{"id":44041,"date":"2018-05-18T16:35:34","date_gmt":"2018-05-18T14:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041"},"modified":"2018-05-18T16:35:34","modified_gmt":"2018-05-18T14:35:34","slug":"hinweise-des-tages-ii-345","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h01\">Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth bei den Potsdamer Begegnungen in Berlin am 17. Mai 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h02\">Facebook wird zum Nato-Organ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h03\">Abgasskandal: Kraftfahrt-Bundesamt ruft 60.000 Porsche zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h04\">Kommunizierende R&ouml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h05\">&ldquo;Kommunikativ ganz alte Schule&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h06\">Der Weg zur Prosperit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h07\">Ernesto Gallo &ndash; Italy in an age of authoritarian liberalism: How the recent history of Italian capitalism has been shaped by populists and technocrats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h08\">Afrin: Vertreibung, Flucht, Gewalt und islamistische Repression<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h09\">Truppenverlegung nach Osteuropa: US-Milit&auml;r f&auml;hrt wieder durch Brandenburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h10\">Killer spielen auf der Messe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h11\">Skandal um Ex-Umweltministerin: Alles gewusst, nichts gesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h12\">Airbnb sagt danke: Zur Beerdigung des Berliner Zweckentfremdungsverbotsgesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h13\">Flirt mit der CSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h14\">Nebeneink&uuml;nfte: Das sind die Top-Verdiener im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44041#h15\">Wie &Ouml;zil und G&uuml;ndogan bei Erdogan die Werte des DFB hochgehalten haben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rede von Europa-Staatsminister Michael Roth bei den Potsdamer Begegnungen in Berlin am 17. Mai 2018<\/strong>\n<p>&mdash; es gilt das gesprochene Wort &mdash;<\/p>\n<p>Lieber Matthias Platzeck,<br>\nsehr geehrter Herr Botschafter Schwydkoi,<br>\nsehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>lassen Sie uns reden. Am besten miteinander, weniger &uuml;bereinander. Die Potsdamer Begegnungen sind eine geeignete Gelegenheit dazu. Die Potsdamer Begegnungen haben ja eine lange Geschichte als hochrangiges Gespr&auml;chsformat zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unserer beiden L&auml;nder.<\/p>\n<p>Gerade in diesen schwierigen Zeiten brauchen wir einen offenen, ehrlichen Dialog. Das tun wir heute hier in Berlin, aber auch in Moskau, wo Au&szlig;enminister Heiko Maas in der vergangenen Woche zu seinem Antrittsbesuch war. Und auch ich bin gespannt auf meine Reise nach Russland.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Welt ver&auml;ndert sich rasant. Es gibt keine bipolare Weltordnung mehr, die Welt ist in Unordnung. Wir haben es mit dramatischen Ver&auml;nderungen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu tun. Wir erleben eine Vielzahl von Krisen und Konflikten.<\/p>\n<p>Insofern muss am Ausgangspunkt einer jeden Politik eine realistische Bestandsanalyse dessen stehen, wo wir uns befinden. &Uuml;berkommene Gewissheiten aus l&auml;ngst vergangenen Tagen tragen nicht mehr. Nicht im transatlantischen Verh&auml;ltnis, nicht in Europa, und auch nicht im Verh&auml;ltnis zu Russland.<\/p>\n<p>Mit der Ostpolitik von Willy Brandt und dem Prinzip des Wandels durch Ann&auml;herung hat die Bundesrepublik ma&szlig;geblich zum Frieden und letztendlich auch zur Wiedervereinigung Deutschlands und Europas beigetragen. Die sozialdemokratisch gepr&auml;gte Ostpolitik entsprang dem Kalten Krieg und half, ihn zu &uuml;berwinden. Doch die bipolare Welt aus den Zeiten Willy Brandts und Egon Bahr gibt es eben nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Heute sehen wir ein Russland, das mit der Ordnung, wie wir sie gemeinsam mit der Helsinki-Schlussakte und der Charta von Paris errichtet haben, erkennbar nicht mehr einverstanden ist. Ein Russland, das diese &uuml;ber Jahrzehnte etablierte Friedensordnung mit der v&ouml;lkerrechtswidrigen Annexion der Krim und der Einmischung in die Ost-Ukraine massiv verletzt hat.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig wirft Russland dem Westen vor, mit der&nbsp;NATO-Osterweiterung oder mit der Anerkennung der Unabh&auml;ngigkeit des Kosovo die Prinzipien gemeinsamer Sicherheit verletzt zu haben.