{"id":43997,"date":"2018-05-17T08:29:43","date_gmt":"2018-05-17T06:29:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997"},"modified":"2018-05-17T08:29:43","modified_gmt":"2018-05-17T06:29:43","slug":"hinweise-des-tages-3121","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h01\">Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Grandiose Mannschaft von schwarzen und roten Nullen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h02\">Gemeinsam gegen Trump &ndash; wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h03\">F&uuml;r das Recht auf Migration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h04\">Nahost-Konflikt: &ldquo;Der Gazastreifen ist ein Freiluftgef&auml;ngnis&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h05\">BND beschaffte Probe von Nervengift Nowitschok<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h06\">Tariflohn f&uuml;r alle Pflegekr&auml;fte in der Altenpflege: SPD und Union sagen: kommt. Die anderen fragen sich: wie denn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h07\">44 Prozent der Betriebe w&uuml;rden auch Langzeitarbeitslose einstellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h08\">Debatte &uuml;ber zu hohe Lohnkosten geht an den Fakten vorbei und gef&auml;hrdet den sozialen Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h09\">Reichtumsstudie: In diesen St&auml;dten wohnen die meisten Milliard&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h10\">Rechtsstreit beendet: Daimler und Telekom zahlen dem Bund 3,2 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h11\">Funktionale statt solide Fiskalpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h12\">Unsere Werte &ndash; unauffindbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h13\">Zwischen West und Ost: Die Serben zwischen Europa und Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h14\">Schlimmer geht&rsquo;s nimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h15\">UND-Gew&auml;sser-Report: 92 Prozent der Fl&uuml;sse und Seen in schlechtem Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h16\">ARD-Journalist Seppelt &ndash; Im Visier der russischen Propaganda<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht, DIE LINKE: Grandiose Mannschaft von schwarzen und roten Nullen<\/strong><br>\nWenn man den Menschen demonstrieren will, dass sie nicht mehr in einer Demokratie leben, dass sie w&auml;hlen k&ouml;nnen, was sie wollen, und es &auml;ndert sich nichts, wenn man auch noch den letzten Gutgl&auml;ubigen &uuml;berzeugen m&ouml;chte, dass Wahlversprechen nichts anderes sind als wohlkalkulierte L&uuml;gen, dann muss man es genauso machen, wie es die Gro&szlig;e Koalition jetzt macht. So kann man doch nicht in eine neue Wahlperiode starten: ohne Ideen, ohne jede Vision, ohne auch nur ein wichtiges Projekt. Sie prangern &ouml;ffentlich die Missst&auml;nde an, die Sie selbst herbeigef&uuml;hrt haben. Aber Sie &auml;ndern nichts.<br>\nUnd wenn Sie das Vertrauen in die internationale Ordnung wiederherstellen wollen, dann ringen Sie sich endlich dazu durch, die unverantwortliche Regime-Change-Politik zu verurteilen und stellen Sie klar, dass ein Krieg gegen den Iran von Deutschland weder direkt noch indirekt unterst&uuml;tzt w&uuml;rde. H&ouml;ren Sie auf Waffen in Krisenregionen zu liefern, und beenden Sie die Eiszeit mit Russland. [&hellip;]<br>\nSahra Wagenknecht antwortet in der Generaldebatte zum Bundeshaushalt auf Bundeskanzlerin Angela Merkel: &ldquo;Die Bundesregierung ist eigentlich in einer komfortablen Situation. Sie haben hohe Steuereinnahmen. Sie k&ouml;nnen sie zu Lasten von Konzernen und Superreichen sogar noch weiter erh&ouml;hen und dann tats&auml;chlich Mittel- und Geringverdiener sp&uuml;rbar entlasten &ndash; nicht nur symbolisch, wie Sie es vorhaben. Die Nullzinsen vergr&ouml;&szlig;ern Ihren Haushaltsspielraum noch weiter und zwar betr&auml;chtlich. Sie h&auml;tten alle Chancen der Welt, Deutschland zu einem innovativeren und gerechteren Land zu machen. Aber was machen Sie? Trotz eines Investitionsstaus von 120 Milliarden Euro bleiben die Investitionen auf dem jetzigen kl&auml;glichen Niveau &ndash; und das, obwohl Sie zur Zeit das Geld von Banken fast geschenkt kriegen, wenn Sie das f&uuml;r Investitionen einsetzen w&uuml;rden. Aber diese grandiose Mannschaft von schwarzen und roten Nullen schaut lieber weiter zu, wie Stra&szlig;en, Br&uuml;cken und &ouml;ffentliche Geb&auml;ude verrotten, wie innovative Unternehmen am langsamen Internet verzweifeln und wie Funktelefonate in Deutschland in manchen Gegenden anstrengender sind als in vielen Entwicklungsl&auml;ndern. Das ist doch keine haltbare Situation. Obwohl Sie wissen, dass infolge der Digitalisierung in Zukunft vor allem qualifizierte und hochqualifizierte Arbeit gefragt sein wird, schicken Sie unsere Kinder weiter in marode Schulen, wo die Lehrer fehlen, wo der Unterricht ausf&auml;llt und die jedes Jahr einige tausende junge Menschen verlassen, ohne auch nur richtig lesen und schreiben gelernt zu haben. (&hellip;) Wir brauchen dringend eine andere Politik. Wir brauchen eine Politik, die auch das R&uuml;ckgrat besitzt, auch Interessenkonflikte mit m&auml;chtigen, einflussreichen Lobbys und Interessengruppen durchzustehen, eine Politik, die endlich wieder das tut, was ihr Auftrag in einer Demokratie ist &ndash; Politik f&uuml;r die Mehrheit zu machen und nicht nur f&uuml;r die Reichen.