{"id":43830,"date":"2018-05-08T08:18:11","date_gmt":"2018-05-08T06:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830"},"modified":"2018-05-08T08:18:11","modified_gmt":"2018-05-08T06:18:11","slug":"hinweise-des-tages-3115","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h01\">Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h02\">Putins vierte Amtszeit &ndash; Wenig Anlass zum Vertrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h03\">Pressefreiheit unter Druck: &ldquo;Sie k&ouml;nnen heute alles faken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h04\">Amerikas Reaktion auf Russland ist v&ouml;llig irre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h05\">Frankreichs Pr&auml;sident Macron ist ein Gl&uuml;cksfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h06\">In Deutschland nimmt Niedriglohnarbeit zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h07\">Hartz IV &ndash; Abschaffen, reformieren &ndash; oder einfach behalten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h08\">Kramp-Karrenbauer will Steuern senken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h09\">Air Berlin: 40 Prozent der Mitarbeiter fanden neuen Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h10\">Scheele fordert ein Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h11\">US-Marine reaktiviert die 2. Flotte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h12\">Kreative Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h13\">Amri-Ausschuss: Spuren f&uuml;hren zur Generalstaatsanwaltschaft Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h14\">Jemen: Saudi-arabische Koalition bombardiert belebtes Viertel in Sana&rsquo;a<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h15\">Das &bdquo;Daphne Projekt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h16\">Abschied von LINKS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h17\">Dem Frieden ein Gesicht geben: Vielf&auml;ltige Protestaktionen gegen die US-Air Base Ramstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h18\">Der Schriftsteller und fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Dieter Lattmann ist tot. Eine W&uuml;rdigung von Klaus Ulrich Spiegel, der ich mich gerne anschlie&szlig;e. Albrecht M&uuml;ller.<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Geldkonzern auf dem Weg zur globalen Vorherrschaft<\/strong><br>\nBlackrock, der globale Geldriese mit Kunden in 100 L&auml;ndern\n<ul>\n<li>untergr&auml;bt als allgegenw&auml;rtiger Gro&szlig;aktion&auml;r den marktwirtschaftlichen Wettbewerb;<\/li>\n<li>arbeitet so eng mit Aufsichtsbeh&ouml;rden und Regierungen zusammen, dass die Grenzen zwischen privatem Kapital und dem Staat verschwimmen;<\/li>\n<li>treibt die Privatisierung der Altersvorsorge voran, um Sparkapital in seine Fonds zu lenken;<\/li>\n<li>und verf&uuml;gt &uuml;ber ein starkes Netzwerk politischer Verbindungen, das einer m&ouml;glichen Regulierung entgegensteht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Blackrock &bdquo;steht f&uuml;r eine extreme Konzentration wirtschaftlicher Macht in den H&auml;nden weniger, die werden sie nutzen&ldquo;, konstatiert der Politikwissenschaftler Elke Heemkerk von der Universit&auml;t Amsterdam, der mit dem Forscherteam &bdquo;Corpnet&ldquo; die Strukturen der globalisierten &Ouml;konomie analysiert. &bdquo;Die schiere Gr&ouml;&szlig;e von Blackrock erzeugt eine Marktmacht, die kein Staat mehr kontrollieren kann&ldquo;, f&uuml;rchtet auch der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Theurer, der als langj&auml;hriger EU-Parlamentarier Erfahrungen mit dem Wirken des Geldriesen machte. &bdquo;Larry&ldquo; Fink, wie er gemeinhin genannt wird, habe &bdquo;den besten Weg zur globalen Vorherrschaft&ldquo; gefunden, urteilte j&uuml;ngst auch das britische Magazin &bdquo;Economist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/blackrock-ein-geldkonzern-auf-dem-weg-zur-globalen-vorherrschaft\/21246966.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong>&nbsp;Die NachDenkSeiten haben oft auf die fragw&uuml;rdige Rolle von BlackRock hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu erneut&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22077\">BlackRock und Co.: Das globalisierte Finanzkapital<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41159\">Vortragsfolien: BlackRock und Co. &ndash; Wie sich das Finanzkapital die Welt zu eigen macht<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Putins vierte Amtszeit &ndash; Wenig Anlass zum Vertrauen<\/strong><br>\nSich selbst zu inszenieren, das hat Russlands Pr&auml;sident Putin perfektioniert. Da neigen selbst viele Deutsche dazu, zu vergessen, welche Politik dahinter steht. Gl&uuml;ckw&uuml;nsche zur vierten Amtszeit &ndash; der etwas anderen Art.<br>\nGl&uuml;ckwunsch Wladimir Wladimirowitsch Putin, da haben Sie es ja wieder mal geschafft. Die f&uuml;nfte &ndash; pardon &ndash; die vierte Amtszeit im Kreml. 20 Jahre an der Macht, da kommt nicht mal Kanzlerin Angela Merkel ran.<br>\nDass Sie ein harter Hund sind, wissen wir ja mittlerweile. Sie erlegen B&auml;ren mit nacktem Oberk&ouml;rper &ndash; und die Opposition im eigenen Land gleich mit. Keine S&auml;belrassler der NATO, keine Wirtschaftssanktionen zwingen Sie in die Knie. Sogar die FIFA haben Sie um den Finger gewickelt. Eine Fu&szlig;ball-WM quasi zur Amtseinf&uuml;hrung, das hat sonst noch keiner geschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/putin-russland-vereidigung-101.html\">Georg Restle in einem Kommentar in den Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Erst gestern versp&uuml;rten wir leichten Optimismus dar&uuml;ber, dass die antirussischen Kampagnen der gro&szlig;en Medien offenbar beim B&uuml;rger <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43825\">nicht so ankommen wie gew&uuml;nscht<\/a>. Dass nun ausgerechnet der ansonsten ja eher zum kritischen Lager zu z&auml;hlende Georg Restle rhetorisch mit Schaum vorm Mund eben jene Umfragen verdammt, die wir als Hoffnungsschimmer wahrgenommen haben, ist leider symptomatisch f&uuml;r den Zustand der linksliberalen Intelligenzija. Selbstverst&auml;ndlich muss kritischer Journalismus auch kritisch &uuml;ber Russland und Putin berichten; aber Restles Kommentar hat mit fundierter Kritik leider nicht viel zu tun und k&ouml;nnte genau so gut auf Seite Eins der BILD stehen. Ob das an der Kritik der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43682\">Zwitscherbrigade der BILD<\/a> liegt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pressefreiheit unter Druck: &ldquo;Sie k&ouml;nnen heute alles faken&rdquo;<\/strong><br>\nEs geht um Werte und das Selbstverst&auml;ndnis von Journalismus: Die ehemalige ARD-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz sieht die Seriosit&auml;t gleich an mehreren Fronten bedroht, wie sie im Interview genauer schildert: &ldquo;Alles, was sich abseits des &lsquo;Mainstreams&rsquo; bewegt, ist suspekt.