<\/p>\n<p><strong>Wir sehen heute ein Russland, das an seiner Westgrenze in der Region Kaliningrad nuklearf&auml;hige Kurzstreckenraketen aufstellt &ndash; eine Waffengattung, &uuml;ber die die&nbsp;NATO&nbsp;gar nicht mehr verf&uuml;gt. Wir erleben ein Russland, das sich offensiv in die Innenpolitik anderer Staaten einmischt und dort europafeindliche sowie separatistische Kr&auml;fte unterst&uuml;tzt. Wir beobachten Cyber-Angriffe auch auf deutsche Regierungsnetze, die ihren Ursprung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in Russland haben. Auch f&uuml;r den Anschlag mit einem chemischen Kampfstopf in Salisbury zeigen alle Hinweise nach Russland.<\/strong><\/p>\n<p>Diese Dinge muss man doch offen und ehrlich beim Namen nennen d&uuml;rfen. Das schlie&szlig;t einen Dialog &uuml;berhaupt nicht aus. Im Gegenteil: Aufrichtigkeit ist die Voraussetzung f&uuml;r einen konstruktiven Dialog auf Augenh&ouml;he. Ohne eine klare Sprache werden wir im Umgang mit Russland keine substantiellen Fortschritte erzielen k&ouml;nnen und als Verhandlungspartner ernst genommen werden.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/roth-potsdamer-begegnungen\/2081448\">Ausw&auml;rtiges Amt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ist eine unglaubliche Rede des Europa-Staatsministers im Ausw&auml;rtigen Amt. Schlimme Passagen zu Anfang der Rede sind gefettet. Das ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie Geschichte verk&uuml;rzt erz&auml;hlt wird und es ist auch ein Musterbeispiel daf&uuml;r, wie die Addition von Halbwahrheiten, besser w&uuml;rde man sagen von halben Unwahrheiten, den Eindruck erwecken sollen, die Behauptung sei wahr. Die hier propagierte Behauptung hei&szlig;t: die Russen sind schuld. Das ist der neue Geist sozialdemokratischer Ostpolitik. Der helle Wahnsinn. Wenn es die Zeit erlaubt, werden wir n&auml;chste Woche darauf noch einmal zur&uuml;ckkommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Facebook wird zum Nato-Organ<\/strong><br>\nDer Druck auf Zuckerberg hat gefruchtet. Das Digital Forensic Research Lab des Atlantic Council wird k&uuml;nftig dank einer gerade vereinbarten Kooperation mit Facebook darauf achten, dass keine russischen Quellen &uuml;ber das soziale Netzwerk westliche &Ouml;ffentlichkeiten mit Falschinformationen und Propaganda politisch beeinflussen k&ouml;nnen. Nur noch neutrale Informationen &uuml;ber die segensreichen Wirkungen der weltweiten Friedenseinsatze der Natotruppen und &uuml;ber die Gr&auml;ueltaten der Regime, die aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden beseitigt werden m&uuml;ssen, sollen uns erreichen.<br>\nKatie Harbath, Direktorin f&uuml;r Globale Politik und Regierungen von Facebook, sagte dazu laut einer Pressemitteilung des Atlantic Council: &ldquo;Diese Partenrschaft wird sicherstellen, dass Facebook eine positive Rolle bei allen Wahlen rund um die Welt spielt.&rdquo;<br>\nDamit hat der Atlantic Council in der Tat gro&szlig;e Erfahrung. Er ist eine eng mit der Nato assoziierte, sehr einflussreiche Orgnaisation. Als zu entscheiden war, wer Spitzenkandidat der SPD f&uuml;r den Bundestagswahlkampf werden sollte, Sigmar Gabriel, der Bef&uuml;rworter  der Russland-Pipeline Nordstream 2 und eines Abbaus der Sanktionen gegen Russland, oder Martin Schulz, die treue Seele, publizierte der Atlantic Council eine Brosch&uuml;re, in der Gabriel zusammen mit Alexander Gauland von der AfD als n&uuml;tzlicher Idiot, trojanisches Pferd und Einflussagent Russlands tituliert wurde. Die deutschen W&auml;hler kamen nicht in Gefahr, ihr Kreuz f&uuml;r einen russsichen Einflussagenten zu machen. Schulz bekam den Vortritt. Der Atlantic Council empfahl in der Brosch&uuml;re der EU und den Regierungen &bdquo;zivilgesellschaftliche&ldquo; Gruppen zu finanzieren, die die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber Putins dunkles Netzwerk solcher Einflussagenten informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/979-facebook-atlantic-council\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Warum h&ouml;rt man davon eigentlich weder etwas in der Tagesschau noch in unseren Qualit&auml;tsmedien? Diese Meldung ist hochrelevant und be&auml;ngstigend und sollte eigentlich der Aufmacher in den gro&szlig;en Nachrichtenportalen sein. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abgasskandal: Kraftfahrt-Bundesamt ruft 60.000 Porsche zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDreister Abgasbetrug bei zwei Porsche-Modellen: Beh&ouml;rden rufen die Luxusgel&auml;ndewagen Cayenne und Macan zur&uuml;ck, weil sie gleich mehrere Software-Manipulationen entdeckt haben.