{"id":43953,"date":"2018-05-15T08:24:10","date_gmt":"2018-05-15T06:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953"},"modified":"2018-05-15T08:24:10","modified_gmt":"2018-05-15T06:24:10","slug":"hinweise-des-tages-3119","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h01\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h02\">Deutschland sollte Autobahnen bauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h03\">Why Macron Is Not The New Left<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h04\">Dramatischer Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h05\">Geheimdienste werfen Russland Unterst&uuml;tzung von Separatisten vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h06\">Die Wahnsinnsidee von der Mikrofinanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h07\">Auf die Qualit&auml;t der Arbeit kommt es an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h08\">Jugend&auml;mter vor dem Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h09\">Deutschland erh&ouml;ht Verteidigungsausgaben leicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h10\">Das n&auml;chste unschuldige Volk wird geopfert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h11\">Ein R&uuml;stungsfonds f&uuml;r die Weltmacht Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h12\">Weder Krieg noch Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h13\">Gescheiterte Globalisierung &ndash; Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h14\">Ein neomarxistisches Pamphlet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43953#h15\">Dengler: Fremde Wasser<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Umzug der US-Botschaft als &ldquo;Wegstation zum Frieden&rdquo; und &uuml;ber 50 Tote<\/strong><br>\nProteste von 40.000 Pal&auml;stinensern und ein hartes Vorgehen der IDF, das mit Terrorakten der Hamas begr&uuml;ndet wird<br>\nDie heutigen Feierlichkeiten in Jerusalem hatten etwas Entr&uuml;cktes. Das war an den geladenen G&auml;sten abzulesen, unter denen sich die &ldquo;kontroversen Prediger&rdquo; (CNN) John Hagee und Robert Jeffress befanden, die mit seltsamen Aussagen aufgefallen sind: &ldquo;Ebola ist die Rache Gottes, weil Obama versucht, Jerusalem zu teilen&rdquo; (Hagee) oder dass Religionen wie der Islam, das Judentum, der Hinduismus und das Mormonentum &ldquo;in die H&ouml;lle f&uuml;hren&rdquo; (Jeffress). Beide Priester haben ein gewisses Standing bei den W&auml;hlern Trumps und beim Pr&auml;sidenten selbst. Ihre Ansichten sind sehr speziell.<br>\nAuch dass der Schwiegersohn eines Pr&auml;sidenten als dessen politischer Vertreter vor Ort ist wie fr&uuml;her bei K&ouml;niglichen &uuml;blich, ist Anfang des 21. Jahrhunderts f&uuml;r eine moderne Demokratie speziell. Der Mann von Ivanka Trump hat eine gro&szlig;e Aufgabe: Jared Kushner ist zust&auml;ndig f&uuml;r den gro&szlig;en Friedensplan zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Entr&uuml;ckung steckt nach Stand der Dinge in der Arbeitshypothese Kushners, der den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem als eine Station auf dem Weg zum Frieden im Nahen Osten darstellt. Am selben Tag wird von &uuml;ber 50 Toten bei Protesten berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Israel-Der-Umzug-der-US-Botschaft-als-Wegstation-zum-Frieden-und-ueber-50-Tote-4049162.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Life by the Sword Has Paid Off<\/strong><br>\nIran has been publicly humiliated, the Palestinians are crushed, and on Monday they will be stomped on with pomp and circumstance as the American Embassy opens in Jerusalem. These are days of great victory for Netanyahu.<br>\nThese are days of great victory for Prime Minister Benjamin Netanyahu, for the right wing and for nationalistic Israel. These are days of victory for their path, the path of force, and of their faith, the faith in the chosen people who can do anything they please.<br>\nIran has been publicly humiliated, the Palestinians are crushed, and on Monday they will be stomped on with pomp and circumstance as the American Embassy opens in Jerusalem. Gaza is besieged, and Israel is rejoicing. On Sunday, Jerusalem Day, innocent people might be killed in Gaza and Jerusalem.<br>\nOn May 14, the day of the embassy move, innocents will certainly be killed in Gaza and the West Bank; the day after, Nakba Day, many more will be killed.<br>\nThe Israeli victory, a brief biography: piles of bodies of Palestinians, whom the world has stopped caring about, a siege on Gaza which also doesn&rsquo;t interest anyone, Iranian bases bombed without response, Iran under sanctions and an American Embassy in Jerusalem, a gift to the occupier and a slap in the face of the occupied. There is good reason for the joyous cries of victory in Israel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/life-by-the-sword-has-paid-off-1.6076756\">Haaretz<\/a><\/li>\n<li><strong>U.S. Media Whitewashes Gaza Massacre<\/strong><br>\nAs Israel killed more than 50 Palestinians in cold blood protesting the American embassy move on Monday, U.S. corporate media failed to accurately report what happened in Gaza, once again meekly protecting the government line, argues Joe Lauria.