{"id":4394,"date":"2009-12-08T09:26:22","date_gmt":"2009-12-08T08:26:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4394"},"modified":"2009-12-08T09:26:47","modified_gmt":"2009-12-08T08:26:47","slug":"hinweise-des-tages-1037","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4394","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(PK\/AM)<\/p><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.  Heute unter anderem zu diesen Themen:<br>\nWachstumsbeschleunigungsgesetz; weltweit 20 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichtet; Finanztransaktionssteuer; Razzia bei der LBBW; Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP ist nicht tariff&auml;hig; Deutschland will Afghanen entsch&auml;digen; Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab; Videodoku &uuml;ber die R&auml;umung des Frankfurter &ldquo;Casinos&rdquo;; Nachrufe.<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Wer gewinnt und wer bezahlt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Selbstbedienung pur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Krise hat weltweit 20 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Ministerberater fordern Subventionskahlschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Petition bringt Thema Finanztransaktionssteuer in Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Razzia bei der LBBW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ifo-Chef l&auml;sst gegen-hartz.de abmahnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">LAG Berlin best&auml;tigt: Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP ist nicht tariff&auml;hig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Geldnot der Bundesl&auml;nder: Die Schuld der Schuldenbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">B&ouml;se &Uuml;berraschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Streik zeigt Wirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Beton dr&uuml;ber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Deutschland will Afghanen entsch&auml;digen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Das ist eine unversch&auml;mte Arroganz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Von Stalingrad nach Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Das Allerletzte: Videodoku &uuml;ber die R&auml;umung des Frankfurter &ldquo;Casinos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Nachrufe:<\/a>\n<ul>\n<li><a href=\"#h18_01\">Vater des Memorandums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18_02\">Der Unbequeme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18_03\">Sp&auml;te Ruhe<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht ni als cht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Wer gewinnt und wer bezahlt?<\/strong><br>\nEine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen ist unabdingbar zur Erh&ouml;hung des Inlandskonsums, eine der wesentlichen Grundlagen f&uuml;r zuk&uuml;nftiges Wachstum und Besch&auml;ftigung. Die geplante Entlastung von Arbeitnehmern und von Familien ist sinnvoll, aber die Art der geplanten Erh&ouml;hung des Kindergelds ist unsozial.<br>\nKonzerne und Verk&auml;ufer von Unternehmen werden entlastet, kleine und mittlere Unter nehmen werden mit wolkigen Versprechungen zum B&uuml;rokratieabbau abgespeist.<br>\nDie geplante Abschaffung der Erbschaftssteuer f&uuml;r Firmenerben ist toll f&uuml;r die Erben, schlecht f&uuml;r die aktiven Unternehmen und ihre Mitarbeiter, die entsprechend h&ouml;here Steuern und Abgaben bezahlen m&uuml;ssen.<br>\nSieht so ein vern&uuml;nftiges Programm f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung aus? Verbesserte Abschreibungsbedingungen statt Abschaffung der Erbschaftssteuer w&auml;re die bessere Alternative.<br>\nWer wird all die Wohltaten bezahlen? Statt durch eine angemessene Besteuerung von Verm&ouml;gen und Erbschaften Entlastungen f&uuml;r die kleinen Leute zu erm&ouml;glichen ohne den 30 Haushalt zu ruinieren, sollen die kleinen Leute zuk&uuml;nftig f&uuml;r ihre soziale Absicherung h&ouml;here Beitr&auml;ge bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jarass.com\/Steuer\/C\/BT-Finanzausschuss,%2030.11.2009.pdf\">Prof. Dr. Lorenz Jarass, Wiesbaden [PDF &ndash; 46 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Selbstbedienung pur<\/strong><br>\nDie Krise ist nicht ausgestanden: Bankenkritiker Ekkehard Wenger &uuml;ber Drahtzieher der Vergangenheit &ndash; und warum mit Sch&auml;uble vielleicht einiges besser wird.