{"id":43939,"date":"2018-05-14T13:47:43","date_gmt":"2018-05-14T11:47:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43939"},"modified":"2018-05-15T07:21:39","modified_gmt":"2018-05-15T05:21:39","slug":"in-schoenheit-sterben-ist-auch-keine-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43939","title":{"rendered":"In Sch\u00f6nheit sterben ist auch keine L\u00f6sung"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_berger.jpg\" alt=\"Jens Berger\" title=\"Jens Berger\"><\/div><p>Lange hat es nicht gedauert, bis das inhaltlich &uuml;berzeugende <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43854\">Thesenpapier<\/a> einiger Linken-Politiker zur Einwanderungspolitik von den Anh&auml;ngern der &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; auch formell unter Beschuss genommen wurde. In einer im Netz kursierenden <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180514_Keine-Verabschiedung-von-einer-internationalistischen-solidarischen-linken-Perspektive-in-der-Migrations-und-Asylpolitik%20.pdf\">Antwort<\/a>, soll nun die &ldquo;internationalistische, solidarische linke Perspektive in der Migrations- und Asylpolitik&rdquo; wieder ins rechte Lot ger&uuml;ckt werden. Dabei sind die Argumente und Gegenthesen jedoch so naiv und weltfremd, dass man glatt auf den Gedanken kommen k&ouml;nnte, dass Teile der Linken gar keinen Erfolg an den Wahlurnen haben wollen, sondern es vorziehen, dass die Partei in Sch&ouml;nheit sterben solle. Ginge es um eine Splitterpartei aus dem Reigen der &ldquo;Sonstigen&rdquo; m&uuml;sste man &uuml;ber ein solches Affentheater kein Wort verlieren; mit dem Abschied der SPD und der Gr&uuml;nen aus dem linken Lager ist die Linkspartei jedoch der einzige Hoffnungsschimmer am Horizont &ndash; und der darf nicht verglimmen, auch wenn einflussreiche Kader aus Partei und Medien dies offenbar anstreben. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_118\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-43939-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=43939-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180514_In_Schoenheit_sterben_ist_auch_keine_Loesung_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Gro&szlig;e Koalition huldigt der Schwarzen Null und betreibt offen eine Politik f&uuml;r die Belle Etage der Gesellschaft, w&auml;hrend die gro&szlig;e Mehrheit immer st&auml;rker unter steigenden Mieten, stagnierenden L&ouml;hnen und prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen leidet. Schulen, Universit&auml;ten und Kinderg&auml;rten werden kaputtgespart und das Verteidigungsministerium kriegt von Jahr zu Jahr neue Rekordbudgets zur freien Verf&uuml;gung gestellt. Zudem wird die Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik immer konfrontativer. Eigentlich sollte man meinen, dass die einzige Partei, die eine echte Alternative zu diesen Entwicklungen in der Hinterhand hat, in den Umfragen und an den Urnen tolle Ergebnisse vermelden kann. