{"id":44116,"date":"2018-05-25T08:15:15","date_gmt":"2018-05-25T06:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116"},"modified":"2018-05-29T16:26:07","modified_gmt":"2018-05-29T14:26:07","slug":"hinweise-des-tages-3126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h01\">Pressestimmen zu Italien &ndash; &ldquo;Conte hat alle Charakteristika eines Betr&uuml;gers&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h02\">Realeinkommen sind in Deutschland zwischen 1991 und 2015 gestiegen, niedrige Einkommensklassen haben davon aber nicht profitiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h03\">Tarifbindung nimmt weiter ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h04\">Pflegenotstand: Die Ware Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h05\">Lehrer: Sommerloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h06\">Rente ab 63: ein voller Erfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h07\">Merkel und der Dieselskandal: Wie die Kanzlerin die Autohersteller sch&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h08\">Deutschlands Achillesferse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h09\">BlackRock &amp; Co. auf dem Vormarsch &ndash; Risiken f&uuml;r Besch&auml;ftigteninteressen und Wettbewerb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h10\">Griechenland: Schulden-Monopoly<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h11\">Warum Teheran trotz Atom-Abkommen eine Gefahr f&uuml;r den Frieden ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h12\">Trump setzt auf Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h13\">S 21: &bdquo;Brandschutz ist unl&ouml;sbares Problem&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h14\">Was bedeutet die Datenschutzgrundverordnung f&uuml;r Blogger und Webseitenbetreiber?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44116#h15\">&bdquo;Kritischer, tiefgr&uuml;ndig recherchierter Journalismus&ldquo; in Bild und Welt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Pressestimmen zu Italien &ndash; &ldquo;Conte hat alle Charakteristika eines Betr&uuml;gers&rdquo;<\/strong><br>\nDie designierte Regierung in Italien bereitet Kommentatoren in Europa schon jetzt Sorgen: Manche bef&uuml;rchten eine Systemkrise, andere im schlimmsten Fall gar das Ende des Euro. Die Pressestimmen [&hellip;]<br>\n&ldquo;Le T&eacute;l&eacute;gramme&rdquo; (Frankreich): &ldquo;Das Parteienb&uuml;ndnis zwischen der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und der Lega mit einem Ministerpr&auml;sidenten als Stargast, der alle Charakteristika eines Betr&uuml;gers in sich vereint, ist ein weiterer Wendepunkt in der &lsquo;Commedia dell&rsquo;arte&rsquo;, die die italienische Politik immer gewesen ist und der die Italiener nicht mehr vertrauen. (&hellip;) Wird Italien ganz Europa in eine Systemkrise st&uuml;rzen, w&auml;hrend (Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel) Macron noch zu vermitteln versucht? Giuseppe Conte ist eine Mischung aus dem Technokraten Mario Mont iund dem jungen (Ex-)Premier Matteo Renzi, die beide zum Teil daran gescheitert sind, dieses grunds&auml;tzlich unregierbare Land zu disziplinieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/italien-pressestimmen-giuseppe-conte-hat-alle-charakteristika-eines-betruegers-a-1209229.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist ja schon seltsam, dass SPON eine bretonische Regionalzeitung herauskamen muss, um ein &bdquo;krachendes&ldquo; Zitat zu finden, das sie ihren Lesern ganz im eigenen Sinne pr&auml;sentieren kann. Noch seltsamer ist jedoch, dass SPIEGEL Onlines Quelle dpa das Zitat vollkommen sinnentstellend verf&auml;lscht hat. <a href=\"http:\/\/www.letelegramme.fr\/monde\/italie-le-pays-ingouvernable-23-05-2018-11968611.php\">Im Original<\/a> ist n&auml;mlich nicht der designierte italienische Premier Conti eine Mischung aus den gescheiterten &ldquo;Technokraten Mario Monti und dem jungen (Ex-)Premier Matteo Renzi&ldquo;, sondern Emmanuel Macron.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Die italienische Regierung ist Folge deutscher Politik<\/strong><br>\n&Uuml;ber die neue Regierung in Italien wird viel diskutiert: Sie sei populistisch, gar rechts, und gef&auml;hrdet mit ihrem Programm &ndash; mehr Sozialstaat und noch mehr Schulden &ndash; den Euro und die EU. Heiner Flassbeck, ehemaliger Staatssekret&auml;r im Finanzministerium und Herausgeber der Website &bdquo;Makroskop&ldquo;, sieht das etwas anders: Ohne Schulden kein Aufschwung.