{"id":43799,"date":"2018-05-04T16:25:49","date_gmt":"2018-05-04T14:25:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799"},"modified":"2018-05-04T16:25:49","modified_gmt":"2018-05-04T14:25:49","slug":"hinweise-des-tages-ii-343","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h01\">Beratung beim BAMF: &bdquo;McKinsey verkauft parteiische Vorschl&auml;ge als objektives Wissen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h02\">Lkw-Fahrer &ndash; die Sklaven der globalisierten Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h03\">Digitalisierung: Das Verschwinden der Mittelklasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h04\">Die Schwarze Magie der Schwarzen Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h05\">Zehntausende m&uuml;ssen um Betriebsrenten zittern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h06\">Erpresser gegen Abzocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h07\">&bdquo;Macron hat die Hoffnung aufgegeben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h08\">Der Pflege gehen die Kr&auml;fte aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h09\">MFF und Migration: Au&szlig;er Abschottung nicht viel gewesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h10\">2.000 &Auml;rzte fordern Ma&szlig;nahmen gegen Fehlern&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h11\">Europas Umwelt-Musterknabe (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h12\">Kalter Krieg: Bundeswehr plante Chemiewaffen-Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h13\">Trump&rsquo;s Pentagon Opens Up Guantanamo Bay to New Prisoners<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h14\">&raquo;Die Stadt will Kapital aus Marx schlagen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h15\">&bdquo;Wir d&uuml;rfen keine neugr&uuml;ne Lifestyle-Partei werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43799#h16\">Das Letzte: Manipulation auf Google<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Beratung beim BAMF: &bdquo;McKinsey verkauft parteiische Vorschl&auml;ge als objektives Wissen&ldquo;<\/strong><br>\nMcKinsey kassiert Millionen f&uuml;r die Beratung des BAMF. Der Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl hat mehrere Beratungsleistungen ausgewertet und bezweifelt, dass sie ihr Geld wert sind. McKinsey widerspricht.<br>\nDer hohe Druck auf die deutsche Asylverwaltung sorgt bei Unternehmensberatungen f&uuml;r gute Gesch&auml;fte. Insgesamt zahlt der Bund bis Ende 2020 bis zu 56,4 Millionen Euro an Beraterhonoraren &ndash; &ouml;ffentlich ausgeschrieben waren davon lediglich 21 Millionen Euro. Das ergab eine Anfrage der Linken im Bundestag. Die Antwort der Bundesregierung darauf liegt der WirtschaftsWoche vorab vor.<br>\nRund 47 Millionen Euro erh&auml;lt allein die Beratung McKinsey bis Ende 2020 f&uuml;r den Einsatz im Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF). Ein Gro&szlig;teil dieser Summe (27,8 Millionen Euro) ist nie &ouml;ffentlich ausgeschrieben worden.<br>\nEinen Teil des Geldes erh&auml;lt McKinsey f&uuml;r Studien und Auswertungen f&uuml;r das BAMF. Der WirtschaftsWoche liegen mehrere dieser Arbeiten vor, unter anderem die Studie &bdquo;R&uuml;ckkehr &ndash; Prozesse und Optimierungspotentiale&ldquo;, Kostenpunkt: 1,86 Millionen Euro, und eine Auswertung der Integrationskurse, die McKinsey mit 1,18 Millionen Euro abrechnete. Zudem liegen der WirtschaftsWoche Dutzende interne Weisungen vor, die auf der Beratungsleistung von McKinsey beruhen. Ob die McKinsey-Werke ihr Geld wert sind? &bdquo;Ganz sicher nicht&ldquo;, findet Maximilian Pichl. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ein Gro&szlig;teil dessen, was McKinsey schreibt ist vollkommen banal&ldquo;, sagt er. &bdquo;Da werden &uuml;ber Seiten Zahlen, Statistiken und Verfahrensabl&auml;ufe ausgebreitet, die bereits bekannt sind &ndash; etwa das Dublin-Verfahren.&ldquo;<br>\nKonfrontiert mit dieser Kritik antwortet ein McKinsey-Sprecher: &bdquo;Es ist ein normales und angemessenes Vorgehen, f&uuml;r eine Probleml&ouml;sung zun&auml;chst die Ausgangslage umfassend, verst&auml;ndlich und korrekt zu beschreiben.