{"id":43972,"date":"2018-05-16T08:23:05","date_gmt":"2018-05-16T06:23:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972"},"modified":"2018-05-16T08:23:05","modified_gmt":"2018-05-16T06:23:05","slug":"hinweise-des-tages-3120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h01\">Die USA behandeln die Staaten Europas wie Kolonien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h02\">Proteste in Gaza: Alles von der Hamas gesteuert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h03\">Verwirkte Relevanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h04\">Moral ist eine gro&szlig;e Versuchung der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h05\">Warum die Angst vor einer demografischen Monsterwelle &uuml;bertrieben ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h06\">Den Reichen nehmen, den Armen geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h07\">Weder Volksabstimmung noch Ablehnung: FP&Ouml; winkt CETA durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h08\">Ein Gesetz &ldquo;f&uuml;r den Papierkorb&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h09\">Die Kosten der Weltpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h10\">Der Kampf um die &bdquo;Weltinsel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h11\">Jemen-Krieg: Bundesregierung verweigert Auskunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h12\">The Russian-Israeli-Iranian conundrum in Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h13\">Der beste Au&szlig;enpolitiker seit George Bush Senior?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43972#h14\">Merkel kritisiert Treffen von &Ouml;zil und G&uuml;ndogan mit Erdogan<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die USA behandeln die Staaten Europas wie Kolonien<\/strong><br>\nHintereinander reisen Emmanuel Macron, Angela Merkel und der britische Au&szlig;enminister Boris Johnson nach Washington. Sie werden freundlich empfangen, mehr nicht. Pr&auml;sident Donald Trump verl&auml;sst einseitig das gemeinsam unterzeichnete Iran-Abkommen und will den Iran wirtschaftlich isolieren. Damit spielen die USA den fundamentalistischen Hardlinern in die H&auml;nde und erh&ouml;hen die Kriegsgefahr.<br>\nDer Alleingang der USA w&auml;re nicht so dramatisch, wenn die europ&auml;ischen Staaten ihre Sanktionen gegen den Iran weiter lockern w&uuml;rden und der Iran &ndash; bei Einhaltung des Abkommens &ndash; von Europas wirtschaftlicher &Ouml;ffnung profitieren k&ouml;nnte.<br>\nDoch die USA geben ihren &laquo;B&uuml;ndnispartnern&raquo; in Europa den Tarif durch. Europ&auml;ische Banken und Unternehmen, die Iran-Gesch&auml;fte in Dollar abrechnen, iranisches Erd&ouml;l gegen Dollar kaufen, und die generell mit Iran weiter Handel treiben oder Dienstleistungen anbieten, werden ihrerseits von den USA boykottiert und &ndash; sofern sie auch in den USA t&auml;tig sind &ndash; sogar bestraft.<br>\nKuschen m&uuml;ssen auch s&auml;mtliche Manager mit US-Pass, die in europ&auml;ischen Konzernen t&auml;tig sind. F&uuml;r sie gelten die Gesetze der USA.<br>\nWo bleibt die Selbstachtung der Europ&auml;er?<br>\nMit andern Worten: Die USA benehmen sich gegen&uuml;ber Europa wie eine Kolonialmacht. Doch diese Dem&uuml;tigung reicht den Regierungen der EU nicht, um aufs Sch&auml;rfste zu reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Die-USA-behandeln-Europas-Staaten-wie-Kolonien\">infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Der amerikanische Allmachtsanspruch ist unertr&auml;glich<\/strong><br>\n(&hellip;) Der amerikanische Pr&auml;sident k&uuml;ndigt den Atom-Vertrag mit Iran und will das Land wirtschaftlich isolieren. Das ist das genaue Gegenteil der Politik seines Vorg&auml;ngers Barack Obama, was Trump so wenig schert wie die in allen Rechtssystemen verankerte Regel des &ldquo;pacta sunt servanda&rdquo;, Vertr&auml;ge sind einzuhalten. Das allein ist schlimm genug, aber noch schlimmer ist, dass die USA wie selbstverst&auml;ndlich davon ausgehen, dass ihr Bann von Unternehmen in aller Welt zu beachten sei. Dieser Allmachtanspruch ist rechtlich fragw&uuml;rdig und politisch unertr&auml;glich&hellip;<br>\nGesch&auml;fte, die ebenso zum Wohle dieser Unternehmen sind wie zum Wohle der iranischen Gesellschaft, und die auch dem internationalen Frieden dienen. Wer miteinander handelt, der schie&szlig;t nicht aufeinander, so einfach ist die Welt manchmal; leider gilt h&auml;ufig auch der Umkehrschluss.