{"id":4399,"date":"2009-12-11T09:14:51","date_gmt":"2009-12-11T08:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4399"},"modified":"2009-12-11T10:03:23","modified_gmt":"2009-12-11T09:03:23","slug":"hinweise-des-tages-1040","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4399","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mindestl&ouml;hne, politisch gewollte Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r gesetzlich Versicherte, l&auml;cherlich niedrige Beraterhonorare, Weimar in Erkl&auml;rungsnot, ein brandneues Finanzderivat, Poststreik in GB, Lobbyismus in Deutschland und sein neuester Erfolg, Friedensnobelpreis f&uuml;r Barack Obama, Afghanistan. (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Studie &uuml;ber Mindestl&ouml;hne in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Volkssolidarit&auml;t: Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r gesetzlich Versicherte verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Defizit der Krankenkassen &ndash; Die Versicherten f&uuml;llen das Milliardenloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Streit um Entlastungen: Wirtschaftsweise r&uuml;gen schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Gro&szlig;britannien: Browns Reichensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Thomas Fricke: Gemeingef&auml;hrliche Devisenspiele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">BayernLB und Hypo Alpa Adria &ndash; Ungeheuerlicher Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Kommune im Visier der Fahnder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Weimar in Erkl&auml;rungsnot: Finanz&auml;mter schonten Wolski<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Woman Who Invented Credit Default Swaps is One of the Key Architects of Carbon Derivatives, Which Would Be at the Very CENTER of Cap and Trade<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Milliardenbetrug im Klimahandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">The postal strike is our strike<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Privatisierung des Gesundheitswesens <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Bachelor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die &ldquo;f&uuml;nfte Gewalt&rdquo;: Eine kurze Geschichte des Lobbyismus in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Industrie feiert Sieg &uuml;ber Verbraucherschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Nicht nur Banken: Lehman-Pleite trifft Dax-Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Wir wollen das Fernsehen zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Grippe-Medikament: Forscher bezweifeln Wirksamkeit von Tamiflu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Entsch&auml;digung f&uuml;r illegale Haft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Geheimdienstchef geht zu Blair auf Distanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Friedensnobelpreis f&uuml;r Barack Obama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Hinweis einer Pfarrerin aus dem Ruhrgebiet zu den Diffamierungen der Armen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4399&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mindestl&ouml;hne in Deutschland<\/strong><br>\nEine Expertise im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung von Gerhard Bosch, Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina: &bdquo;Gesetzliche und branchenbezogene Mindestl&ouml;hne werden in Deutschland h&auml;ufig als per se besch&auml;ftigungssch&auml;dlich und\/oder als unvereinbare Gegens&auml;tze gesehen. Dabei zeigt die neuere empirische Forschung zu Mindestl&ouml;hnen in anderen L&auml;ndern, dass selbst vergleichs weise hohe Mindestl&ouml;hne positive Effekte auf der betrieblichen Ebene und auf dem Arbeitsmarkt insgesamt haben k&ouml;nnen. Beispiele aus europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern belegen &uuml;berdies, dass sich gesetzliche und tarifliche Mindestl&ouml;hne nicht ausschlie&szlig;en, sondern gut miteinander vereinbar sind. Mehr noch: L&auml;nder wie Frankreich oder die Niederlande demonstrieren, dass die Allgemeinverbindlichkeit vieler Tarifvertr&auml;ge ein weiterer wichtiger Pfeiler sein kann, um Entlohnungssysteme zu stabilisieren und gegen ein Ausfransen nach unten zu sch&uuml;tzen.