{"id":4386,"date":"2009-12-04T09:20:57","date_gmt":"2009-12-04T08:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4386"},"modified":"2009-12-04T09:20:58","modified_gmt":"2009-12-04T08:20:58","slug":"hinweise-des-tages-1035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4386","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verteilung; Banken-Rettung unter der Decke; Neue Sause f&uuml;r die Banken; Pleitewelle rollt; Arbeitgeber bitten vergeblich um Mindestlohn; Doller Kurs; Abr&uuml;stung &agrave; la Weimar; Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit wegen Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit; Afghanistan-Krieg; Hochschulproteste und ExzeLenzen; Elternbefragung; der WAZ-Konzern putscht; Rundfunkfreiheit &ndash; Klage in Karlsruhe. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">WSI-Verteilungsbericht 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Rettungsfonds SoFFin verweigert Ausk&uuml;nfte  &ndash; Banken-Rettung ohne Transparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Neue Sause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Pleitewelle rollt durch Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Abfallbranche: Arbeitgeber bitten um Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Drogeriekette Schlecker: &ldquo;Das ist eine einmalige Schweinerei&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Doller Kurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Mythos Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Krankenkassen planen Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Finanzkrise: Die Renten sind unsicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Nochmals: Alte und Kinderlose kontra Junge und Eltern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Steuerfahnder-Aff&auml;re &ndash; Abr&uuml;stung &agrave; la Weimar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Der Knacks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Minister: Bund k&ouml;nnte islamische Geistliche ausweisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Im R&uuml;ckschritt &ndash; Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit wegen Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Afghanistan-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Studentenproteste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bildungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Der WAZ-Konzern putscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">PR-Frau wirbt als Mutter bei &ldquo;Anne Will&rdquo; f&uuml;r ein Bildungsinstitut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Nach Brender-Entlassung: Jetzt in Karlsruhe klagen!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4386&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>WSI-Verteilungsbericht 2009<\/strong><br>\nVom privaten Verm&ouml;gen in Deutschland nach Abzug aller Schulden besitzt die &bdquo;untere&ldquo; H&auml;lfte der deutschen (erwachsenen) Bev&ouml;lkerung per Saldo fast nichts; 10 % aus dieser Gruppe (das unterste Dezil) haben sogar nur negatives Verm&ouml;gen bzw. Schulden. Auf der anderen Seite konzentriert die &bdquo;obere&ldquo; Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte fast das gesamte private Netto-Verm&ouml;gen auf sich, darunter allein die obersten 10 % fast zwei Drittel davon. Besonders bemerkenswert ist: Innerhalb der beobachteten f&uuml;nf Jahre haben nur die obersten oderreichsten 10 % ihre Verm&ouml;gensposition verbessern k&ouml;nnen, und zwar um gleich drei Prozentpunkte. Unter den Bedingungen eines Sozialstaats, der die Ungleichheiten der Markteinkommen weitgehend ausgleicht &ndash; so die oben erw&auml;hnte IW-Behauptung &uuml;ber die Umverteilungseffizienz (Siehe Institut der deutschen Wirtschaft: <a href=\"?p=3985\">Soziale Umverteilung von oben nach unten?<\/a>) &ndash; w&auml;re eine solche Verm&ouml;genskonzentration nicht Realit&auml;t geworden.<br>\nFast alles, was die neue Bundesregierung bisher beschlie&szlig;t oder ins Auge fasst, atmet nicht nur ein &bdquo;Weiter so&ldquo; mit der Umverteilung von unten nach oben, sondern sogar ein &bdquo;Erst recht und sch&auml;rfer noch&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2009_12_schaefer.pdf\">WSI Mitteilungen [PDF &ndash; 293 KB]<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.boeckler.de\/img_inhalt\/impuls_grafik_2009_19_1.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32015_102166.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die These von Claus Sch&auml;fer, wonach die steigende Ungleichheit in der Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung eine der Hauptursache der Finanzkrise gewesen sei, teilen wir nicht. Siehe dazu Albrecht M&uuml;llers Beitrag: Ist die Geldschwemme Ursache der Finanzmarktkrise? Ein Ansto&szlig; zu ein paar Zweifeln an einer <a href=\"?p=3615\">g&auml;ngig werdenden These<\/a>. Mit ihm kritisieren wir allerdings die zunehmende Umverteilung von unten nach oben und deren negative Auswirkungen auf die Binnennachfrage und damit auf Wachstum und Besch&auml;ftigung. Die Lekt&uuml;re dieses Aufsatzes lohnt sich vor allem auch wegen vieler interessanter Statistiken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rettungsfonds SoFFin verweigert Ausk&uuml;nfte  &ndash; Banken-Rettung ohne Transparenz<\/strong><br>\n480 Milliarden Euro stehen dem Rettungsfonds SoFFin zur Verf&uuml;gung, um Banken zu unterst&uuml;tzen, die durch die Wirtschaftskrise in Finanznot geraten sind. Doch wohin die Gelder flie&szlig;en, dar&uuml;ber schweigt der SoFFin sich aus. Presserechtlich ist das bedenklich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/soffin112.