{"id":43975,"date":"2018-05-16T08:30:19","date_gmt":"2018-05-16T06:30:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43975"},"modified":"2024-09-24T08:31:53","modified_gmt":"2024-09-24T06:31:53","slug":"chile-die-palaestinensische-diaspora-am-fuss-der-anden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43975","title":{"rendered":"Chile \u2013 Die pal\u00e4stinensische Diaspora am Fu\u00df der Anden"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180516_chile.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Als Pr&auml;sident Donald Trump am vergangenen 6. Dezember mit &uuml;blichem medialen Tamtam die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem bekanntgab, zerrissen nicht nur in Gaza und im Westjordanland Worte des Zorns und Steine die dicke Luft, es brannten israelische Flaggen auch vor der US-Botschaft an den Ufern des Mapocho-Stroms im fernen Santiago de Chile. Eine Reportage von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><div class=\"clearRight\"><\/div><p><!--more--><br>\nWurde New York seit der Wende zum 20. Jahrhundert Zufluchtsort f&uuml;r nahezu 2 Millionen j&uuml;discher Emigranten und ihre Nachkommen, so bot sich in der Folgezeit Santiago de Chile f&uuml;r mindestens 300.000 Pal&auml;stinenser als Ersatzheimat in der Neuen Welt an. Doch aus umgekehrten Gr&uuml;nden: W&auml;hrend die Mehrheit der Juden vor europ&auml;ischen Pogromen fl&uuml;chtete, flohen die Pal&auml;stinenser in sukzessiven Wellen, zuerst vor der Willk&uuml;r des Osmanischen Reiches und anschlie&szlig;end als Opfer jener Katastrophe von 1948 &ndash; im Arabischen als Nakba bekannt &ndash; als nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 711.000 arabische Pal&auml;stinenser mit der Gewalt aus Europa zugewanderter Juden von ihrem Heimatboden vertrieben wurden.<\/p><p>In den Regierungsbezirken Santiago, Vi&ntilde;a del Mar, Valpara&iacute;so, La Calera, Quillota und Cabildo, bis ins zentral-chilenische Linares, lie&szlig;en sie sich als arme Stra&szlig;enh&auml;ndler nieder und erlitten nun auch in der Emigration die soziale Verachtung und den kaum verh&uuml;llten Rassismus der wei&szlig;en Eliten am Fu&szlig; der Anden. So wie ihre syrischen und libanesischen Nachbarn, die nach Argentinien und Brasilien ausgewandert waren, wurden auch sie jahrzehntelang vom chilenischen Volksmund irrt&uuml;mlicherweise &bdquo;T&uuml;rken&ldquo; genannt, eine r&uuml;de Beleidigung f&uuml;r die Pal&auml;stinenser, die mit unvermeidlichen Reisep&auml;ssen der Okkupationsmacht T&uuml;rkei eingereist waren.<\/p><p>Jedoch 100 Jahre danach und in leuchtendem Gegensatz zu ihren Landsleuten in Gaza wird der Durchreisende in Chile selten auf einen armen Pal&auml;stinenser sto&szlig;en. Dank ihrer leidgepr&uuml;ften Duldsamkeit, Erniedrigungen &uuml;ber sich ergehen zu lassen, ihrer Zielstrebigkeit und ihres Innovationsgeistes &ndash; zum Beispiel, als fahrende Bauchladenh&auml;ndler das tiefe Hinterland Chiles mit Waren zu versorgen &ndash; gelang ihnen ein derart beachtlicher Aufstieg, dass heute der Finanzmarkt im Andenland ohne die Bank <em>BCI<\/em> mit Milliarden Dollareinlagen, die Medienszene ohne die Tageszeitung <em>La Tercera<\/em> und die Forbes-Liste ohne die Nennung von mindestens zwei chilenisch-pal&auml;stinensischen Multimilliard&auml;ren nicht als vollst&auml;ndig anzusehen w&auml;re.