&ldquo; Allerdings stellt sich bei Tagess&auml;tzen von mehr als 2000 Euro pro Mitarbeiter die Frage, ob der Staat hier Steuergelder auf angemessene Weise investiert. &bdquo;Universit&auml;ten erarbeiten f&uuml;r deutlich weniger Geld seri&ouml;ses Wissen&ldquo;, sagt Pichl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/beratung-beim-bamf-mckinsey-verkauft-parteiische-vorschlaege-als-objektives-wissen\/21243690.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><strong>dazu passt: Volker Pispers: Warum Aldi und Lidl so erfolgreich sind<\/strong><\/p>\n<p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"450\" height=\"314\" src=\"\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/laiY91bhHM8\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lkw-Fahrer &ndash; die Sklaven der globalisierten Welt<\/strong><br>\nWochenlang unterwegs, N&auml;chte und Sonntage fern der Familie. Fr&uuml;her galten Lastkraftfahrer als Kapit&auml;ne der Landstra&szlig;e. Das hat sich ge&auml;ndert. [&hellip;]<br>\nDie Fahrer mit ihren Vierzigtonnern sind Arbeiter auf dem Flie&szlig;band der gro&szlig;en Stra&szlig;en, die rollenden Nachschublager einer Wirtschaft, die ohne Lagerkosten auskommen will. Sie leben das Leben motorisierter Nomaden mit 500 PS unter und mehr als 30 Tonnen Last hinter sich, unterwegs im endlosen Rauschen des Autobahnverkehrs &ndash; ein modernes Prekariat im grenzenlosen Europa. Der Job st&auml;ndig bedroht von noch billiger fahrenden Kollegen aus noch weiter im Osten liegenden, wirtschaftlich darbenden L&auml;ndern.<br>\nFr&uuml;her waren sie die Kapit&auml;ne der Landstra&szlig;e, in Filmen glorifiziert, mal &bdquo;nachts auf der Stra&szlig;e&ldquo; (mit Hans Albers), mal unterwegs zum &bdquo;Lohn der Angst&ldquo; (mit Yves Montand), mal als ausgekochtes Schlitzohr auf amerikanischen Landstra&szlig;en. Heute wirken sie wie Sklaven &ndash; und manche bezeichnen sich selber so. Auf die Kosten kommt es an in ihrem Gewerbe.<br>\n&Uuml;ber Wochen leben die Fahrer auf drei Quadratmetern. Einer wie Bartek muss von der Zahnpasta &uuml;ber den Wasserkocher bis zum Saft oder Bier f&uuml;r den Filmnachmittag alles dabei haben, einschlie&szlig;lich Toilettenpapier. Manche Fahrer haben sogar Campingkocher dabei. Wenn es kalt wird, hocken sie neben den R&auml;dern, sch&uuml;tzen sich mit Pappe gegen den Wind, und machen sich, wie auf dem Campingplatz, etwas zu essen, w&auml;hrend ihre Frauen zuhause allein die Kinder gro&szlig; ziehen, die ihre V&auml;ter im Zwei- oder Vierwochenrhythmus neu kennenlernen. Wie sich das anf&uuml;hlt f&uuml;r einen wie Bartek, dessen Junge erst vier ist? Jeden Tag, sagt er, vermisse er ihn, suche er nach einem guten Job in Polen. Ein bisschen Fu&szlig;ball spielen mit dem Jungen kann er nur, wenn er mal frei hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/reportage\/europaeischer-fernverkehr-lkw-fahrer-die-sklaven-der-globalisierten-welt\/21205228.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Digitalisierung: Das Verschwinden der Mittelklasse<\/strong><br>\nK&uuml;nstliche Intelligenz ist nicht das Ende der Arbeit, sondern beg&uuml;nstigt die weitere Aufspreizung der Arbeit in vergleichsweise wenige hochbezahlte, hochqualifizierte Jobs und eine Vielzahl von schlechter bezahlten. Eine Extremprojektion dieser Entwicklung findet rund um das Silicon Valley statt. Dort liegt der mittlere Verdienst (Median) von Facebook-Angestellten bei unfassbaren 240.000 Dollar. Die konkrete Folge: im weiten Umkreis von Facebook passt sich die Preisgestaltung an. H&auml;user sind f&uuml;r Normalverdiener vollkommen unerschwinglich. Das Silicon Valley ist so teuer geworden, dass Leute mit 400.000 Dollar Jahresverdienst ernsthaft glauben, sie seien &ldquo;Mittelklasse&rdquo;. &hellip;.<br>\nMeine Perspektive auf die Arbeit in der kommenden Digitalisierung ist keine technologische, sondern eine soziale. Sozialstaatliche Strukturen, Bildung und Fortbildung haben auf die Zukunft der Arbeit der einzelnen Menschen einen ungleich gr&ouml;&szlig;eren Einfluss als Technologien.<br>\nDie Frage der Politik zu Arbeit und Digitalisierung darf nicht hei&szlig;en: Was machen wir mit denen, die durch Digitalisierung keine Arbeit mehr finden? Sondern: Wie gehen wir mit Geringverdienern um? Denn deren Zahl wird zunehmen, quer durch alle Berufe, aber besonders bei den geringer Qualifizierten.