{"id":44094,"date":"2018-05-24T08:31:30","date_gmt":"2018-05-24T06:31:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094"},"modified":"2018-05-24T08:31:30","modified_gmt":"2018-05-24T06:31:30","slug":"hinweise-des-tages-3125","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h01\">#fairLand: SPD-Altlinker unterst&uuml;tzt linke Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h02\">In deutschen St&auml;dten wachsen die Gettos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h03\">O bella, ciao! bella, ciao! bella, ciao, ciao, ciao!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h04\">Die USA haben Europas Wirtschaft (und Politik) im W&uuml;rgegriff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h05\">JEFTA stoppen: Offener Brief an Bundestagsabgeordnete<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h06\">T&ouml;dlicher Siegeszug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h07\">Voller Energie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h08\">&ldquo;Er ist ja auch Schriftsteller und kein Jurist&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h09\">Gedem&uuml;tigt auf dem Wohnungsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h10\">&Ouml;PP im Verkehrs-Haushalt schadet Baumittelstand und Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h11\">Ge&auml;ndertes Atomgesetz: Kabinett beschlie&szlig;t Entsch&auml;digung f&uuml;r Atomkonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h12\">Merkel hielt alle zum Narren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h13\">Zuckerbergs Auftritt vor dem EU-Parlament &ndash; Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44094#h14\">Paukenschlag bei DuMont und Madsack: Verlagsh&auml;user gr&uuml;nden gemeinsame Hauptstadt-Redaktion<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#fairLand: SPD-Altlinker unterst&uuml;tzt linke Sammlungsbewegung<\/strong><br>\nDas Projekt von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine nimmt Konturen an: Mit Rudolf Dre&szlig;ler spricht sich der erste prominente Sozialdemokrat f&uuml;r die Sammlungsbewegung aus. Seine Partei h&auml;lt er f&uuml;r &ldquo;todkrank&rdquo;. [&hellip;]<br>\nAls erster prominenter Sozialdemokrat unterst&uuml;tzt er die linke Sammlungsbewegung der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und ihres Ehemanns Oskar Lafontaine. Er unterschreibe den Aufruf unter dem Motto #fairLand, sagte Dre&szlig;ler dem SPIEGEL. Das Ziel: eine linke Mehrheit, die durch den Absturz der SPD bei der Bundestagswahl verloren ging.<br>\nBislang wurde das Papier, &uuml;ber das der SPIEGEL in der vergangenen Woche exklusiv berichtete, noch nicht offiziell vorgestellt. Es handelt sich um einen von mehreren Texten aus dem engeren Kreis der Bewegung, an denen derzeit noch gefeilt wird. Zahlreiche Formulierungen &auml;hneln fr&uuml;heren Aussagen Wagenknechts und Lafontaines.<br>\n&ldquo;Eine andere, linke Politik in diesem Land ist alleine mit meiner Partei nicht mehr m&ouml;glich&rdquo;, sagte Dre&szlig;ler. Der Status quo reiche ihm nicht, deshalb schlie&szlig;e er sich Wagenknecht und Lafontaine an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fairland-rudolf-dressler-unterstuetzt-linke-sammlungsbewegung-a-1209055.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll dieser klar abwertend konotierte Terminus &ldquo;Altlinker&rdquo;. Die Assoziation liegt auf der Hand, wer sich f&uuml;r die Belange der B&uuml;rger einsetzt und deren Lebensverh&auml;ltnisse verbessern will und das noch solidarisch und kollektiv, der ist von vorgestern. Heute z&auml;hlt individuelle Selbstvermarktung und Selbstverwirklichung, leider auch bei vielen Salonlinken. All das ist sicher nur ein Vorgeschmack auf den publizistischen Shitstorm der in den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; losbrechen wird, sollte die Initiative #fairLand auch nur ansatzweise Erfolg haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In deutschen St&auml;dten wachsen die Gettos<\/strong><br>\nIn Deutschlands St&auml;dten vertiefe sich die soziale Spaltung, sagen Forscher. Vor allem in Ostdeutschland sei die Entwicklung gravierend.<br>\nArme und Reiche leben in deutschen St&auml;dten immer seltener T&uuml;r an T&uuml;r. Besonders ausgepr&auml;gt ist die soziale Spaltung in Ostdeutschland, das zeigt eine Studie des Berliner Wissenschaftszentrums f&uuml;r Sozialforschung.