<br>\nHerr Flassbeck, die neue italienische Regierung will ordentlich Geld ausgeben: h&ouml;here Ausgaben f&uuml;r Soziales, Steuersenkungen und eine R&uuml;cknahme der Rentenreform. Klingt erstmal gut f&uuml;rs Volk. Aber wer soll das alles bezahlen?<br>\nWenn man eine Wirtschaft, wie die italienische, anregen will, und die muss man anregen, da sie sechs Jahre Rezession hinter sich haben, dann muss man daf&uuml;r Geld ausgeben. Und daf&uuml;r muss man Schulden machen. Das will man in Deutschland und im Norden Europas nicht begreifen. Auch die deutsche Wirtschaft lebt davon, dass irgendwo Schulden gemacht werden. Nur wir vertrauen darauf, dass immer das Ausland Schulden macht. Dieser Weg ist Italien verschlossen, da Deutschland dies blockiert. Also m&uuml;ssen sie selbst Schulden machen. [&hellip;]<br>\nWas ist mit dem Euro? W&uuml;rde ein Euroausstieg f&uuml;r die Italiener Sinn machen?<br>\nWenn die Deutschen sich wieder verr&uuml;ckt machen mit den Schulden der Italiener, wie es jetzt schon wieder passiert, dann wird es irgendwann auseinanderbrechen. Dann ist das aber die Schuld der Deutschen und nicht der Italiener. Wir haben die anderen L&auml;nder in Europa in eine Lage man&ouml;vriert, in der es eben nur &uuml;ber h&ouml;here Staatsschulden eine Anregung der Wirtschaft gibt. Diesen Weg wollen wir aber nun f&uuml;r Italien blockieren. Das ist verr&uuml;ckt. Und wegen dieser verr&uuml;ckten deutschen und europ&auml;ischen Politik ist auch diese Regierung in Italien nach sechs Jahren Rezession gew&auml;hlt worden. Das ist die unmittelbare Folge davon.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180524320855157-italien-eu-macron-schulden\/\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Realeinkommen sind in Deutschland zwischen 1991 und 2015 gestiegen, niedrige Einkommensklassen haben davon aber nicht profitiert<\/strong><br>\nDie verf&uuml;gbaren Einkommen der Personen in privaten Haushalten sind in Deutschland im Durchschnitt und f&uuml;r die meisten Einkommensklassen gestiegen &ndash; Die Einkommen bei den 20 Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen allerdings nicht &ndash; Steigender Anteil &auml;lterer Menschen und Zuwanderung entscheidend f&uuml;r diese Entwicklung &ndash; Zielgenauere Unterst&uuml;tzung von Zuwanderinnen und Zuwanderern ab dem Zeitpunkt ihrer Ankunft erforderlich<br>\nDie realen verf&uuml;gbaren Einkommen der privaten Haushalte sind in Deutschland im Zeitraum von 1991 bis 2015 um 15 Prozent gestiegen. Die meisten Einkommensgruppen haben davon profitiert, die untersten aber nicht. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis der letzten verf&uuml;gbaren Daten der L&auml;ngsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Unterteilt man die Bev&ouml;lkerung in zehn gleich gro&szlig;e Gruppen nach H&ouml;he des Einkommens (Dezile), so haben die acht oberen Dezile Einkommenszuw&auml;chse erfahren &ndash; zwischen f&uuml;nf Prozent f&uuml;r das dritte und 30 Prozent f&uuml;r das oberste Dezil, also die einkommensst&auml;rksten zehn Prozent. Bei den zehn Prozent der Personen mit den niedrigsten Einkommen, die monatlich im Durchschnitt real &uuml;ber rund 640 Euro verf&uuml;gen, waren die Einkommen im Vergleich zum Jahr 1991 r&uuml;ckl&auml;ufig; im zweiten Dezil haben sie stagniert. &bdquo;Das hei&szlig;t nicht zwangsl&auml;ufig, dass die Menschen, die in den 1990er Jahren niedrige Einkommen erzielten, heute individuell schlechter gestellt sind, denn sie k&ouml;nnen sich mittlerweile in einer anderen Einkommensgruppe befinden,&ldquo; erkl&auml;rt Studienautor Markus Grabka. &bdquo;Aber es zeigt, dass bei weitem nicht alle von der positiven Einkommensentwicklung, die in den letzten Jahren im Wesentlichen dank der boomenden Wirtschaft und dem R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit stattgefunden hat, profitiert haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.584771.de\/themen_nachrichten\/realeinkommen_sind_in_deutschland_zwischen_1991_und_2015_gestiegen_niedrige_einkommensklassen_haben_davon_aber_nicht_profitiert.html\">DIW<\/a>\n<p>dazu: <strong>Armut auf neuem H&ouml;chststand: Parit&auml;tischer kritisiert verteilungspolitisches Versagen und fordert konsequente Ma&szlig;nahmen zur Armutsbek&auml;mpfung<\/strong><br>\nAls Ausdruck verteilungspolitischen Versagens bewertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die aktuellen Armutsquoten des DIW, nach denen die Armut in Deutschland auf 16,8 Prozent und damit einen neuen traurigen Rekordstand gestiegen ist. Der Verband kritisiert, dass das Thema Armutsbek&auml;mpfung im Koalitionsvertrag von Union und SPD so gut wie keine Ber&uuml;cksichtigung findet. Notwendig seien konsequente armutspolitische Ma&szlig;nahmen und eine offensive Sozial- und Integrationspolitik f&uuml;r alle.