nullen&rdquo; in Partei- und Fraktionsspitze sowie in Bundesministerien leistet. Das Ergebnis d&uuml;rfte u.a. sein: Keine (&ouml;konomische) Vernunft und keine Erneuerung der SPD. Die W&auml;hlerschaft scheint das zu verstehen. Nach dem Schulz-Effekt f&auml;llt nun auch der erhoffte Effekt durch die neue Bundesvorsitzende Nahles <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43744\">keinesfalls positiv aus<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwarze Null als Zeichen kultureller Identit&auml;t<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6717\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kein deutscher Alleingang im Handelsstreit mit den USA<\/strong><br>\n&bdquo;Ein deutscher Alleingang in der verl&auml;ngerten Zitterpartie um Ausnahmen f&uuml;r die EU von den US-Strafz&ouml;llen auf Stahl und Aluminium ist sicher nicht hilfreich. Die Kritik am eigentlichen Problem, den enormen deutschen Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen, ignoriert die Bundesregierung komplett. Stattdessen Zugest&auml;ndnisse bei Industriez&ouml;llen anzudeuten, welche wiederum in erster Linie andere EU-Mitgliedstaaten treffen w&uuml;rden, ist uneurop&auml;isch. Diese Politik des &sbquo;Germany first&lsquo; muss zugunsten eines in der EU abgestimmten Vorgehens aufgegeben werden&ldquo;, erkl&auml;rt Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die verl&auml;ngerte Ausnahme der EU von US-Strafz&ouml;llen auf Stahl und Aluminium. Ernst weiter:<br>\n&bdquo;Auch ist ein kurzerhand aus dem &Auml;rmel gesch&uuml;tteltes TTIP light keine nachhaltige L&ouml;sung. Dazu w&uuml;rde es im &Uuml;brigen eines Mandats der EU-Mitgliedsstaaten bed&uuml;rfen. Bei Stahl gibt es eine weltweite &Uuml;berproduktion. Um sie in den Griff zu bekommen, muss es zielf&uuml;hrende Gespr&auml;che mit allen Beteiligten &ndash; insbesondere China &ndash; geben. Gleichzeitig sollte Deutschland seinen guten Willen zur L&ouml;sung des Handelskonflikts demonstrieren, indem es &uuml;ber eine weitere St&auml;rkung der Binnennachfrage und der Investitionst&auml;tigkeit mehr Importe anreizt und dadurch die Export&uuml;bersch&uuml;sse abbaut. Selbst der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des DIHK, Herr Dr. Wansleben, sagte heute im Deutschlandfunk, dass wir nicht die materiellen M&ouml;glichkeiten nutzen, die wir h&auml;tten. Der deutsche Handels&uuml;berschuss geht damit auch zulasten Deutschlands: Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss hei&szlig;t letztendlich, dass man dem Ausland Geld leiht, damit es einem die eigenen Waren abkauft. Ob dies je zur&uuml;ckgezahlt wird, ist unsicher.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kein-deutscher-alleingang-im-handelsstreit-mit-den-usa\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Binnenwirtschaft, Baby!<\/strong><br>\nHandelsbilanz Statt &uuml;ber Trump zu schimpfen, sollte Deutschland die Transformation seines &ouml;konomischen Modells angehen<br>\nPl&ouml;tzlich und scheinbar unerwartet ist ein internationaler Handelskrieg entbrannt. Ein Urgestein der marktwirtschaftlichen Ordnung &ndash; die USA &ndash; wendet sich vordergr&uuml;ndig vom internationalen Freihandel ab und stellt damit die Globalisierung zumindest teilweise in Frage. Andere Handelsm&auml;chte wie China ziehen nach oder waren bereits im Vorfeld t&auml;tig. Akteure wie US-Pr&auml;sident Donald Trump stellen in der aktuellen Globalisierungsdebatte nationalstaatliche Interessen &uuml;ber die globalen Gewinne aus internationaler Arbeitsteilung: Es geht darum, Profite heimischer Unternehmen, aber auch Besch&auml;ftigung in den Heimatl&auml;ndern zu sichern. Die wettbewerbsorientierte Globalisierung scheint sich selbst auszubremsen.<br>\nAuf die ausufernden, internationalen Wertsch&ouml;pfungsketten und Ausbeutungsstrukturen, die hinter der sogenannten preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit stecken, weisen sozial-&ouml;kologisch ausgerichtete Globalisierungsgegner schon seit langer Zeit hin. An diesen Missst&auml;nden der Globalisierung werden jedoch auch neue Z&ouml;lle und Handelshemmnisse nichts &auml;ndern. Darauf zielen diese Ma&szlig;nahmen ja auch gar nicht. Die Globalisierungskritik kommt aus einer ganz anderen Ecke und hat mehr Macht als alle zivilgesellschaftlichen Organisationen. China und die USA k&auml;mpfen um die Leistungsbilanz.