{"id":43774,"date":"2018-05-04T08:33:23","date_gmt":"2018-05-04T06:33:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774"},"modified":"2018-05-04T08:33:23","modified_gmt":"2018-05-04T06:33:23","slug":"hinweise-des-tages-3113","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h01\">Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h02\">Staatsanw&auml;lte wollen Kronzeugen verschonen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h03\">Bundesinnenministerium &ndash; parteipolitisch gekapert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h04\">EU-Haushalt erf&auml;hrt Paradigmenwechsel Richtung Hochr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h05\">Die h&auml;ufigsten Selbstzahler-Angebote sind zweifelhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h06\">Kind kommt, Krei&szlig;saal fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h07\">Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten &ndash; Stellungnahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h08\">Regieren ohne Regierung &ndash; Italien als Laboratorium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h09\">Konflikt im Westjordanland: Ohne Wasser und Strom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h10\">Die 68er-Bewegung in Deutschland und ihre Bedeutung 1968 bis 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h11\">TTIP auf Japanischstoppen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h12\">Regierungsbeamte arbeiten im Sonderurlaub als Lobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43774#h13\">Der &Ouml;konom und Politologe Elmar Altvater ist am 1. Mai 2018 gestorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rente<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rentenkommission missachtet Parlament und Menschen<\/strong><br>\n&bdquo;Sozialminister Hubertus Heil darf den Wissenschaftler Prof. Axel B&ouml;rsch-Supan nicht in die Rentenkommission berufen: Wer von vorneherein mit Pseudoberechnungen die Stabilisierung der gesetzlichen Rente als &sbquo;unfinanzierbar&lsquo; bezeichnet, hat sich f&uuml;r jedes verantwortungsvolle Nachdenken &uuml;ber die Zukunft der Altersvorsorge disqualifiziert&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Vorstellung der Rentenkommission. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Es ist au&szlig;erdem eine Fehlentscheidung, neben der Wissenschaft nur die beiden Regierungsfraktionen und die Sozialpartner in diese Kommission zu berufen. Denn gerade die Bundestagsfraktionen und die Parteigremien von B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen und der LINKEN, aber auch der Freien Demokraten, k&ouml;nnen in sich schl&uuml;ssige Rentenkonzepte und viele, wenn auch h&ouml;chst unterschiedliche, aber doch auch durchgerechnete Reformprojekte vorweisen, die in weiten Kreisen der Bev&ouml;lkerung auf Zustimmung treffen. Das Gleiche gilt f&uuml;r die ebenfalls bisher ausgeschlossenen Sozialverb&auml;nde, auf deren Expertise und allt&auml;gliche Erfahrungen im Umgang mit den N&ouml;ten und Sorgen der Rentnerinnen und Rentner nicht verzichtet werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenkommission-missachtet-parlament-und-menschen\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Berufung von Axel B&ouml;rsch-Supan, einem ausgewiesenen <a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Axel_B%C3%B6rsch-Supan\">Lobbyisten der Versicherungswirtschaft<\/a> (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34724\">hier auf den NachDenkSeiten<\/a>), ist schon ein starkes St&uuml;ck. Damit wird auch die Reihe personeller Fehlentscheidungen fortgesetzt, die sich ausgerechnet sozialdemokratische Minister derzeit leisten. W&auml;hrend Hubertus Heil dem Versicherungslobbyisten vertraut, der kein Interesse an einer St&auml;rkung der gesetzlichen Rente haben kann, setzt Olaf Scholz auf einen Investmentbanker von Goldman Sachs als Staatssekret&auml;r, der kein Interesse an einer Regulierung oder Kontrolle der Banken haben kann. Da gilt weiterhin der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43050\">Satz<\/a>: &bdquo;Die Elitenverwahrlosung greift immer weiter um sich und der Politik scheint das Gesp&uuml;r daf&uuml;r vollkommen abhanden gekommen zu sein.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nur nichts infrage stellen<\/strong><br>\nDoch wenn es Minister Heil zumindest um ein bisschen Stabilisierung geht, warum wurde dann der &Ouml;konomen-Hardliner Axel B&ouml;rsch-Supan, dem das Rentenniveau viel zu hoch und das Renteneintrittsalter viel zu niedrig ist, in die Kommission berufen, w&auml;hrend die Sozialverb&auml;nde au&szlig;en vor bleiben? Es riecht danach, dass die neoliberale Kehrtwende in der Rentenpolitik auf keinen Fall grunds&auml;tzlich infrage gestellt werden soll. Von der Kommission ist also wenig zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1087228.rentenkommission-nur-nichts-infrage-stellen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bafin sorgt sich um Pensionskassen<\/strong><br>\nDie Altersvorsorge ist komplex und anspruchsvoll. Zu den empfohlenen und gef&ouml;rderten Bausteinen geh&ouml;ren Betriebsrenten. Doch die lange Niedrigzinsphase verschont auch diese Anbieter nicht. Es kann gef&auml;hrlich werden, mahnt die Finanzaufsicht.