<br>\nKanzlerin Angela Merkel hatte sich am Mittwoch noch vor die Autoindustrie gestellt. Es sei nicht im Interesse der Regierung, &ldquo;durch politische Ma&szlig;nahmen die Automobilindustrie so schw&auml;chen, dass sie keine Kraft mehr hat, in die eigentlichen Zukunftsinvestitionen etwas hineinzustecken&rdquo;, sagte sie im Bundestag. Die Autobosse forderte Merkel zugleich auf, &ldquo;verloren gegangenes Vertrauen selber wieder gut&rdquo; zu machen. Vielleicht h&auml;tte die Kanzlerin noch einmal R&uuml;cksprache mit ihren Beamten vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) halten sollen, bevor sie die Hersteller so &ouml;ffentlichkeitswirksam in Schutz nahm.<br>\nZwei Tage zuvor hatte die Flensburger Beh&ouml;rde ein Schreiben an den zum VW-Konzern geh&ouml;renden Sportwagenbauer Porsche verschickt. Gegen zwei seiner Diesel-Modelle haben die Beamten einen amtlichen R&uuml;ckruf erlassen. Dabei handelt es sich nach Informationen des SPIEGEL und des Bayerischen Rundfunks um das aktuelle Modell des Macan 3.0 Liter V6 mit einer St&uuml;ckzahl von 53.000 und den Cayenne 4.2 Liter V8, bei dem in 6800 Exemplaren Software manipuliert wurde. &ldquo;Aufgrund der eingebauten Abschalteinrichtungen kann es im Betrieb der Fahrzeuge zu erh&ouml;hten NOx-Emissionen kommen&rdquo;, so ein Sprecher des Verkehrsministeriums gegen&uuml;ber SPIEGEL und BR. Beide Modelle haben die Schadstoffklasse Euro 6, die von Konzernen und Regierung beworben werden, um im Austausch gegen &auml;ltere Diesel f&uuml;r bessere Luft zu sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/porsche-cayenne-und-macan-kraftfahrt-bundesamt-erlaesst-amtlichen-rueckruf-a-1208382.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Dieselfahrverbote: Jetzt ist es schriftlich<\/strong><br>\nIm Februar fiel in Leipzig das Urteil &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit von Fahrverboten. Seitdem warten viele St&auml;dte auf die Urteilsbegr&uuml;ndung, um die Verbote umzusetzen. Jetzt ist das Schriftst&uuml;ck fertig. [&hellip;]<br>\nDie Urteilsbegr&uuml;ndung ist deshalb so wichtig, weil sie unter Umst&auml;nden noch Auswirkung auf die Umsetzung der Fahrverbote haben k&ouml;nnte. &ldquo;Das m&uuml;ndliche Urteil vom Februar war noch nicht besonders detailliert, was die konkrete Umsetzung der Verbote betrifft&rdquo;, sagt Jan Dube, Sprecher der Beh&ouml;rde f&uuml;r Umwelt und Energie (BUE) in Hamburg. Zudem sei das Gericht in der m&uuml;ndlichen Urteilsverk&uuml;ndung sehr differenziert auf die angeklagten St&auml;dte Stuttgart und D&uuml;sseldorf eingegangen. &ldquo;Die schriftliche Urteilsbegr&uuml;ndung k&ouml;nnte nun allgemeine Umsetzungshinweise enthalten, die wir auch in Hamburg ber&uuml;cksichtigen m&uuml;ssen&rdquo;, sagt Dube.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/diesel-fahrverbote-urteilsbegruendung-macht-weg-frei-a-1208304.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kommunizierende R&ouml;hren<\/strong><br>\nMerkel trifft sich in Sotschi mit Putin. Es wird auch um &raquo;Nord Stream 2&laquo; gehen. Die Gaspipeline sorgt international f&uuml;r Zoff<br>\nGeht alles nach Plan, dann wird Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Freitag wom&ouml;glich einen selten gewordenen Erfolg verk&uuml;nden k&ouml;nnen: einen Erfolg in Sachen deutsch-russischer Kooperation. Um die Pipeline &raquo;Nord Stream 2&laquo; dreht sich ein Teil der Gespr&auml;che, die Merkel in Sotschi mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin f&uuml;hren wird. Die R&ouml;hre aber ist ein harter Brocken &ndash; aus gleich mehreren Gr&uuml;nden.<br>\nF&uuml;r die Bundesrepublik hat Nord Stream 2 erhebliche Bedeutung. Die Pipeline w&uuml;rde den deutschen Zugriff auf die russischen Erdgasreserven, die gr&ouml;&szlig;ten der Welt, sp&uuml;rbar st&auml;rken und die Stellung deutscher Konzerne in der Gasversorgung der EU deutlich aufwerten (siehe Text unten). Zugleich aber ist sie den Vereinigten Staaten und EU-Mitgliedern wie Polen und den baltischen L&auml;ndern ein Dorn im Auge. Denn zum einen ist Washington dabei, sein eigenes Erdgas &ndash; verfl&uuml;ssigtes Frackinggas &ndash; zu vermarkten. Da k&auml;me es gerade recht, wenn die Lieferungen aus Russland in die EU nicht weiter zun&auml;hmen, sondern mehr Raum f&uuml;r US-Exporte bliebe. Zum anderen s&auml;hen es die USA, aber auch Polen und die baltischen Staaten &uuml;berhaupt nicht gern, wenn Russland &uuml;ber eine neue Pipeline mehr Gas exportieren, damit mehr Geld verdienen und sich weiter konsolidieren k&ouml;nnte. Hinzu kommt, dass Nord Stream 2 die Lieferung russischen Erdgases in die EU durch ukrainische R&ouml;hren &uuml;berfl&uuml;ssig machen w&uuml;rde und damit Kiew Transiteinnahmen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro j&auml;hrlich entz&ouml;ge. Erhebliche Interessengegens&auml;tze sind also vorhanden &ndash; und virulent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332652.kommunizierende-r%C3%B6hren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Kommunikativ ganz alte Schule&rdquo;<\/strong><br>\nMiese Umfragewerte dr&uuml;cken die Stimmung in der SPD und n&auml;hren Zweifel an der neuen F&uuml;hrungsriege. Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert warf Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) eine verheerende Vorstellung seines Haushaltsentwurfs im Bundestag vor. &ldquo;Das war kommunikativ ganz alte Schule. Und leider weit von einer neuen SPD entfernt, weil er die Opposition ohne Not zum politischen Konter eingeladen hat&rdquo;, sagte K&uuml;hnert der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nArbeitsminister Hubertus Heil mahnte die Genossen dagegen, mit klarer Linie und Geschlossenheit Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen. &ldquo;Ich finde, dass Angst und Panik immer ein falscher Ratgeber ist in der Politik&rdquo;, sagte er der dpa. Im neuen ARD-&ldquo;Deutschlandtrend&rdquo; kommt die Traditionspartei nur noch auf 17 Prozent; das ist ein Punkt weniger als bei der letzten Erhebung vor zehn Tagen. Der Regierungspartner Union kommt in der W&auml;hlergunst auf 33 Prozent (plus 1).<br>\nK&uuml;hnert, der den am Ende erfolglosen Widerstand gegen die erneute gro&szlig;e Koalition angef&uuml;hrt hatte, forderte mehr Lautst&auml;rke in Debatten. Die SPD d&uuml;rfe nicht alles der Union &uuml;berlassen. &ldquo;Braves und konzentriertes Arbeiten allein gen&uuml;gt nicht&rdquo;, sagte er. &ldquo;Die SPD muss den Spagat schaffen, Sachthemen anzusprechen, diese aber auch lautstark, fordernd und emotional in die &Ouml;ffentlichkeit zu tragen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spd-kommunikativ-ganz-alte-schule-1.3984976\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Kevin K&uuml;hnert ist wirklich eine Karikatur, hatte er doch Andrea Nahles seine Stimme gegeben und &ouml;ffentlich erkl&auml;rt, nicht genau zu wissen, ob das auch die richtige Entscheidung sei. Nun jammert er &uuml;ber die fehlende Leidenschaft in der Haushaltsdebatte. Da m&uuml;sste ihn der Auftritt von Finanzminister Olaf Scholz heute in der Schlussrunde doch gefreut haben. Mit fester Stimme und in freier Rede verkaufte er seinen Haushalt ohne neue Schulden diesmal sogar als keynesianische Wirtschaftspolitik wie sie angeblich im Lehrbuch st&uuml;nde. Also: Scholz zeigte mehr Emotion f&uuml;r schwarze und rote Nullen. Der Sanierungsstau von weit &uuml;ber 120 Mrd. Euro wird dadurch aber auch nicht kleiner, nur weil Scholz auf monotone Vortr&auml;ge verzichtet. Da ist wohl ein Nachsitzen in der Bibliothek f&auml;llig oder ein Ohr f&uuml;r die 19 Minuten, die Sahra Wagenknecht f&uuml;r <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RakqVfbOnRg\">ihre Rede<\/a> gebraucht hat. Vielleicht kommt dann neben mehr Emotionalit&auml;t auch noch die versprochene inhaltliche Erneuerung heraus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Weg zur Prosperit&auml;t<\/strong><br>\nBinnen eines Jahrzehntes k&ouml;nnte ein Wirtschaftswachstum, das die Umwelt verbessert und den sozialen Zusammenhalt st&auml;rkt, wieder ein Gef&uuml;hl von &raquo;europ&auml;ischer Identit&auml;t&laquo; n&auml;hren. Doch um den Weg zur Prosperit&auml;t zu finden und zu gehen, muss das richtige Denken gef&ouml;rdert werden.<br>\nWas ist los mit Europa? 20 Millionen Menschen sind arbeitslos, 100 Millionen m&uuml;ssen sich mit &raquo;atypischen&laquo; Jobs zufriedengeben, die Staatsverschuldung steigt seit vierzig Jahren, &raquo;wir&laquo; k&ouml;nnen uns den Sozialstaat nicht mehr leisten. Eigenverantwortung reicht aber auch nicht: Junge Menschen k&ouml;nnen schwer selbstst&auml;ndig werden, weder Jobs noch Wohnraum sind leicht zu finden. Einkommen und Verm&ouml;gen einer kleinen Oberschicht wachsen weiter, w&auml;hrend Armut un&uuml;bersehbar geworden ist. Gleichzeitig nehmen nationalistische Spannungen zu, es drohen Handelskriege, die Nervosit&auml;t auf den Finanzm&auml;rkten steigt.<br>\nWachsende Ungleichheit n&auml;hrt Verbitterung, Wut und Angst &ndash; auch unter den Noch-nicht-Deklassierten. Rechtspopulistische Politiker &raquo;arbeiten&laquo; mit diesen Gef&uuml;hlen und lenken sie gegen Schuldige: die Globalisierung, die Europ&auml;ische Union, das Establishment oben und die Muslime, die Fl&uuml;chtlinge oder die Fremden unten. Und sie versprechen Sicherheit, soziale W&auml;rme und &Uuml;bersichtlichkeit in den nationalen Volksgemeinschaften &ndash; Erf&uuml;llung der Sehns&uuml;chte von immer mehr Menschen.