<br>\n(&hellip;) Eine solche Situation ist einer Wirtschaftsnation von der Bedeutung Deutschlands nicht w&uuml;rdig. Die Politik muss agieren, mutig und notfalls auch konfrontativ. Mit demonstrativen Gesten, etwa einem runden Tisch in Berlin, pr&auml;sidiert von der Kanzlerin, dem Wirtschaftsminister und den Pr&auml;sidenten der Wirtschaftsverb&auml;nde. Und durch einen europ&auml;ischen Schulterschluss. Solange Europa am Atomabkommen festh&auml;lt und sich den US-Sanktionen politisch nicht anschlie&szlig;t, haben die Unternehmen alle Berechtigung, ihre Gesch&auml;fte fortzusetzen. Die sind zwar noch nicht gro&szlig;, aber haben Potenzial. Und je mehr Iran in die Weltwirtschaft integriert wird, desto kleiner wird die Gefahr eines Fl&auml;chenbrandes im Nahen Osten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/atomabkommen-der-amerikanische-allmachtsanspruch-ist-unertraeglich-1.3975479\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Proteste in Gaza: Alles von der Hamas gesteuert?<\/strong><br>\nF&uuml;r die israelische und die US-Regierung gibt es nur diese Erkl&auml;rung<br>\nBei 60 durch Sch&uuml;sse der israelischen Armee get&ouml;teten Pal&auml;stinensern im Gazastreifen steht mittlerweile die Bilanz des gestrigen Tages, wie sie Ha&rsquo;aretz &uuml;bermittelt. 2.700 pal&auml;stinensische Demonstranten am Grenzzaun zwischen Gaza und Israel wurden verletzt, mindestens 1.350 durch Sch&uuml;sse, berichtet die New York Times.<br>\nIm Guardian wird von einer &auml;hnlichen Zahl von Opfern (1.360) durch Sch&uuml;sse mit scharfer Munition berichtet, mit dem Zusatz, dass die meisten in den unteren Gliedma&szlig;en getroffen wurden. Weitere 400 seien durch Splitter verletzt worden und 980 durch das Einatmen von Tr&auml;nengas. Insgesamt h&auml;tten 1.800 Personen Hilfe im Krankenhaus gesucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Proteste-in-Gaza-Alles-von-der-Hamas-gesteuert-4049924.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Gaza medics &lsquo;struggling to cope with influx of wounded&rsquo;: UN agencies<\/strong><br>\nMedical teams inside Gaza are running out of supplies to cope with the wounded, following the deadliest day of protests against occupation along the border with Israel so far this year, UN aid agencies warned on Tuesday.<br>\nSpeaking after 58 Palestinians lost their lives and more than 1,300 were injured by Israeli security forces on Monday, the World Health Organization&rsquo;s Tarik Jasarevic said that life-saving drugs were &ldquo;urgently needed&rdquo;.<br>\nThese include antibiotics and adrenaline, according to the WHO spokesperson, who explained that more than 10 years of blockade had already undermined Gaza&rsquo;s healthcare capacity.<br>\nTwo in every five essential drugs were &ldquo;completely depleted&rdquo; already this month, Mr Jasarevic explained, adding that essential life-saving medicines for chronic illnesses such as cancer were also &ldquo;critically low&rdquo;.<br>\nJens Laerke from the Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) reiterated the difficulties faced by health teams in the enclave: &ldquo;Medical facilities in Gaza are struggling to deal with the number of casualties and the humanitarian coordinator there, Jamie McGoldrick, has expressed his deep concern by the tragedy unfolding in Gaza after visiting the Shifa Hospital,&rdquo; he said.<br>\nHe added that Mr. McGoldrick &ndash; who is also UN Deputy Special Coordinator for the Middle East Peace Process &ndash; had reported that medical teams at Shifa, in Gaza City, &ldquo;are overwhelmed, dealing with hundreds of cases of injured, including women and children.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2018\/05\/1009752\">UN News<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verwirkte Relevanz<\/strong><br>\nProjekt Kritische Aufkl&auml;rung sprach mit dem israelischen Marxisten Moshe Zuckermann &uuml;ber deutsche LINKE, die sich mit Rechten solidarisieren, Joachim Gauck f&uuml;r sich entdeckt haben, vom humanistischen Judentum nichts mehr wissen wollen, die Pal&auml;stinenser verraten haben, eine politische Kultur des Opportunismus pflegen &ndash; und lieber den Mund halten sollten, wenn j&uuml;dische Linke Einspruch gegen die uns&auml;glichen deutschen und israelischen Zust&auml;nde erheben. Das Gespr&auml;ch f&uuml;hrte Susann Witt-Stahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/projektkritischeaufklaerung.de\/de\/verwirkte-relevanz\/\">Projekt Kritische Aufkl&auml;rung<\/a>\n<p><strong>dazu: Antikapitalistische Linke: Entwurf einer Erkl&auml;rung zu Linksfraktionsbeschluss &raquo;70 Jahre Staat Israel&laquo;<\/strong><br>\nAm Sonntag tagte in Kassel der L&auml;nderrat der &raquo;Antikapitalistischen Linken&laquo;, eines Zusammenschlusses in der Partei Die Linke. Unter dem Titel &raquo;Nicht in unserem Namen!&laquo; lag der Tagung als Entwurf eine Erkl&auml;rung zum Beschluss der Linke-Bundestagsfraktion &raquo;70 Jahre Staat Israel&laquo; vom 25. April vor. Im Entwurf hei&szlig;t es:<\/p>\n<ol>\n<li>Obwohl der Beschluss der Fraktion der Partei Die Linke im deutschen Bundestag zum 70. Jahrestag der Staatsgr&uuml;ndung Israels mehrheitlich verabschiedet wurde, enth&auml;lt er nicht ein Wort zu den Geschehnissen in Gaza seit dem 30. M&auml;rz 2018.