<br>\nDamit folgt diese neue Globalisierungskritik einem &Ouml;konomieverst&auml;ndnis, das sich in zentralen Teilen an einer klaren Gr&ouml;&szlig;e orientiert. Die Leistungsbilanz ist eine umfassendere Rechnungslegung als die Handels- und Dienstleistungsbilanz. Auch Einkommen, die im Ausland realisiert werden, sind hier erfasst. Dazu kommen Transfers, die ohne Gegenleistung zwischen zwei Wirtschaftsr&auml;umen flie&szlig;en. Tats&auml;chlich gibt die Leistungsbilanzsituation einen wichtigen Anhaltspunkt f&uuml;r die Tragf&auml;higkeit der internationalen Verflechtung einer Volkswirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/binnenwirtschaft-baby\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Diskussionen um TTIP light: &ldquo;Schiedsgerichte sind ein hochgef&auml;hrliches Instrument&rdquo;<\/strong><br>\nSofern in Freihandelsabkommen Schiedsgerichte vereinbart w&uuml;rden, h&auml;tten Investoren die M&ouml;glichkeit &ouml;ffentliche Regulierungen anzugreifen, sagte Peter Fuchs von der Organisation PowerShift im Dlf. Das k&ouml;nne f&uuml;r den Steuerzahler sehr teuer werden. [&hellip;]<br>\nReimer: Sagen Sie noch mal: Warum sind diese Schiedsgerichte aus Umwelt- und Verbrauchersicht so problematisch aus Ihrer Sicht?<br>\nFuchs: Schiedsgerichte sind ein hochgef&auml;hrliches Instrument, mit dem Investoren und ihre Anwaltskanzleien &ouml;ffentliche Regulierungen im Sinne von Umwelt und Verbrauchern angreifen. Sie k&ouml;nnen diese Schiedsklagen au&szlig;erhalb der Rechtssysteme Europas oder umgedreht au&szlig;erhalb des US-Rechtssystems nutzen, indem sie bei einem internationalen Tribunal auf Entsch&auml;digung klagen, wenn bestimmte Regelungen, aber auch Gerichtsurteile oder Verwaltungshandeln den Investoren das Eigentum oder die Profiterwartungen schm&auml;lern.<br>\nReimer: Zum Beispiel sch&auml;rfere Umweltgesetze?<br>\nFuchs: Genau. Aus Umwelt- und Verbrauchersicht k&ouml;nnen das Regulierungen eines Bergbaukonzerns sein, k&ouml;nnen das Regulierungen in der Chemie- oder Automobilproduktion sein. Und Investoren haben dann mit Hilfe von ISDS, diesen Schiedsgerichtssystemen oder auch Schiedstribunalen die M&ouml;glichkeit, das anzugreifen. Das kann f&uuml;r Steuerzahler sehr teuer werden, wenn Entsch&auml;digungen gezahlt werden, aber auch schon, wenn es gar nicht zu Urteilen kommt, ist das Instrument eine Waffe, mit der Druck gemacht wird auf Regierungen und Parlamente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diskussionen-um-ttip-light-schiedsgerichte-sind-ein.697.de.html?dram:article_id=416995%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Oettinger hat sich verrechnet<\/strong><br>\nDer Budgetentwurf f&uuml;r 2021ff st&ouml;&szlig;t auf Widerstand. Doch diesmal sind es nicht nur die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen, die protestieren. Haushaltskommissar Oettinger und Kommissionschef Juncker haben sich verrechnet. [&hellip;]<br>\nTrick Nummer eins: Querbeet k&uuml;rzen, aber mehr f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingshilfe geben. Trick Nummer zwei: Geld soll es nur bei Rechtsstaatlichkeit geben. Beides l&auml;sst eine deutsche Handschrift erkennen. Denn es w&uuml;rde Deutschland die gewohnten R&uuml;ckfl&uuml;sse aus Br&uuml;ssel sichern, die L&auml;nder in Osteuropa hingegen viele Milliarden kosten. Aber auch Frankreich m&uuml;sste bluten &ndash; und alle sollen mehr zahlen! Wenn Oettinger (und Merkel) geglaubt haben sollten, damit k&auml;men sie durch, so haben sie sich verrechnet. Schon wenige Stunden nach Vorstellung des Plans stand halb Europa auf den Barrikaden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/oettinger-hat-sich-verrechnet\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>dazu: Der Weltmacht-Etat<\/strong><br>\nDie gestern vorgestellten Pl&auml;ne von Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger f&uuml;r den n&auml;chsten EU-Etat legen den Keim f&uuml;r weitere Spaltungen in der Union. Oettinger will &ndash; entsprechend den Forderungen Berlins &ndash; mehr Geld f&uuml;r Milit&auml;r, R&uuml;stung und Grenzabschottung bereitstellen und deshalb in Bereichen k&uuml;rzen, die f&uuml;r die globale Machtpolitik der EU wenig bedeuten: bei den Beihilfen f&uuml;r die Landwirtschaft und f&uuml;r strukturschwache Regionen. Ersteres ginge vor allem auf Kosten Frankreichs und einiger s&uuml;dlicher EU-Mitglieder; Letzteres tr&auml;fe insbesondere die L&auml;nder Ost- und S&uuml;dosteuropas hart. Erg&auml;nzend sieht Oettingers Konzeption erstmals vor, EU-Staaten bei politisch missliebigem Verhalten mit Mittelk&uuml;rzungen zu bestrafen. Der Vorsto&szlig; richtet sich vor allem gegen antidemokratische Ma&szlig;nahmen etwa in Polen und Ungarn, schafft damit aber einen Pr&auml;zedenzfall, der prinzipiell auf andere missliebige Schritte weiterer EU-Staaten ausgedehnt werden kann. Die Nutzung von EU-Beihilfen zur Disziplinierung widerspenstiger Mitglieder entspricht einer Forderung Berlins.