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/05\/14\/u-s-media-whitewashes-gaza-massacre\/\">Consortiumnews<\/a>\n<p><strong>dazu: When Is a Massacre Not a Massacre?<\/strong><br>\nOn the day the Israeli Defence Force massacred dozens of unarmed Palestinians in Gaza and maimed over 400 more, our media has carefully avoided the use of the word massacre. Here is a Google search of News I did five minutes ago on the word &ldquo;massacre&rdquo;. [&hellip;]<br>\nThe Western media far prefers the word &ldquo;clashes&rdquo; to &ldquo;massacre&rdquo;. Because those terrible Palestinians insist upon demonstrating against the continuing theft of all their land and resources, and keep attacking innocent Israeli bullets with their heads and bodies. If you look through the Google search of News this time for &ldquo;clashes&rdquo;, you discover that the western and Israeli media peculiarly have precisely the same preference for this entirely inappropriate word. That, again, is fascinating.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2018\/05\/when-is-a-massacre-not-a-massacre\/\">Craig Murray<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>USA blockieren Ermittlung zu Gewalt in Gaza<\/strong><br>\nBei Zusammenst&ouml;&szlig;en am Gazastreifen werden viele Pal&auml;stinenser get&ouml;tet, doch die USA lehnen eine Untersuchung bei den Vereinten Nationen ab. Pal&auml;stinenser und Israelis schieben sich gegenseitig die Schuld zu.<br>\nNach der Gewalt an der Gaza-Grenze mit Dutzenden get&ouml;teten Pal&auml;stinensern lehnen die USA eine unabh&auml;ngige Untersuchung der Konfrontationen ab.<br>\nUnter den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats kursierte am Montag der Entwurf f&uuml;r eine gemeinsame Stellungnahme zu der Gewalt, in der auch eine solche Untersuchung gefordert wurde. Diesen Entwurf blockierten die USA jedoch, wie ein Diplomat der Deutschen Presse-Agentur best&auml;tigte. Der Rat will heute &uuml;ber die Lage beraten und sich dabei auch vom Nahost-Beauftragten Nikolaj Mladenow informieren lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/nahost-usa-blockieren-ermittlung-zu-gewalt-in-gaza-a-1505880\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschland sollte Autobahnen bauen<\/strong><br>\nDie Bundeswehrtagung dreht sich heute um K&ouml;nnen und Aufgaben der deutschen Armee. Doch f&uuml;r mehr schweres Ger&auml;t braucht es auch eine funktionierende Infrastruktur, die nicht nur der Truppe zu Gute k&auml;me. [&hellip;]<br>\nDeutschland muss selbstverst&auml;ndlich auch mehr Panzer und mehr U-Boote kaufen. Mehr Haubitzen und gepanzerte Transportfahrzeuge w&auml;ren auch w&uuml;nschenswert. Aber selbst 1000 neue Panzer w&uuml;rden der Sicherheit Europas kaum dienen, denn sie w&uuml;rden eine m&ouml;gliche Kampfzone im Osten Europas wahrscheinlich nicht erreichen. Ein Stau von Panzern aller Nato-Nationen auf den Autobahnen schreckt niemanden ab, rasch vorw&auml;rtskommende Konvois dagegen sehr. Das dringendste Problem in der europ&auml;ischen Sicherheit ist also die mangelhafte Infrastruktur.<br>\nIn ihrem im M&auml;rz vorgestellten Military Mobility-Plan will die EU-Kommission die dr&auml;ngendsten M&auml;ngel beheben. Die B&uuml;rokratie soll auf ein Minimum begrenzt werden, damit Truppen nicht an EU-Innengrenzen kostbare Zeit geraubt wird. Infrastruktur soll modernisiert werden, damit etwa Br&uuml;cken wie im Kalten Krieg nicht nur Lastkraftwagen, sondern auch Panzer tragen k&ouml;nnen. Das ist ein guter Anfang, die Nato hat sich &auml;hnliche Ziele gesetzt. [&hellip;]<br>\nGerade deshalb muss insbesondere die Bundesrepublik wieder &bdquo;panzerfit&ldquo; werden &ndash; und &bdquo;panzerfit&bdquo; hei&szlig;t auch &bdquo;Lkw-fit&ldquo; und &bdquo;Pkw-fit&ldquo;. Denn Infrastruktur, die milit&auml;rische Standards erf&uuml;llt, ist auch f&uuml;r das zivile Leben ein Plus. Das erkannte bereits der amerikanische Pr&auml;sident Dwight Eisenhower, im Zweiten Weltkrieg Oberbefehlshaber der alliierten Streitkr&auml;fte in Nordwesteuropa. Dort hatte ihn das deutsche Autobahn-System so sehr beeindruckt, das er sp&auml;ter als Pr&auml;sident das National System of Interstate and Defense Highways ins Leben rief. Milit&auml;rkonvois, vor allem aber unz&auml;hlige zivile Unternehmen und Privatleute, benutzen die Highways seither flei&szlig;ig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/neue-verteidigungsausgaben-deutschland-sollte-autobahnen-bauen-15584701.html?GEPC=s73\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein Gastartikel, bei dem man sich fragt, ob das Satire ist oder aus einem Paralleluniversum stammt. Die Autoren sind &uuml;brigens ein ehemaliger amerikanischer Vier-Sterne-General und eine Mitarbeiterin des haupts&auml;chlich von der R&uuml;stungsindustrie finanzierten transatlantischen Think Tanks &bdquo;Atlantic Council&ldquo;. Es ist erschreckend, das solche &bdquo;Aufmarschpl&auml;ne&ldquo; f&uuml;r einen Angriff auf Russland in einem seri&ouml;sen deutschen Medium &uuml;berhaupt publiziert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Why Macron Is Not The New Left<\/strong><br>\nSince his election in May 2017, international observers have fairly unanimously welcomed Emmanuel Macron as today&rsquo;s modernizing figure in French politics and depicted him as a pro-European Social Democrat with an assertive reformist touch. Yet, it took no longer than one year for the French to qualify him as a &ldquo;right wing&rdquo; president. Looking at his political agenda and governing style, there are indeed no grounds for thinking that l Macron contributes to the renewal of social democracy in any sense or way.<br>\nThe French President has attracted enormous sympathy due to his bold voluntarism on the international stage, currently populated mainly by various kinds of autocrats, an outrageous Donald Trump and a declining Angela Merkel. But behind the seductive style of a young and charismatic leader, a careful examination of his domestic action unveils a blend of socio-economic neoliberalism, authoritarian conservatism and monarchical governing philosophy.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.socialeurope.eu\/why-macron-is-not-the-new-left\">Social Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dramatischer Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nMit knapp 490.000 unbesetzten Stellen hat der Fachkr&auml;ftemangel in den MINT-F&auml;chern ein Allzeithoch erreicht. &Auml;ltere Arbeitskr&auml;fte gehen in Rente und zu wenige r&uuml;cken nach, so der Befund des MINT-Fr&uuml;hjahrsreports. Der Bedarf an Fachkr&auml;ften steige aber nicht nur aufgrund der guten Konjunktur.<br>\nSeit 2011 erheben der Arbeitgeberverband, der Bundesverband der deutschen Industrie und die Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie, kurz Gesamtmetall, Zahlen zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt in MINT-Berufen im sogenannten Fr&uuml;hjahrsreport.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mint-fruehjahrsreport-2018-dramatischer-fachkraeftemangel.680.de.html?dram:article_id=417920\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man geht hier offenbar nach dem Motto vor, dass man eine L&uuml;ge nur oft genug wiederholen muss damit sie geglaubt wird. Woher stammen diese absurden Zahlen, auf welcher Grundlage wurden sie berechnet? Wenn dies so w&auml;re, dann m&uuml;sste die Geh&auml;lter ja explodieren. So ist es aber nicht. Aber man muss nur sehen von wem dieser &bdquo;MINT-Fr&uuml;hjahrsreport&ldquo; herausgegeben wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Klar wird auch sofort &bdquo;qualifizierte Zuwanderung&ldquo; gefordert. Hier harmonieren die &bdquo;Neue Linke&ldquo; und das Kapital mit der Forderung nach &bdquo;offenen Grenzen&ldquo; offensichtlich bestens. Und nach wie vor wird in diesem Zusammenhang die Frage nicht beantwortet weshalb man mit 50+, eben auch als &bdquo;qualifizierte Fachkraft&ldquo;, keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wie passt das zum Fachkr&auml;ftemangel:<\/em><\/p>\n<p><strong>44 Prozent der Neuvertr&auml;ge sind befristet<\/strong><br>\nMinijobs, Teilzeit, Leiharbeit &ndash; so sieht der Arbeitsmarkt in Deutschland aus. Mehr noch: Fast die H&auml;lfte der Neuvertr&auml;ge ist befristet &ndash; ein Thema, &uuml;ber das aktuell in Zusammenhang mit der Deutschen Post besonders hei&szlig; diskutiert wird.<br>\nMehr Niedrigl&ouml;hner, h&auml;ufigere Erreichbarkeit und der Einzug der Roboter: Die Arbeitswelt vieler Menschen in Deutschland hat sich schon in den vergangenen Jahren deutlich ver&auml;ndert und steht nun vor einer gro&szlig;en Herausforderung. Das geht aus dem &bdquo;Atlas der Arbeit&ldquo; hervor, der am Montag in Berlin vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) vorgestellt wurde.<br>\n&bdquo;Man befindet sich heute in einer revolution&auml;ren Situation&ldquo;, sagte Michael Guggemos, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der gewerkschaftsnahen HBS. Technikgetrieben entst&uuml;nden Crowdworking, also die standortunabh&auml;ngige Auftragsverteilung &uuml;bers Internet, sowie neue Dienstleistungen, etwa durch Plattform-Betreiber wie den Fahrtenvermittler Uber und den Essenslieferdienst Foodora.