{"id":43851,"date":"2018-05-09T08:11:25","date_gmt":"2018-05-09T06:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851"},"modified":"2018-05-09T08:11:25","modified_gmt":"2018-05-09T06:11:25","slug":"hinweise-des-tages-3116","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h01\">USA und Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h02\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h03\">Steuertrickser bleibt frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h04\">Armenbeschimpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h05\">Arm durch wohnen &ndash; von absurden Mieten und verzweifelten Menschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h06\">Pl&ouml;tzlich sind die Befristungen politisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h07\">Warum geht Deutschland klauen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h08\">Die VIP-Berater der Waffenlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h09\">Dobrindt s&auml;gt am Rechtsstaat, Springers &sbquo;Welt&lsquo; assistiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h10\">Ohne Lieferhelden w&auml;ren wir geliefert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h11\">Mit einem Donut die Welt retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h12\">Study: &ldquo;False Pretenses&rdquo; Led U.S. To War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h13\">Legend&auml;rer K&auml;mpfer wird Waffenlobbychef<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h14\">CIA-Chefin in Haft?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h15\">Amazon boykottiert Obdachlosen-Steuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h16\">SPD: Muss Stegner weg?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h17\">Macht den 8. Mai zum Feiertag!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>USA und Iran<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Iranpolitik der USA ist unanst&auml;ndig<\/strong><br>\nLiebe Freunde, nach dem Irak, Libyen, Syrien, Jemen soll jetzt der Iran in die Knie gezwungen werden. Trump geht es nicht um einen besseren Nuklear-Vertrag. Sondern um die totale Macht im Mittleren Osten. Er will keinen Frieden mit Iran, sondern dessen Unterwerfung. Notfalls durch Milit&auml;rschl&auml;ge Israels. Damit legt er die Lunte an ein Pulverfass. Europa darf dieses Rambo-Spiel um Macht, Markt und Moneten nicht l&auml;nger mitmachen. Sonst gehen auch in Europa die Lichter aus.<br>\nWO SIND KONSTRUKTIVE FRIEDENS-INITIATIVEN EUROPAS?<br>\nDie Iraner sind keine Engel. Aber ich wei&szlig; aus langen und intensiven Gespr&auml;chen in Teheran, dass sie jederzeit zu ernsthaften Friedensverhandlungen bereit sind. Auch im Jemen und in Syrien. Der schlechteste Frieden w&auml;re besser als der beste Krieg. Der von den USA verursachte Fl&auml;chenbrand im Mittleren Osten bedroht schon jetzt Europa. Doch wo ist Europa? Wo ist Deutschland? Wo sind konstruktive Friedensvorschl&auml;ge Europas? Beginnend mit einem Nichtangriffspakt f&uuml;r den Persischen Golf?<br>\nDIE USA WOLLEN DAS IRANISCHE REGIME WEGFEGEN<br>\nErst haben die USA den Widerstand des Irak gebrochen. Durch m&ouml;rderische Sanktionen und Krieg. Dann haben sie das Gaddafi-Regime weggebombt. Und Syrien mit einem schmutzigen Stellvertreter-Krieg &uuml;berzogen. Anschlie&szlig;end haben sie zusammen mit Saudi-Arabien den Nord-Jemen bombardiert und ausgehungert. Jetzt wollen sie das iranische Regime erledigen. Mit rechtswidrigen Sanktionen und rechtswidrigen Milit&auml;rschl&auml;gen. Zusammen mit Saudi-Arabien und Israel. Die amerikanische Chaos-Strategie wird jeden Tag gef&auml;hrlicher.<br>\nSIE SCHW&Auml;CHEN IM IRAN DIE REFORMKR&Auml;FTE.<br>\nTrump schw&auml;cht mit seiner Politik die Reformkr&auml;fte des Iran. Er f&auml;llt ihnen geradezu in den R&uuml;cken. Bewusst? Es w&auml;re nicht das erste Mal. 1953 st&uuml;rzten die USA Irans ersten demokratischen Ministerpr&auml;sidenten und ersetzten ihn durch einen linientreuen Kaiser.<br>\nDER IRAN-DEAL WAR OBAMAS BESTER DEAL<br>\nAuf Dr&auml;ngen der USA haben die iranischen Reformkr&auml;fte vor 3 Jahren Irans ziviles Nuklearprogramm den weltweit sch&auml;rfsten Kontrollen und Einschr&auml;nkungen unterworfen. Gegen den heftigen Widerstand der iranischen Hardliner. Obwohl 2007 alle (!) US-Geheimdienste gemeinsam und ausdr&uuml;cklich festgestellt hatten, dass der Iran seit 2003 &uuml;berhaupt keine Atomwaffen mehr wollte.<br>\nANST&Auml;NDIGE KAUFLEUTE BRECHEN KEINE ABKOMMEN<br>\nDieses konstruktive Verhalten jetzt zu bestrafen, ist nicht nur ein Wortbruch. Es ist unanst&auml;ndig. Der &bdquo;Nuklear-Deal&ldquo; wird vom Iran &ndash; laut der Internationalen Atomagentur in Wien &ndash; exakt eingehalten. Von den USA wird er systematisch gebrochen. Statt die Sanktionen gegen den Iran wirklich aufzuheben, bedrohen die USA die europ&auml;ischen Banken mit schwerwiegenden Konsequenzen, falls sie Gesch&auml;fte mit dem Iran finanzieren.<br>\nSO KILLT MAN DIE INTERNATIONALE ABR&Uuml;STUNGSPOLITIK<br>\nDer Tod des Iran-Deals k&ouml;nnte der Tod der internationalen Abr&uuml;stungspolitik sein. Kein Land der Welt kann sich noch auf das Wort des Westens verlassen. Schon Saddam Hussein und Gaddafi haben schlechte Erfahrungen mit ihrer Abr&uuml;stung gemacht. Nachdem sie abger&uuml;stet hatten, wurden sie gnadenlos &uuml;berfallen. Auch Kim Jong Un wird sich kr&auml;ftig &uuml;berlegen, ob er das Schicksal seines Landes in die H&auml;nde von Wortbr&uuml;chigen legen soll.<br>\nDER IRAN IST FRIEDLIEBENDER ALS DIE USA<br>\nVom Iran geht keine Kriegsgefahr aus. Der Iran hat seit 200 Jahren kein einziges Land angegriffen. Die USA dutzende. Der Verteidigungshaushalt des Iran betr&auml;gt nur rund 2 Prozent des Verteidigungshaushalts der USA und nur 20 Prozent des Milit&auml;rbudgets Saudi-Arabiens. Der Iran ist im Mittleren Osten auch nicht durch eine besonders raffinierte Vorw&auml;rtsstrategie erstarkt. Sondern durch die unendliche strategische Dummheit der USA. Die USA haben den Irak, Syrien und Nord-Jemen in die Arme des Iran gebombt.<br>\nWAS IST MIT ISRAELS ATOMWAFFEN?<br>\nAuch die von den USA neuerdings in den Vordergrund geschobenen konventionellen iranischen Mittelstrecken-Raketen geben dem Iran keine Option, die seine potentiellen Gegner nicht auch haben. Vor den K&uuml;sten des Iran liegen Atom-U-Boote Israels und der USA. Best&uuml;ckt mit Atom-Raketen. Saudi-Arabiens konventionelle Raketen haben eine gr&ouml;&szlig;ere Reichweite als die des Iran. Derartige Fragen l&ouml;st man in R&uuml;stungskontroll-Verhandlungen. Dort sollte man allerdings auch &uuml;ber die Atomwaffen Israels sprechen.<br>\nDIE USA SIND ZUR ZEIT DIE GR&Ouml;SSTE GEFAHR F&Uuml;R DEN WELTFRIEDEN.<br>\nDie USA werfen dem Iran vor, den Mittleren Osten zu destabilisieren. Dabei sind sie selbst der gr&ouml;&szlig;te Unruhestifter im Mittleren Osten. Es wird Zeit, dass sich Europa den USA entgegen stellt. Chaos ist keine Strategie. Die L&ouml;sung des Konflikts hei&szlig;t nicht Krieg mit dem Iran, sondern Frieden mit dem Iran. Sonst fliegt uns demn&auml;chst auch unsere Welt um die Ohren.