{"id":44126,"date":"2018-05-27T09:00:41","date_gmt":"2018-05-27T07:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126"},"modified":"2018-05-25T14:08:50","modified_gmt":"2018-05-25T12:08:50","slug":"hinweise-der-woche-63","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h01\">Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h02\">Die Unterwerfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h03\">Trump setzt auf Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h04\">Israel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h05\">Venezuela<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h06\">Gegen die Wand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h07\">Im Fahrstuhl nach unten: Marx und die Abstiegsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h08\">Auf dem Weg zur totalen &Uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h09\">Lehrer: Sommerloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h10\">Undercover im Schwarzen Block<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h11\">Zuckerbergs Auftritt vor dem EU-Parlament &ndash; Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h12\">ARD-Faktenfinder seppelt sich ins journalistische Abseits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126#h13\">Nur deutsche Linke fordern &raquo;offene Grenzen&laquo; f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Italien <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>O bella, ciao! bella, ciao! bella, ciao, ciao, ciao!<\/strong><br>\nDie Dummheit des Nordens in Sachen Schulden trifft Italien schon wieder ins Mark und provoziert noch radikalere &bdquo;L&ouml;sungen&ldquo;. Wann wird man jemals verstehen?<br>\nOb Petra Gerster wohl wusste, was sie sagte, als sie gestern in der heute-Sendung des ZDF den ersten Beitrag zu Italien mit dem Satz (hier) einleitete, Italien habe derzeit 2300 Milliarden Schulden und die neuen Populisten, die in Rom an die Macht gekommen seien, wollten tats&auml;chlich teure Reformen durchf&uuml;hren. Ihr Kollege Claus Kleber meinte wenig sp&auml;ter in seiner unvergleichlichen Mischung aus Ignoranz und Arroganz sogar, dass man die Italiener jetzt von Br&uuml;ssel aus &bdquo;an die Kandare&ldquo; nehmen m&uuml;sse, wenn die Eurozone Bestand haben solle.<br>\nIn diesen Tagen feiert die makro&ouml;konomische Dummheit wieder fr&ouml;hliche Urst&auml;nd. Und es Dummheit zu nennen, ist keine &Uuml;ber- sondern eher eine Untertreibung. Nat&uuml;rlich ist es immer noch die Dummheit der schw&auml;bischen Hausfrau, die partout nicht verstehen will, dass es keine Verbesserung einer Wirtschaftslage irgendwo geben kann, ohne dass die Schulden steigen. Sie will insbesondere nicht verstehen, dass sich auch in Deutschland die Wirtschaftslage nur bessert, wenn die Verschuldung steigt. Im deutschen Fall ist es allerdings die Verschuldung des Auslandes, die dabei ben&ouml;tigt wird. Die ist uns aber wurscht egal, &uuml;ber die regen wir uns nur auf, wenn wir &ndash; oh Schreck &ndash; auf einmal feststellen, dass die anderen noch h&ouml;her als zuvor verschuldet sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/o-bella-ciao-bella-ciao-bella-ciao-ciao-ciao\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Euro vor dem Aus?<\/strong><br>\nSollte in Italien die Koalition aus 5-Sterne Bewegung und der Lega tats&auml;chlich Realit&auml;t werden, dann k&ouml;nnte damit das Ende des Euro in seiner gegenw&auml;rtigen Form besiegelt sein.<br>\nDenn die Pl&auml;ne der m&ouml;glichen Regierungskoalition&auml;re laufen darauf hinaus, dass Italien alle f&uuml;r die Eurol&auml;nder verbindlichen staatlichen Defizitvorgaben sprengen wird. Das italienische Wahlergebnis hat damit genau das Ergebnis gezeitigt, das unser Gastautor Guiseppe Vandai wie folgt vorhersagte:<br>\n&bdquo;In allen Szenarien ist der Fiskalpakt mausetot, liegt die 3 prozentige Begrenzung der j&auml;hrlichen Staatsverschuldung im Sterben.&ldquo;<br>\nDer Grund daf&uuml;r ist keinesfalls, wie nun allenthalben in deutschen Gazetten munter behauptet wird, dass sich wirtschaftspolitische Hasardeure anschicken, die Regierungsgesch&auml;fte zu &uuml;bernehmen. Es ist gerade anders herum: Jede Regierung, die auch nur &uuml;ber elementare Kenntnisse von makro&ouml;konomischen Zusammenh&auml;ngen verf&uuml;gt und sich als Repr&auml;sentant der Interessen der ganz &uuml;berwiegenden Zahl der Italiener sieht, kann gar nicht gar nicht anders, als eine extrem expansive Fiskalpolitik voranzutreiben. Es ist die einzige Politikoption, die sich einer italienischen Regierung bietet, um den weiteren Niedergang der immer noch zweitgr&ouml;&szlig;ten Industrienation in der Eurozone zu stoppen.<br>\nHeiner Flassbeck hat vor diesem Hintergrund vor &bdquo;einer gro&szlig;en Konfrontation in Europa, deren Ausgang niemand vorhersagen kann&ldquo; eindringlich gewarnt. Die Reaktionen der von Evans-Pritchard zitierten &Ouml;konomen und viele Aussagen deutscher Politiker, allen voran Olaf Scholz, zeigen jedoch, dass keine Hoffnung auf Lernf&auml;higkeit bei Deutschlands politischen und &ouml;konomischen &bdquo;Eliten&ldquo; besteht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/der-euro-vor-dem-aus\/\">Makroskop<\/a>\n<p>dazu: <strong>Italiens Aufr&uuml;hrer bringen Deutschland an die Decke und riskieren einen Zahlungsstopp<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank k&ouml;nnte gezwungen sein, in einem drastischen finanziellen Showdown Italiens Kreditlinien zu kappen, wenn die neue rebellische Koalition des Landes die EU-Ausgabenregeln in Frage stellt und die vertraglichen Grundlagen des Euro untergr&auml;bt.<br>\nProfessor Clemens Fuest, Leiter des einflussreichen deutschen ifo-Instituts, sagte, die EU-Beh&ouml;rden k&ouml;nnten nicht tatenlos zusehen, wenn die neoanarchistische F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und die Anti-EU-Lega-Nationalisten ihre revolution&auml;re Agenda vorantreiben und die Stabilit&auml;t der W&auml;hrungsunion gef&auml;hrden.<br>\nProf. Fuest warnte, dass die EZB im Rahmen des internen Zahlungsverkehrssystems, Target 2, die Kredite an die Bank von Italien kappen m&uuml;sste, was eine Zahlungskrise ausl&ouml;sen und die Lage zum Kippen bringen w&uuml;rde. &bdquo;Wenn sie beginnen, gegen die fiskalischen Regeln der Eurozone zu versto&szlig;en, wird die EZB, wenn auch widerwillig, handeln m&uuml;ssen. Es wird wie in der griechischen Krise sein. Italien muss Kapitalkontrollen einf&uuml;hren und wird aus dem Euro gedr&auml;ngt werden&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/05\/italiens-aufruehrer-bringen-deutschland-an-die-decke-und-riskieren-einen-zahlungsstopp\/\">Makroskop<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die 5-Sterne-Bewegung in Italien verstehen. Oder: eine Mischung aus den Gr&uuml;nen, Piratenpartei und Sascha Lobo.