<br>\n&bdquo;Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass die Armut trotz boomender Wirtschaft in diesem reichen Land Jahr f&uuml;r Jahr steigt. Diese Gesellschaft befindet sich vor einer sozialen Zerrei&szlig;probe. Immer mehr Menschen geraten in existenzielle Not, sind im Alltag ausgegrenzt und abgeh&auml;ngt&ldquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. &bdquo;Wir brauchen endlich konsequente armutspolitische Ma&szlig;nahmen und k&ouml;nnen uns nicht l&auml;nger mit gro&szlig;koalition&auml;ren Halbheiten zufriedengeben.&ldquo;<br>\nDer Koalitionsvertrag der Gro&szlig;en Koalition enthalte keine &uuml;berzeugenden Antworten auf die zunehmende Spaltung dieser Gesellschaft, kritisiert der Parit&auml;tische. &bdquo;Die L&ouml;sung der wirklich gro&szlig;en sozialen Probleme, vor denen wir stehen, ist die Gro&szlig;e Koalition noch schuldig geblieben. Altersarmut, Wohnungsnot oder Kinderarmut werden zwar behandelt, aber nicht konsequent genug angegangen. Mit dem Verzicht auf einen steuerpolitischen Kurswechsel hat sich die Koalition schlicht selber armutspolitisch lahmgelegt&ldquo;, so Schneider. &bdquo;Wenn nicht auch diese Legislaturperiode armutspolitisch vergeudet werden soll, muss jetzt umgesteuert werden.&ldquo;<br>\nNotwendig sei eine offensive Sozial- und Integrationspolitik, die alle mitnehme und keinen zur&uuml;cklasse. &bdquo;Wir brauchen eine intensive Integrationspolitik. Voraussetzung daf&uuml;r sind bezahlbare Wohnungen, bessere Mindestl&ouml;hne, mehr Qualifikation und bedarfsgerechte Grundsicherungsleistungen f&uuml;r alle, genauso wie mehr Bildungsanstrengungen f&uuml;r alle benachteiligten Kinder und Jugendliche&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/armut-auf-neuem-hoechststand-paritaetischer-kritisiert-verteilungspolitisches-versagen-und-fordert-ko\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tarifbindung nimmt weiter ab<\/strong><br>\nDer Anteil der Besch&auml;ftigten in tarifgebundenen Betrieben ist seit 1996 deutlich zur&uuml;ckgegangen. Arbeiteten damals in Westdeutschland 70 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag, waren es im Jahr 2017 noch 49 Prozent. In Ostdeutschland sank der entsprechende Anteil der Besch&auml;ftigten von 56 auf 34 Prozent. Das zeigen Daten des IAB-Betriebspanels, einer j&auml;hrlichen Befragung von rund 15.000 Betrieben durch das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<br>\nGegen&uuml;ber dem Vorjahr ist der Anteil der Besch&auml;ftigten in Betrieben mit Branchentarifvertr&auml;gen sowohl in West- als auch in Ostdeutschland jeweils um zwei Prozentpunkte gesunken.<br>\nFirmen- oder Haustarifvertr&auml;ge gelten f&uuml;r acht Prozent der westdeutschen und f&uuml;r zehn Prozent der ostdeutschen Besch&auml;ftigten. Das bedeutet ein Minus von einem Prozentpunkt gegen&uuml;ber dem Vorjahr in Ostdeutschland. In Westdeutschland ist keine Ver&auml;nderung zu verzeichnen.<br>\n43 Prozent der westdeutschen und 56 Prozent der ostdeutschen Besch&auml;ftigten arbeiteten 2017 in Betrieben, in denen es keinen Tarifvertrag gab. In Westdeutschland profitierten 50 Prozent dieser Arbeitnehmer jedoch indirekt von Tarifvertr&auml;gen, da sich ihre Betriebe an Branchentarifvertr&auml;gen orientierten. In Ostdeutschland waren es 45 Prozent der Besch&auml;ftigten in Betrieben ohne Tarifbindung, denen die indirekte Wirkung eines Tarifvertrages nutzte, so die IAB-Forscherin Susanne Kohaut. In Ostdeutschland ist diese Zahl gegen&uuml;ber dem Vorjahr um drei Prozent zur&uuml;ckgegangen, in Westdeutschland dagegen hat sich dieser Wert nicht ver&auml;ndert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/tb2017.aspx\">IAB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den entsprechenden IAB-Beitrag finden Sie <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/tarifbindung-der-abwaertstrend-haelt-an\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pflegenotstand: Die Ware Pflege<\/strong><br>\nFinanzinvestoren dr&auml;ngen zunehmend in die Pflege. Die Politik schweigt. Gefordert ist eine radikale Umkehr: dass Pflege eine &ouml;ffentliche Aufgabe ist.