<br>\nDer Aufstieg der rechten Verf&uuml;hrer beschleunigt das Auseinanderdriften Europas. Der EU-Austritt Gro&szlig;britanniens ist nur ein Schritt in diesem Prozess, der bis zur Aufl&ouml;sung der EU f&uuml;hren k&ouml;nnte. Denn in Wissenschaft, Medien und Politik ist weiterhin jene Theorie unangefochten, deren Empfehlungen in eine Sackgasse f&uuml;hrten. Demnach verwandle die Marktkonkurrenz mit &raquo;unsichtbarer Hand&laquo; den Eigennutz der Individuen ins allgemeine (&ouml;konomisch) Beste. Daher m&uuml;ssen der Sozialstaat &raquo;verschlankt&laquo; und die M&auml;rkte durch &raquo;Strukturreformen&laquo; dereguliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/der-weg-zur-prosperitaet\/\">Stephan Schulmeister auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ernesto Gallo &ndash; Italy in an age of authoritarian liberalism: How the recent history of Italian capitalism has been shaped by populists and technocrats<\/strong><br>\nItaly has its own brand of democracy, which has very little to do with what is in textbooks.. That is why scholars and pundits have so much difficulty coming to grips with it.<br>\nItaly is not only divided, as the recent elections have once again demonstrated, but also as divisive as usual. Optimists point to its recent recovery and 9th place in world GDP rankings (ahead of rising giants such as Russia or Indonesia); pessimists highlight that since the Cold War&rsquo;s end the country&rsquo;s average annual economic growth has been an almost imperceptible 0.6-0.7%. Such a figure comes on top of a host of other embarrassing rankings on issues such as corruption, good governance, rule of law, competitiveness, and more.<br>\nNumbers are often misleading, but there are reasons to be worried. Some of Italy&rsquo;s problems have grown in the age of neoliberal and authoritarian capitalism. Many scholars have proposed interesting and fascinating interpretations, ranging from hypotheses on Italy&rsquo;s dysfunctional state to explanations centred on ideas of patronalism and institutional weakness, while other socio-economic approaches focus on the limits of a &lsquo;low-tech&rsquo; and mainly family-driven capitalism.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/ernesto-gallo-italy-in-an-age-of-authoritarian-liberalism-how-the-recent-history-of-italian-capitalism-has-been-shaped-by-populists-and-technocrats\">Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afrin: Vertreibung, Flucht, Gewalt und islamistische Repression<\/strong><br>\nWie die T&uuml;rkei und die von ihr angeheuerten Milizen den syrischen Distrikt &ldquo;umgestalten&rdquo;<br>\nDie T&uuml;rkei wird Afrin nicht an Syrien zur&uuml;ckgeben. Das haben t&uuml;rkische Vertreter schon mehrmals verlauten lassen. Jetzt sagte der stellvertretende Premierminister Recep Akdag der Zeitung Die Welt gegen&uuml;ber noch einmal ganz deutlich: &ldquo;Es ist v&ouml;llig unvorstellbar, dass wir Afrin an die Assad-Regierung zur&uuml;ckgeben. Das ist doch keine demokratische Regierung.&rdquo;<br>\nMit dieser Haltung wird die t&uuml;rkische Regierung &uuml;ber kurz oder lang in Konflikt mit Russland geraten. Au&szlig;enminister Lawrow hatte seinerseits darauf hingewiesen, dass die T&uuml;rkei Afrin an die syrische Regierung zur&uuml;ckgeben m&uuml;sse.<br>\nDie t&uuml;rkische Regierung hat sich daf&uuml;r eine diplomatische Formel ausgedacht, die erstmal als verbale Pufferzone dient. Man wolle das Gebiet &ldquo;schnellstm&ouml;glich dem syrischen Volk zur&uuml;ckgeben&rdquo;, erkl&auml;rte Aldag.<br>\nDie T&uuml;rkei wolle sich &ldquo;nicht langfristig&rdquo; in Afrin festsetzen. Einziges Ziel, au&szlig;er der R&uuml;ckgabe des Gebiets an das syrische Volk, sei es &ldquo;im Kampf gegen terroristische kurdische Gruppen wie die YPG die Sicherheit der T&uuml;rkei zu verteidigen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Afrin-Vertreibung-Gewalt-und-islamistische-Repression-4051514.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Truppenverlegung nach Osteuropa: US-Milit&auml;r f&auml;hrt wieder durch Brandenburg<\/strong><br>\nUS-Truppen werden ab Ende Mai nach Polen und in die baltischen Staaten verlegt &ndash; vor allem durch Brandenburg. Begeisterung herrscht dort in der Regierung nicht.