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7596\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Mehrj&auml;hriger Finanzrahmen der EU: Falsche Grundausrichtung<\/strong><br>\nW&auml;hrend an sozial sinnvollen Bereichen angeblich gespart werden muss, will die Kommission mithilfe von PESCO die R&uuml;stungsunternehmen massiv f&ouml;rdern. Auch die &Ouml;l- und Gasindustrie wird aus Steuermitteln weiter subventioniert, etwa mit dem Topf CEF-Energy. F&uuml;r Waffen und Klimakiller muss Deutschland seinen Anteil an den EU-Mitteln sicher nicht erh&ouml;hen&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heute vorgestellten Finanzrahmen der EU (2021-2027). Hunko weiter:<br>\n&bdquo;DIE LINKE ist nicht grunds&auml;tzlich dagegen, dass die Bundesrepublik Deutschland h&ouml;here Beitr&auml;ge zum Finanzrahmen der EU leistet. Es muss allerdings darum gehen, wie die EU-Mittel verwendet werden. Hier l&auml;sst sich im neuen Finanzrahmen der EU eine zunehmend bedrohliche Tendenz erkennen: Anstatt sozial sinnvolle Ausgaben auszuweiten, etwa die Koh&auml;sionsmittel, will die Kommission bei den Mitgliedsl&auml;ndern mithilfe von &sbquo;Konditionalit&auml;ten&lsquo; weitere Sozialk&uuml;rzungen und wirtschaftliche Strukturreformen erzwingen. Als Instrument der F&ouml;rderung von politischen Entwicklungen sind sie nicht geeignet. Hinzu kommen steigende Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung &ndash; damit entfernt sich die EU immer weiter von einer dringend notwendigen Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse in der EU.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mehrjaehriger-finanzrahmen-der-eu-falsche-grundausrichtung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die besch&auml;mende Trag&ouml;die von Gaza<\/strong><br>\nDie israelische Armee geht am Grenzzaun mit scharfer Munition gegen Demonstranten vor. Dabei k&ouml;nnte sie aus der Geschichte lernen, dass das der falsche Weg ist. Der Gastbeitrag.<br>\nAm 30. M&auml;rz erschoss die israelische Armee am Zaun, der den Gazastreifen von Israel trennt, 17 Pal&auml;stinenser mit scharfer Munition. Daraufhin postete Kobi Meidan, einer der f&uuml;hrenden Journalisten in Israel, wenige Worte: &bdquo;Heute sch&auml;me ich mich, Israeli zu sein.&ldquo;<br>\nMeidans Leben ver&auml;nderte sich sofort. Die zahllosen Drohungen gegen ihn waren trivial im Vergleich zur Reaktion des Kommandanten des Armeeradios, Galei Tzahal, bei dem er arbeitet: Der forderte seine Entlassung. In der Woche darauf versuchten hunderte Israelis, Meidan klarzumachen, wie stolz er auf sein Land sein sollte.<br>\nViele Israelis haben jedoch aufgeh&ouml;rt, stolz auf ihr Land zu sein. Sie haben sogar begonnen, sich zu sch&auml;men. Nicht nur wegen des sinnlosen T&ouml;tens an der Grenze zu Gaza, sondern auch wegen der Korruptionsskandale des Premierministers und seiner Vertrauten und wegen der Anstrengungen der Regierung, etwa 34.000 Asylsuchende zu deportieren.<br>\nDie Verwendung von scharfer Munition gegen Demonstrierende ist verachtenswert. Der Staat Israel, der &uuml;ber modernste Ausr&uuml;stung verf&uuml;gt, um mit Demonstrationen fertig zu werden, h&auml;tte andere Mittel gehabt, um auf die Proteste zu reagieren.<br>\nDie massive Krise in Gaza ist kein Geheimnis. Die nahende humanit&auml;re Trag&ouml;die ist eine unausweichliche Tatsache. Die Vorbereitungen f&uuml;r einen Marsch der Massen zur Grenze waren offen und klar. Israel erkl&auml;rte im Voraus, es werde scharf schie&szlig;en, und war sogar bereit, &bdquo;den Preis daf&uuml;r zu zahlen&ldquo;. Die Entscheidung zielte auf Einsch&uuml;chterung und Abschreckung, w&auml;hrend sie die Einsatzkosten senkte, indem sie die Truppenst&auml;rke zur Sicherung des Zauns minimierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/gastbeitraege\/israel-die-beschaemende-tragoedie-von-gaza-a-1497431\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine sehr mutige Intervention eines fr&uuml;heren Botschafters Israels.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bis es kracht<\/strong><br>\nInternationaler Aufruf prangert Kriegsvorbereitungen an. W&auml;hrend USA 2017 am meisten f&uuml;rs Milit&auml;r ausgaben, sank das russische Budget deutlich [&hellip;]<br>\nAnl&auml;sslich der neuen SIPRI-Zahlen wurde am Mittwoch ein internationaler Aufruf ver&ouml;ffentlicht. Unter dem Titel &raquo;Disarm! Don&rsquo;t Arm!