{"id":44098,"date":"2018-05-24T09:50:53","date_gmt":"2018-05-24T07:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44098"},"modified":"2018-05-29T07:25:55","modified_gmt":"2018-05-29T05:25:55","slug":"achtung-kultur-propaganda-eine-neue-serie-der-nachdenkseiten-teil-1-filme-und-feindbilder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44098","title":{"rendered":"Achtung Kultur-Propaganda! Eine neue Serie der Nachdenkseiten &#8211; Teil 1: Filme und Feindbilder"},"content":{"rendered":"<p>Neoliberale und kriegerische Indoktrination wirkt nicht nur &uuml;ber die gro&szlig;en Nachrichten-Medien auf die B&uuml;rger ein &ndash; auch in Form von Kultur und Entertainment werden politische Botschaften und Kampagnen unters Volk gebracht. Dieser mehr oder weniger gut getarnten Propaganda-Technik widmen die Nachdenkseiten eine neue, unregelm&auml;&szlig;ig fortgef&uuml;hrte Serie. Machen Sie mit und schicken Sie uns Beispiele. Wir beginnen mit der Propaganda im Unterhaltungsfilm. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3303\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-44098-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=44098-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180524_Achtung_Kultur_Propaganda_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Damit Propaganda ihre ganze Wirkung entfalten kann, sollten m&ouml;glichst viele Lebensbereiche von ihr erfasst werden. Man m&ouml;chte nicht riskieren, dass die Kampagnen durch seri&ouml;se alternative Stimmen angegriffen werden &ndash; und seien dies nur vereinzelte &bdquo;ketzerische&ldquo; &Auml;u&szlig;erungen von Regisseuren oder Autoren. Damit auch diese &bdquo;Freigeister&ldquo; es nicht wagen, sich gegen die dominierende Deutung der Geschehnisse in Stellung zu bringen, sollten neben Politikern und Journalisten auch die Intellektuellen und die K&uuml;nstler einerseits indoktriniert und eingesch&uuml;chtert, andererseits bei Wohlverhalten gef&ouml;rdert und gebucht werden. Peter Handke und der <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/medien\/keine-gerechtigkeit-fuer-peter-handke\/\">vernichtende Medienumgang<\/a> mit ihm, nachdem er es gewagt hatte, der offiziellen Version des Jugoslawien-Kriegs zu widersprechen, ist ein Exempel f&uuml;r diese Einsch&uuml;chterungs-Praxis im Kulturbetrieb. Die Unterzeichner eines <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/russische-botschaft-in-berlin-hunderte-protestieren-gegen-krieg-in-aleppo-25240120\">&bdquo;K&uuml;nstler-Aufrufs&ldquo;<\/a> gegen Putin m&uuml;ssen sich dagegen wegen Medienkampagnen keine Sorgen machen. <\/p><p>Es w&auml;re zudem verschenktes Propaganda-Potenzial, wenn man neben den politischen Inhalten nicht auch noch den Sport (&bdquo;Doping&ldquo;!) und die Kultur- und Entertainment-Industrie gegen den Feind in Stellung bringen w&uuml;rde &ndash; zumal sich diese Bereiche perfekt zur Ablenkung und Emotionalisierung eignen. Ein Blick auf den bemitleidenswerten <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/66928-deutsches-kabarett-braver-verstaerker-des-mainstreams\/\">Zustand des deutschen Kabaretts<\/a> und auf die Tatsache, dass es erschreckend wenige wahrnehmbare k&uuml;nstlerisch-intellektuelle Stimmen gegen die anti-russische Stimmungsmache oder f&uuml;r allgemeine Friedensinitiativen gibt, zeigt, wie erfolgreich die dominierende Propaganda auch in der Kulturszene wirkt. Kein Wunder: Zun&auml;chst die westdeutsche und ab 1989 die gesamtdeutsche Geistes- und Kulturlandschaft war seit 1945 <a href=\"https:\/\/www.hkw.de\/de\/programm\/projekte\/2017\/parapolitics\/parapolitics_start.php\">Ziel<\/a> einer <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3QAgCFjNXJE\">intensiven Beeinflussung<\/a> vor allem von US-amerikanischer Seite. Die extremsten aktuellen Folgeerscheinungen dieser Einwirkung sind wohl dubiose Gruppen wie die &bdquo;Antideutschen&ldquo; oder das so hochtrabende wie reaktion&auml;re &bdquo;Zentrum f&uuml;r politische Sch&ouml;nheit&ldquo;.