<br>\nEuer JT<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\/posts\/10155569187560838?hc_location=ufi\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Trump Violates the Iran Nuclear Deal &mdash; Ignoring U.S. and Israeli Generals Who Support It<\/strong><br>\nSO HE&rsquo;S FINALLY done it. Having spent the past three years denouncing the Iran nuclear deal as &ldquo;horrible,&rdquo; &ldquo;disastrous,&rdquo; and &ldquo;insane,&rdquo; Donald Trump arrived in the Diplomatic Room of the White House on Tuesday afternoon to formally announce that &ldquo;the United States will withdraw from the Iran nuclear deal&rdquo; and would &ldquo;begin reinstituting U.S. nuclear sanctions on the Iranian regime.&rdquo;<br>\n&ldquo;This will make America much safer,&rdquo; the president declaimed, jabbing his fingers at the assembled reporters.<br>\nGuess who&rsquo;s celebrating the president&rsquo;s decision to violate a nuclear nonproliferation agreement signed by the United States less than three years ago? His new national security adviser, John Bolton, a former paid speaker for an Iranian ex-terror group who has long been obsessed with &ldquo;regime change&rdquo; in Tehran; the crown prince &mdash; and de facto ruler &mdash; of Saudi Arabia, Mohammed bin Salman, who claims Iran&rsquo;s supreme leader &ldquo;makes Hitler look good&rdquo;; and the prime minister of Israel, Benjamin Netanyahu, who constantly compares the Islamic Republic to the so-called Islamic State.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/05\/08\/donald-trump-iran-nuclear-deal-john-bolton\/\">The Intercept<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Firmen sollen sich &ldquo;sofort&rdquo; aus Iran zur&uuml;ckziehen<\/strong><br>\nDie EU will am Atomabkommen mit Iran festhalten &ndash; trotz des Ausstiegs der USA. Der neue amerikanische Botschafter in Berlin hat dazu eine klare Botschaft. Die Reaktionen im &Uuml;berblick.<br>\nIsrael und Saudi-Arabien unterst&uuml;tzen die Entscheidung der Vereinigten Staaten, aus dem Atomabkommen mit Iran auszusteigen. Die EU hingegen will an dem Deal auch ohne die USA festhalten &ndash; ebenso wie Iran selbst. Die Reaktionen im &Uuml;berblick: [&hellip;]<br>\nDer neue US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat den R&uuml;ckzug der deutschen Wirtschaft aus Iran gefordert. Deutsche Unternehmen, die im Iran Gesch&auml;fte machten, sollten diese &ldquo;sofort runterfahren&rdquo;, schrieb er auf Twitter.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180509-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/iran-usa-verlangen-sofortigen-rueckzug-deutscher-firmen-a-1206905.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Selbstverst&auml;ndlichkeit, mit der sowohl Trump als auch sein Botschafter Grenell davon ausgehen, dass die Entscheidung eines US-Pr&auml;sidenten ein g&uuml;ltiger Rechtsrahmen f&uuml;r deutsche Unternehmen und deren Gesch&auml;ftsbeziehungen zu einem Drittstaat sind, ist erschreckend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dumm und gef&auml;hrlich<\/strong><br>\n(&hellip;) Iran hat 2015 mit den f&uuml;nf st&auml;ndigen Mitgliedern des Uno-Sicherheitsrates (plus Deutschland) ein Abkommen geschlossen, das garantieren soll, dass das Land keine Atombombe baut.<br>\nTrump sieht Iran als Wurzel allen &Uuml;bels. Ihn st&ouml;rt, dass der Gottesstaat zu einer Regionalmacht geworden ist, die den USA und ihrem Verb&uuml;ndeten Saudi-Arabien Paroli bietet&hellip;<br>\nDer schiitische Gottesstaat hat den Atomvertrag nach Pr&uuml;fung internationaler Experten bisher eingehalten. Der israelische Ministerpr&auml;sident Netanjahu behauptete k&uuml;rzlich das Gegenteil und erkl&auml;rte medienwirksam, Iran baue im Geheimen weiterhin an Atomwaffen. Netanjahus Auftritt war wohl eher dazu da, Trumps Ausstiegs-Entscheid medial vorzubereiten. Der Auftritt des israelischen Ministerpr&auml;sidenten erinnert an Colin Powells peinliche Show vor dem Uno-Sicherheitsrat, als er erkl&auml;rte, Saddam Hussein lagere Massenvernichtungswaffen&hellip;.<br>\nTrumps Entscheid k&ouml;nnte weitreichende Folgen haben und die Kriegsgefahr erheblich erh&ouml;hen&hellip;Au&szlig;er in den USA und Israel wird Trumps Entscheid als kurzsichtig, gef&auml;hrlich und dumm eingestuft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.journal21.ch\/dumm-und-gefaehrlich\">journal 21<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Israel greift offenbar iranische Kr&auml;fte in Syrien an<\/strong>\n<ul>\n<li>Am sp&auml;ten Dienstagabend wurden Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus aus der Luft angegriffen &ndash; dabei sollen neun Menschen get&ouml;tet worden sein.<\/li>\n<li>Kurz zuvor hatten die israelischen Streitkr&auml;fte vor &ldquo;ungew&ouml;hnlichen Aktivit&auml;ten iranischer Kr&auml;fte in Syrien&rdquo; gewarnt.<\/li>\n<li>Zus&auml;tzliche Luftabwehr-Batterien wurden im Norden Israels in Stellung gebracht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Timing war bewusst gew&auml;hlt: Fast zeitgleich zur Erkl&auml;rung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, der den Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran verk&uuml;ndete, wurden am sp&auml;ten Dienstagabend Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus aus der Luft angegriffen. Dabei wurden nach Angaben der in London ans&auml;ssigen Syrischen Beobachtungsstelle f&uuml;r Menschenrechte neun Menschen get&ouml;tet. Es soll sich dabei um Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden und schiitischer Gruppierungen, die Teheran nahe stehen, handeln.<br>\nDass die israelische Armee hinter den Luftschl&auml;gen steckt, kann angenommen werden. Kurz zuvor hatten die Streitkr&auml;fte vor &ldquo;ungew&ouml;hnlichen Aktivit&auml;ten iranischer Kr&auml;fte in Syrien&rdquo; gewarnt und Schutzma&szlig;nahmen auf den von Israel besetzten Golanh&ouml;hen angeordnet. Aber wie bei den zwei Luftschl&auml;gen in Syrien im April, bei denen mehr als zwei Dutzend Iraner ums Leben gekommen sein sollen, gab es keinen offiziellen Kommentar dazu von der israelischen Armee.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/syrien-israel-warnt-vor-ungewoehnlichen-aktivitaeten-iranischer-kraefte-1.3973637\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bereitet sich Israel auf einen Krieg vor &ndash; oder will es einen provozieren?<\/strong><br>\nMan geht davon aus, dass US-Pr&auml;sident Donald Trump, wie schon lange angek&uuml;ndigt, gegen den Druck anderer Regierungen aus dem Atomabkommen mit dem Iran aussteigen wird. Die israelische Regierung dr&auml;ngt Washington, dies zu machen, und hat in letzter Zeit durch Milit&auml;rschl&auml;ge gegen iranische Ziele in Syrien sowohl die Angst vor einem iranischen Angriff beschworen, als auch einen solchen provoziert.<br>\n(&hellip;) Mit allen Mitteln versucht Israel vor und zur erwartbaren Entscheidung Trumps den Konflikt mit dem Iran hochzufahren &ndash; wom&ouml;glich, um eine Kette von Ereignissen auszul&ouml;sen, die zu einem offenen Konflikt mit dem Iran durch einen von den USA gedeckten Angriff auf iranische Atomanlagen f&uuml;hren k&ouml;nnten. Das hat Netanjahu schon lange vor, hat seiner Zeit aber nicht einmal die Unterst&uuml;tzung von George W. Bush und schon gar nicht die von Barack Obama gefunden. Mit Trump an der Macht sind die Chancen aber gestiegen, den Iran, was eine m&ouml;gliche atomare Bewaffnung geht, um Jahre zur&uuml;ckbomben zu wollen, um so Israel als die einzige Atommacht in der Region zu sichern.