<\/strong><br>\nDas Bild, das sich mir darstellt, ist sehr anders als das, was wir hierzulande aus den Medien erfahren. Das hat zwei Gr&uuml;nde. Zum einen haben die deutschen Medien offenbar wenig Interesse daran, aus eigener Recherche und Analyse heraus die Grundz&uuml;ge der italienischen Politik und Demokratie zu verstehen. Stattdessen schreiben sie &uuml;berwiegend aus den italienischen Medien ab und legen dabei ihre deutschen Analyseschablonen &mdash; &bdquo;links&ldquo;, &bdquo;rechts&ldquo;, &bdquo;CDU-nah&ldquo;, &bdquo;SPD-&auml;hnlich&ldquo; &mdash; auf eine politische Landschaft, die zwar bei oberfl&auml;chlicher Betrachtung ein klein wenig &auml;hnlich aussieht, in ihren Mechanismen aber v&ouml;llig anders funktionert.<br>\nZum anderen ist das M5S eine Partei, die an manchen Stellen sehr ernsthaft die Systemfrage stellt. Zun&auml;chst ganz lokal in Italien, wo sie sich in einem politischen System behaupten muss, das durch jahrzehntelangen Filz, st&auml;ndiges Seitenwechseln, tief verankerten Mafiaeinfluss und letztlich durch Silvio Berlusconi komplett zersetzt worden ist. Die Systemfrage stellt das M5S aber auch ganz grunds&auml;tzlich &ouml;kologisch, wirtschaftlich, sozial &mdash; im progressiven Sinne. Denn die &bdquo;f&uuml;nf Sterne&ldquo; stehen, das sollte man in Erinnerung rufen, f&uuml;r:<br>\n1. Umweltschutz,<br>\n2. Universelles Recht auf sauberes Wasser,<br>\n3. technologischen Fortschritt,<br>\n4. &ouml;ffentliche Breitbandkonnektivit&auml;t und<br>\n5. nachhaltige Mobilit&auml;t.<br>\nDabei tritt sie der heute etablierten Form des Kapitalismus, der auf sie abgestimmten EU-Logik, sowie all den Thesen, die mittlerweile seit Jahrzehnten in deutschen Medien auf und ab gepredigt werden, an vielen Stellen entgegen. Wenn man &mdash; aus genau diesem System kommend &mdash; nicht gen&uuml;gend journalistische Neugier an den Tag legt, verstehen zu wollen, was wirklich dahinter steckt, sondern komplett in den vom M5S kritisierten Denkmodellen etabliert ist (und da spielt es keine Rolle, ob man f&uuml;r die ZEIT, FAZ, SpOn, Welt oder die Tagesschau schreibt oder berichtet), dann ist der Schritt dahin, die Partei als absurde (und nat&uuml;rlich) populistische Bande abzuqualifizieren, nicht weit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kaffeeundkapital.de\/2018\/05\/17\/die-5-sterne-bewegung-in-italien-verstehen-oder-eine-mischung-aus-den-gruenen-piratenpartei-und-sascha-lobo\/\">Kaffee &amp; Kapital<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein angenehm unaufgeregter Artikel, der sich von der Oberfl&auml;chlichkeit fast aller Artikel aus den Mainstreammedien abhebt. Lesenswert und wichtig f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Hintergr&uuml;nde ist auch folgender Artikel:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Schwanzschl&auml;ge des Krokodils<\/strong><br>\nBereits am Sonntag sollen die Koalitionsverhandlungen zwischen Lega und F&uuml;nf-Sterne enden. M&ouml;glich wurde dies, weil Silvio Berlusconi seine Forza Italia zur&uuml;ckgezogen hat. Trotzdem bleibt er eine Schl&uuml;sselfigur in der italienischen Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/regierungsbildung-italien-renzi-salvini-berlusconi-lega-forza-italia-fuenf-sterne\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><strong>Avanti?<\/strong><br>\nItaliens Pr&auml;sident Sergio Matarella soll die neue Regierung ernennen. Vorstehen soll ihr ein parteiloser Ministerpr&auml;sident, auf den sich F&uuml;nf-Sterne-Bewegung und Lega geeinigt haben. Die Kritik an den Pl&auml;nen nimmt zu, dabei sind diese nicht neu<br>\nVielleicht w&auml;re es auch f&uuml;r die deutschen Medien keine schlechte Idee, jetzt mal langsam wieder vom Italien-Bashing runterzukommen. Sie warnen vor dem &bdquo;italienischen Himmelfahrtskommando&ldquo; (Spiegel online) beschreiben die &bdquo;Selbstverzwergung&ldquo; Italiens (Die Welt), schimpfen auf die &bdquo;Zumutungen aus Rom&ldquo; (FAZ) und verorten das Land &bdquo;irgendwo zwischen Horror und Tragikom&ouml;die&ldquo; (Tages-Anzeiger und SZ).<br>\nJa, wir befinden uns in einer Medienkrise, Stellen werden gestrichen und Honorare und Korrespondentenstellen halbiert. Auch die Redaktion will immer nur das lesen, was sie schon bei der Konkurrenz gesehen hat. Aber auch Korrespondenten sind Journalisten und nicht der Au&szlig;endienst des Bundeskanzleramts. Wie w&auml;re es mal daran zu erinnern, dass die Regierungsbildung in Italien nur halb so lange gedauert hat wie die in Deutschland? Und daran, dass sich der politische Chef der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, stets verweigert hat, mit Silvio Berlusconi auch nur zu sprechen? Ja, genau dieser Berlusconi, der Orgien mit minderj&auml;hrigen M&auml;dchen feierte und die Mafia bezahlt hat. &Uuml;ber den man in Deutschland vergessen hat, dass er zuletzt mit dem von Deutschen geliebten Matteo Renzi von der Demokratischen Partei (PD) koaliert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/italien-regierung-berlusconi-fuenf-sterne-lega-salvini-di-maio-conte\">Cicero<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Unterwerfung<\/strong><br>\nDonald Trump ist ein Pr&auml;sident wie aus einem Bilderbuch der DDR: ein amerikanischer Imperialist. Angela Merkel sollte sich an ihre Schulzeit erinnern &ndash; und in den antiimperialistischen Kampf ziehen. Macht sie aber nicht.<br>\nJetzt probt Europa den Aufstand. Ganz Europa? Nein. Die Deutschen proben die Unterwerfung. Sie machen wieder einmal Heinrich Manns Untertan alle Ehre und wollen sich mit stiller Lust der Macht beugen: &ldquo;Die Macht, die &uuml;ber uns hingeht und deren Hufe wir k&uuml;ssen! &hellip; Gegen die wir nichts k&ouml;nnen, weil wir alle sie lieben! Die wir im Blut haben, weil wir die Unterwerfung darin haben!&rdquo; Diesmal ist es die amerikanische Macht.<br>\nDie Deutschen haben den Kampf aufgegeben, bevor er beginnt: &ldquo;In einer umfassenden Weise die gesamte Wirtschaft zu entsch&auml;digen bei entsprechenden Ma&szlig;nahmen der Vereinigten Staaten von Amerika &ndash; da k&ouml;nnen und d&uuml;rfen wir auch keine Illusionen sch&uuml;ren&rdquo;, hat Angela Merkel gesagt, und damit die Fahnen gestreckt, w&auml;hrend um sie herum die anderen Europ&auml;er unter franz&ouml;sischer F&uuml;hrung zum Abwehrkampf bliesen.<br>\nDie EU-Kommission zeigte sich derweil schnell und findig wie selten. Sie will europ&auml;ischen Firmen verbieten, sich an die US-Sanktionen zu halten. Wenn es zu wirtschaftlichen Sch&auml;den kommt, k&ouml;nnte man notfalls US-Besitz in Europa beschlagnahmen. Dazu wird es nicht kommen. Aber das Instrumentarium ist vorhanden.<br>\nDie Deutschen verbr&auml;men ihre Feigheit vor dem Freund mit falsch verstandenem Ultrarealismus: &ldquo;Wenn die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse so sind, wie sie sind, bleibt manchmal nur ein Z&auml;hneknirschen&rdquo;, hat Joschka Fischer dem SPIEGEL gesagt. Und die &ldquo;FAZ&rdquo; resigniert: &ldquo;Ja, es ist Erpressung, wenn Trump europ&auml;ischen Unternehmen mit Strafe droht, sollten sie amerikanische Sanktionen unterlaufen. Doch zur Realpolitik geh&ouml;rt die Anerkennung der Verh&auml;ltnisse.