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Sause<\/strong><br>\nJubel im Kanzleramt: Doch Josef Ackermanns Fondsidee n&uuml;tzt vor allem ihm selbst. Er hat die Bundesregierung aufs Kreuz gelegt, und sie hat es nicht mal gemerkt. Oder sie macht gute Miene zum b&ouml;sen Spiel, was noch best&uuml;rzender w&auml;re. Einen neuen Fonds hat Josef Ackermann im Kanzleramt angek&uuml;ndigt. Gerade erst hatte er noch einen ganz anderen Fonds vorgeschlagen &ndash; einen von europ&auml;ischen Staaten getragenen Fonds zur Rettung von Banken &ndash; und sich Protest eingehandelt. Sein neuer Fonds st&ouml;&szlig;t geradezu auf Begeisterung bei der Bundesregierung, weil Ackermann behauptet, es handele sich um ein Instrument gegen die Kreditklemme, das die Bankenbranche in Eigenverantwortung stemmen wolle. Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble zeigt Wohlwollen, und Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle erkennt sogar eine Selbstverpflichtung. Nur: Davon kann keine Rede sein. Der Vorschlag ist noch weniger bindend als die ein halbes Jahr zuvor an gleicher Stelle getroffene Opel-Vereinbarung, k&ouml;nnte den Steuerzahler aber richtig viel Geld kosten. Denn im Raum steht ja nach wie vor, dass die Bundesregierung im Gegenzug Kreditrisiken in Milliardenh&ouml;he &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/Konjunkturgipfel-Ackermann-Kreditklemme;art141,2966458?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die ganze Angelegenheit ist so unklar, dass man nicht einmal erkennen kann, ob das ein Propagandacoup von Ackermann oder der Bundesregierung war. Leerer Aktionismus allerorten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pleitewelle rollt durch Deutschland<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise k&ouml;nnte die Firmenpleiten in Deutschland 2010 auf ein Rekordniveau treiben. Aus Zahlungsnot werden im n&auml;chsten Jahr voraussichtlich bis zu 40 000 Unternehmen Insolvenz anmelden &ndash; das w&auml;ren so viele wie nie zuvor. Das prognostizierte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Mittwoch in Frankfurt. Bei vielen Firmen sei das Eigenkapital bedenklich geschrumpft, sie k&auml;men schwieriger an Kredite und litten unter Zahlungsausf&auml;llen von Lieferanten. Beim letzten H&ouml;chststand im Krisenjahr 2003 hatten 39 470 Firmen pleite gemacht. Im laufenden Jahr stieg die Zahl der Firmeninsolvenzen bereits kr&auml;ftig um 16 Prozent auf 34 300 F&auml;lle. Mehr als eine halbe Million Arbeitnehmer verloren ihren Job &ndash; auch wenn eine Insolvenz nicht immer den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet, sondern eine Sanierung h&auml;ufig Stellen retten kann. Als Folge der steigenden Arbeitslosigkeit werden laut Creditreform 2010 auch wieder mehr Verbraucher ihre Privatinsolvenz erkl&auml;ren. Bis zu 138 000 Privatleute werden laut Experten zum Insolvenzgericht gehen, um sich ihrer Schulden zu entledigen. Das w&auml;ren deutlich mehr als 2009 mit 98 800 Verbraucherpleiten, als die Zahl stagnierte. Mehr als sechs Millionen Deutsche sind laut Creditreform &uuml;berschuldet. Die Verbraucherinsolvenzen entwickeln sich erfahrungsgem&auml;&szlig; parallel zu den Arbeitslosenzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2116961&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abfallbranche: Arbeitgeber bitten um Mindestlohn<\/strong><br>\nIn seltener Einigkeit fordern Arbeitbgeber und Gewerkschaft einen Mindestlohn f&uuml;r die Abfallbranche. Doch Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) verweigert sich. Eine Lohnuntergrenze k&ouml;nne dazu beitragen, dass der Wettbewerb k&uuml;nftig fairer und leistungsbezogener werde, so der Bundesverband der Entsorgungswirtschaft. In der Koalitionsrunde am Dienstag gerieten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Minister Br&uuml;derle heftig aneinander, berichteten Insider. Br&uuml;derle habe nachhaltig darauf verwiesen, dass laut Koalitionsvertrag das ganze Kabinett, und nicht nur das Arbeitsministerium einem Mindestlohn zustimmen m&uuml;sse. Dieses Vetorecht hatte die FDP durchgesetzt. Die Kanzlerin habe entgegnet, dies k&ouml;nne nicht bedeuten, dass nun Lohngrenzen generell nicht mehr m&ouml;glich seien. Das sei nicht Inhalt des Koalitionsvertrages.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2117610&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selten trat die ideologische Verbohrtheit der FDP so klar zu Tage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Drogeriekette Schlecker: &ldquo;Das ist eine einmalige Schweinerei&rdquo;<\/strong><br>\nNeue M&auml;rkte, weniger Lohn: Die Gewerkschaft Verdi wirft Schlecker vor, in einzelnen Filialen die L&ouml;hne dramatisch zu dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/52\/496368\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dollar Kurs<\/strong><br>\nSeit Monaten verliert der Dollar an Wert, und eine Erholung ist noch lange nicht in Sicht. Viele deutsche Unternehmen wollen deswegen ihre Produktion nach Amerika verlagern. Die USA werden zum Billiglohnland. Rund 20 Prozent seines Wertes hat der Greenback in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten zum Euro verloren. Seit Anfang November springt der Kurs immer wieder &uuml;ber 1,50 $ und n&auml;hert sich den historischen H&ouml;chstst&auml;nden des vergangenen Fr&uuml;hjahrs an. Die Folge: Die durchschnittlichen Arbeitskosten pro Stunde liegen jenseits des Atlantiks inzwischen etwa um ein Drittel unter dem deutschen Niveau. Die USA werden zum Billiglohnland. Auch f&uuml;hrende W&auml;hrungsanalysten erwarten laut einer aktuellen Umfrage des Wirtschaftsdiensts Bloomberg f&uuml;r das kommende Jahr