<br>\nEin einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn, der das Lohnspektrum nach unten hin begrenzt, w&auml;re insbesondere wichtig f&uuml;r Bereiche, in denen die Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde nicht pr&auml;sent oder zu schwach sind, um angemessene L&ouml;hne zu vereinbaren. Dies w&uuml;rde auch einen wichtigen Beitrag leisten, um die in Deutschland besonders ausgepr&auml;gten Lohnunterschiede zwischen M&auml;nnern und Frauen zu verringern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/06866.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 320 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Volkssolidarit&auml;t: Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r gesetzlich Versicherte verhindern<\/strong><br>\n&bdquo;Die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenkassen sind politisch verursacht. Dadurch drohende Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r die Versicherten m&uuml;ssen verhindert werden.&ldquo; Das stellte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t Dr. Bernd Niederland am Donnerstag klar. &bdquo;Die Entwicklung war absehbar und muss von den daf&uuml;r Verantwortlichen korrigiert werden.&ldquo; Die Volkssolidarit&auml;t sehe in der B&uuml;rgerversicherung die langfristige L&ouml;sung f&uuml;r die Einnahmeprobleme der Kassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Navigation\/Horizontaler_Bereich-p-9202\/Presse\/Presse_aktuell-p-121\/Zusatzbeitr%C3%A4ge_f%C3%BCr_gesetzlich_Versicherte_verhindern.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h3\"><\/a><strong>Defizit der Krankenkassen &ndash; Die Versicherten f&uuml;llen das Milliardenloch<\/strong><br>\nVier Milliarden fehlen den Krankenkassen im n&auml;chsten Jahr &ndash; die Zeche zahlen die Versicherten. Von der Politik ist das durchaus so gewollt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/finanzen\/837\/497146\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Streit um Entlastungen: Wirtschaftsweise r&uuml;gen schwarz-gelbe Steuerpl&auml;ne<\/strong><br>\nDie von Union und FDP geplanten Steuersenkungen sto&szlig;en bei Experten auf scharfe Kritik. Der Ansatz sei &ldquo;grundfalsch&rdquo;, wettert der Wirtschaftsweise Bofinger. Sein Kollege Wiegard rechnet sogar sp&auml;testens 2014 mit Steuererh&ouml;hungen &ndash; die Koalition werde nicht um &ldquo;harte Einschnitte&rdquo; herumkommen. [&hellip;]<br>\nDer richtige Weg sei eine Anhebung der Mehrwertsteuer. &ldquo;Die Erh&ouml;hung der<br>\nMehrwertsteuer ist f&uuml;r das Wachstum am wenigsten sch&auml;dlich&rdquo;, sagte<br>\nWiegard.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,666251,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Dass ein Mann wie Wiegard, der eine Mehrwertsteuererh&ouml;hung als &ldquo;wenig wachstumssch&auml;dlich&rdquo; empfiehlt, &ldquo;Wirtschaftsweiser&rdquo; sein soll, ist ein Irrwitz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien: Browns Reichensteuer<\/strong><br>\nKein halbes Jahr vor den Unterhauswahlen scheint Premier Gordon Brown und seine Labour-Regierung in Gro&szlig;britannien ein Mittel gegen den Abw&auml;rtstrend gefunden zu haben. Dank der geplanten h&ouml;herern Steuern f&uuml;r Wohlhabende regt sich bei den Anh&auml;ngern der Labour Party neues Interesse an der Regierungspolitik. Abgeordnete der Regierungsfraktion, die sich schon verloren glaubten, schauen einander verbl&uuml;fft an und sch&ouml;pfen neue Hoffnung. In Teilen der &Ouml;ffentlichkeit zollt man dem Kabinett ungewohnten Respekt. Die Strategie nimmt die Stimmung im Lande auf &ndash; und k&ouml;nnte Vorbild f&uuml;r andere Regierungen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2133221_Grossbritannien-Browns-Reichensteuer.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Thomas Fricke: Gemeingef&auml;hrliche Devisenspiele<\/strong><br>\nDie Finanzkrise hat tektonische Verschiebungen der globalen W&auml;hrungsverh&auml;ltnisse mit sich gebracht. Schuld sind Marktdemenz und Manipulationen. Sie drohen den Exportmeister Deutschland ins Desaster zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:kolumne-fricke-gemeingefaehrliche-devisenspiele\/50048784.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>BayernLB und Hypo Alpa Adria &ndash; Ungeheuerlicher Verdacht<\/strong><br>\nDer ehemalige Landesbankchef Schmidt bekommt 50 000 Euro Beraterhonorar von der maroden Hypo Alpe Adria &ndash; und spricht von l&auml;cherlichen Betr&auml;gen.