{"id":4405,"date":"2009-12-15T09:06:31","date_gmt":"2009-12-15T08:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4405"},"modified":"2009-12-15T09:06:32","modified_gmt":"2009-12-15T08:06:32","slug":"hinweise-des-tages-1042","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4405","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan, Boni, Steiff und China, schrumpfende Effektiveinkommen, Betriebliche Besch&auml;ftigungssicherung, Weise rechnet mit radikalem Jobabbau, WestLBs Bad Bank (KR\/WL\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Morde im Norden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Boni-Diskussion : Obama gegen die Banker-Bonzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der fr&uuml;here Fed-Chef Volcker reitet wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Datenklau: Erkl&auml;rung von Frankreich verlangt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Warum Steiff China wieder den R&uuml;cken kehrte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Britische Studie: &Ouml;konomen preisen die Putzfrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Das Leben der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Afghanistan: Wie Kriegsbef&uuml;rworter zu Kritikern mutieren u.a.m<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Erfolgreiches Tarifjahr 2009 &ndash; aber die Krise l&auml;sst Effektiveinkommen schrumpfen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Betriebliche Besch&auml;ftigungssicherung in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Weise rechnet mit radikalem Jobabbau in Schl&uuml;sselindustrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Soffin &ndash; WestLB bekommt die erste &bdquo;Bad Bank&ldquo; Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Kampagnenjournalismus und Meinungsmanipulation?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4405&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Morde im Norden<\/strong><br>\nDeutschland und die Menschenrechtsverletzungen in seinem afghanischen Regionalkommando<br>\nVon Mazar-e Sharif &uuml;ber Charbolak bis nach Sar-e Pol: &uuml;berall im Norden Afghanistans berichten Zeugen von organisierten Morden an der paschtunischen Minderheit und Vertreibungen paschtunischer Gemeinden. Dahinter steht nach &uuml;bereinstimmenden Beobachtungen der Gouverneur der Nordprovinz von Balkh, Atta Mohammed Nur. Als selbsternannter Schutzherr der Mehrheits-Ethnien, Tadschiken und Usbeken, versucht Atta einen de facto unabh&auml;ngigen Teilstaat zu errichten.<br>\nLaut ISAF-Mandat ist die Bundeswehr dazu angehalten, Attas Sicherheitskr&auml;fte zu unterst&uuml;tzen. Nutzt die Nord-Regierung den Schutz der deutschen Truppen aus, um Massenmorde zu begehen? Und: was wei&szlig; die deutsche Regierung davon?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/dok-5\/s\/d\/13.12.2009-11.05.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Boni-Diskussion : Obama gegen die Banker-Bonzen<\/strong><br>\nObama kn&ouml;pft sich die Banker vor, indem der US-Pr&auml;sident erneut scharfe Kritik an den Wallstreeth&auml;usern und gierigen Banker ge&uuml;bt hat. So sagt er ,&rdquo;Ich habe nicht kandidiert um einem Haufen Bonzen an der Wallstreet auszuhelfen&rdquo;. Neben der Auszahlung hoher Boni kritisierte Obama im Interview mit CBS auch die Bem&uuml;hungen von Wall-Street-Lobbyisten, die Reform des Finanzsystems zu torpedieren. &ldquo;Es frustriert mich wirklich, dass dieselben Banken, die von Steuergeldern profitiert haben, mit Z&auml;hnen und Klauen gegen eine Finanzregulierung k&auml;mpfen&rdquo;, machte der Pr&auml;sident seinem &Auml;rger&nbsp;Luft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/2140412_Boni-Diskussion-Obama-gegen-die-Banker-Bonzen.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der fr&uuml;here Fed-Chef Volcker reitet wieder<\/strong><br>\nPaul Volcker, der Vorg&auml;nger Alan Greenspans als Chairman der US Federal Reserve, las den m&auml;chtigsten Banker und Regulatoren der Welt bei einem Dinner in London die Leviten[1]: &ldquo;Hat ein einziger f&uuml;hrender Banker zugegeben, dass sie (die hohen Boni) exzessiv waren? Wachen Sie auf, Gentlemen, eure Antwort war inad&auml;quat!