&rdquo;<br>\nFrau Krone-Schmalz, im j&uuml;ngsten Index der weltweiten Pressefreiheit gibt es eine ungew&ouml;hnliche Auff&auml;lligkeit: Die Region, in der es bei der Pressefreiheit die st&auml;rksten R&uuml;ckschritte g&auml;be, sei Europa. Was sagt uns das?<br>\nGabriele Krone-Schmalz: Dass wir es mit unseren eigenen Werten,<br>\nIch habe den Eindruck, dass sich das Selbstverst&auml;ndnis von Journalismus ver&auml;ndert hat. Es geht nicht mehr in erster Linie darum zu informieren, Zusammenh&auml;nge deutlich zu machen, ein Geschehnis von m&ouml;glichst vielen Seiten zu beleuchten, sondern es geht darum, die Menschen auf den &ldquo;richtigen&rdquo; Weg zu bringen.<br>\nWenn man seine Arbeit so versteht, muss man klarmachen, was gut und was b&ouml;se ist und das f&uuml;hrt notgedrungen dazu, dass sich diejenigen, die auf der guten Seite stehen, f&uuml;r nichts rechtfertigen m&uuml;ssen und die auf der b&ouml;sen Seite keine Chance f&uuml;r ihre Sicht der Dinge haben. Alles, was sich abseits des &ldquo;Mainstreams&rdquo; bewegt, ist suspekt.<br>\nKrone-Schmalz: Wenn ich w&uuml;sste, was man dagegen tun kann, h&auml;tte ich l&auml;ngst damit angefangen. Ich w&uuml;rde mir eine (selbst-)kritische Masse innerhalb des Journalismus w&uuml;nschen, die sich dar&uuml;ber Gedanken macht, wohin es f&uuml;hrt, wenn sich weite Teile der Gesellschaft in den Medien nicht mehr wiederfinden. Ich w&uuml;nsche mir mehr informierte Debatten, in denen man sich mit Argumenten bek&auml;mpft, und weniger ideologisch aufgeheizte Feindbilder, die einem keine Wahl lassen, wenn man auf der &ldquo;richtigen&rdquo; Seite stehen will, und wer will das nicht.<br>\nSie waren zur Zeit von Michail Gorbatschow ARD-Korrespondentin in Moskau. Wenn Sie das mit der Situation von Journalisten heute vergleichen, ist es heute schwieriger als zur Zeit des Kalten Krieges?<br>\nKrone-Schmalz: Nun muss man sagen, dass w&auml;hrend meiner Korrespondentenzeit der sogenannte Kalte Krieg zu Ende ging. Insgesamt war der Ost-West-Gegensatz jedenfalls eine &uuml;berschaubare Angelegenheit mit Blick auf die Interessen der Akteure. Was es heutzutage so schwierig macht ist die Un&uuml;bersichtlichkeit. Das beste Beispiel ist Syrien. Da reichen zwei H&auml;nde nicht mehr, um alle Parteien aufzuz&auml;hlen, die da mitmischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/pressefreiheit-unter-druck-sie-konnen-heute-alles-faken-1.7532355?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G&uuml;nter Grzega:<\/strong> Ein wichtiges Dauerthema bei den NDS ist die Bedrohung der Meinungsvielfalt in den Medien und der Pressefreiheit. Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige ARD-Korrespondentin, sieht die Werte und das Selbstverst&auml;ndnis von Journalismus ebenfalls als bedroht. Dabei ist auch festzustellen, dass sie auf Grund ihres ausgesprochen fairen und kritisch-hinterfragenden Journalismus in Bezug auf Russland und Pr&auml;sident Putin von einigen Kolleginnen und Kollegen inzwischen als &lsquo;Putin-Versteherin&rsquo; diskriminiert wird. In Ihrem Interview mit Georg Escher von den &lsquo;N&uuml;rnberger Nachrichten&rsquo; zeigt die Journalistin mit bestechender Analyse und Kompetenz den aktuellen Druck auf die Pressefreiheit und die Verbreitung von Fake News auf, und zwar selbst in Mainstream-Medien.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Amerikas Reaktion auf Russland ist v&ouml;llig irre<\/strong><br>\nDer Enth&uuml;llungsjournalist glaubt nicht an Moskaus Einmischung bei der vergangenen Pr&auml;sidentschaftswahl. Sein Auftritt bei einer Diskussion in M&uuml;nchen zeigt, wie die US-Linke denkt &ndash; und warum sie sich so schwer tut.<br>\nDas Idol hat es nicht pers&ouml;nlich nach M&uuml;nchen geschafft. Glenn Greenwald, der mit dem Whistleblower Edward Snowden die globalen &Uuml;berwachungspraktiken des US-Geheimdienstes NSA aufgedeckt hat, spricht nur via Videokonferenz zu den 250 Besuchern der Diskussion &uuml;ber &ldquo;Freiheit und Demokratie&rdquo;. Organisiert wird sie von der Gruppe &ldquo;acTVism Munich&rdquo;, der Themen wie B&uuml;rgerrechte und Massen&uuml;berwachung sowie atomare Bedrohung und Militarisierung wichtig sind. Genau dar&uuml;ber diskutiert Moderator Zain Raza auch mit Jill Stein, einst Pr&auml;sidentschaftskandidatin der US-Gr&uuml;nen, und der Medien-Aktivistin Abby Martin.<br>\nAber die Amerikanerinnen verf&uuml;gen nicht &uuml;ber die Starpower des Pulitzerpreis-Tr&auml;gers Greenwald, der sich von seiner Wahlheimat Rio de Janeiro aus mit (fast) allen anlegt und gern vorherrschende Meinungen anzweifelt. Der 51-J&auml;hrige ist &uuml;berzeugt, dass die Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump gar nicht jener &ldquo;radikale Bruch&rdquo; sei, &uuml;ber den Experten entsetzt redeten. &ldquo;Ja, seine Rhetorik und sein Stil sind anders, aber in vielen Feldern ist die Politik gleich geblieben&rdquo;, betont Greenwald.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/glenn-greenwald-amerikas-reaktion-auf-russland-ist-voellig-irre-1.3970320\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Aussagen Greenwalds sind sehr lesenswert. Sobald die Veranstaltung von Activism Munich auf YouTube verf&uuml;gbar ist, werden wir nat&uuml;rlich auf die Clips hinweisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreichs Pr&auml;sident Macron ist ein Gl&uuml;cksfall<\/strong><br>\nDen Blockierern keine Chance: Macron hat in seinem ersten Jahr als Pr&auml;sident Reformen angepackt und Frankreich ordentlich durchgesch&uuml;ttelt. Sein Regierungsstil tut dem Land gut.<br>\nDieser Pr&auml;sident ist ein Gl&uuml;cksfall. Er hat einem Land, das jahre- und jahrzehntelang im Lamento &uuml;ber &ldquo;la crise&rdquo; und den generellen Niedergang um sich selbst kreiste und jegliche Ver&auml;nderung manisch ablehnte, neues Leben eingehaucht. Wobei von Hauchen keine Rede sein kann. Wir sind bei Windst&auml;rke zw&ouml;lf!