<br>\n(&hellip;) Am Sonntagabend traf das israelische Sicherheitskabinett zusammen, um &uuml;ber den Konflikt mit dem Iran und Trumps Entscheidungen zu sprechen. Bekanntlich hat das israelische Parlament k&uuml;rzlich beschlossen, dass der Regierungschef und der Verteidigungsminister alleine den Befehl f&uuml;r eine milit&auml;rische Operation geben d&uuml;rfen.<br>\nIn israelischen Medien wird die Aufmerksamkeit auch darauf gelenkt, dass nun vor allem iranische Ziele in Syrien im Visier Israels zu stehen scheinen&hellip;<br>\nNetanjahu wird am 9. Mai, wenn die Entscheidung Trumps gefallen ist, nach Moskau kommen, um an den Feierlichkeiten zum 73. Jahrestag des Sieges &uuml;ber das Nazi-Deutschland teilzunehmen und mit Wladimir Putin zu sprechen. Im Vorfeld hatte Netanjahu bereits erkl&auml;rt, ein milit&auml;rischer Konflikt mit dem Iran m&uuml;sse &ldquo;besser jetzt als sp&auml;ter&rdquo; ausgef&uuml;hrt werden, um eine dauerhafte milit&auml;rische Pr&auml;senz Irans in Syrien zu unterbinden. Auch in israelischen Medien wird nun verlangt, dass Netanjahu seine Karten offenlegen soll, ob er in einen Krieg mit dem Iran ziehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bereitet-sich-Israel-auf-einen-Krieg-vor-oder-will-es-einen-provozieren-4044637.html?wt_mc=rss.tp.beitrag.atom\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuertrickser bleibt frei<\/strong><br>\nSeit fast f&uuml;nfeinhalb Jahren lebt der Anwalt Hanno Berger, 67, der einst als Deutschlands gr&ouml;&szlig;ter Steuertrickser galt, im sch&ouml;nen Engadin. Nach einer Razzia bei ihm und bei der Hypo-Vereinsbank Ende 2012 hat sich der fr&uuml;here Finanzbeamte in die Schweiz abgesetzt. Sicherheitshalber, um einer m&ouml;glichen Verhaftung zu entgehen. Berger ist einer der Hauptbeschuldigten in einem mutma&szlig;lichen Steuerraubzug, der als einzigartig in der Bundesrepublik gilt. Zahlreiche Banken und B&ouml;rsenh&auml;ndler sollen mit Hilfe von Juristen wie Berger den Fiskus um insgesamt etliche Milliarden Euro gesch&auml;digt haben.<br>\nDas Landgericht Wiesbaden hat den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt abgelehnt, Haftbefehl gegen den fr&uuml;her in der Bankenstadt ans&auml;ssigen Steueranwalt zu erlassen. Berger selbst teilte dazu auf Anfrage mit, nach Ansicht des Gerichts h&auml;tten in Paragraf 112 Strafprozessordnung genannten Voraussetzungen nicht vorgelegen. In diesem Paragrafen hei&szlig;t es unter anderem, wenn der Beschuldigte &ldquo;fl&uuml;chtig ist oder sich verborgen h&auml;lt&rdquo;, k&ouml;nne Untersuchungshaft angeordnet werden. Berger hat allerdings wiederholt erkl&auml;rt, er w&uuml;rde sich einem etwaigen Prozess in Deutschland stellen.<br>\nCum-Ex-Akteure sollen den Fiskus gezielt get&auml;uscht haben<br>\nDer aus Hessen stammende Anwalt und Steuerberater, der es beim Fiskus bis zum Regierungsdirektor gebracht hatte, steht im Mittelpunkt eines Steuerskandals. Nach Erkenntnissen von Staatsanwaltschaften, Bundestag und Bundesregierung haben Banken und B&ouml;rsenh&auml;ndler beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende systematisch in die Staatskasse gegriffen. Die Cum-Ex-Akteure h&auml;tten den Fiskus gezielt get&auml;uscht und sich eine einmal an den Fiskus abgef&uuml;hrte Kapitalertragsteuer auf Dividendenerl&ouml;se mehrmals erstatten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/cum-ex-geschaefte-steuertrickser-bleibt-frei-1.3972304\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.L.:<\/strong> Klar doch, wehe ein kleiner Steuerzahlerwird beim Mauscheln entdeckt, dann trifft die H&auml;rte des Gesetzes, doch diese Herren in den Nadelstreifen l&auml;sst man laufen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Begriff &bdquo;Steuertrickser&ldquo; ist in diesem Zusammenhang mehr als ungl&uuml;cklich. Hier geht es nicht um &bdquo;Tricksereien&ldquo;, sondern um potentiell schwere Straftaten. Die S&uuml;ddeutsche k&auml;me ja auch nicht auf die Idee, einen potentiellen Vergewaltiger als &bdquo;Filou&ldquo; zu bezeichnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Armenbeschimpfung<\/strong><br>\nLange war das Menschenverelendungsprogramm Hartz IV als S&auml;ule unseres &bdquo;Sozialsystems&ldquo; unangefochten. Doch in den letzten Jahren br&ouml;ckelt die Zustimmung ausgerechnet bei jener Partei, die das Kind seinerzeit aus der Taufe gehoben hatte. Die SPD z&uuml;ndelt mit dem Vorschlag eines &bdquo;solidarischen Grundeinkommens&ldquo;, und 28 Prozent der Delegierten wollten unl&auml;ngst eine Frau zur Vorsitzenden, die gegen Hartz IV ist. Bei solchem Teufelswerk werden die Profiteure dieses Projekts nerv&ouml;s. Sie f&uuml;rchten um ein lieb gewordenes Disziplinierungsinstrument, das nicht nur Betroffene wirksam einsch&uuml;chtert, sondern auch Arbeitende in st&auml;ndiger Angst vor Arbeitslosigkeit h&auml;lt. Die Systemmedien parieren diesen Angriff auf den Repressionsbesitzstand der neoliberalen &Auml;ra mit einer Doppelstrategie: 1. das Thema aufgreifen und sich unheimlich sozial geben, 2. die Verantwortung dann doch wieder auf Arbeitslose abw&auml;lzen, denn: &bdquo;Es kommt darauf an, was du daraus machst.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen&ldquo;, ist ein Spruch von Franz M&uuml;ntefering, den manche in den falschen Hals gekriegt haben. Aber wie w&auml;re es mit &bdquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&ldquo;. Klingt schon besser, denn wer w&uuml;rde sich nicht zutiefst nach einem Arbeitsplatz sehnen &ndash; so beschissen oder schlecht bezahlt er auch sein mag?<br>\n(&hellip;)<br>\n6 Strategien, um Hartz IV zu verharmlosen<br>\nErste Strategie also: Erkl&auml;ren Sie, dass Armut eigentlich gar keine Armut ist. Zweite Strategie: Vergleichen Sie die Zust&auml;nde in Deutschland immer mit etwas Schlimmerem, der Sahelzone, dem Gazastreifen oder der Zeit als Tr&uuml;mmerfrauen unser Land aufopferungsvoll wieder aufgebaut haben. Die dritte Strategie: (&hellip;) Sch&uuml;ren Sie den latenten &Auml;rger der Geringverdiener auf die &bdquo;Faulenzer&ldquo;.<br>\n(&hellip;) Vierte Strategie: Messen Sie Hartz IV daran, wie viele in Arbeit sind, nicht daran, wie gut und menschenw&uuml;rdig diese Arbeitspl&auml;tze sind.<br>\n(&hellip;) F&uuml;nfte Strategie: Betonen Sie, dass Sie nichts gegen Hartz-Empf&auml;nger h&auml;tten &ndash; zumindest solange diese bestimmte Kriterien erf&uuml;llten&hellip;.Zur f&uuml;nften Strategie geh&ouml;rt auch die Pr&auml;sentation von Vorzeige-Hartz-Vierlern, Premium-Armen sozusagen, wie man sie selbst gern h&auml;tte und wie sie anderen, weniger makellosen Exemplaren als Vorbild dienen k&ouml;nnen.<br>\n(&hellip;) sechste Strategie: Appellieren Sie an die Eigenverantwortung: &bdquo;Wenn du einem Hungernden einen Fisch gibst, wird einen Tag satt, wenn du ihm eine Angel gibst, ein ganzes Jahr.&ldquo;<br>\n(&hellip;) Derartige &bdquo;Medienarbeit&ldquo; als Begleitmusik zur neoliberalen Verarmungspolitik hat Methode und eine bewegte Geschichte&hellip;.Der Dem&uuml;tigungs-Parcours, dem Hartz-IV-Empf&auml;nger ausgesetzt sind, tr&auml;gt als Drohkulisse auch zur Disziplinierung jener Menschen bei, die noch Arbeit haben. Hartz IV schw&auml;cht die Verhandlungsposition von uns allen auf dem &bdquo;Arbeitsmarkt&ldquo;. Gr&ouml;ber ausgedr&uuml;ckt: es macht uns erpressbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/armenbeschimpfung\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arm durch wohnen &ndash; von absurden Mieten und verzweifelten Menschen<\/strong><br>\nDie Mieten in Deutschland steigen weiter. Inzwischen f&uuml;rchtet auch die Mittelschicht, aus ihren Vierteln gedr&auml;ngt zu werden. Wie radikal soll die Politik reagieren? Vom Comeback einer fast sozialistischen Idee.