{"id":43789,"date":"2018-05-06T09:00:24","date_gmt":"2018-05-06T07:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789"},"modified":"2018-05-04T14:38:50","modified_gmt":"2018-05-04T12:38:50","slug":"hinweise-der-woche-60","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h01\">Wahrsagende Rentenforscher und Sparfanatiker &ndash; 50% vom netto f&uuml;r Renten lohnt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h02\">Nachdenken &uuml;ber eine linke Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h03\">Thesenpapier: Linke Einwanderungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h04\">Maas und Merkel versprechen Amerikanern deutlich h&ouml;here deutsche Milit&auml;rausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h05\">Haushalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h06\">Rentenkommission missachtet Parlament und Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h07\">3,7 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 2000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h08\">Regierungsbeamte arbeiten im Sonderurlaub als Lobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h09\">USA und China r&uuml;sten auf, Russland spart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43789#h10\">Tag der Arbeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahrsagende Rentenforscher und Sparfanatiker &ndash; 50% vom netto f&uuml;r Renten lohnt sich<\/strong><br>\n&bdquo;Experten&ldquo; wissen es: Die Rentenpl&auml;ne der GroKo kosten im Jahr 2048 mehr als 125 Milliarden Euro. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten will, muss fr&uuml;h anfangen zu sparen und zwar 22% bis 55% seines Nettoeinkommens &ndash; zus&auml;tzlich zur gesetzlichen Rente (die Zahlen sind keine Schreibfehler). (&hellip;)<br>\nKaum hat Sozialminister Heil angedeutet, dass er die GroKo-Pl&auml;ne zur Rente auch umsetzen wolle, haben &bdquo;anerkannte Rentenforscher&ldquo; angefangen zu rechnen. Herausgekommen ist das Urteil: &bdquo;unbezahlbar&ldquo;.<br>\nDie Ergebnisse der Rentenforscher wurden zuerst in der S&uuml;ddeutschen Zeitung (SZ vom 23.4.18) ver&ouml;ffentlicht und dann von den Hauptmedien ungefiltert &uuml;bernommen. Hinter den &bdquo;anerkannten Rentenforschern&ldquo; verbirgt sich Axel B&ouml;rsch-Supan, Direktor des MEA (Munich Center for the Economics of Aging), das mit Mitteln des GDV (Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft) 2001 in die Welt gesetzt wurde und jetzt unter dem renommierten Namen &bdquo;Max-Planck-Institut&ldquo; firmiert. Dieser Hintergrund wird in der Berichterstattung verschwiegen, ebenso, dass Marc Beise, Chefredakteur bei der SZ, im Kuratorium des besagten Max-Planck-Instituts sitzt.<br>\nHerr B&ouml;rsch-Supan f&auml;ngt mit seinen Berechnungen weit in der Zukunft, im Jahr 2025, an. Da gibt es zwar dann keine gesetzliche Grundlage, weil die Gesetze zur doppelten Haltelinie (48% Rentenniveau; 20% Rentenversicherungsbeitrag), ausdr&uuml;cklich nur bis 2025 gelten sollen. Er drischt mit seinem &bdquo;unbezahlbar&ldquo; also auf Rentenpl&auml;ne der Regierung, die gar nicht vorhanden sind.<br>\nDas ist so sonderbar wie &uuml;blich, wenn solche Rentenexperten zu Wort gemeldet werden. Es wird immer in die weite Zukunft spekuliert, so lassen sich die krudesten Szenarien propagieren &ndash; beweise mal einer das Gegenteil. Und es wird nie, oder &auml;u&szlig;erst selten, in die Vergangenheit geschaut. Denn empirische Daten k&ouml;nnten die Glaubw&uuml;rdigkeit untergraben.<br>\nEs geht also um die Methode, nicht um die konkreten Erkenntnisse dieser &bdquo;Wissenschaftler&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/wahrsagende-rentenforscher-und-sparfanatiker-50-vom-netto-fuer-renten-lohnt-sich\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nachdenken &uuml;ber eine linke Sammlungsbewegung<\/strong><br>\n(&hellip;) Bedingung f&uuml;r diesen Erfolg ist aber die t&auml;gliche Bereitschaft der Parteimitglieder, ihre verschiedenen Partikularinteressen, vor allem die Vertretung der eigenen Gruppenidentit&auml;t, hinter sich zu lassen und ihre ganze Kraft gemeinsamen Anliegen zu widmen. Erst diese F&auml;higkeit zu kollektivem Handeln macht aus einer zersplitterten Sammlungspartei eine sozialistische Kraft, die zum aktiven Eingreifen f&auml;hig ist. (&hellip;)<br>\nIn ihrem Erfurter Grundsatzprogramm von 2012 h&auml;lt die Die Linke zwar an der Forderung nach einer sozialistischen Gesellschaft als politische Zielvorstellung fest, aber diese ist nur noch ein abstrakter Wert, vergleichbar mit dem ethischen bzw. demokratischen Sozialismus der Sozialdemokratie. (&hellip;) Die in Westeuropa erfolgreichen linken Parteien gehen im Unterschied dazu auch in ihrer weltanschaulichen Ausrichtung andere Wege. Sie versuchen ein