<br>\nEmmanuel Macron hatte die Franz&ouml;sinnen und Franzosen befragen lassen, in einer B&uuml;rgerbefragung von Haust&uuml;r zu Haust&uuml;r, der sogenannten &ldquo;grande marche&rdquo;. Was sind ihre Sorgen, ihre Probleme, was besch&auml;ftigt sie in ihrem Alltag, wollte er wissen. Daraus hat er ein Programm gefertigt. Das Wahlprogramm, das er nun Schritt f&uuml;r Schritt und g&auml;nzlich kompromisslos in die Tat umsetzt. Versprochen &ndash; gebrochen soll es mit diesem Pr&auml;sidenten nicht geben, und das ist auch gut so.<br>\nDie Reformen, die auf das Land herunterprasseln wie ein Platzregen im August, haben nur ein Ziel: Frankreich f&uuml;r die Zukunft besser aufzustellen. F&uuml;r eine Zukunft, die schon lange begonnen hat und die bisherige Regierungen und Pr&auml;sidenten schlicht verschlafen hatten. Die Dynamik, die dieser Pr&auml;sident entfacht, hei&szlig;en naturgem&auml;&szlig; nicht alle gut, wie bei diversen Streiks und Demos zu beobachten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/kommentar-macron-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wurde hier einfach ein alter Kommentar zur Einf&uuml;hrung der Agenda 2010 in Deutschland wieder ausgegraben? Man liest die gleiche dumme und bornierte neoliberale Apologetik, die seit fast zwanzig Jahren durch die deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; permanent verbreitet wird. Zudem scheint Frau Kostolnik in einem Paralleluniversum zu leben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Jahr Macron &ndash; Die Kritik am K&ouml;nig w&auml;chst<\/strong><br>\nEmmanuel Macron regiert seit einem Jahr in Paris. Doch die Unzufriedenheit mit dem Pr&auml;sidenten nimmt zu. Sogar einstige Weggef&auml;hrten wenden sich ab.<br>\n&ldquo;Wir geben die Kaufkraft den Reichen zur&uuml;ck&rdquo;, lautete die selbstverfasste Parole eines Demonstranten mit Anti-Macron-Plakat. Fast schon ging es auf der alten Pariser Demonstrations-Meile zwischen dem Platz der Republik und dem Platz der Bastille wie fr&uuml;her zu: Wie im Mai 1968 oder bei all den anderen gro&szlig;en Links-Kundgebungen der letzten Jahrzehnte. &ldquo;Stoppt den sozialen Staatsstreich&rdquo;, forderten die Demonstranten &ndash; Zehntausende waren gekommen. Und ihr Anf&uuml;hrer, der Links-Parlamentarier Jean-Luc M&eacute;lenchon, rief: &ldquo;Ihr seid das revoltierende Volk Frankreichs!&rdquo;<br>\nAber gibt es die aufm&uuml;pfigen Franzosen wirklich noch? Oder sind die meisten B&uuml;rger nicht vielmehr froh, dass mit Macron endlich einer die Dinge in die Hand nimmt?<br>\n&Uuml;ber diese Fragen erscheinen jetzt jeden Tag lange Aufs&auml;tze in den franz&ouml;sischen Zeitungen. Ein Jahr nach dem kometenhaften Aufstieg des heute vielerorts in der Welt bewunderten, jungen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten scheint es daheim Zeit f&uuml;r eine Macron-Besinnung. Und zum ersten Mal seit dessen Machtantritt sieht es so aus, als braue sich da etwas &uuml;ber dem &Eacute;lys&eacute;e-Palast zusammen.<br>\nEs geht um eine neue Macron-Kritik, die es in sich hat. &ldquo;Hier liegt das Macron-Paradox: Um sich mit aller Macht durchzusetzen, bricht er verbale Lanzen f&uuml;r den Populismus&rdquo;, sagt zum Beispiel der Schriftsteller Olivier Mongin, eigentlich ein jahrelanger Weggef&auml;hrte Macrons, der mit ihm gemeinsam f&uuml;r die Kulturzeitschrift &ldquo;Esprit&rdquo; schrieb.<br>\nMongin kreidet Macron seine Reform der franz&ouml;sischen Eisenbahn an, wegen der der Zugbetrieb seit Wochen und bislang ohne absehbares Ende bestreikt wird. Laut Mongin verteidigt Macron seine Reform nur mit Schlagworten wie Schuldenabbau und Konkurrenzkampf. &ldquo;Stattdessen m&uuml;sste er eine demokratische Atmosph&auml;re mit klaren Spielregeln schaffen, um den Konflikt auszutragen&rdquo;, empfiehlt der Schriftsteller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-emmanuel-macron-ein-jahr-im-amt-viel-kritik-a-1206649.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>In Deutschland nimmt Niedriglohnarbeit zu<\/strong><br>\nDeutschland hat den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsenktor Westeuropas: Dem &ldquo;Atlas der Arbeit&rdquo; zufolge haben Millionen Besch&auml;ftigte hierzulande keine unbefristete Vollzeitstelle und auch Zwangsarbeit nimmt zu.<br>\nMehr Niedrigl&ouml;hner, h&auml;ufigere Erreichbarkeit und der Einzug der Roboter: Die Arbeitswelt vieler Menschen in Deutschland hat sich schon in den vergangenen Jahren deutlich ver&auml;ndert und steht nun vor einer gro&szlig;en Herausforderung. Das geht aus dem &ldquo;Atlas der Arbeit&rdquo; hervor. &ldquo;Man befindet sich heute in einer revolution&auml;ren Situation&rdquo;, sagte Michael Guggemos, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der gewerkschaftsnahen Hans B&ouml;ckler Stiftung.<br>\nTechnikgetrieben entst&uuml;nden Crowdworking, also die standortunabh&auml;ngige Auftragsverteilung &uuml;bers Internet, und neue Dienstleistungen, etwa durch Plattform-Betreiber wie den Fahrtenvermittler Uber und den Essenslieferdienst Foodora. Auch diese Unternehmen m&uuml;ssten ihre Arbeitgeberverantwortung wahrnehmen und etwa Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und Mindestl&ouml;hne zahlen, forderte Reiner Hoffmann, der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds bei der Vorstellung des &ldquo;Atlas der Arbeit&rdquo;.<br>\nDie Brosch&uuml;re zeigt, wie schon jetzt sogenannte atypische Besch&auml;ftigung w&auml;chst: Minijobs, Teilzeit- und Leiharbeit, Werk- und Zeitvertr&auml;ge. 7,4 Millionen Menschen arbeiteten demnach auf 450-Euro-Basis, f&uuml;r 4,7 Millionen von ihnen sei es die einzige Einkommensquelle. &hellip;<br>\nIn der Kritik steht die Deutsche Post, weil dies dort unter anderem davon abh&auml;ngig ist, wie oft der Mitarbeiter krank ist und wie h&auml;ufig er Unf&auml;lle mit Postfahrzeugen baut. &ldquo;Es ist arbeitsrechtlich nicht angreifbar, aber es ist moralisch h&ouml;chst verwerflich&rdquo;, sagte Hoffmann. &ldquo;Es ist an der Zeit, dass mit diesem Unfug aufger&auml;umt wird.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/In-Deutschland-nimmt-Niedriglohnarbeit-zu-article20422265.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Abschaffen, reformieren &ndash; oder einfach behalten?<\/strong><br>\nDas beste Sicherungssystem, das Deutschland je hatte &ndash; so sieht Ursula Weidenfeld Hartz IV. Der h&auml;rteste Einschnitt in den Sozialstaat seit 1945 &ndash; das meint Christoph Butterwegge. Wir diskutieren mit der Journalistin und dem Politologen &uuml;ber die Zukunft von Hartz IV.