im Schnitt ein weiteres Absinken des Kurses um 7,1 Prozent. Die horrende Neuverschuldung, steigende Arbeitslosigkeit und die milliardenschweren Staatsausgaben lie&szlig;en keine andere Prognose zu, argumentieren die Experten. Noch ist die weltweite Rezession kaum abgeklungen, da droht der Wechselkurs der beiden gro&szlig;en W&auml;hrungen deutsche Produkte im wichtigen Dollar-Raum konkurrenzlos teuer zu machen. Knapp ein Sechstel der deutschen Ausfuhren gehen nach Nordamerika oder in M&auml;rkte, deren W&auml;hrungen am Dollar h&auml;ngen. Bei einem Euro-Kurs von 1,55 $ sei &ldquo;ein kritischer Punkt erreicht&rdquo;, so der W&auml;hrungsexperte Ansgar Belke von der Universit&auml;t Duisburg-Essen, &ldquo;ab dem die Nachfrage dramatisch fiele und sich die Ausfuhren in den Dollar-Raum f&uuml;r viele Exporteure nicht mehr lohnten&rdquo;. Kein Unternehmen verl&auml;sst Deutschland nur wegen des Dollar-Kurses &ndash; aber er wird immer wichtiger. &ldquo;Der fallende Dollar erinnert die Unternehmen daran, weiter &uuml;ber eine Internationalisierung der Wertsch&ouml;pfung nachzudenken&rdquo;, sagt Guido Hertel, Partner bei der Strategieberatung Roland Berger. Vor allem die gro&szlig;en Konzerne h&auml;tten in den vergangenen Jahren dort neue Kapazit&auml;ten aufgebaut, wo sie mit einer steigenden Nachfrage rechnen und sich durch mehr Kundenn&auml;he Wettbewerbsvorteile erhoffen. &ldquo;Wenn sie jetzt &uuml;berlegen, ob sie Wertsch&ouml;pfung in M&auml;rkte verlegen, die einen starken Dollar-Bezug haben, k&ouml;nnen sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen&rdquo;, so Hertel. &ldquo;Dass wir einige Modelle in den USA bauen, hilft uns beim Image, denn viele Amerikaner sind Patrioten&rdquo;, beschreibt BMW-USA-Chef Jim O&rsquo;Donnell eine zentrale Motivation, die Gel&auml;ndewagen X5, X6 und bald auch den X3 in Spartanburg zu bauen. Nun erscheint ein Standort in den USA noch attraktiver:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:agenda-doller-kurs\/50045471.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass der Dollar gegen&uuml;ber dem Euro an Wert verliert, ist eine notwendige Konsequenz der unausgeglichenen Leistungsbilanz der USA (nicht nur) zum Euro Raum, an der vor allem Deutschland einen wesentlichen Anteil hat. Hier zeigen sich die Grenzen der Exportorientierung der deutschen Wirtschaft: Zuerst haben wir durch Steuer- und Lohndumping die Amerikaner unterboten und amerikanische Produkte auskonkurriert, nun sind die Amerikaner &uuml;berschuldet und der Dollar verliert an Wert. Das hei&szlig;t, trotz niedriger Steuern und Lohndr&uuml;ckerei werden deutsche Produkte im Dollar-Raum teurer und umgekehrt Produkte aus den USA (vor allem wegen der ver&auml;nderten W&auml;hrungsparit&auml;t) billiger. Also verlagert man die Produktion in die USA.<br>\nDie Arbeitnehmer in Deutschland sind jetzt doppelt gekniffen: Zuerst mussten sie seit fast zwanzig Jahren auf h&ouml;here L&ouml;hne verzichten, und jetzt verlieren sie durch Produktionsverlagerungen auch noch ihre Arbeitspl&auml;tze.<br>\nEin weiteres Indiz daf&uuml;r, wie kurzsichtig die seit Jahren auf Exportf&ouml;rderung angelegte Wirtschaftspolitik ist und wie wichtig es w&auml;re, auf eine ausgeglichene Leistungsbilanz zu achten.<br>\nDas funktionierte aber nur, wenn statt auf Exportorientierung wieder mehr auf die Binnennachfrage Wert gelegt w&uuml;rde, und das geht halt nur &uuml;ber h&ouml;here L&ouml;hne, h&ouml;here Renten und damit mehr privaten Konsum.<\/em><\/p>\n<p><em>Und es ist nur verst&auml;ndlich, dass die USA dar&uuml;ber hinaus noch alles tun, um die Produktionsverlagerungen zu f&ouml;rdern. Wie sollten sie sonst die Mercedes-Autos dann umgekehrt nach Deutschland exportieren k&ouml;nnen, um ihre Handelsbilanz zu verbessern:<\/em><\/p>\n<p><strong>Daimler winken Subventionen f&uuml;r C-Klasse-Umzug<\/strong><br>\nMercedes l&auml;sst sein wichtiges Modell k&uuml;nftig teilweise in den USA bauen &ndash; zum Entsetzen der Belegschaft. F&uuml;r die Verlagerung k&ouml;nnte der Autobauer sogar noch bis zu 100 Mio. $ an staatlichen Zusch&uuml;ssen kassieren<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/autoindustrie\/:produktionsverlagerung-daimler-winken-subventionen-fuer-c-klasse-umzug\/50045948.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mythos Pandemie<\/strong><br>\nH1N1-VIRUS Die Hysterie um die Schweinegrippe n&uuml;tzt nur den Pharmafirmen. Die Ursachen werden ignoriert, Impfungen suggerieren eine Scheinsicherheit.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F12%2F03%2Fa0043&amp;cHash=389e7c1201\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Nach seri&ouml;sen Sch&auml;tzungen gibt es in Deutschland jedes Jahr bis zu 15.000 Grippetote. Das ist tragisch und es gibt nicht f&uuml;r jedes Todesopfer der ganz normalen Grippe eine Nachrichtenmeldung. Dazu stehen die Toten durch Schweinegrippe &ndash; auch hier ist nat&uuml;rlich jeder einzelne Todesfall eine Trag&ouml;die &ndash; in keinem Verh&auml;ltnis. J&auml;hrlich sterben &uuml;ber 4.000 Menschen bei Verkehrsunf&auml;llen. Dazu auch ein etwas &auml;lterer Beitrag aus Monitor.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/hamburg\/article449895\/Bis-zu-15-000-Grippetote-pro-Jahr.html\">Hamburger Abendblatt vom 14.02.2007<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch_popup?v=M7KeyJuG1Ow\">Monitor (YouTube)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krankenkassen planen Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r 2010<\/strong><br>\nAuf Millionen Versicherte kommen neue Belastungen zu: Die gesetzlichen Krankenkassen rechnen damit, dass es im kommenden Jahr auf breiter Front Zusatzbeitr&auml;ge geben wird. Dabei machen sie Gesundheitsminister Philipp R&ouml;sler schwere Vorw&uuml;rfe &ndash; er lasse es zu, dass die Einnahmen von &Auml;rzten, Krankenh&auml;usern und der Pharmaindustrie ungebremst steigen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article5409517\/Krankenkassen-planen-Zusatzbeitraege-fuer-2010.