<br>\nIn der Fl&auml;che schwindet nicht die Arbeit, sondern die gut bezahlte Arbeit, ein Ph&auml;nomen, das sich schon l&auml;nger beobachten l&auml;sst. Das ist f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung sehr konkret sp&uuml;rbar: Im 20. Jahrhundert konnte sich eine Mittelschichtsfamilie ein Haus in einem Ballungsgebiet leisten &ndash; heute nicht mehr. Nat&uuml;rlich stehen hinter diesem Vergleich viele Faktoren, die nur indirekt mit dem Arbeitsmarkt zu tun haben: Globalisierung, Immobilienmarkt, Finanzierungsmechanismen. Aber die Entwicklung der Arbeit durch Digitalisierung kann diesen Trend verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/digitalisierung-das-verschwinden-der-mittelklasse-kolumne-a-1205746.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss bei dieser Diskussion &auml;u&szlig;erst aufmerksam sein. Diese kann oder besser ist bereits der Hintergrund f&uuml;r die Forderung nach einem weiteren radikalen Sozialabbau, wie die Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen zeigen. Hier w&auml;re gerade die Politik gefordert, angesichts des rasanten Wandels, der zweifellos vonstatten geht, gestalterisch einzugreifen. Die Idee, die gigantischen Gewinne der Internet- und Technologiekonzerne &ndash; allein der Gewinn Apples f&uuml;r das erste Quartal dieses Jahrs betr&auml;gt 13,82 Milliarden Dollar &ndash; f&uuml;r die Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels abzusch&ouml;pfen, ist nicht falsch, auch wenn sie auf den ersten Blick aus der &ldquo;falschen Ecke&rdquo; kommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Schwarze Magie der Schwarzen Null<\/strong><br>\n&Ouml;ffentliche Investitionen sind das Gebot der Stunde. Die breite Kritik an Scholz&lsquo; Sparhaushalt stimmen daher optimistisch. Aber nicht nur Scholz, sondern auch die Aussagen viele Kritiker zeigen, wie zerst&ouml;rerisch das Dogma der Schwarzen Null wirkt. [&hellip;]<br>\nHier ist sie also wieder, die bei Wirtschaftsliberalen so beliebte M&auml;r von der Notwendigkeit des Konsumverzichts, um Investitionen t&auml;tigen zu k&ouml;nnen. Nur stimmt der behauptete Zusammenhang schon nicht im Bezug auf den Privatsektor. Wer seinen Keynes gelesen hat, der wei&szlig;, dass Konsumverzicht die effektive Nachfrage reduziert. Unternehmen aber, deren Produkte weniger nachgefragt werden, werden eben nicht investieren, sondern im Gegenteil versuchen, ihre Produktionskapazit&auml;ten der reduzierten Nachfrage anzupassen. Die propagierte Senkung von &bdquo;Sozialausgaben&ldquo; wird also nur dazu f&uuml;hren, dass die Nachfrage verringert, damit das BIP gesenkt und die Arbeitslosigkeit erh&ouml;ht wird.<br>\nEs gibt auch keinen Grund, dass diejenigen, die zu Recht darauf hinweisen, dass die Sozialausgaben gemessen am objektiven Bedarf viel zu niedrig sind, statt der &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; an dieser Stelle reflexhaft nach Steuererh&ouml;hungen rufen. W&auml;hrend es durchaus gute Gr&uuml;nde gibt, z.B. die obsz&ouml;n hohen Verm&ouml;gen zu besteuern, so ist die Besteuerung keine Voraussetzung, um &ouml;ffentliche Investitionen t&auml;tigen und gleichzeitig den Sozialstaat ausbauen zu k&ouml;nnen. Wer diesen Eindruck erweckt, indem er f&uuml;r notwendige staatliche Mehrausgaben immer eine sogenannte Gegenfinanzierung pr&auml;sentieren zu m&uuml;ssen glaubt, der erweist der wirtschaftspolitischen Vernunft einen B&auml;rendienst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/die-schwarze-magie-der-schwarzen-null\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Zehntausende m&uuml;ssen um Betriebsrenten zittern<\/strong><br>\nHauptursache f&uuml;r die Probleme sind die niedrigen Zinsen. Bereits vor zwei Jahren hat Frank Grund, Exekutivdirektor bei der Finanzaufsicht Bafin, zum ersten Mal vor Problemen der Pensionskassen gewarnt. Seither hat sich nichts verbessert, im Gegenteil. &ldquo;Die Lage ist heute noch ernster als vor zwei Jahren&rdquo;, sagte Grund, der f&uuml;r die Versicherungsaufsicht zust&auml;ndig ist. &ldquo;Ohne zus&auml;tzliches Kapital von au&szlig;en werden einige Pensionskassen nicht mehr ihre vollen Leistungen erbringen k&ouml;nnen.