{"id":44052,"date":"2018-05-22T08:43:34","date_gmt":"2018-05-22T06:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052"},"modified":"2018-05-22T08:43:34","modified_gmt":"2018-05-22T06:43:34","slug":"hinweise-des-tages-3123","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h02\">Die Unterwerfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h03\">Europa &ndash; Washingtons milit&auml;rischer Juniorpartner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h04\">Trump verr&auml;t eine ganze Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h05\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h06\">F&uuml;r eine kluge Entlastung von Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h07\">Schlimmer als in Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h08\">Von Schweden lernen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h09\">Warum die britische Regierung jetzt wieder Zugstrecken verstaatlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h10\">Undercover im Schwarzen Block<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h11\">Sozialismus ohne Bargeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h12\">Wenn Kliniken einem Feldlazarett gleichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h13\">Linken-Chef stellt wegen Luxusaff&auml;re Posten zur Verf&uuml;gung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h14\">&bdquo;Man darf Sahra kein Etikett anh&auml;ngen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h15\">ARD-Faktenfinder seppelt sich ins journalistische Abseits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h16\">Auf dem Weg zur totalen &Uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h17\">Schuld und S&uuml;hne: Menschenrechtliche Bedenken gegen eine Wirtschaftspolitik der H&auml;rte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44052#h18\">Aufruf: Durch Haushalts- und Steuerpolitik zu mehr Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Euro vor dem Aus?<\/strong><br>\nSollte in Italien die Koalition aus 5-Sterne Bewegung und der Lega tats&auml;chlich Realit&auml;t werden, dann k&ouml;nnte damit das Ende des Euro in seiner gegenw&auml;rtigen Form besiegelt sein.<br>\nDenn die Pl&auml;ne der m&ouml;glichen Regierungskoalition&auml;re laufen darauf hinaus, dass Italien alle f&uuml;r die Eurol&auml;nder verbindlichen staatlichen Defizitvorgaben sprengen wird. Das italienische Wahlergebnis hat damit genau das Ergebnis gezeitigt, das unser Gastautor Guiseppe Vandai wie folgt vorhersagte:<br>\n&bdquo;In allen Szenarien ist der Fiskalpakt mausetot, liegt die 3 prozentige Begrenzung der j&auml;hrlichen Staatsverschuldung im Sterben.&ldquo;<br>\nDer Grund daf&uuml;r ist keinesfalls, wie nun allenthalben in deutschen Gazetten munter behauptet wird, dass sich wirtschaftspolitische Hasardeure anschicken, die Regierungsgesch&auml;fte zu &uuml;bernehmen. Es ist gerade anders herum: Jede Regierung, die auch nur &uuml;ber elementare Kenntnisse von makro&ouml;konomischen Zusammenh&auml;ngen verf&uuml;gt und sich als Repr&auml;sentant der Interessen der ganz &uuml;berwiegenden Zahl der Italiener sieht, kann gar nicht gar nicht anders, als eine extrem expansive Fiskalpolitik voranzutreiben. Es ist die einzige Politikoption, die sich einer italienischen Regierung bietet, um den weiteren Niedergang der immer noch zweitgr&ouml;&szlig;ten Industrienation in der Eurozone zu stoppen.<br>\nHeiner Flassbeck hat vor diesem Hintergrund vor &bdquo;einer gro&szlig;en Konfrontation in Europa, deren Ausgang niemand vorhersagen kann&ldquo; eindringlich gewarnt. Die Reaktionen der von Evans-Pritchard zitierten &Ouml;konomen und viele Aussagen deutscher Politiker, allen voran Olaf Scholz, zeigen jedoch, dass keine Hoffnung auf Lernf&auml;higkeit bei Deutschlands politischen und &ouml;konomischen &bdquo;Eliten&ldquo; besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/der-euro-vor-dem-aus\/\">Makroskop<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Italiens Aufr&uuml;hrer bringen Deutschland an die Decke und riskieren einen Zahlungsstopp<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank k&ouml;nnte gezwungen sein, in einem drastischen finanziellen Showdown Italiens Kreditlinien zu kappen, wenn die neue rebellische Koalition des Landes die EU-Ausgabenregeln in Frage stellt und die vertraglichen Grundlagen des Euro untergr&auml;bt.<br>\nProfessor Clemens Fuest, Leiter des einflussreichen deutschen ifo-Instituts, sagte, die EU-Beh&ouml;rden k&ouml;nnten nicht tatenlos zusehen, wenn die neoanarchistische F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und die Anti-EU-Lega-Nationalisten ihre revolution&auml;re Agenda vorantreiben und die Stabilit&auml;t der W&auml;hrungsunion gef&auml;hrden.<br>\nProf. Fuest warnte, dass die EZB im Rahmen des internen Zahlungsverkehrssystems,  Target 2, die Kredite an die Bank von Italien kappen m&uuml;sste, was eine Zahlungskrise ausl&ouml;sen und die Lage zum Kippen bringen w&uuml;rde. &bdquo;Wenn sie beginnen, gegen die fiskalischen Regeln der Eurozone zu versto&szlig;en, wird die EZB, wenn auch widerwillig,  handeln m&uuml;ssen. Es wird wie in der griechischen Krise sein. Italien muss Kapitalkontrollen einf&uuml;hren und wird aus dem Euro gedr&auml;ngt werden&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/italiens-aufruehrer-bringen-deutschland-an-die-decke-und-riskieren-einen-zahlungsstopp\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die 5-Sterne-Bewegung in Italien verstehen. Oder: eine Mischung aus den Gr&uuml;nen, Piratenpartei und Sascha Lobo.<\/strong><br>\nDas Bild, das sich mir darstellt, ist sehr anders als das, was wir hierzulande aus den Medien erfahren. Das hat zwei Gr&uuml;nde. Zum einen haben die deutschen Medien offenbar wenig Interesse daran, aus eigener Recherche und Analyse heraus die Grundz&uuml;ge der italienischen Politik und Demokratie zu verstehen. Stattdessen schreiben sie &uuml;berwiegend aus den italienischen Medien ab und legen dabei ihre deutschen Analyseschablonen &mdash; &bdquo;links&ldquo;, &bdquo;rechts&ldquo;, &bdquo;CDU-nah&ldquo;, &bdquo;SPD-&auml;hnlich&ldquo; &mdash; auf eine politische Landschaft, die zwar bei oberfl&auml;chlicher Betrachtung ein klein wenig &auml;hnlich aussieht, in ihren Mechanismen aber v&ouml;llig anders funktionert.<br>\nZum anderen ist das M5S eine Partei, die an manchen Stellen sehr ernsthaft die Systemfrage stellt. Zun&auml;chst ganz lokal in Italien, wo sie sich in einem politischen System behaupten muss, das durch jahrzehntelangen Filz, st&auml;ndiges Seitenwechseln, tief verankerten Mafiaeinfluss und letztlich durch Silvio Berlusconi komplett zersetzt worden ist. Die Systemfrage stellt das M5S aber auch ganz grunds&auml;tzlich &ouml;kologisch, wirtschaftlich, sozial &mdash; im progressiven Sinne. Denn die &bdquo;f&uuml;nf Sterne&ldquo; stehen, das sollte man in Erinnerung rufen, f&uuml;r:<br>\n1. Umweltschutz,<br>\n2. Universelles Recht auf sauberes Wasser,<br>\n3. technologischen Fortschritt,<br>\n4. &ouml;ffentliche Breitbandkonnektivit&auml;t und<br>\n5. nachhaltige Mobilit&auml;t.