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/146742\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Datenklau: Erkl&auml;rung von Frankreich verlangt<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Regierung befindet sich im Besitz von gestohlenen Schweizer Bankdaten &ndash; und sie beabsichtigt, diese Daten im Kampf gegen franz&ouml;sische Steuerfl&uuml;chtlinge einzusetzen. Seit der franz&ouml;sische Minister Eric Woerth diese Fakten am Mittwoch best&auml;tigt hat, schweigt die Schweiz. Vor allem welsche Parlamentarier reagieren alarmiert auf den Datendiebstahl. Frankreich f&uuml;hre einen &laquo;Wirtschaftskrieg&raquo; gegen die Schweiz, sagt der Genfer SVP-Nationalrat Yves Nidegger. Gestohlene Daten in Strafverfahren gegen eigene B&uuml;rger zu verwenden, sei &laquo;eines Rechtsstaates unw&uuml;rdig&raquo;, sagt der liberale Genfer Nationalrat Christian L&uuml;scher. Der Solothurner CVP-Nationalrat Pirmin Bischof warnt: &laquo;Wenn der Bundesrat nicht reagiert, erweckt er den Anschein, dass er solche Vorg&auml;nge akzeptiert.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2009%2F12%2F14%2Fa0100&amp;cHash=4b9914c379\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die arme Schweiz. Alle f&uuml;hren gegen sie Krieg: Zuerst die USA, dann Deutschland, dann Italien und jetzt Frankreich. Fast w&auml;re das ein Umzingelungskrieg, wenn nicht Liechtenstein und &Ouml;sterreich&nbsp; w&auml;ren, die bisher von ihrer Version des Bankgeheimnisses profitierten. Wenn man sich die Reaktionen ansieht, k&ouml;nnte man meinen, dass die Schweiz kein moderner Industriestandort w&auml;re und auf die hinterzogenen Kr&ouml;ten&nbsp; ihrer Nachbarn angewiesen w&auml;re. Es wird Zeit, dass die Realwirtschaft die ihr nahestehenden Abgeordneten&nbsp; auffordert, diesem armseligen Gewese um ausl&auml;ndische Steuerhinterzieher ein Ende bereitet.<br>\nAnscheinend ist die NZZ nicht ganz auf dem neuesten Stand, die taz spricht von&nbsp; Daten von 130.000 Bankkunden. Da m&uuml;ssen sich aber einige Franzosen sehr beeilen, denn nur bis zum Jahresende bietet die Beichte beim Finanzamt einen Ausweg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum Steiff China wieder den R&uuml;cken kehrte<\/strong><br>\nIn der Volksrepublik ist alles billiger, dachten sie bei dem schw&auml;bischen Stofftierhersteller. Das sieht man dort produzierten Pl&uuml;schtieren allerdings auch an. Die Geschichte eines geordneten R&uuml;ckzugs &ndash; und einer R&uuml;ckbesinnung auf &ldquo;unsere eigenen F&auml;higkeiten&rdquo;. Die Schwaben holten die Produktion keineswegs zur&uuml;ck ins L&auml;ndle. Steiff produziert in Tunesien und Portugal &ndash; in eigenen Werken, unterst&uuml;tzt vom deutschen Stammsitz. So funktioniert die globalisierte Fertigung. Steiff hat die Kontrolle &uuml;ber den Produktionsprozess wieder selbst in die Hand genommen. Die Devise hei&szlig;t Vollstufigkeit: Von der Entwicklung der Stoffe &uuml;ber das Weben der Garne bis zum fertigen Produkt soll alles im Haus gemacht werden. Auch den Vertrieb &uuml;bernimmt Steiff zu einem gro&szlig;en Teil selbst. Das Unternehmen sucht einen eigenen Weg, sucht die Balance zwischen dem gnadenlosen Konkurrenzkampf auf dem Massenmarkt und der gem&uuml;tlichen Nischenexistenz als Traditionsmanufaktur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere-management\/management\/:ende-eines-ausflugs-warum-steiff-china-wieder-den-ruecken-kehrte\/50047457.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Lehrst&uuml;ck in Sachen Globalisierung. (<strong>AM:<\/strong> In Sachen China)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Britische Studie: &Ouml;konomen preisen die Putzfrauen<\/strong><br>\nSind Putzfrauen und M&uuml;llm&auml;nner wichtiger f&uuml;r die Gesellschaft als Banker? Das behaupten jetzt britische &Ouml;konomen &ndash; und brechen mit dem alten Lehrsatz: Wer viel verdient, hat auch viel geleistet. Die schlimmsten Wertvernichter sind der Studie zufolge Steuerberater.