<br>\nDie Politik schweigt, weil sie den Investoren die T&uuml;r ge&ouml;ffnet hat. Mitte der 1990er-Jahre hat die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung private mit anderen Anbietern in der Pflege gleichgestellt. Gleichzeitig hat sie die Spekulanten auf dem deutschen Kapitalmarkt zugelassen. Die Politik wollte mehr privates Kapital f&uuml;r die Pflege und hat es bekommen. Allerdings flie&szlig;en jetzt oft f&uuml;nf oder gar zehn Prozent der Pflegekassenbeitr&auml;ge an private Investoren. Gefordert ist eine radikale Umkehr: n&auml;mlich das Bekenntnis, dass Pflege eine &ouml;ffentliche Aufgabe ist. Der Staat muss mehr Steuergelder in die Pflege investieren. Auch eine Erh&ouml;hung der Beitr&auml;ge zur Pflegeversicherung darf kein Tabu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/pflegenotstand-die-ware-pflege-a-1511239\">FR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lehrer: Sommerloch<\/strong><br>\nDie Zahlen arbeitslos gemeldeter Lehrkr&auml;fte steigen in den gro&szlig;en Ferien dramatisch an, letztes Jahr waren es fast 5000. Schulen und Gewerkschaften kritisieren die Ausbeutung junger Kollegen.<br>\nMichelle Lammert* tritt z&ouml;gernd an den Empfangstresen. Ob sie bereits Kundin sei, fragt die Rezeptionistin des Jobcenters. Lammert lacht kurz und freudlos auf. Die Mitarbeiterin fragt in harschem Ton, was es denn da zu lachen gebe. Nun, der Begriff &ldquo;Kundin&rdquo; deute auf eine Freiwilligkeit hin, und die sei in ihrem Fall absolut nicht gegeben, erkl&auml;rt die Lehrerin.<br>\nMichelle Lammert &auml;rgert sich. Sie hat das Gef&uuml;hl, man unterstelle ihr, sie wolle nicht arbeiten. Sie will aber arbeiten, sie will bis ein Uhr morgens basteln, um ihren Sch&uuml;lern mit einem Backpulver-Modell zu erkl&auml;ren, was in einem Vulkan vor sich geht. Und sie will die Sicherheit, ihren Lebensunterhalt verdienen zu k&ouml;nnen. Stattdessen sitzt sie nun hier im Jobcenter in Rheinland-Pfalz und muss Grundsicherung beantragen: Hartz IV. Und das nicht etwa, weil ihre Leistungen zu w&uuml;nschen &uuml;brig lie&szlig;en. Sowohl das erste Staatsexamen wie auch das zweite im Referendariat schloss sie mit Einserschnitt ab. Fast ein ganzes Unterrichtsjahr hat sie danach als Gymnasiallehrerin gearbeitet. Mit einem Vertretungsvertrag, der fairerweise bis zum Schuljahresende h&auml;tte laufen k&ouml;nnen. Tut er aber nicht, er endet sechs Wochen fr&uuml;her, wenn die Sommerferien beginnen. Den Anspruch auf Arbeitslosengeld I verpasst Lammert damit knapp. Ab 25. Juni, wenn ihre Sch&uuml;ler ihre Schultaschen in die Ecke schmei&szlig;en, steht sie ohne Job und Gehalt da, ohne Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Und ein Folgevertrag? Lammert winkt ab. Den wird ihr im alten Schuljahr niemand mehr anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/lehrer-sommerloch-1.3988807\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rente ab 63: ein voller Erfolg<\/strong><br>\n&ldquo;Die vorgezogene und abschlagsfreie Rente ab 63\/65 ist ein voller Erfolg, denn Menschen, die 45 und mehr Jahre in die Rente eingezahlt haben, k&ouml;nnen oft nicht mehr l&auml;nger arbeiten und haben sich ihren Ruhestand redlich verdient. Das kann auch die tendenzi&ouml;se und vor Fehlern strotzende Berichterstattung der &lsquo;Bild&rsquo;-Zeitung nicht verschleiern. DIE LINKE fordert eine R&uuml;ckkehr zur Rente ab 65 ohne Wenn und Aber&rdquo;, kommentiert Matthias W. Birkwald, rentenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, einen Bericht der BILD-Zeitung, der suggeriert, dass die Kosten f&uuml;r die fr&uuml;here abschlagsfreie Rente enorm angestiegen seien. Matthias W. Birkwald hat dazu den Faktencheck gemacht:<br>\n&ldquo;Bei der Rente ab 63\/65 (&bdquo;Rente f&uuml;r besonders langj&auml;hrig Versicherte&ldquo;) handelt sich um eine abschlagsfreie Altersrente, die man nach 45 Versicherungsjahren in Anspruch nehmen kann. Ab dem Jahrgang 1952 besteht seit 1. Juli 2014 die M&ouml;glichkeit, diese Rente bereits mit 63 Jahren zu erhalten. Vorher konnte man ab 65 abschlagsfrei in Rente gehen.