<br>\nDabei tritt sie der heute etablierten Form des Kapitalismus, der auf sie abgestimmten EU-Logik, sowie all den Thesen, die mittlerweile seit Jahrzehnten in deutschen Medien auf und ab gepredigt werden, an vielen Stellen entgegen. Wenn man &mdash; aus genau diesem System kommend &mdash; nicht gen&uuml;gend journalistische Neugier an den Tag legt, verstehen zu wollen, was wirklich dahinter steckt, sondern komplett in den vom M5S kritisierten Denkmodellen etabliert ist (und da spielt es keine Rolle, ob man f&uuml;r die ZEIT, FAZ, SpOn, Welt oder die Tagesschau schreibt oder berichtet), dann ist der Schritt dahin, die Partei als absurde (und nat&uuml;rlich) populistische Bande abzuqualifizieren, nicht weit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kaffeeundkapital.de\/2018\/05\/17\/die-5-sterne-bewegung-in-italien-verstehen-oder-eine-mischung-aus-den-gruenen-piratenpartei-und-sascha-lobo\/\">Kaffee &amp; Kapital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein angenehm unaufgeregter Artikel, der sich von der Oberfl&auml;chlichkeit fast aller Artikel aus den Mainstreammedien abhebt. Lesenswert und wichtig f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Hintergr&uuml;nde ist auch folgender Artikel:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Schwanzschl&auml;ge des Krokodils<\/strong><br>\nBereits am Sonntag sollen die Koalitionsverhandlungen zwischen Lega und F&uuml;nf-Sterne enden. M&ouml;glich wurde dies, weil Silvio Berlusconi seine Forza Italia zur&uuml;ckgezogen hat. Trotzdem bleibt er eine Schl&uuml;sselfigur in der italienischen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/regierungsbildung-italien-renzi-salvini-berlusconi-lega-forza-italia-fuenf-sterne\">Cicero<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Unterwerfung<\/strong><br>\nDonald Trump ist ein Pr&auml;sident wie aus einem Bilderbuch der DDR: ein amerikanischer Imperialist. Angela Merkel sollte sich an ihre Schulzeit erinnern &ndash; und in den antiimperialistischen Kampf ziehen. Macht sie aber nicht.<br>\nJetzt probt Europa den Aufstand. Ganz Europa? Nein. Die Deutschen proben die Unterwerfung. Sie machen wieder einmal Heinrich Manns Untertan alle Ehre und wollen sich mit stiller Lust der Macht beugen: &ldquo;Die Macht, die &uuml;ber uns hingeht und deren Hufe wir k&uuml;ssen! &hellip; Gegen die wir nichts k&ouml;nnen, weil wir alle sie lieben! Die wir im Blut haben, weil wir die Unterwerfung darin haben!&rdquo; Diesmal ist es die amerikanische Macht.<br>\nDie Deutschen haben den Kampf aufgegeben, bevor er beginnt: &ldquo;In einer umfassenden Weise die gesamte Wirtschaft zu entsch&auml;digen bei entsprechenden Ma&szlig;nahmen der Vereinigten Staaten von Amerika &ndash; da k&ouml;nnen und d&uuml;rfen wir auch keine Illusionen sch&uuml;ren&rdquo;, hat Angela Merkel gesagt, und damit die Fahnen gestreckt, w&auml;hrend um sie herum die anderen Europ&auml;er unter franz&ouml;sischer F&uuml;hrung zum Abwehrkampf bliesen.<br>\nDie EU-Kommission zeigte sich derweil schnell und findig wie selten. Sie will europ&auml;ischen Firmen verbieten, sich an die US-Sanktionen zu halten. Wenn es zu wirtschaftlichen Sch&auml;den kommt, k&ouml;nnte man notfalls US-Besitz in Europa beschlagnahmen. Dazu wird es nicht kommen. Aber das Instrumentarium ist vorhanden.<br>\nDie Deutschen verbr&auml;men ihre Feigheit vor dem Freund mit falsch verstandenem Ultrarealismus: &ldquo;Wenn die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse so sind, wie sie sind, bleibt manchmal nur ein Z&auml;hneknirschen&rdquo;, hat Joschka Fischer dem SPIEGEL gesagt. Und die &ldquo;FAZ&rdquo; resigniert: &ldquo;Ja, es ist Erpressung, wenn Trump europ&auml;ischen Unternehmen mit Strafe droht, sollten sie amerikanische Sanktionen unterlaufen. Doch zur Realpolitik geh&ouml;rt die Anerkennung der Verh&auml;ltnisse.&rdquo;<br>\nEs ist ja schon mal ein Fortschritt, dass die konservative &ldquo;FAZ&rdquo; den US-Imperialismus als das benennt, was er ist: ein System der Erpressung.<br>\nAber wo landen wir, wenn die &ldquo;Anerkennung der Verh&auml;ltnisse&rdquo; zur neuen Regel der internationalen Politik wird? Wir landen in der Welt Donald Trumps. Dort wird die St&auml;rke des Rechts abgel&ouml;st vom Recht des St&auml;rkeren. Die Zeiten, in denen Trump als tumber Tor untersch&auml;tzt werden konnte, sind endg&uuml;ltig vorbei. Trump ist ein Revolution&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-angela-merkel-unterwirft-sich-dem-imperialismus-der-usa-a-1208819.html\">Jakob Augstein auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist ja richtig beobachtet, dass mit Trump die Unterwerfung ausgesprochen bitter wird. Aber es ist falsch, so zu tun, als h&auml;tte es diese Unterwerfung nicht auch schon fr&uuml;her gegeben, und au&szlig;erdem ist es falsch, zu behaupten, Deutschland sei eine Ausnahme, und die anderen Europ&auml;er w&uuml;rden unter F&uuml;hrung Frankreichs zum Abwehrkampf blasen. Auch die USA unter der F&uuml;hrung Obamas waren eine imperiale Macht und haben sich nicht um die Rechte anderer Nationen gek&uuml;mmert, auch nicht um die Deutschlands. Von hier aus wird besonders in der Zeit des Pr&auml;sidenten Obama der Drohnenkrieg koordiniert. In der Zeit seiner Pr&auml;sidentschaft wurde eine Sondereinheit beim US Finanzministerium genutzt, um andere L&auml;nder in finanzielle Turbulenzen zu treiben. Und was unsere Nachbarn betrifft: Sie sind auf dem milit&auml;rischen Gebiet, &uuml;ber die NATO und in der neu entfachten Auseinandersetzung mit Russland so eng mit den USA verfilzt, dass man wirklich blind sein muss, um von ihnen einen sp&uuml;rbaren Widerstand gegen die Unterwerfung Europas durch die USA zu erwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa &ndash; Washingtons milit&auml;rischer Juniorpartner<\/strong><br>\n&ldquo;In Europa &ndash; inklusive Russland &ndash; ist das zentrale Tool der USA zur Verfolgung dieses Ziels die NATO, da diese neben ihrer offenkundigen nach au&szlig;en gerichteten Funktion als expansionistisches Angriffsb&uuml;ndnis auch eine ins Innere des B&uuml;ndnisses gerichtete Funktion aus&uuml;bt. Durch die Einbindung in das nordatlantische Angriffsb&uuml;ndnis wurden und werden die europ&auml;ischen Staaten institutionalisiert zu milit&auml;rischen Juniorpartnern der USA degradiert. Denn auch wenn NATO-Generalsekret&auml;r Stoltenberg etwa bei der Aufnahme Montenegros 2017 versichert, &bdquo;Montenegro tritt der NATO als gleichberechtigt bei, mit einem Sitz an unserem Tisch und einer gleichberechtigten Stimme,&ldquo; w&uuml;rde wohl selbst die gutgl&auml;ubigste Person nicht auf die Idee kommen, Podgorica h&auml;tte im Ansatz dasselbe Gewicht wie Washington &ndash; und ebenso wenig London, Berlin oder Paris.