<br>\nProfessor Ekkehard Wenger ist Bankenexperte und zugleich Kritiker der Zunft. Er leitet den Lehrstuhl f&uuml;r Banken- und Kreditwirtschaft an der Universit&auml;t W&uuml;rzburg.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/148\/495473\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Mehrere Leser der NachDenkSeiten wiesen lobend auf dieses Interview hin. Ich konnte dem nicht folgen und zitiere als Kommentar der Einfachheit halber meine Mail an einen der NachDenkSeiten-Freunde, die vor&uuml;bergehend von Herrn Wengers Interview beeindruckt waren, weil sie Opfer seiner geschickten Manipulationen wurden:<br>\n&bdquo;Gro&szlig;en Dank f&uuml;r den Hinweis. Wenn Sie NachDenkSeiten gelesen haben, dann wissen Sie, dass wir Steinbr&uuml;ck und seinen Staatssekret&auml;r Asmussen h&auml;ufig und heftig kritisiert haben, &auml;hnlich wie Herr Wenger aber mit ganz anderen Argumenten und Fakten. Professor Wenger manipuliert seine Leser. Es tut mir leid, dies sagen zu m&uuml;ssen. Er attackiert Steinbr&uuml;ck wegen der mangelnden Aufsicht der KfW bei der IKB und wischt damit die Tatsache weg, dass die IKB eine private Bank war und die cr&egrave;me de la cr&egrave;me der deutschen Wirtschaft im dortigen Aufsichtsgremium sa&szlig;. Dar&uuml;ber haben wir im Sommer 2007 ausf&uuml;hrlich berichtet. Wenn Sie bei uns &bdquo;IKB&ldquo; in die Suchfunktion eingeben, dann werden Sie mehrere einschl&auml;gige Artikel finden.<br>\nMit diesen Hinweisen will ich keineswegs Steinbr&uuml;ck und Herrn Asmussen rein waschen. Im Gegenteil. Aber die Reinwascherei der deutschen Wirtschaftsf&uuml;hrer, wie sie von Herrn Wenger betrieben wird, ist genauso unertr&auml;glich.<br>\nAuch sein Hinweis auf den harmlosen Aktienmarkt ist v&ouml;llig daneben. Schauen Sie sich doch bitte einmal meinen Beitrag vom 7. Januar 2009 (Finanzkrise I) an. Wenn Sie den dortigen Verlauf der Aktienkurse sehen und auch noch wissen, was zum Beispiel durch die Blase des Jahres 1999\/2000 angerichtet worden ist, dann k&ouml;nnen Sie nur noch den Kopf sch&uuml;tteln &uuml;ber die Verharmlosungen des Herrn Professor Wenger. Dieser ist offensichtlich ein Lobbyist der Finanzwirtschaft und der B&ouml;rsen.<br>\nBitte verzeihen Sie meine emotionale Reaktion. Aber ich leide immer wieder darunter, wenn auch gutwillige Zeitgenossen Opfer der Manipulation anderer werden.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krise hat weltweit 20 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichtet<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise hat &uuml;berall tiefe Spuren hinterlassen: Laut Internationaler Arbeitsorganisation haben 20 Millionen Menschen weltweit ihre Jobs verloren. Die Experten warnen vor einer Verdopplung der Zahl, wenn die Staaten ihre Konjunkturprogramme zu schnell beenden. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,665666,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ministerberater fordern Subventionskahlschlag<\/strong><br>\nDie neuen Steuersenkungen belasten den Staat &ndash; Gutachter haben nach SPIEGEL-Informationen f&uuml;r das Finanzministerium einen 4,8-Milliarden-Euro-Sparplan erstellt. Die noch unter Sch&auml;ubles Vorg&auml;nger Steinbr&uuml;ck bestellte Studie empfiehlt, Steuerverg&uuml;nstigungen von Sparzulagen bis Nachtzuschl&auml;gen zu streichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-665338,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie m&uuml;ssen die L&ouml;cher, die Vorhaben von Schwarz\/Gelb in die Staatskasse rei&szlig;en, gestopft werden. Diese Regierung wird diese Vorgabe zu nutzen wissen. Der Normalverdiener an die Front: Steuerbefreiung der Zuschl&auml;ge f&uuml;r Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit auf der einen Seite, Mehrwertsteuersenkung f&uuml;r Hotel&uuml;bernachtungen&nbsp; z.B. auf der anderen Seite.