<br>\nF&uuml;r ihre Studie haben die Autoren die soziale Durchmischung in 74 deutschen St&auml;dten f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2014 untersucht. In rund 80 Prozent dieser Kommunen habe die r&auml;umliche Ballung von Menschen zugenommen, die von staatlichen Sozialleistungen wie Hartz IV lebten. In Ostdeutschland sei die Entwicklung mit 23 Prozent deutlich sp&uuml;rbarer als in westdeutschen St&auml;dten mit rund acht Prozent.<br>\nDie h&ouml;chsten Werte sozialer Ungleichheit beim Wohnen ermittelten die Forscher im Osten f&uuml;r Rostock, Schwerin, Potsdam, Erfurt, Halle und Weimar. Stark betroffen waren aber auch einige St&auml;dte in Westdeutschland, darunter Kiel, Saarbr&uuml;cken und K&ouml;ln.<br>\n&ldquo;Dieses Niveau kennen wir bisher nur von amerikanischen St&auml;dten&rdquo;, sagte Forscher Marcel Helbig. Die Dynamik der Ver&auml;nderung sei vor allem im Osten &ldquo;historisch beispiellos&rdquo;. [&hellip;]<br>\nIn 36 deutschen St&auml;dten gibt es nach der Analyse inzwischen Quartiere, in denen mehr als die H&auml;lfte der Kinder von staatlichen Leistungen abh&auml;ngig ist. &ldquo;Diese Entwicklung kann sich negativ auf die Lebenschancen armer Kinder ausweiten&rdquo;, sagte Autorin Stefanie J&auml;hnen. &ldquo;Aus der Forschung wissen wir, dass die Nachbarschaft den Bildungserfolg beeinflusst.&rdquo;<br>\nEine &Uuml;berraschung f&uuml;r die Forscher war, dass viele Sozialwohnungen die r&auml;umliche Ungleichheit in einer Stadt sogar noch verst&auml;rkten. Denn Sozialwohnungen seien heute vor allem in Stadtteilen zu finden, in denen ohnehin schon die Armen wohnen, erl&auml;uterte J&auml;hnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ghetto-bildung-nimmt-in-deutschlands-staedten-zu-a-1209141.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Armut und soziale Spaltung wie in den USA? Viertel mit 50% der Kinder im Hartz-IV-Bezug? Kann gar nicht sein, denn &ldquo;Deutschland geht es gut&rdquo;. Ist aber Fakt, jedenfalls dort, wo ich mich in den Gro&szlig;st&auml;dten umschaue, wo es fr&uuml;her schon nicht so toll war und heute der weitere Abstieg sichtbar ist. Daf&uuml;r noch mal vielen lieben Dank, SPD, CDU\/CSU, Gr&uuml;ne und FDP. Wer w&auml;hlt die eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>O bella, ciao! bella, ciao! bella, ciao, ciao, ciao!<\/strong><br>\nDie Dummheit des Nordens in Sachen Schulden trifft Italien schon wieder ins Mark und provoziert noch radikalere &bdquo;L&ouml;sungen&ldquo;. Wann wird man jemals verstehen?<br>\nOb Petra Gerster wohl wusste, was sie sagte, als sie gestern in der heute-Sendung des ZDF den ersten Beitrag zu Italien mit dem Satz (hier) einleitete, Italien habe derzeit 2300 Milliarden Schulden und die neuen Populisten, die in Rom an die Macht gekommen seien, wollten tats&auml;chlich teure Reformen durchf&uuml;hren. Ihr Kollege Claus Kleber meinte wenig sp&auml;ter in seiner unvergleichlichen Mischung aus Ignoranz und Arroganz sogar, dass man die Italiener jetzt von Br&uuml;ssel aus &bdquo;an die Kandare&ldquo; nehmen m&uuml;sse, wenn die Eurozone Bestand haben solle.<br>\nIn diesen Tagen feiert die makro&ouml;konomische Dummheit wieder fr&ouml;hliche Urst&auml;nd. Und es Dummheit zu nennen, ist keine &Uuml;ber- sondern eher eine Untertreibung. Nat&uuml;rlich ist es immer noch die Dummheit der schw&auml;bischen Hausfrau, die partout nicht verstehen will, dass es keine Verbesserung einer Wirtschaftslage irgendwo geben kann, ohne dass die Schulden steigen. Sie will insbesondere nicht verstehen, dass sich auch in Deutschland die Wirtschaftslage nur bessert, wenn die Verschuldung steigt. Im deutschen Fall ist es allerdings die Verschuldung des Auslandes, die dabei ben&ouml;tigt wird. Die ist uns aber wurscht egal, &uuml;ber die regen wir uns nur auf, wenn wir &ndash; oh Schreck &ndash; auf einmal feststellen, dass die anderen noch h&ouml;her als zuvor verschuldet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/o-bella-ciao-bella-ciao-bella-ciao-ciao-ciao\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die GroKo der Eurokritiker<\/strong><br>\nDie politische Lage in Italien spitzt sich zu. Das vorl&auml;ufige Regierungsprogramm der vermutlich k&uuml;nftigen Koalitionsregierung aus F&uuml;nf-Sterne-Partei und Lega hat es in sich &ndash; und geht eindeutig auf Kollisionskurs mit dem Eurokonsens. [&hellip;]<br>\nSchon eine einfache Auflistung der Regierungsziele erhellt die Brisanz des Programms. Die &bdquo;gelb-gr&uuml;ne Regierung&ldquo; (Gelb steht f&uuml;r M5S, Gr&uuml;n f&uuml;r