{"id":44037,"date":"2018-05-18T15:56:05","date_gmt":"2018-05-18T13:56:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44037"},"modified":"2018-05-18T17:04:26","modified_gmt":"2018-05-18T15:04:26","slug":"judenhass-und-andere-boese-bezichtigungen-in-der-diskussion-um-die-vorgaenge-in-palaestina-und-israel-ein-paar-leser-mails-und-ergaenzende-dokumente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44037","title":{"rendered":"\u201eJudenhass!\u201c und andere b\u00f6se Bezichtigungen in der Diskussion um die Vorg\u00e4nge in Pal\u00e4stina und Israel. Ein paar Leser-Mails und erg\u00e4nzende Dokumente."},"content":{"rendered":"<p>Am 15. Mai hatten die NachDenkSeiten diesen Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43966\">Zynischer Umgang mit den Pal&auml;stinensern im Gazastreifen &ndash; sie sind entweder dem Tode geweiht oder m&uuml;ssen weichen.<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Daraufhin kamen eine Reihe von Leserbriefen. Eine Leserin meint, der Artikel zeige, ich bef&auml;nde mich in der &bdquo;guten alten deutschen Tradition des Judenhasses&ldquo;. Das ist aus meiner Sicht das Zeichen einer verhetzten Diskussion. &ndash; Ich hatte darauf hingewiesen, dass es die heute bestimmenden Kr&auml;fte in Israel aus meiner Sicht darauf anlegen, den Pal&auml;stinensern das Leben im Gazastreifen so unm&ouml;glich zu machen, dass sie weichen. Ich hatte mich dabei insbesondere auf einen israelischen Historiker, n&auml;mlich auf Ilan Pappe, bezogen. Aufgrund dieser meiner Einsch&auml;tzung kommt Frau Gudrun Eussner zum zitierten Befund: &bdquo;Judenhass&ldquo;. Wir geben heute diesen und einige andere Leserbriefe zur Kenntnis und erg&auml;nzen dies am Ende durch einen Bericht eines Pal&auml;stinensers aus dem Gazastreifen und durch ein Interview der S&uuml;ddeutschen Zeitung mit einem israelischen Scharfsch&uuml;tzen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie Leserbriefe und die Dokumente sind durchnummeriert:<\/p><ol>\n<li><strong>Mail von Gudrun Eussner vom 15.5.2018<\/strong><br>\nBetrifft NachDenkDeiten Artikel: &bdquo;Zynischer Umgang mit den Pal&auml;stinensern im Gazastreifen &ndash; sie sind entweder dem Tode geweiht oder m&uuml;ssen weichen.&ldquo;\n<ul>\n<li>ee.bgu.ac.il &ndash; <a href=\"http:\/\/www.ee.bgu.ac.il\/~censor\/katz-directory\/03-11-06eussner-trend-onlinezeitung.pdf\">Flucht und Vertreibung der Pal&auml;stinenser in deutschen Online-Medien<\/a><\/li>\n<li>eussner.blogspot.fr &ndash; <a href=\"http:\/\/eussner.blogspot.fr\/2012\/02\/usa-harvard-konferenz-zur-abschaffung.html\">USA. Harvard-Konferenz zur Zerst&ouml;rung Israels<\/a><\/li>\n<li>lebeninjerusalem.wordpress.com &ndash; <a href=\"https:\/\/lebeninjerusalem.wordpress.com\/2016\/11\/20\/wie-george-soros-versucht-israel-zu-zerstoeren\/\">Wie George Soros versucht, Israel zu zerst&ouml;ren<\/a><\/li>\n<li>eussner.blogspot.fr &ndash; <a href=\"http:\/\/eussner.blogspot.fr\/2011\/09\/un-resolution-181-die-antwort-der.html\">UN-Resolution 181. Die Antwort der Delegation der arabischen Staaten<\/a><\/li>\n<li>eussner.blogspot.fr &ndash; <a href=\"http:\/\/eussner.blogspot.fr\/search?q=phased+plan\">Suchanfrage phased plan<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie befinden sich in bester Gesellschaft. Ja, <strong>die gute alte deutsche Tradition des Judenhasses<\/strong>, modifiziert und sch&ouml;n verpackt in Liebe zu den armen pal&auml;stinensischen Opfern. Ich habe das w&auml;hrend meiner Studienzeit erlebt. Nach dem Sechstagekrieg wurde einer nach dem anderen meiner politischen Freunde, die bislang auf der Seite Israels standen, zu Israelfeinden. Allen voran mein Kumpel Dieter Kunzelmann, der sich dann bald in der Fasanenstra&szlig;e entsprechend austobte. Ich stand pl&ouml;tzlich ziemlich allein da, war links und gegen die Politik der Araber.