&laquo; (Abr&uuml;sten! Nicht aufr&uuml;sten!) warnen die Unterst&uuml;tzer darin vor der Gefahr einer R&uuml;stungsspirale. Die Ausgaben seien auf dem h&ouml;chsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg, hei&szlig;t es. Das Zwei-Prozent-Ziel der NATO bedeute eine Erh&ouml;hung der Milit&auml;retats von mindestens 300 Milliarden Euro auf dann 800 Milliarden. Diese und weitere Entwicklungen seien ohne gro&szlig;e Debatten politisch entschieden worden. Die Instrumentalisierung von &raquo;Sicherheit&laquo; im Sinne von Aufr&uuml;stungswettl&auml;ufen sei fatal. Dagegen sollten finanzielle Mittel in soziale Bereiche wie Gesundheit und Bildung umgelenkt werden.<br>\nSevim Dagdelen, abr&uuml;stungspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, warnte vor den Aufr&uuml;stungspl&auml;nen der Bundesregierung. &raquo;Bundeskanzlerin Merkel und Au&szlig;enminister Maas m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, Deutschland zur st&auml;rksten Milit&auml;rmacht in Europa aufzur&uuml;sten&laquo;, sagte sie. Die geplante Verdopplung des Wehretats auf mehr als 70 Milliarden Euro pro Jahr w&uuml;rde Deutschland neben dem Spitzenplatz in der EU auch zur Nummer zwei der NATO hinter den USA machen. Dagegen brauche es Kooperation, auch und gerade mit Russland, so Dagdelen. Ein gelungenes Beispiel f&uuml;r Abr&uuml;stung liefern die SIPRI-Zahlen ebenfalls: Die R&uuml;stungsausgaben in Russland sanken um 20 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331811.bis-es-kracht.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Steigende Milit&auml;rausgaben erh&ouml;hen Konfliktpotenzial<\/strong><br>\nDie R&uuml;stungsausgaben sind weltweit so stark gestiegen, wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Zu diesem Schluss kommen die Forscher des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI. Und sie warnen: Die Suche nach friedlichen L&ouml;sungen in Konfliktregionen werde dadurch untergraben.<br>\nDeutschland rangiert laut SIPRI auf Platz 9 mit 36,8 Milliarden Euro Umsatz. Die Bundesregierung steigerte somit gegen&uuml;ber dem Vorjahr ihre Ausgaben um 3,5 Prozent. Das sei nach wie vor viel zu viel, sagt der Bundestagsabgeordnete Marco B&uuml;low von der SPD.<br>\n&ldquo;Ich finde der R&uuml;stungswettlauf, der Konflikt mit Russland und all das, was man jetzt an Geld mehr reinpumpt, eigentlich die Sicherheit gef&auml;hrdet. Also wir reden sonst viel &uuml;ber Sicherheitslagen, Terrorismus usw., aber ich glaube die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung, Sicherheitsbedrohung ist genau dieser R&uuml;stungswettlauf und nat&uuml;rlich auch die angespannte Situation.&rdquo;<br>\nKritik an deutschen Milit&auml;rausgaben<br>\nDass Deutschland seine Milit&auml;rausgaben von derzeit 1,2 Prozent auf 2 des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;hen soll, wie von der NATO empfohlen und von den USA gefordert, sieht B&uuml;low kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sipri-bericht-steigende-militaerausgaben-erhoehen.766.de.html?dram:article_id=417004\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Milit&auml;rachse Berlin-Paris<\/strong><br>\nBerlin treibt die deutsch-franz&ouml;sische Milit&auml;rkooperation mit einer intensiveren Zusammenarbeit im Lufttransport voran. Neben ehrgeizigen R&uuml;stungsprojekten haben die Verteidigungsministerien Deutschlands und Frankreichs in der vergangenen Woche eine Vereinbarung getroffen, die den Betrieb einer gemeinsamen Lufttransportstaffel im franz&ouml;sischen &Eacute;vreux sowie die Ausbildung des daf&uuml;r n&ouml;tigen Personals regelt. Die Staffel wird f&uuml;r den taktischen Lufttransport beider L&auml;nder zur Verf&uuml;gung stehen und den Gro&szlig;transporter A400M erg&auml;nzen, der gleichfalls von den Streitkr&auml;ften Deutschlands und Frankreichs gemeinsam beschafft wird. Die bisherige Kooperation etwa im Rahmen der Deutsch-Franz&ouml;sischen Brigade wird von Experten als unzureichend eingestuft, da die divergierenden strategischen Ziele beider Staaten ihre Nutzung bislang erschweren. Pr&auml;sident Emmanuel Macron, unter dessen Amtsf&uuml;hrung die Zusammenarbeit nun ausgeweitet und verbessert werden soll, erh&auml;lt f&uuml;r seine &ldquo;Vision von einem neuen Europa&rdquo; in der kommenden Woche den Aachener Karlspreis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7595\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Drei Handwerksbranchen heben heute ihre Mindestl&ouml;hne an<\/strong><br>\nVom heutigen Tag an gelten im Maler- und Lackiererhandwerk (ca. 115.000 Besch&auml;ftigte) h&ouml;here Mindestl&ouml;hne. Ungelernte ArbeitnehmerInnen erhalten jetzt bundesweit 10,60 Euro, statt zuvor 10,35 Euro, das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent. F&uuml;r Gesellen in Westdeutschland (inkl. Berlin) steigt die untere Entgeltgrenze nur um magere 1,5 Prozent und zwar von 13,10 auf 13,30 Euro. Davon sind Gesellen im Osten noch deutlich entfernt. Sie erhalten ab heute mindestens 12,40 Euro. Immerhin ist das gegen&uuml;ber dem bisherigen Stundenlohn vom 11,85 Euro eine Anhebung um 4,6 Prozent, was eine Ann&auml;herung an die Westl&ouml;hne bedeutet. Die endg&uuml;ltige Entgeltgleichheit ist allerdings erst f&uuml;r den Mai 2020 zwischen den Tarifpartnern verabredet.