<br>\nDas Zinstief bedroht nach Einsch&auml;tzung der Finanzaufsicht Bafin zunehmend die betriebliche Altersvorsorge. &ldquo;Ohne zus&auml;tzliches Kapital von au&szlig;en werden einige Pensionskassen nicht mehr ihre vollen Leistungen erbringen k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Deutschlands oberster Versicherungsaufseher Frank Grund in Frankfurt. Die Lage sei &ldquo;noch ernster als vor zwei Jahren&rdquo; und werde sich bei anhaltend niedrigen Zinsen weiter versch&auml;rfen.<br>\nEtwa ein Drittel der gut 130 Pensionskassen in Deutschland habe die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) bereits unter versch&auml;rfter Beobachtung. &ldquo;Und wir dr&auml;ngen sie, bei ihren Tr&auml;gern oder Aktion&auml;ren rechtzeitig Unterst&uuml;tzung einzufordern&rdquo;, sagte Grund. In der schwierigsten Gruppe bef&auml;nden sich etwa zehn Prozent der Kassen, &ldquo;da machen wir uns schon erhebliche Sorgen.&rdquo; Die Niedrigzinsphase erschwert es Lebensversicherern und Pensionskassen, die vor Jahren zugesagten, vergleichsweise hohen Zinsen zu erwirtschaften. Im schlimmsten Fall drohen Kunden Leistungsk&uuml;rzungen.<br>\nDie Kapitalanlagen der Pensionskassen summieren sich nach Bafin-Angaben auf rund 165 Milliarden Euro, Deutschlands Lebensversicherer verwalten etwa 900 Milliarden Euro. &ldquo;Alle Verantwortlichen sollten Interesse daran haben, Pensionskassen vor einer Schieflage zu bewahren&rdquo;, betonte Grund. &ldquo;Nur dann bleibt die betriebliche Altersvorsorge ein stabiler Pfeiler der Alterssicherung in Deutschland.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Bafin-sorgt-sich-um-Pensionskassen-article20416867.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Bumerang-Effekt der &ldquo;Rente mit &hellip;&rdquo;-Diskussionen und mal was Handfestes aus der Welt der Tarifvertr&auml;ge<\/strong><br>\nBestimmte Themen kommen immer wieder &ndash; sie werden wie ein Bumerang in die &ouml;ffentliche Arena geworfen. In der Diskussion &uuml;ber die Zukunft der Rente ist das belegt f&uuml;r die &ldquo;Rente mit &hellip;&rdquo;-Debatten. Man darf nicht &uuml;bersehen &ndash; der Ausflug in die M&ouml;glichkeit einer abschlagsfreien &ldquo;Rente mit 63&rdquo; gab und gibt es nur f&uuml;r einige und auch nur f&uuml;r einen begrenzten Zeitraum, denn die &ldquo;Rente mit 67&rdquo; als zuk&uuml;nftiges gesetzliches Renteneintrittsalter ist ja nicht abgeschafft worden, sondern die meisten Arbeitnehmer befinden sich auf diesem Weg und f&uuml;r den Jahrgang 1964, dem geburtenst&auml;rksten Jahrgang in diesem Land, wird das dann Wirklichkeit werden, wenn es bis dahin keine &Auml;nderungen mehr geben sollte.<br>\nUnd schon wird bereits daran gearbeitet, diese Grenze weiter nach oben zu verschieben. So kann man im Fr&uuml;hjahrsgutachten 2018 der Wirtschaftsforschungsinstitute lesen:<br>\n&raquo;Um den Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung nach Einf&uuml;hrung der geplanten Leistungsausweitungen langfristig auf 20 Prozent zu deckeln, m&uuml;sste das Renteneintrittsalter rechnerisch auf &uuml;ber 70 Jahre steigen oder die Zuwanderung j&uuml;ngerer Erwerbst&auml;tiger in jedem Jahr &uuml;ber 500.000 Personen betragen.&laquo; (S. 61)<br>\nAber darum soll es hier gar nicht weiter gehen, das wird uns sowieso in den n&auml;chsten Monaten wie eine Riesen-Welle treffen. Es soll hier berichtet werden von ganz handfesten Ans&auml;tzen der Gewerkschaften, konkret der IG Metall, die Situation der Arbeitnehmer am Rand des Renteneintrittsalters zu verbessern im Sinne eines fr&uuml;heren Ausstiegs aus dem Erwerbsleben.<br>\nUnd das, was berichtet wird, ist wirklich eine Neuigkeit: &raquo;Es ist eine Premiere im tarifpolitischen Gesch&auml;ft der Metall und Elektroindustrie: Die IG Metall hat einen Tarifvertrag abgeschlossen, mit dem sich Arbeitgeber verpflichten, ihren Besch&auml;ftigten eine fr&uuml;hzeitige Rente zu erleichtern&laquo;, so Peter Thelen in seinem Artikel IG Metall setzt mit neuem Tarifvertrag ein Signal gegen die Rente mit 67.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/05\/tarifvertrag-gegen-die-rente-mit-67.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Staatsanw&auml;lte wollen Kronzeugen verschonen<\/strong><br>\nBeim gr&ouml;&szlig;ten Steuerraubzug in Deutschland bahnt sich eine spektakul&auml;re Kronzeugen-Regelung an. F&uuml;nf Drahtzieher und Mitwisser von Aktiengesch&auml;ften, bei denen der Fiskus nach Erkenntnissen der Beh&ouml;rden um mehr als f&uuml;nf Milliarden Euro betrogen wurde, sollen ohne Strafe davonkommen. Nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR hat die Staatsanwaltschaft K&ouml;ln einen entsprechenden Vorsto&szlig; beim Landgericht Bonn unternommen.