<\/p><p><strong>Pseudolinke Antikommunisten als US-Kronzeugen<\/strong><\/p><p>Man kann diese Indoktrination als positive <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/history\/article12687621\/Warum-arbeitete-Marcuse-fuer-den-US-Geheimdienst.html\">Umerziehung des &bdquo;Nazi-Volkes&ldquo;<\/a> und wichtige Abwehrschlacht gegen den &bdquo;totalit&auml;ren&ldquo; Kommunismus wahrnehmen und verteidigen &ndash; Stichwort &bdquo;Nachhilfe in Demokratie&ldquo;. Manche Beobachter interpretieren die <a href=\"http:\/\/www.dhm.de\/filmarchiv\/film-im-kontext\/propaganda\/\">Beeinflussung<\/a> bis ins Freizeitverhalten hinein jedoch als wirtschaftspolitisch motivierte Gehirnw&auml;sche &ndash; mit ihr solle Konsumbereitschaft sowie Gefolgschaft f&uuml;r US-gef&uuml;hrte Kriege oder Widerstand gegen Projekte wie die Pipeline Nord Stream II hergestellt werden: Es sei eine in hehre Worte gekleidete, eiskalte Interessenpolitik.  <\/p><p>Aufgrund des devoten Verh&auml;ltnisses, das West- und Gesamtdeutschland gegen&uuml;ber den USA seit 1945 pflegten, und der daraus folgenden US-Beeinflussung, wird in dieser Serie vor allem US-Propaganda behandelt. Das soll nicht aussagen, dass die Vereinigten Staaten und ihre Vertreter in den deutschen Medien ein Monopol auf diese Techniken h&auml;tten. Zudem scheint sich das US-EU-Verh&auml;ltnis gerade neu zu definieren, neue Machtbl&ouml;cke entstehen, <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/70307-berichterstattung-zu-skripal-und-syrien-boom-rt-deutsch\/\">sie holen publizistisch auf<\/a>. M&ouml;glicherweise kommen die Massen-Manipulationsversuche schon bald aus ganz anderen Ecken. Noch herrscht aber keine Waffengleichheit: Die gigantischen Ressourcen der US-Propaganda stellen die aller Konkurrenten, einschlie&szlig;lich Russlands, weit in den Schatten.<\/p><p>Schon fr&uuml;h wurde von US-Seite erkannt, dass innerhalb der Kulturszene die wirkungsvollsten Verb&uuml;ndeten des Neoliberalismus pseudolinke Antikommunisten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3QAgCFjNXJE\">vom Schlage Heinrich B&ouml;lls<\/a> waren &ndash; diese von Albrecht M&uuml;ller <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34772\">hier<\/a> analysierte Strategie wird bis heute verfolgt, exponierte Vertreter etwa im heutigen Hollywood sind George Clooney und Morgan Freeman: Sie pflegen ein irgendwie &bdquo;links-liberales&ldquo; Image, beteiligen sich aber an der US-Propaganda <a href=\"http:\/\/variety.com\/2016\/film\/news\/george-clooney-white-helmets-rescuers-syria-1201945608\/\">zum Syrien-Krieg<\/a> oder stellen infame anti-russische <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V2av__s-598\">Hetz-Videos<\/a> her. Dar&uuml;ber hinaus ist eine seit Jahrzehnten andauernde Kooperation zwischen <a href=\"https:\/\/www.globalresearch.ca\/documents-expose-how-hollywood-promotes-war-on-behalf-of-the-pentagon-cia-and-nsa\/5597891\">Hollywood und dem Milit&auml;r<\/a> durch geleakte Akten belegt. Eine weitere genutzte Taktik ist die des <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34688\">Verschweigens<\/a> &ndash; oder wann wurden Sie das letzte Mal in den deutschen Medien positiv &uuml;ber ein gro&szlig;es Kultur-Event in Russland oder Venezuela informiert? (Nachbemerkung Albrecht M&uuml;ller: Das Urteil &uuml;ber Heinrich B&ouml;ll teile ich nicht. Ich kannte ihn im Kontext der sozialdemokratischen W&auml;hlerinitiative pers&ouml;nlich und habe ihn nicht als &ldquo;pseudolinks&rdquo; erlebt.)