Lega) w&uuml;rde erstens die Rolle der Cassa Depositi e Prestiti &ndash; das italienische Pendant zur KfW &ndash; ausweiten, um schlicht und einfach wieder Industriepolitik betreiben zu k&ouml;nnen. Eine Absage wird au&szlig;erdem den Praktiken des Bail-In im Bankensystem erteilt. Die oberste Priorit&auml;t ist die R&uuml;ckgewinnung des Vertrauens der Sparer. Die stark ramponierte Bank Monte dei Paschi di Siena, die vom Staat neulich gerettet wurde, m&uuml;sste zum gro&szlig;en Teil in &ouml;ffentlicher Hand bleiben und die traditionelle Rolle der lokalen Banken wieder ins Zentrum gestellt werden. Schlie&szlig;lich wird die Wiedereinf&uuml;hrung der Trennung zwischen Investment&ndash; und Commercial-Banking angestrebt. Programme, die extra daf&uuml;r geschmiedet wurden, um das Personal und die Pr&auml;senz von Monte dei Paschi auf diesem Territorium abzubauen, werden abgelehnt.<br>\nAuch bei der hohen &ouml;ffentlichen Verschuldung m&uuml;sse eine kopernikanische Wende vollzogen werden. Die &sbquo;ptolemaische&rsquo; Strategie des &bdquo;Abbaus&ldquo; des Verh&auml;ltnisses &ouml;ffentliche Verschuldung \/ BIP, die die Reduzierung der &ouml;ffentlichen Ausgaben als Hebel benutzt, soll fallen gelassen und stattdessen ein ordentliches Wachstum des BIPs durch mehr Staatsausgaben angestrebt werden. Die Gelb-Gr&uuml;nen sehen nat&uuml;rlich die Inkompatibilit&auml;t des keynesianisch-kopernikanischen Rezepts mit den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen, die seit den Achtzigern Jahren abgeschlossen wurden. Diese sollen nun neu diskutiert werden.<br>\nEine klare Absage wird dem Fiskalpakt erteilt, der in den Augen der neuen Verb&uuml;ndeten dem Geist und dem Text der italienischen Verfassung widerspricht. Ziel der italienischen Wirtschaftspolitik m&uuml;sse die Wiederbelebung der Binnennachfrage sein, also des Konsums und der Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/italien-die-groko-der-eurokritiker\/\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Endspiel um den Euro&rdquo;<\/strong><br>\nDie neue italienische Regierungskoalition st&ouml;&szlig;t auf heftige Kritik in Berlin. F&uuml;hrende deutsche Politiker und Medien attackieren weniger den Rassismus der an der Koalition beteiligten Lega, sondern vor allem die Wirtschaftspolitik der k&uuml;nftigen Regierung: Diese hat unter anderem Steuersenkungen und neue Sozialleistungen angek&uuml;ndigt, die das italienische Staatsdefizit zu erh&ouml;hen drohen. Warnungen vor einer sich abzeichnenden &ldquo;Instabilit&auml;t&rdquo; Italiens werden laut; man stehe wom&ouml;glich, so hei&szlig;t es etwa beim CDU-Wirtschaftsrat, vor einem &ldquo;Endspiel um den Euro&rdquo;. &ldquo;Irrationale oder populistische Aktionen&rdquo; in Rom k&ouml;nnten eine &ldquo;neue Euro-Krise ausl&ouml;sen&rdquo;, wird der Fraktionsvorsitzende der Europ&auml;ischen Volkspartei im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), zitiert. Zudem zeichnet sich ab, dass die neuen Forderungen der k&uuml;nftigen italienischen Regierung die ohnehin stockenden deutsch-franz&ouml;sischen Verhandlungen &uuml;ber eine Reform der Eurozone weiter verkomplizieren. Relevante Zugest&auml;ndnisse Berlins an die s&uuml;dlichen Eurostaaten gelten als &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7614\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die USA haben Europas Wirtschaft (und Politik) im W&uuml;rgegriff<\/strong><br>\nDas Sanktions-Diktat der USA ist nicht neu. Die EU-Staaten und die Schweiz haben sich US-Gesetzen meist ohne zu murren unterworfen.<br>\nUnter dem Titel &laquo;Warum Trump Europa bedenkenlos ignorieren kann&raquo;, schreibt Jeremy Shapiro, Direktor des &laquo;European Council on Foreign Relations&raquo;: &laquo;Die Europ&auml;er rufen ab und zu aus. Sie tun jedoch nie etwas, das Washington beunruhigen k&ouml;nnte.&raquo;<br>\nTats&auml;chlich haben sich europ&auml;ische Staaten, einschliesslich der neutralen Schweiz, in der Vergangenheit gesetzlichen &Uuml;bergriffen der USA meistens unterworfen &ndash; sogar ohne grossen Protest seitens der Regierungen. Diese akzeptieren, dass einige US-Gesetze und -Erlasse &laquo;extraterritorial&raquo; gelten, also auch in der EU und in der Schweiz. Diese fordern nicht einmal ein Gegenrecht.