<br>\nSeit August 2013 hat das Ger&uuml;stbauerhandwerk, das etwa 21.000 ArbeitnehmerInnen besch&auml;ftigt, eine eigene Lohnuntergrenze. Gestartet ist man damals mit 9,50 Euro (siehe 17.07.2013). Heute steigt der bundesweit einheitliche Mindestlohn von 11,00 auf 11,35 Euro, ein Plus von knapp 3,2 Prozent. Die Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung durch die Bundesregierung steht allerdings noch aus. Erst durch sie wird er auch f&uuml;r Besch&auml;ftigte in nicht tarifgebundenen Betrieben und f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die aus dem Ausland entsendet werden, verpflichtend.<br>\nIm Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk steht ebenfalls ein h&ouml;herer Mindestlohn ins Haus. Der beschr&auml;nkt sich allerdings auf die neuen Bundesl&auml;nder. W&auml;hrend es im Westen (inkl. Berlin) bei 11,40 Euro bleibt, schlie&szlig;en die Besch&auml;ftigten der neuen Bundesl&auml;nder mit einem Plus von 20 Cent pro Stunde endlich zu ihren KollegInnen im Westen auf, sodass die Entgeltgleichheit nun auch hier vollzogen ist. Die ersten allgemeinverbindlichen Lohnuntergrenzen wurden im Herbst 2013 eingef&uuml;hrt. Sie lagen damals schon bei vergleichsweise hohen 10,13 in Ostdeutschland und 11,00 Euro pro Stunde im Westen (siehe 18.09.2013).<br>\nZum Leben genug &ndash; auch im Alter? (&hellip;)<br>\nNach Berechnungen des Politikwissenschaftlers Florian Blank h&auml;tten Vollzeitbesch&auml;ftigte bereits im Jahr 2015 einen Stundenlohn von mehr als 11,42 Euro erhalten m&uuml;ssen, um nach langen 45 Beitragsjahren eine Rente zu erzielen, die oberhalb der staatlich sichergestellten Grundsicherung im Alter liegt. F&uuml;r eine Rente oberhalb der Armutsgef&auml;hrdungsschwelle w&auml;ren sogar mehr als 14,40 Euro n&ouml;tig gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.miese-jobs.de\/chroniken\/2018\/01-05-18\/\">miese Jobs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn vom Stundenlohn 1,77 Euro bleiben<\/strong><br>\nHartz IV soll reformiert werden. Nur wie? Im Kern geht es um mehr als nur die Versorgung von Langzeitarbeitslosen. Zehn Zahlen, die das System erkl&auml;ren<br>\nHartz IV &ndash; f&uuml;r die einen steht der Begriff synonym f&uuml;r den Aufschwung am deutschen Arbeitsmarkt, f&uuml;r die anderen ist es der Inbegriff f&uuml;r die Prekarisierung von Teilen der Besch&auml;ftigten in Deutschland. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das System reformieren, am besten sogar komplett abschaffen. Die Diskussion um Hartz IV ist (wieder einmal) in vollem Gange. Oft genug wird sie aber verk&uuml;rzt und faktenarm diskutiert. Wir erl&auml;utern das System anhand von zehn Zahlen.<br>\nDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland geht kontinuierlich zur&uuml;ck &ndash; aktuell sind 2,38 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,3 Prozent auf einem Rekordtief. Manch einer tr&auml;umt da schon von Vollbesch&auml;ftigung. Aber: Fast jeder zehnte Haushalt erh&auml;lt immer noch ganz oder teilweise Leistungen aus Hartz IV. Rund sechs Millionen Deutsche sind in der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als Hilfebed&uuml;rftige erfasst und beziehen Leistungen aus der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende. Darunter fallen Arbeitslosengeld oder Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, also auch unterst&uuml;tzende Leistungen wie Wohngeld oder gesonderte Kinderzuschl&auml;ge (zus&auml;tzlich zum Kindergeld), die an Geringverdiener gezahlt werden. &ldquo;Damit waren 7,8 Prozent der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter hilfebed&uuml;rftig&rdquo;, schl&uuml;sselt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in ihren neuesten Statistiken auf, &ldquo;und 9,6 Prozent aller Haushalte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2018-04\/arbeitsmarkt-hartz-iv-arbeitslosigkeit-statistik\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gut am Gute-Kita-Gesetz ist lediglich der Titel<\/strong><br>\n&bdquo;Das Gute-Kita-Gesetz von Franziska Giffey scheint nicht mehr als eine Worth&uuml;lse zu