<br>\nDie USA haben sich &uuml;ber den Hebel NATO milit&auml;risch in Europa eingekauft und konnten so unter dem Schirm der Verteidigung ihrer Partner auf dem gesamten Kontinent Milit&auml;rbasen errichten und knapp drei Jahrzehnte nach Ende des Kalten Kriegs weiterhin &uuml;ber einhunderttausend Truppen stationiert halten; allein in Deutschland 47.055 verteilt auf 38 Milit&auml;rbasen. In Ramstein wird der v&ouml;lkerrechtswidrige Drohnenkrieg der USA erm&ouml;glicht, das Hauptquartier des United States Africa Command, AFRICOM, ist in Stuttgart, aus der T&uuml;rkei werden die Kriege im Nahen und Mittleren Osten koordiniert. Im offenen Konflikt mit dem Atomwaffensperrvertrag lagern dank NATO rund 200 US-Atombomben auf europ&auml;ischem Boden. Die Rhetorik der NATO &ndash; ihr Selbstverst&auml;ndnis einer Wertegemeinschaft, in der sich Gleiche f&uuml;r &bdquo;Frieden, Demokratie, Freiheit und die Herrschaft des Rechts&rdquo; engagieren &ndash; verschleiert deren Funktion als Tool des US-Imperiums zur Durchsetzung seiner ureigenen Interessen.<br>\nBaron Ismay, der erste NATO-Generalsekret&auml;r, erkl&auml;rte mit seinen ber&uuml;hmtber&uuml;chtigten Worten, der Zweck der NATO sei es, &bdquo;die Russen drau&szlig;en, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten.&ldquo; Es ist wichtig, diese drei bereits zur Gr&uuml;ndung verfolgten Aufgaben der NATO als Vehikel US-amerikanischen Hegemonie-Managements in Eurasien zu verstehen: Erstens soll durch die Unterordnung und Teilkontrolle der europ&auml;ischen Armeen &ndash; Stichwort: Aush&ouml;hlung des Parlamentsvorbehalts &ndash; der pr&auml;gende Einfluss Washingtons auf die (milit&auml;rische) Zukunft Europas langfristig institutionalisiert werden, um so, zweitens, das Entstehen eines regionalen Hegemonen in Europa dauerhaft zu unterbinden; nach der blutigen Erfahrung zweier Weltkriege insbesondere das einer deutschen Hegemonie. Und drittens sollen durch die Konfrontation und die per NATO-Osterweiterung realisierte sukzessive Eind&auml;mmung Russlands etwaige russische Hegemonialbestrebungen in Eurasien im Keim erstickt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-05-18\/kein-hegemon-neben-mir\/\">Justice Now!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump verr&auml;t eine ganze Generation<\/strong><br>\nWieder t&ouml;dliche Sch&uuml;sse in einer Schule, diesmal in Santa Fe, Texas. Zehn Menschen sind tot. &Auml;ndern wird sich nichts. Trotz einer Bewegung, die Millionen Sch&uuml;ler auf die Stra&szlig;e gebracht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/schulmassaker-in-texas-trump-verraet-eine-ganze-generation-1.3986582\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gut, dass unter dem netten Herrn Obama in den USA der Besitz von Schusswaffen streng verboten war. Die Berichterstattung der deutschen Medien wird von Tag zu Tag l&auml;cherlicher. Vielleicht erkl&auml;rt uns Herr Denkler von der S&uuml;ddeutschen lieber einmal, warum ein Verbot von Schusswaffen auch im US-Senat und im Abgeordnetenhaus keine Mehrheit h&auml;tte. Ist daran auch &bdquo;Trump&ldquo; schuld? Oder kann es vielleicht sein, dass die Amerikaner mehrheitlich Politiker w&auml;hlen, die klar gegen ein Waffenverbot sind? Und wer &bdquo;verr&auml;t dann eine ganze Generation&ldquo;? Trump? Oder die Amerikaner selbst?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir wollen einfach eine Zukunft<\/strong><br>\nDie pal&auml;stinensischen Demonstranten wollen den Staat Israel weder abschaffen noch negieren. Sie wollen lediglich, dass ihre Stimme geh&ouml;rt wird (&hellip;)<br>\nAm ersten Tag des &ldquo;Gro&szlig;en Marsches&rdquo; habe ich gelacht, als Teenager Fotos von Donald Trumps zerrissen haben. Die USA haben Israel mit Waffen versorgt, seitdem es als Staat existiert, und die Pal&auml;stinenser wissen nur zu genau, welche Rolle Washington bei der St&auml;rkung und Aufrechterhaltung der Besatzung spielt. Was aber Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, anders ist, ist, dass sie vollkommen psychologischer Natur ist. Sie hat keine anderen Konsequenzen als zu provozieren. (&hellip;)<br>\nEs ist beklagenswert, dass es die internationale Gemeinschaft in dem gesamten Jahrhundert seit der Balfour-Deklaration nicht geschafft hat, die Bed&uuml;rfnisse des pal&auml;stinensischen Volkes anzuerkennen und sie lediglich als Feinde des j&uuml;dischen Glaubens behandelt. Pal&auml;stinenser konnten Menschen j&uuml;dischen Glaubens schon immer von der israelischen Regierung unterscheiden. Es ist nur ein Jammer, dass die internationale Gemeinschaft nie zu dieser Unterscheidung in der Lage war, wenn es um Kritik an der israelischen Regierung geht. Damit hat die Gemeinschaft gegen die Ethik, die Normen und die Gesetze versto&szlig;en, die sie selbst erlassen hat.<br>\nIndem er &uuml;ber jeden Rest eines pal&auml;stinensischen Narrativs zum Blick der Welt auf Jerusalem hinwegtrampelt, hat Donald Trump die Heuchelei der internationalen Gemeinschaft gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern allzu deutlich aufgezeigt. Indem man es an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngt, so steht es im Drehbuch, kann man damit davonkommen und legt den Grundstock f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Verbrechen, die noch kommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/wir-wollen-einfach-eine-zukunft\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der zionistische Traum &ndash; Ende einer Illusion&ldquo; &ndash; WDR 3-Sendung unbedingt h&ouml;renswert<\/strong><br>\ndiese WDR 3- Sendung ist unbedingt h&ouml;renswert: &bdquo;Der zionistische Traum &ndash; Ende einer Illusion&ldquo;. Von Ruth Fruchtman. Sie ist Mitglied der J&uuml;dischen Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost e.V. (&hellip;)<br>\nWDR 3 Kulturfeature: Israel feiert den 70. Jahrestag seiner Staatsgr&uuml;ndung am 14.5.1948. Den Nachkommen von circa 700.000 vertriebenen Pal&auml;stinensern gilt das Datum als &bdquo;Tag der Katastrophe&ldquo;. \/\/ Von Ruth Fruchtman \/ Redaktion: Thomas Nachtigall \/ WDR\/rbb 2003<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=7721#more-7721\">nahost-forum bremen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r eine kluge Entlastung von Unternehmen<\/strong><br>\nMag sein, dass Deutschland Unternehmen h&ouml;her besteuert als andere L&auml;nder. Aber schadet das der Wirtschaft bislang? Wichtig sind jetzt gezielte Entlastungen.<br>\nMit einer gro&szlig;en Steuerreform will US-Pr&auml;sident Donald Trump amerikanische Unternehmen entlasten. Auch andere Partnerl&auml;nder Deutschlands wie Frankreich und Belgien sind dabei, die Steuers&auml;tze f&uuml;r Unternehmen zu senken. Vor diesem Hintergrund erheben sich auch hierzulande Stimmen &ndash; vor allem aus der Ecke der Wirtschaftsverb&auml;nde &ndash;, die f&uuml;r eine Senkung der Einkommen- und Unternehmensteuern werben. Und in der Tat zeigen die geringen privaten Investitionen in Deutschland, dass Unternehmen nicht ausreichend Investitionsanreize haben. Steuersenkungen per Gie&szlig;kannenprinzip w&auml;ren jedoch die falsche Antwort.<br>\nUnternehmensteuern in Deutschland sind zwar im internationalen Vergleich sicherlich nicht spitze, aber sie sind trotz Entlastungen Anfang der 2000er Jahre &uuml;berdurchschnittlich hoch. Wenn andere L&auml;nder ihre Steuers&auml;tze senken, r&uuml;ckt Deutschland automatisch nach oben &ndash; Stichwort Steuersenkungswettbewerb. Eine Senkung des Spitzensatzes f&uuml;r Einkommen- und f&uuml;r Unternehmensteuern, so die Bef&uuml;rworterinnen und Bef&uuml;rworter eines solchen Schrittes, w&uuml;rde die Ertr&auml;ge der Unternehmen erh&ouml;hen und es ihnen erm&ouml;glichen, mehr zu investieren und international wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben.<br>\nUnternehmen in Deutschland sind trotz hoher Besteuerung wettbewerbsf&auml;hig<br>\nDas klingt einleuchtend, ist aber aus drei Gr&uuml;nden falsch. Zum einen sind deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich hoch wettbewerbsf&auml;hig. Es gibt kaum Exportsektoren anderer L&auml;nder, die so starke und stabile Marktanteile haben wie die deutschen. Zum zweiten erzielen deutsche Unternehmen bereits seit einigen Jahren Rekordgewinne, was den deutschen Finanzminister wegen hoher Steuereinnahmen sehr freut.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-05\/unternehmenssteuern-steuerpolitik-entlastung-deutschland-usa\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In manchen Kreisen gilt Fratzscher ja als Linker oder, horribile dictu, gar Keynesianer. Nichts k&ouml;nnte der Wahrheit ferner sein; Fratzscher ist ein knallharter Neoliberaler, was er schon in der &ldquo;Fratzscher-Kommission&rdquo; zur Privatisierung der deutschen Infrastruktur <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/fratzscher-kommission-buerger-sollen-bei-infrastruktur-mitverdienen\/11628816.html\">hinreichend bewiesen hat<\/a>. Hier betet er das &uuml;bliche Glaubensbekenntnis herunter: &ldquo;die Rahmenbedingungen f&uuml;r private Investitionen in Deutschland sind unzureichend. Dazu z&auml;hlen eine l&uuml;ckenhafte digitale Infrastruktur, eine schlechter werdende Verkehrsinfrastruktur, eine &uuml;berbordende B&uuml;rokratie, regulatorische Unsicherheit und [&hellip;] ein Mangel an qualifizierten Fachkr&auml;ften&rdquo;. Jahaha, zwar werden Investitionen normalerweise als Erweiterungsinvestitionen get&auml;tigt, wenn die Nachfrage steigt, oder als Rationalisierungsinvestitionen, also um die hohen L&ouml;hne zu sparen, m. a. W. vereinfacht dargestellt: normalerweise investieren Unternehmen, weil die L&ouml;hne steigen. Aber nat&uuml;rlich sind die angeblich schlechten Angebotsbedingungen das Problem, wie bei allen Neoliberalen, und nat&uuml;rlich w&uuml;rden die sich durch weitere Unternehmensteuersenkungen noch weiter verschlechtern. (Die staatlichen Investitionen in die verrottende Infrastruktur w&uuml;rden im Angesicht der schwarzen Null noch schw&auml;cher werden.) Fratzscher konzediert das Offensichtliche: dass die Unternehmensteuerbelastung in Deutschland ab 2000 &ldquo;deutlich&rdquo; gesenkt worden sind und nur knapp &uuml;ber dem internationalen Durchschnitt liegen, verschweigt aber, dass dieser Durchschnitt durch den &ndash; auch von Deutschland &ndash; angefachten Steuerwettbewerb eh schon sehr niedrig liegt. &ldquo;Unternehmen in Deutschland sind trotz hoher Besteuerung wettbewerbsf&auml;hig&rdquo;, so einen faktenwidrigen Unsinn schreiben sie sonst in der FAZ. In dem Zusammenhang Forschungs- und Entwicklungsausgaben noch einmal steuerlich zu f&ouml;rdern (ohne Mitnahmeeffekte? Kleiner Scherz am Rande), wie es ja auch der BDI fordert, ist Wahnsinn. Wenn es bei Zinsen in H&ouml;he von 1 Prozent f&uuml;r 10j&auml;hrige Kredite und Superrekordrenditen und Superrekorddividenden der gro&szlig;en Kapitalgesellschaften an einem ganz sicher nicht mangelt, ist es Geld f&uuml;r Unternehmen. Aber das Geld fehlt &uuml;berall auf der Nachfrageseite, f&uuml;r Fratzscher ein komplett blinder Fleck. Der neoliberale DIW-Chef Fratzscher anstelle des neoliberalen DIW-Chefs Klaus Zimmermann bedeutet eher eine Versch&auml;rfung der neoliberalen Ausrichtung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schlimmer als in Amerika<\/strong><br>\nWie unterschiedlich sich Einkommen entwickeln, leiten Experten aus gro&szlig;en Umfragen und Statistiken ab, in Deutschland vor allem aus denen des Sozio-oekonomischen Panels, das vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin gef&uuml;hrt wird. Und es gibt auch eine ziemlich unbestrittene Ma&szlig;einheit, mit der sich das Ausma&szlig; des Auseinanderdriftens in einer (wenn auch abstrakten) Zahl auf den Punkt bringen sowie im Zeitablauf und &uuml;ber Grenzen hinweg vergleichen l&auml;sst &ndash; den Gini-Koeffizienten, der jedem &Ouml;konomie-Studenten in fr&uuml;hen Semestern begegnet: so eine Art kollektiver Body-Mass-Index f&uuml;rs finanzielle In-die-Breite-Gehen der Nation. Der Gini-Koeffizient liegt bei null, wenn alle Mitglieder einer Gesellschaft gleich viel verdienen; bekommt ein Mitglied hingegen das gesamte Einkommen, betr&auml;gt er eins.<br>\nWie es um Deutschland steht, hat der weltweit renommierte Ungleichheitsforscher Branko Milanovic k&uuml;rzlich ausgewertet. Der Index ist 2015 wieder gestiegen, dem aktuellsten Jahr der Erhebungen. Nimmt man die alleinigen (Netto-)Einkommen zum Ma&szlig;stab, die am Markt und ohne Einrechnung des Zugriffs durch den Fiskus erzielt werden, liegt der Abstand zwischen Reich und Arm jetzt sogar so hoch wie noch nie in der Bundesrepublik &ndash; nachdem er ums Jahr 2010 herum f&uuml;r kurze Zeit geringer geworden war. Die Ungleichheit ist heute also gr&ouml;&szlig;er als vor dem Aufschwung. Nach Milanovics Berechnung liegen Besser- und Schlechter-Verdienende in Deutschland sogar weiter auseinander als in den USA. (&hellip;)<br>\nDa hilft auch der Verweis nur bedingt, dass ja in Deutschland der Sozialstaat prima funktioniert &ndash; und allzu gro&szlig;e Einkommensgef&auml;lle ausgleicht. Zwar best&auml;tigen auch Milanovics neue Rechnungen: Nach Steuern und Transfers liegen die tats&auml;chlich verf&uuml;gbaren Einkommen in Deutschland nach wie vor weniger stark auseinander als etwa in den USA (anders als bei den Markteinkommen &ndash; siehe oben. Im Diagramm sind das die gr&uuml;nen Linien.) Nur gilt das seit der Jahrtausendwende immer weniger.<br>\nBis etwa ins Jahr 2000 wurde der drastische Anstieg der Abst&auml;nde zwischen den Einkommen im Grunde vollst&auml;ndig dadurch ausgeglichen, dass die Top-Verdiener mehr Steuern zahlten und Geld zu denen transferiert wurde, die zu den Verlierern z&auml;hlten. Das weit moderatere Gef&auml;lle bei den verf&uuml;gbaren Einkommen blieb trotz zunehmender Kluft am Markt in etwa gleich, so Milanovic. Vorbei: Seit 2000 nimmt der Abstand zwischen den verf&uuml;gbaren Einkommen &auml;hnlich stark zu, wenn die Einkommen &ndash; vor Umverteilung &ndash; auseinandergehen. Ausgleich kaputt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutschland-das-gefaelle-arm-reich-erreicht-neuen-rekord-a-1208343.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eigentlich m&uuml;ssten beim Lesen eines derartigen Artikels &ndash; insbesondere in der F&uuml;hrungsetage der SPD &ndash; s&auml;mtliche &bdquo;Alarmsirenen aufheulen&ldquo;. Aber z.B. Frau Nahles oder Herrn Scholz scheinen diese (nicht neuen!) Erkenntnisse ignorieren zu wollen. Im Gegenteil oder sogar viel schlimmer noch: Auch sie unternehmen viel zu wenig, um die Schere zwischen Arm und Reich hierzulande zu schlie&szlig;en. Aber vielleicht wollen sie es auch gar nicht. Schlie&szlig;lich war ihr Beitrag f&uuml;r die Steigerung der Einkommensgef&auml;lle nicht unwesentlich, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Schweden lernen<\/strong><br>\nDer Pflegenotstand in Deutschland beherrscht nicht nur mediale Schlagzeilen und Talkshows, sondern auch den Alltag von immer mehr pflegebed&uuml;rftigen und pflegenden Menschen. Die Koalitionsvereinbarung der GroKo Neuauflage enth&auml;lt eine F&uuml;lle von Einzelvorschl&auml;gen auch f&uuml;r die Gewinnung von Pflegekr&auml;ften. Allerdings beschr&auml;nken diese sich eher auf ein Herumkurieren an Symptomen. Die Wurzeln des Pflegenotstands k&ouml;nnen sie kaum anpacken.