&rdquo; Pensionskassen funktionieren &auml;hnlich wie Lebensversicherer. Doch ist die Lage der Pensionskassen ernster als die der Lebensversicherer, sagte Grund. Sie zahlen ausschlie&szlig;lich lebenslange Renten aus und leiden deshalb sowohl unter den niedrigen Zinsen als auch unter der durchschnittlich l&auml;ngeren Lebenszeit. In Deutschland gibt es 137 Pensionskassen, die aktuell 165 Milliarden Euro Kapital f&uuml;r heutige und k&uuml;nftige Betriebsrenten verwalten. Mit einem Drittel von ihnen steht die Bafin in st&auml;ndigen intensiven Diskussionen, sagte Grund. Bei einer nicht genannten Zahl von Pensionskassen, die zusammen 10 Prozent der 165 Milliarden Euro verwalten, sei die Lage sehr ernst. (&hellip;)<br>\nDer letzte Ausweg sei die Leistungsk&uuml;rzung, sagte Grund. Dann m&uuml;ssten die Arbeitgeber eigentlich f&uuml;r die Differenz zwischen Zusagen und Zahlungen einstehen. &ldquo;Der Arbeitgeber muss dann daf&uuml;r sorgen, dass die Versorgungsberechtigten die volle zugesagte Leistung erhalten&rdquo;, erl&auml;uterte Grund. Das funktioniere aber nur, wenn der noch existiert und liquide ist. Die wenigen Aktiengesellschaften unter den Pensionskassen geh&ouml;ren zwar dem Sicherungsfonds Protektor an, aber die meisten Kassen haben die Rechtsform eines Versicherungsvereins und sind nicht Protektor-Mitglied. Au&szlig;erdem gilt die Arbeitgeberhaftung nicht f&uuml;r Leistungen aus Beitr&auml;gen, die Mitarbeiter zus&auml;tzlich gezahlt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/pensionskassen-zehntausende-muessen-um-betriebsrenten-zittern-1.3966376\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Als Bundesarbeitsministerin hatte insbesondere Frau Nahles die gesetzliche Rente weiter geschw&auml;cht und sich f&uuml;r Betriebsrenten eingesetzt. In ihren neuen Funktionen als SPD-Bundesvorsitzende und Fraktionschefin im Deutschen Bundestag ist wohl nichts Besseres zu erwarten. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42504\">Andrea Nahles&rsquo; Bilanz als Ministerin &hellip; eine einzige Katastrophe<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34312\">Betriebsrente &ndash; Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte nicht die IG Metall, Andrea Nahles und die CDU<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erpresser gegen Abzocker<\/strong><br>\nSie zappelt und zappelt und zappelt. US-Pr&auml;sident Donald Trump hat die EU dort getroffen, wo es ihrer F&uuml;hrungsmacht Deutschland so richtig weh tut: bei den Exporten. Eine &raquo;Schonfrist&laquo; bis zum 1. Juni habe Trump der Union gro&szlig;m&uuml;tig gew&auml;hrt, um eine L&ouml;sung im Strafzollstreit zu finden, formulieren h&ouml;flichere Berichterstatter. &raquo;Gnadenfrist&laquo; oder &raquo;Galgenfrist&laquo; k&auml;me dem Sachverhalt ein wenig n&auml;her. Politiker in Berlin und in Br&uuml;ssel sch&auml;umen. Die deutsche Kanzlerin und den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten hat Trump abblitzen lassen; die Forderung der EU-Handelskommissarin, die Europ&auml;ische Union dauerhaft von den Strafz&ouml;llen auszunehmen, hat er sowieso ignoriert, weshalb Br&uuml;ssel weiterhin &ndash; so hei&szlig;t es bei der EU-Kommission &ndash; gleichsam unter vorgehaltener Waffe verhandeln muss. Druckmittel, um die US-Administration zum Einlenken zu zwingen, hat die Union nicht. Der Immobilienoligarch im Wei&szlig;en Haus hat den aufstiegswilligen Eliten jenseits des Atlantik offen und unmissverst&auml;ndlich gezeigt, wo der Hammer h&auml;ngt und wer ihn schwingt.<br>\n&raquo;Erpresserdiplomatie&laquo; hat eine Expertin vom Washingtoner Atlantic Council Trumps Vorgehen genannt &ndash; und wenngleich nat&uuml;rlich jede Diplomatie mit Erpressung, pardon: Druck arbeitet, trifft das zu. Die EU ist allerdings deshalb besonders empfindlich, weil sie ihre Vormachtstellung und ihren Reichtum vor allem riesigen Export&uuml;bersch&uuml;ssen verdankt, erm&ouml;glicht durch harte Reallohnsenkungen und dem im Vergleich zur D-Mark unterbewerteten Euro. &raquo;Beggar thy neighbour&laquo;, &raquo;mach deinen Nachbarn zum Bettler&laquo;, nennen &Ouml;konomen diese Politik, die den Absatzl&auml;ndern das Geld aus der Tasche zieht. Wer auf offene Abzocke setzt, ist f&uuml;r Strafz&ouml;lle nat&uuml;rlich besonders empfindlich. Es stimmt ja: G&auml;be die EU bei den Strafz&ouml;llen nach, k&ouml;nnte Trump die deutsche Industrie etwa mit Strafz&ouml;llen auf Kfz-Importe immer weiter bedrohen. Erpresser gegen Abzocker: Das ist die sch&ouml;ne neue Welt der westlichen Wertetr&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331749.erpresser-gegen-abzocker.