{"id":43793,"date":"2018-05-06T11:45:04","date_gmt":"2018-05-06T09:45:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43793"},"modified":"2026-01-27T11:29:21","modified_gmt":"2026-01-27T10:29:21","slug":"ein-rechtsstaatswidriger-freibrief-fuer-kriminelles-handeln-in-staatlicher-mission","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43793","title":{"rendered":"\u201eEin rechtsstaatswidriger Freibrief f\u00fcr kriminelles Handeln in staatlicher Mission\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180426_goessner.jpg\" alt=\"Rolf G&ouml;ssner\" title=\"Rolf G&ouml;ssner\"><\/div><p>Von schweren &bdquo;geheimdienstlichen Angriffen auf den demokratischen Rechtsstaat&ldquo; und auf die &bdquo;Informationelle Selbstbestimmung, Privatsph&auml;re und Menschenw&uuml;rde&ldquo; spricht <strong>Rolf G&ouml;ssner<\/strong>, Mitglied der Jury des <a href=\"https:\/\/bigbrotherawards.de\/\">BigBrotherAwards<\/a>, im Interview mit den NachDenkSeiten. Mit seinen Aussagen bezieht er sich auf ein geplantes neues Verfassungsschutzgesetz und eine Novellierung des Polizeigesetzes in Hessen, f&uuml;r das sich die hessische CDU und B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen stark machen. Gerade erst wurden die Parteien mit dem BigBrotherAward ausgezeichnet, also einem &bdquo;Negativpreis&ldquo;, der unter anderem an Firmen und Organisationen verliehen wird, die massiv in die Privatsph&auml;re der B&uuml;rger eindringen. Ein Interview von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_430\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43793-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43793-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180507_Ein_rechtsstaatswidriger_Freibrief_fuer_kriminelles_Handeln_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr G&ouml;ssner, Sie haben als Laudator beim diesj&auml;hrigen BigBrotherAward die Fraktionen von CDU und B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen im hessischen Landtag ausgezeichnet. Dabei geht es um ein geplantes neues Verfassungsschutzgesetz und die Novellierung des Polizeigesetzes. Warum gab es daf&uuml;r den BigBrotherAward?<\/strong><\/p><p>Den Negativpreis BigBrotherAward f&uuml;r &bdquo;Datenkraken&ldquo; und Datenfrevler, den wir &ndash; das hei&szlig;t: namhafte B&uuml;rgerrechts- und Datenschutzorganisationen &ndash; j&auml;hrlich in verschiedenen Kategorien verleihen, gab es in diesem Fall f&uuml;r schwerwiegende &Uuml;berwachungsbefugnisse, die die schwarz-gr&uuml;ne Regierungskoalition in Hessen mit den genannten Gesetzesinitiativen legalisieren will.<\/p><p><strong>Welche Probleme sehen Sie beim geplanten neuen Verfassungsschutzgesetz?<\/strong><\/p><p>Mit den neuen &Uuml;berwachungsbefugnissen des hessischen Inlandsgeheimdienstes kann bereits weit im Vorfeld eines Verdachts oder einer Gefahr tief in Grund- und Freiheitsrechte von Betroffenen und Unbeteiligten eingriffen werden: So etwa mit der M&ouml;glichkeit zur heimlichen Einschleusung von &bdquo;Staatstrojanern&ldquo; in Computer oder Smartphones Verd&auml;chtigter, die auf diese Weise heimlich infiziert und pr&auml;ventiv ausgeforscht werden k&ouml;nnen. Weiterhin sollen k&uuml;nftig Mitarbeiter staatlich gef&ouml;rderter Demokratie- und Pr&auml;ventionsprojekte &ndash; etwa gegen Rechtsextremismus oder Salafismus &ndash; anlasslos geheimdienstlich &uuml;berpr&uuml;ft werden.