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzkrise: Die Renten sind unsicher<\/strong><br>\nMit der Finanzkrise ist es wie mit der Schweinegrippe. Dass die Rechnungen nicht mehr stimmen und einige Leute fr&uuml;her sterben, lasst B&ouml;ses ahnen. Und dann verl&auml;uft alles insgesamt so glimpflich, dass man genauer hinschauen muss, um zu sehen, was &uuml;berhaupt los ist. Darum bem&uuml;hte sich die achte Jahreskonferenz des &bdquo;Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und demographischer Wandel &ndash; MEA&ldquo;, die den &bdquo;Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Ersparnisbildung und Altersvorsorge&ldquo; gewidmet war. Das Thema erkl&auml;rt die auffallend hohe Zahl alerter junger Leute unter den Teilnehmern. Sie kamen von Versicherungsunternehmen, die wissen wollten, mit welchen Gesch&auml;ften sie k&uuml;nftig rechnen m&uuml;ssen. Rentner, denen es um die Anlage ihres j&uuml;ngsten Lotteriegewinns ging, waren am falschen Ort.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~E734D87B16027431DBF7F33C51D45057F~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die Finanzkrise mit der Schweinegrippe zu vergleichen, ist schon sehr geschmacklos. Einige Leute sterben halt fr&uuml;her &ndash; soviel zum Menschenbild des FAZ-Redakteurs Gerd Roellecke. Ach nein &ndash; Entschuldigung &ndash; Gerd Roellecke ist wohl gar kein FAZ-Redakteur sondern Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universit&auml;t Mannheim. Und genau dort an der Universit&auml;t Mannheim ist das &bdquo;Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und demographischer Wandel &ndash; MEA&ldquo; angesiedelt, und das wird u.A. vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft finanziert. Aber &uuml;ber all das lesen wir nichts in diesem Artikel, nicht einmal &uuml;ber die Identit&auml;t des Autors &ndash; wer nicht akribisch in einer Suchmaschine seiner Wahl herumd&ouml;delt, wird ihn f&uuml;r einen FAZ-Autoren halten und sich vor Altersarmut und Schweinegrippe f&uuml;rchten. Dieser journalistische Stil verdient nicht weniger als pure Verachtung.<br>\nAber ein Schlusssatz von Professor Axel B&ouml;rsch-Supan, Au&szlig;endienstmitarbeiter der Versicherungsbranche, verdient noch Beachtung: &bdquo;Altersvorsorge ist konjunkturempfindlich. Das Kapitaldeckungsverfahren wie bei Privatversicherungen bietet keine wesentlichen Vorteile im Vergleich zum Umlageverfahren wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Produktionsausfall, den eine Finanzkrise bewirkt, betrifft alle Renten. Eine Bestandsgarantie f&uuml;r Renten kann Verm&ouml;genseinbu&szlig;en nicht verhindern. Sie ist Augenwischerei. Schlussfolgerung: Wer etwas f&uuml;r die Erhaltung seiner Rente tun will, emp&ouml;rt sich nicht &uuml;ber Vorstandsgeh&auml;lter, sondern tr&auml;gt das Seine dazu bei, dass die Wirtschaft unter Dampf bleibt.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.verwaltung.uni-mannheim.de\/i3v\/index.html?00000700\/00078291.htm\">Universit&auml;t Mannheim<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.mea.uni-mannheim.de\/mea_neu\/start.php?page=carriers&amp;language=D\">MEA<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.mea.uni-mannheim.de\/mea_neu\/start.php?language=D&amp;page=konferenz09pro\">MEA (Tagung und Teilnehmer der Konferenz)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Hochinteressant auch die Aussage des Wirtschafts-&bdquo;Weisen&ldquo; Wolfgang Wiegard: Alle Ma&szlig;nahmen m&uuml;ssten dem Verlauf der Krise angepasst werden. Kurzfristigen Bed&uuml;rfnissen d&uuml;rfe nicht mit langfristigen Investitionen begegnet werden. Deshalb d&uuml;rfe das Geld, das unter die Leute gebracht werden m&uuml;sse, nicht in Bildung und Wissenschaft investiert werden. Investitionen in Bildung rentierten sich in Generationen. Aber die Wirtschaft morgen wieder auf die Beine zu bringen, taugten sie nicht.<br>\nMit diesem engen Wirtschaftshorizont hat man die Bildungsrepublik seit Jahrzehnten zur bildungspolitischen Bananenrepublik gemacht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nochmals: Alte und Kinderlose kontra Junge und Eltern<\/strong><br>\nUnser Leser A.K macht eine Anmerkung zum <a href=\"?p=4380#h06\">Punkt 6 der Hinweise des Tages vom 02.12.2009<\/a>.  \n<blockquote><p>&bdquo;Sie nehmen die Studie des Max-Planck-Institutes kritisch anhand der Initiative Neue Verantwortung unter die Lupe. &Uuml;ber diese &ldquo;Initiative&rdquo; bin ich ebenfalls schockiert, allerdings m&ouml;chte ich anmerken, dass die Studie nat&uuml;rlich all das attestiert, was auf den NachDenkSeiten t&auml;glich behandelt wird. Selbstverst&auml;ndlich spielt die immer prek&auml;rer werdende eigene Situation die demographischen Gruppen in immer st&auml;rkerer Weise gegeneinander aus. Das ist doch die logische Konsequenz. Je schlechter es dem Einzelnen geht, desto weniger ist er irgendwann bereit, an den N&auml;chsten zu denken. Das ist das unchristliche und unfrei machende Programm der christlich-liberalen Parteien. Das ist der Kern der neoliberalen Denke. Das Arbeiten mit Druck. Zu glauben, jemand, der f&uuml;r einen Mindestlohn k&auml;mpft, wolle eigentlich, dass der Lohn der anderen und nicht der eigene Lohn gesichert wird, ist nicht unbedingt naheliegend (organisierte Vertretungen und Parteien nat&uuml;rlich ausgenommen).