<br>\nDie Aufstockung der Vollzeitstellen f&uuml;r Pflegekr&auml;fte als Sofortprogramm ist ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein, ebenso die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verk&uuml;ndete Verbesserung der Entlohnung, auch durch die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifvertr&auml;ge. Vielmehr bedarf es einer grunds&auml;tzlichen Reform des Pflegesystems, wie es insbesondere in Schweden schon seit Jahren praktiziert wird.<br>\nDort besteht seit vielen Jahren eine Vollversorgung in der Kranken- und Altenpflege, die durch die Kommunen b&uuml;rgernah organisiert und aus Steuern finanziert wird. Die beitragspflichtige Pflegeversicherung in Deutschland ist hingegen nur eine Teilversicherung auf Bundesebene. Entsprechend geringer sind in Deutschland die finanziellen Ressourcen und damit auch die Pflegeleistungen. Gemessen am Bruttosozialprodukt sind die Ausgaben f&uuml;r die &ouml;ffentliche Pflege in Schweden etwa dreimal so hoch. Daf&uuml;r machen die privaten Kosten nur wenige Prozente aus, w&auml;hrend sie in Deutschland etwa die H&auml;lfte betragen und nach wie vor ein gro&szlig;er Teil der Pflege in den Familien selbst &ndash; und damit vor allem von Frauen &ndash; erbracht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Pflegenotstand\/%215502858\/\">Ursula Engelin-Kefer in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Warum die britische Regierung jetzt wieder Zugstrecken verstaatlicht<\/strong><br>\nDie britische Regierung muss die Zugstrecke zwischen London und Edinburgh wieder verstaatlichen &ndash; ein peinlicher R&uuml;ckschlag f&uuml;r die konservativen Tories. Die Opposition und gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hlen sich best&auml;tigt.<br>\nAls Verkehrsminister Chris Grayling vor die Abgeordneten im Unterhaus des Parlaments in London tritt, sieht man ihm an, dass er seine Erkl&auml;rung sehr ungern abgibt. Er liest stur von dem Blatt ab und schaut dabei kaum auf.<br>\nKein Wunder, dass er sich unwohl f&uuml;hlt: Der Konservative Grayling ist ein gl&uuml;hender Verfechter der freien Marktwirtschaft. Die Privatisierung des Zugverkehrs in Gro&szlig;britannien verteidigt er bei jeder Gelegenheit. Doch dieses Mal Mitte der Woche muss er dazu Stellung nehmen, dass diese Privatisierung auf der wichtigen East Coast Main Line gescheitert ist. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zehn Jahren ist es so: Der Staat muss einschreiten. Er nimmt die wichtige Strecke, die London unter anderem mit dem schottischen Edinburgh verbindet, zur&uuml;ck in die &ouml;ffentliche Hand.<br>\nStagecoach und Virgin, die den Zugverkehr auf der Strecke seit 2015 gemeinsam betrieben haben, h&auml;tten &ldquo;Fehler bei ihrem Angebot gemacht&rdquo;, sagt Grayling vor den Abgeordneten in London. &ldquo;In einer erfolgreichen Bahnindustrie k&ouml;nnen Franchises gelegentlich scheitern.&rdquo; Da Stagecoach und Virgin ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen k&ouml;nnten, werde der Vertrag zum 24. Juni hin beendet. Den Betrieb werde dann, zumindest vor&uuml;bergehend, die &ouml;ffentliche Hand weiterf&uuml;hren. Oder mit anderen Worten (die der Konservative Grayling nicht &uuml;ber die Lippen bringt): Der Zugverkehr auf der Strecke wird verstaatlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/east-coast-main-line-verstaatlichung-bringt-regierung-in-london-in-erklaerungsnot-a-1208349.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was spricht eigentlich dagegen die Infrastruktur der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge grunds&auml;tzlich unter staatlicher Regie zu betreiben? Wie sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat, bringt eine Privatisierung &ouml;ffentlicher Infrastruktur den B&uuml;rgern keinerlei Vorteile. Die einzigen Profiteure sind die privaten Investoren, die sich ihre Taschen mit Steuergelder f&uuml;llen. Was aber beispielsweise den rot-rot-gr&uuml;nen Senat in Berlin nicht davon abh&auml;lt weiter verst&auml;rkt die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums zu betreiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Undercover im Schwarzen Block<\/strong><br>\nEin Polizist soll sich unter die &bdquo;Welcome to Hell&ldquo;-Demo gemischt haben &ndash; vermummt. Doch Vermummung war der Grund, die Demo aufzul&ouml;sen.<br>\nStimmt es, ist es ein Skandal: S&auml;chsische Zivilpolizist*innen sollen undercover bei der G20-&ldquo;Welcome to Hell&ldquo;-Demonstration gewesen sein &ndash; vermummt im schwarzen Block. Die autonome Gro&szlig;demonstration am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg war von der Polizei am Losgehen gehindert und auseinander geschlagen worden, weil Teilnehmer*innen der Demo vermummt gewesen waren.<br>\nDie Aussage, unter den vermummten Demonstrant*innen seien s&auml;chsische Polizist*innen gewesen, kommt von einem beteiligten Beamten selbst: In einem Gerichtsprozess gegen einen G20-Gegner sagte er am Dienstag als Zeuge aus. (&hellip;)<br>\nStraftaten haben die Polizisten, wenn es denn stimmt, was der s&auml;chsische Beamte laut Peters ausgesagt hat, durch die Vermummung ebenfalls begangen. &bdquo;Hier wird deutlich, wie die Polizei von zwei Seiten zur Eskalation der Lage beigetragen hat&ldquo;, sagt Peters. &bdquo;Einerseits behelmt von au&szlig;en, und andererseits verdeckt, aus der Demo heraus.&ldquo;<br>\nIndem die Polizei Straftaten begehe und so auch andere Leute dazu anstifte, verkehre sie ihre Ur- und Kernaufgabe, Straftaten zu verhindern, ins Gegenteil. Peters geht davon aus, dass neben den vier Polizisten noch weitere Beamt*innen vermummt unter den G20-Gegner*innen waren, und im Zweifel vielleicht auch mal die erste Flasche geworfen haben. &bdquo;Ich glaube, das hier ist nur die Spitze des Eisbergs&ldquo;, sagt er.<br>\nAuch Christiane Schneider (Linke) geht von weit mehr derartigen F&auml;llen aus. Sie hatte den Verdacht am Donnerstagabend im G20-Sonderausschuss der B&uuml;rgerschaft &ouml;ffentlich gemacht und gefordert, dass der Senat umfassendes Videomaterial zur Aufkl&auml;rung zur Verf&uuml;gung stelle. Der Komplex &bdquo;Welcome to Hell&ldquo; war allerdings schon in einer vergangenen Sitzung des Ausschusses verhandelt worden &ndash; ohne dass die eingesetzten Zivilpolizisten unter den Demonstrierenden erw&auml;hnt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Verdeckter-Polizeieinsatz-bei-G20\/!5503378\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialismus ohne Bargeld<\/strong><br>\nDie Inflation in Venezuela erreicht gesch&auml;tzte 388.000 Prozent: Im t&auml;glichen Leben ist Bargeld praktisch verschwunden. Gl&uuml;cklich, wer Dollar oder Gold besitzt &ndash; alle anderen hungern.