(&hellip;)<\/li>\n<li>Im gesamten Antrag wird nicht ein einziges Mal auf die Nakba &ndash; die Katastrophe &ndash; f&uuml;r die Pal&auml;stinenser hingewiesen, die mit der Staatsgr&uuml;ndung Israels verbunden war. (&hellip;)<\/li>\n<li>Speziell in puncto V&ouml;lkerrecht versagt der Antrag. Denn unter Punkt 3.) der Forderungen erfolgt lediglich eine zahnlose Erw&auml;hnung des V&ouml;lkerrechts, ohne den einzig entscheidenden Punkt dabei einzufordern &ndash; seine Durchsetzung! 70 Jahre lang hat Israel alle UN-Resolutionen ignoriert und gebrochen. (&hellip;)<\/li>\n<li>Einen schwerwiegenden innenpolitischen Skandal stellt Punkt 14 des Fraktionsbeschlusses dar: &raquo;Im Kontext der Erinnerungsarbeit an die Schoah und des Schutzes j&uuml;dischen Lebens in Deutschland schnellstm&ouml;glich auch die weiteren Forderungen aus dem interfraktionellen Beschluss zur Bek&auml;mpfung des Antisemitismus umzusetzen&laquo;.<\/li>\n<li>Im Januar hatte sich die Fraktion noch enthalten, u. a. mit der Begr&uuml;ndung, dass die Bundesregierung sonst aufenthaltsrechtliche Ma&szlig;nahmen allein aufgrund von &raquo;Antisemitismus&laquo;-Vorw&uuml;rfen beschlie&szlig;en k&ouml;nnte. Nun aber unterl&auml;uft dieser undemokratische Beschluss in bewusster Absicht die Haltung vom Januar. In klaren Worten ausgedr&uuml;ckt, bedeutet dies nichts anderes, als dass Die Linke sich daf&uuml;r einsetzt, Migranten\/Fl&uuml;chtlinge wegen israelkritischer Aussagen auszuweisen. (&hellip;)<\/li>\n<li>Wir fordern statt dessen nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung der Beschl&uuml;sse der Partei. (&hellip;)<\/li>\n<li>Wir wissen um die Tatsache, dass es ein undemokratisches Man&ouml;ver bei der Antragseinbringung gegeben hat. (&hellip;) Wir danken insbesondere den beiden Genossinnen, die sich dieser Form von Erpressung widersetzt und gegen den Antrag gestimmt haben.<\/li>\n<li>Wir fordern die Mitglieder der Linksfraktion im Bundestag auf, sich &ouml;ffentlich von diesem Antrag zu distanzieren, von der undemokratischen Art und Weise seines Zustandekommens, aber vor allem von seinem antipal&auml;stinensischen Inhalt. (&hellip;)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332389.antikapitalistische-linke-entwurf-einer-erkl%C3%A4rung-zu-linksfraktionsbeschluss-70-jahre-staat-israel.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Moral ist eine gro&szlig;e Versuchung der Linken<\/strong><br>\nWie frustrierend ist es, wenn die Fraktion sich dann nicht einig ist? 25 Abgeordnete haben sich in einem offenen Brief gegen Sahra Wagenknecht und damit gegen die Fraktionsf&uuml;hrung gestellt. Da ist der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer machtlos.<br>\nKonflikte sollte man in erster Linie intern l&ouml;sen, nicht &uuml;ber offene Briefe. Als PGF bin ich loyal gegen&uuml;ber meinen Fraktionsvorsitzenden. Und das mit bestem Gewissen, weil die einen exzellenten Job machen. Gleichzeitig muss man versuchen, auch die Kritiker einzubinden, sie zu beteiligen. Eine Gratwanderung&hellip;.<br>\nStreit ist ja immer auch Ausdruck inhaltlicher Differenzen. Ist denn die Fl&uuml;chtlingsfrage, gemessen an den Aufgaben, vor denen die LINKE steht, so entscheidend? Warum diese Aufregung?<br>\nDass die Fl&uuml;chtlingspolitik kontrovers diskutiert wird, finde ich v&ouml;llig normal, das besch&auml;ftigt die Leute ja auf jedem Marktplatz. Zur Info: Meine Fraktion hat bisher geschlossen keiner einzigen Versch&auml;rfung des Asylrechts zugestimmt. Darauf bin ich stolz. Folgenschwerer ist allerdings unsere Debatte &uuml;ber die Milieus, in denen die LINKE verankert sein muss&hellip;<br>\nSie haben in einem Aufsatz k&uuml;rzlich einen moralischen Rigorismus in Teilen der Linken kritisiert. Was ist damit gemeint?<br>\nWenn es an Strategie mangelt, ist die Versuchung gro&szlig;, dies durch Moral zu kompensieren. Doch das ist der falsche Ansatz. In der Fl&uuml;chtlingsfrage braucht man eine klare Haltung: Das Grundrecht auf Asyl darf nicht angetastet, Menschen d&uuml;rfen nicht schikaniert werden&hellip;.