{"id":4409,"date":"2009-12-16T08:55:22","date_gmt":"2009-12-16T07:55:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4409"},"modified":"2009-12-16T09:02:03","modified_gmt":"2009-12-16T08:02:03","slug":"hinweise-des-tages-1043","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4409","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kompensation zu Lasten der Bildung; Nachholbedarf im &Ouml;ffentlichen Dienst; Klientelpolitik f&uuml;r Pharmakonzerne; Familienministerin K&ouml;hlers d&uuml;rftiges Werk; Ackermanns Hohn; Abzocke statt Beratung; Leiden an der Arbeit; Miegels d&uuml;stere Zukunft; der Sumpf der hessischen Finanzverwaltung; Justizministerin sperrt Internetzugang; Studiengeb&uuml;hren eine Barriere; Beruhigungspille Bildung; Krieg der Kanzlerin; die &Uuml;berlebenden von Guant&aacute;namo; Focus feuert R&uuml;ttgers-Kritiker. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Kreatives Kompensieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">&Ouml;ffentlicher Dienst: Unterdurchschnittlicher Anstieg der Tarifverdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Schwarz-Gelb macht Klientelpolitik f&uuml;r Pharmakonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Familienministerin K&ouml;hlers Doktorarbeit &ldquo;Gerechtigkeit als Gleichheit?&ldquo; &ndash; eine musterg&uuml;ltige Typ-II-Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Entflechtung als Abschreckung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Der Hohn des Josef Ackermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Abzocke mit Provision<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Wall Street will sich von Washington-Diktat befreien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Aufregung um Boni-Steuer &ndash; Londoner Banker verzocken sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Leiden an der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Meinhard Miegel: &ldquo;Das eigentliche Problem ist die Vorstellung, dass es in jedem Jahr mehr sein muss&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Hessische Finanzverwaltung: Verr&auml;terische Liste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Justizministerium sperrt WDR.de &ndash; Ministerin sieht keine Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">HIS-Studie: Studienberechtigte 2008 &ndash; Studien- und Ausbildungswahl ein halbes Jahr nach Schulabgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Ende des Aussortierens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Christoph Butterwegge: Beruhigungspille Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Interview zur Kundus-Aff&auml;re: &ldquo;Die Fehleinsch&auml;tzung lag im Kanzleramt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Krieg der Kanzlerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Irak-Krieg: Blair wollte Saddam einfach nur loswerden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Bleibende Sch&auml;den: Die &Uuml;berlebenden von Guant&aacute;namo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Focus feuert R&uuml;ttgers-Kritiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Aus Emp&ouml;rung &ndash; Ex-SWR-Intendant Vo&szlig; tritt aus CDU aus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4409&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kreatives Kompensieren<\/strong><br>\nDamit die Bundesl&auml;nder dem Milliarden-Steuerpaket der Koalition zustimmen, soll auf Kosten der Bildung gespart werden: Durch diverse Finanztricks k&ouml;nnten die Bildungsausgaben der L&auml;nder sch&ouml;ngerechnet werden. Geht es nach den Vereinbarungen einer Strategiegruppe von Kanzleramt, Bundesministerien und Staatskanzleien, d&uuml;rfen die Bundesl&auml;nder mit fiktiven Mietzahlungen f&uuml;r die Liegenschaften von Schulen, Hochschulen und Kindertagesst&auml;tten k&uuml;nftig die Statistik ihrer Bildungsausgaben sch&ouml;nrechnen. Ohne reales Geld zus&auml;tzlich auszugeben, k&auml;me die &ouml;ffentliche Hand dem Ziel n&auml;her, 10 Prozent des j&auml;hrlichen Sozialprodukts f&uuml;r Bildung und Forschung auszugeben. &ldquo;Bund und L&auml;nder gehen davon aus, dass kalkulatorische Unterbringungskosten in H&ouml;he von 10 Milliarden Euro pro Jahr auf das 10-Prozent-Ziel angerechnet werden k&ouml;nnen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Papier der Strategiegruppe, die sich aus Vertretern von Bundesregierung und Ministerpr&auml;sidenten zusammensetzt. Die Kultusministerien der L&auml;nder waren nicht beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2009%2F12%2F15%2Fa0001&amp;cHash=8d2c96d60d\/&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor allen Augen wird der B&uuml;rger betrogen, aber macht sich der B&uuml;rger die M&uuml;he hinzuschauen? Schreien die Zeitungen Betrug, Verrat, Wortbruch? <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;ffentlicher Dienst: Unterdurchschnittlicher Anstieg der Tarifverdienste<\/strong><br>\nDie Tarifentwicklung im &ouml;ffentlichen Dienst ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich langsamer verlaufen als in den meisten anderen Branchen. Dies geht aus einer Analyse des WSI-Tarifarchivs in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor. Seit dem Jahr 2000 sind die