sein. Klar ist schon jetzt: Die 3,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung in dieser Wahlperiode zur Verf&uuml;gung stellen will, reichen nicht einmal, um den bundesweiten Mangel an Kita-Pl&auml;tzen zu beheben. Einen Ausbau der Qualit&auml;t oder gar einen Einstieg in die Geb&uuml;hrenfreiheit wird es so nicht geben&ldquo;, kommentiert Norbert M&uuml;ller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Ank&uuml;ndigung des Familienministeriums, zeitnah mit dem Gesetzesvorhaben in die Ressortabstimmung zu gehen. M&uuml;ller weiter:<br>\n&bdquo;Als die Ministerin ihr Vorhaben vergangene Woche im Ausschuss vorstellte, konnte sie weder Nachfragen zu ihrem Gesetz beantworten noch dazu, wie sie das Fachkr&auml;fteproblem in den Griff bekommen will. Es ist daher zu bef&uuml;rchten, dass von dem Vorschlag f&uuml;r ein Gute-Kita-Gesetz nicht mehr bleibt als eine gute &Uuml;berschrift. Wir fordern daher von der Ministerin, ein echtes Kita-Qualit&auml;t-Gesetz vorzulegen. Dieses Gesetz muss eine echte finanzielle Beteiligung des Bundes und klare Standards f&uuml;r die Qualit&auml;t in den Kindertageseinrichtungen festschreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gut-am-gute-kita-gesetz-ist-lediglich-der-titel\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Betriebspr&uuml;fer bringen Fiskus 17,5 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie 13.651 Betriebspr&uuml;fer in Deutschland haben dem Fiskus im vergangenen Jahr zus&auml;tzliche Steuereinnahmen von 17,5 Milliarden Euro eingebracht. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor. &ldquo;Die Sch&auml;tzung, wonach durch einen Betriebspr&uuml;fer im bundesweiten Durchschnitt ein steuerliches Mehrergebnis zwischen einer und 1,5 Millionen Euro erzielt wird, wird durch die vorliegenden Daten best&auml;tigt&rdquo;, schreibt das Ministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/betriebspruefer-bringen-fiskus-175-milliarden-euro-aid-1.7549173\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Altlasten des &raquo;Euromaidan&laquo;<\/strong><br>\nIn der Ukraine treibt die Neonazitruppe &raquo;C 14&laquo; ihr Unwesen &ndash; und wird m&ouml;glicherweise vom Geheimdienst SBU unterst&uuml;tzt (&hellip;)<br>\nWoher der Name &raquo;C 14&laquo; kommt, ist nicht klar; ukrainische Antifaschisten bringen die 14 in Verbindung mit dem &raquo;Manifest der 14 Worte&laquo;, das aus der &raquo;White Supremacy&laquo;-Bewegung kommt. Das C &ndash; beziehungsweise S, wenn man es kyrillisch liest &ndash; wird jedoch dadurch nicht erkl&auml;rt. Auf Englisch gelesen k&ouml;nnte die Gruppe &raquo;Combat 14&laquo; hei&szlig;en &ndash; abgewandelt von &raquo;Combat 18&laquo;, dem bewaffneten Arm der &raquo;Blood and Honour&laquo;-Bewegung. Die Ziffern beziehen sich auf den ersten und achten Buchstaben des lateinischen Alphabets und damit auf die Initialen Adolf Hitlers. (&hellip;)<br>\n&raquo;C 14&laquo; ist dabei nicht die einzige militante Naziorganisation, die gegenw&auml;rtig die Ukraine unsicher macht. Seit einigen Monaten macht eine &raquo;Nationale Gefolgschaft&laquo; (nacionalna druzhyna) durch &ouml;ffentliche P&ouml;beleien und Angriffe auf Menschen, die in der &Ouml;ffentlichkeit Alkohol trinken, von sich reden. Hinter dieser Truppe steht nach Recherchen ukrainischer Medien das Neonazibataillon &raquo;Asow&laquo;, das im Sommer 2017 eine zivile Frontorganisation namens &raquo;Nationales Korps&laquo; gegr&uuml;ndet hat, deren Jugendabteilung die &raquo;Gefolgschaft&laquo; zu sein scheint. Hauptfinanzier des Bataillons ist der ukrainische Innenminister Arsen Awakow, der sich damit ein zweites politisches Standbein als nationalistischer Warlord verschafft hat &ndash; eine Absicherung f&uuml;r den Fall, dass seine gesch&auml;ftlichen Konflikte mit Pr&auml;sident Petro Poroschenko eines Tages dazu f&uuml;hren sollten, dass dieser ihn vor die Kabinettst&uuml;r setzt. Bei den Aktionen der &raquo;Gefolgschaft&laquo; f&auml;llt auf, dass die Awakow unterstehende Polizei auch dann wegschaut, wenn die Schl&auml;ger mitten in Kiew Jugendliche nur daf&uuml;r verpr&uuml;geln, dass sie auf der Stra&szlig;e abh&auml;ngen und dabei Bier trinken. Um den &raquo;Rechten Sektor&laquo; ist es dagegen still geworden, seitdem dessen Hauptsponsor Igor Kolomojskij politisch und finanziell entmachtet wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331799.altlasten-des-euromaidan.