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus soll sich der hessische Verfassungsschutz k&uuml;nftig vollkommen legal vorbestrafter und kriminell gewordener V-Leute und Geheimagenten bedienen d&uuml;rfen. Dabei sind selbst Straftaten von erheblicher Bedeutung oder Verbrechen, wie etwa die Mitgliedschaft in einer &bdquo;terroristischen Vereinigung&ldquo;, nicht tabu. Unter bestimmten Voraussetzungen sollen solche kriminellen V-Leute und Geheimagenten &ndash; ebenfalls erstmals gesetzlich geregelt &ndash; auch noch dem polizeilichen und justiziellen Zugriff entzogen werden, um sie weiter einsetzen und absch&ouml;pfen zu k&ouml;nnen &ndash; anstatt sie unverz&uuml;glich abzuschalten und zur Verantwortung zu ziehen.<\/p><p><strong>Was kritisieren Sie noch?<\/strong><\/p><p>Ich bezeichne diese geplante V-Leute-Regelung als einen rechtsstaatswidrigen Freibrief f&uuml;r kriminelles Handeln in staatlicher Mission, der so nicht Gesetz werden darf. Denn damit w&uuml;rden die bisherigen Geheimdienst-Skandale praktisch legalisiert und mit ihnen auch die obsz&ouml;nen Verflechtungen des Verfassungsschutzes in rassistische, kriminelle und gewaltt&auml;tige Neonaziszenen.<\/p><p>Und im Fall der geplanten geheimdienstlichen Regel&uuml;berpr&uuml;fung k&uuml;nftiger Mitarbeiter von Demokratie- und Pr&auml;ventionsprojekten ist meines Erachtens davon auszugehen, dass diese letztlich auf systematischer Gesinnungsschn&uuml;ffelei beruhen werden. Die Betroffenen werden damit praktisch pauschal zu Sicherheitsrisiken erkl&auml;rt und unter Generalverdacht gestellt. Dieses gesetzliche Misstrauensvotum untergr&auml;bt Akzeptanz und Vertrauen, die f&uuml;r eine erfolgreiche Arbeit solcher zivilgesellschaftlichen Projekte unerl&auml;sslich sind.<\/p><p>Und au&szlig;erdem erinnert es fatal an unselige Zeiten menschenrechtswidriger Berufsverbote, wenn der Verfassungsschutz auch erm&auml;chtigt werden soll, personenbezogene &Uuml;berwachungsdaten an &ouml;ffentliche Stellen zu &uuml;bermitteln &ndash; und zwar, so w&ouml;rtlich, zur &bdquo;&Uuml;berpr&uuml;fung der Verfassungstreue von Personen, die sich um Einstellung in den &ouml;ffentlichen Dienst bewerben&ldquo;.<\/p><p><strong>Welche M&ouml;glichkeiten sollen denn noch geschaffen werden?<\/strong><\/p><p>Erlaubt werden soll im &Uuml;brigen auch, Berufsgeheimnistr&auml;ger wie &Auml;rzte, Anw&auml;lte oder Journalisten als V-Leute anzuheuern oder V-Leute in deren beruflichem Umfeld zu platzieren. Damit werden Verschwiegenheitspflichten und zu sch&uuml;tzende Vertrauensverh&auml;ltnisse zu deren Mandanten, Patienten oder Informanten schwerstens verletzt. Und es werden so gesetzlich Vertrauensverh&auml;ltnisse erster und dritter Klasse geschaffen, denn im Gesetzesentwurf werden nur Abgeordnete und ihre Mitarbeiter*innen vor dieser geheimdienstlichen Instrumentalisierung und Ausforschung ausdr&uuml;cklich gesch&uuml;tzt. Eine solche Ungleichbehandlung von Berufsgeheimnistr&auml;gern ist mit nichts zu rechtfertigen.<\/p><p>Und noch eine hochproblematische Regelung ist erw&auml;hnenswert: Selbst Daten &uuml;ber Minderj&auml;hrige unter 14 Jahren &ndash; also von Kindern &ndash; sollen k&uuml;nftig in Dateien und Akten des Verfassungsschutzes erfasst und gespeichert werden d&uuml;rfen. Das bedeutet eine fr&uuml;hzeitige geheimdienstliche Stigmatisierung, die fatale Folgen f&uuml;r die weitere Entwicklung der Betroffenen haben kann &ndash; etwa bei ihrer sp&auml;teren Berufswahl, Lehrstellen- oder Jobsuche.<\/p><p>Alles in allem handelt es sich bei etlichen dieser geplanten Regelungen um schwere geheimdienstliche Angriffe auf den demokratischen Rechtsstaat sowie auf die Informationelle Selbstbestimmung, Privatsph&auml;re und Menschenw&uuml;rde der Betroffenen.