Tarifverg&uuml;tungen im &ouml;ffentlichen Dienst in den alten Bundesl&auml;ndern nominal um 17 Prozent gestiegen, in der Gesamtwirtschaft dagegen um 21,4 Prozent und in einzelnen Branchen der Privatwirtschaft um bis zu 27,4 Prozent (Metallindustrie). Die etwas st&auml;rkeren Tarifsteigerungen der Jahre 2007 bis 2009 haben den R&uuml;ckstand des &ouml;ffentlichen Dienstes nicht wettmachen k&ouml;nnen (siehe Grafik in der pdf-Version dieser Pressemitteilung; Link unten). Die Berechnungen basieren auf dem j&auml;hrlichen Anstieg der Tarifverdienste einschlie&szlig;lich Pauschal- und Einmalzahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2009_12_15.pdf\">B&ouml;ckler [PDF &ndash; 40.8 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schwarz-Gelb macht Klientelpolitik f&uuml;r Pharmakonzerne<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac wirft der schwarz-gelben Regierungskoalition vor, Klientelpolitik im Interesse der Pharmakonzerne zu machen und die Kosten auf die gesetzlich Krankenversicherten abzuw&auml;lzen. Anlass f&uuml;r die Kritik ist die gestrige Ank&uuml;ndigung des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, die &Uuml;berforderungsklausel, nach der eine Krankenkasse einem Mitglied maximal ein Prozent seines Verdienstes zus&auml;tzlich abverlangen darf, k&ouml;nne nicht bestehen bleiben. Gleichzeitig plant die Bundesregierung die Abl&ouml;sung von Peter T. Sawicki als Leiter des &ldquo;Instituts f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen&rdquo; (IQWiG).<br>\n&ldquo;Beides sind zwei Seiten derselben Medaille: Sawicki ist einer der effektivsten Kostend&auml;mpfer im Gesundheitswesen, indem er massiven Druck auf die Pharmaindustrie aus&uuml;bt. Wenn er geschasst wird, steigen die Pharmakosten weiter. Auffangen sollen dies die Geringverdiener unter den gesetzlich Versicherten durch einen h&ouml;heren Zusatzbeitrag&rdquo;, sagte Manfred Baberg von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Soziale Sicherungssysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2009\/12\/15\/schwarz-gelb-macht-klientelpolitik-fuer-pharmakonzerne\/?cHash=b8614d9dc0\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Familienministerin K&ouml;hlers Doktorarbeit &ldquo;Gerechtigkeit als Gleichheit?&ldquo; &ndash; eine musterg&uuml;ltige Typ-II-Arbeit<\/strong><br>\nKristina K&ouml;hler hat untersucht, in welchem Umfang die vertretenen Grundwerte der CDU-Bundestagsabgeordneten deckungsgleich sind mit denen der einfachen CDU-Mitglieder.<br>\nDas Ergebnis der Arbeit ist &hellip; eindeutig: Frau K&ouml;hler res&uuml;miert nach 650 ausgewerteten Frageb&ouml;gen und viel empirischer Interpretationsarbeit:<br>\n&ldquo;Die CDU-Mitglieder scheinen also mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit bereit zu sein, f&uuml;r einen gr&ouml;&szlig;eren Wohlstand aller oder auch eines Teils der Bev&ouml;lkerung mehr soziale Ungleichheit hinzunehmen. Eine Nivellierung nach unten, eine Schlechterstellung der Bessergestellten um einer egalit&auml;reren Verteilung willen, lehnen sie mit gro&szlig;er Mehrheit ab.&rdquo;<br>\nDie Bundestagsabgeordneten hingegen, so die Autorin, vertreten viel st&auml;rker egalit&auml;re, also gleichmacherische Grundideen als die einfachen Parteimitglieder, deren Weltbild sich offenbar immer noch auf die Kurzform &ldquo;Freiheit statt Sozialismus&rdquo; bringen l&auml;sst. Diese Feststellung darf man wohl getrost als einen Appell an die CDU-Mandatstr&auml;ger im Bundestag verstehen, die Sozialdemokratisierung aus der Zeit der Gro&szlig;en Koalition hinter sich zu lassen und wieder ins wirtschaftsliberale Lager einzur&uuml;cken. Wer sich bis zum Ende durchgek&auml;mpft hat, der begreift, dass die ganzen 303 Seiten der Dissertation von Frau Dr. K&ouml;hler eigentlich nichts weiter sind als eine Aufforderung an die CDU, ihre neoliberale Programmatik von 2005 zu reanimieren. Der Firnis der Wissenschaft kann diese Botschaft kaum &uuml;berdecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/andruck\/1087834\/\">DFL Andruck<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abschreckung<\/strong><br>\nZum Werkzeugkasten des starken und selbstbewussten Staats muss geh&ouml;ren, dass er das Recht hat, Unternehmen zu zerschlagen, wenn sie zu m&auml;chtig geworden sind. Denn die Folgen von zu viel Marktmacht sind f&uuml;r die Volkswirtschaft katastrophal. Die B&uuml;rger werden geschr&ouml;pft, viel Geld wird in die Taschen von Aktion&auml;ren geleitet. In den USA gibt es die entsprechenden Bestimmungen seit 100 Jahren. Jetzt will Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle die Entflechtungsparagraphen im deutschen Wettbewerbsrecht nachtragen. Das ist &uuml;berf&auml;llig. Die Botschaft h&ouml;rt der Freund des Wettbewerbs wohlwollend, allein der Glaube an wirksame Bestimmungen fehlt. In den USA ist das Gesetz massiv entwertet worden. Br&uuml;derle hofft auf den Abschreckungseffekt, dass es reicht, den Gro&szlig;en die Instrumente zu zeigen. Wenn er sich da mal nicht t&auml;uscht. Die m&auml;chtigsten Konzerne sind hierzulande vor allem Energieversorger. Und die haben bislang eher den Politikern vorgeschrieben, wie sie Energiepolitik zu machen haben, als umgekehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2143438&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Hohn des Josef Ackermann<\/strong><br>\nWelch freudige Nachricht f&uuml;r die Aktion&auml;re der Deutschen Bank: Zehn Milliarden Euro will das Frankfurter Geldinstitut 2011 vor Steuern verdienen &ndash; und damit den Rekordgewinn aus dem Jahr 2007 um drei Milliarden Euro toppen. Aus diesen Ank&uuml;ndigungen spricht nichts als Hohn. Hohn f&uuml;r die Aufseher, Zentralbanker und Politiker in Frankfurt, Berlin, Br&uuml;ssel und Washington. Sie d&uuml;rfen reden, sie d&uuml;rfen die Banker &ldquo;Bonzen&rdquo; nennen, wie es unl&auml;ngst US-Pr&auml;sident Barack Obama getan hat. Doch handeln werden sie nicht. Da scheinen sich Ackermann und seine Kollegen sicher zu sein. Die Parlamente werden keine Gesetze verabschieden, die den Finanzkapitalismus in irgendeiner Form beeintr&auml;chtigen. Sie werden die Spekulation, an denen die Deutsche Bank so hervorragend verdient, nicht brechen. Beispiel gef&auml;llig: Satte zwei Drittel der zehn Milliarden Euro sollen &uuml;bern&auml;chstes Jahr aus dem Investmentbanking kommen. Aus dem Bereich also, der von den Zockern lebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2143636&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist nicht der Hohn des Herrn Ackermann, es ist der Hohn unserer kapitalh&ouml;rigen Politelite, die jeden Flatus des Finanzkapitals f&uuml;r systemrelevant erkl&auml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abzocke mit Provision<\/strong><br>\nAnstatt die &raquo;Realwirtschaft&laquo; mit Krediten zu versorgen, ziehen es deutsche Banken vor, ahnungslosen Privatkunden zweifelhafte Geldanlagen anzudrehen. Wer bislang glaubte, die Finanzkrise h&auml;tte ein Umdenken in der Kreditwirtschaft bewirkt, wird durch eine am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Studie der Stiftung Warentest seiner Illusionen beraubt. Die Stiftung testete 21 Gro&szlig;banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken in insgesamt 147 Beratungsgespr&auml;chen. Die Kreditinstitute wussten nicht, dass es sich bei den vermeintlichen Kunden um Tester der Verbraucherschutzorganisation handelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-16\/057.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wall Street will sich von Washington-Diktat befreien<\/strong><br>\nMit der Citigroup und Wells Fargo zahlen die letzten US-Gro&szlig;banken Staatshilfen zur&uuml;ck. Dahinter steckt Kalk&uuml;l: Jetzt k&ouml;nnen die Geldkonzerne wieder ungest&ouml;rt agieren und mit satten Boni locken. Washington verliert die Kontrolle &uuml;ber die Finanzwirtschaft &ndash; da helfen auch Obamas Standpauken wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-667091,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.D.:<\/strong> Bemerkenswert ist die Bezeichnung der Finanzbranche als Industrie von Barack Obama: Die Banken schaffen keinen Mehrwert in einer Volkswirtschaft durch die Produktion von G&uuml;tern bzw. Technologien, vielmehr dienen sie als Mittler zwischen den volkswirtschaftlichen Akteuren &ndash; Unternehmern sowie privaten und &ouml;ffentlichen Haushalten. Die Bezeichnung Industrie ist somit irref&uuml;hrend, aber ein gutes Beispiel f&uuml;r Meinungsmanche.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aufregung um Boni-Steuer &ndash; Londoner Banker verzocken sich<\/strong><br>\nDie Strafsteuer auf Boni erregt die Londoner City &ndash; Banker drohen mit Umzug, Investmentfirmen warnen vor dem Exodus ihrer Top-Leute. Doch die kalkulierte Emp&ouml;rung ist ein Bluff: Banker sind nicht so mobil, wie sie behaupten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,druck-667144,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Soweit sehr sch&ouml;n. Aber vielleicht k&ouml;nnte der SPIEGEL auch mal seine eigene Argumentation in Bezug auf Deutschland revidieren: die &ldquo;Leistungstr&auml;ger&rdquo; ziehen aus Deutschland weg, wenn man sie zu hoch besteuert, man darf die Verm&ouml;genden nicht zu hart anpacken usw. Alles nur Zweckl&uuml;gen, um das Steuerdumping propagandistisch zu begleiten? Mal ganz davon abgesehen, dass dieses Verhalten nicht nur unmoralisch ist, sondern gesetzlich unterbunden werden k&ouml;nnte, z. B. durch Besteuerung von Deutschen auch im Ausland. Im &Uuml;brigen hat auch der SPIEGEL selbst noch vorgestern (!) die Hysterie &uuml;ber den Wegzug von &ldquo;Topbankern&rdquo; (wer ist das eigentlich? die mit den h&ouml;chsten Bonuszahlungen?) gesch&uuml;rt.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-666797,00.html\">Spiegel vom 13.12.