{"id":4402,"date":"2009-12-14T09:19:42","date_gmt":"2009-12-14T08:19:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4402"},"modified":"2009-12-14T14:02:05","modified_gmt":"2009-12-14T13:02:05","slug":"hinweise-des-tages-1041","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4402","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan, Jugendarbeitslosigkeit, Riester-Rente, osteurop&auml;ische Regierungen nutzen PR, Frauen in Niedriglohn-Jobs, Schweinegrippe, Hintergrundtext Bildung, stiller Putsch gegen Chavez, Neues aus der Anstalt. (KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Luftangriffe in Afghanistan: Blankes Kriegsrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">US- Repr&auml;sentantenhaus: Votum f&uuml;r radikale Finanzmarktreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Jugendarbeitslosigkeit: Ohne Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Lohnk&uuml;rzungen f&uuml;r irische Staatsdiener&#8232;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Hessische Steuerfahnder: Weimars lange Psycho-Liste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Schweinegrippe: &bdquo;Es ist ein Gesch&auml;ft mit der Angst&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Von der Geburtenrate bis zur Rentenl&uuml;ge &ndash; Wer setzt Themen und warum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Deutsche Rentenversicherung: &bdquo;Sarrazin-&Auml;u&szlig;erungen zur Rendite in der Rentenversicherung eindeutig falsch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Riester-Rente: &bdquo;Die Leute werden ver&auml;ppelt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Lebensversicherungen: Allianz senkt &uuml;berraschend &Uuml;berschussbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Protokoll eines Allianz-Verkaufstrainings <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Consultants statt Konsulate &ndash; Auch osteurop&auml;ische Regierungen nutzen zur Imagepflege die PR-Maschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Frauen in Niedriglohn-Jobs: Die t&auml;gliche Hetze in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Dokumentarfilm &ldquo;Plastic Planet&rdquo; pl&auml;diert f&uuml;r bewussteren Umgang mit Kunststoff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Hintergrundtexte zum Thema Bildungsstreik und &ndash;reform.  Bildung und Humankapital<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Medien warnen vor Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Goldene K&auml;fige bei UBS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">&ldquo;Stiller Putsch&rdquo; gegen Ch&aacute;vez?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Hessen &ndash; Seeheimer mit eigenem Landesverband<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Mit Beethoven gegen Bettler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Diagnose: Lohndumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4402&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Luftangriffe in Afghanistan: Blankes Kriegsrecht<\/strong><br>\nMilit&auml;rs glauben, dass gezielte pr&auml;ventive Ma&szlig;nahmen (die gleichwohl verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig sein m&uuml;ssen) zu den &ldquo;geeigneten Ma&szlig;nahmen&rdquo; des Selbstschutzes geh&ouml;ren. Indes: Wenn zum Selbstschutz jeder Gegner get&ouml;tet wird, der demn&auml;chst gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnte, bedeutet das: Enthemmung milit&auml;rischer Gewalt, Verabschiedung aus dem Isaf-Mandat und Eintauchen in blankes Kriegsrecht. Ein Kommentar von Heribert Prantl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/69\/497375\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>US- Repr&auml;sentantenhaus: Votum f&uuml;r radikale Finanzmarktreform<\/strong><br>\nAls Konsequenz aus der Wirtschaftskrise haben die US-Abgeordneten eine Reform des Finanzmarktes beschlossen &ndash; in diesem Bereich die gr&ouml;&szlig;te &Auml;nderung seit Jahrzehnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/115\/497421\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jugendarbeitslosigkeit: Ohne Perspektive<\/strong><br>\nImmer mehr Jugendliche wissen nicht, wie es nach der Berufsausbildung weitergeht. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt laut DGB doppelt so schnell wie die durchschnittliche. Die gr&ouml;&szlig;ten Verlierer sind junge M&auml;nner in Westdeutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2141085_Jugendarbeitslosigkeit-Ohne-Perspektive.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lohnk&uuml;rzungen f&uuml;r irische Staatsdiener<\/strong><br>\n&#8232;S&auml;mtliche staatlichen Geh&auml;lter werden, progressiv abgestuft, permanent um 5% bis 15% gek&uuml;rzt. Dieselben Lohnempf&auml;nger hatten im April schon eine als Renten-Abgabe verkleidete Einbusse um 7% hinnehmen m&uuml;ssen. Die seit 1987 geltende Sozialpartnerschaft ist diesen Lohnk&uuml;rzungen zum Opfer gefallen. Zus&auml;tzlich werden staatliche Transferzahlungen wie das Kindergeld um 10% reduziert. Wohlfahrts-Zahlungen sinken um 4%, st&auml;rker f&uuml;r jugendliche Arbeitslose. Irland wird noch mindestens drei weitere Sparhaushalte erdulden m&uuml;ssen, bis die Neuverschuldung wieder akzeptable Ausmasse erreicht. Etwas vollmundig behauptete Lenihan, mit diesem Budget sei das Schlimmste &uuml;berwunden. Die Senkung der Einkommen solle die angeschlagene Wettbewerbsf&auml;higkeit Irlands wiederherstellen, da eine einseitige Abwertung im Euro-Raum nicht mehr m&ouml;glich sei. Irland m&uuml;sse bef&auml;higt werden, Wachstum aufgrund eines Export&uuml;berschusses zu erreichen.<br>\n&#8232;Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/lohnkuerzungen_fuer_irische_staatsdiener_1.4145769.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\n&#8232;<br>\n<em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was waren das f&uuml;r Zeiten, als das &ldquo;manager magazin&rdquo; nocht titelte: &ldquo;Von Irland lernen hei&szlig;t Siegen lernen!&rdquo; und Deutschland das irische Steuersystem nahe legte. Ein Investitionsboom w&auml;re dann nur eine Frage der Zeit.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hessische Steuerfahnder: Weimars lange Psycho-Liste&#8232;<\/strong><br>\nDie hessische Finanzverwaltung schickte seit 2005 immer wieder unliebsame Beamte zu dem umstrittenen Psychiater H. &ndash; insgesamt 22 Mitarbeiter. 15 von ihnen wurden f&uuml;r dienstunf&auml;hig erkl&auml;rt, angeblich beschwerte sich keiner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2137416&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schweinegrippe: &bdquo;Es ist ein Gesch&auml;ft mit der Angst&ldquo;<\/strong><br>\nWir m&uuml;ssen f&uuml;r mehr Transparenz sorgen. Ganz besonders bei Institutionen wie der WHO. Es darf nicht m&ouml;glich sein, dass Spitzenbeamte gemeinsame Sache machen mit der Pharmaindustrie. Das kostet uns hunderte von Millionen, die wir f&uuml;r wichtigere Ma&szlig;nahmen brauchen. Das ist ganz einfach Korruption. Im Europarat k&auml;mpfe ich gemeinsam mit einem englischen Kollegen daf&uuml;r, dass ein Untersuchungsausschuss eingesetzt wird. In Deutschland sollte man die Verbindungen der Industrie mit dem Robert-Koch und Paul-Ehrlich Institut durchleuchten. Ein Interview mit dem SPD-Gesundheitsexperten Wolfgang Wodarg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.suedkurier.de\/news\/brennpunkte\/politik\/Schweinegrippe-Vogelgrippe;art410924,4076098\">S&uuml;dkurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert. Im Hinblick auf sein <a href=\"?p=4274\">Abstimmungsverhalten im letzten Bundestag<\/a> geh&ouml;rt Wodarg ohnehin zu den glaubw&uuml;rdigsten SPD-Politikern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Von der Geburtenrate bis zur Rentenl&uuml;ge &ndash; Wer setzt Themen und warum?