<br>\nDie Bank war wom&ouml;glich absichtlich zu einem &uuml;berh&ouml;hten Preis gekauft worden. Die CSU nennt das Honorar &ldquo;ungeheuerlich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra13m1\/bayern\/836\/497145\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kommune im Visier der Fahnder<\/strong><br>\nIn Pforzheim ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht gegen Banken, die den Kommunen riskante Finanzgesch&auml;fte angedreht haben, sondern umgekehrt &ndash; gegen die Kommune. Pforzheim ist dabei in das Visier der Mannheimer Abteilung f&uuml;r Wirtschaftsstrafsachen geraten. Die 100.000-Einwohner-Stadt in Baden-W&uuml;rttemberg hatte seit 2002 riskante Finanzgesch&auml;fte, sogenannte Zinsderivate, abgeschlossen. Daraus drohen nun Verluste in den Jahren 2014 bis 2017 von bis zu 77,5 Millionen Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein 40 Seiten starker Bericht der Gemeindepr&uuml;fungsanstalt (GPA). Die verzockten Millionen k&ouml;nnten die Stadt am n&ouml;rdlichen Rand des Schwarzwaldes k&uuml;nftig in den finanziellen Abgrund st&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F12%2F10%2Fa0163&amp;cHash=a1c79ec78a\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weimar in Erkl&auml;rungsnot: Finanz&auml;mter schonten Wolski<\/strong><br>\nDer in der Aff&auml;re um die geschassten Steuerfahnder bereits unter Druck geratene hessische Finanzminister Karlheinz Weimar kommt jetzt auch noch im Fall Wolski in Erkl&auml;rungsnot: In dem Prozess vor der Darmst&auml;dter Landgericht, in dem sich die Beteiligten erbittert juristisch beharken, sind sich Gericht, Anklage und Verteidigung erstaunlicherweise in einem Punkt einig: Weimars Finanzverwaltung hat im Fall Wolski eklatant versagt.<br>\n&ldquo;Hier ist vermutlich strukturell ein gro&szlig;es Vollzugsdefizit angelegt&rdquo;, sagt der Vorsitzende Richter Rainer Buss im vorsichtigen Juristendeutsch. &ldquo;Wir wundern uns, dass die Steuerpflicht nicht durchgesetzt wurde.&rdquo; Kopfsch&uuml;tteln auch bei der Staatsanwaltschaft, und selbst Wolskis Verteidiger wundern sich &uuml;ber die Umst&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-online.de\/top_news\/2133162_Weimar-in-Erklaerungsnot-Finanzaemter-schonten-Wolski.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Woman Who Invented Credit Default Swaps is One of the Key Architects of Carbon Derivatives, Which Would Be at the Very CENTER of Cap and Trade<\/strong><br>\nBloomberg notes that the carbon trading scheme will be largely centered around derivatives &hellip; The banks are preparing to do with carbon what they&rsquo;ve done before: design and market derivatives contracts that will help client companies hedge their price risk over the long term. They&rsquo;re also ready to sell carbon-related financial products to outside investors.<br>\n[Blythe] Masters says banks must be allowed to lead the way if a mandatory carbon-trading system is going to help save the planet at the lowest possible cost. And derivatives related to carbon must be part of the mix, she says. &hellip; Who is Blythe Masters? She is the JP Morgan employee who invented credit default swaps, and is now heading JPM&rsquo;s carbon trading efforts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonsblog.com\/2009\/12\/woman-who-invented-credit-default-swaps.html\">Washington&rsquo;s Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Milliardenbetrug im Klimahandel<\/strong><br>\nScheingesch&auml;fte mit Klimazertifikaten haben in mehreren europ&auml;ischen L&auml;ndern Steuerverluste von 5 Mrd. Euro verursacht. Betroffen sind Gro&szlig;britannien, Frankreich, D&auml;nemark, die Niederlande, Spanien und Deutschland. Die Kriminellen nutzen die M&ouml;glichkeit, Verschmutzungsrechte wie gew&ouml;hnliche Waren aus anderen EU-L&auml;ndern steuerfrei einzuf&uuml;hren. Beim Weiterverkauf rechnen die Kriminellen dann Mehrwertsteuer hinzu, ohne diese an das Finanzamt abzuf&uuml;hren. Bevor die Beh&ouml;rden misstrauisch werden, tauchen sie ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:ermittlungen-der-steuerfahnder-milliardenbetrug-im-klimahandel\/50048934.