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Macron hat die Hoffnung aufgegeben&ldquo;<\/strong><br>\nKommt eine gro&szlig;e Reform der W&auml;hrungsunion? Frankreichs Pr&auml;sident glaubt daran nicht mehr, sagt jemand, der ihn kennt. Stattdessen verfolge er nun ein anderes Ziel.<br>\n&bdquo;Frankreichs Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron hat die Hoffnung aufgegeben, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine weitreichende &Uuml;bereinkunft zur Reform der Eurozone zu erreichen.&ldquo; Das sagte der Chef&ouml;konom der franz&ouml;sischen Investmentbank Natixis, Patrick Artus, auf einer Veranstaltung in Frankfurt. [&hellip;]<br>\nMittlerweile habe Macron erkannt, dass er mit seinen Pl&auml;nen auf starken Widerstand in Berlin sto&szlig;e und wohl nicht weit kommen werde. Aus &ouml;konomischer Sicht halte er den Verzicht auf eine weitere Vergemeinschaftung von Risiken in der W&auml;hrungsunion f&uuml;r falsch, f&uuml;gte Artus als pers&ouml;nliche Einsch&auml;tzung hinzu, aber man m&uuml;sse die politischen Realit&auml;ten anerkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/emmanuel-macron-glaubt-nicht-mehr-an-reform-der-eurozone-15572110.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Pflege gehen die Kr&auml;fte aus<\/strong><br>\n100 offene Stellen, 21 Bewerber: Der Fachkr&auml;ftemangel in der Pflege ist erheblich &ndash; und wird noch schlimmer werden. Die Politik rechnet mit viel zu kleinen Zahlen.<br>\nDer viel zitierte Fachkr&auml;ftemangel &ndash; in der Pflege ist er schon lange angekommen: Zahlen der Bundesregierung besagen, dass in der Branche mindestens 36.000 Fachkr&auml;fte fehlen. In der Krankenpflege sind gut 12.500 Stellen nicht besetzt; in der Altenpflege werden 15.000 ausgebildete Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie weitere 8.500 Helferinnen und Helfer gesucht. Das zeigt die Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). Rein rechnerisch kommen auf 100 offene Stellen 21 Bewerber.<br>\nUnd die Situation wird sich weiter versch&auml;rfen. Denn die Deutschen werden immer &auml;lter, und damit w&auml;chst auch die Zahl der Pflegebed&uuml;rftigen. Schon heute sind das fast drei Millionen Menschen, das zeigt die Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes. Die allermeisten von ihnen &ndash; 73 Prozent &ndash; sind aber noch so selbstst&auml;ndig, dass sie zu Hause versorgt werden k&ouml;nnen. Ambulant vor station&auml;r lautet auch die Devise der Politik.<br>\nei mehr als 1,3 Millionen Pflegebed&uuml;rftigen k&uuml;mmern sich ausschlie&szlig;lich die Angeh&ouml;rigen. Sie erhalten zwar Pflegegeld, aber keine Hilfe von Altenpflegern. Anders sieht es bei weiteren knapp 700.000 Pflegebed&uuml;rftigen aus, die zwar zu Hause versorgt werden, aber auch Hilfe durch ambulante Pflegedienste ben&ouml;tigen. Weitere 27 Prozent der Pflegebed&uuml;rftigen &ndash; das sind 783.000 Menschen &ndash; k&ouml;nnen nicht mehr allein leben und sind auf st&auml;ndige Betreuung angewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-04\/fachkraeftemangel-altenpflege-deutschland-statistik\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Gibt es tats&auml;chlich einen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; oder handelt es sich auch bei den miserablen Zust&auml;nden im Pflegebereich um eine Folge der zunehmenden &Ouml;konomisierung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>MFF und Migration: Au&szlig;er Abschottung nicht viel gewesen<\/strong><br>\nIm heute vorgestellten &sbquo;Mehrj&auml;hrigen Finanzrahmen der EU f&uuml;r die Jahre zwischen 2021 und 2027&lsquo; (MFF, praktisch das EU-Budget), stellte der EU-Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger auch eine massive Erh&ouml;hung der Europ&auml;ischen Agentur f&uuml;r die Grenz- und K&uuml;stenwache (fr&uuml;her: Frontex) in Aussicht. W&auml;hrend andere, soziale, regionale und kulturelle Bereiche abspecken m&uuml;ssen, schl&auml;gt Oettinger eine massive Personalaufstockung der Grenzbeamten von 1.200 auf rund 10.000 Personen vor. Dazu Cornelia Ernst, migrationspolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:<br>\n&bdquo;Oettinger &amp; Co. f&auml;llt nicht mehr ein, als die humanit&auml;re Krise im wahrsten Sinne des Wortes zu bek&auml;mpfen, vorzugsweise mit milit&auml;rischen Mitteln. Dazu sollen die EU-Au&szlig;engrenzen noch weiter aufger&uuml;stet und mit bis zu 10.000 neuen Beamt*innen befestigt werden. Das versprochene Personal beispielweise f&uuml;r die griechischen Asylbeh&ouml;rden bleibt die EU jedoch weiterhin schuldig.