<\/p><p><strong>Wie sieht es mit der Polizei in Hessen aus? Auch sie soll ja weitere Befugnisse bekommen.<\/strong><\/p><p>Stimmt. Hier nur ein besonders gravierendes Beispiel: So soll die hessische Polizei k&uuml;nftig unter anderem dazu erm&auml;chtigt werden, sogenannte terroristische Gef&auml;hrder vorsorglich in elektronische Fu&szlig;fesseln zu legen, um ihren Aufenthalt, ihre Bewegungen und Kontakte per GPS &uuml;ber Wochen und Monate l&uuml;ckenlos &uuml;berwachen und kontrollieren zu k&ouml;nnen &ndash; selbst innerhalb von Wohnungen.<\/p><p>Und dies soll mit richterlicher Anordnung dann zul&auml;ssig sein, so hei&szlig;t es im schwarz-gr&uuml;nen Gesetzentwurf w&ouml;rtlich, &bdquo;wenn bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen&ldquo;, dass die betreffende Person &bdquo;innerhalb eines &uuml;bersehbaren Zeitraums auf eine zumindest ihrer Art nach konkretisierte Weise&ldquo; eine Straftat begehen wird, &bdquo;oder deren individuelles Verhalten eine konkrete Wahrscheinlichkeit daf&uuml;r begr&uuml;ndet, dass sie innerhalb eines &uuml;bersehbaren Zeitraums&ldquo; eine Straftat begehen wird.<\/p><p><strong>Das h&ouml;rt sich aber ziemlich schwammig an.<\/strong><\/p><p>Diese vage Formulierung d&uuml;rfte der Tatsache geschuldet sein, dass es sich um blo&szlig;e Mutma&szlig;ungen in die Zukunft handelt. Man muss sich dabei auch noch Folgendes klarmachen: Solche eingriffsintensiven Polizeima&szlig;nahmen, die l&uuml;ckenlose Bewegungsprofile liefern und R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die pers&ouml;nliche Lebensf&uuml;hrung zulassen, sollen gegen sogenannte Gef&auml;hrder verh&auml;ngt werden. &bdquo;Gef&auml;hrder&ldquo; sind Menschen, die bislang nicht straff&auml;llig geworden sind, denen dies aber in Zukunft aufgrund blo&szlig;er Indizien und Annahmen oder unterstellter Absichten und Gesinnung polizeilicherseits zugetraut wird.<\/p><p>Solche Prognosen f&uuml;r k&uuml;nftiges Verhalten k&ouml;nnen entweder aus polizeilichen oder geheimdienstlichen Pers&ouml;nlichkeits- und Kontaktprofilen oder auch aus Risikobewertungen per Computeranalyse (z.B. Precrime-Programme) resultieren. Doch, so fragt man sich unwillk&uuml;rlich, wie l&auml;sst sich dabei eigentlich verhindern, dass im Zweifel institutioneller Rassismus und Islamophobie zu folgenschweren Einsch&auml;tzungen f&uuml;hren?<\/p><p>Solche verhaltenssteuernden und freiheitsbeschr&auml;nkenden Polizeima&szlig;nahmen, die sich auf mehr oder weniger vage Mutma&szlig;ungen st&uuml;tzen, sind nach meinem Verfassungs- und Grundrechtsverst&auml;ndnis unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, verletzen rechtsstaatliche Prinzipien sowie Privatsph&auml;re und Pers&ouml;nlichkeitsrechte der Betroffenen, die ja bis dahin als unschuldig zu gelten haben.<\/p><p><strong>Von der elektronischen Fu&szlig;fessel h&ouml;rt man immer wieder in den Medien. Ist diese &uuml;berhaupt wirksam, wenn es um die Verhinderung terroristischer Straftaten geht?