<br>\nIn der Studie wird doch der &ldquo;soziale Sprengstoff&rdquo;, den die Schr&ouml;der&rsquo;schen gelegt haben, sichtbar. Und je mehr dem Gros der Menschen genommen wird, desto eher denkt jeder erst mal an sich und die Seinen. Das ist schon fast eine sozio-biologische Gewissheit. Das ist menschlich.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Meine Bef&uuml;rchtung ist eher, dass die Studie die Begleitmusik in einer weiteren Sozialschlacht der Generationen sein soll. Generationenkonflikt als Ablenkung vom Verteilungskampf, siehe <a href=\"#h01\">Hinweis 1<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steuerfahnder-Aff&auml;re &ndash; Abr&uuml;stung &aacute; la Weimar<\/strong><br>\nWas f&uuml;r ein Bild: Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) sitzt unter dem &uuml;bergro&szlig;en Foto Willy Brandts im Fraktionssaal der SPD, muss heikle Fragen zu den Steuerfahndern beantworten, die mit falschen psychiatrischen Gutachten geschasst wurden und sagt pl&ouml;tzlich: &ldquo;Ich m&ouml;chte diesen Tag nutzen, um etwas Abr&uuml;stung zu betreiben.&rdquo; Weimars vorweihnachtliche Botschaft: Die Fahnder k&ouml;nnen in den Dienst der Finanzverwaltung zur&uuml;ckkehren. Voraussetzung sei allerdings, dass die Beamten ihre Reaktivierung beantragen und sich erneut &auml;rztlich untersuchen lassen. Laut Weimar kann die Begutachtung &ldquo;in einem anderen, benachbarten Bundesland&rdquo; stattfinden. Zudem werde das Land Hessen das Urteil des Berufsgerichts nicht anfechten, das den Frankfurter Psychiater Thomas H. verurteilt hatte, weil er falsche Gutachten &uuml;ber die Steuerfahnder erstellt hatte. Doch damit war die Abr&uuml;stung zu Ende: Er habe sich nicht zu entschuldigen, so der Minister, Mobbing in der Verwaltung habe es nicht gegeben und schon gar keine Schonung von Gro&szlig;steuerbetr&uuml;gern durch die Entfernung der Fahnder.<br>\nEx-Fahnder Heiko Feser sagt: &ldquo;Das ist ein Scheinangebot, das uns nach sechs Jahren Schikane in die Position des Bittstellers bringen soll &ndash; Herr Weimar m&uuml;sste den Verwaltungsakt von sich aus aufheben.&rdquo; Und seine Frau, Ex-Fahnderin Tina Feser erg&auml;nzt: &ldquo;Es ist Herrn Weimars Aufgabe, die Dinge aufzukl&auml;ren.&rdquo; Es m&uuml;sse &ldquo;personelle Konsequenzen f&uuml;r diejenigen in der Finanzverwaltung geben, die all das zugelassen haben.&rdquo; &ldquo;Wir m&uuml;ssten sonst unter den Vorgesetzten arbeiten, die das Ganze eingef&auml;delt haben.&rdquo; Und Ex-Fahnder Rudolf Schmenger sagt: &ldquo;Weimar muss die politische Verantwortung &uuml;bernehmen und disziplinarrechtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen in der Finanzverwaltung&rdquo; einleiten. &ldquo;Meine Gesundheit muss nicht mehr begutachtet werden.&rdquo; Er arbeite als Steuerberater und Lehrbeauftragter. &Auml;rzte des Universit&auml;tsklinikums haben ihn untersucht und f&uuml;r gesund befunden. Den Befund kennt Weimar schon lange. Er hat ihn am 9. November 2007 erhalten. Das Schreiben liegt der FR vor. &ldquo;Warum hat Weimar jahrelang gez&ouml;gert&rdquo;, fragt Schmenger. Die Antwort steht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2117626_Steuerfahnder-Affaere-Abruestung-a-la-Weimar.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Knacks<\/strong><br>\n&#8232;1000 Menschen werfen sich jedes Jahr in Deutschland vor einen Zug oder eine Bahn. Wilhelm Kurz ist bis zum 7. Oktober 1999, 12.06 Uhr, Fahrer bei den K&ouml;lner Verkehrs-Betrieben.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/drucken\/text\/491722\/94ba2b100090a9c6f7d91bfa79730401\">Jetzt SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Schilderung, die nahe geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Minister: Bund k&ouml;nnte islamische Geistliche ausweisen<\/strong><br>\nBundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re denkt dar&uuml;ber nach, radikale islamische Geistliche aus Deutschland auszuweisen. Im Gespr&auml;ch mit der Wochenzeitung &laquo;Die Zeit&raquo; sagte er, die ersten Radikalisierungen islamischer Gewaltt&auml;ter f&auml;nden fast immer rund um die Moscheen statt. Darauf m&uuml;sse man eine sicherheitspolitische Antwort geben. Zugleich machte de Maizi&egrave;re klar, dass es mit ihm als Innenminister &laquo;keinen Millimeter Abstriche&raquo; am Sicherheitsniveau in Deutschland geben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/newsticker\/2009\/12\/2\/iptc-hfk-20091202-90-23174354xml?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.H.:<\/strong> Die anderen Hassprediger, aus dem nicht-islamischen Bereich, werden aber geduldet.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Im R&uuml;ckschritt &ndash; Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit wegen Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit<\/strong><br>\nEs ist eine Kultur der R&uuml;ckschritts, die hier verteidigt wird. Man spricht sich daf&uuml;r aus, hinter die Aufkl&auml;rung zur&uuml;ckzugehen, die liberalen Gedanken der philosophes, die Lehren Kants toten Stoff sein zu lassen, damit man Gleiches mit Gleichem vergelten kann. Hinfort der Gedanke, dass auch weiterhin Werte hochzuhalten sind, selbst wenn diese Werte andernorts mit F&uuml;&szlig;en getreten werden. Es ist, als w&uuml;rde man mit Grund- und Menschenrechten am Marktstand sitzen, als w&uuml;rde man feilschen, wann Religionsfreiheit statthaft ist und wann nicht mehr. Ein &ouml;konomisiertes Denken, das bereits in alle Lebenslagen Einzug gefunden hat, selbst unver&auml;u&szlig;erliche Menschenrechte werden ausbalanciert, auf einen Verkaufsstand gelegt, werden abgewogen und portioniert und auf Nutzen und Kosten analysiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/12\/im-ruckschritt.