&ldquo;<br>\n&bdquo;Was Trump seine US-Nationalgarde ist, ist der EU ihr Frontex &ndash; wir sind diesseits des Atlantiks keinen Deut besser als Trump an der Grenze zu Mexiko, im Gegenteil sind wir sogar schon zwei Schritte weiter. Diese Aufstockungsma&szlig;nahme nun damit zu begr&uuml;nden, andernfalls Schengen nicht wieder einsetzen zu k&ouml;nnen, ist eine perfide Instrumentalisierung dieser dauerhaft zugelassenen Ausnahmesituation.&ldquo;<br>\n&bdquo;Schmutzige Deals mit Despoten, die Externalisierung der EU-Au&szlig;engrenzen in die Sahelzone, die Kriminalisierung der privaten Seenotrettung oder die Verschleppung der Verhandlungen um ein neues EU-Asylsystem (Dublin) durch die nationalen Regierungen der Mitgliedstaaten &ndash; nichts davon l&auml;sst annehmen, der EU ginge es darum, die Situation zu entspannen oder ihrer humanit&auml;ren Verantwortung nachzukommen. Im Gegenteil, die dramatische Lage der Menschen an unseren Au&szlig;engrenzen soll tunlichst aus den Schlagzeilen gebracht werden &ndash; &sbquo;Sollen sie doch an unseren Grenzen auflaufen, solange wir sie nicht an unseren Bahnh&ouml;fen in Empfang nehmen m&uuml;ssen&lsquo;. Eine solche Ma&szlig;nahme ohne jedwede flankierenden, humanit&auml;ren und politischen Projekte &ndash; Stichwort: sichere Fluchtwege -, ist erb&auml;rmlich und zynisch, nicht mehr und nicht weniger.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11821.mff-und-migration-au%C3%9Fer-abschottung-nicht-viel-gewesen.html\">DIE LINKE im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>2.000 &Auml;rzte fordern Ma&szlig;nahmen gegen Fehlern&auml;hrung<\/strong><br>\nMehr als 2.000 &Auml;rztinnen und &Auml;rzte fordern von der Bundesregierung wirksame Ma&szlig;nahmen gegen Fehlern&auml;hrung. Es sei h&ouml;chste Zeit, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und die zust&auml;ndigen Ministerinnen und Minister &bdquo;ernst machen&ldquo; mit der Pr&auml;vention von Fettleibigkeit, Diabetes und anderen chronischen Krankheiten, hei&szlig;t es in einem Offenen Brief, den ein breites B&uuml;ndnis aus 15 &Auml;rzteverb&auml;nden, Fachorganisationen und Krankenkassen unterst&uuml;tzt.<br>\nIn dem Offenen Brief fordern die mehr als 2.000 &Auml;rztinnen und &Auml;rzte vier konkrete Ma&szlig;nahmen gegen Fehlern&auml;hrung: Eine verst&auml;ndliche Lebensmittelkennzeichnung in Form einer N&auml;hrwert-Ampel, Beschr&auml;nkungen der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung, verbindliche Standards f&uuml;r die Schul- und Kitaverpflegung sowie steuerliche Anreize f&uuml;r die Lebensmittelindustrie, ges&uuml;ndere Rezepturen zu entwickeln &ndash; etwa durch eine Sonderabgabe auf ges&uuml;&szlig;te Getr&auml;nke. Unter den Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern sind allein mehr als 1.300 Kinder- und Jugend&auml;rzte, 222 Diabetologen und 58 Professoren der Medizin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/zucker-fett-co\/aktuelle-nachrichten\/2000-aerzte-fordern-massnahmen-gegen-fehlernaehrung\/\">Foodwatch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europas Umwelt-Musterknabe (II)<\/strong><br>\nDeutschlands Ressourcenverbrauch bleibt weiterhin auf einem nicht &ouml;kologisch nachhaltigen, dauerhafte Sch&auml;den verursachenden Niveau. Wie aktuelle Studien belegen, geht der enorme Verbrauch von Rohstoffen und fossilen Energietr&auml;gern in der Bundesrepublik nicht nur nicht zur&uuml;ck, er nimmt sogar wieder zu; Deutschland lebe &ldquo;auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im S&uuml;den&rdquo;, urteilen Kritiker. Das gilt nicht nur f&uuml;r die Stromerzeugung, bei der Fortschritte durch den Ausbau erneuerbarer Energien durch verst&auml;rkte Verfeuerung von Braunkohle zunichte gemacht werden, sondern auch f&uuml;r die deutsche Pkw-Flotte; so wurden zuletzt unter dem Eindruck des Dieselskandals mehr Benziner verkauft, die einen erheblichen CO2-Aussto&szlig; aufweisen, w&auml;hrend die Umstellung auf Elektroautos nur langsam erfolgt und weit hinter der Geschwindigkeit anderer L&auml;nder, darunter China, zur&uuml;ckbleibt. Unterdessen r&uuml;ckt die neue Bundesregierung ganz offen von ihren klimapolitischen Mindestzielen ab &ndash; und torpediert klimapolitische Vorst&ouml;&szlig;e des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7598\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kalter Krieg: Bundeswehr plante Chemiewaffen-Einsatz<\/strong><br>\nEntgegen Dementis hat die Bundesrepublik in den 1960er-Jahren die Beschaffung und den Einsatz von Chemiewaffen geplant. Das belegen einst streng geheime Akten von Bundeswehr und US-Regierung, die NDR, WDR und &ldquo;SZ&rdquo; jetzt auswerten konnten.