<\/p><p><strong>&bdquo;Mehr Christen als in den pal&auml;stinensischen Gebieten&ldquo;<\/strong><\/p><p>Doch die Pal&auml;stinenser kamen in Chile nicht nur zu materiellem Verm&ouml;gen. Eigent&uuml;mlicherweise verlagerte sich in den mehr als einhundert Jahren pal&auml;stinensischer Emigrationsgeschichte auch das Zentrum ihres christlichen Verm&auml;chtnisses nach Chile. Im Andenland leben mehr Christen, die von Arabern abstammen, als in ganz Pal&auml;stina, eruierte Professor Eugenio Chahu&aacute;n, ein Nachfahre der Immigranten, der mit dem Zentrum f&uuml;r Arabische Studien an der Universidad de Chile Studenten aus verschiedenen Teilen der Welt betreut, die sich von den religi&ouml;sen Wurzeln der pal&auml;stinensischen Gemeinde Santiagos als Forschungsgegenstand angezogen f&uuml;hlen.<\/p><p>Untersuchungen ergaben, dass die pal&auml;stinensischen Immigranten christlichen Minderheiten aus dem Gebiet religi&ouml;ser Vermischungen rund um die St&auml;dte Beit Jala, Bethlehem, Beit Sahour und Beit Safafa entstammen. In Chile bauten sie &bdquo;eine Art religi&ouml;ses Exil&rdquo; auf, erkl&auml;rte Chahu&aacute;n bereits vor Jahren gegen&uuml;ber dem Sender BBC, der sich um die Beantwortung der Frage bem&uuml;ht hatte, &bdquo;Warum ist Chile das Land mit den meisten Pal&auml;stinensern au&szlig;erhalb der arabischen Welt und Israels? (Por qu&eacute; Chile es el pa&iacute;s con m&aacute;s palestinos fuera del mundo &aacute;rabe e Israel &ndash; BBC Mundo, 14. August 2014).<\/p><p>Jedoch, obwohl Chile sich selbst im Spiegel der Religionen als katholisches Land wiedererkannte, war ihm die Orthodoxe Kirche unbekannt, sodass die pal&auml;stinensische Emigration im Land auch eine Konzentration von orthodoxen Christen zur Folge hatte, deren Geschichte mit der 1917 im Bezirk Recoleta errichteten, ersten christlich-orthodoxen Kirche von San Jorge begann. Unweit davon, im Bezirksabschnitt Patronato, betrieb die Gemeinde ihre ersten Gesch&auml;fte, womit sich bald kommerzielles und religi&ouml;ses Leben der Kolonie auf demselben Raum &uuml;berlappten.<\/p><p><strong>Der Aufstieg der Stra&szlig;enh&auml;ndler zur Wirtschaftselite<\/strong><\/p><p>Die Geschichte des pal&auml;stinensischen Aufstiegs begann als Basar-Viertel, das sich zwischen der historischen Plaza de Armas, dem Bodennullpunkt Santiagos, und dem eine U-Bahn-Haltestelle davon entfernten Museum f&uuml;r Moderne Kunst ausbreitet, dessen urspr&uuml;ngliches Stra&szlig;enbild mit dem exotischen Glamour arabischer <em>Suqs<\/em> jedoch von zugewanderten chinesischen und koreanischen L&auml;den mit elektronischem Ramsch &ndash; manche sagen auch: Schmuggelware &ndash; l&auml;ngst ruiniert wurde.<\/p><p>Patronato entstand Ende des 19. Jahrhunderts, als arabische Einzelwarenh&auml;ndler die Jahrhunderte alte <em>La Chimba<\/em> der Inkas &ndash; n&auml;mlich das in der Quechua-Sprache mit &bdquo;der anderen Seite&ldquo; benannte Nordufer des Mapocho &ndash; zur Besiedlung erhielten und in ein Gesch&auml;ftszentrum mit Lagerh&auml;usern f&uuml;r Textilien verwandelten. Jahrzehnte sp&auml;ter wurde Patronato als Hochburg der pal&auml;stinensischen Textilindustrie in Chile gefeiert.<\/p><p>Der Erfolg war der charakteristischen arabischen Sippe mit patriarchalischer Wurzel und den Gro&szlig;familien zu verdanken. Mit der stetigen Verbesserung ihrer Lage in Chile, die umgekehrt mit der Verschlechterung der Lebensbedingungen in Pal&auml;stina kontrastierte, kn&uuml;pften die Neuank&ouml;mmlinge ein effektives Unterst&uuml;tzungs-Netzwerk, das bald tausende verbliebene Familienmitglieder und Vettern ins Andenland lockte und erfolgreich ansiedelte.