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,666917,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2009\/dec\/14\/new-economics-foundation-social-value\/print\">Guardian<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.neweconomics.org\/sites\/neweconomics.org\/files\/A_Bit_Rich.pdf\">the new economics foundation [PDF &ndash; 920 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der FDP und ihren Leistungstr&auml;gern auf den Grabstein geschrieben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Hermann Gremliza hat den Irrglauben, der Thema dieser Studie ist, auf seine Weise auf den Punkt gebracht:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;F&uuml;r Sarrazin wie seine Parteig&auml;nger aus allen Parteien sind Leistungstr&auml;ger nicht Krankenpfleger und Kinderg&auml;rtnerinnen, sondern Leute mit einem Jahresgehalt von hundert- bis f&uuml;nfhunderttausend Euro netto, in sozial wertvollen Berufen wie dem des Investmentbankers und seines Insolvenzverwalters. Der b&uuml;rgerliche Zwangscharakter n&auml;mlich verachtet noch als Greis, wundgelegen in seiner Schei&szlig;e, den Pfleger, der es zu nichts Besserem gebracht hat als zu seinem Wohlt&auml;ter.&ldquo; (aus Gremlizas Kolumne in KONKRET 11\/2009)<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das Leben der Anderen<\/strong><br>\nOb mit oder ohne Kopftuch &ndash; wir sind stolz darauf, neue Deutsche zu sein. Die Fakten zeigen: Es gibt keinen Grund f&uuml;r Islamphobie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2009\/1214\/feuilleton\/0002\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmi.bund.de\/cae\/servlet\/contentblob\/566008\/publicationFile\/31720\/vollversion_studie_muslim_leben_deutschland_.pdf\">Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge [PDF &ndash; 10 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bis in mein pers&ouml;nliches Umfeld hinein habe ich anl&auml;sslich der Minarett- oder&nbsp; Sarrazindebatte registrieren m&uuml;ssen, welches Unbehagen gegen&uuml;ber der muslimischen Bev&ouml;lkerung besteht. Die Politologin Naika Foroutan erinnert daran, dass dieser &ldquo;gef&uuml;hlten Wahrheit&rdquo; eine beachtliche Anzahl von Studien gegen&uuml;bersteht, die den Muslimen in Deutschland eine gro&szlig;e Integrationsbereitschaft attestieren. Wenn man schon Integrationsbereitschaft am Kopftuch festmachen will, so zeigt beispielsweise die Studie &ldquo;Muslimisches Leben in Deutschland&rdquo;, dass von &ldquo;stetig nachwachsenden Kopftuchm&auml;dchen in Deutschland&rdquo; nicht die Rede sein kann. 70 Prozent der Musliminnen in Deutschland tragen kein Kopftuch, und die Zahl nimmt bei der zweiten Generation stetig ab. &ndash; Wer es kann, sollte einmal im dieser in der Versenkung verschwundenen Studie des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge bl&auml;ttern, eine ideale Lekt&uuml;re in der Adventszeit, in der Zeit der Erwartung &ndash; ja von wem?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afghanistan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie Kriegsbef&uuml;rworter zu Kritikern mutieren<\/strong><br>\nDas Massaker von Kundus hat ein Wunder bewirkt, das SPD und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sehr entgegenkommt: Die Verantwortlichen f&uuml;r Deutschlands Beteiligung am Afghanistan-Krieg k&ouml;nnen sich pl&ouml;tzlich als kritische Opposition aufspielen. Dabei war es die von Gerhard Schr&ouml;der und Joseph Fischer gef&uuml;hrte &raquo;rot-gr&uuml;ne&laquo; Regierung, die 2002 erstmals Bundeswehrsoldaten nach Kabul schickte und auch f&uuml;r die folgenden Erweiterungen des Mandats verantwortlich war. Die Gr&uuml;nen wurden 2005 in die Opposition geschickt, w&auml;hrend die SPD sogar noch w&auml;hrend des Kundus-Massakers zusammen mit der CDU\/CSU in der Regierungsverantwortung war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-15\/046.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Mal sehen, wie die Vergesslichkeit wirkt. Ein bisschen wird es auch darauf ankommen, ob die Linkspartei begreift, dass sie diesen Versuch, ihr das Pfund des best&auml;ndigen Widerstands gegen Milit&auml;reins&auml;tze zu entwinden, und den darin steckenden zynischen Opportunismus sichtbar macht. Bald muss das geschehen und schneller als am vergangenen Wochenende, als Trittin sich zum F&uuml;hrer der Anti-Kriegsfront aufschwang.