theoretisches Zentrum zu rekonstruieren und beziehen sich dabei auf die marxistische Gesellschaftstheorie. Von den Sammlungs- bzw. Bewegungsparteien innerhalb der Europ&auml;ischen Linken (EL) werden sie deshalb oft des Dogmatismus beschuldigt. (&hellip;)<br>\nBei allen aktuellen &Uuml;berlegungen hinsichtlich der Notwendigkeit der Schaffung einer breiten linken Volkspartei gilt daher: Die Sammlung m&ouml;glichst vieler Mitglieder in einer solchen Partei kann nur gelingen, wenn sie in der Lage ist, sich auf einheitliche Aktionen und Kampagnen zu verst&auml;ndigen, und wenn sie zugleich ein hinreichend geschlossenes theoretisches Weltbild herausbilden kann, an dem sich ihre Mitglieder ausrichten k&ouml;nnen. (&hellip;) Die europaweiten Verluste der Sozialdemokratie, die in einigen L&auml;ndern, etwa in Frankreich, den Niederlanden, Irland, Griechenland und in Tschechien, bereits zu ihrer Marginalisierung gef&uuml;hrt haben, sind Ergebnis des zerbrochenen Vertrauens der arbeitenden Klasse in die Sozialdemokratie als ihre einstmalige Interessenvertretung. Dahinter steht die Erfahrung, da&szlig; die sozialdemokratischen Eliten, einmal an die Macht gelangt, bruchlos an die neoliberale Politik der Konservativen und Liberalen ankn&uuml;pfen, und sie &ndash; wie in Deutschland unter Schr&ouml;der geschehen &ndash; sogar noch versch&auml;rfen. Die Sozialdemokraten &ouml;ffneten sich aber nicht nur dem Neoliberalismus als Wirtschaftsstrategie, sondern auch Politikinhalten, die man zusammengefasst als postmaterielle bezeichnen kann. &Uuml;berall &uuml;bernahmen sie Werte und Inhalte der Gr&uuml;nen bzw. der &bdquo;neuen sozialen Bewegungen&ldquo;, der Umweltbewegung, der Feministinnen sowie der verschiedenen Initiativen zur Gleichstellung von Minderheiten. Die traditionelle Ausrichtung linker Politik auf gesamtgesellschaftliche Ziele, auf die Emanzipation der Lohnabh&auml;ngigen als der &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, ging dabei verloren. &hellip; Rechtspopulistische Parteien bekommen so leichtes Spiel, erhalten sie doch ohne gr&ouml;&szlig;ere eigene Anstrengung Zulauf aus dem sozialdemokratischen Milieu. Sie brauchen nur die von der Linken aufgegebenen Werte wie Gemeinwohl, B&uuml;rgersinn und Engagement f&uuml;r das eigene Land zu &uuml;bernehmen. Anschlie&szlig;end k&ouml;nnen sie sie in ihrem Sinne auslegen&hellip;<br>\n(&hellip;) Der dem Vorsto&szlig; von Lafontaine und Wagenknecht zugrundeliegende inhaltliche Konflikt verweist darauf, da&szlig; die Zeiten von linken Mosaik- bzw. Patchworkparteien europaweit zu Ende gehen. Die Krise der deutschen Linkspartei ist Teil einer westeurop&auml;ischen Entwicklung, in der sich zeigt, da&szlig; das Modell der pluralistischen, ohne theoretisches Zentrum arbeitenden linken Sammlungs- bzw. Bewegungspartei f&uuml;r immer mehr sich links Engagierende als nicht mehr der heutigen Situation angemessen angesehen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rotfuchs.net\/files\/rotfuchs-ausgaben-pdf\/2018\/RF-244-05-18.pdf\">Rotfuchs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N:<\/strong> Ein hochinteressanter faktenreicher Beitrag zur gegenw&auml;rtigen Pro- und Contra-Debatte im Rahmen einer von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine angestrebten linken Sammlungsbewegung aus entt&auml;uschten SPD-W&auml;hlern, dem linken Fl&uuml;gel der Gr&uuml;nen, von politischen Str&ouml;mungen, B&uuml;ndnissen und Bewegungen der Partei Die Linke, Gewerkschaftsmitgliedern, Pers&ouml;nlichkeiten aus der Wissenschaft, Kultur und Kunst. (&hellip;) Es muss einer weiteren Zersplitterung der Linken und damit deren Schw&auml;chung bei gleichzeitiger St&auml;rkung der Rechten, aktiv entgegengewirkt werden, indem man aus den vielf&auml;ltigen Erfahrungen anderer linker Parteien in Europa lernt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Thesenpapier: Linke Einwanderungspolitik<\/strong><br>\nIm bisherigen Debattenverlauf wurden Einwanderung und Asyl bzw. Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen teilweise durcheinander geworfen, manchmal unbeabsichtigt, zuweilen zu polemischen Zwecken. Beide m&uuml;ssen jedoch unterschieden werden, und zwar nicht nur rechtlich-administrativ, sondern auch normativ und handlungstheoretisch. Flucht und Einwanderung sind nicht nur formell und verwaltungsm&auml;&szlig;ig unterschiedliche Tatbest&auml;nde, es sind auch verschiedene Arten von Handlungen mit unterschiedlichen Entscheidungslagen, Beweggr&uuml;nden und Zielabsichten, die dementsprechend ethisch und politisch unterschiedlich zu betrachten und einzustufen sind.