<br>\nNie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Chemiewaffen: Das hatte die junge Bundesrepublik nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges geschworen. Doch keine 20 Jahre sp&auml;ter plante sie den Tabubruch. 1961 stie&szlig; die Bundesrepublik in streng geheimen Sitzungen der NATO eine Debatte an und forderte, nicht nur die USA sollten die F&auml;higkeit zur Abschreckung und Vergeltung mit C-Waffen haben. &ldquo;Wir k&ouml;nnen auf solche Mittel nicht verzichten&rdquo;, sagte der damalige Generalinspekteur Friedrich Foertsch. Die NATO rechnete damit, dass die Sowjetunion und ihre im Warschauer Pakt verb&uuml;ndeten Staaten im Fall eines Angriffs rasch Chemiewaffen einsetzen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/c-waffen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Trump&rsquo;s Pentagon Opens Up Guantanamo Bay to New Prisoners<\/strong><br>\nThe detention facility at Guantanamo Bay is now formally set to receive new inmates for an indefinite stay, the Pentagon confirmed Wednesday.<br>\nIn what amounts to a fulfilled campaign promise for Donald Trump, who had pledged to refill Guantanamo with &ldquo;some bad dudes,&rdquo; Defense Secretary Jim Mattis delivered a long-expected detentions policy to the White House, a day after the deadline set by Trump&rsquo;s January executive order paving the way for new Guantanamo detainees.<br>\n&ldquo;This policy provides our warfighters guidance on nominating detainees for transfer to Guantanamo detention should that person present a continuing, significant threat to the security of the United States,&rdquo; said Navy Cdr. Sarah Higgins, the Pentagon&rsquo;s detentions spokesperson.<br>\nMuch remains unclear about the new policy, which neither the Pentagon nor the White House released. The criteria for determining the threshold for a detainee&rsquo;s &ldquo;continuing, significant threat&rdquo; was not defined, nor was who within the chain of command will be empowered to recommend that decision. National Security Council representatives did not immediately respond to questions.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.thedailybeast.com\/trumps-pentagon-opens-up-guantanamo-bay-detention-to-new-prisoners?ref=home\">Daily Beast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte nicht durch Ma&szlig;nahmen wie diese das Rechtssystem der USA infrage gestellt werden? W&auml;re nicht mehr Distanz durch die EU &ndash; insbesondere Deutschland &ndash; das Gebot der Stunde? Aber von dieser schwarz-roten Bundesregierung &ndash; mit einer offenbar US-h&ouml;rigen Kanzlerin Merkel und einem Bundesau&szlig;enminister Maas &ndash; ist das wohl kaum zur erwarten &hellip; leider.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Die Stadt will Kapital aus Marx schlagen&laquo;<\/strong><br>\nTrier vermarktet den 200. Geburtstag ihres gr&ouml;&szlig;ten Sohnes mit gro&szlig;em Aufwand. Nicht alle finden das gut. Ein Gespr&auml;ch mit Konni Kanty<br>\nAm 5. Mai j&auml;hrt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Trier m&ouml;chte seiner gedenken und hat dazu eine Menge aufgefahren. Was ist da eigentlich los?<br>\nDas wird ein gro&szlig;er Bahnhof werden. Wahrscheinlich d&uuml;rfte soviel los sein, wie seit 50 Jahren nicht mehr, als die Stadt den 150. Geburtstag von Marx beging. Die SPD kommt zu einem Bundeskongress zusammen, zu dem nahezu die gesamte Parteispitze anr&uuml;cken wird. Ex-Ministerpr&auml;sident Kurt Beck er&ouml;ffnet als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung die erneuerte Dauerausstellung des Karl-Marx-Hauses und G&uuml;nther Jauch wird zu diesem Anlass die Geburtsurkunde von Karl Marx verlesen, die Jauchs Ur-Ur-Ur-Urgro&szlig;vater als zweiter B&uuml;rgermeister von Trier 1818 unterschrieben hat. Im Mittelpunkt steht aber am Samstag ein B&uuml;rgerfest zur feierlichen Enth&uuml;llung der Marx-Statue, die von der Volksrepublik China gestiftet worden ist. Dabei sollen auch der Vizeminister des chinesischen Informationsministeriums, der chinesische Botschafter aus Berlin und Bildhauer Wu Weishan anwesend sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/331844.die-stadt-will-kapital-aus-marx-schlagen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Wir d&uuml;rfen keine neugr&uuml;ne Lifestyle-Partei werden&ldquo;<\/strong><br>\nIm Gespr&auml;ch warnt Sahra Wagenknecht ihre Partei davor, &bdquo;die Identit&auml;t der &sbquo;kleinen Leute&lsquo;&ldquo; zu verachten &ndash; und erkl&auml;rt, was Linkssein heute bedeutet.