<\/p>\n<p>Sie haben aber recht: Die Hamas geht wirklich zynisch um mit den Pal&auml;stinensern im Gazastreifen.<\/p>\n<p>Gru&szlig;, Gudrun Eussner<\/p><\/li>\n<li><strong>Stefan Kreft am 15.5.2018:<\/strong><br>\nHallo liebes Team der NDS,<br>\nZum Artikel &ldquo;Zynischer Umgang mit den Pal&auml;stinensern im Gazastreifen &ndash; sie sind entweder dem Tode geweiht oder m&uuml;ssen weichen.&rdquo; m&ouml;chte ich zwei Anmerkungen bzw. weiterf&uuml;hrende Hinweise geben. Da es sich im Wesentlichen um zwei Videos handelt, w&auml;re dieser Beitrag auch bei den Videohinweisen angebracht, entscheiden Sie selbst.<br>\nIn einem Interview mit TheRealNews hat Norman Finkelstein zwei interessante Perspektiven er&ouml;ffnet. Zum einen verweist er auf die Tatsache, dass v&ouml;lkerrechtlich den&nbsp;Pal&auml;stinensern als ultimo ratio auch gewaltsame, bewaffnete Mittel zur Durchsetzung ihres Rechts legitimiert seien, Israel h&auml;tte dagegen kein Recht auf seiner Seite, was ihr&nbsp;momentanes Agieren betrifft.&nbsp;<br>\nZum anderen bezweifelt Norman Finkelstein den &uuml;blichen Sprachgebrauch von einer Grenze zwischen Israel\/Gaza (Grenze zwischen zwei Staaten). Vielmehr handelt es sich um Ghettoz&auml;une oder Gef&auml;gnismauern. Dies ist deswegen wichtig, weil immer wieder argumentiert wird, dass Israel das Recht h&auml;tte, seine Grenzen zu verteidigen. Weitere wichtige Aspekte werden angesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/therealnews.com\/stories\/finkelstein-wheres-the-solidarity-for-gaza-2-3\">Finkelstein: Where&rsquo;s the Solidarity for Gaza? (2\/3)<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWas die mediale Berichterstattung betrifft, bei der&nbsp;zwanghaft versucht wird, eine Gleichwertigkeit von Mittel und Zweck beider Kontrahenten darzustellen, kann ich nur auf einen hervorragenden&nbsp;TED.Vortrag hinweisen. Anne Baltzer (JPP) beschreibt diesen &lsquo;Zwang&rsquo; zum balanzierten Berichten und macht deutlich, dass man Position beziehen muss und die wahren Machtverh&auml;ltnisse widerspiegeln sollte.<br>\n&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bPEc9HC2oBY\">The Danger of Neutrality | Anna Baltzer | TEDxOcala<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nStaying neutral in controversial situations is the moral high ground, right? Wrong. It&rsquo;s the exact opposite. Author and inspirational speaker Anna Baltzer explains how neutrality is a dangerous trap &mdash; and an illusion.<\/li>\n<li><strong>Barbara Bieberle am 15.5.2018:<\/strong>\n<p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p>\n<p>ich sch&auml;tze ihre Arbeit wirklich sehr und stimme auch mit fast allem was Sie ver&ouml;ffentlichen fast 100-prozentig &uuml;berein, aber in der Israel-Frage finde ich ihre Einsch&auml;tzungen doch h&auml;ufig etwas einseitig.<\/p>\n<p>Damit wir uns nicht falsch verstehen, auch ich bin mit der aktuellen &Uuml;berreaktion Israels an der Grenze von Gaza sowie mit Nethanjahus Politik und seiner sehr rechstslastigen Koalition &uuml;berhaupt nicht einverstanden, genau so verh&auml;lt es sich mit Siedlungspolitik, die ich f&uuml;r absolut kontraproduktiv halte.