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RakqVfbOnRg\">Fraktion DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gemeinsam gegen Trump &ndash; wirklich?<\/strong><br>\nEndlich einmal gute Nachrichten von der EU: Nach ihrem Krisentreffen in Br&uuml;ssel zeigten sich die Au&szlig;enminister Irans sowie der &ldquo;gro&szlig;en Drei&rdquo; Deutschland, Frankreich und UK optimistisch. Sie stehen gemeinsam gegen Trump, meldet SPON &ndash; wirklich? Die &ndash; ziemlich d&uuml;rren &ndash; offiziellen Statements lassen tats&auml;chlich hoffen, die EU k&ouml;nne das Atomabkommen mit Iran trotz des amerikanischen Ausstiegs noch irgendwie retten. Allerdings nur auf den ersten Blick. [&hellip;]<br>\nDie EU-Kommission soll nun Pl&auml;ne ausarbeiten, wie all dies bewerkstelligt werden k&ouml;nnte. Das d&uuml;rfte dauern. Derweil weicht Kanzlerin Merkel die &ldquo;Abwehrfront&rdquo; schon wieder auf. Die transatlantischen Beziehungen h&auml;tten trotz aller gegenw&auml;rtigen Probleme &uuml;berragende Bedeutung, sagte Merkel in Berlin. Nach &ldquo;gemeinsam gegen Trump&rdquo; klingt das nicht, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/gemeinsam-gegen-trump-wirklich\/\">Lost in Europe<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Etwas konkreter als Merkel hat der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses, Norbert R&ouml;ttgen, die transatlantischen Beziehungen betont. Deutschland m&uuml;sse trotz aller Meinungsunterschiede transatlantisch bleiben, sagte er gleich als erstes. Das Verbindende sei st&auml;rker, als das gegenw&auml;rtig Trennende. Damit ist auch klar, dass die folgenden Bemerkungen wie die zum Iran-Abkommen dahinter zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen. Selbst die einseitige Aufk&uuml;ndigung des Deals durch die USA wird damit durch die Bundesregierung vermutlich einfach hingenommen. Damit das aber nicht so offensichtlich ist, konstruiert R&ouml;ttgen, wie andere Redner auch, eine Art europ&auml;isches Momentum herbei, das man nur nutzen m&uuml;sse. Das ist ein beliebtes Man&ouml;ver, um die eigene Handlungsunwilligkeit zu verschleiern. Man verschiebt das Problem nach Europa, weil man wei&szlig;, dass sich eine L&ouml;sung dort viel leichter ausbremsen l&auml;sst. Wenn es dann eben nicht zu einer einheitlichen Position kommt, wird das dann zu Hause wiederum wortreich beklagt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>F&uuml;r das Recht auf Migration<\/strong><br>\nWer den Zuzug von Menschen &raquo;regulieren&laquo; will, bedient den Diskurs des &raquo;Grenzmanagements&laquo;. Eine kritische Replik auf ein innerhalb der Partei Die Linke diskutiertes Thesenpapier zur Einwanderungspolitik<br>\nDer folgende Text ist eine Antwort auf das &raquo;Thesenpapier zu einer human und sozial regulierenden Einwanderungspolitik&laquo;, das Mitte April von einigen Abgeordneten und Mitgliedern der Partei Die Linke <a href=\"https:\/\/kurzlink.de\/thesen-migration\">ver&ouml;ffentlicht wurde<\/a>. Darin wurde der Forderung nach &raquo;offenen Grenzen&laquo; der Ruf nach nationalstaatlicher Regulierung entgegengestellt. Die Autoren der hier dokumentierten Reaktion verteidigen hingegen das Recht auf Migration und rufen dazu auf, deren Potentiale im antikapitalistischen Kampf zu nutzen. Am vergangenen Montag, dem 14. Mai, erschien eine offenbar &raquo;durchgestochene&laquo; Version des zu dem Zeitpunkt noch in der Diskussion befindlichen Papiers auf den Nachdenkseiten im Internet zusammen mit einem polemischen Kommentar, in dem den Autorinnen und Autoren unterstellt wurde, &raquo;naiv und weltfremd&laquo; zu sein und &raquo;keinen Erfolg an den Wahlurnen haben (zu) wollen&laquo;. Wir dokumentieren das von Ulla Jelpke, G&ouml;kay Akbulut, Niema Movassat, Martina Renner, Belma Bekos, Clara B&uuml;nger, Elif Eralp, Thomas Hohlfeld, Katja Rom und Gerd Wiegel unterzeichnete Papier im folgenden in leicht gek&uuml;rzter Form. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332624.f%C3%BCr-das-recht-auf-migration.