<br>\nDas US-Milit&auml;r verlegt von Ende Mai bis Ende Juni mit unz&auml;hligen Konvois Truppen nach Polen und in die drei baltischen Staaten. Besonders betroffen sind als Knotenpunkte an der Grenze Brandenburg und Sachsen &ndash; auch weil zwei Operationen gleichzeitig stattfinden. Die Truppen der US-Operation &bdquo;Atlantic Resolve&ldquo;, die in Polen und in den baltischen Staaten stationiert sind, werden ausgetauscht. Zudem h&auml;lt das US-Milit&auml;r seine allj&auml;hrliche multinationale Gro&szlig;&uuml;bung &bdquo;Saber Strike&ldquo; in Polen und im Baltikum ab.<br>\nDiesmal werden die Fahrzeuge f&uuml;r Atlantic Resolve nicht in Bremerhaven abgesetzt, die drei Schiffe mit 3500 Soldaten und 1400 Fahrzeugen werden ab 23. Mai im belgischen Antwerpen erwartet. Wegen der Gro&szlig;&uuml;bung, die bis Ende Juni l&auml;uft, m&uuml;ssen Autofahrer bereits ab 20. Mai damit rechnen, auf den Autobahnen Milit&auml;rkonvois zu treffen. Betroffen sind die Strecken von Rheinland-Pfalz und Bayern aus &uuml;ber Th&uuml;ringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen oder von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg nach Osten. [&hellip;]<br>\nIn Brandenburg reagierte die Politik stets reserviert auf die US-Truppen. Ministerpr&auml;sident Dietmar Woidke (SPD), immerhin Polen-Beauftragter der Bundesregierung, forderte 2017 mehr Dialog mit Moskau, anstatt &bdquo;Panzer auf beiden Seiten der Grenze auf und ab fahren&ldquo; zu lassen. Er l&ouml;ste damit sogar Irritationen in Polen und bei den Balten, kleine diplomatische Querelen aus. Auch lehnte er es ab, winkend am Wegesrand zu stehen oder auf US-Panzer zu klettern.<br>\nWoidkes Koalitionspartner, die Linke, demonstrierte 2017 gegen die US-Truppen sogar, ebenso die AfD. Die Gr&uuml;nen sahen eine neue antiamerikanische &bdquo;Querfront von links und rechts&ldquo;, die blau&auml;ugig gegen&uuml;ber Putins Russland sei.<br>\nAm Dienstag nun sprach Woidke nicht mehr von Panzern, aber von den besonderen historischen Verantwortung gegen&uuml;ber Russland. Auch zum Treffen mit Colonel Galbraith am Dienstag war die Landesregierung eingeladen, sagte aber ab &ndash; kein Bedarf, man sei &uuml;ber alles informiert, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/truppenverlegung-nach-osteuropa-us-militaer-faehrt-wieder-durch-brandenburg\/22544760.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.H.:<\/strong> Es handelt sich nach Darstellung im Artikel nicht um eine Truppenbewegung im Rahmen der Nato, sondern eine &ldquo;reine USA-Operation&rdquo;! Die Amerikaner nutzen wie selbstverst&auml;ndlich die Infrastruktur in Deutschland und stellen ja sogar &ouml;ffentlich unverfrorene Forderungen (Stichwort neuer US-Botschafter in Berlin). Wie souver&auml;n sind wir? Zumindest erfreulich die Reaktionen &ldquo;meiner&rdquo; Regierung in Brandenburg. Ach so, die &uuml;blichen Anschuldigungen gegen Russland d&uuml;rfen in dem Artikel nat&uuml;rlich nicht fehlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Killer spielen auf der Messe<\/strong><br>\nNehmen Sie Platz im virtuellen Panzer. Und eliminieren Sie per Sturmgewehr digitale Terroristen. Alles machbar auf der Milit&auml;rmesse Itec, wo sich R&uuml;stungsindustrie und Videospielhersteller vernetzen. Auch die Nato ist mit einem Stand dabei.<br>\nSchon der Zutritt ist schwierig. JournalistInnen, die &uuml;ber die Itec berichten wollen, werden in Akkreditierungsverfahren gezwungen, die Wochen dauern k&ouml;nnen. Denn der Veranstalter, die Londoner Firma Clarion Events, m&ouml;chte es ganz genau wissen. Etwa, f&uuml;r welche Themenfelder sich der Berichterstatter interessiert, zum Beispiel elektronische Kriegsf&uuml;hrung oder Waffentraining. Oder auch auf welche Kontinente die Organisation, f&uuml;r die man arbeitet, in n&auml;herer Zukunft expandieren m&ouml;chte. Wenn diese Daten &uuml;bermittelt sind, kommt die n&auml;chste H&uuml;rde: Der Zugang k&ouml;nne &ldquo;nur bei einem Nachweis regelm&auml;&szlig;iger Berichterstattung in Medien &uuml;ber Verteidigungs- und Sicherheitsthemen oder verwandten Themenfeldern erteilt&rdquo; werden, hei&szlig;t es Tage sp&auml;ter per E-Mail. Wider Erwarten werden Kontext-Mitarbeiter zugelassen und k&ouml;nnen die Ausstellung in der Stuttgarter Landesmesse betreten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/372\/killer-spielen-auf-der-messe-5103.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Skandal um Ex-Umweltministerin: Alles gewusst, nichts gesagt<\/strong><br>\nDem NRW-Ministerpr&auml;sidenten Armin Laschet war seit Wochen klar, dass der angebliche Hackerangriff auf seine Agrarministerin keiner war.