<br>\nMoralischen Rigorismus kann eine Linke schwerlich beklagen. Fr&uuml;her nannte man es Klassenstandpunkt. Das ist aber nicht dasselbe. Wir registrieren eine sozialstrukturelle Ver&auml;nderung in unserer Partei, wir sind in den gro&szlig;en St&auml;dten erfolgreich, haben Tausende von jungen neuen Mitgliedern, was absolut top ist. Gleichzeitig verlieren wir bei Arbeitern und Arbeitslosen und auf dem Land, das ist alles andere als gut&hellip;. Eine LINKE aber, die von Arbeitern und Arbeitslosen, denen t&auml;glich Gewalt angetan wird in diesem Land, nicht mehr gew&auml;hlt wird, die hat ein wirklich gro&szlig;es Problem. Denn f&uuml;r die haben wir uns gegr&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/moral-ist-eine-grosse-versuchung-der-linken\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum die Angst vor einer demografischen Monsterwelle &uuml;bertrieben ist<\/strong><br>\nSicher ist, dass die Bev&ouml;lkerung in Deutschland altert. Doch wie schnell und wie stark sie altert und wie man diesen Alterungsprozess bis weit in die Zukunft verkraftbar bew&auml;ltigen kann, ohne dass viele Rentnerhaushalte in Altersarmut gleiten oder Beitragszahler finanziell &uuml;berfordert werden, ist strittig. (&hellip;)<br>\nZum einen handelt es sich um die Mitte April erschienene Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute (GD). Zum zweiten um eine Studie von Axel B&ouml;rsch-Supan und Johannes Rausch vom M&uuml;nchener Max-Planck-Institut. In beiden Untersuchungen werden die Kosten der rentenpolitischen Vorhaben der Gro&szlig;en Koalition anhand von Simulationen bis zum Jahr 2060 beziffert. Beide gelangen zu der Schlussfolgerung, dass diese nicht zu finanzieren seien, wenn nicht gleichzeitig entweder das Renteneintrittsalter oder &ndash; zumindest implizit &ndash; die Rentenbeitr&auml;ge, die Zuwanderung oder die Zusch&uuml;sse aus dem Bundeshaushalt drastisch erh&ouml;ht werden w&uuml;rden.<br>\n(&hellip;) Doch genau dies ist nicht der Fall.<br>\nQualit&auml;t des Arbeitsmarkts ber&uuml;cksichtigen<br>\nDas gilt zum einen im Hinblick auf beschleunigte Produktivit&auml;tssteigerungen, die M&ouml;glichkeiten erzeugen w&uuml;rden, h&ouml;here Realeinkommen zu erzielen, aus denen wiederum h&ouml;here Beitr&auml;ge f&uuml;r das Rentensystem leichter finanziert werden k&ouml;nnten.(&hellip;)<br>\nEine weitere M&ouml;glichkeit, die insbesondere in den beiden oben genannten Untersuchungen vernachl&auml;ssigt wird, sind h&ouml;here Quantit&auml;ten und eine verbesserte Qualit&auml;t des Arbeitsmarktes. Genauer gesagt ist damit die Zahl der zuk&uuml;nftigen Erwerbst&auml;tigen und ihr Status auf dem Arbeitsmarkt gemeint.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/rente-demografischer-wandel-warum-die-angst-vor-einer-demografischen-monsterwelle-uebertrieben-ist-26399\">Makronom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Es gibt aber noch viel mehr Stellschrauben als nur diese. Klar ist, dass Vollbesch&auml;ftigung zusammen mit einer Produktivit&auml;tssteigerung, die nat&uuml;rlich auch ihren Niederschlag in entsprechenden Lohnerh&ouml;hungen haben m&uuml;sste, die Einnahmen der Rentenkasse erh&ouml;hen w&uuml;rde. Man k&ouml;nnte so also problemlos auch h&ouml;here Beitr&auml;ge finanzieren. Das Festhalten an einer Begrenzung auf magische 20% ist Unsinn. Wer sich privat rentenversichert zahlt sowieso jetzt schon mehr, allerdings ohne Arbeitgeberbeitr&auml;ge. Oder meint man vielleicht, die Versicherten k&ouml;nnten nicht 20% plus 4% gleich 24% zusammenz&auml;hlen?<\/em><\/p>\n<p><em>Man k&ouml;nnte und m&uuml;sste die staatlichen Zusch&uuml;sse f&uuml;r die private Rentenversicherung streichen und in die gesetzliche Rentenverssicherung einzahlen. Warum die private Versicherung bezuschussen und gesetzliche nicht?<\/em><\/p>\n<p><em>Man k&ouml;nnte zus&auml;tzlich noch die B&uuml;rgerversicherung f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung einf&uuml;hren, so dass alle B&uuml;rger, alle!, auch in dieselbe Kasse einzahlen m&uuml;ssten.<\/em><\/p>\n<p><em>Dann k&ouml;nnte man die Beitragsbemessungsgrenze streichen und gleichzeitig eine H&ouml;chstrente einf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><em>Und warum nur den Arbeitslohn belasten? Man sollte eigentlich alle Einkommensarten heranziehen. Warum Mieteinnahmen und Kapitaleink&uuml;nfte von der Sozialversicherung befreien?<\/em><\/p>\n<p><em>Auch k&ouml;nnte man zus&auml;tzlich eine Wertsch&ouml;pfungsabgabe einf&uuml;hren, die sich an der Wertsch&ouml;pfung der Betriebe und nicht nur an der Lohnmasse orientiert. Dies w&uuml;rde zus&auml;tzlich noch die kleinen und mittelst&auml;ndischen Betriebe entlasten, deren Lohnquote gemessen an den gesamten Betriebskosten in der Regel wesentlich h&ouml;her ist. Abschreibungen und Kapitaleink&uuml;nfte w&uuml;rden hie gleich miterfasst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Den Reichen nehmen, den Armen geben<\/strong><br>\nSeit Tagen gibt es Proteste in Seattle. Die Wohnungsnot in der 700.000-Einwohner-Stadt in den USA hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Vor allem Arbeiterfamilien, die zur klassischen Mittelschicht geh&ouml;ren, k&ouml;nnen sich Wohnraum kaum noch leisten. Es gibt rund 12.000 Obdachlose, damit belegt Seattle einen traurigen dritten Platz in den USA.