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten bereits ausf&uuml;hrlich (und sicher nicht polemisch, liebe Kollegen von der jW) <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43939\">Stellung zu diesem Papier genommen<\/a>. Und offensichtlich wurde unsere Kritik erh&ouml;rt. Nur vier Abgeordnete der Bundestagsfraktion waren bereit, das Papier zu unterzeichnen &ndash; ein Funken der Hoffnung in der Phantomdebatte um offene Grenzen, die der Partei ohnehin nur schadet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nahost-Konflikt: &ldquo;Der Gazastreifen ist ein Freiluftgef&auml;ngnis&rdquo;<\/strong><br>\nDer Nahost-Experte Michael L&uuml;ders wertet den Protest der Pal&auml;stinenser im Gazastreifen als Ausdruck von Verzweiflung. Wenn man mit 16 Jahren schon wisse, dass man keine Zukunft habe, sei es unter Umst&auml;nden auch eine Option, sich erschie&szlig;en zu lassen, sagte L&uuml;ders im Dlf. Die Zeichen st&uuml;nden auf Sturm. [&hellip;]<br>\nIch bin mir nicht sicher, ob es wirklich eine ultimative Steuerung gab. Ich denke, dass hier zwei Z&uuml;ge parallel gefahren sind. Auf der einen Seite das Engagement der Zivilgesellschaft, denn es gibt viele Pal&auml;stinenser im Gazastreifen, die nat&uuml;rlich die Verh&auml;ltnisse f&uuml;r unertr&auml;glich halten. Andererseits hat nat&uuml;rlich auch die Hamas dann erkannt, dass diese Proteste politisch zu nutzen w&auml;ren. Wir m&uuml;ssen mal einen kurzen Blick auf den Gazastreifen werfen. Das ist ein Gebiet von der Gr&ouml;&szlig;e Bremens, und es leben dort fast zwei Millionen Menschen unter sehr schwierigen Verh&auml;ltnissen. Das Gebiet ist hermetisch abgeriegelt, es gibt keine M&ouml;glichkeit, hinein- oder hinauszukommen, ohne dass die israelischen Beh&ouml;rden zusagen. Das gilt auch f&uuml;r den Grenz&uuml;bergang auf der &auml;gyptischen Seite. Die &Auml;gypter arbeiten eng mit den Israelis zusammen, und beide sind sich einig, man m&ouml;chte die Pal&auml;stinenser nicht rauslassen. Und das hat gravierende Folgen zum Beispiel in der Gesundheitsversorgung, die in weiten Teilen zusammengebrochen ist. Die Kriegsfolgen 2014 sind noch immer nicht beseitigt. Es ist ein Freiluftgef&auml;ngnis, von dem die Vereinten Nationen sagen, dass es im Jahr 2020 &ndash; das ist ja nun nicht mehr so weit weg &ndash; nicht mehr bewohnbar sein wird aufgrund der Versalzung der dortigen knappen Wasservorr&auml;te und des Zusammenbruchs der Versorgung mit Lebensmitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nahost-konflikt-der-gazastreifen-ist-ein-freiluftgefaengnis.694.de.html?dram:article_id=417994\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BND beschaffte Probe von Nervengift Nowitschok<\/strong><br>\nRecherchen nach dem Nervengiftattentat auf den Doppelagenten Skripal enth&uuml;llen eine brisante Geheimoperation: Schon vor mehr als 20 Jahren beschaffte sich der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Nowitschok-Probe.<br>\nDie Aff&auml;re um den Einsatz des Nervengifts Nowitschok bei der versuchten Vergiftung des Doppelagenten Skripal im britischen Salisbury bekommt eine brisante neue Wendung. Nach Recherchen von &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo;, NDR, WDR und &ldquo;Die Zeit&rdquo; hatte der Bundesnachrichtendienst (BND) sich bereits in den Neunzigerjahren von einem russischen &Uuml;berl&auml;ufer eine Probe des in Salisbury verwendeten Nervengifts Nowitschok beschafft.<br>\nDie Geschichte deckt spektakul&auml;re neue Details auf: Demnach bot sich in den Neunzigerjahren ein russischer Wissenschaftler dem deutschen Auslandsgeheimdienst als Informant an und soll sp&auml;ter mit seiner Frau tats&auml;chlich eine Probe des von Russland unter strengster Geheimhaltung entwickelten Gifts Nowitschok nach Deutschland geschmuggelt haben.<br>\nF&uuml;r Russland d&uuml;rfte die spektakul&auml;re Enth&uuml;llung erfreulich sein. Seit dem Vorfall in Salisbury behauptet Moskau knallhart, mit der Attacke nichts zu tun zu haben. Den Vorhalt, nur Russland verf&uuml;ge &uuml;ber das am Tatort gefundene Nowitschok, pariert man mit dem Gegenvorwurf, auch andere L&auml;nder wie Tschechien oder Gro&szlig;britannien h&auml;tten sich Proben des Gifts verschafft, damit experimentiert und vielleicht sogar eigene Lager angelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nervengift-nowitschok-bnd-beschaffte-probe-in-den-neunzigerjahren-a-1208117.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Ausweisung von russischen Diplomaten begr&uuml;ndete Au&szlig;enminister Heiko Maas vor allem damit, dass Russland nichts zur Aufkl&auml;rung im Fall Skripal beitrage. Nun w&auml;re ja zun&auml;chst einmal der deutsche Au&szlig;enminister an der Reihe, die vorliegenden Erkenntnisse zu erkl&auml;ren. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Zehn Wochen nach Salisbury: Was ist der Status quo im Fall Skripal?<\/strong><br>\nZehn Wochen nach dem Anschlag auf Julia und Sergej Skripal, der sich zu einer internationalen Krise ausweitete, ist es in den Medien still geworden um den Fall. Eine gute Gelegenheit, um die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand der Dinge festzuhalten. Die Medien verlieren allm&auml;hlich das Interesse an Sergej Skripal. Ungew&ouml;hnlich f&uuml;r einen Fall, der die gr&ouml;&szlig;te diplomatische Krise seit den Abspaltungsprozessen in der Ukraine ausgel&ouml;st hat. Dabei sind l&auml;ngst noch nicht alle Fragen beantwortet. Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/69928-wochen-nach-salisbury-status-quo-im-fall-skripal\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tariflohn f&uuml;r alle Pflegekr&auml;fte in der Altenpflege: SPD und Union sagen: kommt. Die anderen fragen sich: wie denn?