<\/p>\n<p>Allerdings bin ich der Meinung, dass an der jetztigen fast hoffnungslos zerstrittenen Lage, die Pal&auml;stinenser wirklich nicht unschuldig sind und sie selber massiv dazu beigetragen haben. Auch bei den jetzigen Grenzvorf&auml;llen werden die jungen Pal&auml;stinenser bewusst mit brennenden Reifen und Steinen vonn der Hamas an die Grenze geschickt, um die Toten und die entsprechenden Bilder zu produzieren. Es ist wie bei allem, man muss immer am Anfang anfangen. <\/p>\n<p>Ich brauche jetzt nicht die ganze Geschichte aufzuz&auml;hlen, die sie sicher zur Gen&uuml;ge kennen, nur ein paar Punkte.<br>\n&nbsp;<br>\nZun&auml;chst haben die Juden dort ihren Staat h&ouml;chstwahrscheinlich nur wegen des Holocaust bekommen, so dass leider in erster Linie wir Deutschen indirekt f&uuml;r die dortigen Zust&auml;nden verantworlich sind. Vermutlich leidet ganz Israel durch die Holocausterfahrung praktisch an eine Art Volkstrauma und neigt auch deswegen h&auml;ufig zu &Uuml;berreagtionen nach der Devise &bdquo;Wehret den Anf&auml;ngen, das wird uns nie wieder passieren.&ldquo;.<\/p>\n<p>Die Pal&auml;stinenser waren die meiste Zeit uneinig, zu keinem wirklichen Frieden bereit und viele wollen nach wie vor die Juden ins Meer treiben. Was geschehen w&auml;re, wenn sie gewonnen h&auml;tten, k&ouml;nnen wir nur erahnen. Ihre F&uuml;hrer haben sich h&auml;ufig nur selber die Taschen voll gemacht, unterdr&uuml;cken ihr eigenes Volk und speziell die Hamas lenkt durch die Vorg&auml;nge wieder von ihrem eigenen Unverm&ouml;gen ab.<\/p>\n<p>Neben der sogenannten Naqba, der Vertreibung und Flucht von ca 750000 Pal&auml;stinenser wurden danach auch ca 800000 Juden aus den arabischen L&auml;ndern vertrieben. Es kann nicht sein, dass nur der eine Vorgang schlimm, der andere aber ok ist.<\/p>\n<p>In den ersten Jahren war das Zusammenleben der beiden V&ouml;lker trotz des Konflikts auf jeden Fall immer noch wesentlich besser als jetzt, es gab fr&uuml;her auch wesentlich kompromissbereitere Regierungen in Israel als jetzt. Jeder Verhandlungsversuch wurde immer wieder mit Attentaten torpediert, bis jetzt schlie&szlig;lich das ganze Land durch hohe Z&auml;une getrennt ist. Wieso Camp David gescheitert ist, habe ich auch nie verstanden.<\/p>\n<p>Mir tun die jungen vern&uuml;nftigen Pal&auml;stinenser leid, denen von ihren Vorfahren eine so schwierige und hoffnungslose Situation beschert w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Was man an dem ganzen sieht, ist dass Hass und Gewalt nichts l&ouml;sen und alles nur schlimmer machen.<\/p>\n<p>Ich denke, dass Israel wirklich aktuell nicht mit so viel Gewalt vorgehen m&uuml;sste, aber es ist auch nicht so, dass die Pal&auml;stinenser nur die Opfer und die Israelis nur die T&auml;ter sind.<\/p>\n<p>Auf beiden Seiten m&uuml;ssten die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung Vernunft annehmen und&nbsp; auf die anderen zugehen, auch wenn das zur Zeit kaum vorstellbar ist.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nB.B.<\/p>\n<p>P.s. ansonsten bin ich sehr froh, dass ich ihre Seite entdeckt habe und ich so nicht nur die oft wirklich sehr einseitige Berichterstattung der anderen Medien ertragen muss.<\/p><\/li>\n<li><strong>Betreff: Brief aus Gaza von Abed Schokry, des traumatisierten Bewohners und Freunds<\/strong>\n<p>Einleitende Mail von Marlene aus Bonn: <\/p>\n<p>Liebe Leut,<\/p>\n<p>hab ich Euch gestern ein SZ Interview mit einem ehemaligen israelischen Todessch&uuml;tzen geschickt, so k&ouml;nnt Ihr jetzt einen Brief von Abed Schokry aus Gaza lesen, der von seinen traumatischen Erfahrungen bei den j&uuml;ngsten Massenerschie&szlig;ungen und Massenverletzungen wafffenloser Demonstranten berichtet.