<br>\nUnbegrenzte Schutzgew&auml;hrung f&uuml;r Menschen in Not ist etwas anderes als eine unbegrenzte Einwanderung, die auch all diejenigen einschlie&szlig;en w&uuml;rde, die lediglich ein h&ouml;heres Einkommen erzielen oder einen besseren Lebensstandard genie&szlig;en wollen. Im ersten Fall geht es um eine Schutz- oder Rettungsma&szlig;nahme f&uuml;r Menschen in einer lebensbedrohlichen Not- oder Zwangslage. Im anderen Fall ist die Migration ein sozio-&ouml;konomisch motivierter Akt, der weder alternativlos ist, noch den letzten Strohhalm darstellt, sondern bei dem eine Wahl unter verschiedenen m&ouml;glichen Optionen getroffen wird. Hier haben die Aufnahmel&auml;nder ein Recht zur Regulierung der Migration.<br>\nIn der UN-Menschenrechtscharta ist zwar ein universales Auswanderungsrecht verankert, jedoch kein entsprechendes universales Einwanderungsrecht. Ein Recht auf globale Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit gibt es also de facto nicht und wird es in absehbarer Zeit nicht geben. Asyl- recht und Einwanderungs&bdquo;recht&ldquo; prinzipiell gleichzusetzen, ist also sachlich, normativ und handlungstheoretisch unbegr&uuml;ndet. In letzter Konsequenz w&uuml;rde damit das Asylrecht in seiner politischen und moralischen Geltungskraft geschw&auml;cht und durch ein Gesetz zur unbegrenzten Einwanderung entwertet und &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1923.thesenpapier-linke-einwanderungspolitik.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Maas und Merkel versprechen Amerikanern deutlich h&ouml;here deutsche Milit&auml;rausgaben<\/strong><br>\nAm Tag des Besuchs von Angela Merkel bei Donald Trump hat der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas beim NATO-Treffen in Br&uuml;ssel zugesagt, die deutschen Verteidigungsausgaben von derzeit 1,24 &ldquo;schrittweise&rdquo; auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erh&ouml;hen. Dieses Ziel schreibt die NATO seit 2014 vor. 2017 wurde es nur von den USA, Gro&szlig;britannien, Polen, Griechenland und Estland erreicht oder &uuml;berschritten. Die anderen 24 Mitgliedsstaaten blieben darunter.<br>\n(&hellip;) Vorher hatte der neue US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo, der bis vor kurzem noch CIA-Chef war, das Thema Verteidigungsausgaben angesprochen und gemeint, es sei &ldquo;inakzeptabel&rdquo;, wenn nicht alle Mitgliedsl&auml;nder ihre &ldquo;finanziellen Verpflichtungen&rdquo; erf&uuml;llen. Die, die das bislang nicht machen, m&uuml;ssten bis zum Juli einen &ldquo;glaubw&uuml;rdigen Plan&rdquo; vorlegen, wie sie das Ziel bis 2024 erreichen wollten, damit die Russen abgeschreckt werden. Aus Deutschland liegt so ein glaubw&uuml;rdiger Plan seinen Worten nach bislang nicht vor.<br>\nDie Forderung, dass die deutsche Bundesregierung ihr Wehrbudget erh&ouml;ht, &uuml;bermittelte gestern auch Pompeos Chef Donald Trump Maas&rsquo; Chefin Angela Merkel pers&ouml;nlich. Dabei stellte er Polen als Vorbild dar, worauf hin auch Merkel eine Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben versprach.<br>\n(&hellip;) Um Druck auf Deutschland und andere L&auml;nder auszu&uuml;ben hatte Trump auch die Frage der im M&auml;rz angek&uuml;ndigten neuen 25- und zehnprozentigen Einfuhrz&ouml;lle auf Stahl und Aluminium an die Verteidigungsausgaben von Verb&uuml;ndeten gekn&uuml;pft. Auch deshalb, weil er die Z&ouml;lle auf die beiden Metalle, aus denen Flugzeuge, Schiffe, Panzer, Kanonen und andere R&uuml;stungsg&uuml;ter gefertigt werden, mit der nationalen Sicherheit begr&uuml;ndete.<br>\nZ&ouml;lle auf Stahl und Aluminium<br>\nNun sollen die bisher ausgesetzten Z&ouml;llen f&uuml;r Deutschland und die anderen EU-L&auml;nder ab dem 1. Mai gelten &ndash; es sei denn, die Europ&auml;er machen Trump bis dahin ein Angebot f&uuml;r eigene Zollsenkungen, mit dem er zufrieden ist.<br>\n&hellip;Auch deshalb teilte der US-Pr&auml;sident der deutschen Kanzlerin bei ihrem nur zwanzigmin&uuml;tigen Treffen in Washington mit, Deutschland solle seinen Handels&uuml;berschuss zur&uuml;ckfahren. Merkel sicherte auch das zu, ohne konkrete Ma&szlig;nahmen dazu zu nennen. Sie wolle, so die Kanzlerin der Berliner Republik, einen &ldquo;fairen Handel&rdquo;, aber bis dahin sei es &ldquo;noch ein langer Weg&rdquo;.<br>\nAtomabkommen mit dem Iran<br>\nEine andere wichtige sicherheitspolitische Frage ist f&uuml;r Trump das von seinem Vorg&auml;nger Barack Obama unter Beteiligung des damaligen deutschen Au&szlig;enministers Frank-Walter Steinmeier ausgehandelte Atomabkommen mit dem Iran. Dieses Abkommen h&auml;lt Trump f&uuml;r so unvorteilhaft, dass er bis zum 12. Mai &uuml;ber einen R&uuml;ckzug der USA daraus entscheiden will. Beim Treffen mit Merkel meinte er dazu lediglich, man m&uuml;sse sicherstellen, dass das &ldquo;m&ouml;rderische Regime&rdquo; in Teheran, &ldquo;nie in die N&auml;he von Atomwaffen kommt&rdquo;. Merkel dagegen verlautbarte, das Abkommen sei zwar &ldquo;alles andere als perfekt&rdquo;, solle aber beibehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Maas-und-Merkel-versprechen-Amerikanern-deutlich-hoehere-deutsche-Militaerausgaben-4037327.