<br>\nDer Jahrgang 1955 kann aber nicht mehr mit 63 in die abschlagsfreie Rente, sondern erst ab 63 und 6 Monaten. Pro Jahrgang verschiebt sich das Zugangsalter um zwei Monate. Ab Jahrgang 1964 wird aus der Rente ab 63 dann endg&uuml;ltig eine Rente ab 65. Von der Rente ab 63 zu sprechen ist deshalb ein glatte Fehlinformation, die viele &auml;ltere Zeitungsleserinnen und -leser, wenn sie denn ihren Antrag stellen wollen, sicherlich irritieren wird.<br>\nGerade bei der Altersrente f&uuml;r besonders langj&auml;hrig Versicherte mit ihren hohen Voraussetzungen sind nicht &uuml;ber mehrere Jahre aufsummierte Antr&auml;ge (&bdquo;eine Million&ldquo;) entscheidend, sondern die echten Zug&auml;nge (nach Bewilligung). In den Jahren 2014 bis 2016 gingen insgesamt 650.733 Menschen tats&auml;chlich in diese Rentenart.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/rente-ab-63-ein-voller-erfolg\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Merkel und der Dieselskandal: Wie die Kanzlerin die Autohersteller sch&uuml;tzt<\/strong><br>\nBei einem Automobilhersteller nach dem anderen werden illegale Abschalteinrichtungen entdeckt. Anstatt auf der Seite der Verbraucher zu stehen, stellt sich die Bundekanzlerin vor die Hersteller. Gleichzeitig will die EU-Kommission Deutschland wegen Nichteinhaltung von Grenzwerten verklagen. W&auml;hrend die Hersteller eine technische Nachr&uuml;stung aus Kostengr&uuml;nden ablehnen, zeichnet ein unter Verschluss gehaltenes Gutachten ein anderes Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/diesel-skandal-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Angela Merkel sch&uuml;tzt insbesondere die Aktion&auml;re der Autohersteller, sie m&uuml;ssten im Fall einer technischen Nachr&uuml;stung (die m&ouml;glich ist) zeit- oder teilweise auf ihre Dividende verzichten. Finanziell platt machen kann man Volkswagen, Daimler, BMV und Co. kaum, allein Volkswagen erzielte 2017 einen Gewinn von 11 Milliarden Euro. Der Wolfsburger Autobauer l&auml;sst aber seine betrogenen Kunden im Regen stehen. Somit ist Angela Merkel auch die &ldquo;Mutti Theresa der Volkswagen-Aktion&auml;re&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschlands Achillesferse<\/strong><br>\nMit heftigem Protest reagieren deutsche Wirtschaftsvertreter auf die Er&ouml;ffnung eines Pr&uuml;fverfahrens zur Erhebung von Strafz&ouml;llen auf KfZ-Importe durch die US-Administration. Wie es in Washington hei&szlig;t, zieht US-Pr&auml;sident Donald Trump Strafz&ouml;lle von bis zu 25 Prozent auf die Einfuhr von Autos in Betracht. Dies tr&auml;fe die deutsche Industrie ganz erheblich st&auml;rker als die zum 1. Juni drohenden Strafz&ouml;lle auf Stahl- und Aluminiumlieferungen: Stehen bei letzteren deutsche Exporte von 1,4 Milliarden Euro im Jahr auf dem Spiel, so hatten die Automobilausfuhren aus der Bundesrepublik in die Vereinigten Staaten zuletzt einen Wert von &uuml;ber 20 Milliarden US-Dollar. Die Branche gilt deshalb als &ldquo;Achillesferse&rdquo; im Handelskonflikt mit den USA. Die Trump-Administration sucht dar&uuml;ber hinaus Berlin und die EU zur Versch&auml;rfung ihrer Russland-Sanktionen zu dr&auml;ngen. Als geeignetes Instrument gilt der &ldquo;Global Magnitzky Act&rdquo;, der Sanktionen gegen Einzelpersonen erm&ouml;glicht. US-Stellen best&auml;tigen, es gehe ihnen darum, Berlin und die EU wieder enger an sich zu binden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7617\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BlackRock &amp; Co. auf dem Vormarsch &ndash; Risiken f&uuml;r Besch&auml;ftigteninteressen und Wettbewerb<\/strong><br>\nVerm&ouml;gensverwalter kaufen sich bei deutschen Unternehmen ein, oft finanziert &uuml;ber popul&auml;re ETF-Fonds. Allein der Marktf&uuml;hrer BlackRock hielt Ende 2016 Anteile im Wert von 6,1 Prozent der Marktkapitalisierung aller Dax-Konzerne. Die Verm&ouml;gensverwalter versuchen, eine neue Kultur der Unternehmensf&uuml;hrung durchzusetzen, bei der Anteilseigner wie sie noch zus&auml;tzliche Einflussm&ouml;glichkeiten bekommen. Die l&auml;ngerfristigen Interessen von Unternehmen, von Verbrauchern, aber vor allem die der Besch&auml;ftigten k&ouml;nnen dadurch an den Rand gedr&auml;ngt werden, zeigt eine neue Studie aus dem Institut f&uuml;r Mitbestimmung und Unternehmensf&uuml;hrung (I.M.U.) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. St&auml;rkere Mitbestimmungsrechte k&ouml;nnen ein Gegengewicht bilden.