&rdquo;<br>\nEs ist ja schon mal ein Fortschritt, dass die konservative &ldquo;FAZ&rdquo; den US-Imperialismus als das benennt, was er ist: ein System der Erpressung.<br>\nAber wo landen wir, wenn die &ldquo;Anerkennung der Verh&auml;ltnisse&rdquo; zur neuen Regel der internationalen Politik wird? Wir landen in der Welt Donald Trumps. Dort wird die St&auml;rke des Rechts abgel&ouml;st vom Recht des St&auml;rkeren. Die Zeiten, in denen Trump als tumber Tor untersch&auml;tzt werden konnte, sind endg&uuml;ltig vorbei. Trump ist ein Revolution&auml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-angela-merkel-unterwirft-sich-dem-imperialismus-der-usa-a-1208819.html\">Jakob Augstein auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist ja richtig beobachtet, dass mit Trump die Unterwerfung ausgesprochen bitter wird. Aber es ist falsch, so zu tun, als h&auml;tte es diese Unterwerfung nicht auch schon fr&uuml;her gegeben, und au&szlig;erdem ist es falsch, zu behaupten, Deutschland sei eine Ausnahme, und die anderen Europ&auml;er w&uuml;rden unter F&uuml;hrung Frankreichs zum Abwehrkampf blasen. Auch die USA unter der F&uuml;hrung Obamas waren eine imperiale Macht und haben sich nicht um die Rechte anderer Nationen gek&uuml;mmert, auch nicht um die Deutschlands. Von hier aus wird besonders in der Zeit des Pr&auml;sidenten Obama der Drohnenkrieg koordiniert. In der Zeit seiner Pr&auml;sidentschaft wurde eine Sondereinheit beim US Finanzministerium genutzt, um andere L&auml;nder in finanzielle Turbulenzen zu treiben. Und was unsere Nachbarn betrifft: Sie sind auf dem milit&auml;rischen Gebiet, &uuml;ber die NATO und in der neu entfachten Auseinandersetzung mit Russland so eng mit den USA verfilzt, dass man wirklich blind sein muss, um von ihnen einen sp&uuml;rbaren Widerstand gegen die Unterwerfung Europas durch die USA zu erwarten.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Streit unter Freunden<\/strong><br>\nPl&auml;dieren Au&szlig;enpolitikstrategen daf&uuml;r, den Konflikt mit Washington nicht zu scheuen, so warnen vor allem Stimmen aus der Wirtschaft vor potenziell kostspieligen Folgen. Zwar sei es &ldquo;Erpressung, wenn Trump europ&auml;ischen Unternehmen mit Strafe droht, sollten sie amerikanische Sanktionen unterlaufen&rdquo;, urteilt ein einflussreicher Wirtschaftskommentator. Doch seien die deutschen &ldquo;Gesch&auml;fte in Iran &hellip; winzig&rdquo; im Vergleich zum US-Gesch&auml;ft deutscher Unternehmen. F&uuml;r Siemens etwa seien &ldquo;amerikanische Ums&auml;tze &uuml;berlebenswichtig&rdquo; und d&uuml;rften keinesfalls zugunsten von Deals mit Iran aufs Spiel gesetzt werden: &ldquo;Wer glaubte, die europ&auml;ische Gemeinschaft bringe genug Gewicht auf die Waage, um auf Augenh&ouml;he mit den Vereinigten Staaten Weltpolitik betreiben zu k&ouml;nnen, wurde durch die einseitige Aufk&uuml;ndigung des Atomabkommens mit Iran eines Besseren belehrt.&rdquo; Zur unvermeidlichen &ldquo;Realpolitik&rdquo; geh&ouml;re nun &ldquo;die Anerkennung der Verh&auml;ltnisse&rdquo;. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Hubert Lienhard, mit Blick auf die Option, sich in puncto Iran eng mit China abzustimmen. &ldquo;Grunds&auml;tzlich bin ich nicht der Meinung, dass Deutschland und die EU, auch zusammen mit China, Schritte unternehmen sollten, die gegen die USA gerichtet sind&rdquo;, erkl&auml;rt Lienhard: Wegen der hohen Profite, die deutsche Unternehmen im US-Gesch&auml;ft erzielten, sei ein solches Vorgehen &ldquo;langfristig einfach nicht klug&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7616\/\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump setzt auf Krieg<\/strong><br>\nEskalation bef&uuml;rchtet: US-Pr&auml;sident sagt Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un ab<br>\nNordkorea zerst&ouml;rt sein Atomtestgel&auml;nde, US-Pr&auml;sident Donald Trump legt die Lunte an den Weltfrieden. Am Donnerstag vormittag wurden Tunnel der nordkoreanischen Atomanlage Punggye Ri in Anwesenheit internationaler Journalisten unbrauchbar gemacht. Am Nachmittag sagte Trump das f&uuml;r den 12. Juni in Singapur geplante Treffen mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un ab. Er begr&uuml;ndete das in einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Brief an Kim, das sei &raquo;im Moment nicht angemessen&laquo;. Dies wirkt angesichts der Gefahren, die aus der Absage resultieren, so grotesk wie kindisch: Kim habe &raquo;enorme Wut und offene Feindseligkeit&laquo; gezeigt.<br>\nTats&auml;chlich hatte sich Kim nicht &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;ert. Vielmehr hatte Trumps Stellvertreter Michael Pence am Montag in einem Interview Nordkorea gewarnt, es werde &raquo;wie das Libyen-Modell enden, falls Kim Jong Un keinen Deal macht&laquo;. Auf die Erkundigung hin, ob Trump den Gipfel noch absagen k&ouml;nnte, hatte Pence geantwortet: &raquo;Das ist gar keine Frage.&laquo; In den Tagen zuvor hatte US-Sicherheitsberater John Bolton in mehreren Interviews ebenfalls Libyen als Vorbild f&uuml;r den Umgang mit Nordkorea angef&uuml;hrt. Das damals von Muammar Al-Ghaddafi gef&uuml;hrte nordafrikanische Land hatte 2003 eingewilligt, sein Atom- und Chemiewaffenprogramm einzustellen. 2011 wurde Al-Ghaddafi von Milizen, die als Fu&szlig;truppen eines von Frankreich, Gro&szlig;britannien und den USA gef&uuml;hrten Angriffskrieges operierten, auf bestialische Weise ermordet. Die nordkoreanische Vizeau&szlig;enministerin Choe Son Hui hatte angesichts dieser &Auml;u&szlig;erungen und analoger Kommentare Trumps selbst am Donnerstag US-Vizepr&auml;sident Pence als &raquo;politisch dummen T&ouml;lpel&laquo; bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/332998.trump-setzt-auf-krieg.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Israel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wir wollen einfach eine Zukunft<\/strong><br>\nDie pal&auml;stinensischen Demonstranten wollen den Staat Israel weder abschaffen noch negieren. Sie wollen lediglich, dass ihre Stimme geh&ouml;rt wird (&hellip;)<br>\nAm ersten Tag des &ldquo;Gro&szlig;en Marsches&rdquo; habe ich gelacht, als Teenager Fotos von Donald Trumps zerrissen haben. Die USA haben Israel mit Waffen versorgt, seitdem es als Staat existiert, und die Pal&auml;stinenser wissen nur zu genau, welche Rolle Washington bei der St&auml;rkung und Aufrechterhaltung der Besatzung spielt. Was aber Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, anders ist, ist, dass sie vollkommen psychologischer Natur ist. Sie hat keine anderen Konsequenzen als zu provozieren. (&hellip;)<br>\nEs ist beklagenswert, dass es die internationale Gemeinschaft in dem gesamten Jahrhundert seit der Balfour-Deklaration nicht geschafft hat, die Bed&uuml;rfnisse des pal&auml;stinensischen Volkes anzuerkennen und sie lediglich als Feinde des j&uuml;dischen Glaubens behandelt. Pal&auml;stinenser konnten Menschen j&uuml;dischen Glaubens schon immer von der israelischen Regierung unterscheiden. Es ist nur ein Jammer, dass die internationale Gemeinschaft nie zu dieser Unterscheidung in der Lage war, wenn es um Kritik an der israelischen Regierung geht. Damit hat die Gemeinschaft gegen die Ethik, die Normen und die Gesetze versto&szlig;en, die sie selbst erlassen hat.