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Bundeswehr ist in Afghanistan zum Kriegf&uuml;hren eingesetzt&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Diskussion um den von der Bundeswehr angeordneten Luftangriff im afghanischen Kundus hat der Historiker Michael Wolffsohn der deutschen Politik Versagen vorgeworfen.<br>\nDie Bundeswehr in Afghanistan sei &ldquo;zum Kriegf&uuml;hren eingesetzt ( &hellip; ) &ndash; ganz egal, was vorher gesagt worden ist&rdquo;, sagte Wolffsohn. Das Afghanistan-Mandat der Bundeswehr bezeichnete er in dem Zusammenhang als &ldquo;absurd&rdquo; und &ldquo;nicht durchf&uuml;hrbar&rdquo;.<br>\nWas jetzt in der Kundus-Aff&auml;re herauskomme, sei nicht die &ldquo;Pannenkonstruktion der Bundeswehroffiziere oder der unteren Dienstgrade&rdquo;; vielmehr habe die Politik &ldquo;von Anfang an versagt in Bezug auf die Formulierung der Regeln&rdquo;. Demnach h&auml;tte die Bundesregierung wissen m&uuml;ssen, dass &ldquo;man es mit einem Partisanenkrieg zu tun hat &ndash; und dann h&auml;tte man der Bundeswehr ein weitergehendes Mandat geben m&uuml;ssen.&rdquo; So aber habe man die Soldaten &ldquo;zum Abschuss freigegeben&rdquo;, sagte der Historiker.<br>\nMit Blick auf das V&ouml;lkerrecht meinte Wolffsohn, man m&uuml;sse immer von der Realit&auml;t ausgehen: &ldquo;Wenn wir eine kriegerische Handlung haben, faktisch Krieg, dann ist auch das gezielte Ausschalten des Gegners Teil der Kriegsf&uuml;hrung. Man kann nicht sagen: &lsquo;Wir t&ouml;ten nur, wenn wir angegriffen werden, denn wenn wir angegriffen worden sind, dann sind wir m&ouml;glicherweise schon tot und k&ouml;nnen uns gar nicht verteidigen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1087819\/\">dradio<\/a>\n<p><em>Und au&szlig;erdem die Stimme der Opposition:<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilung.php?artikel=1233499849\">Linksfraktion<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/wortlaut.php?artikel=1522599989\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erfolgreiches Tarifjahr 2009 &ndash; aber die Krise l&auml;sst Effektiveinkommen schrumpfen<\/strong><br>\nDie Tarifabschl&uuml;sse des Jahres 2009 lagen mit Steigerungsraten &uuml;berwiegend zwischen zwei und vier Prozent weit &uuml;ber dem sehr niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise von voraussichtlich 0,3 Prozent. &bdquo;Die tariflichen L&ouml;hne und Geh&auml;lter sind im Durchschnitt also real kr&auml;ftig gestiegen&ldquo; stellt Dr. Reinhard Bispinck, Tarifexperte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung fest. Allerdings sei das nur die eine Seite der Tarifbilanz f&uuml;r das Krisenjahr 2009, betont der Leiter des WSI-Tarifarchivs: &bdquo;Kurzarbeit, der Abbau von variablen Einkommensbestandteilen und die Nutzung von tariflichen &Ouml;ffnungsklauseln f&uuml;hren sehr wahrscheinlich dazu, dass die effektiv gezahlten Bruttomonatsverdienste sinken.&ldquo;<br>\nIm Verlauf des Jahres 2009 fielen die Tarifabschl&uuml;sse tendenziell niedriger aus. Ein zentraler Markstein f&uuml;r das Tarifjahr 2009 war der Abschluss f&uuml;r die Metallindustrie vom November 2008, der neben einer Pauschalzahlung eine zweimalige Tarifanhebung jeweils von 2,1 Prozent sowie eine weitere Einmalzahlung vorsah.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2009_12_07.pdf\">WSI [PDF &ndash; 65 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betriebliche Besch&auml;ftigungssicherung in der Krise<\/strong><br>\nEine Kurzauswertung der WSI-Betriebsr&auml;tebefragung 2009.<br>\nDie deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Immobilien- und Finanzkrise hart getroffen. Aufgrund der starken Exportorientierung ist der Wirtschaftseinbruch im Vergleich zu anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern besonders stark. Allerdings: Die Arbeitsmarktentwicklung verlief dagegen bislang wesentlich moderater, als aufgrund der Schwere der Wirtschaftskrise zun&auml;chst prognostiziert wurde. Der erwartete sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit blieb aus. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, wie es den Betrieben gelingt, ohne massenhafte Entlassungen den Auftrags- und Umsatzeinbruch abzufedern.