<br>\nUnternehmen sollen f&uuml;r Mitarbeiter zahlen<br>\nMithilfe einer neuen sogenannten Kopfsteuer f&uuml;r Gro&szlig;konzerne will der Stadtrat nun gegen diese Probleme vorgehen. Doch vor allem der gr&ouml;&szlig;te Arbeitgeber der Stadt, Amazon, hatte sich bis zuletzt gegen die geplante Steuer gewehrt, obwohl das Unternehmen Milliardengewinne macht.<br>\nUrspr&uuml;nglich wollte ein Teil des Stadtrats von Seattle j&auml;hrlich rund 500 Dollar f&uuml;r jeden Vollzeitmitarbeiter eines Unternehmens erheben, das mehr als 20 Millionen Dollar verdient.<br>\nDoch mit diesem Vorschlag konnte sich Stadtr&auml;tin Kshamna Sawant nicht durchsetzen. Stattdessen sollen nun 275 Dollar pro Jahr auf jeden voll besch&auml;ftigten Angestellten kommen. Sawant h&auml;lt den Kompromiss f&uuml;r zu Amazon-freundlich: &ldquo;Die B&uuml;rgermeisterin hat klar gemacht, auf welcher Seite sie mit diesem Bezos-Durkin-Deal steht.&rdquo; Gemeint sind damit Seattles B&uuml;rgermeisterin Jenny Durkan und Amazon Chef Jeff Bezos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-steuern-seattle-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Wir berichteten bereits &uuml;ber den Streit zwischen Seattle und Amazon in den Hinweisen vom 9. Mai: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43851#h15\">Amazon blockiert Obdachlosensteuer<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Weder Volksabstimmung noch Ablehnung: FP&Ouml; winkt CETA durch<\/strong><br>\n3 von 4 &Ouml;sterreichern lehnen es ab, 562.000 Menschen haben dagegen unterschrieben, doch jetzt winkt die Regierung CETA im Schnellverfahren durch. &Ouml;VP und FP&Ouml; wollen das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada noch vor dem Sommer beschlie&szlig;en. Dabei hat die FP&Ouml; noch bis in den Herbst 2017 versprochen, CETA ohne vorige Volksabstimmung die Zustimmung zu verweigern.<br>\nEnde April 2018 hat die Regierung das CETA-Abkommen pl&ouml;tzlich und unangek&uuml;ndigt zur Begutachtung verschickt &ndash; und damit sogar die eigenen Ministeriums-Mitarbeiter &uuml;berrascht. Gerade mal 24 Stunden hatten die Beamten f&uuml;r eine Stellungnahme Zeit. Offenbar soll das EU-Freihandelsabkommen mit Kanada noch diese Woche im Ministerrat beschlossen werden. Am Wochenende hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace bekannt gegeben, dass ihr der Regierungsentwurf vorliegt:<br>\n&Ouml;VP und FP&Ouml; haben es offenbar eilig: CETA soll rasch ratifiziert werden. Wenn der Regierungsbeschluss im Mai f&auml;llt, k&ouml;nnte CETA noch vor dem Sommer vom Parlament beschlossen werden. Kolportiert wird, dass die schwarz-blaue Regierung die Ratifizierung noch vor der &Uuml;bernahme des EU-Ratsvorsitzes in der zweiten Jahresh&auml;lfte erledigt haben will. Von der FP&Ouml; scheint es keinen Widerstand zu geben.<br>\n(&hellip;) Vor der Wahl: FP&Ouml; gegen Ceta (&hellip;) Nach der Wahl: FP&Ouml; f&uuml;r Ceta&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/weder-volksabstimmung-noch-ablehnung-fpoe-winkt-ceta-durch\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein Gesetz &ldquo;f&uuml;r den Papierkorb&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Dieses &Uuml;berwachungsstaatsgesetz ist Ausdruck des grenzenlosen Misstrauens der CSU-Staatsregierung gegen die bayerische Bev&ouml;lkerung. Es geh&ouml;rt in den Papierkorb&rdquo;, kritisierte SPD-Landeschefin Natascha Kohen und forderte die CSU auf, das Gesetzesvorhaben wieder zur&uuml;ckzunehmen. Im Falle einer Abstimmung gilt es dank der Mehrheit der CSU im bayerischen Landtag als sicher, dass das Gesetz verabschiedet wird.<br>\n(&hellip;) &ldquo;Gesetz droht Misstrauen zu s&auml;en&rdquo;<br>\nDer Vizechef der Polizeigewerkschaft GdP, J&ouml;rg Radek, warnte im Interview mit der &ldquo;Berliner Zeitung&rdquo;, das Gesetz werde nicht dazu dienen, &ldquo;das Vertrauen zwischen Bev&ouml;lkerung und der Polizei zu stabilisieren&rdquo;. Im Gegenteil drohe es, &ldquo;mehr Misstrauen in den Staat zu s&auml;en&rdquo; und sei mit einer &ldquo;b&uuml;rgerlichen Polizei nicht mehr in Einklang&rdquo; zu bringen.<br>\nDer ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum drohte sogar, gegen das Gesetz Klage einzureichen, denn aus seiner Sicht seien die Neuerungen &ldquo;absolut verfassungswidrig&rdquo;. Auch die Gr&uuml;nen im Bayerischen Landtag werfen der CSU vor, mit ihrer Novelle die Verfassung zu verletzen, weil die Polizei Aufgaben von Geheimdiensten &uuml;bernehme&hellip;.Die CSU kann die Kritik nicht nachvollziehen.