<\/strong><br>\nImmer wieder bekommt man in der aufgeheizten Debatte &uuml;ber die Pflege, vor allem hinsichtlich der Altenpflege, seitens der Union und der SPD die Aussage serviert, man habe sich darauf verst&auml;ndigt, dass in Zukunft auch in der Altenpflege &ldquo;nach Tarif&rdquo; bezahlt werden soll. Schon im Ergebnispapier der Sondierungsgespr&auml;che vom 12. Januar 2018 hat man diesen Passus finden k&ouml;nnen, der sich auch im Koalitionsvertrag wiederfindet: [&hellip;]<br>\nUm es auf den Punkt zu bringen: Wieder einmal werden den Pflegekr&auml;ften deutlich bessere Arbeitsbedingungen an die Wand gemalt, ohne dass die Verantwortlichen auch den Weg aufzeigen k&ouml;nnen, wie man in diese sch&ouml;ne neue Welt kommen kann. Aber scheinbar hat die neue Gro&szlig;e Koalition den Stein der Weisen gefunden, folgt man den Verlautbarungen ihres Spitzenpersonals. So behauptete die fr&uuml;here Bundesarbeitsministerin, jetzige Fraktionschefin der SPD im Bundestag und dessinierte SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles in der Maybrit Illner-Sendung vom 22.02.2018, bez&uuml;glich der Tarifbindung in der Altenpflege habe man das Problem gel&ouml;st, denn man w&uuml;rde die &ldquo;tarifvertrags&auml;hnlichen Regelungen&rdquo; der beiden Kirchen und der von ihnen getragenen Einrichtungen und Dienste ber&uuml;cksichtigen und dann k&ouml;nne man mit einer Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung arbeiten. Fazit: Die Tarifentlohnung werde kommen. Da reibt sich jeder, der sich etwas auskennt in der Materie, erstaunt die Augen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/02\/tariflohn-fur-alle-in-der-altenpflege.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>44 Prozent der Betriebe w&uuml;rden auch Langzeitarbeitslose einstellen<\/strong><br>\n44 Prozent der Betriebe sind prinzipiell dazu bereit, langzeitarbeitslosen Bewerbern im Einstellungsprozess eine Chance zu geben. 34 Prozent der Betriebe w&uuml;rden nur Bewerber in Betracht ziehen, die weniger als ein Jahr arbeitslos waren. 14 Prozent der Betriebe w&uuml;rden arbeitslose Bewerber gar nicht ber&uuml;cksichtigen, geht aus einer Arbeitgeberbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Knapp zehn Prozent der Betriebe machten dazu bei der Befragung keine Angaben.<br>\nAus Sicht der Personalverantwortlichen ist Zuverl&auml;ssigkeit der wichtigste Faktor f&uuml;r die Neueinstellung Langzeitarbeitsloser. Die fachliche Qualifikation kommt erst danach.<br>\nInsgesamt werden die arbeitsrelevanten Eigenschaften Langzeitarbeitsloser von den Betrieben schlechter eingesch&auml;tzt als bei anderen Arbeitslosen. Die Teamf&auml;higkeit und die soziale Kompetenz bewerten die Betriebe zwar auch bei Langzeitarbeitslosen mehrheitlich positiv. Bei der Zuverl&auml;ssigkeit, der Motivation und der fachlichen Qualifikation Langzeitarbeitsloser gilt dies jedoch nur f&uuml;r rund vier von zehn Betrieben, bei der Belastbarkeit f&uuml;r knapp drei von zehn. Die entsprechenden Einsch&auml;tzungen der Betriebe f&uuml;r Arbeitslose, deren Arbeitslosigkeit weniger als ein Jahr andauert, fallen dagegen zu rund 80 bis 90 Prozent positiv aus. Durch Qualifizierungsma&szlig;nahmen sowie durch das Training arbeitsrelevanter Soft Skills lie&szlig;en sich aus Sicht der Arbeitgeber die Besch&auml;ftigungschancen Langzeitarbeitsloser verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb1218.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es stellt sich z.B. die Frage, wer &ldquo;das Training arbeitsrelevanter Soft Skills&rdquo; &uuml;bernehmen soll &ndash; die Jobcenter &uuml;ber (eher allgemeine) Ma&szlig;nahmen oder die Betriebe selbst?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Opel setzt auf Leiharbeiter &ndash; und erz&uuml;rnt damit die IG Metall<\/strong><br>\nWeil das Stammpersonal fl&uuml;chtet, will der kriselnde Autobauer Opel L&uuml;cken in der Produktion mit Leiharbeitern stopfen. Die IG Metall ist entsetzt.<br>\nBei der &bdquo;wirtschaftlichen Genesung&ldquo; von Opel werden die &bdquo;qualifizierten Mitarbeiter&ldquo; des kriselnden Autobauers &bdquo;die entscheidende Rolle spielen&ldquo;. Das k&ouml;nne Michael Lohscheller den Besch&auml;ftigten des R&uuml;sselsheimer Traditionsunternehmens &bdquo;aus erster Hand versichern&ldquo;, erkl&auml;rte der Opel-Chef im November 2017. Heute, ein halbes Jahr sp&auml;ter, hegen allerdings immer mehr Opelaner Zweifel, wie glaubw&uuml;rdig dieses Versprechen tats&auml;chlich war. Denn ihre Dienste sind teils gar nicht mehr erw&uuml;nscht. Das angestammte Personal wird bei Opel &uuml;ber Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen sukzessive hinauskomplimentiert. Opel zahlt Besch&auml;ftigten nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen im Schnitt 200.000 Euro, um sie loszuwerden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/unternehmen\/industrie\/ruesselsheimer-autobauer-opel-setzt-auf-leiharbeiter-und-erzuernt-damit-die-ig-metall\/22571142.htmlticket=ST-587651-Jn4g6NVuDVtb5uqqJHTz-ap1\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber zu hohe Lohnkosten geht an den Fakten vorbei und gef&auml;hrdet den sozialen Frieden<\/strong><br>\n&bdquo;Die Debatte &uuml;ber angeblich zu hohe Lohnkosten in Deutschland geht an den Fakten vorbei. Jeder, der &uuml;ber ein bisschen &ouml;konomischen Sachverstand verf&uuml;gt, wei&szlig;: Entscheidend sind nicht die reinen Arbeitskosten, sondern deren Verh&auml;ltnis zur Produktivit&auml;t. Und diese liegt in Deutschland &uuml;ber ein Viertel &uuml;ber dem EU-Durchschnitt&ldquo;, erkl&auml;rt Pascal Meiser, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Arbeitskosten im europ&auml;ischen Vergleich. Meiser weiter:<br>\n&bdquo;Wer einer Senkung der L&ouml;hne in Deutschland das Wort redet, der spielt mit dem Feuer. Damit wird nicht nur der soziale Frieden in unserem Land aufs Spiel gesetzt. Der anhaltende Export&uuml;berschuss bedroht auch den wirtschaftlichen und politischen Zusammenhalt der Europ&auml;ischen Union. Unsere Nachbarl&auml;nder k&ouml;nnen nicht immer weiter Kredite aufnehmen, um den enormen Export&uuml;berschuss zu finanzieren. Die europ&auml;ische Integration kann nur dann funktionieren, wenn wir in Deutschland endlich umfassend die Binnennachfrage st&auml;rken. Und dazu geh&ouml;ren h&ouml;here L&ouml;hne statt Phantomdebatten &uuml;ber angeblich zu hohe Lohnkosten. Das sagt nicht nur DIE LINKE, das sagt sogar der Internationale W&auml;hrungsfonds.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/debatte-ueber-zu-hohe-lohnkosten-geht-an-den-fakten-vorbei-und-gefaehrdet-den-sozialen-frieden\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Reichtumsstudie: In diesen St&auml;dten wohnen die meisten Milliard&auml;re<\/strong><br>\nSo viele Milliard&auml;re gab es noch nie: Laut einer neuen Studie besa&szlig;en im vergangenen Jahr 2754 Menschen weltweit mehr als eine Milliarde Dollar Verm&ouml;gen. Die meisten von ihnen leben in den USA.<br>\nDie Zahl der Milliard&auml;re ist im vergangenen Jahr erneut kr&auml;ftig gestiegen. Laut dem neuen Billionaire Census der Analysefirma Wealth-X gab es im Jahr 2017 weltweit 2754 Dollar-Milliard&auml;re, die zusammengenommen ein Verm&ouml;gen von 9205 Milliarden Dollar besa&szlig;en. Das war rund ein Viertel mehr Verm&ouml;gen als noch im Jahr zuvor. [&hellip;]<br>\nDie europ&auml;ischen L&auml;nder beherbergen zusammengenommen die meisten Milliard&auml;re &ndash; insgesamt 821, dicht gefolgt allerdings von Asien (784) und Nordamerika (727). In Asien ist das Verm&ouml;gen der Milliard&auml;re laut der Auswertung im vergangenen Jahr am st&auml;rksten gewachsen, um fast 50 Prozent. Treiber waren dabei vor allem Indien und China. F&uuml;r alle Regionen gilt: Das Verm&ouml;gen der Milliard&auml;re wuchs st&auml;rker als deren Zahl. Das hei&szlig;t: Die ohnehin Superreichen wurden noch viel reicher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/milliardaere-in-diesen-staedten-wohnen-die-meisten-superreichen-a-1208016.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Ungleichland &ndash; Reichtum<\/strong><br>\nDeutschland ist ein reiches und m&auml;chtiges Land. Aber auch ein geteiltes. Die Verm&ouml;gen hier sind so ungleich verteilt wie in wenigen Industriestaaten. Der Wirtschaft geht es gut. Aber trotzdem ist es der unteren Mittelschicht in den letzten Jahren nicht gelungen, Wohlstand aufzubauen. Lange hat Christoph Gr&ouml;ner mit sich gerungen, dann hat er zugestimmt, sich sieben Monate mit der Kamera begleiten zu lassen &ndash; in Vorstandssitzungen, auf Baustellen, privat. Was bedeutet es f&uuml;r ein Land, wenn die einen so viel mehr haben als die anderen? Ist es egal, weil es ja allen relativ gut geht? Oder zerrei&szlig;t die Ungleichheit die Gesellschaft?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/die-story\/video-ungleichland---reichtum-100.html%20\">WDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &ldquo;Die Verm&ouml;gen hier sind so ungleich verteilt wie in wenigen Industriestaaten.&rdquo; Aber uns geht es allen gut. Die Reportage nimmt f&uuml;r sich in Anspruch &uuml;ber die soziale Polarisierung in Deutschland zu berichten, beflei&szlig;igt sich aber teilweise eines unterw&uuml;rfig bewundernden Tonfalls gegen&uuml;ber einem der Protagonisten, dem Berliner Immobilienspekulaten Christoph Gr&ouml;ner. Desen Tenor ist eine einzige Unversch&auml;mtheit gegen&uuml;ber allen arbeitenden Menschen in Deutschland die den Reichtum erarbeiten, den sich Figuren eben wie Gr&ouml;ner in die Tasche stecken. Gerade die Immobilienspekulation ist inzwischen eines der gr&ouml;&szlig;ten Probleme und eine der Ursachen der katastrophalen Wohnungssituation in Deutschland. Es bleibt allerdings weiter unverst&auml;ndlich, dass sich faktisch keinerlei Widerstand gegen die diese Entwicklung regt. Liegt es vielleicht auch daran, dass in weiten Teilen der politischen Linken die soziale und &ouml;konomische Entwicklung inzwischen keinerlei Thema mehr ist und sich alles nur noch um die Fl&uuml;chtlingsfrage dreht?