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Petition bringt Thema Finanztransaktionssteuer in Bundestag<\/strong><br>\nEKD unterst&uuml;tzt Kampagne \/ Widerstand in FDP w&auml;chst<br>\nMehr als 50.000 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger haben innerhalb von drei Wochen die Online-Petition zur Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer unterzeichnet &ndash; online, per Fax oder per Brief. Damit hat die Petition des B&uuml;ndnisses &ldquo;Steuer gegen Armut&rdquo; das erforderliche Quorum f&uuml;r eine &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung im Petitionsausschuss des Bundestages erreicht.<br>\n&ldquo;Das ist ein gro&szlig;artiger Erfolg unserer Kampagne und zeigt, welch breite Unterst&uuml;tzung eine Besteuerung spekulativer Finanzmarktgesch&auml;fte in der Gesellschaft findet&rdquo;, sagte J&ouml;rg Alt von der Jesuitenmission, der Initiator der Kampagne. Neben der &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung habe die Kampagne mit der Online-Petition erreicht, dass sich Menschen im ganzen Land mit den negativen Auswirkungen deregulierter Finanzm&auml;rkte auseinandergesetzt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.steuer-gegen-armut.org\/\">steuer-gegen-armut.org<\/a>\n<p><em><strong>PK:<\/strong> Ob eine Anh&ouml;rung im Petitionsausschuss hilft, die Menschen zu mobilisieren? Es gibt doch mit DIE LINKE und einer gr&ouml;&szlig;eren Zahl von Abgeordneten der SPD und GR&Uuml;NE Kr&auml;fte im Bundestag, wenn auch noch zu schwach, das Thema Finanztransaktionssteuer auf die Agenda des Bundestages zu setzen.<br>\nDie Forderung nach einem politischen Streikrecht, wie u.a. von Oskar Lafontaine immer wieder erhoben, k&ouml;nnte durch Aktionen der Gewerkschaften die politische Klasse zus&auml;tzlich auf Trab bringen, um die Lasten der Finanzkrise auf die Verursacher abzuw&auml;lzen . <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Razzia bei der LBBW<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Stuttgart hat am Montag Gesch&auml;ftsr&auml;ume der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Landesbank LBBW und zahlreiche Privatwohnungen der Vorst&auml;nde durchsucht. Die Razzia richtet sich gegen sechs amtierende Vorstandsmitglieder und den im Mai ausgeschiedenen Chef Siegfried Jaschinski.<br>\nIhnen wird schwere Untreue im Zusammenhang mit riskanten Gesch&auml;ften mit amerikanischen Wertpapieren zur Last gelegt, wie die Staatsanwaltschaft und die LBBW am Montag mitteilten. Eine mit der Situation vertrauten Person zufolge, ist der seit Sommer amtierende Vorstandschef Hans-J&ouml;rg Vetter nicht von den Ermittlungen betroffen.<br>\nDie &uuml;brigen Manager h&auml;tten seit Ende 2006 trotz erkennbarer Marktrisiken dreistellige Millionenbetr&auml;ge in amerikanischen Hypothekenanleihen investiert und dadurch das Bankverm&ouml;gen gef&auml;hrdet oder gesch&auml;digt. Der tats&auml;chliche Schaden sei derzeit noch nicht absehbar, d&uuml;rfte jedoch in Millionenh&ouml;he liegen, teilten das Landeskriminalamt in Baden-W&uuml;rttemberg und die Stuttgarter Staatsanwaltschaft mit.<br>\nF&uuml;r die Razzia zog die Polizei rund 240 Beamte und Ermittler zusammen, die am Vormittag die LBBW-Zentrale in der Stuttgarter Innenstadt durchk&auml;mmten. Auch zehn Privatwohnungen wurden nach Angaben der Ermittlungsbeh&ouml;rden durchsucht. Den Beschuldigten werde Vorgeworfen, dass sie die riskanten Gesch&auml;fte auch dann noch nicht untersagt h&auml;tten, als der Markt f&uuml;r Immobilien-Kredite und -Anleihen schon unmittelbar vor dem Zusammenbruch stand und Investitionen in solche Papiere &bdquo;deshalb ein unkalkulierbares Risiko bargen&ldquo;. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EFE5CCE7746DD49DCA7F03C4CF1241C19~ATpl~Ecommon~Scontent.html?nwl_themendestages\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ifo-Chef l&auml;sst gegen-hartz.de abmahnen <\/strong><br>\nDer Vorsitzende des IFO-Institutes, Prof. Hans-Werner Sinn, l&auml;sst den Hauptverantwortlichen der gegen-hartz.de Redaktion durch einen Anwalt kostenpflichtig abmahnen.