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Leiden an der Arbeit<\/strong><br>\n&Uuml;berlastung, Gewalt, verlorener Stolz, schlechtes Arbeitsklima: Die Arbeitsbedingungen bei France T&eacute;l&eacute;com aus der Sicht der Angestellten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31733&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers J.D.:<\/strong> Ist es verwunderlich, dass sich immer weniger Mitarbeiter mit &ldquo;ihrer&rdquo; Firma identifizieren, wenn sie nur noch als &ouml;konomisches Produkt betrachtet werden, als sog. Humankapital? Durch die strikte &Ouml;konomisierung des Arbeitslebens und die Hervorhebung der Idee des &ldquo;Intrapreneurs&rdquo;, also des (angestellten) Unternehmers im Unternehmen ist der Mitarbeiter vielfach letztendlich zu einer Zahl degradiert worden. Das firmeninternen Controlling erstellt die Salden &uuml;ber Abteilungen und Mitarbeiter und hebt oder senkt den Daumen, je nachdem, ob der Saldo im Soll oder im Haben steht. Die strikte Orientierung an Zielen und Zahlen nennt man im BWL-Sprech zielorientiertes Management (Management by Objectives). Der Mitarbeiter ist also in erster Linie dazu da, den Zielen der Firma zu dienen und den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aber wie soll sich der Mitarbeiter nun mit den Zielen identifizieren? Hat der kleine Angestellte oder Arbeiter &uuml;berhaupt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Firmenfinanzen, oder kennt er den Markt, den sein Unternehmen bearbeitet und kann er daraus die wirtschaftlichen Konsequenzen ableiten? Es ist das Bild des Intrapeneurs, des Homo Oeconomicus, dass in den Menschenbildern der BWL immer wieder zum Vorschein kommt &ndash; und das es so nicht gibt. Es ist die immerw&auml;hrende Kontrolle: Ziele werden aufgestellt, an denen sich Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten messen lassen m&uuml;ssen. Werden sie nicht erf&uuml;llt, so muss sich der Mitarbeiter rechtfertigen. Gl&auml;serne B&uuml;ros lassen keinen Raum mehr f&uuml;r Privatheit, die Erfassung von Betriebsdaten in der Produktion lassen jeden Fehler, jede &ldquo;Bummelei&rdquo; sofort sichtbar werden. In Call-Centern werden die Gespr&auml;che zwischen Mitarbeiter und Kunde &uuml;berwacht, Umsatzziele sind unbedingt einzuhalten. Wie soll in solch einer Atmosph&auml;re Menschlichkeit und Fairness &uuml;berstehen? Ist sie nicht im Gegenteil geradezu eine Einladung dazu, Menschen als Vorgesetzte zu installieren, welche die Mentalit&auml;t von Sklaventreibern besitzen? Und weiter: Durch die sogar staatlich gef&ouml;rderte Zunahme der Leiharbeit wird das soziale System Betrieb noch weiter unterh&ouml;hlt. Wie soll man sich als Leiharbeiter mit dem Einsatzunternehmen identifizieren? Man wei&szlig; nicht wie lange man bleibt, die Bezahlung ist schlecht. Die Leiharbeit zeigt zudem auf, wie die Beziehung zwischen dem Vorgesetztem bzw. Disponenten und der ihm zugeordneten Mitarbeiter zerst&ouml;rt wird. Eine echte Beziehung zwischen diesen gibt es nur, wenn eine neue Arbeit aufgenommen werden soll. Ansonsten sieht man sich kaum. Wenn es keine Arbeit mehr gibt, ist der Weg zur K&uuml;ndigung nicht lang. Der Leiharbeiter &ndash; ein Betriebsmittel. Aber auch f&uuml;r all diejenigen Arbeiter und Angestellten, die einen Festvertrag haben sind es vor allem in gro&szlig;en Unternehmen nicht besser. Die Verwaltung, sprich Personalabteilungen, Controlling usw., wurden im Zuge der Gewinnmaximierung zentralisiert, um so genannten Synergieeffekte zu heben. Eine sch&ouml;ne Umschreibung daf&uuml;r, dass Personal abgebaut wurde und wird, um den Gewinn zu erh&ouml;hen. Was sich allerdings verringerte, war und ist der pers&ouml;nliche Kontakt dieser Abteilungen mit den ausf&uuml;hrenden Einheiten. Konnten fr&uuml;her Probleme &uuml;ber den kurzen Dienstweg noch pers&ouml;nlich geregelt werden, sind nun Formulare auszuf&uuml;llen oder ein mehr oder weniger langer Austausch von E-Mails zu f&uuml;hren. Mehr und mehr tritt das technische im sozio-technischen System Betrieb in den Vordergrund. Vorg&auml;nge, Prozesse, werden formalisiert und normiert und dann automatisiert. Zeit ist Geld &ndash; mit dem Ergebnis, dass heute keiner mehr Zeit hat. Aber Zeit ist es gerade, was soziale Beziehungen brauchen und der Mikrokosmos Unternehmen lebt von Beziehungen. Die Menschen m&uuml;ssen sich wertgesch&auml;tzt f&uuml;hlen. Dies schlie&szlig;t auch das finanzielle mit ein, da Beziehungen erst bei materieller Absicherung dauerhaft sein k&ouml;nnen. Ansonsten herrscht Konkurrenz und eine st&auml;ndig latente Aggressivit&auml;t, die sich immer wieder Bahn bricht. In einer Zeit, wo das Bild des Menschen einseitig von Politik und Wirtschaft als Wirtschaftsfaktor, als Humankapital, als Intrapreneur betrachtet wird, herrscht das Streben nach Beherrschung, nach Kontrolle vor. Konkurrenz als Gesellschaftsmodell. Wer es nicht schafft, Konkurrenz auszuschalten und seinen Gewinn an Macht und Geld zu erh&ouml;hen, wird als Au&szlig;enseiter abgestempelt. Es gibt viele Au&szlig;enseiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Meinhard Miegel: &ldquo;Das eigentliche Problem ist die Vorstellung, dass es in jedem Jahr mehr sein muss&rdquo; <\/strong><br>\nProf. Dr. Meinhard Miegel ist Jurist, Sozialwissenschaftler und Publizist. Er ist Vorstand des Denkwerks Zukunft &ndash; Stiftung kulturelle Erneuerung und besch&auml;ftigt sich mit &Uuml;berlegungen zum Umbau des Sozialstaats, den Ver&auml;nderungen der Arbeitsgesellschaft und der Kritik an der Wachstumsideologie, die er in seinem letzten Buch: &ldquo;Epochenwende. Gewinnt der Westen die Zukunft?&rdquo; behandelt hat.