<br>\nDer angebliche Hackerangriff auf Nordrhein-Westfalens am Dienstag zur&uuml;ckgetretene Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze F&ouml;cking (CDU) wird f&uuml;r Ministerpr&auml;sident Armin Laschet zur Falle. SPD und Gr&uuml;ne werfen dem Christdemokraten vor, der &Ouml;ffentlichkeit wie dem Landtag wider besseres Wissen wochenlang verschwiegen zu haben, dass die Attacke auf die Privatsph&auml;re Schulze F&ouml;ckings &uuml;berhaupt nicht stattgefunden hat.<br>\nStattdessen habe Laschets Regierungssprecher Christian Wiermer die &bdquo;Geschichte aufgeblasen, um Mitleid und Solidarit&auml;t f&uuml;r eine schwer angeschlagene Ministerin zu organisieren&ldquo;, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Donnerstag bei einer aktuellen Stunde im Landtag. &bdquo;Das ist eine Sauerei, Herr Laschet&ldquo;, meinte Kutschaty &ndash; und bekr&auml;ftigte zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden der Gr&uuml;nen, Monika D&uuml;ker, seine Forderung nach Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses.<br>\nRegierungssprecher Wiermer hatte am 16. M&auml;rz verk&uuml;ndet, &bdquo;nach Informationen der nordrhein-westf&auml;lischen Ermittlungsbeh&ouml;rden&ldquo; habe es &bdquo;von bisher unbekannter Seite Versuche gegeben, auf pers&ouml;nliche Daten der Ministerin zuzugreifen. Mindestens teilweise waren die Versuche demnach auch erfolgreich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Skandal-um-Ex-Umweltministerin\/!5504062\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Airbnb sagt danke: Zur Beerdigung des Berliner Zweckentfremdungsverbotsgesetzes<\/strong><br>\nMit &bdquo;Ballermann 36&ldquo; hatten Nachbarn Stra&szlig;enschilder rund um das Myfest in Berlin-Kreuzberg 36 vor dem 1. Mai treffend &uuml;berklebt. &Uuml;ber Jahre ist es Senat und Bezirk gelungen, den Kiez am 1. Mai mit einem &Uuml;berangebot an Musik und Alkohol zu entpolitisieren. Befrieden nennen sie das. F&uuml;r Anwohnerinnen und Anwohner bleibt da nur noch: duck und weg.<br>\n&bdquo;Ballermann Berlin&ldquo; k&ouml;nnte auch das &bdquo;Tourismuskonzept 2018 plus&ldquo; &uuml;berschrieben sein, das die gr&uuml;ne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop Anfang des Jahres vorgestellt hat. 30 Millionen &Uuml;bernachtungen im Jahr werden darin gefeiert &ndash; doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Als gr&ouml;&szlig;te Herausforderung f&uuml;r den Hauptstadt-Tourismus gilt demnach: &bdquo;Ein vollst&auml;ndig digitalisiertes und online buchbares Angebot (von der Unterkunft &uuml;ber die Gastronomie, Stadtf&uuml;hrung bis zum Theaterbesuch) oder die digitale Besucherinnen- und Besucherlenkung (per Leitsystem, App oder smartem Armband) z&auml;hlen heute bereits zu den Standards in den meisten Metropolen.&ldquo; Das liest sich wie eine Auftragsarbeit des Tourismusriesen Airbnb. Die Internetbuchungsplattform schn&uuml;rt l&auml;ngst das Komplettpaket zur Ferienwohnung mit Kiezspaziergang und Caff&egrave; Latte ans Bett. Als n&auml;chstes kommt das Flugticket obendrauf.<br>\nPassend dazu hat der rot-rot-gr&uuml;ne Senat zum 1. Mai das Zweckentfremdungsverbotsgesetz novelliert und es in puncto Ferienwohnungen faktisch au&szlig;er Kraft gesetzt. Das Gesetz wurde Ende 2013 beschlossen, um der Wohnungsnot in der Hauptstadt zu begegnen. Die Zweckentfremdung von Wohnraum durch gewerbliche Nutzung, Ferienwohnungen und Leerstand sollte verhindert werden. Obwohl es kaum Personal und Mittel gab, das Regelwerk durchzusetzen, sollen bis zur Novellierung immerhin etwa 8 000 Quartiere wieder in Mietwohnungen &uuml;berf&uuml;hrt worden sein.<br>\nAirbnb lief Sturm gegen das Gesetz, zog vor Gerichte, verweigerte Daten und sponserte die Gr&uuml;ndung von Opferverb&auml;nden, sogenannten Homesharer-Clubs. Auf Gro&szlig;plakaten behaupteten hippe Hauptst&auml;dter: &bdquo;Wir wollen doch nur teilen!&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.unsere-zeit.de\/de\/5020\/positionen\/8472\/Airbnb-sagt-danke.htm\">unsere zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Flirt mit der CSU<\/strong><br>\nGr&uuml;ne w&uuml;rden in Bayern mit der Unionspartei regieren. Trotz aller Kritik an deren Law-and-Order-Politik<br>\nAm 14. Oktober k&ouml;nnte die Alleinherrschaft der CSU-Staatsregierung in Bayern enden. Um weiter zu regieren, br&auml;uchte die CSU dann einen Koalitionspartner. Der Favorit der bayerischen Unionsschwesterpartei d&uuml;rfte die FDP sein. Doch ein Wiedereinzug der Liberalen in den Landtag ist alles andere als sicher. Im Wahlkampf schie&szlig;en die Gr&uuml;nen scharf gegen die CSU und ihre Gesetzesversch&auml;rfungen, kritisierten die Kreuzverordnung von Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der und stellten sich mit an die Spitze des breiten Widerstands gegen das neue Polizeiaufgabengesetz (PAG) im Freistaat. Auf ihrem Parteitag Anfang Mai im oberfr&auml;nkischen Hirschaid brachte sich die Partei allerdings auch als m&ouml;gliche Koalitionspartner in Stellung. Aktuelle Umfragen sehen sie als zweitst&auml;rkste Kraft nach der CSU.