<br>\n(&hellip;) Es reicht. In Berlin demonstrierten mehr als 13.000 Menschen, in Leipzig und G&ouml;ttingen zogen sie am vergangenen Wochenende trommelnd durch die Stra&szlig;en. Sie alle protestieren gegen den Mietenwahnsinn. Und es sind l&auml;ngst nicht mehr nur langhaarige Linke, denen das Zimmer in der WG zu teuer wird. Es ist auch die urbane Mittelschicht mit gutem Einkommen, die f&uuml;rchtet, aus ihren Vierteln verdr&auml;ngt zu werden &ndash; und die jetzt aufbegehrt.<br>\n(&hellip;) Wie kann der knappe Wohnraum gerecht verteilt werden? Oder pathetischer: Wem geh&ouml;rt die Stadt? Das ist die vielleicht wichtigste soziale Frage dieser Zeit.<br>\nDie Politik versucht seit Jahren, Antworten auf sie zu finden &ndash; bislang ohne Erfolg. Und so h&ouml;rt man nun Forderungen, die vor Kurzem noch als sozialistische Hirngespinste abgetan worden w&auml;ren.<br>\nDie zaghaften Interventionen der Regierenden w&uuml;rden den &ldquo;Raubzug der Immobilienwirtschaft&rdquo; nicht stoppen, mahnt etwa der linke Stadtforscher Andrej Holm. &ldquo;Die Verdr&auml;ngung ist zum Gesch&auml;ftsmodell geworden.&rdquo; Das Grundrecht auf Wohnen setze darum &ldquo;eine Sozialisierung des Bodens&rdquo; voraus&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/immobilien\/wohnen-und-mieten--von-absurden-preisen-und-verzweifelten-menschen-7971056.html\">stern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pl&ouml;tzlich sind die Befristungen politisch<\/strong><br>\nWie die Deutsche Post mit befristeten Besch&auml;ftigten umgeht, hat die Politik aufgeschreckt. Offenbar will die Bundesregierung nun sogar ihre jahrelange Zur&uuml;ckhaltung ablegen: Sie mischte sich bislang nicht in das operative Gesch&auml;ft von Unternehmen mit Bundesbeteiligung ein. So k&uuml;ndigte eine Sprecherin von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Montag an, als Konsequenz aus dem Vorgehen der Post werde sein Ministerium von allen Firmen, bei denen der Bund im Aufsichtsrat sitzt, Berichte &uuml;ber befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse anfordern. (&hellip;)<br>\nScholz k&uuml;ndigte an, dass der Bund auch bei all seinen Beh&ouml;rden und Folgebeh&ouml;rden die Zahl der sachgrundlos befristeten Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse pr&uuml;fen werde. Au&szlig;erdem sollten die Befristungsquoten gesenkt werden. Telekom und Deutsche Bahn, wo der Bund ebenfalls Anteilseigner ist, wiesen auf eine grunds&auml;tzlich andere Einstellungspraxis in ihren H&auml;userin hin.<br>\nWenn der Bund sich nun auch andere Firmen genauer ansieht, an denen er beteiligt ist, w&auml;re das ganz im Sinne des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Dessen Vorsitzender Reiner Hoffmann sagte, arbeitsrechtlich sei das Verhalten der Post &ldquo;leider nicht angreifbar&rdquo;, moralisch aber sei es &ldquo;h&ouml;chst verwerflich&rdquo;. Es sei an der Zeit, &ldquo;dass mit diesem Unfug aufger&auml;umt wird&rdquo;. Zudem solle das Finanzministerium als einer der Hauptaktion&auml;re auch bei der Deutschen Telekom Verantwortung &uuml;bernehmen. So weigere sich die Tochterfirma T-Mobile US in Amerika, Gewerkschaften und Tarifvertr&auml;ge anzuerkennen. Mit Blick auf die Post sagte Hoffmann, er habe als Student selbst als Zusteller gearbeitet, &ldquo;ich wei&szlig;, was es bedeutet, wenn die Zustellbezirke zu gro&szlig; geschnitten sind&rdquo;. Dass die Post Arbeitnehmer in die Pflicht nehme, wenn es unter Druck zu Unf&auml;llen komme, &ldquo;geht gar nicht&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-post-ploetzlich-sind-die-befristungen-politisch-1.3970513\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann Herr Scholz seinen Einfluss nicht auch bei &ouml;ffentlichen Institutionen aus&uuml;ben? Stellen z.B. Arbeitsagenturen und Jobcenter nicht ebenfalls befristet ein &ndash; herrscht insbesondere dort nicht ein &auml;hnliches Arbeitsklima wie bei der Deutschen Post AG?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Es gibt kein Recht auf Einstellung&rdquo;<\/strong><br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Theurer, hat Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Einstellungspraxis bei der Deutschen Post ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nEs sei geltende Rechtslage, dass befristete Arbeitsvertr&auml;ge nicht entfristet werden m&uuml;ssten, sagte der FDP-Wirtschaftspolitiker im Deutschlandfunk (Audio-Link). Vielmehr sei es im Interesse des Arbeitgebers, dass die Arbeitnehmer gesundheitlich in der Lage seien, ihren Job auszu&uuml;ben. Theurer betonte, bei der Post k&ouml;nne man zwar digital etwas bestellen, die Auslieferung erfolge aber analog, also pers&ouml;nlich.<br>\nDie Post hatte einen Zeitungsbericht best&auml;tigt, nach dem die Entfristung von Arbeitsvertr&auml;gen unter anderem von der Zahl der Krankheitstage eines Besch&auml;ftigten abh&auml;ngig gemacht wird. Demnach d&uuml;rfen Mitarbeiter in zwei Jahren nicht mehr als 20 Tage krank gewesen sein. Das Bundesfinanzministerium bezeichnete dies als nicht hinnehmbar. Der Bund werde im Rahmen seiner M&ouml;glichkeiten als Anteilseigner darauf hinwirken, dass sich die Praxis &auml;ndere, hatte eine Ministeriumssprecherin erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fdp-zur-deutschen-post-es-gibt-kein-recht-auf-einstellung.1939.de.html?drn:news_id=880228\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.D.:<\/strong> Typisch FDP! Wieder mal mit zweierlei Ma&szlig; messen!<\/em><\/p>\n<p><em>Die Dokumentationspflicht zur Eind&auml;mmung des Mindestlohnbetruges ist laut FDP f&uuml;r die Arbeitgeber viel zu aufwendig! (siehe Wahlkampf 2017) <\/em><\/p>\n<p><em>Wenn es aber um die Erfassung von Krankheitstagen zwecks Arbeitnehmersanktionen geht nat&uuml;rlich nicht!<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Arbeitsvertr&auml;ge: Lieber krank zur Arbeit als arbeitslos<\/strong><br>\nViele Menschen gef&auml;hrden eher die Gesundheit als ihren Job: Wer nur befristet oder als Leiharbeiter besch&auml;ftigt ist, meldet sich seltener krank als andere.<br>\nGerade junge Menschen starten h&auml;ufig mit einem befristeten Job ins Arbeitsleben. Das will die Bundesregierung nun &auml;ndern. Sie m&ouml;chte Berufseinsteigern &ndash; aber auch &auml;lteren Besch&auml;ftigten &ndash; mehr Sicherheit und Planbarkeit im Leben erm&ouml;glichen. Denn die Befristungen haben Folgen &uuml;ber die Arbeit hinaus: Beispielsweise vergibt kaum eine Bank einen langfristigen Immobilienkredit, wenn der Job befristet ist. Auch legen Umfragen nahe, dass sich Arbeitnehmer weniger krankmelden, wenn ihre Stelle nicht sicher ist &ndash; selbst wenn sie wirklich krank sind. Negativ aufgefallen ist in diesem Zusammenhang k&uuml;rzlich die Deutsche Post, die Mitarbeiter nur entfristet, wenn sie innerhalb von zwei Jahren nicht mehr als 21 Tage krank waren. Das Unternehmen nutzt somit die Angst ihrer Mitarbeiter vor dem Jobverlust, um Fehlzeiten zu reduzieren. Diese Rechnung kann aufgehen.<br>\nIm Koalitionsvertrag haben Union und SPD nun festgelegt, dass Arbeitgeber mit mehr als 75 Besch&auml;ftigten nur noch 2,5 Prozent der Belegschaft ohne Grund befristen d&uuml;rfen. Auch sollen diese Befristungen nicht wie bisher zwei Jahre lang gelten, sondern nur noch eineinhalb Jahre.