<\/strong><\/p><p>Wohl kaum. Zum einen ist die elektronische Fu&szlig;fessel relativ leicht manipulierbar und entfernbar. Zum anderen d&uuml;rfte sie &ndash; selbst wenn sie funktionsf&auml;hig ist &ndash; im Ernstfall auch ungeeignet sein, terroristische Straftaten zu verhindern &ndash; besonders wenn es sich um potentielle T&auml;ter handelt, die zu allem entschlossen sind: So trug etwa einer der beiden T&auml;ter, die 2016 einem katholischen Pfarrer in der Normandie die Kehle durchtrennten, bei dieser Mordtat eine elektronische Fu&szlig;fessel. Und auch Anis Amri, den Attent&auml;ter vom Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016, h&auml;tte man damit wohl kaum aufhalten k&ouml;nnen &ndash; wohl aber mit anderen, l&auml;ngst gesetzlich erlaubten Eingriffsbefugnissen, die aber, wie sich herausgestellt hat, nicht genutzt worden sind, so dass man in diesem Fall von Staatsversagen sprechen kann.<\/p><p><strong>In Ihrer Laudatio sprachen Sie davon, dass die schwarz-gr&uuml;ne Regierungskoalition in Hessen mit ihren beiden Gesetzesinitiativen &bdquo;einen gro&szlig;en Schritt in Richtung pr&auml;ventiv-autorit&auml;rer Sicherheitsstaat&ldquo; gehe. Welche Gefahren sehen Sie bei dieser Entwicklung f&uuml;r die B&uuml;rger?<\/strong><\/p><p>Nun, die Bundesrepublik befindet sich l&auml;ngst auf diesem verh&auml;ngnisvollen Weg: Mit der inneren Aufr&uuml;stung und der Entgrenzung staatlicher Sicherheitspolitik, wie wir sie seit 9\/11 bis heute erleben, droht der demokratische Rechtsstaat zu einem pr&auml;ventiv-autorit&auml;ren Sicherheitsstaat zu werden &ndash; einem nur noch schwer kontrollierbaren Staat im permanenten Ausnahmezustand, in dem der Mensch tendenziell zum Sicherheitsrisiko mutiert, in dem Rechtssicherheit und Vertrauen der B&uuml;rger mehr und mehr verloren gehen. Insgesamt gesehen gibt es eine fatale Tendenz dieser Art von Sicherheitspolitik und Antiterrorkampf, den Rechtsstaat radikal umzubauen, die verfassungsrechtlichen Grenzen zwischen Polizei und Geheimdiensten zu schleifen, auch die Grenzen zwischen Milit&auml;r und Polizei zu verwischen &ndash; und damit das Instrumentarium des Ausnahmezustands zu normalisieren und zu sch&auml;rfen.<\/p><p>Gegenw&auml;rtig haben wir es wieder einmal mit einer Welle von Gesetzesversch&auml;rfungen in Bund und L&auml;ndern zu tun, die insbesondere Gesetzesbefugnisse der Verfassungsschutzbeh&ouml;rden und der Polizei betreffen &ndash; so etwa in Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen usw. &ndash; nachdem in den vergangenen Jahren schon permanent nach- und aufger&uuml;stet worden ist. Wobei Bayern insoweit bislang am weitesten vorprescht und &uuml;ber den neuen &bdquo;Heimatschutzminister&ldquo; Horst Seehofer (CSU) bayerische Verh&auml;ltnisse auf Bundesebene zu etablieren sucht.<\/p><p><strong>Womit w&uuml;rden die B&uuml;rger konfrontiert, wenn diese Gesetze Realit&auml;t werden? Haben Sie ein konkretes Beispiel?<\/strong><\/p><p>Nun ja, nehmen wir als Beispiel jene ber&uuml;chtigten Spionage-Programme, die als &ldquo;Staatstrojaner&rdquo; bekannt geworden sind und im Land der Hessen auch &ldquo;Hessentrojaner&rdquo; hei&szlig;en. Sie sollen k&uuml;nftig von L&auml;nderpolizeien und vom Verfassungsschutz Hessen &uuml;ber gefundene oder aufgekaufte Sicherheitsl&uuml;cken in Computern oder Smartphones Verd&auml;chtigter eingeschleust werden, um diese pr&auml;ventiv per Onlinedurchsuchung oder Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung (TK&Uuml;) umfassend ausforschen zu k&ouml;nnen. Im Bundeskriminalamtsgesetz sind diese Methoden bereits 2017 legalisiert worden.<\/p><p>Das hei&szlig;t im Klartext: Polizei oder Verfassungsschutz d&uuml;rfen dann zur verdeckten Informationsgewinnung Computersysteme mit Hilfe von Spionage-Programmen hacken, um &bdquo;dringende Gefahren&ldquo; abzuwehren. Auf diese Weise bricht der Staat massiv in Privatsph&auml;re und Pers&ouml;nlichkeitsrechte, in die Informationelle Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit der Betroffenen ein. Anders gesagt: Alles, was der B&uuml;rger auf seinem Computer gespeichert hat, aber auch die gesamte Kommunikation, die er dar&uuml;ber f&uuml;hrt, k&ouml;nnen dann &uuml;berwacht und ausgeforscht werden.