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Italien, Frankreich und USA f&uuml;hren die Wada-Liste mit den meisten Dopingverst&ouml;&szlig;en an<\/strong><br>\nRussland, das des systematischen Dopings verd&auml;chtigt wird, kommt erst zusammen mit Indien auf Platz 6 [&hellip;]<br>\nNat&uuml;rlich, so muss man fast sagen, kam im Vorlauf zur Fu&szlig;ballweltmeisterschaft in Russland auch unter Verdacht. WADA-Sonderermittler Richard McLaren &auml;u&szlig;ert 2017 die &Uuml;berzeugung, dass es f&uuml;r den russischen Fu&szlig;ball ein eigenes System der Vertuschung von Dopingtests gegeben habe. Dabei kam jedoch nicht viel heraus. Der Russische Fu&szlig;ballverband warnte unl&auml;ngst die Spieler, &ldquo;exotischen Tee&rdquo; zu trinken oder Sisha-Pfeifen zu rauchen, um nicht in Verdacht zu geraten. [&hellip;]<br>\nRussland steht keineswegs an erster Stelle. Italien darf f&uuml;r sich die meisten Sportler mit Dopingverst&ouml;&szlig;en verbuchen. In Italien waren es 2016 147 Sportler, in deutlichen Abstand kommt Frankreich an zweiter Stelle mit 86 Sportlern. Die USA liegen mit 76 Sportlern auf dem dritten Platz, gefolgt von Australien und Belgien. Russland und Indien befinden sich auf dem sechsten Platz mit jeweils 66 Sportlern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Italien-Frankreich-und-USA-fuehren-die-Wada-Liste-mit-den-meisten-Dopingverstoessen-an-4037527.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Winziger Plastikm&uuml;ll: Mikroplastik breitet sich auch an Land aus<\/strong><br>\nMikroplastik galt lange vor allem als Bedrohung f&uuml;r die Meere. Nun warnen &Ouml;kologen aber auch vor negativen Folgen f&uuml;r Binnengew&auml;sser und Landlebensr&auml;ume.<br>\nMal sind es scharfkantige Bruchst&uuml;cke im Miniaturformat, mal K&uuml;gelchen oder feine Fasern. Die winzigen Kunststoffteilchen, die Christian Laforsch von der Universit&auml;t Bayreuth und seine Kollegen aus Seen, Flusswasser oder Kompostproben fischen, wirken auf den ersten Blick nicht sonderlich spektakul&auml;r. Doch dieses so genannte Mikroplastik, das aus Partikeln von weniger als f&uuml;nf Millimetern Gr&ouml;&szlig;e besteht, wird f&uuml;r viele &Ouml;kosysteme der Erde wohl zu einer schleichenden Gefahr.<br>\nF&uuml;r die Ozeane bef&uuml;rchten Experten das schon l&auml;nger. Allm&auml;hlich werden nun aber auch Risiken f&uuml;r Landlebensr&auml;ume und Binnengew&auml;sser deutlich. &raquo;Dort hat man allerdings erst vor Kurzem angefangen, das Problem zu untersuchen&laquo;, sagt Christian Laforsch. Er und seine Kollegen haben dabei Pionierarbeit geleistet. Im Auftrag der Bundesl&auml;nder Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben sie zum Beispiel untersucht, wie stark verschiedene Gew&auml;sser im S&uuml;den und Westen Deutschlands mit diesen Partikeln belastet sind. Vor allem im Einzugsgebiet von Rhein und Donau waren sie zwischen 2014 und 2017 unterwegs, um in 22 kleineren und gr&ouml;&szlig;eren Fl&uuml;ssen mit unterschiedlichen Einzugsgebieten nach Mikroplastik zu fahnden.<br>\nZum Einsatz kam dabei ein eigens entwickeltes Schleppnetz, das neben einem Boot hergezogen wird. Dabei fischt es nicht nur die Kunststoffteilchen aus dem Fluss, sondern misst auch gleichzeitig die untersuchte Wassermenge. So l&auml;sst sich nach der Analyse die Konzentration des Mikroplastiks im jeweiligen Gew&auml;sser bestimmen. Im Labor haben die Forscher die gesammelten Partikel dann vermessen und mit Hilfe der so genannten FTIR-Spektroskopie chemisch untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/mikroplastik-auch-an-land-ueberall\/1562038\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zum Gl&uuml;ck nur eine Amokfahrt!<\/strong><br>\nDer Anschlag von Toronto war ein terroristischer Akt, der nur aus Kulanz so nicht bezeichnet wurde<br>\nF&uuml;r einen Augenblick hielten wir vergangene Woche mal wieder die Luft an. Nachdem eine Person mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge raste, schauten wir wie gebannt auf die Ereignisse, die sich auf der anderen Seite des Atlantiks zutrugen. Doch zum Gl&uuml;ck gab es Entwarnung. Obgleich zehn Tote und 15 Verletzte zu notieren waren, wurde schnell deutlich: So schlimm wie gedacht, war die ganze Angelegenheit gar nicht &ndash; denn es war kein Terroranschlag. Gottlob handelte es sich blo&szlig; um eine Amokfahrt! Sicher, auch der ist tragisch. Aber halt eine Nummer unbedeutender als die Tat eines fanatisch Gl&auml;ubigen.