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Linke d&uuml;mpelt in den Umfragen nach wie vor zwischen neun und zehn Prozent und kann offensichtlich nicht von den Rahmenbedingungen profitieren, die eigentlich f&uuml;r sie wie gemacht sind. Sicher; die guten Inhalte werden nicht immer optimal vermittelt. Der eigentliche Grund f&uuml;r die Unbeliebtheit d&uuml;rfte aber eher die von einem Kreis um die Parteispitze forcierte Orientierung auf ein privilegiertes urbanes W&auml;hlersegment sein, das eigentlich von Lifestyle-Parteien wie Gr&uuml;nen und FDP ohnehin schon gut erschlossen ist &ndash; also der Teil der Belle Etage, der eine Solaranlage f&uuml;r die Fu&szlig;bodenheizung im schicken Loft installiert, dabei jedoch ein schlechtes Gewissen hat, weil der Marmorboden von indischen Kindern gehauen wurde. Jeremy Corbyn hat seine Politik unter dem griffigen Motto &ldquo;for the many, not the few&rdquo; (auf deutsch: &ldquo;f&uuml;r die Vielen, nicht die Wenigen&rdquo;) organisiert. Ein Teil der Linkspartei scheint dieses Motto jedoch umgedreht zu haben. Die ausufernde Migrationsdebatte ist ein erschreckendes Beispiel daf&uuml;r, was in Teilen der Partei falsch l&auml;uft.<\/p><p>Wenn die Parteivorsitzende Katja Kipping beispielsweise von offenen Grenzen f&uuml;r alle und einem bedingungslosen Grundeinkommen f&uuml;r alle tr&auml;umt, k&ouml;nnte man eigentlich eher glauben, ihr Ziel sei es, dem politischen Gegner Munition zu geben. Denn der gesamte konservative Block, inklusive der AfD, hat ja einen gro&szlig;en Erfolg dabei, beim W&auml;hler den Eindruck zu erwecken, die einzige linke Partei im Bundestag sei von &ldquo;linken Spinnern&rdquo; und &ldquo;Utopisten&rdquo; durchdrungen, die Phantomdebatten &uuml;ber philosophische Fragen f&uuml;hren und auf die realen Fragen, die die W&auml;hler besch&auml;ftigen, keine realen Antworten haben. Interessanterweise gestehen ja selbst die Wortf&uuml;hrer der &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; ein, dass sich ihre &ldquo;grunds&auml;tzlichen Forderungen nicht eins zu eins in Realpolitik umsetzen lassen&rdquo;. Das ist richtig, aber warum verunsichert man dann gro&szlig;e Teile der W&auml;hlerschaft mit solch utopischen Forderungen, die ohnehin nur f&uuml;r die B-Note taugen?<\/p><p>Im schicken Kreuzberger Loft l&auml;sst es sich gut &uuml;ber offene Grenzen f&uuml;r Alle philosophieren. Schlie&szlig;lich sind wir ja auch &ldquo;in vielfacher Weise die Nutznie&szlig;er einer ungerechten Weltwirtschaftsordnung, die auf anderen Erdteilen f&uuml;r Zerst&ouml;rungen der individuellen Lebensgrundlagen sorgt&rdquo;, wie der Autor es formuliert. So gesehen stellt nat&uuml;rlich jeder Migrant, der seinen Weg zu uns findet, ein St&uuml;ck ausgleichende Gerechtigkeit dar. Die Bekenntnis zu offenen Grenzen als Ablass f&uuml;r die zivilisatorischen S&uuml;nden der ersten Welt? Dies ist eine sehr elit&auml;re Sicht der Dinge, da der Preis f&uuml;r die Reinwaschung von den S&uuml;nden nicht von den Eliten selbst, sondern von der Masse bezahlt werden muss. Es ist naiv anzunehmen, dass sich auch ein deutscher Arbeiter &uuml;ber offene Grenzen und den dann zu erwartenden Zustrom von Migranten freut und sein Kreuz liebend gerne bei einer Partei machen w&uuml;rde, die dies fordert. Und auch der von der Abstiegsangst zerfressene Facharbeiter oder die gar nicht mal schlecht verdienende, aber verunsicherte Angestellte geh&ouml;ren in der Regel erst einmal nicht zu denen, die Zuwanderung positiv sehen. Dar&uuml;ber mag das Bildungsb&uuml;rgertum nun die Nase r&uuml;mpfen &hellip; &auml;ndern wird sich dadurch auch nichts.