<\/p><p>Wir haben es mit einem der schwersten staatlichen Grundrechtseingriffe zu tun, die man sich vorstellen kann. Heribert Prantl von der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; spricht in diesem Zusammenhang von &bdquo;digitaler Inquisition&ldquo;. Dieses geheimdienstliche Hacken bedroht damit den Kernbereich privater Lebensgestaltung &ndash; gef&auml;hrdet aber noch weit, weit mehr.<\/p><p><strong>Ergibt sich aus diesen Weichenstellungen auch eine Gefahr f&uuml;r die Allgemeinheit?<\/strong><\/p><p>In der Tat. Staatstrojaner sind n&auml;mlich digitale Waffen. Ihr Einsatz unterminiert das &bdquo;Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung der Vertraulichkeit und Integrit&auml;t informationstechnischer Systeme&ldquo;, wie es das Bundesverfassungsgericht f&uuml;r das digitale Zeitalter schon vor geraumer Zeit aus der Taufe gehoben hat.<\/p><p>Dies geschieht, indem die Sicherheitsbeh&ouml;rden darauf abzielen, Software-Sicherheitsl&uuml;cken ausfindig zu machen, denn sie wollen nat&uuml;rlich ihre Staatstrojaner heimlich auf einem Ger&auml;t installieren und aktivieren. Ihnen geht es darum, diese Schwachstellen in der Software auch zuk&uuml;nftig offenzuhalten. Diese Schwachstellen erm&ouml;glichen es ihnen, wie durch eine T&uuml;r, Eingang zu finden.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t, wenn die Sicherheitsbeh&ouml;rden die vorhandenen Schwachstellen in der Software n&uuml;tzen k&ouml;nnen, haben auch Andere die M&ouml;glichkeit, durch sie &bdquo;einzutreten&ldquo;.<\/strong><\/p><p>Genau das ist der Punkt. Die Anderen k&ouml;nnen zum Beispiel Cyber-Kriminelle, Terroristen, Erpresser, aber auch Geheimdienste anderer L&auml;nder sein.<\/p><p><strong>In Ihrer Laudation haben Sie betont, dass so ganze Staaten und ihre Bewohner in Gefahr sein k&ouml;nnen.<\/strong><\/p><p>Ja, nat&uuml;rlich, weil damit die M&ouml;glichkeit besteht, Computersysteme anzugreifen, die Staaten oder Unternehmen f&uuml;r ihre kritische Infrastruktur verwenden.<\/p><p><strong>Das hei&szlig;t?<\/strong><\/p><p>Strom- und Wasserversorger, Krankenh&auml;user, Gesundheits- und Verkehrswesen usw. Wir kennen ja solche F&auml;lle bereits &ndash; erinnert sei nur an das abschreckende Beispiel des Erpressungstrojaners &bdquo;Wannacry&ldquo;, der im Mai 2017 neben Privat-PCs auch Bahnunternehmen und Krankenh&auml;user lahmlegte und Sch&auml;den in Milliardenh&ouml;he verursachte. Die NSA, also der Auslandsgeheimdienst der USA, kannte die Sicherheitsl&uuml;cke, die f&uuml;r diesen Angriff benutzt wurde, &uuml;brigens schon lange.<\/p><p>Dieses unverantwortliche Staatsverhalten &ouml;ffnet also Missbrauch und gef&auml;hrlichen Cyberattacken T&uuml;r und Tor. Und solche Methoden sind letztlich weder demokratisch kontrollierbar noch in einer vernetzten Welt wirklich beherrschbar.<\/p><p><strong>Was meinen Sie, warum wollen CDU und ausgerechnet B&uuml;ndnis-Gr&uuml;ne in Hessen all das umsetzen?