<\/p><p>Weitere Akteure, Taktiken und Folgen der Kultur-Propaganda wollen wir in unserer neuen unregelm&auml;&szlig;igen Serie erkunden. Los geht es mit dem Feindbild-Aufbau im Film.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Serien-Teil 1:<br>\nFilme und Feindbilder: Propaganda im Kino-Blockbuster<\/strong><\/p><p>Das gerade zu Ende gegangene <a href=\"https:\/\/www.festival-cannes.com\/fr\/\">Filmfestival von Cannes<\/a> ist nicht nur Treffpunkt gro&szlig;er <a href=\"https:\/\/www.festival-cannes.com\/en\/festival\/artist\/terry-gilliam\">K&uuml;nstler<\/a> und Jahrmarkt der <a href=\"https:\/\/pro.magnumphotos.com\/C.aspx?VP3=SearchResult&amp;STID=2S5RYDGRY9L\">Eitelkeiten<\/a>. Es war in diesem Jahr auch Schauplatz der Anbahnung einer potenziell unheilvollen Allianz, wie das Medium &bdquo;DefenseNews&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.defensenews.com\/global\/europe\/2018\/05\/10\/france-aims-to-bolster-relations-between-military-cinema-industry-though-cannes\/\">schreibt<\/a>: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Das franz&ouml;sische Verteidigungsministerium hat das Team Cinema Mission gegr&uuml;ndet, um die Beziehungen zwischen dem Heer und der Filmproduktion zu st&auml;rken: von der Beratung bei der Erstellung von Drehb&uuml;chern bis hin zur Kommunikation bei der Verbreitung. Es gibt auch ein Angebot von Milit&auml;rberatern f&uuml;r Dreharbeiten, Bereitstellung von Ausr&uuml;stung, Zugang zu Archiven, Finanzierung und Koproduktion. [&hellip;] Das Informations- und Kommunikationsb&uuml;ro des franz&ouml;sischen Verteidigungsministeriums wird an den Filmfestspielen in Cannes teilnehmen, um eine st&auml;rkere Verbindung zwischen Kinoproduktion und Milit&auml;r zu f&ouml;rdern, so das Ministerium.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Was auf europ&auml;ischer Ebene in dieser Offenheit neu ist, ist aus den USA lange bekannt: Indem es selektiven Zugang zu teurem Ger&auml;t gew&auml;hrt, kauft sich das US-Verteidigungsministerium Einfluss auf die Inhalte von Hollywoodfilmen. Das belegen interne Pentagon-Akten, wie die Journalisten&nbsp;Tom Secker und Matthew Alford in einem Report <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1058029.wes-brot-ich-ess.html\">aufgedeckt<\/a> haben. Dass diese Verbindung zwischen Kriegspropagandisten und Filmproduzenten bereits Jahrzehnte zur&uuml;ckreicht und hunderte von teils sehr popul&auml;ren Filmen betrifft, <a href=\"https:\/\/www.rt.com\/op-ed\/421064-pentagon-hollywood-propaganda-dod\/\">beschrieb<\/a> k&uuml;rzlich der Medienwissenschaftler Michael McCaffrey.<\/p><p><strong>Pentagon und CIA infiltrierten hunderte Filme<\/strong><\/p><p>Das US-Milit&auml;r nutzt demnach Hollywood bereits seit 1927, um &ldquo;sein &ouml;ffentliches Image in &uuml;ber 1800 Filmen und Fernsehsendungen zu formen&rdquo;. Die Verantwortlichen zahlreicher Gro&szlig;produktionen, von Blockbuster-Reihen wie &bdquo;Transformers&ldquo; sowie der Marvel-, DC- und X-Men-Superhelden-Filme haben sich den Angaben zufolge auf einen verh&auml;ngnisvollen Deal mit dem Pentagon eingelassen: Sie &uuml;berlassen Teile der kreativen Kontrolle der Armee und sparen im Gegenzug Millionen von Dollar, die sie sonst f&uuml;r milit&auml;rische Ausr&uuml;stung, Service-Mitglieder und Standortgeb&uuml;hren ausgeben m&uuml;ssten. Auch die CIA h&auml;tte zahlreiche Filme &bdquo;unterst&uuml;tzt&ldquo;, ein aktuelles Beispiel sei &bdquo;Zero Dark Thirty&ldquo;. Seit den 80-er Jahren h&auml;tte eine Welle an kriegsbegeisterten Produktionen Antikriegsfilme in der Tradition von &bdquo;Apokalypse Now&ldquo; oder &bdquo;Full Metal Jacket&ldquo; verdr&auml;ngt.  <\/p><p>Captain Russell Coons, Direktor des Navy Office of Information West, erkl&auml;rte dem TV-Sender <a href=\"http:\/\/america.aljazeera.com\/articles\/2014\/7\/29\/hollywood-and-thepentagonarelationshipofmutualexploitation.html\">Al Dschasira<\/a>, was das Milit&auml;r bei einer Zusammenarbeit mit Regisseuren erwarte: &bdquo;Wir werden kein Programm unterst&uuml;tzen, das eine Uniform entehrt oder uns auf kompromittierende Weise darstellt.&ldquo; Und Phil Strub, Leiter des &ldquo;Film and Television Liaison Office&rdquo; des Pentagon, konkretisiert die Hierarchie: &bdquo;Wenn die Filmemacher bereit sind, mit uns zu verhandeln, um unsere Probleme mit dem Drehbuch zu l&ouml;sen, werden wir in der Regel eine Einigung erzielen. Wenn nicht, steht es den Filmemachern frei, ohne milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung weiterzumachen.&ldquo;<\/p><p><strong>Der Russe l&ouml;st den Araber ab &ndash; die begrenzte Anzahl an B&ouml;sewichtern<\/strong><\/p><p>Die inhaltlichen Folgen dieser Erpressung sind in vielen aktuellen Action- und Superhelden-Produktionen zu erkennen &ndash; in Form von gro&szlig;er Wertsch&auml;tzung des US-Milit&auml;rs und einer verbreiteten Pr&auml;ferenz f&uuml;r Anma&szlig;ung, Regellosigkeit und Selbstjustiz. Doch auch jene neuen Filme, die ohne Flugzeugtr&auml;ger auskommen, starren teils vor offener, momentan meist anti-russischer Propaganda. So warteten laut eines unvollst&auml;ndigen Ged&auml;chtnisprotokolls allein in den letzten Jahren unter vielen anderen die Kino-Gro&szlig;produktionen &bdquo;Red Sparrow&ldquo;, &bdquo;Iron Man 2&ldquo;, &bdquo;Kind 44&ldquo;, &bdquo;Killers Bodyguard&ldquo;, &bdquo;Atomic Blonde&ldquo;, &raquo;Verr&auml;ter wie wir&laquo;  oder &bdquo;Batman v Superman&ldquo; mit primitiven russischen B&ouml;sewichtern auf. <\/p><p>Jene B&ouml;sewichter wechseln mit der Geopolitik und flankieren diese: War in den Jahren nach dem 11.9.2001 der arabische Extremist allgegenw&auml;rtig im US-Action-Kino, so wurde der Film-Dschihadist  aus politischen Gr&uuml;nden in den Ruhestand geschickt und vom barbarischen Russen abgel&ouml;st: In dem Moment n&auml;mlich, als der Westen begann, Gotteskrieger in Syrien zu unterst&uuml;tzen und anti-russische Begehrlichkeiten gegen&uuml;ber der Ukraine zu entwickeln. Es sollte aber auch nicht verschwiegen werden, dass es im US-Film auch von b&ouml;sen US-Amerikanern wimmelt &ndash; Stichwort: reaktion&auml;re wei&szlig;e alte M&auml;nner.<\/p><p><strong>Nicht nur Kino: Auch TV, Showbiz und Dokumentationen werden unterwandert<\/strong><\/p><p>Geopolitisch motivierte Kultur-Propaganda macht bei den gro&szlig;en Leinw&auml;nden nicht Halt, sondern beeinflusst auch TV-Serien, Dokumentationen und Show-Formate. In der Fernsehserie &bdquo;The Americans&ldquo; werden russische Spionage-Schl&auml;fer portr&auml;tiert, in &bdquo;Orange Is The New Black&ldquo; gibt es eine alle Klischees erf&uuml;llende Russen-Figur und die neue BBC-Produktion &bdquo;McMafia&ldquo; sch&uuml;rt britische &Auml;ngste vor Russen-Gangstern. Das alles wird noch von der Arte-Serie &bdquo;Occupied&ldquo; unterboten, in der auf niederstem &auml;sthetischen und intellektuellen Niveau eine russische Besatzung Norwegens(!) durchgespielt wird. Es sind auch Quantit&auml;t und Ballung und die dadurch m&ouml;gliche stete Wiederholung eines negativen Russlandbilds in verschiedensten Produktionen und Filmformaten, durch die der Propagandaeffekt erzielt wird.