<br>\nTelepolis: Sie treten daf&uuml;r ein, dass die gesetzliche Rente gestutzt werden soll; sie soll in Zukunft nur noch eine Basisversorgung sein. Stattdessen soll man zus&auml;tzlich privat vorsorgen. Sie warnen vor dem ansonsten bevorstehenden Kollaps der gesetzlichen Rente. Ihr Institut wird aber durch Unternehmensspenden finanziert, u.a. arbeiten Sie f&uuml;r das Deutsche Institut f&uuml;r Altersvorsorge, die der Deutschen Bank geh&ouml;rt. Der &Ouml;konom Albrecht M&uuml;ller kritisiert diese Verflechtung von Politik, Wissenschaft und Versicherungswirtschaft, und wirft Ihnen vor, gezielt die gesetzliche Rente zu schw&auml;chen.\n<p>Meinhard Miegel: Also die Vorw&uuml;rfe von Albrecht M&uuml;ller sind aus meiner Sicht v&ouml;llig haltlos. Auf mich oder auf meine Mitarbeiter ist von niemandem jemals Druck ausge&uuml;bt worden. Was die Kritiker h&auml;ufig &uuml;bersehen, ist, dass ich mich schon in dieser Richtung ge&auml;u&szlig;ert habe, als das Institut noch gar nicht existiert hat. Es ist auch nicht richtig, dass mein Anliegen das Stutzen der gesetzlichen Rente ist, sondern ich pl&auml;diere &ndash; und das jetzt mit zunehmender Zustimmung auch in der Politik, aber insbesondere in der Bev&ouml;lkerung &ndash; f&uuml;r eine steuerfinanzierte Grundsicherung. Eine solche Grundsicherung bedeutet f&uuml;r viele Menschen, insbesondere f&uuml;r Frauen, eine deutliche Verbesserung ihrer Transferversorgung. Es ist also nicht so, dass jetzt f&uuml;r alle eine Absenkung erfolgen wird, sondern f&uuml;r einen Teil bedeutet es deutliche Verbesserung, f&uuml;r einen anderen Teil &ndash; n&auml;mlich f&uuml;r die Teile, die hohen Renten oder Pensionen beziehen &ndash; bedeutet das eine Verschlechterung. Sie werden weniger haben als heute. Im Hinblick auf lange &Uuml;bergangszeiten &ndash; ich habe immer von 25 Jahren gesprochen &ndash; ist es aber m&ouml;glich, allerdings aber auch erforderlich, dass man neben dieser gesetzlichen Grundsicherung private Vorsorge betreibt. Das ist mein Punkt. Ich m&ouml;chte eine Verbesserung der wirtschaftlich Schwachen in ihrer Stellung im Alter. Wir haben mittlerweile eine Grundsicherung, auch wenn sie etwas anders aussieht, als ich mir das vorstelle. Und auf der anderen Seite sage ich, dass die wirtschaftlich Starken in der Lage sind, und das sollten auch tun, privat vorzusorgen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31680&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es lohnt sich, mal bei Prof. Miegels Stiftung herumzust&ouml;bern; da sto&szlig;en wir auf diverse Weggef&auml;hrten und Geistesverwandte von Miegel, welche ebenfalls die Musik auf der demographischen Orgel beherrschen, z.B.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Kurt Biedenkopf<\/li>\n<li>Warnfried Dettling<\/li>\n<li>Bernd Katzenstein (Deutsches Institut f&uuml;r Altesvorsorge GmbH, eine Gesellschaft der Deutschen-Bank-Gruppe)<\/li>\n<li>Heinrich Oberreuter<\/li>\n<li>Elisabeth Pott (Bundeszentrale f&uuml;r gesundheitliche Aufkl&auml;rung, Mitglied im Kuratorium der Bertelsmann Stiftung)<\/li>\n<li>Tremmel, J&ouml;rg, Wissenschaftlicher Direktor der Stiftung f&uuml;r die Rechte zuk&uuml;nftiger Generationen(hat Leute wie Raffelh&uuml;schen und Weidenfels und eben Miegel im Kuratorium)<\/li>\n<li>Wolfgang Kenntemich (MDR; das sollten wir im Hinterkopf behalten, falls dort mal eine einschl&auml;gige Sendung laufen sollte)<\/li>\n<\/ul>\n<p><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.denkwerkzukunft.de\/index.php\/stiftung\/index\/mitwirkende\">Denkwerk Zukunft (Mitwirkende)<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"?p=2251\">Nachdenkseiten vom 13.04.2007<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"?p=4053#h22\">Nachdenkseiten, Hinweise des Tages vom 09.07.2009<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hessische Finanzverwaltung: Verr&auml;terische Liste<\/strong><br>\nIn der Aff&auml;re um vier hessische Steuerfahnder, die mit vors&auml;tzlich falschen Gutachten f&uuml;r psychisch krank erkl&auml;rt und aus dem Dienst entfernt wurden, hat Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ckgewiesen, seine Finanzverwaltung habe seit dem Jahr 2005 insgesamt 22 Finanzbeamte von dem mittlerweile verurteilten Psychiater Thomas H. untersuchen lassen. Man sei daf&uuml;r nicht zust&auml;ndig. &ldquo;Das ist Aufgabe des Hessischen Amts f&uuml;r Versorgung und Soziales, das dem Ministerium f&uuml;r Arbeit und Gesundheit unterstellt ist&rdquo;, betonte ein Sprecher des Ministers. Aber: In der Liste, die vom Finanzministerium herausgegeben wurde und der FR vorliegt (siehe Abbildung), hei&szlig;t es eindeutig, dass die Gutachten des Psychiaters Thomas H. &ldquo;im Auftrag der Oberfinanzdirektion bzw. von Finanz&auml;mtern&rdquo; erstellt worden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2143302_Hessische-Finanzverwaltung-Verraeterische-Liste.