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>The postal strike is our strike<\/strong><br>\nNew Labour has done its best to destroy the Post Office as a public institution. Postal workers deserve our solidarity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newstatesman.com\/uk-politics\/2009\/10\/pilger-postal-public-office\">New Statesman<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wer ruiniert die staatliche Post? Gro&szlig;britannien vor dem h&auml;rtesten Arbeitskampf seit 25 Jahren<\/strong><br>\nDer Zorn der Streikenden richtet sich vor allem gegen Post-Chef Adam Crozier: Sie sehen durch die radikalen Einschnitte des Sanierers den Fortbestand der Royal Mail bedroht, f&uuml;rchten um ihre Jobs und Pensionsanspr&uuml;che. Post-Mitarbeiter w&uuml;rden zudem mit unm&ouml;glichen Arbeitspensen drangsaliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wahlen.wienerzeitung.at\/DesktopDefault.aspx?TabID=4517&amp;Alias=wzo&amp;cob=446236&amp;Page14787=3\">Wiener Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privatisierung des Gesundheitswesens<\/strong><br>\nMit ca. 1200 Filialen und Kultst&auml;tten rund um und weit &uuml;ber den Mittelmeerraum hinaus, galten die Anh&auml;nger des griechischen Heilgottes Asklepios bereits im 5. Jh. v. Chr. als erfolgreichster Heilkult der Antike.<br>\nSelbst Hippokrates, dessen Eid die Mediziner noch heute schw&ouml;ren, r&uuml;hmte sich seinerzeit ein &bdquo;Sohn des Asklepios&rdquo; zu sein. Mit r&uuml;den Methoden versucht stattdessen der Hamburger Klinikkonzern &bdquo;Asklepios&rdquo; nicht nur die Gr&uuml;ndung eines neuen Betriebsrates zu vereiteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linkezeitung.de\/cms\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=7814&amp;Itemid=32\">Linke Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bachelor<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>\n<strong>Deutschland stolpert in die Bildungsrepublik<\/strong><br>\nKultusminister und Hochschulrektoren wollen den Bachelor noch studierbarer machen. Die Studenten bleiben skeptisch. Die Kultusminister verst&auml;ndigten sich gestern auf ein Notprogramm f&uuml;r das Bachelorstudium. Es soll weniger Pr&uuml;fungen geben, weniger Arbeitsbelastung und mehr Zeit f&uuml;rs Studium. Am weitesten geht Nordrhein-Westfalen. Allerdings gibt es nicht wenig Skepsis, ob die sp&auml;te Kehrtwende der Kultusminister, die ihren Bachelor bislang als Meisterst&uuml;ck bezeichneten, gelingen wird. Erster Knackpunkt: Warum sollten die Hochschulen nun einen Studiengang entr&uuml;mpeln, den sie selbst mit Lerneinheiten und Pr&uuml;fungen vollgestopft haben? &ldquo;Die Umsetzung solcher Beschl&uuml;sse funktioniert nicht in allen F&auml;llen von heute auf morgen&rdquo;, gestand selbst der Wissenschaftsminister Baden-W&uuml;rttembergs, Peter Frankenberg (CDU). Zweiter Knackpunkt: Die Studenten haben kein Vertrauen mehr in die Minister, Rektoren und Professoren. &ldquo;Das sind alles leere Versprechungen&rdquo;, sagte Christian D&ouml;hring, Student aus Marburg, bei den Kundgebungen am Rand der Kultusministerkonferenz. &ldquo;Wir wollen keine Reform der Reform der Reform.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F12%2F11%2Fa0069&amp;cHash=3141b785a3\/&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Bachelor-Reform Gro&szlig;e Versprechungen<\/strong><br>\nDie Kultusminister einigen sich auf Korrekturen im Studiensystem, stellen die Bologna-Reform an sich aber nicht in Frage. Die Studenten besch&auml;ftigen derweil noch ganz andere Probleme. Studentenvertreter warfen den Kultusministern und Rektoren vor, sie w&uuml;rden wichtige Themen des Protests ignorieren &ndash; etwa Forderungen nach einer Abschaffung von Studiengeb&uuml;hren, mehr studentischer Mitbestimmung und einer Abwehr wirtschaftlicher Einfl&uuml;sse auf die Hochschulen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/jobkarriere\/916\/497224\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Von Anfang an ein Musterbeispiel f&uuml;r den Murks, den unsere Verantwortlichen in ihrer ideologischen Verbohrtheit <\/em>produzieren.