<br>\nDer Vorsitzende des M&uuml;nchner Institutes f&uuml;r Wirtschaftsforschung (IFO), Prof. Hans Werner Sinn, hat den Hauptverantwortlichen der Redaktion &ldquo;gegen-hartz.de&rdquo; durch einen Anwalt kostenpflichtig abmahnen lassen. Hintergrund der Abmahnung war ein Artikel &uuml;ber die Forderung Sinns, &ldquo;Hartz-IV-S&auml;tze regionalisiert&rdquo; zu staffeln. Der Artikel war am 9. November 2009 auf der Website www.gegen-hartz.de erschienen. Der Artikel als solches wurde nicht beanstandet, lediglich die &Uuml;berschrift. Die &Uuml;berschrift dr&uuml;ckte aus, Herr Sinn w&auml;re f&uuml;r &bdquo;Hartz IV K&uuml;rzungen&ldquo;. Prof. Sinn sieht in der &Uuml;berschrift eine Falschaussage unsererseits. Doch wie kamen wir zu dieser Annahme? (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/ifo-chef-laesst-gegen-hartzde-abmahnen2311.php\">gegen-hartz.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>LAG Berlin best&auml;tigt: Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP ist nicht tariff&auml;hig<\/strong><br>\nDas LAG Berlin hat heute best&auml;tigt, dass die Christliche Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP keine Zeitarbeitstarifvertr&auml;ge abschlie&szlig;en darf. Inhaltlich begr&uuml;ndet wird die Entscheidung damit, dass es an der Tarifzust&auml;ndigkeit zum Abschluss dieser Vereinbarungen fehle. Zwar seien einzelne Teilgewerkschaften der CGZP (z.B. die CGM) tariff&auml;hig, diese d&uuml;rften ihre Zust&auml;ndigkeiten durch die Delagation der Verhandlungskompetenz auf die CGZP jedoch nicht unberechtigt ausweiten. Dar&uuml;ber hinaus hob das Gericht die Entscheidung des Arbeitsgerichts auf, mit der Ver.di die &bdquo;Antragsbefugnis&ldquo; in erster Instanz abgesprochen wurde. Nach dieser Entscheidung bleibt den Christlichen Gewerkschaften nun nur noch der Weg zum Bundesarbeitsgericht, um die mit dem Arbeitgeberverband Mittelst&auml;ndischer Personaldienstleister abgeschlossenen Tarifvertrag zu &bdquo;retten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitarbeit-und-recht.de\/tce\/frame\/main\/792.htm\">Zeitarbeit und Recht <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geldnot der Bundesl&auml;nder: Die Schuld der Schuldenbremse<\/strong><br>\nAngela Merkel gegen Peter Harry Carstensen, Guido Westerwelle kontra Wolfgang Kubicki, Union gegen Union, FDP gegen FDP: Man kann den Steuerkonflikt zwischen Bund und L&auml;ndern als einen peinlichen Familienstreit beschreiben, der nach au&szlig;en getragen wird. Aber bei dem Gezerre geht es um mehr als Gez&auml;nk. Die H&auml;rte der Auseinandersetzung l&auml;sst sich nur verstehen, wenn man die N&ouml;te der Bundesl&auml;nder in den Blick nimmt. Die Kompromisslosigkeit des freundlichen Christdemokraten Carstensen, die Renitenz der Sachsen-CDU und das Grummeln der anderen erkl&auml;rt sich durch die Zw&auml;nge der Schuldenbremse, die Union und SPD im Fr&uuml;hsommer ins Grundgesetz hineingeschrieben haben. Diese neue Defizitgrenze, von vielen str&auml;flich untersch&auml;tzt, bestimmt schon heute die politische Auseinandersetzung. Formal l&auml;sst sie den L&auml;ndern bis 2020 Zeit, die Haushalte auszugleichen. Erst dann d&uuml;rfen sie nur noch im Abschwung Kredite aufnehmen. Erst dann m&uuml;ssen strukturelle Defizite, die unabh&auml;ngig von der Konjunktur auftreten, verschwunden sein. Der Weg dorthin ist jedoch so weit und schwer, dass jede Landesregierung jetzt starten muss.<br>\nWas die Schuldenbremse in der Praxis bedeutet, hat das D&uuml;sseldorfer Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung am Beispiel zweier L&auml;nder durchgerechnet. Demnach plagt Schleswig-Holstein ein strukturelles Defizit von rund 1,5 Milliarden Euro, das in der n&auml;chsten Dekade verschwinden muss. Bei einem Haushaltsvolumen von zw&ouml;lf Milliarden Euro folge daraus ein &ldquo;gigantischer Konsolidierungsbedarf&rdquo;, so das IMK. Strukturell hei&szlig;t, dass die L&uuml;cke auch im Aufschwung nicht kleiner wird. Vielmehr muss Kiel selbst dann bei Lehrern und Polizei sparen, wenn die Wirtschaft wieder ins Laufen kommen sollte. Zwischen 1990 und 2008 erh&ouml;hte das Land die Ausgaben im Schnitt um 2,1 Prozent pro Jahr. Selbst bei guter Konjunktur m&uuml;ssten k&uuml;nftige Regierungen den Anstieg mehr als halbieren auf 1,0 Prozent pro Jahr. Im Verh&auml;ltnis zum Bruttoinlandsprodukt m&uuml;sste der Staatssektor deutlich schrumpfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2128442&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Orlando Pascheit:<\/strong> Die haushalts- und finanzpolitischen Sprecher der Union in den L&auml;ndern m&ouml;gen ja w&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen gefordert haben, &ldquo;die