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Haushalt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Investitionen: Die Null hat das Sagen<\/strong><br>\nOlaf Scholz ist, das kann man jetzt schon sagen, als Finanzminister ein Desaster. Er wird damit sehr erfolgreich sein<br>\nAls Finanzminister Olaf Scholz heute seinen Haushaltsentwurf f&uuml;r 2018 vorgestellt und die Finanzplanung bis 2022 pr&auml;sentiert hat, spielte er auf einer ganz eigenen rhetorischen Klaviatur, deren Spannbreite von knochentrocken floskelhaft bis hinauf zu sehr, sehr dr&ouml;ge reicht, gespickt mit seltenen Ans&auml;tzen eines lautlosen Schmunzelns. Es mag sein, dass Scholz denkt, so komme er dem Idealbild der Deutschen von einem Finanzminister nahe. Wahrscheinlich hat er damit sogar recht.<br>\nDoch das war blo&szlig; die Pr&auml;sentation. Der Inhalt dessen, was Scholz angek&uuml;ndigt hat, funktioniert leider sehr &auml;hnlich: Die schwarze Null, die sich Scholz ans Bein gebunden hat, das Absinken des Schuldenstands auf unter 60 Prozent des BIP, das er stolz verk&uuml;ndete. &Ouml;konomisch mag das sinnlos sein. Scholz rechnet damit, dass es politisch erfolgreich sein wird. Und wenn schon nicht f&uuml;r seine Partei, dann wenigstens f&uuml;r ihn selbst.<br>\nIm Koalitionsvertrag zwischen CDU\/CSU und SPD hie&szlig; es noch, man wolle &bdquo;investieren in die Zukunft&ldquo;. Es stellt sich heraus, dass das nicht w&ouml;rtlich gemeint war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/pep\/die-null-hat-das-sagen\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinkende Investitionen: Scholz&rsquo; neuer Haushalt ist fast schon ein Skandal<\/strong><br>\nWenn in einem Land wie Deutschland dauerhaft Steuer&uuml;bersch&uuml;sse anfallen, andererseits aber die Sch&uuml;ler im internationalen Vergleich bei der Bildung abgeh&auml;ngt bleiben, wenn alte Menschen in Pflegeheimen weggesperrt werden, die Wartelisten f&uuml;r Fach&auml;rzte lang sind, Flugh&auml;fen und Bahnh&ouml;fe nicht fertig werden, Bed&uuml;rftige auf Tafeln angewiesen und gro&szlig;fl&auml;chige Funkl&ouml;cher die Regel sind, dann regiert die gro&szlig;e Koalition am B&uuml;rger vorbei. Mal ganz davon abgesehen, das sich so der riesige Handelsbilanz&uuml;berschuss nicht abbauen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sinkende-investitionen-scholz-neuer-haushalt-ist-fast-schon-ein-skandal-1.3962886\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Schaubild Scholz<\/strong><br>\nH&auml;tte der fr&uuml;here Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine Finanzplanung vorgelegt, in der die &ouml;ffentlichen Investitionen sinken, w&auml;re nat&uuml;rlich auch ein kurzer Aufschrei zu h&ouml;ren gewesen. Dieser h&auml;tte aber der sonderbaren Bewunderung nichts anhaben k&ouml;nnen, die Sch&auml;uble umgab, weil er doch die Schwarze Null verteidigte. Nun versucht Olaf Scholz seinem Vorg&auml;nger nachzueifern. Vermutlich, weil auch er bewundert werden m&ouml;chte, denn vern&uuml;nftig ist seine Haushaltspolitik ebenso wenig, wie die von Wolfgang Sch&auml;uble.<br>\nEine lange Nacht des Anschweigens und Orangensch&auml;lens brachte den Sozialdemokraten das Finanzministerium ein. Ein Erfolg, wie die Verhandlungsf&uuml;hrer immer wieder betonten. Eine Gruppe junger Sozialdemokraten im Bundestag legte sogar ein neues Positionspapier vor, in dem sie eine Abkehr von der Schwarzen Null und im Gegenzug deutlich mehr &ouml;ffentliche Investitionen forderten. Doch der Finanzminister denkt gar nicht daran, etwas zu ver&auml;ndern. Daf&uuml;r hat er auch die R&uuml;ckendeckung der neuen Parteivorsitzenden, Andrea Nahles, die es ablehnt, aus Profilierungsgr&uuml;nden das haushaltspolitische Prinzip der Schwarzen Null infrage zu stellen. (&hellip;)<br>\nEin haushaltspolitisches Prinzip ist die Schwarze Null aber mit Sicherheit nicht, sondern ein fataler Irrweg, der die Kosten in Gegenwart und Zukunft immer weiter in die H&ouml;he treibt. Es ist ja nicht so, dass der gigantische Investitionsstau der letzten Jahre auch nur ein St&uuml;ckweit kleiner geworden w&auml;re. Im Gegenteil. Wer Schulen, Br&uuml;cken und Krankenh&auml;user heute weiter verlottern l&auml;sst, muss morgen noch viel mehr Geld f&uuml;r deren Instandhaltung oder Erneuerung in die Hand nehmen oder den Menschen erkl&auml;ren, dass sie entweder auf Infrastruktur verzichten oder privat selbst finanzieren sollen. M&ouml;glicherweise arbeitet der Bund auf letzteres unter dem Schlagwort &Ouml;PP weiter gezielt hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/180502das-schaubild-scholz\">TauBlog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es