<br>\n&laquo;Ich sp&uuml;rte die Macht der USA eindr&uuml;cklich&raquo;, erz&auml;hlt der damalige Nationalbank-Pr&auml;sident Philipp Hildebrand in einem Interview mit der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo;. Es war im Jahr 2003, als die USA einseitig auf die Daten der Swift in Br&uuml;ssel zugriffen. Das heisst: auf den Grossteil des internationalen Zahlungsverkehrs. Seither habe sich das Machtgebaren der USA &laquo;noch massiv versch&auml;rft&raquo;, erkl&auml;rt Hildebrand.<br>\nGegenw&auml;rtig geht es vor allem um das Sanktions-Diktat der USA: Europ&auml;ische Konzerne &ndash; und US-B&uuml;rger in diesen Konzernen &ndash; m&uuml;ssen sich an den versch&auml;rften US-Wirtschaftsboykott gegen den Iran halten, obwohl die EU und die Schweiz die Sanktionen lockern m&ouml;chten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Sanktionen-Die-USA-haben-Europas-Wirtschaft-im-Wurgegriff\">Infosperber<\/a>\n<p>dazu: <strong>Streit unter Freunden<\/strong><br>\nPl&auml;dieren Au&szlig;enpolitikstrategen daf&uuml;r, den Konflikt mit Washington nicht zu scheuen, so warnen vor allem Stimmen aus der Wirtschaft vor potenziell kostspieligen Folgen. Zwar sei es &ldquo;Erpressung, wenn Trump europ&auml;ischen Unternehmen mit Strafe droht, sollten sie amerikanische Sanktionen unterlaufen&rdquo;, urteilt ein einflussreicher Wirtschaftskommentator. Doch seien die deutschen &ldquo;Gesch&auml;fte in Iran &hellip; winzig&rdquo; im Vergleich zum US-Gesch&auml;ft deutscher Unternehmen. F&uuml;r Siemens etwa seien &ldquo;amerikanische Ums&auml;tze &uuml;berlebenswichtig&rdquo; und d&uuml;rften keinesfalls zugunsten von Deals mit Iran aufs Spiel gesetzt werden: &ldquo;Wer glaubte, die europ&auml;ische Gemeinschaft bringe genug Gewicht auf die Waage, um auf Augenh&ouml;he mit den Vereinigten Staaten Weltpolitik betreiben zu k&ouml;nnen, wurde durch die einseitige Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens mit Iran eines Besseren belehrt.&rdquo; Zur unvermeidlichen &ldquo;Realpolitik&rdquo; geh&ouml;re nun &ldquo;die Anerkennung der Verh&auml;ltnisse&rdquo;. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Hubert Lienhard, mit Blick auf die Option, sich in puncto Iran eng mit China abzustimmen. &ldquo;Grunds&auml;tzlich bin ich nicht der Meinung, dass Deutschland und die EU, auch zusammen mit China, Schritte unternehmen sollten, die gegen die USA gerichtet sind&rdquo;, erkl&auml;rt Lienhard: Wegen der hohen Profite, die deutsche Unternehmen im US-Gesch&auml;ft erzielten, sei ein solches Vorgehen &ldquo;langfristig einfach nicht klug&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7616\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&ldquo;Wir sind ein wenig wie Getriebene&rdquo;<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union wirkt im Streit mit den USA &uuml;ber das Atomabkommen mit Iran zunehmend ratlos. &ldquo;Wir sind ein wenig wie Getriebene&rdquo;, sagte Luxemburgs Au&szlig;enminister Jean Asselborn beim Treffen mit seinen f&uuml;r Handelspolitik zust&auml;ndigen EU-Kollegen am Dienstag in Br&uuml;ssel. Die EU streite f&uuml;r die eigene Sicherheit und wolle nicht, dass Iran eine Atombombe baue. Doch angesichts der Ank&uuml;ndigungen aus den USA gab Asselborn zu, dass er &ldquo;etwas verzweifelt&rdquo; sei. US-Au&szlig;enminister Mike Pompeo hatte in einer Grundsatzrede erkl&auml;rt, dass die USA nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen &ldquo;beispiellosen finanziellen Druck&rdquo; auf das iranische Regime aus&uuml;ben wollten.<br>\nBundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nannte das &ldquo;einseitige Vorgehen&rdquo; der USA &ldquo;problematisch&rdquo;. &Uuml;ber die Frage, wie die EU darauf reagieren solle, wollte er nicht spekulieren. Hinsichtlich des Vorschlags der EU-Kommission, ein Blockadegesetz aus den Neunzigerjahren zu reaktivieren, das es EU-Firmen untersagen w&uuml;rde, sich US-Sanktionen gegen Iran zu unterwerfen, sagte Altmaier, dass sich die Bundesregierung &ldquo;noch keine endg&uuml;ltige Meinung gebildet hat&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/atomabkommen-mit-iran-europa-sucht-eine-antwort-auf-trump-1.3989372\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>JEFTA stoppen: Offener Brief an Bundestagsabgeordnete<\/strong><br>\nW&auml;hrend in Br&uuml;ssel heute der Handelsministerrat &uuml;ber die Ende Juni anstehende Verabschiedung des EU-Japan Handelsabkommen diskutiert, ist es im Bundestag still geworden um die Handelspolitik. Gemeinsam mit dem Netzwerk Gerechter Welthandel fordern wir deshalb den Bundestag in einem offenen Brief dazu auf, sich mit dem problematischen Abkommen endlich kritisch