<\/strong><br>\nDie Deutschen sterben aus. Mit dieser fabelhaften These schlagen wir uns nun schon seit Jahren herum. Jetzt h&ouml;ren und lesen wir: Die Geburtenraten steigen wieder. &ndash; Deutschland vergreist. Auch diese These wabert durch die Medien. Zu solchen Behauptungen kommt man nur, wenn man nicht rechnen kann und Statistiken falsch deutet. Sagen Kritiker der &uuml;blichen Demografie-Debatten. &ndash; Wie kommt es zu solchen Diskussionen? Wer bestimmt, wor&uuml;ber in diesem Land geredet, was gedacht wird? Die Bild-Zeitung, die Talkshows und andere Stammtische? Denkfabriken, wissenschaftliche Institute, politische Stiftungen? Und wir laufen wie die L&auml;mmer hinter den Hirten her und bl&ouml;ken deren Parolen nach. Das Bl&ouml;ken der L&auml;mmer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=14224\">HR2, Redaktion Der Tag, 11.12.2009<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=14224&amp;key=standard_podcasting_derTag&amp;mediakey=podcast\/derTag\/derTag_20091211&amp;type=a\">HR2, Redaktion Der Tag, Podcast<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Unsere Leser wissen das seit langem:. Siehe <a href=\"?p=92\">&bdquo;Die Reforml&uuml;ge&ldquo; vom August 2004<\/a> zum Beispiel, dort Denkfehler Nr. 5, 6 und 7. Hier in den <a href=\"?p=247\">NDS am 4.1.2005<\/a> und <a href=\"?p=1159\">hier<\/a> reproduziert: Und <a href=\"?p=308\">hier eine von vielen Analysen<\/a>, konkret einer Kampagne des SWR. Aber Immerhin, es spricht sich endlich herum, dass das deutsche Volk und allen voran das Bildungsb&uuml;rgertum seit Jahren den Parolen einer Kampagne hinterherlaufen. Man kann dem HR nur dankbar sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutsche Rentenversicherung: &bdquo;Sarrazin-&Auml;u&szlig;erungen zur Rendite in der Rentenversicherung eindeutig falsch&ldquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Auch f&uuml;r junge Menschen f&uuml;hren Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung zu einer positiven Rendite. Auch f&uuml;r sie sind die sp&auml;teren Rentenzahlungen im Schnitt h&ouml;her als die daf&uuml;r notwendigen Beitragszahlungen.&ldquo; Dies betont die Deutsche Rentenversicherung als Reaktion auf j&uuml;ngste &Auml;u&szlig;erungen des Bundesbank-Vorstandes Thilo Sarrazin. Sarrazin hatte in einem Interview gesagt, junge Menschen k&ouml;nnten sicher sein, aus der Rentenversicherung nie das zur&uuml;ckzubekommen, was sie eingezahlt h&auml;tten. &bdquo;Die Aussage Sarrazins ist eindeutig falsch&ldquo;, so die Deutsche Rentenversicherung. Auch die in der Bundesbank f&uuml;r diese Fragen zust&auml;ndigen Fachleute haben in den vergangenen Jahren mehrfach hervorgehoben, dass auch f&uuml;r die heute junge Generation die Rendite der Beitragszahlungen in die Rentenversicherung positiv bleibe. Zum gleichen Ergebnis kommt der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Stiftung Warentest. &bdquo;Vielleicht sollte sich Herr Sarrazin bei den Experten in seinem Hause kundig machen, bevor er Aussagen zu Themenbereichen trifft, f&uuml;r die er offenbar nicht &uuml;ber hinreichende Informationen verf&uuml;gt&ldquo;, so die Deutsche Rentenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/nn_23882\/DRV\/de\/Inhalt\/Presse\/Pressemitteilung\/Aktuell\/2009__11__27__sarrazin.html__nnn=true\">Deutsche Rentenversicherung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Riester-Rente: &bdquo;Die Leute werden