<br>\nCash zahlt bei Castillo schon lange niemand mehr, seit die Preise in Venezuela sich von Woche zu Woche im Schnitt um 21 Prozent erh&ouml;hen. Die schwindelerregende Teuerung hat das Bargeld im &ldquo;Sozialismus des 21. Jahrhunderts&rdquo; zu einem raren Gut werden lassen. Seit Anfang des Jahres ist es faktisch v&ouml;llig verschwunden &ndash; jedenfalls in der Hauptstadt Caracas. Nicol&aacute;s Maduros sch&ouml;ne neue Gesellschaftsordnung hat so wider Willen geschafft, wor&uuml;ber man in Europa noch erhitzt diskutiert &ndash; die bargeldlose Gesellschaft.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds prognostiziert Venezuela im Jahr 2018 eine Inflation von 13.864 Prozent. Venezolanische &Ouml;konomen halten das noch f&uuml;r viel zu optimistisch. &ldquo;Wir sagen dieses Jahr eine monatliche Preissteigerung von durchschnittlich 107 Prozent voraus, Tendenz steigend&rdquo;, sagt Jean Paul Leidenz. &ldquo;Wir werden das Jahr mit einer Inflation von 388.000 Prozent abschlie&szlig;en&rdquo;, glaubt der Chef&ouml;konom der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Econal&iacute;tica.<br>\nDie Konsequenzen sind bizarr. Wer Dollars hat und auf dem Schwarzmarkt tauschen kann, lebt wie ein K&ouml;nig. Wer wie die Mehrheit der Venezolaner auf den staatlichen Mindestlohn angewiesen ist, der hungert. Laut der j&auml;hrlichen Erhebung der drei wichtigsten venezolanischen Universit&auml;ten zu den Lebensbedingungen haben vergangenes Jahr 64 Prozent der Bev&ouml;lkerung bis zu elf Kilo an Gewicht verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/venezuela-und-die-hyper-inflation-sozialismus-ohne-bargeld-a-1208626.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Frage ist doch auch, ob sich nach einem Regime Change und der R&uuml;ckkehr der alten, USA-treuen Eliten an die Macht, die Lage f&uuml;r die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung wirklich wesentlich verbessern w&uuml;rde. Eine Orientierung liefert ein Blick nach Brasilien, nach dem kalten Putsch der alten Oligarchie. Selbstredend findet man zur aktuellen Situation in Brasilien faktisch keinerlei Berichterstattung in den deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Dort sind ja nun die &bdquo;Guten&ldquo; an der Regierung und allen geht es besser.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wenn Kliniken einem Feldlazarett gleichen<\/strong><br>\nRio de Janeiro leitet seit Langem unter einer Welle der Gewalt. Die Favelas gleichen nach Stra&szlig;enk&auml;mpfen zwischen kriminellen Banden und der Polizei einem Schlachtfeld. Knappe Ressourcen zwingen die behandelnden &Auml;rzte zu schweren Entscheidungen.<br>\nDieses Krankenhaus in einem Vorort von Rio de Janeiro gleicht einem Feldlazarett. Wer in die Notaufnahme des Ad&atilde;o Pereira Nunes kommt, f&auml;llt oft in eine von zwei Kategorien: Schussverletzung (PAF &ndash; nach den portugiesischen Anfangsbuchstaben) oder Stichverletzung (PAB). &ldquo;Wir bekommen ein PAF rein&rdquo;, ruft ein Arzt seinen Kollegen zu. Vor der T&uuml;r h&auml;lt ein Krankenwagen. Die Sanit&auml;ter ziehen einen Mann aus dem Auto, das Knie blutverschmiert, leerer Blick, die H&auml;nde in Handschellen. Die Polizei kommt gleich hinterher. Es ist ein Freitag, und es ist bereits die zehnte Schussverletzung des Tages. Die Klinik liegt in der Ortschaft Duque de Caxias im Gro&szlig;raum Rio de Janeiro, nahe der Favela Beira Mar und den Vierteln Belford Roxo, S&atilde;o Joao de Meriti und Mag&eacute;, wo die Gewalt immer mehr um sich greift.<br>\nDas Hospital Ad&atilde;o Pereira Nunes ist spezialisiert auf Traumatologie und Notf&auml;lle. &ldquo;Wir behandeln hier keine Kopfschmerzen&rdquo;, sagt Arzt Fernando Pedrosa. Im vergangenen Jahr versorgte sein Team 785 Patienten mit Schussverletzungen. Das sind mehr als zwei pro Tag &ndash; die h&ouml;chste Zahl in ganz Rio de Janeiro. &ldquo;Es gibt Leute, die sich dar&uuml;ber aufregen, wenn wir von einem &ldquo;Feldlazarett&rdquo; sprechen. Aber wie sollen wir ein Krankenhaus nennen, an dem wir an einem Samstag auch mal 15 Schussverletzungen behandeln?&rdquo;, fragt einer der &Auml;rzte.<br>\nDer Chirurg Thyago Pereira sagt: &ldquo;Nach der Art der Verletzungen, die wir hier behandeln, ist es wie im Irak oder Afghanistan. Woran in Rio kein Mangel herrscht, sind Kriegswaffen: Gewehre, Maschinengewehre. Abgesehen von Kriegsgebieten d&uuml;rfte die Zahl an Schussverletzungen, die wir hier behandeln, eine der h&ouml;chsten der Welt sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Wenn-Kliniken-einem-Feldlazarett-gleichen-article20439005.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Linken-Chef stellt wegen Luxusaff&auml;re Posten zur Verf&uuml;gung<\/strong><br>\nEin Landhaus f&uuml;r 600.000 Euro: Passt das zum Chef einer linken Partei? Eher nicht, finden die Mitglieder der spanischen Podemos &ndash; entsprechend gro&szlig; ist die Wut auf den Vorsitzenden Pablo Iglesias. Nun will er hinwerfen.<br>\nPodemos war in Spanien einst angetreten als Anti-Establishment-Partei, Anlaufstelle f&uuml;r junge W&auml;hler mit linkem bis linksradikalem Politikverst&auml;ndnis, gegen B&uuml;ndelung von Reichtum und Cliquenbildung der Eliten. Jetzt hat sich ihr Chef ein neues Landhaus gekauft &ndash; f&uuml;r 600.000 Euro, mit Pool und allerhand anderen oberklasse-verd&auml;chtigen Annehmlichkeiten. Die Begeisterung in der Partei h&auml;lt sich, kaum &uuml;berraschend, in Grenzen.<br>\nNun k&ouml;nnte die Sache personelle Konsequenzen haben. Podemos-Anf&uuml;hrer Pablo Iglesias hat seinen Posten zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Mitglieder von Podemos sollten dar&uuml;ber abstimmen, ob er und seine Frau Irene Montero ihre Spitzenfunktionen in der Partei behalten sollten, k&uuml;ndigte Iglesias am Wochenende in Madrid an. Die Abstimmung soll schon bald erfolgen, Einzelheiten k&ouml;nnten am Montag bekanntgegeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/spanischer-linken-chef-stellt-wegen-luxus-affaere-posten-zur-verfuegung-a-1208804.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&uuml;rde die SPIEGEL-Online-Story so stimmen, w&auml;re dies ein weiteres Beispiel f&uuml;r den Selbstzerst&ouml;rungszwang linker Bewegungen. Dem ist aber wohl eher nicht so. Es geht bei der Kritik aus den Reihen von Podemos nicht darum, dass Iglesias sich auf Kredit ein Haus der mittleren Preisklasse gekauft hat, sondern darum, dass 600.000 Euro f&uuml;r dieses Haus ein erstaunlich niedriger Preis sind. Dazu muss man wissen, dass es in Spanien lange Zeit &uuml;blich war, einen gro&szlig;en Teil des Immobilienpreises &bdquo;am Vertrag vorbei&ldquo; in bar zu zahlen und dabei nicht nur Steuern zu umgehen, sondern vor allem auch um die Herkunft von Schwarzgeld zu verschleiern. Wenn dies beim Hauskauf von Iglesias und Montero tats&auml;chlich der Fall war, ist dies nat&uuml;rlich ein R&uuml;cktrittsgrund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Man darf Sahra kein Etikett anh&auml;ngen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Partei diskutiert aber eine ganz andere Frage: die Zuwanderung. Der Leitantrag des Bundesvorstands bekennt sich zu einer Politik der offenen Grenzen. Dagegen gibt es &ndash; etwa aus den Kreisen um Sahra Wagenknecht &ndash; Widerstand.