&nbsp; Er lebt dort mit seiner Familie, studierte in Deutschland . .<\/p>\n<p>Wie setzt sich jeder von uns als B&uuml;rgerIn ein, um das Schweigen gegen&uuml;ber Israel zu brechen, immer mit der bequemen Rechtfertigung, dass doch unsere Eltern Nazis waren&nbsp; . . und wir daher zu den Menschenrechtsverbrechen, die Israel st&auml;ndig und seit Jahren zunehmend begeht, keine Meinung &auml;u&szlig;ern d&uuml;rfen . .?&nbsp; Nur &ouml;ffentlicher Druck wird an der Politik gegen&uuml;ber Israel etwas &auml;ndern k&ouml;nnen !<\/p>\n<p>Unertr&auml;glich ist das Schweigen dazu bei uns in Deutschland und Europa von Seiten der Regierungen, Medien, Kirchen &hellip;<\/p>\n<p>Gru&szlig;<br>\nMarlene<\/p>\n<p>&ndash; &ndash; &ndash; &ndash; &ndash; &ndash;<\/p>\n<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nLiebe Freundinnen und Liebe Freunde,<\/p>\n<p>Gaza am 15 Mai 2018<\/p>\n<p>Meine letzte Email hatte ich mit den S&auml;tzen: &bdquo;Ich bin w&uuml;tend&ldquo; und &bdquo;ich bin verzweifelt&ldquo; begonnen. Nach den Ereignissen gestern, bin ich nun sprachlos, fassungslos, machtlos, ohnm&auml;chtig. Und um ehrlich zu sein, wei&szlig; ich nicht so recht, wie ich in Worte fassen kann, was in mir vorgeht, was ich zum Ausdruck bringen m&ouml;chte. Denn es ist gestern ein Verbrechen\/Blutbad geschehen, es wurde ein Massaker ver&uuml;bt, das zum Himmel schreit.<\/p>\n<p>Die T&auml;ter sind die Soldaten und Befehlshaber und letztlich die Regierung &bdquo;der einzigen Demokratie im Nahen Osten&ldquo;. Die Opfer sind die unbewaffnet demonstrierenden Pal&auml;stinenserinnen und Pal&auml;stinenser an der von Israel festgesetzten Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. Die Demonstranten mit leeren H&auml;nden, nur mit Mut und Courage ausger&uuml;stet. Sie tragen keine Schutzanz&uuml;ge, keine Gewehre, keine Zielfernrohre wie die Soldaten auf der anderen Seite. Diesen Soldaten wurde kein Haar gekr&uuml;mmt, keiner von ihnen&nbsp; wurde verletzt. Aber sie schie&szlig;en auf M&auml;nner, Frauen und Kinder. Es gibt Videos, in denen zu h&ouml;ren ist, wie sie sich &uuml;ber einen &bdquo;Treffer&ldquo;, einen Erschossenen freuen. Das ist so unglaublich menschenverachtend, dass ich laut schreien m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Seit fast 12 Jahren leben wir im gr&ouml;&szlig;ten Freiluftgef&auml;ngnis der Welt. Wie der Alltag in diesem Gef&auml;ngnis aussieht, habe ich Ihnen schon oft beschrieben. Strom bekommen wir vier Stunden t&auml;glich, das Wasser aus der Leitung ist sehr salzig oder mit Abwasser vermischt, also ungeeignet um zu duschen oder um Gem&uuml;se oder Obst damit zu waschen. Die Jugendlichen haben keine Hoffnung, sie sehen keine Perspektive, sie sehen sich auch als Opfer der Besatzung, der Abriegelung und der zerstrittenen pal&auml;stinensischen Gruppen.&nbsp; Inzwischen sind fast 70% von ihnen arbeitslos. Die Jugendlichen kennen nichts anderes als das Leben mit permanenten Problemen, denn mal mangelt es an Brennstoffen bzw. Kochgas, mal an Grundnahrungsmitteln, vor allem auch an Medikamenten. Und die Familienmitglieder, die &uuml;berhaupt Arbeit haben, bekommen oft ihr Gehalt nicht. Es ist ein Leben, dass nicht nur zornig und w&uuml;tend macht, sondern das auch krank macht, oft genug k&ouml;rperlich krank aber vor allem psychisch krank.