<\/strong><\/p><p>Wie bereits angedeutet: Der Hessische Gesetzentwurf reiht sich &ndash; mit besonders prek&auml;ren Regelungen &ndash; in eine bundesweite Entwicklung ein, mit der Grund- und Freiheitsrechte per Verfassungsschutz- und Polizeirechtsreformen abermals massiv eingeschr&auml;nkt werden, um vermeintlich mehr Sicherheit zu erreichen. Bei der CDU ist man diese Art von &uuml;berschie&szlig;ender und freiheitsgef&auml;hrdender &ldquo;Sicherheitspolitik&rdquo; schon lange gewohnt &ndash; also insoweit nichts Neues. Doch dass hierf&uuml;r auch eine gr&uuml;ne Fraktion mitverantwortlich zeichnet, irritiert zun&auml;chst, zumal sich diese Partei selbst immer noch als B&uuml;rgerrechtspartei versteht. Doch mit solcherart Geheimdienst- und Polizeigesetzen, wie im schwarz-gr&uuml;n regierten Hessen oder im rot-gr&uuml;n regierten Bremen geplant oder aber im gr&uuml;n-schwarz regierten Baden-W&uuml;rttemberg teilweise schon umgesetzt &ndash; damit k&ouml;nnen die Gr&uuml;nen ihr Selbstverst&auml;ndnis als B&uuml;rgerrechtspartei allm&auml;hlich begraben.<\/p><p>Das in Oppositionszeiten gewachsene Image der Gr&uuml;nen als B&uuml;rgerrechtspartei leidet erfahrungsgem&auml;&szlig; in Regierungsverantwortung. Schon in der rot-gr&uuml;nen Regierungskoalition im Bund stimmten sie nach den Terroranschl&auml;gen in den USA am 11. September 2001 umfangreichen neuen Sicherheits- und Antiterrorgesetzen zu, die gravierende Eingriffe in Grundrechte und Privatsph&auml;re erm&ouml;glichten. Als kleiner Regierungspartner spielen die Gr&uuml;nen beim &Uuml;berwachungspoker immer wieder mit, rechtfertigen die Beschr&auml;nkung der Freiheitsrechte mit dem vorgeblichen Ziel, damit mehr Sicherheit zu erlangen, um der Terrorangst in der Bev&ouml;lkerung begegnen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Die gr&uuml;ne Fraktion im hessischen Landtag begr&uuml;ndet ihre Mitwirkung an besagtem Verfassungsschutzgesetz mit &bdquo;terroristischen Bedrohungen&ldquo;, die es n&ouml;tig machten, die digitale Kommunikation weitgehender als bisher zu &uuml;berwachen. Das miese Spiel mit der Angst vor Terror zur Beschr&auml;nkung der Freiheitsrechte, um angeblich mehr Sicherheit zu erlangen, das haben die Gr&uuml;nen bislang eher anderen &uuml;berlassen, wie etwa der CDU\/CSU oder auch der Gro&szlig;en Koalition. Die gr&uuml;ne Fraktion in Hessen aber spielt nun selbst beim &Uuml;berwachungspoker mit, beteiligt sich am sicherheitspolitischen &Uuml;berbietungswettbewerb und behauptet noch, ihr Gesetzentwurf trage eine &bdquo;gr&uuml;ne Handschrift&ldquo;.<\/p><p><strong>Gibt es denn nennenswerten Protest gegen diese Gesetzesversch&auml;rfungen?<\/strong><\/p><p>Zwar l&auml;sst sich die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung durch unhaltbare Sicherheitsversprechen der jeweiligen Regierungen leider immer wieder beschwichtigen &ndash; oder besser gesagt: hintergehen. Doch sowohl gegen die Versch&auml;rfungspl&auml;ne in Hessen (siehe <a href=\"https:\/\/www.hessentrojaner.de\/\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/vs.hu-hessen.de\/dazu\">hier<\/a>) als auch gegen die in <a href=\"http:\/\/www.brementrojaner.de\">Bremen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Buntes-Buendnis-warnt-vor-Bayerischem-Praeventionsstaat-4028708.html\">Bayern<\/a> und <a href=\"http:\/\/strafverteidigervereinigung-nrw.de\/files\/presseerklaerung_der_strafverteidigervereinigung_nrw_e.v.pdf\">NRW<\/a> regt sich heftiger Protest, der von relativ breiten zivilgesellschaftlichen B&uuml;ndnissen unter Beteiligung zahlreicher B&uuml;rgerrechts- und Datenschutz-Organisationen getragen wird.