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die &ldquo;f&uuml;nfte Gewalt&rdquo;: Eine kurze Geschichte des Lobbyismus in Deutschland<\/strong><br>\nFachleute sch&auml;tzen die Zahl professioneller Lobbyisten allein in Berlin auf 5000, Tendenz steigend. In den 70er-Jahren waren es in Bonn gerade mal 600. Sie agieren in den Grauzonen der Politik und versuchen, Einfluss zu nehmen auf Gesetze und Regierungsentscheidungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/zeitreisen\/1084836\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Industrie feiert Sieg &uuml;ber Verbraucherschutz<\/strong><br>\nDie Frist l&auml;uft aus, und das bedeutet eine Schlappe f&uuml;r den Verbraucherschutz: Im Streit &uuml;ber die farbliche Kennzeichnung von Lebensmitteln haben sich die Industrielobbyisten in der EU durchgesetzt. Die oft geforderte Ampel wird es wohl nicht geben &ndash; weil die Hersteller den besseren Draht nach Br&uuml;ssel hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,665569,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Nicht nur Banken: Lehman-Pleite trifft Dax-Konzerne <\/strong><br>\nBislang wurden vor allem Ausf&auml;lle bei Banken &ouml;ffentlich. Nun zeigt sich, dass der Kreis der Lehman-Gesch&auml;digten gr&ouml;&szlig;er als bekannt ist und auch eine Reihe von Industriekonzernen aus dem deutschen Aktienindex Dax umfasst. Die bislang h&ouml;chste Summe au&szlig;erhalb der Dax-Finanzdienstleister stammt von VW. Der Konzern hat 224 Mio. $ (152 Mio. Euro) angemeldet. Eine VW-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Siemens ist laut Epiq mit 146 Mio. $ mit von der Partie. Die gr&ouml;&szlig;te von mehreren Tranchen &ndash; 100 Mio. $ &ndash; entf&auml;llt laut eingereichten Unterlagen auf die Siemens Kapitalanlagegesellschaft (SKAG). Sie verwaltet sowohl Pensionsgelder des Konzerns als auch externe Investments. Der Energiekonzern Eon taucht ebenfalls mit 60 Mio. $ bei Epiq Systems auf. Der Eon-Konkurrent RWE beklagt den Verlust von 16 Mio. $. Auch im MDax sind Unternehmen au&szlig;erhalb des Finanzgewerbes gesch&auml;digt. So hat EADS knapp 55 Mio. $ angemeldet. Nach Angaben eines Sprechers stammen die Ausf&auml;lle aus Hedging-Transaktionen mit Lehman, mittels derer sich der Luft- und Raumfahrtkonzern gegen Dollar-Schwankungen absichern wollte. Die Forderungen seien bereits abgeschrieben. Schon bekannt war, dass s&auml;mtliche Banken im Dax und MDax &ndash; also Deutsche Bank, Commerzbank, Aareal Bank und Deutsche Postbank &ndash; Forderungen in Sachen Lehman geltend gemacht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:nicht-nur-banken-lehman-pleite-trifft-dax-konzerne\/50048896.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allgemein bekannt ist, dass viele &ldquo;realwirtschaftliche&rdquo; Unternehmen ganze Abteilungen halten, die sich nur solchen Investments widmen. Die Lehman-Engagements d&uuml;rften nicht die einzigen sein, die die Unternehmen belasten. Diese sind einfach durch die Lehman-Pleite bekannt geworden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wir wollen das Fernsehen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNicht nur beim ZDF haben Exekutive und PolitikerInnen die Macht an sich gerissen und treffen Personalentscheidungen &uuml;ber JournalistInnen, denen sie danach im Interview begegnen. Auch bei vielen ARD-Anstalten sitzen amtierende Minister oder Staatssekret&auml;re in den Gremien. Nirgendwo ist die Konzentration der Herrschenden so dicht wie beim ZDF. Doch was hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks oder sein hessischer Amtskollege Volker Bouffier (CDU) beim Hessischen Rundfunk (HR) verloren? Beim S&uuml;dwestrundfunk sitzen die stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten von Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg gleich beide im SWR-Verwaltungsrat. Und damit gar nichts schiefgeht, passt noch ein Staatssekret&auml;r im Rundfunkrat auf. Das ist das Gegenteil der im Grundgesetz festgeschriebenen Staatsferne des Rundfunks &ndash; und dass andere gro&szlig;e ARD-Anstalten wie NDR und WDR seit wenigen Jahren ohne Regierungsvertreter in ihren Gremien auskommen, ist nur ein schwacher Trost.<br>\nWas muss nun passieren? Erstens: Die Vertreter der Exekutive m&uuml;ssen vollst&auml;ndig aus den Gremien des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks verschwinden. Die Chancen, dies &uuml;ber ein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zu erreichen, stehen gut. Zweitens muss die Zahl der offiziellen Parteien-Vertreter in den Gremien sinken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2009%2F12%2F10%2Fa0118&amp;cHash=b780020dc3\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> So ist die taz: D&uuml;nnbrettbohrerei. Allein der folgende Absatz zeigt das:<br>\n&bdquo;Drittens m&uuml;ssen die Vertreter der gesellschaftlichen Gruppen auf den Pr&uuml;fstand: Sie bilden die heutige Gesellschaft schlicht nicht mehr ab &ndash; und sortieren sich ebenfalls nach parteipolitischer Couleur. Dieses Problem, sagt der Medien- und Verfassungsjurist Dieter D&ouml;rr, einer der Mitunterzeichner des Staatsrechtler-Aufrufs pro Brender, lasse sich &ldquo;nur bek&auml;mpfen mit einem Appell an diese Verb&auml;nde, ihre Rolle ernst zu nehmen.