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Afghanistan-Krieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Hand am Abzug<\/strong><br>\nObamas Truppenaufstockungspl&auml;ne f&uuml;r Afghanistan sto&szlig;en im Bundestag nur auf verhaltene Resonanz &ndash; vielen fehlt eine klare Ausstiegsperspektive. Am Ende dieses Tages wird der Bundestag aber erst einmal mit breiter Mehrheit das Isaf-Mandat verl&auml;ngern, und vorerst unver&auml;ndert. Nach der Londoner Konferenz wird es dann vermutlich ein Nachtragsmandat geben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Bundeswehr-Afghanistan;art123,2966495?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was sitzen da doch f&uuml;r Heuchler und\/oder Dummkk&ouml;pfe im Bundestag. Es kann doch nicht darum gehen, dass die Supermacht, die mit weitem Abstand die meisten Truppen in Afghanistan h&auml;lt, die Verb&uuml;ndeten h&auml;tte konsultieren m&uuml;ssen, bevor sie eine neue Strategie vorlegt. Zumal sie so neu nicht war, praktisch alles war vorher bekannt und wurde breit diskutiert. Selbst die NDS haben Anfang Oktober gewarnt: &ldquo;Es w&auml;re doch sehr peinlich, wenn die deutsche Regierung erst nach einem amerikanische R&uuml;ckzugsbeschluss in die Puschen kommen w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nIn die Puschen kam sie auch heute nicht. All denjenigen, die da bisher meinten die Bundeswehr m&uuml;sse &ldquo;solange wie n&ouml;tig&rdquo; in Afghanistan bleiben, von 20 Jahren war sogar die Rede, hat der amerikanische Pr&auml;sident eine kalte Dusche verpasst, eine Lektion in Realpolitik. Ulrich Klose, der die Nicht-Konsultation der Amis monierte, h&auml;tte nur gr&uuml;ndlich Zeitung lesen m&uuml;ssen oder lesen lassen m&uuml;ssen, um zu wissen, was auf die deutsche Afghanistanpolitik zukommt. &Uuml;berhaupt Klose, ganz pl&ouml;tzlich beklagt er, die neue US-Strategie setze auch weiterhin auf milit&auml;rische Mittel, obwohl alle w&uuml;ssten, dass der Konflikt milit&auml;risch nicht zu l&ouml;sen sei. Das ist derselbe Klose, der im letzten Jahr noch eine Ausdehnung der Kampfeins&auml;tze der Bundeswehr auf ganz Afghanistan forderte. Nachdem Deutschland einmal im afghanischen Schlamassel sitzt, ist Realpolitik angesagt. Wer jetzt auf die Strategiekonferenz in London setzt, macht sich und uns etwas vor. Die USA wird ihren vor allem auf die Innenpolitik ausgerichteten Strategiekompromiss nicht mehr &auml;ndern. Vor den n&auml;chsten Wahlen wird das Hauptkontingent der USA aus Afghanistan raus sein. Und wir sollten uns darauf einrichten, dass wir, ohne dass irgendein Kriegsziel realisiert wurde, dann auch abziehen. Wenn J&uuml;rgen Trittin ausruft: &bdquo;Wir stehen zu unserer Verantwortung f&uuml;r Afghanistan, aber wir brauchen am Ende des Tages eine Abzugsperspektive&ldquo;, dann ist das kalter Kaffee von gestern. Der Abzug steht fest, die Frage ist, wie schlau, wir uns dabei anstellen. &ndash; Ich habe wenig Hoffnung.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"?p=4247#h21\">Nachdenkseiten, Hinweise des Tages vom 08.10.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands &ldquo;Kampfeinsatz&ldquo; &ndash; Jenseits des Rechts<\/strong><br>\nAus aktuellem Anlass nochmals eine rechtliche Bewertung des &bdquo;Kampfeinsatzes&ldquo; der Bundeswehr in Afghanistan durch den Richter am Bundesverwaltungsgericht Dieter Deisteroth.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/doku_und_debatte\/2105270_Deutschlands-Kampfeinsatz-Jenseits-des-Rechts.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview zu Luftangriff in Kundus: &ldquo;Das war ein Kriegsverbrechen&rdquo;<\/strong><br>\nLinken-Politiker und Richter Wolfgang Neskovic &uuml;ber die rechtlichen Folgen des Luftschlags von Kundus: Nach dem V&ouml;lkerrecht k&ouml;nnte der verantwortliche Offizier f&uuml;r ein Kriegsverbrechen angeklagt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2117619_Interview-zu-Luftangriff-in-Kundus-Das-war-ein-Kriegsverbrechen.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studentenproteste<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Behandelt Studenten nicht wie Kinder!&rdquo;<\/strong><br>\nEin Streitgespr&auml;ch mit der ehemaligen Bildungsministerin Edelgard Bulmahn, Philosophie-Studentin Leva K&oacute;chs und dem Leiter des Instituts f&uuml;r Komparatistik der FU Berlin Remigius Bunia.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/%5Cbehandelt-studenten-nicht-wie-kinder%5C\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ziemlich sp&auml;te Einsichten der ehemaligen Bildungsministerin Edelgard Bulmahn. Sie hat zwar das Verdienst, die Studiengeb&uuml;hrenfreiheit ins Hochschulrahmengesetz aufgenommen zu haben, doch gegen die ideologische Kehrtwende der SPD in Richtung auf Elite-Bildung (Excellenz lief anfangs unter Elite), auf &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; und Wettbewerbssteuerung, kurz: in Richtung auf die Bertelsmannisierung der Hochschulpolitik, konnte sie nichts entgegensetzen. Zugegeben: Sie wurde von Schr&ouml;der an die Wand gedr&uuml;ckt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nach Casinor&auml;umung: Dozent spricht von brutalem Einsatz<\/strong><br>\nDie R&auml;umung des besetzten Casinos der Goethe-Universit&auml;t hat nach Ansicht des Dozenten Bernd Heyl zum gro&szlig;en Teil die falschen Studenten getroffen. So seien nicht nur die f&uuml;r den Vandalismus verantwortlichen Protestler aus dem Weg ger&auml;umt worden. Die Aktion habe zugleich diejenigen getroffen, mit deren berechtigtem Protest sich die Uni auseinandersetzen m&uuml;sse, sagte der P&auml;dagoge, Gewerkschafter und Mitglied der Linken im dpa-Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2119886_Nach-Casinoraeumung-Dozent-spricht-von-brutalem-Einsatz.