<br>\nIndem er &uuml;ber jeden Rest eines pal&auml;stinensischen Narrativs zum Blick der Welt auf Jerusalem hinwegtrampelt, hat Donald Trump die Heuchelei der internationalen Gemeinschaft gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern allzu deutlich aufgezeigt. Indem man es an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngt, so steht es im Drehbuch, kann man damit davonkommen und legt den Grundstock f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Verbrechen, die noch kommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/wir-wollen-einfach-eine-zukunft\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der zionistische Traum &ndash; Ende einer Illusion&ldquo;<\/strong><br>\nDiese WDR 3- Sendung ist unbedingt h&ouml;renswert: &bdquo;Der zionistische Traum &ndash; Ende einer Illusion&ldquo;. Von Ruth Fruchtman. Sie ist Mitglied der J&uuml;dischen Stimme f&uuml;r gerechten Frieden in Nahost e.V. (&hellip;)<br>\nWDR 3 Kulturfeature: Israel feiert den 70. Jahrestag seiner Staatsgr&uuml;ndung am 14.5.1948. Den Nachkommen von circa 700.000 vertriebenen Pal&auml;stinensern gilt das Datum als &bdquo;Tag der Katastrophe&ldquo;. \/\/ Von Ruth Fruchtman \/ Redaktion: Thomas Nachtigall \/ WDR\/rbb 2003<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=7721#more-7721\">nahost-forum bremen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Venezuela<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Scharfe Kritik und neue Sanktionen<\/strong><br>\nDie USA belegen Venezuela als Reaktion auf die Wiederwahl des sozialistischen Pr&auml;sidenten Nicol&aacute;s Maduro mit neuen Sanktionen. US-Pr&auml;sident Donald Trump unterzeichnete ein entsprechendes Dekret. Es soll bestehende US-Ma&szlig;nahmen erg&auml;nzen. Der Regierung in Caracas sollten weitere M&ouml;glichkeiten verbaut werden, an frisches Geld zu kommen, erkl&auml;rten Vertreter der US-Regierung.<br>\nUS-Gesch&auml;fte mit Venezuela untersagt<br>\nKonkret wird allen US-Firmen und -B&uuml;rgern untersagt, der Regierung Venezuelas dabei zu helfen, Besitz- oder Anlageg&uuml;ter zu verkaufen. Gleiches gilt f&uuml;r die Zentralbank und die &Ouml;lgesellschaft Petr&oacute;leos de Venezuela&hellip;.<br>\nMaas: Keine &ldquo;freien und fairen Wahlen&rdquo;<br>\nKritik kam auch aus Europa. &ldquo;Das waren nicht die freien und fairen Wahlen, die das venezolanische Volk verdient hat&rdquo;, twitterte Bundesau&szlig;enminister Heiko Maas&hellip;.<br>\nDie spanische Regierung will im Rahmen der EU auf die umstrittene Pr&auml;sidentschaftswahl reagieren. Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy k&uuml;ndigte an: &ldquo;Spanien wird mit seinen europ&auml;ischen Partnern angemessene Ma&szlig;nahmen er&ouml;rtern und weiter daran arbeiten, die Leiden der Venezolaner zu lindern&rdquo;, schrieb Rajoy bei Twitter.<br>\nAuch die L&auml;nder der sogenannten Lima-Gruppe erkannten das Wahlergebnis nicht an und k&uuml;ndigten an, ihre Botschafter aus Protest zur&uuml;ckzurufen. Zudem bestellten sie die jeweiligen venezolanischen Botschafter ein. In einer Erkl&auml;rung hie&szlig; es, die Wahl habe &ldquo;nicht den Standards eines freien, fairen und transparenten demokratischen Prozesses entsprochen&rdquo;. Zur Lima-Gruppe geh&ouml;ren unter anderem Kanada, Brasilien, Argentinien und Mexiko.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/venezuela-wahl-reaktionen-sanktionen-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WM:<\/strong> Die USA und ihre &bdquo;Freunde&ldquo; hatten schon vor der Wahl angek&uuml;ndigt, das Ergebnis nicht anerkennen zu wollen. Na klar, weil abzusehen war, dass Maduro haushoch gewinnen w&uuml;rde. Auch der Wahlverlierer Falcon hat bereits Neuwahlen gefordert.<br>\nDiejenigen, die jetzt &bdquo;die Not des venezolanischen Volkes lindern&ldquo; wollen, waren durch Sanktionen und Handelsboykott haupts&auml;chlich daran beteiligt, dass die Not &uuml;berhaupt entstanden ist. Und au&szlig;erdem: mit dieser Floskel wollen sie einen Regierungsumsturz legitimieren und keine Not lindern. Die venezolanische Regierung ist den USA schon seit Chavez ein Dorn im Auge, weil sie ihren eigenen (sozialistischen?) Weg gegangen ist. Venezuela hat, wie jedes andere Volk auch, das Recht dazu. Siehe dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44033#more-44033\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pr&auml;sident Maduro gewinnt in Venezuela, Herausforderer will Neuwahl<\/strong><br>\nCaracas. Trotz einer heftigen sozialen und wirtschaftlichen Krise hat Venezuelas Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro am Sonntag nach Angaben des Nationalen Wahlrates (Consejo Nacional Electoral, CNE) die Pr&auml;sidentschaftswahlen gewonnen. Der linksgerichtete Politiker setzte sich nach dem vorl&auml;ufigen Endergebnis mit 67,7 Prozent gegen seinen Widersacher Henri Falc&oacute;n durch, auf den 21,2 Prozent der Stimmen entfielen. Der Evangelikale Javier Bertucci erreichte 10,8 Prozent, der vierte Kandidat, Reinaldo Quijada, 0,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 46,01 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Der absolute Stimmanteil f&uuml;r Amtsinhaber Maduro sank offenbar auf unter sechs Millionen Stimmen.<br>\nFalc&oacute;n gab am Abend noch vor der Bekanntgabe der Ergebnisse bekannt, die Wahl nicht anzuerkennen. Der ehemalige Weggef&auml;hrte des 2013 verstorbenen Pr&auml;sidenten Hugo Ch&aacute;vez argumentierte mit &ldquo;Unregelm&auml;&szlig;igkeiten&rdquo; im Zusammenhang mit rund 13.000 sogenannten Roten Punkten, St&auml;nden der Regierungspartei PSUV, die in unmittelbarer N&auml;he der Wahllokale aufgebaut wurden. Dort h&auml;tten Venezolanerinnen und Venezolaner ihre Ausweise vorlegen k&ouml;nnen, um zus&auml;tzliche Sozialleistungen zu empfangen. Die Opposition sieht darin einen Missbrauch staatlicher Mittel f&uuml;r Parteizwecke.<br>\nDiese St&auml;nde politischer Pateien in einem festgelegten Abstand in der N&auml;he von Wahllokalen sind in Venezuela durchaus &uuml;blich, so gab es bei den vorangegangenen Urneng&auml;ngen neben den Roten Punkten der PSUV auch Blaue Punkte der Oppositionsparteien.<br>\nDer ehemalige Pr&auml;sident von Ecuador, Rafael Correa, war unter den internationalen Wahlbeobachtern und sagte am gestrigen Abend nach der Wahl: &ldquo;Wir haben ein demokratisches Fest begleitet.