<br>\n&ldquo;Hartz IV bedeutet nicht Armut&rdquo; &ndash; mit diesen Worten heizte der Bundesminister f&uuml;r Gesundheit, Jens Spahn (CDU), die Debatte &uuml;ber die Zukunft der Grundsicherung erneut an. Kaum eine andere Reform hat Deutschland so gespalten wie das Kernst&uuml;ck der &ldquo;Agenda 2010&rdquo; des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schr&ouml;der. Mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit auf diese Grundsicherung angewiesen, etwa ein Drittel davon Kinder. Seit seiner Einf&uuml;hrung am 1. Januar 2005 sorgt das Ma&szlig;nahmenpaket f&uuml;r Diskussionen und Proteste.<br>\n&ldquo;Hartz IV ist im Grunde ein rigides Armutsregime, das die Menschen da l&auml;sst, wo sie dann sind &ndash; n&auml;mlich ganz unten&rdquo;, sagt Christoph Butterwegge. Bis zu seiner Emeritierung 2016 lehrte der Politikwissenschaftler an der Universit&auml;t K&ouml;ln. Der Armutsforscher ver&ouml;ffentlichte zahlreiche Schriften und Publikationen zur Kritik am Neoliberalismus, zur sozialen Ungleichheit, zu Hartz IV und Altersarmut.<br>\nHartz IV sei die tiefste Z&auml;sur in der Wohlfahrtstaatsentwicklung seit 1945, betont Butterwegge. &ldquo;Dieses Gesetzespaket hat nicht blo&szlig; das Armutsrisiko von (Langzeit-)Erwerbslosen und ihren Familien sp&uuml;rbar erh&ouml;ht, sondern auch einsch&uuml;chternd und disziplinierend auf viele Besch&auml;ftigte gewirkt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/hartz-iv-abschaffen-reformieren-oder-einfach-behalten.970.de.html?dram:article_id=417223\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ist es m&uuml;&szlig;ig mit einer bekennenden Neoliberalen, wie Weidenfeld, &uuml;ber Hartz IV zu diskutieren. Hartz IV ist, neben der Schuldenbremse, das wichtigste Instrument zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda. Die Aussage Weidenfelds, dass das Hartz IV Repressionsregime, &bdquo;das beste Sicherungssystem, das Deutschland je hatte&ldquo; sei, ist zynisch und menschenverachtend. Hierzu was unter dem Begriff <a href=\"https:\/\/mittelhessen.verdi.de\/themen\/alg-ii-tipps\/++co++b7472b5c-cbaf-11e3-9a1e-52540059119e\">Zumutbarkeit<\/a> zu verstehen ist. Hartz IV hei&szlig;t nicht nur die die faktische materielle Enteignung der Betroffenen, sondern auch deren berufliche Dequalifizierung. <\/em><\/p>\n<p><em>Wer wirklich Erhellendes &uuml;ber Hartz IV erfahren will dem sei hier noch einmal die <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-vom-24-april-2018-100.html\">vergangene Anstalt empfohlen<\/a>, die insbesondere den hier wieder gepflegten Mythos entlarvt, dass Hartz IV wesentlich zum R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit beigetragen habe bzw. <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/fakten-im-check-der-anstalt-118.html\">der zugeh&ouml;rige Faktencheck<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Eine Bestrafung der Leute, die das Pech haben, krank zu sein<\/strong><br>\nDer Arbeitsoziologe Gerhard Bosch hat das Vorhaben der Deutschen Post, die Entfristung von Arbeitsvertr&auml;gen auch von den Krankheitstagen eines Mitarbeiters abh&auml;ngig zu machen, kritisiert. Diese Art von Abstrafung geh&ouml;re eben zu den Faktoren, die den Stress von Mitarbeitern erh&ouml;hten &ndash; und mitunter Erkrankungen beg&uuml;nstigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/personalpolitik-der-deutschen-post-eine-bestrafung-der.694.de.html?dram:article_id=417339\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Definitiv eine Folge von Hartz IV. Die Mitarbeiter k&ouml;nnen es sich &uuml;berlegen, ob sie sich dieser Repression unterwerfen oder &uuml;ber Hartz IV ihrer materiellen und beruflichen Ausl&ouml;schung entgegensehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kramp-Karrenbauer will Steuern senken<\/strong><br>\nDie sich andeutenden Steuermehreinnahmen sollten nach Auffassung von CDU-Generalsekret&auml;rin Annegret Kramp-Karrenbauer auch zur weiteren finanziellen Entlastung der B&uuml;rger genutzt werden. &ldquo;Ich hielte das f&uuml;r eine gute Idee&rdquo;, sagte die CDU-Politikerin am Montag im ZDF-&ldquo;Morgenmagazin&rdquo;. Denn die &ldquo;Mitte unserer Leistungstr&auml;ger&rdquo; habe das Gef&uuml;hl, dass sie im Moment etwas zu kurz komme.<br>\nIn Mainz kam am Montag der Arbeitskreis Steuersch&auml;tzung zusammen. Bis zum Mittwoch will er eine neue Prognose &uuml;ber die Entwicklung der staatlichen Einnahmen erarbeiten. Nach einem Bericht des &ldquo;Handelsblatts&rdquo; deutet sich an, dass Bund, L&auml;nder und Gemeinden dank der guten Konjunktur bis 2022 mit Steuermehreinnahmen von 60 Milliarden Euro rechnen k&ouml;nnen &ndash; gemessen an der letzten Sch&auml;tzung vom vergangenen November. Auf den Bund entfielen davon rund 26 Milliarden Euro.<br>\nAuf die Frage, wie die Mehreinnahmen verwendet werden sollen, sagte Kramp-Karrenbauer im ZDF: &ldquo;Es muss aus meiner Sicht ein Dreiklang sein: solide Haushaltsf&uuml;hrung, schwarze Null; aber auch vielleicht in einem st&auml;rkeren Ma&szlig;e Entlastung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger direkt; und nat&uuml;rlich auch notwendige Investitionen.&rdquo; Hier gehe es vor allem um die Bundeswehr. &ldquo;Da haben wir noch nachzuholen&rdquo;, sagte Kramp-Karrenbauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/annegret-kramp-karrenbauer-will-steuern-senken-a-1206590.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die CDU-Generalsekret&auml;rin fordert Steuersenkungen und f&uuml;r Olaf Sch&auml;uble alias Olaf Scholz ist die Austerit&auml;tspolitik der Imperativ seiner Politik als Finanzminister. SPD und CDU wieder einmal in neoliberalem Gleichschritt. Beides, Steuersenkungen und &bdquo;schwarze Null&ldquo;, sind wesentliche S&auml;ulen der neoliberalen Ideologie mit welchen der Staat m&ouml;glichst seines finanziellen Handlungsspielraumes beraubt werden soll, um auch die Bereiche der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge der privaten Profitgenerierung zu &uuml;berantworten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Air Berlin: 40 Prozent der Mitarbeiter fanden neuen Job<\/strong><br>\n80 Prozent der Mitarbeiter von Air Berlin h&auml;tten gute Job-Aussichten, sagten die Manager nach der Insolvenz der Fluglinie. Jetzt zeigt sich: Das war vermutlich &uuml;bertrieben. Trotzdem haben Tausende bereits eine neue Stelle gefunden.<br>\nGut ein halbes Jahr nach den letzten Fl&uuml;gen der Air Berlin haben mindestens 3140 der rund 8000 fr&uuml;heren Mitarbeiter der insolventen Airline, also knapp 40 Prozent, einen neuen Arbeitsplatz. Hunderte weitere hoffen, durch ein Einstellungsprogramm bei Easyjet und &uuml;ber Transfergesellschaften eine neue Stelle zu finden. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nDie Arbeitsagenturen sind zuversichtlich, dass zahlreiche weitere Ex-Air-Berliner wieder in Lohn und Brot kommen. &ldquo;Im Gro&szlig;en und Ganzen ist es uns nicht bange um diese Mitarbeiter&rdquo;, sagte Christoph M&ouml;ller, Leiter der Arbeitsagentur Berlin-Nord und Mitglied im Air-Berlin-Gl&auml;ubigerausschuss. Eine neue Besch&auml;ftigung habe bis jetzt etwa jeder zweite Mitarbeiter gefunden, der sich gemeldet habe.<br>\nVom Alter und der Qualifizierung her seien sie f&uuml;r Unternehmen interessant, darunter seien etwa Fachleute f&uuml;r Buchhaltung, Marketing und Personalmanagement. &ldquo;Und die Berliner Wirtschaft ist im Moment sehr aufnahmef&auml;hig.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich die Auskunft in D&uuml;sseldorf, dem zweiten gro&szlig;en Air-Berlin-Standort: &ldquo;Die Air-Berliner in NRW haben &uuml;berwiegend wieder in Arbeit gefunden&rdquo;, sagte Silke Uellendahl, die Sprecherin der dortigen Arbeitsagentur. Von gut 2750, die sich gemeldet haben, w&uuml;rden noch rund 730 beraten und vermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/wirtschaft\/air-berlin-40-prozent-der-mitarbeiter-fanden-neuen-job-1.7555634\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach dem allseits propagierten &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; sollten die Betroffenen sich doch vor Jobangeboten eigentlich kaum retten k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Scheele fordert ein Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz<\/strong><br>\nAngesichts des Arbeitskr&auml;ftemangels in Deutschland fordert der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Detlef Scheele, Zuwanderung von Fachkr&auml;ften per Gesetz. &ldquo;Wir brauchen ein Fachkr&auml;ftezuwanderungsgesetz&rdquo;, sagte der BA-Vorstandschef der Deutschen Presse-Agentur. Das Arbeitskr&auml;ftepotenzial steige langsamer als die Besch&auml;ftigung. &ldquo;Wir werden die L&uuml;cke nicht alleine durch Inl&auml;nder und EU-Ausl&auml;nder decken k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Scheele. N&ouml;tig sei ein Gesetz, das die Regeln zur Einwanderung systematisiere. Der BA-Chef betonte: &ldquo;Aus unserer Sicht sollten Fachkr&auml;fte und keine Ungelernten zuwandern k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\n&ldquo;Unsere Forscher rechnen f&uuml;r dieses Jahr mit 760.000 zus&auml;tzlichen sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen, aber nur mit 260.000 zus&auml;tzlichen potenziellen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren&rdquo;, sagte Scheele. Dies seien Inl&auml;nder und Ausl&auml;nder. N&ouml;tig sei ein Gesetz, das die Regeln zur Einwanderung systematisiere. Der BA-Chef betonte: &ldquo;Aus unserer Sicht sollten Fachkr&auml;fte und keine Ungelernten zuwandern k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nUnion und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag auf ein Fachkr&auml;fteeinwanderungsgesetz verst&auml;ndigt, &ldquo;das den steigenden Bedarf an Fachkr&auml;ften durch Erwerbsmigration neu und transparent regelt&rdquo;. Nun dringt die SPD darauf, &ldquo;dass wir schnell einen Gesetzentwurf bekommen&rdquo;, wie die Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion, Eva H&ouml;gl, vor wenigen Tagen sagte. &hellip;<br>\nDas arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte bereits im April darauf gedrungen, die Attraktivit&auml;t Deutschlands f&uuml;r international mobile Fachkr&auml;fte zu steigern. Auch sollten mehr junge Menschen f&uuml;r eine Ausbildung im Land gewonnen werden, sodass sie dann auch in Deutschland bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-05\/fachkraeftemangel-detlef-scheele-gesetz-zuwanderung\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein deutlicher Beleg, dass die Forderung nach offenen Grenzen im Grunde neoliberale Ideologie ist. Es gilt die Reservearmee verf&uuml;gbarer Arbeitskr&auml;fte m&ouml;glichst gro&szlig; und die L&ouml;hne weiter m&ouml;glichst niedrig zu halten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-Marine reaktiviert die 2. Flotte<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten bauen ihre milit&auml;rische Pr&auml;senz im Seegebiet zwischen der US-Ostk&uuml;ste und Europa weiter aus. Admiralstabschef Richardson k&uuml;ndigt die R&uuml;ckkehr der legend&auml;ren Zweiten US-Flotte an. Beobachter sprechen von einem Signal in Richtung Russland.<br>\nDie Flottenplaner im Pentagon setzen im Nordatlantik auf neue milit&auml;rische St&auml;rke: Die US-Marine gab die Reaktivierung der Zweiten US-Flotte bekannt. Der Verband erhalte den Auftrag, Einheiten im Bereich der US-Ostk&uuml;ste und im n&ouml;rdlichen Teil des Atlantiks koordinieren, erkl&auml;rte US-Admiral John M. Richardson.<br>\nAls Navy-Stabschef zeichnet Richardson unter anderem f&uuml;r die Umsetzung der nationalen Verteidigungsstrategie der USA zur See verantwortlich. Die Anfang des Jahres ver&ouml;ffentlichten strategischen Leitlinien enthielten dazu klare Vorgaben, sagte Richardson bei der Ank&uuml;ndigung der weitreichenden Ma&szlig;nahme. Die Welt sei in eine neue &Auml;ra des Wettbewerbs zwischen den Gro&szlig;m&auml;chten eingetreten. Zugleich werde das sicherheitspolitische Umfeld immer herausfordernder und komplexer.<br>\n&ldquo;Um auf diese Ver&auml;nderungen &ndash; speziell im Nordatlantik &ndash; vorbereitet zu sein, stellen wir heute die Zweite Flotte neu auf&rdquo;, sagte Richardson im Rahmen der Ank&uuml;ndigung an Bord des nuklear angetriebenen Flugzeugtr&auml;gers &ldquo;USS George H. W. Bush&rdquo;. Das Hauptquartier des Verbands k&ouml;nnte demnach am US-Marinest&uuml;tzpunkt Norfolk im US-Bundesstaat Virginia rund 230 Kilometer s&uuml;dlich von Washington, D.C. angesiedelt werden.<br>\nDie sogenannte Second Fleet war vor rund sieben Jahren formell aufgel&ouml;st worden. Ihre offizielle Reaktivierung als aktiver Seeverband ist nach Einsch&auml;tzung von Milit&auml;r- und Verteidigungsexperten wie Jonathan Marcus Teil eines gr&ouml;&szlig;eren strategischen Wandels, der die US-Streitkr&auml;fte weg von einer Ausrichtung auf eng umgrenzte Auslandseins&auml;tze zur&uuml;ck zu einer geopolitischen Balance zwischen Gro&szlig;m&auml;chten f&uuml;hren soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/US-Marine-reaktiviert-die-2-Flotte-article20420317.