ver&auml;ppelt&ldquo;<\/strong><br>\nMillionen Deutsche haben einen sogenannten Riestervertrag. Mit der staatlich alimentierten Privatrente hoffen sie auf einen geruhsamen Lebensabend. Dummerweise fressen viele Riesterprodukte die Pr&auml;mien von Vater Staat auf. Die Finanzkonzerne verraten ihren Kunden das meist nicht, wie ein aktuelles Gutachten beweist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/immobilien-vorsorge\/_b=2495779,_p=17,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Und das Handelsblatt ist nicht gerade eine sozialistische Kampfzeitung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lebensversicherungen: Allianz senkt &uuml;berraschend &Uuml;berschussbeteiligung<\/strong><br>\nDie Allianz senkt &uuml;berraschend erstmals seit sechs Jahren die &Uuml;berschussbeteiligung f&uuml;r Lebensversicherungen. Die laufende Verzinsung f&uuml;r 2010 werde von 4,5 Prozent auf 4,3 Prozent verringert, hie&szlig; es am Mittwoch aus M&uuml;nchen. Da die Vorgabe des Marktf&uuml;hrers als Richtwert f&uuml;r die Branche gilt, m&uuml;ssen sich auch Kunden anderer Lebensversicherer auf niedrigere Ertr&auml;ge einstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/_b=2496856,_p=5,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Protokoll eines Allianz-Verkaufstrainings<\/strong><br>\nDipl. Kaufmann sucht neue berufliche Herausforderung. Mit dieser Stellenanzeige in einer deutschen Tageszeitung ging Thilo Bannasch* im Sommer 2009 auf Jobsuche. Der 37-J&auml;hrige wollte sich beruflich frischen Wind um die Nase wehen lassen. Eine &ouml;rtliche Allianz-Agentur meldete sich postwendend auf die Anzeige. Bannasch war gl&uuml;cklich. &bdquo;Einer windigen Dr&uuml;ckerkolonne h&auml;tte ich gleich abgesagt&ldquo;, freute er sich. &bdquo;Aber die Allianz, das sind doch die Gr&ouml;&szlig;ten.&ldquo; Tats&auml;chlich lie&szlig; sich der erhoffte Jobwechsel gut an. Das erste Gespr&auml;ch mit dem Agenturchef lief vielversprechend. &bdquo;Ich sollte als Finanzplaner und Berater der Vertriebler arbeiten und als Perspektive in f&uuml;nf bis sechs Jahren eine leitende Stellung in der Agentur &uuml;bernehmen&ldquo;, erinnert sich Bannasch. Die beiden wurden sich rasch handelseinig, Bannasch startete bei Deutschlands bekanntester Versicherung. Was er aber in den n&auml;chsten Wochen erlebte, wirft dunkle Schatten auf die Arbeitsweise einer Branche, die &ndash; von Wettbewerbsdruck und sinkenden Ertr&auml;gen gezeichnet &ndash; offenbar vor unsch&ouml;nen Praktiken nicht zur&uuml;ckschreckt. Von Psychoterror gegen Auszubildende, Ver&auml;ngstigen als Verkaufsstrategie und unklarem Datenschutz wird im Folgenden die Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/protokoll-eines-allianz-verkaufstrainings-415896\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Consultants statt Konsulate: Auch osteurop&auml;ische Regierungen nutzen zur Imagepflege die PR-Maschine<\/strong><br>\nWei&szlig;russlands Pr&auml;sident Alexander Lukaschenko l&auml;sst sein Image von der Londoner Agentur Bell Pottinger aufpolieren, Russland hat die Agentur Gplus europe engagiert. Immer mehr Staaten engagieren PR-Agenturen. Diese sollen ihren Kunden in Europa Geh&ouml;r verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1086316\/\">dradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Frauen in Niedriglohn-Jobs: Die t&auml;gliche Hetze in der Krise<\/strong><br>\nW&auml;hrend gut bezahlte Facharbeiter in Kurzarbeit sind, behalten viele Frauen ihre Jobs. Weil sie in Niedriglohnberufen t&auml;tig sind &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/die-taegliche-hetze-in-der-krise\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Was ist denn hier los? Da wird ein h&ouml;chst manipulatives Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft zitiert, als sei das eine seri&ouml;se Studie!