<\/p>\n<p>Gestern bin ich am Rande der Demonstration in Gaza Stadt gewesen. Ich habe die vielen Menschen gesehen, junge und alte Menschen, M&auml;nner und Frauen, auch Kinder mit ihren Eltern. Danach kehrte ich heim und kaum war ich Zuhause, da erfuhr ich, dass der 17 Jahre alte Sohn meiner Cousine erschossen worden war. Danach kamen Meldungen, dass weitere Verwandte von mir verletzt wurden. Einige hatten Schusswunden an den Beinen, andere an der Brust und weitere hatten Bauchsch&uuml;sse erlitten. Manche von ihnen wurden sofort in den Krankenhaeusern operiert, andere warten darauf, ins Ausland verlegt zu werden, denn es fehlen geeignete medizinische Ger&auml;te oder Medikamente. Ob man sie aus Gaza raus l&auml;sst, wei&szlig; ich nicht. <\/p>\n<p>Ich lief sofort los, um meine Verwandten im Krankenhaus zu besuchen. Es f&auml;llt mir immer schwer, ein Krankenhaus zu betreten, aber was ich diesmal sah, das &uuml;bersteigt alles, was man sich vorstellen kann. Verletzte in den G&auml;ngen, &uuml;berall Blut, die Patientenr&auml;ume &uuml;berf&uuml;llt.<\/p>\n<p>W&auml;hrend ich schreibe, klingen mir noch das St&ouml;hnen und die Schmerzensschreie in den Ohren. Ich konnte sehen, wie sehr die &Auml;rzte und das gesamte Personal alles taten, was in ihrer Macht stand, um zu helfen, um in all diesem Elend zu funktionieren. &Uuml;ber 2700 Menschen sind verletzt worden. Stellen Sie sich vor, was es bedeutet, so viele Verletzte zu versorgen. Das ist selbst in einer Stadt in Deutschland kaum m&ouml;glich.<\/p>\n<p>60 Menschen wurden erschossen, 60 Menschen lie&szlig;en ihr Leben, w&auml;hrend die Welt die fr&ouml;hlichen Gesichter der Regierungen, die in Jerusalem feierten, im Fernsehen sehen konnte.<\/p>\n<p>Unser Leid interessiert die Welt nicht. Die, die sowieso auf der Seite der fr&ouml;hlichen Gesellschaft stehen, die mit ihnen, was auch immer sie tun, uneingeschr&auml;nkt sympathisieren, geben den zynischen Rat, dass wir still sein sollen, dass wir uns damit abfinden sollen f&uuml;r alle Zukunft unter Besatzung zu leben.<\/p>\n<p>Ein Bruder von mir arbeitet im Krankenhaus und sagte mir, ich m&ouml;ge doch nach Hause gehen, denn der Anblick dieses Elends k&ouml;nne ich nicht ertragen. Wie recht er hatte. So blieb ich nur kurz bei meinen Verwandten und machte mich auf den Heimweg. Ich wei&szlig; gar nicht mehr, wie das war. Ich lief wie ein Automat. Alles ging mir durch den Kopf. Zu Hause angekommen, fiel ich sofort ins Bett. Ich f&uuml;hlte mich ganz elend. Aber das Einschlafen war sehr schwer, denn weder die Bilder der Verletzten aus dem Krankenhaus konnte ich verdr&auml;ngen noch den Geruch vom Blut konnte ich loswerden. Heute war ich dann bei den Familien der Erschossenen, um ihnen mein Beileid zum Ausdruck zu bringen. Die Toten sind nun begraben. Und sie werden nicht zum Leben erweckt werden. ABER was ist mit den vielen Verletzten? Wie werden sie ihr Leben weiterf&uuml;hren k&ouml;nnen, wenn ihre Beine amputiert wurden oder wenn sie gel&auml;hmt werden oder wenn sie nicht mehr sehen oder h&ouml;ren k&ouml;nnen. Die Mehrheit der Verletzten ist unter 30 Jahre alt. Und sie haben nun kaum eine Zukunft vor sich.<\/p>\n<p>Gewalt erzeugt Gegengewalt, das ist bekannt. Jeder Pr&auml;sident bzw. Regierungschef muss alles tun, um sein Land zu besch&uuml;tzen. Das ist auch bekannt.<br>\nNun stelle ich aber Fragen, auf die ich keine Antwort habe<\/p>\n<ul>\n<li>Ist der Einsatz von diesen Waffen gegen eine zivile und unbeffneten Deomnstranten legitim bzw. rechtens?<\/li>\n<li>Sind unbewaffnete Demonstranten so gef&auml;hrlich f&uuml;r die Sicherheit einer Besatzungsarmee, die zur st&auml;rksten der Welt geh&ouml;rt?<\/li>\n<li>Gibt es keine anderen Wege auf Demonstrationen zu reagieren als mit scharfer Munition gezielt zu schie&szlig;en?<\/li>\n<li>Was sagte das internationale Gesetz?