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung B.B.:<\/strong> Ei, wer all das f&uuml;r Hirngespinste h&auml;lt ,sollte einmal in das L&uuml;gengespinst eines sich als absoluten Staates betrachtenden bayrischen Staates mit seine CSU einsteigen, das der ehemalige bayerische Finanzbeamte Wilhelm Schl&ouml;tterer mit seinen inzwischen 70 Jahren unter dem Titel &ldquo;Macht und Missbrauch&rdquo; herausgegeben hat &ndash; trotz der vollkommen sachlich n&uuml;chternen Schilderung ist das einfach spannend. Ja, Schl&ouml;tterer fand, dass der Roman von Lion Feuchtwanger &ldquo;Der Erfolg&rdquo; eigentlich so richtig zeitlos seine G&uuml;ltigkeit habe &ndash; und jetzt eben in Hessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Justizministerium sperrt WDR.de &ndash; Ministerin sieht keine Zensur<\/strong><br>\nD&uuml;sseldorf. Das nordrhein-westf&auml;lische Justizministerium verweigert Kritikern den vollen Zugang zum Netz: Die Bediensteten der NRW-Justiz k&ouml;nnen von ihrem Arbeitsplatz nicht mehr auf die Online-Seite des WDR zugreifen. Nach dem Ausbruch von zwei Schwerverbrechern aus einem Aachener Gef&auml;ngnis wurde in Foren auf der Webseite heftige Kritik an Ministerin Roswitha M&uuml;ller-Piepenk&ouml;tter (CDU) ver&ouml;ffentlicht &ndash; zu den Autoren geh&ouml;rten auch Justizbedienstete. Nach einer internen Mitteilung vom vergangenen Donnerstag, die der FR exklusiv vorliegt, wurde die Seite nun gesperrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/2143349_Nordrhein-Westfalen-Ministerin-stoppt-Internet-Kritik.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>HIS-Studie: Studienberechtigte 2008 &ndash; Studien- und Ausbildungswahl ein halbes Jahr nach Schulabgang<\/strong><br>\nEine Analyse der Studienverzichtsgr&uuml;nde zeigt, dass finanziellen Aspekten sehr h&auml;ufig eine hohe Bedeutung zukommt. So bekunden gut drei Viertel (77 %) der Studienberechtigten ohne Studienabsicht, dass das Fehlen der n&ouml;tigen finanziellen Voraussetzungen f&uuml;r ein Hochschulstudium gegen die Realisierung ihrer Studienoption spricht. F&uuml;r 73 % der Studienberechtigten, die ihre Studienoption nicht einl&ouml;sen, sind u. a. Schulden aufgrund eines Studienkredites oder des BAf&ouml;G-Darlehensanteils ein bedeutender Grund f&uuml;r den Studienverzicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/publikation\/archiv\/X_Pub\/index_html?reihe_nr=U1103\">HIS zum Download<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jeder vierte Studienberechtigte gibt also an, im Jahr 2008 kein Studium aufzunehmen. 69 Prozent habe sich wegen Studiengeb&uuml;hren gegen ein Studium entschieden, bei den Frauen liege der Anteil sogar bei 75 Prozent.<br>\nDiese Umfrage ist ein weiterer Beleg daf&uuml;r, wie hoch die finanziellen und damit vor allem auch die sozialen Barrieren bei der Aufnahme eines Studiums sind. Da helfen dann auch nicht Stipendienprogramme f&uuml;r Hochbegabte, die gleichfalls &uuml;berwiegend Studierenden aus bildungsnahen Familien zu gute kommen. Studienf&ouml;rderung geht nur &uuml;ber das BAf&ouml;G.<br>\nDar&uuml;ber sollte sich der Bildungsgipfel endlich klar werden und da k&ouml;nnte auch der Bund ohne die f&ouml;deralistische Fessel sofort aktiv werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ende des Aussortierens<\/strong><br>\nEine Konvention der Uno ver&auml;ndert den deutschen Bildungsalltag: Immer h&auml;ufiger klagen Eltern mit Erfolg dagegen, dass ihre Kinder auf Sonder- oder F&ouml;rderschulen geschickt werden. Ein kompletter Zweig des deutschen Unterrichtssystems steht damit zur Disposition.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-665802,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.W.:<\/strong> H&ouml;rt sich zun&auml;chst gut an, bis die verr&auml;terische Stelle kommt: &ldquo;Dass es auch anders funktionieren kann, beweist die &ldquo;Pinguin&rdquo;-Klasse der Sophie-Scholl-Schule in Gie&szlig;en. &hellip; Die Sophie-Scholl-Schule nimmt alle auf: Lernbehinderte, geistig Behinderte, sozial Auff&auml;llige. &ldquo;Wir haben auch Hochbegabte&rdquo;, sagt Invield Helmer, die kommissarische Leiterin der privaten Grund- und Gesamtschule.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung MB: Und dann wird noch eine Studie der Bertelsmann Stiftung zitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge: Beruhigungspille Bildung<\/strong><br>\nBewohnerinnen und Bewohner eines westlichen Industrielandes, das sich als &raquo;Wirtschaftsstandort&laquo;, &raquo;Exportweltmeister&laquo; und &raquo;Wissensgesellschaft&laquo; versteht, begreifen (Weiter-)Bildung in aller Regel nicht mehr als M&ouml;glichkeit zur Welterkenntnis oder zur Pers&ouml;nlichkeitsentwicklung, sondern blo&szlig; noch als Mittel ihrer beruflichen Qualifikation, das &ouml;konomischen Verwertungsinteressen bzw. dem Ziel dient, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten oder zu verbessern. Gleichzeitig avanciert Bildung im &ouml;ffentlichen Diskurs zum Allheilmittel f&uuml;r die politischen Haupt&uuml;bel, als da sind: (Kinder-)Armut, (Jugend-)Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung der Familien und Werteverlust, Zerfall der Gesellschaft und wachsende soziale Ungleichheit. Hier soll diese Ideologie am Beispiel der Armut widerlegt und gezeigt werden, wie sie nicht blo&szlig; falsche Schuldzuweisungen an Minderheiten hervorbringt, sondern auch die Durchsetzung sinnvoller Alternativen der Gesellschaftsver&auml;nderung erschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/12-16\/018.