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechtsstreit beendet: Daimler und Telekom zahlen dem Bund 3,2 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie Lkw-Maut ist eine Milliardenquelle, die noch st&auml;rker sprudeln soll. Doch wer managt das System k&uuml;nftig? Ein langwieriger Streit stand der Suche nach einer Folgel&ouml;sung im Weg &ndash; bislang.<br>\nDer jahrelange Streit zwischen dem Bund und den Lkw-Maut-Betreibern ist beendet. Die Regierung einigte sich mit den Hauptgesellschaftern des Betreiberkonsortiums Toll Collect auf einen Vergleich im Volumen von insgesamt 3,2 Milliarden Euro zugunsten des Bundes. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sprach in einer Mitteilung seines Ministeriums von einem &bdquo;historischen Durchbruch&ldquo;. Man habe &bdquo;die bestm&ouml;gliche L&ouml;sung f&uuml;r den Steuerzahler erreicht &ndash; mit einem f&uuml;r beide Seiten fairen Vergleich&ldquo;. Der Streit drehte sich um Milliardenforderungen wegen der versp&auml;teten Einf&uuml;hrung des Systems 2005. Zuvor hatte das &bdquo;Handelsblatt&ldquo; dar&uuml;ber berichtet.<br>\nDamit geht ein 14-j&auml;hriger Rechtsstreit um die versp&auml;tete Einf&uuml;hrung der Lkw-Maut in Deutschland 2005 und entgangene Milliardeneinnahmen zu Ende. Ausgetragen wurde der Konflikt &ndash; wie vertraglich vorgesehen &ndash; vor einem Schiedsgericht, ohne dass indes eine L&ouml;sung sichtbar gewesen w&auml;re. &bdquo;Was 14 Jahre im Schiedsverfahren nicht aufl&ouml;sbar war, haben Politik und Wirtschaft jetzt nach intensiven Verhandlungen gel&ouml;st &ndash; auch dank der Entscheider von Telekom und Daimler&ldquo;, sagte Scheuer. Das Schiedsgericht, das formal noch zustimmen m&uuml;sse, halte die Vereinbarung nach jetzigem Stand f&uuml;r angemessen.<br>\nDer Bund hatte wegen des versp&auml;teten Starts der Maut in zwei Schiedsverfahren urspr&uuml;nglich Forderungen in H&ouml;he von insgesamt 9,5 Milliarden Euro geltend gemacht, die beklagten Unternehmen Forderungen von insgesamt rund 4,9 Milliarden Euro.<br>\nDie Summe von 3,2 Milliarden Euro enth&auml;lt nach Angaben des Ministeriums unter anderem eine Barleistung von 1,1 Milliarden Euro sowie weitere 1,1 Milliarden Euro, die der Bund aufgrund des Streites einbehalten hatte, sowie zus&auml;tzlich Zinsen und Vertragsstrafen. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen sprachen von einem &bdquo;schlechten Deal f&uuml;r den Bund&ldquo;. Scheuer habe sich &bdquo;&uuml;ber den Tisch ziehen lassen&ldquo;, weil er nicht mal die H&auml;lfte der rechtm&auml;&szlig;igen Forderung bekommen habe. Das zeige klar die Probleme der Privatisierung &ouml;ffentlicher Aufgaben. &bdquo;Der Bund muss jetzt endlich die Rei&szlig;leine ziehen und die Lkw-Maut in Eigenregie einheben&ldquo;, sagte der Haushaltsexperte der Gr&uuml;nen, Christian Kindler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/mehr-wirtschaft\/mautausfaelle-daimler-und-telekom-zahlen-3-2-milliarden-15594008.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 14 Jahre Schiedsgericht *ohne Ergebnis*, der Staat hat nur einen Bruchteil der ausstehenden Summen von den privaten Anteilseignern erhalten: Korruption pur, bzw. eine phantastische Werbung f&uuml;r PPP.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Funktionale statt solide Fiskalpolitik<\/strong><br>\nLeider ist Abba P. Lerner in Vergessenheit geraten. Doch in Zeiten, in denen selbst sozialdemokratische Finanzminister Defizit-Falken sind, muss wieder dringend an das wirtschaftspolitisch Machbare erinnert werden.<br>\nDass die Modern Monetary Theory &uuml;berhaupt im deutschsprachigen Raum diskutiert wird, ist vor allem Makroskop zu verdanken. Dank geb&uuml;hrt den Makroskop-Machern daf&uuml;r, weil die MMT durch ihre analytische Klarheit und Radikalit&auml;t als &lsquo;Mythenzerst&ouml;rer&lsquo; potentiell eine hohe Attraktivit&auml;t auf volkswirtschaftlich interessierte Kreise ausstrahlen kann. Sie kann dazu beitragen, wieder eine akademische und gesellschaftliche Basis f&uuml;r eine progressive Wirtschaftspolitik zu schaffen. Diese Attraktivit&auml;t ist von zentraler Bedeutung in Zeiten, in denen keynesianisches Denken in deutschen Parteien, an Universit&auml;ten und scheinbar auch bei den Gewerkschaften weiterhin auf dem R&uuml;ckzug ist.<br>\nDie in der MMT-Debatte diskutierten Mythen der Vorz&uuml;ge einer regelgebundenen &sbquo;soliden&lsquo; Fiskalpolitik und die damit verbundene Weltsicht, haben uns eine sogenannte Schuldenbremse, gar ein Verbot der Nettokreditaufnahme (auf Landesebene) in das Grundgesetz gebracht. In der Eurozone galt bereits zuvor der ber&uuml;hmte Maastricht-Vertrag mit seinen politisch-motivierten Defizit-Kriterien. Mit dem im Zuge der europ&auml;ischen Wirtschaftskrise vereinbarten Fiskalpakt verpflichten sich die teilnehmenden L&auml;nder nun sogar zur Einf&uuml;hrung nationaler Schuldenbremsen mit Verfassungsrang.