<\/p><p>Vor diesem Hintergrund gr&uuml;ndete der 1894 in Bethlehem geborene Abg&auml;nger des von deutschen Missionaren gegr&uuml;ndeten Kaiser-Wilhelm-Kollegs und um 1915 nach Chile ausgewanderte Pal&auml;stinenser Juan (Jun) Yarur Lolas 1935 das seinerzeit modernste Textilunternehmen S&uuml;damerikas, S.A. Yarur Manufacturas Chilenas del Algod&oacute;n (S.A. Yarur Chilenische Bauwoll-Verarbeitungsbetriebe). W&auml;hrend seines zwanzigj&auml;hrigen Zwischenaufenthalts in Bolivien, von 1914 bis 1934, gelang es Yarur w&auml;hrend des Chaco-Krieges (1932-1935) zwischen Bolivien und Paraguay, sein erstes Grundkapital auf lateinamerikanischem Boden mit einer Textilfabrik in La Paz zu erwirtschaften, die Uniformen und Decken f&uuml;r die Hochlandarmee herstellte, womit der Pal&auml;stinenser zum strategischen Verb&uuml;ndeten der Regierung und privilegierten Partner von US-amerikanischen Bankiers, Fabrikanten und Exporteuren aufr&uuml;ckte. Seine Bl&uuml;tezeit in Chile erreichte das Unternehmen in den 1960-er Jahren, als der Textilsektor 11 Prozent der gesamten chilenischen Industrie-Produktion ausmachte, an denen Yarur mit 70 Prozent beteiligt war.<\/p><p>W&auml;hrend dem arabischen Gesch&auml;ftsmann von Zeitzeugen der Sinn f&uuml;r soziale Anliegen nachgesagt wurde, weil er f&uuml;r seine mehr als 4.000 Angestellten eine Kinderkrippe, ein Sportzentrum und eine moderne Klinik hatte bauen lassen, wurde Yarur aus bis heute nicht einwandfrei erwiesenen Gr&uuml;nden von der Regierung Salvador Allendes (1970-1973) im April 1972 enteignet, nachdem ein Jahr zuvor, am 26. April 1971, ein Schild die Besetzung des Betriebs angek&uuml;ndigt hatte: &bdquo;Ex Yarur. Ein Territorium, frei von Ausbeutung&rdquo;.<\/p><p>Nach dem Milit&auml;rputsch vom 11. September 1973 wurde die Genossenschaft, die den Betrieb in Eigenverwaltung f&uuml;hrte, von der Pinochet-Diktatur verhaftet und das Unternehmen an seine pal&auml;stinensischen Eigent&uuml;mer zur&uuml;ckerstattet. Dennoch, zehn Jahre sp&auml;ter war Yarur bankrott. Die neoliberale, importorientierte Wirtschaftspolitik Pinochets &ouml;ffnete der fern&ouml;stlichen Textilindustrie, vor allem Chinas, T&uuml;r und Tor und f&uuml;hrte damit die Liquidierung der chilenischen Qualit&auml;tsunternehmen herbei.<\/p><p>In der Folge konzentrierte sich Juan Yarur Lolas auf die Gesch&auml;fte seiner bereits 1937 gegr&uuml;ndeten Bank <a href=\"https:\/\/www.bci.cl\/personas\">Banco BCI<\/a>, die nach dem Tod des Patriarchen im Jahr 1954 und schweren, internen Familiendisputen gegenw&auml;rtig mit 10.500 Angestellten und mehreren Milliarden Dollar-Einlagen als drittgr&ouml;&szlig;tes chilenisches Kreditinstitut rangiert. Kuriose Fu&szlig;note: BCI ist die einzige Bank auf der Welt, die eine Filiale in der Antarktis besitzt.<\/p><p>&Auml;hnliche Narrative umranken die Familienclans der Abumohor, Hirmas, Said, Sumar und Saieh, pal&auml;stinensische Verm&ouml;gen, die im Laufe der Jahrzehnte ihre Investitionen in Finanzwesen, Immobilien, Landwirtschaft &ndash; insbesondere Weinbau und Nahrungsmittel-Herstellung &ndash; und Medien ausweiteten. Die Familie Saieh zum Beispiel mauserte sich vom Gro&szlig;handel in der Provinzstadt Talca u.a. mit der Tageszeitung <a href=\"http:\/\/www.latercera.com\/\">LA TERCERA<\/a> zum zweitgr&ouml;&szlig;ten Medienunternehmen Chiles.