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;&hellip; zur&uuml;ck zu einer geopolitischen Balance zwischen Gro&szlig;m&auml;chten &hellip;&ldquo;. So kann man Kriegsvorbereitungen nat&uuml;rlich auch umschreiben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Verschiebung der gigantischen milit&auml;rischen Ressourcen der USA in Richtung Konfrontation Russlands ist eine sehr ernste Entwicklung, &uuml;ber die erstaunlicherweise fast nicht berichtet wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kreative Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngst vorgestellte EU-Haushaltsentwurf f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2027 sieht steigende Ausgaben f&uuml;r R&uuml;stung und milit&auml;rische Infrastruktur vor. Dazu werden geschickt bestehende Regularien umgangen<br>\nAm 2. Mai 2018 legten EU-Kommissionpr&auml;sident Jean-Claude Juncker und Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger den Entwurf f&uuml;r den n&auml;chsten &raquo;Mehrj&auml;hrigen Finanzrahmen&laquo; (MFR) der Europ&auml;ischen Union vor. Das EU-Budget f&uuml;r die Jahre 2021 bis 2027 soll knapp 1.280 Milliarden Euro und damit trotz ausfallender britischer Beitr&auml;ge deutlich mehr als im vorherigen Zeitraum (1.087 Mrd.) betragen. Der Entwurf hat es vor allem aus vier Gr&uuml;nden in sich: Erstens sollen die innerhalb der EU verausgabten Mittel f&uuml;r die Agrar- und Sozialpolitik deutlich gek&uuml;rzt werden. Zweitens wird beabsichtigt, die &raquo;Auslandsinstrumente&laquo; unter machtpolitischen Gesichtspunkten zu b&uuml;ndeln. Drittens schl&auml;gt die Kommission die erstmalige &ndash; und eigentlich illegale &ndash; Einrichtung eines Budgettitels &raquo;Sicherheit und Verteidigung&laquo; und damit faktisch eines EU-R&uuml;stungshaushalts vor. Und viertens soll eine &raquo;Europ&auml;ische Friedensfazilit&auml;t&laquo; au&szlig;erhalb des EU-Budgets eingerichtet werden, um bislang existierende rechtliche Beschr&auml;nkungen f&uuml;r die Finanzierung milit&auml;rischer Vorhaben noch weiter zu umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332094.kreative-aufr%C3%BCstung.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Sehr detaillierter ausf&uuml;hrlicher faktenreicher Beitrag mit vielen interessanten Argumenten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Amri-Ausschuss: Spuren f&uuml;hren zur Generalstaatsanwaltschaft Berlin<\/strong><br>\nDer mutma&szlig;liche sp&auml;tere Attent&auml;ter vom Breitscheidplatz war fest im Fokus der Ermittler. Dem Abgeordnetenhaus fehlen immer noch Akten<br>\nDer Tunesier Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 einen Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin gesteuert und zw&ouml;lf Menschen get&ouml;tet haben soll, war nicht etwa ein terroristischer &ldquo;Schl&auml;fer&rdquo;, der unauff&auml;llig im Verborgenen seine Tat vorbereitete. Er war das Gegenteil: Ein auff&auml;lliger Stra&szlig;enkrimineller, der in Berlin nachhaltig im Blick der Polizei war. Und zwar derart nachhaltig, dass sich auch die Generalstaatsanwaltschaft, sprich: die oberste Ebene der Strafverfolgungsbeh&ouml;rden, mit ihm befasste. Das Seltsame: Danach brach die Besch&auml;ftigung der Beh&ouml;rden mit dem &ldquo;Gef&auml;hrder&rdquo; unerfindlicherweise ab.<br>\nIm Amri-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin schilderte ein Sachbearbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin, Abteilung Staatsschutz, der zusammen mit zwei Kollegen f&uuml;r den &ldquo;Vorgang Amri&rdquo; zust&auml;ndig war, die Erkenntnisse in der Beh&ouml;rde. Eine Messerstecherei zwischen mehreren Drogendealern, an der Amri beteiligt war, r&uuml;ckt immer mehr in den Fokus &ndash; vor allem weil sie zu keinen Konsequenzen f&uuml;hrte.<br>\nAm 11. Juli 2016 kam es in einer Sisha-Bar in Neuk&ouml;lln, wo Drogen verkauft wurden, zu einer gewaltt&auml;tigen Auseinandersetzung zwischen mehreren M&auml;nnern tunesischer Herkunft. Wieviel Personen genau verwickelt waren, ist bereits die erste Unklarheit. Auf Seite der Angegriffenen sollen es drei gewesen sein, auf Seite der Angreifer, zu denen Amri geh&ouml;rte, drei oder vier. Bei zweien handelte es sich um Mohammed Ali D. und Mohamad K. &ldquo;Von einer weiteren noch nicht identifizierten Person&rdquo; sprach die Generalstaatsanwaltschaft Berlin in einer Pressemitteilung vom M&auml;rz 2017. Als im Juni 2017 vor dem Amtsgericht Tiergarten der Prozess gegen Mohammed Ali D. begann, war nur noch von insgesamt drei T&auml;tern die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Amri-Ausschuss-Spuren-fuehren-zur-Generalstaatsanwaltschaft-Berlin-4042944.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jemen: Saudi-arabische Koalition bombardiert belebtes Viertel in Sana&rsquo;a<\/strong><br>\nZiel war der Pr&auml;sidentenpalast, wo sich angeblich Huthi-F&uuml;hrer getroffen haben sollen. Opfer sind Zivilisten<br>\nEs zeichnet sich kein Ende im Krieg im Jemen ab. Ein Luftangriff der saudi-arabischen Koalition auf den Pr&auml;sidentenpalast im Zentrum der Hauptstadt Sana&rsquo;a am Montag machte laut Washington Post den Eindruck, als ob es sich um einen gezielten Angriff auf den Huthi-F&uuml;hrer Mahdi al-Mashat handelte &ndash; tats&auml;chlich getroffen, get&ouml;tet und verwundet wurden aber nach Kenntnisstand der Zeitung ausschlie&szlig;lich Zivilisten.<br>\nMindestens sechs Tote und 30 Verletzte berichten ungenannte Offizielle als erste Bilanz des Angriffs. Nach Informationen von Nachrichtenagenturen soll kurz vor dem Raketenbeschuss ein Treffen von sogenannten Huti-Rebellen stattgefunden haben. Die Quellen, auf die sich die Washington Post beruft, sind sich allerdings nicht sicher, ob sich noch F&uuml;hrer der Huthis im Geb&auml;ude befunden haben und ob sie getroffen wurden. Am Montagmorgen hatte es gehi&szlig;en, dass Saudi-Arabien Raketen der Huthis abgefangen habe.<br>\nQuellen aus der jemenitischen Hauptstadt melden auf sozialen Netzwerken erheblich mehr Opfer nach einem zweiten Angriff, der dem ersten folgte und Fl&uuml;chtende traf. Etwa 100 Zivilisten seien get&ouml;tet oder verletzt worden, sch&auml;tzt der jemenitische Journalist Nasser Arrabyee.<br>\nDer Angriff war dem Eindruck der Bilder nach, die Arrabee ver&ouml;ffentlicht, nicht auf die Huthi-F&uuml;hrung gezielt, sondern auf Zivilisten. Das gegen&uuml;ber den USA und Saudi-Arabien sehr kritisch eingestellte Blog Moon of Alabama, stellt fest, dass die saudi-arabische Strategie, selbst wenn sie denn der gezielten T&ouml;tung von Huthi-F&uuml;hrern gelte, keine erfolgreiche Strategie sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Jemen-Saudi-arabische-Koalition-bombardiert-belebtes-Viertel-in-Sana-a-4044443.