<br>\nFrau Wagenknecht, was bedeutet Linkssein f&uuml;r Sie in der heutigen Zeit?<br>\nF&uuml;r mich ist das Kernanliegen der Linken soziale Gerechtigkeit. Sich einzusetzen f&uuml;r eine Gesellschaft mit weniger Ungleichheit und mehr sozialem Zusammenhalt. Linke m&uuml;ssen die Stimme derer sein, die benachteiligt sind.<br>\nDas scheint mir ein traditionelles Verst&auml;ndnis zu sein. Dennoch herrscht eine Verunsicherung, was Linkssein bedeutet.<br>\nIm &ouml;ffentlichen Diskurs hat eine v&ouml;llige Verkehrung der Begriffe stattgefunden. Etwa wenn davon geredet wird, Angela Merkel habe eine Linkswende der Union durchgesetzt, obwohl in ihrer Regierungszeit der Niedriglohnsektor gewachsen und die Zahl armer Rentner gr&ouml;&szlig;er geworden ist. Ihre &bdquo;Linkswende&ldquo; wird dann an der Ehe f&uuml;r alle oder an der Frauenquote f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te festgemacht. Aber das sind im Kern liberale Positionen. Die teilt die Linke, aber das ist nicht origin&auml;r links. Was die Linke vom Liberalismus unterscheidet, ist die Thematisierung &ouml;konomischer Ursachen f&uuml;r Diskriminierung, selbst bei v&ouml;lliger rechtlicher Gleichstellung. Ein Kind, das in einer Hartz-IV-Familie im Essener Norden geboren wird, und ein Nachkomme einer wohlhabenden Unternehmerfamilie haben eben keine gleichen Lebenschancen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/interview-mit-sahra-wagenknecht-ueber-das-linkssein-15572013.html\">FAZ Plus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Manipulation auf Google<\/strong><br>\nUnser Leser M.O. hat eine interessante Beobachtung gemacht und schreibt:<br>\nMit bedauern musste ich gerade feststellen, dass Google Teil der bewussten Manipulationskette ist. Wundern sollte mich das eigentlich nicht, dennoch fand ich die Art erschreckend. Worum geht es?<br>\nIch gab vor wenigen Minuten bei Google &ldquo;Milit&auml;rausgaben&rdquo; ein, (<a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?client=opera&amp;q=milit%C3%A4rausgaben&amp;sourceid=opera&amp;ie=UTF-8&amp;oe=UTF-8\">hier der Link<\/a>) um einen &Uuml;berblick zu bekommen, da die Debatte um eine Erh&ouml;hung in der westlichen Gemeinschaft in aller Munde ist, w&auml;hrend die Ausgaben &ouml;stlich der NATO abgebaut werden.<br>\nDurch mein Studium in Sozial- und Politikwissenschaft kannte ich die aktuellen Zahlen der gr&ouml;&szlig;eren Staaten im Grunde, wollte aber die Rolle Saudi-Arabiens genauer betrachten. Leider viel mir sofort die falsche, veraltete und manipulative Darstellung der Ausgaben auf. Die Tabelle beginnt (wie soll es auch anders sein) mit Russland an oberster Stelle, obwohl Russland in dieser veralteten Darstellung lediglich Platz 3 belegt. Die Tabelle l&auml;sst also USA und China auf den Pl&auml;tzen 1 und 2 v&ouml;llig au&szlig;er Acht. Zudem steht Frankreich hier noch auf Platz 6.<br>\nIch bin der Meinung, man sollte aktiv auf die Nicht-Neutralit&auml;t von Google hinweisen. Eigentlich sollte es jedem klar sein, wird allerdings und das kenne ich von mir selbst, oftmals ausgeblendet. Ich habe die Feedback Funktion genutzt, in der Hoffnung, dass die Tabelle in Zukunft korrekt dargestellt wird.\n<div class=\"imagewrap\" style=\"width:448px\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180504-hdt2-02.PNG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180504-hdt2-02-small.PNG\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<div class=\"imagewrap\" style=\"width:448px\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180504-hdt2-01.PNG\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180504-hdt2-01-small.PNG\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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