<\/p><p>Und w&auml;hrend einer Anh&ouml;rung im Hessischen Landtag hat die gro&szlig;e Mehrzahl der Sachverst&auml;ndigen den dortigen Gesetzentwurf scharf kritisiert und erhebliche &Auml;nderungen angemahnt. Auch die Basis der hessischen Gr&uuml;nen votierte Ende 2017 speziell gegen die Legalisierung des &bdquo;Hessentrojaners&ldquo; &ndash; zumal die Gr&uuml;nen im letzten Wahlkampf versprochen hatten, keine Online-Durchsuchung zur Gefahrenabwehr zuzulassen.<\/p><p><strong>Gibt es denn inzwischen Ans&auml;tze von Nachdenklichkeit bei den Gesetzesinitiatoren?<\/strong><\/p><p>Ja, die gibt es &ndash; gerade in Hessen &ndash; und es gibt auch schon erste Erfolge &ndash; wie aktuell in Bremen.<\/p><p>Zun&auml;chst zu Hessen: In gewisser Weise hat die Verleihung des BigBrotherAwards die kritische Diskussion der Gesetzentw&uuml;rfe bei den Gr&uuml;nen in Hessen beeinflusst und befl&uuml;gelt. Der Gr&uuml;nen-Innenpolitiker und Bef&uuml;rworter des neuen Verfassungsschutzgesetzes, J&uuml;rgen Fr&ouml;mmrich, wurde von seiner Partei beim Landesparteitag am 21. April 2018 deutlich abgestraft und landete, anders als angestrebt, auf einem hinteren Landeslistenplatz. Besser schnitt der Software-Experte Torsten Leveringhaus ab, der sich dezidiert &bdquo;gegen die digitale Aufr&uuml;stung&ldquo; ausgesprochen hat. Und er will den Gesetzentwurf gr&uuml;ndlich &auml;ndern, &bdquo;damit wir den &sbquo;BigBrotherAward&rsquo; so schnell wie m&ouml;glich zur&uuml;ckgeben k&ouml;nnen&ldquo;, so <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/landespolitik\/sicherheit-staatstrojaner-treibt-gruene-um-a-1491999\">Levringhaus<\/a>.<\/p><p>Und die Opposition im hessischen Landtag <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/landespolitik\/big-brother-awards-opposition-begruesst-preis-fuer-datensuender-a-1494649\">ist sich einig<\/a>: Den BigBrotherAward f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Datens&uuml;nder des Jahres habe die schwarz-gr&uuml;ne Landesregierung als &bdquo;Quittung f&uuml;r die geplanten, tiefgreifenden Eingriffe in die Grund- und B&uuml;rgerrechte&ldquo; verdient. Die &bdquo;mehr als peinliche Auszeichnung&rdquo; stelle den &bdquo;&ouml;ffentlichkeitswirksamen H&ouml;hepunkt einer Posse dar, die ihresgleichen sucht&ldquo;, so etwa die FDP-Fraktion.<\/p><p>Im rot-gr&uuml;n regierten Bremen hat die gr&uuml;ne Fraktion k&uuml;rzlich sogar die Rei&szlig;leine gezogen und den Gesetzgebungsprozess hinsichtlich der geplanten Versch&auml;rfung des Bremer Polizeigesetzes &ndash; ebenfalls mit Staatstrojaner, elektronischer Fu&szlig;fessel und Ausweitung der Video&uuml;berwachung &ndash; aufgek&uuml;ndigt. Hier hat sich offenbar auch die Oppositionsarbeit des B&uuml;ndnisses &bdquo;<a href=\"https:\/\/brementrojaner.de\">Brementrojaner<\/a>&rdquo; ausgewirkt; siehe auch <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremen-stadt_artikel,-bremer-gruene-bremsen-neues-polizeigesetz-aus-_arid,1723238.html\">Weser-Kurier vom 25. April 2018<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em><strong>Dr. Rolf G&ouml;ssner<\/strong> ist Rechtsanwalt, Publizist und Kuratoriumsmitglied der <a href=\"http:\/\/www.ilmr.de\">Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte Berlin<\/a> und Mitherausgeber des j&auml;hrlich erscheinenden &ldquo;Grundrechte-Reports. Zur Lage der B&uuml;rger- und Menschenrechte in Deutschland&rdquo; (Fischer-TB). Ausgezeichnet mit der Theodor-Heuss-Medaille, dem K&ouml;lner Karlspreis f&uuml;r engagierte Literatur und Publizistik und dem Bremer Kultur- und Friedenspreis. Sachverst&auml;ndiger in Gesetzgebungsverfahren von Bundestag und Landtagen. Seit Anbeginn (2000) Mitglied in der Jury zur Verleihung des Negativpreises <a href=\"http:\/\/www.bigbrotherawards.de\">BigBrotherAward<\/a>. Autor zahlreicher B&uuml;cher zum Themenbereich Demokratie, Innere Sicherheit und B&uuml;rgerrechte. Internet: <a href=\"http:\/\/www.rolf-goessner.de\">rolf-goessner.de<\/a><\/em><\/p><p><em>Rolf G&ouml;ssner stand fast vier Jahrzehnte lang unter geheimdienstlicher Beobachtung des Bundesamts f&uuml;r Verfassungsschutzes, die das Verwaltungsgericht K&ouml;ln 2011 f&uuml;r <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2011\/ausgabe-03\/gesellschaft\/gesellschaft\/seite-9\/A0\">unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und grundrechtswidrig erkl&auml;rte<\/a>. Nach Berufung der Bundesregierung hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen im M&auml;rz 2018 dieses Urteil nach einer 12-j&auml;hrigen Gesamtdauer des Gerichtsverfahrens in zweiter Instanz best&auml;tigt und die <a href=\"https:\/\/hpd.de\/artikel\/langzeitueberwachung-durch-verfassungsschutz-erneut-fuer-rechtswidrig-erklaert-15374\">Revision<\/a> <a href=\"https:\/\/mmm.verdi.de\/recht\/erneuter-prozesssieg-gegen-geheimdienst-49417\">zugelassen<\/a>.<\/em><\/p><p><em>Rolf G&ouml;ssner ist einer der Sprecher des B&uuml;ndnisses &ldquo;<a href=\"https:\/\/brementrojaner.de\/\">Brementrojaner<\/a>&rdquo; gegen die Versch&auml;rfung des Bremer Polizeigesetzes; er ist auch als Sachverst&auml;ndiger im hessischen Landtag zur dortigen schwarz-gr&uuml;nen Gesetzesinitiative geh&ouml;rt worden (<a href=\"https:\/\/ilmr.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Goessner-StellgnahmeVS-GE-Hessen2-2018.pdf\">Gutachten hier<\/a>). Seine <a href=\"https:\/\/bigbrotherawards.de\/2018\/politik-cdu-gruene-landtag-hessen\">BigBrotherAward-Laudatio<\/a> auf die Fraktionen von CDU und Gr&uuml;ne im hessischen Landtag, die vom Publikum im Bielefelder Stadttheater mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/265814323\/#t=2h24m53s\">ist hier einzusehen<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180426_goessner.jpg\" alt=\"Rolf G&ouml;ssner\" title=\"Rolf G&ouml;ssner\"\/><\/div>\n<p>Von schweren &bdquo;geheimdienstlichen Angriffen auf den demokratischen Rechtsstaat&ldquo; und auf die &bdquo;Informationelle Selbstbestimmung, Privatsph&auml;re und Menschenw&uuml;rde&ldquo; spricht <strong>Rolf G&ouml;ssner<\/strong>, Mitglied der Jury des <a href=\"https:\/\/bigbrotherawards.de\/\">BigBrotherAwards<\/a>, im Interview mit den NachDenkSeiten. Mit seinen Aussagen bezieht er sich auf ein geplantes neues Verfassungsschutzgesetz und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43793\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,184,126,60,209,166],"tags":[1112,2344,850,2123,1424,2124,901,250,1679,421,2342,582,1248,2343],"class_list":["post-43793","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-ueberwachung","category-erosion-der-demokratie","category-innere-sicherheit","category-interviews","category-terrorismus","tag-buergerrechte","tag-bigbrotheraward","tag-datenschutz","tag-elektronische-fussfessel","tag-goessner-rolf","tag-gefaehrder","tag-geheimdienste","tag-hessen","tag-onlinedurchsuchung","tag-polizei","tag-precrime","tag-seehofer-horst","tag-staatstrojaner","tag-videoueberwachung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43793"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43793\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84474,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43793\/revisions\/84474"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}