<\/p><p>Das Format des Dokumentarfilms bietet viel Potenzial f&uuml;r Propaganda. Nun wurden zwei Jahre in Folge unter starkem Manipulations-Verdacht stehende Dokus mit dem US-Filmpreis Oscar ausgezeichnet: <a href=\"https:\/\/www.globalresearch.ca\/hollywood-honors-anti-russia-propaganda-film\/5631030\">&bdquo;Ikarus&ldquo;<\/a>, &uuml;ber &bdquo;russisches Staatsdoping&ldquo; und <a href=\"http:\/\/21stcenturywire.com\/2017\/03\/02\/forget-oscar-give-the-white-helmets-the-leni-riefenstahl-award-for-best-war-propaganda-film\/\">&bdquo;The White Helmets&ldquo;<\/a> &uuml;ber die gleichnamigen &bdquo;Sanit&auml;ter&ldquo;. Ein herzzerrei&szlig;endes Portr&auml;t von <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/meinung\/66170-bana-bei-den-oscars\/\">&bdquo;Bana aus Aleppo&ldquo;<\/a> wird dem Publikum wahrscheinlich auch nicht erspart bleiben.<\/p><p><strong>Sowjetunion nahm den kinematographischen Fehdehandschuh nicht auf<\/strong><\/p><p>Wegen des schon angesprochenen immensen internationalen Vorsprungs der US-Propaganda muss man nach US-amerikanischen B&ouml;sewichtern in Filmen nicht-westlicher Kulturkreise lange suchen bzw. diese Filme schaffen es wegen ihres Low-Budget-Niveaus oft nicht in unsere Kinos. Eine der wenigen Ausnahmen war die &uuml;ppig ausgestattete t&uuml;rkische Propaganda-Kinoreihe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tal_der_W%C3%B6lfe_%E2%80%93_Irak\">&bdquo;Tal der W&ouml;lfe&ldquo;<\/a>. Interessant ist, dass die Sowjetunion, die die Ressourcen gehabt h&auml;tte, den kinematographischen Fehdehandschuh des Westens nicht in angemessenem Ma&szlig;e aufgenommen hat: Es gibt <a href=\"https:\/\/film.avclub.com\/the-villain-gap-why-soviet-movies-rarely-had-american-1798245725\">relativ wenige<\/a> US-B&ouml;sewichter in sowjetischen Spielfilmen.  <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>PS: Helfen Sie uns &ndash; sollte Ihnen, liebe Leser der Nachdenkseiten, besonders dreiste Kultur-Propaganda in B&uuml;chern, Videospielen, Theater-Inszenierungen, Filmen, Ausstellungen, Popmusik oder anderen Kultur-Formaten auffallen, schicken Sie uns bitte einen Hinweis an <a href=\"mailto:recherche@nachdenkseiten.de\">recherche@nachdenkseiten.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neoliberale und kriegerische Indoktrination wirkt nicht nur &uuml;ber die gro&szlig;en Nachrichten-Medien auf die B&uuml;rger ein &ndash; auch in Form von Kultur und Entertainment werden politische Botschaften und Kampagnen unters Volk gebracht. 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Wir<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44098\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,917,183,11],"tags":[2371,2367,1426,2368,1678,2301,259,2147,1556],"class_list":["post-44098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-kultur-und-kulturpolitik","category-medienkritik","category-strategien-der-meinungsmache","tag-boell-heinrich","tag-filmindustrie","tag-hegemonie","tag-hollywood","tag-kuenstler","tag-konfrontationspolitik","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44098"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44098\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44158,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44098\/revisions\/44158"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}