&rdquo; Denn &ldquo;sie sitzen dort als Vertreter der Gesellschaft, nicht der Parteien&rdquo;. Also m&uuml;ssen sie ersetzt werden durch neue gesellschaftliche Vertreter, die dann wirklich diejenigen repr&auml;sentieren, denen der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk geh&ouml;rt: Die Geb&uuml;hrenzahlerInnen, die ZuschauerInnen &ndash; uns.&ldquo;<br>\nKeine Ahnung von den gesellschaftlichen Kr&auml;ften. Soll das Zentralkomitee der katholischen Kirche entscheiden, dass es seine Macht im ZDF-Verwaltungsrat und -Fernsehrat an Vertreter der Gesellschaft jenseits ihrer eigenen Gruppierung abgibt, an Vertretet so genannter neuer gesellschaftlicher Gruppen? Die Naivit&auml;t der TAZ scheint nicht zu &uuml;berbieten zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Grippe-Medikament: Forscher bezweifeln Wirksamkeit von Tamiflu<\/strong><br>\nIn einem Kommentar forderte das &ldquo;British Medical Journal&rdquo; neue Gesetze, die sicherstellen sollen, dass in Zukunft alle Rohdaten einer Medikamentenstudie ver&ouml;ffentlicht werden, damit die Studienergebnisse nachvollziehbar sind. &ldquo;Wenn riesige Mengen &ouml;ffentlichen Geldes in ein Medikament flie&szlig;en, m&uuml;ssen alle Daten &ouml;ffentlich zug&auml;nglich sein&rdquo;, hei&szlig;t es. Solange Roche nicht alle Daten &uuml;ber Tamiflu ver&ouml;ffentliche, blieben Nutzen und Risiken des Medikaments unbekannt &ndash; eine absurde Situation, findet BMJ-Chefredakteurin Fiona Godlee: &ldquo;Regierungen auf der ganzen Welt haben Milliarden f&uuml;r ein Medikament ausgegeben, das die Wissenschaft nun nicht beurteilen kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/0,1518,666078,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Entsch&auml;digung f&uuml;r illegale Haft<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat im November 2009 ein f&uuml;r die Wahrnehmung des Demonstrationsrechts wichtige Entscheidung gef&auml;llt. Es hat zwei Demonstrationsbeobachtern des Komitees f&uuml;r Grundrechte und Demokratie aufgrund deren rechtswidriger Ingewahrsamnahme das Recht auf Schmerzensgeld zugebilligt. Im Jahr 2001 waren Helga Dieter und Ulrich Billerbeck als Demonstrationsbeobachter des Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie im Wendland unterwegs. Au&szlig;erhalb der Demonstrationsverbotszone wurden sie aus ihrem Auto heraus festgenommen und mehrere Stunden unter unzumutbaren Bedingungen in Gewahrsam gehalten.<br>\nDie Geschichte der Wahrnehmung des Demonstrationsrechts ist voll von solchen Geschichten. Der &bdquo;Hamburger Kessel&ldquo; vom 8. Juni 1986 war rechtswidrig. Die Zivilgerichte sprachen den Teilnehmern immerhin ein Schmerzensgeld von 200 DM zu. Die Anzahl der polizeilichen Kessel seit dieser Rechtsprechung ist ungez&auml;hlt. Im Wendland wurden ganze D&ouml;rfer &ndash; rechtswidrig &ndash; eingekesselt. Solange dies allenfalls juristisch festgestellt wird, daraus aber keine Konsequenzen f&uuml;r die Polizei entstehen, bleiben diese Urteile folgenlos. Geringe Schmerzensgeldzahlungen, die sowieso nur selten durchgesetzte werden k&ouml;nnen, kann sie sozusagen aus der Portokasse bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/332\">Grundrechtekomitee<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Geheimdienstchef geht zu Blair auf Distanz<\/strong><br>\nJohn Scarlett bestreitet, dass Informationen seiner Beh&ouml;rde die Existenz von irakischen Massenvernichtungswaffen belegt h&auml;tten. Der damalige Premier habe im Vorwort des Irak-Dossiers vom September 2002 die falsche Behauptung aufgestellt, dass geheimdienstliche Informationen zweifelsfrei die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak belegten, sagte Scarlett. Er war der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses, der das Dossier zusammengestellt hatte. Blair nutzte das Dossier als wichtigstes Argument f&uuml;r den Angriff auf den Irak auch ohne Mandat der Vereinten Nationen. &ldquo;Ich habe das Vorwort nicht als Bestandteil des Berichts gesehen&rdquo;, sagt Scarlett. &ldquo;Es war eine offenkundige politische Behauptung des Premierministers. Es stand mir nicht zu, daran etwas zu &auml;ndern.