auseinanderzusetzen. Zumindest von Gr&uuml;nen, Linke und SPD erwarten wir, dass sie eine st&auml;rkere Beteiligung des Bundestags an der Debatte um JEFTA einfordern. Diese Parteien hatten sich bereits bei anderen Handelsabkommen kritisch positioniert. Das JEFTA-Abkommen sollten sie in dieser Form nicht einfach so durchgehen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2018\/05\/jefta-stoppen-offener-brief-an-bundestagsabgeordnete\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>T&ouml;dlicher Siegeszug<\/strong><br>\nUnser kapitalistisches Wirtschafts- und Gesellschaftssystem f&ouml;rdert enorm Produktivkr&auml;fte &ndash; n&uuml;tzliche ebenso wie menschenfeindliche. Der Neoliberalismus als Ideologie beg&uuml;nstigt Letztere. Er f&ouml;rdert Egoismus, Durchsetzung um jeden Preis, er verurteilt jede Mitmenschlichkeit als Schw&auml;che, Solidarit&auml;t und Empathie als Tods&uuml;nde gegen den heiligen Marktwettbewerb. Er hat den globalen Siegeszug angetreten &ndash; nicht etwa weil er die Menschen gl&uuml;cklicher macht. Vielmehr deshalb, weil er skrupellosen Egomanen und Psychopathen in Politik und Wirtschaft eine Rechtfertigungsideologie geliefert hat, f&uuml;r Macht und Reichtum &uuml;ber Leichen zu gehen. Formale Kriterien der Demokratie wie freie Wahlen und Gewaltenteilung sind hierzulande meist noch erf&uuml;llt; eine zentrale Form der Gewaltenteilung, n&auml;mlich die zwischen kapitalistischer Wirtschaft und Politik existiert nicht, weil sonst das bestehende Herrschaftssystem in Frage gestellt w&uuml;rde. Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Menschen, f&uuml;r soziale Strukturen und demokratische Verh&auml;ltnisse geht von dieser innigen Verbindung aus, die demokratische und soziale Prinzipien zerst&ouml;rt.<br>\nEin System, das R&uuml;cksichtslosigkeit belohnt und Menschlichkeit zum Untergang verdammt, ist sch&auml;dlich und gef&auml;hrlich. Wenn auch noch &ndash; wie in der gegenw&auml;rtigen Phase des enthemmten Finanzkapitalismus &ndash; jede politische Kontrolle unterbleibt und die dominierenden M&auml;chte in Wirtschaft und Politik sich gegenseitig in die H&auml;nde spielen, entgleist das System. Die Machtspirale w&auml;chst, und das System ist nicht mehr in der Lage, Fehler und destruktive Entwicklungen zu stoppen, wie Bankenkrise, &Ouml;kokatastrophe oder Neokolonialismus zeigen. Der neoliberal radikalisierte Kapitalismus siegt sich (oder uns) zu Tode. Als &raquo;Heilmittel&laquo; in der drohenden globalen Krise erscheinen zunehmend Aufr&uuml;stung und der Sicherheitsstaat &ndash; eine Spirale der selbsterzeugten Instabilit&auml;t und Gewalt, an dessen Ende der Krieg steht. Dass in den USA j&uuml;ngst eine Folterspezialistin zur CIA-Chefin und ein Kriegshetzer zum Nationalen Sicherheitsberater ernannt wurde, ist logisch und konsequent &ndash; ebenso wie eine EU-Politik, die Feindbilder z&uuml;chtet und sich selbst als Opfer inszeniert. UN-Charta und V&ouml;lkerrecht, das m&uuml;hsam errichtete System internationaler Vertr&auml;ge gegen weitere Aufr&uuml;stung und Kriegsgefahr werden nicht nur in Syrien mit F&uuml;&szlig;en getreten; die &raquo;Verrohung&laquo;, die Wilhelm Heitmeyer im Rahmen der Studien &uuml;ber gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beobachtete, gilt auch f&uuml;r die Politik der USA und der EU. Sie ist verlogen und v&ouml;lkerrechtswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/9-2018&amp;textfile=4350\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Voller Energie<\/strong><br>\nVorabdruck. Mit dem Bau der Pipeline &raquo;Nord Stream 2&laquo; will die Bundesrepublik zum Verteilerzentrum f&uuml;r Erdgas werden. Das missf&auml;llt einigen EU-Mitgliedern und den USA, die Russland au&szlig;en vor lassen wollen<br>\nIn diesen Tagen erscheint beim K&ouml;lner Papy-Rossa-Verlag das Buch &raquo;Die deutsch-russischen Energiebeziehungen&laquo; von Franziska Lindner. Wir dokumentieren im folgenden ein leicht bearbeitetes und gek&uuml;rztes Kapitel &uuml;ber die &raquo;Nord Stream 2&laquo;-Pipeline und den Widerstand dagegen. Wir danken der Autorin und dem Verlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)<br>\nIm September 2015, also mehr als ein Jahr nach der Verh&auml;ngung der sektoralen Wirtschaftssanktionen durch die EU gegen&uuml;ber Russland, wurde zum Ausbau der Ostseepipeline die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG gegr&uuml;ndet. Das l&ouml;ste bei den Staaten, die bereits der Leitung &raquo;Nord Stream 1&laquo; kritisch gegen&uuml;berstanden, ein unangenehmes D&eacute;j&agrave;-vu aus. Zwei weitere Str&auml;nge sollen noch im Jahr 2018 begonnen werden und voraussichtlich Ende 2019 in Betrieb gehen, was einer Verdoppelung der Transportkapazit&auml;t f&uuml;r russisches Erdgas direkt nach Deutschland gleichk&auml;me. Allen voran die Ukraine, Polen und die baltischen Staaten f&uuml;rchten neben ihrem Bedeutungsverlust als Transitl&auml;nder und der Verschlechterung ihrer Versorgungssicherheit eine neue deutsch-russische Kooperation, die sich zu ihrem Schaden auf au&szlig;enpolitische Fragen ausweiten k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332842.voller-energie.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Er ist ja auch Schriftsteller und kein Jurist&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gr&uuml;nen streiten &uuml;ber die Hausbesetzungen in Berlin: Robert Habeck nennt diese unrechtm&auml;&szlig;ig. Das sieht der Alt-Gr&uuml;ne Str&ouml;bele komplett anders &ndash; und stichelt gegen seinen Parteichef.<br>\nBei den Gr&uuml;nen bahnt sich ein Streit um die Hausbesetzungen in Berlin an. Nachdem sich Robert Habeck in der &ldquo;Welt&rdquo; kritisch &uuml;ber die Aktivisten &auml;u&szlig;erte und von &ldquo;Rechtsbruch&rdquo; sprach, zeigt sich nun Hans-Christian Str&ouml;bele verwundert &uuml;ber die &Auml;u&szlig;erungen seines Parteichefs. &ldquo;Die Leute am Wochenende haben die H&auml;user aus Demonstrationszwecken besetzt, das ist dann auch legitim&rdquo;, sagte Str&ouml;bele dem SPIEGEL. &ldquo;Wahrscheinlich muss ich den Robert Habeck mal zu einem Gespr&auml;ch einladen und ihn fragen, wie er das genau sieht. Er liegt da falsch.&rdquo; [&hellip;]<br>\nHabeck hingegen widersprach seinen Parteifreunden aus der Hauptstadt. &ldquo;Dass das Rechtsbruch ist, ist klar wie Klo&szlig;br&uuml;he&rdquo;, hatte er der &ldquo;Welt&rdquo; gesagt: &ldquo;Wer als Hausbesetzer in H&auml;user eindringt, wei&szlig;, dass das Unrecht ist und entsprechende Konsequenzen hat.&rdquo; &ldquo;F&uuml;r den Rechtsbruch&rdquo; trage er die Unterst&uuml;tzung der Aktivisten durch seine Partei nicht mit. Allerdings lieferte auch Str&ouml;beles Nachfolgerin als Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Friedrichshain &ndash; Kreuzberg, Canan Bayram, ebenfalls Juristin, Rechtsberatung f&uuml;r Habeck. &ldquo;Spekulativer Leerstand von Wohnungen ist Rechtsbruch. Hingegen wird Hausfriedensbruch nach Besetzungen nur auf Antrag strafverfolgt&rdquo;, sagte Bayram dem SPIEGEL.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/christian-stroebele-widerspricht-gruenen-chef-robert-habeck-in-hausbesetzer-streit-a-1209155.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gedem&uuml;tigt auf dem Wohnungsmarkt<\/strong><br>\nDer pers&ouml;nliche Reichtum einiger weniger ist wichtiger als das Gemeinwohl &ndash; das zeigt Mathew Desmonds Buch &ldquo;Zwangsger&auml;umt. Armut und Profit in der Stadt&rdquo;. Seine Interviews zeigen: Wohnraum entscheidet &uuml;ber Gl&uuml;ck und Ungl&uuml;ck im Leben.<br>\nAls Jori und sein Cousin aus Spa&szlig; ein vorbei fahrendes Auto mit Schneeb&auml;llen bewerfen und der w&uuml;tende Fahrer bei der Verfolgung der Kinder die Wohnungst&uuml;r eintritt, wird aus dem Kinderstreich eine folgenschwere Geschichte: Jori, seine Mutter Arleen und sein Bruder Jafaris werden aus der Wohnung geworfen. Fristlos zwangsger&auml;umt. Der Vermieterin war die Sache mit der T&uuml;r einfach zu viel.<br>\nDie dreik&ouml;pfige Familie muss von jetzt auf gleich Unterschlupf finden. Es ist Winter. Kein Erbarmen. Schlie&szlig;lich d&uuml;rfen sie in einer 120-Betten-Obdachlosenunterkunft leben.<br>\nDie Kinder sind 13 und 5 Jahre alt. F&uuml;r vier Monate bleiben sie dort &ndash; bis ihre Mutter eine neue Bleibe findet: Ein bauf&auml;lliges Haus, das f&uuml;r Arleen das sch&ouml;nste ist, was sie je bewohnt hat, das aber nach wenigen Wochen von der Stadt zu &ldquo;menschenunw&uuml;rdigem Wohnraum&rdquo; erkl&auml;rt und ger&auml;umt wird.