<br>\nDas WSI befragte deshalb in einer repr&auml;sentativen Erhebung Betriebsr&auml;te zu den betrieblichen Aktivit&auml;ten in der Krise. Die Ergebnisse zeigen, dass die Betriebe einen bunten Strau&szlig; an Ma&szlig;nahmen der internen Flexibilit&auml;t nutzten, um Besch&auml;ftigung zu sichern. Dazu geh&ouml;rt nicht nur die staatlich gef&ouml;rderte Kurzarbeit, sondern insbesondere der Abbau von Guthaben auf bestehenden Arbeitszeitkonten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsi_br_befragung_2009_krise_kurzauswertung.pdf\">WSI-aktuell [PDF &ndash; 90 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Weise rechnet mit radikalem Jobabbau in Schl&uuml;sselindustrien<\/strong><br>\nDie Aussichten sind be&auml;ngstigend: In der Hightech-, Maschinenbau- und Autoindustrie droht 2010 ein massiver Jobabbau, warnt Frank-J&uuml;rgen Weise. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erkl&auml;rt der Bundesagentur-Chef, wieso der Arbeitsmarkt ungerechter wird &ndash; und es Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und Nordrhein-Westfalen besonders treffen wird.<br>\nAusgerechnet Deutschlands Hightech-Firmen trifft es am h&auml;rtesten: Der Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Frank-J&uuml;rgen Weise, erwartet in Branchen wie der Autoindustrie einen massiven Jobabbau im kommenden Jahr. Der Grund: Dort seien besonders viele Firmen vom schw&auml;chelnden Export abh&auml;ngig. Derzeit seien Hunderttausende Arbeiter auf Kurzarbeit gesetzt, sagt Weise im SPIEGEL-ONLINE-Interview. &ldquo;Das wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein.&rdquo; Kurzarbeit sei f&uuml;r die Unternehmen teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,666393,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar JA:<\/strong> Charmanter als Weise kann man die absolute Hilf- und Ratlosigkeit des v&ouml;llig gescheiterten neoliberalen Wahnsinns in der Arbeitsmarktpolitik kaum verpacken: &ldquo;Besser schlechte Arbeit als gar keine&rdquo; &ndash; &ldquo;die Ungerechtigkeit des Zweiklassen-Arbeitsmarkts ist leider notwendig&rdquo; &ndash; &ldquo;Zeitarbeit zum Lohndumping zu &lsquo;mi&szlig;brauchen&rsquo;, ist schmuddlig&rdquo; &ndash; &ldquo;neue Arbeitslose sind die Konkurrenten (!!!) f&uuml;r Langzeitarbeitslose&rdquo; &ndash; besser gar keine Analyse als so einen M&uuml;ll, w&uuml;rde ich sagen.<br>\nIn welche Jobs will Weise eigentlich die &ndash; angeblich &ldquo;dringend notwendigen&rdquo; &ndash; Ingenieure und Naturwissenschaftler stecken, wenn die Hightech-Branchen seiner eigenen Aussage nach am h&auml;rtesten von der Wirtschaftskrise getroffen werden und wenn vor allem Naturwissenschaftler schon heute die Verlierer des neoliberalen &ldquo;Wirtschaftsmodells&rdquo; sind? Auch in Niedriglohn- und Zeitarbeitsjobs, wie alle anderen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Warum hat Weise nicht rechtzeitig eine expansivere Konjunkturpolitik gefordert?<\/em><\/li>\n<li><em>Warum hat er geschwiegen, als die Beitragss&auml;tze zu Arbeitslosenversicherung abgesenkt worden und der Arbeitsagentur die Luft abgeschn&uuml;rt wurde? Das hinterher zu beklagen, ist ziemlich sinnlos.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Soffin &ndash; WestLB bekommt die erste &bdquo;Bad Bank&ldquo; Deutschlands<\/strong><br>\nEs ist eine Premiere f&uuml;r Deutschland: Der staatliche Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung hat eine &ldquo;Bad Bank&rdquo; f&uuml;r die WestLB errichtet. Die schwer angeschlagene Landesbank will nun 85 Milliarden Euro ausgliedern und so risikoreiche Aktiva in der Bilanz verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-666932,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kampagnenjournalismus und Meinungsmanipulation? Bertelsmann-Fellow Peter Frey wird neuer ZDF-Chefredakteur<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-stimmen.de\/?p=2484\">gegen-stimmen.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Afghanistan, Boni, Steiff und China, schrumpfende Effektiveinkommen, Betriebliche Besch&auml;ftigungssicherung, Weise rechnet mit radikalem Jobabbau, WestLBs Bad Bank (KR\/WL\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4405"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4405\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}