<br>\nAn Einfluss gewonnen haben vor allem internationale Verm&ouml;gensverwalter wie BlackRock, StateStreet oder Vanguard Group, die h&auml;ufig ein angels&auml;chsisch gepr&auml;gtes Verst&auml;ndnis von Unternehmensf&uuml;hrung mitbringen, konstatiert Studienautor Alexander Sekanina. Die Finanzkrise hat ihnen wenig anhaben k&ouml;nnen. Im Gegenteil: W&auml;hrend die Banken aus Sicherheitsgr&uuml;nden st&auml;rker reguliert wurden, sind BlackRock und Co. in freiwerdende Gesch&auml;ftsfelder vorgesto&szlig;en. Mittlerweile verk&ouml;rpern sie damit eine neue Qualit&auml;t von Anteilseigner: &bdquo;Neu ist die zunehmende Wucht jener Meinungsmacht, die mit der &auml;hnlichen Ausrichtung, den finanziellen Verflechtungen und dem wirtschaftlichen Einfluss der Verm&ouml;gensverwalter als ma&szlig;geblichen Akteuren an den Finanzm&auml;rkten weltweit entstanden ist&ldquo;, schreibt der I.M.U.-Experte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_114097.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Zum Thema BlackRock haben die NachDenkSeiten eine Reihe von <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=blackrock\">Artikeln<\/a> ver&ouml;ffentlicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Griechenland: Schulden-Monopoly<\/strong><br>\nDer Bundesfinanzminister und die EU-Kommission reden sich die Konjunktur sch&ouml;n, um &uuml;ber die Rechnung der verkorksten Griechenland-Pakete zu schweigen. Je l&auml;nger eine tragf&auml;hige L&ouml;sung f&uuml;r die griechischen Staatsschulden blockiert wird, desto l&auml;nger k&ouml;nnen Br&uuml;ssel und Berlin in Griechenland hineinregieren. In Br&uuml;ssel br&uuml;stet man sich, Athen st&uuml;nde die n&auml;chsten 40 Jahre unter Aufsicht&ldquo;, kommentiert der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, das heutige Treffen der Eurogruppe. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Der IWF sch&auml;tzt die Schuldentragf&auml;higkeit der griechischen Wirtschaft realistischer ein. Die Griechenland-Pakete waren schizophren: Athen wurde ein weiterer Kredit aufgezwungen, aber &uuml;ber die K&uuml;rzung von Investitionen, L&ouml;hnen und Renten sowie die Privatisierung &ouml;ffentlichen Verm&ouml;gens untersagt, Einkommen zu erzielen. Eine Schuldenerleichterung ist daher unvermeidlich und w&auml;re bei Ausbruch der Krise billiger zu haben gewesen.<br>\nDie Beteiligung des IWF am Griechenlandprogramm ist fragw&uuml;rdig. Steigt der IWF aus, dann hat Ex-Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble die CDU\/CSU Fraktion, den Bundestag und die &Ouml;ffentlichkeit vor der Bundestagswahl get&auml;uscht. Eine solche Programm&auml;nderung h&auml;tte eine Zustimmung des Bundestags erfordert. Griechenland muss endlich wieder &uuml;ber seine eigene Zukunft bestimmen und braucht Spielraum f&uuml;r Investitionen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/griechenland-schulden-monopoly\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Warum Teheran trotz Atom-Abkommen eine Gefahr f&uuml;r den Frieden ist<\/strong><br>\nEine gemeinsame Front mit dem Iran und gegen die USA, das fordern EU-Ratspr&auml;sident Tusk und deutsche Politiker. Seit dem Ausstieg von US-Pr&auml;sident Trump aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran geraten die au&szlig;enpolitischen Ma&szlig;st&auml;be ins Rutschen. So erscheint das islamistische Mullah-Regime in Teheran pl&ouml;tzlich als Verb&uuml;ndeter in der Auseinandersetzung mit dem jahrzehntelangen Partner im westlichen B&uuml;ndnis. Dabei ist Trumps Kritik an dem Abkommen nicht neu und durchaus berechtigt: Mit seiner Hilfe hat der Iran an milit&auml;rischer St&auml;rke gewonnen, er sch&uuml;rt Konflikte in der Region und macht weiter Front gegen Israel. Und der Griff der Mullahs zur Atombombe scheint allenfalls verz&ouml;gert, aber nicht verhindert.<br>\nBis heute In Washington &ndash; der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas. Erneut versucht die Bundesregierung, das Atom-Abkommen mit dem Iran zu retten &ndash; doch Maas erh&auml;lt von seinem Amtskollegen eine r&uuml;de Abfuhr &ndash; trotz freundlichem Handshake.