<br>\nArleen und ihre Jungen ziehen erneut um. In einen tristen Wohnblock, inmitten eines Drogenmilieus. Nach vier Monaten ziehen sie von dort wieder weg: in eine Erdgeschosswohnung mit kaputten Fenstern und T&uuml;ren, verwanztem Teppich. Und wie zuvor auch kostet dieses Wohnung 550 Dollar, das sind 88 Prozent von Arleens monatlichen Einkommen. Zum Leben bleiben ihr und den Kinder danach also noch genau 78 Dollar. Die n&auml;chste Zwangsr&auml;umung ist demnach nur eine Frage der Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/matthew-desmond-zwangsgeraeumt-armut-und-profit-in-der.950.de.html?dram:article_id=418442\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;PP im Verkehrs-Haushalt schadet Baumittelstand und Steuerzahler<\/strong><br>\nAus dem Entwurf von Bundesverkehrsminister Scheuer f&uuml;r den Bundeshaushalt 2018 geht hervor, dass die Ausgaben f&uuml;r &Ouml;PP-Stra&szlig;enbau um rund 140 Millionen Euro auf knapp 600 Millionen Euro angehoben und verst&auml;rkt auch Bundestra&szlig;en einbezogen werden sollen.<br>\nDazu erkl&auml;rte Dr.-Ing Hans-Hartwig Loewenstein, Pr&auml;sident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB): &bdquo;Wir fordern den sofortigen Vergabestopp von weiteren &Ouml;PP-Projekten. Egal, ob neue oder alte Staffeln, &Ouml;PP im Stra&szlig;enbau l&auml;sst dem Baumittelstand keine Chance. &ldquo;Die bisherige Vergabe erfolgte an immer die gleichen Konsortien unter F&uuml;hrung internationaler Finanzkonzerne. Die wiederum bezeichnen die deutsche Vergabepraxis als ihr &bdquo;gro&szlig;es Gl&uuml;ck&ldquo; und unsere Betriebe und Arbeitnehmer gehen leer aus. Damit muss Schluss sein.&ldquo;<br>\nDie t&auml;glich neuen Erkenntnisse aus den laufenden Staffeln, wie zum Beispiel das Insolvenzchaos der Betreibergesellschaft A1, zeigen au&szlig;erdem deutlich, dass &Ouml;PP teurer ist als die herk&ouml;mmliche Vergabe. Diese Mehrkosten tr&auml;gt am Ende der Steuerzahler. Das haben nicht nur der deutsche Bundesrechnungshof, sondern erst k&uuml;rzlich auch der europ&auml;ische Rechnungshof best&auml;tigt.<br>\nLoewenstein weiter: &bdquo;Deutschland ist eines der letzten L&auml;nder Europas mit einem wettbewerbsf&auml;higen Baumittelstand, dessen Leistungsf&auml;higkeit anerkannt ist und der in der Lage ist, Fernstra&szlig;en zu bauen und auszubauen. Ohne Not wird diesem Leistungstr&auml;ger weiter der Boden entzogen und das Fernstra&szlig;ennetz durch &Ouml;PP zerst&uuml;ckelt. Anstatt eine &bdquo;neue Generation&ldquo; von &Ouml;PP-Projekten zu bewerben, sollte der Verkehrsminister deswegen besser auf den regionalen Baumittelstand und die Steuerzahler h&ouml;ren und die &Ouml;PP-Vergabe stoppen. Zumindest aber m&uuml;ssen die bisherigen Modelle gr&uuml;ndlich evaluiert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdb.de\/zdb-cms.nsf\/id\/oepp-im-verkehrs-haushalt-schadet-baumittelstand-und-steuerzahler-de?open&amp;ccm=040010\">Zentralverband Deutsches Baugewerbe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ge&auml;ndertes Atomgesetz: Kabinett beschlie&szlig;t Entsch&auml;digung f&uuml;r Atomkonzerne<\/strong><br>\nBis Ende Juni soll das ge&auml;nderte Atomgesetz in Kraft treten: dadurch bekommen Atomkonzerne f&uuml;r ihre Reststrommengen einen finanziellen Ausgleich &ndash; aus der Steuerkasse. Konkret geht es bisher um die Konzerne RWE und Vattenfall. Wie hoch die Auszahlungen sein werden, das steht noch nicht fest.<br>\nDas Gesetz ist ein weiterer Baustein in der Abwicklung des deutschen Atomzeitalters. Das Bundeskabinett hat heute die Entsch&auml;digung f&uuml;r Atomkonzerne aus der Steuerkasse auf den Weg gebracht. Die entscheidende Frage bleibt aber offen &ndash; wie teuer es am Ende wird. Es kursieren Sch&auml;tzungen, die von einem dreistelligen Millionenbetrag ausgehen. Das Umweltministerium wollte das nicht best&auml;tigen und gab sich heute, trotz mehrfacher Nachfrage wortkarg: &ldquo;Ich bleibe dabei, ich kann ihnen heute keine konkrete Zahl nennen.&rdquo;<br>\nDie Konzerne bekommen Geld, weil sich bestimmte Investitionen nach dem &uuml;berst&uuml;rzten Atomausstieg 2011 nicht mehr gerechnet haben, das sind die sogenannten &ldquo;frustrierten Investitionen.&rdquo; Der Sprecher des Umweltministeriums zu den Berechnungsgrundlagen f&uuml;r die Entsch&auml;digungen: &ldquo;Die frustrierte Investition und die m&ouml;gliche Reststrommenge, die weggefallen ist, die betrachtet man, anhand der g&auml;ngigen Marktpreislage und berechnet anhand dessen einen Ausgleich.&rdquo;<br>\nDieser Ausgleich steht erst im Jahr 2023 nach Abschaltung des letzten Atommeilers fest. Dann wei&szlig; man, wie gro&szlig; die zu entsch&auml;digende Reststrommenge ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/geaendertes-atomgesetz-kabinett-beschliesst-entschaedigung.1783.de.html?dram:article_id=418543\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36162\">&bdquo;Merkels Hin und Her bei der Atomenergie kostet uns Milliarden. Sie m&uuml;sste daf&uuml;r bestraft, sanktioniert, werden.