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Interview zur Kundus-Aff&auml;re: &ldquo;Die Fehleinsch&auml;tzung lag im Kanzleramt&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige UN-Sonderbeauftragte in Afghanistan, Tom Koenigs, attackiert Merkel: Sie habe jegliche Diskussion im Wahlkampf vermieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/314\/497617\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Krieg der Kanzlerin<\/strong><br>\nIn der Kunduz-Aff&auml;re steht Verteidigungsminister zu Guttenberg in der Kritik. Doch welche Rolle spielte Angela Merkel? Was wusste das Kanzleramt? Die Regierungschefin muss endlich ihrer F&uuml;hrungsverantwortung gerecht werden und bei der Aufkl&auml;rung die Initiative ergreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-667189,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vor allem sollte die Kanzlerin den Strategiewechsel der Bundeswehr in Afghanistan erkl&auml;ren, den offenbar nicht einmal der Bundestag mitbekommen hat, geschweige denn die Bev&ouml;lkerung. Waren bis zum Sommer zumindest offiziell die milit&auml;rischen Aktionen der Bundeswehr auf Selbstverteidigung beschr&auml;nkt, so ist mit der &Auml;nderung der so genannten Taschenkarte, die die Einsatzbefugnisse der Soldaten regelt, ein Ma&szlig; Pr&auml;ventivma&szlig;nahmen&nbsp; erreicht worden, das auch die Vernichtung potentieller Angreifer erlaubt, kurzum alles, was nach Taliban ausschaut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Irak-Krieg: Blair wollte Saddam einfach nur loswerden<\/strong><br>\nAm Montag platzte Sir Ken MacDonald der Kragen: Der angesehene fr&uuml;here Chef der britischen Strafverfolgungsbeh&ouml;rden lie&szlig; alle diplomatischen Gepflogenheiten fahren. Ex-Premierminister Tony Blair sei ein &ldquo;Speichellecker&rdquo; gewesen, polterte MacDonald ungehalten. Blair habe, um dem damaligen US-Pr&auml;sidenten George W. Bush zu Gefallen zu sein, das eigene Land mit &ldquo;alarmierender List&rdquo; irregef&uuml;hrt, und die Briten &ldquo;in einen t&ouml;dlichen Krieg hineingeredet&rdquo;. Washington habe Blair &ldquo;den Kopf verdreht&rdquo;, fuhr MacDonald fort. In der Folge habe Bushs williger britischer Partner eine Invasion unterst&uuml;tzt, die zu &ldquo;einer au&szlig;enpolitischen Schande epischer Proportionen&rdquo; wurde. Den Zorn etlicher Landsleute &ndash; und vieler Parteifreunde &ndash; hatte sich Tony Blair am Wochenende zugezogen, als er in einem Fernsehinterview eine erstaunliche Aussage machte. Er w&auml;re, gestand Blair, auch dann in den Krieg gegen den Irak gezogen, wenn er nicht geglaubt h&auml;tte, dass Saddam Hussein sich im Besitz bedrohlicher Waffen befand: &ldquo;Ich h&auml;tte es auch dann f&uuml;r richtig gehalten, ihn loszuwerden.&rdquo; In einem solchen Fall &ldquo;h&auml;tte man nat&uuml;rlich andere Argumente &uuml;ber die Art der Gefahr benutzen&rdquo; m&uuml;ssen, die Saddam f&uuml;r die weitere Welt darstellte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=2143292&amp;em_loc=1231&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_polstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas sp&auml;te und leicht heuchlerische Reaktionen, denn in fast jeder besseren Zeitung Kontinentaleuropas wurde die Argumentation Blairs hinterfragt und in Gro&szlig;britannien wusste jeder, der sich 2004 den Butler-Report zu Gem&uuml;te gef&uuml;hrt hatte, Bescheid. Selbst bei der Abstimmung zum Irakkrieg votierten 140 Labour-Abgeordnete gegen den Krieg. Ein Minister und zwei Staatssekret&auml;re aus Blairs Regierung traten aus Protest gegen dessen Irak-Politik zur&uuml;ck. Also allzu &uuml;berraschend kann das Eingest&auml;ndnis Blairs nicht gekommen sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Bleibende Sch&auml;den: Die &Uuml;berlebenden von Guant&aacute;namo<\/strong><br>\nAls Pr&auml;sident Obama im Januar 2009 seinen Amtseid ablegte, hatte das Camp Delta in Guant&aacute;namo 245 Insassen; heute sind es noch rund 220. Wenn das Lager auf der US-Basis in Kuba geschlossen wird, wie es Obama vorschwebt, werden etwa 80 Gefangene entweder in ihr Heimatland zur&uuml;ckgeschickt oder Asyl in einem Drittland finden. 60 weitere will die US-Regierung vor Gericht stellen. Die &Uuml;brigen sollen auf unabsehbare Zeit hinter Gittern bleiben. Von ihnen k&ouml;nnen einige nicht angeklagt werden, weil die Beweise gegen sie nicht gerichtsverwertbar sind &ndash; h&auml;ufig wegen zu brutaler Verh&ouml;rmethoden -, die anderen gelten als zu gef&auml;hrlich, um in die Freiheit entlassen zu werden.<br>\nWas soll, wenn Obama seinen Plan durchzieht, aus den Figuren in den grell orangefarbenen Overalls werden, die bis heute in den Container-Zellen von Camp Delta leben? Eine Antwort versuchen Laurel Fletcher und Eric Stover in ihrem Buch &uuml;ber den &ldquo;Guant&aacute;namo-Effekt&rdquo; zu geben.(1) Beide Autoren sind Juristen, die an der Berkeley University lehren und speziell &uuml;ber Menschenrechte arbeiten. Zwischen Januar 2002 (als die ersten Gefangenen nach Guant&aacute;namo geflogen wurden) und Oktober 2008 (als Fletcher und Stover ihre Studie abschlossen) waren fast 800 M&auml;nner aus 46 L&auml;ndern in Guant&aacute;namo eingesperrt. Ihren H&ouml;chststand erreichte die Anzahl der Insassen im Sommer 2003 mit etwa 660, bis zum Sommer 2005 ging sie auf etwa 250 zur&uuml;ck. Die Autoren haben mit 62 der inzwischen entlassenen 550 H&auml;ftlinge ausf&uuml;hrliche Interviews gef&uuml;hrt. Auf der Basis dieses Materials zeichnen sie ein &ldquo;umfassendes Bild vom Leben in Guant&aacute;namo und von den Auswirkungen der Haftbedingungen auf das Leben der Gefangenen und ihrer Familien.