<br>\n(&hellip;) Am Wochenende k&uuml;ndigte S&ouml;der eine Informationsoffensive an. Polizisten sollen in Schulen und Hochschulen gehen und Fragen zum Gesetz beantworten. Dazu wird eine Kommission eingerichtet, die die Einf&uuml;hrung des Gesetzes begleiten soll. Die Opposition im Landtag nannte den Plan grotesk und sprach von Beruhigungspillen &ndash; denn am Gesetz selbst soll inhaltlich nichts ge&auml;ndert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/polizeiaufgabengesetz-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Kosten der Weltpolitik<\/strong><br>\nDie Bundesregierung k&uuml;ndigt eine Aufstockung des Milit&auml;rhaushalts bis 2025 auf gut 62,5 Milliarden Euro, mehr als das Eineinhalbfache des heutigen Wehretats, an. Wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Montag auf der Bundeswehrtagung sagte, m&uuml;sse der deutsche Milit&auml;rhaushalt zum 1. Juli 2025 rund 1,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) erreicht haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel h&auml;lt<br>\nsogar eine Aufstockung auf rund zwei Prozent des BIP f&uuml;r denkbar; das w&auml;ren im Jahr 2025 rund 84 Milliarden Euro. Das Geld fehlte dann f&uuml;r wichtige gesellschaftliche Aufgaben, etwa f&uuml;r die Besserstellung von Arbeitslosen, beim Infrastrukturausbau oder im Bildungssystem. Ursache des dramatischen Kostenanstiegs ist die ehrgeizige Weltpolitik Berlins: Zu der Absicht, stets &uuml;berall milit&auml;risch intervenieren zu k&ouml;nnen, kommt seit der Eskalation des Machtkampfs gegen Moskau der Wille hinzu, f&auml;hig zu sein, rivalisierende Gro&szlig;m&auml;chte niederzuringen. Die dazu aus Sicht der Bundesregierung erforderliche Aufr&uuml;stung verschlingt hohe Milliardensummen.(&hellip;)<br>\nR&uuml;sten, r&uuml;sten, r&uuml;sten<br>\nBereits in den vergangenen Jahren ist die Bundeswehr, um der ehrgeizigen Weltpolitik des Berliner Establishments die n&ouml;tige Gewalt zu verleihen, massiv aufger&uuml;stet worden&hellip;<br>\n84 Milliarden Euro&hellip;Entsprechend ist eine massive Aufstockung des Milit&auml;rhaushalts, solange Berlin nicht von seiner machtorientierten Weltpolitik abl&auml;sst, unumg&auml;nglich&hellip;.zwei Prozent des BIP beliefen sich im Jahr 2025, legt man die erw&auml;hnte Berechnung eines 1,5-Prozent-Etats zugrunde, auf rund 84 Milliarden Euro &ndash; das Doppelte des heutigen Werts.<br>\nWaffenexport in Kriegsgebiete<br>\nErg&auml;nzend zur massiven Aufstockung des deutschen Milit&auml;retats hat Kanzlerin Merkel auf der Bundeswehrtagung auch eine gezielte Aufr&uuml;stung von Staaten angek&uuml;ndigt, die mit Deutschland kooperieren. Man habe die &ldquo;besten&rdquo; Erfahrungen damit gemacht, in Afghanistan oder in Mali jeweils einheimische Soldaten auszubilden, erkl&auml;rte Merkel. In der Tat f&uuml;hren in beiden L&auml;ndern einheimische Milit&auml;rs, oft angeleitet von deutschen Milit&auml;rberatern, im Sinne des Westens Krieg und setzen damit westliche Truppen f&uuml;r anderweitige Interventionen frei. Die Kanzlerin hat am Montag nun hinzugef&uuml;gt, man m&uuml;sse Streitkr&auml;fte, die man trainiere, k&uuml;nftig auch umfassend aufr&uuml;sten<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7609\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Kampf um die &bdquo;Weltinsel&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Der geographische Drehpunkt der Geschichte&ldquo; lautete der Titel eines Vortrags, den der Politikberater und Direktor der &ldquo;London School of Economics&rdquo;, Halford Mackinder, im Jahr 1904 ver&ouml;ffentlichte (&hellip;)beherrscht, beherrscht die Welt,  lautete Mackinders These. Da durch die kommenden Technologien der Eisenbahnen und des Automobils der Handel und Wandel zwischen Europa und Asien unausweichlich sei, w&auml;re die auf der Seeherrschaft beruhende britische Weltmacht chancenlos. Vor allem wenn das rohstoffreiche Russland mit dem industriestarken Deutschland zusammenwachse. &raquo;Wer Osteuropa regiert, beherrscht das Heartland; wer das Heartland regiert, beherrscht die Weltinsel; wer die Weltinsel regiert, beherrscht die Welt&laquo;, brachte Mackinder seine Geostrategie sp&auml;ter auf den Punkt.<br>\nWer die Geschichte des 20. Jahrhunderts auf diesem Hintergrund liest, kann  erstaunliche Einsichten &uuml;ber die Kontinuit&auml;t gewinnen, mit der Briten und Amerikaner ihre globale Machtpolitik betreiben. Etwa &uuml;ber die Frage, warum Hitler und die Wehrmacht massiv von der Wall Street finanziert wurden, oder warum die Nato nach 1991 mit ihren Raketen unbedingt bis an die russische Grenze vorr&uuml;cken musste oder warum 2014 mit einem Putsch in der Ukraine ein russlandfreundlicher Pr&auml;sident durch einen russlandfeindlichen ausgetauscht werden musste oder warum eine zweite &bdquo;North-Stream&ldquo;-Pipeline durch die Ostsee den Amerikanern ein Dorn im Auge ist. Immer geht es um Mackinders &bdquo;Herzland&ldquo; in dem auf keinen Fall Handel, Wandel und Frieden herrschen darf, weil dies die transatlantische Dominanz bedrohen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/tagesdosis-15-05-2018-der-kampf-um-die-weltinsel\/\">Ken FM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jemen-Krieg: Bundesregierung verweigert Auskunft<\/strong><br>\nIm Anfang Februar unterzeichneten Koalitionsvertrag haben Union und SPD uns allen versprochen:  &ldquo;Wir werden ab sofort keine Ausfuhren an L&auml;nder genehmigen, solange diese unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind.&rdquo;<br>\nStefan Liebich, au&szlig;enpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, m&ouml;chte seither von der Bundesregierung wissen, welche Staaten sie nun als unmittelbar Beteiligte ausgemacht hat (PDF). Doch die verweigert beharrlich eine entsprechende Auskunft. Au&szlig;enminister Heiko Maas (SPD) sagte im M&auml;rz auf die Frage Stefan Liebichs (PDF), welche L&auml;nder denn nun gemeint seien: &ldquo;Das ist ein Thema, mit dem wir uns in der Bundesregierung zurzeit sehr intensiv besch&auml;ftigen.&rdquo; Neben Saudi-Arabien seien in erster Linie die Vereinigten Arabischen Emirate an der Milit&auml;roperation beteiligt. &Uuml;ber die genannten L&auml;nder hinaus k&ouml;nne man im Moment nichts Konkretes sagen, weil man die Lage noch nicht abschlie&szlig;end bewertet habe.<br>\nDoch auch dieser Tage teilte der Staatssekret&auml;r im Ausw&auml;rtigen Amt, Andreas Michaelis, lediglich mit (PDF), dass &ldquo;eine gr&ouml;&szlig;ere Gruppe von Staaten unter der F&uuml;hrung Saudi-Arabiens der Bitte des jemenitischen Staatspr&auml;sidenten um Unterst&uuml;tzung gegen die Huthi-Rebellen nachgekommen ist&rdquo;.<br>\nStefan Liebich ist die Verweigerungshaltung suspekt: &ldquo;Ich bin ja einiges gewohnt von der Bundesregierung, aber das ist eine ziemliche Frechheit, dass sie die Beteiligten am Jemenkrieg nicht benennt und damit die R&uuml;stungsindustrie sch&uuml;tzt &ndash; nicht aber die Zivilpersonen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/jemen-krieg-bundesregierung-verweigert-auskunft\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>The Russian-Israeli-Iranian conundrum in Syria<\/strong><br>\nMoscow is playing a clever game of diplomacy and managing to maintain ties with all the major players<br>\nMore often than not in life, there is a simple explanation. But speculation has a habit of taking flight because of its seductive appeal.<br>\nThe visit by Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu to Moscow on May 9 and his meeting with President Vladimir Putin has fueled rumors that the two struck a Faustian deal allowing Tel Aviv a free hand to destroy Iran&rsquo;s Quds Force and Iran-backed militia deployed to Syria.<br>\nSuch speculation arose due to two reasons. One, immediately after Netanyahu&rsquo;s return to Tel Aviv, Israel launched its biggest air strike on enemy targets anywhere in the world since the 1973 Yom Kippur War when 30 Israeli jets attacked bases in Syria on May 10. And, like in the Sherlock Holmes story where the dog didn&rsquo;t bark, Moscow refrained from reacting.<br>\nTwo, Russian media reported the following day that Moscow would not transfer the advanced S-300 missile defense system to Syria after all. Now, doesn&rsquo;t that imply that Putin had a rethink after the talks with Netanyahu on May 9?<br>\nBut, consider the following. Moscow was aware that the Israeli attack on May 10 was provoked by a missile attack on the Golan Heights from Syrian territory and that it was in retaliation for the Israeli attack on Syrian bases on April 8, which killed seven Iranian personnel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/article\/the-russian-israeli-iranian-conundrum-in-syria\/\">Asia Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der beste Au&szlig;enpolitiker seit George Bush Senior?<\/strong><br>\nAu&szlig;enpolitisch erreicht Donald Trump einen au&szlig;enpolitischen Erfolg nach dem n&auml;chsten: die Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens mit dem Iran, das Gipfeltreffen mit Kim Jong-Un. Die Europ&auml;er sollten von diesem Verhalten lernen.<br>\nAuch wenn es in Deutschland kaum einer laut sagt: Au&szlig;enpolitisch macht Donald Trump alles richtig. Ob mit Plan, aus &Uuml;berlegung, schlauem Kalk&uuml;l oder purem Zufall, das sei einmal dahingestellt. Tatsache ist aber: Die Chance, dass Trump in die Geschichte als der au&szlig;enpolitisch erfolgreichste Pr&auml;sident seit George Bush Senior eingehen wird, ist &uuml;beraus gro&szlig;. Im Grunde ist er es schon jetzt. Erfolgreicher als der Multilateralist und Friedensengel Barack Obama ist er allemal.