&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkel hielt alle zum Narren<\/strong><br>\nWieder tagt die Eurogruppe, wieder geht es um die Beteiligung des Internationalen W&auml;hrungsfonds am Griechenland-Programm. Dabei l&auml;uft es in drei Monaten aus. Jahrelang lief der Bailout ohne den IWF &ndash; Kanzlerin Merkel hat ihr Versprechen gebrochen. Ohne den IWF werde es kein neues Hilfsprogramm geben, erkl&auml;rte Merkel im Krisensommer 2015. Dabei wollte die griechische Linksregierung um Premier Tsipras die ungeliebten Aufseher aus Washington eigentlich loswerden.<br>\nAuf Druck aus Berlin blieben sie dann doch &ndash; aber eben nur als Aufseher, nicht als aktive und vor allem zahlende Teilnehmer am dritten Bailout. Denn Merkel war nicht bereit, die zentrale Bedingung des IWF zu erf&uuml;llen: eine Umschuldung. Genau darum geht es nun wieder beim Treffen der Eurogruppe. Es sei die letzte Chance f&uuml;r einen Einstieg des IWF, hei&szlig;t es in Br&uuml;ssel. &ldquo;IMF makes final effort for a debt deal&rdquo;, meldet Kathimerini. Doch Berlin stellt sich wieder quer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/merkels-grosser-bluff\/\">Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zuckerbergs Auftritt vor dem EU-Parlament &ndash; Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie EU-Vertreter haben sich am Dienstag von Mark Zuckerberg vorf&uuml;hren lassen. Ein guter Tag f&uuml;r Facebook, ein schlechter f&uuml;r die Demokratie.<br>\nF&uuml;r ungef&auml;hr 45 Minuten sah es so aus, als k&ouml;nnte Mark Zuckerberg in ernste Schwierigkeiten geraten. Die Vertreter des EU-Parlaments attackierten den Facebook-Chef mit ihren Fragen. Sie kritisierten den Umgang des Netzwerks mit Cambridge Analytica, seine Datenpolitik und monopolartige Macht, orakelten, ob Zuckerberg nicht ein &bdquo;digitales Monster&ldquo; geschaffen habe.<br>\nIn Wahrheit bestand f&uuml;r den 33-J&auml;hrigen zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Antworten musste er schlie&szlig;lich gar nicht. Die Demokratievertreter hatten dem Milliard&auml;r zuvor das Recht einger&auml;umt, alle Fragen am Schluss gesammelt zu beantworten. So konnte er selbst ausw&auml;hlen, auf welche er eingehen wollte. [&hellip;]<br>\nDer US-Termin war peinlich f&uuml;r die Regierungsvertreter, die Fragen zu lasch. Doch zumindest behaupteten die Politiker ihre Souver&auml;nit&auml;t, erk&auml;mpften sich das Recht f&uuml;r Nachfragen, Nachhaken. Hartn&auml;ckigen Senatoren gelang es hier und da, dem bestens vorbereiteten Facebook-Chef etwas Wahrheit zu entlocken.<br>\nIn Europa fiel dies weg. Zuckerberg sa&szlig; die Wutreden der Parlamentarier aus, lie&szlig; die Kritik gelassen, fast schon arrogant, einfach an sich abgleiten. Widerstand zwecklos. Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-zuckerbergs-auftritt-vor-dem-eu-parlament-ein-armutszeugnis-fuer-europa\/22591546.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zuckerberg-Anh&ouml;rung<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180524-Bild_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6739\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Paukenschlag bei DuMont und Madsack: Verlagsh&auml;user gr&uuml;nden gemeinsame Hauptstadt-Redaktion<\/strong><br>\n&Uuml;berraschender Coup in der hart umk&auml;mpften Branche der Regionalzeitungen: Die Verlage Madsack und DuMont schlie&szlig;en sich zu einer strategischen Partnerschaft zusammen, um eine gemeinsame Redaktion f&uuml;r Politik und Wirtschaft in Berlin zu gr&uuml;nden, die von der Zeitungsgruppe aus Hannover dominiert wird. Damit d&uuml;rfte aber die journalistische Vielfalt der Zeitungen weiter leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/05\/23\/paukenschlag-bei-dumont-und-madsack-verlagshaeuser-gruenden-gemeinsame-hauptstadt-redaktion\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Das sollte in den <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/fakten-im-check-der-anstalt-118.html\">Faktencheck der Anstalt<\/a> nachtr&auml;glich noch aufgenommen werden. Madsack und DuMont liefern einen weiteren Beleg f&uuml;r den medialen Konzentrationsprozess, bei dem der &Ouml;ffentlichkeit auch noch eine angebliche St&auml;rkung journalistischer Vielfalt vorgegaukelt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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