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Ich denke, die NDS sollten sich die Sache einmal n&auml;her anschauen, da hier exemplarisch zu verfolgen ist, wie mit Protest gegen den neoliberalen Mainstream umgegangen wird. Zuerst hat man versucht, die studentischen Proteste durch allgemein geheucheltes Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Kritik am Bologna-Prozess ins Leere laufen zu lassen, jetzt da dies nicht funktioniert versucht man die protestierenden Studenten als Chaoten abzustempeln und zu kriminalisieren. Dass ein massiver Polizeieinsatz wie in Frankfurt viele Studenten davon abhalten wird an den Protesten teilzunehmen, d&uuml;rfte genau das sein, was man damit erreichen wollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Protest &ndash; Studenten kritisieren Bertelsmann Stiftung<\/strong><br>\nDer Protest richte sich auch gegen das von der Stiftung gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz gegr&uuml;ndete Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) Dessen Arbeit werde &laquo;ma&szlig;geblich von den Konzerninteressen geleitet&raquo;, kritisierte einer der Redner.Die Bertelsmann Stiftung wurde 1977 gegr&uuml;ndet Sie verfolgt nach eigenen Angaben ausschlie&szlig;lich gemeinn&uuml;tzige Zwecke, ist unabh&auml;ngig und parteipolitisch neutral. Rund 30 Studenten haben am Mittwoch vor der Bertelsmann Stiftung in Berlin-Mitte die &laquo;Einflussnahme der Einrichtung auf die Bildungspolitik&raquo; kritisiert. Die Stiftung sei eine neoliberale Denkfabrik mit kommerziellen Interessen, sagte ein Sprecher des Bildungsstreik-B&uuml;ndnisses, das zu der Kundgebung aufgerufen hatte. Der Einrichtung wird von den Studenten vorgeworfen, dass sie eng mit den Medien des Bertelsmann-Konzerns zusammenarbeite und einen &laquo;enormen Einfluss auf die Bildungspolitik und die Ministerien&raquo; habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ad-hoc-news.de\/protest-studenten-kritisieren-bertelsmann-stiftung--\/de\/Politik\/20762285\">Ad hoc news<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Hochschulmanagern und ExzelLenzen &ndash; und Protesten dagegen<\/strong><br>\nHochschulen sollen &ndash; nach Ansicht mancher Think Tanks &ndash; wie Wirtschaftsunternehmen gef&uuml;hrt werden und &ldquo;im Wettbewerb&rdquo; untereinander stehen. Nicht mehr Rektoren, sondern &ldquo;Hochschulmanager&rdquo; sollen die Universit&auml;ten &ldquo;f&uuml;hren&rdquo;. Demokratie und die Idee der Bildung als Menschenrecht bleiben dabei zunehmend auf der Strecke. Dieter Lenzen, &ldquo;Hochschulmanager des Jahres 2008&rdquo; und bisher Pr&auml;sident an der FU Berlin, ist dieser Tage als neuer Pr&auml;sident der Uni Hamburg vorgesehen. Studis Online zeigt, warum das zu Protesten f&uuml;hrt und was die Hintergr&uuml;nde sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-985-hochschulmanager.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildungspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bildung f&uuml;r Schildb&uuml;rger<\/strong><br>\nKinder aus sozial schwachen Familien verbessern ihre Bildungschancen enorm, wenn sie schon fr&uuml;h eine Krippe besuchen. Das geplante Betreuungsgeld droht ihnen diese Chance zu verbauen. Zahlreiche internationale und nationale Untersuchungen belegen, dass vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Verh&auml;ltnissen oder aus Zuwandererfamilien ganz besonders vom Besuch von Kinderg&auml;rten oder Krippen profitieren. Kindertageseinrichtungen legen entscheidende Grundlagen f&uuml;r sp&auml;tere Bildungsprozesse, sie k&ouml;nnen Benachteiligungen bei der Bildung fr&uuml;hzeitig ausgleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:chancenungerechtigkeit-bildung-fuer-schildbuerger\/50045871.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der seltene Fall, in dem einem &ldquo;Bertelsmann&rdquo; zuzustimmen ist, allerdings f&uuml;r NDS-Lser nichts Neues an der Betreuungsfront.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Elternbefragung zum Wechsel von Kindern auf weiterf&uuml;hrende Schulen in K&ouml;ln<\/strong>\n<ul>\n<li>59% der Eltern w&uuml;rden ihr Kind nach ihrem Wunsch gerne an einem Gymnasium anmelden, 23% an einer Gesamtschule und 16% an einer Realschule. Einen Hauptschulwunsch &auml;u&szlig;ert lediglich 1% der Eltern.<\/li>\n<li>67% der Eltern ist es bei der Schulwahl f&uuml;r ihr Kind wichtig oder sehr wichtig, dass die Schule eine Ganztagsschule (Schule mit Mittagessen und Angeboten am Nachmittag) ist.<\/li>\n<li>66% der Eltern glauben, dass man in Schulen eher bessere Chancen f&uuml;r alle Kinder erreicht, wenn die Kinder l&auml;nger gemeinsam lernen.<\/li>\n<li>72% der Eltern k&ouml;nnen sich f&uuml;r ihr Kind einen Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung gut oder sehr gut vorstellen, wenn besondere F&ouml;rderbedingungen f&uuml;r alle Kinder erf&uuml;llt sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"upload\/pdf\/091204_Zusammenfassung_Ergebnisbericht_Elternbefragung.pdf\">Stadt K&ouml;ln [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bildungsungerechtigkeit: Mehr als 100.000 Sch&uuml;ler sind an ihrer Schule falsch<\/strong><br>\nGymnasium oder nicht? Am Ende der Grundschulzeit werden die Kinder in Deutschland auseinander sortiert. Ein Hannoveraner Schulforscher hat die Empfehlungen der Lehrer analysiert und best&auml;tigt einen erschreckenden Befund: Ein Drittel aller Kinder landet an einer ungeeigneten weiterf&uuml;hrenden Schule.