Verantwortung des Bundes, die Konsolidierungsbem&uuml;hungen in den L&auml;ndern nicht durch zus&auml;tzliche Einnahmeausf&auml;lle zu erschweren&rdquo;. Aber in der viel wichtigeren Frage haben sie im Juni im Bundesrat f&uuml;r die Aufnahme der Schuldenbremse in das deutsche Grundgesetz gestimmt &ndash; ein schwarzer Freitag&nbsp; f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>B&ouml;se &Uuml;berraschung<\/strong><br>\nVon Robert von Heusinger<br>\nDie Auftragseing&auml;nge f&uuml;r die deutsche Industrie sind ein Warnzeichen. Nach sieben Monaten Aufholjagd hat die Industrie im Oktober erstmals wieder einen R&uuml;ckschlag verkraften m&uuml;ssen: Binnen Monatsfrist gingen die Bestellungen &uuml;berraschend um 2,1 Prozent zur&uuml;ck. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet. Insbesondere die schw&auml;chere Auslandsnachfrage und weniger Gro&szlig;auftr&auml;ge machten dem verarbeitenden Gewerbe zu schaffen.\n<p>Besonders nachdenklich sollte der Einbruch im Autosektor stimmen. Er erinnere daran, was passiert, wenn die staatlichen Stimuli auslaufen, sagt Andreas Rees von Unicredit. So brachen die Auftr&auml;ge f&uuml;r den Automobilsektor aus dem Inland um 3,9 Prozent ein, die aus dem Ausland um 2,4 Prozent. Der Grund: die in Deutschland beendete und in immer mehr L&auml;ndern auslaufende Abwrackpr&auml;mie. Allein dieser Effekt habe die gesamten Auftr&auml;ge um 0,8 Prozentpunkte gedr&uuml;ckt, so Rees. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=2128241&amp;em_loc=31\">FR<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streik zeigt Wirkung<\/strong><br>\nArbeitsniederlegungen bei Daimler Sindelfingen lassen B&auml;nder im Werk Rastatt stillstehen. Konzernchef Zetsche verspricht &raquo;2000 alternative Arbeitspl&auml;tze&laquo;<br>\nDer Druck auf die Daimler-Spitze, den Streit um die Verlagerung der C-Klasse aus Sindelfingen zu beenden, nimmt zu. Obwohl der mit insgesamt 36000 Besch&auml;ftigten gr&ouml;&szlig;te Konzernstandort in erster Linie ein Montagewerk ist, stehen infolge der fortgesetzten Arbeitsniederlegungen im nahegelegenen Rastatt bereits die B&auml;nder still. Am Montag versuchte Konzernchef Dieter Zetsche auf einer Betriebsversammlung, die Gem&uuml;ter zu beruhigen &ndash; ohne Erfolg. Auch an diesem Tag fiel die Produktion weitgehend aus. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat werden heute fortgesetzt.\n<p>&raquo;Niemand im Werk Sindelfingen wird durch die Entscheidung zur C-Klasse seine Arbeit verlieren&laquo;, erkl&auml;rte Zetsche am Montag vor der Belegschaft. Begr&uuml;&szlig;t worden war der Vorstandsvorsitzende in Sindelfingen mit lauten Pfiffen und Buhrufen. Neben dem Roadster SL, dessen Produktion aus Bremen nach Sindelfingen verlagert werden soll, w&uuml;rden weitere &raquo;zukunftsf&auml;hige Arbeitspl&auml;tze&laquo; geschaffen, versicherte Zetsche. &raquo;Zus&auml;tzlich zu den Arbeitspl&auml;tzen, die durch die SL-Montage entstehen, werden wir in Summe der genannten Ma&szlig;nahmen 2000 Arbeitspl&auml;tze hier in Sindelfingen alternativ anbieten.&laquo; (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-08\/047.php\">junge Welt<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Beton dr&uuml;ber<\/strong><br>\nBundesamt will Endlager f&uuml;r Atomm&uuml;ll in Morsleben verf&uuml;llen. Initiative ruf zu Einspr&uuml;chen auf. Einwendungsfrist endet am 21. Dezember<br>\n(&hellip;)<br>\nIn dem fr&uuml;heren Kali- und Steinsalzbergwerk wurden rund 37000 Kubikmeter schwach und mittelradioaktive Abf&auml;lle verbuddelt. Das Endlager hatte 1990 die Bundesregierung von der DDR &uuml;bernommen. Der gr&ouml;&szlig;te Teil des eingelagerten M&uuml;lls stammt aus westdeutschen Atomkraftwerken, Forschungseinrichtungen, Sammelstellen und Kliniken. Seit 1998 wird in Morsleben nicht mehr eingelagert.\n<p>In den n&auml;chsten 20 Jahren will das BfS die Deponie schlie&szlig;en. Das Konzept sieht vor, da&szlig; die Hohlr&auml;ume mit rund acht Millionen Tonnen Spezialbeton verf&uuml;llt werden. Angeblich k&ouml;nnen die Abf&auml;lle so dauerhaft von der Umwelt ferngehalten werden, und niemand k&auml;me mehr an sie heran. B&uuml;rgerinitiativen stellen die Pl&auml;ne an den Pranger, sie sehen dabei vor allem die Langzeitsicherheit bedroht.