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das &bdquo;Daphne Projekt&ldquo;<\/strong><br>\n45 Journalisten aus 15 verschiedenen L&auml;ndern: Wer auch immer Daphne Caruana Galizia am 16. Oktober 2017 ermorden lie&szlig;, soll wissen: Man hat die Journalistin get&ouml;tet &ndash; aber ihre Geschichten gehen weiter. Monatelang recherchierten wir gemeinsam mit vielen Kollegen, um die Arbeit von Maltas bekanntester Journalistin fortzuf&uuml;hren. Das &bdquo;Daphne Projekt&ldquo; der internationalen Organisation &bdquo;Forbidden Stories&ldquo; ist aber viel mehr als gemeinsame Recherche: Die internationale Kooperation ist ein starkes Zeichen f&uuml;r alle, die in Malta und in anderen L&auml;ndern die Pressefreiheit bedrohen. Es ist sinnlos, einen einzelnen Journalisten zu t&ouml;ten, wenn dahinter viele andere stehen, die die Arbeit weiter f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/forbiddenstories.org\/case\/the-daphne-project\/\">forbidden stories<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Beispiel f&uuml;r guten und mutigen Journalismus. Aber warum gibt es diesen nicht auch bei anderen wichtigen Themen, die dringend einer unvoreingenommenen Recherche und Berichterstattung bed&uuml;rfen, wie etwa dem geopolitischen Spiel um Syrien oder dem Giftgasanschlag auf den russischen Doppelagenten Skripal?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Abschied von LINKS<\/strong><br>\nRund um die &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; &ndash; einer der wichtigsten linken Sites im Netz, formieren sich seit langem die Freunde von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine in der Linkspartei. Erst j&uuml;ngst entdeckten die &ldquo;Seiten&rdquo; einen Machtkampf in der LINKEN in Vorbereitung des Leipziger Parteitages im Juni. Tats&auml;chlich gibt es zum Thema Migration und Einwanderung in der Partei unterschiedliche Positionen, die den unterschiedlichen Fl&uuml;geln und deren Protagonisten &ndash; Katja Kipping vom rechten und Sahra Wagenknecht vom linken Fl&uuml;gel zuzuordnen sind. Doch mit dem Antrag von GR&Uuml;NEN und LINKEN zu &ldquo;70 Jahre Staat Israel&rdquo; im Bundestag, der von linken und rechten LINKEN gemeinsam getragen wurde, ist wohl eine Vorentscheidung f&uuml;r den rechten Fl&uuml;gel gefallen. Mit der Behauptung Israel habe demokratische und rechtsstaatliche Strukturen geschaffen und d&uuml;rfe heute mit Stolz auf 70 Jahre Demokratie zur&uuml;ckblicken, wurde die Unterdr&uuml;ckung der Pal&auml;stinenser so radikal ausgeblendet, dass eine Parteinahme Deutschlands f&uuml;r Israel in k&uuml;nftigen Konflikten geradezu zur Voraussetzung linker Au&szlig;enpolitik wird.<br>\nEin weiterer Angriff des rechten Fl&uuml;gels der Linkspartei auf linke Grund&uuml;berzeugungen wird eher als Sozialgepl&auml;nkel wahrgenommen: Parteichefin Katja Kipping unternahm erneut eine Medienoffensive f&uuml;r das von ihr propagierte &ldquo;Bedingungslose Grundeinkommen&rdquo;. Kenner der Linkspartei sind sich sicher, dass Kipping versuchen wird, &uuml;ber diese Forderung die Mitglieder der Partei abstimmen zu lassen. Ein JA zur Idee eines gesetzlich geregelten Grundeinkommens w&uuml;rde zum einen bedeuten, dass die LINKE den Kampf um die Arbeitszeitverk&uuml;rzung und um Arbeitspl&auml;tze zugunsten eines neuen Almosen-Apparates aufg&auml;be. Zum anderen w&uuml;rde die Rolle der Arbeit in der Gesellschaft aus dem Bereich politischer Solidarit&auml;t in das Reich der Beliebigkeit geraten. Genau dorthin, wo Unternehmenschefs wie Joe Kaeser von Siemens und Telekom Chef Timotheus H&ouml;ttges, die das &ldquo;Bedingungslose Grundeinkommen&rdquo; bef&uuml;rworten, sie gerne sehen. In einem durch Steuern finanzierten Abseits, dass die Lohnfrage entpolitisiert und sie von den Macht- und Profitfragen abkoppelt. In einem sozialen Reservat, das die Gewerkschaften ausschaltet und jene Teile der Belegschaften l&auml;hmt, die soziale K&auml;mpfe austragen k&ouml;nnten.<br>\nSchon lange ist die Linkspartei auf einem Weg, den die GR&Uuml;NEN vor ihr gegangen sind: Von der Basisbewegung zur Aufspaltung in &ldquo;Fundamentalisten&rdquo; und &ldquo;Realos&rdquo;. Und fraglos kommt den &ldquo;Realos&rdquo; die Aufgabe zu, die lange Zeit konsequente Haltung der Linkspartei gegen Auslandseins&auml;tze und die NATO aufzuweichen. Wer heute dem israelischen Staat trotz dessen Apartheidspolitik &ldquo;demokratische und rechtsstaatliche Strukturen&rdquo; zubilligt, der wird sich schnell an der Seite jener finden, die diesen Staat auch milit&auml;risch sch&uuml;tzen wollen. Auch die im Linken-Gr&uuml;nen-Antrag behaupteten &ldquo;Vernichtungsdrohungen (gegen Israel) durch den Iran&rdquo; weisen brav die Richtung vom konsequenten Pazifismus zur Lieferung von preiswerten deutschen U-Booten f&uuml;r den Transport israelischer Atom-Raketen gegen Teheran. Die einstige linke Hoffnung hat den langen Marsch durch die Di&auml;ten angetreten und ist auf dem Weg, sich selbst aufzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/abschied-von-links.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Dem Frieden ein Gesicht geben: Vielf&auml;ltige Protestaktionen gegen die US-Air Base Ramstein<\/strong><br>\nAm 6. Mai 2018 trafen sich &uuml;ber 60 Aktive aus verschiedensten Organisationen und Zusammenh&auml;ngen der Friedensbewegung, um auf der erstmals in Kaiserslautern stattfindenden Aktionskonferenz die Protestaktionen 2018 vom 23.06. bis zum 1.07.2018 gegen die US-Air Base Ramstein vorzubereiten und um &uuml;ber den Drohnenkrieg und die aktuelle Konfrontationspolitik aufzukl&auml;ren.<br>\nDie umfassenden Aufr&uuml;stung in allen NATO-Staaten, die Konfrontation mit Russland, die Interventionskriege u.a. in Syrien, alles hat mit der Infrastruktur und der Nutzung der Air Base Ramstein zu tun. Sie ist ein wichtiges Kettenglied in der aktuellen Kriegsf&uuml;hrung und &ndash;planung.<br>\nDie Politik der Bundesregierung, die mit eigenen Soldaten auf der Air Base vertreten ist, unterst&uuml;tzt und treibt diese Aufr&uuml;stzugspolitik voran. Als Kernforderungen unterstreicht die Kampagne: Das Stationierungsabkommen muss gek&uuml;ndigt und die Relaisstation f&uuml;r den Drohnenkrieg geschlossen werden. Die deutsche Kampfdrohne, auch als europ&auml;ische, wird strikt abgelehnt. Umso notwendiger die Protestaktionen 2018, so die einm&uuml;tige Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.