&rdquo;<br>\nAuch was den Kampf gegen den Terrorismus anbelangt, hat die Gefangennahme und Misshandlung mutma&szlig;licher Terroristen eher d&uuml;rftige Resultate erbracht: Bislang wurden nur 23 &ldquo;unlawful combatants&rdquo; identifiziert und angeklagt, auf 30 Gefangene kommt also nur eine Anklage. 2003 musste die CIA in einem Top-Secret-Bericht zugeben, dass ein Drittel der 600 Guant&aacute;namo-Insassen keinerlei Verbindung zum Terrorismus hatten. Wom&ouml;glich war es, wie der erste Lagerkommandant, Generalmajor Michal Dunlavey, sp&auml;ter erkl&auml;rte, auch die H&auml;lfte.4 Das FBI h&auml;lt inzwischen selbst das noch f&uuml;r verfehlt: Einer seiner Experten erkl&auml;rte gegen&uuml;ber dem Nationalen Sicherheitsrat der US-Regierung, dass es sich bei &ldquo;allenfalls f&uuml;nfzig&rdquo; der Gefangenen lohne, sie in Haft zu behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/12\/11.mondeText1.artikel,a0045.idx,14\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Focus feuert R&uuml;ttgers-Kritiker<\/strong><br>\nDas Magazin Focus den Leiter des D&uuml;sseldorfer B&uuml;ros, Karl-Heinz Steink&uuml;hler entlassen. Angeblich wegen betriebsbedingter Gr&uuml;nde. Steink&uuml;hler hatte sich in der Vergangenheit h&auml;ufig durch R&uuml;ttgers-Kritische Berichte hervorgetan.<br>\nWie es hei&szlig;t, hat der Focus die Leitung des D&uuml;sseldorfer B&uuml;ros gestrichen. Die verbliebenen Mitarbeiter in der nordrhein-westf&auml;lischen Landeshauptstadt sollen demnach in Zukunft direkt aus M&uuml;nchen kontrolliert werden. Steink&uuml;hler hatte in der Vergangenheit beispielsweise die E-Mail-Aff&auml;re der Staatskanzlei enth&uuml;llt. Dabei ist bekannt geworden, dass die Staatskanzlei direkt die Bespitzelung der Chefin der NRW-SPD, Hannelore Kraft, angeleitet hatte. Zudem hatte Steink&uuml;hler&nbsp; die engen Kontakte zwischen dem WAZ-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Bodo Hombach und R&uuml;ttgers-Staatskanzlei offenbart. Damals &uuml;bte die Staatskanzlei massiven Druck auf den Focus aus und versuchte per Brief kaum verhohlen Steink&uuml;hler feuern zu lassen. Focus-Chefredakteur und Herausgeber Helmut Markwort des hatte sich damals hinter Steink&uuml;hler gestellt. Jetzt kommt mit Wolfram Weimer ein neuer Chefredakteur zum Focus. Dessen Schwester arbeitet in R&uuml;ttgers Staatskanzlei. Vielleicht wurde jetzt der Druck auf den Focus aus D&uuml;sseldorf zu heftig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ruhrbarone.de\/focus-feuert-ruttgers-kritiker\/\">Ruhrbarone<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Aus Emp&ouml;rung &ndash; Ex-SWR-Intendant Vo&szlig; tritt aus CDU aus<\/strong><br>\nPeter Vo&szlig; ist ein kantiger Typ. Nicht nur wegen seiner markanten Gesichtsz&uuml;ge, sondern auch wegen seiner Art, wie er als Intendant einst mit harter Hand aus SDR und SWF den fusionierten S&uuml;dwestrundfunk geformt und dann gef&uuml;hrt hat. Und nun wird der 68-J&auml;hrige seinem Ruf als Unbeugsamer wieder mal gerecht. Vo&szlig; hat wegen der Art und Weise, wie der hessische Ministerpr&auml;sident Roland Koch (CDU) den Sturz von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender herbeigef&uuml;hrt hat, seinen Austritt aus der CDU erkl&auml;rt und sein Parteibuch an den Kreisverband Baden-Baden zur&uuml;ckgegeben. &ldquo;Herr Koch hat mit seinem Vorgehen der CDU, dem ZDF und den Medien im Allgemeinen schwer geschadet&rdquo;, begr&uuml;ndet Vo&szlig; seinen Schritt. Nun k&ouml;nnte man meinen, der Parteiaustritt von Vo&szlig; sei ein Akt alter Verbundenheit mit den Mainzelm&auml;nnchen, wo er einst seine Br&ouml;tchen verdiente &ndash; unter anderem als Moderator beim &ldquo;heute-journal&rdquo; und ab 1990 als stellvertretender Chefredakteur. Aber so sehr Vo&szlig; noch heute enge Kontakte nach Mainz pflegt, so sehr geht es ihm im Fall Brender um Grunds&auml;tzliches. &ldquo;Was hier passiert ist, ist h&ouml;chst gef&auml;hrlich f&uuml;r das Image des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks und ein Angriff auf die Unabh&auml;ngigkeit des Senders.&rdquo; Andere Parteipolitiker, so f&uuml;rchtet Vo&szlig;, &ldquo;werden dadurch ermuntert, es genauso zu machen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/stn\/page\/detail.php\/2318415\/r_article_print\">Stuttgarter Nachrichten<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Kompensation zu Lasten der Bildung; Nachholbedarf im &Ouml;ffentlichen Dienst; Klientelpolitik f&uuml;r Pharmakonzerne; Familienministerin K&ouml;hlers d&uuml;rftiges Werk; Ackermanns Hohn; Abzocke statt Beratung; Leiden an der Arbeit; Miegels d&uuml;stere Zukunft; der Sumpf der hessischen Finanzverwaltung; Justizministerin sperrt Internetzugang; Studiengeb&uuml;hren eine Barriere; Beruhigungspille Bildung; Krieg der Kanzlerin; die &Uuml;berlebenden von Guant&aacute;namo; Focus<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4409\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4409","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4409"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4409\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}