<\/li>\n<li>Darf sich ein Land ungestraft &uuml;ber internationale Gesetze und Menschenrechte hinwegsetzen?<\/li>\n<li>Handelten die schwer bewaffneten Besatzungssoldaten tats&auml;chlich aus &bdquo;Notwehr&ldquo; wie sie behaupten? Wurde auch nur einer der Besatzungssoldaten verletzt?<\/li>\n<li>Darf ein Land ein anderes Land 50 Jahre und mehr einfach besetzen und das Leben der Menschen unertr&auml;glich machen? Ist es nicht Aufgabe der Weltgemeinschaft dem Einhalt zu gebieten?<\/li>\n<li>Wie kann es sein, dass der deutsche Bundesau&szlig;enminister sich f&uuml;r die Wahrung der Menschenrechte einsetzen will, aber wenn es um die Menschenrechte der Pal&auml;stinenser geht, dann schweigt er?<\/li>\n<li>Im ersten Absatz des deutschen Grundgesetzes hei&szlig;t es &bdquo;Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar&ldquo;. Ich will nichts mehr als in W&uuml;rde, in Ruhe und in Frieden mein Leben leben und es gestalten, wie ich es mag und nicht wie eine andere Macht oder wie der St&auml;rkere es mir vorschreibt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dieser extremen Gewalt seitens der Besatzung kann kein Frieden entstehen und solche unmenschlichen Kollektivstrafma&szlig;nahmen werden weder uns, noch unseren Nachbarn Frieden bringen.<\/p>\n<p>Zum Thema die Verlegung der US-Botschaft von Tel-Aviv nach Jerusalem werde ich in<br>\nmeiner n&auml;chsten Mail schreiben. Heute musste ich erst einmal loswerden, was ich gestern<br>\nhautnah erlebt habe.<\/p>\n<p>Mit traurigen Gr&uuml;&szlig;en aus Gaza<br>\nIhr Abed Schokry<\/p><\/li>\n<li><strong>SZ 16.05.2018<\/strong><br>\n<strong>Protest in Gaza<\/strong><br>\n<strong><a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/protest-in-gaza-wir-sniper-sind-zum-toeten-ausgebildet-wir-stoppen-keinen-protest-1.3980319\">&ldquo;Wir Sniper sind zum T&ouml;ten ausgebildet, wir stoppen keinen Protest<\/a>&ldquo;<\/strong>\n<p>Der ehemalige israelische Scharfsch&uuml;tze Nadav Weiman kritisiert seine Regierung und den Einsatz von Kampfsoldaten in Gaza &ndash; und beschreibt, wie es sich anf&uuml;hlt, ein Leben zu beenden.<\/p>\n<p><em>Interview von&nbsp;Jana Anzlinger<\/em><\/p>\n<p>Die Bilder der Massenproteste im Gazastreifen vom Montag gehen um die Welt. Nach pal&auml;stinensischen Angaben sind am&nbsp;70. Jahrestag der Gr&uuml;ndung Israels&nbsp;61Menschen get&ouml;tet und mehr als&nbsp;2700&nbsp;verletzt worden. Von den israelischen Soldaten auf der anderen Seite des Zauns gibt es weniger Bilder. Ihr Job ist, jene Menschen aufzuhalten, die auf die Grenze zurennen. Wie f&uuml;hlen sich die israelischen Soldaten&nbsp;dabei?<\/p>\n<p>Nadav Weiman war von&nbsp;2005&nbsp;bis&nbsp;2008&nbsp;Elitesoldat in einer Scharfsch&uuml;tzeneinheit und wurde vor allem im Westjordanland eingesetzt. Danach hat er Jahre gebraucht, um seine Erlebnisse als Scharfsch&uuml;tze zu verarbeiten. Inzwischen leitet der 32-J&auml;hrige die Bildungsabteilung von&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.breakingthesilence.org.il\/\">Breaking the Silence<\/a>, wo ehemalige israelische Soldaten Zeugnis ablegen. Die Organisation ist vor allem in Israel umstritten,&nbsp;2017&nbsp;hat der damalige Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel einen diplomatischen Eklat verursacht, weil&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abgesagtes-treffen-wie-es-zum-eklat-mit-israel-kommen-konnte-1.3479399\">er sich mit Vertretern von Breaking the Silence traf<\/a>.<\/p>\n<p><strong>SZ: Haben Sie je auf protestierende Pal&auml;stinenser geschossen?