eigentlich auch &ldquo;roten Nullen&rdquo;? Es k&ouml;nnte der Eindruck entstehen, dass die SPD sich gerade mit Frau Nahles und Herrn Scholz &ndash; ohne weiteres k&ouml;nnte sicherlich zumindest auch Herr Maas dazu gez&auml;hlt werden &ndash; &ldquo;Nullen&rdquo; in Partei- und Fraktionsspitze sowie in Bundesministerien leistet. Das Ergebnis d&uuml;rfte u.a. sein: Keine (&ouml;konomische) Vernunft und keine Erneuerung der SPD. Die W&auml;hlerschaft scheint das zu verstehen. Nach dem Schulz-Effekt f&auml;llt nun auch der erhoffte Effekt durch die neue Bundesvorsitzende Nahles keinesfalls positiv aus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rentenkommission missachtet Parlament und Menschen<\/strong><br>\n&bdquo;Sozialminister Hubertus Heil darf den Wissenschaftler Prof. Axel B&ouml;rsch-Supan nicht in die Rentenkommission berufen: Wer von vorneherein mit Pseudoberechnungen die Stabilisierung der gesetzlichen Rente als &sbquo;unfinanzierbar&lsquo; bezeichnet, hat sich f&uuml;r jedes verantwortungsvolle Nachdenken &uuml;ber die Zukunft der Altersvorsorge disqualifiziert&ldquo;, erkl&auml;rt Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Vorstellung der Rentenkommission. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Es ist au&szlig;erdem eine Fehlentscheidung, neben der Wissenschaft nur die beiden Regierungsfraktionen und die Sozialpartner in diese Kommission zu berufen. Denn gerade die Bundestagsfraktionen und die Parteigremien von B&uuml;ndnis 90 \/ Die Gr&uuml;nen und der LINKEN, aber auch der Freien Demokraten, k&ouml;nnen in sich schl&uuml;ssige Rentenkonzepte und viele, wenn auch h&ouml;chst unterschiedliche, aber doch auch durchgerechnete Reformprojekte vorweisen, die in weiten Kreisen der Bev&ouml;lkerung auf Zustimmung treffen. Das Gleiche gilt f&uuml;r die ebenfalls bisher ausgeschlossenen Sozialverb&auml;nde, auf deren Expertise und allt&auml;gliche Erfahrungen im Umgang mit den N&ouml;ten und Sorgen der Rentnerinnen und Rentner nicht verzichtet werden darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenkommission-missachtet-parlament-und-menschen\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Berufung von Axel B&ouml;rsch-Supan, einem ausgewiesenen <a href=\"https:\/\/lobbypedia.de\/wiki\/Axel_B%C3%B6rsch-Supan\">Lobbyisten der Versicherungswirtschaft<\/a> (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34724\">hier auf den NachDenkSeiten<\/a>), ist schon ein starkes St&uuml;ck. Damit wird auch die Reihe personeller Fehlentscheidungen fortgesetzt, die sich ausgerechnet sozialdemokratische Minister derzeit leisten. W&auml;hrend Hubertus Heil dem Versicherungslobbyisten vertraut, der kein Interesse an einer St&auml;rkung der gesetzlichen Rente haben kann, setzt Olaf Scholz auf einen Investmentbanker von Goldman Sachs als Staatssekret&auml;r, der kein Interesse an einer Regulierung oder Kontrolle der Banken haben kann. Da gilt weiterhin der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43050\">Satz<\/a>: &bdquo;Die Elitenverwahrlosung greift immer weiter um sich und der Politik scheint das Gesp&uuml;r daf&uuml;r vollkommen abhanden gekommen zu sein.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Nur nichts infrage stellen<\/strong><br>\nDoch wenn es Minister Heil zumindest um ein bisschen Stabilisierung geht, warum wurde dann der &Ouml;konomen-Hardliner Axel B&ouml;rsch-Supan, dem das Rentenniveau viel zu hoch und das Renteneintrittsalter viel zu niedrig ist, in die Kommission berufen, w&auml;hrend die Sozialverb&auml;nde au&szlig;en vor bleiben? Es riecht danach, dass die neoliberale Kehrtwende in der Rentenpolitik auf keinen Fall grunds&auml;tzlich infrage gestellt werden soll. Von der Kommission ist also wenig zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1087228.rentenkommission-nur-nichts-infrage-stellen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>3,7 Millionen Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 2000 Euro<\/strong><br>\nFast 18 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten mit einem Vollzeitjob verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. In Mecklenburg-Vorpommern betrifft das prozentual die meisten.<br>\nRund 3,7 Millionen Besch&auml;ftigte mit vollem Job verdienen weniger als 2000 Euro brutto im Monat. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor.<br>\nNach den j&uuml;ngsten Zahlen von Ende 2016, neuere Daten liegen nicht vor, waren dies 17,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigten in Deutschland. Im Westen betrug der Anteil 14,7 Prozent, im Osten sogar 31,2 Prozent. (&hellip;)<br>\nDie Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, die die Anfrage im Vorfeld des Tages der Arbeit gestellt hatte, forderte die Bundesregierung auf, sich mehr f&uuml;r eine weitere Angleichung der L&ouml;hne &ndash; vor allem zwischen Ost- und Westdeutschland &ndash; einzusetzen. Wegen der Inflation und vielerorts explodierender Mieten komme man mit unter 2000 Euro brutto nicht mehr weit. So m&uuml;sse unter anderem der Mindestlohn von 8,84 Euro auf 12 Euro erh&ouml;ht werden, forderte Zimmermann.<br>\nBundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte am Freitag darauf hingewiesen, dass die unabh&auml;ngige Mindestlohnkommission im Sommer Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Anfang kommenden Jahres geplante Erh&ouml;hung vorlege. Diese w&uuml;rde dann gesetzgeberisch umgesetzt.<br>\nDie gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hatte in einer vor wenigen Tagen ver&ouml;ffentlichten Untersuchung darauf hingewiesen, dass nicht mehr nur M&uuml;nchen oder K&ouml;ln zu den St&auml;dten geh&ouml;ren, in denen der Mindestlohn nicht mehr ausreicht, um ohne Zusatzleistungen des Staates auszukommen. Auch in Duisburg oder Wuppertal ist das Leben laut der Studie daf&uuml;r zu teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/loehne-3-7-millionen-beschaeftigte-verdienen-weniger-als-2000-euro-a-1205386.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regierungsbeamte arbeiten im Sonderurlaub als Lobbyist<\/strong><br>\nZahlreiche Regierungsbeamte arbeiten in ihrem Sonderurlaub f&uuml;r Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde &ndash; teilweise in Leitungspositionen und mehrere Jahre lang. Interessenkonflikte mag die Gro&szlig;e Koalition nicht erkennen, im Gegenteil: Selbst der Lobbyjob eines Staatsdieners bei Volkswagen sei &ldquo;im besonderen Interesse der Bundesregierung&rdquo;.<br>\nF&uuml;r einen Beamten des Bundes gelten eine ganze Reihe an Ma&szlig;gaben. So hat er dem &bdquo;ganzen Volk&ldquo; zu dienen, das &bdquo;Wohl der Allgemeinheit&ldquo; zu beachten und Vorbild zu sein &ndash; selbst in seiner Freizeit. &bdquo;Innerhalb und au&szlig;erhalb des Dienstes&ldquo;, so verlangt es das Bundesbeamtengesetz (BBG), muss ein Staatsdiener &bdquo;der Achtung und dem Vertrauen gerecht werden, die sein Beruf erfordert.&ldquo;<br>\nMan fragt sich, wie derlei Grunds&auml;tze mit einem Lobbyjob in der Automobilwirtschaft zu vereinbaren sind.<br>\nVor vier Jahren r&auml;umte ein hochrangiger Beamter seinen Schreibtisch im Ausw&auml;rtigen Amt (AA), um Erfahrungen in der freien Wirtschaft zu sammeln. Anstatt in der Beh&ouml;rde Akten zu studieren, ist der Staatsdiener seitdem beim Volkswagen-Konzern f&uuml;r&rsquo;s internationale Lobbygesch&auml;ft zust&auml;ndig &ndash; als Leiter &bdquo;Konzern Au&szlig;enbeziehungen International&rdquo; (inzwischen Leiter &ldquo;Internationale und Europ&auml;ische Politik&rdquo;). Anfang 2018 &uuml;bernahm der beurlaubte Au&szlig;enamtsmitarbeiter dann sogar kommissarisch den Posten des Cheflobbyisten der Volkswagen Gruppe, nachdem der fr&uuml;here Regierungssprecher Thomas Steg im Zuge des Abgasskandals &uuml;ber die umstrittenen Affenversuche gestolpert war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2018-05-02\/siemens-daimler-volkswagen-die-tatigkeiten-von-regierungsbeamten-der-wirtschaft\">abgeordnetenwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA und China r&uuml;sten auf, Russland spart<\/strong><br>\nDie Staaten der Welt stecken immer mehr Geld in ihr Milit&auml;r. Zu diesem Schluss kommt das Sipri-Friedensforschungsinstitut. Warum einige L&auml;nder stark investieren und andere abr&uuml;sten. [&hellip;]<br>\nDie USA, China, Saudi-Arabien, Russland und Indien f&uuml;hren die j&uuml;ngste Liste der L&auml;nder mit den h&ouml;chsten Milit&auml;rausgaben an. Zusammengenommen sind sie f&uuml;r 60 Prozent der weltweiten R&uuml;stungsinvestitionen verantwortlich. [&hellip;]<br>\nUSA<br>\nMit Investitionen von 610 Milliarden Dollar stehen die USA mit weitem Abstand an der Spitze in der Rangliste der weltweiten Milit&auml;rausgaben. Ihre Investitionen waren fast dreimal so hoch wie die Chinas, das auf Platz zwei folgt. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zahlen kaum ver&auml;ndert.<br>\nDie Ausgaben zeigen deutlich, dass die USA seit zwei Jahren eine etwas andere Strategie fahren: Denn zwischen 2010 und 2016 hatte die US-Regierung die Investitionen j&auml;hrlich reduziert. Nun wollen die USA aufr&uuml;sten wie lange nicht.