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dokumentarfilm &ldquo;Plastic Planet&rdquo; pl&auml;diert f&uuml;r bewussteren Umgang mit Kunststoff<\/strong><br>\nFilmemacher Werner Boote hat mit &ldquo;Plastic Planet&rdquo; einen kritischen Film &uuml;ber das Material Kunststoff gedreht. Selbst Babynuckel und Plastikflaschen beinhalteten zum Teil hochgiftige Substanzen, so der &Ouml;sterreicher. Der Film kommt im Februar in unsere Kinos.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1086174\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/12\/11\/drk_20091211_1109_1c12619b.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Audio-Podcast)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Hintergrundtexte zum Thema Bildungsstreik und -reform: Bildung und Humankapital<\/strong><br>\nDas Konzept des Humankapitals spielt derzeit bei der Begr&uuml;ndung bildungspolitischer Entscheidungen eine wichtige Rolle &ndash; sowohl bei der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren, die als Investition in das &ldquo;individuelle Humankapital&rdquo; beschrieben werden, als auch bei der allgemeinen Transformation des Bildungssystems im Zuge des Bologna-Prozesses. Ulf Banscherus gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber das dahinter stehende theoretische Modell und skizziert den Verlauf der bildungspolitischen und bildungs&ouml;konomischen Debatte seit den 1960er Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Bildungsstreik\/humankapital.php\">studis-online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medien warnen vor Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nAlle gro&szlig;en deutschen Medien sind an Bord: Vor der Entscheidung des Verfassungsgerichtes zur Vorratsdatenspeicherung warnen Journalistenverb&auml;nde, ARD und ZDF, die Privatsender und die Zeitungs- und Zeitschriftenverleger eindringlich vor dem Gesetz. Es gef&auml;hrde journalistische Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/0,1518,666826,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Goldene K&auml;fige bei UBS<\/strong><br>\nDie Grossbank schenkt vielen ihrer 7200 Angestellten im US-Verm&ouml;gensverwaltungsgesch&auml;ft goldene K&auml;fige: Darlehen in der H&ouml;he von bis zu 65 Prozent der j&auml;hrlichen Eink&uuml;nfte, die Mitarbeiter f&uuml;r die UBS erzielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/goldene_kaefige_bei_ubs_1.4169470.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Stiller Putsch&rdquo; gegen Ch&aacute;vez?<\/strong><br>\nStudent im Westen Venezuelas erschossen. Ch&aacute;vez-Gegner setzen ihre Hoffnungen offenbar auf militante Studierendenverb&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amerika21.de\/nachrichten\/inhalt\/2009\/dez\/Stiller-Putsch-131209\">Amerika21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Hessen: Seeheimer mit eigenem Landesverband<\/strong><br>\nKeinen Schritt nach links.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/2141410_Seeheimer-mit-eigenem-Landesverband-Keinen-Schritt-nach-links.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die Totengr&auml;ber der SPD organisieren sich auf Landesebene. Gl&uuml;ck auf!