<\/strong><\/p>\n<p>Nadav Weiman:&nbsp;Nein. Ich kann kaum glauben, dass jetzt Scharfsch&uuml;tzen gegen Protestierende eingesetzt werden. Scharfsch&uuml;tzen schie&szlig;en gezielt einzelne Personen ab; wer unbewaffnete Demonstranten warnen will, setzt normale Soldaten ein. Wir Sniper sind zum T&ouml;ten ausgebildet, wir stoppen keinen Protest. Unser Job ist es, unbemerkt irgendwo zu liegen, sehr lange zu warten und schlie&szlig;lich einen Schuss abzugeben, der&nbsp;trifft.<\/p>\n<p><strong>Kann man das wirklich nur als Job empfinden, Menschen zu erschie&szlig;en?<\/strong><\/p>\n<p>In dem Moment f&uuml;hlt es sich so an. Man zielt m&ouml;glichst genau, um seine Aufgabe zu erf&uuml;llen. Manche prahlen mit der Zahl ihrer Opfer. Die Formulierung ist dann aber nicht &ldquo;soundsoviele Tote&rdquo;, sondern &ldquo;soundsoviele Kreuze am Gewehr&rdquo;. Wie es f&uuml;r diejenigen war, die in letzter Zeit am Grenzzaun stationiert waren, wei&szlig; ich nicht. Es kann sich schon anders anf&uuml;hlen, wenn man auf unbewaffnete Frauen oder Kinder schie&szlig;en muss, von denen keine Gefahr&nbsp;ausgeht.<\/p>\n<p>Mir war immer bewusst, dass ich ein Leben beende. Wenn ich durch das Zielfernrohr einen Menschen anvisierte, dachte ich: Ich sehe jetzt die letzten Momente seines Lebens mit an. Ich wusste beim Abdr&uuml;cken, dass ich das f&uuml;r immer vor mir sehen werde. Das ist, wie wenn Sie sich ein Bein brechen oder einen Autounfall haben, das vergessen Sie&nbsp;nie.<\/p>\n<p><strong>Ein Beinbruch oder ein Unfall ist etwas, das mir ungewollt zust&ouml;&szlig;t. Ein Gewehr feuert man absichtlich ab.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, aber es sind alles Beispiele f&uuml;r Traumata. Jemanden zu erschie&szlig;en ist traumatisch. Auch wenn uns beigebracht wurde, dass von den Pal&auml;stinensern eine Gefahr f&uuml;r uns und unser Land ausgeht. Es ist&nbsp;verwirrend.<\/p>\n<p><strong>Bei den Gaza-Protesten hatten die Scharfsch&uuml;tzen nach Angaben der israelischen Armee Weisung, nur nach Warnung und auf die Beine zu schie&szlig;en.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, das macht man, um Menschen auszuschalten. Zum Beispiel k&ouml;nnen die identifiziert werden, die den Protest anleiten, die etwa am lautesten skandieren. Da zielt man auf den Kn&ouml;chel oder in die Kniescheibe. &Uuml;ber dem Knie wird es dann lebensgef&auml;hrlich wegen der Schlagader im Oberschenkel. Es l&auml;sst sich steuern, ob man jemanden verletzt oder erschie&szlig;t. Die Zahl von mehr als&nbsp;60Toten ist&nbsp;verr&uuml;ckt.<\/p>\n<p><strong>Unter den Todesopfern der vergangenen Wochen sind 14- und 15-J&auml;hrige. Gibt es f&uuml;r Kinder und Jugendliche keine Ausnahmen?<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal wird unterschieden zwischen &ldquo;unter&nbsp;1,40&nbsp;Meter gro&szlig;&rdquo; und &ldquo;&uuml;ber&nbsp;1,40Meter gro&szlig;&rdquo;, aber normalerweise gibt es keine spezifischen Ausnahmen f&uuml;r Kinder: Wenn von einem Pal&auml;stinenser eine Gefahr ausgeht, musst du ihn t&ouml;ten. Die drei&nbsp;rules of engagement&nbsp;gelten f&uuml;r alle. Diese drei Regeln sind sehr, sehr einfach: Wer dich bedroht, muss Mittel, Absicht und M&ouml;glichkeit haben. Dann darfst du schie&szlig;en. Er muss zum Beispiel einen Molotow-Cocktail in der Hand haben, diesen werfen wollen und in Wurfweite stehen. Wer&nbsp;400&nbsp;Meter weit weg mit einem Messer wedelt, ist keine&nbsp;Bedrohung.<\/p>\n<p><strong>Und diese drei Regeln gelten f&uuml;r jeden?