<\/p>\n<p>&raquo;Schon jetzt br&ouml;ckelt es an allen Ecken und Enden&laquo;, erkl&auml;rt etwa die B&uuml;rgerinitiative Morsleben. &raquo;Niemand kann wissen, was mit Bauwerken in Tausenden von Jahren passiert.&laquo; Einige Antiatomgruppen fordern, auch eine Bergung des Atomm&uuml;lls zu pr&uuml;fen. Das wird als eine m&ouml;gliche Variante im nicht weit entfernten Atomm&uuml;lllager Asse diskutiert.<\/p>\n<p>Da die Stillegung nach dem Atomrecht erfolgt, mu&szlig; &uuml;ber die Einw&auml;nde der B&uuml;rger bei einem &ouml;ffentlichen Er&ouml;rterungstermin beraten werden. Allerdings ist damit zu rechnen, da&szlig; die Pl&auml;ne des BfS vom Umweltministe&shy;rium in Magdeburg genehmigt werden. Das kann aber noch dauern, Beobachter gehen von bis zu f&uuml;nf Jahren aus. Weitere 15 Jahre werden f&uuml;r die technische Umsetzung der Schlie&szlig;ung veranschlagt. Die Kosten f&uuml;r die Stilllegung nach dem BfS-Plan beziffern Experten mit bis zu 2,2 Milliarden Euro. Gr&uuml;ne und Linke verlangen, da&szlig; die Atomwirtschaft f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Summe aufkommen soll. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-07\/037.php\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>PK:<\/strong> Vor lauter Euphorie &uuml;ber die M&ouml;glichkeit, die Atomanlagen 20-30 Jahre l&auml;nger als geplant und vereinbart laufen zu lassen (Stichwort: Br&uuml;ckentechnologie), schweigt die Bundesregierung zu dem Problem der Endlagerung des in dieser Zeit zus&auml;tzlich produzierten Atomm&uuml;lls. Mindestens 1000 Jahre soll der Atomm&uuml;ll sicher vor der Umwelt gelagert werden. Ein Verbrechen an den nachfolgenden Generationen, wenn wir mit ansehen m&uuml;ssen, dass die Atombetreiber und ihre willigen Helfer in der Politik unf&auml;hig sind, selbst nur die &bdquo;schwach und mittelradioaktive&ldquo; Stoffe sicher zu lagern. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland will Afghanen entsch&auml;digen<\/strong><br>\nDrei Monate nach dem umstrittenen Nato-Luftangriff auf zwei Tanklastz&uuml;ge am Kundus-Fluss in Afghanistan hat die Bundesregierung eine schnelle Entsch&auml;digung f&uuml;r die zivilen Opfer des Bombardements in Aussicht gestellt. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums k&uuml;ndigte am Montag Verhandlungen mit dem Opfer-Anwalt Karim Popal an. Bei dem von einem deutschen Oberst befohlenen Luftangriff waren bis zu 142 Menschen get&ouml;tet worden. Man werde mit dem Anwalt der Angeh&ouml;rigen verhandeln, wie die Entsch&auml;digungsforderungen konkret umgesetzt werden k&ouml;nnten, sagte der Sprecher. &bdquo;Wir k&uuml;mmern uns, wir haben verschiedene Optionen.&ldquo; Es gehe um die Abw&auml;gung, ob das Ministerium sich auf einen jahrzehntelangen Rechtsstreit einlassen wolle oder sich au&szlig;ergerichtlich im Interesse der Opfer mit dem Anwalt einige. Eine m&ouml;gliche au&szlig;ergerichtliche Entsch&auml;digungszahlung bedeute aber nicht die Anerkennung einer Rechtspflicht.<br>\nDie Frage, wer von den Opfern Zivilist war, soll nach Angaben des Sprechers in Verhandlung mit dem Angeh&ouml;rigen-Anwalt gekl&auml;rt werden. Dabei werde das Ministerium nicht versuchen, &bdquo;m&ouml;glichst wenige zivile Opfer auszuhandeln&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2969766?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Orlando Pascheit:<\/strong> Die intensive Recherche von Karim Popal&nbsp; stellt alle bisherigen Aussagen zum Anteil der zivilen Opfer auf den Kopf. Er nennt 179 Personen als zivile Opfer, 20 gelten als vermi&szlig;t, 22 sind verletzt, und 137 sind gestorben &ndash; darunter 36 Kinder zwischen f&uuml;nf und 16 Jahren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das ist eine unversch&auml;mte Arroganz<\/strong><br>\nEin deutsch-afghanischer Anwalt hat in Kundus recherchiert: Fast alle Toten beim Bombenangriff waren Zivilisten. Gespr&auml;ch mit Karim Popal, Rechtsanwalt in Bremen. Er setzt sich f&uuml;r die Hinterbliebenen der Opfer des Bundeswehr-Luftangriffs in der Region Chardara in Afghanistan ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-01\/052.php?print=1\">junge Welt <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Von Stalingrad nach Afghanistan<\/strong><br>\nSoldaten der Bundeswehr werden mit Lehrmaterial der Wehrmacht im Krieg f&uuml;r ihre Eins&auml;tze ausgebildet. Der Historiker Detlef Bald hat diese Praxis kritisch analysiert. VON BETTINA GAUS<br>\nOb es ein Krieg ist, den die Bundeswehr in Afghanistan f&uuml;hrt, dar&uuml;ber streiten derzeit Politiker. Innerhalb des Milit&auml;rs wird nicht gestritten, jedenfalls nicht &ouml;ffentlich. Richtlinien f&uuml;r die Ausbildung von Rekruten liefern jedoch deutliche Hinweise auf das Selbstverst&auml;ndnis der Armee.