<\/p><p>Wir haben es hier nicht nur mit einer Phantomdebatte, sondern mit einer elit&auml;ren Phantomdebatte zu tun. Der promovierte Soziologe, der k&uuml;ndigungssicher im &ouml;ffentlichen Dienst t&auml;tig ist und seine sch&ouml;ne Wohnung mitten im Kiez hat, konkurriert schlie&szlig;lich nicht mit Einwanderern. Es ist eher unwahrscheinlich, dass er durch einen mazedonischen &ldquo;Billig-Soziologen&rdquo; ersetzt wird und die Gefahr, dass Migranten aus Afrika die Mietpreise f&uuml;r die schicken Lofts auf dem Prenzlauer Berg in die H&ouml;he treiben, geht auch gegen null. In einer solchen Situation ist es nat&uuml;rlich billig, offene Grenzen f&uuml;r alle zu fordern. Die Dumpingl&ouml;hne f&uuml;r K&uuml;chenhelfer sind weit, weit weg. Die heruntergekommenen Mietskasernen in den Trabantenst&auml;dten ebenso.&nbsp;<\/p><p>Besonders negativ f&auml;llt in diesem Zusammenhang auch die &uuml;berh&ouml;hte moralische Positionierung der &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; aus. Wir sind qua Zugeh&ouml;rigkeit zur ersten Welt die T&auml;ter und d&uuml;rfen uns doch um Himmels Willen nicht von den Opfern abschotten. Wer &ldquo;den Menschen&rdquo; helfen will, darf sie nicht aussperren. Und am Ende hilft dies ja vor allem den progressiven Kr&auml;ften, so die verquere Logik des Antwortschreibens &hellip;<\/p><blockquote><p>\nEs [das Thesenpapier] ignoriert damit die Feststellungen der neueren Migrationsforschung, die Migration als Ausdruck eines Kampfes sieht: Des Kampfes n&auml;mlich der &bdquo;Subalternen der Welt&ldquo;, die die herrschende Unrechtsordnung herausfordern und dadurch auch hierzulande Kr&auml;fte f&uuml;r gemeinsame, emanzipatorische K&auml;mpfe freisetzen k&ouml;nnen.&nbsp;\n<\/p><\/blockquote><p>So sieht dann also unsere Zukunft aus: Dank der globalen Reservearmee an Arbeitswilligen sinken unsere L&ouml;hne noch st&auml;rker, aber daf&uuml;r k&ouml;nnen wir dann zusammen mit &ldquo;den Subalternen der Welt die herrschende Unrechtsordnung herausfordern&rdquo; und Hand in Hand mit Migranten auch hierzulande &ldquo;emanzipatorische Kr&auml;fte&rdquo; freisetzen. Was geht Ihnen bei der Lekt&uuml;re solche S&auml;tze durch den Kopf?&nbsp;W&uuml;rden Sie eine Partei w&auml;hlen, die derlei Unfug publiziert?<\/p><p>W&auml;hlerbeschimpfung ist ja in Kreisen der hohen Politik nicht un&uuml;blich. Die &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; der Linkspartei ist offenbar von der hiesigen Bev&ouml;lkerung m&auml;chtig genervt. Mit &bdquo;unseren&ldquo; Subalternen ist kein Staat zu machen, da muss die Initialz&uuml;ndung schon von au&szlig;en kommen. Zumindest den Kampf der &bdquo;Phrasenhaftigkeit solch hohler Bekenntnisse&ldquo; hat die Kipping-Fraktion jedenfalls gewonnen.<\/p><p>Geht es nach dem Autor, sei nicht der &ldquo;nationale Burgfrieden&rdquo;, sondern der &ldquo;proletarische Internationalismus&rdquo; die Antwort auf die &ldquo;ungerechte Weltordnung&rdquo;. Vorschl&auml;ge, wie die Rechte der Arbeiter in den L&auml;ndern, aus denen die Migrationswilligen stammen, gest&auml;rkt werden k&ouml;nnen, findet man im Schreiben freilich vergebens. Auch die Minimierung von Fluchtursachen, die Bek&auml;mpfung der Push-Faktoren, scheint f&uuml;r die &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; kein gro&szlig;es Thema zu sein. Und &ldquo;international&rdquo; ist an dieser Spaltbewegung schon gar nichts. S&auml;mtliche international erfolgreichen Politiker aus dem linken Spektrum lehnen die naive Vorstellung offener