<br>\n(&hellip;) Gerade unter Leiharbeitern f&auml;llt die Zahl der Krankmeldung im Vergleich zu normal Besch&auml;ftigten besonders niedrig aus, ergab eine Auswertung von Krankenkassendaten durch das Institut Arbeit und Qualifikation der Universit&auml;t Duisburg-Essen. &ldquo;Eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung f&uuml;r dieses Ph&auml;nomen k&ouml;nnte sein, dass &auml;hnlich wie bei befristeten Arbeitsvertr&auml;gen Zeitarbeiter eher bereit sind, krank zur Arbeit zu gehen, um die Chancen einer Weiterbesch&auml;ftigung nicht zu gef&auml;hrden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Arbeitnehmer w&uuml;rden eher auf Krankmeldungen verzichten, um den Arbeitsplatz nicht zu gef&auml;hrden.<br>\nM&ouml;glicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen der allgemeinen Wirtschaftslage und der Zahl der Krankmeldungen: Seit dem Jahr 2006 hat sich die Arbeitslosenquote in Deutschland fast halbiert, w&auml;hrend im gleichen Zeitraum die Zahl der Tage, an denen sich Arbeitnehmer krankmeldeten, um fast ein Drittel gestiegen ist. Auch hier zeigt sich: Je sicherer der Job ist, desto eher sind die Menschen offenbar bereit, sich krankzumelden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/finance-top-stories\/arbeitsvertr%C3%A4ge-lieber-krank-zur-arbeit-als-arbeitslos\/ar-AAwUdzg\">msn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum geht Deutschland klauen?<\/strong><br>\nDeutschland geht klauen. Die Discounter f&uuml;hren einen Preiskampf um die billigsten Lebensmittel und klauen daf&uuml;r den Menschen, die die Produkte herstellen, ihre W&uuml;rde.<br>\nSie lassen unter menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen produzieren, sie lassen Menschen daf&uuml;r leiden, damit wir als Konsumenten billig einkaufen k&ouml;nnen.<br>\nDeutschland geht klauen. Wichtigster Komplize von Rewe, Aldi, Edeka, Norma und Lidl ist die Bundesregierung.<br>\nSie weigert sich, Gesetze zu erlassen, welche die Menschenrechte der Produzenten sch&uuml;tzen und die Discounter zur Rechenschaft ziehen.<br>\nDeutschland geht klauen. Auch wir sind Komplizen.<br>\nDenn jedes Mal, wenn wir die Produkte der Discounter kaufen, machen auch wir Konsumenten uns schuldig.<br>\nWir machen uns unschuldig schuldig, weil wir keine Wahl haben. Zwar k&ouml;nnen wir uns bei wenigen Produkten f&uuml;r die Fair-Trade-Variante entscheiden.<br>\nDoch das zeigt uns vor allem, dass die gro&szlig;e Mehrheit unserer Konsumg&uuml;ter, mit den Worten der UN gesprochen, auf moderner Sklaverei basiert.<br>\n(&hellip;) Deshalb treten wir den Rechtsstaat mit F&uuml;&szlig;en, bis er in die P&ouml;tte kommt. Wir m&uuml;ssen Unternehmen in Deutschland verklagen k&ouml;nnen, wenn sie uns Produkte anbieten, f&uuml;r die andere Menschen mit ihren Grundrechten bezahlen.<br>\nEine entsprechende Gesetzesvorlage gibt es sogar bereits. Doch fehlt der Wille, sie umzusetzen. Dabei ist dies auch eine Chance, Fluchtursachen im Ursprungsland dieser Ursachen, in Deutschland, zu bek&auml;mpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/josopon.wordpress.com\/\">Jochens sozialpolitische Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die VIP-Berater der Waffenlobby<\/strong><br>\nEs ist noch gar nicht so lange her, dass die Europ&auml;ische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. 2012 war das, die EU war damals noch ein ziviles Projekt. Doch nun hat die Kommission begonnen, auch in R&uuml;stung und milit&auml;rische Forschung zu investieren, um eine europ&auml;ische &bdquo;Verteidigungsunion&ldquo; aufzubauen.<br>\nVon 2021 bis 2027 sind daf&uuml;r 13 Milliarden Euro vorgesehen, wie aus dem Entwurf von Haushaltskommissar G&uuml;nther Oettinger (CDU) hervorgeht. Weitere 6,5 Milliarden Euro sind f&uuml;r &bdquo;milit&auml;rische Mobilit&auml;t&ldquo; &ndash; also Truppenverlegungen gen Osten &ndash; eingeplant. (&hellip;)<br>\nIndustriekommissarin El&#380;bieta Bie&#324;kowska solle offenlegen, welche R&uuml;stungs-Lobbyisten die Kommission in den letzten Monaten getroffen und beraten haben, fordert Sven Giegold, wirtschaftspolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen.<br>\nDoch die EU-Beh&ouml;rde mauert. Eine Gr&uuml;nen-Anfrage zu den Mitgliedern der Expertengruppe f&uuml;r Verteidigungsforschung ist seit acht Wochen unbeantwortet, obwohl die Kommission bereits nach drei Wochen antworten m&uuml;sste. Auch ein Blick ins beh&ouml;rdeninterne Transparenz-Register hilft nicht weiter: &bdquo;No Members defined&ldquo;, steht da &ndash; keine Mitglieder festgelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Die-EU-ruestet-auf\/!5500658\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> siehe dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43830#h12\">Kreative Aufr&uuml;stung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Dobrindt s&auml;gt am Rechtsstaat, Springers &sbquo;Welt&lsquo; assistiert<\/strong><br>\n(&hellip;) Es ist un&uuml;bersehbar, dass der Chef der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt, gemeinsam mit seinen anderen CSU-Kollegen in der Bundesregierung viel unternimmt, um gegen Ausl&auml;nder zu hetzen und damit (seiner Hoffnung nach) aus dem AfD-Lager Stimmen bei der anstehenden bayerischen Landtagswahl abzugreifen. Via &sbquo;Bild am Sonntag&lsquo; [1] aus dem Springer-Verlag verk&uuml;ndete er:<br>\nDass Dobrindt in seiner &Auml;u&szlig;erung jeden &ndash; auch ausreisepflichtigen &ndash; Asylbewerber zum &sbquo;Kriminellen&lsquo; abstempelt, zeigt seine Absicht zur Meinungsmache. Dass eine Zeitung dies kommentarlos einfach abdruckt, spricht f&uuml;r die Verfolgung gleicher Interessen bei CSU und Springer.<br>\n(&hellip;) Welt Online st&uuml;rmt f&uuml;r Alexander Dobrindt<br>\nDamit sich Zweifel an der rechten Haltung von Dobrindt nicht weiter ausbreiten, setzt die Welt Online am Tag darauf nach [3]: &sbquo;Gegen diese Lobby [sic!] richtet sich Dobrindts Wut&lsquo; titelt Marcel Leubecher. &Uuml;brigens ein Redakteur, der schon seit Jahren h&auml;ufig dann dienlich ist, wenn aus dem (C-gef&uuml;hrten) Bundesinnenministerium PR-Arbeit im rechten Sinne m&ouml;glichst breit verteilt werden soll [B].<br>\nUnd identifiziert drei &bdquo;gut organisierte Unterst&uuml;tzer&ldquo; von abgelehnten Asylbewerbern, denen er in der Einleitung, ganz im Sinne des Herrn Dobrindt, &bdquo;nur eine Motivation aus der abgeleiteten Funktion ihrer materiellen Lage&ldquo; unterstellt. Was ebenso eine Unversch&auml;mtheit ist, wie die Bezeichnung von gesetzlich vorgesehenen H&auml;rtefallkommissionen, Fl&uuml;chtlingsr&auml;ten und Anw&auml;lten als &bdquo;Lobby&ldquo;: Auf diesem Niveau von Unanst&auml;ndigkeit geht es weiter&hellip;<br>\n(&hellip;) Ergebnisquoten der Klagen bei den Verwaltungsgerichten<br>\nDerzeit sind bei den Verwaltungsgerichten rund 372.000 Klagen in Asylverfahren anh&auml;ngig&hellip;Von &bdquo;kaum Aussicht auf Erfolg&ldquo;, wie es die Welt verbreitet, kann allerdings keine Rede sein: Syrische Fl&uuml;chtlinge waren zu 62% erfolgreich, Afghanen zu 61%, Eritreer zu 36% und Iraker zu 17% &hellip;<br>\nDobrindt, der Diesel-Skandal und der Rechtsstaat<br>\nDass es Herrn Dobrindt ganz Recht w&auml;re, wenn rechtsstaatliche Prinzipien und Verfahren zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden, mag einen ganz anderen Grund haben: Denn als Verkehrsminister und damit Leiter der &uuml;bergeordneten Beh&ouml;rde des Kraftfahrtbundesamtes ist Dobrindt dem Vorwurf ausgesetzt, eine sehr automobilindustrie-freundliche Politik durchgesetzt zu haben, um dies vorsichtig auszudr&uuml;cken&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/dobrindt-saegt-am-rechtsstaat-springers-welt-assistiert-7723\">cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ohne Lieferhelden w&auml;ren wir geliefert<\/strong><br>\nIn den letzten Jahren haben wir uns zu einer Bestell- und Anliefergesellschaft entwickelt. Per Klick bis vor die Haust&uuml;r: Das ist mehr als ein Serviceangebot &ndash; es ist ein Lebensgef&uuml;hl geworden. Konnte man fr&uuml;her bei Otto oder Quelle Klamotten und M&ouml;bel nach Hause bestellen, so hat sich die Palette der lieferbaren Ware vergr&ouml;&szlig;ert&hellip;<br>\nHierzu w&auml;chst auch die Armada der Lieferdienste an. Wobei das Wort Lieferdienst oft verschleiert, denn es handelt sich nicht um gut organisierte Unternehmen, die etwas von ihren Mitarbeitern vorbeibringen lassen, sondern um schlecht ausgestattete Lieferanten im Privat-PKW oder behelmte Radler.<br>\n(&hellip;) Ein Klick ohne jemanden, der dann ausf&uuml;hrt, was bestellt wurde (der zusammensucht, in ein Paket steckt, zuklebt, es beschriftet und endlich auch ausf&auml;hrt), ist doch relativ sinnbefreit. Ohne Lieferhelden w&auml;re dieses gem&uuml;tliche System geliefert&hellip;Im realen Leben ist der Bote, ganz egal in welchem Metier, der l&auml;stige Klingler, dessen Versp&auml;tung man anmahnt und der daf&uuml;r verantwortlich ist, dass die Bestellung gleich mal 5,95 Euro extra kostete.<br>\n(&hellip;) Neoliberales Wirtschaftswunder: Wohlstand f&uuml;r alle, die es sich leisten k&ouml;nnen<br>\nEine ben&ouml;tigte Leistung f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu einem Angebot durch Nachfrage. Und letztlich damit auch zu Konditionen, die diese Nachfrage auch in pekuni&auml;ren Wert widerspiegelt. Eine Arbeit wird ordentlich bezahlt, weil sie gesellschaftlich notwendig ist &ndash; oder eben sogar als systemrelevant angesehen wird. So jedenfalls nimmt man das in der naiven Theorie zuweilen an. Das Wirtschaftsmodell, welches wir aufrechterhalten und politisch st&uuml;tzen, blendet diese Logik aber v&ouml;llig aus. Es geht davon aus, dass ben&ouml;tigte Arbeitskraft m&ouml;glichst g&uuml;nstig zu haben sein muss. Besonders dann, wenn es sich um Arbeit in einem T&auml;tigkeitsfeld handelt, f&uuml;r das man keine spezielle Ausbildung ben&ouml;tigt oder gar ein langes Studium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/ohne-lieferhelden-waeren-wir-geliefert\/\">makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mit einem Donut die Welt retten?<\/strong><br>\nDas Buch &bdquo;Die Donut-&Ouml;konomie&ldquo; (Doughnut Economics) der Cambridge-&Ouml;konomin Kate Raworth schl&auml;gt hohe Wellen. Im britischen Guardian wird sie als &bdquo;John Maynard Keynes des 21. Jahrhunderts&ldquo; gepriesen. Derzeit ist Raworth auf Einladung des Netzwerks Plurale &Ouml;konomik auf Lesereise. Was sind die innovativen Inhalte der Donut-&Ouml;konomie und warum begeistert sie so sehr?<br>\nRaworth begibt sich auf die Suche nach einer Antwort auf eine der gr&ouml;&szlig;ten Fragen unserer Zeit: Wie k&ouml;nnen wir die Umweltzerst&ouml;rung und den Klimawandel stoppen und gleichzeitig die globale Armut &uuml;berwinden? Damit dockt Raworth direkt an die Agenda 2030 und die 17 Nachhaltigen Entwicklungsziele an.<br>\nIm Zentrum ihrer Analyse steht das Konzept einer simplen Grafik, die optisch einem Donut gleicht. Sie soll die globalen Klima-, Umwelt- und Armutsprobleme veranschaulichen und dabei einen &bdquo;sicheren und gerechten Raum f&uuml;r die Menschheit&ldquo; aufzeigen.<br>\n(&hellip;) Kampfansage an die Bilder der Mainstream-&Ouml;konomie<br>\nSo ist die &bdquo;Donut-&Ouml;konomie&ldquo; auch als Kampfansage an die problematischen Grundannahmen und Bilder der Mainstream-&Ouml;konomie zu lesen, an die Dominanz des neoliberalen Modells, in dem der freie Markt und Unternehmen im Zentrum stehen. Raworth hingegen fordert ein neues &ouml;konomisches Denken &ndash; und versucht alternative Wirtschafts- und Lebensweisen aufzuzeigen.<br>\n&Uuml;berwindung des Wchstums?<br>\n(&hellip;) Seine St&auml;rken hat &bdquo;Die Donut-&Ouml;konomie&ldquo; in der Diskussion des F&uuml;r-und-Wider der &Uuml;berwindung des Wachstums. Relativ neutral legt Raworth die Argumente der F&uuml;rsprecher eines gr&uuml;nen Wachstums dar: Die M&ouml;glichkeit, z&uuml;gig von einem fossilen auf ein nachhaltiges Modell wechseln zu k&ouml;nnen, dass eine ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft m&ouml;glich sei und Wachstum zuk&uuml;nftig verst&auml;rkt durch digitale Produkte und Dienstleistungen geschaffen werden k&ouml;nne, die weniger ressourcenintensiv seien als industrielles Wachstum.<br>\n(&hellip;) So bemerkenswert es ist, dass Raworth diese Herausforderungen mit in die Wachstumsdebatte aufnimmt, so entt&auml;uschend sind ihre L&ouml;sungsvorschl&auml;ge. Wie an vielen anderen Stellen des Buches auch betont sie die Attraktivit&auml;t eines Grundeinkommens (um der bef&uuml;rchteten steigenden Arbeitslosigkeit in einer Post-Wachstums&ouml;konomie entgegen zu wirken). Zur &Uuml;berwindung der Abh&auml;ngigkeit des Finanzsystems vom Wachstum nennt sie die Einf&uuml;hrung einer W&auml;hrung, die kontinuierlich an Wert verliert, wenn sie gehalten wird (&bdquo;Demurrage&ldquo;).<br>\nEin wichtiges Buch auf dem sich aufbauen l&auml;sst<br>\n(&hellip;) Dennoch: Da &bdquo;Die Donut-&Ouml;konomie&ldquo; die Grundannahmen der Mainstream&ouml;konomie hinterfragt und zahlreiche Probleme unserer Zeit aufzeigt, bietet es an vielen Stellen spannende Ansatzpunkte zu ihrer &Uuml;berwindung. Als guter &Uuml;berblick ist das Buch durchaus zu empfehlen. Zudem Raworth sich nicht zu schade ist, zuzugeben, dass sie nicht auf alle Herausforderungen eine Antwort hat. Mehrmals betont sie, dass &bdquo;die &Ouml;konomen des 21. Jahrhunderts&ldquo; solche Antworten finden m&uuml;ssen.<br>\nEin neuer Keynes wurde so vielleicht nicht gefunden. Immerhin aber hat Kate Raworth eine Debatte &uuml;ber neue Ideen und Visionen er&ouml;ffnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/mit-einem-donut-die-welt-retten\/\">makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Study: &ldquo;False Pretenses&rdquo; Led U.S. To War<\/strong><br>\nA study by two nonprofit journalism organizations found that President Bush and top administration officials issued hundreds of false statements about the national security threat from Iraq in the two years following the 2001 terrorist attacks.<br>\nThe study concluded that the statements &ldquo;were part of an orchestrated campaign that effectively galvanized public opinion and, in the process, led the nation to war under decidedly false pretenses.&rdquo;&hellip;<br>\nThe study counted 935 false statements in the two-year period. It found that in speeches, briefings, interviews and other venues, Mr. Bush and administration officials stated unequivocally on at least 532 occasions that Iraq had weapons of mass destruction or was trying to produce or obtain them or had links to al Qaeda or both.