<br>\nIm kommenden Jahr will die US-Regierung noch mal kr&auml;ftig investieren, es wird mit einem Budget von 700 Milliarden gerechnet. Das Milit&auml;r ist US-Pr&auml;sident Donald Trumps gro&szlig;e Leidenschaft. &ldquo;Ich liebe das Milit&auml;r. Ich werde es wieder aufbauen. Es wird st&auml;rker und gr&ouml;&szlig;er sein als jemals zuvor&rdquo;, versprach er bereits im Wahlkampf. Vor allem sollen neue Raketen, Flugzeuge und Schiffe angeschafft werden. Es gehe darum, durch Abschreckung &ldquo;Kriege zu verhindern&rdquo;, sagte Trump. [&hellip;]<br>\nRussland<br>\nErstmals seit 1998 hat Russland laut Sipri-Studie die Milit&auml;rausgaben gesenkt. Mit 66,3 Milliarden Dollar lagen die Ausgaben um 20 Prozent niedriger als im Vorjahr. Diesen Weg will Kreml-Chef Wladimir Putin offenbar auch weiterverfolgen. Kurz nach seiner Wiederwahl zum Pr&auml;sidenten k&uuml;ndigte er weitere K&uuml;rzungen an. Er wolle keinen &ldquo;R&uuml;stungswettlauf&rdquo;, sagte er.<br>\nDie Modernisierung der Armee sei weiterhin ein Schwerpunkt auf der russischen Agenda, sagte Siemon Wezeman vom Sipri-Institut. Allerdings sei das Budget wegen &ouml;konomischer Probleme im Land zuletzt niedriger ausgefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/sipri-studie-china-ruestet-russland-spart-usa-dominieren-a-1204466.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tag der Arbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewerkschaften fordern rasche Reformen<\/strong><br>\nAm Tag der Arbeit haben die Gewerkschaften die Bundesregierung zur raschen Umsetzung von Reformen gedr&auml;ngt. &ldquo;Die Regierung muss jetzt liefern&rdquo;, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann. Die Pl&auml;ne zum R&uuml;ckkehrrecht in Vollzeit, die parit&auml;tische Finanzierung der Krankenkassen, die Stabilisierung der Rente und die Allgemeinverbindlichkeit der Pflege-Tarifvertr&auml;ge m&uuml;ssten &ldquo;Punkt f&uuml;r Punkt vollst&auml;ndig umgesetzt werden&rdquo;, sagte Hoffmann auf der zentralen DGB-Kundgebung in N&uuml;rnberg.<br>\nNicht akzeptabel seien die Befristungen der Arbeitsverh&auml;ltnisse und Lohndumping ohne Tarifvertr&auml;ge. Die Bundesregierung m&uuml;sse gesetzlich daf&uuml;r sorgen, dass Tarifvertr&auml;ge weiter gelten, wenn Unternehmen aus der Tarifbindung ausscheren, um L&ouml;hne zu dr&uuml;cken.<br>\nBsirske r&uuml;gt &ldquo;schamlose Politik des Lohndumpings&rdquo;<br>\nAuch ver.di-Chef Frank Bsirske kritisierte den Trend zum Ausstieg von Arbeitgebern aus dem Fl&auml;chentarifvertrag. Immer mehr Unternehmen wie etwa der US-Konzern Amazon betrieben &ldquo;eine schamlose Politik des Lohndumpings&rdquo;. Dieser Trend der Lohndr&uuml;ckerei m&uuml;sse beendet werden.<br>\n&ldquo;Wir brauchen Gesetze, die die Tarifbindung st&auml;rken und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen erleichtern&rdquo;, sagte Bsirske bei einer Kundgebung in Braunschweig. Er forderte zudem mehr staatliche Gelder f&uuml;r die Daseinsvorsorge. Es m&uuml;sse in bezahlbaren Wohnraum, in Bildung und Erziehung sowie die Alterssicherung investiert werden, sagte Bsirske. Die Koalition m&uuml;sse jetzt z&uuml;gig umsetzen, was sie sich vorgenommen habe. [&hellip;]<br>\nAn den bundesweit 500 Veranstaltungen zum 1. Mai nahmen nach DGB-Angaben 340.000 Menschen teil &ndash; und damit 20.000 weniger als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/gewerkschaften-am-tag-der-arbeit-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit der schwarzen Null!<\/strong><br>\nEine Abkehr von der schwarzen Null im Bundeshaushalt und mehr &ouml;ffentliche Investitionen hat Stefan K&ouml;rzell, DGB-Vorstandsmitglied, auf der Mai-Kundgebung in Gelsenkirchen gefordert.<br>\n&ldquo;Es muss Schluss sein mit der Politik der schwarzen Null. Deutschland f&auml;hrt seit Jahren auf Verschlei&szlig; &ndash; Br&uuml;cken und Stra&szlig;en sind marode, in B&uuml;rger&auml;mtern, Kitas und bei der Polizei fehlt Personal&ldquo;, sagte K&ouml;rzell. Zudem m&uuml;sse die Politik den Mietwahnsinn stoppen und z&uuml;gig in bezahlbaren Wohnraum investieren. &bdquo;Es ist nicht hinzunehmen, dass wir gute Lohnerh&ouml;hungen erk&auml;mpfen und die Menschen nichts davon haben, weil immer mehr in die Kassen von Immobilienunternehmen oder Spekulanten flie&szlig;t. Bezahlbares Wohnen ist ein Menschenrecht&ldquo;, sagte der Gewerkschafter.<br>\nDass rund 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte von &bdquo;kriminellen Arbeitgebern&rdquo; um ihren Mindestlohn betrogen werden, bezeichnete K&ouml;rzell als &ldquo;riesigen Skandal&rdquo;. &ldquo;Der Staat muss endlich seiner Aufgabe nachkommen und das Mindestlohngesetz durchsetzen. Wir brauchen mehr Personal beim Zoll, der hier die Kontrollen durchf&uuml;hrt. Arbeitgeber, die beim Betr&uuml;gen erwischt werden, m&uuml;ssen mit aller H&auml;rte des Gesetzes verfolgt und bestraft werden&ldquo;, forderte K&ouml;rzell.