<br>\nAuch diese Unternehmen m&uuml;ssten ihre Arbeitgeberverantwortung wahrnehmen und etwa Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und Mindestl&ouml;hne zahlen, forderte Reiner Hoffmann, der Chef des DGB bei der Vorstellung des &bdquo;Atlas der Arbeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/atlas-der-arbeit-sieht-arbeitswelt-vor-starkem-wandel-15578421.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was soll das? Solange der DGB nutzlose Appelle (oder soll man &ldquo;Bettelaufrufe&rdquo; sagen?) an die nicht vorhandene &ldquo;Arbeitgeberverantwortung&rdquo; von Plattform-Betreibern richtet und ein Defilee von Spitzenpolitikern auflaufen l&auml;sst, die genau f&uuml;r diese grauenhaften Zust&auml;nde verantwortlich sind, vorweg den Agenda-2010-Architekten Frank-Walter Steinmeier, statt endlich auf den Tisch zu hauen und eine durchgreifende Reregulierung von der Politik zu fordern; solange der DGB also so ein handzahmes Anh&auml;ngsel von SPD und CDU bleibt, wird er weiter in die verdiente Bedeutungslosigkeit abdriften.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geheimdienste werfen Russland Unterst&uuml;tzung von Separatisten vor<\/strong><br>\nStiftet Russland gezielt Unfrieden in der EU? Davon gehen europ&auml;ische Geheimdienste aus. Aktuelles Beispiel: der Separatismus in Katalonien.<br>\nWird der &ouml;ffentliche Streit um ein unabh&auml;ngiges Katalonien von russischen Trollen angeheizt? Die deutschen Sicherheitsbeh&ouml;rden gehen davon aus. Sie haben offenbar Hinweise, dass Russland die katalanische Separatistenbewegung mit Propaganda unterst&uuml;tzt.<br>\nDer Pr&auml;sident des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz(BfV), Hans-Georg Maa&szlig;en, sagte bei einem internationalen Geheimdiensttreffen in Berlin, er habe diese Informationen nicht aus erster Hand. Sie kl&auml;ngen aber &ldquo;sehr plausibel&rdquo;. Nach Informationen des Bundesnachrichtendienstes geht es um Unterst&uuml;tzung im Bereich von Desinformation und Propaganda und nicht um finanzielle Zuwendungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/katalonien-geheimdienste-werfen-russland-unterstuetzung-von-separatisten-vor-a-1207651.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> War doch klar, hinter den Sezessionsbestrebungen Kataloniens kann nur der Russe stecken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Wahnsinnsidee von der Mikrofinanz<\/strong><br>\nAlles begann mit einer sehr optimistischen Idee. Vor rund drei&szlig;ig Jahren noch glaubte man, dass die perfekte Idee zur Bek&auml;mpfung von Arbeitslosigkeit und Armut in den Entwicklungsl&auml;ndern in Form von Mikrokrediten gefunden war.<br>\nMikrofinanz meint die Bereitstellung zahlreicher, winziger Mikrokredite, die von den Armen genutzt werden sollten, um sich eine das Einkommen sichernde T&auml;tigkeit aufzubauen. Die Idee der Mikrofinanz ist am engsten mit dem in den USA ausgebildeten &Ouml;konomen aus Bangladesch und Friedensnobelpreistr&auml;ger von 2006, Dr. Muhammad Yunus, verbunden.<br>\nDa dieser Ansatz die Selbsthilfe und das individuelle Unternehmertum feiert und damit implizit alle Formen kollektiver Anstrengungen diskreditiert, wie etwa Gewerkschaften, soziale Bewegungen, Genossenschaften, &ouml;ffentliche Ausgaben, eine gegen die Armut gerichtete staatliche Entwicklungsstrategie (developmental state) und kollektive Ma&szlig;nahmen zur gerechteren Umverteilung von Reichtum und Macht, verliebten sich die neoliberalen Entscheidungstr&auml;ger in der internationalen Entwicklungshilfe-Community sofort in diese Idee. Die Weltbank, die amerikanische entwicklungspolitische Beh&ouml;rde USAID und andere Organisationen begannen daher, das Konzept aggressiv voranzutreiben. Um gleichzeitig auch den allgemeinen Bedarf an Subventionen und Zusch&uuml;ssen zu reduzieren, stand schnell fest, dass man die Mikrofinanz in ein gewinnorientiertes Gesch&auml;ft umwandeln wollte. Sie wurde somit schnell zum profiliertesten, am gro&szlig;z&uuml;gigsten finanzierten und angeblich effektivsten Instrument der internationalen Entwicklungsgemeinschaft.<br>\nLeider ist inzwischen ziemlich deutlich geworden, dass Yunus sich irrte. Die letzten 30 Jahre haben klar gezeigt, dass die Mikrofinanz ein Teil des Problems ist und nicht die L&ouml;sung, und dass sie die nachhaltige Armutsbek&auml;mpfung in den Entwicklungsl&auml;ndern behindert. Es fehlen stichhaltige Beweise daf&uuml;r, dass sich die Mikrofinanz positiv auf das Wohlergehen der Armen ausgewirkt h&auml;tte. Seit 1990 ist der Mikrofinanzsektor eher durch eine zunehmende, spektakul&auml;re und der Wall Street &auml;hnliche Raff- und Profitgier, durch Kundenmissbrauch und Marktchaos gekennzeichnet. Es stellt sich heraus, dass die Mikrofinanz gr&ouml;&szlig;tenteils nur durch Hype, geschickte &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, die Unterst&uuml;tzung von Prominenten und einem konstanten Strom von quasi-religi&ouml;sen Verk&uuml;ndungen von Yunus und seinen Gefolgsleuten vorangetrieben wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/die-wahnsinnsidee-von-der-mikrofinanz--2199.html\">Blickpunkt Wiso<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf die Qualit&auml;t der Arbeit kommt es an<\/strong><br>\nAuch im ersten Quartal 2018 hat die Erwerbst&auml;tigkeit in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugenommen. Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, warnt aber vor Euphorie: &bdquo;Im Grundsatz ist mehr Erwerbst&auml;tigkeit zwar eine gute Nachricht &ndash; doch es kommt nicht nur auf die Quantit&auml;t der Arbeit an, sondern vor allem auf deren Qualit&auml;t. Hier sind leider kaum Verbesserungen zu erkennen.&ldquo; Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Schaut man sich die Zahlen n&auml;her an, ergibt sich ein ern&uuml;chterndes Bild. Die Arbeitsmenge nimmt kaum zu, sie verteilt sich lediglich auf immer mehr Menschen. Besonders bei Frauen ist vor allem Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch. Viele dieser Teilzeitbesch&auml;ftigten w&uuml;rden gern mehr arbeiten. Teilzeitjobs sind zudem h&auml;ufiger schlecht bezahlt, fast 30 Prozent davon liegen unterhalb der Niedriglohngrenze. Auch der Anteil von befristeter Besch&auml;ftigung und Leiharbeit ist nach wie vor hoch. Eine nachhaltige Arbeits- und Arbeitsmarktpolitik m&uuml;sste auf eine Zunahme sicherer und anst&auml;ndig bezahlter Vollzeitbesch&auml;ftigung hinwirken. Ein solcher Langzeittrend ist jedoch bislang nicht zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/auf-die-qualitaet-der-arbeit-kommt-es-an\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jugend&auml;mter vor dem Kollaps<\/strong><br>\nWas l&auml;uft schief beim Kinderschutz? Vor allem sei er chronisch unterfinanziert, meint die Journalistin Petra Boberg. In ihrer ARD-Doku &ldquo;Opfer ohne Stimme&rdquo; wird deutlich, warum das Personal so h&auml;ufig wechselt &ndash; und welche Konsequenzen das hat.<br>\nJugend&auml;mter in Deutschland sind &ndash; mit regionalen Unterschieden &ndash; personell stark unterbesetzt und k&ouml;nnen zudem wegen schlechter Arbeitsbedingungen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht lange halten. Diese und andere Missst&auml;nde hat eine Studie der Hochschule Koblenz aufgedeckt.<br>\nBesonders problematisch wirkt sich der Zeit- und Geldmangel auf den Kontakt zu den Familien aus, die staatliche Hilfsangebote wahrnehmen. Laut der Studie verbringen sechs von zehn Jugendamtsmitarbeitern maximal eine Stunde mit den betroffenen Eltern und Minderj&auml;hrigen &ndash; und das alle sechs Monate, berichtet Petra Boberg. Sie hat die Studie mit einem Fernsehteam des Hessischen Rundfunks zum Anlass f&uuml;r eine Fernsehfilm genommen. Unter dem Titel &ldquo;Opfer ohne Stimme&rdquo; wird dieser heute Abend in der ARD ausgestrahlt.<br>\nKnapp zwei Drittel der Arbeitszeit werde f&uuml;r die Dokumentation der F&auml;lle ben&ouml;tigt, die etwa f&uuml;r Familiengerichtsverfahren sehr wichtig sei: &ldquo;Und das f&uuml;hrt auch dazu, dass viele Sozialp&auml;dagogen &uuml;ber kurz oder lang auch aufgeben, weil die Arbeitsbedingungen wirklich so schlecht sind. Fast 40 Prozent der Mitarbeiter in deutschen Jugend&auml;mtern bleiben laut dieser Studie h&ouml;chstens drei Jahre auf ihrer Stelle&rdquo;, so Boberg. Es fehle in den Jugend&auml;mtern zudem an Diensthandys oder Dienstwagen: &ldquo;Wir haben in Hessen mit Jugendamtsmitarbeiterinnen gesprochen &ndash; da gibt es f&uuml;r 100 Mitarbeiter ungef&auml;hr zwei Dienstwagen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/jugendaemter-vor-dem-kollaps-es-fehlt-an-konstanz-beim.1008.de.html?dram:article_id=417880\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch hier ist eines der wesentlichen Ursachen der Misere, dass es, wie fast &uuml;berall in &ouml;ffentlichen Einrichtungen, hinten und vorne an finanziellen Mittlen fehlt. Das muss Finanzminister Olaf Sch&auml;uble alias Olaf Scholz aber nicht weiter st&ouml;ren, er h&auml;lt unerbittlich am Dogma der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; fest.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschland erh&ouml;ht Verteidigungsausgaben leicht<\/strong><br>\nDeutschland will nach den Worten von Bundesverteidigungsministerin von der Leyen die Verteidigungsausgaben bis zum Jahr 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;hen.<br>\nDies werde sie den Partnern beim Nato-Gipfel im Juli mitteilen, sagte die CDU-Politikerin bei der Bundeswehrtagung in Berlin. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel erkl&auml;rt, die Bundesrepublik habe fr&uuml;her klaglos 2,3 Prozent f&uuml;r Verteidigung bereitgestellt. Deshalb liege die Forderung, irgendwann einmal wieder zwei Prozent daf&uuml;r auszugeben, nicht v&ouml;llig au&szlig;erhalb jeglichen Denkverm&ouml;gens. &ndash; Deutschland hatte sich 2014 zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato verpflichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/von-der-leyen-deutschland-erhoeht-verteidigungsausgaben.2932.de.html?drn:news_id=882524\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers Frank Blenz:<\/strong> Schon die &Uuml;berschrift ist eine Zumutung: &ldquo;leicht&rdquo; hei&szlig;t es zum Plan der Ministerin von der Leyen. Die Nachricht danach klingt so trocken wie perfide Meinung machend. Denn die entscheidende Zahl fehlt: die bisherige Prozentzahl des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r Verteidigungsausgaben, besser f&uuml;r R&uuml;stung. Dass dann die Bundeskanzlerin noch zitiert wird mit dem Wort &bdquo;klaglos&ldquo; nach dem Motto &bdquo;man solle sich nicht so haben&ldquo; &ndash; ohne Worte. Ein Zitat von Gegnern dieser Politik wird nicht genannt, was immer gern dann geschieht, wenn es in die Meinungsmache passt. Eines wird ebenfalls von der DLF-Redaktion nicht gesagt oder nachgefragt: Wozu bedarf es einer solchen Verdreifachung? Aus aktuell 0,8 Prozent werden, so die von der Leyen-Merkel-NATO-Pl&auml;ne, bis in die Mitte der 2020er Jahre 2,4 Prozent. Und noch mal so nachgefragt: Wie verpflichtend ist es f&uuml;r eine neue, gew&auml;hlt Regierung, sich an Verpflichtungen der Vorg&auml;ngerregierung zu halten, die zum Beispiel 2014 in dem Fall der NATO zugesagt wurden?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Warum gibt es hier keinen Aufschrei der &Ouml;konomen und Arbeitgeber, dass die Regierung eine massive Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben anpeilt? Der Verteidigungsetat besteht &uuml;berwiegend aus &ldquo;konsumtiven&rdquo; Ausgaben. Die Herren Weidmann oder Schuhknecht fordern doch stets die Senkung konsumtiver Staatsausgaben &ndash; wie passt das zusammen? Und warum leisten wir uns eine verfallende Infrastruktur, &uuml;berbelegte Klassenzimmer, verfallende Schulen oder einen Pflegenotstand, wenn wir gleichzeitig massiv mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben? Warum &uuml;berfordern h&ouml;here Rentenausgaben der GRV &ldquo;die junge Generation&rdquo;, h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben aber nicht? Es mag ja sein, dass die Welt unsicherer geworden ist. Aber die konkrete Bedrohungslage f&uuml;r Westeuropa ist eher weniger ausgepr&auml;gt. Die Kosten f&uuml;r die weltweite Unsicherheit, insbesondere jene im Nahen Osten, sollten jene Staaten tragen, die sie verursacht haben<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das n&auml;chste unschuldige Volk wird geopfert<\/strong><br>\nDer Schriftsteller Michael Kleeberg war gerade auf Lesereise im Iran. Er beschreibt ein Land, das durch die Aufk&uuml;ndigung des Atomdeals unter Druck geraten ist &ndash; und in dem die Menschen auch von der eigenen Regierung in Stich gelassen werden.<br>\nHier werde das &ldquo;n&auml;chste unschuldige Volk auf dem Altar einer skrupellosen internationalen Politik geopfert&rdquo;, so der Autor. Die Europ&auml;er seien dabei gewesen &ndash; &ldquo;und haben nichts dagegen getan&rdquo;, kritisierte Kleeberg scharf. Durch die amerikanische &ldquo;Erpressung&rdquo; werde der Iran nun in die Arme Russlands und Chinas getrieben.<br>\nDie Stimmung im Iran k&ouml;nnte nach Kleebergs Schilderungen kaum schlechter sein. Vor drei Jahren &ndash; auf seiner ersten Iran-Reise &ndash; habe das Abkommen unmittelbar bevor gestanden, und es habe einen ungeheuren Enthusiasmus und Hoffnungen auf Pr&auml;sident Rohani gegeben. &ldquo;Davon ist nichts &uuml;brig geblieben, &uuml;berhaupt nichts&rdquo;, betonte der Schriftsteller. Hass auf Trump habe er aber nicht gesp&uuml;rt &ndash; sondern vielmehr Hass auf die eigene Regierung. Die Iraner seien zutiefst entt&auml;uscht von der eigenen F&uuml;hrung, die sich nicht gegen die Revolutionsw&auml;chter durchsetzen k&ouml;nne.<br>\nDie Iraner seien ein &ldquo;wunderbares 80-Millionen-Volk&rdquo;, das unter einer &ldquo;menschenverachtenden Despotie&rdquo; leide, sagte Kleeberg. Im Land sei ein &ldquo;unguter Fatalismus&rdquo; zu sp&uuml;ren, es gebe keine politische Gruppe, an sie sich die Menschen halten k&ouml;nnten. Ein &ldquo;wirkliche Katastrophe&rdquo; sei auch die Verarmung der Iraner durch die galoppierende Inflation. Die Menschen im Land w&uuml;rden durch die Geldentwertung um Wohlstand und Zukunft gebracht.