&rdquo; Der linksgerichtete spanische Europa-Abgeordnete Javier Couso &auml;u&szlig;erte im Hinblick auf die aus Europa vor der Wahl immer wieder formulierte Kritik: &ldquo;In Europa fehlt der Respekt daf&uuml;r, dass das venezolanische Volk seine Zukunft &uuml;ber Wahlen selbst bestimmt.&rdquo; Die Vorsitzende der Wahlbeh&ouml;rde (CNE), Tibisay Lucena, gab die Wertung der Wahlbeobachter wieder, laut der &ldquo;Betrug im Wahlsystem unm&ouml;glich&rdquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/05\/201675\/wahl-venezuela?platform=hootsuite\">Amerika 21<\/a><\/li>\n<li><strong>Parallele Realit&auml;ten in Venezuela<\/strong><br>\n(&hellip;) Zugleich hat die Einflussnahme aus dem Ausland auf die venezolanische Politik mit dem Ziel eines Regime-Change ein bisher nicht gekanntes Ausma&szlig; erreicht. Das bedeutet auch: Egal wer die Wahl heute gewinnt, er wird es nicht nur mit einer der schwersten Krisen in der j&uuml;ngeren Geschichte des Landes zu tun haben, sondern national und international um Anerkennung k&auml;mpfen m&uuml;ssen.<br>\n(&hellip;) Propaganda statt Analyse von Problemen<br>\nSo berichtete die ARD unl&auml;ngst zur besten Sendezeit, dass die Regierung Maduro &ldquo;jeden namhaften Gegenkandidaten, jeden politischen Gegner ausgeschaltet hat&rdquo;. Solche Fake News zeigen ein zentrales Problem im Umgang mit Venezuela: Zahlreiche Journalisten, selbst solche, die sich in der Region auskennen sollten und Spanisch sprechen, &uuml;bernehmen unkritisch Darstellungen der Opposition, ohne sie zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\n(&hellip;) Auch die Hintergr&uuml;nde der venezolanischen Wirtschaftskrise bleiben zu oft unklar. So wird die Krise auf der einen Seite mit &ldquo;Inkompetenz, Korruption und Vetternwirtschaft&rdquo; der Regierung begr&uuml;ndet, w&auml;hrend das Lager der Chavisten die USA und einen &ldquo;Wirtschaftskrieg&rdquo; anf&uuml;hrt. Die strukturellen Probleme aber liegen im Verfall des Erd&ouml;lpreises auf dem Weltmarkt und einer wirklich widersinnigen Devisenbewirtschaftung, die es &uuml;ber Jahre hinweg erlaubt hat, zu einem staatlich subventionierten Kurs an Devisen zu gelangen, um sie f&uuml;r ein Vielfaches des Wertes auf dem Schwarzmarkt zur&uuml;ckzutauschen. So sind Milliarden US-Dollar Staatsgelder in private Taschen geflossen.<br>\nDie M&auml;r vom Parteienverbot<br>\nDie politische Beeinflussung geht soweit, dass grundlegende Fehleinsch&auml;tzungen die internationale Berichterstattung verf&auml;lschen. So etwa die These eines Verbotes oppositioneller Parteien in Venezuela&hellip;.<br>\nIst f&uuml;r die Toten nur die Regierung verantwortlich?<br>\nAuch das Thema der politischen Gewalt in Venezuela wurde in den vergangenen Jahren politisch instrumentalisiert. Ebenso wie bei der Frage der angeblichen Parteienverbote geht das vermittelte Bild an der Realit&auml;t vorbei, wenn es etwa hei&szlig;t, bei Oppositionsprotesten Anfang vergangenen Jahres seien rund 160 Personen von Sicherheitskr&auml;ften oder chavistischen bewaffneten Strukturen ermordet worden.<br>\nBei einem raschen Blick in eine der online verf&uuml;gbaren Auflistungen der Opfer wird ersichtlich, dass es sich bei einigen um Anh&auml;nger der Regierung oder Sicherheitskr&auml;fte handelte. Andere der Opfer sind bei Pl&uuml;nderungen ums Leben gekommen.<br>\nDemokratische Opposition hat schweren Stand<br>\nIn dieser Situation fanden in Venezuela an diesem Sonntag die Pr&auml;sidentschaftswahlen statt. Es handelt sich um die 24. landesweite Abstimmung in den 19 Jahren des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Prozesses, der als Bolivarische Revolution bezeichnet wird.<br>\nZumindest auf politischer Ebene ist das internationale Interesse an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Abstimmung l&auml;ngst parteiischen Zielstellungen gewichen. Die Bundesregierung hat nach entsprechenden &Auml;u&szlig;erungen aus den USA bereits abgelehnt, das Ergebnis der heutigen Wahlen anzuerkennen.<br>\nRechtsgerichtete Staatschefs wie der Chilene Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;era oder Juan Carlos Varela aus Panama &auml;u&szlig;erten sich klarer und sprachen der Pr&auml;sidentschaftswahl die Legitimit&auml;t ab. Innerhalb der EU wurden bereits in der vergangenen Woche neue Sanktionen gegen venezolanische Funktion&auml;re diskutiert.<br>\nZu erwarten ist, dass die ma&szlig;geblich von den USA und der EU unterst&uuml;tzten Teile der Opposition ab Montag erneut auf einen Eskalationskurs setzen. Die direkte Unterst&uuml;tzung aus dem Ausland wird die Spaltung der Opposition im Land in jedem Fall weiter vertiefen und eine gemeinsame L&ouml;sung der politischen und wirtschaftlichen Probleme behindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Parallele-Realitaeten-in-Venezuela-4052789.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gegen die Wand<\/strong><br>\nDer Tatvorwurf Rebellion ist von vornherein unzul&auml;ssig, hatte das Oberlandesgericht in Schleswig im Fall Puigdemont entschieden. Eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Generalstaatsanwaltschaft, die das deutsche Strafrecht offenbar nicht kennt. Das hindert dieselbe Beh&ouml;rde aber nicht daran, noch einmal vor dieselbe Wand zu laufen.<br>\nNun gebe es angeblich neue Hinweise auf Gewaltt&auml;tigkeiten gegen Polizisten, nat&uuml;rlich wieder aus spanischer Quelle.<br>\nDie Generalstaatsanwaltschaft h&auml;lt damit den Tatvorwurf der Rebellion immer noch f&uuml;r gegeben.<br>\nDie Ausschreitungen hatten ein solches Ausma&szlig;, dass die Generalstaatsanwaltschaft davon ausgeht, dass auch wegen des Vorwurfs der Rebellion auszuliefern ist&rdquo;, teilte die Beh&ouml;rde mit. Offenbar scheint die Staatsanwaltschaft nicht einmal die Begr&uuml;ndung der Richter ernsthaft gelesen, geschweige denn verstanden zu haben. Die schrieben zu ihrer Entscheidung vom 5. April:<br>\n&bdquo;Eine Auslieferung des Verfolgten wegen des Straftatbestands der Rebellion gem&auml;&szlig; Art. 472 Abs. 5 und 7 des spanischen Strafgesetzbuches komme aus Rechtsgr&uuml;nden nicht in Betracht. Das dem Verfolgten zur Last gelegte Verhalten w&auml;re in der Bundesrepublik Deutschland nach hier geltendem Recht nicht strafbar. Der in Betracht kommende Straftatbestand des Hochverrats sei nicht erf&uuml;llt, weil es an dem Merkmal der &bdquo;Gewalt&ldquo; fehle.<br>\nJa, das Merkmal der &ldquo;Gewalt&rdquo; fehle. Das haben die spanischen Beh&ouml;rden nun offenbar nachgeliefert, nach &uuml;ber einem Monat. Das findet die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein aber nicht etwa seltsam, sondern fungiert mal wieder als eine Art Erf&uuml;llungsgehilfin.