<br>\nMr. Bush led with 259 false statements, 231 about weapons of mass destruction in Iraq and 28 about Iraq&rsquo;s links to al Qaeda, the study found. That was second only to Powell&rsquo;s 244 false statements about weapons of mass destruction in Iraq and 10 about Iraq and al Qaeda.<br>\nThe center said the study was based on a database created with public statements over the two years beginning on Sept. 11, 2001, and information from more than 25 government reports, books, articles, speeches and interviews.<br>\n&ldquo;The cumulative effect of these false statements &ndash; amplified by thousands of news stories and broadcasts &ndash; was massive, with the media coverage creating an almost impenetrable din for several critical months in the run-up to war,&rdquo; the study concluded.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/study-false-pretenses-led-us-to-war\/\">cbs news<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Legend&auml;rer K&auml;mpfer wird Waffenlobbychef<\/strong><br>\nDie National Rifle Association gilt als eine der m&auml;chtigsten Lobby-Gruppen der USA. Nun bekommt die NRA einen neuen Pr&auml;sidenten: den skandalumwitterten Ex-Offizier Oliver North.<br>\nDer mittlerweile 74 Jahre alte North war eine der zentralen Figuren in der sogenannten Iran-Contra-Aff&auml;re der 1980er Jahre. Als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates von US-Pr&auml;sident Ronald Reagan war er in den geheimen Verkauf von Waffen an den Iran verwickelt, mit dem ein Handelsembargo der Vereinigten Staaten unterlaufen wurde. Die Einnahmen aus dem Deal wurden damals an die rechtsgerichteten Contra-Rebellen im zentralamerikanischen Nicaragua weitergeleitet.<br>\n(&hellip;) Die National Rifle Association hat sich der Verteidigung des zweiten Verfassungszusatzes der USA verschrieben: dem Recht, eine Waffe zu besitzen und zu tragen. Sie sieht sich daher als B&uuml;rgerrechtsorganisation. Schon seit Jahrzehnten setzt sich die NRA erfolgreich gegen eine Versch&auml;rfung des laxen US-Waffenrechts ein. Den Pr&auml;sidentschaftswahlkampf von Donald Trump 2016 unterst&uuml;tzte die NRA mit hohen Geldspenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/politik\/legend%C3%A4rer-k%C3%A4mpfer-wird-waffenlobbychef\/ar-AAwV29Q\">msn<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ausgerechnet Oliver North!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>CIA-Chefin in Haft?<\/strong><br>\nPublik-Forum: Donald Trump hat j&uuml;ngst eine Frau zur CIA-Chefin nominiert, der vorgeworfen wird, f&acute;&uuml;r Folter verantwortlich zu sein. Was werfen Sie ihr vor? Andreas Sch&uuml;ller: Ihr wird vorgeworfen, dass sie die Chefin eines US-Geheimgef&auml;ngnisses in Thailand war, in dem Menschen furchtbar misshandelt wurden. Der saudische Staatsb&uuml;rger Al-Nashiri ist einer von ihnen, er wurde in der zweiten H&auml;lfte des Jahres 2002 Waterboarding und anderen Foltertechniken unterzogen. Gina Haspel, die jetzt die CIA f&uuml;hren soll, hat diese Foltermethoden &uuml;berwacht, das Geheimgef&auml;ngnis stand unter ihrer Aufsicht. Sie h&auml;tte die Folter stoppen k&ouml;nnen. Das wird in einem Bericht des US-Senats von 2014 deutlich. Sp&auml;ter hat Haspel Beweismaterial vernichtet, n&auml;mlich die Videoaufnahmen, die diese Folter zeigen.<br>\n(&hellip;) Das &raquo;European Center for Constitutional and Human Rights&laquo;, f&uuml;r das Sie arbeiten, forderte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe schon 2017 auf, einen Haftbefehl gegen Haspel zu erlassen. Was ist seitdem passiert?<br>\nSch&uuml;ller: Wir haben beim Generalbundesanwalt umfangreiche Schrifts&auml;tze eingereicht, und zwar als Erg&auml;nzung zu einer fr&uuml;heren Strafanzeige zum US-Folterprogramm, die seit Dezember 2014 bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe liegt. Guantanamo, Abu Ghraib im Irak, Afghanistan, &uuml;berall wurden Menschen von US-Personal gefoltert! Wir werfen den Beschuldigten Kriegsverbrechen der Folter nach Paragraf 8 V&ouml;lkerstrafgesetzbuch vor. Erste Ermittlungsschritte, zum Beispiel Zeugenvernehmungen, gibt es leider noch nicht. Wir hoffen, dass ein solches Ermittlungsverfahren bald beginnt.<br>\nWie ist es m&ouml;glich, dass eine deutsche Beh&ouml;rde in dem Fall t&auml;tig wird? Sch&uuml;ller: Aufgrund des Weltrechtsprinzips. Das besagt, dass bei besonders schweren Vergehen &ndash; beispielsweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit &ndash; Gerichte aller L&auml;nder t&auml;tig werden k&ouml;nnen, auch wenn es keinen direkten Bezug zum eigenen Land gibt<br>\n(&hellip;) Sch&uuml;ller: Die europ&auml;ischen L&auml;nder sind wichtig, aber auch Staaten wie Argentinien, Chile oder S&uuml;dafrika haben die rechtliche und ermittlungstechnische Erfahrung, um eine Verhaftung durchzuf&uuml;hren. &Uuml;brigens wird erwartet, dass der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag noch in diesem Jahr Ermittlungen zur US-Folter in Afghanistan aufnimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.publik-forum.de\/Politik-Gesellschaft\/cia-chefin-in-haft?nwlid=5781&amp;nwlti=Newsletter+3%2F2018+vom+8%2E5%2E2018+&amp;idw=20189257\">Publik Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Amazon boykottiert Obdachlosen-Steuer<\/strong><br>\nUm sich einer neuen Steuer gegen Obdachlosigkeit zu widersetzen, l&auml;sst Amazon einen Streit mit seiner Heimatstadt Seattle eskalieren, wie die &ldquo;New York Times&rdquo; berichtet. Aus Protest gegen eine geplante Armen-Steuer hat das Milliardenunternehmen den Bau eines neuen B&uuml;roturms im Herzen der Stadt gestoppt und damit 7000 Jobs auf Eis gelegt. Zudem drohte Amazon am Mittwoch, ein weiteres im Bau befindliches Riesenhochhaus gar nicht erst in Betrieb zu nehmen.<br>\nDamit reagiert Amazon auf die Erw&auml;gung des Stadtrats von Seattle, eine neue Steuer einzuf&uuml;hren, die gro&szlig;en Arbeitgebern der Stadt etwa 500 Dollar pro Mitarbeiter berechnet und dazu verwendet werden soll, die Wohnungsnot zu lindern. Nach Einsch&auml;tzung der &ldquo;New York Times&rdquo; zielt die Steuer direkt auf Amazon ab, denn die Firma ist Seattles gr&ouml;&szlig;ter Arbeitgeber und wird regelm&auml;&szlig;ig von den Einwohnern beschuldigt, die Wohnungspreise in die H&ouml;he zu treiben.<br>\n(&hellip;) Stadtratmitglied Kshama Sawant warf dem Unternehmen Erpressung vor, wie die &ldquo;Seattle Times&rdquo; berichtete. Seattles Obdachlosenkrise ist dem Blatt zufolge eine der schlimmsten des Landes &ndash; mit einem traurigen Rekord von 169 Toten im vergangenen Jahr. Die Abstimmung des Stadtrats &uuml;ber die neue Steuer wird f&uuml;r den 14. Mai erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/amazon-stoppt-bau-in-seattle-wegen-obdachlosen-steuer-a-1206846.html\">Spiegel online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ein Konzern erpress wieder einmal die Politik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD: Muss Stegner weg?<\/strong><br>\n1946 wurde aus dem Norden des ehemaligen Preu&szlig;en das Bundesland Schleswig-Holstein geformt. Seitdem hat die SPD dort bei Kommunalwahlen noch nie so schlecht abgeschnitten wie am Sonntag. Insgesamt landete sie bei nur mehr 23,3 Prozent. 11,8 Punkte hinter der CDU, die vorher 4,9 Punkte vorne lag. Wie gro&szlig; das Ausma&szlig; der Katastrophe ist, wird erst dann klar, wenn man ber&uuml;cksichtigt, dass die Christdemokraten im Vergleich zu Kommunalwahl 2013 selbst etwa vier Prozent einb&uuml;&szlig;ten. Dass CDU-Ministerpr&auml;sident G&uuml;nther trotzdem von &ldquo;R&uuml;ckenwind&rdquo; f&uuml;r seine Koalition sprechen konnte, lag nur an den Zugewinnen seiner liberalen und gr&uuml;nen Partner.