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-24-05-2018\/warum-iran-trotz-atomabkommen-eine-gefahr-fuer-den-frieden-ist.html\">Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind die befragten &ldquo;Experten&rdquo; neutral und unabh&auml;ngig oder doch eher an Interessen (mit Israel) gebunden? Interessante Infos &uuml;ber den erw&auml;hnten Herrn K&uuml;ntzel k&ouml;nnen Sie sogar auf <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matthias_K%C3%BCntzel\">Wikipedia<\/a> nachlesen. Weshalb sehen die &ldquo;Kontraste&rdquo;-machenden Personen im nicht-aggressiven Iran mehr Gefahr als durch ein Land, das nicht lediglich eine Atom-Wirtschaft hat, sondern auch Atom-Waffen eingesetzt hatte?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump setzt auf Krieg<\/strong><br>\nEskalation bef&uuml;rchtet: US-Pr&auml;sident sagt Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un ab<br>\nNordkorea zerst&ouml;rt sein Atomtestgel&auml;nde, US-Pr&auml;sident Donald Trump legt die Lunte an den Weltfrieden. Am Donnerstag vormittag wurden Tunnel der nordkoreanischen Atomanlage Punggye Ri in Anwesenheit internationaler Journalisten unbrauchbar gemacht. Am Nachmittag sagte Trump das f&uuml;r den 12. Juni in Singapur geplante Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un ab. Er begr&uuml;ndete das in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Brief an Kim, das sei &raquo;im Moment nicht angemessen&laquo;. Dies wirkt angesichts der Gefahren, die aus der Absage resultieren, so grotesk wie kindisch: Kim habe &raquo;enorme Wut und offene Feindseligkeit&laquo; gezeigt.<br>\nTats&auml;chlich hatte sich Kim nicht &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;ert. Vielmehr hatte Trumps Stellvertreter Michael Pence am Montag in einem Interview Nordkorea gewarnt, es werde &raquo;wie das Libyen-Modell enden, falls Kim Jong Un keinen Deal macht&laquo;. Auf die Erkundigung hin, ob Trump den Gipfel noch absagen k&ouml;nnte, hatte Pence geantwortet: &raquo;Das ist gar keine Frage.&laquo; In den Tagen zuvor hatte US-Sicherheitsberater John Bolton in mehreren Interviews ebenfalls Libyen als Vorbild f&uuml;r den Umgang mit Nordkorea angef&uuml;hrt. Das damals von Muammar Al-Ghaddafi gef&uuml;hrte nordafrikanische Land hatte 2003 eingewilligt, sein Atom- und Chemiewaffenprogramm einzustellen. 2011 wurde Al-Ghaddafi von Milizen, die als Fu&szlig;truppen eines von Frankreich, Gro&szlig;britannien und den USA gef&uuml;hrten Angriffskrieges operierten, auf bestialische Weise ermordet. Die nordkoreanische Vizeau&szlig;enministerin Choe Son Hui hatte angesichts dieser &Auml;u&szlig;erungen und analoger Kommentare Trumps selbst am Donnerstag US-Vizepr&auml;sident Pence als &raquo;politisch dummen T&ouml;lpel&laquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332998.trump-setzt-auf-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Anlass f&uuml;r die neuerlichen Spannungen d&uuml;rften die j&auml;hrlichen Milit&auml;rman&ouml;ver durch S&uuml;dkorea und die USA sein &ndash; auch wenn stets betont wird, sie seien <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/drohung-mit-gipfel-absage-nordkoreas-fuehrung-erzuernt-us-tarnkappenbomber-fliegen-einsaetze-bei-der-luftwaffenuebung-max-thunder\/22569918.html\">rein defensiver Art<\/a>. Kann es sein, dass die US-Regierungen und die sie unterst&uuml;tzenden Eliten (vor allem aus dem Milit&auml;rkomplex) nicht wirklich an einem Frieden mit Nordkorea interessiert sind? Gilt ihr Interesse nicht vielmehr dem Verkauf von US-Waffensystemen in der Region &ndash; an sogenannte Freunde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>S 21: &bdquo;Brandschutz ist unl&ouml;sbares Problem&ldquo;<\/strong><br>\nKritiker Hans-Joachim Keim bezweifelt, dass der Tiefbahnhof in Betrieb gehen kann. Andere Experten halten dagegen.<br>\nDer Tiefbahnhof wird keine Brandschutzgenehmigung bekommen. Das ist ein unl&ouml;sbares Problem&ldquo;, ist sich Hans-Joachim Keim sicher. Der Maschinenbau-Ingenieur, seit Jahren entschiedener Kritiker des Bahnprojekts, hat sich das geplante Brandschutzkonzept angeschaut. Er ist der &Uuml;berzeugung, dass sich sp&auml;testens bei Brand&uuml;bungen vor der Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs zeigen wird, dass die &bdquo;Entfluchtung der Fahrg&auml;ste nicht machbar ist&ldquo;. Dies bedeutet, dass aus Keims Sicht bei einem Feuer nicht gew&auml;hrleistet werden kann, dass die Fahrg&auml;ste in Sicherheit gebracht werden.