<\/strong><\/p>\n<p>F&uuml;r jeden Pal&auml;stinenser. F&uuml;r Israelis nicht. Mir wurde damals im Westjordanland eingebl&auml;ut: Wenn theoretisch ein Siedler mit dem Gewehr vor dir steht und dich umbringen will, dann versteck dich hinter einem gro&szlig;en Stein und warte, bis seine Munition leer ist. Dann musst du die Grenzpolizei rufen, du selbst darfst ihn nicht anr&uuml;hren. Siedler stehen &uuml;ber dem&nbsp;Gesetz.<\/p>\n<p>&hellip;<\/p>\n<p><strong>Wie soll sich Israel denn Ihrer Meinung nach verteidigen?<\/strong><\/p>\n<p>Man kann Menschen mit Tr&auml;nengas oder mit Gummigeschossen verletzen und abschrecken oder man kann sie irgendwie anderweitig warnen. Ich finde vor allem, dass solche Proteste k&uuml;nftig verhindert werden k&ouml;nnen, indem Israel aufh&ouml;rt, Pal&auml;stinenser zu&nbsp;unterdr&uuml;cken.<\/p>\n<p>Als ich zum ersten Mal in meinem Leben im Westjordanland war, starrten mich die Leute auf der Stra&szlig;e mit dieser Mischung aus Angst und Hass an. Ich dachte lange Zeit: Das ist, weil sie Juden hassen. So sagt es ja auch unsere Regierung. Irgendwann habe ich gemerkt: Die starren mich so an, weil ich Soldat bin und ihr Land&nbsp;besetze.<\/p>\n<p><strong>Sie haben Jahre nach Ihrem Wehrdienst angefangen, &ouml;ffentlich &uuml;ber Ihre Erlebnisse zu sprechen. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Weil die Bilder mich nicht loslie&szlig;en. Wir haben Menschen am Checkpoint eingesch&uuml;chtert. Wir haben mitten in der Nacht Privath&auml;user gest&uuml;rmt, die Familie geweckt und aus dem Bett gezerrt. Dann haben wir sie stundenlang in ein Zimmer gesperrt, damit wir von den Fenstern ihrer Wohnung aus im Dunkeln auf Menschen schie&szlig;en k&ouml;nnen. Bei f&uuml;nf Eins&auml;tzen in drei Jahren hat meine Einheit gezielt Pal&auml;stinenser&nbsp;get&ouml;tet.<\/p>\n<p><strong>In Israel muss jeder Milit&auml;rdienst machen &ndash; warum erf&auml;hrt die &Ouml;ffentlichkeit das alles erst von Ihnen?<\/strong><\/p>\n<p>Den Wehrdienst muss l&auml;ngst nicht jeder ableisten, zum Beispiel gibt es Ausnahmen f&uuml;r verheiratete Frauen, Orthodoxe und Siedler. Von den &uuml;brigen Wehrdienstleistenden werden die meisten nicht Kampfsoldaten, noch weniger werden Scharfsch&uuml;tzen &ndash; und die wenigsten werden in solchen Gebieten eingesetzt wie ich damals. In meiner Einheit waren wir zu zw&ouml;lft. Nach dem Dienst hat kein einziger in der Armee Karriere gemacht. Wir alle hatten&nbsp;genug.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 15. Mai hatten die NachDenkSeiten diesen Artikel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43966\">Zynischer Umgang mit den Pal&auml;stinensern im Gazastreifen &ndash; sie sind entweder dem Tode geweiht oder m&uuml;ssen weichen.<\/a> ver&ouml;ffentlicht. Daraufhin kamen eine Reihe von Leserbriefen. Eine Leserin meint, der Artikel zeige, ich bef&auml;nde mich in der &bdquo;guten alten deutschen Tradition des Judenhasses&ldquo;. Das ist aus meiner Sicht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44037\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[88,103,171],"tags":[282,302,822,1557,305,303,2360],"class_list":["post-44037","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-antisemitismus","category-leserbriefe","category-militaereinsaetzekriege","tag-buergerproteste","tag-gaza","tag-hamas","tag-israel","tag-menschenrechte","tag-palaestina","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44037"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44040,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44037\/revisions\/44040"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}