<br>\n(&hellip;) Welches Videomaterial, das bislang noch gar nicht bekannt ist, soll denn an dieser eindeutigen Schlussfolgerung etwas &auml;ndern k&ouml;nnen? Standen die spanischen Verfassungsorgane tats&auml;chlich kurz vor der Kapitulation? Und m&uuml;ssen die Berichte der Tagesschau nun nachtr&auml;glich korrigiert werden? Es stellt sich eigentlich nur eine Frage und zwar die, ob bei der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein nicht nur juristische Analphabeten arbeiten. Und was ist mit der Fach- und Dienstaufsicht, also der Justizministerin, die in Sachen Kompetenz einmal nachfragen k&ouml;nnte, um wiederholte Blamagen ihrer Beh&ouml;rde zu vermeiden?<br>\nDas Oberlandesgericht lehnte den Antrag des Generalstaatsanwalts auf Wiederinvollzugsetzung des Auslieferungshaftbefehls jedenfalls ab. Begr&uuml;ndung: Keine Fluchtgefahr. Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Das neue Material scheint nicht wirklich belastend zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/180522kurz-notiert-gegen-die-wand\">taublog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Im Fahrstuhl nach unten: Marx und die Abstiegsgesellschaft<\/strong><br>\nNur wenige Denker des 19. Jahrhunderts sind auch heute in der &Ouml;ffentlichkeit so pr&auml;sent &ndash; ob Marx trotz seiner Inthronisierung als Klassiker f&uuml;r die Gesellschaftsanalyse weiter relevant ist, bleibt jedoch auch mit zunehmender zeitlicher Distanz zum Epochenbruch 1989 umstritten. Die Forschungsvorhaben an wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;ten ignorieren den &Ouml;konomen Marx jedenfalls geflissentlich und in den allermeisten Lehrpl&auml;nen firmiert er blo&szlig; als musealisierte Fu&szlig;note der Geschichte &ouml;konomischer Ideen. Eine von prominenten Historikern, etwa j&uuml;ngst von Gareth Steedman Jones, vorgebrachte Perspektive &uuml;ber die Theorien von Karl Marx lautet denn auch, dass es sich um die Auffassungen eines Denkers des 19. Jahrhunderts handelt, der &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse dieses Jahrhunderts geschrieben habe. &Uuml;ber unsere moderne Welt habe Marx aber nur wenig zu sagen.<br>\nAber ist das wirklich so &ndash; oder verh&auml;lt es sich nicht genau umgekehrt, war also Marx seiner damaligen Zeit weit voraus? &hellip;<br>\nDie Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Pr&auml;sidenten wenige Jahre nach den Occupy-Protesten hat unterstrichen, dass Ungleichheit und politische Krisen nicht zwangsl&auml;ufig in Richtung progressiver politischer Bewegungen ausschlagen m&uuml;ssen. Gerade die defizit&auml;re Repr&auml;sentation von Bev&ouml;lkerungsteilen, die sich selbst als Verlierer der gesellschaftlichen Modernisierung betrachten, hat f&uuml;r Trumps Wahlerfolg ebenso sehr eine ma&szlig;gebliche Rolle gespielt wie beim Aufschwung des rechten Populismus in Europa. Karl Marx hat genau diese Aspekte in seinen sp&auml;teren Schriften mit auf- und damit vorweggenommen. Sein Blick richtete sich stets auf die sozialen Gegens&auml;tze, die sich im entwickelten Kapitalismus vergr&ouml;&szlig;ern. Das Moment, dass Gesellschaften wohlhabender werden, aber gleichzeitig ein Teil der Bev&ouml;lkerung nach unten (bei Marx: ins Proletariat) gedr&uuml;ckt wird, geh&ouml;rt zu seinen zentralen Denkfiguren. Das polit&ouml;konomische Postulat einer zunehmenden sozialen Spaltung wird erg&auml;nzt durch einen &uuml;berraschend konkreten Blick auf die Mikrodynamiken der Ungleichheit, der hoch aktuell anmutet. Im 23. Kapitel des &bdquo;Kapitals&ldquo; schreibt Marx: &bdquo;Je gr&ouml;&szlig;er der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital, Umfang und Energie seines Wachstums, also auch die absolute Gr&ouml;&szlig;e des Proletariats und die Produktivkraft seiner Arbeit, desto gr&ouml;&szlig;er die industrielle Reservearmee. Die disponible Arbeitskraft wird durch dieselben Ursachen entwickelt wie die Expansivkraft des Kapitals. Die verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Gr&ouml;&szlig;e der industriellen Reservearmee w&auml;chst also mit den Potenzen des Reichtums [&hellip;]. Je h&ouml;her die Produktivkraft der Arbeit, desto gr&ouml;&szlig;er der Druck der Arbeiter auf ihre Besch&auml;ftigungsmittel, desto prek&auml;rer also ihre Existenzbedingung: Verkauf der eignen Kraft zur Vermehrung des fremden Reichtums oder zur Selbstverwertung des Kapitals.&ldquo;<br>\nWas Marx als &bdquo;industrielle Reservearmee&ldquo; bezeichnet, umfasst eben nicht nur die formal Arbeitslosen, sondern kann auch auf die prek&auml;r Besch&auml;ftigten der Gegenwart angewendet werden. Die Aktualit&auml;t seiner Auffassung liegt nicht nur in der Terminologie begr&uuml;ndet, sondern auch in der Zusammenschau von Rationalisierungstendenzen der Arbeit, Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und der Marktmacht bestimmter Segmente der Arbeitenden. Auch wenn das Ph&auml;nomen der prek&auml;ren Arbeit gemeinhin als neues Ph&auml;nomen gilt, das auf die allgemeine Einschr&auml;nkung des Warencharakters der Arbeitskraft in der Phase des sozialstaatlich regulierten Kapitalismus folgte, hat die Marxsche Sichtweise auch hier einen hochaktuellen Bezug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/mai\/im-fahrstuhl-nach-unten-marx-und-die-abstiegsgesellschaft\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auf dem Weg zur totalen &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nDie chinesische Regierung baut derzeit ein System auf, das das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Kritiker sehen darin einen Schritt zur totalen &Uuml;berwachung.<br>\nWer schaut heimlich Pornos? Wer l&auml;stert &uuml;ber die Partei in den sozialen Netzwerken? Wer f&auml;hrt einfach bei Rot &uuml;ber die Ampel? Wer pflegt seine Eltern nur halbherzig? Wer wirft seinen M&uuml;ll auf die Stra&szlig;e? Die chinesische Regierung will Antworten auf all diese Fragen. Daher durchleuchtet der Einparteien-Staat seine B&uuml;rger digital bis ins kleinste Detail.<br>\nChina baut derzeit ein System auf, das das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Das chinesische sogenannte &ldquo;Sozialkreditsystem&rdquo; soll m&ouml;glichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Partei-Treue und soziales Verhalten.<br>\nDas chinesische Big Data Projekt ist in Gr&ouml;&szlig;e und Ausma&szlig; weltweit beispiellos. Kein anderes Land treibt es so radikal voran, seine B&uuml;rger im digitalen Zeitalter zu kontrollieren.<br>\nDieses nationale Bewertungssystem erinnert westliche Beobachter an die totale &Uuml;berwachung in George Orwells Roman &ldquo;1984&rdquo;. Zuk&uuml;nftig wollen die Machthaber nach einem Punktesystem dar&uuml;ber entscheiden, wer ein guter und wer ein schlechter B&uuml;rger ist.