<br>\nDas Landgericht Bonn best&auml;tigte auf Anfrage, dass eine &ldquo;Pr&uuml;fbitte&rdquo; der Staatsanwaltschaft K&ouml;ln eingegangen sei. Darin legen die Ermittler dem Gericht nahe, diese f&uuml;nf Kronzeugen zu schonen und nach Paragraf 46 b Strafgesetzbuch von einer Strafe abzusehen. Die Staatsanwaltschaft verweist in ihrer Pr&uuml;fbitte darauf, dass die f&uuml;nf Beschuldigten umfassend ausgesagt h&auml;tten. Die Gesch&auml;ftsleute, darunter B&ouml;rsenh&auml;ndler aus dem Ausland, haben den Beh&ouml;rden tiefe Einblicke in mutma&szlig;lich schwere Steuerstraftaten erm&ouml;glicht.<br>\nAuf Basis dieser Informationen k&ouml;nnen Ermittler und Justiz nun gegen zahlreiche Banken vorgehen, die den Fiskus jahrelang systematisch ausgenommen haben sollen. Diese Geldinstitute und viele eigens f&uuml;r solche Gesch&auml;fte gegr&uuml;ndete Firmen kauften und verkauften riesige Aktienpakete. Die Banken und deren Partner verfolgten mit dem B&ouml;rsenhandel nach Erkenntnissen der Ermittler einen einzigen Zweck: sich eine an die Finanz&auml;mter gezahlte Kapitalertragsteuer auf Dividendenerl&ouml;se mehrmals erstatten zu lassen. Das war bis 2012 aufgrund einer Gesetzesl&uuml;cke m&ouml;glich, aber nach Ansicht der Bundesregierung nicht erlaubt gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerraubzug-staatsanwaelte-wollen-kronzeugen-verschonen-1.3965680\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesinnenministerium &ndash; parteipolitisch gekapert<\/strong><br>\nDas Bundesinnenministerium wird unter dem CSU-Vorsitzenden Seehofer parteipolitisch instrumentalisiert. Der bisherige innenpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Fraktion, Stephan Mayer von der CSU, wurde weiterer PARLAMENTARISCHER Staatssekret&auml;r. Die F&uuml;hrungsebenen im Ministerium werden &ndash; nach Insiderangaben bis auf das Level von Unterabteilungsleitern &ndash; neu, n&auml;mlich parteipolitisch, besetzt. Die gro&szlig;en Probleme dieses Ministeriums bei s&auml;mtlichen IT-Projekten und insbesondere beim polizeilichen Informationsaustausch bleiben dabei auf der Strecke.<br>\nHorst Seehofer, der neue Bundesminister des Innern, f&uuml;r Bau und Heimat, macht, womit er wiederholt Erfolg hatte: Viel Wirbel mit Forderungen nach sch&auml;rferen Gesetzen &ndash; das h&ouml;chst umstrittene im Entwurf vorliegende bayerische Polizeiaufgabengesetz, will er &ndash; was auf diesem Blog schon vor Wochen prognostiziert wurde [A] &ndash; nun als neues Musterpolizeigesetz f&uuml;r alle L&auml;nder vorschlagen. Gegen&uuml;ber abgelehnten Asylbewerbern verlangt er &bdquo;mehr H&auml;rte&ldquo;. Das sind politische Forderungen, mit denen die CSU, deren Vorsitzender er noch immer ist, hofft, im anstehenden bayerischen Landtagswahlkampf zu punkten.<br>\nAnsonsten unternimmt der neue Bundesminister Antrittsbesuche, so zuletzt beim BAMF oder dem GTAZ. Und sorgt daf&uuml;r, dass sein Ministerium weiter aufgebl&auml;ht wird &ndash; um mehr als hundert neue Stellen. Das ergibt sich aus einer Planungsvorlage, die das (daf&uuml;r zust&auml;ndige) Finanzministerium dem Haushaltsausschuss im Bundestag vorgelegt hatte. Seehofer m&ouml;chte das Ministerium um &sbquo;heimatbezogene Innenpolitik&lsquo; [a] erg&auml;nzen. Nicht wenige Haushalter sehen dies als &bdquo;teuren Luxus&ldquo; an, da &bdquo;niemand wisse, was die &uuml;berhaupt machen sollen und warum der Bund so etwas machen will&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/bundesinnenministerium-parteipolitisch-gekapert-7718\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU-Haushalt erf&auml;hrt Paradigmenwechsel Richtung Hochr&uuml;stung<\/strong><br>\n&bdquo;Der Entwurf der EU-Kommission markiert eine gravierende Verschiebung der &ouml;ffentlichen Mittel von der Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse innerhalb der EU hin zu einer Militarisierung und Abschottung nach au&szlig;en. Im Rahmen eines neu eingerichteten &sbquo;Europ&auml;ischen Verteidigungsfonds&lsquo; k&ouml;nnen f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2027 bis zu 48,6 Milliarden Euro aktiviert werden, teils aus dem EU-Haushalt selbst, teils &uuml;ber einen Hebelmechanismus aus den Einzelhaushalten der EU-Mitgliedsstaaten. Die EU-Vertr&auml;ge verbieten eigentlich R&uuml;stungsfinanzierung. Die EU-Kommission versucht dieses Verbot zu umgehen, indem sie die Mittel als &sbquo;Ma&szlig;nahmen zur Wettbewerbsf&ouml;rderung&lsquo; deklariert&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum Finanzrahmen der EU (2021-2027). Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Zus&auml;tzlich sollen f&uuml;r 6,5 Milliarden Euro Stra&szlig;en und Br&uuml;cken panzerf&auml;hig gemacht werden, um eine schnellere milit&auml;rische Verlegef&auml;higkeit gegen einen anderen Teil Europas, n&auml;mlich Russland, zu erm&ouml;glichen. Diese Vertiefung der Spaltung Europas findet sich zynischerweise unter dem Stichwort &sbquo;Connecting Europe&lsquo; wieder. Hinzu kommen weitere 10,5 Milliarden Euro f&uuml;r EU-Eins&auml;tze wie auch Operationen &sbquo;befreundeter&lsquo; Drittstaaten sowie den Aufbau und die Aufr&uuml;stung ihres Milit&auml;rs.<br>\nAuf der anderen Seite soll ausgerechnet bei den Mitteln f&uuml;r die Struktur- und Regionalfonds gek&uuml;rzt werden, die daf&uuml;r eingesetzt werden k&ouml;nnten, dass die Peripherie und strukturschwache Regionen nicht noch weiter abgeh&auml;ngt werden. Anstatt notwendige reale sozial-&ouml;kologische Investitionen anzuschieben, sollen die Mittel verst&auml;rkt zur Durchf&uuml;hrung von marktradikalen Strukturreformen verwendet werden und die Vergabe noch st&auml;rker an neoliberale wirtschaftspolitische Bedingungen gekn&uuml;pft werden.<br>\nDie wachsende soziale Spaltung innerhalb der EU wird mit diesem Haushaltansatz durch aggressive Politik nach au&szlig;en &uuml;berdeckt. Ein solcher Ansatz ist nicht zustimmungsf&auml;hig und muss dringend &uuml;berarbeitet werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/eu-haushalt-erfaehrt-paradigmenwechsel-richtung-hochruestung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Abr&uuml;sten ist das Gebot der Stunde&rdquo;: Parteienvertreter pr&auml;sentieren friedenspolitischen Appell<\/strong><br>\nIn Berlin pr&auml;sentierten Vertreter der Linken, der SPD, der Gr&uuml;nen sowie sogenannter zivilgesellschaftlicher Organisationen einen internationalen friedenspolitischen Appell. Vor dem Hintergrund weltweit steigender R&uuml;stungsausgaben sei dieser dringend notwendig.<br>\nAnl&auml;sslich der j&uuml;ngsten Ver&ouml;ffentlichung des SIPRI-Berichtes zu den weltweiten R&uuml;stungsausgaben pr&auml;sentierten am Mittwoch in Berlin Vertreter von Parteien und Nichtregierungsorganisationen ihren friedenspolitischen Aufruf &ldquo;Disarm!&rdquo; auf einer Pressekonferenz. Der internationale Appell wurde von zahlreichen Wissenschaftlern, darunter mehreren Nobelpreistr&auml;gern, sowie Parlamentariern und Gewerkschaftern unterzeichnet. Initiiert hatte den Appell der langj&auml;hrige Friedensaktivist Rainer Braun, Co-Pr&auml;sident des Internationalen Friedensb&uuml;ros (IPB).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/69357-abruesten-ist-gebot-stunde-parteivertreter\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die h&auml;ufigsten Selbstzahler-Angebote sind zweifelhaft<\/strong><br>\nJahr f&uuml;r Jahr wird der Patientin der Ultraschall der Eierst&ouml;cke empfohlen. Jedes Mal sagt ihr die Gyn&auml;kologin, diese Art der Krebsvorsorge sei n&ouml;tig, auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht &uuml;bernehme. Das gravierendste Problem: Die 60-J&auml;hrige hat gar keine Eierst&ouml;cke mehr; bereits Jahre zuvor wurden ihr die Organe entfernt. Es ist ein Extremfall, &uuml;ber den der medizinische Dienst des Spitzenverbands der Krankenkassen (MDS) jetzt berichtet. Doch er zeigt, wie prek&auml;r der Umgang mit den Selbstzahlerleistungen sein kann.<br>\nJeder zweite Patient hat in den vergangenen drei Jahren eine sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) angeboten bekommen. Bedenklich ist zum einen der Nachdruck, mit dem die Offerten unterbreitet werden: Mehr als jeder Dritte f&uuml;hlte sich vom Arzt bedr&auml;ngt. Besorgniserregend ist aber auch, dass die h&auml;ufigsten Angebote zugleich besonders zweifelhaft sind, wie aus einer Umfrage des MDS hervorgeht. Das Beratungsgremium der Kassen hat mehr als 2000 Versicherte zu ihren Erfahrungen mit den IGEL befragt und eine Rangliste der am h&auml;ufigsten angebotenen Leistungen zusammengestellt. Auf Platz eins rangiert die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Fr&uuml;herkennung. Jeder f&uuml;nfte Patient, mit dem schon einmal ein IGEL-Gespr&auml;ch gef&uuml;hrt wurde, bekam diese Untersuchung angeraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/gesundheit\/igel-die-haeufigsten-selbstzahler-angebote-sind-zweifelhaft-1.3965688\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Profitgier vor Gesundheit &ndash; Viele individuelle Gesundheitsleistungen schaden den Patienten<\/strong><br>\n&bdquo;Trotz massiver gesundheitlicher Risiken verh&ouml;kern viele &Auml;rzte weiterhin sogenannte individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL). Sie verspielen so nicht nur das Vertrauen der Patienten, sondern letzten Endes auch deren Gesundheit&ldquo;, kommentiert Achim Kessler, Sprecher der Fraktion DIE LINKE f&uuml;r Gesundheits&ouml;konomie, den aktuellen IGeL-Monitor des medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS). Kessler weiter:<br>\n&bdquo;Der MDS best&auml;tigt, dass mehr als jeder dritte Patient dar&uuml;ber klagt, zu IGeL gedr&auml;ngt oder unter Druck gesetzt worden zu sein. IGeL sind von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen &ndash; zu Recht, da sie sich nicht am nachgewiesenen medizinischen Nutzen orientieren. Gerade die meistverkauften IGeL sind laut MDS in ihrem medizinischen Nutzen &sbquo;negativ&lsquo; oder &sbquo;tendenziell negativ&lsquo; zu bewerten. In vielen F&auml;llen sind sie neben den zus&auml;tzlich anfallenden Kosten gesundheitssch&auml;digend, eine Aufkl&auml;rung &uuml;ber m&ouml;gliche Risiken gegen&uuml;ber den Patienten unterbleibt jedoch in weiten Teilen.