<br>\nDie Einteilung in Amoklauf oder &raquo;terroristischer Anschlag&laquo; ist eines der gro&szlig;en Themen, wenn jemand durch Gewaltaus&uuml;bung Menschen verletzt oder t&ouml;tet. Man geht der Frage nach, in welcher Liga ein solcher Akt einzuordnen ist. Wer &ndash; wie vor anderthalb Jahren auf dem Berliner Weihnachtsmarkt &ndash; in eine Menschenmenge rast, Muslim ist und Asylsuchender, der hat demnach einen Terroranschlag ver&uuml;bt. Dasselbe k&uuml;rzlich in Toronto, ausgef&uuml;hrt von jemanden ohne diese Kennzahlen seiner Herkunft, f&uuml;hrt allerdings dazu, dass man von einer Amoktat spricht. Schie&szlig;en M&auml;nner unter den Rufen eines m&auml;chtigen Gottes gezielt in eine Menschenmenge, wie seinerzeit in Paris, so ist das Terror. Schie&szlig;t einer aus dem Hotelzimmer eines Hotels in Las Vegas gezielt in eine (noch viel gr&ouml;&szlig;ere) Menschenmenge, attestiert man ihm psychische Probleme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1087029.anschlag-in-toronto-zum-glueck-nur-eine-amokfahrt.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kalte Wut, k&auml;mpf!<\/strong><br>\nInterview Dietmar Dath hat hundert Seiten &uuml;ber 200 Jahre Karl Marx geschrieben, und zwar so, dass es nicht reicht<br>\nSelbst Kurt Beck lobt Marx, sozialdemokratische B-Promis erz&auml;hlen, wie sie zu Marx gekommen sind. Heuchelei oder tats&auml;chlicher Glaube der Sozialdemokratie, in seiner Tradition zu stehen?<br>\nMit Ausnahme von Fu&szlig;ball gibt es auf der Welt nichts, was ich weniger kenne und was mich weniger interessiert als dieses idiotische Zeug der traditionsreichen Partei der Kriegskredite, der Ebert-Noske-Schweinereien, des Radikalenerlasses, des NATO-Doppelbeschlusses, der Hartz-IV-Gesetze, des Jugoslawienkrieges und was man sonst noch alles bestimmt nicht bei Marx findet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/kalte-wut-kaempf\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.R.:<\/strong> Die Beantwortung dieser Frage des &ldquo;Freitag&rdquo; &uuml;ber das Verh&auml;ltnis der SPD zu Karl Marx an seinem 200. Geburtstag durch den Autor und Journalisten Dietmar Dath ist in kurzer Form das Beste, was ich dazu gelesen habe: pr&auml;gnant und schl&uuml;ssig auf den Punkt gebracht.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist der wahre Hohn, wenn Kurt Beck, Malu Dreyer, Andrea Nahles (die auch die Festrede h&auml;lt) &amp; Co., der ganze SPD-Bundesvorstand, Karl Marx feiern wollen und ausgerechnet noch TV-Moderator G&uuml;nther Jauch einen f&uuml;hrenden Part auf der Veranstaltung &uuml;bernimmt. Das Sahneh&auml;ubchen dabei ist dann noch EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, der die Festrede zur Karl-Marx-Ausstellung h&auml;lt. Mehr h&ouml;chstpotenzierte Satire kann nicht sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Bedingt gespr&auml;chsbereit: die ausgesperrte Bundeswehr und das PR-Eigentor der re:publica-Macher<\/strong><br>\nMainstreamiger, politischer und internationaler&rdquo; wollte die dreit&auml;gige Berliner Digital-Sause re:publica werden. So ist es bei Heise zu lesen. Die &ldquo;eine oder andere Filterblase&rdquo; solle zum Platzen gebracht werden. F&uuml;r Aufmerksamkeit sorgte dann aber, dass die Veranstalter der Bundeswehr einen Stand auf dem Kongressgel&auml;nde verwehrten, weil sich die Besucherinnen und Besucher von Uniformierten gest&ouml;rt f&uuml;hlen k&ouml;nnten. Ganz sch&ouml;n paradox. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nIm Ernst: Dass die Veranstalter eine solche Angst vor Uniformen und Unterwanderung durch die Bundeswehr haben und gleichzeitig betonen, wie weltoffen und Out-of-the-Box-denkend sie doch sind, das passt nat&uuml;rlich so ganz und gar nicht zusammen. Vom Bundeswirtschafts- und -bildungsministerium l&auml;sst man sich gerne f&ouml;rdern. Auch von Daimler wird mal Kohle genommen. Aber ein Stand der &bdquo;Parlaments-Armee&ldquo; ist dann ein Zuviel an Zumutung? Beckedahl begr&uuml;ndete die Ablehnung der Bundeswehr damit, dass deren Angeh&ouml;rige ja &ndash; huch! &ndash; Uniformen tragen w&uuml;rden: &bdquo;Wir akzeptieren keine Uniform, weil es viele Besucherinnen und Besucher gibt, die sich dabei unwohl f&uuml;hlen. Ausnahmen sind nat&uuml;rlich die Polizei, etc.&ldquo; Nach dieser Logik m&uuml;sste dann auch beispielsweise ein Infostand der Bahn abgelehnt werden, sollten deren Mitarbeiter in Zugbegleiter-Uniform auflaufen. Das Digitalvolk scheint aus sehr empfindlichen Seelchen zu bestehen.<br>\nMit ihrem Verhalten und ihren Rechtfertigungen entlarven die re:publica-Macher das Motto ihrer Veranstaltung als Lippenbekenntnis: Filterblasen l&auml;sst man in diesen Kreisen nur platzen, wenn man dabei sch&ouml;n unter sich bleibt. Plopp!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/05\/02\/die-ausgesperrte-bundeswehr-bei-der-republica-beim-filterblasen-platzen-lassen-bitte-nicht-stoeren\/\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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