<br>\nDie Bef&auml;higung &ldquo;zum feldverwendungsf&auml;higen Soldaten&rdquo; ist ein Lernziel der Grundausbildung, nachzulesen in entsprechenden Anweisungen des Heeresamtes aus dem Jahr 2006. Trainiert wird &ldquo;der einsatzbezogene Gefechtsdienst&rdquo; der &ldquo;kleinen Kampfgemeinschaft&rdquo;.<br>\nDer Historiker Detlef Bald hat im neuen Heft des Instituts f&uuml;r Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit&auml;t Hamburg zum Thema &ldquo;Bundeswehr im Krieg &ndash; wie kann die Innere F&uuml;hrung &uuml;berleben?&rdquo;, das heute ver&ouml;ffentlicht wird, die Ausbildungsrichtlinien und -materialien der Bundeswehr kritisch analysiert, und er kommt dabei zu ebenso &uuml;berraschenden wie best&uuml;rzenden Ergebnissen.<br>\nDie beiden B&uuml;cher &ldquo;Einsatznah ausbilden&rdquo; sowie &ldquo;&Uuml;ben und schie&szlig;en&rdquo;, die in der Grundausbildung seit vielen Jahren benutzt werden, dienen Ausbildern als Nachschlagewerke, die ihnen helfen sollen, &ldquo;an den Erfordernissen des Krieges ausgerichtete Ausbildung&rdquo; zu gew&auml;hrleisten.<br>\nDarin findet sich die Empfehlung: Die &ldquo;Vorstellung von Kriegswirklichkeit&rdquo; soll unter anderem durch beispielhafte Erfahrungsberichte des deutschen Heeres im Zweiten Weltkrieg herangezogen werden, die als &ldquo;zeitlos&rdquo; g&uuml;ltige Lehren betrachtet werden.<br>\nZeitlos? Das ist in mehrfacher Hinsicht seltsam. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/von-stalingrad-nach-afghanistan\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab<\/strong><br>\nChaos an den Unis, marode Geb&auml;ude &ndash; doch die Studenten studieren so gern wie nie zuvor, behaupten Bildungspolitiker. Das stimmt nicht: Einer neuen Studie zufolge f&auml;ngt ein Drittel der potentiellen Studenten kein Studium an, weil es ihnen am Geld fehlt und Studiengeb&uuml;hren sie abschrecken.<br>\nMan kann es drehen, wie man will: Wenn junge Leute an eine Uni oder Fachhochschule gehen k&ouml;nnten, aber nicht wollen, liegt es vor allem am Geld.\n<p>Wie stark Geldsorgen verhindern, dass in Deutschland mehr Schulabg&auml;nger ein Studium beginnen, belegt die vorl&auml;ufige Fassung einer Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Danach l&auml;sst ein knappes Drittel der potentiellen Studenten das Ticket f&uuml;r ein Hochschulstudium ungenutzt verfallen &ndash; vor allem, weil sie f&uuml;rchten, sich ein Studium nicht leisten zu k&ouml;nnen, oder weil sie schnell eigenes Geld verdienen wollen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,665039,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p>HIS Dokumentation: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/publikation\/archiv\/X_Pub\/index_html?reihe_nr=U1103\">Studienberechtigte 2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Allerletzte:<\/strong><br>\nKurze Videodoku &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.vimeo.com\/8032263\">R&auml;umung des Frankfurter &ldquo;Casinos&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nachrufe:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong><a name=\"h18_01\"><\/a>Vater des Memorandums<\/strong><br>\nWer sich in Deutschland aus linker Sicht mit den Vorg&auml;ngen in der Wirtschaft befasste, kam kaum an ihm vorbei: J&ouml;rg Huffschmid, pensionierter Hochschullehrer f&uuml;r politische &Ouml;konomie an der Universit&auml;t Bremen, war einer der renommiertesten &Ouml;konomen des Landes. Am Samstag ist er im Alter von 69 Jahren gestorben.