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/wissen\/0,1518,druck-664248,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der WAZ-Konzern putscht<\/strong><br>\nErfolg war zu wenig: Nach beinahe 20 Jahren schasst die Essener WAZ-Gruppe den gew&auml;hlten Chef der ersten ostdeutschen Reformzeitung<br>\nEr wird noch mal in die Redaktion kommen. Am Samstag, wenn dort niemand arbeitet, wenn man ihn nicht sieht: Sergej Lochthofen, dem Chefredakteur der Th&uuml;ringer Allgemeinen (TA), blieb am Dienstagabend zu wenig Zeit, sein B&uuml;ro zu r&auml;umen.<br>\nDass Lochthofen &uuml;berhaupt gehen muss, liegt &ndash; etwas anders als im Fall Brender beim ZDF &ndash; weniger an der Politik als an der aus dem Westen vorgegebenen neuen Konzernstrategie: Wie bei den WAZ-Titeln im Ruhrgebiet soll nun auch in Th&uuml;ringen mit Strukturver&auml;nderungen auf die Medienkrise reagiert werden. In NRW f&auml;llt dabei jede dritte Stelle in den Redaktionen weg, doch die Th&uuml;ringer Titel werden schon immer viel kosteng&uuml;nstiger gemacht. &Uuml;ber Jahre hat der Konzern hier gutes Geld verdient. Und Lochthofen gilt als Gegner der Zentralisierungsbestrebungen, habe sich gegen einen geplanten zentralen Newsdesk f&uuml;r die 14 TA-Lokalausgaben gewandt und war auch gegen die vom Konzern durchgedr&uuml;ckte Abbestellung der Nachrichtenagentur dpa. Mit ihm sei das nicht zu machen, sei das klare Signal nach Essen gewesen, sagen TA-Mitarbeiter. Daf&uuml;r habe Lochthofen seit zwei Jahren ein ums andere Mal eigene Vorschl&auml;ge an Konzernboss Bodo Hombach geschickt. Anstelle einer inhaltlichen Reaktion folgt jetzt die knallharte personelle Antwort. Auch wenn Wut und Verzweiflung tief sitzen: Gearbeitet wird am Dienstag trotzdem, &ldquo;eine gute Zeitung bis zum letzten Tag zu machen&rdquo; habe Lochthofen als Ziel ausgegeben, sagen seine Kollegen. Er selbst erscheint zur zweiten Konferenz am Nachmittag, seine Frau ist schon den ganzen Tag da. Und wohl niemand rechnet damit, dass die Konzernm&auml;chtigen aus Essen die Situation am gleichen Tag noch einmal zuspitzen. Doch um kurz nach 21 Uhr geht per E-Mail eine Erkl&auml;rung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung an die Belegschaft: Der angek&uuml;ndigte Wechsel an der Spitze werde sofort vollzogen: &ldquo;Unsere Entscheidung gr&uuml;ndet auf der Einsicht, dass die Redaktionsarbeit in der jetzigen Situation erheblich beeintr&auml;chtigt wird&rdquo;, schreiben Jaschke und Schrotthofer. Lochthofen muss gehen, er ist &ldquo;von seiner T&auml;tigkeit als Chefredakteur der TA freigestellt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F12%2F03%2Fa0040&amp;cHash=41ce1bc6fc\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>PR-Frau wirbt als Mutter bei &ldquo;Anne Will&rdquo; f&uuml;r ein Bildungsinstitut<\/strong><br>\n&ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; geh&ouml;rt zu den besten deutschen Blogs. Nun ist seinem Gr&uuml;nder, dem einstigen SPD-Politiker Albrecht M&uuml;ller, wom&ouml;glich ein kleiner Scoop gelungen: Laut &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; ist die PR-Beraterin Astrid Nelke am Sonntag bei &ldquo;Anne Will&rdquo; und zuvor bei &ldquo;Hart aber fair&rdquo; sowie in zwei Artikeln des &ldquo;Spiegels&rdquo; als bildungsbeflissene Mutter dreier Kinder aufgetreten. Es ging stets auch um die private Bildungseinrichtung FasTracKids, die Kinder im Alter von sechs Monaten bis acht Jahren in Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet. Dass Nelke FastTracKids bei &ldquo;PR und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit seit Februar 2007&rdquo; unterst&uuml;tzt, wie es auf ihrer Website hei&szlig;t, sei verschwiegen worden.<br>\nAuf &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; ist von &ldquo;Schleichwerbung&rdquo; die Rede. Das ist zumindest in Bezug auf &ldquo;Anne Will&rdquo; ein klein wenig &uuml;bertrieben. Die PR-Beraterin warb schon recht offen f&uuml;r FasTracKids. Die Frage ist nur, ob sie nicht h&auml;tte sagen m&uuml;ssen, dass sie f&uuml;r das Unternehmen &Ouml;ffentlichkeitsarbeit macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendblatt.de\/kultur-live\/article1293497\/PR-Frau-wirbt-als-Mutter-bei-Anne-Will-fuer-ein-Bildungsinstitut.html\">Hamburger Abendblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Nach Brender-Entlassung: Jetzt in Karlsruhe klagen!<\/strong><br>\nNach der Entlassung von ZDF-Chefredakteur Brender m&uuml;ssen jetzt die Bundestagsabgeordneten vom Verfassungsgericht kl&auml;ren lassen, wie weit der Einfluss der Parteien beim ZDF reichen darf. Doch Union, SPD und FDP kneifen. Fordern Sie von Ihrem Abgeordneten, sich f&uuml;r die Rundfunkfreiheit einzusetzen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.campact.de\/funk\/wk1\/wkmail\">Campact<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Eine Aktion, die zu verdecken hilft (ohne, dass Campact das vermutlich will), dass die Rundfunkfreiheit auch von den Verantwortlichen bei den &Ouml;ffentlich-rechtlichen t&auml;glich mit F&uuml;&szlig;en getreten wird. Siehe <a href=\"?p=4379\">&bdquo;Fall Koch in Sachen Brender: Staatsferne ja! Wo bleibt die Wirtschaftsferne?&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Verteilung; Banken-Rettung unter der Decke; Neue Sause f&uuml;r die Banken; Pleitewelle rollt; Arbeitgeber bitten vergeblich um Mindestlohn; Doller Kurs; Abr&uuml;stung &agrave; la Weimar; Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit wegen Einschr&auml;nkung der Religionsfreiheit; Afghanistan-Krieg; Hochschulproteste und ExzeLenzen; Elternbefragung; der WAZ-Konzern putscht; Rundfunkfreiheit &ndash; Klage in Karlsruhe. 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