<\/p><p>Gleichwohl wirft der Pal&auml;stina-Konflikt lange Schatten bis nach Chile.<\/p><p><strong>Vereinswesen als Br&uuml;cke zum Widerstand<\/strong><\/p><p>Auch wenn nicht alle Nachfahren der Ur-Einwanderer &ndash; wie zum Beispiel Daniel Jadue, Buch-Autor, Bezirksb&uuml;rgermeister der Kommune Recoleta in Santiago und Mitglied der Kommunistischen Partei Chiles &ndash;  auf die Wirtschaftsimperien ihrer Landsleute stolz sind, vereint die chilenischen Politiker pal&auml;stinensischer Herkunft, die quer durch das ideologische Parteienspektrum bis Ende 2017 auch 10 Prozent der Sitze im Parlament ausf&uuml;llten, die frontale Ablehnung der israelischen Besatzungspolitik und die Aberkennung eines autonomen pal&auml;stinensischen Staates.<\/p><p>Als zum Beispiel das chilenische Au&szlig;enministerium im Januar 2017 best&auml;tigte, dass das Land an der Friedenskonferenz zwischen Israel und Pal&auml;stina in Paris teilnehmen w&uuml;rde, bestand im Handumdrehen eine Gruppe von Gesch&auml;ftsleuten der arabischen Gemeinden &ndash; darunter Jos&eacute; Said, Pr&auml;sident des Einkaufszentrums Arauco, Maurice Khamis, Vertreter der pal&auml;stinensischen Gemeinschaft und selbst die ehemalige konservative Abgeordnete M&oacute;nica Zalaquett &ndash; auf eine Unterredung im Ministerium &uuml;ber &bdquo;den Einfluss und die Rolle Chiles bei der Diskussion der UN-Resolution 2334, die die illegalen Siedlungen des israelischen Regimes in den pal&auml;stinensischen Gebieten verurteilt&rdquo;.<\/p><p>Dagegen erhebt sich in Chile das gesamte Vereinswesen der Einwanderer aus Nahost und ihrer Nachfahren, von der <a href=\"http:\/\/www.federacionpalestina.cl\/\">Pal&auml;stinensischen F&ouml;deration<\/a> &uuml;ber den <a href=\"http:\/\/equipo.palestino.cl\/es\/\">chilenisch-pal&auml;stinensischen Fu&szlig;ballverein<\/a> bis hin zum <a href=\"http:\/\/fundacionbelen2000.cl\/\">Kinderhilfswerk Bethlehem 2000<\/a>, das mit der Entsendung von chilenischen &Auml;rzten, Sozialarbeitern und Medikamenten in Gaza und den besetzten Gebieten nachweislich mehreren hundert pal&auml;stinensischen Kindern das Leben gerettet hat.<\/p><p>B&uuml;rgermeister Daniel Jadue wollte sich das aus der N&auml;he ansehen und erf&uuml;llte sich 2013 den Traum, das Land seiner Eltern und Gro&szlig;eltern zu besuchen. In Pal&auml;stina erlebte er auf unmittelbare und dramatische Weise den Alltag unter israelischer Milit&auml;rbesatzung, f&uuml;hrte dar&uuml;ber Tagebuch und schrieb nach seiner R&uuml;ckkehr das 2014 erschienene Buch &bdquo;Palestina, Cr&oacute;nica de un as&eacute;dio (Pal&auml;stina, Chronik einer Dem&uuml;tigung), das die Erfahrungen und Beschreibungen einiger seiner Freunde aus der Pal&auml;stinensischen F&ouml;deration &ndash; darunter die Historikerin Nadia Hasan Abdo &ndash; best&auml;tigte, die in vorausgegangenen Jahren w&auml;hrend ihrer Besuche im Land der Ahnen vom israelischen Milit&auml;r verhaftet und deportiert worden waren.<\/p><p>Wiederum wird die Sympathie mit dem pal&auml;stinensischen Widerstand von den 10.000 j&uuml;dischen Einwanderern und ihren Nachkommen in Chile anders ausgelegt. Militante pro-israelische Gruppen widmen sich der systematischen Diffamierung des pal&auml;stinensischen Vereinswesens mit Unterstellungen, die von der l&auml;ngst diskreditierten Antisemitismus-Falle bis zur &bdquo;terroristischen Unterwanderung&ldquo; reichen. F&uuml;r gro&szlig;e Aufregung unter den pro-israelischen Militanten sorgte eine Anzeige der Pal&auml;stinensischen F&ouml;deration in der Tageszeitung <em>El Mercurio<\/em> mit dem Abdruck der seit 1948 auf brutale Weise schrumpfenden Landesgrenzen Pal&auml;stinas und der provokativen Frage: &bdquo;H&auml;ltst du es f&uuml;r gut, wenn man dich von der Landkarte tilgt?