<br>\nDieses Denken in &bdquo;soliden Finanzen&ldquo; wird in Europa l&auml;ngst mit einer stark unterausgelasteten Wirtschaft, Arbeitslosigkeit, sozialer Schieflage und drohenden Infrastrukturapokalypsen bezahlt. Und die Zukunft wird wohl noch d&uuml;sterer, sofern die Schuldenregeln auch bei einem Wirtschaftsabschwung durch weitere massive K&uuml;rzungen einzuhalten versucht werden.<br>\nIn der Vergangenheit erinnerten bereits Paul Steinhardt und G&uuml;nther Grunert an ein Gegenkonzept zur regelgebundenen &bdquo;soliden&ldquo; Fiskalpolitik: Die sogenannte Functional Finance. Diese von Abba P. Lerner stammende Theorie gilt als eine der Inspirationsquellen der heutigen MMT. Aufbauend auf John Maynard Keynes Prinzip der effektiven Nachfrage formulierte Lerner die Prinzipien einer an Vollbesch&auml;ftigung orientierten Fiskalpolitik. In Zeiten, in denen sogar sozialdemokratische Finanzminister nicht mehr von Defizit-Falken zu unterscheiden sind, verdient das Konzept eine Popularisierung, um an das eigentlich wirtschaftspolitisch Machbare zu erinnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/das-konzept-der-functional-finance\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unsere Werte &ndash; unauffindbar<\/strong><br>\nDa ist den Fraktionsspitzen der Union ja mal was ganz Originelles eingefallen: Werteunterricht f&uuml;r Kinder. Besser gesagt: F&uuml;r Migrantenkinder. Die k&ouml;nnten es n&auml;mlich gebrauchen. Wenn wir in Deutschland wohl eines besonders gut k&ouml;nnen, dann den anderen mit ein bisschen Ethik auf die Spr&uuml;nge helfen &ndash; das dachten sie sich wahrscheinlich in CDU und CSU, als ihnen dieser Gedanke eingefallen ist. Deutsche Kinder haben ja schon Werte verinnerlicht, denen muss man da nichts mehr beibringen. Klassenmobbing, Schulhofjagden und gelegentliche Amokl&auml;ufe autochthoner Kinderlein geflissentlich ignoriert: Fehlt es uns denn nicht fast an allen Ecken und Enden an Werten? Und wieso um Himmels willen glaubt ausgerechnet die Union, sie m&uuml;sse Wertefragen kl&auml;ren?<br>\nAusgerechnet CDU und CSU als Schirmherrinnen gut vermittelter Werte: Das ist doch l&auml;cherlich. Unionswerte sind doch bestenfalls so eine Mischung aus klientelgebundenen Zugest&auml;ndnissen und steuervermeidender Zur&uuml;ckhaltung. Nirgends ist der Dreht&uuml;reffekt so pr&auml;sent wie in der Union, nirgends vermischt sich Mandat und Anschlussverwendung in der Wirtschaft so ungeniert. Der Ex-Finanzminister und heutige Ministerpr&auml;sident Bayerns verweigerte ja sogar die Arbeit, als er Steueranspr&uuml;che bei Apple geltend machen konnte, aber dies nicht tat. Man sollte mal bei Gustl Mollath klingeln und fragen: &raquo;Was halten Sie von den Werten der CSU?&laquo; Oder bei jenen hessischen Steuerfahndern, die pathologisiert und in Rente geschickt wurden, weil sie es wagten, ihre Arbeit zu verrichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1088321.wertekunde-im-unterricht-unsere-werte-n-unauffindbar.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zwischen West und Ost: Die Serben zwischen Europa und Russland<\/strong><br>\nEthnische Spannungen mit den Nachbarn, die Anerkennung des Kosovo &ndash; Serbien muss einige Probleme l&ouml;sen, wenn es bis 2025 der Europ&auml;ischen Union beitreten m&ouml;chte. Gleichzeitig schaut Serbien auch nach Russland. Und der Einfluss Moskaus in dem Balkanland w&auml;chst.<br>\nMassenandrang vor dem slowenischen Konsulat in Banja Luka. Etwa 100 M&auml;nner zwischen Anfang 20 und 60 stehen f&uuml;r Visa an. Sie alle wollen in der EU arbeiten, denn in Bosnien-Herzegowina finden sie keine Besch&auml;ftigung. Eine Polizistin l&auml;sst immer zehn Personen hinein.<br>\nIch warte auf ein Visum, ich bin aus Modritscha. Ich will auch ein Visum, sagt der Mann neben ihm. Sie reden &uuml;ber die EU. Dass Bosnien-Herzegowina Mitglied wird, glaube ich nicht, sagt einer. Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s, aber unsere Regierung will das nicht. Dabei ist das so eine klasse Idee. Ein Mann, um die 50, stimmt dem Vorredner zu, Bosnien-Herzegowina m&uuml;sse in die EU. Auch er braucht das Visum, denn er hat vor, in Slowenien auf dem Bau zu arbeiten. In Bosnien finde man kaum einen Job und wenn, sei er schlecht bezahlt.<br>\nEine Konsulatsangestellte bittet die M&auml;nner, ihre Papiere bereitzuhalten. Die Antragsteller sind Serben aus der Republik Srpska. Die geh&ouml;rt zu Bosnien-Herzegowina, einem der sechs Balkanl&auml;nder, die langfristig Mitglied der Europ&auml;ischen Union werden sollen. Wobei Bosnien-Herzegowina und Kosovo noch nicht einmal Beitrittskandidaten sind, anders als Albanien und Mazedonien oder Montenegro und Serbien. Die beiden Letzteren haben die gr&ouml;&szlig;ten Chancen. EU-Kommissionspr&auml;sident Jean Claude Juncker nannte sogar schon einen m&ouml;glichen Termin: das Jahr 2025.