<br>\nIch glaube keineswegs, dass das Thema Zuwanderung die zentrale Frage aktueller linker Politik ist. Ich finde es nicht zielf&uuml;hrend, dass das Thema Migration in der Partei in den letzten Wochen h&auml;ufig auf der Folie innerparteilicher Auseinandersetzung behandelt worden ist. Es ist doch nachvollziehbar, dass hier kontrovers diskutiert wird. Unsere Aufgabe ist es nicht, &uuml;ber Kontingentierung oder Obergrenzen zu reden. Wir m&uuml;ssen und werden weiter einen Kontrapunkt zur Regierungspolitik setzen: Die Bundesregierung schafft mit ihrer t&auml;glichen Politik Ursachen f&uuml;r Flucht, Vertreibung und Ungerechtigkeit. Die Fl&uuml;chtlinge, die kommen, sind die Botschafter der Kriege und des Elends dieser Welt. Das zu &auml;ndern, ist der Kern linker Politik. Eine linke Haltung ist, alles zu tun, dass jede und jeder dort, wo er oder sie geboren ist, seine F&auml;higkeiten und Fertigkeiten entfalten kann &ndash; sp&auml;ter frei w&auml;hlen kann, wo er wohnt und arbeitet. Offene Grenzen f&uuml;r Menschen in Not ist eine Haltung, zu der ich immer gestanden habe. Das Asylrecht muss wieder hergestellt werden. Aber der von mir beschriebene Zusammenhang sollte Grundlage sein.<br>\nWas hei&szlig;t das aber praktisch? Muss der Staat nicht in der Lage sein, zu steuern?<br>\nDas geschieht zuallererst dadurch, dass man Fluchtursachen wirksam bek&auml;mpft. Dann sorgt man daf&uuml;r, dass weniger Menschen fliehen m&uuml;ssen. Alles andere f&uuml;hrt in die Irre.<br>\n&Uuml;ber Begrenzungen diskutiert in der Partei vor allem Frau Wagenknecht. F&uuml;hrt also auch ihre Sicht in die Irre?<br>\nSahra Wagenknecht hat selbst einger&auml;umt, dass sie nicht jeden Satz der Vergangenheit so wiederholen w&uuml;rde. Diese darf man ihr dann in der Partei nicht immer wieder als Etikett anh&auml;ngen. Ihre Position ist eine, die es in der Linken relevant gibt. Andere sind bei anderen Themen in einer Minderheitenposition. Mit aller Deutlichkeit widerspreche ich jedoch Vorw&uuml;rfen, Sahra Wagenknecht vertrete AfD-nahe Positionen. Das ist unsinnig. Dass wir in der Partei ernsthaft &uuml;ber Flucht, Integration usw. diskutieren, ist richtig. Das machen andere Parteien leider nicht mehr. Aber wir d&uuml;rfen in keine Falle laufen, uns an dem Thema verbei&szlig;en und dar&uuml;ber unsere Gemeinsamkeiten verlieren.<br>\nWelche Falle?<br>\nDie eigentliche Auseinandersetzung in der Gesellschaft ist nicht der Konflikt von innen und au&szlig;en, sondern der Gegensatz zwischen obsz&ouml;nem Reichtum und bitterer Armut, also oben und unten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.interview-mit-linkenfraktionschef-bartsch-man-darf-sahra-kein-etikett-anhaengen.cd06a6b9-ab47-45be-8a4c-45c9d9bc58a3.html\">Stuttgarter-Zeitung.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>ARD-Faktenfinder seppelt sich ins journalistische Abseits<\/strong><br>\n&ldquo;Seit einem Jahr kl&auml;rt der ARD-Faktenfinder &uuml;ber Desinformation auf&ldquo;, verk&uuml;ndet die ARD auf ihrer Website. Doch statt der proklamierten Aufkl&auml;rung dominiert faktenfreie Meinungsmache. Paradebeispiel ist der letzte Artikel zu &ldquo;russischer Propaganda&rdquo;. (&hellip;)<br>\nH&auml;tten die verantwortlichen ARD-Redakteure des Faktenfinder-Artikels, Patrick Gensing und Silvia St&ouml;be, allerdings auch nur die banalsten Standards journalistischer Recherche eingehalten, w&auml;re ihnen aufgefallen, dass RT Deutsch im Verlauf von drei Jahren ganze drei (!) Artikel zur Person von Hajo Seppelt ver&ouml;ffentlicht hat: Zwei Artikel im Jahr 2016, keinen einzigen im Jahr 2017 und einen Artikel nach seinem vorl&auml;ufigen Visumsentzug im Mai 2018. Von einem medialen &ldquo;Kreuzfeuer&rdquo; RT Deutschs gegen Seppelt kann also nach objektiven Kriterien keine Rede sein. (&hellip;)<br>\nW&uuml;rde der Faktenfinder sich tats&auml;chlich seinem Namen verpflichtet f&uuml;hlen, dann m&uuml;sste er, neben dem Verweis auf die damalige explizite Distanzierung der ARD gegen&uuml;ber Seppelt, auch darlegen, das die Vorw&uuml;rfe ihres &ldquo;Doping-Experten&rdquo; gegen russische Sportler auf ebenso zweifelhaften Grundlagen beruhen.<br>\nDenn Dreh- und Angelpunkt von Seppelts &ldquo;Doping-Enth&uuml;llungen&rdquo; ist sein &ldquo;Kronzeuge&rdquo;, der ehemalige Leiter des russischen Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow. Seppelts Vorwurf des Staatsdopings st&uuml;tzt sich beinahe ausschlie&szlig;lich auf dessen Aussagen. Doch dieser Kronzeuge hat inzwischen einen gro&szlig;en Teil seiner Glaubw&uuml;rdigkeit eingeb&uuml;&szlig;t. Rodtschenkow hat gegen&uuml;ber der WADA seine fr&uuml;heren Aussagen mittlerweile in weiten Teilen widerrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/70011-ard-faktenfinder-seppelt-sich-ins-abseits\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf diesen Beitrag des &bdquo;Faktenfinder&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h16\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Auf dem Weg zur totalen &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nDie chinesische Regierung baut derzeit ein System auf, das das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Kritiker sehen darin einen Schritt zur totalen &Uuml;berwachung.<br>\nWer schaut heimlich Pornos? Wer l&auml;stert &uuml;ber die Partei in den sozialen Netzwerken? Wer f&auml;hrt einfach bei Rot &uuml;ber die Ampel? Wer pflegt seine Eltern nur halbherzig? Wer wirft seinen M&uuml;ll auf die Stra&szlig;e? Die chinesische Regierung will Antworten auf all diese Fragen. Daher durchleuchtet der Einparteien-Staat seine B&uuml;rger digital bis ins kleinste Detail.<br>\nChina baut derzeit ein System auf, das das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Das chinesische sogenannte &ldquo;Sozialkreditsystem&rdquo; soll m&ouml;glichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Partei-Treue und soziales Verhalten.<br>\nDas chinesische Big Data Projekt ist in Gr&ouml;&szlig;e und Ausma&szlig; weltweit beispiellos. Kein anderes Land treibt es so radikal voran, seine B&uuml;rger im digitalen Zeitalter zu kontrollieren.<br>\nDieses nationale Bewertungssystem erinnert westliche Beobachter an die totale &Uuml;berwachung in George Orwells Roman &ldquo;1984&rdquo;. Zuk&uuml;nftig wollen die Machthaber nach einem Punktesystem dar&uuml;ber entscheiden, wer ein guter und wer ein schlechter B&uuml;rger ist.<br>\nKristin Shi-Kupfer ist Sinologin und Politologin vom Mercator Institute for China Studies (Merics) in Berlin. Sie leitet den Forschungsbereich Politik, Gesellschaft und Medien. Shi-Kupfer sagt, dass Fehlverhalten bereits jetzt drastische Konsequenzen haben k&ouml;nne. &ldquo;F&auml;llt die eigene Bonit&auml;tsbewertung, drohen mittlerweile zahlreiche Strafen, die je nach Ort oder Anbieter sehr unterschiedlich aussehen k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rte sie. &ldquo;Wenn jemand seine Rechnungen nicht p&uuml;nktlich bezahlt, ein Verkehrsdelikt begeht, politisch unliebsame &Auml;u&szlig;erungen ver&ouml;ffentlicht oder sich um den Milit&auml;rdienst dr&uuml;ckt, sinkt seine Punktzahl auf der Bewertungsskala.