<br>\n(&hellip;) Donald Trump, so hat man den Eindruck, hat verstanden (oder sp&uuml;rt zumindest instinktiv), dass diese Politik des Wegduckens vor aggressiven Regimen und Auf-die-lange-Bank-Schiebens existentieller Konflikte erst die Probleme schafft, die sie verhindern will. Die Obama-Administration war f&uuml;r diese Art von Schneeflocken-Politik das abschreckende Beispiel. Dass Trump schon jetzt au&szlig;enpolitisch mehr erreicht hat als sein Vorg&auml;nger in acht Jahren, k&ouml;nnte eine Lehre sein. Dass sie geh&ouml;rt wird, ist jedoch unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/atomabkommen-deal-trump-usa-iran-nordkorea-obama-aussenpolitik\">Cicero<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Ein uns&auml;glich dreister Artikel des Cicero. Die &bdquo;au&szlig;enpolitischen Erfolge&ldquo; von Trump k&ouml;nnen sich in der Tat sehen lassen: Das Verh&auml;ltnis zu seinem Nachbarland Mexico ist auf dem Nullpunkt. Den ersten v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff gegen Syrien befahl er bereits drei Monate nach seinem Amtsantritt. Fast genau ein Jahr sp&auml;ter folgte der zweite Angriff, wieder gegen das V&ouml;lkerrecht. Er hat das Pariser Klimaschutzabkommen gek&uuml;ndigt, er hat das Atomabkommen mit dem Iran gek&uuml;ndigt, beides Vertr&auml;ge, die in langen diplomatischen Verhandlungen ausgehandelt worden waren und deren Abschluss international als Erfolg galten. Er hat die Botschaft nach Jerusalem verlegt, was die Chance auf Frieden in der Region weiter gegen Null tendieren l&auml;sst. Er hat die islamischen Terroristen in Syrien mit Waffen und Geld unterst&uuml;tzt und damit den Krieg in Syrien angeheizt. Er unterst&uuml;tzt Saudi-Arabien, das einen v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg in Jemen f&uuml;hrt und dort eine humanit&auml;re Katastrophe angerichtet hat. Dies, um hier nur mal einige seiner &bdquo;Erfolge&ldquo; aufzulisten. Wie lange soll er seine Erfolgsliste noch fortsetzen k&ouml;nnen? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin K.S.:<\/strong> gestern las ich auf Cicero obigen Artikel und wunderte mich sehr. Wie kann es sein, dass Grau die Geschichte des Irans und das Atomabkommen etc. so anders sieht als ich? So schob ich meine Gedanken an die Seite und dachte, ich sei dann doch wohl nicht richtig informiert, bzw. h&auml;tte mich beim Lesen anderer Artikel &uuml;ber den Iran geirrt oder alles gaaaaaanz falsch verstanden. Leser sind ja unklug, weil sie lesen m&uuml;ssen, um klug zu werden&hellip;&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Merkel kritisiert Treffen von &Ouml;zil und G&uuml;ndogan mit Erdogan<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel hat mit Befremden auf das Treffen der Nationalspieler &Ouml;zil und G&uuml;ndogan mit dem t&uuml;rkischen Staatschef Erdogan reagiert. Emp&ouml;rung gibt es auch in der T&uuml;rkei &ndash; aus ganz anderem Grund.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat sich &uuml;ber ihren Sprecher Steffen Seibert kritisch zu dem Treffen der beiden Fu&szlig;ballnationalspieler Mesut &Ouml;zil und Ilkay G&uuml;ndogan mit dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan ge&auml;u&szlig;ert. Es sei eine Situation gewesen, &ldquo;die Fragen aufwarf und zu Missverst&auml;ndnissen einlud&rdquo;, sagte Seibert in Berlin. Als Nationalspieler h&auml;tten die beiden Vorbildfunktion.<br>\nDer Regierungssprecher begr&uuml;&szlig;te, dass die beiden Fu&szlig;baller sich inzwischen zu dem Vorfall erkl&auml;rt h&auml;tten. Er sei sicher, dass der DFB das Thema noch einmal ansprechen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/angela-merkel-kritisiert-mesut-oezil-fuer-foto-mit-recep-tayyip-erdogan-a-1207884.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sie Lesen richtig. Die Kritik kommt von der Frau, die Erdogan mitten im Wahlkampf zu einem komplett durchchoreographierten PR-Termin besuchte, der in den Medien &ndash; nicht zu Unrecht &ndash; als &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merkel-in-der-tuerkei-deutsche-wahlkampfhilfe-fuer-erdoan-1.2694207\">Wahlkampfhilfe<\/a>&ldquo; bezeichnet wurde und von der Opposition in der T&uuml;rkei aber auch in Deutschland massiv kritisiert wurde? Die Frau, die auch schon mal <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/gallery10165843\/Merkel-und-Erdogan-beim-Laenderspiel-in-Berlin.html\">mit Erdogan zusammen im Fu&szlig;ballstadion posiert<\/a>? Die Frau, die bis heute Monat f&uuml;r Monat milliardenschwere Waffendeals mit der T&uuml;rkei genehmigt? Zumindest in puncto Heuchelei ist Deutschland schon jetzt weltmeisterlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-43972","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43972"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43972\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":43974,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43972\/revisions\/43974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}