<br>\nAls international anerkannter Brandschutzexperte ist der 66-J&auml;hrige vom Fach. Keim war Gutachter nach der Tunnelkatastrophe in Kaprun, wo im November 2000 in einer Gletscherbahn 155 Menschen ums Leben kamen. Er strengte zusammen mit den Hinterbliebenen die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen die Betreiber der Bergbahn an. Aus seiner Sicht ist der Stuttgarter Tiefbahnhof samt Tunneln mit Kaprun vergleichbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swp.de\/suedwesten\/staedte\/stuttgart\/_brandschutz-ist-unloesbares-problem_-26811446.html\">SWP<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was bedeutet die Datenschutzgrundverordnung f&uuml;r Blogger und Webseitenbetreiber?<\/strong><br>\nDie Diskussion rund um die DSGVO hat mittlerweile hysterische Z&uuml;ge angenommen. Die Aufregung wird sich vermutlich sehr bald legen, denn es wird zun&auml;chst gar nichts passieren. Die Aufsichtsbeh&ouml;rden werden Blogger und Webseitenbetreiber, wenn &uuml;berhaupt, zun&auml;chst anh&ouml;ren, auf Verst&ouml;&szlig;e hinweisen und ggf. (kostenfrei) verwarnen. Es ist kaum damit zu rechnen, dass es hier bei einem Erstversto&szlig; zur Verh&auml;ngung von Geldbu&szlig;en kommen wird.<br>\nAuch die vielbeschworene Abmahngefahr wird in der Diskussion stark &uuml;bertrieben. Insoweit &auml;ndert sich an der bestehenden Rechtslage nichts, das juristische Risiko wegen eines Datenschutzversto&szlig;es wettbewerbsrechtlich abgemahnt zu werden, hat sich nicht erh&ouml;ht. Verst&ouml;&szlig;e gegen datenschutzrechtliche Vorschriften wurden schon bislang von den Gerichten h&auml;ufig f&uuml;r wettbewerbsrechtlich relevant erachtet. Es wird jetzt im Gegenteil sogar die Auffassung vertreten, dass Verst&ouml;&szlig;e gegen die DSGVO nicht mehr nach &sect; 3a UWG verfolgt werden k&ouml;nnten. Es ist allerdings nicht unbedingt davon auszugehen, dass sich diese Ansicht tats&auml;chlich durchsetzen wird. [&hellip;]<br>\nDie DSGVO ist insgesamt nicht der gro&szlig;e Wurf, f&uuml;r den manche sie halten. Vielmehr verfolgt die EU ihren bekannten paternalistischen Ansatz, den nicht sonderlich m&uuml;ndigen B&uuml;rger fast zu Tode zu informieren, konsequent weiter, ohne, dass hierdurch ein tats&auml;chlicher Mehrwert f&uuml;r den Datenschutz entsteht. Die DSGVO enth&auml;lt ein bisschen mehr von allem. Mehr Informationspflichten, mehr Dokumentationspflichten und h&ouml;here Geldbu&szlig;en. Au&szlig;erdem haben Vers&auml;umnisse des europ&auml;ischen und des deutschen Gesetzgebers im meinungsrelevanten Bereich zu einer gef&auml;hrlichen Rechtsunklarheit gef&uuml;hrt, die die Gerichte beseitigen werden m&uuml;ssen. Sowohl die Begeisterung der einen, wie auch die Panik der anderen ist unangebracht. Die DSGVO beinhaltet ein wenig innovatives Update des bekannten Datenschutzkonzepts, gekoppelt an etwas mehr B&uuml;rokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.internet-law.de\/2018\/05\/was-bedeutet-die-datenschutzgrundverordnung-fuer-blogger-und-webseitenbetreiber.html\">Internet Law<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Kritischer, tiefgr&uuml;ndig recherchierter Journalismus&ldquo; in Bild und Welt<\/strong><br>\nEin weiteres Beispiel f&uuml;r politisches Framing im Sinne der CSU in Wahlkampfzeiten<br>\nMatthias D&ouml;pfner, der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns, schrieb im Vorwort zum letzten Gesch&auml;ftsjahresbericht: &bdquo;Fake News&ldquo; und populistischen Trends im Netz setzen unsere Medien kritischen, tiefgr&uuml;ndig recherchierten Journalismus entgegen.&ldquo; Von der &ndash; richtig verstandenen &ndash; Umsetzung dieses Qualit&auml;tsanspruchs ist Marcel Leubecher, ein Politikredakteur der Welt, noch weit entfernt: Mit der Behauptung &bdquo;Nur noch jeder dritte Bewerber erh&auml;lt Asyl in Deutschland&ldquo;, visuell begleitet von einem Strom von Menschen, der sich durch eine Landschaft w&auml;lzt und Schlangen von Antragstellern sch&uuml;rt er ein Bedrohungsszenario, ganz nach dem Geschmack der CSU in Wahlkampfzeiten. Wenn solche Behauptungen zigtausendfach via Welt, Welt Online und Bild verbreitet werden, ist der Zweck der Meinungsmache ja erreicht. Dann kann auch ignoriert werden, dass die vom BAMF ver&ouml;ffentlichten Zahlen die Behauptungen von Leubecher gerade NICHT best&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/cives.de\/kritischer-tiefgruendig-recherchierter-journalismus-in-bild-und-welt-7798\">Cives<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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