&ldquo;. F&uuml;r einen weiteren Skandal sorgte die Ausstattung des pal&auml;stinensischen Fu&szlig;ballvereins mit Trikots mit der gleichen Landkarte &uuml;ber den Landraub.<\/p><p>Mit dem Ziel, in Chile einflussreiche Propagandisten mit Medienzugang zu gewinnen, wirbt Israel neuerdings auch mit kostspieligen Reise-Einladungen an chilenische Politiker und Journalisten, die das Narrativ von der Besatzungsmacht mit pro-israelischen Fake News widerlegen sollen. Zu den Werbern geh&ouml;rt Gerardo Gorodischer, Pr&auml;sident der J&uuml;dischen Gemeinde Chiles, der vor dreieinhalb Jahren w&auml;hrend einer Protestveranstaltung in Santiago &bdquo;gegen die Gewalt in Gaza&ldquo; erkl&auml;rte, &bdquo;an jenem Tag, an dem die Radikalen und Terroristen sich intensiver dem Volk und nicht dem Hass zuwenden, den sie f&uuml;r Israel empfinden, werden wir in der Lage sein, Frieden zu schaffen&rdquo; (Comunidad jud&iacute;a en Chile se manifest&oacute; en las afueras de la Cepal en rechazo a la violencia en Gaza &ndash; La Tercera, 11.07.2014).<\/p><p>Nicht nur die Pal&auml;stinenser Chiles fragten sich zu Recht, in welcher Welt Gorodischer lebt, derart auf den Kopf gestellt wirkte sein Pal&auml;stina-Bild und seine haneb&uuml;chene, einseitige  Gewalt-Zuweisung an die okkupierten Pal&auml;stinenser, die nach einhelliger Meinung selbst j&uuml;discher Intellektueller, darunter der Linguist Noam Chomsky, alles andere als Angreifer, auch nicht Leidtragende eines Krieges, sondern Opfer von &bdquo;Apartheid&rdquo; und &bdquo;ethnischer S&auml;uberung&rdquo; sind (Noam Chomsky: Israel&acute;s Actions in Palestine are &ldquo;much worse than apartheid in South Africa&rdquo; &ndash; Democracy Now, 08. August 2014).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180516_chile.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Als Pr&auml;sident Donald Trump am vergangenen 6. Dezember mit &uuml;blichem medialen Tamtam die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem bekanntgab, zerrissen nicht nur in Gaza und im Westjordanland Worte des Zorns und Steine die dicke Luft, es brannten israelische Flaggen auch vor<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43975\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[159,20,11],"tags":[669,2357,1055,1557,303,2039,1800,340],"class_list":["post-43975","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fremdenfeindlichkeit-rassismus","category-landerberichte","category-strategien-der-meinungsmache","tag-chile","tag-diaspora","tag-fluechtlinge","tag-israel","tag-palaestina","tag-siedlungspolitik","tag-trump-donald","tag-zuwanderung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=43975"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43975\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121822,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/43975\/revisions\/121822"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=43975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=43975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=43975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}