<br>\nZusammen mit Rudolf Hickel und Herbert Schui gr&uuml;ndete Huffschmid 1975 die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik. Ihr j&auml;hrliches Memorandum hat sich l&auml;ngst als Gegengutachten zu den offiziellen Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage etabliert. Im Gegensatz zu den von der Regierung beauftragten Wirtschaftsweisen setzt sich die Memorandum-Gruppe f&uuml;r eine keynesianisch orientierte Politik ein, um den Teufelskreis von Nachfrageschw&auml;che und Massenarbeitslosigkeit zu durchbrechen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2009%2F12%2F07%2Fa0127&amp;cHash=e2ab63ce8e\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung Orlando Pascheit: <\/strong>Huffschmids gro&szlig;es Thema der letzten Jahre waren die Finanzm&auml;rkte. Bereits 1997 sprach er von der &ldquo;Verbesserung der Bankenaufsicht und der Verteuerung von kurzfristigen Geld und Kapitalfl&uuml;ssen durch Einf&uuml;hrung einer Transaktionssteuer &uuml;ber die Wiedereinf&uuml;hrung des Instrumentariums von administrativen Kapitalverkehrskontrollen bis zur Errichtung eines globalen w&auml;hrungspolitischen Kooperationssystems, das die Wechselkurse der wichtigsten Weltw&auml;hrungen stabilisiert und damit auch eine solidere Grundlage f&uuml;r regionale Kooperationen und W&auml;hrungsunionen darstellt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.glasnost.de\/oeko\/huffsch2.html\">glasnost.de<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong><a name=\"h18_02\"><\/a>Der Unbequeme <\/strong><br>\nBILDHAUER UND ANTIFASCHIST Er war ber&uuml;hmt f&uuml;r seine kompromisslose Haltung in politischen wie k&uuml;nstlerischen Fragen. Der Wiener Bildhauer Alfred Hrdlicka verstarb am Samstag in Wien.<br>\nWenn ein bekennender Stalinist von der Kirche beauftragt wird, eine Skulptur f&uuml;r eines der wichtigsten Gottesh&auml;user zu schaffen, muss es sich um einen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Menschen handeln. Eines der letzten Werke, das Alfred Hrdlicka fertigstellen konnte, steht im Wiener Stephansdom: ein Bronzerelief der Ordens- und Krankenschwester Restituta Kafka, die vor elf Jahren vom Papst seliggesprochen wurde. Was den K&uuml;nstler mit der frommen Frau verband, war die Verfolgung durch die Nazis. Sie wurde 1943 guillotiniert, weil sie mit ihrer Regimekritik kein Blatt vor den Mund nahm, er konnte als Jugendlicher den F&auml;ngen der braunen H&auml;scher entgehen, blieb aber sein Leben lang geradezu besessen, gegen Faschismus und Diktatur anzuk&auml;mpfen. Dieses Leben endete am Samstag in Wien.<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2009%2F12%2F07%2Fa0024&amp;cHash=f98fd2e6b9\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18_03\"><\/a><strong>Sp&auml;te Ruhe<\/strong><br>\nWAS SAGT UNS DAS? Der unter Pinochet ermordete S&auml;nger V&iacute;ctor Jara wird zum zweiten Mal beigesetzt<br>\nAm 18. September 1973 bestattete Joan Turner Jara ihren Mann in aller Stille auf Santiagos Zentralfriedhof. Am Samstag kam die Engl&auml;nderin mit ihren T&ouml;chtern Amanda und Manuela zur&uuml;ck &ndash; in Begleitung von Tausenden, die f&uuml;nf Stunden lang mit dem Sarg V&iacute;ctor Jaras durch Chiles Hauptstadt gezogen waren. Mit seinen Liedern und vielen roten Fahnen machten sie den Trauermarsch zur bewegendsten Demonstration der letzten Jahre gegen das Grauen der Pinochet-Diktatur (1973-1990).<br>\nZuvor hatten sich die ChilenInnen w&auml;hrend einer zweit&auml;gigen Totenwache von Jara verabschiedet, darunter auch die Pr&auml;sidentin. &ldquo;Wir haben 36 Jahre daf&uuml;r gebraucht&rdquo;, sagte Michelle Bachelet, &ldquo;endlich kann er in Frieden ruhen. Doch es gibt noch viele andere Familien, deswegen m&uuml;ssen wir vorankommen mit Wahrheit und Gerechtigkeit.&rdquo;<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=tz&amp;dig=2009%2F12%2F07%2Fa0021&amp;cHash=d48d06ea5c\">taz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(PK\/AM)<\/p>\n<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute unter anderem zu diesen Themen:<br \/> Wachstumsbeschleunigungsgesetz; weltweit 20 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichtet; Finanztransaktionssteuer; Razzia bei der LBBW; Zeitarbeitsgewerkschaft CGZP ist nicht tariff&auml;hig; Deutschland will Afghanen entsch&auml;digen; Geldsorgen halten Abiturienten vom Studium ab; Videodoku &uuml;ber die R&auml;umung des<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4394\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4394\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}