<br>\n&raquo;Die Menschen haben Hoffnung, die Gr&uuml;nen als Gestalter zu sehen&laquo;, sagte Spitzenkandidat Ludwig Hartmann auf dem Parteitag. Grunds&auml;tzlich stehe man f&uuml;r eine Koalition zur Verf&uuml;gung &ndash; nur nicht um jeden Preis. Gr&uuml;ne w&uuml;rden in Regierungsverantwortung zu den Zielen stehen, die ihnen wichtig sind &ndash; wie etwa soziale Gerechtigkeit. Durch einen &raquo;schwarz-gr&uuml;nen&laquo; Koalitionsvertrag m&uuml;sse sich die Politik in Bayern &raquo;zum Guten&laquo; &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332655.flirt-mit-der-csu.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nebeneink&uuml;nfte: Das sind die Top-Verdiener im Bundestag<\/strong><br>\nHier ein Posten im Aufsichtsrat, dort ein gut dotierter Vortrag: Nebenjobs sind bei Bundestagsabgeordneten beliebt. Besonders umtriebig sind Politiker von FDP und Union. Was verdient Ihr Parlamentarier? [&hellip;]<br>\nBesonders flei&szlig;ig sind Abgeordnete der FDP. Beinahe jeder Zweite kassiert zus&auml;tzlich. Der Politiker mit den h&ouml;chsten Eink&uuml;nften kommt aus der Union. Das geht aus Angaben hervor, die jeder Parlamentarier dem Bundestagspr&auml;sidenten vorlegen muss. Der SPIEGEL und die Transparenzinitiative abgeordnetenwatch.de haben die neuesten Daten ausgewertet. Demnach gaben 154 der 709 Volksvertreter (22 Prozent) des j&uuml;ngst gew&auml;hlten Bundestags an, f&uuml;r mindestens eine Nebent&auml;tigkeit bezahlt worden zu sein. [&hellip;]<br>\nRoman Ebener von der Transparenzinitiative Abgeordnetenwatch sieht in der Entwicklung ein Problem: &ldquo;Nebent&auml;tigkeiten von Politikern in der Pharma- oder Versicherungsindustrie sind ein Einfallstor f&uuml;r Lobbyismus. Durch die Postenvergabe an Abgeordnete erkaufen sich Unternehmen einen exklusiven Zugang zur Politik. Deswegen m&uuml;ssen Lobbyjobs in der Wirtschaft endlich verboten werden.&rdquo;<br>\nAbgeordnetenwatch.de fordert au&szlig;erdem die Ver&ouml;ffentlichung exakter Betr&auml;ge statt der Einkommensstufen. Das sieht auch ein Antrag der Linksfraktion vor: Nebeneink&uuml;nfte sollten k&uuml;nftig &ldquo;auf Euro und Cent&rdquo; bekannt gegeben werden. Das entspreche mehr dem &ldquo;Idealbild eines offenen, in jeder Hinsicht durchschaubaren Prozesses politischer Willensbildung&rdquo;.<br>\nUnion und SPD d&uuml;rften den Antrag demn&auml;chst im Gesch&auml;ftsordnungsausschuss abr&auml;umen. Noch im Wahlkampf forderte auch die SPD eine betragsgenaue Ver&ouml;ffentlichung. Im Koalitionsvertrag findet sich davon aber nichts mehr &ndash; die Union lehnt die Versch&auml;rfung ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nebeneinkuenfte-im-bundestag-was-abgeordnete-dazuverdienen-a-1200365.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie &Ouml;zil und G&uuml;ndogan bei Erdogan die Werte des DFB hochgehalten haben<\/strong><br>\nMan muss Mesut &Ouml;zil und Ilkay G&uuml;ndogan dankbar sein. Rechtzeitig vor der n&auml;chsten Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft r&auml;umen sie mit einem Missverst&auml;ndnis auf, einem von Medien und DFB gepflegten Missverst&auml;ndnis, das den Sieg der deutschen Mannschaft beim vergangenen Turnier zu etwas verkl&auml;rte, was er nicht war. Es reichten ein paar Fotos der beiden Fu&szlig;baller mit dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan, die in vielen Redaktionen aktuell f&uuml;r Verwunderung und Entsetzen sorgen. [&hellip;]<br>\nDas Gerede von den Werten ist vor allem daf&uuml;r da, Produkte zu verkaufen, und vor allem solche, die sich einen Imagetransfer erhoffen. Einen Imagetransfer haben besonders die Marken n&ouml;tig, die ein Imageproblem haben. Der neue Hauptsponsor VW zahlt deutlich mehr als sein Vorg&auml;nger Mercedes, haupts&auml;chlich wohl, weil er es n&ouml;tig hat. Der Konzern darf sich berechtigte Hoffnungen machen, dass seine Vergehen an der hiesigen Bev&ouml;lkerung von dieser mit Milde betrachtet werden. Lieber, als in Aufkl&auml;rung, transparentere Konzernstrukturen und m&ouml;glichst saubere Autos zu investieren, investiert er in Wohlf&uuml;hl-Propaganda.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/98443\/wie-oezil-und-guendogan-bei-erdogan-die-werte-des-dfb-hochgehalten-haben\/\">Bildblog<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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