&rdquo;<br>\nJedoch hatte Scarlett in seinem Bericht geschrieben, der Irak k&ouml;nne binnen 45 Minuten nach einem Befehl des damaligen Pr&auml;sidenten Saddam Hussein chemische oder biologische Waffen abfeuern. &ldquo;Das bezog sich nicht auf Raketen&rdquo;, sagte er nun. Es w&auml;re besser gewesen, wenn er deutlich gemacht h&auml;tte, dass er Gefechtsmunition meinte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=au&amp;dig=2009%2F12%2F10%2Fa0143&amp;cHash=602481a32b\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einerseits ist das Schnee von gestern, zumal den Meisten von uns in Kontinentaleuropa klar war, das Tony Blair sich die Fakten zurecht gebogen hatte, andererseits ist es erfreulich und demokratief&ouml;rdernd, wenn diese Vorg&auml;nge &uuml;berhaupt untersucht werden. Es bleibt der bittere Nachgeschmack, dass in Demokratien, nicht nur in der englischen, so viele Politiker, meist aus Gr&uuml;nden des Machterhalts, solche Manipulationen mittragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Friedensnobelpreis f&uuml;r Barack Obama<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Obamas Nobelrede : Die Friedensbotschaft des Kriegspr&auml;sidenten<\/strong><br>\nIn seiner Nobelrede stellt sich Obama der Herausforderung. Der US-Pr&auml;sident hat in Oslo den Einsatz von Gewalt aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nen gerechtfertigt. So k&ouml;nnten Kriege notwendig sein, sagte der Friedensnobelpreistr&auml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/2135537_Obamas-Nobelrede-Die-Friedensbotschaft-des-Kriegspraesidenten.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Frieden f&uuml;r Bagram<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident Barack Obama erh&auml;lt heute den Friedensnobelpreis. Ob das die Insassen von Bagram verstehen? Das v&ouml;lkerrechtswidrige US-Milit&auml;rgef&auml;ngnis in Afghanistan wird auch unter Pr&auml;sident Barack Obama kaum geschlossen werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F12%2F10%2Fa0037&amp;cHash=d05503ffce\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ehrung ohne Nutzen<\/strong><br>\nSein Kurs in Afghanistan macht Obama zum Kriegspr&auml;sidenten. Trotzdem ist er das Beste, was den USA und der Welt passieren konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F12%2F10%2Fa0051&amp;cHash=7bbaa81d6a\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>&ldquo;Obama erreicht die Leute nicht mehr&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;ZEIT ONLINE: Obama ist nicht der erste demokratische Pr&auml;sident, der mit gro&szlig;en sozialen Ideen antritt, aber dann an bestimmten Institutionen scheitert. Auch Lyndon B. Johnson, John F. Kennedy und Bill Clinton ging es &auml;hnlich. Was fehlt Ihnen?<br>\nLakoff: Die Meinungsmaschine. Die Demokraten brauchen reiche Privatleute, die sich in die Medien einkaufen, genauso wie es die Konservativen machen. Progressive Million&auml;re wie George Soros h&auml;tten das machen k&ouml;nnen &ndash; haben sie aber nicht. Die Konservativen organisieren Sommercamps f&uuml;r 15-J&auml;hrige, in denen Trainer Rhetorik schulen; sie finanzieren Agenturen, die Talkshowg&auml;ste in jedem Bezirk buchen k&ouml;nnen; sie versenden t&auml;glich Millionen von Nachrichten &uuml;ber Twitter, Blogs und Facebook. Sie benutzen sogar ein eigenes System von Protestgruppen, die sogenannten &ldquo;Tea-Party-People&rdquo;, die sie auch jetzt gegen die Gesundheitsreform auf die Stra&szlig;e schicken. Progressive haben das nicht, br&auml;uchten es aber mehr denn je.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2009-12\/obama-friedensnobelpreis-rhetorik\">ZEIT<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Afghanistan: Talibanjagen geh&ouml;rt zum Gesch&auml;ft der KSK<\/strong><br>\nDie bisher vor allem von der Bundeswehr und der Bundesregierung verbreitete Darstellung, es sei bei der Bombardierung vor allem darum gegangen, die Tankwagen zu zerst&ouml;ren, bevor sie als m&ouml;gliche Riesensprengs&auml;tze gegen die Isaf-Truppen und gegen die Bundeswehr eingesetzt w&uuml;rden, ist nur ein Teil der Wahrheit. Gerade im Raum Kundus ging und geht es darum, Aufst&auml;ndische, m&ouml;gliche Terroristen, Taliban