&rdquo;<br>\nPersonen mit einer schlechten Bewertung k&ouml;nnten dann zum Beispiel keine Tickets mehr f&uuml;r Fl&uuml;ge oder Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge kaufen, so Kupfer. Auch sei es dann problematisch, in bestimmte Hotels einzuchecken oder die Kinder auf bestimmte Schulen zu schicken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ueberwachung-china-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein solches &bdquo;Modell&ldquo; entspricht nahezu 1:1 der Dystopie, die Marc Elsberg in seinem Thriller &bdquo;Zero&ldquo; beschreibt &ndash; mit den kleinen Unterschied, dass in China &bdquo;Big Data&ldquo; durch den Staat vorangetrieben wird, w&auml;hrend bei uns im Westen (noch) die Privatwirtschaft die gr&ouml;&szlig;ten Anstrengungen unternimmt, Daten zu Profilen zu vereinen, um Menschen zu bewerten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schuld und S&uuml;hne: Menschenrechtliche Bedenken gegen eine Wirtschaftspolitik der H&auml;rte<\/strong><br>\nUngew&ouml;hnlich deutlich &auml;u&szlig;erte sich Kardinal Christoph Sch&ouml;nborn im M&auml;rz zu Fragen der Wirtschaftspolitik. Staatsschulden seien von moralischem &Uuml;bel, da sie &bdquo;die soziale Leistungsf&auml;higkeit des Staates&ldquo; einschr&auml;nken und &bdquo;unsere Kinder und die n&auml;chsten Generationen&ldquo; zu viel kosten w&uuml;rden. Einsparungen, mit denen Neuverschuldung verhindert und Budgetkonsolidierung erreicht werden soll, haben indes weniger zum Abbau von Schuld(en) beigetragen, sondern soziales Leid und humanit&auml;re Krisen mitten in Europa ausgel&ouml;st und eine Reihe von Rechtsverletzungen nach sich gezogen. Dass und inwiefern Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen Eingriffe in Grund- und Menschenrechte darstellen, soll im folgenden Beitrag umrissen werden. (&hellip;)<br>\nDas Nulldefizit wird also von manch einem schon als eine religi&ouml;se Notwendigkeit gesehen. Es sei solidarisch und gerecht und &bdquo;wenn wir alle zusammenhalten, dann wird die Last der Opfer gerecht verteilt sein&ldquo;. &bdquo;Catholic Guilt&ldquo; legitimiert nun also auch die &ouml;sterreichische Wirtschafts- und Budgetpolitik. Damit l&auml;sst sich Zukunft auch tats&auml;chlich gestalten. Daf&uuml;r br&auml;uchte es allerdings einen Abbau gesamtwirtschaftlicher Ungleichgewichte sowie Investitionen in &ouml;ffentliche Infrastruktur, soziale Dienstleistungen, in Bildung und Chancengleichheit.<br>\nEine Wirtschafts- und Budgetpolitik, die vorrangig auf Sparen setzt, kann sich dies aber nicht leisten. Ausschlie&szlig;lich ausgabenseitige Konsolidierungsma&szlig;nahmen des Staatshaushaltes in Krisenzeiten funktionieren in der Eurozone schon theoretisch nicht, es gibt auch einen empirisch best&auml;tigten Zusammenhang zwischen Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen und negativer wirtschaftlicher Entwicklung: Jene L&auml;nder, welche die umfangreichsten Budgetkonsolidierungsma&szlig;nahmen durchsetzten, erlitten die gr&ouml;&szlig;ten Wachstumsverluste, wie Philipp Heimberger dargestellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/menschenrechtliche-bedenken-wirtschaftspolitik\/\">A&amp;W blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufruf: Durch Haushalts- und Steuerpolitik zu mehr Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t!<\/strong><br>\nIn der Haushalts- und Steuerpolitik muss sozialdemokratische Handschrift sichtbar sein. Die SPD hat u.a. damit f&uuml;r den Eintritt in die Gro&szlig;e Koalition geworben, dass das Finanzministerium unter SPD-F&uuml;hrung kommen k&ouml;nnte und damit andere Weichenstellungen m&ouml;glich w&uuml;rden als dies unter einem Finanzminister Sch&auml;uble der Fall w&auml;re.<br>\nDie Einhaltung der Schuldenbremse zur Richtschnur der Haushaltsplanung zu machen und gleichzeitig die sprudelnden Steuereinnahmen zur Gl&auml;ttung der kalten Progression verwenden zu wollen, sind keine anderen Weichenstellungen. Diese beiden Zielsetzungen des jetzigen Finanzministers Scholz bedeuten keine zukunftsweisende Politik f&uuml;r mehr Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t. Diese Politik f&uuml;hrt nicht zur St&auml;rkung des Staates und setzt nicht auf gesamtgesellschaftliche Stabilit&auml;t und einen l&auml;ngerfristig nachhaltigen Haushalt. Dies ist eine Politik bestenfalls des &bdquo;Weiter so&ldquo;. (&hellip;)<br>\nJetzt gilt es, die staatliche Handlungsf&auml;higkeit zu st&auml;rken. Zentrale Aufgabe sozialdemokratischer Haushaltspolitik muss es sein, die Investitionsquote konjunkturunabh&auml;ngig deutlich zu erh&ouml;hen. Auf mittlere Sicht m&uuml;sste jedes Jahr ein mittlerer zweistelliger Milliardenbetrag investiert werden. Wir brauchen einen h&ouml;heren Investitionspfad und antizyklisches Handeln in der Krise. Steuersenkungen k&ouml;nnen wir uns nicht leisten. Die einhergehenden Mindereinnahmen schw&auml;chen nur die staatliche Investitionsf&auml;higkeit.\n<ol>\n<li>Wir brauchen mehr &ouml;ffentliche Investitionen in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz, Verkehr und Wohnungsbau. Diese m&uuml;ssen entweder &uuml;ber Kredite und\/oder h&ouml;here Steuern auf gro&szlig;e Einkommen und Verm&ouml;gen finanziert werden.<\/li>\n<li>Wer die Einkommenssituation von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten verbessern will, der muss ihre Verhandlungsmacht st&auml;rken.<\/li>\n<li>Daf&uuml;r brauchen wir eine politische St&auml;rkung des Tarifsystems von oben. Die SPD muss darauf dr&auml;ngen, dass die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen erleichtert wird und daf&uuml;r sorgen, dass Tarifvertr&auml;ge so lange kollektiv nachwirken bis ein neuer Vertrag an ihre Stelle tritt. Eine st&auml;rkere Tarifbindung bringt den Besch&auml;ftigten mehr als Steuersenkungen (Abbau der kalten Progression).<\/li>\n<li>Steuern m&uuml;ssen jetzt mindestens auf der gleichen Grundlage erhoben werden, wenn nicht sogar f&uuml;r Bestverdienende und Verm&ouml;gende angehoben werden, auch um gewappnet zu sein f&uuml;r eine &ndash; wann auch immer kommende &ndash; Wachstumsdelle oder Schrumpfung.<\/li>\n<li>Jetzt muss Armut im eigenen Land bek&auml;mpft werden z.B. durch Korrekturen bei Hartz IV.<br>\nDie Mehrheit der SPD-Mitglieder hat einer weiteren Gro&szlig;en Koalition zugestimmt! Aber nicht, um zu erleben, dass bessere CDU-Politik gemacht wird, sondern damit mehr sozialdemokratische Politik im Regierungshandeln gew&auml;hrleistet wird!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.forum-dl21.de\/aufruf-zum-haushalt\/\">DL21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AS:<\/strong> Stand 20.05.\/ 12:30 Uhr gibt es bisher lediglich 160 Unterzeichner\/innen. Zwar habe ich keine Hoffnung, dass dieser Appell Olaf Scholz zu irgendeiner &Auml;nderung bewegen wird, aber dass und wie sich die Parteilinke der SPD zum Thema positioniert, ist ein richtiges Signal. Die GroKo-Bef&uuml;rworter in der SPD gr&auml;men sich hoffentlich t&auml;glich ob der SPD-Politik(er) in der Regierung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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