Grenzen entschieden ab. Das f&auml;ngt bei Jeremy Corbyn an, geht bei Jean-Luc M&eacute;lenchon und Sahra Wagenknecht weiter und endet bei Bernie Sanders. Den inhaltlichen Aspekten der Gegner ist auch nicht zu widersprechen, aber die epische Schw&auml;che der Argumentation der &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; l&auml;sst ohnehin Zweifel, ob es ihr &uuml;berhaupt um die Sache als solche geht und Normaldenkenden h&auml;ngt diese zu nichts f&uuml;hrende Debatte ohnehin seit langem zum Halse heraus. <\/p><p>Die entscheidende Frage bleibt daher: Was soll das Ganze? Warum k&auml;mpft ein kleiner, aber sehr einflussreicher Kreis rund um die Parteivorsitzende Kipping so verbissen um Formulierungen einer Debatte, die ja selbst nach eigenem Bekenntnis &uuml;berhaupt nicht real von Bedeutung ist? Die Antwort darauf &uuml;berrascht nicht: Es geht hier nicht um die Sache, sondern um einen Machtkampf. Anfang Juni findet in Leipzig der 6. Parteitag der Linkspartei statt und es ist leider zu erwarten, dass Katja Kipping die B&uuml;hne nutzt, um die Partei programmatisch und personell nach ihren Vorstellungen umzugestalten und ihr dabei &ndash; vors&auml;tzlich oder nicht &ndash; den Todessto&szlig; zu verpassen. Dabei ist ihr jedoch noch die Fraktion mit der realpolitisch aufgestellten Doppelspitze Wagenknecht und Bartsch im Weg. Es geht also nicht um die abstrakte Frage, wie viele Engel auf eine Nadelspitze passen, sondern um die sehr reale Frage, wie sich die Linke k&uuml;nftig programmatisch und personell aufstellt und schlussendlich sogar um die Frage, ob sie als Partei erhalten bleibt. Das Thema offene Grenzen ist also nicht nur eine Phantomdebatte, sondern auch ein Ablenkungsman&ouml;ver.<\/p><p>Dabei liegt die L&ouml;sung doch eigentlich auf der Hand. Linke Politik muss positive Visionen transportieren und gleichzeitig die Interessen und Sorgen des Volkes realpolitisch ernstnehmen. Und nat&uuml;rlich muss sie auch klar kommunizieren, was Vision und was eine ernstgemeinte reale politische Forderung ist. Nur dann kann die Linke auch bei den W&auml;hlern punkten. Wenn die Linke sich stattdessen in Utopien verliert und den B&uuml;rgern nur den Traum von einem System in Aussicht stellt, das sie selbst nicht richtig erkl&auml;ren kann und das die Mehrheit der B&uuml;rger &uuml;berdies gar nicht haben will, wird sie &uuml;ber kurz oder lang in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Und damit k&ouml;nnten wir dann jede Hoffnung auf einen progressiven Wandel aufgeben. Ist es das, was die &bdquo;Offene-Grenzen-Fraktion&ldquo; will? Oder spielt sie &bdquo;nur&ldquo; mit dem Feuer, um eine zu beliebte Fraktionsvorsitzende zu schassen? Dann sollte sie aber aufpassen, denn schon so manch anderer hat sich beim Z&uuml;ndeln die Finger verbrannt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/f3a6da42d7584b198d96fb02b79e8611\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/autor_berger.jpg\" alt=\"Jens Berger\" title=\"Jens Berger\"\/><\/div>\n<p>Lange hat es nicht gedauert, bis das inhaltlich &uuml;berzeugende <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43854\">Thesenpapier<\/a> einiger Linken-Politiker zur Einwanderungspolitik von den Anh&auml;ngern der &ldquo;Offene-Grenzen-Fraktion&rdquo; auch formell unter Beschuss genommen wurde. 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