<br>\nKristin Shi-Kupfer ist Sinologin und Politologin vom Mercator Institute for China Studies (Merics) in Berlin. Sie leitet den Forschungsbereich Politik, Gesellschaft und Medien. Shi-Kupfer sagt, dass Fehlverhalten bereits jetzt drastische Konsequenzen haben k&ouml;nne. &ldquo;F&auml;llt die eigene Bonit&auml;tsbewertung, drohen mittlerweile zahlreiche Strafen, die je nach Ort oder Anbieter sehr unterschiedlich aussehen k&ouml;nnen&rdquo;, erkl&auml;rte sie. &ldquo;Wenn jemand seine Rechnungen nicht p&uuml;nktlich bezahlt, ein Verkehrsdelikt begeht, politisch unliebsame &Auml;u&szlig;erungen ver&ouml;ffentlicht oder sich um den Milit&auml;rdienst dr&uuml;ckt, sinkt seine Punktzahl auf der Bewertungsskala.&rdquo;<br>\nPersonen mit einer schlechten Bewertung k&ouml;nnten dann zum Beispiel keine Tickets mehr f&uuml;r Fl&uuml;ge oder Hochgeschwindigkeitsz&uuml;ge kaufen, so Kupfer. Auch sei es dann problematisch, in bestimmte Hotels einzuchecken oder die Kinder auf bestimmte Schulen zu schicken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ueberwachung-china-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein solches &bdquo;Modell&ldquo; entspricht nahezu 1:1 der Dystopie, die Marc Elsberg in seinem Thriller &bdquo;Zero&ldquo; beschreibt &ndash; mit den kleinen Unterschied, dass in China &bdquo;Big Data&ldquo; durch den Staat vorangetrieben wird, w&auml;hrend bei uns im Westen (noch) die Privatwirtschaft die gr&ouml;&szlig;ten Anstrengungen unternimmt, Daten zu Profilen zu vereinen, um Menschen zu bewerten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lehrer: Sommerloch<\/strong><br>\nDie Zahlen arbeitslos gemeldeter Lehrkr&auml;fte steigen in den gro&szlig;en Ferien dramatisch an, letztes Jahr waren es fast 5000. Schulen und Gewerkschaften kritisieren die Ausbeutung junger Kollegen.<br>\nMichelle Lammert* tritt z&ouml;gernd an den Empfangstresen. Ob sie bereits Kundin sei, fragt die Rezeptionistin des Jobcenters. Lammert lacht kurz und freudlos auf. Die Mitarbeiterin fragt in harschem Ton, was es denn da zu lachen gebe. Nun, der Begriff &ldquo;Kundin&rdquo; deute auf eine Freiwilligkeit hin, und die sei in ihrem Fall absolut nicht gegeben, erkl&auml;rt die Lehrerin.<br>\nMichelle Lammert &auml;rgert sich. Sie hat das Gef&uuml;hl, man unterstelle ihr, sie wolle nicht arbeiten. Sie will aber arbeiten, sie will bis ein Uhr morgens basteln, um ihren Sch&uuml;lern mit einem Backpulver-Modell zu erkl&auml;ren, was in einem Vulkan vor sich geht. Und sie will die Sicherheit, ihren Lebensunterhalt verdienen zu k&ouml;nnen. Stattdessen sitzt sie nun hier im Jobcenter in Rheinland-Pfalz und muss Grundsicherung beantragen: Hartz IV. Und das nicht etwa, weil ihre Leistungen zu w&uuml;nschen &uuml;brig lie&szlig;en. Sowohl das erste Staatsexamen wie auch das zweite im Referendariat schloss sie mit Einserschnitt ab. Fast ein ganzes Unterrichtsjahr hat sie danach als Gymnasiallehrerin gearbeitet. Mit einem Vertretungsvertrag, der fairerweise bis zum Schuljahresende h&auml;tte laufen k&ouml;nnen. Tut er aber nicht, er endet sechs Wochen fr&uuml;her, wenn die Sommerferien beginnen. Den Anspruch auf Arbeitslosengeld I verpasst Lammert damit knapp. Ab 25. Juni, wenn ihre Sch&uuml;ler ihre Schultaschen in die Ecke schmei&szlig;en, steht sie ohne Job und Gehalt da, ohne Arbeitnehmerrechte wie Mutterschutz oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Und ein Folgevertrag? Lammert winkt ab. Den wird ihr im alten Schuljahr niemand mehr anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/lehrer-sommerloch-1.3988807\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Undercover im Schwarzen Block<\/strong><br>\nEin Polizist soll sich unter die &bdquo;Welcome to Hell&ldquo;-Demo gemischt haben &ndash; vermummt. Doch Vermummung war der Grund, die Demo aufzul&ouml;sen.<br>\nStimmt es, ist es ein Skandal: S&auml;chsische Zivilpolizist*innen sollen undercover bei der G20-&ldquo;Welcome to Hell&ldquo;-Demonstration gewesen sein &ndash; vermummt im schwarzen Block. Die autonome Gro&szlig;demonstration am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg war von der Polizei am Losgehen gehindert und auseinander geschlagen worden, weil Teilnehmer*innen der Demo vermummt gewesen waren.<br>\nDie Aussage, unter den vermummten Demonstrant*innen seien s&auml;chsische Polizist*innen gewesen, kommt von einem beteiligten Beamten selbst: In einem Gerichtsprozess gegen einen G20-Gegner sagte er am Dienstag als Zeuge aus. (&hellip;)<br>\nStraftaten haben die Polizisten, wenn es denn stimmt, was der s&auml;chsische Beamte laut Peters ausgesagt hat, durch die Vermummung ebenfalls begangen. &bdquo;Hier wird deutlich, wie die Polizei von zwei Seiten zur Eskalation der Lage beigetragen hat&ldquo;, sagt Peters. &bdquo;Einerseits behelmt von au&szlig;en, und andererseits verdeckt, aus der Demo heraus.&ldquo;<br>\nIndem die Polizei Straftaten begehe und so auch andere Leute dazu anstifte, verkehre sie ihre Ur- und Kernaufgabe, Straftaten zu verhindern, ins Gegenteil. Peters geht davon aus, dass neben den vier Polizisten noch weitere Beamt*innen vermummt unter den G20-Gegner*innen waren, und im Zweifel vielleicht auch mal die erste Flasche geworfen haben. &bdquo;Ich glaube, das hier ist nur die Spitze des Eisbergs&ldquo;, sagt er.<br>\nAuch Christiane Schneider (Linke) geht von weit mehr derartigen F&auml;llen aus. Sie hatte den Verdacht am Donnerstagabend im G20-Sonderausschuss der B&uuml;rgerschaft &ouml;ffentlich gemacht und gefordert, dass der Senat umfassendes Videomaterial zur Aufkl&auml;rung zur Verf&uuml;gung stelle. Der Komplex &bdquo;Welcome to Hell&ldquo; war allerdings schon in einer vergangenen Sitzung des Ausschusses verhandelt worden &ndash; ohne dass die eingesetzten Zivilpolizisten unter den Demonstrierenden erw&auml;hnt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Verdeckter-Polizeieinsatz-bei-G20\/!5503378\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zuckerbergs Auftritt vor dem EU-Parlament &ndash; Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nDie EU-Vertreter haben sich am Dienstag von Mark Zuckerberg vorf&uuml;hren lassen. Ein guter Tag f&uuml;r Facebook, ein schlechter f&uuml;r die Demokratie.<br>\nF&uuml;r ungef&auml;hr 45 Minuten sah es so aus, als k&ouml;nnte Mark Zuckerberg in ernste Schwierigkeiten geraten. Die Vertreter des EU-Parlaments attackierten den Facebook-Chef mit ihren Fragen. Sie kritisierten den Umgang des Netzwerks mit Cambridge Analytica, seine Datenpolitik und monopolartige Macht, orakelten, ob Zuckerberg nicht ein &bdquo;digitales Monster&ldquo; geschaffen habe.<br>\nIn Wahrheit bestand f&uuml;r den 33-J&auml;hrigen zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Antworten musste er schlie&szlig;lich gar nicht. Die Demokratievertreter hatten dem Milliard&auml;r zuvor das Recht einger&auml;umt, alle Fragen am Schluss gesammelt zu beantworten. So konnte er selbst ausw&auml;hlen, auf welche er eingehen wollte. [&hellip;]<br>\nDer US-Termin war peinlich f&uuml;r die Regierungsvertreter, die Fragen zu lasch. Doch zumindest behaupteten die Politiker ihre Souver&auml;nit&auml;t, erk&auml;mpften sich das Recht f&uuml;r Nachfragen, Nachhaken. Hartn&auml;ckigen Senatoren gelang es hier und da, dem bestens vorbereiteten Facebook-Chef etwas Wahrheit zu entlocken.