<br>\nSPD-Landeschef Ralf Stegner versuchte die historische Niederlage seiner Partei am Wahlabend mit Verweisen auf noch niedrigere Umfragewerte auf Bundesebene zu entschuldigen und lobte ansonsten vor allem den Kieler Oberb&uuml;rgermeister Ulf K&auml;mpfer, der es gegen den Landestrend geschafft hatte, im Amt zu bleiben. Die SPD-Oberb&uuml;rgermeisterin der drittgr&ouml;&szlig;ten Stadt des Landes, Simone Lange, lobte er nicht. Oder zumindest nicht so mediensichtbar. Obwohl die SPD in Flensburg weniger verloren hatte als in Kiel und den Abstand zur CDU sogar etwas verringern konnte. (&hellip;)<br>\nEine Erkl&auml;rung daf&uuml;r bot sich am n&auml;chsten Tag, als die durch ihr Antreten gegen Andrea Nahles bundesweit bekannt gewordene Lange im Spiegel mit den Worten &ldquo;es ist in Ordnung, wenn er sagt, er wolle weitermachen &ndash; aber wir m&uuml;ssen in der ganzen Partei schauen: Gibt es jemanden, der besser geeignet ist?&rdquo; die Abl&ouml;sung Stegners forderte &ndash; und zwar noch vor der regul&auml;ren Neuwahl des Landesvorstands im n&auml;chsten Jahr, damit die Europawahl nicht &auml;hnlich endet wie die Kommunalwahl. &ldquo;Die Niederlage&rdquo;, so die gelernte Polizeiverwaltungskraft, sei n&auml;mlich &ldquo;keine Momentaufnahme&rdquo;: &ldquo;Wir verlieren seit vielen Jahren Wahlen im Norden. Da kann es nicht ohne Ver&auml;nderungen weitergehen &ndash; inhaltlich, aber auch personell.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDas gr&ouml;&szlig;ere Problem der SPD ist allerdings, dass Stegner nicht ihr einziges Problem ist. Seit fast 20 Jahren verweigert sich die Partei den R&uuml;ckkoppelungsinformationen aus Wahlen und macht best&auml;ndig mit Politikern wie ihm oder Heiko Maas weiter, mit dem sie ihre ehemals sichere Bastion Saarland 2004, 2009 und 2012 verlor. Nun soll der Bundestagswahl-Rekordverlierer Martin Schulz SPD-Spitzenkandidaten f&uuml;r die Europawahl und EU-Kommissar werden. &ldquo;Was kann schon schiefgehen?&rdquo; fragt man dazu in Sozialen Medien sarkastisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/SPD-Muss-Stegner-weg-4044634.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Peer Steinbr&uuml;ck ist auch so ein typisches Beispiel f&uuml;r die Personalpolitik der SPD: Keine Wahl gewonnen (NRW ging sogar verloren), aber erst SPD-Bundesfinanzminister und sp&auml;ter dann auch noch Kanzlerkandidat. Und nicht zu vergessen: Hans Eichel, der erst die Hessen-Wahl verlieren musste, um Bundesfinanzminister zu werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Macht den 8. Mai zum Feiertag!<\/strong><br>\n1985 sprach Bundespr&auml;sident Richard von Weizs&auml;cker vom 8. Mai 1945 als dem Tag, der &bdquo;uns alle befreit&ldquo; hat &bdquo;von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft&ldquo;. Von Weizs&auml;ckers kluger Rede sprechen Menschen verschiedener politischer Couleur bis heute mit Hochachtung. Sie etablierte eine Demarkationslinie, die l&auml;ngst wieder por&ouml;s wird: jenes Datum der deutschen Kapitulation als klaren Sieg und nicht als Niederlage f&uuml;r das Land zu sehen&hellip;.<br>\nDerweil beging die DDR den 8. Mai im Jahr 1985 als Feiertag, so wie sie es schon bis zum Jahr 1967 getan hatte. Genau das sollte Deutschland fortan auch wieder tun: den 8. Mai bundesweit zum arbeitsfreien Feiertag erkl&auml;ren, um jene Demarkationslinie in Erinnerung zu rufen.<br>\n(&hellip;) Der 8. Mai als Feiertag hie&szlig;e nat&uuml;rlich nicht, dass wie von selbst alle hierzulande &bdquo;ein Mahnmal des Denkens und F&uuml;hlens in unserem eigenen Inneren&ldquo; (von Weizs&auml;cker) errichten. Und noch eine Fress- und Saufmeile, wie sie jedes Jahr am 3. Oktober etwa in Berlin aufgebaut wird, kann keiner gebrauchen. Aber warum nicht freier Eintritt in Museen, Gedenkst&auml;tten, Konzerts&auml;le und Theater f&uuml;r alle an diesem Tag? Warum nicht eine Konferenz, die die Staatsoberh&auml;upter der Befreier &ndash; Russland wie den Westen &ndash; an einen Tisch bringen w&uuml;rde, um ihnen zu danken und das gemeinsame Gespr&auml;ch &uuml;ber die Lehren aus der Geschichte f&uuml;r die Gegenwart zu reaktivieren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/ein-feiertag-fuer-den-8-mai\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Danke, Befreier!<\/strong><br>\nHeute vor 73 Jahren unterzeichneten die Oberbefehlshaber der Hitlerwehrmacht im Hauptquartier der Roten Armee in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Der Zweite Weltkrieg war damit in weiten Teilen Europas beendet. Und Deutschland befreit&hellip;.<br>\nIn nicht wenigen L&auml;ndern ist deswegen der 8. Mai &ndash; oder der in der Sowjetunion bzw. deren Nachfolgerepubliken als &raquo;Tag des Sieges&laquo; begangene 9. Mai &ndash; ein Feiertag. Nicht so in der Bundesrepublik. Jenem Land, das sich als Nachfolgestaat des faschistischen Deutschlands erneut daran macht, Gro&szlig;machtphantasien zu verfolgen.<br>\nIn der Europ&auml;ischen Union bedeutet die deutsche Dominanz die Unterwerfung der s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten. Diesmal schickt Berlin keine Panzer, sondern rollt mit seinen Handels&uuml;bersch&uuml;ssen und dem Euro &uuml;ber die L&auml;nder hinweg.<br>\nDer Tod ist ein Meister aus Deutschland&laquo;, hei&szlig;t es in der &raquo;Todesfuge&laquo; des Holocaust&uuml;berlebenden Paul Celan. Die deutschen R&uuml;stungskonzerne k&ouml;nnen dies mit einem Blick in ihre B&uuml;cher belegen. Wie damals verdienen sie auch heute kr&auml;ftig an den Morden in aller Welt mit. Und Rheinmetall oder Thyssen-Krupp k&ouml;nnen sich immer noch auf die sch&uuml;tzende Hand der Regierung in Berlin verlassen. Waffen f&uuml;r Diktaturen wie Saudi-Arabien oder die T&uuml;rkei werden im Sinne der Staatsr&auml;son genehmigt.<br>\nAn insgesamt 13 Eins&auml;tzen ist die Bundeswehr weltweit beteiligt. In Afghanistan hat sie &ndash; ganz in der Tradition von Wehrmacht und SS &ndash; eine Blutspur hinterlassen.<br>\n(&hellip;) Die Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Faschismus haben in Deutschland kaum noch Bestand. Die Konfrontation mit Russland bedeutet ein Wachsen der Kriegsgefahr. Gleichzeitig sorgen rechte Kettenhunde mit Hetze gegen Fl&uuml;chtlinge, behinderte Menschen oder Erwerbslose daf&uuml;r, dumpfe Deutscht&uuml;melei wieder mehrheitsf&auml;hig zu machen. Die Profiteure von heute sitzen derweil in denselben Sesseln wie damals die Steigb&uuml;gelhalter der Nazis. Ihrem Handeln ein Ende zu setzen geh&ouml;rt deshalb zum Verm&auml;chtnis derer, die Europa vor 73 Jahren befreiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332095.danke-befreier.html\">junge welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43851","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43851","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43851"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43851\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43853,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43851\/revisions\/43853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43851"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43851"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43851"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}