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Mit Beethoven gegen Bettler&#8232;<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zur Weihnachtszeit hat die BVG nun ein &raquo;Pilotprojekt&laquo; auf den Weg gebracht, mit dem insbesondere Bettler, Drogenabh&auml;ngige und Obdachlose von den Grundst&uuml;cken der Firma vertrieben werden sollen. &raquo;In Abstimmung mit der Technischen Aufsichtsbeh&ouml;rde (TAB) hat die BVG auf dem U-Bahnhof Adenauerplatz einen Testlauf f&uuml;r Musikbeschallung begonnen&laquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung. Im Zwischengescho&szlig; des Bahnhofs gibt es noch bis Mitte Januar klassische Musik zu h&ouml;ren. Zwar betont das Unternehmen, damit wolle es eine &raquo;positive Atmosph&auml;re&laquo; schaffen. In erster Linie geht es jedoch darum, ungebetene Dauerg&auml;ste zu vertreiben. &#8232;Tats&auml;chlich ist Berlin mit der Lautsprecheraktion Beethoven gegen Bettler und Dvor&aacute;k gegen Drogenabh&auml;ngige kein Einzelfall. Bereits in M&uuml;nchen und Hamburg gehen die Bahnbetreiber in gleicher Weise vor. Im gro&szlig;en Stil hatte die Deutsche Bahn AG im Rahmen ihres Programms &raquo;Service, Sicherheit und Sauberkeit&laquo; im Jahre 2001 bundesweit die Verdr&auml;ngung Obdachloser vom Gel&auml;nde des Unternehmens betrieben. Die &raquo;Aufenthaltsqualit&auml;t&laquo; auf den Bahnh&ouml;fen sollte unter anderem dadurch erh&ouml;ht werden, da&szlig; der seit &uuml;ber hundert Jahren von den Bahnhofsmissionen erf&uuml;llte Auftrag der Betreuung hilfloser Menschen untersagt wurde.<br>\n&#8232;Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-14\/051.php?print=1\">jw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Diagnose: Lohndumping<\/strong><br>\n&#8232;Die Leiharbeit in den privatisierten Krankenh&auml;usern Hamburgs nimmt drastisch zu. Die Linksfraktion in der Hamburgischen B&uuml;rgerschaft fordert daher den Senat aus CDU und Gr&uuml;n-Alternativer Liste (GAL) auf, die Zeitarbeit auf drei Prozent des j&auml;hrlichen Arbeitsvolumens zu begrenzen. Darauf soll die schwarz-gr&uuml;ne Regierung im Aufsichtsrat der Asklepios-Kliniken hinwirken. Die kommunalen Krankenh&auml;user Hamburgs wurden bereits Ende 2004 an den Asklepios-Konzern verkauft. Dabei setzte sich die damalige CDU-Alleinregierung &uuml;ber einen g&uuml;ltigen Volksentscheid hinweg. Die Gesundheitsexpertin der Linksfraktion, Kersten Artus, bef&uuml;rchtet, da&szlig; die Leiharbeit in den ehemals staatlichen Krankenh&auml;usern des Asklepios-Konzerns auf bis zu 30 Prozent ausgeweitet werde. Artus beschuldigt die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, durch &raquo;massiven Personalabbau&laquo; bewu&szlig;t L&uuml;cken zu schaffen, die mit Zeitarbeit gestopft w&uuml;rden. So entziehe sich das Unternehmen zunehmend den Klinik-Tarifvertr&auml;gen. Zudem agiere die Hamburger Asklepios-Leitung an den Betriebsr&auml;ten vorbei. Die schlechten Arbeitsbedingungen wirkten sich negativ auf die Gesundheit von Besch&auml;ftigten und Patienten aus, warnte die Abgeordnete Artus.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-14\/052.php?print=1\">jw<\/a>\n<p><em><strong>&#8232;Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Statt einer Anmerkung: Ich kann nicht mehr. Ich habe heute so viele Artikel von staatlich gef&ouml;rderter oder geduldeter sowie privater Entsoldarisierung&nbsp; in unserer Gesellschaft gelesen, dass mir Kraft fehlt, darauf einzugehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nVerr&uuml;ckte Weihnachten &ndash; Urban Priol und Georg Schramm packen aus. In &ldquo;Neues aus der Anstalt&rdquo; blicken beide Kabarettisten mit Rute und Beruhigungspillen auf das vergangene Jahr zur&uuml;ck. Sie feiern und feuern los im Foyer ihrer psychiatrischen Tagesklinik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/31\/0,1872,7122271,00.html\">Dienstag, 15. Dezember um 22:15 Uhr, ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan, Jugendarbeitslosigkeit, Riester-Rente, osteurop&auml;ische Regierungen nutzen PR, Frauen in Niedriglohn-Jobs, Schweinegrippe, Hintergrundtext Bildung, stiller Putsch gegen Chavez, Neues aus der Anstalt. 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