<br>\nIn Europa fiel dies weg. Zuckerberg sa&szlig; die Wutreden der Parlamentarier aus, lie&szlig; die Kritik gelassen, fast schon arrogant, einfach an sich abgleiten. Widerstand zwecklos. Ein Armutszeugnis f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/kommentare\/kommentar-zuckerbergs-auftritt-vor-dem-eu-parlament-ein-armutszeugnis-fuer-europa\/22591546.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Zuckerberg-Anh&ouml;rung<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180524-Bild_01.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6739\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ARD-Faktenfinder seppelt sich ins journalistische Abseits<\/strong><br>\n&ldquo;Seit einem Jahr kl&auml;rt der ARD-Faktenfinder &uuml;ber Desinformation auf&ldquo;, verk&uuml;ndet die ARD auf ihrer Website. Doch statt der proklamierten Aufkl&auml;rung dominiert faktenfreie Meinungsmache. Paradebeispiel ist der letzte Artikel zu &ldquo;russischer Propaganda&rdquo;. (&hellip;)<br>\nH&auml;tten die verantwortlichen ARD-Redakteure des Faktenfinder-Artikels, Patrick Gensing und Silvia St&ouml;be, allerdings auch nur die banalsten Standards journalistischer Recherche eingehalten, w&auml;re ihnen aufgefallen, dass RT Deutsch im Verlauf von drei Jahren ganze drei (!) Artikel zur Person von Hajo Seppelt ver&ouml;ffentlicht hat: Zwei Artikel im Jahr 2016, keinen einzigen im Jahr 2017 und einen Artikel nach seinem vorl&auml;ufigen Visumsentzug im Mai 2018. Von einem medialen &ldquo;Kreuzfeuer&rdquo; RT Deutschs gegen Seppelt kann also nach objektiven Kriterien keine Rede sein. (&hellip;)<br>\nW&uuml;rde der Faktenfinder sich tats&auml;chlich seinem Namen verpflichtet f&uuml;hlen, dann m&uuml;sste er, neben dem Verweis auf die damalige explizite Distanzierung der ARD gegen&uuml;ber Seppelt, auch darlegen, das die Vorw&uuml;rfe ihres &ldquo;Doping-Experten&rdquo; gegen russische Sportler auf ebenso zweifelhaften Grundlagen beruhen.<br>\nDenn Dreh- und Angelpunkt von Seppelts &ldquo;Doping-Enth&uuml;llungen&rdquo; ist sein &ldquo;Kronzeuge&rdquo;, der ehemalige Leiter des russischen Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow. Seppelts Vorwurf des Staatsdopings st&uuml;tzt sich beinahe ausschlie&szlig;lich auf dessen Aussagen. Doch dieser Kronzeuge hat inzwischen einen gro&szlig;en Teil seiner Glaubw&uuml;rdigkeit eingeb&uuml;&szlig;t. Rodtschenkow hat gegen&uuml;ber der WADA seine fr&uuml;heren Aussagen mittlerweile in weiten Teilen widerrufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/70011-ard-faktenfinder-seppelt-sich-ins-abseits\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf diesen Beitrag des &bdquo;Faktenfinder&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=43997#h16\">hingewiesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nur deutsche Linke fordern &raquo;offene Grenzen&laquo; f&uuml;r alle<\/strong><br>\nEin Bleiberecht f&uuml;r jeden ist kein Ausdruck internationaler Solidarit&auml;t, meint der LINKEN-Politiker Alexander King<br>\nIn der Debatte um eine linke Einwanderungspolitik werden schwere Gesch&uuml;tze aufgefahren. Den Bef&uuml;rwortern einer Regulierung von Einwanderung wird der Abschied von Internationalismus und Solidarit&auml;t vorgeworfen. Dabei ist ihr Anliegen richtig: Sie wollen die Debatte in die reale Welt von Lohnarbeit und Globalisierung zur&uuml;ckholen.<br>\nDass Einwanderung unter den gegebenen gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen zu Lohndumping missbraucht werden kann, ist schlie&szlig;lich nicht von der Hand zu weisen. Ein aktuelles Beispiel: In Deutschland herrscht &raquo;Pflegenotstand&laquo;. Es fehlen Zehntausende Pflegerinnen und Pfleger. Weil die L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen miserabel sind, m&ouml;gen nur wenige diesen Beruf ergreifen. Die LINKE will deshalb die Arbeitsbedingungen verbessern und fordert h&ouml;here L&ouml;hne. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine andere Idee: Er schl&auml;gt vor, die leeren Stellen mit Personal aus dem Ausland zu besetzen. Auf diese Weise k&ouml;nnen L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen bleiben, wie sie sind. Die Krankenhaus- und Pflegekonzerne freut&rsquo;s.<br>\nAndere Industriel&auml;nder, etwa Gro&szlig;britannien, haben damit einschl&auml;gige Erfahrung. Sie rekrutieren bereits seit vielen Jahren einen gro&szlig;en Teil ihres medizinischen Personals (&Auml;rztinnen und &Auml;rzte, Pflegepersonal) im Ausland, bevorzugt in den L&auml;ndern des S&uuml;dens. W&auml;hrend Entwicklungshelfer dort die medizinische Versorgung mehr schlecht als recht am Laufen halten.<br>\nVon diesem Irrsinn profitieren die Konzerne in Europa &ndash; auch in anderen Branchen. Nicht umsonst fordern &raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; und der Bundesverband der Deutschen Industrie den massiven Zuzug von Arbeitskr&auml;ften nach Deutschland. Und die Bundesbank stellt zufrieden fest, dass der Nettozuzug in die EU von 1,8 Millionen Menschen w&auml;hrend der letzten Jahre als Lohnbremse in den unteren Einkommensgruppen wirkt. Die Verlierer sind die Arbeitnehmer hier und die Herkunftsgesellschaften im S&uuml;den, die durch die Abwanderung arbeitsf&auml;higer, oft schon ausgebildeter junger Menschen geschw&auml;cht werden, w&auml;hrend die Arbeitgeber im Norden sich die Ausbildungskosten einsparen. Man nennt das Brain-drain.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1088801.migrationsdebatte-in-der-linken-nur-deutsche-linke-fordern-offene-grenzen-fuer-alle.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Solidarit&auml;t, die man Anderen (zum Beispiel Reinigungskr&auml;ften, Bauarbeitern, Wachschutzangestellten, Paketboten und anderen Geringverdienern) gegen&uuml;ber Dritten abverlangt, w&auml;hrend man sich selbst in sicherer Distanz (Bundestag, Parteiapparate, Zeitungsredaktionen, Uni) aufh&auml;lt, ist keine.&ldquo;<br>\nDas kann sich die urbane Salonlinke ins Stammbuch schreiben.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Volltreffer. Eigentlich sollte die &bdquo;inhaltliche Debatte&ldquo; damit nun beendet sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=44126\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-44126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=44126"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44129,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/44126\/revisions\/44129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=44126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=44126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=44126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}