<br>\nDIE LINKE fordert zum Schutz der Patienten, unn&ouml;tige und gesundheitssch&auml;digende IGeL von der Angebotsliste zu streichen. F&uuml;r die IGeL ist ein sicherer rechtlicher Rahmen zu schaffen, und wirksame Ma&szlig;nahmen zur Qualit&auml;tssicherung m&uuml;ssen ergriffen werden. &Auml;rzte m&uuml;ssen ihre Patienten &uuml;ber Gesundheitsrisiken aufkl&auml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/profitgier-vor-gesundheit-viele-individuelle-gesundheitsleistungen-schaden-den-patienten\/%20\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kind kommt, Krei&szlig;saal fehlt<\/strong><br>\nEine gute Nachricht kam vor wenigen Wochen vom Statistischen Bundesamt: Frauen in Deutschland bekommen wieder mehr Kinder, von 2015 auf 2016 stieg die Zahl der Geburten um sieben Prozent. Doch die schlechte Nachricht folgt nun, sie kommt aus dem Bundesgesundheitsministerium: Trotz des steigenden Bedarfs schlie&szlig;en jedes Jahr mehr Kliniken ihre Geburtsstationen. 2016 gab es mit 690 Entbindungsstationen ein F&uuml;nftel weniger in Deutschland als zehn Jahre zuvor. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Diese Entwicklung sp&uuml;ren Frauen besonders schmerzlich, wenn &uuml;berf&uuml;llte Kliniken sie kurz vor der Geburt abweisen. Laut einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Gyn&auml;kologie und Geburtshilfe passierte das im zweiten Halbjahr 2017 in einem Drittel der knapp 200 befragten Krankenh&auml;user. Als wichtigste Ursachen nannten diese einen Mangel an Hebammen, an Krei&szlig;s&auml;len sowie an Betten auf der Fr&uuml;hchen-Station.<br>\nDie Gyn&auml;kologie-Gesellschaft ist mit ihren Erkenntnissen schon schlauer als Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Denn aus seinem Haus hei&szlig;t es, bis auf eine steigende Nachfrage nach Fr&uuml;hgeborenenzentren verf&uuml;ge das Ministerium &ldquo;nicht &uuml;ber Kenntnisse zu den strukturellen Ursachen&rdquo; der Schlie&szlig;ungen von Geburtsstationen.<br>\nDabei hatten Union und SPD gerade erst im Koalitionsvertrag versprochen, sich um eine &ldquo;wohnortnahe Geburtshilfe&rdquo; zu k&uuml;mmern. Auch Beleg&auml;rzte wolle man unterst&uuml;tzen, um die Situation in den Krei&szlig;s&auml;len zu verbessern, hei&szlig;t es dort. Schlie&szlig;lich leiden &Auml;rzte, die Geburten begleiten, unter teuren Berufshaftpflichtversicherungen &ndash; kann doch ein Fehler zu einem lebenslangen Schaden beim Kind f&uuml;hren. W&auml;hrend die Krankenkassen Hebammen mittlerweile bei der Haftpflicht unterst&uuml;tzen, stehen Beleg&auml;rzte weiter unter Druck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geburtshilfe-kind-kommt-kreisssaal-fehlt-1.3964181\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neuregelung des Familiennachzugs zu subsidi&auml;r Schutzberechtigten &ndash; Stellungnahme<\/strong><br>\nDer Parit&auml;tische Gesamtverband spricht sich grunds&auml;tzlich gegen die Abschaffung des subjektiven Rechts auf Familiennachzug f&uuml;r subsidi&auml;r schutzberechtigte Menschen und somit auch gegen den aktuell vorgelegten Gesetzesentwurf aus. Stattdessen fordern wir die Erm&ouml;glichung des Familiennachzugs unter denselben Voraussetzungen, wie sie f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge im Sinne der Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention(GFK) gelten.<br>\nDie unterschiedliche Behandlung in vergleichbaren Situationen ohne eine objektive Rechtfertigung f&uuml;r die Ungleichbehandlung versto&szlig;en sowohl nach der Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte (EGMR) als auch nach der des Bundesverfassungsgerichts gegen das Diskriminierungsverbot gem&auml;&szlig; Artikel 8 i.V.m. Art. 14 der Europ&auml;ischen Menschenrechtskonvention (EMRK) bzw. Art. 6 des Grundgesetzes. Subsidi&auml;r Schutzberechtigte befinden sich aber in einer Lebenssituation, die mit derer nach der GFK anerkannter Fl&uuml;chtlinge vergleichbar ist. Dar&uuml;ber hinaus haben sie einen vergleichbaren Schutzbedarf: So sch&uuml;tzen beide Institute vor schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte.<br>\nDer subsidi&auml;re Schutz greift bei drohender Todesstrafe, Folter oder unmenschlicher Behandlung und bei Bedrohungen von Leib und Leben von Zivilist\/-innen im Kontext bewaffneter Konflikte. Ob &uuml;berhaupt bzw. wann eine R&uuml;ckkehr in L&auml;nder wie z.B. Syrien, Afghanistan oder den Irak m&ouml;glich sein wird, ist in der Regel f&uuml;r beide Personengruppen gleicherma&szlig;en nicht absehbar. Beide Gruppen k&ouml;nnen also nicht darauf verwiesen werden, dass ihre Familienzusammenf&uuml;hrung im Herkunftsland m&ouml;glich sei &ndash; wie auch der Gesetzgeber bei der erst im Jahr 2015 beschlossenen Gleichstellung feststellte. Dar&uuml;ber hinaus ist eine Familienzusammenf&uuml;hrung mangels Einreise- und Niederlassungsrechts in den allermeisten F&auml;llen auch nicht in sonstigen Drittstaaten wie etwa den Erstaufnahme- und Transitstaaten m&ouml;glich. Aus guten Gr&uuml;nden hatte man daher subsidi&auml;r Gesch&uuml;tzen im Rahmen des bisherigen Unionsrechts die nahezu gleichen Rechte einger&auml;umt wie anerkannten Fl&uuml;chtlingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/fachinfos\/stellungnahmen-und-positionen\/neuregelung-des-familiennachzugs-zu-subsidiaer-schutzberechtigten-stellungnahme\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regieren ohne Regierung &ndash; Italien als Laboratorium <\/strong><br>\nAnomalie oder Laboratorium &ndash; wie ist die politische Situation in Italien einzusch&auml;tzen? Die Sieger der allgemeinen Wahlen vom 4. M&auml;rz 2018 sind die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und die Lega von Matteo Salvini. Die Linke hingegen ist fragmentiert und steht als Verlierer da. Auch wenn keine Partei oder Regierung derzeit eine Mehrheit zu Stande bringt, tritt jedoch keine Situation der &bdquo;Unregierbarkeit&ldquo; ein. Um diese politische Situation zu verstehen und m&ouml;gliche k&uuml;nftige Szenarien zu entwerfen, m&uuml;ssen wir uns die Entwicklungen der letzten sieben Jahre vor Augen f&uuml;hren, insbesondere die vor kurzem erfolgte Reform des Wahlgesetzes. (&hellip;)<br>\nWenn man aus einer europ&auml;ischen Perspektive auf Italien blickt, stellt sich die &uuml;bliche alte Frage: ist der italienische Fall eine &bdquo;Anomalie&ldquo;, ein scheinbar nie endender &Uuml;bergang? Oder ist Italien als ein Laboratorium zu sehen, dessen Ph&auml;nomene, Kr&auml;ftekonstellationen und L&ouml;sungen m&ouml;gliche Entwicklungen im Rest Europas vorwegnehmen? Darauf l&auml;sst sich derzeit keine eindeutige Antwort geben. Es hilft jedoch, auf einige Tatsachen zu blicken, die hinter diesem Panorama stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeitschrift-luxemburg.de\/regieren-ohne-regierung-italien-als-laboratorium\/%20\">Luxemburg<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.A.:<\/strong> Wirklich empfehlenswerter detaillierter Artikel aus linker Sicht &uuml;ber die derzeitige aktuelle politische Situation in Italien und eine umfassende konkrete Analyse der Parteienlandschaft mit ausf&uuml;hrlicher differenzierter Darstellung der Probleme der Linken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konflikt im Westjordanland: Ohne Wasser und Strom<\/strong><br>\nIsraelische Soldaten zerst&ouml;ren im Westjordanland Pumpen und Solarger&auml;te pal&auml;stinen&shy;sischer Hirten. Sie haben keine Baugenehmigung.<br>\nEin paar tausend Hirten und Beduinen leben unter &auml;rmlichsten Verh&auml;ltnissen in insgesamt 28 nicht anerkannten Minid&ouml;rfern im s&uuml;dlichen Zipfel des Westjordanlandes. Um das Dorf Merkas zu erreichen, braucht man einen Gel&auml;ndewagen oder einen Esel f&uuml;r die letzten Kilometer, die &uuml;ber Ger&ouml;ll und Schlagl&ouml;cher f&uuml;hren. Die Bauern leben meist in H&ouml;hlen. Wer kann, zimmert sich aus Steinen, Wellblech und dicken Planen ein zus&auml;tzliches Zimmer oder einen Unterschlupf f&uuml;r die Tiere.<br>\n&bdquo;Es hat ein Jahr gedauert, bis wir den Ziegenstall fertig hatten.&ldquo; Widad Ahmad steht ratlos in dem Gehege, dem seit gestern das Dach fehlt. Sie sorgt sich um die Tiere, f&uuml;r die es weit und breit keinen Schattenplatz mehr gibt. Der Sommer hat noch nicht angefangen, trotzdem steht am sp&auml;ten Vormittag schon die Luft vor Hitze in dem kleinen W&uuml;stendorf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Konflikt-im-Westjordanland\/!5503220\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die 68er-Bewegung in Deutschland und ihre Bedeutung 1968 bis 2018<\/strong><br>\n1.Was hat Sie motiviert, 1968 an den Protestdemonstrationen teilzunehmen? Warum haben Sie gesagt, dass Sie w&auml;hrend der Zeit als Universit&auml;tsstudent politisiert worden sind?