zu jagen und festzusetzen. Falls nicht anders m&ouml;glich: zu t&ouml;ten. Im ersten Bericht, den der allenthalben als &bdquo;besonnen&ldquo; charakterisierte Oberst Klein &uuml;ber den Bombenabwurf am 4. September abfasst, taucht das Wort &bdquo;vernichten&ldquo; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C\/Doc~E88F63F3714F04FFCB3683AB700101138~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> FAZ-Autor Eckart Lohse versucht die Fehlentscheidung des Oberst Klein zu erkl&auml;ren. Das Ergebnis ist durchaus aufschlussreich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Afghanistan: Deutsches Desaster<\/strong><br>\nDas deutsche Engagement beim Aufbau einer afghanischen Polizei besteht vor allem aus Ank&uuml;ndigungen. Tats&auml;chlich hat Deutschland kl&auml;glich versagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt3m1\/politik\/779\/497088\/text\/\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>R&uuml;ckkehrer aus Afghanistan: Alleingelassen nach dem Krieg<\/strong><br>\nDie psychologische Betreuung f&uuml;r aus Afghanistan zur&uuml;ckgekehrte Bundeswehrsoldaten ist schlecht &ndash; es gibt bereits jetzt zu wenig &Auml;rzte f&uuml;r alle Betroffenen und die Steigerungsraten bei PTBS (posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen) liegen bei 50%.<br>\nDer Sanit&auml;tsdienst der Bundeswehr hingegen sieht wenig Handlungsbedarf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama372.html\">Panorama ndr<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Der Hinweis einer Pfarrerin aus dem Ruhrgebiet: Spr&uuml;che Salomos&nbsp;31, 4-9<\/strong><br>\n&bdquo;Gegen die regelm&auml;&szlig;ig wiederkehrende Diffamierung der Armen wie zuletzt durch die Herren Mi&szlig;felder, Sarrazin und Buschkowsky habe ich einen sch&ouml;nen Ratschlag in der Bibel gefunden. Ich hoffe, Ihnen bereitet er so viel Vergn&uuml;gen wie mir:&ldquo;<br>\n&nbsp;\n<blockquote><p><em>Nicht f&uuml;r K&ouml;nige geh&ouml;rt es sich, nicht f&uuml;r K&ouml;nige, Wein zu trinken, noch f&uuml;r W&uuml;rdentr&auml;ger zu fragen: Wo ist Bier*?<br>\nSonst trinkt einer und vergisst, was vorgeschrieben ist, und verdreht den Rechtsanspruch aller Elenden.<br>\nGebt Bier dem Verlorenen und Wein denen mit verbitterter Seele! Ein solcher mag trinken und seine Armut vergessen und an seine M&uuml;hsal nicht mehr denken.<br>\n&Ouml;ffne deinen Mund f&uuml;r den Stummen, f&uuml;r den Rechtsanspruch aller Schwachen! &Ouml;ffne deinen Mund, richte gerecht und schaffe Recht dem Elenden und Armen! (Spr&uuml;che Salomos&nbsp;31, 4-9)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>*gew&ouml;hnlich mit &bdquo;Rauschtrank&ldquo; &uuml;bersetzt, das hebr&auml;ische Wort bezeichnet alkoholische Getr&auml;nke aus Getreide oder Trockenfr&uuml;chten. Bier ist darum eine angemessene &Uuml;bersetzung.<br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Das Vergn&uuml;gen w&auml;re gr&ouml;&szlig;er, wenn die kirchlichen Vorgesetzten der Pfarrerin ihre Haltung teilen w&uuml;rden. Daran bestehen begr&uuml;ndete Zweifel, siehe z.B. hier:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"?p=911\">&ldquo;Selbstsorge&rdquo; hei&szlig;t die vielbesungene Eigenverantwortung der Neoliberalen und Modernen auf &ldquo;theologisch&rdquo;.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=3088\">Wieczorek wirft den Kirchen vor, vielfach f&uuml;r die neoliberale Gewinnmaximierung eine moralische Rechtfertigung zu liefern, Solidarit&auml;t als den Verzicht der Armen zugunsten der Reichen zu interpretieren.<\/a>\n<\/li>\n<li><a href=\"?p=3557\">Heutzutage ermahnen einige Kirchenleute, die sich selbst einer guten wirtschaftlichen Absicherung erfreuen, mit Vorliebe die Armen. (Hinweis 16)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Mindestl&ouml;hne, politisch gewollte Zusatzbeitr&auml;ge f&uuml;r gesetzlich Versicherte, l&auml;cherlich niedrige Beraterhonorare, Weimar in Erkl&auml;rungsnot, ein brandneues Finanzderivat, Poststreik in GB, Lobbyismus in Deutschland und sein neuester Erfolg, Friedensnobelpreis f&uuml;r Barack Obama, Afghanistan. (KR\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4399","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4399","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4399"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4399\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}