<br>\nKleeberg sprach von &ldquo;Erm&uuml;dung&rdquo; und &ldquo;Entfremdung&rdquo; der Menschen und verglich das Land mit der sp&auml;ten DDR. Wie damals in Ostdeutschland gebe es derzeit auch im Iran ein privates und ein &ouml;ffentliches Leben. Das iranische Volk werde &ldquo;komplett verarscht&rdquo;, schimpfte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/eindruecke-aus-dem-iran-das-naechste-unschuldige-volk-wird.1008.de.html?dram:article_id=417864\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein R&uuml;stungsfonds f&uuml;r die Weltmacht Europa<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union will Dutzende Milliarden Euro in Milit&auml;rforschung und Waffenbeschaffung investieren<br>\nEs war Gro&szlig;britannien, das &uuml;ber viele Jahre hinweg Ambitionen nach einer milit&auml;rischen Unterf&uuml;tterung europ&auml;ischer Weltmacht ausgebremst hatte. Seit dem britischen Austrittsreferendum im Juni 2016 und zus&auml;tzlich befeuert durch die Wahl Donald Trumps wenige Monate sp&auml;ter werden die Rufe in diese Richtung immer lauter. Unmittelbar nach der US-Wahl meinte die EU-Au&szlig;enbeauftragte Federica Mogherini dazu: &raquo;In den kommenden Monaten und Jahren &ndash; man kann sogar sagen: in diesen Stunden &ndash; wird es eine zunehmende Nachfrage nach Europa von unseren Nachbarn und unseren Partnern in der Welt geben. Die Forderung nach einem von Prinzipien geleiteten globalen Sicherheits-Dienstleister wird wachsen. Die Forderung nach einer Supermacht, die an mehrseitige B&uuml;ndnisse und Zusammenarbeit glaubt.&laquo;<br>\nGenauso klingt die &raquo;Entschlie&szlig;ung zur Umsetzung der Gemeinsamen Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik&laquo;, die das Europ&auml;ische Parlament am 14. Dezember 2016 verabschiedete: &raquo;Das Europ&auml;ische Parlament &hellip; betont, dass die EU ihre Sicherheits- und Verteidigungsf&auml;higkeiten st&auml;rken muss, da sie ihr volles Potenzial als Weltmacht nur nutzen kann, wenn sie ihre einzigartige &rsaquo;Soft Power&lsaquo; im Rahmen eines umfassenden EU-Ansatzes mit &rsaquo;Hard Power&lsaquo; kombiniert.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1087993.aufruestung-der-eu-staatem-ein-ruestungsfonds-fuer-die-weltmacht-europa.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weder Krieg noch Frieden<\/strong><br>\nZu den Volksrepubliken im Donbass vier Jahre nach ihrer Gr&uuml;ndung (&hellip;)<br>\nScharfsch&uuml;tzengewehre sind &ndash; auf beiden Seiten &ndash; derzeit eine der aktivsten Waffengattungen. Wer den Kopf zu hoch &uuml;ber die Grabenkante hebt, riskiert sein Leben.<br>\nSo wie er gegenw&auml;rtig verl&auml;uft, ist der Konflikt f&uuml;r keine der beiden Seiten politisch produktiv. Die kleinere Volksrepublik Lugansk ist seit dem Miniputsch im Winter, als Republikchef Igor Plotnizkij mit russischer und Donezker Unterst&uuml;tzung entmachtet wurde, praktisch aus den Medien verschwunden. Russland und Donezk warnen immer wieder vor der Gefahr einer ukrainischen Gro&szlig;offensive. Das Problem ist nur, dass bislang alle Termine, zu denen diese Kiewer Offensive erwartet wurde, verstrichen, ohne dass etwas passiert w&auml;re. Aktuell hei&szlig;t es, die Ukraine k&ouml;nne die Fu&szlig;ballweltmeisterschaft, die auch im nur wenige Kilometer von der Grenze entfernten Rostow ausgetragen wird, zum Anlass f&uuml;r einen Angriff nehmen.<br>\nZudem hei&szlig;t es, die ukrainische Armee vermehre entgegen den Minsker Waffenstillstandsvereinbarungen ihre schweren Waffen im Hinterland der Front. Donezker Medien ver&ouml;ffentlichen von dort oft Drohnen- oder Amateurfotos von ukrainischen Milit&auml;rz&uuml;gen auf G&uuml;terbahnh&ouml;fen. Nicht immer zeigen die Aufnahmen allerdings, was sie zeigen sollen. Im Winter war die Aufnahme einer ukrainischen Stellung inmitten gr&uuml;ner Obstb&auml;ume als aktuell pr&auml;sentiert worden. Tatsache ist, dass die USA der ukrainischen Armee 208 Antipanzerraketen des Typs &raquo;Javelin&laquo; liefern. Das war seit l&auml;ngerem erwartet worden und hat Washington Anfang des Monats auch offiziell best&auml;tigt, nicht ohne zu behaupten, diese Waffen seien defensiv und dienten nur dazu, Panzer des Gegners abzuschie&szlig;en, nicht um selbst anzugreifen. Dies w&uuml;rde einen &Uuml;bergang der Volksrepubliken zum Bewegungskrieg voraussetzen, das wiederum einen ukrainischen Angriff.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332234.weder-krieg-noch-frieden.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gescheiterte Globalisierung &ndash; Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates<\/strong><br>\nAm 11. Juni erscheint das Buch von Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt mit dem Titel dieser &Uuml;berschrift im Suhrkamp Verlag. Im folgenden ver&ouml;ffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags als kleine Leseprobe das Vorwort aus dem Buch.<br>\nDie Globalisierung war eine wunderbare Idee. Nachdem die gro&szlig;e politische Spaltung in Ost und West, in Plan und Markt nach dem Fall der Berliner Mauer &uuml;berwunden war, schien der friedlichen Kooperation aller Menschen nichts mehr im Wege zu stehen. Warum sollten die Menschen nicht in Freiheit miteinander kommunizieren und arbeiten und damit gemeinsam ihre pers&ouml;nliche Wohlfahrt mehren k&ouml;nnen?