<br>\nUnzufriedenheit mit den universit&auml;ren, den gesellschaftlichen und politischen Verh&auml;ltnissen war das Hauptmotiv. Ich habe in der Zeit von 1966 bis 1970 studiert, hatte allerdings als Werkstudent wenig Zeit, mich politisch zu engagieren; ich habe an Diskussionen, Studentenversammlungen und Demonstrationen, u.a. gegen den Vietnamkrieg, teilgenommen. Bevor ich in die Universit&auml;tsstadt G&ouml;ttingen kam (wo zum Beispiel auch Zhou Enlai studiert hat), hatte ich in einer Kleinstadt in der Provinz gelebt und mich nicht um Politik gek&uuml;mmert. Durch die Studentenproteste wurde ich f&uuml;r gesellschaftliche und politische Fragen sensibilisiert. F&uuml;r mich war die Studentenrevolte von 1968 sehr wichtig, ich habe mich in dieser Zeit zu einem bewussteren Menschen entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180504-Interv-HongKong4-18.pdf\">Interview mit Dr. Wolfgang Bittner bei HK01 World News, Hong Kong [PDF]<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TTIP auf Japanischstoppen!<\/strong><br>\nTrotz der breiten Proteste gegen TTIP und CETA hat sich an der europ&auml;ischen Handelspolitik kaum etwas ge&auml;ndert. Das zeigen die Verhandlungen zum EU-Japan Abkommen JEFTA. Bei diesem derzeit weltgr&ouml;&szlig;ten Abkommen gibt es die gleichen Probleme wie bei TTIP und CETA: Geheimverhandlungen. Enormen Lobbyeinfluss. Einfallstore f&uuml;r Lobbyisten &uuml;ber regulatorische Kooperation. Und einseitige Klagerechte f&uuml;r Konzerne durch die Hintert&uuml;r.<br>\nSchon am 12. Juli soll JEFTA unterzeichnet werden &ndash; doch zuvor muss noch der EU-Ministerrat entscheiden. Damit der auf die Bremse steigt, m&uuml;ssen Berlin und Br&uuml;ssel jetzt ein deutliches Signal bekommen: Schluss mit der Handelspolitik f&uuml;r Konzerne, wir brauchen einen echten Kurswechsel!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/kurswechsel-in-der-handelspolitik\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Regierungsbeamte arbeiten im Sonderurlaub als Lobbyist<\/strong><br>\nZahlreiche Regierungsbeamte arbeiten in ihrem Sonderurlaub f&uuml;r Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde &ndash; teilweise in Leitungspositionen und mehrere Jahre lang. Interessenkonflikte mag die Gro&szlig;e Koalition nicht erkennen, im Gegenteil: Selbst der Lobbyjob eines Staatsdieners bei Volkswagen  sei &ldquo;im besonderen Interesse der Bundesregierung&rdquo;.<br>\nF&uuml;r einen Beamten des Bundes gelten eine ganze Reihe an Ma&szlig;gaben. So hat er dem &bdquo;ganzen Volk&ldquo; zu dienen, das &bdquo;Wohl der Allgemeinheit&ldquo; zu beachten und Vorbild zu sein &ndash; selbst in seiner Freizeit. &bdquo;Innerhalb und au&szlig;erhalb des Dienstes&ldquo;, so verlangt es das Bundesbeamtengesetz (BBG), muss ein Staatsdiener &bdquo;der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die sein Beruf erfordert.&ldquo;<br>\nMan fragt sich, wie derlei Grunds&auml;tze mit einem Lobbyjob in der Automobilwirtschaft zu vereinbaren sind.<br>\nVor vier Jahren r&auml;umte ein hochrangiger Beamter seinen Schreibtisch im Ausw&auml;rtigen Amt (AA), um Erfahrungen in der freien Wirtschaft zu sammeln. Anstatt in der Beh&ouml;rde Akten zu studieren, ist der Staatsdiener seitdem beim Volkswagen-Konzern f&uuml;r&rsquo;s internationale Lobbygesch&auml;ft zust&auml;ndig &ndash; als Leiter &bdquo;Konzern Au&szlig;enbeziehungen International&rdquo; (inzwischen Leiter &ldquo;Internationale und Europ&auml;ische Politik&rdquo;). Anfang 2018 &uuml;bernahm der beurlaubte Au&szlig;enamtsmitarbeiter dann sogar kommissarisch den Posten des Cheflobbyisten der Volkswagen Gruppe, nachdem der fr&uuml;here Regierungssprecher Thomas Steg im Zuge des Abgasskandals &uuml;ber die umstrittenen Affenversuche gestolpert war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2018-05-02\/siemens-daimler-volkswagen-die-tatigkeiten-von-regierungsbeamten-der-wirtschaft\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der &Ouml;konom und Politologe Elmar Altvater ist am 1. Mai 2018 gestorben<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik schreibt in ihrem neuesten Newsletter dazu: wir trauern  &bdquo;um einen jahrzehntelangen gemeinsamen wissenschaftlichen K&auml;mpfer, Mitstreiter und Unterst&uuml;tzer einer alternativen Wirtschafts-, Globalisierungs- und Klimapolitik. Elmar wird uns sehr fehlen.&ldquo;<br>\nGleichzeitig wird im Newsletter der Arbeitsgruppe auf die 1.Mai-Rede von Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup hingewiesen, die dieser in Witten hielt. Auf diese Rede verlinken wir &ndash; zugleich als eine inhaltliche W&uuml;rdigung der Arbeiten von Elmar Altvater:<br>\nLiebe Mai-Demonstrantinnen und Demonstranten, der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. 3.610 Frauen und M&auml;nner in Witten haben zurzeit aber keine Arbeit. Das kapitalistische System &ndash; in dem die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten ihre Arbeitskraft an Unternehmer verkaufen m&uuml;ssen (weil nur den Unternehmern die Produktionsmittel geh&ouml;ren) &ndash; verweigert Arbeitslosen eine ausk&ouml;mmliche Erwerbsarbeit. Dies gilt auch f&uuml;r die Millionen Arbeitslose und Unterbesch&auml;ftige in ganz Deutschland. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit weist Ende April diesen Jahres 2,4 Millionen registrierte Arbeitslose in ihrer amtlichen Statistik aus. Tats&auml;chlich waren es aber 3,4 Millionen Arbeitslose. Fast eine Million Arbeitslose werden schlicht wegdefiniert. Befindet sich z.B. ein Arbeitsloser in einer Weiterbildungsma&szlig;nahme oder hat sich krank gemeldet, dann sind diese Arbeitslosen f&uuml;r die Bundesagentur nicht mehr arbeitslos. Z&auml;hlt man noch die Unterbesch&auml;ftigten hinzu, die lieber l&auml;nger arbeiten wollen, als man ihnen eine M&ouml;glichkeit dazu bietet, dann haben wir zurzeit rund 6 Millionen Arbeitslose in Deutschland, das entspricht einer Arbeitslosenquote von weit &uuml;ber 13 Prozent und nicht von gut 5 Prozent wie &ouml;ffentlich behauptet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/heinz_j._bontrup_1._mai_rede_2018_in_witten.pdf\">Heinz-J. Bontrup (Download Heinz-J. Bontrup, 1. Mai-Rede 2018 in Witten.pdf ca. 92 Kb)<\/a>\n<p><strong>dazu: Elmar Altvater gestorben<\/strong><br>\nEin Nachruf des Wissenschaftlichen Beirats und des Koordinierungskreises von Attac Deutschland<br>\nAm 1. Mai ist Elmar Altvater im Alter von 79 Jahren gestorben. Er war Gr&uuml;ndungsmitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac, hat an vielen Stellungnahmen mitgewirkt und trat h&auml;ufig &ouml;ffentlich auf, um mit seinen Analysen zu politischen Kl&auml;rungsprozessen und Strategiebildung beizutragen: bei Attac-Kongressen, Sommerakademien oder vor lokalen Gruppen. Er war einer der profiliertesten und streitbarsten Kapitalismuskritiker &ndash; unbequem, ein Querdenker und gleichzeitig wortgewandt und charmant.<br>\nElmar Altvater hat Studierende und die Teilnehmenden an &ouml;ffentlichen Veranstaltungen, KollegInnen und FreundInnen immer beeindruckt durch sein umfassendes Wissen, seine Kenntnisse internationaler Gegebenheiten, seine nachdr&uuml;ckliche Art, sich sachlich und engagiert, argumentativ und k&auml;mpferisch, weitblickend und oftmals geradezu prophetisch zu &auml;u&szlig;ern. Seine Analyse der Gesellschaft, die immer auch Kritik kapitalistischer &Ouml;konomie war, ist wegweisend und wird weiter f&uuml;r uns alle inspirierend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/elmar-altvater-gestorben\/\">attac<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: DIE LINKE verliert einen gro&szlig;en Mitstreiter<\/strong><br>\nZum Tod von Elmar Altvater erkl&auml;ren die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch:<br>\nMit Elmar Altvater verliert die Linke in diesem Land einen ihrer engagiertesten und bekanntesten K&ouml;pfe. Elmar Altvater war sein Leben lang konsequent in der Kritik an der bestehenden Wirtschaftsordnung. Es war ihm wichtig, als Marxist einen h&ouml;rbaren Kontrapunkt  zum Konservatismus der deutschen Universit&auml;ten zu setzen. Es gelang ihm, den Studierenden anderes nahezubringen als die vorherrschende neoklassische Wirtschaftstheorie.<br>\nImmer suchte er neben der theoretischen Auseinandersetzung auch nach M&ouml;glichkeiten der Umsetzung in die konkrete Politik. Sein Weg f&uuml;hrte ihn anf&auml;nglich zu den Gr&uuml;nen, die er aus Protest gegen deren Eintritt in den Kosovokrieg wieder verlie&szlig;. Als scharfer Globalisierungskritiker engagierte er sich intensiv bei Attac. 2007 trat er der LINKEN bei, wo er als Mitglied der Programmkommission pr&auml;gend an der Formulierung des Erfurter Grundsatzprogramms der neuen Partei beteiligt war.<br>\nElmar Altvater war f&uuml;r DIE LINKE ein gro&szlig;er Gewinn. Sein umfassendes Wissen und sein Sachverstand, seine Kenntnis der Theorie ebenso wie seine Bereitschaft, sich einzumischen, waren in der Programmdebatte wie auch in der praktischen Politik von gro&szlig;em Wert. Wir danken Elmar Altvater f&uuml;r den wichtigen Beitrag, den er f&uuml;r unsere Partei und die Linke in diesem Land geleistet hat. Er wird uns fehlen &ndash; aber vieles von ihm wird bleiben.<br>\nDer Tod Elmar Altvaters macht uns sehr traurig. Es ist schwer vorstellbar, dass er nicht mehr da ist. Unser gro&szlig;es Mitgef&uuml;hl gilt seiner Lebensgef&auml;hrtin und seiner Familie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/die-linke-verliert-einen-grossen-mitstreiter\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43774","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43774","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43774"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43774\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43777,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43774\/revisions\/43777"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43774"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43774"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}