<br>\nSp&uuml;rbare Steuersenkungen verlangte K&ouml;rzell f&uuml;r untere und mittlere Einkommen. &bdquo;Die geplante Abschaffung des Solis wird uns da wenig bringen. Es kann nicht sein, dass millionenschwere Unternehmenserben vollst&auml;ndig von der Erbschaftsteuer verschont bleiben, w&auml;hrend Arbeitnehmer ab einem Jahreseinkommen von 14.000 Euro von jedem Euro rund ein Viertel als Einkommensteuer abf&uuml;hren m&uuml;ssen. Es ist h&ouml;chste Zeit, dass Spitzenverdiener einen deutlich h&ouml;heren Steuersatz zahlen.&ldquo;<br>\nDie Energiewende bezeichnete der Gewerkschafter als &ldquo;wichtiges Zukunftsprojekt, das sozial gestaltet werden muss.&ldquo; Sie ist mit gro&szlig;en Chancen verbunden, &ldquo;wenn wir Innovationen umsetzen, und damit Wohlstand und Arbeitspl&auml;tze sichern&ldquo;. Im Sinne eines gerechten &Uuml;bergangs &bdquo;m&uuml;ssen die Auswirkungen auf Besch&auml;ftigung und die betroffenen Regionen in den Mittelpunkt gestellt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++aa3941e8-4c57-11e8-8051-52540088cada\">DGB<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften und das digitale Proletariat<\/strong><br>\nDie Zahl Online-Shopper ist im letzten Jahr um sieben Prozent gestiegen. Diese Bilanz hat der Handelsverband Deutschland gerade erst gezogen. Und fast die H&auml;lfte des Umsatzes in diesem Onlinegesch&auml;ft, so der HDE, macht Amazon: Ein Unternehmen, das seit Jahren im Clinch liegt mit der Gewerkschaft Verdi &ndash; um L&ouml;hne, um Arbeitszeiten und um Arbeitsbedingungen&hellip;.<br>\nDie Plattformunternehmen bringen neue Formen von Arbeit hervor. Das &auml;ndert aber nichts an den Bed&uuml;rfnissen von Besch&auml;ftigten, meint Reiner Hoffmann heute im &ldquo;Morgenmagazin&rdquo;:<br>\n&ldquo;Auch im Zeitalter der Digitalisierung brauchen Menschen Sicherheit, sie brauchen tarifvertraglichen Schutz, sie brauchen betriebliche Interessenvertretung.&rdquo;<br>\nUnd Hoffmann mahnt das nicht ohne Grund an. Denn genau darum ist es oft genug schlecht bestellt bei den Digitalunternehmen. Am Wochenende hatte Hoffmann im Deutschlandfunk vor einem gr&ouml;&szlig;er werdenden digitalen Proletariat gewarnt.<br>\nKritik an den Arbeitsumst&auml;nden<br>\nEin Beispiel sind die Essenslieferanten von Foodora, Deliveroo und Co. In bunten Uniformen und mit klobigen Boxen auf dem R&uuml;cken fegen sie auf ihren Fahrr&auml;dern inzwischen durch viele deutsche Gro&szlig;st&auml;dte &ndash; ihren eigenen Fahrr&auml;dern, wohlgemerkt. Mittlerweile zahlen einige Plattformen ihren Fahrern daf&uuml;r immerhin eine Verschlei&szlig;pauschale.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vor-dem-tag-der-arbeit-gewerkschaften-und-das-digitale.769.de.html?dram:article_id=416902\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaften gegen Grundeinkommen<\/strong><br>\nNicht nur in deutschen Chefetagen, auch bei den Gewerkschaften st&ouml;&szlig;t das bedingungslose Grundeinkommen auf Kritik. &ldquo;Menschen mit einer Stillhaltepr&auml;mie aufs Abstellgleis zu stellen, weil ihnen keine Perspektive in der Erwerbsarbeit angeboten werden kann, ist keine L&ouml;sung&rdquo;, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. &ldquo;Der Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ist eine absolute Fehlorientierung.&rdquo; Es sei auch unklar, wie das finanziert werden k&ouml;nnte. Arbeit sei mehr als Broterwerb, sagte Hoffmann. Sie strukturiere den Alltag, sorge f&uuml;r Teilhabe und sozialen Zusammenhalt.<br>\n(&hellip;) IG-Metall-Chef J&ouml;rg Hofmann erkl&auml;rte seine ebenfalls ablehnende Haltung in der &ldquo;Heilbronner Stimme&rdquo; damit, dass &ldquo;Menschen nicht gl&uuml;cklich sind, wenn sie daheim sitzen und alimentiert werden&rdquo;. Sie wollten arbeiten und das m&ouml;glichst qualifiziert.<br>\n(&hellip;) Hoffmann sagte, es sei eine offene Frage, ob die Digitalisierung traditionelle Jobs vernichte, ohne dass in gleichem Ma&szlig;e andere entstehen w&uuml;rden. &ldquo;Schon in den 70er-Jahren hie&szlig; es, Roboter und technologischer Fortschritt machen arbeitslos.&rdquo; Das sei jedoch kein Automatismus.<br>\n(&hellip;) DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach begr&uuml;&szlig;te, dass die Koalition einen neuen Rechtsrahmen f&uuml;r mobiles Arbeiten von zu Hause schaffen will, &ldquo;solange dieser tats&auml;chlich mehr Selbstbestimmung erm&ouml;glicht und klare Grenzen f&uuml;r die Arbeit zieht&rdquo;. Bislang sei Arbeit im &ldquo;Homeoffice&rdquo; in der Regel ungeregelt, was zu &Uuml;berstunden f&uuml;hre. &ldquo;Zwingend ist deshalb, dass auch mobile Arbeitszeit erfasst und verg&uuml;tet wird. Au&szlig;erdem braucht es mehr Mitsprache f&uuml;r erreichbare Zielvorgaben und ein Recht auf Log Off, damit es auch bei mobiler Arbeit einen Feierabend gibt&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Gewerkschaften-gegen-Grundeinkommen-article20411664.html\">ntv<\/a><\/li>\n<\/ol><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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