<br>\nDie hinter diesem Konzept der Globalisierung stehende Philosophie war denkbar einfach: W&uuml;rde man nur die nationalen institutionellen H&uuml;rden aus dem Weg r&auml;umen, bildete sich auf globaler Ebene eine spontane gesellschaftliche Ordnung, in die sich jeder Einzelne nach seinen individuellen F&auml;higkeiten zum Nutzen aller einbringen k&ouml;nnte. Die globale Arbeitsteilung freier Menschen w&auml;re die Kr&ouml;nung der uralten Idee des Liberalismus gewesen. Sie h&auml;tte die Freiheit des Individuums und gleichzeitig seine Effizienz maximiert. Der Traum vom freien und zugleich wohlhabenden Erdenb&uuml;rger schien zum Greifen nah.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/gescheiterte-globalisierung-ungleichheit-geld-und-die-renaissance-des-staates\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein neomarxistisches Pamphlet<\/strong><br>\n&ldquo;Wer meinen Vater get&ouml;tet hat&rdquo;. &ndash; so lautet der Titel des dritten Romans des erst 25-j&auml;hrigen franz&ouml;sischen Autors Edouard Louis. Das Buch sei eine klare Anklage, meint Kritiker Dirk Fuhrig &ndash; gerichtet unter anderem an Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron.<br>\nEs ist sein dritter Roman: Edouard Louis &ldquo;Wer meinen Vater get&ouml;tet hat&rdquo;, auf franz&ouml;sich &ldquo;Qui a tu&eacute; mon p&egrave;re&rdquo; (Deutsche &Uuml;bersetzung gibt es noch nicht). Und damit hat Louis eine ausgesprochen radikale Anklage gegen die Gesellschaft in seinem Land, in Frankreich, verfasst: Sie t&ouml;te Menschen, so Louis Vorwurf. Mindestens genauso schwer wie dieser Vorwurf wiegt auch der Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung: ein Jahr nach der Amtseinf&uuml;hrung von Emmanuel Macron, mit dem viele Franzosen sehr gro&szlig;e Hoffnungen verbunden hatten. Dem Volk sei der Zugang zu Geld und Bildung versperrt und die Politik Macrons sei &ldquo;extrem gewaltsam&rdquo;, so Louis Attacke.<br>\nF&uuml;r Deutschlandfunk-Kultur-Literaturkritiker Dirk Fuhrig ist Edourd Louis neuestes Werk nun eine klare Schuldzuweisung an die Adresse der Politik und an die Adresse von Pr&auml;sident Macron: &ldquo;&lsquo;Wer meinen Vater get&ouml;tet hat&rsquo; &ndash; dieser Titel seines neuen Buches ist keine Frage sondern bereits eine Antwort. Er sagt: Schuld hat die Haltung der Gesellschaft, Schuld haben die Politiker und ganz konkret eben auch bestimmte Politiker.&rdquo; In Interviews zu seinem aktuellen Roman nenne Louis hier eben auch die Namen von Politikern, darunter immer wieder Sarkozy und Macron.<br>\nF&uuml;r Louis sei der politische Kampf auch ein &ldquo;Kampf der K&ouml;rper&rdquo; und er erkenne in der aktuellen Politik &ldquo;eine Art von Vernichtung der K&ouml;rper der Arbeiterklasse, und zwar ihrer wirtschaftlichen Existenz aber auch ihrer wirklich physischen Existenz&rdquo;.<br>\nF&uuml;r Fuhrig ist diese Sicht Edourd Louis&rsquo; geradezu eine &ldquo;neomarxistische Weltsicht&rdquo; und dabei auch sehr &ldquo;einseitig&rdquo;: &ldquo;Eine direkte Anklage, ein Pamphlet &ndash; das ist dieses Buch!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/edouard-louis-polarisiert-in-frankreich-ein.1013.de.html?dram:article_id=417765\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> W&auml;hrend die deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; Macron zum Halbgott verkl&auml;ren wird &uuml;ber den breiten Widerstand gegen Macrons neoliberale Politik in Frankreich ganz selbstverst&auml;ndlich  nicht berichtet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Dengler: Fremde Wasser<\/strong><br>\nDr. Larson glaubt, dass es sich um einen Mordanschlag gehandelt haben k&ouml;nnte. Als Dengler mit Olga, der er einen Kurzurlaub in Griechenland versprochen hat, in Athen eintrifft, wird klar, dass die gesamte Familie dem Anschlag zum Opfer gefallen sein muss.<br>\nVon Kolidis&rsquo; Leiche und der seines Sohnes Jannis fehlt allerdings noch jede Spur. Dengler und die Computerhackerin Olga finden Indizien, die darauf hindeuten, dass Kolidis den dunklen Machenschaften eines Energiekonzerns auf der Spur war, bei denen es um die Privatisierung der Wasserwirtschaft geht. Kolidis war, wie auch sein deutscher Kollege und Bundestagsabgeordnete, Andreas Sch&uuml;lkopf, mit dem er auff&auml;llig h&auml;ufig telefoniert hatte, ein entschiedener Gegner der Deregulierung des Wassermarktes und stand damit den Konzernpl&auml;nen im Weg. Hatte er Informationen, die dem Konzern einen Mordanschlag wert waren?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/filme\/der-fernsehfilm-der-woche\/dengler---fremde-wasser-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder ein interessanter Schorlau-Krimi bei dem es diesmal um das schmutzige Gesch&auml;ft mit der Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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