<br>\nDie Aktionskonferenz konkretisierte die umfassende Planung f&uuml;r die Ramstein Aktionen und diskutierte intensiv die neuen Elemente:\n<ul>\n<li>das erstmals stattfindende Werner-Liebrich-Friedenfu&szlig;ballturnier am 24.06.2018<\/li>\n<li>die Friedenswerksatt mit fast 40 Veranstaltungen vom  25.-28.06.2018<\/li>\n<li>die Blockade der Air Base am 30.06.2018<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Tradition der bisherigen gro&szlig;en Aktionen der Ramstein Kampagne, die seit 2015 j&auml;hrlich mit immer gr&ouml;&szlig;erem &ouml;ffentlichem Zuspruch durchgef&uuml;hrt werden, wird vorbereitet:<\/p>\n<ul>\n<li>Das gr&ouml;&szlig;te Friedenscamp mit eigenem Programm, Kulturveranstaltungen und vielf&auml;ltigen Diskussionen vom 23.06. bis zum 1.07.2018.<\/li>\n<li>Die gro&szlig;e &ouml;ffentliche Abendveranstaltung mit dem Thema &bdquo; Freundschaft mit Russland&ldquo; am 29.06. mit Gabriele Krone-Schmalz.<\/li>\n<li>Das internationale Anti-Basen-Treffen mit G&auml;sten aus 10 L&auml;ndern am 29.06.<\/li>\n<li>Die gro&szlig;e Demonstration, mit Auftaktkundgebungen in Ramstein-Miesbach und Landstuhl sowie der Abschlusskundgebung vor den Toren der Air Base Ramstein, am 30.06.2018. Als RednerInnen haben u.a. Sahra Wagenknecht und Eugen Drewermann zugesagt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir wollen den Frieden in unsere eigenen H&auml;nde nehmen und ihm ein Gesicht mit gro&szlig;er Ausstrahlungskraft geben!<br>\nWeitere und aktuelle Informationen finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\">ramstein-kampagne.eu<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ramstein-kampagne.eu\/dem-frieden-ein-gesicht-geben-vielfaeltige-protestaktionen-gegen-die-us-air-base-ramstein\/\">Ramstein-Kampagne<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Schriftsteller und fr&uuml;here Bundestagsabgeordnete Dieter Lattmann ist tot. Eine W&uuml;rdigung von Klaus Ulrich Spiegel, der ich mich gerne anschlie&szlig;e. Albrecht M&uuml;ller.<\/strong><br>\nDieter Lattmann &ndash; in seinen Wirkungszeiten geehrt, bedankt, f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitswirkung seiner beruflichen und politischen Basisorganisationen viel beansprucht, lebenslang solidarisch, hilfsbereit, geschichtsbewusst und schreibend, redend, helfend engagiert &ndash; blieb auf seinem letzten Gang von denen, die ihm Dank schulden, weithin verlassen. Kein Nachruf, keine Gedenkanzeige, keine Anteilname von SPD-Vorst&auml;nden-Gliederungen-Fraktion, von VERDI-Amtstr&auml;gern\/Vorst&auml;nden. &Ouml;ffentlich bisher auch nichts an publizistischen W&uuml;rdi-gungen. Neben der Ausnahme eines bayerischenVS-Sprecher:  nur individuell gedenkende Freunde, Kollegen, Genossen, Mitstreiter = Einzelmenschen.<br>\nEr war und ist es wert, dass seiner gedacht wird &ndash; lesend, w&auml;gend, erinnernd. \n<p>DIETER LATTMANN<br>\n* 1926 Potsdam \/ &dagger; 2018 M&uuml;nchen<br>\nSchriftsteller (Romancier &amp; Sachbuchautor)<\/p>\n<p>Er schlug nach dem Germanistikstudium zun&auml;chst die Laufbahn eines Marineoffiziers ein. &Uuml;berlebte den WK2 in englischer Kriegsgefangenschaft. Absolvierte dann eine Buchh&auml;ndlerlehre. Heuerte bei Buchverlagen an, bew&auml;hrte sich in Management, Vertrieb und Marketing verschiedener Druckh&auml;user. Wagte 1959 den Schritt in die unsichere Existenz eines freien Schriftstellers. Hatte rasch Erfolg mit Belletristischen Werken, meist bei Kindler, mit Taschenbuch- und Lesering-Nachauflagen.<br>\n1969 als Pr&auml;sident der Bundesvereinigung der deutschen Schriftsteller-verb&auml;nde Mitbegr&uuml;nder des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), Initiator der VS-Vereinigung mit der DGB-Gewerkschaft Druck &amp; Papier (heute VERDI). Seit 1970 dessen Bundesvorsitzender.<br>\nMit B&ouml;ll, Grass, Walser, Hochhuth, Gregor-Dellin u.a. war Lattmann Mit-Initiator der Sozialdemokratischen W&auml;hlerinitiative, dann auch der allein von Literaten getragenen Gesellschaft der Autorenbuchhandlungen.<br>\nVon 1972-1980 geh&ouml;rte er als SPD-Abgeordneter (BWK Ostallg&auml;u) dem Deutschen Bundestag an. Als Kulturpolitischer Sprecher seiner Fraktion erarbeitete er die Konzeption, formulierte den Gesetzentwurf und erreichte die Gesetzwerdung der sog. K&uuml;nstlersozialkasse, realisierte somit erstmals in der deutschen Sozialgeschichte eine Sozialversicherung f&uuml;r K&uuml;nstler, Schriftsteller, publizistische Berufe. 1980 schied er auf eigenen Entschluss (&bdquo;um nicht zum Apparatschick zu werden&ldquo;) aus der praktischen Politik aus. Seine Parlamentserfahrungen bereitete er in zwei vielbeachteten Sach-b&uuml;chern auf: &bdquo;Die Einsamkeit des Politikers&ldquo; und &bdquo;Die lieblose Republik&ldquo;.<br>\nDann folgte sein wohl meistbeachteter Roman &bdquo;Die Br&uuml;der&ldquo;, eine deutsche Familiengeschichte als Parabel der verschiedenen Haltungsm&ouml;glichkeiten der Deutschen &ndash; mit und gegen Hitler. Lattmann war ein engagierter Antifaschist, zugleich entschiedener Mitstreiter f&uuml;r Willy Brandts Entspannungs- und Friedenspolitik. Er unterhielt aktiv und &ouml;ffentlich korporative wie auch personale Diskurs-Kooperationen zu Schriftstellern und Kulturarbeitern in der DDR. Nach dem Mauerfall wurde ihm von der BRD-Rechtspresse, gest&uuml;tzt auf Denunziationen aus der sog. Gauck-Beh&ouml;rde eine MfS-Kumpanei, also. angebliche. &bdquo;Stasi-Vergangenheit&ldquo; angeh&auml;ngt, eine Kampagner, aus der er sp&auml;ter voll rehabilitiert hervorging. <\/p>\n<p>Ungeachtet pers&ouml;nlich-famili&auml;rer Schicksalsschl&auml;ge blieb Lattmann bis  ins hohe Alter als Autor kreativ, zuletzt mit den Reflektionen &bdquo;Es will Abend werden&ldquo;. &Uuml;ber ein Jahrzehnt hin war er als vermittlungsstarker Referent und Diskutant Gast der Internationalen Jugendbegegnungen in Dachau. Bis an sein Lebensende mit 92 Jahren war er Ehrenpr&auml;sident des VS.<br>\nAus famili&auml;ren Hinterlassenschaften rief er zuletzt noch eine Stiftung ins Leben &ndash; zur Unterst&uuml;tzung f&uuml;r junge und zur Daseinshilfe f&uuml;r verarmte und mittellose Schriftstellekollegen.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43830","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43830"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43830\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43833,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43830\/revisions\/43833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}