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/zwischen-west-und-ost-die-serben-zwischen-europa-und.724.de.html?dram:article_id=418089\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schlimmer geht&rsquo;s nimmer<\/strong><br>\nSeit dem Anschluss der DDR an die BRD sind gerade einmal 27 Jahre und sechs Monate vergangen. So nimmt es nicht Wunder, dass die Aufarbeitung noch im vollen Gange ist. (&hellip;) Dass die Aufarbeitung schon jetzt blendende Resultate erzielt hat, steht au&szlig;er Frage. (&hellip;)<br>\nIn ausgew&auml;hlten Schulen wird LeMO im Unterricht eingesetzt. Kulturstaatsministerin Monika Gr&uuml;tters lie&szlig; es sich nicht nehmen, 2014 eine &uuml;berarbeitete Fassung im Berliner Tr&auml;nenpalast freizuschalten. LeMO dient der &raquo;zielgruppenspezifischen, digitalen Vermittlung von Geschichte&laquo; und gewann zahlreiche Medienpreise.<br>\nDas Urteil einer solchen Institution &uuml;ber die DDR hat Gewicht. Es verk&uuml;rzt noch einmal das Spektrum, auf das die Aufarbeitung ansonsten reduziert wird: SED-Diktatur, Mauer, Schie&szlig;befehl, Stasi. Bei dieser Verk&uuml;rzung bleiben leider andere Missst&auml;nde im untergegangenen Staat unterbelichtet. Roland Jahn will deshalb Licht in das Dunkel bringen, denn er beabsichtigt, sich mehr dem &raquo;Alltag in der Diktatur&laquo; zuzuwenden. Da er&ouml;ffnet sich ihm ein reiches Bet&auml;tigungsfeld, denn die Partei- und Staatsf&uuml;hrung lie&szlig; sich allerhand einfallen, um den B&uuml;rgern einen Sozialstaat vorzugaukeln (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Jahn und die anderen DDR-Aufarbeiter er&ouml;ffnet sich also tats&auml;chlich ein breites Feld, das von ihnen in fahrl&auml;ssiger Weise bisher nicht beackert wurde, um die angebliche soziale Sicherheit unter der SED-Diktatur anzuprangern. Dabei k&ouml;nnten sie auch die Ablenkungsversuche der DDR-Versteher zur&uuml;ckweisen, der Bundesrepublik zu unterstellen, lange Zeit an Relikten aus der Wilhelminischen Kaiserzeit festgehalten zu haben. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/8-2018&amp;textfile=4342\">Ossietzky<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.N.:<\/strong> Sehr lesenswerter interessanter nachdenkenswerter und faktenreicher ironischer Beitrag.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>BUND-Gew&auml;sser-Report: 92 Prozent der Fl&uuml;sse und Seen in schlechtem Zustand<\/strong><br>\nZuviel Nitrat, zu wenige Arten, zu stark begradigt: Nur acht Prozent der deutschen Gew&auml;sser erf&uuml;llen noch die Vorgaben der EU. Die Elbe gilt noch am ehesten als naturnah, gro&szlig;e Sorgen bereiten Natursch&uuml;tzern die Oder und die Werra. Der BUND bef&uuml;rchtet zudem, dass die EU Standards absenken will.<br>\nNur acht Prozent der Gew&auml;sser in Deutschland erf&uuml;llen die Vorgaben der Europ&auml;ischen Wasserrahmenrichtlinie, in der es um die Schadstoffbelastung und den &ouml;kologischen Zustand von Fl&uuml;ssen und Seen geht. Das hei&szlig;t, nur acht Prozent sind in einem guten Zustand, 92 Prozent in einem schlechten, sagt Laura von Vittorelli, Gew&auml;sserexpertin beim BUND:<br>\n&ldquo;Zu viele Fl&uuml;sse haben gerade zu wenig Raum, zu viele Schadstoffe aus der Landwirtschaft, ganz besonders schlimm ist zu viel Nitrat, was man dann an der K&uuml;sten sieht mit Eutrophierung oder vielleicht im lokalen Badesee sehr oft. Zu wenig Durchg&auml;ngigkeit, also man hat sie einmal begradigt und man sagt alle zwei Kilometer ist ein Querbauwerk, da kommen dann oft die Fische nicht dr&uuml;ber, das hei&szlig;t, Fische, die wandern, die nach oben kommen wollen in einem Flusslauf um sich fortzupflanzen, die schaffen das nicht und dann fehlt diese Fischart halt ganz.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bund-gewaesser-report-92-prozent-der-fluesse-und-seen-in.697.de.html?dram:article_id=418056\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ARD-Journalist Seppelt &ndash; Im Visier der russischen Propaganda<\/strong><br>\nEin krimineller Journalist, ein Propagandist sei er, der Sportler verleumdet: Schon seit Jahren versuchen russische Staatsmedien, die Glaubw&uuml;rdigkeit des ARD-Journalisten Seppelt zu zerst&ouml;ren. [&hellip;]<br>\nIm Jahr 2016 brach Seppelt ein Interview mit &ldquo;Rossija TV&rdquo; ab, nachdem er laut Deutschlandfunk gefragt worden war, ob er das russische Volk beleidigen wolle und vom Geheimdienst bezahlt werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faktenfinder.tagesschau.de\/ausland\/propaganda-seppelt-101.html\">Faktenfinder der Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Anhand der oben zitierten Passagen l&auml;sst sich recht gut die Arbeitsweise der &bdquo;Faktenfinder&ldquo; erkennen. Obgleich das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8_6s9v_GoB4\">Videomaterial<\/a> des erw&auml;hnten Interviews jedem zur Verf&uuml;gung steht, ziehen die Faktenfinder eine Sekund&auml;rquelle heran, die ihrerseits ebenfalls nicht das Bildmaterial, sondern Seppelts pers&ouml;nliche Aussagen wiedergibt und selbst als <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yEP1zeDYYkI\">befangen gelten muss<\/a>. Das hat mit dem &bdquo;Finden von Fakten&ldquo; nichts zu tun, sondern ist ganz klar Meinungsmache.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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